Güstrow: Sportministerin eröffnet Seniorensportspiele 2017

Ministerin Hesse: Sport kann den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen

Güstrow – Sportministerin Birgit Hesse eröffnet am Sonnabend, 24. Juni 2017, in Güstrow die 12. Seniorensportspiele Mecklenburg-Vorpommern. Die Sportangebote richten sich an Sportlerinnen und Sportler ab einem Alter von 40 Jahren. Veranstaltet werden die Seniorensportspiele vom Landessportbund. Ausrichter in diesem Jahr sind die Stadt Güstrow und der Kreissportbund des Landkreises Rostock. Ministerin Hesse hat die Schirmherrschaft für die Sportveranstaltung übernommen.

„Seniorensport fördert die Gesundheit und kann den natürlichen Alterungsprozess zwar nicht verhindern, ihn aber deutlich verlangsamen“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Sport verbessert das persönliche Wohlbefinden. Er kann die gesamte Leistungsfähigkeit eines Menschen steigern und dazu beitragen, dass wichtige motorische Fähigkeiten auch im Alter erhalten bleiben. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Spaß, einen sportlichen und geselligen Tag“, so Hesse.

„Mein besonderer Dank richtet sich in diesem Jahr an die Gastgeberstadt Güstrow, die ausrichtenden Sportvereine und -verbände, zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie die Unterstützerinnen und Unterstützer für ihr großes Engagement. Das Schöne ist, dass die breit gefächerten Seniorensportspiele nicht nur zum Mitmachen, sondern gleichermaßen zum Nachmachen anregen“, betonte Ministerin Hesse.

Seit 1995 veranstaltet der Landessportbund alle zwei Jahre die Seniorensportspiele – jedes Mal in einer anderen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Die 11. Seniorensportspiele wurden in Ueckermünde ausgetragen.

Drese: Mittel für Bildung und Teilhabe kommen immer besser bei den Kindern an

Schwerin – Die Ausgaben für Bildung und Teilhabe (BuT) sind landesweit im sechsten Jahr in Folge gestiegen. Das hat die Auswertung der von den Landkreisen und kreisfreien Städten vorgelegten BuT-Nachweise für das Jahr 2016 durch das Sozialministerium ergeben.

„Damit sind die Leistungen für anspruchsberechtigte Kinder aus einkommensschwachen Haushalten im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern noch besser als 2015 angekommen“, teilt Sozialministerin Stefanie Drese mit. Gleichzeitig sei die Anzahl der Kinder, die theoretisch Ansprüche auf BuT-Leistungen haben (SGB II und Bundeskindergeldgesetz – BKGG) u.a. durch die verbesserte wirtschaftliche Situation im sechsten Jahr in Folge weiter gesunken, trotz Änderungen im SGB II und im Wohngeldgesetz sowie der Erhöhung der Regelsätze.

„Immer weniger Kinder im SGB II- und BKGG-Bezug erhalten also immer mehr Mittel aus dem BuT-Paket des Bundes“, betont Ministerin Drese. „Das ist ein wesentlicher Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit. Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus einkommensschwachen Haushalten wird so ein besserer Zugang zu Bildungsangeboten sowie zum sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft ermöglicht.“ Die wichtigste BuT-Leistung bleibt auch 2016 die Mittagsverpflegung in Kita und Kindertagespflege und für Schüler. Danach folgen Ausgaben für den persönlichen Schulbedarf und für Lernförderung.

Die Ausgaben für BuT-Leistungen sind landesweit im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,06 Millionen Euro auf knapp 15,8 Millionen Euro gestiegen. Das ist eine Steigerung von 7,2 Prozent und bedeutet den höchsten Ausgabenstand seit Einführung des BuT-Paketes 2011. Gleichzeitig ist die Anzahl der anspruchsberechtigten Kinder und Jugendlichen (SGB II und BKGG) von 79.574 im Jahr 2015 auf 76.238 im Jahr 2016 (-4,2 %) gesunken.

Drese: „Die jüngste Auswertung zeigt, dass sich die positive Entwicklung seit Einführung des BuT-Paketes bis heute verstetigt hat. Das kommt den anspruchsberechtigten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unmittelbar zu Gute. Die Landkreise und kreisfreien Städte leisten als verantwortliche Träger bei der Umsetzung eine sehr gute Arbeit. Dafür bedanke ich mich“, so Sozialministerin Drese.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen. Auch wer Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält, kann einen Anspruch auf das Bildungspaket des Bundes haben. Zudem kann ein Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets nach dem SGB II bestehen, wenn das Kind bzw. seine Eltern zwar ansonsten keine der genannten Sozialleistungen beziehen, jedoch die spezifischen Bildungs- und Teilhabebedarfe des Kindes nicht decken können.

