Drese: Häusliche und sexualisierte Gewalt aus der Tabuzone holen

Güstrow – „Häusliche und sexualisierte Gewalt ist viel zu oft noch immer ein Tabuthema, das wir aufbrechen müssen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese während der Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen und Kindern heute in Güstrow. So ist laut Studien jede dritte Frau in Deutschland betroffen. Doch viele Opfer schweigen aus Angst und Scham. Aber auch das Umfeld schaut oftmals weg.

„Deshalb ist die jährliche Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen und Kindern so wichtig. Durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen von Vereinen, Trägern und Einrichtungen wird das Thema in die Öffentlichkeit gebracht und auf Hilfeangebote im Land aufmerksam gemacht“, verdeutlichte Drese.

Ministerin Drese hob hervor, dass es ein zentrales Anliegen der Landesregierung sei, Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu helfen und sie zu unterstützen: „Deshalb gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einrichtungen mit fachkundigen Beratungs-, Hilfe- und Schutzangeboten. Neben Frauenhäusern gehören dazu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Opfer- und Traumaambulanzen, die psychologische Betreuung und Behandlung anbieten.“

Drese: „Wir dürfen nicht nachlassen, die Gewaltproblematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wir müssen die Öffentlichkeit aufrütteln und sensibilisieren. Und wir müssen Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder klar als gesamtgesellschaftliches Problem benennen.“

Im Rahmen der Internationalen Antigewaltwoche finden im November in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen statt.

Zuschuss für Umrüstung einer Heizungsanlage

Sarnow – Zur Umrüstung einer Heizungsanlage von Öl auf feste Biomasse (Holzabfälle) erhält das Unternehmen „Harald Tesch Tischlerei und Innenausbau“ in Sarnow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Energieministerium einen Zuschuss von 14.094,46 Euro (Fördersatz 55,49 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Der Handwerksbetrieb plant, die vorhandene Ölheizung auf einen Holzvergaserheizkessel umzurüsten einschließlich der Installation entsprechender Folgeeinrichtungen, wie Steuereinrichtung, Heizkreisverteilung, Pufferspeicher und Schornstein. Da Holzabfälle aus dem Betrieb genutzt werden, entfallen die Kosten für die Abfallentsorgung. Zudem verbessert sich die Kohlendioxid-Bilanz durch das Verwenden nicht fossiler Brennstoffe. Jährlich können rd. 24 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Unternehmer können Zuwendungen aus der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen beantragen beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern, Werkstraße 213, 19061 Schwerin (Ansprechpartner Frau Köhncke, Tel. 0385 6363-1433 und Herr Papenfuß, Tel. 0385 6363-1231). Zu Fördermöglichkeiten im Rahmen des Klimaschutzes berät auch die Förderberatungsstelle des Landeszentrums für Erneuerbare Energien in Neustrelitz.

Internationalisierung der Hochschulen

Ministerin Hesse: Forschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will die Zahl der Studierenden aus dem Ausland an den Universitäten und Fachhochschulen erhöhen. Für das Studierendenmarketing stellt das Land in dieser Legislaturperiode bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Bei der Einrichtung von weiteren Double-Degree-Studiengängen plant das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Hochschulen mit 500.000 Euro zu unterstützen. Beim Double Degree erreichen Studierende durch das parallele Studium an zwei akademischen Einrichtungen zwei akademische Grade.

„Forschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt, sondern sind international ausgerichtet“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Durch den fortschreitenden demografischen Wandel werden unsere Hochschulen künftig verstärkt auf junge Menschen aus dem Ausland angewiesen sein, wenn sie ihre Studierendenzahlen halten wollen. Die Internationalisierung ist eine große Herausforderung, aber sie bietet auch große Chancen. Dabei wollen wir unsere Hochschulen unterstützten“, sagte Hesse.

Double-Degree-Studiengänge sind in der Regel bilingual. Das unterscheidet sie von rein oder überwiegend englischsprachigen Studiengängen. An der Universität Rostock ist zum Beispiel ein Double Degree im Studiengang „Business Information Systems“ in Kooperation mit der Universität St. Petersburg möglich. Die Hochschule Neubrandenburg kooperiert mit der Universität Concepción del Uruguay im Studiengang „Nachhaltiges Landwirtschaftliches Produktionsmanagement“. Die Hochschule Stralsund bietet beispielsweise ein Double Degree in „International Management Studies in the Baltic Sea Region“ gemeinsam mit mehreren Hochschulen im Ostseeraum an.

