„Bund gegen Alkohol und Drogen am Steuer“ plant noch mehr Aktionen

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) übergab jetzt dem BADS, Landessektion M-V eine Spende über 350 Euro der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums.

„Ich wünsche mir, dass die Arbeit des Bundes gegen Alkohol und Drogen am Steuer in Mecklenburg-Vorpommern intensiviert werden kann. Denn die Prävention ist gerade bei jungen Menschen unverzichtbar. Als kleiner Verein sind dem BADS natürlich finanzielle Grenzen gesetzt. Daher freue ich mich, heute 350 Euro übergeben zu können, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Justizministeriums gespendet werden. Wir hatten Mitte Juli einen Bücherbasar veranstaltet, bei dem das Geld zusammenkam“, sagte Justizministerin Hoffmeister.

Der BADS wird nach eigenen Angaben das Geld für eine Präventionsveranstaltung in Vorpommern einsetzen. Da die Landessektion über keinen eigenen Fahrsimulator verfügt, muss vor jeder Veranstaltung kostenpflichtig ein Fahrsimulator von anderen Landessektionen ausgeliehen werden. Neben Vorträgen in Schulen oder auch bei der Bundeswehr bietet der BADS auch sogenannte Trinktest für Referendare sowie Richter und Staatsanwälte an.

„Alkohol und Drogen gehören immer noch zu den häufigen Unfallursachen. Im vergangenen Jahr wurden von der Polizei im Schnitt täglich rund 14 Fahrten unter Alkohol oder Drogen gestoppt. Laut Unfallstatistik waren es im Jahr 2016 insgesamt 3.648 Verstöße gegen die Alkoholgrenze im Straßenverkehr. Hinzu kamen 1.405 festgestellte Fahrten unter Drogeneinfluss. Menschen in einer ungefährlichen Simulation wirkungsvoll aufzuzeigen, wie gefährlich sich Drogen und Alkohol im Straßenverkehr auswirken, rettet Leben“, so Ministerin Hoffmeister.

Schwesig: Wir wollen alles dafür tun, dass Lichtenhagen nicht wieder passiert

Rostock – „Wir wollen an die schrecklichen Ereignisse im Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen erinnern, die vor genau 25 Jahren begonnen haben. Und wir wollen alles dafür tun, dass sich Ereignisse wie im August 1992 in Deutschland nie mehr wiederholen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Festveranstaltung in Erinnerung an die rassistischen Ausschreitungen am Dienstag in der Rostocker Marienkirche.

Die furchtbaren Bilder seien immer noch in Erinnerung: „Ich war 18, als ich die schlimmen Nachrichten aus Rostock hörte: aufgebrachte Bürgerinnen und Bürger, die die Zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge angriffen, die immer wütender wurden, immer aggressiver. Aufgestachelt von Beifall klatschenden Schaulustigen, von Rechtsgesinnten aus ganz Deutschland und begünstigt durch überforderte Verantwortliche.“

An den Vorfällen gebe es nichts zu beschönigen. Schwesig: „Sie mahnen und verpflichten uns bis heute auf besondere Weise. Wir haben diese Verpflichtung angenommen. Mecklenburg-Vorpommern hat in den vergangenen Jahren deutlich gemacht, dass wir den Kampf gegen den Rechtsextremismus als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen. Mit konsequenter Bekämpfung rechtsextremistischer Straftaten, mit unseren Regionalzentren für demokratische Kultur, mit landesweiten Bündnissen wie „Wir. Erfolg braucht Vielfalt“ und vor allem mit vielen bunten Initiativen vor Ort.“

Ziel müsse es sein, die Menschen vor Ort zu erreichen, gerade auch junge Menschen, die sich abgehängt fühlten, die dann leicht empfänglich für radikale Ideologien seien. „Da müssen wir präventiv arbeiten.“ Deswegen sei es besonders wichtig, dass die Politik diejenigen unterstütze und stärke, die sich für Demokratie einsetzen würden. „Jede und jeder in unserem Land ist gefordert, sich rechtsextremistischen Tendenzen entschieden entgegenzustellen, denn von Hass und Hetze ist es nicht mehr weit bis zur ausgeübten Gewalt“, betonte die Regierungschefin.

Nach der Veranstaltung wurde am Rostocker Rathaus eine Stele zur Erinnerung an die Ereignisse vom August 1992 der Öffentlichkeit übergeben.

