Menü Schließen

Monat: März 2026

Übernachtungspauschale für gemeinnützige Familienerholung

Zuschüsse für gemeinsame Familienauszeit auch in diesem Jahr noch verfügbar

Schwerin – Die Landesregierung verbessert die Rahmenbedingungen für Maßnahmen im Programm Familienerholung. Darauf wies Sozialministerin Stefanie Drese am (heutigen) Donnerstag in Schwerin hin. Im Zuge einer entsprechenden Richtlinienänderung des Sozialministeriums wird die Übernachtungspauschale für Familienbildungsmaßnahmen von 30 Euro auf 35 Euro pro Person und Übernachtung angehoben.

„Wir wollen es damit finanziell schwächer gestellten Familien mit Kindern, Alleinerziehenden sowie Familien mit behinderten oder pflegebedürftigen Angehörigen ermöglichen, gemeinsam einen Urlaub in gemeinnützigen Familienferienstätten erleben zu können“, betonte Drese.

Die Erholungsangebote enthalten Übernachtung mit Vollverpflegung sowie Programme für die gemeinsame Freizeitgestaltung für und mit teilnehmenden Familien. „Mit der Landesförderung soll die Durchführung von Familienbildungsangeboten langfristig gesichert und die steigenden Kosten besser abgebildet werden“, so Drese.

Verbunden mit dem erhöhten Fördersatz ist eine Anpassung der Aufenthaltsdauer auf nunmehr fünf bis sieben Tage. „Das entspricht eher der Realität der Familien, die das Angebot in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen haben“, weiß die Ministerin. Offensichtlich mit Erfolg: so wurden in diesem Jahr mit den neuen Fördermodalitäten bereits fast doppelt so viele Mittel abgerufen, wie noch zur gleichen Zeit im Vorjahr.

„Trotzdem stehen noch Mittel zur Verfügung, die zum Beispiel für die Gestaltung der Sommer- oder Herbstferienzeit genutzt werden können“, hob Drese hervor. Gerade für besonders belastete Familien ist es enorm wichtig, auch mal Abstand zum Alltag zu gewinnen, gemeinsam neue Kraft zu tanken und den Kindern eine Ferienzeit außerhalb des eigenen Wohnortes zu ermöglichen. Das ist der Ansatz unseres Programms für Familienerholungsmaßnahmen“, so die Ministerin.

Während ihres Aufenthalts erhalten sie auch entsprechende Unterstützung und bei Bedarf eine Vermittlung an weiterführende externe Angebote. Familien sollen Zeit miteinander verbringen und sich mit anderen Familien bewusst begegnen können. Eine qualifizierte Kinder- und Jugendbetreuung soll Eltern entlasten.

Möglich ist die Inanspruchnahme einer geförderten Familienerholung immer dann, wenn mindestens eines der teilnehmenden Familienmitglieder Grundsicherung/ Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld, den Kinderzuschlag und/oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezieht. Zudem muss mindestens ein mitreisendes und dem Haushalt angehörendes Kind jünger als 18 Jahre sein. Familien müssen darüber hinaus ihren gewöhnlichen Aufenthaltsort in Mecklenburg-Vorpommern haben und sich bei einem Träger von Erholungsmaßnahmen anmelden.

Informationen erhalten die Familien direkt bei den Trägern der freien Jugendhilfe, die Familienerholung anbieten, bei Familienferienstätten in M-V, Jugendherbergen in M-V, den Landesverbänden AWO, DRK, Paritätischer, Caritas und Diakonie oder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS). Das LAGuS ist für das Antragsverfahren zuständig.

