Menü Schließen

Monat: März 2026

Land entlastet Lehrkräfte und Schulleitungen

Oldenburg: Lehrerinnen und Lehrer haben mehr Zeit für die Aufgaben haben, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen

Schwerin – Die Landesregierung setzt ihren Kurs zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Schulen konsequent fort. Mit einer Reihe von Maßnahmen werden Lehrkräfte und Schulleitungen spürbar von Verwaltungsaufgaben entlastet und stärker in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt. „Wir prüfen kontinuierlich, an welchen Stellen wir Lehrkräfte weiter entlasten können“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Lehrerinnen und Lehrer haben unter anderem durch die Entbürokratisierung mehr Zeit für die Aufgaben, die im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen. Das sind das Unterrichten und die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie Leitungsaufgaben“, so Oldenburg. Zur Ehrlichkeit gehöre jedoch dazu, dass der Lehrerberuf nicht gänzlich ohne Verwaltungstätigkeiten auskomme.

Mehr Unterstützung im Schulalltag 

Ein Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Entlastung von administrativen Aufgaben. So unterstützen bereits Verwaltungskräfte an allgemein bildenden Schulen in besonderen Lagen sowie an großen beruflichen Schulen die Schulleitungen. Außerdem gibt es insgesamt über 800 unterstützende pädagogische Fachkräfte an den Schulen, die für die unmittelbare unterrichtsbegleitende pädagogische Arbeit zuständig sind.

Das Land hat auch ermöglicht, dass 240 Alltagshilfen an den Schulen beschäftigt werden können. Sie übernehmen organisatorische Tätigkeiten und entlasten damit Lehrkräfte im Schulalltag. „Wir schaffen Freiräume, damit sich Lehrerinnen und Lehrer stärker auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können“, so Oldenburg weiter. „Wir haben Lehrkräfte befragt und setzen ihre Anregungen auch um.“

Auch die Digitalisierung trägt zur Entlastung bei. Über das Lernmanagementsystem „itslearning“ stellt das Land Lehrkräften einen umfangreichen Pool mit fast 20.000 digitalen Unterrichtsmaterialien für die Jahrgangsstufen 1 bis 12 zur Verfügung. Die Materialien können für die Vorbereitung genutzt oder direkt im Unterricht eingesetzt werden.

Zur weiteren Entlastung der Lehrkräfte erhalten Schülerinnen und Schüler in der Schuleingangsphase auch weiterhin statt eines Kompetenzzeugnisses einen Lernentwicklungsbericht. Die Schullaufbahnempfehlung am Ende der Orientierungsstufe wird nur noch als Vermerk auf dem Zeugnis ausgegeben.

Weniger Bürokratie bei Konzepten und Schulprogrammen 

Ein weiterer wichtiger Schritt betrifft die Konzeptarbeit von Schulen. Seit dem 1. Januar 2026 sind Lehrkräfte und Schulleitungen von wiederkehrender Konzeptarbeit befreit. „Damit müssen Konzepte nicht zu festgelegten Zeitpunkten überarbeitet werden, sondern nur noch dann, wenn die Entwicklungen dies inhaltlich erfordern“, erklärte Oldenburg. „Mit der bisherigen Regelung hatten die Schulen zusätzlichen Aufwand, den wir deutlich reduziert haben.“

Künftig können pädagogische Konzepte zudem deutlich kompakter gefasst werden. Ausnahmen bilden aktuell nur das Medienbildungskonzept und das Fortbildungsrahmenprogramm.

„Wir wollen, dass Konzepte kurz, prägnant und praxisnah sind“, sagte die Bildungsministerin. „In vielen Fällen reicht eine Darstellung auf einer DIN-A-4-Seite vollkommen aus.“

Entlastungen bei Prüfungen und Leitungsaufgaben 

Auch bei Prüfungen und organisatorischen Aufgaben gibt es Entlastungen. Für die Korrekturtätigkeit bei Abschlussprüfungen steht Lehrkräften gesonderte Zeit zur Verfügung. Darüber hinaus stärkt das Land gezielt die Leitungsstrukturen an Schulen. Schulen mit Außen- und Nebenstellen erhalten zusätzliche Anrechnungsstunden für Leitungsaufgaben. Das bedeutet, dass Lehrkräfte mit diesen Aufgaben weniger unterrichten müssen. Auch für besondere Aufgaben, wie in der Beruflichen Orientierung oder bei der Leitung von Klassen im Fach Deutsch als Zweitsprache gewährt das Land Anrechnungsstunden.