Justizministerin Hoffmeister: „Kirchgemeinden bereichern Land zum Leben und Erholen“

Schwerin – Ihre Sommertour hat Justizministerin Katy Hoffmeister den kirchlichen Seelsorgern der Gemeinden gewidmet. Sie traf Pastoren, Förderer und Urlauber.

„Ich habe in den vergangenen Wochen vor allem kleine Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern besucht und wahre Schmuckstücke entdecken dürfen. Unser Land zum Leben und Erholen wird durch sie bereichert. Auf Fischland-Darß-Zingst besuchte ich die Schifferkirche Ahrenshoop. 1951 geweiht, ist sie ein modernes Juwel mit berührendem Charme.

Der Förderverein hat für die Erneuerung immenses geleistet. Ich sah die Seemannskirche Prerow. Seelsorge und Zusammenarbeit von Förderverein, Kommune mit der Kirchgemeinde funktionieren gut, was für die Urlauberregion ein wertvolles Plus ist“, sagte Justizministerin Hoffmeister, sie ist auch zuständig für Kirchenangelegenheiten.

„Gern habe ich dann in der Kirche Hornstorf bei Wismar mein Versprechen eingelöst und Dachsteine für die Sanierung gespendet. Die Kirche ist noch so etwas wie ein Geheimtipp, doch wenn dieses Jahr der Pilgerraum eröffnet wird, wird Hornstorf als Herberge bekannt. Auf der Insel Poel dagegen wird die Kirche in Kirchdorf von bis zu 100 Gästen täglich besucht 60 Ehrenamtliche helfen regelmäßig. Die seelsorgerische Arbeit bedeuten hier viele seelsorgerische Augenblicke und kurze Gespräche mit Urlaubern. Am Ende werden so auch sehr viele erreicht“, so die Ministerin.

„Wie kirchliches Engagement im Urlaub auch wirken kann, habe ich in Zinnowitz, in der katholischen Familien- und Begegnungsstätte St. Otto erfahren. Hier werden Menschen in der Zeit ihrer Besinnung und Ruhe nicht nur mit Spiel und Spaß, sondern auch mit Spiritualität aufgefangen. Dieser Ort auf Usedom ist nun schon seit 100 Jahren ein solches Kleinod. Seelsorge wird auch hier groß geschrieben, denn das Wort kann gerade im Urlaub Stress und Anspannung abbauen helfen“, sagte Justizministerin Hoffmeister.

Spaß und Zivilcourage im Doppelpack bei Jamel rockt den Förster

Jamel – Am 25. und 26. August feiern die Veranstalter Birgit und Horst Lohmeyer zum elften Mal, zusammen mit den BesucherInnen ihres bereits seit Monaten ausverkauften Festivals „Jamel rockt den Förster“, wieder die Demokratie. Erneut haben viele bekannte MusikerInnen ihr Kommen in das kleine Dorf Jamel bei Wismar zugesagt.

„Doch anders als bisher, kündigen wir die auftretenden Bands diesmal nicht vorher an“, erläutert Horst Lohmeyer. „Denn bei Jamel rockt den Förster geht es darum, dass 1.200 bunte Menschen eine Angstzone besetzen und Spaß haben. Es geht darum, der hiesigen Naziszene entgegen zu treten und zu zeigen, dass diese selbst ernannte „National Befreite Zone“ nur so lange eine ist, so lange wir alle das zulassen!“ „Es ist also im Prinzip egal, wer genau in Jamel spielt“, ergänzt Birgit Lohmeyer. „Alle kommen trotzdem und haben Spaß!“

Außerdem empfehlen die Forstrocker ihren BesucherInnen die Mitmachaktionen des Theaterlabors Bielefeld, das Schachcafé des Schachklubs Kaltenkirchen, die Diskussionsveranstaltungen der Offenen Gesellschaft sowie die Info- und Verkaufsstände.

Ganz wichtig: Die Anreise ohne Ticket an beiden Tagen ist sinnlos; eine Abendkasse wird es nicht geben!

„Wir freuen uns auf viele Wochenendgäste aus ganz Deutschland, die mit uns zusammen feiern und zugleich ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit setzen werden“, so Wolfram Nagel, Vorstand des Festivalträgervereins.

Das „Jamel Rockt den Förster“ Festival wurde im Jahre 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, um auf die Vereinahmung des Dorfes Jamel durch die hiesige Neonaziszene aufmerksam zu machen und diesem Treiben etwas entgegen zu setzen. In den letzten Jahren haben Bands und KünstlerInnen wie u. a. Die Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot, Terrorgruppe, Madsen, Wolf Maahn mit ihrem Auftritt das Anliegen von Horst und Birgit Lohmeyer unterstützt und sich solidarisch mit ihnen erklärt.

