Menü Schließen

Monat: März 2026

Buchwürmer in Gingster Gemeindebibliothek

Leiterin Maren Kerfack lässt Tradition eines Grundschulprojektes wieder aufleben

Insel Rügen – „Das war ein besonderer Ausflug für unsere beiden dritten Klassen“, erzählt Klassenleiter Clemens Oppermann. Zusammen mit seiner Grundschulkollegin Christiane Müller hatte er die Stippvisite in der Gemeindebibliothek von Gingst organisiert. „Wir wollen bewusst an eine Tradition anknüpfen, die wir jahrzehntelang gepflegt haben“, erklärt er, war sie die Idee der neuen Bibliotheksleitung unterstützen.

Maren Kerfack übernahm im Januar die Führung des Hauses von Veronika Barck. Die selbstständige Buchbinderin aus Garz begrüßte die Bücherfreunde und beschrieb ihnen zunächst die Abläufe in der Bücherei. Dabei erfuhren sie, wie eine Anmeldung funktioniert und wie einfach es ist, sich Bücher auszuleihen. „Spannend war für viele der Überblick über das vielfältige Angebot“, meint Christiane Müller. Neben einer großen Auswahl an Kinderbüchern gebe es auch zahlreiche andere Medien wie CDs und DVDs zu entdecken.

Gingster Grundschüler erkunden mit ihrem Klassenlehrer Clemens Oppermann und Bibliotheksleiterin Maren Kerfack das Haus der vielen Bücher. Foto: privat
Gingster Grundschüler erkunden mit ihrem Klassenlehrer Clemens Oppermann und Bibliotheksleiterin Maren Kerfack das Haus der vielen Bücher. Foto: privat

Der Start zur Büchersuche löste eine neugierige Erkundung der Schüler aus. Sie durchsuchten die Regale und stöberten in den verschiedenen Büchern. Dabei wurde ihnen schnell deutlich, wie vielfältig und interessant das Angebot gerade für ihre Altersgruppe ist.

Die in der Projektstunde ausgeliehenen Bücher spielen nun im Schulalltag eine wichtige Rolle. Im täglichen „Leseband“ nutzen die Kinder ihre Entdeckungen, um ihre eigene Lesekompetenz zu verbessern. Ein weiterer Vorteil des Projekts ist, dass sie mit ihrer Anmeldung die Möglichkeit haben, auch in ihrer Freizeit, an jedem Donnerstag zwischen 11 und 17 Uhr, Bücher und andere Medien auszuleihen. So wird die Freude am Lesen nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause gefördert.

Der Zugang wurde vor einem Jahr durch die Gemeinde erleichtert, denn seitdem sind alle Angebote der Bibliothek wieder vollständig kostenlos und beitragsfrei für alle angemeldeten Leseratten von Jung bis Alt.

„Die Kooperation zwischen Schule und Ortsbibliothek ist ein wichtiger Baustein der Leseförderung“, findet Schulleiter André Farin, der das Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Lesen sei eine der Schlüsselkompetenzen in der analogen und digitalen Welt.

Schwesig: Die wirtschaftlichen Chancen von KI nutzen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat  dafür geworben, die sich aus der Nutzung von künstlicher Intelligenz ergebenden wirtschaftlichen Chancen zu nutzen, gleichzeitig aber auch die Risiken für die Arbeitswelt zu beachten.

„Mit künstlicher Intelligenz sind Ängste vor dem massiven Verlust von Routinearbeitsplätzen in der Buchhaltung, im Kundenservice, durchaus auch bei Ingenieuren und Programmierern verbunden. Auf der anderen Seite muss KI programmiert, überwacht, gewartet und weiterentwickelt werden. Dafür braucht es Fachkräfte. Außerdem kann der strategische Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unternehmen durchaus ein Mittel gegen den Fachkräftemangel sein“, erklärte Schwesig auf dem Jahresempfang der IHK zu Schwerin, der sich in diesem Jahr mit den Chancen Künstlicher Intelligenz befasst.

