Diskussion zur Erhöhung der Impfquote in M-V

Schwerin – Über Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Montag (25.06.) beim AOK Forum in Schwerin diskutiert. „Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, um Krankheiten zu verhindern. Besonders wichtig sind die Basisimpfungen im Kindes- und Jugendalter und später die sogenannten Auffrischimpfungen, um einen lebenslangen Schutz zu haben. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich durch eine hohe Impfbereitschaft aus. Die hohen Werte wollen wir halten und möglichst noch weiter verbessern. Deshalb werden wir stetig weiter aufklären und werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Veranstaltung „Erhöhung der Impfquoten – wie schaffen wir das?“ wurde von der Krankenkasse AOK Nordost organisiert.

So ist beispielsweise die Impfquote bei den Schulanfängern (Jahrgang 2016/2017) in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bundesweit mit Abstand am höchsten. Erstmals hat das Land bei allen 16 im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen dokumentierten Impfungen den ersten Platz errungen. Die bei knapp 15.000 Kindern vorgelegten Impfausweise dokumentierten für die vier- bis siebenjährigen Kinder bei allen in den ersten Lebensjahren empfohlenen Impfungen die besten Impfquoten bundesweit. Zudem hat Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Brandenburg als einziges Bundesland die für die Masern-Elimination geforderte Impfquote von 95 Prozent erreicht – 95,8 Prozent aller Einschüler im Land waren zweimal gegen Masern geimpft. „In jedem Lebensalter – vom Säugling über Kinder und Jugendliche bis hin zu Erwachsenen und Senioren – trägt der individuell notwendige Impfstatus dazu bei, länger gesund zu bleiben. Besonders wichtig ist: Alle von der Kommission empfohlenen Impfungen werden durch die Krankenkassen bezahlt“, sagte Glawe. Die bundesweit tätige Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) stellt regelmäßig die entsprechenden Impf-Empfehlungen auf. Sie hat eine App entwickelt, die aktualisierte Impfempfehlungen enthält: STIKO@rki.

Gesundheitsminister Glawe verwies auf weitere Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern, die zu einer hohen Impfquote beitragen. „Uns ist es wichtig, dass wir möglichst viele Angebote unterbreiten, damit alle gesundheitlich Interessierten unkompliziert und medizinisch gesichert geimpft werden können“, forderte Glawe. So bieten beispielsweise alle Gesundheitsämter im Land zur umfassenden Information Impfsprechstunden an. Mit den Krankenkassen hat das Land seit einigen Jahren eine Impfvereinbarung getroffen, nach der Kosten für Impfstoffe und Verbrauchsmaterialien für die von den Gesundheitsämtern durchgeführten Impfungen erstattet werden.

Alle Ärzte, die in Mecklenburg-Vorpommern impfen, sind verpflichtet, sich regelmäßig fortzubilden und ein Impfzertifikat zu erwerben, das alle fünf Jahre erneuert werden muss. Auch im Rahmen einer Vereinbarung zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in Mecklenburg-Vorpommern zwischen der AOK NordOst, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land ist das Thema Impfen enthalten. Angehende Allgemeinmediziner erhalten im Rahmen der Weiterbildung einen „Grundkurs Impfen“. Der Kurs beinhaltet auch Schulungen zur Aufklärung und Beratung der Patienten, zur Gesprächsführung mit sogenannten Impfskeptikern und zum Impfmanagement in der Praxis. Gegenwärtig wird im Wirtschafts- und Gesundheitsministerium an einer landesweiten Impfkampagne gearbeitet. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorgestellt werden.

Schülern wird Grenz-Geschichte auf dem Rad nähergebracht

Justizministerin Katy Hoffmeister und Anne Drescher, Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen, haben die erste Etappe der fünften Radtour begleitet

Justizministerin Katy Hoffmeister (Mitte) mit der Schülergruppe

Rostock – Justizministerin Katy Hoffmeister und Landesbeauftragte Anne Drescher haben den ersten Abschnitt der fünften Grenzradtour der Landesbeauftragten für M-V für die Stasi-Unterlagen, der Landeszentrale für politische Bildung M-V und des Vereins Politische Memoriale e.V. M-V begleitet. Insgesamt sind 29 Teilnehmer an den Start gegangen, darunter 19 Schüler aus Rostock, Lübz und Malchin.

„Ich finde es außerordentlich wichtig, dass jungen Menschen, die die DDR nur aus Erzählungen kennen, die Geschichte dort näher gebracht wird, wo sie passierte. Auf diesen rund 200 Kilometern Grenze wurden mindestens 30 Leben genommen. Familien wurden hier zerstört. Hier wurden aber auch nach Stunden voller Panik, Mut und Angst neue Schicksale besiegelt, wenn in den seltenen Fällen die Flucht in die Freiheit gelang. Hier zeigt sich, welche Gefahren Menschen auf sich nehmen, um aus einem Käfig voller Willkür und Diktat auszubrechen“, so Justizministerin Katy Hoffmeister.

