Öffentlichkeitsbeteiligung zum Management invasiver gebietsfremder Arten gestartet

Schwerin – Im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund liegen bis zum 17. Oktober 2018 zu den Geschäftszeiten die Entwürfe für das Management weiterer gebietsfremder invasiver Arten zur Öffentlichkeitsbeteiligung aus. Die Unterlagen sind auch online unter www.anhoerungsportal.de verfügbar.

Bereits 2016 waren in einer ersten Listung europaweit 37 invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten identifiziert worden, von denen 6 Arten in Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet sind – darunter Nutria und Waschbär. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Management dieser Arten der ersten Listung erfolgte im Jahr 2017.

Darüber hinaus wurden 2017 weitere 12 gebietsfremde invasive Tier- und Pflanzenarten für die EU aufgelistet, 8 davon sind inzwischen auch in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern weit verbreitet. Dabei handelt es sich um Nilgans, Marderhund und Bisam sowie um die Gewöhnliche Seidenpflanze, die Schmalblättrige Wasserpest, den Riesenbärenklau, das Drüsige Springkraut und das Verschiedenblättrige Tausendblatt. Die Managementvorschläge für diese Arten sowie weitere Unterlagen, etwa zur länderspezifischen Verbreitung, werden nun öffentlich zur Diskussion gestellt.

Die ausgelegten Unterlagen beziehen sich auf die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten. Die Verordnung schafft einen für alle Mitgliedsstaaten verbindlichen Rechtsrahmen zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten, also solche Arten, die einheimische Tiere und Pflanzen verdrängen und so die biologische Vielfalt gefährden.

Die Vorschläge können von jedermann eingesehen und schriftlich kommentiert werden. Hinweise können bis zum 19. November 2018 entweder an das LUNG (Stichwort „Anhörung Managementpläne invasive Arten) gerichtet oder direkt online unter www.anhoerungsportal.de eingegeben werden.

Drese: Aufwertung der Sozialberufe und ehrliche Debatte über zukünftige Finanzierung der Pflege notwendig

Rostock – Sozialministerin Stefanie Drese sieht in der kostenfreien Pflegeausbildung, der flächendeckenden Einführung von Tarifverträgen und der besseren Unterstützung von pflegenden Angehörigen wichtige Bausteine zur Sicherstellung einer guten pflegerischen Versorgung auch in der Zukunft. „Wir brauchen vor allem mehr Anerkennung und die Aufwertung der Sozialberufe“ betont Drese anlässlich des heute beginnenden Landespflegekongresses in Rostock.

Auch die Digitalisierung in der Pflege bietet nach Ansicht Dreses große Chancen. „Gerade in unserem ländlich geprägten Land haben vernetzte Hilfs- und Assistenzsysteme sowie eine gute Service- und Transportrobotik eine hohe Bedeutung. Wir stellen deshalb eine Million Euro für Modellprojekte im Bereich Digitalisierung und Technik in der Pflege aus dem Strategiefonds des Landes zur Verfügung“, kündigt Drese an.

Als einen weiteren Schwerpunkt des Landes bezeichnet die Ministerin die Unterstützung der Kommunen bei der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung. „Hier geht es um den Ausbau der wohnortnahen unabhängigen Fachberatung sowie die Stärkung der weiteren Vernetzung und Entwicklung der Pflegestruktur vor Ort“, so Drese.

Ministerin Drese mahnt aber auch eine „ehrliche Debatte“ über die zukünftige Finanzierung der Pflege in Deutschland an. Die demografische Entwicklung stelle die Gesellschaft zunehmend vor die Frage, wie es auch künftig gelingen kann, den Menschen eine gute und qualitätsgerechte pflegerische Versorgung zur Verfügung zu stellen.

Drese: „Ich sehe eine Bereitschaft der Solidargemeinschaft, eine generelle Verbreiterung der Finanzierungsbasis und höhere Versicherungsbeiträge zu akzeptieren, sofern dies tatsächlich den Pflegebeschäftigten zu Gute kommt, der Personalschlüssel angehoben wird und es Verbesserungen in der Pflegeinfrastruktur gibt.“

Der Landespflegekongress findet am 18. und 19. September 2018 erneut in Verbindung mit der PflegeMesse in der HanseMesse Rostock statt.

