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Klassenbuch und Stundenplanung werden digital

Oldenburg: Die neuen Angebote entlasten Lehrkräfte und Schulleitungen spürbar

Schwerin – Lehrkräfte und Schulleitungen in Mecklenburg-Vorpommern können ihre Stundenplanung und Klassenbuchführung digital erledigen. Dafür steht ihnen mit diesem Schuljahr eine neue Software zur Verfügung. 220 Schulen haben bereits Nutzungsvereinbarungen unterzeichnet. Das sind 44 Prozent aller öffentlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Die Nutzung ist freiwillig.

„Das digitale Klassenbuch und die digitale Stundenplanung entlasten Lehrkräfte und Schulleitungen spürbar“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung gezielt nutzen, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen und Lehrkräften mehr Raum für ihre Kernaufgaben, also für das Unterrichten, geben.“

Die neue Software verbindet die digitale Stundenplanung mit dem digitalen Klassenbuch, ohne dass Lehrkräfte die Angaben per Hand eintragen müssen. Änderungen im Vertretungsplan werden auch ins Klassenbuch übernommen. Damit bildet es stets den aktuellen Stand des Unterrichts ab. „Wenn sich kurzfristig etwas im Stundenplan ändert, müssen diese Informationen aktuell und zuverlässig verfügbar sein. Die Verknüpfung von Stundenplanung, Vertretungsplan und Klassenbuch hilft dabei, Informationen zusammenzuführen und unnötige doppelte Arbeit zu vermeiden“, erläuterte Oldenburg.

Auch die Dokumentation des Unterrichts ist nun digital möglich. Lehrkräfte können beispielsweise Abwesenheiten eintragen sowie behandelten Unterrichtsstoff und Hausaufgaben festhalten. „Ein digitales Klassenbuch muss im Schulalltag funktionieren. Es soll Lehrkräften dabei helfen, Eintragungen übersichtlich zu verwalten und fehlende Angaben im Blick zu behalten. Das erleichtert die Organisation und schafft mehr Übersicht.“

Die neue Software kann von Grundschulen, Förderschulen, Regionalen Schulen, Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Schulen genutzt werden. Neben der Stunden- und Vertretungsplanung und der Klassenbuchführung bietet das Programm weitere Funktionen. Dazu gehören die Prüfungsplanung und die Organisation von Klassendiensten. Für die gymnasiale Oberstufte ist außerdem die Wahl der Grund- und Leistungskurse möglich.

Die Angaben lassen sich anschließend in die Stundenplanung übernehmen. „Unsere Schulen haben unterschiedliche Anforderungen und organisatorische Abläufe. Deshalb ist es wichtig, dass eine digitale Lösung mehrere Aufgaben miteinander verbindet“, so die Bildungsministerin weiter.

Der Anbieter des Programms hat die Einführung mit Schulungen zu den Modulen „Stundenplanung“, „Vertretungsplanung“, „Wahl der Grund- und Leistungskurse“ und „Klassenbuch“ begleitet. Außerdem stehen Lehrkräften im Lernmanagementsystem „itslearning“ ein Online-Kurs, Handreichungen, Anleitungen, hilfreiche Links und Kurzvideos zur Verfügung, um sich mit den Funktionen vertraut zu machen.

Das Land hat für die Anschaffung der Software und die Lizenzierung bislang ca. 824.000 Euro aufgewendet. Das landesweite Angebot soll perspektivisch von allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern genutzt werden.

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