Förderung der Kunstwerkstätten e.V. in Greifswald

Greifswald – „Mit dem Vorpommern-Fonds wollen wir gerade auch die kulturelle Entwicklung in Vorpommern zusätzlich unterstützen. Das sind Projekte, für die sich Menschen mit viel Herzblut einsetzen. Das kann man hier bei den Greifswalder Kunstwerkstätten erleben. Ich danke allen Engagierten sehr herzlich“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute anlässlich der Übergabe eines Zuwendungsbescheids an die Kunstwerk­stätten e.V.

Der Bescheid umfasst 90.000 Euro an Projektfördermitteln aus dem Ministerium für Bildung, Wissen­schaft und Kultur des Landes sowie 10.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds. Er ist für Projekte der Jugendkunst­arbeit vorgesehen, z.B. für Kurse, Projekte und Workshops oder Kooperationen im Rahmen der Ganztagsschule.

Dahlemann weiter: „Kultur und Kunst dienen der Persön­lichkeitsentwicklung. Die Fördermittel sind deshalb in den Kunst­werk­stätten in Greifswald ausgezeichnet angelegt. Jugendliche können hier bereits früh Erfahrungen machen, die über das Alltagswissen hinausgehen. Kunst kann Kreativität wecken, einen auf gute Ideen bringen und dabei helfen, Begabun­gen zu entdecken. Davon werden unsere Jugendlichen auf ihrem Lebensweg immer profitieren – unabhängig davon, ob sie in die Welt hinaus gehen oder hier bei uns in Vorpommern die guten Chancen nutzen.“

Krankenhaustag in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Am Freitag hat in Schwerin der Krankenhaustag der Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern (AKMV) stattgefunden. „Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesundheitsversorgung wird sich fortlaufend auf die veränderten und auch in einigen medizinischen Bereichen wachsenden Bedarfe einstellen müssen. Wir brauchen eine gute Versorgungsqualität. Diese ist nur mit ausreichendem Personal zu gewährleisten. Das ist eine große Herausforderung, gerade auch in einem Flächenland wie wir es haben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Glawe begrüßte Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation in den Krankenhäusern. Hierzu zählen das Hygieneförderprogramm, der Pflegezuschlag sowie der Einstieg in die generalistische und die hochschulische Pflegeausbildung. „Die vorgezogene Schulgeldfreiheit für die Pflegeausbildung in unserem Land ab 2019 wird ebenso zur Verbesserung der Personalsituation in den Krankenhäusern beitragen: Eine gute Ausbildung ist der Grundstein für eine qualifizierte Fachkraft“, so Glawe. Die Schulgeldfreiheit ab Sommer 2019 betrifft ca. 880 Pflegeschüler aller drei Ausbildungsjahre. Bis zu 1,4 Millionen Euro werden voraussichtlich für die Umsetzung der Schulgeldfreiheit benötigt. Im Rahmen der so genannten generalistischen Ausbildung wird beispielsweise eine Vergütung zwischen 1.000 und 1.150 Euro je nach Lehrjahr gezahlt.

Mit dem Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten – Artikel 8b – wurde im SGB V der § 137i „Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen in Krankenhäusern“ eingeführt. „Es ist notwendig, dass zur Sicherstellung der Qualität in der Krankenhausversorgung geeignete Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen unter Einbeziehung von Intensivstationen und der Besetzung im Nachtdienst verbindlich festgelegt werden. So bekommen auch die Krankenhäuser mehr Planungssicherheit“, betonte Gesundheitsminister Glawe. Im kommenden Jahr gelten für die Krankenhausbereiche Intensivmedizin, Geriatrie, Unfallchirurgie und Kardiologie, die als „pflegesensitive“ Bereiche festgelegt wurden, Personaluntergrenzen. Folgen werden die Neurologie und die Herzchirurgie. Ausnahmen von den Vorgaben sind nur zugelassen bei „kurzfristig unverschuldeten und unvorhersehbaren Personalausfällen“, bei Epidemien sowie Katastrophenfällen.

Mit der Einführung des Pflege-Stärkungsgesetzes soll der Alltag von Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen verbessert werden. Ab Januar 2019 sollen bundesweit 13.000 Pflegekräfte in stationären Pflegeeinrichtungen neu eingestellt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, enthält das Gesetz folgende Maßnahmen: Das Pflegestellen-Förderprogramm gilt über 2018 hinaus mit der Änderung, dass jetzt jede zusätzliche Pflegestelle am Bett vollständig finanziert wird. Die in 2018 eingeführte lineare und strukturelle Tarifsteigerung für die Pflegekräfte wird ebenso von den Kostenträgern vollständig refinanziert. Es ist eine Förderung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf enthalten. Die Finanzierung der Pflegepersonalkosten der Krankenhäuser wird umgestellt. Die Pflege im Krankenhaus wird gesondert über ein sogenanntes Pflegebudget erfolgen.

„Damit soll sichergestellt werden, dass das Geld auch wirklich bei der Pflege ankommt. Grundsätzlich hat der Gesetzgeber mit den genannten Regelungen u.a. den Grundstein für eine bessere Personalausstattung gelegt. Die Auswirkungen der neuen Gesetze und Verordnungen, wie Personaluntergrenzen, Pflege-Personalstärkungsgesetz, Pflegeberufegesetz werden in den kommenden Jahren spürbar sein“, sagte Glawe.

Die Gesundheitsversorgung wird sich fortlaufend auf die veränderten und auch in einigen medizinischen Bereichen wachsenden Bedarfe einstellen müssen. „Zu den Herausforderungen in unserem Bundesland zählen die flächendeckende Erreichbarkeit einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung, das Thema Fachkräftegewinnung, die Digitalisierung sowie der Schutz und die lebensbegleitende umfassende Förderung der Gesundheit der Menschen. Wichtig ist es, die Akteure vor allem vor Ort mit einzubeziehen, damit die Lösungen auch zu den regionalen Bedarfen passen und in den Kommunen Unterstützung finden. Hierfür ist es notwendig, dass wir alle an einem Strang ziehen, denn Gesundheit betrifft uns alle“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe abschließend.

