Dahlemann: Malerei der Romantik trifft moderne Fotokunst

Insel Rügen – Im Januar 1818 heiratete Caspar David Friedrich in Dresden seine Ehefrau Caroline Bommer. Im Herbst desselben Jahres begab sich das Paar auf Hochzeitsreise nach Vorpommern, der Heimat von Caspar David Friedrich. Bei den Besuchen in Greifswald, Wolgast, Stralsund und auf Rügen entstanden zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe für spätere Kunstwerke.

Exakt 200 Jahre später reiste der Japanische Künstler Hiroyuki Masuyama an die Orte, an denen diese Skizzen entstanden. Aus Hunderten von Aufnahmen erstellte er digitale Fotomontagen, die jetzt an drei Standorten in der Galerie CIRCUS EINS in Putbus, im Nationalparkzentrum Königsstuhl und im Pommerschen Landesmuseum in Greifwald zu sehen sind.

„Das ist ganz sicher einer der Höhepunkte im kulturellen Leben Vorpommerns in diesem Sommer“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Ausstellung in Putbus. „Vorpommern trifft auf Fernost, Malerei der Romantik auf moderne Fotokunst. Altbekannte Perspektiven werden neu interpretiert. Caspar David Friedrich ist der wohl bedeutendste Maler, Grafiker und Zeichner, den Vorpommern hervorgebracht hat. Es kann kaum eine schönere Ehrung geben als diese Ausstellung.“

Der Tourismusverband Vorpommern erinnert in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen an das 200-jährige Jubiläum der Hochzeitsreise von Caspar David Friedrich und seiner Frau. Der Parlamentarische Staatssekretär hat das Romantik-Jubiläum 2018 mit 60 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds gefördert.

Ausstellung WIR*HIER! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust eröffnet in Schwerin

Schwerin – Der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet am Samstag, den 16. Juni um 17 Uhr die Ausstellung „Wir* hier! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust“ im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin. Sozialministerin Drese ist es ein wichtiges Anliegen, persönlich der Ausstellungseröffnung beizuwohnen.

„Ich bin beeindruckt mit welch großem Engagement Jugendliche und junge Erwachsene am Projekt gearbeitet haben“, verdeutlicht Drese. „Die Ausstellung berührt, da sie sehr gut die Stärke von Menschen zeigt, sich gegen Hass, Diskriminierung und Angst zu stemmen. Das ist auch eine Botschaft für die heutige Zeit. Unsere Gesellschaft hat viele Vorurteile überwunden, aber es gibt gleichzeitig noch immer Anfeindungen und Vorbehalte. Der Einsatz für Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identitäten bleibt deshalb eine wichtige Aufgabe der Landesregierung. Und ich bin dankbar, dass sich unter dem Dach von Lola für Demokratie in MV und der Amadeu Antonio Stiftung junge Menschen aus unserem Land für dieses Thema interessieren und deutlich Flagge zeigen für ein freies und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern“, so Ministerin Drese.

Die Ausstellung erzählt Geschichten über Überlebensstrategien, Organisierung und Alltag von der Zeit des Kaiserreichs bis in die Gegenwart anhand von Biographien aus Mecklenburg-Vorpommern. „Viele der Ausstellungsgeschichten sind völlig neu recherchiert. Bislang beschwiegene Geschichte des Bundeslandes wird hier erstmals sichtbar. Damit betritt die Ausstellung Neuland. “, so die Vorsitzende des Vereins, Prof.*in Dr. Heike Radvan.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Spurensuche zum Alltag von LSBT* in MV gestern und heute. Über zwei Jahre recherchierten Jugendlichen und junge Erwachsene in ihren Regionen, begleitet von Pädagog*innen und Historiker*innen. Die Gruppen erarbeiteten mit der Kuratorin Dorothée Brill und dem Bühnenbildner Matthias Nebel das Konzept der Ausstellung. Svenja Goy aus der Greifswalder Gruppe berichtet: „Uns war klar, dass wir eine lebendige Ausstellung machen wollen, die Spaß macht, zum Verweilen einlädt und vor allem: Sichtbarkeit erzeugt!“