Er bietet den verschiedenen Akteuren in Mecklenburg-Vorpommern eine gute Möglichkeit, sich weiter zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen sowie neue Erkenntnisse für die tägliche Arbeit in der Pflege mitzunehmen.

Das Programm steht unter dem Motto „Gemeinsam Pflege stärken“ im Zeichen der Umsetzung der maßgeblichen Regelungen der Pflegestärkungsgesetze sowie weiterer Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität des Pflegeberufes. Weitere Infos unter: www.sozial-mv.de

Im Rahmen des Landespflegekongresses wird am 19.9. der diesjährige Altenpflegepreis des Sozialministeriums in Kooperation mit dem Landespflegeausschuss durch Ministerin Stefanie Drese verliehen. Hierzu erfolgt eine separate Pressemitteilung.

Post vom Finanzamt: 71.000 Steuerbe-scheide werden geändert

Schwerin – Zehntausende Steuerzahlerinnen und Steuerzahler erhalten in den kommenden Tagen gute Nachrichten von ihren Finanzämtern. Aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofes werden über 70.000 Steuerbescheide rückwirkend geändert – zugunsten der Steuerpflichtigen.

In dem Urteil des Bundesfinanzhofs (VI R 75/14, BstBl II S. 684) ist entschieden worden, dass die bei außergewöhnlichen Belastungen zu berücksichtigende zumutbare Belastung stufenweise zu berechnen ist. Das Urteil führt zu einem höheren Steuerabzug, so dass die Betroffenen mit Steuererstattungen im zwei- bis niedrigen dreistelligen Eurobereich rechnen können.

Die Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern hat daraufhin alle Steuerbescheide im Veranlagungszeitraum 2002 bis 2016 überprüft. Demnach sind 71.000 Steuerfälle von der Änderung betroffen. Ein gesonderter Antrag muss nicht gestellt werden. Alle Betroffenen werden dieser Tage ihre geänderten Steuerbescheide und ihre Erstattung erhalten.

Landesregierung dankt 1.200 Rettern und Feuerwehrleuten für Einsatz bei Bränden

Mühlengeez – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat rund 1.200 Feuerwehrleuten, Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks und des DRK sowie Mitarbeitern eines Bergungsdienstes im Namen der Landesregierung für ihre Einsatzbereitschaft während der zahlreichen Wald- und Feldbrände in den Sommermonaten gedankt.

„Jeder einzelne von Ihnen hat sich während der Dürrezeit selbstlos für den Schutz der vom Feuer bedrohten Feld- und Waldgebiete, für den Schutz von Leben und Eigentum engagiert. Dafür spreche ich Ihnen meine Hochachtung und den herzlichen Dank der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns aus“, sagte der Minister anlässlich einer Dankeschön-Veranstaltung für die Retter am Sonnabend auf der MeLa.

„Ich habe vor Ort miterlebt, wie risikoreich die Löscheinsätze vor allem in munitionsbelasteten Gebieten sind“, sagte der Minister unter Verweis auf die auf die beiden Großbrände in den Waldgebieten um Groß Laasch und Lübtheen im Juli. Hier waren neben Berufs- und freiwilligen Feuerwehren auch Hubschrauber der Polizei und der Bundeswehr sowie Berge- und Löschpanzer im Einsatz. Wärmebildkameras waren in beiden Fällen zur Überwachung der Glutnester eingesetzt worden.

Insgesamt hatte es im Juli und August mehr als 50 Brände auf über 260 Hektar landwirtschaftlicher Flächen sowie 20 Brände an Landmaschinen und Strohmieten gegeben. Im gleichen Zeitraum gab es 55 Waldbrände auf 30 Hektar Fläche. Betroffen waren vorwiegend Kiefernwälder. Die Waldbrände verursachten Schäden in Höhe von rund 134.000 Euro; weitere 150.000 Euro sind für die Wiederaufforstung der Brandflächen erforderlich.

