Klimafreundlicher Linienbus

Greifswald – Heute nimmt Verkehrsminister Christian Pegel mit Thomas Prauße, Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald, an der Übergabe eines Linienbusses mit „Natural Gas Technology“ teil. Die Landesregierung hat die Anschaffung des klimafreundlichen Busses mit Fördermitteln in Höhe von 130.000 Euro unterstützt. Die Förderung erfolgte gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern.

Der neue Bus kann sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas, einem Produkt aus erneuerbaren und abbaubaren Stoffen, betrieben werden und fährt damit nahezu kohlenstoffdioxidneutral. Diese Antriebstechnologie stellt eine Alternative zum klassischen Dieselantrieb dar. Das Fahrzeug soll mindestens 30.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung betrugen 318.000 Euro. 188.000 Euro finanzierte die Universitäts- und Hansestadt aus Eigenmitteln.

Über die Richtlinie wird seit 2013 die Neubeschaffung von Bussen gefördert. In der Regel wird jedes Fahrzeug mit maximal 100.000 Euro gefördert. Bei alternativen Antrieben liegt die Höchstförderung bei 130.000 Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung verbindet mit den Förderungen die Erwartung, dass mit den neuen Bussen die Attraktivität und insbesondere der Ausbau eines barrierefreien ÖPNV-Angebots nachhaltig verbessert werden.

Kinder beobachten das Leben der Insekten

WEMAG überreicht im Rahmen ihrer Kita-Aktion mit Sozialministerin Drese ein naturnahes Geschenk

Pampow – Die Bremer Stadtmusikanten erhalten spätestens im nächsten Frühjahr tierischen Zuwachs. Dafür sorgt das neue Insektenhotel, das Dr. Diana Kuhrau von der WEMAG zusammen mit Sozialministerin Stefanie Drese zum Auftakt der diesjährigen Kita-Aktion des Energieversorgers der Kindertagesstätte „Bremer Stadtmusikanten“ in Pampow überreicht hat. Passend dazu gab es eine Broschüre „Siene – die Wildbiene“, die in Zusammenarbeit der Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe entwickelt wurde. Darin wird anschaulich das Leben der Wildbienen und deren Gewohnheiten beschrieben. Mit leuchtenden Augen nahmen die Kinder die Geschenke entgegen und bedankten sich mit einem Adventslied.

In dem etwa einen Meter hohen Insektenhotel finden neben den Wildbienen auch kleine Wespenarten, Spinnen und Ohrenkneifer einen geeigneten Platz für ihre Nester. Es wurde detailreich aus Holz gebaut und liebevoll bemalt von Mitarbeitern der Lewitz-Werkstätten gGmbH aus Parchim, einem langjährigen Partner der WEMAG. Hier fertigen Menschen mit Behinderungen jedes Jahr praktische und langlebige Holzprodukte für die Kita-Aktion des kommunalen Energieversorgers an. „Damit unterstützen wir die heimische Wirtschaft und geben den Kindertagesstätten in der Region ein hochwertiges Geschenk mit Mehrwert“, sagte die Pressesprecherin der WEMAG-Unternehmensgruppe, Dr. Diana Kuhrau. Das Insektenhotel sei auch ein symbolisches Zeichen für das Engagement des Öko-Energieversorgers im Bereich Umwelt- und Naturschutz.

Sozialministerin Stefanie Drese und WEMAG-Pressesprecherin Dr. Diana Kuhrau (v.l.) beschenken die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte „Bremer Stadtmusikanten“ in der Gemeinde Pampow. Foto@WEMAG/Anne Jüngling

Sozialministerin Stefanie Drese, die bereits zum vierten Mal in Folge diese Aktion mit eröffnet, lobte die sinnvolle Auswahl der Geschenke. „Im vergangenen Jahr haben wir ein Vogelhaus geschenkt. Dieses Mal ist es ein Insektenhotel. Die Kinder können hier jeden Tag das Leben im Hotel beobachten. So lernen sie, dass die Natur unsere Hilfe braucht“, erklärte Drese. „Dieser Zugang zur frühkindlichen Bildung in der Kindertagesförderung ist sehr wichtig. Damit die Teilhabe nicht am Einkommen scheitert, bezahlen Eltern in Mecklenburg-Vorpommern daher ab 2020 keine Beiträge mehr in Krippe, Kita, Hort oder Kindertagespflege.“

