Urlaubszuschüsse des Landes für einkommensschwache Familien mit Kindern

Schwerin – Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen erhalten seit Jahresbeginn deutlich höhere Zuschüsse des Landes, um gemeinsam Urlaub und Familienfreizeit verbringen zu können. Eine entsprechende Richtlinie wurde von Sozialministerin Stefanie Drese unterzeichnet und tritt in Kürze in Kraft.

„Für einen einwöchigen Urlaub erhält eine vierköpfige Familie nunmehr einen Landeszuschuss von 840 Euro statt bisher 560 Euro“, verdeutlicht Ministerin Drese. Grund dafür ist die Erhöhung der Zuwendung durch das Sozialministerium von 20 Euro auf 30 Euro je Übernachtung pro Person (bei einer bis sieben Übernachtungen).

Die neue Regelung wird bereits seit Jahresbeginn angewandt. Nach Erteilung des Einvernehmens durch den Landesrechnungshof und das Finanzministerium kann nun die Richtlinie mit Veröffentlichung im Amtsblatt auch offiziell in Kraft treten. Drese: „Wir wollen Familien und Alleinerziehende mit geringem Einkommen stärker fördern, um Eltern mit ihren Kindern ein paar schöne gemeinsame Tage abseits des Alltags zu ermöglichen. Deshalb unterstützt das Sozialministerium Maßnahmen der Familienerholung.“

Zuwendungsempfänger sind Träger der freien Jugendhilfe, gemeinnützige Familienferienstätten und Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern. „Ich freue mich sehr darüber, dass dieses Angebot mit einem Bewilligungsstand von etwa 74.000 Euro schon jetzt sehr gut angenommen wird“, so Ministerin Drese.

Die Familienerholungsmaßnahmen dürfen nicht weniger als fünf und nicht mehr als 14 Übernachtungen umfassen. Die Angebote enthalten Übernachtung mit Vollverpflegung sowie Programme für die gemeinsame Freizeitgestaltung für und mit teilnehmenden Familien.

Voraussetzungen für Familien:

die Familien haben ihren ersten Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern
mindestens ein mitreisendes, dem Haushalt angehörendes Kind ist jünger als 18 Jahre

Eine Förderung erfolgt, wenn mindestens bei einem der teilnehmenden Familienmitglieder eine der folgenden Leistungen zum Lebensunterhalt gewährt wird:

Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II)
Sozialhilfe
Wohngeld nach dem Wohngeldgesetz
Kinderzuschlag gem., § 6a des Bundeskindergeldgesetzes
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Höhe der Zuwendungen (pauschal je Übernachtung pro Person) seit dem 1.1.2017:

Eine bis sieben Übernachtungen: 30,00 Euro
Achte Übernachtung: 26,00 Euro
Neunte Übernachtung: 23,00 Euro
Zehnte Übernachtung: 21,00 Euro
Elfte Übernachtung: 19,00 Euro
Zwölfte Übernachtung: 18,00 Euro
13. Übernachtung: 16,00 Euro
14. Übernachtung: 15,00 Euro

Im Rahmen der angebotenen und geförderten Maßnahmen sind die Familien frei in der Auswahl ihrer Urlaubsorte. Familien melden sich bei den Trägern der Erholungsmaßnahmen an. Informationen erhalten die Familien direkt bei den Trägern der freien Jugendhilfe, die Familienerholung anbieten, bei den Landesverbänden der AWO, DRK, Paritätischer, Caritas und Diakonie oder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS). Das LAGuS ist für das Antragsverfahren zuständig.

Hochschulrücklage übersteigt erstmals 75 Mio. Euro

Ministerin Hesse: Hochschulen haben im Jahr 2016 insgesamt 18,6 Mio. Euro zurückgelegt

Schwerin – Die Rücklagen der Hochschulen haben sich auch im Haushaltsjahr 2016 positiv entwickelt. Erstmals wurde mit rund 76 Mio. Euro die 75-Mio.-Euro-Marke deutlich überschritten. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 18,6 Mio. Euro in die Rücklage geflossen. Dies ist der höchste Betrag seit Einführung der Globalhaushalte im Jahr 2004 und mehr als das Doppelte wie im Jahr 2015. Bei einem Globalhaushalt können die Hochschulen mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, zwischen Personal-, Sachausgaben und Investitionen eigenverantwortlich wirtschaften. Dies schließt die Bildung von Rücklagen ein.

