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Rostocker Pflegestützpunkte feiern 15-jähriges Bestehen

Staatssekretärin Grimm: „Gute Beratung ist Voraussetzung für die Stärkung der häuslichen Pflege“

Rostock – Gute Pflege beginnt mit guter Beratung. Wer plötzlich Pflege organisieren muss, braucht schnell Klarheit über Ansprüche, Unterstützungsmöglichkeiten und die nächsten Schritte.

„Ob Pflegebedürftige möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben können und Angehörige nicht an ihre Belastungsgrenzen geraten, hängt entscheidend davon ab, ob sie rechtzeitig die passende Hilfe finden“, sagte Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm am Mittwoch bei der Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen der Rostocker Pflegestützpunkte. Genau hier setzt die Arbeit der mittlerweile 19 Pflegestützpunkte im Land an: mit einer Pflegeberatung etwa zu Pflegegraden und Leistungsansprüchen, die kostenlos, unabhängig und an den konkreten Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sein.

„Die Expertinnen und Experten in den Pflegestützpunkten schauen nicht zuerst darauf, welcher Anbieter eine Leistung erbringt, sondern darauf, was ein Mensch tatsächlich braucht. Sie helfen, Angebote zu finden, Ansprüche zu verstehen und Unterstützung zu organisieren“, so Grimm.

Wie wichtig dieses Angebot ist, zeigt die Entwicklung der Beratungszahlen: Innerhalb von zwei Jahren stieg die Zahl der Beratungen an den beiden Rostocker Standorten von 4.850 im Jahr 2023 auf 5.922 im vergangenen Jahr – ein Plus von rund 22 Prozent. „Hinter jeder Beratung stehen Menschen und Familien, die Antworten auf drängende Fragen suchen“, betonte die Staatssekretärin.

Der Pflegestützpunkt Rostock Nord nahm am 25. Juni 2011 als dritte Einrichtung dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern seine Arbeit auf. 2013 kam die Außenstelle in der Südstadt hinzu. Die Pflegestützpunkte in Mecklenburg-Vorpommern sind die erste Anlaufstelle für Pflegebedürftige, ältere Menschen und ihre Angehörigen bei allen Fragen rund um die Pflege.

Grimm verdeutlichte, dass die Beratungsstellen im Land weiter gestärkt und die regionalen Hilfsangebote besser miteinander verzahnt werden. „Wenn Land, Pflegedienste, Pflegekassen, Kommunen, medizinische und soziale Einrichtungen sowie ehrenamtliche Unterstützungsangebote gut zusammenarbeiten, kommt die Hilfe verlässlich an. Gute Pflege entsteht, wenn die verschiedenen Angebote ineinandergreifen. Die Pflegestützpunkte sind dabei eine wichtige Schaltstelle sein. Unser Anspruch muss sein, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht nur zu beraten, sondern ihnen dabei zu helfen, tragfähige Lösungen für ihren Alltag zu finden“, betonte Grimm.

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