Ostseesymposium Onkologie in Rostock

Rostock – Aktuelle Erkenntnisse in der Onkologie (ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Krankheit Krebs befasst) waren Thema beim 15. Ostseesymposium Onkologie am Samstag in Rostock. Im Schwerpunkt ging es um die Diagnostik und Therapiestrategien verschiedener Krebserkrankungen.

„Um Krebserkrankungen und deren möglichst wirksame Behandlung besser zu verstehen, braucht es den regelmäßigen Austausch zwischen Ärzten, medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften. Das Ostseesymposium Onkologie bietet dafür mit der Mischung aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Workshops ein geeignetes Forum für medizinischen Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern, um gemeinsam Diagnostik und Therapie weiterzuentwickeln“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Veranstalter der noch bis Sonntag andauernden Fachkonferenz war das Zentrum für Innere Medizin Klinik III Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin der Universitätsmedizin Rostock.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Veranstaltung war das Klinische Krebsregister Mecklenburg-Vorpommern, das zur Erfassung, Prüfung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Erkrankungsdaten eingerichtet wurde und auf der bisherigen Krebsregistrierung aufbaut. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf. Die Institution dient der onkologischen Qualitätssicherung und soll zur Erhöhung der Wirksamkeit und Effizienz der Krebsbehandlung in Mecklenburg-Vorpommern beitragen.

„Für die onkologische Forschung braucht es Daten, die umfassend, vollständig, verlässlich und gut vergleichbar sind, um sie fachkundig auszuwerten und den am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Dafür benötigen wir in Mecklenburg-Vorpommern die engagierte Mitarbeit der Ärzte. Von den vollzähligen und vollumfänglichen Meldungen werden alle profitieren können. Ich appelliere an die Ärzte, der Meldepflicht unbedingt nachzukommen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern erkranken nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen jährlich rund 11.100 Menschen (6.200 Männer und 4.900 Frauen) an Krebs. Mit 5.300 Sterbefällen pro Jahr (3.100 Männer und 2.200 Frauen) stehen Krebserkrankungen nach Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems an zweiter Stelle der Todesursachen.

Im Land gibt es vier ausgewiesene onkologische Zentren: die Universitätsmedizin Greifswald, das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg, die Universitätsmedizin Rostock und die HELIOS-Kliniken Schwerin. Die Zentren haben unter anderem die Aufgabe, die interdisziplinäre Versorgung von Krebskranken zu sichern, eine fachgerechte Behandlung der häufigen Tumorerkrankungen zu gewährleisten (beispielsweise Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs) und sie sind zudem ein Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und ärztlicher Praxis. Dazu kommen 61 onkologisch qualifizierte Ärzte, die an der bundeseinheitlichen Onkologievereinbarung teilnehmen und damit die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten sicherstellen.

Mehrgenerationenhäuser stärken den sozialen Zusammenhalt der Menschen vor Ort

Ministerin Drese bei Feier zum zehnjährigen Jubiläum in Schwerin

Schwerin – Sozialministerin Drese hat die Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser als Informations- und Beratungszentrum und Treffpunkt für Menschen aller Generationen hervorgehoben.

Anlässlich ihres Besuchs zum zehnjährigen Bestehen des Mehrgenerationenhauses Schwerin betonte Ministerin Drese: „Mit ihren zahlreichen offenen Angeboten sind die Mehrgenerationenhäuser wichtige Anlaufstellen vor Ort. Sie stehen vor allem Familien, aber auch Zugewanderten und Senioren unkompliziert und unbürokratisch mit Rat und Tat zur Seite. Mecklenburg-Vorpommern verfügt bereits über 25 Mehrgenerationenhäuser, die sich fest etabliert haben.“

Das Mehrgenerationenhaus Schwerin in Trägerschaft des Internationalen Bundes ist Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger der gesamten Stadt besonders aber aus den Stadtteilen Mueßer Holz und Neu-Zippendorf. Drese: „Es fördert den Dialog und die Bürgerbeteiligung und stärkt damit den sozialen Zusammenhalt der Menschen vor Ort.“

So werden vierzehn ständige Angebotsgruppen von ehrenamtlich Tätigen begleitet – darunter der Offene Treff, ein Seniorenclub, Krabbelgruppen oder Hausaufgabenhilfen. Ein weiterer Schwerpunkt des Hauses liegt zudem in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten.

