Weihnacht in Scheune und Schloss

Röbel – Bei Röbel an der Müritz erlebt an den ersten beiden Dezember-Wochenenden einer der schönsten Adventsmärkte Mecklenburgs seine inzwischen 24. Auflage: der und der Scheune Bollewick.

Hier lassen in weihnachtlicher Atmosphäre – und selbstverständlich gut geheizt – Künstler und Kunsthandwerker vor den Augen der Besucher auf zwei Etagen Bernstein-, Holz- und Silberschmuck, Blei- und Tiffany-Glas entstehen; es gibt handgefertigte Schokolade und Pralinen, geschmiedete Messer und heißen Bärenfang, Holzspielzeug und Kerzenständer aus Edelstahl. Nicht zu vergessen: das größte Dominoherz Mecklenburgs. Staunen, Riechen, Fühlen und Probieren – in Bollewick geht man auf Entdeckungsreise.

Ein Paradies auch für Kinder, die hier etwa gemeinsam am größten Pfefferkuchenhaus im Lande bauen und dem Weihnachtsmann persönlich ihre Wunschzettel überreichen können.

Sogar an den ersten drei Adventswochenenden lockt die Scheune von Schloss Ulrichshusen Besucher in die Seenplatte. Bekannt und berühmt als Konzertsaal – Ulrichshusen ist das Herz der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern – verwandelt sich dann die Kultur- in eine festlich geschmückte Weihnachtsscheune.

Zunächst ein Geheimtipp, schätzen inzwischen immer mehr Gäste die Mischung aus romantischem Café-Ambiente und dem Stöbern nach Geschenken der besonderen Art. Denn in Ulrichshusen bieten Handwerker aus der Region wie Hutmacher, Töpfer und Schmuckgestalter ihre Unikate an.

12 Kilometer langer Radweg von Sassnitz zum Königsstuhl wird gebaut

Insel Rügen – Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund gebaut werden.

„Mit dem geplanten Vorhaben wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um den Tourismus auf der Insel weiter zu beleben. Es wird ein wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen geschaffen. So können wir die Region als Ganzes weiter voranbringen und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die geplante Radwegtrasse soll vom nördlichen Rand der Ortslage Sassnitz zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund verlaufen. Der Weg wird entlang vorhandener Forstwegtrassen durch die nördlich von Sassnitz befindlichen Waldareale führen.

Die Gesamtlänge des Radweges beträgt rund 12 Kilometer, die Radwegbreite überwiegend 2,50 Meter. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten entstehen. Der Radwegeausbau erfolgt mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht (HGTD). „Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen weitgehend entsprechen, gleichzeitig aber die Vorteile vollflächiger, gebundener Befestigungen beibehalten“, so Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betragen rund 3,03 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Gelungene Premiere: NDR-Produktion überzeugt in Berlin

Berlin/Schwerin – Am Freitag, den 17. November 2017, feierte die NDR-Produktion „Von der Ostsee in die Südsee: Der Urgroßonkel vom anderen Ende der Welt“ in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in den Berliner Ministergärten Publikumspremiere. Entstanden ist die Dokumentation im Rahmen der Reportagereihe nordstory, die jeden Freitag um 20:15 Uhr bemerkens- und liebenswerte Geschichten aus dem Norden erzählt.

Die einstündige Dokumentation begleitet den Wahl-Mecklenburger Peter von Oertzen, der nach der deutschen Wiedervereinigung das frühere Anwesen seiner Familie in Roggow an der mecklenburgischen Ostseeküste erworben und renoviert hat. Bei seiner Suche in den verstaubten Archiven und der Bibliothek stößt er auf die vergessene Geschichte seines Urgroßonkels Gustav von Oertzen, dem ersten kaiserlichen Kommissar der Verwaltungsinseln Neupommern und Neumecklenburg im heutigen Papua-Neuguinea. Immer tiefer taucht er in die 800-jährige Familienchronik ein. Kurzerhand beschließen Peter von Oertzen und seine Tochter Alina selbst in die Südsee zu reisen. Der Beginn einer spannenden Spurensuche.