Unterstützung für ältere Lehrkräfte 

Ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist außerdem die Unterstützung älterer Lehrkräfte. Je nach Alter erhalten sie bis zu vier Altersanrechnungsstunden. Dadurch reduziert sich beispielsweise für eine 63-jährige Lehrkraft die Unterrichtsverpflichtung von 27 auf 23 Stunden pro Woche.

Im Schuljahr 2025/2026 erhalten 3.500 ältere Lehrkräfte insgesamt 7.000 Altersanrechnungsstunden. Davon sind 1.350 Lehrkräfte älter als 57 Jahre, 1.450 Lehrkräfte über 60 Jahre und 700 Lehrkräfte über 63 Jahre alt.  

Pflichtstundenzahl: Realität nicht aus den Augen verlieren 

Mit Blick auf Forderungen nach einer generellen Senkung der Pflichtstundenzahl für alle Lehrkräfte verwies Bildungsministerin Oldenburg auf den bundesweiten Lehrkräftemangel und die angespannte personelle Situation an den Schulen.

„Ich kann das sehr gut verstehen und werde alles daransetzen, die Unterrichtsverpflichtung für alle Schularten zu senken, aber in den kommenden zwei Jahren kann dies nicht umgesetzt werden. Eine Senkung des Regelstundenmaßes um eine Stunde würde bei rund 12.000 Lehrkräften etwa 500 zusätzliche Stellen erfordern“, erklärte sie. „Dieses Personal gibt es derzeit einfach nicht. Würden wir diesen Schritt jetzt gehen, würde es zu mehr Unterrichtsausfall kommen und dazu, dass eventuell einige Fächer überhaupt nicht mehr unterrichtet werden könnten. Das kann niemand wollen.“

Gleichzeitig bekräftigte die Ministerin, dass die Landesregierung weitere Verbesserungen im Blick hat. „Wie mit den Partnerinnen und Partnern des Bildungspaktes vereinbart ist, prüfen wir, in welchem Zeitraum zusätzliche Entlastungen möglich sein können.“

Gesundheit der Beschäftigten im Blick 

Neben organisatorischen Maßnahmen investiert das Land auch in die Gesundheit der Beschäftigten an den Schulen. Mit betriebsärztlicher Beratung, arbeitspsychologischen Angeboten, Fortbildungen und einem freiwilligen Programm der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt das Land Lehrkräfte und Schulleitungen dabei, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

„Schule ist nicht nur ein Lern- und Lebensort, sondern auch ein Arbeitsplatz“, sagte Oldenburg. „Gesunde und motivierte Lehrkräfte sind eine zentrale Voraussetzung für gute Bildung. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, die Arbeitsbedingungen an den Schulen zu verbessern.“

Unterrichtsausfall leicht gesunken

Oldenburg: Ich danke unseren Lehrkräften, die einspringen, wenn Kolleginnen und Kollegen fehlen

Schwerin – Trotz der weiterhin personell angespannten Situation konnten im Schuljahr 2024/2025 über 97 Prozent des Unterrichts an allgemein bildenden Schulen erteilt werden. Damit ist weniger Unterricht ausgefallen als im vorherigen Schuljahr. Mit einem Anteil von 2,9 Prozent an ausgefallenen Unterrichtsstunden liegt der Wert um 0,4 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. „Diese Entwicklung setzt den bereits im vergangenen Jahr erkennbaren positiven Trend fort“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

An den beruflichen Schulen in öffentlicher Trägerschaft konnten im vergangenen Schuljahr 92 Prozent der Unterrichtsstunden erteilt werden. Damit bleibt der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2024/2025 auf ähnlichem Niveau wie im Schuljahr davor. Mit 7,7 Prozent waren es 0,1 Prozent mehr als im Schuljahr 2023/2024.