„Wir standen vor der Herausforderung, die gelebte Geschichte von Individuen zur Anschauung bringen zu wollen.“, ergänzt die kuratorische Begleitung Dorothée Brill. Diese gelebten Geschichten begegnen dem Publikum in der Ausstellung nun als lebensgroße Silhouetten. Zum Beispiel die Tänzerin Gret Palluca, die ihre Sommer auf Hiddensee verbrachte und eine langjährige Beziehung mit zwei Frauen führte. Ergänzt werden die über 20 Figuren und Figurengruppen mit Geschichten der Selbstorganisation aus dem Bundesland sowie Literatur, Audioaufnahmen und Filmausschnitten. So ist unter anderem der erste DDR-Fernsehbeitrag zum Thema Homosexualität in der Visite Sendung – einem Ratgebermagazin des Norddeutschen Rundfunks – von 1987 zu sehen.

Die Ausstellung wird bis Ende 2019 durch Mecklenburg-Vorpommern wandern und in Rathäusern, Volkshochschulen sowie Kulturorten des Bundeslands zu sehen sein:

17.06.-02.09.2018 im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin
10.09.-28.09.2018 im Rathaus Rostock
11.10.-04.11.2018 in der VHS Stralsund
10.11.-22.12.2018 im Rathaus Bützow

Minister Backhaus im Gespräch mit Jugendlichen aus Europa

Insel Rügen – Unter dem Titel „Open Minds – Open Hearts: Europe of Youth” findet vom 12. – 18. Juni 2018 das sogenannte Youth Camp des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern in Prora statt.

Anlässlich dieser Veranstaltung war Minister Dr. Backhaus als einer von sechs Vertretern aus Politik und Verwaltung eingeladen, um die von den Jugendlichen erarbeiteten Workshop-Ergebnisse miteinander zu diskutieren. „Es ist großartig, so viele junge Menschen hier zu treffen. Sie sind die Zukunft Europas. Und da ist es wichtig, dass sie in Dialog miteinander treten“, fasste der Minister die Veranstaltung zusammen.

„Ich war überrascht, wie erfrischend und gefestigt die Jugendlichen sind und mit welcher Energie sie Europa weiter zusammenführen wollen. Wir hatten tolle Diskussionen und es beruhigt mich sehr, dass diese Jugendlichen hier in Prora – im Übrigen aus zehn Ländern Europas – einen tollen Kontrast zu den teils sehr bedenklichen populistischen oder separatistischen Strömungen in Europa bilden“, resümierte der Minister.

In verschiedenen Diskussionsrunden wurden unter anderem Fragen des Populismus, die Inklusion geflüchteter Menschen, das Potential der Jugendkooperation sowie die Vision für ein gemeinsames Europa diskutiert.

Die Veranstaltung wird von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Deutschen Fernsehlotteriegefördert. Schirmherrin ist die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

300.000 Euro für Investitionen in Tierheime des Landes ausgeschöpft

Sadelkow – Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, hat am Samstag (16. Juni) Fördermittelbescheide an elf Tierschutzvereine des Landes übergeben. Investitionen dieser Vereine in ihre Tierheime werden mit insgesamt 185.000 Euro gefördert. Zusammen mit 7 weiteren geförderten Vorhaben ist damit der Haushaltstitel des Jahres 2018 in Höhe von 300.000 Euro ausgeschöpft. „Sie leisten durch die Aufnahme und Pflege von Fundtieren oder sichergestellten Tieren einen unschätzbaren Beitrag zum Tierschutz vor Ort“, dankte der Minister den Tierschutzvereinen für ihr Engagement. „Sie haben meine absolute Hochachtung für diesen Einsatz.“

Die Übergabe fand im Rahmen des Sommerfestes auf dem „Gnadenhof Sonnenschein“ des Tierschutzvereins Sadelkow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) anlässlich dessen 20-jährigen Bestehens statt.

Dr. Backhaus versprach, sich weiter für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen und einer besseren finanziellen Ausstattung einzusetzen. Gleichzeitig kritisierte er, dass sich die Gemeinden nach wie vor nicht am erforderlichen Eigenanteil der Vereine beteiligen, obwohl sie eigentlich auf die Tierheime angewiesen sind.

Das Projekt zur Kastration von freilaufenden Katzen, das durch den Landesverband des Deutschen Tierschutz­bundes umgesetzt wird, wird in diesem Jahr mit 30.000 Euro gefördert. Weniger Katzennachwuchs entlastet langfristig auch die Tierheime.