In den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen waren in 2015 insgesamt 16.723 Pflegefachpersonen (Gesundheits- und Krankenpflege: 9.969, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: 1.253, Altenpflege: 5.501) tätig. Davon arbeiteten 9.531 Pflegefachpersonen in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie 7.192 Pflegefachpersonen in den Krankenhäusern.

Drese: Häusliche und sexualisierte Gewalt aus der Tabuzone holen

Güstrow – „Häusliche und sexualisierte Gewalt ist viel zu oft noch immer ein Tabuthema, das wir aufbrechen müssen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese während der Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur Internationalen Woche gegen Gewalt an Frauen und Kindern heute in Güstrow. So ist laut Studien jede dritte Frau in Deutschland betroffen. Doch viele Opfer schweigen aus Angst und Scham. Aber auch das Umfeld schaut oftmals weg.

„Deshalb ist die jährliche Aktionswoche gegen Gewalt an Frauen und Kindern so wichtig. Durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen von Vereinen, Trägern und Einrichtungen wird das Thema in die Öffentlichkeit gebracht und auf Hilfeangebote im Land aufmerksam gemacht“, verdeutlichte Drese.

Ministerin Drese hob hervor, dass es ein zentrales Anliegen der Landesregierung sei, Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu helfen und sie zu unterstützen: „Deshalb gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einrichtungen mit fachkundigen Beratungs-, Hilfe- und Schutzangeboten. Neben Frauenhäusern gehören dazu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Opfer- und Traumaambulanzen, die psychologische Betreuung und Behandlung anbieten.“

Drese: „Wir dürfen nicht nachlassen, die Gewaltproblematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wir müssen die Öffentlichkeit aufrütteln und sensibilisieren. Und wir müssen Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder klar als gesamtgesellschaftliches Problem benennen.“

Im Rahmen der Internationalen Antigewaltwoche finden im November in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen statt.

Auftakt zur Antigewaltwoche

Gewalt an Frauen und Kinder thematisieren und Hilfsangebote zur Verfügung stellen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese ruft anlässlich der morgigen Auftaktveranstaltung der Landesregierung zur internationalen Woche gegen Gewalt dazu auf, jeder Form von Diskriminierung sowie häuslicher und sexualisierter Gewalt entschieden entgegenzutreten.

„Wir dürfen nicht nachlassen, die Gewaltproblematik in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wir müssen aufrütteln und sensibilisieren. Und wir müssen Gewalt insbesondere gegen Frauen und Kinder klar als gesamtgesellschaftliches Problem benennen sowie Hilfe und Unterstützung anbieten“, benannte Drese wesentliche Ziele der Antigewaltwoche.

Ministerin Drese betonte, es sei ein zentrales Anliegen der Landesregierung, Betroffenen von häuslicher und sexualisierter Gewalt zu helfen und sie zu unterstützen. Drese: „Deshalb gibt es in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einrichtungen mit fachkundigen Beratungs-, Hilfe- und Schutzangeboten. Neben Frauenhäusern gehörten dazu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher oder sexualisierter Gewalt sowie Opfer- und Traumaambulanzen, die psychologische Betreuung und Behandlung anbieten.“

Im Rahmen der Internationalen Antigewaltwoche finden im November in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Aktionen zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen statt. Mit der diesjährigen Auftaktveranstaltung am Donnerstag in Güstrow wird das Thema „Selbstbestimmung“ in den Mittelpunkt gerückt. Drese: „Ziel ist es vor allem, Frauen zu ermächtigen, die eigenen Interessen selbst- und nicht fremdbestimmt zu vertreten, sei es für Frauen mit Behinderungen am Arbeitsplatz in Werkstätten oder privat im Umgang mit sexualisierten Angriffen durch digitale Medien.“

Drese fordert Kostenbegrenzung des Eigenanteils in der Pflege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese spricht sich für eine breite politische Debatte und eine ehrliche Diskussion über die Finanzierung und Bezahlbarkeit der Pflege in Deutschland aus. „Wir müssen davon wegkommen, dass Pflegebedürftige, ihre Angehörigen oder letztlich die Sozialhilfe die finanziellen Lasten allein zu tragen haben, die durch die demografische Entwicklung und steigende Pflegekosten anfallen“, sagte Drese auf dem AOK-Pflegeforum am (gestrigen) Montagabend in Schwerin.

Gegenwärtig treffen Kostenerhöhungen wegen der gedeckelten Leistungsbeträge der Pflegeversicherungen unmittelbar und ausschließlich die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen, die so neben dem Pflegealltag auch noch ein erhebliches und oft unkalkulierbares Kostenrisiko schultern müssen.

„Die dringend notwendigen eingeleiteten Maßnahmen für eine Pflegeoffensive etwa für eine bessere Bezahlung, zur Erhöhung der Attraktivität des Pflegeberufes und auch zur stetigen Qualitätsverbesserung im Rahmen der Versorgung sind jedoch zwangsläufig mit Kostensteigerungen verbunden“, betonte Drese.

Für eine zukunftsfeste und qualitativ gute Pflege müssen nach Ansicht Dreses die Kosten gesellschaftlich breiter aufgeteilt werden. „Diskussionswürdige Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch: Ausbau der Pflegeversicherung zur Vollversicherung, Verbreiterung der Finanzierungsbasis, höhere Versicherungsbeiträge oder Bundeszuschuss für eine gute Pflege“, verdeutlichte die Ministerin.