„Durch den Lehrkräftemangel ist die Lage an den Schulen alles andere als einfach. Wir dürfen nichts beschönigen, aber die Lehrerinnen und Lehrer setzen alles daran, dass so wenig Unterricht wie möglich ausfällt“, betonte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Dafür danke ich unseren Lehrkräften, die einspringen, wenn Kolleginnen und Kollegen fehlen. Durch ihre zusätzliche Arbeit sorgen sie trotz der Umstände dafür, dass Unterricht erteilt wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Bereitschaft, die ich sehr wertschätze. Wir werden die Situation nur grundlegend verändern können, wenn mehr ausgebildete Lehrkräfte auch für unser Bundesland zur Verfügung stehen und sich entscheiden, an unseren Schulen zu arbeiten“, betonte Oldenburg.

An den öffentlichen allgemein bildenden Schulen ist der Anteil der Unterrichtsstunden, die zur Vertretung anfielen, im Schuljahr 2024/2025 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Im vergangenen Schuljahr fielen 13,5 Prozent der Unterrichtstunden zur Vertretung an (Schuljahr 2023/2024: 13,9 Prozent). „Die zur Vertretung angefallenen Stunden sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 33.000 Stunden zurückgegangen. Das entspricht dem Arbeitsumfang von 30 vollzeitbeschäftigten Lehrkräften“, sagte Oldenburg.

Unterrichtsaufall konnte vor allem durch Mehrarbeit von Lehrkräften vermieden werden. „Hier haben wir mit der höheren Vergütung einen stärkeren Anreiz gesetzt“, so die Bildungsministerin weiter. Auch durch die Einstellung von externen Vertretungskräften, Vertretungslehrkräften, Kurs- und Klassenzusammenlegungen konnte der Vertretungsunterricht abgesichert werden. Zu den Hauptursachen für Vertretungsunterricht zählen Erkrankungen von Lehrkräften sowie Lehrerinnen und Lehrer mit kranken Kindern.

Das Land hat ein Programm zur Unterrichtabsicherung aufgelegt, das folgende Maßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall umfasst:

  • Beschäftigung von externen Vertretungskräften für die Dauer eines Schulhalbjahres (sechs Monate, statt sechs Wochen)
  • weiterer Ausbau der Digitalen Landesschule mit Unterrichtsangeboten
  • ganzjährige Einstellungen von Lehrkräften und beschleunigte Bewerbungsverfahren
  • Zuschläge für Referendarinnen und Referendare mit Bedarfsfächern im ländlichen Raum
  • neue Ausbildung von Lehrkräften im Seiteneinstieg mit Berufsabschluss in einem Unterrichtsfach und sozialpädagogischer Qualifizierung (multiprofessionelle Fachkräfte)
  • weiteres Potenzial durch die Optimierung von Prüfungszeiten, die Konzentration von Wandertagen und Klassenfahrten sowie die Planung von Lehrkräftefortbildungen
  • Entlastung der Lehrkräfte von Prüfungstätigkeiten
  • Programm zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Der vollständige Bericht zur Situation des Vertretungsunterrichts in Mecklenburg-Vorpommern für das Schuljahr 2024/2025 ist auf der Internetseite des Bildungsministeriums einsehbar.

Tag des Waldes im Zeichen von Aufforstung

Bürgerbeteiligung und Innovation unterstützen aktiv

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern setzt beim Schutz und Umbau seiner Wälder auf eine klare Strategie: große Aufforstungsprogramme, aktive Unterstützung beim Waldumbau und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März hat Umweltminister Dr. Till Backhaus die Fortschritte des Landes sowie neue Mitmachaktionen vorgestellt.

„Unsere Wälder sind zentrale Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel, sie sichern Biodiversität und Lebensqualität. Deshalb investieren wir gezielt in Aufforstung, unterstützen den Umbau zu klimaresilienten Mischwäldern und binden gleichzeitig die Bürgerinnen und Bürger aktiv ein“, sagte Backhaus.

Aufforstungsoffensive des Landes zeigt Wirkung

Die Waldfläche in Mecklenburg-Vorpommern wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich. Heute bedecken rund 582.000 Hektar Wald etwa 25 Prozent der Landesfläche. Ein wesentlicher Grund dafür sind gezielte Erstaufforstungen sowie natürliche Waldentwicklung.

Seit 2020 hat Mecklenburg-Vorpommern das größte staatliche Aufforstungsprogramm seiner Geschichte gestartet. 20 Millionen Euro Landesmittel wurden für die Initiative „Unser Wald in MV“ bereitgestellt. Dadurch konnten bisher rund 1.400 Hektar neuer Wald entstehen.

