Menü Schließen

Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Drese: „Notfallreform ist überfällig – MV hat wichtige Weichen mitgestellt“

Schwerin – Überfüllte Notaufnahmen, unnötige Rettungsfahrten und unklare Zuständigkeiten: Die Probleme der Notfallversorgung sind seit Jahren bekannt. Der Bundestag hat heute eine umfassende Reform beschlossen, die Patienten gezielter in die passende Versorgung steuern und Rettungsdienste wie Krankenhäuser entlasten soll. Gesundheitsministerin Stefanie Drese begrüßt den Beschluss zur Neuordnung der Notfallversorgung: „Die Reform ist überfällig. Wer medizinische Hilfe braucht, muss schnell dort ankommen, wo ihm am besten geholfen werden kann. Dafür müssen Rettungsdienst, ärztlicher Bereitschaftsdienst und Krankenhäuser enger zusammenarbeiten. Mecklenburg-Vorpommern hat sich dafür seit Jahren eingesetzt und wichtige Ansätze bereits in Modellprojekten erprobt.“

Ein zentraler Fortschritt ist für Drese die bessere Vernetzung der Notrufnummer 112 mit der 116 117 des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes. Künftig sollen Hilfeersuchen digital und ohne erneute Datenerhebung an die jeweils zuständige Stelle übergeben werden können. Zudem sollen standardisierte Ersteinschätzungen dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten schneller die richtige Versorgung erhalten. „Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern positive Erfahrungen mit der Zusammenarbeit von Rettungsdienst und kassenärztlichem Bereitschaftsdienst gemacht. Dass diese Zusammenarbeit nun bundesweit verbindlich gestärkt werden soll, ist ein wichtiger Schritt. Nicht jeder medizinische Notfall gehört in eine Krankenhausnotaufnahme – aber jeder Mensch muss die Hilfe bekommen, die er tatsächlich braucht“, so Drese.

Auch die geplante Anerkennung des Rettungsdienstes als eigenständiger Leistungsbereich in der gesetzlichen Krankenversicherung ist aus Sicht der Ministerin ein wichtiger Durchbruch. Künftig sollen nicht mehr nur Transporte, sondern auch medizinische Leistungen und eine abschließende Versorgung vor Ort rechtssicher erbracht und vergütet werden können. Das entspricht den gewachsenen medizinischen Möglichkeiten und der Qualifikation der Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. „Der Rettungsdienst ist weit mehr als ein Transport ins Krankenhaus. Wenn qualifizierte Einsatzkräfte Menschen vor Ort medizinisch versorgen können, muss das auch finanziell abgebildet werden. Das schafft mehr Handlungssicherheit und kann unnötige Transporte vermeiden“, betont Drese.

Bei der sektorenübergreifenden Notfallversorgung ist Mecklenburg-Vorpommern bereits heute gut aufgestellt. Viele Bereitschaftsdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung befinden sich schon an Krankenhausstandorten. Ein Beispiel ist das Klinikum Pasewalk, dessen Notaufnahme mit sechs Millionen Euro Landesmitteln modernisiert wurde. Dort werden Rettungsdienst, Leitstelle, Krankenhaus und ambulante Versorgung enger verzahnt. „Wir zeigen in Mecklenburg-Vorpommern bereits, wie eine moderne Notfallversorgung über Sektorengrenzen hinweg funktionieren kann. Diese Erfahrungen sind richtungsweisend. Jetzt kommt es darauf an, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten vor Ort so umzusetzen, dass sie bei den Menschen ankommen“, betonte Drese.

Bei der Umsetzung bleiben aus Sicht des Landes allerdings wichtige Fragen zu klären. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass die Finanzierung des Rettungsdienstes dauerhaft die notwendigen Vorhalte- und Investitionskosten abdeckt und die flächendeckende Versorgung nicht gefährdet wird. Auch die Länder müssen bei der Festlegung der Standorte Integrierter Notfallzentren angemessen eingebunden werden. Drese: „Die Reform eröffnet wichtige Chancen. Entscheidend ist jetzt, dass die neuen Strukturen verlässlich finanziert werden und sich an den tatsächlichen Versorgungsbedarfen orientieren. Unser Ziel ist es, die Menschen schneller und besser zu versorgen – unabhängig davon, wo sie in Mecklenburg-Vorpommern leben.“