„Die Entwicklung der Hochschulrücklage ist außerordentlich positiv und zeigt, dass die Hochschulen sorgsam mit dem zur Verfügung gestellten Geld umgehen und Vorsorge für künftige strategische Vorhaben treffen können“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Durch die Bereitstellung zusätzlicher BAföG-Mittel ab dem Jahr 2016 hat sich der finanzielle Spielraum der Hochschulen weiter verbessert“, so Hesse.

Insgesamt wird die Ausstattung der Hochschulen aus BAföG-Mitteln um rund 20 Mio. Euro jährlich angehoben, darunter befinden sich rund 11 Mio. Euro als unmittelbare Verbesserung der Finanzausstattung der Hochschulen einschließlich Universitätsmedizin. Die restlichen Mittel verbessern die Ausstattung mit Finanzmitteln für den Bauunterhalt, den Hochschulbau sowie sonstige strategische Vorhaben. Auch wenn die Entwicklung der Rücklagen an den einzelnen Hochschulen unterschiedlich ist, haben alle Hochschulen ihre Rücklagen steigern können.

Kühlungsborn-West: „Baltic-Park“ wird neu gestaltet

Kühlungsborn – Die Stadt Kühlungsborn plant die Erneuerung des Baltic Parks im Westteil des Ostseebades. Das Ministerium für Infrastruktur M-V hat jetzt dem Einsatz von Städtebaufördermitteln in Höhe von 450.000 Euro zugestimmt.

Weitere Fördermittel für Tourismusförderung in Höhe von 594.000 Euro zum Schultern des insgesamt gut 1,4 Millionen Euro teuren Vorhabens will die Stadt Kühlungsborn zudem beim Wirtschaftsministerium beantragen.

Geplant ist, den Park an der Strandpromenade nach historischem Vorbild neu zu gestalten, um ihn als Freizeit- und Begegnungsstätte nutzen zu können. Aktuell sei der Park durch Einbauten komplett überformt und erfülle nicht mehr die Funktion eines Parks. Durch die Maßnahme sollen die Wege, Flächen und der Teichbereich saniert, Kunst installiert und der Pflanzenbestand gepflegt und erweitert werden.

Seit 1991 wurde die Gesamtmaßnahme „Ost-/Westteil“ in Kühlungsborn durch Programme der Städtebauförderung von Bund und Land in Höhe von 7,13 Millionen Euro gefördert. So wurden unter anderem die Sporthalle Herrmannstraße für knapp 3,9 Millionen Euro neu gebaut und der Lindenpark mit dem Wasserkunstbrunnen „Sagen der Kühlung“ für insgesamt 1,2 Millionen Euro umgestaltet.

Das für den Zeitraum 2017/2018 geplante Vorhaben „Baltic-Park“ schließt die Gesamtmaßnahme ab.

Rastplatz mit Aussichtsplattform entsteht am Tollensesee

Neubrandenburg – Die Stadt Neubrandenburg errichtet derzeit am Nordufer des Tollensesees einen neuen Rastplatz mit Aussichtsplattform. Gleichzeitig wird die bestehende Aussichtsplattform saniert. „Der Tollensesee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler, Spaziergänger und Radfahrer. Mit dem Bau des Rastplatzes entsteht ein attraktiver Pausenort mit malerischem Ausblick. Zusammen mit der sanierten Aussichtsplattform wird die Region dadurch touristisch erheblich aufgewertet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Direkt am Belvedere – einem Haus in Form eines griechischen Tempels mit dorischen Säulen – sollen der Pavillon mit Sitzgruppe, eine neue Treppe mit Rampensteinen und einer gepflasterten Zuwegung sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder entstehen. Der Rastplatz wird behindertengerecht gebaut. „Besonders erfreulich ist, dass die Arbeiten von einem Unternehmen aus Neubrandenburg ausgeführt werden. So bleibt die Wertschöpfung in der Region“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund 212.000 Euro. Das Land unterstützt die Errichtung des Rastplatzes in Höhe von rund 169.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Der Tollenseseeradrundweg startet an der Nordspitze des Tollensesees in Neubrandenburg und führt auf einer Strecke von 173 Kilometern über Mühlenhagen, Demmin, Prillwitz und Alt Rehse. Der mecklenburgische Seenradweg beginnt in Lüneburg (Niedersachsen) und führt auf einer Strecke von 640 Kilometern über Dömitz, Plau am See, Neustrelitz und Neubrandenburg bis nach Wolgast. In Mecklenburg-Vorpommern stehen insgesamt neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Radfahrer können im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Schloss Hohenzieritz vor der Wiedereröffnung – Ein Fest für Luise

