Menü Schließen

Tag: 20. April 2026

Schwesig: MV präsentiert sich stark auf Hannover-Messe

Hannover – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig besucht heute die Hannover-Messe. Am Nachmittag steht ein Messerundgang auf dem Programm. Am Abend lädt die Ministerpräsidentin zu einem Aussteller­empfang ein. Mecklenburg-Vorpommern ist in diesem Jahr mit 21 Ausstellern auf der Hannover-Messe vertreten. Davon präsentieren sich 19 an dem von der Staatskanzlei geförderten Firmen­gemeinschafts­stand.

 „Die Hannover-Messe ist die weltweit wichtigste Industriemesse mit dem Schwerpunkt auf Zukunfts­entwicklungen in der Industrie, auf Digitalisierung und Energie­technologien. Ein Spitzentreffen derjenigen, die Wirtschaft und ihre Zukunft gestalten. Damit ist sie zugleich eine hervorragende Gelegenheit, um unser Land und seine Unternehmen zu präsentieren. Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind dieses Jahr mit 21 Ausstellern dabei. Ich danke allen, die mit Einfallsreichtum und Einsatz ihr Unternehmen und unser Land hier vertreten“, erklärte die Ministerpräsidentin.

 „Wir sind seit 35 Jahren auf der Hannover-Messe und akquirieren hier konkret Aufträge für MV und unser Unternehmen. Deshalb ist die Unterstützung der Landesregierung hier auch richtig investiert“, erklärt der Güstrower Hallenbauer Uwe Stieblich. Erstkontakte auf der Hannover-Messe führten zu konkreten Aufträgen. So hat das Güstrower Stahlbau­unternehmen unter anderem für ecoflight in Zürich, den Werkzeug­maschinenbauer Heuer in Großröhrsdorf in Sachsen und den Metall­aufbereiter Xervon in Fürth gebaut.

 Die Ministerpräsidentin betonte, dass sich die Außenwirtschaft im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat. „Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen. Das ist unser bisher bestes Ergebnis. Unser Außenhandel zeigt sich robust und im Aufwärtstrend“, sagte Schwesig. Ziel der Landesregierung ist es, Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Partnerland der Hannover-Messe ist in diesem Jahr Brasilien. Schwesig hatte während ihrer Bundesrats­präsidentschaft das Land mit einer großen Wirtschafts­delegation besucht. „Auf Brasilien zu setzen, war genau richtig. Wir haben inzwischen 200 Ingenieure ausgebildet und damit etwa Zweidrittel der Schweißfach­ingenieure in Brasilien. Viele Kontakte kamen über die Delegationsreise mit der Ministerpräsidentin. Das hat Türen geöffnet. Wir machen inzwischen 250.000 Euro Jahresumsatz in Brasilien mit stark steigender Tendenz“, sagte der Geschäftsführer der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Dr. Rigo Peters. Das Unternehmen war 2024 bei der Brasilien-Reise dabei und stellt dieses Jahr auf der Hannover-Messe aus.

 „Brasilien ist ein attraktiver Markt für unsere Wirtschaft. Wir wollen die Zusammenarbeit mit Brasilien in den nächsten Jahren weiter ausbauen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Mehr als 4.300 Lehrkräfte in den letzten Jahren eingestellt

Oldenburg: Wir setzen alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen einzustellen

Schwerin – Trotz des bundesweiten Fachkräftemangels hat Mecklenburg-Vorpommern in den Jahren 2021 bis 2025 insgesamt 4.327 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen eingestellt. Die Zahl der Einstellungen im Jahr 2025 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2024 waren es 779 Lehrkräfte, im Jahr 2025 insgesamt 806 Personen. „Gute Bildungsangebote lassen sich nur mit qualifiziertem Personal gestalten“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Deswegen setzen wir alles daran, Lehrkräfte auszubilden, im Land zu halten und an den Schulen zu beschäftigen. Dafür stellen wir das ganze Jahr über Lehrerinnen und Lehrer ein. Mit unserer Lehrerwerbekampagne machen wir auf das Angebot an freien Stellen aufmerksam. Ich freue mich über jede Lehrkraft, die sich für eine Schule im Land entscheidet“, so Oldenburg. Die offenen Stellen sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de öffentlich ausgeschrieben.