ADHS-Diagnose per Bluttest

Dr. Blank: „Hier entsteht Medizintechnik von morgen.“

Rostock – Die MetaAIDiagnostic GmbH aus Rostock und die Universitätsmedizin Greifswald entwickeln gemeinsam einen blutbasierten Test für die ADHS-Diagnostik. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Verbundvorhaben „Diagnostik und Charakterisierung von ADHS-Patienten“ mit insgesamt rund 1,35 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Davon entfallen rund 624.000 Euro auf MetaAIDiagnostic und rund 729.000 Euro auf die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald unter Leitung von Prof. Dr. Hans J. Grabe.

„Hier entsteht Medizintechnik von morgen: entwickelt in Rostock, klinisch fundiert in Greifswald. Genau dieses Zusammenspiel von innovativen Unternehmen und starker Universitätsmedizin wollen wir in Mecklenburg-Vorpommern voranbringen“, sagte Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern.

ADHS wird bislang vor allem über Fragebögen und klinische Gespräche diagnostiziert; objektive Messwerte fehlen. Auf einen Termin bei Fachärztinnen und Fachärzten warten Betroffene oft sechs Monate bis über ein Jahr. MetaAIDiagnostic analysiert mittels Massenspektrometrie Stoffwechselprodukte im Blut und wertet die Daten mit Verfahren der künstlichen Intelligenz aus. Ziel ist ein Test, der die Diagnose objektiver und schneller macht, Untergruppen von ADHS unterscheidet und die Therapieauswahl unterstützt.

Die Universitätsmedizin Greifswald übernimmt die Rekrutierung und klinische Diagnostik von rund 320 Patientinnen und Patienten. MetaAIDiagnostic verantwortet Laboranalytik, Datenplattform und die Entwicklung der KI-gestützten Klassifikationsmodelle. Die Partner bauen auf einer gemeinsamen Pilotstudie auf, in der eine Gruppe von Metaboliten ADHS-Betroffene von Kontrollpersonen unterscheiden konnte. Die klinische Studie in Greifswald startet am 1. November 2026; das Vorhaben läuft bis April 2029.

„Ein Bluttest kann und soll die klinische Diagnostik nicht ersetzen, aber entscheidend ergänzen. Uns interessiert unter anderem, ob sich ADHS damit verlässlich von anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Autismus abgrenzen lässt und ob es biologische Subtypen der Erkrankung gibt. Zugleich beobachten wir, ob und falls ja, wie sich die Marker unter der Therapie verändern. So könnte der Test künftig auch zeigen, ob eine Behandlung anschlägt.“, sagt Prof. Dr. Hans J. Grabe, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald.

„Die diesjährige Auszeichnung von MetaAIDiagnostic mit dem dritten Preis des Baltic Sea Region Health Innovation Award zeigt: Unsere Förderung erreicht die Richtigen. Das Land investiert gezielt in Innovation, denn daraus entstehen hochqualifizierte Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land entstehen“, so Blank.

„In Greifswald haben wir einen klinischen Partner, der ADHS-Diagnostik auf höchstem Niveau betreibt. Gemeinsam bringen wir einen objektiven Bluttest in die Versorgung; entwickelt in Mecklenburg-Vorpommern, für Patientinnen und Patienten weit über das Land hinaus“, sagt Dr. Volkmar Weckesser, Gründer und Geschäftsführer der MetaAIDiagnostic GmbH.

Die 2022 gegründete MetaAIDiagnostic GmbH will in den kommenden fünf Jahren rund 25 Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern schaffen. An der Universitätsmedizin Greifswald entstehen im Projekt bis zu zehn Stellen für Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Study Nurses. Die Gesamtausgaben des Verbundvorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Die Bewilligung erfolgte durch die TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH.