Minister: Integrierter Pflanzenschutz für weniger Chemie auf dem Acker

Insel Poel – „Der integrierte Pflanzenschutz als Kombination physkalischer und biologischer Maßnahmen gilt mir als anzustrebende Maxime. Damit wird es möglich, den Krankheits- und Schädlingsdruck auf Nutzpflanzen so stark einzudämmen, dass chemische Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden können. Der mechanischen Unkrautbekämpfung kommt hier ist ein entscheidender Beitrag zu“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf dem heutigen 26. Agrarpolitischen Tag des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg in Malchow auf der Insel Poel zur Rolle von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft.

Die vom Bund geplante Ackerbaustrategie müsse den „integrierten Ansatz“ aufgreifen, forderte der Minister.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln – in bestimmten Fällen, etwa auf erosionsgefährdeten Böden, auch glyphosathaltiger Mittel – sei allerdings nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Gesunderhaltung der Kulturen und damit zur Ertrags- und Quallitätssicherung. Aktuell würden die für den guten, angepassten Pflanzenschutzmitteleinsatz geltenden gesetzlichen Vorgaben, darunter der witterungs- und tageszeitenabhängige Einsatz zum Schutz der Insekten und zur Vermeidung von Abdrift, zu einem hohen Prozentsatz von den Landwirten eingehalten, berichtete der Minister.

2017 war der Pflanzenschutzdienst des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) Mecklenburg-Vorpommern 31 Verdachtsfällen auf Abdrift mit sofortigen Vor-Ort-Kontrollen und Probenentnahmen von Pflanzen nachgegangen. Die Analysen bestätigten in nur 3 der 31 angezeigten Fälle ein Abdriftgeschehen. Im Jahr 2016 waren es 7 Fälle. Unabhängig davon nehme die Palette verfügbarer Pflanzenschutzmittel aufgrund resistenter Unkräuter, Krankheitsverursacher und Schädlinge sowie aus human- und ökotoxikologischen Erwägungen stetig ab; neue Wirkstoffklassen würden noch sehr selten zugelassen. Das zwinge Landwirte, ihre Anbausysteme unabhängiger vom chemischen Pflanzenschutz zu machen.

„Außerdem nehmen Sorgen und Ängste in der Bevölkerung in Bezug auf den Einsatz von chemischen Anwendungen in der Landwirtschaft zu. Wir müssen also dahin kommen, dass der Pflanzenschutzmitteleinsatz nur noch erfolgt, wenn er aus fachlicher Sicht absolut nötig ist“, so Minister Backhaus. Ziel müsse ein angepasster, situativer Pflanzenschutz und die Minimierung von Pflanzenschutzmitteln sein.

Backhaus verwies darauf, dass Landwirte, die sich für eine Pflanzenschutz-Minderungsstrategie entscheiden, über das Agrarinvestitionsförderprogramm finanzielle Unterstützung beantragen können. Gefördert werden u. a. moderne Maschinen zur mechanischen Unkrautbekämpfung oder Injektionsgeräte für die Gülle- und Gärresteausbringung sowie Geräte zur Direkteinarbeitung. Auch Spezialtechnik zur Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Obst- und Gartenbau mit Auffangtanks oder Pflanzenschutztechnik mit Sensorensteuerung zur teilflächenspezifischen Ausbringung werden gefördert.

„Die gesellschaftliche Erwartung ist, dass der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel verringert wird. Der integrierte Pflanzenschutz oder die Förderung ökologischer Anbaumethoden sind hier wichtige Instrumente“, schloss der Minister.

Weitere Projekte zur Renaturierung des Anklamer Stadtbruches

Anklam – Der Anklamer Stadtbruch ist mit einer Fläche von rund 1.500 Hektar Deutschlands größter Moorwald. Am Rande des Bruchs in Bugewitz hat Umweltminister Dr. Till Backhaus am Freitag (15. Juni) das mit LEADER-Mitteln fertig gestellte NaturKulturHaus des Vereins Appelbom eröffnet. Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern (StUN) stellte bei dieser Gelegenheit dem Minister ihr LIFE-Projekt Limicodra vor, ein Projekt zum Schutz wiesenbrütender Watvögel (Limikolen) entlang des Odermündungsgebietes.

