Zusätzliche Förderzusage für Kreisstraße VG 107

Anklam – Infrastrukturminister Christian Pegel hat den Landkreis Vorpommern-Greifswald mit einem Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Kreisstraße VG 107 Völschow-Kartlow-Kruckow überrascht. Bei der Übergabe von Förderbescheiden in Anklam für den Breitbandausbau konnte Landrätin Dr. Barbara Syrbe den Bescheid in Höhe von rund 726.000 Euro entgegennehmen. Das sind 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von ca. 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen mehr als 1,5 Millionen Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant im Bereich der Gemeinde Völschow und der Stadt Jarmen den grundhaften Ausbau der Kreisstraße VG 107 in Asphaltbauweise auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern in einer Breite von sechs Metern von der Landesstraße L 35 bis zum Ortsausgang Wilhelminenthal. Auch die Straßenentwässerung wird erneuert. Zudem werden als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme 46 Laubbäume gepflanzt.

Die Kreisstraße VG 107 stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Landesstraße L 35 und der Bundesstraße B 110 dar. Die Straße ist sehr uneben, hat viele Flickstellen, Risse und ist an einigen Stellen abgesackt.

Last Minute-Aktion für Ausbildungsplätze

Schwerin – Ausbildungsplatz oder Azubi gesucht? Bei beidem können wir helfen. Im Rahmen der Kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) ist die Last Minute-Aktion für einen Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. „Wer jetzt noch einen Ausbildungsplatz sucht, kann dies aktiv auf durchstarten-in-mv.de tun. Firmen bekommen die Möglichkeit, ihre aktuell noch freien Ausbildungsplätze bei uns zu melden und kostenfrei deutlich sichtbar auf unserer Kampagnenseite zu platzieren. Die Vielfalt der Angebote wächst für die Jugendlichen mit jedem Tag. Nutzt die Chance für eine Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Der Karrierestart kann in der Heimat erfolgen“, appellierte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. Die Last Minute-Aktion läuft bis zum Ende der Sommerferien. „Wir haben jetzt schon eine große Resonanz. Es sind schon über 321 Last Minute-Angebote eingestellt. Rund 155 Unternehmen nehmen aktuell teil. So hoch war die Beteiligung noch nie zum Aktionsstart“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Neu ist der „Durchstarten in MV – Live-Chat“ (www.durchstarten-in-mv.de). Mittwochs können Ausbildungsinteressierte sowie Unternehmer ihre Fragen rund um das Thema Ausbildung loswerden. „Wir wollen damit ein zusätzliches Angebot auf den Weg bringen und direkt Unterstützung und aktive Betreuung anbieten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Geplant ist die aktive Chatbetreuung mittwochs zwischen 10:00 und 14:00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten ist auf der Internetseite ein Briefumschlag sichtbar , wo Nachrichten hinterlassen werden können.

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 4.909 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.448 unversorgte Bewerber gegenüber. „Viele Jugendliche verfügen oft über ungeahnte Fähigkeiten und Talente. Der Blick auf die Zeugnisnoten ist wichtig, sagt aber nicht zwingend alles über die potentiellen Qualitäten der Bewerberinnen und Bewerber aus“, so Glawe weiter. „Auch Unternehmen sind gefordert, Jugendlichen eine Chance zu geben. Das geht beispielsweise über das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, das Anbieten von Betriebspraktika und Ferienjobs. Dies sind auch Möglichkeiten, auf Ausbildungsberufe aufmerksam zu machen und sich gegenseitig kennenzulernen. Die frühzeitige Bindung von Azubis an das Unternehmen sichert langfristig den Fortbestand des Unternehmens“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter.

Die Last Minute-Aktion läuft bis zum Ende der Sommerferien am 03. September 2017. „Innerhalb der Last Minute-Aktion können die Ausbildungssuchenden mit einem besonderen Last Minute-Filter im Azubi-Atlas alle Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu vergeben haben“, sagte Glawe. Die Angebote sind mit dem Last Minute-Symbol, einem roten Wecker, deutlich sichtbar hervorgehoben.