Neues Drehleiterfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Teterow

Teterow – Die Freiwillige Feuerwehr Teterow muss für eine Vielzahl von Gefahren und Risiken gut gewappnet sein, denn das Aufgabengebiet hat sich im Laufe der Jahre wie bei anderen Freiwilligen Feuerwehren des Landes auch erweitert und geändert. „Die technische Ausstattung einer Feuerwehr muss mit dieser Entwicklung Schritt halten und entsprechend den Anforderungen angepasst werden“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute in Teterow.

„Deshalb unterstützen wir den Ersatz der alten Drehleiter durch ein Teleskophubrettungsfahrzeug mit 192.000 Euro Sonderbedarfszuweisung. Nur eine gut ausgerüstete Feuerwehr kann bei allen Notlagen, vom Verkehrsunfall über Großbrände bis hin zum Katastrophenfall, ihren vollen Einsatz bringen und wirksame Hilfe leisten.“

Die Freiwillige Feuerwehr Teterow ist als Schwerpunktfeuerwehr eingestuft. Der Einsatz der Drehleiter ist immer dann wichtig, wenn ein baulicher, zweiter Rettungsweg nicht zur Verfügung steht. Da die Feuerwehr dies im Vorfeld nie wissen kann, ist ein solches Fahrzeug für die Personenrettung und Brandbekämpfung unerlässlich. Besondere Einsatzschwerpunkte der Freiwilligen Feuerwehr Teterow sind u.a. mehrere Gewerbegebiete, ein Baurecyclingunternehmen, Hotels, Pensionen und Einkaufszentren, sowie das Biomedizinische Zentrum und ein großer EG-Versandschlachthof.

Die Feuerwehr erfüllt nicht nur Aufgaben des örtlichen und überörtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Gemeinde- und im Amtsgebiet Mecklenburgische Schweiz. Mit ihrem Hubrettungsfahrzeug ist sie auch in den benachbarten Ämtern Krakow am See und Gnoien bei Brandeinsätzen in Gebäuden mit mehr als drei Geschossen im Einsatz. Durch die Ersatzbeschaffung soll eine Drehleiter aus dem Jahr 1993 ersetzt werden, die nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und zudem hohe Reparaturkosten verursacht.

Erlebnisreiche Ferientage im Outdoor Camp der Polizei

Malchow – Noch bis morgen verbringen 66 Kinder und Jugendliche eine Ferienwoche im Outdoor Camp der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow. 23 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Dienststellen der Landespolizei kümmern sich als Betreuer um die Kinder. Sie organisieren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm und sind vertrauensvolle Ansprechpartner. Höhepunkt ist traditionell der Polizei- und Feuerwehraktionstag am heutigen Tag, bei dem auch Innenminister Lorenz Caffier und Anja Hamann, Leiterin des Führungsstabs des Polizeipräsidiums Rostock, die Kinder besuchten. Sie sahen sich gemeinsam mit den Ferienkindern eine Vorführung von spezieller Kriminaltechnik und ein Training von Spezialkräften an.

„Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Engagement und Fingerspitzengefühl unsere Polizistinnen und Polizisten hier mit den Kindern und Jugendlichen umgehen, die nicht selten selbst Zeugen von Gewalt oder Opfer von Straftaten wurden. Trotz aller ernsthaften Themen, die hier besprochen werden, stehen natürlich Ferienspaß und Erholung im Mittelpunkt“, so der Minister.

Das Outdoor-Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt.

Für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ist das jährliche einwöchige Camp Teil ihrer Präventionsarbeit, mit der sie Kindern ihre Arbeit näherbringen wollen, aber ihnen vor allem kostenlose und erlebnisreiche Ferientage ermöglichen. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützte die Durchführung des diesjährigen 23. Camps mit 8.650 Euro, weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Wohngeldreform bringt mehr Haushalten Wohnkostenzuschuss

Schwerin .- Viele Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern profitieren von der jüngsten Wohngeldreform. In der Bilanz des ersten Jahres nach ihrem Inkrafttreten ist die Zahl der Empfängerhaushalte im Land um ein Drittel von 20.778 auf 27.535 erhöht. Damit erhalten 3,3 Prozent aller Privathaushalte in M-V Wohngeld.