„Wir erleben in Schwerin eine lebendige Vernetzung mit weiteren Akteuren in der Stadt wie Verbänden, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Dabei entstehen Synergien“, verdeutlichte Drese.

Durch das am 1. Januar 2017 gestartete neue Bundesprogramm können Mehrgenerationenhäuser im Zeitraum 2017 bis 2020 40.000 Euro Förderung im Jahr erhalten.

Landeswild- und Fischtage 2017

Erste „Jagdkönigin“ tritt Amt an

Ludwigslust – Bei den 17. Landeswild- und Fischtagen auf dem Schlossplatz Ludwigslust können sich Interessierte am Wochenende (23./24.09.) über einheimische Wild- und Fischprodukte informieren. „Fisch und Wild aus heimischen Wäldern und Gewässern sind eine wahre Gaumenfreunde und eine gesunde Alternative noch dazu. Auch unterstützen wir mit dem Verzehr regionaler Produkte unsere einheimischen Fischer und Jäger“, betonte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Er wird die Veranstaltung am Samstag (23.09.) um 11 Uhr eröffnen.

Mit den Landeswild- und Fischtagen soll den Naturprodukten Wildfleisch und Fisch aus heimischen Revieren mehr Beachtung geschenkt und die Besonderheiten dieser gesunden und urtümlichen Produkte herausgestellt werden Aussteller und Besucher können im persönlichen Kontakt maßgeblich voneinander profitieren: „Kunden erfahren, wo sie auch abseits der Veranstaltung wertvolle und handverlesene Produkte aus unserem Land bekommen. Aussteller haben hingegen die Möglichkeit die Bedürfnisse potenzieller Kunden kennenzulernen“, so der Staatssekretär.

In diesem Jahr präsentieren sich 42 Aussteller, Händler und Wildbretanbieter vor der historischen Schlosskulisse. „Die Landeswild- und Fischtage haben Tradition. Dennoch liegt uns viel daran, jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zustellen und allen Generationen gleichermaßen gerecht zu werden“, betonte Dr. Buchwald.

Für Kinder wird es eine „Kindermeile“ mit Angeboten und Aktionen des Landesjagdverbandes, dem Lernort Natur und der Landesforst geben. An beiden Tagen können Besucherinnen und Besucher zudem beim fachgerechten Zerlegen und Zubereiten von Wild und Fisch zusehen. Auch werden täglich Vorführungen des Deutschen Falken Ordens, eine Pfostenschau mit Jagdhunden und ein Angelschnur-Zielwurf-Wettbewerb dargeboten.

In diesem Jahr wird zum ersten Mal die Jagdkönigin MV in ihr Amt eingeführt. Die Wahl fiel auf Isabell Urban, Hegering Mestlin, Jagdverband Parchim. Sie wird den Titel für zwei Jahre tragen und den Landesjagdverband als „Botschafterin der Jagd“ bei öffentlichen Terminen repräsentieren.

Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern fast 13.000 Jägerinnen und Jäger und etwa 100.000 Anglerinnen und Angler aktiv. Hinzu kommen die Binnenfischerei mit 52 Betrieben und 250 Beschäftigten, die 236 Haupterwerbsfischer der Kutter- und Küstenfischerei und 128 Nebenerwerbsfischer, sowie die große Hochseefischerei mit 6 Unternehmen und hat 291 Seeleuten.

„Sie hegen unsere Wild- und Fischbestände, halten sie gesund, sichern deren natürliche Lebensgrundlagen und halten das kulturelle Erbe der Jagd und des Fischens hoch“, kommentierte Buchwald.

Im Jagdjahr 2016/17 (1. April 2016 bis 31. März 2017) wurden hierzulande insgesamt rund 138.000 Stück Schalenwild erlegt. Das Streckenergebnis liegt damit etwa 3.000 Stück über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (135.000 Stück Schalenwild). Beim Rotwild wurden fast 8.000 Stück erlegt. Dieses Ergebnis ist seit Erhebung der Wildstatistik im Jahr 1972 der dritthöchste Wert für M-V und liegt auch um 13 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (ca. 7.000 Stück). Beim Damwild wurde ein Streckenergebnis von ca. 11.200 Stück erzielt, das ist sind rund 1.100 Stück weniger als im Jagdjahr zuvor.