SchülerFerienTicket 2017: Verkauf startet am Montag

Schwerin – Schüler fahren in den Sommerferien wieder besonders günstig durchs Land: Von Montag (26.6.) an können sie das SchülerFerienTicket 2017 kaufen. Es kostet 32 Euro und gilt vom 22. Juli bis zum 3. September. Sechs Wochen lang dürfen sie damit in allen Straßenbahnen sowie Stadt- und Linienbussen der beteiligten Verkehrsunternehmen fahren. Ausgenommen sind die Fernbusse.

Das Ticket gilt zudem in den Nahverkehrszügen (2. Klasse), auf den Fähren der Weißen Flotte in Warnemünde und der Antaris Seetouristik und Wassersport in Rostock sowie auf den Linien im Müritz-Nationalpark. Eingeschlossen sind auch eine einmalige Hin- und Rückfahrt zum Hamburger Hauptbahnhof mit dem Regionalzug RE 1 sowie eine einmalige Hin- und Rückfahrt zum Berliner Hauptbahnhof mit den Regionalzügen RE 2, RE 3 und RE 5. Die Hin- und Rückfahrt ist innerhalb von sieben Tagen möglich.

„Mit dem SchülerFerienTicket können die Schüler bequem und günstig Mecklenburg-Vorpommern erkunden und sogar noch Abstecher in die Hauptstadt Berlin und nach Hamburg unternehmen. Es ermöglicht attraktive Ferienaktionen für eine mobile Generation“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. „Darüber hinaus erhalten die Schüler in vielen Freizeiteinrichtungen interessante Vergünstigungen.“

Auf den Tickets, den Plakaten und Broschüren ist das Gewinnermotiv des Kreativwettbewerbs zu sehen, an dem sich Schüler Anfang des Jahres beteiligen konnten. Unterstützt wurde er vom Infrastrukturministerium und vom Bildungsministerium.

Das SchülerFerienTicket gibt es bei allen beteiligten Verkehrsunternehmen, in den Reisezentren und an den Automaten der Deutschen Bahn sowie an den Ticket-automaten der Rostocker Straßenbahn und des Nahverkehrs Schwerin, außerdem in den Zügen der DB Regio, der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG), der Hanseatischen Eisenbahn (Hans) und der Pressnitztalbahn (Press), bei den Busfahrern und in den Mobilitätszentralen Vorpommerns und der Mecklenburgischen Seenplatte. Auch übers Internet ist das Ticket erhältlich: www.sft-mv.de

Benutzen dürfen es Schüler öffentlicher, staatlich genehmigter oder staatlich anerkannter privater allgemeinbildender Schulen sowie von Fachgymnasien und Fachoberschulen ohne Berufsabschluss, gegen Vorlage eines Schülerausweises oder eines vergleichbaren Berechtigungsnachweises. In allen Fällen gilt: Die Schüler dürfen zu Beginn der Ferien nicht älter als 21 Jahre sein.

Vergünstigungen gibt es mit dem SchülerFerienTicket im Freizeitbad Wonnemar in Wismar, im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl in Sassnitz, im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund, in den Jugendherbergen und auf den Zeltplätzen des Deutschen Jugendherbergswerks, bei Madame Tussauds, im Dungeon und beim AquaDom in Berlin, beim phanTECHNIKUM in Wismar, beim Vogelpark Marlow, für den Wasserski-Lift in Zachun, im Hamburger Dungeon, bei der Sommermodellbahn in Bad Doberan, im Zoo Rostock und bei der Hanse Sail 2017. Die Reederei Hiddensee bietet ermäßigte Fahrausweise an für die Strecken Schaprode-Hiddensee und Stralsund-Hiddensee.

Weitere Informationen zum SchülerFerienTicket sind im Internet abrufbar unter www.sft-mv.de, auf Facebook und auf Instagram.

Das Schülerferienticket wie auch Informationsflyer und -Plakate dazu sind in diesem Jahr erstmals mit einem Foto von Moritz Stemmler versehen. Er hat den ersten Kreativwettbewerb zum Schülerferienticket gewonnen.

Backhaus: Jagd hoch angesehen – Ehrenamtlicher Einsatz „unbezahlbar“

Warnemünde – Rund 400 Delegierte und Gäste aus Jagd, Politik, Verbänden und Unternehmen sind am Donnerstag (22. Juni 2017) zum Bundesjägertag in Rostock-Warnemünde zusammengekommen, um über Zukunftsfragen des Verbandes und die Bedeutung der Jagd in Deutschland zu diskutieren.

