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Kategorie: Gesellschaft / Gesundheit / Pflege / Ehrenamt

Welt-HPV-Tag: Wenn ein doppelter Piks vor Krebs schützen kann

Schwerin – Acht von zehn Menschen in Deutschland stecken sich innerhalb ihres Lebens mindestens einmal mit Humanen Papillomviren (HPV) an. Auch wenn diese Infektionen in der Regel nicht nur unbemerkt bleibt, sondern sogar von selbst heilt, kann eine HPV-Infektion zu einer Krebserkrankung führen. Nach Schätzungen des Robert Koch Institutes erkranken so jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen allein in Deutschland.

„Dabei reicht eine HPV-Impfung im Alter von neun bis 14 Jahren mit zwei Impfdosen im Abstand von mindestens 5 Monaten, um mit fast 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit vor einer Krebserkrankung mit den neun häufigsten HPV-Typen zu schützen. Eine Impfung ist ein absolutes Geschenk der modernen Medizin und eine der wirksamsten Maßnahmen der Krebsprävention überhaupt“, unterstrich Drese anlässlich des HPV-Aktionstags am 4. März.

Von der Impfung profitieren dabei Mädchen und Jungen gleichermaßen. „Bei den Mädchen und Frauen gehören Humane Papillomviren zum Beispiel zu den Auslösern von Gebärmutterhalskrebs, einer der häufigsten Krebserkrankungen. Die Neuinfektionen bei uns im Land bewegen sich jedes Jahr zwischen gut 90 und 110 Fällen“, erklärte die Ministerin.

Sie räumte zudem mit noch immer weit verbreiteten Mythen zur Impfung auf. „Noch immer höre ich zum Beispiel oftmals, dass Jungen sich nur für Ihre künftigen Partnerinnen impfen lassen sollten. Auch wenn das ein sehr guter Grund ist – Jungen und Männer können auch selbst an durch HPV-verursachten Krebsarten wie an Peniskarzinomen, Analkrebs sowie Krebs im Mundhöhlen- und Rachenbereich erkranken. Insbesondere letzterer nimmt weltweit sogar insbesondere bei Männern zu“, so Drese.

Diese Diskrepanz spiegele sich auch in den Impfzahlen wider. So waren in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2024 rund 78 Prozent der 18-jährigen Mädchen, aber nur 49 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig geimpft. „Beide Zahlen liegen über den Bundesdurchschnitten von 55 bzw. 36 Prozent. Trotzdem sehe ich da noch Luft nach oben“, hob Drese hervor und rief Eltern dazu auf, den HPV-Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen oder sich über den verlässlichen Schutz der Impfung zu informieren, z.B. im Gespräch mit der Hausärztin oder dem Kinderarzt.

„Die Kosten der HPV-Impfung werden bis zum 18. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, teilweise auf freiwilliger Basis auch darüber hinaus“, teilte die Ministerin mit. „Eine frühe Impfung ist jedoch besonders sinnvoll für einen höheren Antikörperspiegel und einen umfassenden Schutz. Spätestens, wenn der Sohn oder die Tochter das andere Geschlecht in der Klasse nicht mehr doof findet, ist die beste Zeit für eine HPV-Impfung“, so Drese mit einem Augenzwinkern.

Die Ministerin verdeutlichte, dass auch das Land Maßnahmen zur Impfaufklärung unterstütze, etwa als Vorsitzland der 8. Nationalen Impfkonferenz, durch öffentliche Kampagnen, Pilotprojekte des Landesamtes für Soziales und Gesundheit an Schulen, mit der Aufklärungsseite mv-impft.de und einem eigenen HPV-Impfflyer, der auf den Seiten des Gesundheitsministeriums zum Download bereitsteht.

Drese zum Welttag des Hörens

Hörminderungen können soziales Verhalten negativ beeinflussen

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese wirbt zum Welttag des Hörens am (heutigen) 3. März für präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Hörschädigungen sowie regelmäßige Hörtests bei Ärztinnen und Ärzten der Fachrichtung Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.