„Für die Jugendlichen wird Geschichte auf der Tour mit den konkreten Schicksalen an den authentischen Orten und in den Gesprächen mit Zeitzeugen anschaulich und nachvollziehbar. Im Vergleich mit den Lebensbedingungen in einer Diktatur werden sie ihre Rechte und Freiheiten in unserer Gesellschaft besser zu schätzen wissen. Ich bin mir sicher, sie werden nicht nur mit ihren Mitschülern dazu ins Gespräch kommen, sondern auch in den Familien“, sagte die Landesbeauftragte Anne Drescher. Unterstützt wird die Tour wie in den Vorjahren durch den Demokratiebus und das Team von „Demokratie auf Achse“ der Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit der Landesbeauftragten.

Internationale Fachkräfte-Ausstellung eröffnet

Schwerin – Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat am Montag gemeinsam mit dem Landeskoordinator des IQ Netzwerkes Dr. Maher Fakhouri im Wirtschaftsministerium die neue Ausstellung zum Thema „Ein neuer Anfang: Internationale Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern“ eröffnet. „Die Ausstellung stellt auf großen Tafeln zehn Frauen und Männer aus neun Ländern vor, die sich mit viel Mut und Anstrengungen eine berufliche Zukunft in unserem Land aufgebaut haben. Sie stehen symbolisch dafür, dass ein Neuanfang möglich ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. Die Ausstellung ist im Foyer des Wirtschaftsministeriums bis zum 20.Juli zu sehen.

Die Ausstellung entstand in der Koordination des IQ Netzwerks MV unter Mitarbeit der Rostocker Fotografin Silke Paustian. „Von der Apothekerin über den Chemiker bis zur Erzieherin – jede Tafel erzählt eine Geschichte, die exemplarisch einen persönlichen Beitrag zur Integration leistet“, so Glawe weiter. „Anhand kurzer Lebensläufe erfahren die Besucher, welche Hürden die Frauen und Männer überwinden mussten und wie Beratung und Kurse geholfen haben, den beruflichen Weg in Mecklenburg-Vorpommern zu finden.“ Die Fotografien zeigen die Porträtierten während ihrer Weiterbildung, an ihren Praktikumsplätzen oder bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Alle in der Ausstellung vorgestellten Personen wurden intensiv durch das IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Glawe forderte die Unternehmer im Land auf, auch Geflüchteten in ihren Betrieben eine berufliche Chance zu geben. „Wichtig ist es Barrieren abzubauen. Hier können Treffen von Unternehmern und Geflüchteten, wo man sich in lockerer Atmosphäre kennenlernt, helfen. Darüber hinaus sind Praktika in den Unternehmen erste wichtige Schritte, um beruflich Fuß fassen zu können“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Ein Potential sind die knapp 8.000 Personen, die als Geflüchtete nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind. Davon sind knapp 5.000 Frauen und Männer unter 35 Jahren.

Unterstützung bei der beruflichen Integration erhalten Migrantinnen und Migranten bei den vom Wirtschaftsministerium geförderten Integrationsfachdiensten Migration migra e.V., genres e.V. und VSP gGmbH, die an fast 30 Standorten im Land Sprechzeiten anbieten. Außerdem betreuen 22 vom Wirtschaftsministerium finanzierte Joblotsen besonders arbeitsmarktnahe Geflüchtete intensiv bei der Arbeitsplatzsuche und bei Fragen rund um die Arbeitsaufnahme. Zusätzlich stehen mit dem im Projekt „Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten“ beschäftigten Landes- und Regionalkoordinatoren seit Ende 2017 Ansprechpartner besonders für Arbeitgeber für Fragen der Beschäftigung von geflüchteten Menschen zur Verfügung.

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) ist auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ausgerichtet. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). In jedem Bundesland gibt es ein Netzwerk von operativen Partnern für die Durchführung von Maßnahmen und die Anerkennungsberatung sowie eine koordinierende Stelle.

Der IQ-Koordinator für Mecklenburg-Vorpommern ist Dr. Maher Fakhouri vom migra e.V. in Rostock. Operative Partner im IQ Netzwerk sind: AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH, Agentur der Wirtschaft Schwerin, Ärztekammer MV, Fabro e.V., Flüchtlingsrat MV, genres e.V., Gesellschaft für Gesundheitsfachberufe (gfg), Robert-Schmidt-Institut der Hochschule Wismar, Volkshochschulverband MV e.V., migra e.V., Verbund für soziale Projekte (VSP). Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Alte Kirchenstraße in Gnoien wird ausgebaut

Gnoien – Für den Um- und Ausbau der Alten Kirchenstraße sowie den dritten Bauabschnitt der Teichstraße erhält die Stadt Gnoien (Landkreis Rostock) aus der Städtebauförderung Mittel in Höhe von rund 100.000 Euro. Die Gesamtausgaben für diese Maßnahme betragen rund 185.000 Euro.

