10. Usedomer Gesundheitstag im Ostseebad Heringsdorf

Insel Usedom – Der 10. Usedomer Gesundheitstag fand am Sonnabend unter dem Motto „Gesundheit & Vitalität – Usedom zeigt, wie es geht!“ im Ostseebad Heringsdorf statt. „Das gestiegene Gesundheitsbewusstsein und der Wunsch nach Vitalität bis ins hohe Alter spiegeln sich zunehmend bei der Wahl des Urlaubsziels wider. Die Insel Usedom nimmt den Trend auf. Ziel ist es, für die vorhandenen Gesundheits-Angebote noch stärker zu werben. Die Kooperation von touristischen Unternehmen und medizinischen Einrichtungen ist dabei eine wichtige Grundlage für den Erfolg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe als Schirmherr der Veranstaltung vor Ort. Der Usedomer Reha-Verbund hat den Gesundheitstag bereits zum zehnten Mal organisiert.

Die acht Rehakliniken der Insel und das Kreiskrankenhaus Wolgast haben bei der Veranstaltung gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Kaiserbäder Insel Usedom und der Usedom Tourismus GmbH das Gesundheits- und Präventionspotenzial der Region gezeigt. Dabei standen neben den Themen „Gesunde Ernährung“ und „Bewegung“ auch der Präventionsbereich im Mittelpunkt. 22 Aussteller präsentierten ihr Angebot und bewiesen damit die gute Vernetzung unter den Anbietern. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegen 13 Kur- und Erholungsorte, die gleichzeitig touristische Zentren sind. „Rehaeinrichtungen und Hotels bei uns im Land beteiligen sich intensiv daran, das Angebot im Bereich des Gesundheits- und Wellnesstourismus weiter zu vergrößern. Urlaubsangebote mit Präventionsleistungen und Bezuschussung von den Krankenkassen werden verbunden. Kooperationen und Netzwerke zwischen medizinisch-therapeutischen und touristischen Leistungsträgern sind von enormer Bedeutung, die unterschiedlichen Erwartungen und Wünsche der Gäste umfassend zu erfüllen. Hier sind wir in den vergangenen Jahren vorangekommen. Es sind noch weitere Anstrengungen nötig. Das stärkt im Ergebnis sowohl die Gesundheitswirtschaft als auch den Tourismus bei uns im Land“, sagte Glawe.

Nach einer von der BioCon Valley® GmbH in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungs-Institut WifOR erstellten Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt und Außenhandel unter besonderer Berücksichtigung des Mittelstandes („Ökonomischer Fußabdruck der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“) beträgt der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern rund 14,6 Prozent, das entspricht etwa 5,1 Milliarden Euro. Darüber hinaus generiert ein Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft zusätzliche 0,98 Euro in anderen Branchen des Landes. In der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns waren im Jahr 2014 136.600 Erwerbstätige (rund 18,7 Prozent des Gesamtarbeitsmarktes) beschäftigt. Dabei werden 46,1 Prozent der Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft durch den Mittelstand erwirtschaftet. „Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine enorme Wertschöpfungskraft. Somit trägt die Branche wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei. Diese Entwicklung werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Flughafen investiert weiter in die Zukunft

Neubrandenburg – Nach der erfolgreichen EU-Notifizierung Anfang Juli ist der Weg frei für weitere Zukunftsinvestitionen. Das Land fördert in einem nächsten Schritt weitere Verbesserungs­maß­nahmen am Inselairport mit einem Zuschuss von 1,15 Millionen Euro. Die Ge­samt­investitionen belaufen sich auf 1,54 Millionen Euro. „Der Flug­hafen ist ein wichtiger Motor für die Tourismus- und Wirtschaftsregion Vorpommern. Vor Ort können notwendige Investitonen voran­ge­bracht werden“, sagte Wirt­schafts­­minister Harry Glawe.