Die Landesregierung unterstütze die Wirtschaft bei der Erschließung neuer Potenziale. „Nach dem Ideenaufruf „Künstliche Intelligenz“ im vergangenen Jahr haben wir 900.000 Euro für Projektideen in Unternehmen bewilligt. Wir haben das Zukunftszentrum MV und das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 mv-works; Beide stehen Unternehmen bei Modernisierungsprozessen zur Seite. Die Landesregierung unterstützt die Wissenschaft und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft durch das Zentrum für Künstliche Intelligenz und Data Science der Universität Rostock. Alles das wird mit Mitteln von Land, Bund und EU gefördert. Und wir erarbeiten weitere Fördermöglichkeiten für Anwendungen von Künstlicher Intelligenz, auch bei IT-Sicherheit und Cybersicherheit. Dafür haben wir noch einmal 1,5 Millionen Euro vorgesehen“, sagte Schwesig.

Es sei das gemeinsame Anliegen von Landesregierung und Wirtschaft, Mecklenburg-Vorpommern weiter wirtschaftlich voranzubringen und Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Die Landesregierung setze in der Wirtschaftspolitik vier Schwerpunkte. Das Land unterstütze die Ansiedlung und Erweiterung von Unternehmen. „Zwischen 2022 und 2024 haben wir insgesamt 185 Unternehmensansiedlungen oder Erweiterungen gefördert. Dadurch konnten etwa 5700 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen werden“, erläuterte Schwesig. Gerade der Industriestandort Schwerin entwickele sich gut. „Hier im Industriepark Schwerin hat sich Junge Fahrzeugbau angesiedelt. Ypsomed erweitert seine Produktion.“

Der zweite Schwerpunkt sei die gezielte Förderung von Wachstumsbranchen. „Der Tourismus hat 2024 sein zweitbestes Saisonergebnis erzielt und läuft 2025 auf ein noch besseres Ergebnis zu. Die maritime Wirtschaft hat auch dank der Unterstützung des Bundes neue Zukunftsperspektiven“. Auch die Gesundheitswirtschaft und die Land- und Ernährungswirtschaft befänden sich auf einem guten Weg. Handwerk und Mittelstand bildeten das wirtschaftliche Rückgrat des Landes.

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Bürokratieabbau. „Ein Beispiel, wo wir vorangekommen sind, ist die Erhöhung der Wertgrenzen bei öffentlichen Ausschreibungen. Bauleistungen zum Beispiel können bis 200.000 Euro freihändig und bis eine Million Euro nach beschränkter Ausschreibung vergeben werden. Das bedeutet: Aufträge werden schneller vergeben. Kleine und mittlere Unternehmen haben bessere Chancen auf öffentliche Aufträge. Kommunen können schneller und unbürokratischer handeln“, sagte die Ministerpräsidentin.

Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung sei auch der Ausbau der Infrastruktur. Mit dem Doppelhaushalt 2026/27 investiere das Land 1,7 Milliarden Euro bzw. 1,6 Milliarden Euro. „Dazu kommen die Investitionen aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes. Davon profitieren die Unternehmen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ganz konkret. Wir halten die Investitionsquote weiter hoch. Das ist wichtig vor allem für die Bauwirtschaft und das Handwerk.“

Girls’Day und Boys’Day 2026 M-V: „Dein Tag, dein Weg!“

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „KickOff ist am Sonnabend in Schwerin.“

Schwerin – In diesem Jahr stehen die Zukunftstage für Mädchen und Jungen unter dem Motto „Dein Tag, dein Weg!“. Unterstützt werden sie durch das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz. Zusammen mit den Sozialpartnern, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Nord, werden Unternehmen, Einrichtungen, Schulen und Eltern aufgerufen, sich am Aktionstag zur klischeefreien Beruflichen Orientierung und Nachwuchsgewinnung am 23. April 2026 aktiv zu beteiligen.

Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt: „Der Girls’Day und der Boys’Day sind ein gesellschaftliches Angebot, das weiterhin beliebt ist und immer wichtiger wird. Ziel der Aktionstage ist auch das Ziel unseres gerade beschlossenen Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms: Gleichstellung von Frauen und Männern. Daher sind die Zukunftstage wichtiger Bestandteil des Programms. Wir arbeiten daran, die Ungleichheiten zu beenden. Gleichstellung ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Basis für Veränderungen ist die eigene Entwicklung und Entfaltungsmöglichkeit.