Beim Studierendenmarketing ist vorgesehen, dass die Hochschulen ihre Werbeaktivitäten im Ausland verstärken. Im Fokus stehen dabei künftige Studierende, die in der Ostseeregion und in Mittel- und Osteuropa leben. Durch gemeinsam abgestimmte Akzente soll zudem die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert“, die den Studienstandort Mecklenburg-Vorpommern bewirbt, internationaler ausgerichtet werden. Für die Anwerbung von ausländischen Studierenden und ausländischem Lehrpersonal für die Hochschulen liegt ein entsprechender Landtagsbeschluss vor.

Bundesweiter Vorlesetag

Backhaus als „Waldbotschafter“ in Vellahn

Vellahn – Können Bäume sprechen? Wovor haben Bäume Angst? Wie hält sich ein Baum fest? Was machen Bäume nachts? – Diese und weitere Fragen stellt und beantwortet das Buch „Hörst Du, wie die Bäume sprechen?“, aus dem der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus am Freitag, dem 16. November 2018, ab 8.45 Uhr, für Kindern der 1. bis 4. Klasse der Dr.-Friedrich-Chrysander-Schule Vellahn liest.

Anlass gibt der 15. bundesweite Vorlesetag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Natur und Umwelt“ steht.

„Als Umweltminister freue ich mich ganz besonders über das diesjährige Motto und bin gerne bei der Aktion dabei. Bücher können uns auf wunderbare Reisen mitnehmen. Lesen beflügelt die Phantasie und erweitert den Horizont. Zudem ist Vorlesen ein verbindendes Gemeinschaftserlebnis. Wenn ich als Forstminister, den Kinder dabei auch noch Lust auf den Wald und Abenteuer in der Natur machen kann, dann ist das eine gute Sache“, betonte der Minister.

Grabower Grundschule bekommt 2.150 Euro für neuen Schulgarten

Grabow – Am Freitag, dem 16. November 2018, um 11.30 Uhr, übergibt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2.150 Euro an die Grabower Grundschule „Eldekinder“ für die Gestaltung eines Schulgartens. Mit dem Geld sollen ein Teich und eine Kräuterspirale angelegt werden, sowie neue Gießkannen und Spaten angeschafft werden.

„Jeder Cent, den wir hier investieren, ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer Kinder. Denn im Schulgartenunterricht geht es längst nicht nur ums Gärtnern. Natur- und Umweltbildung, gesunde Ernährung, Wertschätzung für Lebensmittel, aber auch körperliche Betätigung und handwerkliche Arbeit – für all diese Themen ist der Schulgarten ein hervorragender Lernort“, betont Backhaus im Vorfeld der Förderbescheidübergabe.

Bereits 2016 hatte der Minister einen Schulgartenwettbewerb ausgelobt und war begeistert von dem Ansturm der insgesamt 150 Schulen und Kitas: „Im Ergebnis haben wir eine Förderrichtlinie aufgelegt, die es uns ermöglicht, bis 2021 weitere Schulen zu unterstürzen. Dafür stehen insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung“, erläutert er.

Die Schule beteiligt sich zudem an der „GemüseAckerdemie“, einem mehrfach ausgezeichneten, bundesweitem Bildungsprogramm in Trägerschaft des Potsdamer Vereins „Ackerdemia“. Dem Verein geht es darum, dass möglichst jede Schule einen Lernort in der Natur hat, an dem Kinder und Jugendliche erleben, lernen und erfahren, wo Lebensmittel herkommen und wie diese angebaut werden.

„Das ist ungemein wichtig, denn in der heutigen Zeit haben nur noch wenige Kinder und Jugendliche einen wirklichen Bezug zur Natur und zur Landwirtschaft“, weiß der Minister.

Im Rahmen der Förderung des ländlichen Raums das Backhaus-Ressort seit 2007 allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim fast 12.000 Fördervorhaben mit rund 276 Millionen Euro unterstützt. Darunter sind unter anderem 542 Förderprojekte an Schulen, Kitas und Dorfgemeinschaftshäuser, die mit knapp 89 Millionen Euro gefördert wurden.

Davon haben auch die Stadt und das Amt Grabow profitiert. Hier wurden 23 Fördervorhaben (ILERL und LEADER) mit insgesamt rund 4,2 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten Investitionen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro realisiert werden.

„Investitionen wie diese und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stärken den gemeinschaftlichen Zusammenhalt und bilden damit das Fundament für die Zukunft des ländlichen Raumes“, so Backhaus abschließend.

KREATOPIA – Motor Kreativwirtschaft

Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft MV am 19. November in Rostock

Rostock – Am 19. November laden das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, das Landesnetzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Kreative MV und die IHK zu Rostock zur Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft nach Rostock ein. In einem unkonventionellen Konferenzformat werden von 10 bis 16 Uhr Vielfalt, Kreativität und das Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft erlebbar. Kreativschaffende stellen ihre aktuellen Projekte vor, kreative Hotspots bieten interaktive Gestaltungsräume und laden zur Vernetzung mit anderen Unternehmen und kommunalen Partnern ein.