Es sei gut, wenn über Wege zum Ziel und die Gestaltung der Pflege ein gesamtgesellschaftlicher Diskussionsprozess geführt wird. Drese: „Ich bin fest davon überzeugt, der Umgang mit unseren Seniorinnen und Senioren, die immer älter und immer zahlreicher werden, gehört zu den wichtigsten politischen Themen der kommenden Jahre in Deutschland. Und ich bin überzeugt, dass viele Menschen bereit sind, mehr Geld für die Pflege auszugeben, wenn es gerecht dabei zu geht. Die zusätzlichen Einnahmen müssen zu einer Kostenbegrenzung des Eigenanteils führen und tatsächlich den Pflegebeschäftigten und der Infrastruktur zu Gute kommen.“

100 Jahre Frauenwahlrecht

Kampf für die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern muss weitergehen

Schwerin – Der 12. November 1918 gilt als die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts und der Beginn der parlamentarischen Demokratie. „Die Errungenschaft des von vielen mutigen Frauenrechtlerinnen erkämpften Wahlrechts legte vor 100 Jahren einen wesentlichen Grundstein für die gesetzliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern“, betonten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gleichstellungsministerin Stefanie Drese heute in Schwerin.

„Vieles ist seither in Sachen Gleichstellung erreicht worden, doch auch nach 100 Jahren muss der Kampf für die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern weitergehen. So verdienen Frauen immer noch weniger als Männer und sind noch viel zu selten in Spitzenpositionen vertreten. Auch von einer paritätischen Besetzung in den Parlamenten sind wir noch meilenweit entfernt und müssen in den letzten Jahren sogar rückläufige Quoten erleben“, sagte Schwesig.

Auch für Gleichstellungsministerin Stefanie Drese ist das Ziel einer vollständigen Gleichberechtigung von Frauen und Männern noch nicht erreicht. „Viele Schritte und konkrete Maßnahmen führen zu mehr Gleichberechtigung und gesellschaftliche Emanzipation. Sie sind aber nichts Selbstverständliches und müssen gegen manche Männerbünde durchgesetzt werden“, so Drese.

Als wichtigen Faktor führt Ministerin Drese hierbei die vier Mentoringprogramme des Landes für mehr Führungsfrauen in allen gesellschaftlichen Bereichen an: „Für eine gelebte Gleichberechtigung, etwa bei der Aufteilung von familiärer Arbeit und beruflichen Verpflichtungen müssen wir zudem die Köpfe und Herzen von Frauen und Männer, von Wirtschaft und Gesellschaft erreichen. Auch in dieser Schaffung des entsprechenden Bewusstseins besteht noch Nachholbedarf.“

Ministerpräsidentin Schwesig sieht im heutigen Datum, einen guten Grund, die mutigen Vorkämpferinnen von vor 100 Jahren zu würdigen. „Gleichzeitig rufe ich alle Akteurinnen und Akteure in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, bei ihrem Einsatz für Akzeptanz, Chancengleichheit und gerechte Teilhabe aller Menschen nicht nachzulassen und diese wichtigen demokratischen Grundwerte zu verteidigen und weiterzuentwickeln“, so Schwesig.

Anklamer Rettungsschwimmer fliegen zur WM

Anklam – Kurz vor dem Abflug zur Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer nach Adelaide (Australien) überreichte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute einen Zuwendungsbescheid an das SWIM&RESCUE Team der DLRG-Ortsgruppe aus Anklam.

Die Zuwendung in Höhe von 23.400 Euro kommt zu gleichen Teilen aus Mittel des Wirtschaftsministeriums und aus dem Vorpommern-Fonds und unterstützt die Rettungsschwimmer bei den Reisekosten.

„Wir freuen uns, dass die Anklamer Rettungsschwimmer es durch die Qualifikation zur Weltmeisterschaft schon soweit geschafft haben. Das steht für die Ausdauer, Qualität, Leistung und auch Einsatzbereitschaft des gesamten Teams vor Ort. Wir drücken allen Beteiligten die Daumen. Allein die Teilnahme an den Wettkämpfen ist schon ein Riesenerfolg der Rettungsschwimmer aus Vorpommern. Sie sind sportliche Botschafter für unser Land und im Besonderen für Vorpommern“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

„Wir wünschen den Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern aus Vorpommern bei den Wettkämpfen in Australien viel Glück und drücken die Daumen. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Qualifikation zur WM gelungen ist und unterstützen dieses Vorhaben sehr gern. Vertreten Sie unser Mecklenburg-Vorpommern in der Welt und bringen Sie tolle Eindrücke mit nach Hause“, gab Dahlemann den Wettkämpferinnen und Wettkämpfern mit auf den Weg.

Auch bei den Trainingsbedingungen hilft die Landesregierung dem Schwimmverein und der Hansestadt Anklam.

Dahlemann: „Die Förderung des Schwimmhallen Ersatzneubaus im Rahmen des Anklamer Dreiklang ist eine gute Botschaft für Schwimmfreunde. Das stärkt die Vereinsarbeit und schafft hochmoderne und effiziente Bedingungen.“

Drese fordert mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese fordert mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung. „Viele sind gut ausgebildet und leistungsfähig. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient“, sagte Drese auf dem Landesverbandstag des Sozialverbands VdK M-V am Sonnabend in Schwerin.

Die Ministerin kritisierte, dass vor allem in den privaten Betrieben und Unternehmen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt immer noch viel zu viele Pflichtarbeitsplätze unbesetzt seien. „Wir müssen insbesondere die rund 750 privaten Arbeitgeber im Land ab 20 Beschäftigten davon überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft ist“, sagte Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern leben etwa 215.000 schwerbehinderte Menschen. Das entspricht gut 13 Prozent der Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig wird bis zum Jahr 2030 in MV die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren um 25 Prozent zurückgehen. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderung ist überdurchschnittlich hoch. „Allein deshalb sollten Arbeitgeber viel stärker als bisher die Ressourcen und Talente erkennen, die Menschen mit Behinderung besitzen“, verdeutlichte Drese.

Bereits jetzt schon werden zahlreiche Programme und Maßnahmen im Land teilweise in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit gezielt zur Verbesserung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben umgesetzt.

Drese: „So gibt es etwa finanzielle Förderungen zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind.“ In Mecklenburg-Vorpommern steht das Integrationsamt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales mit Rat und Tat zur Verfügung.