Die Rehwildstrecke bewegt sich mit etwa 57.000 Stück auf einem gleichbleibenden Niveau. Nach den milden Wintern von 2007 bis 2009 erreichte die Schwarzwildstrecke ein Rekordergebnis mit 75.900 Stück im Jagdjahr 2009/10. Danach lag die Strecke durchschnittlich bei rund 56.800 Stück. Streckeneinbrüche konnten immer im Zusammenhang mit der Frühjahrswitterung gesehen werden. Die günstige Witterung im Winter/Frühjahr der vergangenen beiden Jahre sorgte wieder für einen Anstieg der Jagdstrecke auf ca. 60.800 Stück.

Insgesamt wurden in M-V im Jagdjahr 2016/17 ca. 3.900 Tonnen heimisches Wildbret erzeugt. Ein Großteil des Fleisches wird in den 23 für die Wildbearbeitung zugelassenen Betrieben veredelt. „Heimisches Wildfleisch, so Backhaus, erfreut sich einer immer höheren Beliebtheit. Da Wild in der freien Natur lebt, gelangen keine schädlichen Fremdstoffe wie Medikamente in das Fleisch. Das magere Muskelfleisch ist reich an Eiweißen und Spurenelementen.“ Auch besteche Wildbret durch seine Öko-Bilanz: „Wenn man die kurzen Wege zu den Bezugsquellen in der Region bedenkt, die lange Transportwege wie in der Nutztierhaltung überflüssig machen, dann sind die Vorteile von Wildbret unschlagbar.“

Auch Fisch und Fischerzeugnisse kommen in Deutschland gerne auf den Teller. So liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bundesweit bei etwa 14 kg, was rund 1,15 Mio. t entspricht.

Bußgelder für Handynutzung und Behindern von Rettungskräften

Berlin – Autofahrer, die für Polizei- und Hilfskräfte keine Rettungsgasse bilden, müssen künftig mit einem Bußgeld bis zu 200 Euro rechnen. Kommt es darüber hinaus zu einer weiteren Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung, kann es bis zu 120 Euro teurer werden. Außerdem droht ein einmonatiges Fahrverbot.

Der Bundesrat hat einen entsprechenden Verordnungsvorschlag der Bundesregierung in seiner Sitzung am 22. September 2017 ausdrücklich begrüßt. Seine Zustimmung zu der Vorlage knüpfte er jedoch an die Bedingung, die Bußgelder für Verstöße gegen die Pflicht, bei Blaulicht oder Einsatzhorn sofort freie Bahn zu schaffen, ebenfalls anzuheben. Ansonsten bestünde ein Wertungswiderspruch. Beide Verstöße seien gleich schwer zu bewerten und müssten deshalb auch weiter gleich geahnt werden.

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Erweiterung des Handy-Verbots am Steuer möchte der Bundesrat nur geringfügig ändern: Er verlangt eine Ausnahmeregelung für Straßenbahnen, um zu gewährleisten, dass der Fahrkartenverkauf an Haltestellen weiterhin ungehindert möglich ist. Für Linienbusse sieht der Verordnungsvorschlag eine solche Regelung bereits vor.

Das neue Handy-Verbot enthält eine technikoffene Formulierung, die sicherstellen soll, dass sich Fahrzeugführer während der Fahrt grundsätzlich nicht durch Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsmittel ablenken lassen. Die Bedienung der Geräte mittels Sprachsteuerung und Vorlesefunktion bleibt zulässig, ebenso deren sekundenschnelle Nutzung. Bei einem Verstoß gegen die geänderten Vorschriften zur Nutzung elektronischer Geräte drohen erhöhte Bußgelder. Praxiserfahrungen hätten gezeigt, dass die Vorschrift bislang nicht ernst genommen wurde, hatte die Bundesregierung die Anpassung des Bußgeldrahmens begründet.

Darüber hinaus schreibt die Verordnung vor, dass Autofahrer ihr Gesicht am Steuer nicht verhüllen oder verdecken dürfen, um eine Identitätsfeststellung zu vereiteln.

Lediglich klarstellenden Charakter hat die Änderung zum Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen: Es gilt ausdrücklich nur für den gewerblichen Güterverkehr. Fahrzeuge, die zu Sport- und Freizeitzwecken unterwegs sind, sind von dem Verbot ausgenommen.

Die Verordnung wird nun der Bundesregierung zur Ausfertigung zugeleitet. Sie soll am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft treten.