Die Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, zeigte sich in ihrer Begrüßung über das große Interesse des Berliner Publikums an der Fernsehproduktion des NDR Landes-funkhauses M-V erfreut und betonte vor den rund 200 Gästen des Preview-Abends die gelungene Kooperation mit dem Norddeutschen Rundfunk: „NDR-Produktionen aus Mecklenburg-Vorpommern laufen allabendlich nicht nur über die TV-Geräte im Nordosten, sondern werden in ganz Deutschland – sei es im NDR Fernsehen oder in der ARD – gerne gesehen. Gerade auch die nordstory erfreut sich bundesweit einer großen Beliebtheit und erzählt interessante Geschichten über unser Land und seine Menschen. Der NDR in Mecklenburg-Vorpommern, der in diesem Jahr seinen 25-jährigen Geburtstag feiern konnte, ist als öffentlich-rechtlicher Rundfunk ein wichtiger Auftraggeber und Motor für die regionale Filmwirtschaft. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir die neue nordstory bei uns in der Landesvertretung schon einmal vorab dem Berliner Publikum präsentieren konnten.“

Die Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern Elke Haferburg freute sich über die Einladung in die Vertretung und dass die Preview auf so positive Resonanz stößt: „Mit der heutigen Veranstaltung lassen wir eine wunderbare Tradition wieder aufleben, die hoffentlich auch in den kommenden Jahren weiter fortgesetzt wird: Nämlich ganz besondere Produktionen aus dem NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in die Landesvertretung M-V zu bringen und ihnen damit auch eine Bühne in der Bundeshauptstadt zu geben.“

Die Dokumentation „Von der Ostsee in die Südsee: Der Urgroßonkel vom anderen Ende der Welt“ wurde am selben Abend um 20:15 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt. Der Film ist auch in der Mediathek unter NDR.de zu sehen.

Hausärztetag in Rostock

Rostock – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend am diesjährigen Hausärztetag teilgenommen. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Herausforderungen des Gesundheitswesens zu meistern. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung, die Veränderung der Morbidität und den zunehmenden Fachkräftebedarf so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Sonnabend in Rostock.

Das Versorgungssystem wird noch von der älteren Ärztegeneration getragen, für die eine 60-Stunden-Woche häufig der Regelfall ist. „Das wandelt sich. Gleichzeitig steigt der Mehrbedarf an medizinischer Versorgung der älter werdenden Patienten. Wir sollten daher auch für die Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben, die oftmals mit einer langjährigen Betreuung von Familien und Patienten verbunden ist und damit von Menschen, die für die Unterstützung durch einen fachkundigen Lotsen durch das zuweilen komplexe Gesundheitswesen sehr dankbar sind“, forderte Glawe weiter.

Gegenwärtig sind in M-V etwa 1.130 niedergelassene Hausärzte im Bereich der ambulanten Versorgung tätig, etwa 125 Hausarztstellen sind derzeit landesweit nicht besetzt. Vor allem durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Das geschieht auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin angeboten wird. „Wichtig ist, dass möglichst viele der Allgemeinmediziner im Anschluss auch bei uns im Land bleiben und hier tätig werden“, so Glawe weiter.

Der Gesundheitsminister erläuterte, dass mittlerweile ca. zwei Drittel der Medizinstudenten weiblich sind. „Wichtig ist, dass neben der Arbeit genügend Zeit verbleibt, um sich auch der Familie zu widmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch bei den Ärzten einer immer wichtigeres Thema“, erläuterte Glawe.

Darüber hinaus machte Minister Glawe auf das Stipendienprogramm seines Ministeriums aufmerksam. „Wir unterstützen Humanmedizinstudierende mit Hilfe von Stipendien, um diese frühzeitig für die Aufnahme einer späteren ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Wer die finanziellen Hilfen erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein“, erläuterte Glawe. Das Land wird bis 2022 eine Million Euro zur Verfügung stellen.

Gesundheitsminister Glawe regte an, dass die Gemeinden im Land ein Attraktivitätsprofil ihrer Kommune erstellen. „Im Fokus steht dabei, dass die Gemeinde auf sich aufmerksam macht, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, sagte Glawe. Das Attraktivitätsprofil könnte mit der Liste der von der Kassenärztlichen Vereinigung im Netz veröffentlichten freien oder frei werdenden Arztstellen verbunden werden und an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zu verteilen. „Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur sind vorhandene Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote wichtige Faktoren, sich an einem bestimmten Ort als Arzt niederzulassen“, sagte Glawe.