Ministerin Drese bezeichnete den VdK, der in MV knapp 7.000 Mitglieder hat, als wichtigen Ansprechpartner für die Landespolitik. „Der VdK ist ein wichtiger Verbündeter im Kampf für soziale Gerechtigkeit für mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung und für Gleichstellung. Dabei ist er als Interessenvertretung seiner Mitglieder nicht immer bequem. Aber das soll der VdK auch gar nicht sein“, so Drese auf dem Landesverbandstag.

Hospiz- und Palliativversorgung in M-V

Schwerin – „Sterben in Würde ist möglich“ – unter diesem Motto stand der Hospiz- und Palliativtag der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativmedizin Mecklenburg-Vorpommern e.V. am Sonnabend in Schwerin. „Jeder von uns möchte darauf vertrauen, dass wir in der letzten Lebensphase mit unseren Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert werden. Ziel muss es sein, die Selbstbestimmung und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Deshalb unterstützen wir die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit elf SAPV-Teams (SAPV=spezialisierte ambulante Palliativversorgung), die sich aus Palliativmedizinern, Palliativ-Care-Pflegekräften, Hospiz-diensten, Seelsorgern und Sozialarbeitern zusammensetzen. So wird die allgemeine ambulante Palliativversorgung von Hausärzten oder niedergelassenen Fachärzten und Pflegediensten ergänzt. Speziell für Kinder ist das Team „Mike Möwenherz“ gegründet worden, das sich auf die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat und an der Universitätsmedizin Rostock angesiedelt ist. Für die stationäre Palliativversorgung stehen in 18 Krankenhäusern Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu kommen 22 ambulante Hospizdienste. Des Weiteren gibt es neun stationäre Hospize in Greifswald, Bergen/Rügen, Rostock, Neubrandenburg, Schwerin, Neustrelitz, Stralsund, Eggesin und Bernstorf. 88 niedergelassene Ärzte im Land haben die Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“.

„Wir haben eine gute Struktur in der Hospiz- und Palliativversorgung im Land. Aber: die Angebote dürfen nicht isoliert von den Strukturen der Gesundheitsversorgung insgesamt betrachtet werden. Notwendig ist eine Vernetzung in die allgemeine ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung sowie in die pflegerischen Versorgungsleistungen. Nur eine kontinuierliche und ineinander greifende Betreuung kann bestmöglich zur Erleichterung der finalen Lebensphase beitragen“, sagte Glawe.

Um Handlungsfelder für einen weiteren Ausbau zu identifizieren, hat das Gesundheitsministerium im Juni den ersten Bericht „Die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ vorgelegt. Inhaltlich geht es dabei um die Bedarfsentwicklung in der ambulanten sowie stationären Palliativ- und Hospizversorgung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Versorgung. Das Gesundheitsministerium beauftragte das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald, diesen Bericht zu erstellen. In den „Standards und Richtlinien für Hospiz- und Palliativversorgung in Europa: Teil 2“ wird der Bedarf für eine spezialisierte stationäre Versorgung auf acht bis zehn Betten pro 100.000 Einwohner geschätzt.

Mecklenburg-Vorpommern erfüllt diesen Bedarf mit insgesamt 9,74 spezialisierten Betten pro 100.000 Einwohnern. Als Handlungsempfehlungen definiert der Bericht unter anderem einige strukturelle Lücken insbesondere in den ländlichen Regionen, die durch eHealth und telemedizinische Funktionalitäten abgedeckt werden können. Zur Verbesserung der Kooperation zwischen den Leistungserbringern können insbesondere entsprechend qualifizierte Mitarbeiter im ambulanten Bereich eine Standardisierung des Entlassmanagements für Palliativpatienten sowie die Einrichtung von Palliativkonsildiensten auf Ebene der Landkreise beitragen. „Mit dem Bericht haben wir wertvolle Hinweise erhalten, wie wir besser werden können. Gemeinsam mit den engagierten Akteuren und in den Sitzungen des Runden Tisches Hospiz- und Palliativversorgung gehen wir die Handlungsfelder an“, sagte Glawe.

Gesundheitsminister Glawe dankte abschließend den Organisatoren der Veranstaltung, der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin M-V (LAG). „Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zur letzten Stunde zu ermöglichen, ist ein wesentliches Element einer humanen Gesellschaft. Alle in diesem Umfeld Tätigen – Mediziner, Pflegekräfte und vor allem die Ehrenamtlichen – tragen wesentlich zu diesem wichtigen Teil Menschlichkeit bei. Ihnen gebührt hohe Anerkennung für ihre anspruchsvolle und wertvolle Arbeit“, so Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Die LAG ist ein Zusammenschluss der im Bereich Hospiz- und Palliativmedizin tätigen Dienste und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize, Träger von Hospizdiensten, Palliativstationen, SAPV-Teams, Einzelmitglieder und mehr. Sie wurde im November 2000 gegründet. Ziel der LAG ist die Förderung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und die Verknüpfung der einzelnen Dienste untereinander.

Gemeinde Mönchgut investiert in Turnhalle für die Grundschule

Insel Rügen – Die drei Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow haben sich zum 1. Januar dieses Jahres zur neuen Gemeinde Mönchgut (Landkreis Vorpommern-Rügen) zusammengeschlossen. Die Grundschule in Gager, die 1957 erbaut wurde und unter Denkmalschutz steht, wird von den Kindern aus Gager, Middelhagen und Thiessow besucht. Allerdings gibt es dort keine Turnhalle, es existiert nur ein größerer Sportraum und wann immer es das Wetter zulässt, machen die Mädchen und Jungen draußen ihren Sportunterricht.

Das soll sich nun endlich ändern und mit Hilfe von Fördermitteln kann die Gemeinde Mönchgut die dringend nötigen Investitionen angehen. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute am Schulstandort einen Förderbescheid über 303.300 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Mönchgut Hartwig Diwisch.