Die Alte Kirchenstraße liegt im Zentrum der Altstadt und verbindet den Marktplatz mit dem Kirchplatz. Die Teichstraße begrenzt die Altstadt und bildet aus Richtung Demmin kommend mit der Mühlenstraße und dem Mühlentor den Zugangsbereich zur Altstadt. Es ist vorgesehen, die Fahrbahn mit Pflastersteinen zu befestigen und beidseitig einen Gehweg zu errichten. Dabei sollen ortsübliche Materialien zum Einsatz kommen.

Die Maßnahme soll in diesem Sommer beginnen und voraussichtlich im vierten Quartal 2018 fertig gestellt sein.

Modellprojekt „Smarte Mobilität in ländlichen Räumen“

Schwerin – Das Digitalisierungsministerium des Landes unterstützt das Modellprojekt „Smarte Mobilität in ländlichen Räumen“ der „Automotive-MV“ im Rahmen der Initiative zur Stärkung der digitalen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Zuschuss in Höhe von rund 190.000 Euro.

Im Rahmen dieses Modellprojekts sollen in den kommenden Jahren in Vorpommern-Greifswald und Neubrandenburg Mobilitätskonzepte entwickelt werden, die die aktuellen technologischen Entwicklungen für eine klimafreundliche, ressourcenschonende und sichere Mobilität aufgreifen. Es werden u. a. Untersuchungen zum Aufbau einer infrastrukturellen Basis für die Elektromobilität durchgeführt. Berücksichtigt werden sollen auch mit dem digitalen Wandel einhergehende technologische Innovationen wie automatisiertes Fahren oder digitale Kundenkommunikation.

„Automotive-MV“ ist ein Netzwerk der Automobil- Zulieferindustrie in Mecklenburg-Vorpommern und beschäftigt sich unter anderem mit dem Innovationsfeld „Mobilität“. Das Netzwerk hat in Zusammenarbeit mit den Hochschulen Stralsund und Neubrandenburg, der Verwaltung, der Stadtwerke Greifswald, der Volkssolidarität, der City-Car Autovermietung sowie den Unternehmen Webasto und „mI&s“ Greifswald eine Projektidee entwickelt, in deren Zentrum eine Modellregion im Landkreis Vorpommern-Greifswald steht.

Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern hat den „Automotive-MV“ beauftragt, dieses Modellprojekt mit den Partnern aus der Region bis zum November 2019 zu entwickeln.

Verbraucherfokus: Sanddornsterben droht / Fischverzehr unbedenklich

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern droht offenbar ein Sanddornsterben. Das belegen Untersuchungen des Pflanzenschutzdienstes des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF). Demnach sind im Sommer 2015 erste komplett abgestorbene Sanddornpflanzen in vitalen Beständen zu beobachten gewesen. Inzwischen werden teils großflächige Ausfälle von Sanddornsträuchern sowohl in Küstenbeständen als auch in Sanddorn-Plantagen sichtbar.

„Am Hochufer von Ahrenshoop sind bereits ganze Bestände tot. In Teilen der Insel Rügen und zwischen Börgerende und Heiligendamm gibt es ebenfalls abgestorbene Sanddornsträucher“, berichtete Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute in Rostock anlässlich der Vorstellung der neuen Ausgabe des „Verbraucherschutz im Fokus“ im LALLF.

Zwischen Warnemünde und Wilhelmshöhe sei das Schadensausmaß geringer. Hier gebe es geschwächte oder abgestorbene Pflanzen in äußerlich vitalen Gesamtbeständen. Allerdings seien auch in den Sanddorn-Plantagen in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Greifswald Pflanzenschäden festgestellt worden. „Das ist dramatisch! Wir müssen uns dieses Problems jetzt verstärkt annehmen“, sagte der Minister.

Die genaue Ursache für das Phänomen ist noch ungeklärt. Der Pflanzenschutzdienst des LALLF identifizierte inzwischen mehrere Schadpilze, die beim Absterben von Sanddorn in anderen Regionen allerdings bisher nicht in Erscheinung traten. Möglich sei das Zusammenwirken mehrerer Ursachen. Neben Phytoplasmen – Bakterien, die sich als Parasiten in Pflanzen ansiedeln – könnten auch klimatische Faktoren eine Rolle beim Sanddornsterben spielen. Befallene Pflanzen zeigen bräunliche Verfärbungen an Zweigen und Stamm oder welkende und abfallende Blätter. Binnen eines Jahres sterben die Sträucher komplett ab.

„Wichtig ist jetzt ein umfangreiches Monitoring im Land mit zielgerichteten Probeentnahmen und -untersuchungen. In der Diagnostik arbeiten wir bereits mit dem Julius-Kühn-Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen und mit Laboren anderer Bundesländer zusammen“, berichtete Dr. Backhaus.

Der Minister gab außerdem einen Einblick in die Überwachungs- und Untersuchungsstatistik des LALFF im zurückliegenden Jahr.

