Schwesig: Schwedenfest ist eine besondere Attraktion

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute das Schwedenfest in Wismar offiziell eröffnet. „Wismar erinnert an diesem Wochenende wieder traditionsbewusst, fröhlich und manchmal auch ein bisschen augenzwinkernd an seine Schwedenzeit. Der Markt und der Hafen werden wieder zur Festmeile. Ich finde es großartig, dass die Hansestadt Wismar jedes Jahr dieses ganz besondere Stadtfest ausrichtet“, sagte die Ministerpräsident bei der Eröffnungszeremonie.

„Das Schwedenfest, das dieses Jahr schon zum 19. Mail gefeiert wird, ist selbst schon zu einer kleinen Tradition geworden. Es stärkt den Zusammenhalt in der Stadt. Es lockt Besucherinnen und Besucher aus dem Umland an. Und für unsere Urlaubgäste ist es noch einmal eine ganz besondere Attraktion. Ich sage allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und allen Gästen: Feiern Sie kräftig, feiern sie friedlich – damit alle das Schwedenfest in guter Erinnerung behalten und nächstes Jahr gerne zum 20-jährigen Jubiläum wiederkommen!“

Am Rande der Veranstaltung zog die Ministerpräsidentin eine Bilanz ihrer zweiwöchigen Sommertour durchs ganze Land. „Das waren viele spannende Termine. Ich habe große und kleine Unternehmen, soziale und kulturelle Einrichtungen besucht und vor allem viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Mein Eindruck ist: Wir haben insgesamt eine gute Stimmung im Land. Aber es gibt eine Reihe von Themen, bei denen wir vorankommen müssen. Gute Kitas, gute Schulen, höhere Löhne, ganz aktuell auch die Hilfen für die Landwirtschaft – das sind die Themen, die wir in den nächsten Wochen und Monaten in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen werden“, so die Ministerpräsidentin.

Dahlemann: Wasserschloss Divitz wird weiter unterstützt

Divitz – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute am Rande eines deutsch-französischen Jugendcamps auf der Wasserburg Divitz eine Förderzusage in Höhe von 14 000 Euro für die Fortschreibung des Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes der Wasserburg ausgesprochen.

„Ziel ist es, die Wasserburg in die kulturelle und touristische Infrastruktur der Region einzubinden. Die Wasserburg – Baudenkmal von nationaler Bedeutung – ist 2016 als eines der meist gefährdetsten Denkmale Europas eingestuft worden. Der Förderverein Kulturgüter Wasserburg ist ganz aktiv, um möglichst viele Spenden und Fördermöglichkeiten zur Rettung der Wasserburg zu erschließen. Davon konnte ich mich sowohl im letzten Jahr als auch bei meinem heutigen Besuch überzeugen“, betonte der Staatssekretär. Es sei eine Superidee, ein Jugendcamp zu veranstalten, bei dem sich junge Leute „ganz bewusst an den Aufräumarbeiten beteiligen und gegen den Verfall der Burg ankämpfen“.

Überall in Vorpommern kümmerten sich Fördervereine um die Zukunft von Schlössern und Gutshäusern. Dahlemann: „Sie sorgen mit Hingabe und Leidenschaft dafür, dass die für die Identität so wichtigen Häuser erhalten und saniert werden, damit sie als kulturelle Stätten für Konzerte, Theater oder Feste von Einheimischen und Gästen genutzt werden können. Ihnen allen gebührt großer Dank. Ihr Engagement ist nicht nur gut für die Schlösser, sondern für ganz Vorpommern von großer Bedeutung.“

Ob Griebenow, Quilow, Ludwigsburg oder auch Divitz, „diese Schlössern und Gutshäuser haben nicht nur große Bedeutung für den Tourismus, sondern auch einen großen Stellenwert für die Vorpommerinnen und Vorpommern“, so der Staatssekretär.

Zeugnisübergabe an Geomatiker und Vermessungstechniker

Schwerin – Fünfzehn Absolventen erhielten heute nach einer dreijährigen Berufsausbildung und Umschulung zum/zur Geomatiker/in und Vermessungstechniker/in in Mecklenburg-Vorpommern im Festsaal der Kunst- und Musikschule ATARAXIA ihre Abschlusszeugnisse.