Drese: „Wechseljahre sind kein Tabu“

Beschwerden müssen ernst genommen werden

Schwerin – Rund 80 Prozent der Frauen erleben während der Wechseljahre Beschwerden, bei etwa einem Drittel sind diese so stark, dass sie die Lebensqualität im Alltag und Beruf einschränken. Gleichzeitig können die hormonellen Veränderungen mit erhöhten Gesundheitsrisiken verbunden sein.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese fordert deshalb, Frauengesundheit stärker in Forschung, medizinischer Ausbildung und Versorgung zu verankern. Mit einem Videogrußwort eröffnete die Ministerin am (heutigen) Mittwoch den Fachtag „Hormone überall – ich fühle was, was du nicht fühlst…“ der Landesfachstelle für sexuelle Gesundheit und Familienplanung MV „inteam“ in Güstrow. Zielgruppe der Veranstaltung sind pädagogische und medizinische Fachkräfte und Interessierte.

„Wechseljahre sind keine Krankheit. Aber Beschwerden dürfen auch nicht kleingeredet werden, nur weil diese Lebensphase natürlich ist“, sagte Drese. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Erschöpfung und Stimmungsschwankungen könnten Frauen erheblich belasten. Zudem stehen die Wechseljahre im Zusammenhang mit möglichen Risiken etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose; auch hier bestehe weiterer Forschungsbedarf.

„Dass wir über so viele Jahre zu wenig über frauenspezifische Gesundheit geforscht haben, ist ein Versäumnis, das wir korrigieren müssen. Frauen haben Anspruch auf eine Medizin, die ihre Bedürfnisse kennt und ernst nimmt.“

Die Folgen reichten über die individuelle Gesundheit hinaus. Wenn Beschwerden unerkannt blieben und Frauen keine angemessene Unterstützung erhielten, könne das auch ihre berufliche Teilhabe beeinträchtigen. „Wir sprechen über Fachkräftemangel und darüber, wie Menschen möglichst lange gesund und beruflich aktiv bleiben können.

Dann müssen wir auch über die Wechseljahre sprechen – offen, sachlich und ohne Tabus“, so Drese. Nötig seien mehr Aufklärung, eine bessere medizinische Beratung und eine Versorgung, die auch in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern gut erreichbar ist.

Der Fachtag widmet sich neben den Wechseljahren auch der Transidentität. Fachvorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und zur Begleitung transidenter Erwachsener werden durch Workshops zu Sexualität, Selbstfürsorge und hormonellen Veränderungen ergänzt.

Drese unterstrich, dass geschlechtersensible Gesundheitsversorgung die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen müsse – ausdrücklich auch die von trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen. „Gute Medizin darf nicht von überholten Vorstellungen ausgehen. Sie muss den Menschen sehen, zuhören und individuell helfen können.“

Fast 10.000 Menschen suchen Hilfe

Alkohol bleibt Suchtproblem Nummer eins in M-V / Drese: Sucht zerstört nicht nur Gesundheit, sondern belastet ganze Familien – Land setzt auf frühe Prävention, digitale Beratung und besseren Jugendschutz.

Schwerin – Knapp 10.000 Menschen haben 2025 in Mecklenburg-Vorpommern wegen eigener Suchtprobleme oder als Angehörige Unterstützung in einer Suchtberatungsstelle gesucht.

Das geht aus dem Landessuchtbericht 2025 hervor, den Gesundheitsministerin Stefanie Drese und die Geschäftsführerin der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (LAKOST), Birgit Grämke, am Dienstag im Rahmen der Landespressekonferenz vorstellten. Neben aktuellen Zahlen informierten Drese und Grämke über digitale Beratung, Präventionsprojekte und die geplante Abschaffung des begleiteten Trinkens.

„Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der mit seiner Abhängigkeit kämpft, und oft eine ganze Familie, die darunter leidet. Sucht ist kein persönliches Versagen. Wir müssen Betroffene ohne Vorurteile unterstützen und verhindern, dass aus riskantem Konsum eine Abhängigkeit wird“, sagte Drese.

Insgesamt 9.959 Menschen nutzten 2025 die Suchtberatung – 186 mehr als im Vorjahr. Darunter waren 8.968 Menschen mit eigener Suchtthematik und 991 Angehörige. Alkohol war mit 5.287 betreuten Klientinnen und Klienten mit Abstand das häufigste Problem.