2017 hatte das Amt insgesamt rund 665.800 Proben untersucht und ausgewertet, den Löwenanteil mit mehr als 610.000 Proben in der Tierseuchendiagnostik. Außerdem wurden u. a. mehr als 34.600 Proben im Pflanzenschutzdienst, 8.308 Proben nach Fleischhygienerecht und 8.050 Proben im Lebensmittelbereich bei Erzeugern und Händlern entnommen, darunter 92 Weinproben. Der Gesamtanteil der beanstandeten Lebensmittel lag bei 12,8 Prozent und damit im Schnitt der vorangegangenen Jahre. Das Gros der Beanstandungen (69,4 Prozent) bezog sich auf nicht vorschriftsgemäße oder irreführende Angaben auf Verpackungen oder Etiketten der untersuchten Lebensmittel.

Zudem hatte das Amt 38 Proben verschiedener Fischarten aus dem Schweriner, dem Malchiner und dem Schaalsee u. a. auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Industriechemikalien untersucht. Die rechtlich zulässigen Höchstwerte für Dioxine und PCB waren ausschließlich beim fettreichen Aal überschritten worden. Hecht weise in Einzelfällen einen erhöhten Quecksilbergehalt auf. Der Verzehr in üblichen Mengen sei jedoch unbedenklich.

Ebenfalls untersucht worden waren Meerforellen aus dem küstennahen Bereich der Ostsee. Einzelne Proben wiesen erhöhte Dioxin- und PCB-Werte auf. Verbraucher können durch Entfernen der fetten Bauchlappen am Fisch die Aufnahme solcher Stoffe minimieren. „Meerforellen und Fische aus den Seen Mecklenburg-Vorpommerns sind aber grundsätzlich zum Verzehr geeignet und sollten Bestandteil einer gesunden Ernährung bleiben“, resümierte der Minister.

2017 hatte das Landesamt außerdem knapp 8.900 Kontrollen im Pflanzenschutzdienst und knapp 2.200 Kontrollen u. a. im Bereich des ökologischen Landbaus, der Tierarzneimittelüberwachung oder der Vergabe von Fördermitteln unternommen. Zudem wurden 12.100 Angler auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben kontrolliert.

„Oberstes Ziel der Kontroll- und Untersuchungsarbeit des LALLF ist die Qualität und Sicherheit unserer Lebensmittel. Und im Vergleich der zurückliegenden 25 Jahre sind unsere Lebensmittel so sicher wie noch nie“, so Dr. Backhaus.

Oberbürgermeister aus Rheinland-Pfalz informiert sich über Kur- und Heilwald auf Usedom

Insel Usedom – Unter Leitung des Oberbürgermeisters von Lahnstein, Peter Labonte, haben sich am Montag etwa 15 Vertreter der kommunalen Verwaltung sowie aus Gesundheit und Politik der Stadt Lahnstein (Rheinland-Pfalz) über den Kur- und Heilwald in Heringsdorf (Insel Usedom) informiert. „Die Idee des ersten prädikatisierten Kur- und Heilwaldes in Deutschland stößt auf großes Interesse. Wir haben durch die Prädikatisierung des Kur- und Heilwaldes gemeinsam mit der Gemeinde Heringsdorf ein Alleinstellungsmerkmal definiert. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Gesundheitstourismus und prädikatisierter Wald lassen sich hier vor Ort in wunderbarer Weise miteinander verbinden. Das sucht deutschlandweit Seinesgleichen. Die Stadt Lahnstein in Rheinland-Pfalz und ihr Oberbürgermeister haben das Gesundheits- und Wirtschaftspotential solcher Prädikatisierung erkannt. Wir unterstützen Lahnstein sehr gerne bei der Idee, ebenso erfolgreich zu arbeiten. Innenminister Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz) und unser Wirtschaftsminister Harry Glawe haben gerne die Schirmherrschaft dieses partnerschaftlichen Miteinanders übernommen. Deutschland wird so im Wettbewerb mit anderen Gesundheitstourismusdestinationen gestärkt. Wir brauchen mehr solcher innovativen Ideen, die in die Praxis umgesetzt werden. So können wir kontinuierlich neue touristische Zielgruppen auf unser Land aufmerksam machen und im Wettbewerb mit anderen Schritt halten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Auf der Insel Usedom wurde in Heringsdorf im vergangenen Jahr der erste deutsche Kur- und Heilwald ausgewiesen. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern. Der Besuch im Kur- und Heilwald ist wegen seines hohen Sauerstoffgehalts beispielsweise für die Behandlung von Atemwegserkrankungen interessant. „Neben den gesundheitlichen Aspekten zur Prävention und Rehabilitation von Krankheiten schaffen wir mit dem Kur- und Heilwald neue Angebote für Aktivurlauber in unserem Land. Der Wald ist auch ein Beitrag zur Saisonverlängerung in der Region. Der Kur- und Heilwald ist das ganze Jahr über begehbar“, so Rudolph weiter.

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 durch Professor Horst Klinkmann thematisiert worden und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwälder im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt sowie neben Heringsdorf mit weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten, darunter zum Beispiel Waren (Müritz), Plau am See, Sassnitz, Bad Doberan, Heringsdorf, Graal-Müritz, Krakow am See, Klink und Baabe weiter um.