„Für das Löschen dieser Brände waren im Juli und August 2018 mehr als 10.000 Feuerwehrleute von Berufs- Freiwilligen Wehren im Einsatz. Sie leisteten rund 120.000 Einsatzstunden. In der Forst waren zeitweise mehr als 150 Forstbedienstete rund um die Uhr mit der Brandnachsorge befasst“, berichtete Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern sind 25.444 Aktive bei Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Hinzu kommen 6 Berufsfeuerwehren mit 739 Mitarbeitern.

Karneval ist wichtige Säule ehrenamtlichen Engagements in M-V

Sozialministerin Drese Gast auf der Hauptversammlung des Bundes Deutscher Karneval in Neubrandenburg

Neubrandenburg – Heute nahm Sozialministerin Stefanie Drese für die Landesregierung an der Eröffnung der 25. Hauptversammlung des Bundes Deutscher Karneval (BDK) in Neubrandenburg teil. Erstmals ist die Vier-Tore-Stadt und ist Mecklenburg-Vorpommern insgesamt Tagungsort für den BDK. In ihrem Grußwort betonte Drese die enorme gesellschaftliche Bedeutung des Karnevals, denn sie sei eine der wichtigsten Säulen des Ehrenamts.

„Karneval ist soziale Begegnung. Ich kenne keinen anderen Bereich, in dem alle Altersklassen, Geschlechter und soziale Schichten sich treffen, miteinander Spaß haben und ihre regionale Tradition pflegen. Im Karneval sind alle Menschen wirklich gleich. Er ist vor allem auch bunt und tolerant. Das ist er immer schon gewesen und diese große integrative Kraft ist heute wichtiger denn je“, erklärte die Ministern in Neubrandenburg.

Sie verwies zudem auf die die aktuellen, politischen Geschehnisse und dankte den freiwillig Engagierten für ihre herausragende Leistung: „Sie leisten mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen bedeutenden Beitrag zur Integration und zum sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Das ist angesichts der zunehmenden Fliehkräfte, der fremdenfeindlichen Populisten ein ganz wichtiger Punkt.“

Der Karneval oder auch Fasching ist in Mecklenburg-Vorpommern zu 100 Prozent ehrenamtliche Arbeit. Rund 7.000 Närrinnen und Narren sind in 84 Vereinen aktiv. Zu den Hochburgen zählen u.a. Richtenberg, Banzkow, Sternberg oder Neukalen.

Onkologieexperten treffen sich in Rostock

Rostock – Die Themen Mammakarzinom (Brustkrebs) und kolorektales Karzinom (Darmkrebs) standen im Mittelpunkt des 16. Ostseesymposiums Onkologie am Sonnabend in Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier onkologische Zentren. Zwei Zentren befinden sich in Rostock, jeweils ein Zentrum in Greifswald und Schwerin.

„Besonders wichtig ist mir, dass diese Zentren sehr gut mit anderen Krankenhäusern und den ambulant tätigen Ärzten kooperieren. So gelingt es, umfangreiche Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeiten für Krebspatienten in unserem Flächenland zu leisten. Veranstaltungen wie das Ostseesymposium Onkologie tragen dazu bei, dass Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Pflegekräfte sich fachlich weiterbilden und intensiv auch außerhalb des täglichen Praxisalltags austauschen können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Veranstaltung wurde von der Universitätsmedizin Rostock organisiert; Gesundheitsminister Glawe hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Die Bundesländer sind verpflichtet, Klinische Krebsregister einzurichten. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf. „Entscheidend ist, Krebserkrankungen und deren möglichst wirksamste Behandlung zu verstehen. Dafür braucht es neben einem fachlichen, interdisziplinarem Austausch von medizinischem Fachpersonal auch eine verlässliche Datenbasis. Diese Aufgaben übernimmt das Klinische Krebsregister in Mecklenburg-Vorpommern. So kann beispielsweise der Erfolg von Tumortherapien besser ausgewertet werden. Dafür ist die engagierte Mitarbeit der Ärzte gefordert. Von den vollumfänglichen Meldungen werden im Ergebnis alle profitieren können“, forderte Glawe „Die klinische Krebsregistrierung dient der möglichst lückenlosen Erfassung von Krebserkrankungen sowie deren Verlauf und Therapie mit der Zielstellung der Verbesserung der Qualität der ambulanten und stationären onkologischen Versorgung“, so Gesundheitsminister Glawe.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 53.500 Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Krebs erhielten (Stand 31.12.2015). Krebserkrankungen treten zumeist im höheren Lebensalter auf: Die Hälfte der neuerkrankten Männer im Diagnosejahr 2015 waren 69 Jahre oder älter. Bei den Frauen betrug das mittlere Erkrankungsalter 70 Jahre. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen leben in Mecklenburg-Vorpommern rund jeder siebente Mann und jede vierzehnte Frau mit einer in den vergangenen 10 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung. Im Jahr 2015 sind 747 Männer und 546 Frauen neu an Darmkrebs erkrankt. Bei einer Lokalisation in der Brustdrüse (Brustkrebs) waren es 1.239 Frauen und 16 Männer.