„Im Zuge der neuen Investitionen ist unter anderem die Anschaffung eines Gepäckförderbandes geplant“, kündigte Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel an. „Das jetzige ist noch eine Leihgabe des Neubrandenburger Flughafens in Trollenhagen. „Des Weiteren können mit der Förderung des Wirtschaftsministeriums eine mobile Gangway, ein leistungsfähiges Bodenstromaggregat sowie ein neuer Elektrogepäckwagen finanziert werden. Der Hauptanteil der Mittel fließt jedoch in die Modernisierung der Verkehrswege auf dem Rollfeld. Diese Maßnahmen sind dringend erforderlich, da das Passagieraufkommen und die Nachfrage steigt“, so Zabel. Aktuell bedient Heringsdorf acht Reiseziele im Linienverkehr, das sind Köln, Düsseldorf und Stuttgart, Frankfurt/Main und Dortmund sowie Zürich, Bern und Basel.

Wirtschaftsminister Glawe machte auch auf die touristische Entwicklung in der Region aufmerksam. „Vorpommern ist touristisch eine verlässliche Größe bei uns im Land. Wir wollen auch weiter die touristische Infrastruktur der Region nachhaltig verbessern. Saisonverlängernde Maßnahmen sind wichtig, um den Aufenthalt für unsere Urlauber bestmöglich zu gestalten. Promenaden, Strandaufgänge und touristische Radwege zählen beispielsweise hierzu“, so Glawe abschließend. Von Januar bis Juni 2016 wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald knapp 583.000 Ankünfte (+7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+7,3 Prozent) gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,1 Nächten sogar über dem Landesschnitt von 3,7 Nächten.

Delbrückstraße im Ostseebad Heringsdorf wird erneuert

Insel Usedom – Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) plant, die Delbrückstraße samt der Nebenstraßen auszubauen. An der Delbrückstraße liegen zahlreiche Hotels, Appartementhäuser, Pensionen, Wohn- und Geschäftshäuser. Gleichzeitig dient sie als Verbindungsstraße zum Ortsteil Ahlbeck. „Das Ostseebad Heringsdorf ist mit seiner beeindruckenden Bäderarchitektur geprägt vom Tourismus. Mit den geplanten Maßnahmen wird das Ortsbild weiter verbessert. Hiervon profitiert auch die einheimische Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe übergab am Samstag einen Fördermittelbescheid für die geplanten Maßnahmen an die Gemeinde.

In Heringsdorf ist vorgesehen, die Delbrück- und die Puschkinstraße, den Neuen Weg und den Eichenweg umfangreich auszubauen. Im Ortsteil Ahlbeck sollen die Goethe- und die Grenzstraße erweitert werden. Insgesamt werden rund 2,4 Kilometer Straße mit Asphalt oder Betonpflaster auf Breiten zwischen viereinhalb bis fünfeinhalb Metern gebaut sowie die Entwässerung und die Beleuchtung neu gestaltet. Weiterhin entstehen 17 PKW-Stellplätze und zwei Busparkplätze. „Für Urlauber, Ausflügler und Einheimische ist es wichtig, touristische Unterkünfte, den Strand und die gastronomischen Einrichtungen gut zu erreichen. Gleichzeitig lädt ein gut ausgebautes Ambiente zu einer längeren Aufenthaltsdauer ein“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau und die Erweiterung der Delbrückstraße inklusive aller Nebenstraßen betragen knapp 4,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Maßnahme aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 3,6 Millionen Euro.

Fördermittel für neuen Sportplatz in Pampow

Pampow – Der MSV Pampow ist in Mecklenburg-Vorpommern einer der mitgliederstärksten Vereine, vor allem in der Abteilung Fußball. Die vorhandenen Sportplätze kommen damit aber an ihre Kapazitätsgrenze, weil der Bedarf an Trainings- und Spielflächen qualitativen und quantitativ steigt. Deshalb wird in der Gemeinde ein neuer Rasensportplatz gebaut, heute sollen mit einem symbolischen Spatenstich die Arbeiten offiziell beginnen.

Der Mecklenburgische Sportverein Pampow e.V. hatte dafür finanzielle Unterstützung aus Fördermitteln für den Sportstättenbau beantragt, rund 342.000 Euro sind nun bewilligt worden.