Der Welttag des Hörens steht im Jahr 2026 in Deutschland unter dem Motto „Klingt nach Leben!“ und lenkt den Fokus auf die Bedeutung guten Hörens für Sicherheit im Alltag, Lebensqualität und soziale Teilhabe.

Drese wies darauf hin, dass zur Vorbeugung von Hörschäden zunächst einmal ein Bewusstsein für Lärm sowie das eigene Verhalten bestehen müsse. „Häufige Lärmbelastungen erhöhen das Risiko, eine Schwerhörigkeit zu entwickeln“, verdeutlichte Drese.

Deshalb sei es wichtig, in beruflichen und privaten Lärmsituationen einen Schallschutz zu tragen. „Darüber hinaus sind eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf das Rauchen, Stressabbau, aber auch aktive Lärmpausen oder die gezielte Verringerung vom Alltagslärm entscheidend, um die Hörfähigkeit langfristig zu erhalten“, so die Ministerin.

Regelmäßige Hörtests seien wichtig, um Gewissheit zu haben, wie es in unterschiedlichen Lebensphasen um das eigene Gehör steht. So kann nach Angabe von Drese ein therapiebedürftiger Hörverlust frühzeitig identifiziert, individuell behandelt und professionell versorgt werden.

„Die Auswirkungen einer Hörminderung betreffen nicht nur unser Gehör, sie können sich auch unmittelbar auf die Lebensqualität und unser seelisches Wohlbefinden auswirken“, betonte Drese. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit könne etwa Veränderungen im sozialen Verhalten befördern. Gespräche im Freundes- und Kollegenkreis, Telefonate oder kulturelle Aktivitäten würden zunehmend als anstrengend oder frustrierend empfunden – und deshalb häufig vermieden mit erheblichen Auswirkungen wie gesellschaftlicher Isolation, Depressionen oder Arbeitsunfähigkeit, so die Ministerin.

Drese: „Gutes Hören erleichtert die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, stärkt das Selbstvertrauen und unterstützt so die mentale Gesundheit in jeder Lebensphase. Es ist wichtig, dass der Welttag des Hörens darauf aufmerksam macht.“

Für ein starkes Ehrenamt

Engagementstrategie und Organisationsentwicklung unterstützen Ehrenamtliche im Land

Güstrow – Das Ehrenamt in Deutschland steht vor vielschichtigen Herausforderungen. So sehen sich Vereine zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie neuer Nachwuchs gewonnen und ein Generationenwechsel gelingen kann. Aber auch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen, wie zunehmende berufliche Verpflichtungen und eine geringere zeitliche Flexibilität fordern Engagierte heraus. „Mit diesen Schwierigkeiten wollen wir die Vereine nicht allein lassen und setzen neben einer neuen Landes-Engagementstrategie auch auf spezielle Vereinsentwicklungsprogramme“, erklärte Staatssekretärin Sylvia Grimm heute bei der Abschlussveranstaltung des Qualifizierungsprogramms „Organisationsentwicklung im Verein“ in Güstrow.

„30 Vereine erhalten über das Organisationsentwicklungsprogramm der vom Land geförderten Ehrenamtsstiftung jedes Jahr externe Beratung und Begleitung durch Coaches, um ihren Verein gezielt weiterzuentwickeln“, erklärte Grimm. So umfasse das zwölfmonatige Programm etwa Schwerpunkte in den Bereichen Strategie, Netzwerke und Partner sowie Finanzen. In Güstrow erhielt der Jahrgang 2025/2026 heute im Beisein der Staatssekretärin seine Abschlussurkunden, der Folgejahrgang steht bereits in den Startlöchern und wurde feierlich begrüßt.