Im Azubi-Atlas der Kampagne eingetragene Unternehmen können eigenständig ihre offenen Stellen markieren. Dort noch nicht vertretene Firmen sind in drei Schritten angemeldet. In ihren eigenen Profilen können sie ihr Logo, ein Foto und auch einen Film hochladen. Darüber hinaus können ausbildende Firmen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern alle Informationen und Kontaktdaten einstellen, mit denen sie potenzielle Azubis für sich gewinnen wollen. Im vergangenen Jahr gab es 300 Last Minute-Angebote, mehr als 150 Unternehmen haben an der mehrwöchigen Last Minute-Aktion teilgenommen. Über 1.300 Bewerbungsformulare wurden ausgefüllt.

Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit über 1.380 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in meiner Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 500 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden.

Weitere Informationen gibt es zur Last Minute-Aktion auch im Facebook- & Instagram-Kanal der Kampagne. Die Initiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt seit Oktober 2009 für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

BAMF-Leiterin Cordt zu Gast in Schwerin

Schwerin – Die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, und Integrationsministerin Stefanie Drese haben sich in Schwerin für eine noch stärkere Verzahnung der integrationsbegleitenden Angebote von Bund und Land ausgesprochen. „Eine gute und gelingende Integration braucht eine enge Abstimmung und den intensiven Dialog der Verantwortlichen“, so Cordt und Drese anlässlich des Besuchs der BAMF-Chefin in Mecklenburg-Vorpommern.

„Die Voraussetzungen für die Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben sich insbesondere bei Geflüchteten mit Bleibeperspektive in den letzten Monaten deutlich verbessert“, betonte Cordt. „Heute warten die Menschen weniger als zwei Monate auf ihre Entscheidung des Bundesamtes. Dies verkürzt auch die Wartezeit auf Integrations- und Sprachkurse und den anschließenden Zugang in den Arbeitsmarkt. Auch der Ausbau unserer Integrationskursangebote und deren Öffnung für Asylsuchende mit guter Bleibeperspektive sowie die Einführung der sogenannten Ausbildungsduldung sind wichtige Schritte dafür.“ Die nach Mecklenburg-Vorpommern geflossenen Integrationsmittel wurden laut BAMF-Präsidentin Cordt von 2015 auf 2016 von rund drei Millionen auf knapp zehn Millionen Euro mehr als verdreifacht. Im ersten Halbjahr 2017 sind bereits knapp sieben Millionen Euro nach Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Integrationsministerin Drese sprach sich für die Öffnung der grundlegenden Integrationsangebote und der berufsbezogenen Sprachförderung für alle Geflüchteten und Geduldeten mit Arbeitsmarktzugang aus. „Wenn wir die Integration in unsere Gesellschaft und den Arbeitsmarkt wollen, müssen wir die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen“, so die Ministerin. Das Land habe deshalb die Mittel für die Arbeitsmarktintegration von Migranten deutlich aufgestockt, u. a. für die Beratung im Integrationsbüro und die Begleitung von Migrantinnen und Migranten im Land auf dem Weg in Arbeit und Beruf. Auch insgesamt sind die Angebote der Migrationsberatung von Land und Bund inzwischen gut aufeinander abgestimmt. Das Netz ist dichter geworden. Im Jahr 2016 haben in Mecklenburg-Vorpommern 251allgemeine Integrationskurse und 60 Alphabetisierungskurse des Bundes begonnen.

Die bundesseitigen Angebote werden nach Angaben von Drese durch migrationsspezifische Beratungsangebote des Landes in Höhe von 500.000 Euro ergänzt. Hinzu kommen gut 500.000 Euro des Landes für Sprachkurse für Asylsuchende und Geduldete, die keinen Zugang zu den Integrationskursen des Bundes haben. Drese: „Hieraus sind im vergangenen Jahr 13 Landesprachkurse für jeweils 23 Teilnehmer/innen durchgeführt worden.“

Dahlemann: Erste Ergebnisse der Lenkungsgruppe Vorpommern

Schwerin – Die Landesregierung will ihre Aktivitäten im Landesteil Vorpommern künftig noch besser aufeinander abstimmen. Dazu wurde vom Kabinett am 6. Juni die Einrichtung einer „Lenkungsgruppe Vorpommern“ beschlossen, der die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre aller Ministerien angehören. Heute kam die Lenkungsgruppe zu ihrer ersten Sitzung zusammen.

Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann informierte anschließend über die Ergebnisse. „Wir sind vor allem bei einem Anliegen des Unternehmerverbandes Vorpommern vorangekommen. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiter die Ausbildungsbeihilfe für polnische Auszubildende gewährleisten. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn so ermöglichen wir insbesondere Unternehmen aus Vorpommern, auch polnische Azubis einzustellen und den Fachkräftebedarf zu sichern. Außerdem werden wir eine Bundesratsinitiative prüfen, damit dieses Problem, das es bundesweit in den Grenzregionen gibt, durch den Bund gelöst wird.“

Thema der Sitzung waren außerdem die bislang eingegangenen Anträge für den Vorpommern-Fonds. „Wir werden demnächst die erste Förderung bewilligen. Sie geht an das Projekt „Bienenhaus“, das die Gemeinde Stolpe gemeinsam mit dem Imkerverein Anklam und Umgebung und dem Förderverein des Naturparks Flusslandschaft Peenetal aufbauen will. Dort sollen in einer Dauerausstellung Einheimische wie Urlaubsgäste über die Imkerei informiert werden. Das ist ein kleines, aber wichtiges Projekt, um die regionale Identität in Vorpommern und den Tourismus zu stärken“, kündigte Dahlemann an.

„Außerdem haben wir über einige aktuelle Themen aus der Region diskutiert. Es ging vor allem um den Neubau der Regionalen Schule auf dem Bildungscampus Löcknitz, der entgegen den ursprünglichen Planungen nicht aus INTERREG-Mitteln finanziert werden kann. Außerdem wird in Strasburg dringend ein Hort-Neubau benötigt. Wir werden uns beiden Projekten annehmen. Die zuständigen Ministerien werden gemeinsam mit den Gemeinden nach Lösungen suchen“, sagte Dahlemann.

Innenminister Caffier: Schlag gegen Gefährder zeigt, dass wir im Land gewappnet sind

Güstrow – Zum Antiterroreinsatz der Sicherheitsbehörden von Bund und Land im Raum Güstrow erklärte Innenminister Lorenz Caffier: „Durch die konsequente Ermittlungsarbeit aller Beteiligten konnte zielgerichtet eingegriffen und eine konkrete Gefahrenlage verhindert werden. Der Fall zeigt sehr deutlicht, dass die Sicherheitsbehörden von Bund und Land hervorragend zusammenarbeiten, um die Gegner von Freiheit und Demokratie konsequent aufzuspüren und zu bekämpfen.“

„Anders als Herr Kramer von der AfD-Landtagsfraktion behauptet, zeigt der heutige Schlag gegen den Islamistischen Terror, dass wir Personen, bei denen wir sichere Anhaltspunkte haben, dass von ihnen eine konkrete Gefahr ausgeht, eben nicht frei und unkontrolliert herumlaufen lassen“, so Innenminister Caffier und ergänzt: „Ich habe immer betont, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Mecklenburg-Vorpommern als Rückzugsort für potenzielle Attentäter genutzt wird. Insofern haben wir uns für alle Eventualitäten gewappnet, uns auf alle erdenkliche Lage eingestellt und im richtigen Moment zugeschlagen.“

Das Innenministerium hat immer betont, dass die Zahl der Islamistischen Gefährder in Mecklenburg-Vorpommern im unteren einstelligen Bereich liegt und wir diese Leute natürlich im Visier haben. Das ist ein sich stetig ändernder und dynamischer Prozess. Die hier betroffenen Personen hat der Landesverfassungsschutz schon länger im Blick und darüber in der zuständigen parlamentarischen Kontrollkommission des Landtages auch stets berichtet.

„Wenn Herr Kramer und die AfD nun etwas anderes behaupten, beweisen sie damit nur, dass sie mit populistischen Phrasen und fremdenfeindlicher Hetze versuchen Ängste zu schüren und die Bevölkerung zu verunsichern“, so Innenminister Caffier abschließend.

Dauerregen bringt Gewässer an Grenzen – Ernte verzögert sich

Schwerin – Seit zwei Tagen regnet es fast flächendeckend im gesamten Land. Aber die Intensität der Niederschläge ist sehr verschieden.

