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Tag: 28. August 2026

30 neue Finanzwirtinnen und Finanzwirte für M-V

Güstrow – 30 Anwärterinnen und Anwärter haben ihre Ausbildung für den mittleren Dienst der Finanzverwaltung Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich abgeschlossen. Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue übergab ihnen heute in der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow ihre Zeugnisse.

„Sie haben sich für eine Aufgabe entschieden, die für das Funktionieren unseres Gemeinwesens unverzichtbar ist. Steuern finanzieren das, was unser Land zusammenhält – von Bildung und sozialer Sicherheit über Infrastruktur bis hin zu Polizei und Justiz. Zugleich wandelt sich die Landesverwaltung. Wir bauen Bürokratie ab und digitalisieren unsere Verfahren. Dafür brauchen wir engagierte, gut ausgebildete Beschäftigte, die bereit sind, Veränderungen mitzugestalten. Ich wünsche den neuen Finanzwirtinnen und Finanzwirten viel Erfolg und freue mich darauf, sie als Teil unserer Finanzverwaltung willkommen zu heißen“, sagte Minister Dr. Geue bei seiner Festrede.

Am 1. September 2024 haben 42 Anwärterinnen und Anwärter ihre zweijährige Ausbildung begonnen. 31 von ihnen traten zur Laufbahnprüfung an. 30 bestanden die Prüfung im ersten Versuch erfolgreich und sind nun Finanzwirtinnen und Finanzwirte. Ein Anwärter wird die Wiederholungsprüfung ablegen.

Die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt dauert zwei Jahre und verbindet theoretische Ausbildungsabschnitte an der Außenstelle Güstrow der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg mit praktischen Einsätzen in den Finanzämtern des Landes. Die Absolventinnen und Absolventen erwerben dabei steuerliches Grundlagenwissen sowie Kenntnisse über wirtschaftliche und juristische Zusammenhänge und lernen unterschiedliche Arbeitsbereiche der Finanzämter kennen.

Wer sich ebenfalls für eine Karriere in der Steuerverwaltung Mecklenburg-Vorpommern interessiert, kann sich aktuell wieder bewerben: Bis zum 30. November 2026 stehen insgesamt 96 Plätze für den Ausbildungs- und Studienbeginn im Herbst 2027 zur Verfügung – jeweils 48 Plätze für die Ausbildung zur Finanzwirtin bzw. zum Finanzwirt und für das duale Studium zur Diplom-Finanzwirtin bzw. zum Diplom-Finanzwirt. Weitere Informationen gibt es im Karriereportal der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern.

Erste Riff-Rekonstruktion in M-V vor Neuendorf/Rügen eingeweiht

Insel Rügen – Wichtige Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Biosphärenreservat Südost-Rügen begleitet. Als erstes wurden im Rahmen des Interreg-Projektes „Supported by Nature“ die erste Riff-Rekonstruktion bei Neuendorf auf der Insel Rügen feierlich eingeweiht.

Danach übergab Backhaus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen ELER-Fördermittel für die umwelt- und naturbezogene Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Höhe von rund 307.000 Euro.

Außerdem weihte er ein neues Dienstboot für das Biosphärenreservat ein.

Die Projekte im Einzelnen

Im Zentrum des 2022 gestarteten Interreg-Projektes steht die Errichtung von 17 Lernstandorten für naturbasierte Lösungen im Ostseeraum. Zwei davon befinden sich im Biosphärenreservat Südost-Rügen: die erste Riff-Rekonstruktion in MV vor Neuendorf/ Rügen und die Renaturierung des Kleingewässers in Nadelitz.

„Die Rekonstruktion des Riffs vor Neuendorf stellt einen verloren gegangenen Lebensraum für Meereslebewesen wieder her. Bis ins 20. Jahrhundert wurden in den Boddengewässern vor Rügen massiv Steine entnommen und für Baumaßnahmen verwendet. Auf diese Weise wurden natürliche Riffe zerstört. Mit der Riff-Rekonstruktion haben wir jetzt einen Teil davon wieder hergestellt. Auf einer Fläche von ca. 1.350 Quadratmetern, verteilt auf fünf Teilflächen, wurden 620 Tonnen Steine und Blöcke verbaut“, sagte Backhaus.

Und die Natur reagiert: Bereits nach wenigen Wochen siedelten sich erste Seepocken an. Inzwischen wurden unter anderem Scherenasseln, Moostierchen, Flohkrebse und verschiedene Algen festgestellt. Mittelfristig soll hier auch wieder Blasentang wachsen, unter anderem ein wichtiger Unterwasserlebensraum für Fische.