Veranstalter des 24. Hausärztetages ist der Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der in Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung in Köln den Hausärztetag ausrichtet. Der Hausärzteverband M-V hat seinen Sitz in Schwerin. Der Verband vertritt die größte Facharztgruppe der niedergelassenen Ärzte.

Bundesweite Offene Krebskonferenz erstmals in M-V

Rostock – In der Hansestadt Rostock hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe die bundesweite Offene Krebskonferenz eröffnet. „Krebs ist ein Thema, mit dem leider fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden, ob durch eigene Betroffenheit oder erkrankte Angehörige, Freunde oder im Kollegenkreis. Die Diagnose macht betroffen und oft auch hilflos. Ängste und Sorgen stellen von heute auf morgen den Alltag und die Lebensplanung auf den Kopf. Schon durch die Alterung der Bevölkerung wird die Zahl der Krebserkrankungen weiter ansteigen. Daher ist es wichtig, die Versorgung von krebskranken Menschen weiter zu verbessern. Neben einer guten Krebsfrüherkennung, hochwertigen Behandlung und Prävention gehören auch die Rehabilitation und Nachsorge sowie die Krebsforschung dazu“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Minister ist auch Schirmherr der Konferenz. An der Konferenz nehmen rund 80 Experten aus ganz Deutschland teil. Mecklenburg-Vorpommern ist zum ersten Mal Ausrichtungsort der Offenen Krebskonferenz. Die Offene Krebskonferenz ist bundesweit die größte thematische Veranstaltung und findet alle zwei Jahre statt.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach dem Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2012 bis 2013 durchschnittlich jährlich 10.980 neue Krebsfälle diagnostiziert. Im Jahr 2016 werden etwa 11.500 Krebsneuerkrankungen – es liegen noch nicht alle Meldungen vor – erwartet. In M-V sind durchschnittlich jährlich 5.098 Menschen an Krebs gestorben, davon 2.916 Männer und 2.182 Frauen. „Krebserkrankungen stehen nach Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems an zweiter Stelle der Todesursachen“, so Gesundheitsminister Glawe weiter.

Eine wesentliche Rolle im Heilungsprozess der Krankheit spielt auch die psychosoziale und psychoonkologische Unterstützung der an Krebs erkrankten Menschen und ihren Angehörigen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert derzeit ein Projekt „Psychoonkologische Versorgung in Deutschland“. Hierbei geht es um eine bundesweite Bestandsaufnahme der ambulanten und stationären psychoonkologischen Versorgungsangebote und Analyse der Versorgungsdichte. Gleichzeitig erarbeiten Experten des Nationalen Krebsplans Empfehlungen zur Qualitätssicherung und zu einer einheitlichen Struktur von Krebsberatungsstellen. „Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die Empfehlungen sollen Grundlage für die weitere Ausgestaltung der psychoonkologischen Versorgung sein“, so Gesundheitsminister Glawe. Die Ergebnisse werden nicht vor Mitte 2018 erwartet. Sie müssen dann in den Ländern entsprechend bewertet werden.

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister wurden die Weichen für die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und des flächendeckenden Auf- und Ausbaus bundesweit einheitlicher Krebsregister in den Bundesländern gestellt. Die Länder sind verpflichtet, klinische Krebsregister einzurichten. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf.