Die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte „Bremer Stadtmusikanten“ sind themenbezogen gestaltet. Hier werden die Kinder zu kleinen Forschern, Bauherren, Künstlern, Schauspielern und Athleten. Und wenn es drinnen langweilig wird, geht es nach draußen auf das weite Gelände. Schutz bietet dabei der Laubengang – ganz gleich ob es regnet oder die Sonne scheint.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, führt die WEMAG auch in diesem Dezember ihre Tradition fort und beschenkt im Rahmen der Kita-Weihnachtsaktion fast 200 Kindertagesstätten in der Region mit hochwertigem Holzspielzeug. Dazu schwärmen in der Vorweihnachtszeit zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energieversorgers aus und verteilen die Geschenke. Die Aktion jährt sich zum 23. Mal.

10 Jahre Wirtschaftsbotschafter M-V

Insel Usedom – Zehn Jahre Wirtschaftsbotschafter Mecklenburg-Vorpommern – Wirtschaftsminister Harry Glawe dankt anlässlich des Jubiläums beim jährlichen Treffen der Wirtschaftsbotschafter im Ostseebad Heringsdorf den Unternehmern für ihr Engagement. Wirtschaftsbotschafter sind Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die bei interessierten Unternehmen für Mecklenburg-Vorpommern als Investitionsstandort werben.

„Unsere Wirtschaftsbotschafter sind authentische Repräsentanten des Landes. Sie werben aus Überzeugung und aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen für Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Investitionsstandort. Diese wertvollen Botschaften tragen dazu bei, die heimische Wirtschaft zu stärken und das Land national und international noch bekannter zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Veranstaltung wurde von der Landes-Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH organisiert.

Ziel des Netzwerkes der Wirtschaftsbotschafter ist es, über persönliche Kontakte zu Entscheidern in der nationalen und internationalen Wirtschaft weitere Ansiedlungen für Mecklenburg-Vorpommern zu erschließen und damit zur langfristigen Stärkung der hiesigen Wirtschaft beizutragen.

Auch die Ansiedlungsgespräche beispielsweise mit Nestlé und BvS Blechtechnik im Industriepark Schwerin sind durch Wirtschaftsbotschafter begleitet worden. Zudem begleiten die Wirtschaftsbotschafter Messen und Investorenveranstaltungen, beispielsweise auf der Medizintechnik-Messe MEDICA in Düsseldorf oder bei Investorenveranstaltungen im In- und Ausland.

Wirtschaftsminister Glawe hat im Ostseebad Heringsdorf einen weiteren Wirtschaftsbotschafter ernannt: Dr. Andreas Dikow, Geschäftsführer der Webasto Neubrandenburg GmbH und Vorstandsvorsitzender des Clusters automotive-mv e.V. Das Unternehmen Webasto entwickelt und produziert Dachsysteme, Cabrio-Dachsysteme und Standheizungen für Pkw sowie Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme für Lkw, Busse, Boote, Reisemobile und Sonderfahrzeuge. Webasto gehört zu den 100 größten Zulieferern der Automobilindustrie weltweit.

„Das Unternehmen Webasto ist in Neubrandenburg und der ganzen Region eine feste wirtschaftliche Größe. Es steht für Spitzenprodukte aus Mecklenburg-Vorpommern, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind“, sagte Glawe.

Für die im Jahr 2009 vom Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV gestartete Initiative „Wirtschaftsbotschafter MV“ engagieren sich mit dem neu ernannten Botschafter aktuell 78 Persönlichkeiten.

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an.