Bundesrat unterstützt öffentliches WLAN

Berlin – Ein weiterer Schritt zur Verbreitung von öffentlichem WLAN: Der Bundesrat hat am 22. September 2017 das vom Bundestag bereits am 30. Juni 2017 verabschiedete Telemediengesetz gebilligt. Es beendet die sogenannte Störerhaftung für Anbieter öffentlichen Internets zum Beispiel in Schulen, Bürgerämtern oder Bibliotheken.

Betreiber von Internetzugängen können ihre Dienste künftig Dritten über drahtlose lokale Netzwerke (WLAN) anbieten, ohne dabei befürchten zu müssen, für Rechtsverstöße von Nutzern abgemahnt oder haftbar gemacht zu werden. Ein Großteil der derzeit bestehenden Kostenpflicht – insbesondere bei Abmahnungen – entfällt.

Das Gesetz stellt außerdem klar, dass Behörden WLAN-Betreiber nicht verpflichten dürfen, Nutzer zu registrieren oder ein Passwort für die Nutzung zu verlangen. Auf freiwilliger Basis ist dies weiter möglich. Eine Registrierung, bei der die persönlichen Daten von Nutzern zu anderen als Abrechnungszwecken gespeichert werden, darf datenschutzrechtlich allerdings nur mit Einwilligung des Nutzers erfolgen. Außerdem regelt das Gesetz, unter welchen Bedingungen Nutzungssperren im Einzelfall möglich sind.

Das Gesetz geht auf einen Entwurf der Bundesregierung zurück, die sich davon einen entscheidenden Schub für mehr offene WLAN-Hotspots verspricht. WLAN sei mittlerweile ein wichtiger Baustein der digitalen Infrastruktur und Grundlage vieler Geschäftsmodelle und Innovationen, hieß es zur Begründung der Vorlage, die der Bundestag mit kleineren Änderungen angenommen hat. Auch der Bundesrat hatte sich in seiner Stellungnahme vom 12. Mai 2017 sehr zufrieden mit den Regierungsplänen gezeigt.

Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Bundesrat billigt härtere Strafen für illegale Autorrennen

Berlin – Illegale Autorennen auf öffentlichen Straßen werden künftig mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Der Bundesrat billigte am 22. September die entsprechende Strafverschärfung, die der Deutsche Bundestag am 29. Juni 2017 beschlossen hatte. Das Gesetz greift eine Bundesratsinitiative vom Herbst letzten Jahres auf .

Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es soll am Tag nach der Verkündung in Kraft treten.

Kern der Neuregelungen ist ein eigener Tatbestand, der die Sanktionsmöglichkeiten in der Praxis verbessert: Wer ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet, durchführt oder daran teilnimmt, wird mit Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Allein die abstrakte Gefährdung ist also bereits Grundlage für die Bestrafung. Bislang konnte die Beteiligung an illegalen Autorennen nur als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen geahndet werden, solange dabei niemand ernsthaft zu Schaden kam. Bei schweren Personenschäden sind künftig dagegen bis zu zehn Jahre Haft möglich.

Strafbar wird zudem auch schon der Versuch, ein illegales Rennen durchzuführen. Damit ist sichergestellt, dass Organisatoren auch dann nicht mehr straflos davonkommen, wenn die Polizei von dem Vorhaben erfährt und es vereitelt.

Ebenfalls strafbar macht sich künftig derjenige, der als einzelner Auto- oder Motorradfahrer grob verkehrswidrig und rücksichtslos rast, als wäre er in einem Rennen – quasi gegen sich selbst oder fiktive Gegner. Damit reagiert der Gesetzgeber auf den Trend, Videos von halsbrecherischen Fahrten aufzunehmen und ins Internet zu stellen.

Zudem können die Fahrzeuge der Beteiligten eingezogen werden. Das Veranstalten illegaler Autorennen wird darüber hinaus in den Katalog derjenigen Delikte aufgenommen, die in der Regel zur Entziehung der Fahrerlaubnis führen.

Ziel des Gesetzes ist es, effektiver gegen die so genannte Raser-Szene vorzugehen. Immer wieder sorgen spektakuläre Unfälle für Aufsehen – ausgelöst durch spontane Beschleunigungsrennen nach einem Ampelstopp oder auch durch organisierte überörtliche Rennen, die die Teilnehmer als „Freizeitbeschäftigung“ ansehen.