„In einem Land, das mit Bevölkerungsrückgang zu kämpfen hat, sind gerade Angebote für Jugendliche und Kinder besonders wichtig“, sagte Lorenz Caffier. „Deshalb müssen wir alles dafür tun, damit die Leistungsfähigkeit der Vereine und das sportliche Engagement seiner Mitglieder mit der Qualität der Sportanlagen zusammenpassen. In Pampow wird mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement der Sport vorangetrieben, deshalb freut es mich besonders, dass wir für den Bau des neuen Platzes Fördermittel bereitstellen können. Die Fördermittel für Investitionen in Sportstätten sind gut angelegtes Geld.“

Im Jahr 2016 stellt das Ministerium für Inneres und Sport für Investitionen in den kommunalen und vereinseigenen Sportstättenbau sowie für den Sportstättenbau im Spitzensport rund 6,7 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Fördersumme für den Neubau bzw. die Instandsetzung von Sportstätten setzt sich aus Sportfördermitteln des Landes sowie Finanzmitteln des Bundes und der EU zusammen. Die Palette der geförderten Bauvorhaben im Jahr 2016 ist breit und umfasst neben klassischen Sporthallen und Sportplätzen auch multifunktionale Freizeit– und Sportanlagen.

Stralsund als Erholungsort ausgezeichnet

Copyright: Hansestadt Stralsund; Fotograf: Ralf Lehm

Copyright @ Hansestadt Stralsund; Fotograf @ Ralf Lehm

Stralsund – Sozialministerin Birgit Hesse hat am Freitag der Hansestadt Stralsund offiziell den Titel als „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. Die Hansestadt darf künftig mit dieser Bezeichnung werben.

„Stralsund ist immer eine Reise wert“, sagte Ministerin Hesse bei der Übergabe. „Die einmalige Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe, das Meeresmuseum, das Ozeaneum, die Gorch Fock I, die prachtvollen Bauten der Backsteingotik – in Stralsund wird Besuchern und Einheimischen viel geboten. Die Hansestadt ist weitaus mehr als das Tor nach Rügen und hat den Titel Erholungsort verdient“, so Hesse.

Der Titel Erholungsort ist in der Hansestadt Stralsund auf sechs Stadtgebiete beschränkt:

  • Altstadt – Altstadt, Hafeninsel, Bastionengürtel,
  • Knieper – Kniepervorstadt, Knieper Nord (ohne Knieper West),
  • Tribseer – Tribseer Vorstadt, Tribseer Siedlung, Tribseer Wiesen, Schrammsche Mühle,
  • Franken – Frankenvorstadt, Dänholm, Frankensiedlung (ohne Franken Mitte), Süd – Andershof, Devin, Voigdehagen,
  • Lüssower Berg – Am Lüssower Berg (ohne Umspannwerk),
  • Grünhufe – Stadtkoppel, Freienlande (ohne Vogelsang und Grünthal-Viermorgen)

 Die Ministerin verwies darauf, wie Stralsund in den vergangenen Jahren seine touristischen Angebote immer weiter ausgebaut habe. „Man kann die Stadt herrlich mit dem Fahrrad erkunden. Sowohl im Stralsunder Strandbad als auch auf der Halbinsel Devin bieten sich tolle Bademöglichkeiten, die auch barrierefrei gestaltet sind. Und gerade Urlauber, die sich bewusst für einen Gesundheitsurlaub entschieden haben, finden tolle Angebote. Die Hansestadt lohnt in jedem Fall einen längeren Aufenthalt“, so Hesse

In Mecklenburg-Vorpommern haben bislang 63 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten, davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 23 als Seebad und 25 als Erholungsort ausgezeichnet. Hinzu kommen nun die Hansestadt Stralsund als 26. Erholungsort und die Gemeinde Altefähr als 24. Seebad.

Zukunftskonzept der MV Werften für den Standort Stralsund vorgestellt

Stralsund – Am Freitag hat das Unternehmen MV Werften ein Zukunftskonzept mit Fokus auf den Standort Stralsund vorgestellt. Am Standort Stralsund sollen künftig Luxusexpeditionskreuzfahrtschiffe der sogenannten „Endeavor Class“ gebaut werden. Die Schiffe werden über 180 Meter lang und 24 Meter breit sein.