„Wir wollen den Fokus in diesem Jahr auf die drei Eckpfeiler einer zu entwickelnden Landesstrategie für unsere vielfältige Branche legen“, sagt Veronika Schubring von der Kreative MV. „Ziel ist es, die Kreativwirtschaft im städtischen und ländlichen Raum gezielt als Motor für die Digitalisierung, die Raumentwicklung und die innovative Wirtschaftsentwicklung zu nutzen.“ Wirtschaftsminister Harry Glawe wird sich in einem lockeren Teegespräch mit Kreativen und Akteuren aus Wirtschaft und Verwaltung zu den drei Eckpfeilern austauschen.

„Die Landesbranchenkonferenz ist ein wichtiges Treffen der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kommen die Unternehmen, Selbstständigen und Freiberufler zusammen, um sich über aktuelle Projekte, Ideen und mögliche Kooperationen auszutauschen. Ich sehe vor allem in der Zusammenarbeit mit dem kreativen innovativen Potential in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Chancen und Wachstumsmöglichkeiten für andere Wirtschaftszweige und Gewerke. Die Kultur- und Kreativwirtschaft kann ein innovativer Impulsgeber für Unternehmen sein, die beispielsweise neue Digitalisierungsstrategien anwenden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld.

Drei konkrete Perspektiven auf die drei Bereiche Digitalisierung, Raumentwicklung und innovative Wirtschaftsentwicklung werden Experten bzw. Erfahrungsträger in Impulsvorträgen vorstellen. „Diese sollen wichtige Entwicklungsschritte vermitteln, die in einer Landesstrategie nicht fehlen dürfen und damit konkrete Handlungsempfehlungen darstellen“, so Veronika Schubring. So wird Steffen Himstedt, Geschäftsführer des Schweriner Software-Unternehmens Trebing&Himstedt, über die Kreativwirtschaft als Motor der Digitalisierung sprechen. Anschließend wird Architektin und Stadtplanerin Claudia Muntschick über die Potentiale der Kreativwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region bzw. eines Ortes sprechen.

Michael Sack, Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald, wird einen Impuls zu Möglichkeiten der Raumentwicklung durch kreative Nutzungen geben. „Aktuelle Studien aus MV und bundesweit zeigen, welche Wertschöpfungsketten und Impulse für andere Branchen wie den Tourismus gerade auch in dünn besiedelten Räumen von den Kreativen ausgehen“, sagt Corinna Hesse von der Kreative MV, die aktuell den vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Wettbewerb „Kreative für MV – MV für Kreative“ zu sozialen Innovationen im ländlichen Raum begleitet und durchführt.

„Insofern sind es vor allem auch die Kreativschaffenden im Land selbst, die einen Input zu den Impulsen und den Fragestellungen einer landesweiten Strategie der Branche liefern können“, so Corinna Hesse weiter.

Dementsprechend ist auch der zweite Teil der Konferenz am Nachmittag durch die Themen und Fragenstellungen gekennzeichnet, welche die Kreativschaffenden selbst mitbringen. In zwei Workshoprunden, die thematisch am Konferenztag anhand der Teilnehmerwünsche eingeteilt werden, bringt dann jeder Teilnehmende unter dem Motto „Kollegial genial“ sein Wissen ein, um anderen Akteuren mit ihren Fragestellungen zu helfen. „Dieser kollegiale Beratungsschwerpunkt dient vor allem der intensiven Vernetzung und Beratung der Kreativschaffenden untereinander“, so Veronika Schubring.

Die Jahresbranchenkonferenz findet im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit statt und wird von der Kreative MV – dem Landesnetzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – durchgeführt und von der IHK zu Rostock unterstützt.

Integrationsbeauftragte der Länder fordern umfassendes Einwanderungsgesetz

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auf der Jahreskonferenz in Erfurt.

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auf der Jahreskonferenz in Erfurt.

Erfurt – Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder haben auf ihrer Jahreskonferenz in Erfurt eine Resolution für ein umfassendes Einwanderungsgesetz sowie eine Erklärung zur Achtung und Wahrung der Würde der Menschen verabschiedet.

„Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung für ein Fachkräftezuwanderungsgesetz. Wir fordern aber auch mehr Mut hin zu einem umfassenden Einwanderungsgesetz“, sagte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, Dagmar Kaselitz, nach Abschluss der Konferenz.

So müssen nach Ansicht der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder auch widersprüchliche und intransparente gesetzliche Regelungen für bereits Zugewanderte auf den Prüfstand gestellt werden.