Hohenzieritz – Am Sonnabend vor Pfingsten ist es so weit: Die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz wird wiedereröffnet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Festtag ganz im Zeichen der preußischen Königin Luise, die hier 1910 im Alter von nur 34 Jahren verstarb.

Schloss Hohenzieritz Foto @ Timm Allrich

Nach mehr als 15 Jahren, in denen der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz die Geschicke des Erinnerungsortes geleitet hatte, übernahmen die Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes im Frühjahr des vergangenen Jahres die Trägerschaft der Luisen-Gedenkstätte. Nach einer mehrmonatigen Neugestaltung ist die Luisengedenkstätte jetzt wieder für die Öffentlichkeit erlebbar. Neben bekannten Ausstellungsstücken und dem vertrauten Sterbezimmer können nun auch moderne Medienstationen und neue Exponate entdeckt werden.

Das Programm beginnt um 12 Uhr mit einer musikalischen Begrüßung der Neubrandenburger Philharmonie. Im Anschluss eröffnet der Hausherr, Finanzminister Mathias Brodkorb, die Gedenkstätte. Die Besucherinnen und Besucher erwartet den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm – mit Führungen durch den Schlosspark, einem Fachgespräch von Luise-Kennern und weiteren künstlerischen Darbietungen. Für die kleinen Gäste gibt es ein Kinderprogramm rund um die Preußenkönigin. Die Ausstellungsräume werden am Festtag bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.

„Durch das ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Schlossvereins wurde Hohenzieritz zu einem Gedenkort mit überregionaler Bedeutung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird die wertvolle Arbeit des Vereins nun fortführen und die Bedeutung des Ortes weiter stärken“, so Minister Brodkorb.

„Injustice 2“ prügelt sich auf Xbox One-Thron

Für alle DC-Fans ist 2017 ein gutes Jahr: Mit „Wonder Woman“ und „Justice League“ kommen gleich zwei Schwergewichte der Comic-Schmiede ins Kino, und mit „Injustice 2“ geht’s auf der Heimkonsole ordentlich zur Sache. Insgesamt 29 Superhelden und Schurken, darunter Batman, The Flash und Harley Quinn, machen keine Gefangenen und tragen ihre Kämpfe auf Platz eins der offiziellen deutschen Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, aus.

Science-Fiction satt wird auf den Positionen zwei und drei geboten, wo sich „Prey“ und Neuling „The Surge“ aufhalten. Das Action-Rollenspiel erinnert an Klassiker wie „Dark Souls“, punktet aber mit eigenen Elementen wie gigantischen Exoskeletten und postapokalyptischem Setting.

Der PS4-Tabelle drücken „Injustice 2“ (zwei) und „The Surge“ (drei) ebenfalls ihren Stempel auf. Gegen „Farpoint“ ziehen sie aber den Kürzeren. Das für PlayStation VR entwickelte Weltraumabenteuer bietet dank PS VR-Ziel-Controller ein völlig neues Virtual Reality-Erlebnis und setzt sich souverän an die Spitze. „Portal Knights“, Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2017 in der Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“, erobert die achte Stelle.

Sieben Plätze aufwärts klettert die Origins Edition von „Overwatch“, die damit das Big Bud Add-On des „Landwirtschafts-Simulator 2017“ (sechs) vom PC-Thron wirft. Für die höchsten New Entries sind „Grim Tales: Fäden des Schicksals“ (sieben) und „The Surge“ (acht) verantwortlich. Auf PS3 („Call Of Duty: Black Ops 2“), Xbox 360 („Minecraft“) und Nintendo Wii („Mario Kart Wii Selects”) behalten die Vorwochensieger ihre Goldmedaille.

