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Tag: 24. April 2026

Medienkompetenzpreise in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“

Neubrandenburg – Das Kinder- und Bürgerhaus „Windmühle“ aus Neubrandenburg sowie die kreative Selbsthilfegruppe „Mad Artists“ aus Rostock sind die Gewinner des diesjährigen Medienkompetenzpreises MV der Landesmedienanstalt in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“. Sozialministerin Stefanie Drese würdigte am (gestrigen) Donnerstag beide Sieger im Volkstheater Rostock für ihre herausragenden Projekte der Medienarbeit von und verlieh auch die Preise verbunden mit einem vom Sozialministerium gestifteten Preisgeld in Höhe von jeweils 750 Euro.

Darüber hinaus wurden von der Medienanstalt das Projekt des Jahres, der Preis Nachgehakt sowie zwei Projekte in der Kategorie Schule und Bildung prämiert.

Die Preisträger aus Neubrandenburg überzeugten die Jury mit einem Audioprojekt. Zunächst gestartet als Kita-interner Podcast mit Kinderstimmen, ist unter dem Namen „Windmühlen Montis On Air“ schließlich ein Generationenprojekt entstanden. Kinder moderieren, fragen Seniorinnen und Senioren und hören zu. „Ein wirklich beeindruckendes Projekt. Eine Begegnung zwischen Jung und Alt auf Augenhöhe. Alle sind dabei, alle hören zu. Und nebenbei werden Sprachentwicklung, Empathie und Teilhabe gefördert“, sagte Ministerin Drese in Rostock.

Eine weitere Auszeichnung in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ bekam das medienübergreifende Projekt „Mad Artists“, in Kooperation mit der Medienwerkstatt Rostock. „Mad Artists“ ist eine kreative Selbsthilfegruppe für Menschen mit seelischen Herausforderungen, die sich in der Medienwerkstatt Rostock mit Film, Animation, Musik, Podcast und Text ausdrücken. Es gibt regelmäßige Treffen, Workshops und Präsentationen.

Ministerin Drese übergab auch hier den Preis und lobte das Projekt. „Mad Artists schafft Teilhabe, und zwar ganz selbstverständlich als gelebte Praxis. Hier kann man wunderbar sehen, wieviel Energie kreative Selbsthilfe entfaltet, die Resilienz fördert und wie gut das der seelischen Gesundheit tut.“

Insgesamt wurden sechs Projekte prämiert, sie waren im Vorfeld von einer fachkundigen Jury aus insgesamt 34 Bewerbungen ausgewählt worden. Neben den zwei Projekten in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“, den Preis Nachgehakt sowie zwei Projekte in der Kategorie Schule und Bildung gab es erstmals in diesem Jahr die Auszeichnung Projekt des Jahres. Das von der Jury als besonders überzeugend bewertete Projekt ist das Kino-Boizenburg für das medienübergreifende Projekt „JuKi – Jugend- und Kinderfilmfestival“.

Alle Preisträger sind auch online zu finden unter www.medienkompetenzpreis-mv.de.

„Girls‘Day“: Ministerin Bernhardt präsentiert Berufe auf Roadshow

Landesweit haben heute am Zukunftstag rund 1.950 Mädchen mehr als 310 Angebote der klischeefreien Berufsausbildung genutzt

Schwerin – Die Zukunftstage „Girls‘Day“ und „Boys‘Day“ sind in diesem Jahr mit neuen Ideen gestartet worden. Gemeinsam mit den Sozialpartnern – dem DGB Nord und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. – hat das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eine Roadshow organisiert.

Zu diesem Auftakt wurden Mädchen aus der Region Ludwigslust und Schwerin eingeladen, zusammen mit Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt verschiedene Stationen zu besuchen. Von der Vermessungstechnik über den Fleischereiberuf bis hin zu Richterin ist allein in Ludwigslust die Palette der Berufsmöglichkeiten riesig. In ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich rund 1.950 Mädchen bei mehr als 310 Angeboten über eine klischeefreie Berufsausbildung informiert. Beim gleichzeitig stattfindenden „Boys’Day“ waren es rund 230 Angebote mit über 830 Teilnehmern. Das Motto des Zukunftstags in diesem Jahr lautet „Dein Tag, Dein Weg!“.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „Der Tag heute ist ein Beitrag, um loszukommen von Klischees. Jedes Kind, jede Schülerin und jeder Schüler soll selbst entscheiden können, was die Zukunft bringt. Wir wollen es mit diesem Zukunftstag schaffen, dass Mädchen sich trauen, Berufsbilder anzusehen, in denen traditionell mehr Männer zu finden sind wie hier beispielsweise bei der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH im Fleischereiberuf.

Auch an den Gerichten gibt es immer noch weniger Frauen in den Führungspositionen als Männer, daher danke ich dem Amtsgericht Ludwigslust für die Teilnahme an der Roadshow. Wenn wir alle den Blickwinkel weiten, dann wird es ganz normal sein, dass Frauen Richterinnen, Handwerkerinnen, Politikerinnen oder Fußballtrainerinnen einer Männermannschaft sind“, so Gleichstellungsministerin Bernhardt. Sie wurde von fünf Mädchen am Zukunftstag begleitet.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Lebensläufe sind heute vielfältiger denn je – insbesondere Frauen gestalten ihre Erwerbsbiografien häufig im Zusammenspiel von Beruf und Familie. Der Girls’Day macht diese Vielfalt sichtbar, gibt Einblicke in ganz unterschiedliche Karrierewege und ermutigt Mädchen und junge Frauen, selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen und neue Möglichkeiten für sich zu entdecken – und zeigt zugleich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und echte Chancengerechtigkeit für gelingende Berufswege sind.“

Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung und Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Wer Fachkräfte gewinnen will, darf Potenziale nicht entlang überholter Rollenbilder verschenken. Der Girls‘Day zeigt eindrucksvoll, wie klischeefreie Berufliche Orientierung in Mecklenburg-Vorpommern gelingen kann: Er macht Frauen in verantwortungsvollen Positionen sichtbar, eröffnet Mädchen konkrete Einblicke in männerdominierte Berufsfelder wie MINT und Handwerk und stärkt Unternehmen dabei, Nachwuchs breiter und zukunftsorientierter anzusprechen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal: Mehr Chancengerechtigkeit und mehr Offenheit in der Beruflichen Orientierung sind ein echter Gewinn für junge Menschen und für die Fachkräftesicherung im Land.“

In geteilter Projektträgerschaft bündeln das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BW M-V e.V.) und die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AuL M-V e.V.) als erfahrene, sozialpartnerschaftlich engagierte Weiterbildungseinrichtungen ihre Expertise in gendersensibler Beruflicher Orientierung. In Mecklenburg-Vorpommern werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über eine Initiative der Sozialpartner der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das Projekt „Landeskoordination Girls’Day und Boys’Day Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.