„Besonders stark waren die Niederschläge in den südlichen Teilen der Landkreise Vorpommern Greifswald und Ludwigslust-Parchim. Dort sind lokal bis zu 100 mm Niederschlag registriert worden. Das ist mehr als normalerweise im gesamten Monat. Da es zudem auch Anfang Juli stark geregnet hat, liegen die Monatssummen des Niederschlages überall deutlich über den Mittelwerten. An der Station Marnitz beispielsweise, wurde mehr als das Doppelte der üblichen Menge gemessen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute in Schwerin mit Blick auf die Starkregenereignisse.

Aufgrund des aktuellen Niederschlagsgeschehens ist auch die Wasserführung in den meisten Fließgewässern und der Wasserstand in den Seen zum Teil deutlich erhöht. „Kleinere Gewässer, insbesondere dort wo die ergiebigsten Niederschläge auftraten, führen Hochwasser, das lokal zu Ausuferungen und Überschwemmungen geführt hat. Die Mitarbeiter der staatlichen Wasserwirtschaftsverwaltung sind vor Ort und kontrollieren die Gewässer und wasserwirtschaftlichen Anlagen. Über diese Anlagen wird der Abfluss so gesteuert, dass schädigende Auswirkungen möglichst unterbunden oder zumindest minimiert werden“, informierte Backhaus.

Die Möglichkeiten zur Zwischenspeicherung von Wasser in den großen Seen des Landes sind mittlerweile allerdings fast vollständig erschöpft. So liegt beispielsweise der Pegel des Schweriner Sees aktuell nur noch einen Zentimeter unter dem Höchststauziel. Das hat zur Folge, dass die Abgabemengen über die Abläufe im Rahmen des Möglichen erhöht werden müssen, und damit die Abflüsse in den aufnehmenden Gewässern deutlich ansteigen. Im Falle des Schweriner Sees sind dies die Störwasserstrasse und der Wallensteingraben.

„Besonderes Kopfzerbrechen bereitet mir bei diesem Wetter die Ernte. Aufgrund des anhaltenden Regens müssen Landwirte die Arbeit immer wieder unterbrechen. Wenn wir nicht endlich beständiges Sonnenwetter bekommen, dann steuern wir hier auf eine mittelschwere Katastrophe zu“, kommentierte Backhaus.

Insgesamt kann bei landesweiter Betrachtung aber festgestellt werden, dass die Sicherheit der Bevölkerung aktuell nirgendwo in Gefahr ist. Es gibt zwar lokale Probleme, wie überschwemmte Ackerflächen, vollgelaufene Keller und unpassierbare Wege, aber keine Gefährdung von Menschen. „Im Vergleich zu unserem Nachbarland Niedersachsen, das es deutlich schlimmer getroffen hat, haben wir Glück im Unglück“, so der Minister. Insbesondere im Harz sind extreme Niederschlägen gefallen. Im Landkreis Goslar wurde der Katastrophenalarm ausgelöst.

Unbeeindruckt von den Niederschlägen in Norddeutschland zeigt sich hingegen die Elbe. Ihr Wasserstand liegt nur knapp über dem mittleren Niedrigwasser. „Das liegt daran, dass es in den Gebieten, in denen die Elbhochwässer schwerpunktmäßig entstehen, dem Böhmerwald und dem Riesengebirge, nur wenig geregnet hat“, erklärte Backhaus.

Dennoch: „Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig vorsorgendes Handeln im Hochwasserschutz ist. Die mehr als 500 Mio. Euro, die das Land Mecklenburg-Vorpommern seit 1991 in den Hochwasser- und Küstenschutz und den Ausbau der Gewässer investiert hat, sind gut angelegtes Geld!“, sagte der Minister abschließend.

Knapp vier Millionen Euro für Hafen Sassnitz

Insel Rügen – Infrastrukturminister Christian Pegel übergab auf der Insel Rügen einen Zuwendungsbescheid für Baumaßnahmen im Mukran Port an den Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH Harm Sievers.

Der Hafen plant die Errichtung eines Wellenbrechers in Form eines 145 Meter langen sogenannten Kastenfangedamms. An diesem soll im Notfall die Möglichkeit zum Anlegen von Schiffen bestehen. Zudem wird die vorhandene Schüttsteinmole (Wellenbrecher Süd) um 75 Meter verlängert. Des Weiteren sollen zur Kennzeichnung von Untiefen und der Hafenbefeuerung sogenannte Dalben, in den Hafengrund eingerammte Pfähle, errichtet werden.