Künstlerstipendien 2020

Bewerbungen jetzt möglich

Schwerin – Das Land vergibt im kommenden Jahr Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien in den Bereichen Bildende Kunst/Fotografie, Darstellende Kunst/Tanzperformance, Musik/Komposition, Literatur und spartenübergreifende Vorhaben. Freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die sich bewerben wollen, müssen ihre Bewerbungen bis zum 15. Januar 2020 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin einreichen. Im kommenden Jahr stehen insgesamt 60.000 Euro für die Künstlerstipendien bereit.

„Viele Künstlerinnen und Künstler bei uns im Land leben von ihrer Kunst. Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Mit den Stipendien unterstützen wir sie für eine bestimmte Zeit finanziell und ermöglichen ihnen Freiräume, damit sie sich kreativ entfalten können. Die Künstlerstipendien sind eine besondere Form der Einzelkünstlerförderung. Sie kommen den Künstlerinnen und Künstlern direkt zu Gute und sind deswegen auch sehr begehrt. In diesem Jahr haben 14 Künstlerinnen und Künstler von einem solchen Stipendium profitiert“, erklärte Martin.

Die Stipendien werden in einem geregelten Bewerbungsverfahren vergeben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Künstlerinnen und Künstler ihren Sitz und Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich durch ihr künstlerisches Schaffen ausgewiesen haben. Bei einem Aufenthaltsstipendium können sie eine monatliche Unterstützung bis max. 2.000 Euro erhalten, bei einem Arbeitsstipendium sind es bis max. 5.000 Euro als Zuschuss in Form einer Festbetragsfinanzierung. Bei einem Reisestipendium handelt es sich um Zuschüsse in Höhe von bis zu max. 3.000 Euro. Sie sollen 50 Prozent der Gesamtausgaben, die zuwendungsfähig sind, nicht überschreiten.

Die aktuelle Ausschreibung für die Stipendien, Antragsformulare und Erläuterungen zur Ausschreibung finden Künstlerinnen und Künstler auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Bürgerschaftliches Engagement

Schwerin – „Rund 43 Prozent unserer Bevölkerung engagieren sich bürgerschaftlich. Wir sind laut dem Deutschen Freiwilligensurvey damit führend unter den neuen Bundesländern. Mein Dank gilt deshalb den mehreren hunderttausend Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfelds mitwirken und etwas bewegen“, betont Sozialministerin Stefanie Drese zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember.

Nach Ansicht von Ministerin Drese hat in Mecklenburg-Vorpommern sich eine Kultur der Beteiligung und eine zivile Bürgergesellschaft entwickelt, der es nicht gleichgültig ist, was passiert.

„Ganz gleich, ob sich Bürgerinnen und Bürger in einer politischen Interessenvertretung, in Projekten der Kinder-, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit, im Kultur- und Umweltbereich, in der Nachbarschaft oder in einer Freizeitinitiative engagieren, viele ihrer Projekte sind aus dem kommunalen Leben in unserem Land nicht mehr wegzudenken“, so Drese.

Für viele ehrenamtlich Aktive sei ihr Engagement etwas ganz Selbstverständliches und Alltägliches. Drese: „Dabei leisten sie mit ihrem persönlichen Engagement einen unersetzbaren Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Das verdient ein großes Dankeschön und allerhöchsten Respekt.“

Wichtiges Ziel der Landesregierung ist es nach Aussage von Drese, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für aktive Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und Maßnahmen der Anerkennung auszubauen. „Mit der im kommenden Jahr startenden landesweiten Ehrenamtskarte wollen wir das bürgerschaftliche Engagement zusätzlich würdigen“, so Drese.

Mehr Frische geht nicht

Landesforst M-V startet Weihnachtsbaumverkauf

Schwerin – Weihnachtsbäume vom Förster können ab Samstag, dem 7. Dezember 2019, in allen 29 Forstämter der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern erworben werden.

„Nahezu in jedem Forstamt besteht die Möglichkeit den Weihnachtsbaum nicht nur selbst auszuwählen, sondern auch selbst zu schlagen. Die Weihnachtsbäume aus den Forstämtern punkten durch ihre Frische und Regionalität. Auch die die zugelieferten Weihnachtsbäume stammen aus M-V und werden einer strengen Qualitätskontrolle durch die hiesigen Förster unterzogen“, betonte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald.