Saison der Nationalen Naturlandschaften MV eröffnet

Born – Anlässlich der Saisoneröffnung der Nationalen Naturlandschaften besucht Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt- und Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus das Nationalparkamt Vorpommern in Born auf dem Darß. Im Zuge des Besuches wird auch das neue Verwaltungsgebäude des Nationalparkamtes eingeweiht:

„Neben wichtigen Projekten in der Natur ist es für die Verwaltung sicher ein Meilenstein, dass das Nationalparkamt Vorpommern den aufwendig sanierten Amtssitz wieder beziehen konnte“, erklärt der Minister und ergänzt: „Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat hier fast 5,4 Mio. Euro investiert und damit auch ein klares Bekenntnis zu diesem Standort abgegeben. Und es freut mich zu hören, dass die Leistungen fast vollständig von Betrieben aus unserem Land erbracht wurden, das Land ist ein wichtiger und zuverlässiger Auftraggeber. Damit haben wir jetzt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragende Arbeitsbedingungen geschaffen! Mit der Einrichtung von zwei Praktikantenquartieren, haben wir jetzt auch auf dem Darß die Möglichkeiten für junge Menschen verbessert, hier im Nationalparkamt zu lernen“, so Backhaus. Anschließend ging der Minister auf das Jahresthema „NaturBelebt“ ein, das die Nationalen Naturlandschaften des Landes verbindet. Die Schutzgebiete Mecklenburg-Vorpommerns seien die Hotspots der Wiederherstellungsanstrengungen des Landes, so Backhaus:

„Die 13 Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommerns umfassen insgesamt fast 18 Prozent der Landesfläche von Mecklenburg-Vorpommern. Seit den 1990er Jahren arbeiten drei Nationalparke, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparke, in unserem Bundesland zusammen daran, Natur und Klima zu schützen, zu bewahren und erlebbar zu machen. Nicht zu vergessen auch das erste nationale Naturmonument in Deutschland – die Ivenacker Eichen. Sie stehen nicht nur für belebende Naturerlebnisse, sondern auch für vielfältige Aktivitäten, die der Natur ihren ursprünglichen Raum zurückgegeben haben.

Viel Natur wurde hier bereits „wieder belebt“, vielfältige Schutz- und Wiederherstellungsprojekte realisiert: Die Bandbreite reicht vom Abschluss der Waldbehandlung über den Rückbau von Gebäuden bis zur Wiederherstellung natürlicher Wasserhaushalte in Mooren, Seen und Fließgewässern. Auf einer Gesamtfläche von etwa 21.000 Hektar wurden Moorschutz­projekte umgesetzt und somit wirkungsvoller Klima- und Artenschutz betrieben. Mehr als die Hälfte der in MV wiedervernässten Moorflächen liegt in den Nationalen Naturlandschaften.

Im Nationalpark Müritz belaufen sich die renaturierten Moorflächen auf mehr als 2.400 Hektar. Darüber hinaus wurden an 32 Seen mit einer Fläche von über 1.400 Hektar Maßnahmen zur Wiederherstellung eines natürlichen Wasserhaushalts realisiert. Im Biosphärenreservat Schaalsee wurden in den vergangenen 25 Jahren etwa 1.500 Hektar Moorfläche renaturiert. Im Nationalpark Jasmund sind bereits 43 Moore vitalisiert worden. Weitere Großflächige Beispiele sind das Peenetal mit einer renaturierten Fläche von etwa 10.000 Hektar, der Osterwald auf dem Zingst, das Roggendorfer Moor im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee sowie die Ostrügensche Boddenlandschaft.

Für solche Projekte braucht es einen langen Atem, Fachwissen, Ortskenntnis, Kontakte und Partnerschaften. Besucher, Einheimische und lokale Akteure sollen die Erfolge, aber auch Herausforderungen bei der Wiederherstellung von Naturflächen miterleben und für kommende sensibilisiert werden. Ohne engagierten Einsatz Freiwilliger und die Mitwirkung von ehrenamtlich Tätigen geht es nicht. Sie verdienen unsere größte Anerkennung.

Im Nationalpark Vorpommersch Boddenlandschaft steht der Abschluss des größten Renaturierungsvorhabens an, dieses fügt sich somit hervorragend in das Jahresthema.

Im Sommer werden die letzten Deichabschnitte geöffnet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie im größten Teil der Sundischen Wiese, im Nordteil und im Südteil, natürliche Wasser- und Überflutungsverhältnisse die Landschaft verwandeln. Aus der gepolderten Wiesenlandschaft entsteht ein großes Mosaik aus kleinen Gewässern, Röhrichten, aus künftigen Mooren, Moorwäldern und Weiden.