„Wenn man bedenkt, dass im Durchschnitt rund 8.000 Bäume pro Hektar gepflanzt werden, entspricht das bereits etwa 11,2 Millionen neu gepflanzten Bäumen“, erklärte Backhaus.

Zwischen der Saison 2020/2021 und 2024/2025 wurden rund 1.530 Hektar Neuwaldfläche umgesetzt. In der aktuell laufenden Pflanzsaison sollen weitere 550 Hektar hinzukommen. Nach Abschluss der Saison wird die Neuwaldfläche insgesamt mehr als 2.000 Hektar betragen. Bis 2030 sollen landesweit 4.380 Hektar neue Waldflächen entstehen.

Waldumbau: Mehr Laubholz für klimaresiliente Wälder

Der Klimawandel stellt die Wälder vor große Herausforderungen. Viele ältere Nadelholzbestände sind anfällig für Trockenheit, Stürme und Schädlinge.

„Unsere Wälder benötigen in Zeiten des Klimawandels weiterhin aktive Hilfe in Form von Pflanzungen, wenn der Baumartenwechsel schnell erfolgen soll“, sagte Backhaus. „Unter bestehenden Nadelholzbeständen verjüngt sich Laubholz häufig nicht ausreichend von selbst. Durch gezielte Pflanzungen bringen wir klimaangepasste Baumarten ein und entwickeln unsere Wälder Schritt für Schritt zu stabilen Misch- und Dauerwäldern.“

Die eingebrachten Laubgehölze sorgen für mehr Artenvielfalt, eine stabilere Waldstruktur und bessere Anpassungsfähigkeit an Klimaveränderungen.

Bürgerinnen und Bürger pflanzen mit: „Baum statt Ramsch“

Neben staatlichen Programmen setzt das Land zunehmend auch auf gesellschaftliche Beteiligung am Waldschutz. Ein Beispiel dafür ist die neue Spenden- und Mitmachaktion der Waldstiftung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Landesforstanstalt MV: „Baum statt Ramsch“. Die Kampagne startete zur Vorweihnachtszeit 2025 mit einer einfachen Idee: Statt kurzlebiger Konsumgeschenke können Bürgerinnen und Bürger für zehn Euro einen Baum für Mecklenburg-Vorpommern verschenken.

Der Betrag deckt sämtliche Kosten ab – vom zertifizierten Pflanzgut über Pflanzung und Pflege bis zur waldpädagogischen Begleitung. Seit Beginn der Aktion wurden bereits 956 Bäume gespendet, was einem Spendenvolumen von 9.560 Euro entspricht. Gepflanzt wird derzeit im Forstamt Billenhagen sowie im Forstamt Jasnitz.

Heute findet im Revier Blankenhagen (Gresenhorst) im Forstamt Billenhagen eine der ersten gemeinsamen Pflanzaktionen mit Spenderinnen und Spendern statt. Dabei werden klimaangepasste Baumarten wie Traubeneiche und Buche gepflanzt. Rund 300 Pflanzen werden mit Wuchshüllen vor Wildverbiss geschützt, um den Anwuchserfolg zu sichern. Ergänzend werden standortgerechte Straucharten eingesetzt, um Biodiversität und Strukturvielfalt zu fördern.

„Initiativen wie ‚Baum statt Ramsch‘ zeigen, dass Klimaschutz im Wald auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Sie verbinden Engagement, Umweltbildung und praktische Beteiligung“, sagte Backhaus.

Innovation im Wald: Neue Pflanzmaschine aus Mecklenburg-Vorpommern

Passend zum Tag des Waldes am kommenden Wochenende nimmt der Minister heute außerdem an der Praxiseinführung einer in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Pflanzmaschine der Forstbaumschule Güstrow bei Eickelberg (Amt Bützow-Land) teil.

Die Güstrower Garten-, Landschafts- und Forstbaugesellschaft mbH erhielt für die Entwicklung im Rahmen eines LEADER-Projekts eine Förderung von 61.100 Euro. Damit konnte ein Gesamtprojektvolumen von rund 112.000 Euro realisiert werden.

Die neue Technik verbessert insbesondere die Ergonomie für die Beschäftigten und ermöglicht dank eines integrierten Tiefenmeißels das Aufbrechen verdichteter Böden. Dadurch erhalten junge Bäume bessere Wachstumsbedingungen.