Am heutigen Freitag (23. Juni 2017), um 15 Uhr, wird Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus den öffentlichen Teil der Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.

Backhaus betonte im Vorfeld der Veranstaltung, dass die Jagd in der Bevölkerung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine erfreulich hohe Akzeptanz erfährt: „Durch die traditionell große Bedeutung von Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sowie die überwiegend ländliche Struktur haben die meisten Menschen hier oben im Norden das Verständnis für die Notwendigkeit der Jagd noch nicht verloren.“

In Mecklenburg-Vorpommern sorgen ca. 12.000 Jägerinnen und Jägern mit ihren 3.000 Jagdhunden als Naturschützer für einen artenreichen und gesunden Wildbestand. Davon sind 83 % im Landesjagdverband organisiert, der seit 1992 auch als anerkannte Landesjägerschaft gilt. Deutschlandweit gibt es etwa 382.000 Jägerinnen und Jäger.

Auch im restlichen Bundesgebiet sei die Jagd akzeptiert. Das habe eine vom Deutschen Jagdverband jüngst in Auftrag gegebene Image-Umfrage ergeben. Demnach seien rund 80% der Deutschen überzeugt, dass die Jagd notwendig sei, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen. „Das bestärkt die Jägerschaft in ihrem täglichen Handeln“, so der Minister.

Die Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern bringen mit viel jagdlichem Geschick und unter besonderer Achtung vor der Kreatur jährlich etwa 127.000 Stück Schalenwild mit einem beachtlichen Gesamtgewicht von rund 3.200 Tonnen zur Strecke. Das landesweite potentielle Vermarktungsvolumen beläuft sich damit auf rund 6,6 Mio. € und allein 23 wildbe- und verarbeitende Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern veredeln das Wildbret zu hochwertigen Wildprodukten, die von der Bevölkerung immer hoch geschätzt sind.

Rot- und Damwild kommen jeweils auf etwa 80 % der Landesfläche vor, wobei 14 Wildschwerpunktgebiete existieren, die etwa ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Hinzu kommen flächendeckend Reh- und Schwarzwild und partiell Muffelwild. Rot- und Damwild werden in 60 Hegegemeinschaften mit einer Fläche zwischen 5 und 30.000 ha bewirtschaftet.

Doch damit nicht genug: „Die Jagd spielt in vielen Dörfern unseres Landes eine wichtige Rolle. Die Jägerschaft organisiert viele Veranstaltungen und Feste im Land, die von den Menschen sehr geschätzt werden. Auch das Engagement der Jägerschaft in der Kinder- und Jugendbildung ist von unschätzbarem Wert für die Wahrnehmung der Natur und die Identifikation mit der eigenen Heimat“, betonte Backhaus. Müsste man die täglichen Leistungen der Jägerinnen und Jäger in Deutschland im Ehrenamt vergüten, käme man auf ein Äquivalent von fast 7 Mio. €, veranschaulichte er.

Politisch betrachtet hat die Weiterentwicklung des Jagdwesens in Mecklenburg-Vorpommern zu keiner anderen Zeit einen so großen Rückhalt erfahren: „Mit Erfolg haben wir uns auf Bundesebene für eine konkrete Regelung zur bundeseinheitlichen Verwendung von Büchsenmunition und eine bundeseinheitliche Jägerprüfung ausgesprochen. Besonders stolz bin ich auch auf die enge Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten und den hohen politischen Stellenwert der Wildschadensausgleichskasse. Wir sind das einzige Bundesland mit flächendeckend gebildeten Wildschadensausgleichskassen. Sie bilden das Rückgrat im Jagdwesen des Landes und stärken die Bodenständigkeit der Jagd“, so Backhaus.

Mit Sorge betrachte er hingegen die jüngsten Entwicklungen in einzelnen Ländern, in denen altbewährte Regelungen des Bundesjagdgesetzes abgeschafft werden sollen oder bereits wurden. Begründet werde dies oftmals mit der Notwendigkeit einer ökologischen und tierschutzgerechten Ausrichtung des Jagdrechts. Tatsächlich werden Wildarten aus dem Jagdrecht genommen, Jagdzeiten verkürzt oder aufgehoben, die Liste der sachlichen Jagdverbote verlängert, der Jagdschutz weiter eingeschränkt oder demnächst noch weitere Grundstücke befriedet. „Ist dann erst mal die Hegeverpflichtung abgeschafft, verkommt das Jagdwesen nur noch zur Abschusshilfe im Schadensfall“, warnte er.