Wer von Anfang an die Chance hat, das zu tun, was sie oder er möchte, kann sich auch selbstbewusst im Leben behaupten. Ein Schlüssel ist aus unserer Sicht die klischeefreie und gendersensible Berufsorientierung, also die Berufswahl anhand der eigenen Stärken, Interessen, Talente und Wünsche. Der Girls’Day und der Boys’Day sind dabei erfolgreich. Mädchen lernen an diesem Tag Berufe kennen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Jungen probieren Berufe aus, in denen der Männeranteil unter 40 Prozent liegt. Wir wollen in Zeiten des Fachkräftemangels den Pool an Bewerberinnen und Bewerbern geschlechteroffen und klischeefrei gestalten. Wir müssen heute alles daransetzen, dass wir morgen immer mehr Vorbilder für eine Berufswahl abseits von Geschlechterstereotypen bekommen“, betont die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt zur Landespressekonferenz.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Technik ist auch Mädchensache, dennoch fehlen Frauen und ihre Sichtweisen oft in den Berufen, die unsere Zukunft bestimmen. Echter Wandel gelingt nur, wenn wir starre Rollenbilder endlich überwinden und bereits Mädchen erleben, wie viel Gestaltungskraft in technischen Berufen steckt. Damit aus Interesse Karrieren werden, braucht es aber auch eine offene Unternehmenskultur, faire Arbeitsbedingungen und eine echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nur wenn das Umfeld stimmt, können Frauen ihre Fähigkeiten voll einbringen und die digitale Transformation entscheidend vorantreiben.“

Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung & Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Die Konjunktur in Mecklenburg-Vorpommern steht weniger stark unter Druck als in anderen Regionen der Bundesrepublik. Das ist ein wichtiges Signal für junge Menschen. Gleichzeitig bleibt der Handlungsdruck für Unternehmen hoch. Konzepte der Fachkräftesicherung müssen inhaltlich weiterentwickeln und so gestaltet werden, dass sich junge Menschen unabhängig vom Geschlecht angesprochen fühlen. Mit dem Girls’Day begeistern wir Mädchen frühzeitig für technische und handwerkliche Berufe und erschließen zusätzliche Potenziale für Unternehmen.“

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten zum ->Girls‘Day und auch zum ->Boys‘Day per Klick. Hier werden praktische Erfahrungen in Berufen und Studieneinrichtungen vermittelt, in denen bisher nur wenige Frauen bzw. Männer arbeiten. Frei von Geschlechterklischees entdecken Mädchen ihre Talente und Stärken für die MINT-Berufe (Berufe im Bereich Mathematik, Informationstechnologie, Naturwissenschaften und Technik) und Jungen für die sozialen und Gesundheits- sowie Dienstleistungsberufe.  In M-V werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das ->Projekt „ZU!MV – Landeskoordinierung Girls’Day/Boys’Day in Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus-Programms des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

Kriminalität sinkt, Aufklärungsquote bleibt auf hohem Niveau

Schwerin – Innenminister Christian Pegel hat heute auf der Landespressekonferenz die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Berichtsjahr 2025 vorgestellt. Die Bilanz zeigt: Mecklenburg-Vorpommern wird sicherer, doch es gibt noch Herausforderungen in einzelnen Deliktsbereichen.

Gesamtbild: Weniger Straftaten, hohe Aufklärungsquote

Im Jahr 2025 wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 103.901 Straftaten registriert, was einem Rückgang von 4.643 Fällen gegenüber dem Vorjahr (2024) entspricht. Die Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, sank um 4,0 Prozent.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich Mecklenburg-Vor-pommern mit einer Aufklärungsquote von 63,3 Prozent das zweite Jahr in Folge über der 62-Prozent-Marke und damit konstant über dem Bundesdurchschnitt bewegt.