Die Maschinen wurden von der Firma Maschinenbau Möller aus Malchow gebaut und können gleichzeitig mehrere Sortimente von Nadel- und Laubgehölzen pflanzen. Dank einer neuen Pflanzscheibe lassen sich auch größere Pflanzen einsetzen, die sich besser gegen Konkurrenzvegetation wie Gras oder Brombeeren behaupten können.

Aufforstung bleibt Daueraufgabe

„Aufforstung, Wiederbewaldung und Waldumbau sind Daueraufgaben“, betonte Backhaus. „Sie erfordern fachliches Know-how, Ausdauer, verlässliche Partner – und auch die Bereitschaft, neue technische Wege zu gehen. Genau dafür stehen unsere Programme und Projekte.“

Internationale Woche gegen Rassismus

Schwerin – Anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die heute beginnen, bedankt sich Innenminister Christian Pegel ausdrücklich bei den vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft. Vereine, Initiativen, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Religionsgemeinschaften und engagierte Einzelpersonen setzen mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen ein starkes Zeichen für Respekt, Solidarität und Menschenwürde.

„Das vielfältige Engagement aus der Mitte unserer Gesellschaft ist unverzichtbar. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Kraft in bürgerschaftlichem Einsatz steckt. Mit Workshops, Diskussionsrunden, kulturellen Angeboten und Begegnungsformaten schaffen die Beteiligten Räume für Austausch, Aufklärung und Zusammenhalt“, sagt Minister Christian Pegel und ergänzt:

„Rassismus entgegenzutreten ist eine dauerhafte Aufgabe. Die Zivilgesellschaft leistet hier einen unschätzbaren Beitrag, indem sie Haltung zeigt, Betroffene unterstützt und demokratische Werte im Alltag lebendig macht.“

Die Internationale Woche gegen Rassismus wird bundesweit unter dem Dach der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Auch in diesem Jahr beteiligten sich landesweit zahlreiche Initiativen mit einem breiten Programm.

„Mein herzlicher Dank gilt allen Engagierten, die mit ihrem Einsatz Mut machen und zeigen: Vielfalt ist eine Stärke. Wir als Landesregierung stehen fest an der Seite all jener, die sich für ein offenes und respektvolles Miteinander einsetzen. Gemeinsam stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern“, so Innenminister Christian Pegel abschließend.

Weltverbrauchertag: Hoher Bedarf an Energieberatungen in M-V

Verbraucherschutzministerin Jacqueline Bernhardt: „Pro Arbeitstag führte die Verbraucherzentrale 2025 rund 14 Energiegespräche.“

Schwerin – „Die Energiepreise steigen wieder. Der Ausgang ist ungewiss. Für viele ist auch die Gesetzeslage zum Thema Heizen unklar. Der Bedarf an Energieberatungen der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern bleibt somit ungebrochen hoch. Im Jahr 2021 waren es insgesamt 2.286 Energieberatungen im Land. Dazu zählen neben den 1.900 technischen Beratungen auch 336 Rechtsberatungen zu Strom- und Gasverträgen.

Das hat sich in den letzten drei Jahren auf über 3.500 eingepegelt. Im Jahr 2025 waren es 3.565 Beratungsgespräche, davon 505 Rechtsberatungen. Statistisch gesehen kamen somit auf jeden der 251 Arbeitstage gerechnet rund 14 Energieberatungen täglich. Daher ist es wichtig, dass die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern von Bund und Land unterstützt wird. Allein das Land hat in 2025 insgesamt 927.000 Euro an Mitteln bereitgestellt.

Die Verbraucherzentrale M-V bleibt ein wichtiger Anlaufpunkt. Vor allem Menschen mit geringeren Einkommen sind von der unsicheren Lage betroffen und suchen die Beratung“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März.

Die Vorständin der Verbraucherzentrale Mecklenburg‑Vorpommern Wiebke Cornelius: „Die Beratungsnachfrage ist insbesondere in den Themenfeldern Energie und Wohnen hoch. Gefragt sind vor allem Unterstützung bei Heizkostenabrechnungen, Orientierung zu erneuerbaren Energien, etwa Photovoltaik, Eigenverbrauch, Speicher und Fördermöglichkeiten sowie Entscheidungshilfen zu moderner Heiztechnik im Bestand von der Eignungsprüfung bis zur Angebotsbewertung.