„Die jetzt vorliegende Wohngeldstatistik für das Jahr 2016 zeigt, dass sich unser Einsatz für diese längst fällige Reform gelohnt hat“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Zum 1. Januar 2016 war das Wohngeld erstmals seit 2009 wieder erhöht worden.

„Wichtig ist nun, dass es nicht wieder sieben Jahre bis zur nächsten Anhebung der Leistungen dauert. Ich unterstütze hier Bundesministerin Barbara Hendricks in ihrer Forderung nach einer regelmäßigen und bedarfsgerechten Anpassung des Wohngeldes an die Miet- und Preisentwicklung. Die nächste Bundesregierung ist gefordert, geeignete Vorschläge zur Weiterentwicklung des Wohngeldes auf den Tisch zu legen.“, so Christian Pegel.

Die Koalition in Mecklenburg-Vorpommern hat es sich zum Ziel gesetzt, dass auch Menschen mit geringem und mittleren Einkommen, Alleinerziehende, Studierende und Ruheständler bezahlbare, gute Wohnungen finden. Hierfür leistet das Wohngeld einen unverzichtbaren Beitrag, indem es genau diese Haushalte mit einem Zuschuss zu den Wohnkosten unterstützt. „Das Wohngeld ist mehr als eine reine Sozialleistung. Es ist eine wertvolle Ergänzung der klassischen Wohnraumförderung des Landes. Bürgerinnen und Bürger mit niedrigen Einkünften werden so unterstützt, dass sie sich auch Wohnungen des mittleren Preissegments leisten können. Durch seine individuelle Berechnung ist das Wohngeld sehr treffsicher und wirkungsvoll“, sagte der Minister.

Durch die Wohngeldreform ist das durchschnittliche monatliche Wohngeld in M-V von 93 Euro auf 128 Euro angestiegen. Mietzuschussempfänger erhalten im Schnitt 121 Euro (Vorjahr: 90 Euro), Lastenzuschussempfänger, d. h. Eigentümer von selbst genutztem Wohnraum, 185 Euro (Vorjahr: 120 Euro). Der Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass in den Haushalten von Eigentümern häufig mehrere Personen leben und die berücksichtigungsfähige Belastung für Eigenheime meist höher ist als eine Miete, wodurch sich ein höherer Wohngeldanspruch ergibt. Die größte Personengruppe im Wohngeld, der Ein-Personen-Rentnerhaushalt, erhält in M-V im Durchschnitt 93 Euro Wohngeld pro Monat (Vorjahr: 60 Euro).

Die durchschnittliche monatliche Wohnkostenbelastung der Empfängerhaushalte (Grundmiete zzgl. kalte Betriebskosten) sinkt von 38,4 Prozent vor Wohngeld auf 25,4 Prozent nach Wohngeld. Die Belastung nach Wohngeld ist knapp drei Prozentpunkte geringer als vor der Reform.

Viele Rentner erhalten dank der Wohngeldreform wieder Unterstützung für ihre Wohnkosten, nachdem sie in den Vorjahren aufgrund der jährlichen Rentenerhöhungen sowie der Mütterrente die Einkommensgrenze überschritten und aus dem Wohngeldbezug gefallen waren. So ist die Zahl der Rentnerhaushalte im Zuge der Reform auch am stärksten gestiegen, um mehr als die Hälfte auf 13.700. Sie stellen damit mit mehr als 54 Prozent die größte Gruppe unter den Wohngeldbeziehern in Mecklenburg-Vorpommern. Es folgen die Arbeitnehmer/Beamten mit 29 Prozent sowie die Arbeitslosen und die Studenten/Auszubildenden mit jeweils knapp sechs Prozent.

Ein-Personen-Haushalte machen in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 64 Prozent den größten Teil der Wohngeldempfänger aus. Es folgen Zwei-Personen-Haushalte (15 Prozent) und Drei- bzw. Vier-Personen-Haushalte mit jeweils knapp acht Prozent.

Während zwei Drittel der Mietzuschussempfänger allein leben, sind dies nur ein Drittel der Lastenzuschussbezieher. Zugleich sind Mehrpersonenhaushalte unter den Eigentümern bei den Wohngeldempfängern besonders stark vertreten: In 32 Prozent der Haushalte mit Lastenzuschuss leben vier oder mehr Personen. „Mit dem Lastenzuschuss erreicht das Wohngeld demnach besonders viele Familien“, schlussfolgert Christian Pegel.

Die Zahl der Wohngeldhaushalte mit Kindern unter 18 Jahren ist im Zuge der Wohngeldreform 2016 um etwa 35 Prozent auf knapp 8.000 Haushalte gestiegen.