Auch hier erwarten wir nach Abschluss der Arbeiten eine schnelle Rückkehr der Natur. Der renaturierte Ottosee am Darßer Ort zeigt eindrücklich, wie schnell hier Entwicklungen nach Rückbau des alten Nothafens zu einem Strandsee voranschreiten und wie begeistert Naturfreunde Landschaft und Vogelwelt wahrnehmen. Natur, die belebt. Die Beobachtungsplattform am Ottosee wurde erneuert – sie wird nicht erweitert, um auch hier die Eingriffe in die Natur mit Maß umzusetzen. Es gibt durchaus Tageszeiten, da hat man die Plattform für sich allein.

Möglich wurde diese Entwicklung in der Kernzone des Nationalparks, weil der Inselhafen Prerow, mit der Seebrücke gebaut wurde und seinerseits neben all seinen ureigenen Funktionen zur Sicherheit auf See zu einem touristischen Highlight des Landes wurde. So wird der Naturschutzgedanke gepaart mit der Sicherheitsarchitektur des Landes und der touristischen Wertschöpfung.

Der Hafen und die Seebrücke haben die Bewährungsprobe bestanden. Der Winter wurde zu einer ganz besonderen Testphase. Der Seenotrettungskreuzer musste für 3 Wochen dem Eis ausweichen, dafür kamen unerwartet viele Besucher. Die 721 Meter lange Seebrücke bot dazu eine einmalige Gelegenheit. An keiner anderen Stelle boten sich vergleichbare Eindrücke. Die winterliche Eispracht auf der Ostsee lockte Besucher von nah und fern. An Spitzentagen, wie den Sonntagen am 8. und 15. Februar, wurden jeweils mehr als 3.500 Besucher gezählt, mehr als an gut besuchten Hochsommertagen. Damit wurden die Seebrücke und der Inselhafen Prerow auch im Winter zu einem neuen Besucher-Hotspot in M-V.

Seit der Eröffnung bis zum Ende 2025 kamen mehr als 600.000 Gäste auf die Seebrücke. Sonntag, der 02.11.2024 war dabei mit über 4.200 Besuchern der am stärksten frequentierte Tag. Durchschnittlich besuchten sie an Wochentagen ca. 1.400 und an den Wochenenden über 2.000 Menschen täglich.

Allein im ersten Jahr haben 2.200 schutzsuchende Boote den Inselhafen genutzt und die DGzRS hat zehn Havaristen in den Inselhafen gebracht. Als für die Fischerei zuständiger Minister freue ich mich sehr, dass der örtlich wirtschaftende Fischereibetreib mit der Hafenanlage ebenso zufrieden ist wie die Nutzer von DLRG und Feuerwehr.

Mit dem Inselhafen und der Seebrücke hat die Landesregierung somit wie geplant mehrere wichtige Aufgaben erfüllt: Außerhalb der Kernzone des Nationalparks wurde am Idealstandort – d.h. ca. in der Mitte zwischen Warnemünde und Barhöft ein sicherer Standort für den Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ der DGzRS geschaffen. Damit ist das stark befahrene Seegebiet der Kadetrinne sicherer geworden. Mit der Schutz- und Etappenfunktion des Inselhafens sind die Bedingungen für Wassersportler im Seegebiet erheblich verbessert worden. Auch die Meerwasserentsalzungsanlage zur Trinkwassergewinnung, die Abwasserbeseitigungsanlage und die Trafostation haben ihren Dienst getan. Insgesamt wurden im ersten Jahr 1.000 m³ Trinkwasser aus der Ostsee gewonnen.

Aber wir wollen nicht stehenbleiben, denn das Landesvorhaben hat noch weiteres Potential, das wir gern in Abstimmung mit der Gemeinde Ostseebad Prerow verwirklichen wollen. Dazu gehört eine Verbesserung der Regelungen zur Kurtaxe für die Hafennutzer, ein zwischen den Beteiligten abgestimmtes Konzept für Sonderveranstaltungen und besonders die Inbetriebnahme des Fahrgastschiffanlegers“, so Backhaus.

Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Long Covid

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese sieht im Ausbau der Forschung zu den Krankheitsbildern sowie in der Weiterbildung und Vernetzung der Haus- und Fachärztinnen und -ärzte entscheidende Schritte zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten, die unter Long Covid, Post-Vac, Post Covid und ME/CFS leiden.

„Oberste Priorität muss die Erschließung wirksamer Behandlungs- und Therapiemethoden haben, um die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern“, betonte Drese auf dem 4. Long Covid-Fachtag, der am (heutigen) Mittwoch in Schwerin stattfand.

Drese verdeutlichte, dass in Mecklenburg-Vorpommern gute Voraussetzungen für Versorgung und Forschung bestehen, da das Land in der Pandemie frühzeitig beträchtliche Mittel für den Bereich Long Covid bereitgestellt habe. „Durch die zusätzlichen Mittel konnten unsere Universitätsmedizinen in Greifswald und Rostock die Spezialambulanzen ausbauen und Betroffenen helfen. Mit ihrer gebündelten Expertise im Bereich Long und Post Covid profitieren die UMG und die UMR von diversen Bundesförderprogrammen“, sagte Drese.

So stellt die Bundesregierung mit der „Nationalen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen“ in den kommenden Jahren insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden nach Angaben von Drese unter anderem Forschungsprojekte, klinische Studien und Fortbildungen. Zudem ist angedacht eine neue Patientendatenbasis zur Überprüfung neuer Therapieansätze zu schaffen.

Die Ministerin hob gleichzeitig die Bedeutung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte für eine optimale Versorgung von Long Covid Patienten hervor. „Insbesondere Hausärzte sind oft die ersten Anlaufpunkte von Betroffenen. Wir wollen deshalb im engen Austausch mit Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung umfangreicher für Long Covid-Erkrankungen schulen und die Netzwerkbildung fördern, um auch hier die Wahrnehmung und Akzeptanz für postakute Infektionssyndrome zu erhöhen und die Therapieansätze zu verbessern“, so Drese.

Die Ministerin danke den Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke sowie der Patientenorganisation „NichtGenesen“ für die Organisation des Fachtags: „Es ist wichtig, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Aufklärungsarbeit zu leisten. Es ist wichtig, die Betroffenen in den Fokus zu rücken, in den Austausch zu gehen und das vorhandene Wissen zu erweitern“, sagte Drese.

Innenminister verleiht Laage die Bezeichnung „Recknitzstadt“

Laage – Die Stadt Laage darf ab sofort offiziell die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung „Recknitzstadt“ führen. Innenminister Christian Pegel hat Bürgermeisterin Christin Zimmermann heute diese Bezeichnung offiziell überreicht.

„Mit dem Namen ‚Recknitzstadt‘ wird sichtbar, was Laage seit Jahrhunderten prägt: die enge Verbindung von Stadt, Geschichte, Natur und den Menschen vor Ort. Der Beiname würdigt nicht nur die geografische Bedeutung der Recknitz, sondern auch das starke Heimatgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Der neue Beiname wird das regionale Profil Laages stärken und die historische Bedeutung der Stadt über die Region hinaus sichtbar machen“, so Minister Christian Pegel.

Die Verleihung folgt einem Beschluss der Stadtvertretung sowie einem breiten Beteiligungsprozess: Im Sommer 2025 waren die Einwohnerinnen und Einwohner aufgerufen, Vorschläge für einen Beinamen einzureichen. Mit deutlicher Mehrheit entschieden sie sich für „Recknitzstadt“. Bereits heute tragen zahlreiche öffentliche Einrichtungen in Laage den Namen „Recknitz“ – ein Ausdruck der gelebten Identifikation mit Stadt und Landschaft.

„Laage zeigt eindrucksvoll, wie Geschichte, Gegenwart und Bürgerengagement zu einer starken kommunalen Identität zusammenwachsen“, so Pegel abschließend.