Unsere Beratung macht den Unterschied bei Betriebskosten, erneuerbaren Energien oder Wärmepumpen. Wir prüfen Angebote, erklären Abrechnungen und zeigen praxisnah, wie der Alltag sicher und bezahlbar bleibt.“ Die Verbraucherzentrale M-V berät landesweit in sechs Beratungsstellen und zusätzlich in 23 Energiestützpunkten mit 19 Beratenden.

Tarifergebnisse auch bei Besoldung und Versorgung

Schwerin – Die Tarifvertragsparteien haben für den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV L) am 14. Februar 2026 eine Anpassung der Tarifentgelte zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro, zum 1. März 2027 um weitere 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 um weitere 1 Prozent vereinbart. Die Ausbildungsentgelte sollen zum 1. April 2026 um 60 Euro, zum 1. März 2027 um weitere 60 Euro und zum 1. Januar 2028 um weitere 30 Euro angehoben werden.

Die Koalitionsvereinbarung von SPD und Die Linke sieht vor, die Tarifergebnisse zum TV-L zeit- und systemgerecht auf die Besoldung und Versorgung der Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter zu übernehmen. Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung hat hierzu frühzeitige Gespräche mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Nord (DGB Nord), dem Beamtenbund in Mecklenburg-Vorpommern (dbb m-v) sowie dem Richterbund M-V geführt.

Im Ergebnis dessen wird das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung einen Gesetzentwurf mit folgenden Eckpunkten erarbeiten:

  • Anhebung der Besoldung und Versorgung zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens aber 100 Euro, zum 1. März 2027 um weitere 2 Prozent und zum 1. Januar 2028 um weitere 1 Prozent; dies betrifft nicht nur das Grundgehalt und Familienzuschläge, sondern auch die Stellenzulagen und erstmalig auch alle Erschwerniszulagen
  • Anhebung der Anwärterbezüge für die Beamtinnen und Beamte in der Ausbildung zum 1. April 2026 um 60 Euro, zum 1. März 2027 um weitere 60 Euro und zum 1. Januar 2028 um weitere 30 Euro

Der Gesetzentwurf soll noch im ersten Halbjahr dem Landtag zugeleitet werden.

Gegenstand der intensiven Gespräche war auch die Umsetzung der neuen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 17. September 2025 zur Berliner Besoldung, die auch Auswirkungen auf die anderen Länder und den Bund hat. Das Bundesverfassungsgericht hat mit dieser Entscheidung seine bisherige Rechtsprechung für eine verfassungsgemäße Alimentation erheblich weiterentwickelt. Diese Entscheidung wird derzeit von den Ländern und dem Bund ausgewertet.

Hierzu der Minister für Finanzen und Digitalisierung Dr. Heiko Geue: „Die geänderten Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes fordern die Länder und den Bund bei der Überprüfung des bestehenden Besoldungsrechts, das in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt durch das Besoldungsstrukturgesetz vom 30. Juni 2024 anhand der damaligen Rechtsprechung weiterentwickelt worden ist. Mir ist bei diesem Prozess wichtig, dass sich die Länder zu den Lösungsansätzen untereinander abstimmen, um eine weitere Auseinanderentwicklung des Besoldungsrechts zu vermeiden. Wir werden hierzu auch die Gespräche mit den Gewerkschaften und dem Richterbund suchen. Für mich steht die Verpflichtung, eine verfassungsgemäße Besoldung zu gewährleisten, außer Frage.“

Das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung begrüßt, dass mit dem DGB Nord und dbb m v eine Verständigung dazu erzielt werden konnte, im Interesse einer schnellen Übertragung der Tarifergebnisse auf die Besoldung und Versorgung zunächst ein Anpassungsgesetz zu erarbeiten und in einem nachgelagerten zweiten Schritt eine umfassende Auswertung der neuen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im Hinblick auf einen bestehenden Handlungsbedarf im Besoldungsrecht vorzunehmen. Über diesen zweistufigen Weg wurde ebenfalls der Ausschuss für Finanzen und Digitalisierung im Landtag informiert.