„Die Sporthalle wird zu einer enormen Qualitätsverbesserung für den Schul- und Breitensport führen und auch den Schulstandort für die kommenden Jahre stärken. Sicher werden sich auch die Vereine darauf freuen“, ist der Minister überzeugt. „Schulbedingungen sind zudem oft auch wichtige Kriterien für die Wohnortentscheidung junger Eltern. Das Geld, das die Gemeinde hier für eine bessere kommunale Infrastruktur investiert, ist gut angelegt.“

Als erste Gemeinde des Landes hatte die Gemeinde Mönchgut im Sommer einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung in Höhe von 800.000 Euro nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz erhalten. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem auch für den Bau der neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt. Ich hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.“

Mentoringprogramm für Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen

Schwerin – 130 junge Frauen an beiden Universitäten Mecklenburg-Vorpommerns wurden in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des ESF-finanzierten Landesprogramms KarriereWegeMentoring in der Wissenschaft auf ihrem Weg zur Führungskraft begleitet und betreut.

„Auf diese hohe Zahl sind wir sehr stolz. Dadurch gelingt es uns, deutliche Effekte zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem zu erzielen und den Aufstieg von mehr Frauen in Führungspositionen zu unterstützen“, betonte der Staatssekretär im Gleichstellungsministerium, Nikolaus Voss, bei der Abschlussveranstaltung des Mentoringprogramms Wissenschaft in Greifswald.

Seit Januar 2012 wurde das Programm insgesamt mit circa 1,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Mentoring erstreckte sich über drei unterschiedlich ausgestaltete Förderphasen (2012-2013, 2014-2015, 2016-2018).

„Das Mentoringprogramm ist kein Allheilmittel zur Beseitigung aller bestehenden Ungerechtigkeiten“, so Voss. „Es ist aber ein qualitativ und quantitativ sehr erfolgreiches Projekt.“ So führen etwa 89 Prozent aus dem Doktorandinnen-Programm Lerneffekte und Karriereschritte auf ihre Teilnahme am Mentoring zurück. Viele junge Frauen berichten, dass sie ihr gesamtes Berufsleben von den Erfahrungen und Kontakten profitieren werden.

Voss: „Mentoring trägt auf diese Weise als besonders effektives Personalentwicklungsinstrument dazu bei, den ewigen Kreislauf einer stetigen Abnahme von Frauen mit zunehmender wissenschaftlicher Qualifikation entgegenzuwirken und exzellente Nachwuchskräfte für die Wissenschaft zu gewinnen und zu halten.“

Aufgrund der sehr guten Projektergebnisse konnte Staatsekretär Voss eine Fortführung des Projekts zusagen. Die Universitäten Greifswald und Rostock erhalten im Zeitraum 2019-2021 insgesamt 1,1 Millionen Euro. „Ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen im Wissenschaftsbereich“, betonte Voss für die Landesregierung.

Erste landesweite Tagung der Gesellschaft für Altersmedizin

Schwerin – Die geriatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin auf der 1. Jahrestagung der Gesellschaft für Altersmedizin M-V mit Experten diskutiert. „Möglichst lange gesund zu leben ist der Wunsch jedes Menschen. Für Patienten, die in einem höheren Lebensalter Unterstützung benötigen, haben wir in Mecklenburg-Vorpommern leistungsfähige Strukturen für eine geriatrische Versorgung mit den stationären, tagesklinischen und ambulanten Angeboten. Zukünftig wird aufgrund des demografischen Wandels ein veränderter und erhöhter Versorgungsbedarf erwartet. In einem dünn besiedelten Flächenland trifft dies auf besondere Herausforderungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 13 Krankenhäuser, die eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung anbieten und vier geriatrische Tageskliniken mit insgesamt 47 Plätzen. Fünf Rehakliniken im Land bieten eine stationäre geriatrische Rehabilitation an. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit hat in den vergangenen Jahren rund 2,7 Millionen Euro in den Ausbau der geriatrischen Infrastruktur der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern investiert. Weiterhin wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald seit Frühjahr 2017 ein Projekt entwickelt, dass Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen entwirft und anschließend in Modellregionen erprobt.

Schwerpunktmäßig geht es um die Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte. Das Projekt ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Mit dem Kooperationspartner Medizinischer Versorgungsverbund Müritz e.V. wird die Unterstützung der regionalen geriatrischen Versorgung durch die Entwicklung einer regionalen digitalen Fallakte getestet. „Vor allem mit dem Einsatz digitaler Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere auch in ländlichen Regionen können die Anforderungen an die koordinierte, interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung besser genutzt werden“, sagte Glawe.

Zudem wird derzeit eine Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie an der Universitätsmedizin Greifswald eingerichtet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der Fördermaßnahme „Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ eine Projektkonzeption der Unimedizin Greifswald und des Kreiskrankenhauses Wolgast als positiv bewertet und so den Weg für einen neuen Lehrstuhl für Altersmedizin als ersten dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern geebnet.

„Um die bestehenden Herausforderungen einer alternden Gesellschaft besser zu bewältigen, muss die geriatrische und gerontologische Forschung weiter ausgebaut werden. Denn die Versorgung multimorbider Menschen und die Prozesse zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer möglichst selbstständigen Lebensführung erfordern eine sektorenübergreifende Therapieplanung und -durchführung. Mit der Professur in Greifswald können neue Angebote in Forschung und Lehre entwickelt werden. Das stärkt die Betreuung der Patienten“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Um den steigenden Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken, werden in Mecklenburg-Vorpommern ab dem Schuljahr 2019/2020 die Auszubildenden in der Pflege in allen Jahrgängen vom Schulgeld befreit. „Bisher ist es so, dass Pflegeschüler an Schulen in privater Trägerschaft von ihrer Ausbildungsvergütung, die sie von ihrer praktischen Ausbildungseinrichtung bekommen, Schulgeld zahlen müssen. Unser Ziel ist, dass mögliche Bewerber nicht in andere Bundesländer gehen oder ihren Ausbildungswunsch um ein Jahr zurückstellen, um sich dann nach neuem Recht ausbilden zu lassen“, erläuterte Glawe.