Das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch, das zum Naturpark Flusslandschaft Peenetal gehört, steht seit einer Sturmflut 1995 zu großen Teilen unter Wasser. Seit 1998 wird es schrittweise renaturiert. Infolge der günstigen hydrologischen Verhältnisse entwickelte sich eine moortypische Pflanzen- und Tierwelt. Die sich herausgebildeten Röhrichte und Seggenrieden sowie die Vorkommen von Trauerseeschwalben, Rohrdommeln und Kranichen stehen dafür. Auf Grund des großen Nahrungsangebots brüten hier Seeadler in einer Dichte, wie es sie in Deutschland kein zweites Mal gibt.

Vor allem die Mitglieder des örtlichen Vereins Appelbom versuchen, die einheimische Bevölkerung und ihre Gäste für die Vielfalt der Natur in dieser Moorlandschaft zu begeistern. Nach einem Naturlehrpfad hat der Verein nun ein ehemaliges denkmalgeschütztes Gesindehaus zu einem Informationszentrum ausgebaut, das als Ausgangspunkt für einen gelenkten Naturerlebnis­tourismus dienen soll. Die bisher 269.000 Euro teure Sanierung des Hauses wurde vom Land mit 150.000 Euro LEADER-Mitteln unterstützt.

In dem Haus befinden sich auch die Büros des Projektes Limicodra. Die StUN will mit vielen Partnern, darunter den bewirtschaftenden Landwirten, langfristig sichern, dass in den ehemaligen Poldern neue Lebensräume für Wiesenbrüter entstehen. Dazu werden kurzrasige Wiesen benötigt, die nach Möglichkeit bis Mitte Juni nasse Böden haben. Das wird nach Ansicht der Experten nicht nur zur Zunahme der Brutvogelarten führen, sondern auch zu größerem Blüh- und Insektenreichtum der Wiesen.

Das Projekt läuft bis 2025 und wird voraussichtlich 4,0 Millionen Euro kosten. Davon stammen 2,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm LIFE. Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit 1,0 Millionen Euro. Den Rest finanzieren mehrere Stiftungen und das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.

Landesfrauenrat feiert 25-jähriges Bestehen

Rostock – Am 16. Juni 1993 hat sich der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern gegründet. Den 25-jährigen Geburtstag feiert der Dachverband von aktuell 47 Mitgliedsverbänden am heutigen Abend in Rostock.

Gleichstellungsministerin Stefanie Drese gratuliert dem Landesfrauenrat zu seinem Jubiläum. „Der Landesfrauenrat engagiert sich seit seinem Bestehen für mehr Chancengleichheit und gleichwertige Lebensperspektiven für Frauen und Männer, Mädchen und Jungen in unserem Land. Für das Erreichte und das unermüdliche Ansprechen von Defiziten auf dem Weg zur Gleichstellung möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Der Landesfrauenrat ist für mein Ministerium ein unverzichtbarer und kompetenter Partner beim Thema Frauen- und Gleichstellungspolitik“, betont Drese.

Der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und bündelt gleichstellungsspezifische Fachkompetenz, damit geschlechterspezifische Aspekte in politischen Entscheidungen in MV beachtet und berücksichtigt werden. Er verleiht damit den Gleichstellungszielen in der Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik ein stärkeres Gewicht.

Drese: „Gemeinsam mit dem Landesfrauenrat will ich auch zukünftig für verbesserte Rahmenbedingungen für eine gleichstellungsorientierte Familienpolitik und für mehr Frauen in der Politik auf allen Ebenen kämpfen. Ein weiteres wichtiges Thema ist das Schließen des Gender Pay Gap. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern muss endlich eine Selbstverständlichkeit sein,“ so Ministerin Drese.

Verkehrsfreigabe der K14 bei Grevenstein

Grevenstein – In einem feierlichen Akt werden der Infrastrukturminister Christian Pegel und Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss am Montag (18.06.2018) die Kreisstraße 14 zwischen Grevenstein und Welzin freigeben.

Auf einer Länge von ca. 1,7 Kilometern wurde die Fahrbahn mit einer Breite von 6,5 Metern ausgebaut. Außerdem wurden Entwässerungsanlagen, Beschilderung und Markierung erneuert. Die Maßnahme wurde nach der Richtlinie des Kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 1,18 Millionen Euro (50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben) gefördert. Die Gesamtkosten lagen bei ca. 2,6 Millionen Euro.