Im Zeitraum Januar bis März 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom 176.036 Ankünfte (+0,6 Prozent) und 711.226 Übernachtungen (3,5 Prozent) verzeichnet. Das Seeheilbad Heringsdorf kann seit 2014 stetig steigende Ankunfts- und Übernachtungszahlen verzeichnen. So stiegen die Ankünfte 2017 um 1,3 Prozent und die Übernachtungen leicht um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Ziel ist es, das die Insel als Ganzes als Lebensort für die Anwohner sowie als Ausflugs- und Urlaubsziel für Gäste noch attraktiver wird. Die Investitionen in die touristische Infrastruktur, der Ausbau des Freizeitangebotes und die Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten machen sich bemerkbar. Wichtig ist, dass der Tourismus seine stabilisierende Kraft innerhalb der heimischen Wirtschaft vor allen Dingen auch in der Vor- und Nachsaison noch intensiver entfaltet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau saisonverlängernder Maßnahmen auch künftig“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Schwesig gratulierte zum Jubiläum: Rostock strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus

Rostock – „800 Jahre Rostock – das sind 800 Jahre Landesgeschichte, 800 Jahre erfolgreiche Entwicklung einer großartigen Stadt und selbstbewusste Bürgertradition. Ich finde, das sind wirklich gute Gründe zu feiern“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf dem Festakt zum 800. Jubiläum der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Rostock sei eine einzigartige und unverwechselbare Stadt. Aus einer kleinen Slawensiedlung habe sich, geprägt durch die Hanse, im Laufe der Zeit eine moderne Stadt entwickelt, „erfolgreich im Handel mit Partnern im Ostseeraum, stark in der eigenen wirtschaftlichen Entwicklung und ein Ort des Bürgerstolzes und des Selbstbewusstseins“.

Seit fast sechs Jahrhunderten sei Rostock auch ein Ort der Wissenschaft. „Und heute ist die Stadt hochattraktiv für Bürgerinnen und Bürger des Landes genauso wie für Touristen und innovative Unternehmen. Ob Global Player oder familiengeführtes Handwerksunternehmen – sie alle haben dazu beigetragen, die Stadt im Umfeld der ehrwürdigen Universität zum wirtschaftlichen Herzen unseres Landes zu entwickeln – dynamisch und produktiv. Davon profitiert das ganze Land.“ Hinzu käme eine vielfältige kulturelle Szene.

Die Rostockerinnen und Rostocker würden sich in besonderem Maße der Verantwortung für das Gemeinwohl stellen. Schwesig: „Sie schließen sich für gemeinsame Aufgaben zusammen, so wie es die Kaufleute in Zeiten der Hanse auf ihren Reisen getan haben. Das, was ihnen wichtig ist, nehmen sie selbst in die Hand. Es ist Teil ihrer Tradition, der in Jahrhunderten gewachsenen bürgerlichen Kultur der Hansestadt. Wir wollen, dass Rostock diese lebenswerte Stadt bleibt, die sie ist – ein international anerkannter Standort von Wissenschaft, Forschung und Kultur, der weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinausstrahlt.“

Ein besonderer Ansatz zur besseren Akzeptanz der Moore

Kummerow – Umweltminister Dr. Till Backhaus hat am 24. Juni im Schloss Kummerow die erstmals ausgerichtete „Moorwoche“ am Kummerower See offiziell eröffnet. „Hier in der Region ist ein besonders gelungener Ansatz zur Akzeptanz und Nutzung der Moore entwickelt worden. Denn die Moorlandschaft wurde als Alleinstellungsmerkmal begriffen, das man für die Entwicklung der Region nutzen kann. Insbesondere wird auch ein kultureller Zugang zu dieser faszinierenden Lebenswelt eröffnet“, sagte der Minister.

In der „Moorwoche“ bis zum 1. Juli finden Naturführungen, kulturelle Veranstaltungen und Kinderaktionen statt, die das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Westeuropas an der Westpeene interaktiv vorstellen sollen. Veranstalter sind die verschiedensten Organisationen und Privatpersonen in der Region, deren Veranstaltungsangebote vom Regionalen Unternehmungsnetzwerk Mecklenburgische Schweiz koordiniert wurden.

Mit rund 300.000 Hektar und damit 13 Prozent der Landesfläche ist Mecklenburg-Vorpommern eines der moorreichsten Bundesländer. Die Nutzung der Moore war in früheren Zeiten vor allem mit einer Zerstörung der Moorkörper verbunden. „Zum Glück hat längst ein Umdenken eingesetzt. Moore gelten heute als unverzichtbare Ökosystemdienstleister. Sie sind die größten und effektivsten Kohlenstoffspeicher auf der Erde“, sagte der Minister. Um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern, sei ihre Renaturierung deshalb alternativlos.

In der EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 wurden insgesamt 23 Projekte mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) von mehr als 11 Millionen Euro bewilligt. 15 Projekte konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. In der jetzigen Förderperiode bis 2020 sind bisher 8 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt ca. 1,1 Mill. Euro bewilligt.