„Für die onkologische Forschung braucht es Daten, die umfassend, vollständig, verlässlich und gut vergleichbar sind, um sie fachkundig auszuwerten und den am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Die klinischen Krebsregister stellen auch eine wichtige Informationsquelle für Versorgung und Forschung dar. Dafür ist in allen Bundesländern die engagierte Mitarbeit der Ärzte gefordert. Von den vollzähligen und vollumfänglichen Meldungen werden alle profitieren können“, appellierte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die klinische Krebsregistrierung durch das Krebsregistrierungsgesetz vom 11. Juli 2016 weiter entwickelt und ist mit der Umsetzung inzwischen weit voran geschritten. „Wichtig dabei ist, dass alle beteiligten Akteure weiterhin an einem Strang ziehen und dass insbesondere vollzählig und vollständig gemeldet wird“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier ausgewiesene onkologische Zentren: die Universitätsmedizin Greifswald, das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg, die Universitätsmedizin Rostock und die HELIOS-Kliniken Schwerin. Die Zentren haben unter anderem die Aufgabe, die interdisziplinäre Versorgung von Krebskranken zu sichern, eine fachgerechte Behandlung der häufigen Tumorerkrankungen zu gewährleisten (beispielsweise Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs) und sie sind zudem ein Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und ärztlicher Praxis. Dazu kommen 61 onkologisch qualifizierte Ärzte, die an der bundeseinheitlichen Onkologievereinbarung teilnehmen und damit die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten sicherstellen.

Die Konferenz wurde von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., dem Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V. und der Landeskrebsgesellschaft des jeweiligen Bundeslandes, in dem die Veranstaltung stattfindet, organisiert. Der Gesundheitsminister dankte den Organisatoren. „Mit ihrer Arbeit tragen Vereine und die Gesellschaft entscheidend dazu bei, dass das Thema Krebs in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Beitrag der Entenzüchter zur Arterhaltung gewürdigt

Wismar – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus würdigte am Sonnabend die ehrenamtlichen Leistungen der Rassegeflügelzüchter im Land. „Die aufwändige Zucht von Rassegeflügel ist kein Selbstzweck, sondern sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung alter und in ihrem Bestand gefährdeter Geflügelrassen“, sagte der Minister auf der in Wismar eröffneten Hauptsonderschau des Sondervereins der Entenzüchter Deutschlands von 1895 e.V.

Die Züchter des deutschlandweit etwa 600 Mitglieder zählenden Sondervereins – etwa 20 von ihnen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern – betreuen und züchten leichte, mittelschwere und schwere Entenrassen, darunter Altrheinische Elsterenten, Amerikanische und Deutsche Pekingenten, Streicher-, Krummschnabel- oder Hochbrutflugenten, Sachsenenten, Schwedenenten und Pommernenten – eine alte regionale Entenart, auf die hiesige Züchter besonderen Wert legen.

Mit Blick auf die durch Wild- auf Hausgeflügelbestände übertragbare Aviäre Influenca wies Minister Backhaus auf das Einhalten entsprechender Hygienemaßnahmen in Geflügelbetrieben hin. „Die Geflügelpest-Verordnung wird nach dem Vogelgrippe-Seuchenzug des vergangenen Jahres überarbeitet; es wird Erleichterungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter geben“, kündigte der Minister an.

Drese vor Antigewaltwoche: Diskriminierung und Gewalt entschieden entgegentreten

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese ruft anlässlich der diesjährigen Antigewaltwoche ab dem 20. November dazu auf, jeder Form von Diskriminierung sowie häuslicher und sexualisierter Gewalt entschieden entgegenzutreten.

„Jeder Mensch hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben. Die Allermeisten in unserer Gesellschaft würden diesen Satz sofort unterschreiben. Doch die Realität sieht leider in nicht wenigen Fällen anders aus. Gewalt lauert besonders oft hinter verschlossenen Türen: in der Partnerschaft, in der Familie, im Bekanntenkreis. Die Opfer sind vor allem Frauen und Kinder“, sagte Ministerin Drese im Vorfeld der Antigewaltwoche.

Es sei ein zentrales Anliegen der Landesregierung, Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu helfen und sie zu unterstützen. Drese: „Deshalb gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einrichtungen mit fachkundigen Beratungs-, Hilfe- und Schutzangeboten. Neben Frauenhäusern gehörten dazu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Opfer- und Traumaambulanzen, die psychologische Betreuung und Behandlung anbieten.“

Im Rahmen der Internationalen Antigewaltwoche finden in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen zum Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen statt (eine Veranstaltungsübersicht ist beigefügt). Hintergrund ist, dass am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen wird. Seit 1981 organisieren Menschenrechtsorganisationen jedes Jahr an diesem Tag Veranstaltungen, bei denen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen thematisiert wird. Sie haben die allgemeine Stärkung von Frauenrechten zum Ziel.