Der Ausbau der Kreisstraße ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Nach Fertigstellung des ersten Abschnitts zwischen Roggenstorf und Grevenstein im Jahr 2012 erfolgt nun der Ausbau des zweiten Abschnitts zwischen Grevenstein und Welzin. Der erste Teilabschnitt dieses zweiten Bauabschnitts ist jetzt fertiggestellt und wird am Montag für den Verkehr freigegeben. Ein weiterer Teilabschnitt zwischen den beiden Orten befindet sich bereits in der Ausschreibung und wird ab Juli 2018 gebaut werden.

Die Kreisstraße 14 hat eine bedeutende Verbindungsfunktion in der Küstenregion der Ostsee und trägt zur Entlastung des touristischen Verkehrs im Großraum des Ostseebades Boltenhagen bei.

Überhöhte Preise bei Schlüsselnotdiensten verhindern

Schwerin – VSMK bittet Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz um eine Regelung, die Schlüsseldienste zu Transparenz verpflichten.

„Schwarzen Schafen bei Schlüsselnotdiensten muss der Kampf angesagt werden. Ich begrüße daher den Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz, dass auf diesem Gebiet Handlungsbedarf besteht. Denn die Notsituation der Betroffenen wird manchmal ausgenutzt, so dass überhöhte Rechnungen aufgerufen werden. Damit muss Schluss sein“, sagte Justizministerin Hoffmeister in Saarbrücken nach der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK), sie ist in Mecklenburg-Vorpommern für den wirtschaftlichen Verbraucherschutz zuständig.

„Das Ausnutzen einer ausweglosen Situation mit überhöhten Preisen ist aus meiner Sicht an der Grenze des sittenwidrigen Handelns im Sinne von § 138 BGB. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird darum nun von der VSMK gebeten, die Erbringer von Schlüsseldiensten gesetzlich dazu zu verpflichten, ihre Preisverzeichnisse den zuständigen Aufsichtsbehörden vorzulegen. Denn sich gegen überhöhte Forderungen von Schlüsselnotdiensten erfolgreich zur Wehr zu setzen, ist derzeit nur begrenzt möglich. Wenn die Rechnung erst einmal bar bezahlt ist, sind die überteuerten Notdienste oftmals schwer zu ermitteln, da die Anschrift und die Inhaberstruktur häufig wechseln. Außerdem gibt es keine bekannten Durchschnittspreise, die man heranziehen könnte. Diese Durchschnittswerte sind aber wichtig, wenn Gerichte eine etwaige Sittenwidrigkeit oder die Erfüllung des Wuchertatbestandes nach § 138 BGB prüfen sollen. Die Durchschnittswerte würden auch die Bürgerinnen und Bürger auf ein eventuell auftretendes Missverhältnis aufmerksam machen. Die Verbraucherverbände beklagen zudem, dass die Schlüsseldienste zu selten gewerblich beaufsichtigt werden. Das muss sich ändern“, so Ministerin Hoffmeister.

ElterngeldPlus wird bei Müttern und Vätern in MV immer beliebter

Schwerin – Das ElterngeldPlus erfreut sich in Mecklenburg-Vorpommern wachsender Beliebtheit. Nahmen im ersten Quartal 2016 nur 12,5 Prozent der jungen Mütter und Väter die finanzielle Unterstützung für Familien nach der Geburt eines Kindes in Anspruch, waren es ein Jahr darauf bereits 18,2 Prozent. Im ersten Quartal 2018 stieg die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer auf 21,2 Prozent. Dies geht aus gestern veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor.

Für Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren wurden, besteht die Möglichkeit, zwischen dem Bezug von Elterngeld und dem Bezug von ElterngeldPlus zu wählen oder beides zu kombinieren. Das Elterngeld Plus fällt in der Regel niedriger aus, wird dafür aber erheblich länger gezahlt.

„Ich freue mich, dass das ElterngeldPlus auch in Mecklenburg-Vorpommern immer besser in Anspruch genommen wird. Es eröffnet neue Freiräume für Familien. Eltern erhalten längere Unterstützung, sie können flexiblere Auszeiten nehmen und Aufgaben in Familie und Beruf besser partnerschaftlich aufteilen. Damit wird es für Mütter und Väter attraktiver, früher ins Berufsleben zurückzukehren“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese.