Kaselitz: „Gut integrierten geduldeten Menschen, die einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen, muss der Wechsel in einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit ermöglicht werden. Zudem fordern wir, die Ausbildungsduldung in eine Aufenthaltserlaubnis umzuwandeln und damit großzügiger zu gestalten.“

Die Resolution wurde durch folgende Bundesländer beschlossen: Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Bayern hat nicht zugestimmt. Die weiteren Bundesländer waren durch nicht stimmberechtigte Gesandte vertreten.

Mit der „Erfurter Erklärung“ bringen die Beauftragten ihre Sorge zum Ausdruck, Migrantinnen und Migranten im öffentlichen Diskurs zu Sündenböcken für gesellschaftliche Missstände zu machen. „Wir setzen uns entschieden dafür ein, in allen zuwanderungs- und integrationspolitischen Fragen, Debatten und Entscheidungen die Würde des Menschen zu achten und zu wahren“, betonte Kaselitz. „In der politischen Debatte müssen wir allen Versuchen, einzelnen ihre Menschenwürde abzusprechen und Vielfalt als Bedrohung darzustellen, mit einer klaren Haltung entgegentreten. Es geht um Menschen und ein gleichwertiges Miteinander. Das dürfen wir sowohl sprachlich als auch inhaltlich nie aus dem Auge verlieren. Und dies ist die Grundvoraussetzung dafür, die Einwanderungsgesellschaft, in der wir leben, gut zu gestalten“, so Kaselitz.

Die „Erfurter Erklärung“ wurde einstimmig von allen stimmberechtigten Bundesländer beschlossen.

Die „Resolution für ein umfassendes Einwanderungsgesetz“, die „Erfurter Erklärung“ zur Achtung und Wahrung der Würde der Menschen sowie ein Foto sind in der Anlage beigefügt.

Rahmenplangeneration 2015 für die gymnasiale Oberstufe erhält Zuwachs

Ministerin Hesse: Rahmenpläne sind die Basis für guten Unterricht

Schwerin – Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe sollen künftig nach neuen Rahmenplänen lernen. Die Einführung von Grund- und Leistungskursen macht es erforderlich, die Rahmenpläne für alle allgemein bildenden Fächer in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe – die bisherigen Kerncurricula – zu erneuern. Vom Schuljahr 2019/2020 an können bis auf Darstellendes Spiel prinzipiell alle Fächer in beiden Niveaustufen unterrichtet werden. Die Fächerinhalte für Grund- und Leistungskurse sollen nach dem Modell der 2015 in Kraft gesetzten Oberstufenrahmenpläne für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik festgelegt werden.

„Rahmenpläne sind die Basis für guten Unterricht“, erklärte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Unsere bisherigen Rahmenpläne, die Kerncurricula, sind in die Jahre gekommen. Der Rahmen, was Schülerinnen und Schüler lernen sollen, muss von Zeit zu Zeit neu abgesteckt werden. Wir müssen jedoch darauf achten, dass wir die neuen Rahmenpläne für die Leistungskurse nicht mit Inhalten überfrachten. Wir wollen eine Stofffülle vermeiden, damit den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zur Verfügung steht, das Gelernte zu verstehen und zu festigen“, sagte Hesse.

Anders als die überarbeiteten Rahmenpläne für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik stammen die Kerncurricula der übrigen 21 Fächer fast alle aus dem Jahr 2006. Sie treffen keine Aussagen zur Behandlungstiefe oder zur Behandlungsdauer der Inhalte und nehmen nur in geringem Umfang eine inhaltliche Differenzierung für Grund- und Leistungskurse vor. Damit bieten sie den Lehrerinnen und Lehrern kaum Unterstützung für die Unterrichtsplanung. Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums hat neben den bereits bestehenden Rahmenplankommissionen 21 neue Teams für die Überarbeitung berufen, in denen insgesamt 80 erfahrene Lehrerinnen und Lehrer mitwirken.

„Die neuen Rahmenpläne sollen Unterrichtsinhalte konkret und verbindlich festlegen. Damit erhöhen wir die Vergleichbarkeit, lassen den Schulen aber dennoch genügend Freiraum für die Unterrichtsgestaltung. Bei den neuen Rahmenplänen wird es auch darauf ankommen, Querschnittsthemen wie die Digitalen Kompetenzen zu berücksichtigen“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Rahmenpläne zu schreiben, ist eine anspruchsvolle Aufgabe und nimmt viel Zeit in Anspruch. Deswegen danke ich allen Lehrerinnen und Lehrern, die uns bei dieser großen Herausforderung unterstützen“, so Hesse.

Beraten werden die Kommissionen durch die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bildungsministerium befindet sich auch im Austausch mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock. In den Religionsfächern werden die Kommissionen zudem durch Vertreterinnen und Vertreter der Nordkirche sowie der Erzbistümer Hamburg und Berlin ergänzt, die gemäß schulgesetzlichem Auftrag an der Erarbeitung der Rahmenpläne mitwirken. Die neuen Rahmenpläne sollen voraussichtlich zum Ende des Schuljahres 2018/2019 veröffentlicht werden.