Regio:polis – Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock startet

Rostock – Am Freitag (26. Mai) beginnt das Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock. Unter dem Titel „Stadt – Land – Bildende Kunst vor der Haustür“ hat die Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ mehr als 50 Veranstaltungen in der Hansestadt Rostock, im Landkreis Rostock und dem Bereich Ribnitz-Damgarten organisiert. „Die Veranstaltungsreihe gibt einen Einblick in das bunte und facettenreiche Kunst- und Kulturleben der Stadt und der Region Rostock. Besucher haben die Möglichkeit, bei mehr als 50 Programmpunkten die schöpferische Vielfalt der regionalen Kunst zu erleben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Das Festival dauert bis zum 18. Juni 2017.

Als Plattform für Kunst- und Kulturschaffende zeigt das dezentral organisierte Festival Arbeiten der Kreativschaffenden aus Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke aus den Bereichen Architektur, Baukunst, Landschaftsarchitektur, Bildhauerei, Plastik, Skulptur, Fotografie, Grafik, Kunstgewerbe und -handwerk sowie Malerei. Die Beiträge reichen von klassischen Ausstellungen gestandener und neuer Künstler über Künstlergemeinschaften an besonderen Orten, Lichtinstallationen, Mode oder Gärten und ungewöhnliche Kombinationen wie Foto-Musik-Inszenierungen am Strand, raumgreifende Collagen in einer Kirche bis hin zum expressiven Action-Painting in einem alten Gutshaus. An vielen Orten besteht für Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen künstlerischen Schaffens zu schauen und die eigene Kunstfertigkeit auszuprobieren. „Kunst und Kultur sind in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Standort- und Wirtschaftsfaktor. Wir unterstützen die Branche, denn kreative innovative Produkte und Dienstleistungen schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung für unser Land“, sagte Glawe.

Das Festival wird von der Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ organisiert. Das Land unterstützt das Projekt über drei Jahre aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 355.900 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 593.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Das Kunst- und Kulturfestival regio:polis findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Das komplette Programm ist unter www.regio-polis.de zusammengefasst.

Geografisch umfasst die Regiopolregion Rostock die Hansestadt Rostock, den Landkreis Rostock sowie den Mittelbereich Ribnitz-Damgarten. Das Ziel des Zusammenschlusses ist die Förderung des Austausches und die Vernetzung von Stadt und Region. Hauptakteure der Initiative Regiopolregion Rostock sind die Hansestadt Rostock, der Landkreis Rostock, die IHK zu Rostock, der Planungsverband Region Rostock, das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, der Region Rostock Marketing Initiative e.V. sowie die Mittelzentren Bad Doberan, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und Teterow.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausbauen

Greifswald – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich beim Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns beim Unternehmerverband Vorpommern e.V. über die regionale Entwicklung in der Region informiert. Ein regelmäßiges Thema des RATs ist die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Gerade Kooperationen über unsere Landesgrenze im Osten hinaus leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität in dieser Region. Sie bringen die Regionen beiderseits der Grenze und ihre Einwohner noch besser zueinander. Ziel ist es, die Lebensperspektiven für die Bewohner erfolgreich weiter zu mehren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Greifswald.

Der Staatssekretär machte auf ein neu im Begleitausschuss des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen befürwortetes deutsch-polnisches Projekt aufmerksam. Unter dem Titel „Drei Kitas – Zwei Sprachen – Ein Weg“ sollen drei Kindertagesstätten auf der Insel Usedom (in Heringsdorf, Zinnowitz und Swinemünde) neu entstehen. „Ziel ist der Auf- und Ausbau der Kitas mit bilingualer Ausrichtung (deutsch und polnisch) im grenznahen Bereich zur Förderung einer frühen Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen. Die deutschen und die polnischen Kinder erhalten durch das Erlernen der jeweiligen Nachbarsprache die Chance, die jeweils andere Kultur, Geschichte und Sprache hautnah kennen und schätzen zu lernen. So wird ein wichtiger Schritt zur Völkerverständigung bereits im frühen Kindesalter gefördert“, so Rudolph weiter. Partner im Projekt sind die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V., das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e.V. (CJD) aus Brandenburg und aus der polnischen Wojewodschaft Westpommern die Stadt Swinemünde. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt betragen rund 6,9 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Interreg-Programm, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von bis zu 3,3 Millionen Euro unterstützt.

