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Autor: Rügenbote

70 Jahre Zoo Schwerin

Schwesig: Der Schweriner Zoo ist ein Juwel für die Stadt und die ganze Region

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Festveranstaltung zum 70. Geburtstag dem Zoo Schwerin einen Förderbescheid übergeben: „Man könnte sagen 70 Jahre und kein bisschen ruhiger, denn der Zoo Schwerin hat in den nächsten Jahren viel vor.

Ihr Zukunftskonzept hört sich richtig gut an, mit Tropenhalle und Baumwipfelpfad, mit Grüne Liste Forum und Zoo Campus. Damit das Zukunftskonzept weiter entwickelt werden kann, muss eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung eine Förderung von 58.592,63 Euro zur Verfügung stellt.“

Schwesig würdigte den Zoo in ihrer Rede: „Er ist wirklich ein Juwel für die Stadt und die ganze Region. Direkt am Schweriner Innensee, ganz in der Nähe vom Schlossgarten. Alles fing vor ganz genau 70 Jahren mit einem kleinen Heimattierpark mit nur 17 Tieren an. Heute beherbergt der Zoo über 1400 Tiere.“ Inzwischen könnten selbst Menschen dort übernachten.

Es habe sich viel getan: neue Anlagen und Spielplätze, bessere Infrastruktur. Die Ministerpräsidentin fügte an: „Über 200.000 Besucher jährlich zeigen: der Schweriner Zoo ist sehr beliebt, als Ausflugsziel für Einheimische oder Touristen. Ob beim Zoolauf, den Abendsafaris, oder zum Osterfest. Die vielen Veranstaltungen laden dazu ein den Zoo immer wieder neu zu entdecken.“

Moderne Zoos seien wichtige Botschafter für Biodiversität und Naturschutz und wertvoll für die Arterhaltung und die Umweltbildung. Die Regierungschefin ergänzte: „Mit dem Rote Liste Zentrum hat der Schweriner Zoo etwas ganz Besonderes und leistet einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz und Artenvielfalt. Wir haben uns deshalb als Land am Bau mit über 4 Mio. Euro beteiligt.“

Sie wünsche dem Zoo Schwerin weiterhin viel Erfolg und allen seinen Besucherinnen und Besuchern viel Freude und tolle Erlebnisse.

Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Tags des Baumes am 25. April rückt die Zitterpappel (Aspe) in den Fokus: Sie wurde zum Baum des Jahres 2026 ernannt. Die Auszeichnung wird seit 1989 jährlich von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung vergeben und würdigt Baumarten mit besonderer ökologischer, forstlicher oder kultureller Bedeutung.

Die Wahl der Zitterpappel zum Baum des Jahres unterstreicht ihre herausragende Rolle als Schlüsselart in Waldökosystemen. Sie überzeugt insbesondere durch ihre hohe Bedeutung für die Biodiversität, ihre Fähigkeit zur schnellen Wiederbewaldung von Störflächen sowie ihre positiven Effekte auf die Bodenentwicklung.

„Ich begrüße es sehr, dass die Zitterpappel zum Baum des Jahres 2026 gewählt wurde. Sie ist eine äußerst anpassungsfähige und ökologisch wertvolle Baumart, die gerade in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unserer Wälder leisten kann. Angesichts des Klimawandels brauchen wir robuste und vielseitige Baumarten wie die Zitterpappel, die unsere Wälder bereichern und die biologische Vielfalt stärken. Zu finden ist die Zitterpappel bisher z.B. im Naturpark „Nossentiner/Schwinzer Heide“. Dort gibt es in M-V die größte zusammenhängende Zitterpappel-Population auf 21 Hektar“, erklärt Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Die Zitterpappel ist eine in der Nordhalbkugel weit verbreitete Baumart und kommt auch in Mecklenburg-Vorpommern vor – wenn auch mit einem Anteil von lediglich rund 0,2 Prozent an der Waldfläche. Als typische Pionierbaumart besiedelt sie bevorzugt offene Flächen, etwa nach Waldbränden. Durch ihre leichten, weit fliegenden Samen sowie ihre Fähigkeit zur Vermehrung über Wurzelsprosse kann sie schnell große Flächen erschließen und so einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Waldentwicklung leisten.