Um die klimapolitischen Ziele erreichen zu können, sei es jedoch auch erforderlich, die Akzeptanz der Moore zu verbessern. „Deshalb bin ich von der Idee begeistert, den Mooren eine eigene Veranstaltungswoche zu widmen mit dem Ziel, über das Niedermoorgebiet am Kummerower See aufzuklären, für seine besondere Flora und Fauna und seine nachhaltige Nutzung zu sensibilisieren sowie es im Heimatbewusstsein der Region zu verankern“, so der Minister.

„HLF 20“ ab sofort beim Löschzug Süderholz im Einsatz

Süderholz – Ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr „Löschzug Süderholz“ ist am Sonnabend von Wirtschaftsminister Harry Glawe offiziell in Dienst gestellt worden. „Neben dem Löschen von Bränden haben die Feuerwehren heute eine Vielzahl weiterer Aufgaben zu bewältigen – technische Hilfeleistungen, Maßnahmen bei Unfällen mit Gefahrstoffen sowie der Einsatz bei Not- und Katastrophenfällen. Dafür braucht es angemessenes Rüstzeug. Für die Wehr in Süderholz ist das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 – kurz HLF 20 – eine wichtige Unterstützung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Löschzug Süderholz setzt sich aus Wehren der Orte Bretwisch, Kandelin, Klevenow, Griebenow und Neuendorf zusammen. Die Freiwillige Feuerwehr ist als Stützpunktfeuerwehr eingestuft und im Gebiet der Gemeinde Süderholz und überörtlich im Einsatz. Weiterhin wird die Wehr auch an der Bundesautobahn 20 und an der Bundesstraße 194 eingesetzt und dient im Gefahrgutzug des Landkreises Vorpommern-Rügen. „Die Feuerwehr-Kameraden sorgen täglich für die Sicherheit der Anwohner und Urlauber. Dieses hohe ehrenamtliche Engagement verdient Respekt, Anerkennung und vor allem Unterstützung. Schnell kann es beispielsweise in einem Gewerbebetrieb, Hotel oder in der Landwirtschaft zu einem Brand kommen. Da sollte es für jeden Unternehmer Ehrensache sein, Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren einzustellen, sie für die Einsätze, für Übungen und Fortbildungen freizustellen“, betonte Glawe.

Die Gesamtausgaben in Höhe von 400.000 Euro werden unter anderem durch Zuwendungen des Landkreises Vorpommern-Rügen in Höhe von 150.000 Euro und Eigenmittel bezahlt. Weitere 150.000 Euro stammen aus Sonderbedarfszuweisungen des Ministeriums für Inneres und Sport.

Musikalische Talente aus MV überzeugen auf Berliner Bühne

Berlin – Von der Klarinette bis zum Horn und von Robert Schumann bis zu bekannten Musical-Songs reichte die künstlerische Bandbreite der Nachwuchsmusikerinnen und -musiker, die am 22. Juni 2018, zu einem Konzert auf der gemeinsamen Bühne der Landesvertretungen von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in Berlin standen.

Im großen Saal überzeugten die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ die rund 180 kulturinteressierten Gäste mit ihren Darbietungen. Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin hatte gemeinsam mit ihrem Brandenburger Amtskollegen Staatssekretär Thomas Kralinski sowie dem Geschäftsführenden Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Dr. Michael Ermrich, die Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren in die Bundeshauptstadt eingeladen.

Staatssekretärin Martin zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über das gute Abschneiden der Mädchen und Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern beim diesjährigen Bundesfinale „Jugend musiziert“ in Lübeck: „Die 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern konnten insgesamt 51 Bundespreise in 41 Wertungen erringen, darunter waren sogar drei Mehrfachpreisträgerinnen und -preisträger. Das Potenzial des musikalischen Nachwuchses, den wir im Land haben, ist beeindruckend. Die gute Ausbildung an den Musikschulen in den Regionen legt das Fundament für die Spitzenförderung des Landes und eine lebendige wie bunte Musikszene.“

Den Auftakt zum Konzertabend gab die Klarinettistin Miriam Erle aus Güstrow mit einem Arrangement des tschechischen Komponisten Jiří Pauer. Die Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung konnte sich vor wenigen Wochen in Lübeck über einen 2. Bundespreis freuen.

Anschließend spielte der Rostocker Alexander Prill am Saxophon unter anderem ein Stück des belgischen Komponisten Piet Swerts. Prill ist Träger eines 1. Bundespreises und Frühstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Im Landes- und Bundesjugendorchester sammelte er bereits Erfahrung auf großer Bühne.

Ihm folgte Anton Petters aus Neustrelitz. Das Mitglied der Fußball-Landesauswahl MV konnte auch abseits des Platzes mit dem Horn schon die Bundesjury überzeugen und sich über einen 3. Bundespreis freuen. Er spielte im Rahmen des Berliner Abends einen Auszug aus den Six melodies originales von Charles Gounod und ein zeitgenössisches Stück des ebenfalls französischen Komponisten Alexis Ciesla.