Das Land hat in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen umgesetzt, um den Schuldienst attraktiver zu gestalten. Um Lehrkräfte zu gewinnen, erhalten Referendarinnen und Referendare, die an ausgewählten Schulen – insbesondere im ländlichen Raum – arbeiten, Zuschläge zu ihren Bezügen in Höhe von 40 Prozent. Stellenbesetzungsverfahren wurden gestrafft, um Lehrkräfte schneller einzustellen. So gelingt es regelmäßig, Bewerberinnen und Bewerber innerhalb von sechs Wochen einzustellen bzw. ihnen ein Einstellungsangebot zu unterbreiten. Neu eingestellte Lehrkräfte erhalten Zuschläge zu ihren Bezügen, wenn sie sich auf Stellen in Bedarfsfächern an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im ländlichen Raum sowie an beruflichen Gymnasien bewerben. Das sind Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie und Physik sowie Arbeit-Wirtschaft-Technik und Geografie.

Der Anteil der neu eingestellten Lehrkräfte im Seiteneinstieg ist zuletzt leicht gesunken, weil sich grundständig ausgebildete Lehrkräfte wieder verstärkt bewerben. Waren 2024 noch 42,2 Prozent der neu eingestellten Lehrkräfte Seiteneisteigerinnen und Seiteneinsteiger, so machte ihr Anteil 2025 39,3 Prozent aus. „Wir sind in Zeiten des Fachkräftemangels auf Lehrkräfte im Seiteneinstieg angewiesen. Die Entscheidung, den Beruf zu wechseln, verdient großen Respekt. Für diese Aufgabe qualifizieren wir Lehrkräfte im Seiteneinstieg umfassend. Genau das passiert seit der Neuorganisation der Ausbildung vor drei Jahren“, betonte die Bildungsministerin. Lehrkräfte im Seiteneinstieg absolvieren vor Beginn ihrer Unterrichtstätigkeit eine dreimonatige Qualifizierung in Methodik und Fachdidaktik, bevor sie das erste Mal unterrichten. Daran schließt sich die 15-monatige Grundlegende Pädagogische Qualifizierung an. Die Ausbildung dauert insgesamt über vier Jahre.

Zudem hat die Landesregierung eine Ausbildung zu multiprofessionellen Fachkräften begonnen. Damit können Personen an den Schulen beschäftigt werden, die gleichzeitig als Lehrkräfte und als unterstützende pädagogische Fachkräfte arbeiten. Sie werden insbesondere in „Flexiblen Lerngruppen“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein weiteres Angebot für Kinder und Jugendliche, denen die Bewältigung des Schullalltags schwerfällt. „Weil die Klassen heterogener geworden sind, erweitern wir die pädagogischen Ressourcen. Mit den multiprofessionellen Fachkräften stärken wir die pädagogische Arbeit an unseren Regionalen Schulen und Gesamtschulen“, sagte Oldenburg.

Die Regierungspartner haben sich im Koalitionsvertrag auf das Programm „Schule in MV – Aufbruch 2030: 1.000 Stellen besetzen, sichern, erweitern“ verständigt. Mit dem Doppelhaushalt 2024/2025 stehen diese Stellen vollständig bereit. Sie sind für Lehrkräfte, Vertretungslehrkräfte, externe Vertretungskräfte, für eine bessere personelle Ausstattung an beruflichen Schulen, Personal für die Digitale Landesschule, unterstützende pädagogische Fachkräfte, für die Qualifizierung von Lehrkräften im Seiteneinstieg, Alltagshilfen und Verwaltungskräfte an Schulen eingerichtet worden. Insbesondere die Einstellung von Alltagshilfen und Verwaltungskräften führt dazu, dass Lehrkräfte entlastet werden und sich mehr auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren können. Damit wurde nicht nur das Versprechen der Landesregierung eingelöst, sondern es wurden sogar noch mehr Personen eingestellt als verabredet. So sind im Schuljahr 2025/2026 insgesamt 1.481 mehr Beschäftigte an den Schulen tätig.