Neben den Rahmenplänen für die Fächer der gymnasialen Oberstufe werden die Rahmenpläne für die Sekundarstufe I in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik und die Rahmenpläne für Deutsch und Sachunterricht in der Grundschule überarbeitet. Sie sollen in Form eines Fachforums auf der Winterakademie des Instituts für Qualitätsentwicklung Lehrerinnen und Lehrern erstmals vorgestellt werden.

Auftakt zur Antigewaltwoche

Gewalt an Frauen und Kinder thematisieren und Hilfsangebote zur Verfügung stellen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese ruft anlässlich der morgigen Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur internationalen Woche gegen Gewalt dazu auf, jeder Form von Diskriminierung sowie häuslicher und sexualisierter Gewalt entschieden entgegenzutreten.

„Wir dürfen nicht nachlassen, die Gewaltproblematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wir müssen aufrütteln und sensibilisieren. Und wir müssen Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder klar als gesamtgesellschaftliches Problem benennen sowie Hilfe und Unterstützung anbieten“, benannte Drese wesentliche Ziele der Antigewaltwoche.

Ministerin Drese betonte, es sei ein zentrales Anliegen der Landesregierung, Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu helfen und sie zu unterstützen. Drese: „Deshalb gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einrichtungen mit fachkundigen Beratungs-, Hilfe- und Schutzangeboten. Neben Frauenhäusern gehörten dazu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Opfer- und Traumaambulanzen, die psychologische Betreuung und Behandlung anbieten.“

Im Rahmen der Internationalen Antigewaltwoche finden im November in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen statt. Mit der diesjährigen Auftaktveranstaltung am Donnerstag in Güstrow wird das Thema „Selbstbestimmung“ in den Mittelpunkt gerückt. Drese: „Ziel ist es vor allem, Frauen zu ermächtigen, die eigenen Interessen selbst- und nicht fremdbestimmt zu vertreten, sei es für Frauen mit Behinderungen am Arbeitsplatz in Werkstätten oder privat im Umgang mit sexualisierten Angriffen durch digitale Medien.“

GAP nach 2020 – MV verlangt stärkere ökologische Ausrichtung

Schwerin -Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, hat heute auf der Herbsttagung der Agrarsozialen Gesellschaft die Position Mecklenburg-Vorpommerns zur umweltgerechteren Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erläutert. Er verwies auf den seit 1992 andauernden Reformweg der GAP und attestierte ihr unzureichenden Entwicklungswillen.

Er teilte mit, dass eine Fortführung der bisherigen Förderpraxis weder bei Landwirtschaft, Umweltverbänden oder der breiten Öffentlichkeit auf positive Resonanz treffen werde. Es bedürfe vielmehr neuer Ansätze um die finanziellen Mittel so zu verwenden, dass Landwirtschaft wie Umweltschutz gleichermaßen profitieren. Zielstellung müsse zukünftig sein, dass das knapper werdende europäische Agrarbudget konsequenter der Erreichung europäischer Umwelt- und Klima- und Artenschutzzielen dienen muss. Dr. Buchwald warnte mit Blick auf den Kommissionschlag, dass zu erreichende prozentuale Vorgaben nicht zweckdienlich seien, da sie die Gefahr eines nationalen Unterbietungswettstreites bergen.

Der Staatssekretär hob hervor, dass die Landwirte mit einer neuen ökosystemleistungsorientierten Ausrichtung der GAP zum anerkannten Umweltdienstleister auf der Fläche werden könnten, wenn dem Leistungsgedanken „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ ernsthaft gefolgt werden würde. Da Landwirte zu allererst wirtschaftlich handeln, sei nach Ansicht des Landes Mecklenburg-Vorpommern nur derjenige bereit zu investieren, der mit Klima- und Umweltleistungen zukünftig Geld verdienen könne anstatt wie bisher nur einen Kostenausgleich zu bekommen.

Die Anreizkomponenten, die der GAP-Vorschlag der Kommission derzeit vorsieht, seien aber nach Ansicht der Experten viel zu gering und unpräzise. Auch die doppelte Verankerung dieser Maßnahmen in der ersten und in der zweiten Säule mache aus Sicht von Mecklenburg-Vorpommern wenig Sinn.

Dr. Buchwald verwies auf die Vorschläge, die sein Bundesland bereits im Dezember 2017 vorgestellt hatte.