Von besonderer Bedeutung ist die Zitterpappel für zahlreiche Tierarten: Zwischen 500 und 600 Insektenarten nutzen sie als Lebensraum oder Nahrungsquelle, darunter viele hochspezialisierte Käfer- und Schmetterlingsarten. Auch für andere Tiere, wie beispielsweise Biber, ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Ihr weiches Holz und die schnell zersetzbare Laubstreu fördern zudem die Bodenfruchtbarkeit und schaffen günstige Bedingungen für weitere Pflanzenarten.

Auch wirtschaftlich bietet die Zitterpappel Potenziale: Sie wächst schnell, kann Höhen von bis zu 35 Metern erreichen und liefert vielseitig verwendbares Holz, etwa für die Zellstoffindustrie, Holzwerkstoffe oder Spezialanwendungen.

Neben ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Bedeutung hat die Zitterpappel auch einen festen Platz in kulturellen Überlieferungen. Ihr Name geht vermutlich auf das charakteristische Zittern ihrer Blätter im Wind zurück.

Das Umweltministerium MV ruft dazu auf, die Zitterpappel verstärkt in naturnahe Waldentwicklungskonzepte einzubeziehen und ihre Potenziale für klimaresiliente Wälder gezielt zu nutzen.

Grünes Licht für Tankrabatt

Berlin – Das Gesetz zur temporären Absenkung der Energiesteuer für Kraftstoffe hat in der Sondersitzung am 24. April 2026 den Bundesrat passiert.

Das Gesetz sieht vor, die Energiesteuersätze für Diesel und Benzin ab dem 1. Mai 2026 für zwei Monate um jeweils 14,04 Cent je Liter zu reduzieren. Einschließlich des darauf anfallenden Umsatzsteueranteils ergebe sich daraus eine Entlastung von bis zu 17 Cent brutto pro Liter. Auf diese Weise würden Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft bei den Kraftstoffpreisen um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Ziel des Gesetzes sei es, den Preisschock bei den Spritpreisen kurzfristig zu dämpfen. Aufgrund des Iran-Krieges seien die Energiepreise, insbesondere die Rohölpreise stark gestiegen. Dies könne die Konsumnachfrage verringern. Außerdem werde die wirtschaftliche Entwicklung durch die Unsicherheit und sinkende Zuversicht belastet.

Das Gesetz kann nun nach Ausfertigung durch den Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt zum 1. Mai 2026 in Kraft treten.

Digitale Sprechstunde für Eltern und Lehrkräfte

Oldenburg: Direkter Austausch ist zentraler Bestandteil der Bildungspolitik

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg setzt den direkten Dialog mit Eltern und Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern im Mai fort. Aufgrund der hohen Nachfrage der individuellen Sprechstunden in den vergangenen Monaten lädt sie erneut zu einer digitalen Sprechstunde ein. Diese findet am Montag, 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr für Eltern und ab 18:00 Uhr für Lehrkräfte statt.

„Der direkte Austausch mit Eltern und Lehrkräften ist ein zentraler Bestandteil unserer Bildungsarbeit. Gemeinsam gestalten wir Schule – ich freue mich darauf, zu hören, was gut läuft und wo wir noch nachjustieren müssen. Offene Gespräche lösen oft Fragen unkompliziert und schaffen Vertrauen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg

Die digitale Sprechstunde richtet sich an Eltern, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte in ganz Mecklenburg-Vorpommern und bietet die Möglichkeit, direkt mit der Bildungsministerin ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme erfolgt in Einzelgesprächen.

Da die Platzzahl begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung per E-Mail mit Angabe der teilnehmenden Personen und des Themas sowie mit der Nennung der Schule unter sprechstunde@bm.mv-regierung.de. Sie erhalten dann eine Zu- oder Absage.

Digitale Elternsprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 17:00 Uhr

Digitale Lehrkräftesprechstunde (landesweit)
Datum: Montag, 19. Mai 2026
Zeit: ab 18:00 Uhr

24 Europaschulen stärken europäische Bildung

Oldenburg: Wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich 24 Europaschulen für eine starke europäische Dimension im Bildungswesen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von interkulturellen Kompetenzen, Mehrsprachigkeit und einem gemeinsamen europäischen Werteverständnis bei Kindern und Jugendlichen. „Europa beginnt im Klassenzimmer“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Wenn Schülerinnen und Schüler frühzeitig Sprachen lernen, andere Kulturen kennenlernen und internationale Erfahrungen sammeln, stärkt das nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den europäischen Zusammenhalt“, so Oldenburg.