Als Duo aus Klavier und Streichinstrument rundeten schließlich die Schweriner Tobija Harders mit dem Violoncello und Stefan Möbius am Piano den Abend ab. Die Träger eines 3. Bundespreis 2018 hatten sich für eine Sonate des norwegischen Romantiker Edvard Grieg entschieden.

Durch den Konzertabend führte rbb-Radiomoderator Knut Elstermann.

Der Musikwettbewerb “Jugend musiziert“ ist seit der erstmaligen Ausrichtung im Jahr 1964 ein weltweit beachtetes Leuchtturm-Projekt zur Förderung junger Musikerinnen und Musiker. In den 55 Jahren des Bestehens des Bundeswettbewerbes haben eine dreiviertel Million Kinder und Jugendliche an „Jugend musiziert“ teilgenommen. Seit 1991 findet in Mecklenburg-Vorpommern „Jugend musiziert“ in jeweils 4 Regionalwettbewerben und mit einem Landesfinale statt. Träger ist der Landesmusikrat MV. Der Deutsche Sparkassenverband unterstützt den Wettbewerb auf allen Stufen als Hauptsponsor.

Neubau Kita und Hort in der Stadt Jarmen

Jarmen – Die Kinder in der Stadt Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald erwarteten heute einen Gast mit einem Geldgeschenk. Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier nutzte seinen heutigen Besuch anlässlich des Festaktes zum 140-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt und übergibt einen Zuwendungsbescheid des Innenministeriums in Höhe von 94.855 Euro aus Mitteln der Sonderbedarfszuweisung. Benötigt wird das Geld den Neubau einer Krippen- und Kindertagesstätte.

„In Kindertageseinrichtungen werden Kinder nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert, erwerben soziale Kompetenzen und lernen dabei die Welt mit eigenen Augen
kennen“, sagte Innenminister Caffier. „Da eine sorgsame und verantwortungsvolle Kinderbetreuung zu den Pflichtaufgaben aller Kommunen gehört, ist es ein zentrales Anliegen der Landesregierung die Kommunen hierbei zu unterstützen, um die vorhandenen Infrastrukturen der Kinderbetreuung zu sichern und weiter auszubauen. Damit helfen wir aber vor allem den Eltern und Kindern.“

Geplant ist ein Neubau zur Unterbringung und Betreuung von 30 Kinderkartenkindern sowie 70 Hortkindern. Die derzeitig genutzte Kita im Müssentiner Weg in Jarmen kann baulich nicht erweitert werden. Das hier vorhandene Objekt würde nach dem Bau der neuen Kita ausschließlich für die Betreuung von Krippenkindern der Stadt genutzt werden. Um alle Kinder angemessen betreuen zu können, werden gegenwärtig als Provisorium Räume der ehemaligen Schülergaststätte der Grundschule genutzt.

Freiwillige Feuerwehr Utzedel erhält Geld für neues Löschfahrzeug

Utzedel – Innenminister Lorenz Caffier hat heute anlässlich der Übergabe eines Fördermittelbscheids an die Bürgermeisterin der Gemeinde Utzedel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Arbeit der Feuerwehren im Land gewürdigt. Mit der finanziellen Unterstützung in Höhe von 107.736 Euro aus Mitteln der Sonderbedarfszuweisung des Innenministeriums wird die Gemeinde für ihre Freiwillige Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug 3000 (TLF) beschaffen.

„Die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr konzentriert sich heutzutage nicht mehr ausschließlich auf die Bekämpfung von Bränden. Vielfältige Aufgaben, wie die Rettung und Bergung von Unfallopfern, die Beseitigung von Havarien und der Einsatz bei Katastrophen und sonstigen Schadensereignissen sind hinzugekommen und verlangen der Feuerwehr ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft ab“, stellt Minister Caffier fest.

Die Freiwillige Feuerwehr Utzedel ist als Feuerwehr mit Grundausstattung eingestuft und gliedert sich in zwei Ortswehren. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Utzedel erfüllen nicht nur Aufgaben des örtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen gemeindegebiert, sondern kommen auch überörtlich zum Einsatz. Besondere gefahrenschwerpunkte bilden mehrere landwirtschaftliche Großbetriebe in der Region, die Landstraße 271 und eine Bahnstrecke im Fernverkehr. Von besonderer Bedeutung im ein im Zuständigkeitsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Utzedel liegendes Großdepot für Schmier- und Treibstoffe der Bundeswehr, für welches die Feuerwehr Utzedel in der Nacht und am Wochenende den Brandschutz sicherstellt.

Mit der Ersatzbeschaffung soll ein 44 Jahre altes Tanklöschfahrzeug mit erheblichen technischen Mängeln ersetzt werden. Mit derzeit 22 aktive Kameradinnen und Kameraden ist die Freiwillige Feuerwehr Utzedel gut aufgestellt und kann die notwendige Tageseinsatzbereitschaft sicherstellen.