„Eine neue Ära im Schiffbau wird mit den MV Werften eingeläutet. Das ist ein wichtiger Tag für die Werften im Land und insbesondere für Vorpommern und den Standort Stralsund. Es geht voran, die Pläne werden konkreter und es kommt Bewegung rein. Die MV Werften legen ein äußerst ambitioniertes und beeindruckendes Investitionsprogramm vor, wofür wir der Genting-Gruppe ausdrücklich danken. Im Ergebnis werden so hunderte Arbeitsplätze gesichert und auch entstehen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Mit dem wachsenden Engagement der Genting-Gruppe wird der maritime Standort Mecklenburg-Vorpommern deutlich gestärkt und auch ausgebaut. Wir freuen uns über das sich abzeichnende langfristige Engagement bei uns im Land“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

BUND legt bei EU Beschwerde gegen Bundesverkehrswegeplan ein

Berlin/Brüssel – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heute – vertreten durch die Kanzlei Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB – gegen den Kabinettsbeschluss vom 3. August zum Bundesverkehrswegeplan (BVWP) bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt. „Wie das Kabinett beim Bundesverkehrswegeplan vorgeht verstößt es gegen elementare Beteiligungsrechte. Deshalb streben wir ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland an“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Kern der Beschwerde ist die Verletzung der Rechte des Umweltverbandes im Rahmen einer zuvor durchgeführten sechswöchigen Öffentlichkeitsbeteiligung.

„Bei den rund 1300 Straßenprojekten des BVWP sind die EU-Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung nicht angewendet und Alternativen nicht geprüft worden. Damit wurde der Zweck dieser Umweltprüfung – die Untersuchung umweltfreundlicher Alternativen bereits auf der den einzelnen Projektgenehmigungen vorgelagerten Planungsebene – vollständig verfehlt. Eine transparente Beteiligung der Öffentlichkeit war offenbar nicht gewünscht. Das Bundesverkehrsministerium hat nur unfertige, intransparente Unterlagen über Auswirkungen der Verkehrsnetze bereitgestellt und politisch gewollte Verkehrsprojekte schöngerechnet“, kritisierte Weiger.

Der BUND stütze sich in seiner EU-Beschwerde auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), die eine umfassende Alternativenprüfung vorschreibe und hohe Standards vor allem dann verlange, wenn die besonders geschützten NATURA-2000-Gebiete betroffen seien. Auch der zum BVWP gehörende Umweltbericht sei mangelhaft, weil vom Gesetz geforderte Maßnahmen fehlten, mit denen erhebliche Umweltauswirkungen vermieden, vermindert oder ausgeglichen werden könnten. Außerdem lägen weder für Schienen- noch für Straßenbauvorhaben vollständige Netzplanungen vor. „Werden alle vom Kabinett beschlossenen Straßenprojekte realisiert, führt dies zu höheren CO2-Emissionen und in Ballungsräumen zur fortgesetzten Überschreitung der EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub. Man muss schon bis in das Jahr 1971 zurückgehen, um einen Fernstraßenplan zu finden, der sämtliche Umweltziele so dreist ignoriert wie Dobrindts Vorhaben“, sagte der BUND-Vorsitzende.

„Die über 50 von uns fristgerecht eingereichten alternativen Vorschläge zu Straßenneubauvorhaben würden bei ihrer Umsetzung rund 10 Milliarden Euro einsparen. Trotzdem wurde kein einziger davon ergebnisoffen geprüft. Dazu gehören Straßenum- bzw. -ausbauten anstatt Neubauten, Bahn- statt Straßenprojekte oder innerörtliche Verkehrslösungen statt Ortsumfahrungen. Die Prüfung sämtlicher Alternativen muss unverzüglich nachgeholt werden. Nur dann können Bundestag und Bundesrat auf einer inhaltlich und rechtlich ausreichenden Basis vernünftige Entscheidungen über die Verkehrsprojekte der nächsten Jahrzehnte treffen“, sagte Weiger.