Leider hat der Richterbund Mecklenburg-Vorpommern vor Abschluss der Gespräche einseitig durch seine Pressemitteilung vom 13. März 2026 sich gegen den zweistufigen Weg gewandt und unter Verweis auf eine Ankündigung der Finanzministerin für Schleswig-Holstein einen Gesetzentwurf mit entsprechenden Besoldungserhöhungen für die Jahre 2025 und 2026 gefordert. Herr Minister Dr. Heiko Geue: „Das Ansinnen, auf diesem Wege Gehaltserhöhungen von mehr als 9 Prozent für zwei Jahre zu erstreiten und der Landesregierung ein verfassungswidriges Vorgehen vorzuwerfen, weise ich entschieden zurück.“

Internationale Wochen gegen Rassismus ab Montag in M-V

Schwerin – Ab Montag, den 16. März 2026, starten die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Bis zum 29. März finden bundesweit und natürlich auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Aktionen, Veranstaltungen und Begegnungsformate unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ statt.

„Ich freue mich sehr, dass sich viele Organisationen, Initiativen und engagierte Menschen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligen. Vielen Dank für dieses wichtige Engagement“, sagt die Integrationsbeauftragte des Landes MV, Jana Michael und ergänzt:

„Meine Botschaft für uns alle lautet: Wir alle müssen Antirassistinnen und Antirassisten werden – unabhängig davon, woher wir kommen. Rassismus und Antisemitismus wirken wie ein langsam wirkendes Gift in unserer Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, dass wir bereit sind, uns selbst zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln und neue Ideen für ein respektvolles und solidarisches Zusammenleben umzusetzen.“

Auch in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich zahlreiche Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteuren mit eigenen Veranstaltungen an den bundesweiten Aktionstagen.

Ein zentraler Akzent der diesjährigen Aktionswochen im Nordosten ist die gemeinsame Kooperationsveranstaltung von Jana Michael, der Landesintegrationsbeauftragten, mit der Amadeu Antonio Stiftung. Unter dem Titel „Zusammenleben unter Druck: Antisemitismus, Rassismus und ihre Auswirkungen auf Integration“ findet diese am Mittwoch, 25. März 2026, im Schloss in Schwerin statt. Die Veranstaltung bietet Fachimpulse, ein Podiumsgespräch sowie Raum für Austausch und Vernetzung.

„Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung brauchen wir Orte des Dialogs, der Information und der Solidarität. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen dafür ein wichtiges Zeichen – auch hier in Mecklenburg-Vorpommern“, so Jana Michael abschließend.

Mitmachen beim 17. Plattdeutschwettbewerb

Oldenburg: Kinder und Jugendliche zeigen, wie lebendig und vielfältig Plattdeutsch sein kann

Schwerin – Im 150. Jubiläumsjahr der Dichterin des Ostseewellen-Liedes, Martha Müller-Grählert, lädt das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung zum 17. Plattdeutschwettbewerb ein. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können ihr Niederdeutsch-Talent mit einem kreativen digitalen Beitrag präsentieren. Kindertagesstätten sowie Grund-, weiterführende und berufliche Schulen sind zur Teilnahme eingeladen.

„Mit dem Wettbewerb unter dem Motto ‚Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert‘ machen Mädchen, Jungen und junge Erwachsene unser niederdeutsches Kulturgut hörbar, sichtbar und erlebbar. Ob als Gedicht, Lied, Sketch oder digitales Projekt – die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, wie lebendig und vielfältig Plattdeutsch heute sein kann“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Der Plattdeutschwettbewerb des Landes findet in zwei Etappen statt:   Die erste Phase bilden die digitalen regionalen Plattdeutschwettbewerbe. Aus den Beiträgen der Schulamtsbereiche Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin werden durch eine Jury jeweils drei Preisträgerinnen bzw. Preisträger pro Kategorie gekrönt. Die Bestplatzierten werden zum Landeswettbewerb eingeladen.

Die zweite Etappe ist der Landeswettbewerb. Dieser findet am 9. Mai 2026 in Güstrow statt. Hier treten die Preisträgerinnen und Preisträger der Regionalwettbewerbe auf. Aus diesen wählt eine qualifizierte Jury vor Ort die Gewinnerinnen und Gewinner des Landeswettbewerbs aus.

Die wichtigsten Termine im Überblick:

  • Anmeldung zum Wettbewerb: 23. März 2026
  • Einreichen der Beiträge: 10. April 2026
  • Landeswettbewerb: 9. Mai 2026

Weitere Informationen zur Anmeldung stehen auf dem Bildungsserver MV zur Verfügung.