Die Europaschulen verankern Themen wie Demokratie, Freiheit, nachhaltige Entwicklung und interkulturelles Lernen im Schulalltag. Dabei profitieren alle Schularten – von der Grundschule bis zur beruflichen Schule. Ein besonderer Fokus liegt auf internationalen Schulpatenschaften und Austauschprogrammen. Diese fördern nicht nur sprachliche Kompetenzen, sondern auch Toleranz, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. „Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen ist es wichtiger denn je, dass junge Menschen Europa verstehen und aktiv mitgestalten können“, so die Bildungsministerin weiter.

Ein zentrales Element der Europaschulen ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten Europa-Curriculums. Es verbindet fachliches Lernen mit interkultureller Bildung und fördert gezielt das Verständnis der Schülerinnen und Schüler von Europa. Ergänzt wird das fachliche Lernen durch vielfältige Fremdsprachenangebote – teilweise bereits ab der ersten Klasse – sowie durch internationale Begegnungen und Auslandspraktika.

Mit der Besetzung der Landeskoordination zum 1. September 2025 hat das Land die Unterstützung der Schulen weiter gestärkt. Zudem sorgt ein neues einheitliches Logo für mehr Sichtbarkeit innerhalb des Netzwerks und darüber hinaus. Die feierliche Übergabe von Wandplaketten an die Schulen im vergangenen Schuljahr hat die Bedeutung eines gemeinsamen Auftritts unterstrichen. „Wir haben damit die Europaschulen und ihr Engagement noch weiter ins Bewusstsein gerückt“, betonte Oldenburg. „Das neue Erscheinungsbild macht deutlich: Diese Schulen stehen für Qualität, Offenheit und den internationalen Austausch.“

Anlässlich des bevorstehenden EU-Projekttages an Schulen am Montag, 27. April 2026, und der Europawochen vom 30. April bis 31. Mai 2026, wird das Engagement der Europaschulen besonders sichtbar. Veranstaltungen und Projekte bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und eigene Ideen einzubringen.

Übersicht über die Europaschulen in Mecklenburg-Vorpommern: 

  • Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
  • Schloss-Gymnasium Gützkow
  • Regionale Schule Jarmen
  • Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz
  • Europaschule Oskar-Picht-Gymnasium
  • Europaschule „Arnold Zweig“ Pasewalk
  • Regionale Schule „Adolph Diesterweg“ Stralsund
  • Regionale Schule mit Grundschule „Pestalozzi“ Demmin
  • Grundschule Ost „Hans Christian Andersen“ Neubrandenburg
  • Grundschule Mitte „Uns Hüsung“ Neubrandenburg
  • Gesamtschule „Vier Tore“ Neubrandenburg
  • Gymnasium Am Sonnenkamp Neukloster
  • Grundschule Europaschule Kiefernheide Neustrelitz
  • Gymnasium Carolinum Neustrelitz
  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  • SchulCampus Evershagen
  • Hundertwasser-Gesamtschule Rostock
  • Gymnasium Reutershagen Rostock
  • Verbundene Regionale Schule und Gymnasium Rövershagen
  • Europaschule Gymnasium Teterow
  • Europaschule Hagenow
  • Pädagogium Schwerin
  • Grundschule „John Brinckman“ Schwerin

Vergiss mein Nicht: Aktionstag gegen Demenz

Schwerin – Mit einer landesweiten Pflanzaktion machen die Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und die regionalen DemenzNetzwerke in diesen Tagen auf die Krankheit Demenz aufmerksam. Sozialministerin Stefanie Drese, die ebenfalls an der Pflanzaktion teilnahm, nannte Demenz heute eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und kündigte die Fertigstellung des landeseigenen Demenzplanes noch in diesem Sommer an.

„Demenzielle Erkrankungen betreffen Schätzungen zufolge schon jetzt rund 40.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Prognosen zufolge wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2060 verdoppeln“, erklärte die Ministerin. Dabei spiele das hohe Durchschnittsalter der Landesbevölkerung eine Rolle. „Aber: Demenz ist nicht nur eine Frage der Demografie. Auch der eigene Lebensstil spielt eine Rolle“, hob Drese hervor.