„Diese Zahlen sind kein Selbstläufer. Hinter jeder aufgeklärten Tat steckt konsequente Polizeiarbeit mit Ermittlungen, die oft wochenlang laufen und Spur für Spur zusammengesetzt werden müssen. Dass wir heute eine Aufklärungsquote auf diesem Niveau vorstellen können, verdient ausdrückliche Anerkennung und großen Dank an unsere Landespolizei“, lobt Innenminister Pegel.

Straftaten gegen das Leben

Im Jahr 2025 wurden 45 Straftaten gegen das Leben registriert – 2 Fälle weniger als im Vorjahr und damit weiterhin im Rahmen des mehrjährigen Mittels.

Die Zahl der Totschlagsdelikte blieb mit 24 Fällen (darunter 17 Versuche) gleich gegenüber dem Vorjahr. Die Morddelikte gingen um 3 Fälle zurück. Von insgesamt 7 Fällen waren 5 Versuche.

Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag bei 84,4 Pro-zent. Bei den Morddelikten konnte die Polizei erneut eine Aufklärungsquote von 100 Prozent erreichen.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Im Jahr 2025 wurden 2.573 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung registriert, was einem Anstieg von 28,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 2.007 Fälle) entspricht. Dieser Bereich macht 2,5 Prozent der Gesamtkriminalität aus. Die Aufklärungsquote liegt mit 90,2 Prozent auf einem sehr hohen Niveau.

Besonders deutlich stiegen die Zahlen beim sexuellen Miss-brauch von Kindern (+13,2 Prozent) und in der Deliktsgruppe Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Inhalte (+60,2 Prozent). Dieser Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Insbesondere ist die Zahl der Hinweise, die durch internationale Meldeplattformen wie das NCMEC und den DSA eingehen, deutlich gestiegen. Diese Hinweise verpflichten Polizei und Staatsanwaltschaft direkt zur Einleitung von Ermittlungen. Darüber hinaus begünstigt die wachsende Verfügbarkeit internetfähiger Endgeräte die Verbreitung strafbarer Inhalte, oft ohne, dass sich die Beteiligten des strafrechtlichen Hintergrunds bewusst sind.

Dazu Innenminister Christian Pegel: „Das steigende Hinweisaufkommen über Meldeplattformen ist kein Zufall. Es ist vielmehr das Ergebnis einer internationalen Vernetzung und konsequenterer Meldeprozesse. Das ist gut so. Denn jeder Hinweis ist eine Chance, Kinder zu schützen. Gleichzeitig müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass viele Kinder und Jugendliche strafbare Inhalte verbreiten, ohne zu wissen, dass sie sich damit strafbar machen. Das ist auch ein Aufklärungsproblem und das lösen wir nicht nur allein mit Ermittlungen.”

Von den 792 ermittelten Tatverdächtigen im Zusammen-hang mit Kinderpornographie sind 402 unter 18 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 50,8 Prozent. Mehr als jeder zweite Tatverdächtige ist damit minderjährig.

Innenminister Pegel weiter: „Dass mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen bei kinderpornografischen Inhalten minder-jährig ist, zeigt, dass wir keine Debatte darüber brauchen, ob Prävention wichtig ist. Wir brauchen mehr davon. Das LKA hat mit seinem Online-Elternabend ‘Digitale Welt – echtes Risiko’ einen wichtigen Schritt gemacht. Eltern müssen wissen, was auf den Geräten ihrer Kinder passiert. Das ist keine Frage der Kontrolle, sondern des Schutzes.”

Erneut Rückgang der Diebstahlsdelikte

Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte sank im Jahr 2025 auf 27.535 Fälle.

Den stärksten Rückgang verzeichnet der Ladendiebstahl ohne erschwerende Umstände mit – 9,1 Prozent. Auch der Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen ging spürbar zurück: −14,5 Prozent auf 1.039 Fälle.

Die Zahl der erfassten Wohnungseinbruchdiebstähle bleibt mit 933 Fällen auf dem Niveau des Vorjahres. Dieser Be-reich bleibt dennoch im Fokus der Polizei. Die Präventions-berater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen sind landesweit unterwegs und stehen Bürgerinnen und Bürgern je-derzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Wohnungseinbruch trifft Menschen nicht nur materiell. Er erschüttert vor allem das Sicherheitsgefühl im eigenen Zu-hause. Deshalb werden wir unsere Präventionsarbeit weiter ausbauen und die Bürgerinnen und Bürger aktiv dabei unterstützen, sich zu schützen. Unsere Beratungsangebote sind kostenlos, flächendeckend und niedrigschwellig. Ich lade Sie ausdrücklich ein, sie zu nutzen.“, so der Innenminister.

Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Trotz des positiven Gesamttrends stiegen Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit von 20.033 auf 20.358 Fälle. So nahmen Bedrohungsdelikte: +8,6 Prozent (+445 Fälle) zu, während Körperverletzungsdelikte mit 12.172 Fällen auf dem Vorjahresniveau blieben. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich blieb mit 90,2 Prozent stabil. „Leider setzt sich der Trend fort, dass sich nach der Corona-Pandemie die Rohheitsdelikte auf hohem Niveau fortsetzen. Der Ton und leider auch die Form der Auseinandersetzungen sind sehr rabiat geworden und auch 2025 geblieben“, so Pegel.

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Im Jahr 2025 wurden 540 Fälle von Widerstand gegen sowie 519 Fälle von tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichgestellte Personen erfasst. Beide Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. 96,4 Prozent aller Opfer von Widerstand und tätlichem Angriff waren Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte.

Minister Pegel dazu: „96,4 Prozent aller Opfer von Wider-stand und tätlichem Angriff sind Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte. Das ist kein statistisches Rauschen, das sind Menschen, die täglich für unsere Sicherheit im Einsatz sind und dabei selbst Schutz verdienen. Diesen Trend werden wir nicht kommentarlos hinnehmen, denn ein funktionierender Rechtsstaat schützt seine Einsatzkräfte.”

Häusliche Gewalt

Im Jahr 2025 wurden 5.204 Fälle häuslicher Gewalt erfasst (2024: 5.005 Fälle). Darunter waren 3.378 Körperverletzungsdelikte, davon 596 gefährliche und schwere Körper-verletzungen sowie 9 Tötungsdelikte, 4 davon vollendet. Die Aufklärungsquote lag bei 99,7 Prozent.

„Die alarmierenden Zahlen im Bereich häuslicher Gewalt und das Allzeithoch dieses Deliktsbereichs seit 1990 erfordern entschlossenes Handeln. Im Rahmen der SOG-Novelle werden konkrete Befugniserweiterungen für wirksame Kon-takt- und Näherungsverbote gesetzlich geregelt. Diese greifen, bevor etwas Schlimmeres passiert. Unser Ziel ist es, die Betroffenen effektiv zu schützen und Wiederholungstaten konsequent zu verhindern“, erklärte der Minister und verdeutlichte: „Mit der Einführung der elektronischen Fußfessel für Intensivtäter häuslicher Gewalt sowie dem sogenannten Spanischen Modell wird zusätzlicher Schutz geschaffen. Wenn sich ein Täter trotz Verbot annähert, muss das Opfer sofort gewarnt werden können. So schaffen wir Sicherheit, bevor es zu neuen Übergriffen kommt.“

Messerangriffe

Seit 2020 werden Messerangriffe bundesweit gesondert er-fasst. Gezählt werden Taten, bei denen ein Messer direkt gegen eine Person eingesetzt oder damit gedroht wird.

Im Jahr 2025 wurden 476 Messerangriffe registriert. Ein Anstieg um 24 Fälle gegenüber dem Vorjahr, aber weiterhin im Bereich des seit 2021 festgestellten Mittels. Insgesamt wurden 476 Tatverdächtige ermittelt.

„Messerangriffe sind für die Opfer traumatische Ereignisse und für die Polizistinnen und Polizisten extrem gefährliche Einsatzlagen. Genau deshalb haben wir 2025 mit einer neuen Landesverordnung die rechtliche Grundlage geschaffen, um mittels verdachtsunabhängiger Kontrollen die Ver-bote in Waffen- und Messerverbotszonen konsequent durch-zusetzen. Wir setzen weiter auf sichtbare Präsenz und gezielte Kontrollen, denn klar ist auch, Prävention und Strafverfolgung müssen Hand in Hand gehen.”