Neues Getreideterminal entsteht im Rostocker Überseehafen

Rostock – Im Rostocker Überseehafen ist am Freitag der offizielle Baustart für ein neues Getreidelager erfolgt. Bauherr ist die GT Rostock.

„Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Mit dem neuen Getreideterminal werden die Voraussetzungen für weiteres Wachstum gelegt. Der Bauherr will die Anlage für den Getreideexport nutzen und diese auch anderen Getreidehändlern für den Umschlag zur Verfügung stellen. So profitieren alle Nutzer und Kunden von der Investition“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. GT Rostock ist ein Gesellschafterverbund bestehend aus der Beiselen GmbH (Ulm) und den drei norddeutschen Agrarhandelsunternehmen Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG (Winsen/Luhe), J. Stöfen GmbH (Wesselburen) und Trede & von Pein GmbH (Itzehoe).

Auf einer Fläche von rund fünf Hektar auf der westlichen Seite von Pier IV am Liegeplatz 18 entsteht eine Getreidesilo- und Verladeanlage mit 160.000 Tonnen Silokapazität. Die Verladekapazität beträgt nach Angaben des Bauherrn 1.200 Tonnen pro Stunde. Insgesamt umfasst die Getreideerfassungs- und Siloanlage 18 Silos für die Lagerung, Probennahmegebäude mit Labor- und Büroräumen, Getreideannahme für Bahn und LKW, Schaltwarte und Maschinenturm, Verladung mit Förderbandbrücke sowie eine Werkstatt. Die GT Rostock investiert insgesamt rund 28 Millionen Euro in den Neubau; bis zum Ende des Jahres 2018 soll der Bau fertiggestellt sein.

„Die gemeinschaftliche Investition der vier an der GT Rostock GmbH beteiligten Unternehmen ist ein Beleg für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Das trägt dazu bei, Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft zu sichern“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Die ROSTOCK PORT GmbH ist Betreiberin des Rostocker Überseehafens und des Warnemünder Kreuzfahrthafens. Als Gesellschafter sind die Hansestadt Rostock mit 74,9 Prozent sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern mit 25,1 Prozent beteiligt. Mit derzeit über 170 Mitarbeitern zählt ROSTOCK PORT nach eigenen Angaben neben Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, Euroports Germany GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften, EEW Special Pipe Constructions GmbH, Schiffsversorgung Rostock GmbH, Gesamthafenbetrieb und Großtanklager Ölhafen Rostock GmbH zu den größten Arbeitgebern im Hafen.

„Die gute verkehrstechnische Anbindung, das moderne Erscheinungsbild und die steten Investitionen haben dazu beigetragen, dass sich der Rostocker Überseehafen zu einem modernen, wettbewerbsfähigen und international attraktiven Logistikzentrum entwickelt hat“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Im Überseehafen Rostock gingen im Jahr 2016 nach Angaben des Betreibers 26,8 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Das waren 1,4 Millionen Tonnen (+5 Prozent) mehr als im Jahr 2015. Insgesamt verzeichnete der Überseehafen Rostock 8.120 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen im vergangenen Jahr, davon allein 6.175 Anläufe von Fähr- und RoRo-Schiffen.

Für sogenannte Schüttgüter wie Getreide stehen im Hafen insgesamt 420.000 Quadratmeter Freilager und 55.000 Quadratmeter gedeckte Lager zur Verfügung. Neben dem Umschlag von Kohle gehören vor allem Baustoffe, Düngemittel und Getreide zu den bedeutendsten Schüttgütern im Rostocker Hafen. Der Schüttgutumschlag lag im vergangenen Jahr mit insgesamt 7,4 Millionen Tonnen und damit mit einem Plus von sechs Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Etwa 12.500 Beschäftigte sind direkt und indirekt in über 150 Unternehmen der Rostocker Hafenwirtschaft in Umschlag, Lagerung, Produktion und Dienstleistungen für Schifffahrt, Transport, Umschlag, Lagerung und Warenbehandlung tätig.

25 Jahre LIEBAU orthopädietechnik GmbH

Rostock – Am Freitag hat die LIEBAU orthopädietechnk GmbH feierlich ihr 25-jähriges Firmenjubiläum auf ihrem Firmengelände in Rostock-Lütten Klein gefeiert.

„Das Unternehmen ist über die Jahre kontinuierlich gewachsen. Es hat sich zu einem bedeutenden Arbeitgeber und Dienstleister in dem für unser Land wichtigen Markt der Gesundheitswirtschaft entwickelt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Zum feierlichen Empfang wurden mehr als 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft erwartet.