Die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung wird dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Rehna darf offiziell den Titel „Klosterstadt“ tragen

Rehna – Die Stadt Rehna darf ab sofort die Bezeichnung „Klosterstadt“ führen. Die Verleihung nahm Landesinnenminister Christian Pegel heute in der Stadt mit dem Bürgermeister Martin Reininghaus vor.

„Mit der Bezeichnung ‚Klosterstadt‘ wird die lange Geschichte des ehemaligen Frauenklosters als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum in Rehna und für die gesamte Region offiziell anerkannt, in besonderer Weise hervorgehoben und in die Gegenwart getragen. Das Kloster war und ist mehreren Jahrhunderten hinweg prägendes Zentrum des städtischen Lebens“, sagte Minister Christian Pegel bei der offiziellen Verleihung und weiter:

„Die kontinuierliche öffentliche Nutzung der Klosteranlage, ihr herausragender denkmalgeschichtlicher Wert und das große Engagement der Stadt für Kultur, Geschichte und Tourismus rechtfertigen diese Auszeichnung in besonderer Weise.“

Die Stadtvertretung hatte im Oktober 2025 einstimmig beschlossen, die Bezeichnung zu beantragen. Ziel ist es, die historische Identität Rehnas zu stärken, den Kulturtourismus weiterzuentwickeln und die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Stadtgeschichte zu fördern.

Das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern hat dem Antrag auf die kommunalverfassungsrechtliche Bezeichnung zugestimmt. Diese wird dem amtlichen Gemeindenamen vorangestellt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

 Künftig sollen auch neue Ortseingangsschilder mit der Aufschrift „Klosterstadt Rehna“ auf die besondere Bedeutung der Klosteranlage aufmerksam machen.

Tag der Schulleiterinnen und Schulleiter

Psychische Gesundheit der Schulleitungen im Fokus

Rostock – An der Rostocker Universität treffen sich heute 265 Schulleiterinnen und Schulleiter aus ganz Mecklenburg-Vorpommern sowohl in Präsenz als auch digital, um über psychische Gesundheit zu sprechen. Der inzwischen 18. Tag der Schulleiterinnen und Schulleiter steht in diesem Jahr unter dem Thema „Gesund Führen in einer Welt, die von Komplexität, Digitalität und Pluralität geprägt ist“.

„Der anspruchsvolle Arbeitsalltag von Schulleitungen kann sehr herausfordernd sein – Sie tragen Verantwortung für Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Kollegium. Darüber hinaus unterrichten sie, führen unzählige Gespräche, sind Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Kinder, Eltern und Schulträger. Sie sind unsere Schnittstelle zwischen Schulamt, Eltern- und Schülervertretungen.

Umso wichtiger ist es für Schulleitungen, ihre eigene physische und psychische Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Denn nur so können sie die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden positiv beeinflussen. Daher freue ich mich sehr, dass so viele Schulleitungen dieses Angebot der Fortbildung und des Austausches wahrnehmen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg zum Auftakt des Schulleitungstages in Rostock.

Impulse zu diesem Thema gibt unter anderem Prof. Dr. Jörg Felfe. Der Universitätsprofessor für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg spricht darüber, wie „Gesundes Führen“ Teil einer professionellen Führungskultur ist. Darüber hinaus hebt die Sopranistin Claudia Duschner die Bedeutung der Stimme hervor. Bei einem abschließenden Table Talk kommen Schulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums und der Schulaufsicht sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kultur miteinander ins Gespräch.

Ab 3. April 2026: Saisonverkehr der Südbahn startet

Parchim – Am 3. April 2026 startet der beliebte Saisonverkehr entlang der Südbahn. Einheimische und Urlaubsgäste können dann die landschaftlich reizvolle Mecklenburgische Seenplatte klimafreundlich mit Bus und Bahn entdecken. Zwischen Parchim, Lübz, Karow, Plau am See (RB19) sowie Waren (Müritz), Malchow und Plau am See (RB15) verkehren die Züge an Wochenenden und Feiertagen durch eine der schönsten Naturregionen Deutschlands.