Die feierliche Zeugnisübergabe wird traditionell für alle Ausbildungsstätten der Geoinformationstechnologie in Mecklenburg-Vorpommern als würdiger Abschluss für die Absolventen zentral veranstaltet. In seiner Festrede hob der Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Europa Thomas Lenz die Bedeutung des Vermessungs- und Geoinformationswesens für die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft hervor. „Die Absolventinnen und Absolventen haben sich für einen Beruf entschieden, der interessante Aufgaben bereithält. Bereits heute herrscht in allen Bereichen des Geoinformations- und Vermessungswesens Fachkräftebedarf. Damit eröffnen sich exzellente Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“ Herr Lenz dankte allen an der Berufsausbildung Beteiligten für ihre Arbeit, sei es haupt- oder ehrenamtlich.

Geoinformationen sind inzwischen ganz selbstverständliche Entscheidungshilfen für die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft. Navigationsgeräte mit komplexen Möglichkeiten im Schiffs- und Luftverkehr, bei der Polizei, bei den Rettungsdiensten, bei den Zustelldiensten, dem Güterverkehr oder im privaten Bereich sind heute nicht mehr wegzudenken. Navigationsdienstleistungen sind selbstverständlicher Teil unseres Lebens geworden. Hochpräzise Geländemodelle können praktische Hilfen in Hochwasser gefährdeten Gebieten sein und Stadtplanung oder große Verkehrsprojekte können in der heutigen Zeit ohne Geoinformationen nicht mehr gelingen. „Es gäbe viele Beispiele zu nennen, die zeigen, dass Vermessungstechniker und Geomatiker heute gefragt sind wie nie zuvor“, so Staatssekretär Lenz. Er wünschte den Absolventinnen und Absolventen einen guten Start an ihrem neuen Arbeitsplatz.

An der Festveranstaltung heute haben auch zwei Absolventinnen der Berufsausbildung zur Geomatikerin aus Schleswig-Holstein, die in Mecklenburg-Vorpommern geprüft wurden, teilgenommen. Zur Unterstützung der Ausbildungssituation im Nachbarland Schleswig-Holstein wurde ein gemeinsamer Prüfungsausschuss für Geomatiker gebildet, vor diesem Hintergrund erhalten seit 2017 auch Geomatiker aus Schleswig-Holstein in Schwerin ihre Zeugnisse.

Sommerzeit: 4,6 Millionen Antworten auf Konsultation der EU-Kommission

Brüssel – In den vergangenen sechs Wochen haben mehr als 4,6 Millionen Menschen aus der gesamten EU ihre Meinung dazu abgegeben, ob die Sommerzeit in allen EU-Ländern bestehen bleiben oder abgeschafft werden sollte. Das hat die Europäische Kommission heute (Freitag) bekanntgegeben. Mehr Antworten sind bisher bei keiner öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission eingegangen. Bis gestern Abend konnten Bürgerinnen und Bürger und Interessengruppen ihren Beitrag online abgeben. Die umfangreichen Ergebnisse der Konsultation werden jetzt ausgewertet; ein Bericht dazu wird in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Die Europäische Kommission hatte am 4. Juli 2018 eine öffentliche Konsultation zur Sommerzeit für die EU-Bürgerinnen und Bürger und Interessengruppen gestartet, zu der sie Antworten aus allen 28 EU-Staaten erhalten hat. Die Konsultation ist ein Teil einer Überprüfung der EU-Sommerzeitrichtlinie. Die Kommission will damit bewerten, ob die Vorschriften geändert werden sollten oder nicht. Dies folgt auf die Abstimmung des Europäischen Parlaments über eine Entschließung zur Sommerzeit im Februar 2018 sowie auf Forderungen von Bürgerinnen und Bürgern.

Neben den Ergebnissen der Konsultation wird die Kommission auch weitere Stellungnahmen und Studien konsultieren, bevor sie entscheidet, ob sie einen neuen Vorschlag zur Sommerzeitregelung vorlegt oder nicht.

Land unterstützt Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Insel Rügen – Ein guter Tag für Prora: Nur wenige Stunden nach der Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die nächste gute Nachricht. Das Land beteiligt sich mit 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora.

„Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Als Anlage für den ideologisch geprägten Massentourismus in NS-Staat entwickelt, diente die Anlage zu DDR-Zeiten vor allem militärischen Zwecken. Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, sagte Dahlemann, der bei seinem Besuch vom Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Steffen Freiberg begleitet wurde.