Die Daten werden in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet, um wichtige Informationen über Ursachen, Entwicklung und Vorbereitung der verschiedenen Krebsarten zu gewinnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Ärzte zur Meldung verpflichtet.

Ministerin Drese spricht sich für Einführung einer Kindergrundsicherung aus

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute im Landtag die Kindergrundsicherung als wichtigen Baustein für ein Maßnahmenpaket gegen Kinderarmut bezeichnet. Aktivitäten für die Einführung einer Kindergrundsicherung seien bereits eingeleitet worden.

„Ich habe mich auf der letzten Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) im Dezember 2017 für den Auftrag an eine länderoffene Arbeitsgruppe ausgesprochen, ein Grobkonzept für die Ausgestaltung einer Kindergrundsicherung zu entwickeln“, sagte die Ministerin.

Diese konzeptionellen Arbeiten seien mittlerweile abgeschlossen. „Das Grobkonzept wird nun für die nächste ASMK mit einem Beschlussvorschlag aufbereitet. Gleichzeitig wurde es an die Jugend- und Familienministerkonferenz übersandt“, so Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass der Weg für eine Kindergrundsicherung beschwerlich ist. Aus der Vielzahl der einzelnen kindbezogenen Leistungen ergibt sich ein erheblicher Koordinations- und Arbeitsaufwand. Drese: „Wir geben in Deutschland wie in kaum einem Land auf der Welt so viel für Transfer,- Sozial und Unterstützungsleistungen für Familien mit Kindern aus. Das Problem ist, einiges geschieht unkoordiniert, manche Maßnahmen heben sich sogar gegenseitig auf oder widersprechen sich.“

Gerade das würde aber auch den Handlungsbedarf verdeutlichen. Drese: „Mein Ziel ist es, die Beantragung der Kindergrundsicherung einfach, niedrigschwellig und mit geringstmöglichem bürokratischen Aufwand zu machen.“

Bevor der „große Wurf“ komme, sei es deshalb richtig, Verbesserungen im bestehenden System zu erreichen. „Mit dem neuen Kinderzuschlag, dem höheren Kindergeld sowie mit den verbesserten Leistungen für Bildung und Teilhabe bringt der Bund für 2019 ein ganzes Paket gegen Kinderarmut auf den Weg. Und mit der komplett elternbeitragsfreien Kita in Mecklenburg-Vorpommern ab 2020 entlasten wir vor allem Familien und Alleinerziehende mit kleinem und mittlerem Einkommen“, betonte Ministerin Drese im Landtag.

Ministerin Drese wirbt für demenzfreundliche Gesellschaft

Berührungsängste abbauen, Teilhabe ermöglichen

Schwerin – Anlässlich der bundesweiten Woche der Demenz vom 17. bis 23. September ruft Sozialministerin Stefanie Drese dazu auf, Menschen mit Demenz mit Respekt zu begegnen und sie in das gesellschaftliche Leben zu integrieren.

„Das kurze Gespräch im Treppenhaus, Hilfe beim Einkaufen, ein gemeinsamer Spaziergang: schon Kleinigkeiten helfen, das Leben von Menschen mit Demenz und ihrer sie pflegenden Angehörigen etwas leichter und schöner zu machen“, betont Drese zum Start der Aktionswoche.