„Erstmals seit 2019 stiegen die Fallzahlen hier wieder“, verdeutlichte Grämke. Auch Beratungen wegen Stimulanzien, Kokain, Mehrfachkonsum, exzessiver Mediennutzung und Glücksspiel nahmen nach Angaben von Grämke zu. Das Durchschnittsalter der Menschen mit Kokainproblemen sank binnen eines Jahres von 41,9 auf 36,1 Jahre.

Besonders alarmierend ist die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien: 3.767 Minderjährige waren 2025 von der Suchterkrankung eines Elternteils betroffen, 2.333 lebten mit diesem in einem Haushalt. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil nicht alle Familien Hilfe suchen.

„Kinder können sich ihre familiäre Situation nicht aussuchen. Sie erleben häufig Ängste und Unsicherheit, über die sie aus Scham oder Loyalität kaum sprechen. Diese Kinder dürfen wir nicht übersehen“, sagte Drese. Mit der Landesfachstelle KipsFam und acht regionalen Anlaufstellen unterstütze das Land betroffene Kinder und Familien. Weitere Maßnahmen umfassen den Ausbau der Beratung zu alkoholbedingten Schädigungen vor der Geburt (FASD), die Qualifizierung von Fachkräften und die Ausbildung regionaler Suchtpräventionsfachkräfte.

Seit Juni 2026 bietet Mecklenburg-Vorpommern mit DigiSucht Beratung per Video, Chat oder E-Mail an. Sie soll insbesondere Menschen erreichen, für die lange Wege, Zeitmangel oder persönliche Hemmschwellen den Zugang zu einer Beratungsstelle erschweren. Derzeit beteiligen sich 14 Suchtberatungsstellen. Zum Jahresende soll das Angebot verstärkt beworben werden, unter anderem mit Plakaten, QR-Codes und kurzen Videos für TikTok.

„Wer Hilfe braucht, soll sie möglichst unkompliziert bekommen – unabhängig davon, ob jemand in einer größeren Stadt oder in einem kleinen Dorf lebt“, betonte Drese. LAKOST-Geschäftsführerin Grämke sieht in der digitalen Beratung zusätzliche Chancen: „Der erste Schritt muss nicht gleich der Gang in eine Beratungsstelle sein. Manchmal hilft es schon, anonym und unkompliziert über den eigenen Konsum sprechen zu können.“

Mit der Wanderausstellung „BE.LIKE.ME – Social Media und ich“ klärt das Land Jugendliche über Chancen und Risiken sozialer Medien auf. Vom 3. November bis zum 18. Dezember ist sie im E-Werk in Schwerin zu sehen. Laut wissenschaftlicher Evaluation der Ausstellung verstanden 91,5 Prozent der Teilnehmenden die Folgen ihrer Social-Media-Nutzung besser, 76,3 Prozent reflektierten ihren eigenen Konsum.

Wie dringend frühe Prävention ist, zeigt die vom Land finanzierte Studie KiJuSucht 2025 der Universität Greifswald. „Erstmals haben wir damit repräsentative Daten speziell für MV“, hob Drese hervor. Dafür wurden 576 Menschen zwischen 10 und 30 Jahren befragt. Bei 40,1 Prozent der befragten Minderjährigen zeigte sich ein riskantes Alkohol-Konsummuster, bei 24,6 Prozent gab es Hinweise auf eine auffällige bzw. abhängige Smartphone-Nutzung. Der erste Kontakt mit Energy-Drinks oder Koffein erfolgt im Durchschnitt bereits mit 10,2 Jahren.

„Wir dürfen Prävention nicht auf später verschieben. Wir müssen Eltern und Schulen einbeziehen und junge Menschen frühzeitig stärken“, sagte Drese. Die Studie zeige zudem, dass der Konsum im Freundeskreis das Risiko erhöhe, während eine gute Bindung an Schule oder Ausbildung schützend wirke.

Die Ministerin informierte zudem über den Stand bei der Abschaffung des begleiteten Trinkens. Drese setzt sich seit Jahren dafür ein. Auf Initiative des Landes hatten sich 2025 die Gesundheitsministerkonferenz und der Bundesrat für die Abschaffung ausgesprochen. Im August 2026 beschloss das Bundeskabinett, die Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz zu streichen. Damit sollen 14- und 15-Jährige künftig auch in Begleitung ihrer Eltern in der Öffentlichkeit keinen Alkohol wie Bier, Wein oder Sekt trinken dürfen. Die Gesetzesänderung ist noch nicht abgeschlossen; der Bundesrat soll sich am 18. Dezember 2026 erneut damit befassen.