Mit Hilfe der Maßnahmen soll insbesondere sogenannten Crew Transfer Vessels, kleinen Schiffen für Wartungseinsätze an den Offshore-Windparks, das sichere Liegen an den Liegeplätzen 1 und 1a auch bei schlechten Witterungsbedingungen ermöglicht werden.

Das Vorhaben wird mit rund 3,98 Mio. Euro aus Landes- und Bundesmitteln gefördert. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt rund 4,42 Mio. Euro.

Nothafen Darßer Ort: Nachbaggerung beginnt

Prerow – Seit Montag (24.07.2017) laufen die Arbeiten zur Ausbaggerung der Fahrrinne zum Nothafen Darßer Ort. Das Baggerschiff der Firma Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH liegt seit vergangenem Sonntag im Bereich des Nothafens und hat am Montag die Arbeit aufgenommen. Derzeit erfolgt im ersten Schritt die Peilung, mit der die zu beseitigenden Versandungsstellen genau festgestellt werden. Nach Auswertung der Daten wird mit der Ausbaggerung begonnen.

„Für uns ist der Liegeplatz für den Seenotrettungskreuzer ein ganz wesentlicher Punkt – wir haben uns deshalb entschieden, im laufenden Jahr trotz der damit verbundenen weiteren Kosten ein zweites Mal zu baggern“, so Energieminister Christian Pegel. Die offenbar deutlich veränderten Sedimenttransportbedingungen zeigten aber umso mehr, dass der von der Landesregierung vorangetriebene Neubau des Ersatzhafens in Prerow die richtige Entscheidung sei.

Nach der letzten Unterhaltungsbaggerung der Fahrrinne zum Nothafen im April war der Nothafen infolge der besonderen Witterung und der über die Jahre veränderten Sedimentbewegungen unerwartet schnell wiederversandet. Das Nationalparkamt hatte daraufhin auf Antrag des zuständigen Straßenbauamtes Stralsund eine Genehmigung zum Nachbaggern für den Zeitraum nach Ende der Brutphase erteilt.

Wie viel Sand am Ende tatsächlich ausgebaggert wird, wird eine abschließende Peilung nach Ende der Maßnahme ergeben. Die Kosten und die Dauer der Maßnahme richten sich nach der Menge des Sediments, das ausgebaggert wird.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung in Wesenberg

Wesenberg – Das Land gewährt der Stadt Wesenberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einen Zuschuss in Höhe von 26.191,59 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Wesenberg möchte die vorhandene Straßenbeleuchtung auf moderne energiesparende LED-Technik umrüsten. Die vorhandenen 96 Leuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten ausgetauscht. Es handelt sich um folgende Straßen: Bahnhofsstraße, Vor dem Mühlentor und Veteranendreieck, Seestraße, Ringstraße, Mittelstraße, Kreuzstraße, Kohschietgang, Kirchgasse, Hohe Straße, Grabenstraße, Glockengraben und Burggasse.

Durch die Maßnahme können jährlich rund 23.000 Kilowattstunden Strom sowie rund 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Nischen-Obst soll Absatzchancen heimischer Obstbauern verbessern

Ludwigslust – Bei der Sanddorn Storchennest GmbH in Ludwigslust informiert sich der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus am morgigen Donnerstag über die ersten Ergebnisse aus dem Partnerschaftsprojekt „Wildfrüchte“ unter Leitung der LMS Agrarberatung.

Ziel des Vorhabens ist, die Anbaueignung neuer Wildfruchtarten unter den Standort- und Klimabedingungen Mecklenburg-Vorpommerns zu untersuchen, um das Anbauportfolio heimischer Betriebe zu erweitern. Im Juni 2016 übergab Backhaus einen Förderbescheid in Höhe von 982.000 € an die LMS Agrarberatung für die Umsetzung des Projekts.

Auf einem Versuchsfeld der Sanddorn „Storchennest“ GmbH werden aktuell Fruchtrose, Apfelbeere und Scheinquitte in einer eigens dafür angelegten Pflanzung unter plantagemäßigen und ökologischen Bedingungen angebaut. Eine kleinere Vergleichspflanzung ist bei der Landesforschungsanstalt in Gülzow angelegt worden. Dort erfolgt der Anbau unter konventionellen Bedingungen.