Der Vorschlag „Veränderung anschieben“ basiert im Wesentlichen auf 6 Punkten:

  • Eine einheitliche (relativ geringe) Grundprämie von 100 €/ha.
  • Zusätzlich zu diesem Grundprämienbudget erhalten die Mitgliedstaaten als Zuschlag zu ihrer nationalen Obergrenze 3 Prozent für die Förderung von Junglandwirten.
  • Ein Zuschlag von 10 Prozent zum Grundprämienniveau für die Förderung von kleinen bäuerlichen Betrieben
  • Für die nach EU-Kriterien festgelegten benachteiligten Gebiete wird einheitlich eine Prämie von 25 €/ha gezahlt.
    Flächengebundene Raufutterfresserprämie
  • Erhöhung der Prämienzahlungen für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen um mindestens 15 bis zu 30 Prozent (im Vergleich zum derzeitigen Niveau)

Integrierter Landesverkehrsplan nun auch online einzusehen

Schwerin – Nachdem das Kabinett den Integrierten Landesverkehrsplan Mecklenburg-Vorpommern (ILVP) beschlossen hat, ist dieser nun auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger online einsehbar. Unter www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Infrastruktur/Landesverkehrsplan/ können die Lösungsvorschläge der Landesregierung zu den Herausforderungen im Bereich Mobilität nachgelesen werden.

„Drei zentrale Themen bestimmen den ILVP: die demografischen Entwicklungen im dünn besiedelten Flächenland Mecklenburg-Vorpommern, die begrenzten Ressourcen für die Verkehrsinfrastruktur – finanziell, personell, aber auch bei Bauunternehmen und Planungsbüros – und die strengeren Anforderungen an ein ressourcenschonendes Verkehrssystem“, fasst Landesverkehrsminister Christian Pegel den Plan zusammen.

Der ILVP stellt die Kombination und Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger Bahn, Bus, Taxi, Fahrrad und Fußgänger in den Vordergrund. Basis sollen das Verbessern der Infrastruktur unter anderem durch Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, des Services beispielsweise durch die bessere Abstimmung der Fahrpläne von Bus und Bahn und der Kommunikation vor allem durch verkehrsträgerübergreifende Fahrplanauskünfte bilden.

Neu ist, dass der ILVP verkehrsträgerübergreifende Themen wie die Mobilität in ländlichen Räumen, die touristische Mobilität sowie die Nutzung alternativer Kraftstoffe oder Antriebe losgelöst von der traditionellen Aufteilung nach Verkehrsträgern betrachtet.

„Die Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum sollte laut ILVP verstärkt durch regionale Konzepte mit bisher unkonventionellen Lösungsansätzen bestimmt werden“, so Christian Pegel. So könnten zunehmend Fahrzeuge einbezogen werden, die ohnehin unterwegs sind und Menschen mitnehmen können. Gemeint seien damit nicht nur geschäftliche Fahrten, sondern auch ,solidarische Mobilität‘, also das Mitnehmen im privaten PKW.

Der Plan liefert auch Handlungsempfehlungen für die Entwicklung der Mobilität. „Dabei geht es nicht um verpflichtende Vorgaben, sondern um Empfehlungen an die verschiedenen Akteure, die im Verkehrsbereich Verantwortung tragen, vor allem die Landkreise und Gemeinden“, so Minister Pegel. Es gelte vielmehr, die Maßnahmen in den kommenden Jahren gemeinsam zu konkretisieren und bestmöglich für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen.

Gadebuscher Handwerksbetrieb investiert in Unternehmenserweiterung

Gadebusch – Die Meylahn Naturstein GmbH aus Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg) errichtet derzeit am Betriebsstandort eine neue Ausstellungshalle. „Das Familienunternehmen Meylahn Naturstein GmbH hat sich auf die hochwertige Innenausstattung spezialisiert und im Laufe der Jahre einen guten Ruf erworben. Jetzt soll weiter investiert werden, um den Kunden in angenehmer Atmosphäre die hochwertigen Materialien zu präsentieren. Mit der Erweiterung werden neun Arbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Meylahn Naturstein GmbH stellt Treppen, Bodenbeläge, Fensterbänke, Küchen- und Waschtischplatten her und übernimmt Laden- und Innenausbauten. Dabei wird überwiegend mit Naturstein gearbeitet, zusätzlich kommen Quarzkomposit und Keramikplatten zum Einsatz. Zu den Kunden zählen nach Unternehmensangaben unter anderem Hotels, Gewerbe, Gastronomie, Bildungseinrichtungen und Privathaushalte. Zukünftig ist geplant, den Bereich des hochwertigen Innenausbaus, vor allem Bäder in Privathaushalten, und den Ladenbau als Tätigkeitsschwerpunkt auszubauen.