Der Begleitausschuss des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen hatte zwei weitere Projekte befürwortet. Im Mittelpunkt des Projektes „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss“ steht die Erarbeitung einer durchgängigen Bildungskonzeption von der Kita bis zur Berufsschule über zusätzliche Unterrichtsangebote sowie die Qualifizierung von deutschen und polnischen Pädagogen. Zusätzlich soll ein jährliches Begegnungsprogramm für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen organisiert werden. Ein Kernelement des Projektes soll eine grenzübergreifende Werbekampagne für die Kultur und Sprache des Nachbarlandes sein. Partner im Projekt sind aus MV der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) sowie die Universität Greifswald. Der brandenburgische Landkreis Uckermark beteiligt sich ebenso an dem Vorhaben sowie die Wojewodschaft Westpommern.

In dem dritten Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ soll mittel- und langfristig die Anzahl der Kinder mit Übergewicht verringert werden. Kinder bekommen Ernährungstipps. Die Schulen sollen unter anderem mit Spielplätzen und Sporthallen ausgerüstet werden. Zielgruppe sind Kinder der 1. Klasse der Grundschulen in ausgewählten Gemeinden der Wojewodschaft Westpommern und der 2. Klasse der Grundschule in der Stadt Schwedt (Brandenburg).

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der Europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Der „Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns“ (RAT) hat sich im März 2009 in Lubmin konstituiert. Der RAT ist vom Unternehmerverband Vorpommerns (UVV) gegründet worden. Zu ihm gehören Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik an. Der RAT vertritt die Wirtschaft, agiert aber auch als Mittler zwischen Wirtschaft und Politik sowie weiteren Interessensgruppierungen und verfolgt Ziele, die einhergehen mit der weiteren Stärkung der Wirtschaft Vorpommerns. (Quelle: Angaben Unternehmerverband Vorpommern).

Zwei Luxus-Flusskreuzfahrtschiffe bei den MV WERFTEN auf Kiel gelegt

Wismar – Am Mittwoch hat in Wismar bei den MV WERFTEN die feierliche Kiellegung für zwei Flusskreuzfahrtschiffe der Reederei Crystal River Cruises stattgefunden. „Die MV Werften setzen den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Das beeindruckende Investitionsprogramm wird Schiff für Schiff in die Tat umgesetzt. Ein gutes Zeichen, dass es weiter vorangeht. Im Ergebnis wird gearbeitet, neue Schiffe werden gebaut, Arbeitsplätze werden geschaffen. Es tut sich eine Menge vor Ort. Die Wirtschaft im Land wird weiter angekurbelt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe vor Ort.

Nach Angaben der MV WERFTEN sind die beiden Flusskreuzfahrtschiffe der Rhein-Klasse namens „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ 135 Meter lang, über elf Meter breit und speziell für den europäischen Flussreisemarkt konzipiert. Bis zu 106 Passagiere finden in jeweils 55 Balkonsuiten hochwertigster Ausstattung Platz. Im Januar erfolgte der traditionelle erste Stahlschnitt für die 6-Sterne-Schiffe. Nach ihrer Fertigstellung in 2018 werden sie u. a. auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel verkehren. „Die Neubauten sind eine große Chance des Unternehmens, in dem spannenden Segment des Kreuzschifffahrtbaus zu punkten und sich im Wettbewerb auch überregional weiter einen Namen zu machen“, so Glawe weiter. Die baugleichen „Crystal Bach“ und „Crystal Mahler“ befinden sich seit 2016 bei MV WERFTEN in Wismar in Bau und werden in diesem Jahr an Crystal River Cruises übergeben.

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Qualifizierungsoffensive für Unternehmen aufmerksam. Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks. Die Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitern mit Bildungsschecks aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bleibt erhalten. Förderfähig ist der Prozess der Fachkräftesicherung und -qualifizierung. „Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Spezialisierungen sind in vielen Bereichen nötig. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. Ergänzend werden kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss in den ersten beiden Jahren unterstützt.