Neuen Erkenntnissen zufolge könnten zum Beispiel rund 40 Prozent aller Demenzerkrankungen durch die Vermeidung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und Bewegungsmangel verhindert oder verzögert werden. Aber auch soziale Isolation ist ein Risikofaktor. „Auch darauf wollen wir mit dem Aktionstag noch einmal hinweisen und die Bedeutung der Prävention bei einer Erkrankung, deren Entstehen und Verlauf lange Zeit als nicht beeinflussbar galt, hervorheben“, so Drese weiter.

Die Ministerin wies darauf hin, dass in Mecklenburg-Vorpommern eine umfangreiche Expertise zu Demenz vorhanden ist. „Unser Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen aber auch unsere Universitätskliniken und Hochschulen setzen sich mit viel Engagement für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein, auch in unseren Landesgremien wie dem Pakt für Pflege, das sich in einem eigenen Handlungsfeld mit der Herausforderung Demenz beschäftigt“, erklärte die Ministerin.

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe fließen unterdessen in den ersten Demenzplan Mecklenburg-Vorpommerns ein, der derzeit erarbeitet werde. „Das entsprechende Beteiligungsverfahren soll noch im kommenden Monat starten, mit der Fertigstellung rechnen wir im Sommer“, so Drese. Mit dem Demenzplan sollen die zur Verfügung stehenden Ressourcen und die vorhandene Expertise landesweit gebündelt, entsprechende Strukturen auf- und ausgebaut und vor allem die Lebensqualität von Menschen mit Demenz aber auch derer An- und Zugehörigen verbessert werden.

Drese: „Wir wissen, dass eine demenzielle Erkrankung die Betroffenen aber auch ihr Umfeld vor große Umbrüche und gesundheitliche wie pflegerische Fragen stellt. Sie alle wollen wir künftig so noch besser unterstützen und uns zukunftsgewandt auf die Veränderungen im Land einstellen, damit wir mit der Diagnose Demenz niemanden allein lassen.“

Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen des Gehirns, die mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Konzentration, der Sprache oder der Orientierung einhergehen. Die Alzheimer-Krankheit ist mit 60-70 Prozent aller Fälle die häufigste Form der Demenz und eine unheilbare Störung des Gehirns.

Medienkompetenzpreise in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“

Neubrandenburg – Das Kinder- und Bürgerhaus „Windmühle“ aus Neubrandenburg sowie die kreative Selbsthilfegruppe „Mad Artists“ aus Rostock sind die Gewinner des diesjährigen Medienkompetenzpreises MV der Landesmedienanstalt in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte am (gestrigen) Donnerstag beide Sieger im Volkstheater Rostock für ihre herausragenden Projekte der Medienarbeit von und verlieh auch die Preise verbunden mit einem vom Sozialministerium gestifteten Preisgeld in Höhe von jeweils 750 Euro.

Darüber hinaus wurden von der Medienanstalt das Projekt des Jahres, der Preis Nachgehakt sowie zwei Projekte in der Kategorie Schule und Bildung prämiert.

Die Preisträger aus Neubrandenburg überzeugten die Jury mit einem Audioprojekt. Zunächst gestartet als Kita-interner Podcast mit Kinderstimmen, ist unter dem Namen „Windmühlen Montis On Air“ schließlich ein Generationenprojekt entstanden. Kinder moderieren, fragen Seniorinnen und Senioren und hören zu. „Ein wirklich beeindruckendes Projekt. Eine Begegnung zwischen Jung und Alt auf Augenhöhe. Alle sind dabei, alle hören zu. Und nebenbei werden Sprachentwicklung, Empathie und Teilhabe gefördert“, sagte Ministerin Drese in Rostock.

Eine weitere Auszeichnung in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ bekam das medienübergreifende Projekt „Mad Artists“, in Kooperation mit der Medienwerkstatt Rostock. „Mad Artists“ ist eine kreative Selbsthilfegruppe für Menschen mit seelischen Herausforderungen, die sich in der Medienwerkstatt Rostock mit Film, Animation, Musik, Podcast und Text ausdrücken. Es gibt regelmäßige Treffen, Workshops und Präsentationen.

Ministerin Drese übergab auch hier den Preis und lobte das Projekt. „Mad Artists schafft Teilhabe, und zwar ganz selbstverständlich als gelebte Praxis. Hier kann man wunderbar sehen, wieviel Energie kreative Selbsthilfe entfaltet, die Resilienz fördert und wie gut das der seelischen Gesundheit tut.“

Insgesamt wurden sechs Projekte prämiert, sie waren im Vorfeld von einer fachkundigen Jury aus insgesamt 34 Bewerbungen ausgewählt worden. Neben den zwei Projekten in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“, den Preis Nachgehakt sowie zwei Projekte in der Kategorie Schule und Bildung gab es erstmals in diesem Jahr die Auszeichnung Projekt des Jahres. Das von der Jury als besonders überzeugend bewertete Projekt ist das Kino-Boizenburg für das medienübergreifende Projekt „JuKi – Jugend- und Kinderfilmfestival“.

