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Tag: 18. April 2026

Digitale Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler

Oldenburg: Wir nehmen Ängste und Sorgen der Schülerinnen und Schüler ernst

Schwerin – Konflikte im Alltag, Ängste und Sorgen über die Zukunft oder auch Zweifel an sich selbst – all das sind Themen, die Schülerinnen und Schüler beschäftigen und belasten können. Um Betroffene frühzeitig zu unterstützen, bietet der Zentrale Fachdienst für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) des Bildungsministeriums zukünftig eine digitale Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler an. Die erste Sprechstunde ist für Mittwoch, den 22. April 2026, von 13:00 bis 15:00 Uhr geplant. Sie soll 14-tägig angeboten werden.

„Ob Streit mit den Eltern oder Angst vor Prüfungen – Kinder und Jugendliche stehen in verschiedenen Lebensphasen vor unterschiedlichen Belastungen. Wir nehmen ihre Ängste und Sorgen ernst. In der Sprechstunde können sie mit erfahrenen Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sprechen, direkte Unterstützung erhalten oder es werden ihnen weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wo sie Hilfe finden können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

 Schülerinnen und Schüler, die an der Sprechstunde teilnehmen möchten, melden sich vorab mit ihrem Anliegen telefonisch (0385 588 7777) oder per E-Mail (leitstelle-zds@bm.mv-regierung.de) jeweils bis montags vor dem Termin bei der Leistelle des ZDS an. Für jede angemeldete Person ist ein Zeitfenster von 30 Minuten vorgesehen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 bis 6 können gemeinsam mit ihren Erziehungsberechtigten an der Sprechstunde teilnehmen.

Die 14-tägige Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler ergänzt das Angebot der Leitstelle des ZDS. Für Eltern und Erziehungsberechtigte sowie für Lehrkräfte bietet der ZDS bereits digitale Sprechstunden an.

Schwesig: Menschen mit Krebs nicht allein lassen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute auf dem Krebsinformationstag die Arbeit der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern in den letzten 35 Jahren gewürdigt. „Das diesjährige Motto „Gemeinsam für ein Ziel – 35 Jahre Krebsgesellschaft M-V“ bringt es wunderbar auf den Punkt. Es steht für das, was die Krebsgesellschaft seit 35 Jahren leistet: Menschen mit Krebs nicht allein zu lassen, Wissen zu vermitteln, Prävention zu stärken, Beratung zu ermöglichen und gemeinsam immer bessere Wege in der Krebsversorgung zu gehen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Die Gesellschaft richte alljährlich den Krebsinformationstag aus. „Dieser Tag ist ein besonderer Termin im Jahr – für Betroffene, für Angehörige, für Fachleute und für alle, die mehr über Krebserkrankungen und den aktuellen Stand wissen möchten, Fragen haben oder Unterstützung suchen. Es ist ein Tag des Zuhörens, des Austauschs, der Information und vor allem der Zuversicht“, sagte Schwesig weiter.

Außerdem sei die vom Verein getragene Mobile Ambulante Krebsberatung. Nach fünf Jahren gebe es drei Standorte in Rostock, Greifswald und Parchim und acht mobile Beratungsstellen. „Im letzten Jahr gab es über 5.000 qualifizierte Beratungen – und jede einzelne war wichtig. Denn wer hier Rat sucht, findet Fachkompetenz, aber auch Herz“, sagte die Ministerpräsidentin. Das Land unterstütze das Projekt mit rund 210.000 Euro.

Ziel der Landesregierung sei es, der Krebsversorgung weiter zu verbessern. „Unsere fünf onkologischen Zentren – in Greifswald, Neubrandenburg, Schwerin und zweimal in Rostock – bilden das Rückgrat der Behandlung. Dazu kommen zertifizierte Organkrebszentren, die höchste Qualität sichern.“ Die Möglichkeiten der Telemedizin würden genutzt, zum Beispiel in Form von Tumorkonferenzen. „Und das gemeinsame Comprehensive Cancer Center der Unikliniken in Rostock und Greifswald fördern wir mit jährlich 2 Millionen Euro – damit neueste Forschung schnell bei den Menschen ankommt.“

Vollversammlung des Landesjugendrings

Drese betont Bedeutung von Beteiligung, Engagement und demokratischer Jugendarbeit

Schwerin – Auf der Vollversammlung des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern hat Sozialministerin Stefanie Drese am Sonnabend die wichtige Rolle der Jugendverbandsarbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie demokratische Bildung und Teilhabe junger Menschen im Land hervorgehoben.

In ihrem Grußwort unterstrich Drese die besondere Bedeutung der Vollversammlung als Ort des Austauschs und der Mitbestimmung: „Hier werden Positionen entwickelt, Entscheidungen getroffen und Impulse gesetzt – für die Jugendverbandsarbeit, für junge Menschen in unserem Land und damit auch für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns.“

Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten sowie den Mitgliedsverbänden für ihren langjährigen Einsatz. Der Landesjugendring sei eine starke Stimme, die Interessen bündele, Vernetzung ermögliche und die Perspektiven junger Menschen wirkungsvoll in politische Prozesse einbringe.

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen – darunter Digitalisierung, internationale Krisen und zunehmende gesellschaftliche Polarisierung – betonte Drese die Notwendigkeit, junge Menschen aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Gute Politik entsteht im Dialog. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen und gemeinsame Lösungen gesucht werden“, so die Ministerin.