Die LIEBAU orthopädietechnik GmbH wurde 1992 vom Orthopädietechnikmeister Gunar Liebau gegründet. Das Unternehmen beschäftigt aktuell über 80 Mitarbeiter. Standorte bestehen u. a. in Rostock, Wismar, Bad Doberan, Schwerin, Ribnitz-Damgarten und Hamburg. Das Unternehmen produziert und versorgt Patienten, Krankenhäuser und Reha-Kliniken mit Groß- und Kleinorthopädietechnik, Orthesen- und Prothesensystemen.

„Im Vordergrund des Unternehmens stehen neben einer effizienten Versorgung des Patienten ein größtmöglicher Service bei der Lieferung und Anpassung ihrer Hilfsmittel und der persönliche Kontakt zwischen ihren Mitarbeitern und den Kunden“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

In Wismar wird aktuell ein Orthopädisches Zentrum gebaut. Dieses vereint Werkstätten, Fachhandel und Ärztepraxen unter einem Dach. Die offizielle Inbetriebnahme des Zentrums ist nach Unternehmensangaben für Mitte 2018 geplant.

„Das ist ein Beleg für das Vertrauen des Unternehmens in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Es wird nachhaltig weiter investiert“, sagte Glawe. Begleitet wird die Unternehmensansiedlung der LIEBAU orthopädietechnik GmbH in Wismar durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern (Invest in MV). Aufgabe dieser Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die im nordöstlichen Bundesland investieren und expandieren wollen.

Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist ein sehr wichtiger strategischer Teil der Wirtschaft unseres Landes. „Keine andere Branche kann sich in den vergangenen Jahren derart auf ein stabiles Wachstum verlassen wie die Gesundheitswirtschaft. Unabhängig von Finanzkrisen und Konjunkturen werden Menschen immer versuchen, Gesundheit und Wohlbefinden zu erlangen und das in erster Linie an ihrem Lebensort. Das beinhaltet große Chancen für alle Akteure und schafft Arbeit. Darüber hinaus bietet die Gesundheitswirtschaft hohe Wachstumschancen auch für viele andere Bereiche wie den Tourismus, die Ernährungswirtschaft oder auch den Wohnungsbau. Die Potentiale können wir noch besser ausschöpfen und miteinander verbinden“, so Glawe weiter.

Fast 150.000 Beschäftigte haben Arbeit in der Gesundheitswirtschaft, das ist jeder fünfte Arbeitsplatz im Land. „Allein seit 2014 sind 11.400 neue Stellen in der Branche entstanden. Das ist Spitze in Deutschland“, sagte Glawe abschließend. Insbesondere im Bereich Life Science (z.B. Medizintechnik, Forschung und Entwicklung, Humanarzneiwaren usw.) gibt es deutliche Zuwächse. In den vergangenen zehn Jahren sind nach einer Studie der BioCon Valley GmbH zufolge über 3.700 neue Jobs allein in diesem Bereich entstanden (2006: 8.000 Erwerbstätige – 2015: 11.700 Erwerbstätige; Quelle: BioCon Valley/WifOR). Seit 1990 sind in die Branche Gesundheitswirtschaft mehr als zwei Milliarden Euro investiert worden. Heute gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 39 Krankenhäuser, ca. 60 Reha-Kliniken und über 60 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte.

Wohnungsgesellschaft Güstrow erhält Förderung

Güstrow – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (25.09.2017) einen Zuwendungsbescheid an die Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG). Sein Ministerium unterstützt die Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahme im Güstrower Eschenwinkel 21 bis 24 mit einem Darlehen in Höhe von rund 547.000 Euro aus Mitteln des Landesprogramms Wohnraumförderung.

Die WGG beabsichtigt, 80 Wohneinheiten in dem fünfgeschossigen Wohngebäude aus dem Jahr 1990 instand zu setzen und zu modernisieren. Unter anderem werden das Dach, die Fenster und die Balkongeländer erneuert. Zudem sollen die Heizungen und Sanitäreinrichtungen neu installiert sowie Fliesenlege-, Maler- und Fußbodenarbeiten durchgeführt werden. Auch die Innentüren des Gebäudes werden erneuert.

Die Gesamtkosten für diese Baumaßnahme betragen knapp zwei Millionen Euro.