Den vollständigen Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 sowie weiterführende Daten finden Sie auf der Website des Innenministeriums Mecklenburg-Vorpommern.

Schwesig: Wir brauchen jetzt eine Senkung der Benzinpreise

Schwerin – Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat in der heutigen Kabinettssitzung zwei Initiativen zur Senkung der Benzinpreise beschlossen. Sie wird das Thema am Donnerstag in die Konferenz der ostdeutschen Regierungschefinnen und Regierungschefs einbringen, an der auch Bundeskanzler Merz und Bundeswirtschaftsministerin Reiche teilnehmen. Außerdem wird Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Bremen einen Antrag in den Bundesrat einbringen, in dem Maßnahmen zur Senkung der Benzinpreise gefordert werden.

„Die Position der Landesregierung ist klar. Wir brauchen jetzt eine Senkung der Benzinpreise. Der Vorschlag aus Mecklenburg-Vorpommern sieht drei Punkte vor. Die Steuern auf Benzin müssen gesenkt werden, um die Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft jetzt zu entlasten. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, damit die Übergewinne der Mineralölkonzerne abgeschöpft werden können. Und wir brauchen eine Verschärfung des Kartellrechts, die über die bisherigen Vorschläge hinausgehen. Es muss möglich sein, solche spekulativen Benzinpreiserhöhungen von vorn herein zu untersagen. Sonst nehmen die Konzerne die Steuersenkungen einfach mit“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

Eine Entlastung sei für die Pendlerinnen und Pendler und die Wirtschaft wichtig. „Die hohen Benzinpreise treffen die Pendlerinnen und Pendler genauso wie den Handwerksbetrieb und den Pflegedienst. Der Staat muss jetzt gegensteuern und für konkrete Entlastungen sorgen“, so Schwesig.

LED-Straßenbeleuchtung leistet wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Lübz – Ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und damit zur Klimaneutralität wird heute in Lübz geleistet. Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus überreicht einen Zuwendungsbescheid für die Umrüstung der Straßen- und Gehwegsbeleuchtung auf energieeffiziente, intelligente und steuerbare LED-Beleuchtung. Mit der EFRE-Förderung in Höhe von 413.000 Euro werden Gesamtausgaben in Höhe von 1,18 Millionen Euro ermöglicht.

„Die Investition macht die Stadt Lübz zu einem relevanten Akteur in MV hinsichtlich der Energieeffizienzsteigerung. Mit der Umrüstung auf LED-Beleuchtung geht eine voraussichtliche Einsparung von 94,5 Tonnen CO2 pro Jahr einher. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von etwa 30 Gas-beheizten Einfamilienhäusern je Jahr. Die Stromeinsparung beträgt etwa 143.500 kWh/ Jahr. Das entspricht etwa dem Verbrauch eines E-Autos bei einer Fahrleistung von 800.000 Kilometern. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cents je Kilowattstunde werden ca. 43.000 Euro gespart. Außerdem sinken aufgrund geringerer Wartungskosten auch die Betriebskosten“, sagt Backhaus.

Im Stadtgebiet gibt es 617 Lichtpunkte, davon 525 Lichtmasten, Bodeneinbauleuchten und Poller-Leuchten. Soweit notwendig werden alle Masten ersetzt und 42 weitere installiert. Darüber hinaus werden in die Jahre gekommene Kabel, insgesamt knapp 7.000 Meter Gesamtlänge, erneuert.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Würdigung für stille Heldinnen und Helden

Jetzt noch schnell Vorschläge für Pflegemedaille des Landes einreichen

Schwerin – Das Sozialministerium verleiht in diesem Jahr erstmals die Pflegemedaille des Landes an private Pflegepersonen, die sich mit großem Engagement um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern. „Wir möchten damit diese oft stillen Heldinnern und Helden würdigen, die ihre Angehörigen liebevoll im häuslichen Umfeld pflegen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese am Dienstag in Schwerin. Noch bis zum Freitag dieser Woche (27. März) können Vorschläge eingereicht werden.