Nachhaltige Mobilität für Einheimische und Gäste

„Mit den bewährten Saisonangeboten bieten wir Einheimischen und den Gästen der Region auch in diesem Jahr eine attraktive Alternative zum Auto. Wer Bus und Bahn nutzt, erlebt die Mecklenburgische Seenplatte aus einer neuen Perspektive –unsere Mobilitätsoffensive wirkt“, sagt Ines Jesse, Staatssekretärin im Verkehrsministerium.

Die Mecklenburgische Seenplatte begeistert mit unzähligen Seen, weiten Wäldern und idyllischen Kleinstädten. Besonders in den Sommermonaten ist die Verkehrslage vor Ort stark frequentiert. Um Natur und Lebensqualität auch in Zukunft zu bewahren, lohnt sich der Blick auf umweltfreundliche Alternativen. Ein Umstieg auf Bahn und Bus, schont nicht nur das Klima, sondern entlastet auch die Straßen.

Entspannt in die Saison mit RB15 und RB19

Vom 3. bis 6. April und vom 14. Mai bis 13. September 2026 starten die Saisonzüge auf den Linien RB15 und RB19 der ODEG freitags, samstags, sonntags und feiertags zwischen, der Inselstadt Malchow, Plau am See und Parchim. Während der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern wird das Angebot der RB15 montags bis freitags zusätzlich erweitert. Diese fährt in den Sommerferien somit unter der Woche von der Inselstadt Malchow über Malchow Krebssee bis Alt Schwerin und ab Freitagnachmittag weiter bis Plau am See. Die Züge bieten ideale Verbindungen für Familienausflüge und Tagesreisen, ganz ohne Auto und mit bester Anbindung an die schönsten Ziele der Mecklenburgischen Seenplatte.

„Die Südbahn zeigt, wie einfach nachhaltige Mobilität im Alltag und im Urlaub funktionieren kann. Mit den Saisonzügen auf den Linien RB15 und RB19 bringt die ODEG Einheimische wie Urlaubsgäste komfortabel und klimafreundlich zu den schönsten Zielen der Mecklenburgischen Seenplatte. Möglich wird dieses attraktive Angebot durch die enge und verlässliche Zusammenarbeit mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der VMV.“ Stefan Neubert, Geschäftsführer der
ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH.

Der aktuelle Fahrplan wurde in enger Abstimmung mit den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim, den Tourismusorganisationen sowie den Verkehrsunternehmen entwickelt.

Leichtes Reisen mit der Gästekarte

Auch in dieser Saison profitieren Urlaubsgäste zusätzlich: Inhaberinnen und Inhaber einer Gästekarte aus Waren (Müritz), Malchow, Alt Schwerin, Karow, Rechlin, Klink und Röbel (Müritz) können die RB15 zwischen Waren (Müritz) und Alt Schwerin kostenfrei nutzen. Der Fahrpreis ist über die Kurabgabe abgedeckt.

„Mit der Gästekarte Bus und Bahn zu fahren, bedeutet Mobilität ohne Ticketsorgen: Gästekarte einstecken, einsteigen und mitfahren“, sagt Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. „Jede Fahrt ist ein Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität in unserem Land.“

Buslinien 77 und 735 sowie ergänzen Bahnangebot

Für nahtlose Anschlüsse sorgt die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP): Die Buslinie 77 und der Rufbus MV ergänzen das Bahnangebot und schaffen stündliche Verbindungen zwischen Parchim und der Inselstadt Malchow, ideal für spontane Ausflüge, Wanderungen oder den täglichen Pendelverkehr. Die Regiobuslinie 735 der VLP verbindet auf der Nord-Süd Achse Meyenburg, Plau am See und Krakow am See ganzjährig zweistündlich miteinander. Die Linie bietet passende Anschlüsse in den jeweiligen Verknüpfungspunkten an die weiteren Angebote im Nahverkehr.