„Die Abschaffung des begleiteten Trinkens wäre ein wichtiges Signal für konsequenten Jugendschutz. Genauso wichtig ist es in die Köpfe der jungen Alkoholkonsumenten zu kommen und problematischen Alkoholkonsum ins Bewusstsein zu rücken. Regeln, Aufklärung und frühzeitige Prävention müssen Hand in Hand gehen“, sagte Drese.

Drese: Prävention ist eine Investition in Gesundheit und Wirtschaftskraft

Land und BioCon Valley wollen Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft enger verzahnen/ Studien zeigen wirtschaftlichen Nutzen betrieblicher Prävention

Schwerin – Prävention stärkt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern bietet auch wirtschaftliche Chancen. Mecklenburg-Vorpommern will deshalb Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft stärker zusammendenken. Der Netzwerk-Auftakt für gemeinsame Perspektiven zwischen Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft am (heutigen) Montag bei der BioCon Valley GmbH war der Startschuss für neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen. Das Land fördert das Projekt zur Koordinierung entsprechender Maßnahmen mit 500.000 Euro.

„Gesundheit ist weit mehr als ein Kostenfaktor. Sie ist eine Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir Prävention konsequent stärken, profitieren die Menschen, unsere Unternehmen und der Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. Entscheidend sei, vorhandenes Wissen und bestehende Angebote besser miteinander zu verbinden und neue Ideen schneller in die Anwendung zu bringen.

Dass sich Investitionen in Prävention auch wirtschaftlich auszahlen können, zeigen Untersuchungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Demnach bringt jeder investierte Euro im Durchschnitt einen wirtschaftlichen Nutzen von 2,70 Euro. Weniger krankheitsbedingte Ausfälle sind dabei nur ein Aspekt. Auch der Erhalt von Arbeitsfähigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität zählt. „Wir müssen Gesundheit stärker als Zukunftsinvestition begreifen. Die Frage ist nicht allein, was Prävention kostet, sondern auch, welche Chancen wir verschenken, wenn wir sie vernachlässigen“, so Drese.

Mecklenburg-Vorpommern will dafür die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention enger mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2030 verzahnen. Die Präventionsstrategie setzt Schwerpunkte bei Bewegungsförderung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitswirtschaft wiederum verbindet Unternehmen, Forschung und Versorgung und bietet damit Ansatzpunkte, um innovative Lösungen für mehr Gesundheit zu entwickeln und in die Praxis zu bringen.

Die Netzwerkgesellschaft koordiniert das Vorhaben, bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen an einen Tisch und unterstützt die Entwicklung neuer Ansätze. Dazu gehört auch eine digitale Präventionslandkarte, die Angebote und Maßnahmen sichtbarer machen und den Zugang zu ihnen erleichtern soll.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viel Kompetenz und zahlreiche gute Ansätze in der Gesundheitsförderung. Die Herausforderung besteht darin, diese Kräfte stärker zu bündeln und die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung gezielt zu nutzen“, sagte BioCon-Valley-Geschäftsführer Lars Bauer. „Wenn wir Wissen, innovative Ideen und praktische Erfahrungen zusammenbringen, können daraus neue Angebote entstehen, die sowohl den Menschen als auch dem Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen.“

Für Drese kommt es darauf an, dass aus der Vernetzung konkrete Ergebnisse entstehen. „Wir wollen gute Ideen nicht nur diskutieren, sondern in die Umsetzung bringen. Prävention muss im Alltag der Menschen ankommen – und zugleich zeigen, welches Potenzial in ihr für Innovation, Beschäftigung und Wertschöpfung steckt. Dafür brauchen wir starke Partnerschaften zwischen Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft“, betonte die Ministerin.