Bundesweit soll die kostenlose Ausbildung ab dem Jahr 2020 gelten. Die Finanzierung erfolgt über einen sogenannten Ausgleichsfonds, in dem neben dem Land Mecklenburg-Vorpommern die Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie die sozialen und privaten Kranken-/Pflegekassen einzahlen. Die Umsetzung wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bildungs-, Sozial- und Finanzministerium unter Einbeziehung der Fachverbände vorbereitet.

Zusätzlich wird derzeit in Mecklenburg-Vorpommern ein landesweites Konzept für die hochschulische Pflegeausbildung erarbeitet, das ebenfalls ab 2020 gelten soll. „Ziel ist es, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, der Universitätsmedizin Rostock und der Hochschule Neubrandenburg die künftige hochschulische Pflegeausbildung zu gestalten. Mit dem Studium sollen die Absolventen auf die künftig verstärkte Kooperation und das Arbeiten im multiprofessionellen Team vorbereitet werden“, sagte Glawe.

Die hochschulische Pflegeausbildung ist eine Säule der aktuellen Vorbereitungen zur Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes (PflBRefG), die ab 01. Januar 2020 erfolgen soll. Künftig sollen die drei bislang getrennten Pflegeausbildungen (Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege) zu einer sogenannten generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ zusammengefasst werden. Kernelement ist, dass in den ersten beiden Ausbildungsjahren eine Ausbildung in der allgemeinen Pflege über alle Altersgruppen erfolgt. Im dritten Ausbildungsjahr besteht für die Auszubildenden die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung fortzuführen oder sich in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflege zu spezialisieren.

„Pflege ist das gesamtgesellschaftliche Riesenthema in Deutschland. Es betrifft nahezu jede Familie im Land irgendwann einmal. Darauf müssen wir alle gut vorbereitet sein. Entscheidend ist dabei auch, dass das fachkundige Personal vor Ort ist. Diese Herausforderungen gilt es zu meistern. Daran arbeiten wir mit allen Beteiligten gemeinsam“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Im Jahr 2015 hatten wir in M-V knapp 80.000 pflegebedürftige Menschen; nach ersten Hochrechnungen des Gesundheitsministeriums M-V werden wir im Jahr 2030 ca. 93.000 Pflegebedürftige zu versorgen haben.

Die Gesellschaft für Altersmedizin in Mecklenburg-Vorpommern (GAMV) e.V. hat sich im vergangenen Jahr aus einem bestehenden Arbeitskreis heraus gegründet. Der Verein engagiert sich für eine bessere medizinische Versorgung älterer Patienten, die Entwicklung von Qualitätsstandards in der Behandlung hochwertiger Diagnostik- und Therapieleitfäden sowie für die Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen in der Altersmedizin.

Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung nutzen

Rostock – „Vom Flüchtling zur Fachkraft“: Über 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung haben sich am Mittwoch in Rostock über die Möglichkeiten der beruflichen Integration von Geflüchteten informiert.

„Die berufliche Integration der in Mecklenburg-Vorpommern lebenden geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung. Wenn wir uns vor Augen führen, dass wir in den kommenden Jahren in Mecklenburg-Vorpommern mit deutlichen Rückgängen beim Erwerbspersonenpotential zu rechnen haben, müssen wir schon heute alle Möglichkeiten zur Fachkräftegewinnung nutzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Landesfachtagung wurde federführend durch das Wirtschafts- und Arbeitsministerium organisiert.

„Nicht nur bei Geflüchteten, sondern generell bei allen Personen mit Migrationshintergrund konnten Fortschritte bei der Integration in den Arbeitsmarkt in den vergangenen zwei Jahren erreicht werden. Hierbei spielt insbesondere die gute wirtschaftliche Situation eine entscheidende Rolle. Die Arbeitslosenzahl und die Arbeitslosenquote erreichten die niedrigsten Werte seit der Wiedervereinigung. Die große Nachfrage nach Arbeitskräften kommt uns zu Gute“, so Glawe weiter.

So waren im März 2018 – das ist der aktuelle Wert – rund 1.500 Personen aus den Asylherkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Tätigkeiten als Auszubildende). Gegenüber März 2017 erfolgte ein Anstieg um etwa 600 Beschäftigte (+64,8 Prozent). Das Institut für Arbeits- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat jüngst ermittelt, dass wir derzeit so wenig Arbeitslose pro offener Stelle haben wie nie in den vergangenen 25 Jahren. Ein Potential stellen deshalb hierfür auch die rund 7.300 Personen dar, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind.

„Für beide Seiten, Arbeitgeber und Geflüchtete, ist es oft nicht einfach: Sprachliche Hürden bestehen und kulturelle Unterschiede treffen aufeinander. Beide Seiten müssen Offenheit, Engagement und Mut zeigen und bereit sein, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Entscheidend ist es, Zugewanderte beim Einstieg in das Berufsleben zu unterstützen. Dabei geht es auch darum, Geflüchtete auf die Arbeitswelt gut vorzubereiten und die Kollegen in diesem Prozess mitzunehmen“, forderte Glawe.

Die Vermittlung der Sprachkenntnisse im In- oder Ausland hat eine zentrale Bedeutung. „Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Nationen, die zum Beispiel aus demografischen Gründen wie Japan auch dringend Fachkräfte im pflegerischen Bereich benötigen. Das sollte auch bei der Ausgestaltung der Regelungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes beachtet werden. Die Bundesregierung hat mit ihren Eckpunkten von Anfang Oktober deutliche Signale gesetzt. Jetzt gilt es, so schnell wie möglich in die Umsetzung zu kommen“, forderte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf das Thema Ausbildung ein. „Mit der Ausbildung können die Fachkräfte von morgen gewonnen werden. Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dass junge Menschen eine qualifizierte Ausbildung hier in Deutschland erhalten. Entscheidend ist es auch, seinen potentiellen Auszubildenden frühzeitig kennenzulernen. Hier gibt es die Möglichkeit eines geförderten Langzeitpraktikums. Das ist eine gute Gelegenheit für beide Seiten, sich im Berufsalltag aufeinander einzustellen und eine mögliche Zusammenarbeit auszuloten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben 152 Personen im Kontext Fluchtmigration eine Ausbildung begonnen, 32 mehr (+26,7 Prozent) als im Vorjahr. (2016/2017: 120). Fast die Hälfte hat eine Ausbildung im HoGa-Bereich (18), in der Maschinen-/Fahrzeugtechnik (15), in Mechatronik-/Energie-/Elektroberufen (12), in medizinischen Gesundheitsberufen (10), in Verkaufsberufen (9) oder in der Lebensmittelherstellung/-verarbeitung (8) angefangen. Fast 60 Prozent der Bewerber hatten einen Real- oder Hauptschulabschluss (59,2 Prozent).