Auch das Thema Wolf ließ der Minister nicht unerwähnt. Gerade mit Blick auf die dynamische Populationsentwicklung müssten bundesweit abgestimmte Lösungen her. „Wir führen dazu sowohl länderübergreifend als auch mit dem Bund entsprechende Abstimmungen. Ziel ist, eine Population sowie Maßnahmen zu definieren, die eine Vereinbarkeit der verschiedenen Anforderungen an die Kulturlandschaft auch zukünftig ermöglicht.“ Übergriffe auf Nutztiere könnten durch konsequente Herdenschutzmaßnahmen deutlich minimiert werden. Seit 2013 hat das Land Präventionsmaßnahmen mit etwa 290.000 € gefördert. Insgesamt kam es seit 2007 zu 63 Schadensfällen, bei denen der Wolf nicht als Verursacher ausgeschlossen werden konnte.

Kita Bantin eingeweiht

Bantin – Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde die neue Kindertagesstätte in Bantin bei Zarrentin (LK Ludwigslust-Parchim) offiziell eingeweiht. Sie bietet ingesamt 82 Kindern Platz. So gibt es 12 Krippenplätze, 40 Kindergartenplätze und 30 Hortplätze. Damit wurden 26 zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen.

„Ich hoffe, dass die neue Umgebung Kindern, Erziehern und Eltern gleichermaßen gefällt. Sicher ist noch nicht alles an Ort und Stelle, aber die räumlichen Grundvoraussetzungen für eine wertvolle Spiel- und Lernatmosphäre sind nun gegeben“, freute sich Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus, der extra gekommen war, um sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen.

Die alte Kindertagesstätte war in einem desolaten Zustand und entsprach weder den aktuellen baulichen noch sicherheitstechnischen Standards. Eine Betriebserlaubnis wurde durch den Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust-Parchim deshalb nur noch befristet erteilt. Gleichwohl bestand zunehmender Platzbedarf. „Dass ein Neubau mehr als überfällig war, versteht sich vor diesem Hintergrund von selbst“, so Backhaus.

Auch die Bedürfnisse der älteren Generation wurden im Vorhaben berücksichtigt. So ist im Zuge des Kitneubaus auch ein neuer Gemeindesaal entstanden. Dieser ist im Anbau zu ebener Erde untergebracht und nun für alle Dorfbewohner zugänglich. Der alte Gemeindesaal befand sich im Oberschoss der alten Kita. Körperlich eingeschränkte und ältere Bürger waren nicht in der Lage, diesen über die steile Treppe zu erreichen.

„Dritte mögen die Strahlkraft eines solches Projektes geringschätzen. Ich sage: Es ist von großer Bedeutung! Mit Vorhaben wie diesen, wird eine entsprechende Grundversorgung auf dem Land erhalten. Damit eröffnen wir insbesondere jungen Familien Entwicklungschancen in ländlichen Gegenden. Viele Bundesländer beneiden uns um diese Prioritätensetzung“, betonte der Minister.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Gesamtkosten von insgesamt ca. 2,3 Mio. € deshalb mit ca. 1,4 Mio. € durch Mittel der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Auch zukünftig stehen für die Förderung von Basisdienstleistungen der Grundversorgung in der Förderperiode 2014 bis 2020 rund 35 Mio. € zur Verfügung.

Allein in der Stadt Zarrentin wurden seit 2008 Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 9,2 Mio. € mit Fördermitteln in Höhe von rund 4,5 Mio. € ermöglicht. Im Amtsbereich Zarrentin werden aktuell die Kindertageseinrichtungen in Vellahn, in Lüttow-Valluhn und Gallin neu errichtet, saniert bzw. erweitert.

Drese: Handlungsbedarf bei Verteilung von Belastungen und Chancen zwischen den Geschlechtern

Güstrow – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat heute auf der Abschlusstagung des Projektes „Zeit im Zentrum“ des Landesfrauenrates in Güstrow eine bessere Unterstützung von Familien und weitere Anstrengungen für eine wirkliche Gleichstellung von Frauen und Männern gefordert.

Die Ministerin betonte in ihrem Grußwort, dass mehr Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um Familie und Beruf auch wirklich gut vereinbaren zu können. So biete die Digitalisierung neue Chancen für mehr Zeitsouveränität für Familien. „Ziel muss eine familienfreundliche Unternehmenskultur sein, die mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen ansieht, deren Tätigkeit sich hierfür eignet. Flexibilität darf aber nicht dazu führen, dass Arbeitszeit und Freizeit sich vermischen und der Einzelne jeden Tag ständig verfügbar ist. Hier braucht es klare Regelungen und Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, so Ministerin Drese.