Stefan Lösel, Geschäftsführer Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP): „Als regionales Verkehrsunternehmen stehen wir natürlich bereit, wenn es darum geht, mit attraktiven Beförderungsangeboten den Tourismus voranzubringen. Gäste der Region profitieren nicht nur von regelmäßigen Anschlüssen, um sehenswerte Orte zu erreichen. Mit dem Deutschlandticket reisen sie besonders günstig. Unsere moderne Fahrzeugflotte befördert die Fahrgäste zudem nachhaltig und komfortabel.“

Zusätzliche Fahrten am Wochenende der RB 74

Die Hanseatische Eisenbahn GmbH (HANS) erweitert vom 14. Mai bis zum 13. September im Auftrag der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH und des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) das Angebot auf der RB74. An Samstagen und Sonntagen verkehren drei zusätzliche Fahrten von Pritzwalk über Meyenburg bis nach Plau am See. Diese Verlängerung schließt eine wichtige Lücke im Streckennetz der westlichen Seenplatte, stärkt die regionale Anbindung der Reisenden und bietet eine weitere Möglichkeit mit der Bahn aus dem Großraum Berlin die Region zu entdecken. Mit dem Angebot der Regiobuslinie 735 und der RB74 besteht ein teilweise stündliches Angebot auf der Relation Meyenburg – Plau am See.

„Mit der Verlängerung der RB74 bis nach Plau am See schaffen wir als Hanseatische Eisenbahn erneut einen echten Mehrwert für die Region. Der Saisonverkehr verbindet die westliche Mecklenburgische Seenplatte noch besser mit der Prignitz und auch mit dem Großraum Berlin und macht die Anreise zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Mecklenburg-Vorpommerns bequem mit der Bahn möglich. In Kombination mit dem Rundbus Plau am See können unsere Fahrgäste die Region vor Ort flexibel und umweltfreundlich weiter erkunden“, teilt René Haber-Henning, Geschäftsführer der HANS mit.

Entlang der Strecke: Natur, Kultur und Erholung

Die Südbahn verbindet einige der schönsten Orte der Mecklenburgischen Seenplatte:

  • Plau am See mit historischem Stadtkern, Schloss, Badestellen und Wanderwegen.
  • Die Inselstadt Malchow, eingebettet zwischen Malchower See und Fleesensee, mit dem Klostermuseum, der Drehbrücke und dem Hafenflair.
  • Waren (Müritz), das Tor zur Müritz, mit dem Müritzeum und dem Müritz-Nationalpark.
  • In Parchim und Lübz erwarten Besucher Backsteingotik etwa die St. Georgen-Kirche in Parchim oder das Mühlenmuseum in Lübz.

Weitere Informationen und die Fahrpläne der Verkehrsunternehmen erhalten Sie unter: https://südbahn-mv.de. Fahrplanauskünfte zum Saisonverkehr erhalten Sie in der Fahrplan-App „MV fährt gut“.

Bilanz des staatlichen Bauens 2022–2026: 73% Steigerung

2,7 Milliarden Euro für Infrastruktur, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit

Schwerin – Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue hat der Landesregierung in ihrer gestrigen Kabinettssitzung eine umfassende Bilanz des staatlichen Bauens in Mecklenburg-Vorpommern für die Jahre 2022 bis 2026 vorgestellt.

Zwischen 2022 und 2026 hat die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern (SBLV) landesweit mehr als 800 investive Bauvorhaben für Land und Bund mit einem Gesamtbaukostenvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro bearbeitet.

Wie stark gebaut wird, zeigt der Vergleich der tatsächlichen Ausgaben: In der 8. Legislaturperiode (2021–2026) sind die investiven Bauausgaben (Ist-Ausgaben) auf fast 1,5 Milliarden Euro gestiegen, nach 840 Millionen Euro in der 7. Legislaturperiode (2017–2021). Das macht ein Plus von rund 73 Prozent.  Damit zählt die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern zu den größten öffentlichen Auftraggebern im Land.