In Mecklenburg-Vorpommern leben derzeit ca. 35.000 Menschen mit Demenz mit steigender Tendenz. Davon werden etwa 75 Prozent zu Hause betreut. Bundesweit leiden ungefähr 60 Prozent der an einer Demenz Erkrankten am Alzheimer-Typ.

„Das Wissen um die Krankheit ist noch nicht allzu verbreitet und es bestehen teilweise Berührungsängste“, so Ministerin Drese. Darum sei es wichtig, möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern Kenntnisse zum Krankheitsbild und Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz zu vermitteln. Hier seien z.B. der Landesverband der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft und die Lokalen Demenz-Allianzen kompetente Ansprechpartner. Drese: „Dort gibt es zahlreiche und ganz unterschiedliche Angebote – von der Beratung und Unterstützung bis hin zu Bewegungs-, Kultur- und Bildungsangeboten.“

Das Sozialministerium fördert zudem maßgeblich Projekte zur Betreuung von Demenzerkrankten in der Familie. Drese: „Die niedrigschwelligen Betreuungsangebote zielen direkt auf die in der Häuslichkeit befindlichen demenzerkrankten Pflegebedürftigen ab und tragen zur maßgeblichen stundenweisen Entlastung der Angehörigen bei.“ Darüber hinaus hat das Land im vergangenen Jahr das Modellprojekt „Kompetenzzentrum Demenz Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet.

Drese: „Nur die Begegnung baut Ängste ab und lässt an Demenz erkrankte Menschen dabei und mittendrin sein. Auf diese Weise kommen wir voran auf dem Weg zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft.“

EU-Schulprogramm wird in MV mit Hilfe des Bauernverbandes fortgesetzt

Mühlengeez – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute am Rande der Mela dem Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern einen Zuwendungsbescheid zur Fortsetzung des EU- Schulprogramms übergeben. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt unterstützt mit rund 100.000 Euro die begleitenden pädagogischen Maßnahmen, die vom Landesbauernverband organisiert werden.

„Beim EU-Schulprogramm geht es neben dem Heranführen der Kinder an gesunde Ernährungsgewohnheiten auch darum, ihnen die Zusammenhänge zwischen der landwirtschaftlichen Erzeugung vor der Haustür und unseren Nahrungsmitteln auf dem Teller zu vermitteln“, sagte Backhaus. „Da ist es nur natürlich, dass der Landesbauernverband unser Partner für die Organisation und Durchführung der begleitenden pädagogischen Maßnahmen ist.“

Mecklenburg-Vorpommern nimmt seit 2017 am EU-Schulprogramm teil. Es ermöglicht einmal wöchentlich die kostenfreie Abgabe von 250 ml Milch sowie 80 bis 100 g frischem Obst oder Gemüse pro Kind an teilnehmenden Grund- und Förderschulen. Im Schuljahr 2018/19 beteiligen sich 103 Schulen mit rund 17.500 Kinder. Im vergangenen Schuljahr waren es 91 Schulen.

Bestandteil des EU-Schulprogramms ist es, dass an den teilnehmenden Schulen pädagogische Begleitmaß­nahmen angeboten werden. Diese Aufgabe nimmt in MV der Landesbauernverband in Zusammenarbeit mit seinen Kreisverbänden und dem Landfrauenverband wahr. Er koordiniert Besuche in landwirtschaftlichen Betrieben sowie an den Schulen die Wissensvermittlung zur Herstellung und Verarbeitung der Nahrungsmittel.