Im Zuge der Neuausrichtung wird eine Ausstellungshalle in Form eines Showrooms errichtet. Darin sollen Unikate von exklusiven Steinsorten aus der ganzen Welt präsentiert werden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen. „Bislang haben potentielle Kunden sich die Natursteine während der laufenden Produktion im Unternehmen angesehen. Jetzt soll der Ausstellungsbereich abgetrennt werden, um eine bessere Präsentation zu gewährleisten“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen knapp 739.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 185.000 Euro.

Pasewalker Straße in Friedland erhält neue Straßenbeleuchtung

Friedland – Die Stadt Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 21.899,04 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 14 Leuchten in der Pasewalker Straße (Landstraße L 28) sowie im kommunalen Stichweg sollen auf 16 LED-Leuchten inklusive Kabel umgerüstet werden. Zur besseren Ausleuchtung werden im Stichweg zwei zusätzliche Lampen installiert.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können 4.380 Kilowattstunden Strom und knapp 2,5 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Evaluation 2018: Forsa-Studie bescheinigt M-V verbessertes Image des Landes

Schwerin – Die bundesweite Wahrnehmung und das Image Mecklenburg-Vorpommerns haben sich weiter verbessert. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Evaluation der Landesmarke und der Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“. Ähnlich wie bei der ersten Evaluation dieser Art im Herbst 2014 basiert auch die aktuelle Studie auf einer bundesweiten, bevölkerungsrepräsentativen Befragung, die das Politik- und Sozialforschungsunternehmen Forsa im Auftrag der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern / Stabsstelle Landesmarketing durchführte. Dabei flossen auch ausführliche Expertengespräche ein.

Zentrale Ergebnisse sind:

  • Die Entwicklung des Landes seit der Deutschen Einheit 1990 wird sehr positiv beurteilt.
  • Das Imageprofil des Landes hat sich im Vergleich zu 2014 weiter verbessert.
  • MV wird weiterhin vor allem als ein attraktives Urlaubsland mit viel Natur und schönen Landschaften wahrgenommen, verstärkt aber auch als guter Kulturstandort und Wohnort gesehen.
  • Eine positive Tendenz gegenüber der Umfrage vor vier Jahren gibt es auch in der Wahrnehmung des Landes als Wirtschaftsstandort, allerdings auf niedrigerem Niveau.
  • Das Landessignet und der Slogan „MV tut gut.“ weisen stabile Bekanntheitswerte und Entwicklungspotenziale auf.

Evaluation des Markenbildes und der Marketingkampagne

Im Zuge der Evaluation wurden im August und September 2018 deutschlandweit 2.061 repräsentativ ausgewählte Personen in computergestützten, persönlichen Interviews befragt. Parallel wurden mit 20 Experten aus Mecklenburg-Vorpommern qualitative Interviews zu ihrer Sicht auf das Image des Landes und zur Arbeit und Wirkung des Landesmarketings geführt.

Die Befragten der repräsentativen Meinungsumfrage gehen wie schon 2014 mit einer großen Mehrheit (72 Prozent) davon aus, dass sich MV seit 1990 gut entwickelt hat.

Sie rechnen ebenfalls mehrheitlich (61 Prozent) damit, dass das Land sich weiter zum Vorteil entwickeln wird. Eigenschaften, die das Land gut beschreiben, sind vor allem „natürlich“ und „ländlich“, es wird aber auch mit „Freiräumen“ in Verbindung gebracht.

Im Vergleich zu 2014 nahmen die Zuschreibungen „modern“, „innovativ“ und „dynamisch“ zu.

Gute Bewertung der Werbemaßnahmen

Die Werbemaßnahmen des Landesmarketings kommen gut an. Ca. 80 Prozent der Befragten werten die meisten Motive als sympathisch und verständlich, über 60 Prozent auch als passend, glaubwürdig, modern und einprägsam. Die Leitidee „Land zum Leben“ wird positiv bewertet, erhält aber schwächere Werte als 2014, dem Jahr der Einführung.

Markenarbeit für Mecklenburg-Vorpommern positiv bewertet

Die Markenarbeit des Landesmarketings und seiner Partner im Netzwerk wird positiv bewertet. Sowohl das Markenversprechen „MV tut gut.“ (63 Prozent) als auch das Landessignet (75 Prozent) passen aus Sicht der Befragten gut zum Land.