Die Nordmann-Tanne sei der Spitzenreiter unter den Weihnachtsbäumen, sagte er weiter. Es folgten im weiten Abstand die Küstentanne, Fichte und Kiefer. Was die Form des Weihnachtsbaumes angeht, variierten die Meinungen. Sowohl der etwas lichtere als auch der dichte Weihnachtsbaum fänden ihre Liebhaber. Auch der Grünton werde ganz unterschiedlich als schön empfunden. Entscheidend sei die Größe: Am beliebtesten seien Bäume zwischen zwei und 2,5 Metern.

In 2018 hat die Landesforst M-V rund 25.000 Weihnachtsbäume verkauft, informierte Buchwald. Sie seien je nach Baumart und Größe in der Regel liegt das Alter zwischen 8 und 15 Jahren alt. Deutschlandweit würden jährlich rund 23 Millionen Weihnachtsbäume verkauft.

Viele Menschen fragen sich, ob es ökologisch überhaupt vertretbar ist, sich einen Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer zu stellen. Dazu Buchwald: „Neben zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen ist ein Baum vom nächstgelegenen Forstamt die beste Alternative. Die meisten Weihnachtsbäume wachsen auf Plantagen oder in dafür vorgesehenen Gattern und werden somit nicht der Verjüngung des Waldes entrissen. Weiterhin speichert auch ein so kleiner Baum erhebliche Mengen klimaschädliches Kohlenstoffdioxid. Dieses bleibt auch im Holz gebunden, wenn der Baum bei den Menschen zu Hause steht.“

Viele Forstämter bieten Besuchern neben dem Weihnachtsbaumverkauf auch ein vorweihnachtliches Rahmenprogramm, sagte der Staatssekretär. Auf eigens organisierten Weihnachtsmärkten können Schmuckreisig, Brennholz oder kulinarische Besonderheiten erworben werden. So vermarkte die Landesforst MV Wildbret von Reh, Wildschwein, Rot- und Damwild – küchenfertig vorbereitet oder weiterveredelt.

Generell könnten verarbeitete Wildprodukte stetig in den Forstämtern Torgelow, Schildfeld, Neu Pudagla, Bad Doberan und Stavenhagen/ Ivenacker Eichen erworben werden, unterstrich Buchwald. Ganze Wildtiere würden – solange der Vorrat reicht – in jedem Forstamt verkauft. Jedes Stück Wild werde durch den extra dafür geschulten Jäger begutachtet. Alle verarbeiteten Wildprodukte die unter dem Siegel „Wild vom Förster“ verkauft werden, würden zuvor einer amtlichen Fleischbeschau durch die zuständige Veterinärbehörde unterzogen. Bei Schwarzwild erfolge gleichzeitig auch die sogenannte Trichinen- Untersuchung.

„Die Nachfrage an Wild steigt, vor allem in den Städten. Dennoch bleibt es ein exklusives Lebensmittel, das nicht jeden Tag verzehrt wird. Somit ist es perfekt für das besondere Weihnachtsmahl“, sagte Buchwald abschließend.

EU-Schulprogramm

Aufruf zur Teilnahme im Schuljahr 2020/21

Schwerin – Das EU-Schulprogramm, an dem sich Mecklenburg-Vor­pommern im Schuljahr 2017/2018 erstmalig beteiligte, geht in eine neue Runde. Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus ruft alle Grund- und Förderschulen sowie die Regionalen und Gesamtschulen auf, sich mit den Klassenstufen 1 bis 4 um die Teilnahme an dem EU-geförderten Programm im Schuljahr 2020/21 zu bewerben. Im Schuljahr 2019/20 nehmen in Mecklenburg-Vorpommern 119 Schulen mit etwa 18.660 Kindern teil.