Das Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnkosten für einkommensschwächere Haushalte oberhalb des Existenzminimums. Das Wohngeld wird je zur Hälfte von Bund und Land gezahlt. Durch das Wohngeld sind Haushalte mit geringem Einkommen nicht auf das mitunter enge Wohnungssegment mit besonders günstigen Mieten beschränkt, sondern haben – anders als bei der Grundsicherung – auch Zugang zu Wohnungen mit durchschnittlichen Mieten. Dadurch leistet das Wohngeld einen wichtigen Beitrag zu stabilen Bewohnerstrukturen und die Durchmischung in den Quartieren.

Unbeschwerte Ferien: 66 Kinder beim 23. Outdoor Camp der Polizei

Rostock – Noch bis kommenden Dienstag, 22. August, verbringen 66 Kinder aus ganz Mecklenburg-Vorpommern ihre Ferien im „Outdoor Camp“ der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow. Beamte aus allen Bereichen der Landepolizei MV haben sieben Tage lang ein abwechslungsreiches Programm für die Kinder aufgestellt und sind dabei gleichzeitig als Betreuer tätig. Höhepunkt ist der Polizei- und Feuerwehraktionstag am Montag, bei dem auch Innenminister Lorenz Caffier und Anja Hamann, Leiterin des Führungsstabs des Polizeipräsidiums Rostock, die Kinder besuchen werden.

Das Outdoor Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt. Finanzielle Unterstützung erhält das Outdoor Camp vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung. Weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Insgesamt kümmern sich 23 Betreuer aus den verschiedenen Dienststellen der Landespolizei MV um die Kinder. Sie sind vertrauensvolle Ansprechpartner und sorgen dafür, dass sich die Kinder schnell in die Gruppe integrieren. In vielen Einzel- und Gruppengesprächen mit den Betreuern werden Themen wie Gewalt an Schulen oder Straftaten wie z.B. Diebstähle diskutiert. Zu den typischen Ferienerlebnissen gehören der Besuch des Erdbeerhofes in Rövershagen, des Piraten-Open-Airs in Grevesmühlen und der Sommerrodelbahn in Malchow. Ein Abenteuertag mit Lagerfeuer sowie ein Neptunfest sind geplant. Höhepunkt wird aber traditionell der Polizei- und Feuerwehraktionstag am Montag, 21. August. Neben einer Vorführung von spezieller Kriminaltechnik bekommen die Kinder auch ein Training von Spezialkräften zu sehen.

Unterdosierte Krebsmedikamente

Mehr als 3700 Menschen in sechs Bundesländern betroffen

Hamburg – Der Fall der falsch dosierten Krebsmedikamente des Bottroper Apothekers Peter S. betrifft nach Recherchen des NDR-Magazins „Panorama“ und des gemeinnützigen Recherchezentrums correctiv weitaus mehr Menschen als bisher bekannt. Mehrere Tausend Patienten in sechs Bundesländern erhielten über Jahre hinweg teils wirkungslose Arzneien. Ein Großteil der Betroffenen ist darüber noch nicht informiert. Die Gesundheitsbehörden hatten sich darauf verlassen, dass die Ärzte und Kliniken die mutmaßlich betroffenen Patienten unterrichten.

Wie die verantwortliche Staatsanwaltschaft in Essen offiziell bestätigte, gehen die Ermittler bundesweit von rund 3700 Betroffenen aus. 37 Arztpraxen und Kliniken seien demnach in den vergangenen fünf Jahren von dem Bottroper Apotheker mit falsch dosierten Krebsmedikamenten beliefert worden – die meisten davon in Nordrhein-Westfalen. Es gab allerdings auch Abnehmer in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Sachsen und Niedersachsen.

Die Staatsanwaltschaft hat bislang aber nur den Abrechnungszeitraum der vergangenen fünf Jahre ausgewertet, der für eine Anklage wegen Abrechnungsbetrug relevant ist. Fälle aus der Zeit davor wären strafrechtlich verjährt. Nach Recherchen von „Panorama“ und correctiv könnte die Zahl der mutmaßlich betroffenen Patienten weit größer sein: Seit 2005 hat der Apotheker mehr als 7300 Menschen mit den 49 Wirkstoffen beliefert, die sich derzeit auf der Liste der manipulierten Wirkstoffe des Bottroper Gesundheitsamtes finden.