Unterstützungsmöglichkeiten für die berufliche Integration in den Arbeitsmarkt

22 Joblotsen helfen bei der Jobsuche

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit haben eine Vereinbarung zur Beschleunigung und Verbesserung der beruflichen Integration von Migranten geschlossen. Vereinbart wurde die Unterstützung der Jobcenter durch die Finanzierung von 22 Joblotsen durch das Wirtschaftsministerium. Aufgabe der Joblotsen ist die individuelle Unterstützung der Geflüchteten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, aber auch nach einem Praktikum oder Ausbildungsplatz bzw. einer Einstiegsqualifizierung. Ebenfalls leisten sie Unterstützung bei der erfolgreichen betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen sowie Begleitung der geflüchteten Menschen, wie beispielsweise zu Ausländerbehörden, Jugend- und Schulämtern. Die Joblotsen werden vom Wirtschafts- und Arbeitsministerium für die Dauer von zwei Jahren mit rund 2,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.

Koordinierte Unterstützung vor Ort

Darüber hinaus wurden „Koordinatoren zur beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten“ im Rahmen einer Projektgruppe des Wirtschaftsministeriums eingesetzt. Ein Landeskoordinator und vier Regionalkoordinatoren kümmern sich um die berufliche Integration von Migranten an den Standorten Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Stralsund. Die Koordinierung bezieht Arbeitgeber und Arbeitgebervertreter ein und fördert die Transparenz der regionalen Angebote beruflicher Integration. Weiterhin stehen die Koordinatoren Arbeitgebern und anderen Akteuren im Bereich der Integrationsarbeit als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Arbeitsaufnahme zur Verfügung. Gleichfalls bieten die Koordinatoren für Schutzsuchende offene Gesprächsrunden „Talk the Job“ an, um sie bei dem Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

Integrationsfachdienste Migration (IFDM)

Durch das Wirtschaftsministerium werden darüber hinaus drei Integrationsfachdienste Migration (IFDM) gefördert. Diese beraten, begleiten und unterstützen flächendeckend an rund dreißig Standorten im Land erwachsene Migranten individuell zu Fragen beruflicher Integration. Dies reicht von einer individuellen Kompetenzfeststellung, über Beratung bezüglich der nächsten Integrationsschritte (Sprachförderung, Maßnahmen bei Trägern, Integrationsprojekte, Praktika) bis hin zur Einarbeitungsbegleitung. Über die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierte Richtlinie zur „Förderung von Integrationsprojekten“ werden Projekte unterstützt, die arbeitslose Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gemeinsam an den Arbeitsmarkt heranführen und eine Arbeitsaufnahme erleichtern sollen. Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium unterstützt die IFDM aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von insgesamt rund 2,2 Millionen Euro für die Jahre 2016 bis 2018.

Gewinnung von Fachkräften im Bereich Medizin und Pflege

Einen besonderen Stellenwert für die Gewinnung von Fachkräften im Bereich Medizin und Pflege für das Land Mecklenburg Vorpommern hat das Projekt „Health and Care Office“ (HCO). Das HCO hilft zugewanderten Ärzten, Apothekern, Pflegekräften und weiteren Gesundheitsberuflern dabei, die notwendigen Voraussetzungen für ihre berufliche Anerkennung zu erfüllen. Mit Unterstützung der Krankenhausgesellschaft, der berufsständischen Kammern und anderen Akteuren wird eine Beschäftigung dieser Fachkräfte in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, medizinischen Versorgungszentren, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sowie Praxen vornehmlich in Mecklenburg-Vorpommern angestrebt. Mit dem HCO gibt es damit eine zentrale Anlaufstelle in Mecklenburg-Vorpommern für Personen aus Gesundheitsberufen mit Migrationshintergrund und für Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Kommunikation und Orientierung für Zugewanderte

Kaselitz: Landesweit vierter Sprachmittlerpool verbessert Kommunikation und Orientierung für Zugewanderte

Greifswald – Das Angebot der Sprachmittlerpools in Mecklenburg-Vorpommern wächst. In der Hansestadt Greifswald wurde vor wenigen Wochen eine vierte Anlaufstelle eröffnet. „Mit dem neuen Sprachmitllerservice für die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen wird landesweit eine flächengerechtere Ausstattung erreicht“, verdeutlicht die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, die sich mit Nachdruck für die Erweiterung der Sprachmittlerpools in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt hat.

Gefördert wird das Angebot durch das Land und die beiden Landkreise. Neben Greifswald gibt es in Rostock, Neubrandenburg und Schwerin weitere Sprachmittlerpools.

Kaselitz: „Das Angebot der Sprachmittlerpools hilft sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden. Sprachmittelnde unterstützen bei der Kommunikation mit Zugewanderten im Alltag beispielsweise in Kitas, Schulen, Jobcentern, Ämtern, sozialen Trägern und Kliniken. Der Einsatz von Sprachmittlung soll die Orientierung von Zugewanderten erleichtern und das Verständnis des Fachpersonals für die Belange dieser Zielgruppe verbessern.“

Die eingesetzten Sprachmittelnden sind dabei in der Regel keine ausgebildeten Dolmetscherinnen und Dolmetscher, sondern selbst Zugewanderte mit sicheren Deutschkenntnissen. Sie bringen neben ihren sprachlichen Fertigkeiten besondere Kompetenzen mit. Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort und die Gepflogenheiten in den Herkunftsstaaten der Zugewanderten, können so kulturell bedingte Verständigungsschwierigkeiten aufklären und schaffen für alle Beteiligten Sicherheit und Vertrauen in der Beratungs- oder Behandlungssituation.

