Grüne Woche beendet – knapp 400.000 Menschen entdeckten MV in Berlin

Schwerin/Berlin – Am Sonntag ist die 81. Auflage der Internationalen Grünen Woche (IGW) zu Ende gegangen. Die Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern wurde wie in den Vorjahren von den Besuchern wieder zur zweitbeliebtesten Halle gewählt.

„Wir haben wieder einmal in Berlin bewiesen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Land voller Herzlichkeit, Tradition und Vielfalt ist. Unsere Aussteller haben das Beste gegeben, um unser Land im Kleinen optimal zu präsentieren. Dafür danke ich sehr. Das zeigt auch, dass unser Konzept aufgegangen ist und die Attraktivität unserer Länderhalle weiter steigt. Nun gilt es, diesen Schwung aus Berlin mit nach Hause zu nehmen. Wir wollen unsere Erfahrungen aus den vielen Gesprächen mit den Besuchern der MV-Halle für eine gute Saison der Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem Tourismus und der Gastronomie nutzen. Insofern war die Grüne Woche für Mecklenburg-Vorpommern und die Unternehmen hier vor Ort wieder ein lohnender Start in das Jahr“, erklärte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz heute.

Knapp 60 Aussteller aus ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich in den zurückliegenden Tagen in der Länderhalle 5.2b auf ca. 1.800 m² präsentiert. MV ist bereits seit 25 Jahren auf der IGW und seit 17 Jahren in einer eigenen Länderhalle.

Übrigens: Auf der Internetseite www.grune-woche-mv.de haben sich viele Aussteller erstmals auch per Video präsentieren können. Schauen Sie einfach vorbei!

Integration jugendlicher Flüchtlinge

Schwerin – Sozialministerin Birgit Hesse hat sich für eine bessere Integration jugendlicher Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen. „Vor allem anderen steht das Erlernen der deutschen Sprache“, sagte Hesse am Mittwoch. „Und Sprache erlernt man am ehesten, wenn man sie im Alltag ständig verwenden muss. Wir müssen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen individuelle, passgenaue Lösungen finden. Das Kindeswohl steht dabei an erster Stelle- sowohl bei den Erstaufnahmen als auch bei der Integration.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind im Jahr 2014 bis November 64 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge angekommen. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien (16) und Afghanistan (15). Ein Großteil der Flüchtlinge (46) war im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Sie wurden umgehend nach ihrer Ankunft von den Jugendämtern in Obhut genommen.

„Mecklenburg-Vorpommern wird in den kommenden Jahren mit einer deutlich höheren Zahl von minderjährigen Flüchtlingen rechnen müssen“, so Hesse. Die Planungen des Bundes gehen derzeit davon aus, dass alle in Deutschland angekommenen Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilt werden. „Für unser Land hieße das, dass nach jetzigem Stand zwischen 160 und 200 junge Flüchtlinge aufzunehmen. Mir ist es wichtig, dass diesen Flüchtlingen, die zum Teil einen schrecklichen Weg hinter sich haben, geholfen wird. Wir stehen in der Verantwortung“, so Hesse weiter.

Die Ministerin betonte die Notwendigkeit einer engen Absprache mit den Kommunen. „Wir dürfen die Gemeinden und Kreise mit dem Problem nicht alleine lassen. Deshalb stehe ich sowohl mit den kommunalen Verbänden als auch mit den Gemeinden und Städten in engem Kontakt, um die Probleme gemeinsam zu lösen“, sagte Hesse.

BITKOM zum Migrationsbericht der Bundesregierung

  • Unternehmen der Digitalwirtschaft sind auf Zuwanderung angewiesen
  • In Deutschland fehlen 41.000 IT-Spezialisten

Berlin – Der Digitalverband BITKOM hat anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Migrationsberichts durch das Bundeskabinett die steigende Zahl qualifizierter Zuwanderer begrüßt. Dabei weist BITKOM darauf hin, dass angesichts des seit Jahren unverändert hohen Fachkräftemangels die Anstrengungen, Deutschland für Hochqualifizierte aus dem Ausland noch attraktiver zu machen, weiter verstärkt werden müssten. Aktuell fehlen in Deutschland 41.000 IT-Spezialisten. Unternehmen, aber auch öffentliche Einrichtungen sind vor allem auf der Suche nach Software-Entwicklern.

„Neben attraktiven Arbeitsplätzen und möglichst unbürokratischen Zuwanderungsregeln müssen sich Interessenten aus dem Ausland hier auch willkommen fühlen. Die derzeit aufgeheizte, lautstarke Bewegung gegen ausländische Mitbürger und Zuwanderer ist nicht nur abstoßend, sie schadet der Wirtschaft. Zuwanderung ist eine Chance für unsere Wirtschaft wie für unsere gesamte Gesellschaft“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Vor allem die sich dynamisch entwickelnde deutsche Start-up-Szene benötigt noch mehr ausländische Beschäftigte und Gründer. Junge Unternehmen mit Mitarbeitern aus mehr als zehn Nationen sind etwa in Berlin, München oder Hamburg keine Seltenheit. „Um mit internationalen Start-up-Standorten wie London, Tel Aviv oder dem Silicon Valley mithalten zu können, müssen wir uns noch viel stärker für internationale Spezialisten und hochqualifizierte Absolventen aus dem Ausland öffnen“, so Rohleder.

Einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Business-Netzwerks LinkedIn zufolge sind inzwischen in jedem sechsten Unternehmen (17 Prozent) Fach- und Führungskräfte aus dem Ausland beschäftigt. Unter den Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sind sogar in jedem zweiten Unternehmen (51 Prozent) Fachkräfte einer anderen Nationalität. Jedes neunte Unternehmen (11 Prozent) plant, Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren, unter den Großunternehmen sind es sogar rund zwei Drittel (64 Prozent).