Europäischer Prostatatag am 15. September

Schwerin – Am 15. September ist der Europäische Prostatatag. Ziel des Aktionstages ist es, über Erkrankungen der Prostata, ihre Risiken und Folgen hinzuweisen. „Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen, ist ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Heilung. Das gilt auch beim Thema Prostatakrebs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten selbstverständlich sein. Mit dem Europäischen Prostatatag soll auch auf das wichtige Thema der Vorsorge aufmerksam gemacht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Prostatakrebs ist bei Männern nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKM) die häufigste Krebserkrankung. In Mecklenburg-Vorpommern erkranken daran jedes Jahr über 1.200 Männer neu (Durchschnitt der Diagnosejahre 2013 bis 2015). Die meisten von ihnen sind im Alter zwischen 70 und 75 Jahren. Ungefähr 72 Prozent sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 65 Jahre. An Prostatakrebs versterben pro Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 280 Männer. Damit ist Prostatakrebs als Todesursache fast genauso häufig wie Darmkrebs (9 bzw. 11 Prozent aller Krebstodesfälle). Nur Lungenkrebs ist mit 25 Prozent aller Krebstodesursachen noch häufiger. „Die Diagnose Prostatakrebs ist für viele Männer mit Unsicherheit und Scham verbunden. Entscheidend ist, dass Patienten umfassend informiert sind, sich Hilfe und Unterstützung suchen. Neben einer umfassenden ärztlichen Betreuung kann der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, mit der Krankheit besser umzugehen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit fünf Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen, die als Ansprechpartner für Betroffene und deren Angehörige tätig sind. Beratungspunkte sind Schwerin, Rostock, Wolgast mit Greifswald, Neubrandenburg und Vellahn bei Boizenburg/Hagenow. Diese Gruppen sind Mitglieder des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) in Bonn. Ebenso gehören sie dem Regionalverband (RNBPS) Neue Bundesländer und Berlin an. Zudem haben sich die Gruppen zur „Prostatakrebs-Selbsthilfe-Gemeinschaft-MV (PSG-MV)“ zusammengeschlossen. Betroffene, Angehörige und Interessierte finden unter www.psg-mv.de aktuelle Informationen und Ansprechpartner. Dort wird auch „hellMut“ angeboten, eine „Erste Hilfe Hotline“ für Männer, die gerade die Diagnose „Prostatakrebs“ bekommen haben (Tel. 038848 – 170998 oder Tel. 0163 – 6965108).

Im Hörsaal Chirurgie der Uni-Klinik Rostock veranstaltet die Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rostock & Umgebung (prostatakrebs-shg-rostock.de) einen „Tag der Männergesundheit“, der unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsminister Glawe steht. Dort werden unter anderem neue Erkennungs- und Bestrahlungsmethoden vorgestellt sowie über die Bedeutung von Sport und körperlicher Aktivität bei Krebserkrankungen gesprochen.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Das GKR hat seinen Sitz in Berlin.

Erster Kompaktkurs für Seiteneinsteiger abgeschlossen

Ministerin Hesse: Seiteneinsteiger können für Schulen eine Bereicherung sein

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern haben 172 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger an staatlichen und freien Schulen ihren dreiwöchigen Kompaktkurs abgeschlossen. Das Institut für Qualitätsentwicklung des Bildungsministeriums hatte zu Schuljahresbeginn erstmals dieses Angebot gemacht, um alle neu eingestellten Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung besser auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Der Kompaktkurs konnte in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin besucht werden. Alle Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die an dem Kompaktkurs nicht teilgenommen haben, werden zu einem späteren Zeitpunkt qualifiziert.

„Gerne hätte ich verkündet, dass wir alle freien Stellen zum neuen Schuljahr mit ausgebildeten Pädagogen besetzt haben. Aber der Pool aus dem wir schöpfen können, ist nun einmal begrenzt“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Ich halte aber auch nichts davon, Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zu verteufeln, sondern sehe ihr Potenzial. Sie haben in der Regel ein Hochschulstudium absolviert und bringen das Fachwissen ihrer Disziplin mit. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger können für Schulen eine Bereicherung sein. Das pädagogische Rüstzeug müssen wir ihnen vermitteln“, so Hesse.

Der Kompaktkurs ist Teil der Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung von Lehrkräften ohne Lehrbefähigung. Ziel ist es, den Weg in den Lehrerberuf besser zu begleiten und Anfängerfehler zu vermeiden. Er vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegende Kenntnisse für die Arbeit an der Schule und im Unterricht. Dazu zählen Methodik, Didaktik, Klassenführung, Schulrecht, Leistungsmessung und Leistungsbewertung, Medienpädagogik und Sonderpädagogik. An den Kompaktkurs schließen sich weitere Veranstaltungen, Erfahrungsaustausche, Unterrichtsbesuche und ein Kolloquium an.