Der Sprachmittlerpool in Greifswald wird realisiert durch den Verein Diên Hông mit seinen langjährigen Erfahrungen im Sprachmittlungsbereich. Um im ländlichen Raum Anfahrzeiten und -kosten zu reduzieren, ist für die meistgenutzten Zielsprachen wie Arabisch, Persisch, Russisch und Kurdisch auch der Einsatz von Telefondolmetschen geplant.

In einem Kick-off- Workshop am 30.11.2018 in Greifswald in den Räumen des Kreisdiakonischen Werks können sich potentielle Auftraggeber mit dem Angebot des Sprachmittlerpools vertraut machen. Außerdem wird ein Austausch zu Erwartungen und bisherigen Erfahrungen stattfinden.

Langzeitarbeitslosigkeit weiter abbauen

Schwerin – Die soziale Teilhabe in der Gesellschaft hat im Mittelpunkt des diesjährigen Erwerbslosenparlamentes in Schwerin gestanden. „Unser Ziel ist, es, Menschen wieder dauerhaft in Arbeit zu bringen. Aufgrund der guten Konjunkturlage werden Arbeitslose von Unternehmen eingestellt, die lange Zeit keine realistische Chance auf einen Arbeitsplatz hatten. Wir setzen die intensiven Anstrengungen zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit fort. Entscheidend ist es, Frauen und Männer in existenzsichernde und nachhaltige Erwerbstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bringen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag vor Ort. Das Erwerbslosenparlament, welches zum 21.Mal stattfand, ist ein Netzwerk von Vereinen und Verbänden, welche die Interessen von Erwerbslosen vertreten.

Im Februar 2005 war die Arbeitslosigkeit mit 211.600 arbeitslosen Frauen und Männern auf dem Höchststand. Bis heute wurde die Arbeitslosigkeit auf gut ein Viertel mit 58.300 Arbeitslosen reduziert. „Jeder Langzeitarbeitslose ist einer zu viel. Ein Job, ein geregelter Tagesablauf und ein eigenes Einkommen sind für das Selbstwertgefühl eines Menschen nicht hoch genug zu bewerten. Ein Arbeitsplatz ist die Voraussetzung für soziale Teilhabe“, machte Arbeitsminister Glawe deutlich. So wurde die Langzeitarbeitslosigkeit in den vergangenen fünf Jahren um ein Drittel (34,2 Prozent gegenüber Oktober 2013) reduziert. „In den vergangenen zwei Jahren war der Rückgang besonders stark“, so Glawe weiter. Allein gegenüber Oktober 2016 wurde ein Rückgang um ein Viertel (22 Prozent) erreicht. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Oktober 21.566 Personen langzeitarbeitslos, 1.538 weniger als im Vorjahresmonat.

Mit der Förderung von Integrationsprojekten werden langzeitarbeitslose Frauen und Männer mit besonderen Vermittlungsproblemen wieder Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt finden. „Das ist auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Integration durch Erwerbsarbeit. Die oft kleinteilige Projektarbeit vor Ort braucht einen langen Atem und viel Ausdauer“, betonte Glawe. Seit 2015 wurden insgesamt 121 Integrationsprojekte vor allem gemeinsam mit den Jobcentern unterstützt. In der laufenden ESF-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen dafür insgesamt 22,41 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Seit 2015 haben rund 8.700 Personen von diesen Maßnahmen profitiert. 2.300 Menschen sind in die Erwerbstätigkeit oder in Ausbildung vermittelt worden. Das sind gute Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

Die Eingliederung der Teilnehmer von Integrationsprojekten in den Arbeitsmarkt wird durch familienunterstützende Maßnahmen mittels gesundheitsfördernder Aktivitäten durch die Vermittlung zu spezialisierten Beratungsstellen im Zuge mobilitätsfördernder Hilfen über projektbegleitende Qualifizierung, durch Praktika bzw. betriebliche Erprobung in Unternehmen oder Werkstätten sowie mittels weiterer vielgestaltiger Hilfen unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern wird beispielsweise auch mit der Bürgerarbeit ein wichtiger Beitrag zur Ermöglichung von sozialer Teilhabe geleistet. „Landesweit konnten während der ersten Besetzungsphase im vergangenen Jahr 208 Personen eine Beschäftigung beginnen“, sagte Arbeitsminister Glawe.

Die Bundesregierung macht mit dem aktuell noch im parlamentarischen Verfahren befindlichen Teilhabechancengesetz einen wichtigen Schritt in die Richtung für mehr soziale Teilhabe. „Die Bundesregierung schafft neue gesetzliche Regelungen und nicht nur temporäre Programme. Die vorgesehenen Regelungen sind klar und werden die Umsetzung in den Jobcentern deutlich vereinfachen. Sie sollen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen“, machte Glawe deutlich.

„Aus meiner Sicht ist es bei den Regelungen des Teilhabechancengesetzes auch besonders wichtig, dass jeder Arbeitgeber – ob gewerblich, kommunal oder gemeinnützig –die Möglichkeit haben wird, eine Förderung zur Einstellung zu bekommen. Damit sollen die bisherigen in der Praxis immer wieder schwierigen Einzelfallbegründungen zu Vermittlungshemmnissen entfallen und letztlich auch Wettbewerbsverzerrungen ausgeschlossen werden, da jedes Unternehmen die Förderung in Anspruch nehmen kann“, sagte Glawe weiter. Im Bundeshaushalt sollen hierfür in den nächsten vier Jahren insgesamt vier Milliarden Euro zusätzlich für den sogenannten Eingliederungstitel zur Verfügung gestellt werden.