Gesundheitsversorgung in MV: Digitalisierung muss den Menschen dienen

Staatssekretärin Sylvia Grimm bei TK-Jahresfachtagung: Vernetzung stärken, Versorgung sichern und Prävention ausbauen

Schwerin – Digitale Innovationen können die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Sie müssen dabei helfen, medizinische Expertise auch in ländlichen Regionen verfügbar zu machen, die Zusammenarbeit zwischen den Versorgungsbereichen zu stärken und die Gesundheitskompetenz der Menschen zu fördern. Das betonte Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm am Donnerstag bei der Jahresfachtagung der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Gesundheit in MV – primär digital versorgt?“.

„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, ob sie die Versorgung der Menschen tatsächlich verbessert. Wir müssen digitale Möglichkeiten nutzen, um Wege zu verkürzen, medizinisches Wissen besser verfügbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu erleichtern. Gleichzeitig darf der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient nicht verloren gehen. Gute Versorgung muss für alle erreichbar bleiben – unabhängig vom Wohnort und davon, wie sicher sich jemand in der digitalen Welt bewegt“, sagte Grimm.

Gerade Mecklenburg-Vorpommern stehe als dünn besiedeltes Flächenland mit einer älter werdenden Bevölkerung und zunehmendem Fachkräftebedarf vor besonderen Herausforderungen. Digitale und telemedizinische Angebote könnten helfen, die Versorgung zukunftssicher aufzustellen. Mit einer Absichtserklärung für ein gemeinsames Telemedizinnetzwerk mit Schleswig-Holstein hätten beide Länder am 15. September einen wichtigen Schritt vereinbart. Zunächst sollen Krankenhäuser telemedizinisch miteinander vernetzt, perspektivisch auch Rettungsdienste, ambulante Versorgung und weitere Gesundheitsbereiche einbezogen werden. Ziel sei es, bestehende Angebote zu bündeln und einen gemeinsamen digitalen Versorgungsraum zu schaffen.

Digitalisierung allein löst nach Ansicht von Grimm jedoch nicht die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitswesens. „Wir brauchen eine stärkere sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Strukturen, die sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf orientieren. Das gilt auch für die Krankenhausreform. Die wohnortnahe Grund- und Notfallversorgung muss ebenso berücksichtigt werden wie die notwendige Spezialisierung komplexer Behandlungen. Digitale Vernetzung kann diesen Wandel unterstützen, aber weder eine bedarfsgerechte Krankenhausplanung noch ausreichend qualifiziertes Personal ersetzen“, so Grimm.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Gesundheitsförderung. Ziel müsse es sein, die Gesundheit der Bevölkerung über alle Lebensphasen hinweg nachhaltig zu verbessern. Digitale Beratungsangebote könnten Zugänge erleichtern und Menschen bei gesundheitlichen Fragen unterstützen. Entscheidend sei aber, Prävention dauerhaft im Alltag zu verankern und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Mecklenburg-Vorpommern verfüge dafür mit seiner Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention über einen Rahmen, der weiterentwickelt und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umgesetzt werden müsse.

„Wir müssen Versorgung nicht nur dann organisieren, wenn Menschen bereits krank sind. Wir müssen auch mehr dafür tun, dass sie gesund aufwachsen, leben und älter werden können. Dafür brauchen wir innovative Angebote, gute Zusammenarbeit und Menschen, die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob unsere Versorgung digital oder persönlich sein soll. Wir müssen beides sinnvoll verbinden – damit medizinischer Fortschritt bei den Menschen ankommt“, erklärte Grimm.

„Männerschuppen Insel Poel e.V. “ gewinnt Landeswettbewerb für ein gesundes Miteinander

Insel Poel – „Gesichter für ein gesundes Miteinander“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit zahlreiche Projekte und Initiativen an einem Wettbewerb für besonderes Gesundheits-Engagement beteiligt. In Mecklenburg-Vorpommern überzeugte der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “ die Jury und sicherte sich den ersten Platz beim Landeswettbewerb 2026. Platz zwei ging an: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald. Den dritten Platz belegte das Projekt „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Den Sonderpreis Pflege gewann das Projekt „Rikscha für Bewegungseingeschränkte“ vom Verein „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ Die Sozialministerin Stefanie Drese und die DAK-Gesundheit zeichneten nun die Gewinnerinnen und Gewinner aus.