Ein besonderer Fokus lag in Dreses Rede auf der Bedeutung sozialer Medien im Alltag junger Menschen. Neben Chancen wie Teilhabe und Information wies sie auch auf Risiken wie Desinformation, Cybermobbing und psychische Belastungen hin. Mecklenburg-Vorpommern setze deshalb auf einen wissens- und faktenbasierten Ansatz: Eine von der Landesregierung eingesetzte Expertenkommission untersuche derzeit die Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche und erarbeite Handlungsempfehlungen. Dabei werde der Landesjugendring eng eingebunden.

Darüber hinaus stellte Drese die hohe Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen heraus. Dieses reiche von der Organisation von Freizeitangeboten über Umweltprojekte bis hin zu sozialem und kulturellem Einsatz sowie Engagement im Sportverein. „Unsere Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen“, betonte die Ministerin.

Die jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendrings stünden dabei in engem Zusammenhang mit der erstmals erarbeiteten Engagementstrategie des Landes. Ziel der Strategie zur Unterstützung des Ehrenamtes sei es unter anderem, Ehrenamt zu stärken, Bürokratie abzubauen, Qualifizierungsangebote auszubauen und die Vereinbarkeit von Engagement mit Schule, Ausbildung und Beruf zu verbessern.

Zugleich verwies Drese auf zusätzliche Mittel, die der Landtag für die Jahre 2026 und 2027 bereitgestellt hat. Diese sollen insbesondere der demokratischen Jugendarbeit, Kinder- und Jugendfreizeiten sowie dem Beteiligungsnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen. „Demokratie muss gelernt, erlebt und verteidigt werden. Dafür braucht es Räume, Strukturen und engagierte Menschen“, so Drese.

Abschließend rief die Ministerin zu einer weiterhin engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Politik und Jugendverbänden auf. Ziel sei es, jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen, echte Beteiligung und eine starke Stimme zu ermöglichen.

Barrierefreiheit in Wohnungen

LFI nimmt wieder Förderanträge für Umbau an

Schwerin – Ab sofort nimmt das Landesförderinstitut (LFI) wieder Förderanträge zum Umbau von Wohnungen an, durch den Barrieren reduziert werden. Für das „Landesprogramm zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand“ stehen in diesem Jahr wieder zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit ist die Förderung von Barrieren reduzierenden Anpassungen in selbstgenutztem Wohneigentum oder in Miet- und Genossenschaftswohnungen möglich.

„Angesichts regelmäßig hoher Nachfrage in den zurückliegenden Jahren freue ich mich, dass wir dieses beliebte und notwendige Programm auch 2026 auflegen können. Mit dem Förderprogramm reagieren wir auf den wachsenden Bedarf nach barrierearmen Wohnungen, insbesondere für Senioren“, so Bauminister Christian Pegel.

Mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei maximal 4.500 Euro je Wohnung können Treppenlifte und viele andere Umbaumaßnahmen gefördert werden. Dazu gehören die Verbreiterung von Türöffnungen, die Entfernung von Schwellen, die Vergrößerung von Bewegungsflächen, das Verlegen rutschhemmender Bodenbeläge und der Einbau von barrierereduzierten Bädern. Antragsberechtigt sind Eigentümer von selbst genutztem Wohnraum und Mieter mit Zustimmung des Vermieters.

Seit dem Jahr 2018 wurden rund 18,6 Millionen Euro bewilligt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier: https://www.lfi-mv.de/foerderfinder/personenaufzuege-und-lifte-barrierearmes-wohnen/

Zahl der Anträge auf SED-Opferrente wieder gestiegen

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Nahezu täglich ging 2025 ein Antrag ein. Das beweist: Die Aufarbeitung ist längst nicht beendet.“

Schwerin – „Nahezu täglich ist im vergangenen Jahr ein Antrag auf SED-Opferrente eingegangen. Von knapp 270 Anträgen wurden inzwischen bereits mehr als 70 Prozent bewilligt. Damit liegt die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger der Opferrente von 400 Euro bei 2.970 Begünstigten. Da sich sowohl die Zahl der Anträge als auch der Bewilligungen im Vergleich zu 2024 ungefähr verdoppelt hat, ist zu erkennen, dass die Aufarbeitung der DDR-Geschichte noch längst nicht ad acta gelegt werden kann“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt.

„Es gibt Menschen, die erst 37 Jahre nach dem Mauerfall die Kraft finden, sich mit der für sie belastenden DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Das Unrecht, das sie erleiden mussten, ist nicht adäquat wiedergutzumachen. Wir können aber heute das Leid der Menschen anerkennen. Die SED-Opferrente ist ein kleiner Beitrag dazu als ein gewisser finanzieller Ausgleich“, so Ministerin Jacqueline Bernhardt.

Das Ministerium hat im Jahr 2025 von den 269 Anträgen bisher bereits insgesamt 192 Antragstellerinnen und Antragstellern die SED-Opferrente von monatlich 400 Euro zugesprochen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern zahlte 2025 rund 13,38 Mio. Euro SED-Opferrente an 2.970 anerkannte Opfer des DDR-Regimes aus.

Für weitere Informationen und Anträge für die SED-Opferrente klicken Sie auf unsere ->Homepage.

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Es ist gut, dass auch weitere Belastungen aus der Zeit der DDR-Herrschaft ausgeglichen werden wie zum Beispiel die Zwangsaussiedlung in der Zeit des Mauerbaus oder Zersetzungsmaßnahmen. Auch hierfür gingen im Jahr 2025 insgesamt rund 300 Anträge ein.“