Vorbildliche Beteiligungsverfahren bei Verkehrsplanungen gebe es bereits in Frankreich, Dänemark, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Bei umstrittenen Projekten sollte in Deutschland beispielsweise verstärkt an „Runden Tischen“ nach alternativen Lösungen gesucht werden. Um solche Prozesse zu koordinieren, forderte der BUND-Vorsitzende die Einrichtung einer unabhängigen Kommission auf Bundesebene.

MV WERFTEN unterzeichnet Designverträge für „Endeavor”-Schiffe

Signing Endeavor (v.l.n.r.): Guido Schulte (MV WERFTEN), Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe, Jarmo Laakso (MV WERFTEN) und Markus Aarnio (Foreship) bei der Vertragsunterzeichnung - © MV WERFTEN

Signing Endeavor (v.l.n.r.): Guido Schulte (MV WERFTEN), Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe, Jarmo Laakso (MV WERFTEN) und Markus Aarnio (Foreship) bei der Vertragsunterzeichnung – © MV WERFTEN

Stralsund – MV WERFTEN hat heute in Stralsund mit dem Schiffbauengineering-Unternehmen Foreship einen Designvertrag für die Schiffe der „Endeavor“-Klasse unterschrieben. Die Absichtserklärung, der sogenannte „Letter of Intent“, umfasst Teile des Basic Designs sowie verschiedene Projektmanagementleistungen. Die 20.000 BRZ (Bruttoraumzahl) großen Expeditionsyachten werden ab Ende 2017 bei MV WERFTEN in Stralsund gebaut und ab Frühjahr 2019 an die US-amerikanische Luxusreederei Crystal Cruises abgeliefert.

„Eine neue Ära im Schiffbau wird mit MV WERFTEN eingeläutet. Das ist ein wichtiger Tag für die Werften im Land. MV WERFTEN legt ein äußerst ambitioniertes und beeindruckendes Investitionsprogramm vor, wofür wir der Genting-Gruppe ausdrücklich danken. Im Ergebnis werden so hunderte Arbeitsplätze gesichert und auch entstehen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe während der Unterzeichnung in Stralsund. „Mit dem wachsenden Engagement der Genting-Gruppe wird der maritime Standort Mecklenburg-Vorpommern deutlich gestärkt und auch ausgebaut. Wir freuen uns über das sich abzeichnende langfristige Engagement bei uns im Land“.

„Wir sind stolz, diese Serie weltweit einzigartiger Expeditions-yachten bei MV WERFTEN zu bauen”, sagt Jarmo Laakso, Geschäftsführer von MV WERFTEN. „Wir haben unsere eigenen Mitarbeiter und andere Partner bereits voll in das ‚Endeavor‘-Projekt eingebunden. Foreship hat sich im Design von Kreuzfahrtschiffen bereits mehrfach als kompetenter Partner erwiesen und wird eine gute zusätzliche Unterstützung für unsere eigenen Arbeitskräfte sein.”

Foreship ist eines der weltweit führenden Ingenieur- und Designbüros im Kreuzfahrtschiffbau. Das Unternehmen war u. a. am Design der „Mein Schiff 3“ und „Mein Schiff 4“ für TUI Cruises, der „Quantum of the Seas” für Royal Caribbean und der „Norwegian Breakaway” für Norwegian Cruise Line beteiligt.

Mit rund 160 Metern Länge und 23 Metern Breite werden die Schiffe der „Endeavor”-Klasse die größten und geräumigsten Expeditionsyachten der Welt sein. Sie sind mit Eisklasse PC6 ausgestattet und für den Einsatz in der Arktis, Antarktis und in den Tropen konzipiert. Bis zu 200 Passagiere werden in den 100 exklusiven Suiten an Bord untergebracht.