Das Programm verfolgt das Ziel, den Obst-, Gemüse- und Milchverbrauch von Kindern zu erhöhen. Mit der kosten­losen Bereitstellung je einer Portion frischer Milch sowie frischem Obst oder Gemüse pro Schulwoche an den Bildungseinrichtungen sollen die Schüler/-innen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise angeregt werden. Außerdem werden unterstützende pädagogische Begleit­maßnahmen angeboten, die ebenfalls aus dem Programm finanziert werden. Konkret geht es darum, Wissen rund um eine gesunde Ernährung zu vermitteln und einen Einblick in die Aufgaben und Leistungen der Landwirtschaft, insbesondere in die Erzeugung von Nahrungsmitteln, zu geben.

Eine Bewerbung für das Programm ist bis zum 31. Januar 2020 beim Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V einzureichen. Im Anschluss erfolgt die Auswahl der teilnehmenden Schulen für das Schuljahr 2020/21 anhand bestimmter Kriterien. So sollten die Schulen neben der Ernährung auch andere gesundheitsbezogene Maßnahmen in ihrem Konzept berücksichtigt haben. Sobald die teilnehmenden Schulen feststehen, werden in einem Interessenbekundungsverfahren die Lieferanten ermittelt, die die Schulen mit frischer Milch und regionalem Obst und Gemüse beliefern.

Informationen und Bewerbungsunterlagen unter: www.lm.regierung-mv.de/eu-schulprogramm

Straßenbeleuchtung mit LED-Technik

Bützow – Die Stadt Bützow erhält vom Energieministerium 54.752,93 Euro (Fördersatz 50 Prozent) Zuschuss für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik im Bereich Karl-Marx-Straße/Kindergarten/Wismarsche Straße/Sandkrug.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 20 Natrium- und Quecksilberdampfleuchten werden durch ebenso viele Leuchten mit LED-Technik inklusive Maste und tausend Meter Kabel ersetzt. Zusätzlich werden acht neue Leuchten für eine bessere Ausleuchtung errichtet.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit die Kosten zu senken. Neben einer Einsparung von ca. sieben Kilowattstunden Strom können rund sechs Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden.

Schneller Datenaustausch für den Ernstfall

Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken Katastrophenvorsorge

Schwerin – Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg und die WEMAG-Netzleitstelle verstärken ihre Katastrophenvorsorge und arbeiten jetzt noch enger zusammen. Dafür hat in den vergangenen zwei Jahren eine Arbeitsgruppe die Schnittstellen der Datensysteme so angeglichen, dass wichtige Informationen schnell ausgetauscht werden können. Ziel ist es, in schwierigen Situationen, wie zum Beispiel bei einem Sturm oder einem flächendeckenden Stromausfall, gemeinsam noch schneller reagieren zu können.

„Die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg erhält automatisch aus der WEMAG-Netzleitstelle Daten über die vom Stromausfall betroffenen Anlagen. So wissen die Rettungskräfte, welche Ortschaften beispielsweise nach Stürmen spannungslos sind. Im Gegenzug erhalten wir bei Bränden an elektrischen Anlagen oder gemeldeten Schäden an Freileitungen von der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg alle Einsätze mit Koordinaten“, erklärte WEMAG-Vorstand Thomas Murche. „Da unser Netzgebiet nahezu identisch mit dem der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg ist, lag die Zusammenarbeit auf der Hand. So stärken wir gemeinsam die Region und geben der Gemeinschaft mehr Sicherheit“, ergänzte Thomas Murche.

„Im Störungs-, Katastrophen- oder Krisenfall ist es für unsere Rettungskräfte wichtig, schnell Informationen über abgeschaltete Anlagen zu haben. Schon allein vor dem Hintergrund, dass dann die Alarmierung der freiwilligen Feuerwehren und die Warnung der Bevölkerung eingeschränkt ist“, sagte Markus Holtz, stellvertretender Leiter der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg. Zu den Vorteilen des neuen Datenaustauschsystems gehöre es auch, dass bei größeren Stromausfällen beispielsweise Dialysepatienten gezielt evakuiert werden könnten. Außerdem habe die Feuerwehr etwas mehr Spielraum, da im Ernstfall die Telefonleitungen häufig überlastet sind.