Unverändert im Vergleich zu 2014 sind die gestützte Bekanntheit des Claims „MV tut gut.“ (17 Prozent) und des Landessignets (19 Prozent) im ganzen Bundesgebiet. Das Landessignet wirkt weiterhin durchweg sympathisch und verständlich, gilt heute aber etwas seltener als „modern“ als vor vier Jahren.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer kommentiert dazu: „Mecklenburg-Vorpommern genießt bundesweit einen immer besseren Ruf. Als starkes Tourismusland und Ort unverwechselbarer Natur sowieso, aber auch immer mehr als Land mit Perspektiven für Arbeit, Leben, Wohnen und Familienfreundlichkeit. Ich freue mich über diesen Trend und die positive Wahrnehmung unseres Landes. Wir werden die Ergebnisse gemeinsam intensiv analysieren und Schlussfolgerungen für die Markenarbeit der kommenden Jahre ziehen.“ Der Leiter des Landesmarketings MV, Peter Kranz, ergänzt: „Mecklenburg-Vorpommerns größte Pfunde sind seine Natur und die Natur seiner Menschen. Wir werden weiter daran arbeiten, die Vielfalt des Landes und seine Attraktivität zu zeigen. Die Ergebnisse der Evaluation ermutigen uns sehr, im begonnenen Markenprozess weiterzudenken, den Markenauftritt zu überarbeiten und zeitgemäß zu gestalten.“

Alle Daten und Berichte zur Evaluation sind auf dem Landesportal www.mecklenburg-vorpommern.de im Service-Bereich einsehbar und stehen zum Abruf bereit.

Die Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ wirbt seit 2004 für Mecklenburg-Vorpommern und verknüpft dabei über Branchen und Institutionen hinweg die Kernbereiche des Landes: Gesundheit, Natur und Ernährung, Bildung und Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Tourismus. Das Landesmarketing setzt dabei gemeinsam mit seinen Partnern die Leitplanken für die Kommunikation des Landes nach innen und außen. Die Landesmarketingkampagne „MV tut gut.“ und die Unterkampagne „Studieren mit Meerwert“ wurden mehrfach mit nationalen und internationalen PR-Preisen ausgezeichnet.

Die Kampagne finanziert ihre Projekte vorwiegend aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Im Jahr 2018 steht der Kampagne ein Budget von rund 2 Mio. Euro zur Verfügung. Die Evaluation 2018 hat rund 95.000 Euro gekostet.

Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Wirtschaftsminister Glawe besucht weltgrößte Gesundheitswirtschaftsmesse in Düsseldorf

Düsseldorf – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe besucht von Dienstag bis Donnerstag die weltweit größte Gesundheitswirtschaftsmesse MEDICA in Düsseldorf. „Die Messe ist die internationale Bühne für die Vermarktung und das Kennenlernen der Branche. Umso wichtiger ist es, dass heimische Unternehmen vor Ort sind, um mit ihrem Potential, ihrem Know-how und ihren Produkten auf sich aufmerksam zu machen. Das verbessert auch die eigene Wettbewerbsposition, sichert und schafft Arbeitsplätze bei uns im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

Insgesamt 21 Medizintechnikunternehmen aus M-V stellen ihre Produkte und Innovationen einem Fachpublikum vor; davon stehen 13 Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Landes. Für die Organisation und Durchführung sind die BioCon Valley GmbH und Rostock Business verantwortlich. „Wir verzeichnen wachsendes Interesse bei den Ausstellern. Es ist uns gelungen, noch mehr Unternehmen zu gewinnen, die sich auf der internationalen Fachmesse in Düsseldorf präsentieren“, so Glawe weiter.

„Die Gesundheitswirtschaft im Land boomt. Dennoch: Ziel muss es sein, dass wir uns noch stärker überregional ausrichten. Das ´Auf sich aufmerksam machen´ darf nicht am Ortsausgangsschild enden“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. „Gerade im überregionalen Geschäft braucht es einen langen Atem. Der erste Schritt zum Erfolg ist oft ein Messebesuch. Die überregionale Wahrnehmbarkeit der heimischen wettbewerbsfähigen Produkte muss intensiviert werden. Hier liegt noch enormes Potential“, forderte Glawe.

Der Exportanteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft des Landes beträgt rund 5 Prozent. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2017; Berechnungen: WifOR). Mittlerweile sind ca. 150.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns beschäftigt. Jeder fünfte Erwerbstätige (20 Prozent) arbeitet in dieser Branche.

„Damit ist Mecklenburg-Vorpommern Spitzenreiter in Deutschland. In keinem anderen Bundesland gibt es einen derart hohen Beschäftigtenanteil“, sagte Glawe. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von 15,3 Prozent (Bund 12 Prozent) hat sich die Gesundheitswirtschaft zudem als Motor der Wirtschaft erwiesen. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft.

Die Landesregierung unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produkte international zu vermarkten und dem Exportgeschäft einen höheren Stellenwert zu verleihen. „Wir haben wirksame Instrumente, wie zum Beispiel die finanzielle Unterstützung von Firmengemeinschaftsständen, Messeförderung, Förderung von Konzepten zur Markterschließung oder Unternehmensdelegationsreisen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Darüber hinaus werden bei Unternehmensdelegationsreisen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei der Erschließung neuer Absatzmärkte und dem Ausbau internationaler Aktivitäten durch politische Flankierung unterstützt.