Die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse sollen im weiteren Verlauf des Projektes in Kulturbeschreibungen zusammenfließen. „Diese können den Profi-Obstbauern in Mecklenburg-Vorpommern als Empfehlung und Anleitung dienen. Auch wenn es für gesicherte Empfehlungen noch zu früh ist, können wir heute schon sagen, dass sich alle drei Wildobstarten am Standort erfolgreich etabliert haben. Erste kleinere Ernten stehen in den kommenden Wochen an. Es ist zu erwarten, dass sich Erwerbsobstbaubetriebe in Mecklenburg-Vorpommern mit diesen Kulturen in einer Nische neue Einkommenschancen erschließen können“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Das Projekt „Wildfrüchte“ ist eingebettet in das Förderprogramm „Europäische Innovationspartnerschaft für Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP-AGRI). Ziel der Förderung ist, Innovationen schneller in die landwirtschaftliche Praxis zu bringen. Dazu schließen sich Partner aus Land- und/oder Forstwirtschaft, Forschung, Beratung oder dem verarbeitenden Gewerbe zu so genannten Operationellen Gruppen (OG) zusammen. Im Projekt „Wildfrüchte“ engagieren sich neben der Sanddorn Storchennest GmbH auch die Landesforschungsanstalt MV, die Hochschule Neubrandenburg sowie die Baltic Consulting GmbH.

Die Hochschule Neubrandenburg befasst sich unter anderem mit der Frage, wie sich verschiedene Verarbeitungsmethoden auf die wertgebenden Inhaltsstoffe (Polyphenole, Vitamine und Aromen) dieser Wildfruchtarten auswirken. Dazu wurden bereits erste lebensmitteltechnologische Basisversuche durchgeführt.

„Das Besondere an dem Projekt ist eben auch, dass wir uns nicht allein auf Fragen des Anbaus konzentrieren, indem wir lediglich darauf schauen, inwieweit bestimmte Wildobstkulturen in unseren Breiten gedeihen, sondern auch neue Ansätze der Verarbeitung und Produktentwicklung testen, an dessen Ende innovative und marktfähige Produkte von höchster Qualität stehen sollen“, so der Minister.

Um dem wachsenden wirtschaftlichen Druck in der Produktion durch den Import von Wildfrüchten und Wildfruchtprodukten aus dem Ausland Stand zu halten, sind zukünftig weitere Produktionsoptimierungen notwendig. Auch sollen im Projekt die Verwertungsmöglichkeiten von bisher kaum genutzten Nebenprodukten künftig genauer unter die Lupe genommen werden. So soll zum Beispiel geschaut werden, inwieweit Blätter für die Herstellung von Tee oder andere Pflanzenteile in der Baustoffindustrie, der Pharmazie oder im Futtermittelbereich eingesetzt werden können.

Insgesamt stehen 5,3 Mio. Euro Fördermittel in dem EIP-AGRI-Programm bereit.

Gelungene Integrationsinitiative für junge Flüchtlinge

Schwerin – Zu den Themen Zuwanderung und Integration traf sich heute Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, mit der AOK Nordost. Dabei informierte sich die Ministerin auch über gelungene Integrationsinitiativen am Arbeitsmarkt der Gesundheitskasse für junge Flüchtlinge.

Der Name AOK steht für Werte wie Offenheit und Toleranz. Das zeigt sich auch bei der Integration von jungen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Bereits im Jahr 2016 hat die AOK Nordost fünf jungen Menschen aus Nigeria, Syrien, Afghanistan und dem Iran berufliche Perspektiven im Rahmen von Betriebspraktika eröffnet. Im Zuge der Berufsorientierung wurden ihnen neben praktischen Erfahrungen am Arbeitsplatz auch Deutschkenntnisse im AOK-Ausbildungszentrum vermittelt. Ein praxistaugliches Integrationsmodell, das sich bewährt. Zwei von ihnen haben im Nachgang ihre Ausbildung bei der AOK Nordost beginnen können.

Deshalb unterstützt die AOK Nordost auch im Jahr 2017 junge Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt. So durchlaufen erneut vier Praktikanten, die als unbegleitete Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, mehrere Stationen zur Berufsorientierung bei der AOK Nordost. Einer von ihnen ist Emad Al-Sheik aus Syrien. Der Startschuss für sein mehrmonatiges Praktikum in Schwerin fiel mit Beginn des Jahres mit dem Ziel, zum 1. September seine Berufsausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten zu beginnen.