In Bereichen, wie der Alten- und Krankenpflege, Gastronomie oder Polizei sei es wichtig, für die dort Beschäftigten bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, z.B. durch erweiterte Kita-Betreuungsangebote in den Randzeiten. „Bei den Öffnungszeiten in den Kitas oder auch in der Kindertagespflege sind wir in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit an der Spitze bis hin zur 24-Stunden-Kita. Eltern wissen ihre Kinder in guten Händen. Das ist ein familienpolitisches Pfund mit dem wir wuchern können“, sagte Drese.

Handlungsbedarf besteht nach Ansicht der Ministerin bei der Verteilung von Belastungen und Chancen zwischen den Geschlechtern. Der gerade von der Bundesregierung veröffentlichte Zweite Gleichstellungsbericht zeige deutlich, dass Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie aufwenden als Männer. Drese: „Während wir bei der Gleichberechtigung sehr weit vorangekommen sind, gibt es nach wie vor Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern. Gleichstellung im Sinne verwirklichter Lebensplanungen ist noch nicht erreicht“, so Drese.

Genau an diesem Punkt setzt das Projekt „Zeit im Zentrum“ des Landesfrauenrates MV an. Durch das Projekt wird nach Einschätzung der Ministerin wichtige Vorarbeit für einen notwendigen gesellschaftlichen Diskurs geleistet. Drese: „Um zu einer realen Gleichstellung zu kommen, müssen wir über die klassischen Vereinbarkeitsthemen, wie die Kinderbetreuung hinaus denken. Diesem erweiterten Themenfeld müssen sich Politik, Wirtschaft und Arbeitswelt, aber auch jede und jeder Einzelne stellen, um bestmögliche Lösungen für Frauen und Männer für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben zu finden.“

Kennzeichnung von Social Bots

Mecklenburg-Vorpommern regt eine Pflicht zur Kennzeichnung von Social Bots an

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begrüßte jetzt den Beschluss der Justizministerkonferenz 2017 zu einer Kennzeichnung von Social Bots.

„Social Bots sollten von jedem Nutzer erkannt werden können. Denn sie täuschen in sozialen Netzwerken eine Identität vor. Von diesen programmierten Kommentaren wird die Chancengleichheit in der Kommunikation enorm beeinträchtigt. Aus diesem Grund begrüße ich, dass sich die Justizministerkonferenz mit dem Thema Beeinflussung durch Social Bots befasst hat“, sagte Justizministerin Hoffmeister nach der JuMiKo in Deidesheim. Vorgelegt wurde ein Bericht, den die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern verfasst haben. Auf dieser Grundlage sollen alle Länder abschließend das Thema bis zur Herbstministerkonferenz diskutieren. Ziel ist es, dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden und dem Bundesjustizminister bereits konkrete Handlungsvorschläge zu unterbreiten.

„Zurzeit kann der Nutzer sozialer Medien nicht erkennen, ob hinter einem Kommentarnamen eine natürliche Person oder ein Computer steht. Aber gerade solche Algorithmen können in den Meinungsbildungsprozess eingreifen, in dem sie mit massenhaft programmierten Kommentaren eine Diskussion in eine bestimmte Richtung lenken. Der natürliche Nutzer unterliegt einem Täuschungsmanöver der Absender der Social Bots. Mit einer Kennzeichnungspflicht der Social Bots für Verwender und Betreiber von Plattformen sozialer Netzwerke könnte gegensteuert werden. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass wir keinen Meinungsfilter einsetzen wollen. Wir wollen aber die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessern, um den Schutz einer kommunikativen Chancengleichheit zu stärken“, sagte die Justizministerin auf der JuMiKo in Rheinland-Pfalz.

Inklusionspreis für Schulcampus Rostock-Evershagen

Ministerin Hesse: Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives

Rostock – Bildungsministerin Birgit Hesse hat dem Schulcampus Rostock-Evershagen zum Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen gratuliert. Die Schule hat die Auszeichnung heute erhalten. Der Jakob-Muth-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Am Schulcampus Rostock-Evershagen wird Inklusion gelebt“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse bei der Übergabe des Preises. „Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives. Jede Schülerin und jeder Schüler steht mit seinem Bildungserfolg im Mittelpunkt. Alle lernen gemeinsam und nehmen aufeinander Rücksicht. Ich freue mich darüber, dass der Schulcampus Rostock-Evershagen als erste Schule im Land mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet wurde. Den Lehrerinnen und Lehrern danke ich für ihr tägliches Engagement, so Hesse.