Ministerin Drese nimmt am 22. November am Fachtag „ON sonst OUT? – Sexualisierte Gewalt und digitale Medien“ der Aktionsgemeinschaft AGNES in Neubrandenburg teil.

Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, besucht am 20. November die Gemeinschaftsunterkunft in Ludwigslust und informiert sich dort über die Arbeit der Koordinierungsstelle für Gewaltschutz.

Fördermittel für neue Feuerwehrtechnik

Rankwitz/Ückeritz – Die Gemeinden Ückeritz und Rankwitz (Amt Usedom Süd) wollen für ihre Freiwilligen Feuerwehren neue Fahrzeuge anschaffen. Finanzielle Unterstützung dafür kommt vom Land. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute im Seebad Ückeritz einen Bewilligungsbescheid für die Beschaffung eines Mittleren Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Ückeritz und einen Bewilligungsbescheid für die Anschaffung eines Löschfahrzeuges 20 für die Feuerwehr Rankwitz an die Bürgermeister der Gemeinden.

Die Freiwillige Feuerwehr Ückeritz ist nicht nur im eigenen Ort im Einsatz, sondern ebenso im Amtsgebiet. Außerdem wurden ihr durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald überörtliche Aufgaben in der Wasserrettung übertragen, denn zu ihren Mitgliedern gehören auch ausgebildete Spezialkräfte wie Rettungsschwimmer oder Bootsführer. Das alte Löschfahrzeug mit Baujahr 1973 soll deshalb ersetzt werden, denn es hält nicht mehr den Anforderungen stand und verursacht zudem hohe Wartungs- und Unterhaltungskosten. Mit dem neuen Löschfahrzeug ist die Feuerwehr Ückeritz gerade für die Sonderaufgabe „Wasserrettung“ besser ausgestattet. 80.300 EUR steuert das Innenministerium als Sonderbedarfszuweisung für die Neuanschaffung bei.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Rankwitz nimmt nicht nur in der eigenen Gemeinde, sondern überörtlich Aufgaben des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung wahr. Besondere Einsatzschwerpunkte sind hier große Wald-, Wiesen- und Ackerflächen. Durch die Ersatzbeschaffung sollen ein Löschfahrzeug aus dem Jahr 1981 und eines mit Baujahr 1984 ersetzt werden, beide entsprechen altersbedingt nicht mehr dem nötigen Stand der Technik. In diesem Fall unterstützt das Innenministerium die Gemeinde Rankwitz mit 110.000 EUR Sonderbedarfszuweisung.

„Die Investitionen in den Brandschutz sind gut angelegtes Geld. Eine moderne Feuerwehrausstattung erleichtert erfolgreiche Einsätze“, so Innenminister Caffier heute in Ückeritz. „Das Einsatzspektrum ist vielfältig, dementsprechend müssen die Feuerwehren ausgestattet sein. Ohne den persönlichen Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfern nützt auch moderne Technik nichts. Viele engagieren sich in den beiden Gemeinden für den Schutz ihrer Mitbürger. Dafür danke ich allen recht herzlich.“

Umweltministerkonferenz ebnet Weg für Wolfsmanagement

Potsdam/Schwerin – Die Umweltministerinnen, -minister, -senatorin und -senatoren der Länder haben sich auf der Umweltministerkonferenz vom 15. bis 17. November 2017 in Potsdam auf einen einheitlichen Weg beim Management mit Problemwölfen einigen können. Nach schwierigen Verhandlungen gelang es Minister Backhaus gemeinsam mit dem Land Brandenburg, die Umweltminister davon zu überzeugen, zeitnah rechtssichere und in der Praxis umsetzbare Kriterien für den Umgang mit Problemwölfen zu entwickeln.

„Es ist fünf vor zwölf und somit höchst dringlich, dass wir hier zu einem Konsens finden“, sagte Backhaus mit Verweis auf die angespannte Situation, die sich mittlerweile neben Mecklenburg-Vorpommern auch in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen darstellt.