„Das Biosphärenreservat Südost-Rügen zeigt mit dem INTERREG-Projekt Supported by Nature beispielhaft, wie Naturschutz, nachhaltige Nutzung und Umweltbildung zusammengehören. An dem Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 4,47 Millionen Euro beteiligten sich sieben Ostsee-Anrainerstaaten: Deutschland, Schweden, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland und Polen. Auf das Biosphärenreservat entfallen knapp 700.000 Euro, davon rund 559.000 Euro EU-Mittel. Der direkte, grenzübergreifende Erfahrungsaustausch ist für die Region von herausragender Bedeutung, da alle Partner vor nahezu identischen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen stehen und gemeinsam Lösungen entwickeln können“, sagte der Minister.

Das Projekt wird unter anderem für Forschungszwecke genutzt, etwa von Naturschutzbehörden, Naturschutzverbänden, Umweltplanungsbüros und wissenschaftlichen Einrichtungen. Auch Schulklassen und Jugendgruppen werden eingebunden.

Auch bei der Renaturierung des Kleingewässers bei Nadelitz sind bereits erste Erfolge sichtbar. Hierfür wurden auf rund 5.000 Quadratmetern rund 780 Tonnen Material ausgehoben. Eine einst artenarme Sukzessionsfläche mit nur geringem Feuchtgebietsanteil verwandelte sich in ein wertvolles Biotop. Bereits im ersten Frühjahr konnten die erfolgreiche Reproduktion des Springfrosches und die Ansiedlung des Teichmolches nachgewiesen werden.

Anschließend überreichte der Minister dem Biosphärenreservat Südost-Rügen mehrere Zuwendungsbescheide aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) für die Natur- und Umweltbildung in Höhe von rund 307.000 Euro.

Der größte Teil, rund 255.000 Euro, fließt in das Granitzhaus, welches seit seiner Neueröffnung 2019 bereits mehr als 113.000 Menschen besucht haben. Davon werden unter anderem moderne Medientechnik, neue Animationsfilme, Hörangebote und die Produktion neuer Dokumentationsfilme finanziert.

Weitere Mittel fließen in den Ausbau des 2020 eingeweihten Thiessower Naturerlebnispfades. Auf zehn Stationen und einer Gesamtlänge von sieben Kilometern werden kindgerechte Hörstationen in deutscher und englischer Sprache installiert. Eine akustische Erweiterung kommt auch dem im April 2022 eröffneten Rundwanderweg Middelhagen (acht Kilometer Länge, 13 Audiostationen) zugute. Im Rahmen der Förderung wird der Audioguide ins Englische übersetzt und eingesprochen. Die Umsetzung aller Projekte ist bis Ende 2027 geplant.

„Die Maßnahmen steigern die Attraktivität der Einrichtungen, denn sie stärken das Bewusstsein für den Schutz von Ressourcen, Klima und Artenvielfalt im Biosphärenreservat Südost-Rügen. Das Draußen-Sein weckt die Neugier über alle Altersklassen hinweg. Gerade Kinder wollen die Natur erforschen und begreifen. Hierzu tragen die neuen Hörstationen besonders bei“, sagte Backhaus.

Schließlich weihte der Minister das neue Dienstboot ein. Das im Jahr 2011 in Dienst gestellte Einsatzboot „Stubber“ musste aufgrund eines irreparablen Motorschadens ausgemustert werden, da eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war.

Das Boot vom Typ Alucat W16 ist 8,20 Meter lang, hat zweimal 150 PS und bietet Platz für bis zu 14 Personen. Die Kosten betragen einschließlich Trailer ca. 179.000 Euro. Es wird unter anderem genutzt für wissenschaftliches Monitoring, die Beobachtung von Kegelrobben, für die Erfassung von Seegras und Blasentang sowie zur Unterstützung von Forschungsprojekten. Das Einsatzgebiet ist groß: Allein die Wasserfläche des Biosphärenreservates umfasst rund 123 Quadratkilometer.

Dem Minister stand als Taufpatin Vivien Kmetsch zur Seite. Die 23-Jährige aus Sellin war bereits als Grundschülerin Junior Ranger und als Jugendliche Robbenbotschafterin im Biosphärenreservat. Schon 2011 war sie Taufpatin für die „Stubber“.