Der Jakob Muth-Preis für inklusive Schule zeichnet seit 2009 Schulen aus, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen und so allen Kindern die Möglichkeit eröffnen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre individuellen Potenziale zu entwickeln. Projektträger sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, die Deutsche UNESCO Kommission e.V. und die Bertelsmann Stiftung.

Neues Feuerwehrhaus sichert technischen Standard

Neuenkirchen – Die Gemeinde Neuenkirchen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhält finanzielle Unterstützung für ihr Feuerwehrhaus im Ortsteil Ihlenfeld. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute bei seinem Besuch in Neuenkirchen einen Förderbescheid über rund 164.000 EUR an den Bürgermeister der Gemeinde.

Der Bürgermeister verwies während seines Gespräches mit dem Innenminister darauf, dass die Freiwillige Feuerwehr für ein größeres Einsatzgebiet in der Gemeinde zuständig ist, vor allem schwerpunktmäßig auch für eine Biogasanlage, den Flugplatz Trollenhagen. Die Infrastruktur in der Region ist geprägt von Landwirtschaft und Tourismus sowie einigen Gewerbegebieten.

Das jetzige Feuerwehrhaus wurde vor 20 Jahren als erstes Feuerwehrhaus im Amtsbereich gebaut und weist gravierende und technische Mängel auf, die behoben werden müssen. Im Zuge der Baumaßnahme soll das Feuerwehrhaus mit einem Anbau erweitert werden, der künftig für Schulungszwecke genutzt werden soll. Für die Baumaßnahmen sind Gesamtkosten in Höhe von rund 297.000 EUR veranschlagt, die Gemeinde kann jedoch ohne finanzielle Unterstützung durch das Land die Baumaßnahmen nicht finanzieren.

„Die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen-Ihlenfeld muss weiter gewährleistet sein, dazu gehört auch ein Feuerwehrhaus, dass sowohl den Anforderungen der freiwilligen Helfer als auch der Feuerwehrunfallkasse gerecht wird. Brandschutz und Brandbekämpfung sowie Technische Hilfeleistung im dürfen nicht gefährdet werden. Die Fördermittel werden einen Großteil der Kosten für den Neubau abdecken“, so Minister Caffier.

Freiwillige Feuerwehr Groß Teetzleeben braucht mehr Platz

30.000 Euro Fördermittel für Anbau an Feuerwehrhaus

Groß Teetzleben – Mit einem Anbau will die Gemeinde Groß Teetzleben die beengten Platzverhältnisse im Feuerwehrhaus beenden und zusätzlich Raum für ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF) schaffen. Viele Ideen und Planungen gingen dem Vorhaben voraus. Nun sorgen Fördergelder aus dem Innenministerium und eine finanzielle Beteiligung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte dafür, dass die Gemeinde ihre Investitionen finanziell schultern kann.

Innenminister Lorenz Caffier übergab heute den Bewilligungsbescheid für eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 30.480 Euro an die Bürgermeisterin Frau Karin Heß. „Die beengten Platzverhältnisse im bestehenden Feuerwehrhaus werden bald der Vergangenheit angehören und der heisigen Fahrzeugausstattung besser als bisher Rechung tragen“, so der Minister.

Die Freiwillige Feuerwehr Groß Teetzleben erfüllt nicht nur im eigenen Gemeindegebiet Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung, sondern darüber hinaus auch im südlichen Teil des Amtes Treptower Tollensewinkel. Schwerpunkte sind hier zwei örtliche Behindertenwohnheime sowie die Biogasanlage in Thalberg. Weiterhin wird die Freiwillige Feuerwehr zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern in Einsätze der Schwerpunktfeuerwehr Altentreptow eingebunden.

Das Gerätehaus (Baujahr 2005) hat einen Stellplatz für ihr Tanklöschfahrzeug sowie einen kleinen engen Anbau für Geräte, in dem ein Mannschaftswagen untergebracht ist. Mit dem Erweiterungsanbau entsteht ein zusätzlicher neuer Fahrzeugstellplatz, der Technik und Feuerwehrleuten mehr Raum gibt.