Büchermarkt Garz lädt zum Saxophon-Konzert

Insel Rügen – Am 15.06. um 19.30 Uhr wird der Saxophonist Joachim Pukies im Kultur-Schuppen des Büchermarktes Garz einen Solo-Abend gestalten.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Künstler wird gebeten.

Telefonische Reservierung unter 038304-829745 notwendig, da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen bereitgestellt werden kann.

Trauerbeflaggung in M-V aus Anlass des Terroranschlags in Manchester

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat für heute, Mittwoch, den 24.05.2017, aus Anlass des Terroranschlags im britischen Manchester die Trauerbeflaggung der Dienstgebäude der Landesverwaltung, der Dienstgebäude der Kommunalverwaltungen und der Dienstgebäude der sonstigen Träger öffentlicher Verwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern angeordnet.

„Die Trauerbeflaggung soll ein Zeichen der öffentlichen Anteilnahme am Schicksal der Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlages sein“, so der Minister und ergänzt: „Die beste Antwort auf diese feigen Anschläge auf unsere Freiheit in Europa ist, den Weg einer freien Gesellschaft und Demokratie weiter zu beschreiten und sich den freiheitlichen Lebensstil nicht zerstören zu lassen.“

Mecklenburgische Seenplatte: Auflagen für Schulentwicklungsplan erfüllt

Schwerin – Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat die Auflagen für den Schulentwicklungsplan für die allgemein bildenden Schulen für den Zeitraum der Schuljahre 2015/2016 bis 2019/2020 erfüllt. Im Kern ging es um fehlende Schülerzahlprognosen und den Nachweis unzumutbarer Schulwegzeiten im Falle der Aufhebung von Schulen.

„Für Eltern, Schüler und Lehrer ist dies eine gute Nachricht“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Der Landkreis hat die fehlenden Schülerzahlprognosen für die Grundschulen in Demmin, Neustrelitz und Waren sowie für die Regionalen Schulen in Demmin und Waren erstellt und übermittelt. Im Falle der Aufhebung der Grundschulen in Mölln, Gielow und Jürgenstorf würden für die Schülerinnen und Schüler unzumutbar lange Schulwegzeiten entstehen. Die Schulen sind damit als kleine Grundschule bestandsfähig. Ähnlich verhält es sich mit den Regionalen Schulen in Blankensee, Woldegk, Penzlin und Wesenberg. Auch sie können weiter bestehen, es gilt eine reduzierte Schülermindestzahl“, erläuterte die Ministerin.

Alle Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind dazu verpflichtet, einen Plan über die langfristige Entwicklung der Schulen in ihren jeweiligen Gebieten aufzustellen. Die Schulentwicklungspläne werden regelmäßig überprüft und im Abstand von fünf Jahren fortgeschrieben. Die Schulentwicklungspläne müssen dem Bildungsministerium zur Genehmigung vorgelegt werden.

Digitale Bildung: Mit „Calliope mini“ wird Programmieren ganz einfach

Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist erste Projektschule im Land

Schwerin – An der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin können Schülerinnen und Schüler künftig lernen, wie ein Computer programmiert wird. Die Landesregierung und das Datenverarbeitungszentrum (DVZ) Mecklenburg-Vorpommern haben heute Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern an der Regionalen Schule einen Klassensatz des Lerncomputers „Calliope mini“ überreicht. Die 25 Exemplare haben einen Wert von insgesamt 750 Euro und sind eine Spende des DVZ.

Minister Pegel in der Werner-von-Siemens-Schule, Foto: Henning Lipski

Minister Pegel in der Werner-von-Siemens-Schule, Foto @ Henning Lipski

„Der ‚Calliope mini‘ hat die Form eines Sheriffsterns und sieht aus wie das Innenleben eines Rechners“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Computer, was beim Programmieren vor sich geht. Wenn die Lehrer den ‚Calliope mini‛ im Unterricht einsetzen, tun sie genau das, was ich unter Medienbildung verstehe. Medienbildung ist mehr als eine reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Herumwischen auf dem Tablet. Genau dieses Ziel verfolgt das Land auch mit der Einführung eines Fachs Informatik und Medienbildung ab Klasse 7“, so Hesse.