In den letzten Monaten gab es einen erheblichen Anstieg an Übergriffen auf Nutztiere, die sich zum Teil regional sehr zugespitzt hatten. So seien in den Ländern erste Genehmigungen für die Entnahme von Problemwölfen gestellt und genehmigt worden. Allerdings sei es kaum zu einer Entnahme gekommen, weil die unklare artenschutzrechtliche Situation die Verfahren blockierte.

„Wir brauchen endlich Rechtssicherheit und dafür klare Kriterien, die es den Behörden erlauben, umsetzbare Entscheidungen zu treffen. Zudem muss es dem Bund schnellstmöglich gelingen, gemeinsam mit Polen nachzuweisen, dass der gute Erhaltungszustand des Wolfes in der zentraleuropäischen Flachlandpopulation mit schätzungsweise weit über 1.000 Individuen längst erreicht ist“, fordert der Minister. Nur so wäre es möglich, die notwendige Umstufung von Anhang IV nach Anhang V der FFH-Richtlinie zu erreichen.

Zu den von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) erarbeiten Vorschlägen, die ursprünglich in der vergangenen Woche durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgestellt werden sollten, sagte Minister Backhaus: „Wir haben noch einmal unterstrichen, dass die vorliegenden Entwürfe noch längst nicht geeignet sind, um Praktikern und Behörden einen Leitfaden an die Hand zu geben, der eine klare Orientierung bietet. Backhaus begrüßte jedoch den Vorschlag des Bundes, in einer länderoffenen Arbeitsgruppe diese Empfehlungen weiter zu überarbeiten.

Mönchhagen erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Mönchhagen – Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik erhält die Gemeinde Mönchhagen (Landkreis Rostock) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 30.675,89 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Mönchhagen beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Wohngebiet Ibenhorst umzurüsten. Die vorhandenen 86 Natrium- und Quecksilberdampflampen sollen durch LED-Leuchtmittel ersetzt werden.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Durch diese Maßnahme können jährlich rund 36.342 Kilowattstunden Strom sowie rund 21 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Ziegelwerder und Kaninchenwerder wieder offen für Wassersportler

Schwerin – Die Naturschutzgebiete „Ziegelwerder“ sowie „Kaninchenwerder und Großer Stein im Schweriner See“ sind wieder offen für Wassersportler. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat jetzt im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Naturschutzgebietsbefahrensverordnung für die beiden Naturschutzgebiete „Kaninchenwerder und Großer Stein im Schweriner See“ sowie „Ziegelwerder“ geändert. Damit werden in den betreffenden Gebieten bestimmte Abschnitte wieder zum Ankern und Liegen freigegeben. Die Befahrensverordnung tritt mit Verkündung im Bundesgesetzblatt noch im November 2017 in Kraft.

Christian Schmidt, geschäftsführender Minister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Dies ist eine gute Nachricht für alle Wassersportler. Mit der neuen Befahrensverordnung können sie nun wieder einige ihrer angestammten Reviere im Schweriner See nutzen. Gleichzeitig berücksichtigen wir weiterhin die Belange des Natur- und insbesondere Vogelschutzes der Inseln.“

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern: „Die Änderung der Befahrensregelung durch das Bundeministerium ist ein Durchbruch für Wassersportler und Naturschutz. Ich freue mich, dass wir zu einer tragfähigen Lösung im Umgang mit der Befahrensregelung auf dem Schweriner See gelangt sind“, sagte er.

Gleichzeitig rief der Minister alle Wassersportler auf, sich mit den neuen Regelungen vertraut zu machen und auf deren Einhaltung konsequent zu achten – nur so könne gesichert werden, dass ausreichend Anteile ungestörter Bereiche für die zu schützenden Wasservogelarten während der Brut- und Mauserzeit zur Verfügung stehen.

Bereits 2016 hatte Minister Backhaus nach dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe, der einen Kompromiss aus den Positionen der unterschiedlichen Interessenparteien darstellt, einen Antrag zur Änderung der Befahrensverordnung beim Bundesverkehrsministerium gestellt, der nun positiv beschieden wurde.

Der Schweriner See gehört zur Bundeswasserstraße Stör und ist damit Teil der Müritz-Elde-Wasserstraße.