„Es ist ein deutliches Signal, wenn zwei Institutionen der kritischen Infrastruktur enger zusammenarbeiten. Das stärkt zugleich das gegenseitige Verständnis und Vertrauen, was in schwierigen Situationen von entscheidender Bedeutung sein kann“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier bei der Vorstellung des Systems in der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg.

Neue Schwerpunktstaatsanwaltschaften in M-V

Schwerin – Ab Januar 2020 werden bei den Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern vier weitere Schwerpunktstaatsanwaltschaften eingerichtet. Das haben Justizministerin Katy Hoffmeister und Generalstaatsanwältin Christine Busse auf der Landespressekonferenz vorgestellt:

  • Bei der Staatsanwaltschaft Rostock wird eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Straftaten im Gesundheitswesen eingerichtet.
  • Bei der Staatsanwaltschaft Stralsund wird es eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von organisiert und bandenmäßig begangenen Eigentums- und Vermögensdelikten geben.
  • Eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft bei der Staatsanwaltschaft Schwerin wird zur Bekämpfung von Straftaten betreffend Land- und Forstwirtschaftssachen organisiert.
  • Die vierte Schwerpunktstaatsanwaltschaft wird bei der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg entstehen. Sie wird sich mit Wehrstrafsachen befassen.

Justizministerin Katy Hoffmeister lobt das Konzept der Generalstaatsanwältin: „Die Staatsanwaltschaften müssen sich immer neuen Herausforderungen stellen. Die Errichtung der vier neuen Schwerpunktstaatsanwaltschaften ermöglicht die weitere Spezialisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In bestimmten Kriminalitätsbereichen werden die Sach- und Rechtsfragen zunehmend komplexer und komplizierter und erfordern häufig noch mehr spezifische Kenntnisse. Eine spezialisierte Einheit kann viel effektiver arbeiten. Effektives Arbeiten sollte stets unser Ziel sein.“

Generalstaatsanwältin Christine Busse: „Eine effektive Strafverfolgung setzt auch voraus, dass wir als Strafverfolgungsbehörden aktuelle Entwicklungen stets im Blick behalten und entsprechend darauf reagieren. In den letzten Jahren haben sich in einigen Kriminalitätsfeldern nachhaltige Veränderungen gezeigt, die besondere Herausforderungen mit sich bringen. Dazu gehören zum Beispiel vermehrt auftretende Fälle von Trickbetrug und Einbruchsdiebstahl, die auf organisiert handelnde Tätergruppierungen zurückzuführen sind. Wir beobachten vermehrt Probleme im Zusammenhang mit der zunehmend erforderlich werdenden Pflege kranker oder sonst pflegebedürftiger Menschen.

Mit der steigenden Zahl der damit befassten Unternehmen steigt auch die Zahl der Fälle, in denen nicht korrekt abgerechnet wird oder abgerechnete Leistungen nicht oder nicht richtig erbracht werden. Das führt zu erheblichen finanziellen Schäden und teilweise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen pflegebedürftiger Personen. Auch die immer komplizierter werdenden tatsächlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Erzeugung von Lebensmitteln führen vermehrt zu Rechtsverstößen, auch von strafrechtlicher Relevanz. Aus diesen können wiederum Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher oder auch unberechtigt bezogene Subventionen entstehen. Des Weiteren nehmen die Angriffe auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe mit zum Teil erheblichen und im Einzelfall existenzbedrohenden Schäden zu. Diesen und anderen komplexen Konstellationen begegnen wir unter anderem mit den neu eingerichteten Schwerpunktstaatsanwaltschaften.“

Bislang existieren drei Schwerpunktstaatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Bei der Staatsanwaltschaft Rostock zur Bekämpfung der Informations- und Kommunikationskriminalität.
  • Eine weitere Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus, ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft Rostock.
  • Bei den Staatsanwaltschaften Rostock und Schwerin sind zudem Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftsstrafsachen eingerichtet.