Drese: Pakt für Pflege in MV wirkt

Zwischenbericht im Landespflegeausschuss vorgestellt

Schwerin – Die Vorsitzende des Landespflegeausschusses (LPA), Sozialministerin Stefanie Drese und die Vorsitzende des Begleitausschusses Pakt für Pflege, Silvia Krüger von der AOK Nordost, haben heute über den Zwischenbericht des Pakts für Pflege Mecklenburg-Vorpommern informiert.

Der Pakt für Pflege wurde von den Mitgliedern des Landespflegeausschusses vor zwei Jahren auf Initiative von Ministerin Drese beschlossen. Ziel des Pakts ist es, in gemeinsamer Verantwortung die pflegerische Versorgung im Land nachhaltig zu sichern.

„Ausgangspunkt für den Pakt für Pflege sind die erheblichen Herausforderungen durch demografischen Wandel, steigenden Pflegebedarf, Fachkräftemangel sowie strukturelle und wirtschaftliche Belastungen im Pflegesystem“, sagte Drese. Es bestehe das gemeinsame Verständnis bei allen pflegerelevanten Akteuren im Land, dass Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die eine enge Zusammenarbeit erfordert.

„Vor diesem Hintergrund haben sich die Mitglieder des Landespflegeausschusses darauf verständigt, als Verantwortungsgemeinschaft gemeinsam in Arbeitsgruppen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten und sich im Rahmen ihrer Ressourcen und Kompetenzen einzubringen. Dieses Vorgehen hat das gegenseitige Vertrauen gestärkt, das Verständnis für die unterschiedlichen Rollen gefördert und die Zusammenarbeit verbessert“, verdeutlichte Drese.

Zur Umsetzung des Pakts für Pflege wurden sieben Arbeitsgruppen gebildet, die Maßnahmen und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Der Zwischenbericht aus den sieben Arbeitsgruppen wurde am vergangenen Freitag dem Landespflegeausschuss vorgestellt.

„Die bisher erzielten Ergebnisse, Konzepte und konkret erarbeiteten Maßnahmen bilden eine gute Grundlage für die weitere Arbeit und dienen als Richtschnur für die politische und fachliche Umsetzung“, würdigte Drese das engagierte und zielorientierte Arbeiten der Beteiligten. Im weiteren Prozess werde es darum gehen, die in den Arbeitsgruppen erarbeiteten Handlungsempfehlungen zu bewerten, weitere Empfehlungen zu erarbeiten und deren Umsetzung zu prüfen.

Silvia Krüger hob hervor: „Der Pakt für Pflege zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern die Herausforderungen in der Pflege gemeinsam und strukturiert angeht. In den Arbeitsgruppen werden bereits konkrete Themen wie Fachkräftesicherung, wirtschaftlich stabile Pflegeangebote, bessere Beratung, Demenz, regionale Pflegeplanung sowie Notfallvorsorge bearbeitet. Der Zwischenbericht macht deutlich, dass wichtige Grundlagen geschaffen und erste Ergebnisse erreicht wurden. Gleichzeitig geht die Arbeit jetzt in die nächste Phase: Die Arbeitsgruppen werden ihre Vorschläge weiter konkretisieren und schrittweise in praktische Verbesserungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Einrichtungen überführen. Pflege braucht Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und konsequentes Handeln.“

Der LPA hat sich darauf verständigt hat, einen Abschlussbericht des Pakts für Pflege im Sommer 2027 vorzulegen.