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigte sich erschüttert, als er im Interview mit „Panorama“ erfuhr, dass auch neun Monate nach Bekanntwerden des Skandals noch immer ein Großteil der betroffenen Patienten nicht unterrichtet wurde. Die Dimensionen des Falles seien nicht bekannt gewesen. „Wir werden uns jetzt sofort darum kümmern, dass wir an die Adressen dieser Menschen kommen und dann werden sie selbstverständlich informiert“, sagte Laumann. „Wenn die Behörden die Ärzte und Krankenhäuser, die die Medikamente verabreichten, informiert haben, dann ist es auch deren Aufgabe, ihre Patientinnen und Patienten zu informieren. Ich finde, das ist für einen Behandler schlicht die Pflicht, dieses zu tun.“

Der Bottroper Apotheker Peter S. war im November vergangenen Jahres festgenommen worden. Die Buchhaltung des Apothekers war ein deutliches Indiz für Unregelmäßigkeiten. Sie zeigte, dass deutlich weniger Medikamente eingekauft als verkauft wurden – bei einzelnen Medikamenten wurde nur ein Fünftel des Wirkstoffes eingekauft, den die Patienten eigentlich erhalten sollten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Apotheker vor, über Jahre Chemotherapien und Antikörper-Infusionen für Krebspatienten zu niedrig dosiert und sogar Therapiebeutel gänzlich ohne Wirkstoff ausgeliefert zu haben. Dadurch haben tausende Krebspatienten vermutlich wirkungslose Medikamente bekommen und sind so zu Schaden gekommen.

Finanzspritze für neues Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Picher

Picher – Die Freiwillige Feuerwehr Picher im Landkreis Ludwigslust-Parchim erfüllt als Stützpunktfeuerwehr nicht nur Aufgaben des Brandschutzes und der Technischen Hilfeleistung im Gemeindegebiet, sondern sie ist auch in die überörtliche Einsatzplanung des Landkreises einbezogen. Die ICE-Strecke Berlin-Hamburg, das Forstamt Jasnitz, die Regionalschule Picher, die Kindertagesstätte, das Alten- und Pflegeheim Krenzlin sowie der Erdgasspeicher in Kraak sind Schwerpunktobjekte der Feuerwehr. Hinzu kommt die Technische Hilfeleistung an der B5. Außerdem rückt die Freiwillige Feuerwehr Picher auch aus, wenn es auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen brennen würde.

Da ist der Wunsch nach einem neuen Fahrzeug (Tragkraftspritzfahrzeug – Wasser) anstelle des in die Jahre gekommenen Fahrzeugs mit Baujahr 1973 berechtigt. „Mit Fördermitteln für die Neuanschaffung wollen wir die wichtige und ehrenamtliche Arbeit der Kameradinnen und Kameraden unterstützen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute in Picher. Dort übergab er einen Bewilligungsbescheid über rund 48.000 Euro an den Bürgermeister der Gemeinde Picher Herrn Detlef Christ. „Sie haben hier eine starke, gut ausgebildete Feuerwehr mit Tradition, 95 Jahre besteht sie, wie ich hörte. Und auch die Jugendarbeit wird groß geschrieben“, lobte der Minister.

Dahlemann: Rückkehrer sind Riesenchance für Vorpommern

Torgelow – Mit einem Besuch der Firma ME-LE-Energietechnik in Torgelow hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute seine zweiwöchige Vorpommerntour abgeschlossen.

Bei seinem Besuch informierte sich der Staatssekretär über die Fachkräftesicherung im Unternehmen. Er führte ein Gespräch mit deutschen und polnischen Auszubildenden und Studierenden, die bei ME-LE einen dualen Studiengang absolvieren. Außerdem sprach Dahlemann mit Beschäftigten, die einige Jahre außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns gelebt haben und nun ins Land zurückgekehrt sind.

„Die Zeiten, in denen junge Menschen für eine Berufsausbildung aus Vorpommern weggehen mussten, sind zum Glück vorbei“, sagte Dahlemann mit Blick auf die aktuellen Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt. „Die Wirtschaft muss heute größere Anstrengungen unternehmen, um ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Ich freue mich, dass Unternehmen wie ME-LE das erkannt haben und so vorbildlich für die gesamte Wirtschaft viel Zeit und Leidenschaft in die Fachkräftesicherung investieren.“

In den kommenden Jahren müsse ein noch stärkeres Augenmerk auf mögliche Rückkehrer nach Vorpommern gerichtet werden. „Es gibt viele gute Fachkräfte, die nach einer längeren Zeit in anderen Bundesländern oder gar im Ausland nach Vorpommern zurückkehren wollen. Ich sehe das als Riesenchance. Wir müssen noch gezielter um Rückkehrer werben. Dazu führe ich bereits Gespräche mit dem Unternehmerverband und den Wirtschaftsförderern in Vorpommern“, sagte Dahlemann.