Kulturministerin gratuliert UNESCO-Kulturtalent aus Vielank

Ministerin Hesse: Immaterielles Kulturerbe kann nur fortbestehen, wenn es gepflegt und gelebt wird

Vielank – Der Reetdachdecker-Meister Joachim Schröter aus Vielank ist von der UNESCO im Juni 2017 zum Kulturtalent ernannt worden. Kulturministerin Birgit Hesse hat dem 58-Jährigen zu dieser Auszeichnung gratuliert. Seit Juli 2016 stellt die Deutsche UNESCO-Kommission über 12 Monate 12 Kulturtalente vor und zeigt, wie sie das Immaterielle Kulturerbe weiterentwickeln.

Foto © Joachim Schröter

„Die Reetdachdeckerei ist eine traditionelle Handwerkstechnik, die typisch ist für unsere Region. Joachim Schröter aus Vielank gehört zu den Menschen, die diese Tradition lebendig halten“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich, dass erstmals ein Kulturtalent aus Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt wurde und gratuliere Joachim Schröter zu dieser Auszeichnung. Die Aktion ‚Kulturtalente‛ ist eine schöne Idee der UNESCO. Sie zeigt, dass unser Immaterielles Kulturerbe nur fortbestehen kann, wenn es gepflegt und gelebt wird“, so Hesse.

„Um das Eindecken von Dächern mit Reet zu erlernen, braucht es mehr als nur ein Fachbuch oder ein Wochenendseminar“, erläuterte Joachim Schröter im Interview mit der UNESCO. „Man muss es ganz praktisch angehen: zuschauen, erklären lassen, ausprobieren. Jedes Dach ist anders, jeder Reetbund ist anders – dafür braucht es Erfahrung. Man muss auch ein Gefühl für das Handwerk haben, ein Gefühl für Flächen, für Ästhetik und für das Reet. Ein Reetdachdecker zeichnet sich durch Kreativität und gestalterische Fähigkeiten genauso aus wie durch körperliche Fitness“, so Schröter.

Im Jahr 2014 wurde das Reetdachdecker-Handwerk in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ziel des Landes ist es, durch einen seriellen Antrag die Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis zu erreichen. Reetdächer sind in vielen Regionen Europas zu finden, in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise auf dem Darß und auf Rügen.

Gutes Netz von Schuldnerberatungsstellen im Land

Schwerin – Zum Start der bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatung vom 19. bis 23. Juni 2017 hat Sozialministerin Stefanie Drese auf das gute Netz von Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen.

„Im gesamten Land bieten 23 Träger an 32 Hauptstandorten und 34 Nebenstellen Beratung für überschuldete Personen und Haushalte an“, sagte Ministerin Drese heute in Schwerin.

„Mein Dank gilt anlässlich der Aktionswoche der sehr guten Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Beratungsstellen. Sie helfen Bürgerinnen und Bürgern, um aus der Schuldenfalle zu kommen. Diese engagierte Arbeit muss auch besser unterstützt werden. Deshalb hat das Land im Jahr 2016 seine Förderung um 100.000 Euro auf 1,905 Millionen Euro pro Jahr erhöht“, so Drese. Der Landeszuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben einer Beratungsstelle.

Laut einer Richtlinie des Sozialministeriums werden die Beratungsstellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten entsprechend dem Bevölkerungsstand zum 31.12. des Vorvorjahres gefördert. Damit ist eine gleichberechtigte und transparente Verteilung auf das zur Verfügung stehende Gesamtbudget gewährleistet. Die Kommunen verteilen das Budget in eigenem Ermessen auf die Beratungsstellen.

Zuwendungen gibt es maximal bis zu einem Versorgungsschlüssel im Landkreis oder in der kreisfreien Stadt von einer Beratungskraft auf 25.000 Einwohner/innen. Drese: „Dieser Einwohnerschlüssel ist von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände im Bund (AG SBV) als idealer Einwohnerschlüssel gefordert worden. Wir haben ihn.“

Jugendprojekt in Lübtheen erhält 16.000 Euro für demokratie- und sozialpädagogisches Angebot

Lübtheen – Sozialministerin Drese hat an den Mecklenburgischen Gemeinschaftsverband innerhalb der Landeskirche e.V. einen Fördermittelbescheid für das Modellprojekt „Haltestelle“ übergeben.

Das Land fördert mit 16.000 Euro Personalkosten für ein demokratie- und sozialpädagogisches offenes Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Familien der Landeskirchlichen Gemeinde in Lübtheen.

„Das Projekt ist von hoher regionaler Bedeutung, da es rechtsextremistischen Etablierungs- und Unterwanderungsbemühungen der NPD in Lübtheen und Umgebung ein wertebasiertes Angebot entgegensetzt“, sagte Ministerin Drese bei der Fördermittelübergabe.