Gleichzeitig wünscht sich die Ministerin aber eine höhere Beteiligung von Männern an der Elternzeit. Hier bestehe im bundesweiten Vergleich noch Nachholbedarf. „Gerade die ersten Monate mit dem neu geborenen Kind sind eine unbeschreibliche Zeit, die einen niemand wiederbringt. Ich ermuntere junge Väter deshalb, das ElterngeldPlus zu beantragen“, so Drese.

Das ElterngeldPlus bringt nach Angaben der Ministerin aber auch Vorteile für Unternehmen. Ihnen blieben Fachwissen und Kompetenzen erhalten. Drese: „Deshalb wünsche ich mir, dass Arbeitgeber zukünftig noch mehr tun, um Familien und besonders Alleinerziehende zu unterstützen, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle und Möglichkeiten für Homeoffice. Firmen, die eine gute Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben bieten, sind bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs ihren Konkurrenten einen entscheidenden Schritt voraus.“

Das Elterngeld ist eine der erfolgreichsten und beliebtesten familienpolitischen Leistungen. Es sichert die wirtschaftliche Existenz der Familien und hilft Vätern und Müttern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Das ElterngeldPlus erkennt insbesondere die Pläne derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter haben damit die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen. Sie bekommen doppelt so lange Elterngeld (in maximal halber Höhe) und können so ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen. Aus einem bisherigen Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate.

Fischereitag: EU-Fangverbote stellen Fischer vor unerwartete Hürde

Schwerin – Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV, hat die derzeit 230 Haupterwerbs- und 132 Nebenerwerbsbetriebe der Kutter- und Küstenfischer auf stürmische Zeiten eingestellt. „Die Kutter- und Küstenfischerei kann auf ein wirtschaftlich durchschnittliches Jahr 2017 zurückblicken. Im laufenden Jahr 2018 sind wiederum besondere Herausforderungen durch die Unternehmen zu bewältigen“, sagte er auf dem heutigen Fischereitag des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer.

„Obwohl es einen von der EU-Kommission genehmigten deutschen Aalmanagementplan gibt, stellen die beschlossenen Aalschonzeiten und das Aalfangverbot der Europäischen Kommission den Fischereisektor vor unerwartete Hürden“, so der Staatssekretär. „Durch den Einsatz von Minister Dr. Till Backhaus konnten wir unsere Vorstellungen soweit einbringen, dass die Schonzeit für die deutsche Aalfischerei in der Ostsee auf den Zeitraum zwischen dem 1. November 2018 und den 31. Januar 2019 festgelegt wurde.“

Buchwald kritisierte die Vorgehensweise der Europäischen Kommission, sich über bestehende genehmigte Managementpläne hinwegzusetzen.

Minister Dr. Backhaus werde sich weiter verstärkt dafür einsetzten, dass Fangverbote und Quotierungen auf stabilen wissenschaftlichen Ergebnissen vorgeschlagen werden. Kurzfristige einseitige Erhöhungen der Bestandszielwerte, wie kürzlich durch den ICES für den Hering empfohlen, dürfe es nicht geben. Quotenreduzierungen oder Fangverbote sollten sozialverträglich auszugleichen sein. Ziel seien planbare, verlässliche Rahmenbedingungen.

Der Staatssekretär informierte außerdem zum 2020 anstehenden Fischereiverbot in den Kernzonen der Nationalparks, in denen Bestandsfischer bislang wirtschaften dürfen. „Obgleich die Nationalparks künftig überwiegend nutzungsfrei sein sollen, hat Minister Backhaus die Ausnahmeregelung für die Bestandsfischer 2017 um weitere fünf Jahre bis Ende 2022 verlängert. Bis dahin wollen wir im Gespräch mit den berührten Verbänden langfristige, tragfähige Lösungen finden“, so Dr. Buchwald. Der Minister werde sich weiterhin für die Kutter- und Küstenfischerei in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.