Im Rahmen ihrer Sommertour informierte sich heute Ministerin Drese über das Integrationsmodell bei der AOK Nordost und tauschte sich mit Ausbildungsverantwortlichen, Lehrern und Praktikanten über ihre Erfahrungen aus.

„Eine gute Integration ist mit Blick auf den demografischen Wandel und zunehmenden Arbeitskräftemangel eine große Chance für unser Land“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese bei ihrem Besuch. „Um hier erfolgreich zu sein und geflüchteten Menschen eine dauerhafte Perspektive geben zu können, braucht es große Anstrengungen auf allen Ebenen. Staat, Zivilgesellschaft, aber selbstverständlich auch die Wirtschaft tragen gemeinsam dafür Verantwortung, damit die Integration von jungen Geflüchteten in unserem Land gelingt. Das Engagement der AOK Nordost mit der Bereitstellung von Betriebspraktika und Ausbildungsplätzen von Migranten ist hier vorbildlich. Wir brauchen viele solcher Initiativen für eine erfolgreiche Integration in unsere Gesellschaft.“

Auch Frank Ahrend, Mitglied der Geschäftsleitung unterstreicht die Bedeutung von Berufsausbildung für Integration. „Integration ist ein Gebot der Vernunft. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die Sprache. Deshalb ist ein regelmäßiger Deutschunterricht ein wichtiger Baustein unserer Praktikumsangebote“, unterstreicht Ahrend. „Das Beispiel von Emad zeigt, wie Integration funktionieren kann und wie wichtig dabei die sprachlichen Kenntnisse sind. Nach seinem erfolgreichen Praktikum hat er nun alle Voraussetzungen, um bereits im September – als erster Azubi mit Geflüchtetenstatus – seine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten aufnehmen zu können“, so Ahrend weiter.

Ostseeküsten-Radweg wird in Stralsund weiter ausgebaut

Stralsund – In Stralsund wird der Ostseeküsten-Radweg Bauabschnitt „Q“ Teschenhäger Weg ausgebaut. „Der Ostseeküsten-Radweg bietet Einheimischen und Gästen die hervorragende Möglichkeit, Mecklenburg-Vorpommern auch von der Küste aus zu entdecken. Mit dem Bau des Radwege-Teilstücks wird ein weiteres Teilstück erschlossen und eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides heute war auch Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, zugegen. Er kündigte an: „Der Ausbau insbesondere der Radfernwege wie der Ostseeküsten-Radweg wird ein Schwerpunkt der Förderpolitik des Radwegebaus bleiben, die entsprechend dem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung seit vergangenem Herbst beim Energieministerium gebündelt ist.“

Geplant ist, einen Trassenverlauf über den Teschenhäger Weg Bauabschnitt „Q“ bis zur Brandshäger Straße (B 96) in Asphaltbauweise auszubauen. „Der Vorteil dieser Streckenführung besteht darin, dass zum einen die vorhandene Bausubstanz für den Radwegebau genutzt werden kann und dass zum anderen durch die minimalen Neuversiegelungen die Eingriffe in die Natur geringer ausfallen. Es wird der vorhandene Wirtschaftsweg und ein vorhandener Anliegerweg genutzt. Das bedeutet, dass damit auch die bisherigen Nutzungen als ländlicher Weg und Anliegerstraße erhalten bleiben“, erläuterte Glawe weiter.

Der Radweg im Bereich des Teschenhäger Weges (außerhalb der Ortslage Devin) wird 1.328 Metern lang und drei Meter in der Breite umfassen; in der Ortslage Devin eine Länge von 149 Meter mit einer Breite von 4,75 Meter. Die Länge des Bauabschnittes umfasst insgesamt somit 1.477 Meter. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 342.000 Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Der Ostseeküsten-Radweg führt über circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern.