„Was für Autos die Straßen, sind für Computer die Netze“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel. „Wir treiben deshalb die Vernetzung voran. In drei bis vier Jahren kann jeder von jedem Ort in Mecklenburg-Vorpommern mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Netz surfen“, so Pegel. 1,3 Milliarden Euro ständen dafür an Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln bereit.

„Es gibt heute keine Branche mehr, die auf IT und moderne Technologien verzichten kann. Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft muss es sein, Kindern frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Computern zu vermitteln“, sagte der Geschäftsführer des DVZ, Hubert Ludwig. „Im Vordergrund steht dabei ganz klar das aktive Gestalten und Erleben der digitalen Welt. Als Calliope-Projektpartner suchen wir Firmen, die unser Vorhaben unterstützen, allen Schulen des Landes mindestens einen Klassensatz des ‚Calliope‛ für den fächerübergreifenden Unterricht zur Verfügung zu stellen“, so Ludwig.

Der Lerncomputer „Calliope mini“ ist benannt nach einer Tochter von Zeus, der Muse der Wissenschaft. Mit ihm soll Programmieren im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht werden. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen Bluetooth-fähigen Prozessor und einen integrierten Lautsprecher.

Minister Pegel und Wirtschaftsrat auf Informationsreise im Musterland Estland

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Energie- und Digitalisierungsminister Christian Pegel bricht heute (Mittwoch) zu einer dreitägigen Unternehmerreise nach Estland auf. Begleitet wird er von einer Delegation aus Unternehmern, Oberbürgermeistern, Landräten, Verwaltungsexperten und Wissenschaftlern.

„Estland ist in Europa führend in der Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen. Deshalb wollen wir uns vor Ort informieren, wie das Land den Wandel geschafft hat und welche Konsequenzen wir daraus für Mecklenburg-Vorpommern ziehen können“, sagte Christian Pegel zu Beginn der Reise. „Diese Erkenntnisse wollen wir nutzen für die bereits begonnene eigene digitale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Möglicherweise können wir diesen Weg der Digitalisierung unserer Verwaltung in enger Kooperation mit Estland vorantreiben.“

„Die Digitalisierung wird Staat und Verwaltung, Unternehmen, Schulen und Hochschulen sowie weite Bereiche des tägliche Lebens weiter verändern“, sagte Andreas Mau, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates der CDU Mecklenburg-Vorpommern, der den Minister begleitet. „Durch das neue Datennetz tun sich neue Chancen wirtschaftlicher Tätigkeit und öffentlicher Dienstleistung auf“, sagte Mau.

In Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands, präsentiert Stadtdirektor Jüri Mölder der Delegation mit Minister Christian Pegel die Digitalisierung der Stadtverwaltung. Außerdem besuchen sie das Unternehmenszentrum Spark und das Spark MasterLab im Wissenschaftspark der Stadt. Auf dem Programm stehen auch Gespräche mit der Wirtschaftsförderungsagentur Enterprise Estonia in der Hauptstadt Tallinn und der „BLRTGrupp“, der größten privaten Industrieholding des Landes. Am Freitag empfängt der Vizepräsident des estnischen Parlaments, Taavi Röivas, die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern.

In Estland haben alle Bürgerinnen und Bürger seit dem Jahr 2000 ein Grundrecht auf einen Internetzugang. Grundlage der digitalisierten Verwaltung ist die 2001 gestartete dezentralisierte Online-Plattform X-Road, über die inzwischen rund 1000 Institutionen eingebunden sind. Die Esten können darüber zum Beispiel Ausweise und andere Dokumente online beantragen, Unternehmensgründungen anmelden und seit 2005 auch online wählen.

Badewasserkarte 2017 Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – In Schwerin hat der Wirtschafts- und Gesundheits-Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) die Badewasserkarte 2017 vorgestellt. „Saubere Badegewässer sind wichtig für uns als Einheimische und vor allem auch für unsere Gäste, die Urlaub bei uns in Mecklenburg-Vorpommern machen. Umso mehr freue ich mich, dass die Qualität des Badewassers in Mecklenburg-Vorpommern mit zu der besten Badewasserqualität in Deutschland gehört. Touristen und Einheimische können sich auch in diesem Jahr auf einen Badeurlaub bei uns im Land freuen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Dienstag.