„Wer diese grundlegende Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, absolviert die Modularisierte Qualifizierungsreihe, die mit einer Prüfung endet“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Drei Jahre lang können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre pädagogischen und didaktischen Kenntnisse vertiefen und erweitern. Ist dies geschafft und haben die Kolleginnen und Kollegen den Mindestbeschäftigungszeitraum von fünf, sieben oder zehn Jahren an einer Schule unterrichtet, dann erfüllen sie die Voraussetzungen, um eine Lehrbefähigung zu erhalten. Wir qualifizieren also diejenigen, die wir brauchen und arbeiten mit ihnen daran, dass sie von einer Lehrkraft ohne Lehrbefähigung zu einer Lehrkraft mit Lehrbefähigung werden“, betonte Hesse.

Familien mit geringem Einkommen nutzen verstärkt Landeszuschüsse für Familienerholung

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat sich erfreut über die große Inanspruchnahme der vom Sozialministerium geförderten Familienerholungsmaßnahmen gezeigt. So sei im vergangenen, wie auch im diesem Jahr das Fördervolumen dieser freiwilligen Leistung des Landes ausgeschöpft worden, sagte Drese heute im Landtag.

Seit 2017 erhalten einkommensschwache Familien und Alleinerziehende deutlich höhere Zuschüsse des Landes, um gemeinsam mit ihren Kindern Urlaub und Familienfreizeit verbringen zu können. Gefördert werden Familienerholungsmaßnahmen, die von Trägern der freien Jugendhilfe und gemeinnützigen Familienferienstätten in Mecklenburg-Vorpommern angeboten werden.

„Für einen einwöchigen Urlaub erhält z.B. eine vierköpfige Familie seit 2017 einen Landeszuschuss von 840 Euro statt früher 560 Euro“, verdeutlichte Ministerin Drese. Grund dafür ist die Erhöhung der Zuwendung durch das Sozialministerium von 20 Euro auf 30 Euro je Übernachtung pro Person (bei einer bis sieben Übernachtungen). Die zu fördernden Familien müssen dafür bestimmte Fördervoraussetzungen erfüllen.

„Familienerholungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, den familiären Zusammenhalt abseits des Alltags zu stärken, mögliche Belastungen und Krisen abfedern und bei Bedarf über weiterführende Hilfen informieren. Sie leisten über den Urlaubscharakter hinaus damit auch einen Beitrag zur Stärkung der Elternkompetenz und für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen“, verdeutlichte die Ministerin den familienpolitischen Ansatz der Landesförderung.

Drese: „Ich freue mich, dass die Förderung nunmehr also sehr gern und dankend von Familien in Anspruch genommen wird. Auf Grund der guten Entwicklung haben wir im vergangenen Jahr die Mittel für die Familienerholung auf 150.000 Euro erhöht. Wenn sich dieser positive Trend auch im nächsten Jahr fortsetzt, werde ich mich im Rahmen des nächsten Doppelhaushaltes für eine passgenaue Erhöhung des Fördertopfes einsetzen, damit weitere Familien und vor allem Kinder davon profitieren können.“

Ganztagsschulen bieten Raum für Bewegungsangebote

Ministerin Hesse: Ich bin ein großer Fan von möglichst viel Bewegung in der Schule

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat sich im Landtag für viele Bewegungsangebote an den Schulen ausgesprochen. Nach ihrer Auffassung bieten Ganztagsschulen genügend Gelegenheit, Bewegungsangebote in den Schulalltag zu integrieren. Die Einführung einer dritten Sportstunde für alle Schulen lehnte die Ministerin hingegen ab.

„Ich bin ein großer Fan von möglichst viel Bewegung in der Schule“, erklärte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sport hat viele positive ‚Nebenwirkungen‛. Motorische Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration, soziale Kompetenz, Selbstständigkeit, aktuelle Befindlichkeit und die Schulzufriedenheit insgesamt – das alles beeinflusst der Sport zum Guten“, sagte Hesse.

Für den Grundschulbereich entwickelt eine Arbeitsgruppe des Bildungsministeriums seit Beginn dieses Jahres den Schulsport qualitativ weiter. Dabei wird er keineswegs nur als Sportunterricht verstanden, sondern als Bewegung, Spiel und Sport im Bereich Primarstufe.