„Ich bin sehr dankbar, dass zwei Vereine seit vielen Jahren an die Geschichte dieses Ortes von der NS-Zeit über die DDR bis hin in die jüngste Gegenwart erinnern. Und es ist eine hervorragende Idee, dass diese beiden Vereine sich zusammengeschlossen haben, um hier eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten. Der Block V, in dem sich bereits eine Jugendherberge befindet, ist der ideale Ort dafür“, sagte Dahlemann weiter.

„Es ist den Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern mit parteiübergreifenden Einsatz gelungen, dass sich der Bund mit 3,4 Millionen Euro an der dafür notwendigen Sanierung des Blocks beteiligt. Ich freue mich, dass ich heute sagen kann: Auch das Land ist dabei. Wir werden das Vorhaben kofinanzieren“, so Dahlemann.

„Prora ist das größte Projekt der Landesregierung im Bereich der Gedenkstättenförderung in dieser Wahlperiode“, sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Bund mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligen wird. Das Land wird Fördermittel in gleicher Höhe bereitstellen. Derzeit lassen wir eine Betriebsstudie erarbeiten, die im Herbst vorliegen soll. Die Lichter für das Projekt stehen auf grün, wenn alle Beteiligten mitmachen“, betonte Staatssekretär Freiberg.

Lübtheen erhält Zuschuss für Umrüstung auf LED

Lübtheen – In Vertretung des Energieministers hat Landwirtschafts­minister Dr. Till Backhaus am Freitag (17.8.) der Stadt Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) einen Zuwendungsbescheid für die Umrüstung einer Straßenbeleuchtung auf LED überreicht.

In der Johannesstraße sollen die 8 neuen Leuchten die HQL-Beleuchtung aus den 1970-er Jahren ersetzen und so den Stromverbrauch senken. Der Zuschuss erfolgt in Höhe von 10.590 Euro (Fördersatz 50 Prozent).

Die Stadt Lübtheen hat in den letzten Jahren bereits drei Zuwendungsbescheide für die Umrüstung ihrer Straßenbeleuchtung erhalten. Die Zuschusshöhe betrug insgesamt knapp 135.000 Euro. Mit der Realisierung dieser drei Vorhaben können jährlich gut 14 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Seit 2010 unterstützt das Energieministerium die Umrüstung kommunaler Straßenbeleuchtungen auf klimafreundliche LED-Lampen gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützen Projekte zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz.

Schwesig: MV bundesweit Vorreiter bei beitragsfreier Kita

Neubukow – Zu Beginn des letzten Tages ihrer Sommertour hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute gemeinsam mit der Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Stefanie Drese die integrative Kita „Gipfelstürmer“ in Neubukow besucht.

„Die Kitas sind ein Schwerpunkt unserer Landesregierung. Wir brauchen gute Kitas, damit die Eltern in Mecklenburg-Vorpommern Familie und Beruf gut miteinander verbinden können und damit unsere Kinder von Anfang an beste Chancen haben“, sagte Schwesig im Anschluss an den Besuch.

Schwesig warb für den Plan der Landesregierung, die Elternbeiträge für die Kitas bis zum 1. Januar 2020 komplett abzuschaffen. „Ich bin auf meiner Sommertour immer wieder auf dieses Thema angesprochen worden. Viele Eltern freuen sich auf die Entlastung. Wir werden zum 1. Januar 2019 zunächst Geschwisterkinder beitragsfrei stellen. Das heißt: Alle Eltern zahlen dann nur noch maximal einen Kita-Beitrag. Und zum 1. Januar 2020 schaffen wir die Elternbeiträge für die Kita komplett ab. Damit nimmt Mecklenburg-Vorpommern eine Vorreiter-Rolle in Deutschland ein.“

„Die Qualität in unseren Kitas ist hoch“, sagte Sozialministerin Drese. „Die integrative Kindertageseinrichtung ‚Gipfelstürmer‘ ist dafür ein gelungenes Beispiel. Sie vereinen verschiedene pädagogische Ansätze. Neben dem Fokus auf die Kreativpädagogik nimmt die Einrichtung auch am Förderprogramm des Bundes ‚Sprach-Kita‘ teil. Die Erzieherinnen und Erzieher bilden sich stets fort, um Kindern mit sprachlichen Defiziten und Schwierigkeiten in der Entwicklung mehr Unterstützung geben zu können.“

Herausragend seien die besonderen Angebote zur individuellen Förderung der Kinder. So werden Ausflüge, Arbeitsgemeinschaften oder auch Mutter-Kind-Gruppen angeboten. „Die gezielte Entwicklungsförderung der Kinder unterstützt das Land im Rahmen des KiföG zusätzlich. Jährlich sind fünf Millionen Euro für Kitas mit einem überdurchschnittlichen Anteil übernommener Elternbeiträge vorgesehen“, so Drese.