Dahlemann zog ein positives Fazit seiner zweiwöchigen Sommertour: „Ich habe viele engagierte Menschen getroffen und sehr gute Ideen kennengelernt, wie wir Vorpommern gemeinsam weiter voranbringen können. Der Vorpommern-Fonds und die Lenkungsgruppe sind zwei wesentliche Instrumente dafür. Entscheidend sind jedoch die stärkere Vernetzung und das Fördern der Macher. Das ist Maßstab unseres Handelns.“

Sozialministerin Drese will Landesförderung für Opferambulanzen erhöhen

Greifswald – Sozialministerin Stefanie Drese will die Landesförderung für die Opferambulanzen an den rechtsmedizinischen Instituten der Universitäten Rostock und Greifswald erhöhen. „Mir geht es um verbesserte Hilfen für Gewaltopfer sowie um eine stärkere institutionelle Kooperation, um Gewaltkreisläufe zu durchbrechen und Prävention zu betreiben“, sagte Drese bei ihrem Besuch der Opferambulanz Greifswald im Rahmen ihrer Sommertour.

Die Opferambulanzen sind wichtiger Bestandteil des Opferschutzes in Mecklenburg-Vorpommern und werden bisher mit 60.000 Euro jährlich durch das Land gefördert. Betroffene von Gewalt können hier ihre Verletzungen kostenlos und vor allem unabhängig davon, ob eine Strafanzeige gestellt wird, dokumentieren lassen. Die Anzahl der durchgeführten gerichtsfesten Befunddokumentationen sowie der weiteren Vermittlungen ist in den letzten Jahren nach Auskunft von Ministerin Drese kontinuierlich gestiegen.

So werden die Opferambulanzen seit ihrer Einrichtung im Jahr 2011 auch von Jugendämtern, den Staatsanwaltschaften und Kliniken bzw. niedergelassenen Ärzten verstärkt in Anspruch genommen. „Opfer dabei zu unterstützen, Ansprüche später auch strafrechtlich durchsetzen zu können, ist wichtig“, betonte Drese heute in Greifswald. „Denn mit der Dokumentation der Verletzungen erhalten die Opfer ein Gutachten, das gerichtsfest ist. Damit können Verfahren schneller abgeschlossen werden“, so Drese.

Ministerin Drese teilte heute mit, dass sie sich im Rahmen der regierungsseitigen Verhandlungen zum neuen Landesdoppelhaushalt 2018/2019 erfolgreich für eine Erhöhung der Landesförderung auf insgesamt 80.000 Euro pro Kalenderjahr eingesetzt hat. Drese: „Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag könnte damit z.B. ein höherer Stellenanteil an den beiden rechtsmedizinischen Instituten finanziert werden. Das wäre ein wichtiger Beitrag für den Opferschutz in unserem Land“, sagte Ministerin Drese.

M-V fördert freiwilliges gesellschaftliches Engagement junger Menschen

Ministerin Drese bei der Übergabe des Förderbescheids in der Kita „Arche Noah“

Kühlungsborn – Ministerin Stefanie Drese hat heute in Kühlungsborn dem Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. einen Fördermittelbescheid in Höhe von 44.400 Euro zur Unterstützung von 20 Plätzen im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) überreicht.

Die Übergabe fand in der integrativen Kita „Arche Noah“ im Beisein einer dort ab dem 1. September tätigen Absolventin des FSJ statt. Im FSJ-Jahrgang 2017/18 werden bei der Diakonie MV insgesamt 135 Freiwillige ihren Dienst antreten.

Das Arbeitsfeld der 20 vom Land unterstützten Plätze liegt hauptsächlich im Bereich integrativer Kindertagesstätten. Die Freiwilligen unterstützen dort die Fachkräfte bei der Verwirklichung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrages der jeweiligen Kindertagesstätte.

Das FSJ bietet jungen Menschen von 16 bis 26 Jahren die Chance, sich beruflich zu orientieren und soziale Berufsfelder kennenzulernen. Zurzeit absolvieren landesweit etwa 730 junge Frauen und Männer ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Es wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, v.a. im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe, in Einrichtungen für Jugendarbeit, der Gesundheitspflege sowie kulturellen Einrichtungen geleistet.