„Need for Speed Payback“ brettert in die Games-Charts

Von 0 auf 100 schaffen viele, aber von 0 auf 2, das bekommt in dieser Woche nur „Need for Speed Payback“ hin. Die Rennsimulation von Electronic Arts drückt ordentlich auf die Tube und düst im PS4- und Xbox One-Ranking direkt zur Silbermedaille. „Call of Duty: WWII“ sieht die Sportwagen herannahen, gibt das Kommando über beide Hitlisten aber vorerst nicht aus der Hand.

Blau, stachelig, kultig: Seit einem Vierteljahrhundert rast Videospielheld Sonic durch die Gegend und hat immer noch genügend Ausdauer für weitere Abenteuer. Seine aktuelle Mission heißt „Sonic Forces“, hat die Rettung der Welt zum Ziel und startet in der Bonus Edition an sechster (PS4), siebter (Xbox One) bzw. dritter Stelle (Switch). Auf der Nintendo-Plattform verkaufen sich nur „Super Mario Odyssey“ und „Mario Kart 8 Deluxe“ besser.

Die alten Nintendo Wii-Abräumer, „Just Dance 2018“ und „Mario Kart Wii Selects“, sind auch die neuen Spitzenreiter. Auf 3DS übernimmt „Miitopia“ die Krone von „Super Mario 3D Land Selects“, das sich auf Platz zwei zurückzieht.

Nur eine Neuveröffentlichung wagt den Ausflug in die PC Games-Hitliste: der Wimmelbild-Thriller „Maze: Proband 360“ (13). Das Podium setzt sich aus „Die Sims 4“, „Assassin’s Creed Origins“ sowie dem „Landwirtschafts-Simulator 17“ zusammen. In den PS3- und Xbox 360-Charts führt „FIFA 18“ abermals vor „Call of Duty: Black Ops 2“ bzw. „Minecraft“.

20. Festival polenmARkT eröffnet

Greifswald – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann eröffnete am 16.11. das Festival der polnischen Kultur im Greifswalder Alfried Krupp Wissenschaftskolleg.

Das Festival wurde bereits zum 20. Mal vom Verein polenmARkT e.V. veranstaltet. „Polens Kulturlandschaft ist so bunt wie das Land selbst. Ich freue mich sehr, dass das größte Festival polnischer Kultur in Deutschland hier bei uns in Vorpommern stattfindet. Das zeigt, wie eng unsere Beziehungen sind“, sagte Dahlemann im Rahmen der Eröffnung.

In den folgenden zehn Tagen finden zahlreiche Veranstaltungen an unterschiedlichen Spielorten in Greifswald statt. Auf dem Programm stehen Musik, von Klassik bis Blues, Theatervorführungen, Lesungen, Ausstellungen, Filme und Vorträge.

Dahlemann überbrachte einen Zuwendungsbescheid über 10.000 € aus dem Vorpommern-Fonds an den ausrichtenden Verein. “Die Landesregierung hilft mit dieser Förderung bei der Finanzierung eines Festivals, das zu gegenseitigem Verständnis und Toleranz beiträgt und das kulturelle Leben bei uns in Vorpommern bereichert. Dieses Festival ist die gelebte Metropolregion Stettin.“

Der Verein polenmARkT e.V. wird in diesem Jahr mit dem Kulturförderpreis des Landes geehrt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird die Verleihung des Preises am 29. November in der Landeshauptstadt Schwerin vornehmen.

Bundesländervergleich zu Erneuerbaren Energien: MV auf Platz 2

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern belegt im Ranking zur Nutzung und Förderung der Erneuerbaren Energien Platz 2 im Bundesländervergleich, hinter Baden-Württemberg und vor Bayern. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Studie der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. Analysiert wurden die politischen Anstrengungen und tatsächliche Erfolge beim Ausbau Erneuerbarer Energien sowie beim wirtschaftlichen und technologischen Wandel.

„Ich sehe die Bemühungen und die Arbeit der Landesregierung der vergangenen Jahre im Bereich der Erneuerbaren Energien durch die Studie bestätigt“, zeigte sich Energieminister Christian Pegel erfreut. „Das Land weist den zweithöchsten Anteil von EE-Unternehmen wie auch von EE-Beschäftigten auf. Bei Umsätzen mit Erneuerbaren Energien erreicht es gemessen am Bruttoinlandsprodukt sogar die Spitzenposition“, so Pegel.