Drese hob hervor, dass pflegende Angehörige eine tragende Säule für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen sind. Rund 86 Prozent der 140.000 Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben, werden in Mecklenburg-Vorpommern im familiären Umfeld zu Hause gepflegt – mit oder ohne Unterstützung durch professionelle Pflegedienste.

„Pflegende Angehörige sind damit unersetzbar, erfahren aber in der Öffentlichkeit nicht die Wertschätzung, die sie verdienen“, verdeutlichte Drese. „Mit der Pflegemedaille des Landes für besondere Verdienste in der häuslichen Pflege sowie bei der Unterstützung pflege- oder unterstützungsbedürftiger Personen wollen wir die Care-Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird, sichtbar machen“, so die Ministerin.

Vorschläge können per Brief oder E-Mail bis zum 27. März an das Sozialministerium gerichtet werden können. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich.

Die Verleihung der Landes-Pflegemedaille findet am 12. Mai 2026 anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden im Goldenen Saal des Justizministeriums in der Landeshauptstadt Schwerin statt.

Voraussetzungen zur Einreichung von Vorschlägen für die Pflegemedaille des Landes:

  • Pflege oder Unterstützung von pflege- oder unterstützungsbedürftigen Menschen durch eine private Pflegeperson
  • die Pflege- und Unterstützungstätigkeit
  • darf nicht nur vorübergehend sein
  • soll vorrangig im häuslichen Umfeld der privaten Pflegeperson erfolgen
  • darf nicht hauptberuflich erbracht werden
  • muss unentgeltlich sein
  • soll zum Zeitpunkt des Vorschlags nicht länger als ein Jahr zurückliegen
  • die Inanspruchnahme von Hilfen durch Dritte bei einzelnen Verrichtungen, Leistungen aus der Pflegeversicherung oder die Erstattung von Auslagen der privaten Pflegeperson schließen eine Ehrung nicht aus
  • die private Pflegeperson und die pflege- oder unterstützungsbedürftige Person müssen ihren ständigen Wohnsitz in MV haben

Vorschläge können formlos eingereicht werden von 

  • jeder natürlichen (privaten) Person,
  • Kirchen und Religionsgemeinschaften,
  • den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege,
  • den Verbänden der gewerblichen Wohlfahrtspflege,
  • dem Landesseniorenbeirat,
  • dem Inklusionsförderrat,
  • Selbsthilfegruppen,
  • den Landesverbänden der Pflegekassen und Ersatzkassen,
  • den Gemeinden, Landkreisen und kreisfreien Städten

Den Vorschlag bitte senden an das

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Abteilung 3, Referat IX 330,

Werderstraße 124,

19055 Schwerin

oder per E-Mail an pflegemedaille@sm.mv-regierung.de

Der Vorschlag muss folgende Angaben zur privaten Pflegeperson enthalten:

  • Vor- und Familienname, Postanschrift, Geburtsdatum sowie
  • eine Begründung des Vorschlags mit evtl. weiteren Angaben zur privaten Pflegeperson und einer Beschreibung der Tätigkeiten zur Pflege oder/und zur Unterstützung der pflege- oder unterstützungsbedürftigen Person

EnergieTag MV 2026 – Ganz klar. Erneuerbar.

Schwerin – Unter dem Motto „Ganz klar. Erneuerbar.“ sind Unternehmen und Initiativen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserstoff und Elektromobilität eingeladen, sich am 25. April neugierigen Besuchern vorzustellen. Das Wirtschaftsministerium koordiniert die Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer und unterstützt sie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Der EnergieTag MV ist ein wichtiger Beitrag, um für regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien zu werben. Mit einem ganzen Tag voller lehrreicher, spannender und unterhaltsamer Aktionen wird das komplexe Thema Energiewende an konkreten Beispielen fass- und erlebbar.

Sie möchten sich gern mit einer Aktion am

EnergieTag MV 2026 beteiligen? Dann melden Sie sich gern bei uns unter

energietag-mv@wm.mv-regierung.de .

Wir freuen uns auf Ihre Ideen!

Informationen zu allen Aktionen erhalten Sie im Internet unter www.energietag-mv.de sowie auf Facebook (@wirtschaftsministeriummecklenburgvorpommern) und Instagram (@wirtschaftsministeriummv)