Gewässerentwicklung im Fokus der vierten Landesgewässerschau

Rehna – „Wir sind in der Verantwortung, unseren nachfolgenden Generationen das Wasser und die Gewässer in einer guten Qualität zu hinterlassen. Renaturierte Gewässer erfordern in der Regel einen geringeren Unterhaltungsaufwand und haben dennoch ein besseres Selbstreinigungsvermögen als stark ausgebaute und auf Abfluss optimierte Gewässer“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus heute in Rehna (Landkreis Nordwestmecklenburg) anlässlich der vierten Landesgewässerschau.

Der Wasserhaushalt, die Durchgängigkeit, Laufentwicklung sowie Variation von Tiefe und Breite eines Fließgewässers bestimmen in hohem Maße die Vielfalt seiner Lebensräume. Die Gewässerentwicklung im Rahmen der Gewässerunterhaltung und auch den Gewässerausbau für Gewässer der II. Ordnung nehmen in der Regel die Wasser- und Bodenverbände für ihre Mitglieder wahr.

Minister Backhaus verwies in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit, sich die Erstellung der Gewässerentwicklungspläne zu 90 % durch das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt fördern lassen zu können. In der aktuellen ELER-Förderperiode stehen für die naturnahe Gewässerentwicklung 60 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Rahmen der vierten Landesgewässerschau besichtigen die Teilnehmer verschiedene Wasserbauprojekte. Dazu gehört beispielsweise der Gewässerausbau zum Hochwasserschutz der Stadt Dassow. Durch den Neubau einer Rohrleitung und den Prieschendorfer Graben wurde ein zusätzliches Abflussvolumen geschaffen, um den Hochwasserschutz für die Stadt Dassow zu gewährleisten.

Bei einer weiteren Maßnahme geht es um den ehemaligen Mühlenteich der Wassermühle Flechtkrug, der nicht mehr durchgängig war. Durch die Demontage der vorhandenen Wehranlage mit Betondurchlass am Flechtkrug und den Neubau einer Sohlgleite aus Natursteinen mit Durchlass aus Stahlfertigteilen wurde die Durchgängigkeit für Wasserlebewesen wieder hergestellt.

Durch die Wasser- und Bodenverbände werden 31.400 Kilometer (km) Gewässer II. Ordnung bewirtschaftet. Etwa 1.000 km unterliegen der Bewirtschaftung der Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt und sind Gewässer I. Ordnung. Zu diesen zählen weiterhin 500 km Bundeswasserstraßen. Die übrigen rund 12.000 km offenen und verrohrten Gewässer sind von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung und werden durch die Flächeneigentümer bewirtschaftet. In Mecklenburg-Vorpommern beläuft sich der Kostenaufwand an Gewässern I. und II. Ordnung auf 15 bis 20 Millionen Euro pro Jahr.

Die Gewässer I. Ordnung sind nach § 49 Landeswassergesetz M-V Eigentum des Landes, soweit sie nicht Bundeswasserstraßen sind. Gem § 50 gehören die Gewässer II. Ordnung den Eigentümern der Ufergrundstücke, sofern das Gewässer kein selbständiges Grundstück bildet.

Beseitigung von Sturmflutschäden

Zinnowitz – Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Zinnowitz Anfang des Jahres von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut wurden ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht. Das Ministerium für Inneres und Europa beteiligt sich mit 5 Mio. EUR.

„Die Gemeinden wurden entgegen des gängigen Antragsprozedere bereits kurz nach der Sturmflut darüber informiert, dass Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherung und zur Wiederherstellung der Strände ohne Bewilligung durchgeführt werden können. Dazu gehörte zum Beispiel das Beräumen und Wiederherstellen von Strandübergängen oder das Beseitigen von Dünenkliffs außerhalb von Küstenschutzanlagen. Normalerweise ist hierfür ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn nötig. Hier haben wir das Verfahren jedoch aus Gründen der Gefahrenabwehr beschleunigt“, erläuterte Innenminister Lorenz Caffier.

Insgesamt wurden 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,1 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Zinnowitz. Das Sturmhochwasser hatte die Seebrücke beschädigt und Treibgut angespült. Auch Strandaufgänge mussten wieder hergerichtet werden.

Mit rund 65.500 Euro unterstützt das Innenministerium die Gemeinde, die alles daran gesetzt hatte, um Einheimischen und Gästen einen ordentlichen Strandbereich in der Urlaubsaison präsentieren zu können. Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid übergab der Minister heute in Zinnowitz an den Bürgermeister Peter Usemann.