Volles Haus und hochkarätige Gäste bei Jamel rockt den Förster

Jamel – Am 24. und 25. August laden Birgit und Horst Lohmeyer zum 12. Mal zum Rockfestival Jamel rockt den Förster auf ihren ehemaligen Forsthof in Jamel/Nordwestmecklenburg ein.

In den letzten Jahren haben Musiker wie Die Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot, Madsen, Wolf Maahn, Kraftklub und Beatsteaks mit ihren Auftritten das Anliegen von Horst und Birgit Lohmeyer unterstützt und sich solidarisch mit ihnen erklärt. Auch in diesem Jahr sind prominente Musiker und hochkarätige Bands der Einladung gefolgt und werden an beiden Tagen im Garten des Forsthofes auftreten.

Jamel rockt den Förster 2017 Foto©Jaro Suffner, Horst und Birgit Lohmeyer begrüßen ihr Publikum

„Wer genau in diesem Jahr auftreten wird, ist und bleibt bis zum Schluss geheim“, schmunzelt Horst Lohmeyer. „Denn unser nicht-kommerzielles, ehrenamtlich organisiertes Festival soll in erster Linie zeigen, wie man sich – ganz entspannt und gewaltfrei – für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus und -populismus aussprechen kann.“ Das haben die 1200 Menschen verstanden, die sich bereits frühzeitig Festivaltickets besorgt haben: Das Festival ist seit Februar ausverkauft.

„Dieses Mal haben wir auch einen deutlichen Zuwachs an Infoständen und Workshops im politischen Rahmenprogramm“, freut sich Birgit Lohmeyer. Hier nur einige Highlights: Neben den Infoständen der kirchlichen, gesellschaftspolitischen und gewerkschaftlichen Initiativen laden das Schachcafé, eine Siebdruckwerkstatt, ein Theaterprojekt, eine Plakatausstellung, ein Yoga-Workshop und weitere politische Workshops die Festivalbesucher ein, sich weiterzubilden und Spaß zu haben.

„Wir freuen uns darauf, zusammen mit unserer Schirmherrin, der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den Wochenendgästen aus der Region und ganz Deutschland ein fröhliches und friedliches Fest zu feiern und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen“, so Wolfram Nagel, Vorstandsmitglied des Festivalträgervereins.

Ganz wichtig: Die Anreise ohne Ticket ist an beiden Tagen sinnlos; eine Abendkasse wird es nicht geben!

Das „Jamel rockt den Förster“-Festival wurde im Jahre 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie sich eine gezielte Besiedelung durch Neonazis auf das Gemeinwesen auswirkt, welche Gefahren von deren Agitationen ausgehen und dass sich jeder Einzelne durchaus gegen die Unterwanderung gesellschaftlicher Felder durch Neonazis zur Wehr setzen kann.

Moderni­sierung des Schulzentrums Dömitz

Parchim – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat am Freitag (17.8.) im Landratsamt Parchim dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zwei Zuwendungsbescheide für Teilmaßnahmen der komplexen Modernisierung des gymnasialen Schulzentrums Dömitz überreicht.

„Man kann gar nicht genug würdigen, welche Rolle Schulen für die Entwicklung des ländlichen Raumes spielen“, sagte der Minister. „Die Investitionen in die Grundversorgung hinsichtlich Bildung und Betreuung der Kinder ermöglicht es insbesondere jungen Familien, weiter auf dem Lande zu leben.“

Auf dem Campus des Schulzentrums sind seit 2006 Gymnasium, Regional-, Grund- und Förderschule sowie die Orientierungsstufe gemeinsam untergebracht. Etwa 800 Schüler aus der Region um Dömitz sowie der Landkreise Lüneburg (Niedersachsen) und Prignitz (Brandenburg) werden hier von 66 Lehrern, 6 Sonder­pädagogen und 2 Schulsozialarbeiterinnen entsprechend ihrem Ganztagsschulkonzept unterrichtet und betreut.