Bereits vergangene Woche wurden in Wismar Verträge mit Architekten über die Inneneinrichtung der „Endeavor“-Schiffe geschlossen: Am 18. August unterzeichneten Crystal Cruises und die Architekturbüros Tillberg Design, AD Associates und Kudos Dsign Vereinbarungen zum Interior Design der Schiffe. Des Weiteren wurden Designverträge der „Global Class“-Schiffe für Star Cruises mit Tillberg Design, SMC and Kudos Dsign unterschrieben. Die 201,000 GT großen Kreuzfahrtschiffe werden über 340 Meter lang, 45 Meter breit und hinsichtlich der Passagierzahl die größten jemals in Deutschland gebauten Passagierschiffe sein. Baubeginn für das erste Schiff der „Global“-Serie ist Ende 2017, Ablieferung 2020.

Im Auftragsbuch von MV WERFTEN stehen für die nächsten fünf Jahre insgesamt zehn Schiffe. Die Werftengruppe verstärkt sich daher weiterhin an allen drei Standorten und stellt vor allem in den Bereichen Projektmanagement, Design, Planung, Einkauf und Fertigung ein.

Die drei Werften in Wismar, Rostock und Stralsund gehören zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise.

In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten.

15 Mio. Euro aus Brüssel für „Fortbildungsoffensive Inklusion“

Minister Brodkorb: Lehrkräfte an Regionalen Schulen, Gesamtschulen und beruflichen Schulen qualifizieren

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den kommenden sieben Jahren rund 7.000 Lehrerinnen und Lehrer für die Umsetzung der Inklusion an den Schulen fortgebildet werden. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur startet dazu im neuen Schuljahr die „Fortbildungsoffensive Inklusion“. Ziel ist es, Lehrkräften zu vermitteln, wie sie auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Förderbedarf eingehen und sie gemeinsam unterrichten. Dafür stehen insgesamt 15 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

„Seit 2013 bildet das Institut für Qualitätsentwicklung Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer für die Umsetzung der Inklusion fort“, erläuterte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Mit der Fortbildungsoffensive wollen wir die Lehrkräfte an Regionalen Schulen, Gesamtschulen und beruflichen Schulen qualifizieren. Wir verfolgen damit eine schrittweise und behutsame Umsetzung der Inklusion, auf die wir uns in der Landesstrategie fraktionsübergreifend verständigt haben“, so Brodkorb.

Im September dieses Jahres beginnen die ersten Fortbildungsmodule für Schulleiterinnen und Schulleiter sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Sie erfahren dort beispielsweise, wie sie ein inklusives Gesamtkonzept ihrer Schule erstellen. Daran schließen sich Module zur inklusiven Unterrichtsentwicklung an. Ein Schwerpunkt bei Fortbildungen an beruflichen Schulen ist, wie Lehrerinnen und Lehrer Jugendliche besser auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorbereiten können.

In den Fortbildungen erfahren Lehrerinnen und Lehrer auch, wie sie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Regelklassen besser unterrichten. Alle Fortbildungen beinhalten neben theoretischen Veranstaltungen auch Praxisanteile in den Schulen. Durchgeführt werden die Fortbildungen vom Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V).

Rund 130.000 Euro Sportfördermittel für Hybridrasenplatz in Papendorf

Papendorf – Um ihrem Traum von einem Hybridrasenplatz näher zu kommen, hatte die Sportgemeinschaft Warnow Papendorf e.V. bereits zu einer Spendenaktion aufgerufen, finanzielle Unterstützung gibt es nun auch aus Mitteln zur Förderung des Sportstättenbaus. Rund 130.000 Euro wurden bereitgestellt.

Die Fußballer können den vorhandenen Übungsplatz nur bei trockenem Wetter nutzen, im Spätherbst und im Winter muss auf andere Plätze ausgewichen werden.

„Als Kommunal- und Sportminister freue ich mich natürlich besonders, dass der Sportverein seinen Mitgliedern gute Trainingsmöglichkeiten bieten möchte, dabei unterstützen wir gern. Die Bedingungen auf dem Platz werden sich deutlich verbessern, ob für den Breiten- oder Jugendsport. Und eine gute Infrastruktur ist oft auch ein Kriterium bei der Wohnortwahl, denn zum Glück gehört der Wunsch, sich sportlich zu betätigen, für viele Menschen zum Alltag dazu. Ein moderner Sportplatz kann da zusätzliche Motivation sein“, sagte der Minister für Inneres und Sport Lorenz Caffier.