Die Bundesländer-Vergleichsstudie Erneuerbare Energien wird seit 2008 von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) beauftragt und in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erstellt. Seit 2008 konnte Mecklenburg-Vorpommern seine Gesamtpunktzahl in der Studie kontinuierlich erhöhen und ist vom Mittelfeld auf einen Spitzenplatz vorgedrungen. Vor allem der wirtschaftliche und technologische Wandel sorgte in diesem Jahr für das gute Abschneiden Mecklenburg-Vorpommerns. Bei den politischen Anstrengungen zur Beförderung dieses Wandels erreicht das Land gar den Spitzenplatz, bei entsprechenden Erfolgen Rang zwei.

Für den Bundesländervergleich wurden insgesamt 59 Indikatoren bewertet und verschiedenen Bereichen zugeordnet. Der Bereich „Nutzung Erneuerbarer Energien“ floss mit insgesamt 70 Prozent in die Gesamtgewichtung ein. Unterschieden wurde hier zwischen Input-Faktoren, also die EE befördernde Maßnahmen, des jeweiligen Bundeslandes und dem Output, also den Erfolgen, die sich in Stand und Entwicklung beim Einsatz Erneuerbarer Energien widerspiegeln. Der zweite Bereich betrachtet den wirtschaftlichen und technologischen Wandel durch die Erneuerbare Energien, gemessen politischen Anstrengungen und Erfolgen.

Sehr gut steht Mecklenburg-Vorpommern demnach bei den Anstrengungen zum technologischen und wirtschaftlichen Wandel da. Das Land konnte sich in dieser Indikatorengruppe bereits in früheren Studien kontinuierlich verbessern und nach Platz fünf im Jahr 2014 nun den Spitzenrang erreichen. Bei der Bewertung der Ansiedlung von EE-Unternehmen sowie beim politischen Engagement für die EE-Branche wurde jeweils Platz drei erzielt. Die Forschungsausgaben für Erneuerbare Energien und Systemintegration seien gemessen am Bruttoinlandsprodukt die zweit- bzw. dritthöchsten. Auch beim Anteil spezialisierter EE-Studiengänge sei Mecklenburg-Vorpommern besser aufgestellt als viele andere Länder.

„Die Studie zeigt uns neben den Erfolgen auch auf, in welchen Bereichen wir uns noch weiter verbessern und verstärkt engagieren müssen. Dieser Herausforderung werden wir uns stellen“, resümiert Minister Pegel.

Insbesondere bei flankierenden Maßnahmen wie der Bereitstellung von Informationen oder dem Monitoring bestünden laut Studie noch Möglichkeiten zur weiteren Optimierung. Niedrigere Plätze nimmt das Land zudem im Bundesvergleich unter anderem im Bereich Elektromobilität (Fahrzeuge: Rang 15, Ladeinfrastruktur: Rang 11) sowie bei dem Anteil von Speichern für PV-Kleinanlagen (Rang elf) ein.

Werftbürgschaften an Beteiligung heimischer Zulieferer knüpfen

Schwerin – Zur Forderung der Linksfraktion, die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte: „Wir brauchen keine planlose Ausdehnung der Bürgschaften im Rahmen des Werftenförderungsgesetzes. Besser ist es darüber nachzudenken, ob und wie im Rahmen von Bürgschaften des Landes für die Werften auch Aufträge an die hiesige Zulieferindustrie ausgelöst werden können. Beispielgebend könnte die 2014 gegründete Initiative „German maritime Export“ sein. Die Initiative stellt internationalen Bestellern zusätzliche Mittel zur Auftragsfinanzierung zur Verfügung, wenn sie einen großen Teil ihres Bedarfs von deutschen Zulieferern zu beziehen. Dabei erhöht sich das Finanzierungspotential mit dem Exportvolumen. Vielleicht ein Modell für unser Land.“

Hintergrund

In der maritimen Industrie des Landes Mecklenburg-Vorpommern erwirtschaften knapp 300 Unternehmen mit 10.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro jährlich. Die Werften des Landes beschäftigen derzeit rund 2.100 Mitarbeiter und 220 Auszubildende.