Bis 2022 werden die in die Jahre gekommenen Schulgebäude umfassend modernisiert und erweitert. Der Landkreis als Schulträger hat sich entschlossen, die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten zu nutzen, nicht nur die Lern- und Arbeitsbedingungen der Schüler bzw. Lehrkräfte gravierend zu verbessern, sondern das Schulzentrum auch gleich baulich und energetisch für die Zukunft zu rüsten.

Die Gesamtkosten wurden in einer Machbarkeitsstudie mit 23 Millionen Euro angegeben. Neben dem Landwirt­schaftsministerium unterstützen deshalb auch das Bildungs-, das Energie- und das Innenministerium den Landkreis mit ihren Möglichkeiten zur Förderung von kommunalen Investitionen im ländlichen Raum die Bauarbeiten.

2018 erhält das Schulzentrum als erstes zwei neue klimafreundlichere Heizungsanlagen, die ehemalige Sporthalle der Grundschule wird abgerissen, die gemeinsame Sporthalle aus dem Jahre 2000 wird saniert und an Stelle der abgerissenen Sporthalle wird bis Ende 2019 wird ein dreigeschossiges Gebäude neu errichtet, das baulich die Verwirklichung der Inklusionsstrategie des Schulzentrums ermöglichen wird. Ab 2020 sollen zudem die bisherigen Gebäude aufgestockt werden.

Minister Backhaus übergab die Zuwendungsbescheide des Landwirtschaftsministeriums und des Bildungsministeriums, die beide aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums finanziert werden. Das Landwirtschaftsministerium fördert mit 2,2 Mio Euro den Bau des neuen Schulgebäudes (Fördersatz 53 Prozent) und das Bildungsministerium mit 0,3 Mio Euro die Sanierung der Sporthalle (Fördersatz 18 Prozent). Das Innenministerium gewährte für den Ersatzneubau rund 0,6 Mio Euro Kofinanzierungshilfen und für die Sporthalle eine Sonderbedarfszuweisung von 0,7 Mio Euro.

Die neuen Heizungsanlagen fördert das Energieministerium in Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 375.000 Euro (Fördersatz 60 Prozent).

Der Eigenanteil des Landkreises für alle drei Maßnahmen beträgt insgesamt noch 5,2 Mio Euro (55 Prozent), die in den Haushaltsplan 2018 eingestellt wurden.

13.600 Schultüten und Schulranzen am Wochenende unterwegs

Ministerin Hesse: Ich wünsche den Erstklässlerinnen und Erstklässlern einen guten Start

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse wünscht den Erstklässlerinnen und Erstklässlern einen guten Schulanfang. Am Sonnabend, 18. August 2018, werden 13.600 Kinder eingeschult. An den staatlichen Grundschulen sind es 12.100 Mädchen und Jungen, an den freien Grundschulen sind es 1.500 Schülerinnen und Schüler.

„Schreiben, Lesen, Rechnen – darauf freuen sich schon viele Kinder“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die ersten Tage im neuen Schuljahr sind spannend, weil viele neue Dinge auf sie eintreffen. Die Mädchen und Jungen lernen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. Sie erfahren, wer ihre Klassenlehrerin oder Klassenlehrer ist und sie müssen sich in einem großen Schulgebäude zurechtfinden. Ich wünsche den Erstklässlerinnen und Erstklässlern einen guten Start. Ich hoffe, dass sie sich in ihrer Schule wohlfühlen und dass ihnen das Lernen Spaß macht“, so Hesse.

Am Sonnabend finden an den Grundschulen die Einschulungsfeiern statt. Bildungsministerin Birgit Hesse wünscht den neuen Schülerinnen und Schülern, ihren Eltern und Großeltern sowie den Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern eine schöne Feier. Am Montag, 20. August 2018, beginnt dann für 150.000 Schülerinnen und Schülern an den 483 staatlichen allgemein bildenden Schulen und 79 freien allgemein bildenden Schulen der reguläre Unterricht.

„In den letzten Ferientagen gab es für die Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern viel zu tun. Auch ich habe mit meiner Tochter den Schulstart vorbereitet, Stifte und Hefte gekauft und die Schultasche gepackt. Da kommt einiges zusammen. Am Montag geht es nun für alle wieder los. Den Lehrerinnen und Lehrern danke ich für die intensive und gute Vorbereitung des neuen Schuljahres“, sagte Hesse.

Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Prora übergeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag der Gemeinde Ostseebad Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen) für den Ortsteil Prora den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. „Prora überzeugt Urlauber und Anwohner mit einem großen Freizeit- und Erholungswert. Neben einem vielfältigen Beherbergungs- und Gastronomieangebot punktet der Ortsteil mit dem großzügigen Ostseestrand, ausgedehnten Grün- und Waldflächen, dem Baumwipfelpfad sowie einem Seilgarten für sportliche Besucher. Das gute Niveau der touristischen Infrastruktur gilt es auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zukünftig ist geplant, die Gemeinde Ostseebad Binz mit dem Ortsteil Prora durch eine gemeinsame Marketingstrategie als „Binzer Bucht“ zu erschließen und miteinander zu verbinden. Bereits heute ermöglicht der für Kurkarteninhaber kostenfrei nutzbare Ortsbus eine Anbindung Proras mit dem Binzer Ortszentrum und dessen touristischen Angeboten. „Die enge Vernetzung der touristischen Dienstleister vor Ort ist wichtig für eine hohe Zufriedenheit der Gäste. Ineinandergreifende und miteinander verbundene Angebote sind für Urlauber ein echter Mehrwert. Diese Bemühungen werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Im Seebad Binz gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 knapp 123.000 Ankünfte und knapp 522.000 Übernachtungen. Im Jahr 2017 waren es insgesamt knapp 403.000 Ankünfte und rund 1,8 Millionen Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. „Anerkannte Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern werden von unseren Gästen als touristische Zentren mit hochwertiger Infrastruktur wahrgenommen. Das wirkt sich auch bei den Buchungszahlen aus“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Erholungsorte sind typischerweise Ferienorte, die sich mit ihrer Infrastruktur vorrangig auf den Aufgabenbereich „Urlaub, Freizeit und Erholung“ spezialisiert haben. Des Weiteren sollte der Tourismus prägend für den Ort bzw. die Ortsteile sein.

Schuljahr 2018/2019: Mehr als 600 Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt

Ministerin Hesse: Viele Eltern fragen sich, wie die Situation an unseren Schulen ist

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat zum neuen Schuljahr bislang 633 Lehrkräfte neu eingestellt. 473 Lehrerinnen und Lehrer wurden unbefristet eingestellt, 136 Lehrkräfte haben einen befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Unter den neu eingestellten Lehrkräften befinden sich 183 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Damit liegt der Seiteneinsteigeranteil unter den Neueinstellungen bei 30 Prozent. 24 Lehrerinnen und Lehrer kommen über das Lehrertauschverfahren aus anderen Bundesländern nach Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sich viele Eltern fragen, wie die Situation an unseren Schulen ist“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit den Einstellungszahlen in diesem Jahr muss man alles in allem zufrieden sein. Ich danke den Schulleiterinnen und Schulleitern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die über Wochen unter Hochdruck die Einstellungsverfahren vorangebracht haben“, lobte Hesse.

In dieser Woche, der Vorbereitungswoche, werden weitere Einstellungsverfahren zu Ende geführt. Allein seit Montag, 13. August 2018, hat das Land beispielsweise mehr als 30 Personen für die Schulen eingestellt. Zum Schuljahresstart am Montag, 20. August 2018, können sich die Zahlen noch einmal verändern. Das Land hatte am 23. Februar 2018 die Ausschreibungen zum Schuljahr 2018/2019 mit 642 Arbeitsplätzen begonnen. In Mecklenburg-Vorpommern bewerben sich Lehrerinnen und Lehrer an der jeweiligen Schule, an der auch die Einstellungsgespräche stattfinden.

„Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, ist nicht einfacher geworden. Sie sind bundesweit gefragt, weil andere Länder einen sehr großen Bedarf haben“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Das Heraufbeschwören einer dramatischen Lehrkräftesituation an unseren Schulen zum neuen Schuljahr entbehrt aber jeder Grundlage und hilft überhaupt nicht weiter“, wies die Ministerin die Äußerungen der Landtagsopposition aus der vergangenen Woche zurück.