Sanierung in der Sporthalle

Burg Stargard – Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten infolge eines Wasserschadens steht die Zweifeldhalle seit Oktober diesen Jahres wieder für den täglichen Schul- und Vereinssport zur Verfügung.

Mit einer Sonderbedarfszuweisung vom Innenministerium i.H.v. 102.000 EUR und einem verbleibenden Eigenanteil von 34.000 EUR der Stadt Burg Stargard, sind die Gesamtkosten i.H.v. 136.000 EUR abgesichert.

Im April 2019 konnte die Zweifeldhalle aufgrund eines Wasserschadens im Randbereich der Halle nicht mehr genutzt werden. Die Schließung der Sporthalle war notwendig, da durch eine Schadensermittlung vor Ort festgestellt wurde, dass der Unterboden durchfeuchtet und mit schädlichem Schimmel befallen war und somit der gesamte Fußboden komplett erneuert werden musste.

Aufgrund der Dringlichkeit wurde deshalb schnell mit der Sanierung begonnen, die nach den Oktoberferien und damit zum Schulbeginn abgeschlossen werden konnte. Der Sportunterricht konnte während des Sanierungszeitraums durch die gute Wetterlage im Sommer draußen durchgeführt werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Stadt an dieser Stelle mit Fördermitteln unterstützen können und der Schulsport in der Zweifeldhalle abgesichert ist. Für Schülerinnen und Schüler ist eine funktionsfähige Sporthalle genauso wichtig wie in der Freizeit für den Vereinssport“, so Innenminister Lorenz Caffier. Der Bewilligungsbescheid wurde dem Bürgermeister der Stadt zugesandt.

Umgestaltung der Großen Kirchen-/Baustraße

Pasewalk – Mit Städtebaufördermitteln in Höhe von knapp 700.000 Euro unterstützt das Landesbauministerium die Umgestaltung der Großen Kirchenstraße/Baustraße im Sanierungsgebiet „Altstadt“ der Stadt Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen ca. 1,1 Millionen Euro.

Die Straßen einschließlich Nebenanlagen sollen grundhaft ausgebaut werden. Zudem sollen Regenentwässerung und Schmutzwasserkanal erneuert werden. Straßenbegleitend werden Stellplätze geschaffen. Die Stadtwerke Pasewalk wollen im Zuge der Baumaßnahme freiwillig Leerrohre für den Breitbandausbau mitverlegen.

Das Bauvorhaben wird voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen und soll im dritten Quartal 2020 abgeschlossen sein.

Fördermittel für Bunkerwarte

Peenemünde – Die ehemalige Bunkerwarte ist integraler Bestandteil der musealen Anlage des Historisch- Technischen Museums (HTM) Peenemünde. Die erheblichen Witterungsschäden haben die Gebäudesubstanz stark angegriffen und gefährden den Besucherverkehr. Im Rahmen der umfangreichen Sanierung und Modernisierung anderer Bereiche des HTM, die mit Bundesmitteln gefördert werden, soll auch die ehemalige Bunkerwarte erhalten und schrittweise saniert werden.

Die Sanierung des Hauptdaches ist inzwischen abgeschlossen. Als Folgemaßnahme sollen die Deckensanierung, die Beseitigung der Feuchteschäden und die Sanierung der Außentreppe folgen. Diese Maßnahmen sind notwendig und erforderlich, um den sicheren Besucherverkehr zu gewährleisten.

Bereits Anfang des Jahres übergab Innenminister Lorenz Caffier zwei Förderbescheide an die Gemeinde des Landkreises Vorpommern-Greifswald für die Sanierung des Trafoanbaus im Historisch-Technischen Museum Peenemünde und für die Ausstattung der Feuerwehr. „Auch das ist wieder ein Beleg dafür, dass die Landesregierung die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde im Blick hat und Projekte mit wirtschaftlichen und touristischen Perspektiven unterstützt, so Innenminister Lorenz Caffier.