„Ob beim gemeinsamen Handwerkeln, via Telefon, beim Tischtennisspiel oder auf der Rikschafahrt: Wo Menschen niedrigschwellig Räume für Begegnung schaffen, zeigt sich, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt und wie wichtig dieser Zusammenhalt für uns alle ist. Das zeigen auch alle der heute ausgezeichneten Projekte auf ihre ganz eigene Weise. Auf diese wirklich große Bandbreite an Ideen und Projekten, das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten und das große Herzblut, das durch die Erzählungen der Ausgezeichneten spürbar wurde, können wir als Land ausgesprochen stolz sein“, betonte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Andreas Mirwald, Leiter der DAK-Landesvertretung in MV, ergänzt: „Mit dem ‚Männerschuppen Insel Poel e.V.‘ gewinnt ein Projekt den Landeswettbewerb, das in beeindruckender Weise zeigt, wie Gesundheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können. Dort entstehen nicht nur praktische Projekte für die Gemeinschaft, sondern auch soziale Kontakte, die Einsamkeit entgegenwirken und das Wohlbefinden stärken. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen insgesamt, wie viele Menschen sich in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Einsatz für ein gesundes Miteinander engagieren.

Im mittlerweile sechsten Wettbewerbsjahr haben sich bundesweit rund 350 Projekte und Initiativen beworben, die Gesundheit, Prävention oder Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Den Landessieg in Mecklenburg-Vorpommern erhielt der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “. Initiator Andrew Gordon hat einen offenen Raum geschaffen, in dem handwerkliche Tätigkeit, gegenseitige Unterstützung und soziale Begegnung eng zusammengehören. Viele Männer finden hier eine Struktur, die Einsamkeit reduziert, Aktivität fördert und neue Kontakte ermöglicht. „Der Männerschuppen ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft, in der Menschen füreinander da sind und Verantwortung übernehmen“, sagt Gordon. Der Männerschuppen wirke inzwischen weit über die Insel hinaus. So entstanden beim gemeinsamen Handwerken robuste Marktstände für die Gemeinde, wurde ein wiederverwendbarer Weihnachtswunschbaum gestaltet, eine Wanderschutzhütte unterstützt und kreative Projekttage für Schulkinder durchgeführt. Kochen, Qigong, Singen und öffentliche Vorträge zu Gesundheits- und Gesellschaftsthemen ergänzen das Angebot.

Die Initiative auf Rang zwei wurde von Marie Zörner eingereicht: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald ist ein niedrigschwelliges, anonymes und wertschätzendes Zuhörangebot, das Studierenden und jungen Menschen in belastenden Situationen einen sicheren Raum für ihre Sorgen eröffnet.

Auf Rang drei landete „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Die Initiative wurde von Katja Thiede eingereicht. Sie ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft bei dem beim gemeinsamen Spiel Menschen miteinander in Kontakt kommen können.

Einen besonderen Akzent für ein gesundes Miteinander setzte nach Jury-Ansicht auch ein Projekt, das sich liebevoll um ältere Menschen kümmert. Seit 2022 fährt Gernot Kunzemann mit anderen Freiwilligen des Vereins „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ in Pflegeheime und Einrichtungen der Tagespflege. Mit Rikschas fahren sie Menschen, die ihr Zuhause nicht verlassen können, durch ihre aktuellen und früheren Wohngebiete, durch das Zentrum, den Kulturpark oder auch an das Grab von verstorbenen Angehörigen. Dafür bekommen sie den Sonderpreis Pflege.

Im Dezember kürt eine namhafte Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm aus den Gewinnerprojekten aller Bundesländer die Bundessiegerinnen und -sieger. Schirmherrin des bundesweiten Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Initiativen gibt es unter www.dak.de/gesichter.

Dolce Vita auf dem Land

Cafémobil aus Lohmen ist Landessieger beim Deutschen Nachbarschaftspreis

Lohmen – Stefanie Drese konnte heute Ruth Wossidlo, André Schulz und Lars Trense vom Cafémobil aus Lohmen zum Landessieg beim Deutschen Nachbarschaftspreis gratulieren.