Das Modellprojekt „Haltestelle“ ist auf drei Jahre angelegt. Es ist an den Bedarfen der Jugendlichen ausgerichtet und geht dorthin, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten (oft sind das Bushaltehäuschen). Auf niederschwellige Weise sollen Beziehungen aufgebaut und soziale und ethische Kompetenzen gestärkt werden. Drese: „Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Aktivitäten vor Ort für junge Menschen als Alternative zu NPD-Angeboten und rechtsextremistischen Unterwanderungsstrategien in Feuerwehr, Schule und Sport.“

Grüne Damen und Herren schenken kranken und älteren Menschen Freude und Zeit

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese gratulierte heute den „Grünen Damen und Herren“ der HELIOS-Kliniken Schwerin zum 25-jährigen Jubiläum.

Die Ministerin bedankte sich in ihrem Grußwort für das herausragende ehrenamtliche Engagement der „Grünen Damen und Herren“. „Sie sind es, die seit 25 Jahren kranken und älteren Menschen während deren Aufenthaltes im Klinikum Freude und Zeit schenken“, sagte Drese.

Die „Grünen Damen und Herren“ in der Helios Klinik sind Frauen und Männer jeden Alters, die versuchen, die Patienten die Zeit im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu gestalten. Denn neben der medizinischen und pflegerischen Behandlung durch das hauptamtliche Personal brauchen viele persönliche Zuwendung, einen Gesprächspartner, Unterstützung in praktischen Dingen oder einen Besuch in der Cafeteria.

Drese: „Es sind die ganz einfachen, aber so wichtigen Dinge, die bei den ‚Grünen Damen und Herren‘ zählen. Ihr bürgerschaftliches Engagement hilft, unsere Gesellschaft menschlicher zu machen. Und es stärkt den sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig ist ihr Wirken auch Vorbild. Ich hoffe, dass sich noch viele weitere Menschen daran ein Beispiel nehmen. Denn das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern ist in unserer älter werdenden Gesellschaft besonders wichtig für die Arbeit in den unterschiedlichen sozialen Bereichen“, so Drese heute in Schwerin.

Angeregt vom ehrenamtlichen Dienst des Volunteer Service in den USA gründete Brigitte Schröder die Organisation 1969 in Düsseldorf. Im Jahr 1976 schlossen sich die in der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Gruppen zur Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe zusammen. Diese wurde 2004 in einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein (eKH e.V.) überführt.

Im Jahr 2016 sind die Grünen Damen und Herren deutschlandweit in nahezu 500 Krankenhäusern und 250 Altenhilfeeinrichtungen tätig. Insgesamt gehören 10.068 Frauen und 915 Männer dem Verein an.

Der Name „Grüne Damen“ beruht auf der Kleidung, welche die Ehrenamtlichen tragen. Es sind grüne Kittel.

Enkeltrick in Stralsund vier Mal fehl geschlagen

Stralsund – Am 15.06.2017 wurden bei den Beamten des Polizeihauptreviers Stralsund vier Strafanzeigen wegen des Verdachts des Betruges/Enkeltrickbetruges aufgenommen.

Die bisher unbekannten Täter riefen in der Zeit von ca. 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr bei drei Seniorinnen und einem Herrn im Alter von 70, 76 und 77 Jahren in Stralsund an. Sie gaben vor ein Sohn, eine Schwiegertochter oder eine gute Freundin zu sein und Geld für Notarkosten zu benötigen, da sie sich allesamt gerade eine Wohnung/Eigentumswohnung in Rostock gekauft hätten. Es sind Bargeldsummen in Höhe von 40.000 Euro bis 50.000 Euro gefordert worden.

Den Angerufenen kamen diese Gespräche und plötzlichen Aktionen der „Verwandten“ und „Bekannten“ sehr komisch vor. Sie hinterfragten zum Teil den angeblichen Erwerb einer Wohnung, obwohl doch ein Haus in Stralsund in Besitz wäre. Daraufhin wurden die Gespräche seitens der Täter abgebrochen. Auch haben die 77-jährigen Frauen im Nachgang ihre echten Freundinnen angerufen, um sich zu vergewissern, dass diese kein Geld benötigen. Keinem der Senioren ist ein finanzieller Schaden entstanden, weil sie die „Geschichten“ richtigerweise kritisch aufnahmen. Anschließend wurden die Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Die Polizei rät – auch wenn es hier ohne Verluste ausging – weiterhin zur Vorsicht.

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Diese und weitere Informationen sind auch unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/ einsehbar.