„Solche Angebote sind enorm wichtig, um Ehrenamtliche, die ihre Aufgaben zumeist ohne professionellen Hintergrund, sondern nur mit viel Engagement und Herzblut übernehmen, zu stärken und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln“, erklärte Grimm. Außerdem werden die teilnehmenden Vereine ermutigt, ihre Arbeitsweisen, Angebote und Entscheidungsstrukturen kritisch zu prüfen, zum Beispiel mit Blick auf die Gewinnung neuer Engagierter oder die Gestaltung niedrigschwelliger Zugänge.

„Dabei ist das Organisationsentwicklungsprogramm eine gute Möglichkeit, um spezifische und punktuelle Probleme anzugehen. Für den weitreichenderen Blick, aber auch um die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt insgesamt attraktiver zu gestalten, hat das Land außerdem erstmals eine eigene Engagementstrategie mit dem Titel „Gemeinsam den Wandel gestalten“ verabschiedet“, betonte Grimm in ihrem Grußwort.

Diese habe die Zukunft des Ehrenamtes in sieben Handlungsfelder eingeteilt. Dabei geht es beispielsweise, um eine angepasste Förderpolitik, Bürokratieabbau, Unterstützung von Netzwerken und Kooperationen und Maßnahmen zur öffentlichkeitswirksamen Ansprache von Interessierten. „Auch ein digitales Engagementportal wird es erstmals geben, auf dem sich alle am Engagement Interessierten und alle suchenden Organisationen begegnen können“, erklärte die Staatssekretärin.

Grimm: „Das freiwillige Engagement ist auch in Mecklenburg-Vorpommern ein tragender Bestandteil unserer solidarischen, lebendigen und vielfältigen Gesellschaft. Es verdient deshalb unsere vollste Unterstützung und ich freue mich sehr, dass wir mit gezielten Angeboten und unserer neuen Strategie unsere Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler künftig noch besser unterstützen können“.

Platt in der Pflege

Rostocker Verein entwickelt Broschüre für Pflegepersonal

Rostock – Wie geiht Sei dat? Wur deiht dat weih? Für mehr „Platt in de Pläg“ setzt sich der Rostocker Klönschnackverein ein und hat deshalb mit Unterstützung des Landes eine eigene Broschüre samt praxisorientierter Vokabelliste mit Begriffen für den Pflegealltag erarbeitet, die der Verein heute gemeinsam mit Sozialministerin Stefanie Drese im Pflegeheim in Rostock-Toitenwinkel vorgestellt hat.

„Für viele ältere Menschen ist Platt eine Sprache, mit der sie selbst noch aufgewachsen sind, die für sie mit persönlichen Erinnerungen und einem Heimatgefühl verbunden sind“, hob Drese bei ihrem Besuch hervor. Das im Pflegealltag wieder regelmäßig zu hören, könne dazu beitragen, schneller emotionale Brücken zwischen Personal und Bewohnern zu schlagen, Ängste abzubauen und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Einrichtung zu steigern.

„Ganz besonders profitieren hiervon demenziell erkrankte Personen. Die Forschung zeigt, dass bei Betroffenen die früh erlernten Sprachmuster oft lange erhalten bleiben“, erklärte die Ministerin. Die ihnen vertraute Sprache zu hören, helfe bei der Bewältigung von Emotionen und gebe ihnen oftmals ein besonderes Gefühl von Sicherheit, so Drese weiter.

Die Broschüre „Platt in de Pläg“ ist erstmals im Jahr 2022 erschienen und richtet sich insbesondere an angehende Pflegefachkräfte sowie an Auszubildende in Gesundheitsberufen. Sie bietet eine übersichtliche Sammlung häufig genutzter Begriffe und Redewendungen, die auf den Praxisalltag zugeschnitten sind. So enthält die Broschüre Begrifflichkeiten von der der Begrüßung über biografische Gespräche bis hin zu typischen Situationen der Betreuung und Arztgesprächen.