„Heute erleben wir anschaulich, was moderner Naturschutz bedeutet: Lebensräume wiederherstellen, gemeinsam mit europäischen Partnern Lösungen entwickeln, die Menschen für Natur begeistern und unsere Großschutzgebiete so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben gut erfüllen können. Mein Dank gilt allen Mitarbeitern des Biosphärenreservates Südost-Rügen, unseren europäischen Partnern, der Stadt Putbus, der Landwirtschaft und allen beteiligten Unternehmen“, sagte Backhaus abschließend.

Neuer Dorfladen eröffnet

Jesse: „Gemeinsam bringen wir die Nahversorgung zurück“

Groß Stieten – In Groß Stieten im Landkreis Nordwestmecklenburg ist am Freitag der neue Dorfladen „Back & Schnack“ offiziell eröffnet worden. Das Land unterstützt die Errichtung und Ausstattung des Dorfladens über die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ mit rund 150.000 Euro.

Bei der heutigen feierlichen Eröffnung sagte Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus: „Ein Dorfladen ist weit mehr als ein Ort zum Einkaufen. Er ist ein Stück Daseinsvorsorge und zugleich ein Treffpunkt für die Menschen vor Ort. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir solche Angebote: Sie schaffen kurze Wege, stärken die Gemeinschaft und tragen dazu bei, dass unsere Dörfer lebendig und lebenswert bleiben. Deshalb freue ich mich sehr, dass Groß Stieten mit „Back & Schnack“ jetzt wieder eine Nahversorgung direkt im Ort hat.“

Auf rund 130 Quadratmetern verbindet „Back & Schnack“ einen klassischen Dorfladen mit einem Backshop und einem kleinen Imbiss. Geöffnet ist täglich von 6 bis 20 Uhr. Betreiber Mirko Kahl betreibt am gleichen Standort bereits seit 2022 eine Eisdiele. Für den neuen Dorfladen wurden drei zusätzliche Vollzeitstellen geschaffen.

Auch bei der Gestaltung des Sortiments wird auf die Menschen vor Ort gesetzt: Über eine WhatsApp-Gruppe können Kundinnen und Kunden mitteilen, welche Produkte sie sich im Dorfkonsum wünschen. Rund 70 Menschen beteiligen sich bereits.

„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Nahversorgung im ländlichen Raum heute funktionieren kann: nah an den Menschen und an ihren tatsächlichen Bedürfnissen. Hinter einem solchen Projekt stehen zudem Menschen, die unternehmerischen Mut beweisen und Verantwortung für ihren Ort übernehmen. Dieses Engagement unterstützen wir“, so Jesse.

Die Landesinitiative „Neue Dorfmitte M-V“ wurde 2011 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Dorfläden zu schaffen, zu erhalten und weiterzuentwickeln und damit die Nahversorgung und Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen zu stärken. Bislang wurden 67 Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt rund 5,2 Millionen Euro unterstützt.

Schwesig: Wir wollen, dass alle Kinder einen guten Start haben

Schwerin – In Schwerin ist heute der Neubau der Kita Feldstadtmäuse eröffnet worden. „Herzlichen Glückwunsch zu dem schönen neuen Kita-Gebäude“, gratulierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Wir wollen, dass alle Kinder in unserem Land einen guten Start haben“, erklärte die Ministerpräsidentin. Das moderne Gebäude der Kita Feldstadtmäuse biete beste Bedingungen dafür.

„Wir haben bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ein sehr gutes Kita-Angebot. Über 100 000 Kinder besuchen in unserem Bundesland eine Kita. Bei den 0- 3jährigen besuchen 56 Prozent aller Kinder eine Krippe, bei den 3-6jährigen werden sogar 96 Prozent der Kinder in den Kitas betreut. Damit liegen wir an der Spitze in Deutschland.

Jedes Kind, das einen Kita-Platz in MV braucht, bekommt auch einen“, sagte die Ministerpräsidentin. Dazu sei das Angebot in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Und mit Gewerkschaften, Elternvertretern und Sozialverbänden sei mit dem „Zukunftsplan Kita“ vereinbart, dass die Gruppen in den Kitas in den nächsten Jahren weiter verkleinert werden.

Erfolgreiche Ausbildung

Blank: „Unsere Straßenwärter sorgen jeden Tag für Sicherheit und Mobilität“

Teterow – Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank hat am Freitag in Teterow den Absolventinnen und Absolventen der Straßenwärterausbildung zum erfolgreichen Abschluss gratuliert. Insgesamt 19 Straßenwärterinnen und Straßenwärter sowie Umschüler haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und wurden heute „freigesprochen“.

„Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen jeden Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sind. Sie arbeiten bei Hitze, Regen, Sturm und Schnee, halten Straßen und Brücken instand, sichern Arbeitsstellen und sorgen auch im Winter für freie Wege. Das ist eine vielseitige und verantwortungsvolle Arbeit, die viel Respekt verdient. Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss“, sagte Dr. Wolfgang Blank bei der heutigen Freisprechung im Rathaus Teterow.

Die Ausbildung zur Straßenwärterin beziehungsweise zum Straßenwärter dauert drei Jahre und umfasst ein breites Aufgabenspektrum. Dazu gehören unter anderem die Pflege von Grünflächen und Gehölzen, Reinigungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten an Straßen und Brücken, die Verkehrssicherung sowie die Bedienung und Wartung von Werkzeugen, Fahrzeugen und Maschinen. Auch das Schneeräumen und Streuen im Winterdienst gehört zu den Aufgaben.

Dr. Blank: „Straßenwärter sind echte Multitalente. Die Menschen auf unseren Straßen verlassen sich auf ihre Sorgfalt und ihre Einsatzbereitschaft. Deshalb legen wir großen Wert auf eine gute Ausbildung und darauf, junge Menschen für diesen wichtigen Beruf zu gewinnen. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur besteht nicht nur aus Asphalt, Brücken und Radwegen. Es braucht vor allem Menschen, die sich jeden Tag darum kümmern. Mit dieser Ausbildung hat man sehr gute berufliche Perspektiven“, sagte Blank. „Den Absolventinnen und Absolventen wünsche ich für ihren weiteren Berufsweg viel Erfolg – und vor allem, dass sie nach jedem Einsatz gesund nach Hause kommen“.

Das Land will stärker für den Schutz der Straßenwärterinnen und -wärter sensibilisieren. Die Straßenbauverwaltung hat deshalb eine neue Öffentlichkeitskampagne auf den Weg gebracht, in deren Mittelpunkt mehr Respekt und Rücksichtnahme gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern stehen.

„Wer auf und an den Straßen arbeitet, ist besonderen Gefahren ausgesetzt. Angepasste Geschwindigkeit, Abstand und Aufmerksamkeit sind deshalb keine Frage der Höflichkeit, sondern der Sicherheit. Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter passen jeden Tag auf uns auf. Wir sollten genauso auf sie aufpassen“, so Blank.

Bereits in der kommenden Woche, am 1. September 2026, startet der nächste Ausbildungsjahrgang mit 19 neuen Auszubildenden.

Arbeitsmarkt im August 2026 – Kaum Dynamik in der Sommerpause

Nürnberg – „Auch im August zeigt sich am Arbeitsmarkt jenseits des saisonüblichen Musters wenig Dynamik. Damit setzt sich die verhaltene Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im August: +54.000 auf 3.061.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +36.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Im Zuge der noch anhaltenden Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit im August 2026 um 54.000 auf 3.061.000 gestiegen. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 4.000 höher. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Verglichen mit dem August des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 36.000 höher; die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Juli auf 4,2 Prozent.
Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im August gegenüber dem Vormonat um 3.000 gesunken. Mit 3.674.000 war sie um 33.000 höher als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. August für 14.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juni 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 140.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 8.000 mehr als im Vormonat und rund 55.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 14.000 verringert. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 226.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Mai auf Juni 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 1.000 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,81 Millionen Beschäftigten um 73.000 niedriger. 7,62 Millionen Personen hatten im Juni 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 56.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,08 Millionen ausschließlich und 3,53 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im August waren 656.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – blieb im August 2026 unverändert bei 103 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fällt der BA-X um 4 Punkte höher aus.

1.133.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im August 2026 Arbeitslosengeld, 109.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Grundsicherungsberechtigten belief sich hochgerechnet im August auf 3.754.000. Gegenüber August 2025 war dies ein Rückgang um 116.000 Personen. 6,9 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 433.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 4.000 mehr als im Vorjahresmonat. 156.000 haben bis August mitgeteilt, dass ihre Ausbildungssuche erfolgreich war, 11.000 weniger als vor einem Jahr. 102.000 haben bisher weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist insgesamt 451.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Das waren 32.000 weniger als im August 2025. 116.000 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. Bis zum Ende des Berichtsjahres am 30. September ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Vor allem die Zahlen der unbesetzten Ausbildungsstellen und der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber werden sich noch deutlich verringern.