Das Landesprogramm Wohnraumförderung stellt zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse bereit. Im Jahr 2017 liegt das Programmvolumen bei 29,6 Millionen Euro, davon 5 Millionen Euro als Förderdarlehen und 14 Millionen Euro als Zuschüsse für Wohnraumsanierungen. Gefördert werden Modernisierungen und Instandsetzungen unter anderem von Miet- und Genossenschaftswohnungen und selbst genutztem Wohneigentum, der barrierefreie Umbau von Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie selbst genutztem Wohneigentum sowie die Nachrüstung von Personenaufzügen.

Sportboothafen in Rostock-Warnemünde soll aus- und umgebaut werden

Rostock – Die Hansestadt Rostock plant die weitere Entwicklung der Mittelmole in Rostock-Warnemünde. Das gesamte Areal soll als zentraler touristischer Anlaufpunkt neu gestaltet und weiter entwickelt werden. Ein wichtiger Baustein ist der Sportboothafen an der Nordspitze.

„Die Hafenanlage soll grundlegend ertüchtigt und ausgebaut werden. Bootsanlegestellen, Wasserwanderrastplatz und Sporteinrichtungen sollen entstehen. Die Entwicklung und infrastrukturelle Ertüchtigung der Mittelmole ist ein notwendiger Schritt zum Erhalt und zum Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Rostock.

Wirtschaftsminister Glawe hat in Rostock eine Zusicherung an den Oberbürgermeister der Hansestadt Roland Methling übergeben. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich etwa auf 9,52 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) voraussichtlich in Höhe von rund 8,57 Millionen Euro.

„Mit den anstehenden Investitionen soll das maritime Angebot vor Ort weiter verbessert werden. Ziel ist es, die Attraktivität des Segel- und Sportbootstandortes Warnemünde insgesamt für Einheimische und Gäste weiter zu erhöhen“, so Glawe weiter.

Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze. Gästen stehen rund 400 wassertouristische Anlagen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung – von der Marina bis zur einfachen Ein- und Ausstiegsstelle für Kanuten. Insgesamt 7.255 touristisch nutzbare Liegeplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, davon 4.308 Dauerliegeplätze und 2.947 Gastliegeplätze.

„Wir müssen stetig am touristischen Qualitätsstandard arbeiten. So gelingt es uns, eine hohe Gästezufriedenheit zu erreichen und aus unseren Urlaubern auch wiederkehrende Gäste zu machen. Dazu gehört, dass in die touristische Infrastruktur weiter investiert wird“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat seit 1990 insgesamt 356 maritim-touristische Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 528 Millionen Euro mit knapp 408 Millionen Euro unterstützt. Investiert wurde unter anderem in den Bau von Strandpromenaden, Schiffsanlegern, Seebrücken, Anlegestellen und Rettungstürmen, barrierefreien Strandabgängen, Badestellen und Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Bio-Brotbox-Aktion auf Biohof bringt Schülern Landwirtschaft nahe

Broderstorf – „Mit einem guten ausgewogenen Frühstück in den Tag zu starten, ist eine super Voraussetzung, um fit für die Schule zu sein“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus in Broderstorf (Landkreis Rostock) anlässlich der Übergabe der Bio-Brotbox an Erstklässler der örtlichen Grundschule.

„Besonders freue ich mich darüber, dass die Bio-Brotbox-Aktion in diesem Jahr in einem ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieb, dem Biohof Jantzen, stattfindet“, hob der Minister hervor. „Hier könnt Ihr Schüler hautnah erleben und sehen, wie Landwirte täglich dafür erbeiten, dass unser Tisch reichlich gedeckt ist.“

Der Biohof Jantzen wirtschaftet auf 187 Hektar (ha) Fläche und hält ca. 190 Rinder, davon ca. 80 Mutterkühe. Über die ökologische Wirtschaftsweise hinaus nimmt der Betrieb auch Rücksicht auf die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten und schafft für diese extra Lebensräume. Der Biohof Jantzen ist einer von 55 Biopark-Betrieben, die sich mit insgesamt 35.000 ha am Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ beteiligen.

Die Bio-Brotbox verfolgt drei Ziele: Jedes Kind soll täglich frühstücken können. – Jedes Kind soll ein gesundes Frühstück erhalten. – Jedes Kind soll den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen. Dazu gehört auch das Wissen über Herkunft und Entstehung von Lebensmitteln.