Das Sozialministerium stellt zur Förderung des FSJ in der Periode 2014-2020 insgesamt zwei Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. „Damit werden im Land jährlich 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützt“, verdeutlichte Ministerin Drese. „Wir fördern so ganz bewusst die Verbindung von Berufsorientierung und gesellschaftlichem Engagement junger Menschen. Das ist auch ein Beitrag zur Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. Und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bleiben zudem nach ihrem Freiwilligendienst bürgerschaftlich engagiert.“, so Drese.

„Kirchliches Engagement in den Gemeinden unseres Landes ist beeindruckend“

Zum Auftakt ihrer Sommertour war Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) in Steinhagen (Vorpommern): „Wer immer ein Gespräch braucht, bekommt es“

Steinhagen – „Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, wie sich die Kirchengemeinden auch heute noch in die Dorfgemeinschaft einbringen. In Steinhagen scheint es kaum ein Fest, kaum eine Veranstaltung zu geben, zu der nicht auch die Gemeinde etwas beizutragen hat. Die offene Kirche ist hier ein Zentrum. Aber auch der Friedhof um die Kirche herum ist ein Ort der Ruhe und Begegnung zugleich, ein Ort, an dem Leben, Sterben und Trauer so eng beieinander sind. Wer hierher kommt, egal ob Urlauber oder Einheimischer, und sich seine Sorgen von der Seele reden möchte, der wird stets ein offenes Ohr in der Gemeinde finden“, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister zum Auftakt ihrer Sommertour in Steinhagen bei Stralsund. Die Ministerin, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, besucht in den nächsten Wochen Kirchengemeinden an der Ostseeküste.

Die deutsche Wiedervereinigung war für die Backsteinkirche in Steinhagen überlebenswichtig. Von 1965 bis zur Wende gesperrt, gab es sogar Abrisspläne der DDR-Führung. Nach der Wiedervereinigung konnte die über 700 Jahre alte Kirche mit viel Hilfe und Herzblut saniert werden, informierte Pastorin Ines Dobbe. Justizministerin Hoffmeister: „Es ist genau dieses Engagement, das die kleinen Gemeinden lebenswert macht. Und wenn ich höre, dass beispielsweise die Wege um die Kirche herum im Frühjahr aus eigener Kraft der Gemeinde geebnet wurden, dann spricht das auch für eine hohe Anerkennung der Menschen hier für die gesamte Arbeit der Kirchengemeinde.“

Die nächste Station ihrer Sommertour wird am Mittwoch die Seemannskirche in Prerow sein.

Im Zeichen der Reformation: 27. Landeskunstschau wird in Rostock

Rostock – In Rostock präsentieren 52 Künstlerinnen und Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern von heute an ihre zeitgenössischen Werke, die sich thematisch mit dem 500-jährigen Reformationsjubiläum beschäftigen. Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder eröffnet am Abend die 27. Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern in der Petrikirche in Rostock. Die Kunstwerke sind bis zum 3. September 2017 in der Nikolaikirche, der Petrikirche, dem Zentrum Kirchlicher Dienste und im Kunstverein Rostock zu sehen.

„Der Künstlerbund hat in diesem Jahr seine Mitglieder aufgerufen, sich mit Glaubens- und Umweltfragen, der Interpretation der Geschlechterrollen und politischen Ikonen auseinanderzusetzen. Das sind passende Themen in diesem so besonderen Jubiläumsjahr“, lobte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder. „Die Schau zeigt zudem, wie vielfältig das zeitgenössische künstlerische Schaffen in unserem Land ist. Das Spektrum reicht von Malerei, Grafik über Fotografie bis hin zu Video-Installationen. Ich wünsche der 27. Landeskunstschau viele interessierte Besucherinnen und Besucher, die sich von den Kunstwerken anregen lassen“, so Schröder.

Die Kunstwerke, die in der Östlichen Altstadt in Rostock zu sehen sind, reflektieren große existenzielle und alltägliche Fragen reformatorischer Gedanken und Ideen in Bezug auf die Gegenwart. Sie setzen sich außerdem kritisch mit den Schriften Luthers auseinander. Nach Angaben des Künstlerbundes ist die Kunstschau die einzige große Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Mecklenburg-Vorpommern, die sich im Jubiläumsjahr der Reformation widmet.

Das Land unterstützt den Künstlerbund bei den Ausstellungen „Neue Mitglieder“, „27. Landeskunstschau“ und „KUNST HEUTE“ in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von insgesamt 100.000 Euro.