Die Gesamtkosten für die Ersatzbeschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs belaufen sich auf zirka 324.000 Euro.

„In ihrem täglichen Einsatz riskieren die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Land nicht selten ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Dienst der Allgemeinheit. Sie sind damit ein Vorbild für uns alle“, so Innenminister Caffier abschließend.

Erste Fusionszuweisung nach dem Gemeindeleitbildgesetz

Mönchgut erhält 800.000 Euro vom Innenministerium Frist für Verträge verlängert

Insel Rügen – Als erste Gemeinde des Landes erhält die Gemeinde Mönchgut in diesen Tagen einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz.

Die Gemeinde war zum 1. Januar 2018 durch Fusion der Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow entstanden. Aufgrund einer Änderung der Fusionsverordnung im April darf sich die Gemeinde nun über 800.000 Euro – statt der ursprünglich erwarteten 400.000 Euro – freuen. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem für den Bau einer neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde und die verantwortliche Koordinierungsstelle des Landkreises für den gelungenen Prozess, dem auch die Bürger der drei Gemeinden im Rahmen von Bürgerentscheiden ihre Zustimmung erteilt hatten: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt“, so Caffier. Er hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.

Die Landesregierung will mit dem Gemeinde-Leitbildgesetz zukunftsfähige Gemeindestrukturen auf der Basis freiwilliger Entscheidungen der Kommunen anregen und unterstützen. Für solche Gemeindefusionen gibt es finanzielle Anreize auf der Grundlage einer Fusionsverordnung des Ministeriums für Inneres und Europa. Um eine stärkere Anreizwirkung zu schaffen und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zweckentsprechend zu nutzen, wurden die Fusionszuweisungen im April diesen Jahres spürbar angehoben. Kernpunkt der geltenden Fusionsverordnung sind finanzielle Anreize für freiwillige Gemeindefusionen auf zwei Wegen:

Es werden zum einen Fusionsprämien für jede durch Fusion per Saldo wegfallende Gemeinde gewährt. Das sind standardmäßig 400.000 Euro. Für wegfallende Gemeinden des Nahbereichs eines an der Fusion beteiligten zentralen Ortes im Ländlichen Gestaltungs-Raum sind es sogar 600.000 Euro.

Darüber hinaus werden Konsolidierungszuweisungen gezahlt – und zwar in Höhe von bis zu 2 Mio. Euro für jede an der Fusion beteiligte Gemeinde mit einem Defizit im Finanzhaushalt zum Stand 31. Dezember 2015.

Bis 2019 stehen für Fusionszuweisungen und für Konsolidierungszuweisungen jeweils ca. 40 Mio. Euro zur Verfügung.

„Insbesondere von den Konsolidierungszuweisungen erhoffe ich mir einen Impuls. Schließlich sind in den Fusionsverhandlungen die Schulden der Fusionsgemeinden immer wieder ein großes Hindernis“, so Caffier.

Weiterhin räumt das Innenministerium den Gemeinden für die Vorlage des ausgehandelten Gebietsänderungsvertrages mehr zeitlichen Spielraum ein. Statt bis Jahresende 2018 kann der Vertrag nun noch bis März 2019 vorgelegt werden.

Eine Orgel zum Jubiläum

Brodkorb übergibt Zuwendungsbescheid

Dobbertin – 2020 steht das 800-jährige Jubiläum der Klosteranlage in Dobbertin bevor. Größter Wunsch: Die Orgel soll endlich wieder erklingen. Finanzminister Mathias Brodkorb übergab nun einen Zuwendungsbescheid, um den Orgelbau noch rechtzeitig zu ermöglichen.

Ein Sanierungsfahrplan wird bereits umgesetzt: Bis zum großen Jubiläum im Jahr 2020 soll dann der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche wieder genutzt werden können. Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen und der Innenausstattung. Der größte Wunsch der Besucherinnen und Besucher war jedoch, dass die Orgel endlich wieder erklingt.

Der Kirchenkreis Mecklenburg, der Freundeskreis Orgel, die Nordkirche, die Gemeinde Dobbertin sowie das Diakoniewerk Dobbertin wollten diesen Wunsch nun zusammen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Die Kosten für den Einbau werden auf 350.000 Euro geschätzt. Für das Land überreichte Finanzminister Brodkorb dafür nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro.

Die Orgel soll 28 Pfeifenreihen zählen und in das Originalgehäuse aus dem Jahr 1857 eingepasst werden. Für Fertigstellung und Einbau wird mit einem Zeitrahmen von zwei Jahren gerechnet. Das wäre gerade rechtzeitig, denn die offizielle Jubiläumsfeier ist für Anfang Juli 2020 geplant.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Ein großer Kreis von Unterstützern will, dass die Orgel endlich wieder in der Klosterkirche erklingt. Besonders erfreulich ist das enorme Engagement der Ehrenamtlichen hier vor Ort. Die Unterstützung durch das Land ist daher auch ein Stück weit Würdigung dieses außergewöhnlichen Einsatzes für das Zusammenleben vor Ort.“