„Jenseits dessen ist es natürlich auch eine Option, die Wochenstundenzahl zu erhöhen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse im Landtag. „Für die Klassenstufen 2 bis 6 haben wir das auch getan, dort gibt es die dritte Sportstunde – vor allem deshalb, weil die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufen sich in dem Altersbereich befinden, der besonders sensibel und günstig ist für die Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit“, so die Ministerin.

Schwesig: Es geht um mehr Mitbestimmung

Schwerin – Die Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen von SPD und CDU wollen in Mecklenburg-Vorpommern Volksbefragungen einführen. „Wir wollen Volksbefragungen ermöglichen, um die Bürgerinnen und Bürger stärker und früher als bisher in wichtige Entscheidungen einzubeziehen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Einbringung einer entsprechenden Verfassungsänderung in den Landtag.

Eine Volksbefragung kann demnach eingeleitet werden, wenn Landtag und Landesregierung dies übereinstimmend beschließen. Das Thema muss von landesweiter Bedeutung sein und in die Entscheidungszuständigkeit des Landes fallen. „Das lässt viele Themen zu. Es schließt aber gleichzeitig aus, dass reine Schaufensterbefragungen stattfinden, deren Ergebnis wir gar nicht umsetzen können“, argumentierte die Ministerpräsidentin.

Für die Annahme eines Vorschlags sollen dieselben Regeln gelten wie bei Volksentscheiden. Ein Vorschlag gilt als angenommen, wenn eine Mehrheit der Abstimmenden zustimmt und diese Mehrheit mindestens ein Viertel der Abstimmungsberechtigten umfasst. Kommt eine solche Mehrheit zustande, muss die Landesregierung diesen Vorschlag umsetzen und den Landtag binnen drei Monaten darüber informieren, wie dies geschehen soll. „Wir haben sehr bewusst eine qualifizierte Befragung vorgeschlagen“, so Schwesig.

„Wir haben schon jetzt Instrumente der direkten Beteiligung: das Volksbegehren und den Volksentscheid. Die Quoren dafür haben wir in der vergangenen Legislaturperiode abgesenkt. Als sinnvolle Ergänzung wollen wir nun Volksbefragungen einführen: als zusätzliche Möglichkeit für Landtag und Landesregierung, die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar zu ihrer Meinung zu befragen. Und als zusätzliche Beteiligungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger“, sagte Schwesig an die Kritiker des Vorhabens gewandt. „Es geht um mehr Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land.“

Die Verfassungsänderung wird nun in den Ausschüssen des Landtages weiter beraten. Für eine Änderung der Landesverfassung ist bei der Schlussabstimmung im Landtag eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

Gemeindevertretung überlässt Dorfwiese in Jamel den Rechtsradikalen

Jamel – Birgit & Horst Lohmeyer (Jamel rockt den Förster) teilten folgendes mit: In der letzten Gemeinderatssitzung in Gägelow wurde im Tagesordnungspunkt 18 die Beibehaltung des, von der Gemeinde mit einem Angehörigen der Jameler Neonaziszene geschlossenen Pachtvertrag über die Dorfmitte Jamels mit 7:2 Stimmen bestätigt.

Die Beratung und Abstimmung fand im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung statt. Lediglich das Ergebnis wurde, nach Wiederherstellung der Öffentlichkeit, bekannt gegeben.

Diese Beschlusslage stellt einen erneuten Affront gegen alle demokratische Bestrebungen, eine weitere Landnahme durch Rechtsradikale in dem durch Neonazis gezielt besiedelten mecklenburgischen Dorf zu verhindern, dar. Es zeigt das fehlende Problembewusstsein der demokratisch gewählten Volksvertreter*innen (u. a. SPD, die LINKE, Freie Wähler). Auffällig war, das Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und 3. Bürgermeisterin in Gägelow der ansonsten komplett besetzten Sitzung fernblieb.

Bei einem Pachtzins von 65 Euro im Jahr kann davon ausgegangen werden, dass es der Gemeindevertretung bei der Verpachtung der Jameler Dorfwiese nicht um ein finanzielles Interesse geht. Man fragt sich, welches oder wessen Interesse dann hinter dieser Entscheidung steht.