European Broadband Awards 2019

WEMACOM Breitband GmbH gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie Servicequalität

Brüssel/Schwerin – Die Europäische Kommission vergibt auch in diesem Jahr die European Broadband Awards. Damit sollen herausragende öffentliche und private Projekte zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur und zur Bereitstellung von Hochgeschwindigkeits-Internet für die Bürger in Europa ausgezeichnet werden. Eine von der EU-Kommission nominierte Jury aus internationalen Experten hat die Projekte bewertet und ausgewählt. Die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 2. Dezember 2019 ausgezeichnet und ihre Projekte auf den Breitbandtagen in Brüssel vorgestellt.

Die WEMACOM Breitband GmbH hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag vom Landkreis Ludwigslust-Parchim für den aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln geförderten Breitbandausbau in 3 Clustern erhalten. Das Schweriner Unternehmen hat sich mit seinem ersten Breitbandprojekt für den Preis beworben und gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie 5 „Quality and affordability of services“. In dieser Kategorie starten Projekte, die sich auf das Bereitstellen einer hohen Servicequalität für die Endkunden spezialisiert haben.

„Dass wir gleich mit unserem ersten Breitbandprojekt überhaupt zu den besten Unternehmen in ganz Europa zählen, macht mich sehr stolz. Das ist ein Verdienst aller Mitarbeiter sowie der beteiligten Unternehmen und Behörden“, sagte Volker Buck. Dabei hob er insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hervor. „Wir haben hier gemeinsam in einer Geschwindigkeit und Professionalität Neuland beschritten, dass ich mich heute frage, wie wir das geschafft haben“, so der Geschäftsführer der WEMACOM Breitband GmbH.

„Ich finde es gut, dass wir unser Konzept eines zukunftsfähigen Gigabit-Netzes in unserem sehr ländlichen Landkreis mit dem regionalen Telekommunikationsunternehmen partnerschaftlich umsetzen können. Die Auszeichnung ist eine wunderbare Bestätigung für den von uns eingeschlagenen Weg“, gratuliert auch Stefan Sternberg, Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim.

Die WEMACOM Breitband GmbH und die WEMAG AG haben die Vertriebsaktivitäten im Landkreis Ludwigslust Parchim gemeinsam gestaltet. Dazu zählten Gemeindevertretersitzungen, rund circa 30 Einwohnerversammlungen in allen förderfähigen Gemeinden, Aushänge in den Schaukästen der Gemeinden, der Versand von Vertragsunterlagen und Erinnerungen per Post innerhalb der Planungs- und Bauphase, Bürgersprechstunden, Kundenservice, der Einsatz von Medienberatern vor Ort, Plakataktionen, Social-Media-Kampagnen und Anzeigen. Im Fokus stand und steht immer der enge Kundenkontakt.

Die Herausforderung des Projekts bestand im Glasfaserausbau in drei ländlich geprägten Ausbaugebieten des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Diese bildeten den Auftakt für den flächendeckenden Glasfaserausbau im Landkreis, der mit seiner Fläche von 4.750 km² der zweitgrößte Landkreis in Deutschland ist. In den drei Clustern wurden die Voraussetzungen geschaffen, rund 11.400 förderfähige Hausanschlüsse mit Glasfaser bis in die Wohnung (Fiber to the Home) versorgen zu können.

In nur 24 Monaten wurden bei 650 Kilometer Trassenbau circa 1.600 Kilometer Leerrohr und etwa 2.900 Kilometer Glasfaserleitung verbaut. Auf sechs Monate für Planung und Genehmigung folgten 18 Monate für den Bau. Die WEMACOM baut auch die weiteren 13 Cluster im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit entsprechenden 2.400 Kilometern Trasse für rund 30.000 förderfähige Glasfaser-Hausanschlüsse aus. Zusammen mit dem angrenzenden Landkreis Nordwestmecklenburg (rund 2.000 Kilometer Trassenbau und circa 40.000 Haushalte) errichtet die WEMACOM auf insgesamt 6.800 km² ein zusammenhängendes Glasfasernetz.