Drese: „Pflege bedeutet immer auch Beziehungsgestaltung. Ich freue mich deshalb sehr über das Engagement des Klönschnackvereins Rostocker 7 und hoffe, dass mit der Handreichung die Plattdeutsche Sprache noch viel mehr zu einer Art Türöffner in der Pflege werden kann.“

Interessierte Einrichtungen und Ausbildungsträger können die Broschüre auf den Seiten des Klönschnackvereins unter https://www.kloensnack-rostocker7.de/files/kloensnack/pdf/platt-in-de-plaeg.pdf herunterladen oder über den Verein bestellen.

Ehrenamtsförderung in Mecklenburg_Vorpommern

Schwesig: MV ist Vorreiter und zeigt, wie zeitgemäße Ehrenamtsförderung aussieht

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergab der Ehrenamtsstiftung einen Zuwendungsbescheid für das Jahr 2026. Sie sagte: „Das Land fördert die Arbeit der Ehrenamtsstiftung mit rund zwei Millionen Euro im Jahr. Das bleibt auch im aktuellen Doppelhaushalt für die kommenden beiden Jahre so. Trotz einer angespannten Haushaltslage investieren wir in das Ehrenamt. Denn wir wissen, was wir an unseren Ehrenamtlichen haben. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr, im sozialen Bereich, in der Kultur: Ehrenamt hält unser Land zusammen.“ Sie danke allen Engagierten.

„Mit einem Teil der Förderung leistet die Ehrenamtsstiftung konkrete Unterstützung vor Ort. Sie vergibt eine Million Euro Fördermittel im Jahr unter anderem für das Programm „Gutes tun in MV“, das sich ausdrücklich an Projekte richtet, die nicht von anderen, etablierten Fördermöglichkeiten profitieren. Mit einer Fördersumme von bis zu 3.000 Euro ist es auf den Bedarf kleinerer Vereine und Initiativen zugeschnitten“, sagte Schwesig.

Davon hätten über 600 Projekte im letzten Jahr profitiert. Das Förderprogramm „Junges Ehrenamt“ helfe Menschen unter 27 Jahren, eigene Projekte im Verein umzusetzen. „Für diese beiden Programme wird es ab diesem Jahr möglich sein, die Verwendung des Geldes vereinfacht nachzuweisen. Damit gehen wir nach der digitalen Antragstellung einen weiteren Schritt in Richtung Bürokratieabbau“, so Schwesig. Dafür gelte der Dank dem gesamten Team und den Vorstandsmitgliedern der Stiftung.

„Mit der Ehrenamtsstiftung haben wir seit 10 Jahren ein starkes, professionelles und bundesweit anerkanntes Landeskompetenzzentrum. Bundesweit gibt es nur fünf solcher Institutionen. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter und zeigt, wie zeitgemäße Strukturen der Engagementförderung aussehen können“, betonte Schwesig. Die Stiftung schaffe gemeinsam mit den Ehrenamtlichen tragfähige Strukturen des Ehrenamts in Mecklenburg-Vorpommern.

Komm‘ an Deck, Doc!

Bewerbungsphase für die erweiterte Landarztquote 2026 beginnt in wenigen Wochen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern beginnt in der zweiten Märzhälfte die Bewerbungsphase für die sogenannte Landarztquote. Mit dem diesjährigen Durchgang kann das Land neben Medizinstudienplätzen erstmals auch Plätze in Pharmazie und Zahnmedizin in einem eigenen Auswahlverfahren vergeben. „Damit wird das bisherige Landarztgesetz um eine neue und bundesweit einzigartige Weise erweitert“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Donnerstag in Schwerin.

Grundlage dafür bildet das Gesetz zur Begegnung der medizinischen Unterversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern, das der Landtag Ende Januar beschlossen hat. „Ziel ist es, die medizinische und zahnmedizinische Versorgung sowie auch die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger durch Apotheken im ländlichen Raum des Landes und den Öffentlichen Gesundheitsdienst langfristig zu stärken“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese informierte, dass Bewerberinnen und Bewerber ab diesem Jahr ein vom Gesundheitsministerium neu konzipiertes Auswahlverfahren durchlaufen, das noch stärker als bisher sowohl die fachliche als auch die persönliche Eignung berücksichtigt.