Deutscher Startup Monitor 2018 – noch bis Sonntag teilnehmen

Schwerin – Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe ruft die Startups in Mecklenburg-Vorpommern auf, sich an der aktuell stattfindenden Umfrage zum „Deutschen Startup Monitor 2018“ (DSM2018) zu beteiligen. „Startups sind die Keimzellen für wirtschaftliches Wachstum. Sie sind ein wichtiger Jobmotor und wichtig für die Stärkung der einheimischen Wirtschaft. Sie treiben den wirtschaftlichen Strukturwandel voran, was gerade in Zeiten der Digitalisierung besonders deutlich wird. Umso wichtiger ist es, junge Unternehmen bei der Umsetzung von neuen, innovativen Ideen und der Vernetzung mit dem etablierten Mittelstand zu unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Der „Deutsche Startup Monitor“ gibt einen guten Überblick über den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse der deutschen Startups-Szene. Viele Auswertungen sind regionalisiert, beispielsweise die Beurteilung der Landespolitik hinsichtlich der Förderung des Gründungsstandortes. Die Auswertung der Umfrage wird im Herbst veröffentlicht. „Aus diesem Grund bin ich sehr daran interessiert, noch mehr über unsere Startups zu erfahren und weitere Impulse für die Gestaltung der Gründungsförderung zu erhalten“, so Wirtschaftsminister Glawe. Die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen in MV lag im vergangenen Jahr nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn bei knapp 4.000 in Mecklenburg-Vorpommern. Darin enthalten sind auch Startups.

Noch bis zum 17. Juni kann an der Umfrage teilgenommen werden. Die Startseite zum DSM2018 kann auch über https://www.gruender-mv.de erreicht werden. Das vom Land mit finanziellen Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Gründerportal www.gruender-mv.de ist Netzwerkpartner des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. Mit dieser Umfrage sorgt der Bundesverband Deutsche Startups e.V. seit fünf Jahren für Transparenz und Verbesserungen im deutschen Startup-Ökosystem. Die Umfrage wird etwa 15 Minuten in Anspruch nehmen. Sämtliche Daten werden anonym ausgewertet und verarbeitet. Nach Abschluss der Umfrage warten tolle Preise auf den Teilnehmenden.

Glawe machte deutlich, dass die Digitalisierung eine Chance für die heimische Wirtschaft insgesamt ist: „Wichtig ist es, die Unternehmen und ihre Beschäftigten bei der Bewältigung ihrer Aufgaben im Rahmen der Digitalisierung zu helfen. Um Unternehmen und die Qualifizierung von Arbeitnehmern zu unterstützen, soll eine Reihe von Förderprogrammen geöffnet werden. Hierzu zählen die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen. Mit der Schaffung eines Kompetenzzentrums ´Digitalisierung in der Arbeitswelt MV´ wird eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie deren Interessensvertreter gefördert. Das Kompetenzzentrum soll die Informationen zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit bündeln und weitergeben, übergreifend die neuen rechtlichen Herausforderungen aufbereiten und vermitteln, über vorhandene Unterstützungsangebote informieren und auch eigene Schulungen in Betrieben anbieten“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Werkseröffnung der BVS Systemtechnik GmbH in Schwerin

Schwerin – Am Freitag hat die Firma BVS Systemtechnik GmbH feierlich ihr neues Werk im Industriepark Schwerin eröffnet. Das Unternehmen hat sich im Bereich der Feinblechverarbeitung spezialisiert. „Mit der Neuansiedlung entstehen 25 neue Jobs im verarbeitenden Gewerbe. Wir haben ein Unternehmen für Mecklenburg-Vorpommern gewinnen können, das hochwertige Produkte und Dienstleistungen in der Blechverarbeitung anbietet“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph. Das Unternehmen BVS Blechtechnik GmbH stammt aus Böblingen (Baden-Württemberg). Die Schweriner BVS Systemtechnik GmbH ist ein Tochterunternehmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Errichtung des Standortes beträgt rund 9,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 2,2 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph machte deutlich, dass es notwendig ist, noch stärker überregional für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. „Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Fachkräfte, die gern bei uns leben. Punkten können wir mit einer modernen Infrastruktur und hervorragend ausgebauten Gewerbegebieten. Neben diesen harten Standortfaktoren müssen gerade auch die weichen Standortfaktoren zukünftig noch stärker vermarktet werden. Hierzu gehört auch eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung aller Kinder sowie eine sehr gute Wohn- und Lebensqualität. Eine vorhandene Kita und eine Schule sind auch immer Standortwerbung und auch ein Standortvorteil, sich zum Leben und Arbeiten in einer bestimmten Region zu entscheiden“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph.