Deutschland hat insgesamt, nach Zypern, Malta, Griechenland, Italien und Kroatien, die meisten Badegewässer, die in Europa mit über 90 Prozent als ausgezeichnet und gut eingestuft sind. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr 493 Badestellen mit insgesamt 2.604 Badegewässerproben analysiert. In 11 Proben wurden die Höchstwerte für Indikatorkeime (E.coli und Enterokokken) überschritten; allerdings waren die Nachproben unauffällig. Im Ergebnis sind 479 (97,5 Prozent) Badestellen als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden (89,5 Prozent „ausgezeichnet“).

Die Bewertungen basieren auf einem statistischen Mittelwert der Wasserproben aus den jeweils vergangenen vier Jahren. Das heißt, eine Badestelle, die im Jahr 2016 als mangelhaft eingestuft wurde, kann durchaus großartiges Badewasser haben. 11 Badestellen erhielten ein „ausreichend“, lediglich drei Badegewässer wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Wann eine Badestelle als „mangelhaft“ eingestuft wird, ergibt sich aus den Richtlinien der Europäischen Union.

Nach einer Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus (2016) entscheidet sich die Mehrzahl der Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Landschaft und Natur mögen (71,9 Prozent); die gute Luft und das gesunde Klima genießen wollen (59,6 Prozent); die Erholungsmöglichkeiten nutzen (53,1 Prozent) und weil die Gäste die Strand-(-bäder) und Bademöglichkeiten sowie die Seen sehr schätzen (50 Prozent). „Das legt die Messlatte an die Badewasserqualität unseres Urlaubslandes hoch. Wer in Mecklenburg-Vorpommern baden will, erwartet Badewasser in hoher Qualität in unseren Seen und an der Ostsee. Diesen Erwartungen gilt es gerecht zu werden. Deshalb werden jährlich über 170 Badestellen an rund 1.700 Kilometern Ostseeküste sowie etwa 320 Badestellen an ca. 250 Seen untersucht. Das trägt dazu bei, dass wir uns unverändert guten Gewissens auch jedes Jahr neu als Badeland touristisch empfehlen können“, sagte Rudolph.

Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent.

Staatssekretär Rudolph dankte den Kommunen und allen Partnern, die durch ihr Engagement dafür Sorge tragen, dass eine hohe Wasserqualität als Voraussetzung für gutes Badewasser vorhanden ist, die Badestellen gepflegt sind und dass die Badegewässer regelmäßig überprüft werden. Zugleich wies er darauf hin, dass Urlauber und Einheimische für die eigene Sicherheit unbedingt auf die Einhaltung der Baderegeln und vor allem auf die Beflaggung am Strand achten sollten, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. „Unsere Gäste sollen ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern genießen und erholt nach Hause zurückkehren, um mit Freude wiederzukommen. Es ist aus diesem Grund unabdingbar, auf die Baderegeln zu achten und vor allem den Hinweisen der Rettungsschwimmer zu folgen. Das kann Leben retten“, sagte Rudolph.

Die Ergebnisse sind auf der Badegewässerkarte auf dem Regierungsportal, der Internetseite des Wirtschaftsministeriums, einsehbar (http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/badewasserkarte/).

Zu jeder untersuchten Badestelle ist ein Kurzprofil hinterlegt, das die wichtigsten Informationen zusammenfasst, unter anderem auch Hinweise zu behindertengerechten Badegewässern. Unter http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/gesundheitsland-mv/badewasser/ führt ein Link zur Badewasser-App, die in den gängigen Stores zum Download bereitsteht. Die Informationen werden ständig aktualisiert.

Die Badewasserproben werden in der Zeit vom 01. Mai bis zum 10. September jeden Jahres alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter bei einer Mindestwassertiefe von einem Meter 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche entnommen. Das Wasser wird dann auf gesundheitliche Parameter wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Die Sichttiefe und der pH-Wert des Wassers spielen ebenso eine Rolle. Wird bei einer Probe der Höchstwert nach Badegewässerlandesverordnung überschritten, wird umgehend eine Nachprobe entnommen und geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen werden muss.