„Dabei wird nicht allein auf die Abiturnote abgestellt, sondern wir suchen Studienbewerberinnen und -bewerber, die großes Interesse an der Tätigkeit im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich hierfür besonders persönlich eignen, z.B. durch ehrenamtliches Engagement“, sagte Drese. „So haben auch Interessierte mit einem Abiturschnitt von 2,0 oder 2,5 Chancen auf einen Studienplatz, wenn sie sich nach Studium und Facharztweiterbildung verpflichten, mindestens zehn Jahre in unterversorgten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns tätig zu sein“, betonte die Ministerin.

Nach Angaben von Drese stehen bei einer erhöhten Vorabquote von zehn Prozent in der Humanmedizin etwa 42 Studienplätze, in der Zahnmedizin 8 Studienplätze und im Bereich der Pharmazie 7 Studienplätze pro Jahr zur Verfügung.

Neu ist außerdem, dass die bisherigen Möglichkeiten der künftigen Landärztinnen und Landärzte im Vergleich zur bereits etablierten Praxis bei der Wahl der Weiterbildung ausgedehnt werden. „Künftig können Absolventen nicht ausschließlich als Hausärztinnen und Hausärzte oder Kinderärztinnen und Kinderärzte tätig werden, sondern je nach regionalem Versorgungsbedarf auch weitere Facharztrichtungen einschlagen, sofern ein Mangel herrscht“, so Drese.

Starten wird das neue Bewerbungsverfahren für ein Medizin-, Zahnmedizin- oder Pharmaziestudium via Landarztquote an den Universitäten Greifswald und Rostock in der zweiten Märzhälfte. „Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen. Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung kann dann ein Studium bereits zum kommenden Wintersemester im Oktober 2026 aufgenommen werden“, verdeutlichte Drese.

Weitere Informationen zu Fristen, Ablauf des neuen Auswahlverfahrens sowie häufig gestellte Fragen zu allen drei Studiengängen wird das Gesundheitsministerium rechtzeitig vor Beginn des Bewerbungsverfahrens bereitstellen. In der Zwischenzeit können sich Interessierte mit Fragen oder Anliegen aber bereits direkt an das Gesundheitsministerium wenden und dafür die Mailadresse landarzt@sm.mv-regierung.de oder die Hotline 0385-588 19990 nutzen.

Drese: Karnevalsvereine sind gut für die Gesundheit

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese war heute zu Gast beim Landespräsidententreffen, der größten Karnevalveranstaltung an einem Aschermittwoch in Deutschland. Die Veranstaltung des Karneval-Landesverbandes (KLMV) fand in diesem Jahr in Waren/ Müritz mit rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt anlässlich des 70. Jubiläums des Carneval Club Waren.

Drese, die diesjährige Trägerin des Spaßvogelordens des KLMV ist, dankte den inzwischen 89 Karnevalsvereinen in Mecklenburg-Vorpommern für eine erfolgreiche und stimmungsvolle Karnevalszeit. Als jüngstes Mitglied war der Plastener Karneval Club erstmals beim Landespräsidententreffen vertreten. Der KLMV begeht in diesem Jahr seine 35. Session.

Die Ministerin hob den enormen Beitrag der Närrinnen und Narren für lebendige Städte und Dörfer, Spaß und Humor sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Aber auch in der Jugendarbeit und beim Karnevalistischen Tanzsport leisteten die Vereine hervorragende Arbeit.

„Fast 1.000 Sportlerinnen und Sportler sind inzwischen im karnevalistischen Tanzsport aktiv. Er wird in fast allen Vereinen im Verband betrieben, in 15 Vereinen sogar leistungsorientiert mit der regelmäßigen Teilnahme an Turnieren“, betonte Drese.

