Drese betont Bedeutung von Beteiligung, Engagement und demokratischer Jugendarbeit
Schwerin – Auf der Vollversammlung des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern hat Sozialministerin Stefanie Drese am Sonnabend die wichtige Rolle der Jugendverbandsarbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie demokratische Bildung und Teilhabe junger Menschen im Land hervorgehoben.
In ihrem Grußwort unterstrich Drese die besondere Bedeutung der Vollversammlung als Ort des Austauschs und der Mitbestimmung: „Hier werden Positionen entwickelt, Entscheidungen getroffen und Impulse gesetzt – für die Jugendverbandsarbeit, für junge Menschen in unserem Land und damit auch für die Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns.“
Die Ministerin dankte den zahlreichen ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten sowie den Mitgliedsverbänden für ihren langjährigen Einsatz. Der Landesjugendring sei eine starke Stimme, die Interessen bündele, Vernetzung ermögliche und die Perspektiven junger Menschen wirkungsvoll in politische Prozesse einbringe.
Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen – darunter Digitalisierung, internationale Krisen und zunehmende gesellschaftliche Polarisierung – betonte Drese die Notwendigkeit, junge Menschen aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Gute Politik entsteht im Dialog. Sie entsteht dort, wo unterschiedliche Erfahrungen zusammenkommen und gemeinsame Lösungen gesucht werden“, so die Ministerin.
Ein besonderer Fokus lag in Dreses Rede auf der Bedeutung sozialer Medien im Alltag junger Menschen. Neben Chancen wie Teilhabe und Information wies sie auch auf Risiken wie Desinformation, Cybermobbing und psychische Belastungen hin. Mecklenburg-Vorpommern setze deshalb auf einen wissens- und faktenbasierten Ansatz: Eine von der Landesregierung eingesetzte Expertenkommission untersuche derzeit die Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche und erarbeite Handlungsempfehlungen. Dabei werde der Landesjugendring eng eingebunden.
Darüber hinaus stellte Drese die hohe Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements junger Menschen heraus. Dieses reiche von der Organisation von Freizeitangeboten über Umweltprojekte bis hin zu sozialem und kulturellem Einsatz sowie Engagement im Sportverein. „Unsere Demokratie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen“, betonte die Ministerin.
Die jugendpolitischen Forderungen des Landesjugendrings stünden dabei in engem Zusammenhang mit der erstmals erarbeiteten Engagementstrategie des Landes. Ziel der Strategie zur Unterstützung des Ehrenamtes sei es unter anderem, Ehrenamt zu stärken, Bürokratie abzubauen, Qualifizierungsangebote auszubauen und die Vereinbarkeit von Engagement mit Schule, Ausbildung und Beruf zu verbessern.
Zugleich verwies Drese auf zusätzliche Mittel, die der Landtag für die Jahre 2026 und 2027 bereitgestellt hat. Diese sollen insbesondere der demokratischen Jugendarbeit, Kinder- und Jugendfreizeiten sowie dem Beteiligungsnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen. „Demokratie muss gelernt, erlebt und verteidigt werden. Dafür braucht es Räume, Strukturen und engagierte Menschen“, so Drese.
Abschließend rief die Ministerin zu einer weiterhin engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Politik und Jugendverbänden auf. Ziel sei es, jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen, echte Beteiligung und eine starke Stimme zu ermöglichen.