Gemeinde Sarnow erhält Zuschuss für Umrüstung auf LED

Sarnow – Die Gemeinde Sarnow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung einen Zuschuss in Höhe von 179.521,78 Euro (Fördersatz 60 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die insgesamt 95 Natriumdampf- und Quecksilberdampflampen in Sarnow und den Ortsteilen Idasruh, Panschow und Wusseken werden gegen Leuchten mit hocheffizienter LED-Technik ausgetauscht. Bei den 88 Lampen in Sarnow, Idasruh und Wusseken werden Maste und Kabel mit erneuert, bei den sieben in Panschow wird nur der Beleuchtungskopf erneuert. Durch diese Maßnahme können jährlich rund 30.162 Kilowattstunden Strom und knapp 18 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Pommernakten bekommen in Greifswald ein neues Zuhause

Greifswald – Die Landesregierung hat endgültig beschlossen, dass das Landeshauptarchiv für die Pommernakten in Greifswald gebaut und in gemeinsamer Trägerschaft von Land, der Hansestadt und eventuell auch der Nordkirche geführt wird. Es soll ein Magazingebäude als Anbau an das Stadtarchiv entstehen. Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute bei einem Vororttermin gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Schröder in der Hansestadt.

„Nun können wir optimistisch in die Zukunft sehen, was die sachgerechte Aufbewahrung der wichtigen Akten Pommerns angeht. Und mit dem Neubau ihres Stadtarchivs zeigen die Greifswalder bereits, dass sie es können“, betonte Dahlemann am Donnerstag. Gegenwärtig befindet sich das Landesarchiv in einer alten Kaserne. Bei den Aktenbeständen handelt es sich um Stadtbücher, Kirchenbücher, Einwohnerlisten und Innungsakten.

Die Pommernakten seien wichtig für die vorpommersche Identität „und für das Verständnis der wechselvollen Geschichte der Region. Deshalb haben wir aus dem Vorpommern-Fonds bereits 50 000 Euro für die Sanierung der Akten zur Verfügung gestellt“, so Dahlemann weiter. Aufgrund der Auslagerung vieler Akten im 2. Weltkrieg und mangelnder Pflege zu DDR-Zeiten seien viele Akten in einem schlechten Zustand.

Mit dem Neubau würden nicht nur die Lagerungsbedingungen verbessert, „sondern die Chronisten haben für ihre Forschungen auch bessere Zugangs- und Arbeitsbedingungen. Darauf können sich alle freuen. In zentraler Lage entsteht damit ein modernes Archiv zum Schutz unserer Historie.“

Schwesig sagt Millionen-Unterstützung für Peenemünde zu

Insel Usedom – Das Land wird den Aufbau einer neuen Dauerausstellung im Historisch-Technischen-Museum Peenemünde (HTM) mit 5 Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute während eines Besuchs des Museums an.

„Peenemünde ist ein wichtiger Lernort der NS-Geschichte. Für mich steht an erster Stelle, dass wir die Erinnerung daran wachhalten, welch schreckliche Waffen hier im 2. Weltkrieg entwickelt worden sind und unter welch unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hier leiden und arbeiten mussten. Zugleich war die in Peenemünde entwickelte und erprobte Technik Grundlage für die Entwicklung der Raumfahrt und damit für eine der größten Leistungen in der Technikgeschichte. Das Museum plant jetzt, die 17 Jahre alte Dauerausstellung unter Beteiligung eines internationalen wissenschaftlichen Beirats vollständig zu erneuern. Wir werden das von Seiten des Landes mit 5 Millionen Euro unterstützen. Und wir freuen uns darüber, dass der Bund Mittel in gleicher Höhe zugesagt hat“, sagte Schwesig bei ihrem Besuch.

Schwesig kündigte an, dass das Land weitere 1,2 Millionen Euro für den Erhalt des Sauerstoffwerks in Peenemünde aufwenden wird, falls der Bund den Antrag auf Denkmalschutzmittel der Gemeinde in gleicher Höhe positiv entscheidet. Der Antrag soll am Freitag gestellt werden. „Damit unterstützen wir die Gemeinde Peenemünde. Wir hoffen darauf, dass sich auch der Bund am Erhalt des denkmalgeschützten Sauerstoffwerks beteiligen wird.“

Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab die Ministerpräsidentin einen Fördermittelbescheid in Höhe von 95.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und des Bildungsministeriums zur Sanierung der Bunkerwarte. „Peenemünde ist für die Geschichte Vorpommerns von besonderer Bedeutung. Die Gemeinde hat ein besonders schweres historisches Erbe zu tragen. Wir unterstützen die Gemeinde dabei, dieses Erbe zu bewahren und die Zukunft zu gestalten“, so Dahlemann.