Alle Preisträger sind auch online zu finden unter www.medienkompetenzpreis-mv.de.

„Girls‘Day“: Ministerin Bernhardt präsentiert Berufe auf Roadshow

Landesweit haben heute am Zukunftstag rund 1.950 Mädchen mehr als 310 Angebote der klischeefreien Berufsausbildung genutzt

Schwerin – Die Zukunftstage „Girls‘Day“ und „Boys‘Day“ sind in diesem Jahr mit neuen Ideen gestartet worden. Gemeinsam mit den Sozialpartnern – dem DGB Nord und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. – hat das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eine Roadshow organisiert.

Zu diesem Auftakt wurden Mädchen aus der Region Ludwigslust und Schwerin eingeladen, zusammen mit Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt verschiedene Stationen zu besuchen. Von der Vermessungstechnik über den Fleischereiberuf bis hin zu Richterin ist allein in Ludwigslust die Palette der Berufsmöglichkeiten riesig. In ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich rund 1.950 Mädchen bei mehr als 310 Angeboten über eine klischeefreie Berufsausbildung informiert. Beim gleichzeitig stattfindenden „Boys’Day“ waren es rund 230 Angebote mit über 830 Teilnehmern. Das Motto des Zukunftstags in diesem Jahr lautet „Dein Tag, Dein Weg!“.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „Der Tag heute ist ein Beitrag, um loszukommen von Klischees. Jedes Kind, jede Schülerin und jeder Schüler soll selbst entscheiden können, was die Zukunft bringt. Wir wollen es mit diesem Zukunftstag schaffen, dass Mädchen sich trauen, Berufsbilder anzusehen, in denen traditionell mehr Männer zu finden sind wie hier beispielsweise bei der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH im Fleischereiberuf.

Auch an den Gerichten gibt es immer noch weniger Frauen in den Führungspositionen als Männer, daher danke ich dem Amtsgericht Ludwigslust für die Teilnahme an der Roadshow. Wenn wir alle den Blickwinkel weiten, dann wird es ganz normal sein, dass Frauen Richterinnen, Handwerkerinnen, Politikerinnen oder Fußballtrainerinnen einer Männermannschaft sind“, so Gleichstellungsministerin Bernhardt. Sie wurde von fünf Mädchen am Zukunftstag begleitet.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Lebensläufe sind heute vielfältiger denn je – insbesondere Frauen gestalten ihre Erwerbsbiografien häufig im Zusammenspiel von Beruf und Familie. Der Girls’Day macht diese Vielfalt sichtbar, gibt Einblicke in ganz unterschiedliche Karrierewege und ermutigt Mädchen und junge Frauen, selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen und neue Möglichkeiten für sich zu entdecken – und zeigt zugleich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und echte Chancengerechtigkeit für gelingende Berufswege sind.“

Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung und Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Wer Fachkräfte gewinnen will, darf Potenziale nicht entlang überholter Rollenbilder verschenken. Der Girls‘Day zeigt eindrucksvoll, wie klischeefreie Berufliche Orientierung in Mecklenburg-Vorpommern gelingen kann: Er macht Frauen in verantwortungsvollen Positionen sichtbar, eröffnet Mädchen konkrete Einblicke in männerdominierte Berufsfelder wie MINT und Handwerk und stärkt Unternehmen dabei, Nachwuchs breiter und zukunftsorientierter anzusprechen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal: Mehr Chancengerechtigkeit und mehr Offenheit in der Beruflichen Orientierung sind ein echter Gewinn für junge Menschen und für die Fachkräftesicherung im Land.“

In geteilter Projektträgerschaft bündeln das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BW M-V e.V.) und die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AuL M-V e.V.) als erfahrene, sozialpartnerschaftlich engagierte Weiterbildungseinrichtungen ihre Expertise in gendersensibler Beruflicher Orientierung. In Mecklenburg-Vorpommern werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über eine Initiative der Sozialpartner der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das Projekt „Landeskoordination Girls’Day und Boys’Day Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.