Minister Dr. Geue betonte: „Die staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung hat mit über 800 investiven Bauvorhaben in den letzten fünf Jahren Enormes geleistet. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern! Mit ihrer Arbeit prägt die Staatshochbauverwaltung ganz wesentlich das Bild unseres Landes. Ob Hochschulen, Polizei- und Justizbauten, Verwaltungsgebäude, Kulturbauten oder große Infrastrukturprojekte des Bundes: Ganz überwiegend mit Hilfe der Bauwirtschaft des Landes entstehen überall Gebäude, die hochwertig, nachhaltig und langfristig nutzbar sind. So entwickeln wir Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Standort weiter.“

Die Investitionen in den Landesbau wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Im Haushaltsjahr 2025 erreichten die Ausgaben mit 194,4 Millionen Euro einen Höchststand seit Bestehen des Landes. Die Gesamtausgaben betrugen 232,8 Millionen Euro. Auch für 2026 wird ein neuer Rekordwert von rund 275 Mio. Euro angestrebt. Im Schnitt sind über zwei Drittel des Bauumsatzes mit Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt worden. Durch die erfolgte Erhöhung der Wertgrenzen bei der direkten Vergabe ist davon auszugehen, dass dieser Wert bei Bauaufträgen bis 150.000 Euro in Zukunft deutlich überschritten werden kann.

Die Bandbreite der Projekte reicht von Hochschul- und Forschungsbauten über Polizei- und Justizzentren bis hin zu bedeutenden Kulturdenkmalen. In den vergangenen vier Jahren sind unter anderem das Staatliche Museum Schwerin, die Schlossanlage Ludwigslust sowie die Orangerie im Schloss Neustrelitz saniert und fertiggestellt worden. Neu errichtet und ihrer Nutzung übergeben wurden unter anderem die Zentralen Medizinischen Funktionen am Universitätsklinikum Rostock sowie das Polizeihauptrevier Stralsund. Das Behördenzentrum Rostock und der Campus Friedrich-Loeffler-Straße der Universität Greifswald wurden als kombinierte Maßnahme aus Neubauten und Sanierung realisiert und im Berichtszeitraum abgeschlossen.

Ein zentrales Leitmotiv des staatlichen Bauens ist die Klimaneutralität der Landesverwaltung bis 2030. Neubauten und Grundsanierungen im Landesbau werden nach hohen energetischen Standards umgesetzt: Seit 2022 darf der Jahres-Primärenergiebedarf bei Neubauten maximal 40 % eines Referenzgebäudes betragen, bei Sanierungen sind es 55 %. Der Energiebedarf muss zu mindestens 75 % aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Wärmeerzeugung aus Öl, festen fossilen Brennstoffen oder Biomasse wird ausgeschlossen.

Auch beim Ausbau der Photovoltaik wurden deutliche Fortschritte erzielt: Seit dem Jahr 2022 wurden 22 neue Anlagen installiert. Insgesamt sind derzeit 64 Photovoltaikanlagen auf Landesliegenschaften in Betrieb. Zudem wurde die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ausgebaut. Ziel sind mindestens 300 Ladepunkte bis 2030. Ein Großteil davon ist bereits realisiert oder in Planung.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern Standard. Wir bauen energieeffizienter als gesetzlich vorgeschrieben, setzen konsequent auf Erneuerbare Energien und investieren in moderne Gebäudetechnik. Das senkt dauerhaft Betriebskosten und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so Dr. Geue.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem denkmalgerechten Bauen. Zahlreiche historisch bedeutende Gebäude, darunter Teile des Schweriner Residenzensembles, werden kontinuierlich saniert und instandgehalten.

Neben den Landesaufgaben ist die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern auch in Organleihe für den Bund tätig. In den vergangenen Jahren wurde u.a. die Zollhochschule in Rostock gebaut. In den kommenden Jahren stehen insbesondere große Investitionen im militärischen Bereich an, u.a. beim Ausbau des Flugplatzes Laage mit geschätzten 1,7 Mrd. Euro und der Errichtung von Unterkunftsgebäuden und technischer Infrastruktur in Höhe von weiteren ca. 3,5 Mrd. Euro.

Der Bilanzbericht wird nun an den Landtag übersandt und während der nächsten Landtagssitzung beraten.