„Neben den hervorragenden Standortbedingungen bei uns im Land war ein wichtiges Entscheidungskriterium, die Partnerschaft mit dem ebenso im Industriepark angesiedelten Unternehmen ZIM Flugsitz GmbH. Das verdeutlicht einmal mehr die Sogwirkung von Ansiedlungen in einem Gewerbegebiet, die mit Ausbau von Investitionsvorhaben verbunden sind. Hierzu hat auch die Ansiedlung von Nestlé mit einem Kaffeekapselwerk beigetragen. Das steigert die Aufmerksamkeit für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt“, erläuterte Rudolph weiter.

Im Industriepark Schwerin haben sich in den vergangenen Jahren eine Reihe von Unternehmen angesiedelt. Hierzu zählen beispielsweise: Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), PTS-precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat), die ZIM Flugsitz GmbH, einem Hersteller von Flugzeugsitzen.

Mit dem Medizintechnikunternehmen Ypsomed siedelt sich aktuell ein weiterer Medizintechnikhersteller an. Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird die Produktion aufgenommen und damit werden insgesamt 119 weitere Arbeitsplätze entstehen. „Mehr als 1.000 Arbeitsplätze sind im Industriepark Schwerin bereits entstanden. Die vom Wirtschaftsministerium initiierte Vermarktungskampagne und Neupositionierung des Großgewerbestandortes ist ein großer Erfolg und hat nachhaltig zu Ansiedlungsergebnissen geführt. Wir werden diesen Weg auch an weiteren Standorten im Rahmen der Industrieoffensive Mecklenburg-Vorpommern fortsetzen, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph abschließend.

Schwesig: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk muss nah bei den Menschen sein

Schwerin – Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig hat sich erfreut darüber gezeigt, dass sich die Konferenz der Regierungschefs der Länder auf neue Regeln für die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet verständigt hat.

„Wir brauchen einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dazu müssen die Sender da sein, wo auch die Menschen sind. Also auch im Internet und in den sozialen Medien. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir uns heute auf einen neuen Telemedienauftrag geeinigt haben“, erklärte Schwesig nach der Konferenz in Berlin.

„Es ging uns darum, zeitgemäße Regeln für die öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zu schaffen, ohne dass eine direkte Konkurrenz zu den Online-Angeboten der Verlage entsteht. Dazu gehört beispielsweise eine längere Verweildauer von Beiträgen in den Mediatheken, die immer intensiver genutzt werden. Im Gegenzug muss der Schwerpunkt der Online-Angebote der Sender auf Bewegtbild und Ton liegen“, erläuterte Schwesig.

2. Anklamer Nacht der Wirtschaft

Anklam – 20 Unternehmen aus Anklam laden heute interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Tag der offenen Tür ein. Auch das Anklamer Rathaus öffnet seine Türen. Auf dem Markt präsentieren sich die Agentur für Arbeit, die Kammern und die örtliche Zeitung. Und wer sich mehrere Unternehmen ansehen will, kann dabei bequem mit dem Bus von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort reisen.

„Die Nacht der Wirtschaft hier in Anklam ist eine großartige Idee“, lobte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Veranstaltung. „Für die Bürgerinnen und Bürger ist das eine hervorragende Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Unternehmen ihrer Stadt kennenzulernen. Umgekehrt haben die Firmen Gelegenheit, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Das ist nicht nur spannend. Eine solche Veranstaltung trägt auch zum Gemeinschaftsgefühl in der Stadt bei.“

Die Veranstaltung mache deutlich, dass sich Anklam in den letzten Jahren gut entwickelt habe. „Es gibt erfolgreiche Unternehmen in der Stadt und zunehmend auch gut bezahlte Arbeitsplätze. Anklam hat es nach 1990 schwerer gehabt als viele andere Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Umso bemerkenswerter sind die Fortschritte der letzten Jahre. Die Ansiedlung von Continental ist da ein Meilenstein“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär.

„Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr junge Menschen hier in Anklam ihre Zukunft aufbauen. Auch dazu soll der heutige Tag beitragen. Die Veranstaltung ist auch dazu da, dass sich Arbeitgeber und potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennenlernen können.“ Deshalb werde die Veranstaltung neben der Stadt auch von der Agentur für Arbeit unterstützt. „Ich wünsche allen Gästen spannende Einblicke und gute Gespräche.“