Eine Besonderheit des ostdeutschen Karnevals sei, dass alles ausschließlich im Ehrenamt und ohne Kommerzialisierung geleistet wird, so Drese. Fast 8.000 Aktive seien mit Herzblut dabei. Beinahe alle Veranstaltungen in dieser Session seien schnell ausverkauft gewesen.

Mit einem Augenzwinkern verwies Drese auf die aktuelle „Jeckenstudie“ der Universität zu Köln: „Was wir alle schon ahnten, wird darin bestätigt. Im Karneval aktiv zu sein, macht nicht nur Spaß, sondern kann auch die Gesundheit fördern. Denn Karneval bedeutet vor allem auch Gemeinschaft und gute Laune. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das soziale Wohlbefinden aus.“

Neue Pflegemedaille würdigt Verdienste von pflegenden Angehörigen

Vorschläge können bis 27. März eingereicht werden

Schwerin – Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Etwa 86 Prozent der Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, werden in Mecklenburg-Vorpommern im familiären Umfeld zu Hause gepflegt. Meist findet dieser Einsatz im Stillen statt und erfährt nicht die gebührende Wertschätzung.

„Die Landesregierung möchte die Menschen, die sich tagtäglich mit großem Engagement um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder kümmern, würdigen. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, eine Pflegemedaille für besondere Verdienste in der häuslichen Pflege sowie bei der Unterstützung pflege- oder unterstützungsbedürftiger Personen zu stiften, die in diesem Jahr erstmalig verliehen wird“, gab Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin bekannt.

„Die liebevolle und oft auch emotional und körperlich belastende Arbeit der pflegenden Angehörigen ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und verdient höchste Anerkennung und Unterstützung. Mit der Pflegemedaille des Landes wollen wir Danke sagen und die Care-Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird, sichtbar machen“, hob Drese hervor.

Die Verleihung der Landes-Pflegemedaille findet am 12. Mai 2026 anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden im Goldenen Saal des Justizministeriums in der Landeshauptstadt Schwerin statt.

„Vorschläge können ab sofort bis zum 27. März 2026 eingereicht werden“, sagte Drese. „Wir freuen uns über möglichst viele Zusendungen, die per Brief oder E-Mail an das Sozialministerium gerichtet werden können.“

Voraussetzungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Pflegemedaille des Landes

  • Pflege oder Unterstützung von pflege- oder unterstützungsbedürftigen Menschen durch eine private Pflegeperson
  • die Pflege- und Unterstützungstätigkeit
  • darf nicht nur vorübergehend sein
  • soll vorrangig im häuslichen Umfeld der privaten Pflegeperson erfolgen
  • darf nicht hauptberuflich erbracht werden
  • muss unentgeltlich sein
  • soll zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • die Inanspruchnahme von Hilfen durch Dritte bei einzelnen Verrichtungen, Leistungen aus der Pflegeversicherung oder die Erstattung von Auslagen der privaten Pflegeperson schließen eine Ehrung nicht aus
  • die private Pflegeperson und die pflege- oder unterstützungsbedürftige Person müssen ihren ständigen Wohnsitz in MV haben

Vorschläge können formlos eingereicht werden von

  • jeder natürlichen Person,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
  • den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege,
  • den Verbänden der gewerblichen Wohlfahrtspflege,
  • dem Landesseniorenbeirat,
  • dem Inklusionsförderrat,
  • Selbsthilfegruppen,
  • den Landesverbänden der Pflegekassen und Ersatzkassen,
  • den Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten

Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Der Vorschlag ist zu senden an das

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport
Abteilung 3, Referat IX 330,
Werderstraße 124,
19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Der Vorschlag muss folgende Angaben zur privaten Pflegeperson enthalten

  • Vor- und Familienname, Postanschrift, Geburtsdatum sowie
  • eine Begründung des Vorschlags mit evtl. weiteren Angaben zur privaten Pflegeperson und einer Beschreibung der Tätigkeiten zur Pflege oder/und zur Unterstützung der pflege- oder unterstützungsbedürftigen Person