Mehr als 6.000 Schüler aus 101 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben am vergangenen Mittwoch eine Bio-Brotbox erhalten. Das sind 300 Schüler aus zehn Schulen mehr als im Vorjahr. Die Bio-Brotbox-Aktion wird von zahlreichen Unternehmen unterstützt. Begleitet wird das Projekt darüber hinaus vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, der Vebraucherzentrale sowie der Vernetzungsstelle für Kita- und Schulverpflegung.

Bundesweit gibt es 70 Bio-Brotbox-Initiativen. Insgesamt werden im Jahr 2017 rund 190.000 Bio-Brotboxen an ca. 25 Prozent der Erstklässler in Deutschland verteilt.

Multifunktionales Kongress- und Eventcenter entsteht in Rostock

Rostock – Die StadtHalle in Rostock wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Am Freitag ist in der Hansestadt der aktuelle Stand des Bauvorhabens vorgestellt worden.

„Bei Großveranstaltungen oder Kongressen reichen die Besucherkapazitäten teilweise nicht mehr aus. Ziel ist es, den Standort insgesamt noch attraktiver zu machen und die Zuschauerzahlen weiter zu erhöhen. Darüber hinaus besteht durch den Umbau die Möglichkeit, das Angebotsspektrum für Veranstaltungen und Produktionen noch erweitern zu können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben übergeben. „Die Hansestadt Rostock hat das Potential, auch überregional bedeutsame Kongresse, Sport- und Kulturevents zu veranstalten.“

Die StadtHalle der Hansestadt Rostock ist 1979 errichtet worden. Mit der Gebäudeerweiterung vergrößert sich die Netto-Grundfläche der Halle um ca. 2.200 Quadratmeter auf ca. 17.640 Quadratmeter. Die Anzahl der Besucherplätze liegt zukünftig bei insgesamt 6.600 Stehplätzen und 5.179 Sitzplätzen. Die geplanten Maßnahmen umfassen im Wesentlichen den teilweisen Rückbau bestehender baulicher Anlagen sowie deren Erneuerung und Modernisierung, u. a. Vorplatz, Fassade, Foyer, Terrassenaufbau, Hallenfußboden sowie Beleuchtung.

Die Foyer-Bereiche werden in nördlicher Richtung verbunden und mit einer Neuordnung von Zugang, Garderoben, Kassen und Catering versehen. Es sind zusätzliche sanitäre Anlagen sowie ein Aufzug zur Verbesserung der behindertengerechten Erschließung vorgesehen. Darüber hinaus wird die Parkplatzkapazität durch den Einbau einer neuen Tribünenkonstruktion erhöht.

„Mit den Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit der StadtHalle im Sinne einer multifunktionalen Veranstaltungsarena deutlich verbessert. Ein abwechslungsreiches und breites Veranstaltungsangebot trägt auch dazu bei, neue Gästegruppen zu erschließen“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Pegel übergibt Zuwendungsbescheid an Neuwoges in Neubrandenburg

Neubrandenburg – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Freitag (22.09.2017) zwei Zuwendungsbescheide an den Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) Frank Benischke. Das Land unterstützt die Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Ziolkowskistraße 9 und 11 sowie an der Humboldtstr. 7, 9 und 11 mit einem Darlehen von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des Landesprogramms Wohnraumförderung.

Die Neuwoges modernisiert 106 Wohneinheiten an der Ziolkowskistraße 9 und11 (Darlehen 760.000) und 45 Wohneinheiten an der Humboldtstraße 7, 9 und 11 (Darlehen 400.000 Euro). Es sollen unter anderem Dach, Fassade, Elektroanlagen, Heizungen und Sanitäreinrichtungen erneuert werden. Die Gesamtkosten für diese Vorhaben betragen rund 4,6 Millionen Euro.

Das Landesprogramm Wohnraumförderung stellt zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse bereit. Im Jahr 2017 liegt das Programmvolumen bei 29,6 Millionen Euro, davon 5 Millionen Euro als Förderdarlehen und 14 Millionen Euro als Zuschüsse für Wohnraumsanierungen.

Gefördert werden Modernisierungen und Instandsetzungen unter anderem von Miet- und Genossenschaftswohnungen und selbst genutztem Wohneigentum, der barrierefreie Umbau von Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie selbst genutztem Wohneigentum sowie die Nachrüstung von Personenaufzügen.