Dolce Vita in der Mecklenburger Provinz: Mit einer Piaggio Ape, einer Siebträger-Kaffeemaschine und viel ehrenamtlichem Engagement bringt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Lohmen Kaffee und Menschen zusammen. Für dieses ungewöhnliche mobile Begegnungsprojekt ist das Cafémobil jetzt als Landessieger Mecklenburg-Vorpommerns beim Deutschen Nachbarschaftspreis 2026 ausgezeichnet worden. Sozialministerin Stefanie Drese überreichte die Auszeichnung am Donnerstag im Sozialministerium in Schwerin. Das Projekt erhält ein Preisgeld von 2.000 Euro.

Das Cafémobil fährt durch die 38 Dörfer und Orte der Kirchengemeinde Lohmen und schafft dort einen Treffpunkt, wo klassische Orte der Begegnung wie Dorfkonsum, Gaststätte oder Bäckerei zunehmend fehlen. Kaffee gibt es kostenlos, Kuchen und Spiele bringen die Menschen selbst mit. Wer möchte, kann sich seine eigene Kaffeekreation zubereiten. So wird aus einer kleinen Ape ein mobiler Dorfmittelpunkt – und aus einer Tasse Kaffee ganz nebenbei ein Gespräch, eine neue Bekanntschaft oder ein Stück Nachbarschaft.

„Dolce Vita muss nicht an der Strandpromenade beginnen. Manchmal beginnen die kleinen italienischen Momente auf dem Dorfplatz – mit einem guten Kaffee und Menschen, die Lust haben, zusammenzukommen. Das Cafémobil aus Lohmen bringt genau das auf die Dörfer: Lebensfreude, Begegnung und ein Stück Gemeinschaft. Und das Beste daran: Die Menschen warten nicht darauf, dass jemand einen neuen Treffpunkt baut. Sie machen ihn einfach selbst“, sagte Drese bei der Auszeichnung.

Das Projekt ist dabei weit mehr als ein mobiles Café. Menschen mit und ohne Behinderung engagieren sich gemeinsam, ebenso Einheimische und Zugewanderte. Zu den acht Ehrenamtlichen gehört ein Mann mit geistiger Behinderung. Auch eine muslimische Familie, die vor wenigen Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam, ist dabei. Alle Ehrenamtlichen haben einen Barista-Kurs absolviert.

„Genau solche Orte brauchen wir: offen, niedrigschwellig und mitten im Leben. Das Land unterstützt deshalb mit seinem Programm ,Dritte Orte‘ ganz bewusst Begegnungs- und Gemeinschaftsorte, an denen Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation zusammenkommen können. Das Cafémobil zeigt auf besonders charmante Weise, dass ein solcher Ort nicht einmal ein festes Gebäude braucht. Er kann auch vier Räder haben“, verwies Drese auf das Landesförderprogramm für Begegnungs- und Gemeinschaftsorte, das mit insgesamt rund 700.000 Euro ausgestattet ist.

Für Drese ist das Engagement vor Ort ein wichtiger Teil der Antwort auf Einsamkeit und fehlende soziale Kontakte. „Wir können Freundschaften nicht verordnen. Aber wir können Orte schaffen, an denen sie entstehen. Und wir können Menschen unterstützen, die solche Orte mit Leben füllen. Das Cafémobil ist dafür ein wunderbares Beispiel: Hier wird nicht nur Kaffee ausgeschenkt, hier wird Nachbarschaft gebraut.“

Mit dem Preisgeld möchte die Kirchengemeinde unter anderem einen Anhänger für das Cafémobil anschaffen, um künftig Tische und Stühle zu den mobilen Treffpunkten mitnehmen zu können. Auch weitere Angebote sind geplant – vom gemeinsamen Eiswaffelbacken mit Kindern und Jugendlichen über eine Afterhour-Bar bis zum Suppenmobil.

Der Deutsche Nachbarschaftspreis der nebenan.de Stiftung wird 2026 zum zehnten Mal vergeben und zeichnet Initiativen mit Vorbildcharakter aus, die lebendige Orte schaffen und das gesellschaftliche Miteinander stärken. In jedem Bundesland wird ein Landessieger mit 2.000 Euro ausgezeichnet. Die fünf Themenschwerpunkte und ein Sonderpreis werden im November bei der bundesweiten Preisverleihung in Berlin vergeben. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Postcode Lotterie.