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Tag: 29. August 2026

Großgewerbestandort für den Verkehr freigegeben

Hornstorf – Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank hat heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Hornstorf, der Hansestadt Wismar und des Landkreises Nordwestmecklenburg das Großgewerbe- und Industriegebiet Wismar-Hornstorf für den Verkehr freigegeben. Das Land unterstützt die Erschließung des Hornstorfer Teils mit mehr als 32,3 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Mit den Mitteln wurden unter anderem Erschließungsstraßen sowie Geh- und Radwege, Anlagen für Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasser, Strom- und Gasversorgung, Breitbandinfrastruktur und Straßenbeleuchtung geschaffen. Die Gesamtausgaben für die Erschließung des Hornstorfer Teils belaufen sich auf rund 39 Millionen Euro.

„Heute geben wir nicht einfach nur neue Straßen für den Verkehr frei. Wir geben einen Standort für seine eigentliche Aufgabe frei: Unternehmen Raum für Investitionen, Produktion und neue Arbeitsplätze zu bieten. Aus einer Fläche auf dem Plan ist ein real nutzbarer Wirtschaftsstandort geworden. Jetzt geht es darum, weitere Unternehmen für diesen Standort zu gewinnen, die investieren, Wertschöpfung schaffen und gute Arbeitsplätze in die Region bringen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank.

Der Standort verfügt mit der unmittelbaren Lage am Autobahnkreuz von A 14 und A 20, der Nähe zum Seehafen Wismar und zum Hochschulstandort über wichtige Voraussetzungen für größere Industrie- und Gewerbeansiedlungen. Der erste Spatenstich für die Erschließung erfolgte im September 2021.

Im Hornstorfer Projektgebiet stehen rund 45,5 Hektar Baugebietsfläche zur Verfügung, davon 15,1 Hektar als Industrie- und 30,4 Hektar als Gewerbegebiet. Rund 24 Hektar sind bereits verkauft oder reserviert. Auf einer ersten Fläche haben Ende Juli konkrete Bauarbeiten für eine Unternehmensansiedlung begonnen. Weitere Ansiedlungsanfragen liegen vor.

„Das Interesse zeigt, dass der Standort am Markt wahrgenommen wird. Wir wollen insbesondere industrielle und produzierende Unternehmen gewinnen, die hohe Wertschöpfung schaffen, gute Beschäftigung bieten und die besonderen Potenziale dieses Standortes nutzen – allen voran die Nähe zum Seehafen Wismar“, so Blank.

Die Gemeinde Hornstorf, die Hansestadt Wismar und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg bauen derzeit eine gemeinsame Vermarktung des Standortes auf. Ein gemeinsamer Internetauftritt soll spätestens im Oktober online gehen. Im September startet zudem die Arbeit an einem gemeinsamen Vertriebs- und Marketingkonzept. Das Land und Invest in MV wollen die Partner bei der nationalen und internationalen Investorenansprache unterstützen.

Klein, wohnortnah, unverzichtbar

Drese bekennt sich beim Tag der offenen Tür zum Krankenhaus Boizenburg

Boizenburg – Gesundheitsministerin besucht KMG Klinik und betont besondere Bedeutung kleiner Krankenhäuser für die ländliche Versorgung – Krankenhausreform geht in entscheidende Phase.

Klein heißt nicht unwichtig: Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat beim Tag der offenen Tür der KMG Klinik Boizenburg die besondere Bedeutung des Krankenhauses für die medizinische Versorgung in der Region betont. Nach ihrem Grußwort informierte sie sich bei einem Rundgang über die Arbeit und die medizinischen Angebote des Hauses. Die Klinik verfügt über 48 Betten und behandelt jährlich rund 3.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie rund 4.000 ambulant. Ihre Bedeutung reicht dabei über den westlichen Landkreis Ludwigslust-Parchim hinaus bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

„Die KMG Klinik zeigt eindrucksvoll, dass Größe nicht alles ist. Hinter 48 Betten stehen jedes Jahr tausende Menschen, die hier medizinisch versorgt werden, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten übernehmen. Gerade in einer ländlichen Region ist ein solches Krankenhaus unverzichtbar. Unser Ziel als Landesregierung ist deshalb klar: Wir wollen das Krankenhaus Boizenburg als festen und wichtigen Bestandteil unserer Krankenhauslandschaft erhalten“, sagte Drese.

Gerade angesichts der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum müssten kleine Krankenhäuser besonders betrachtet werden. „Kliniken mit weniger als 100 Betten haben andere Voraussetzungen als große Häuser in Ballungsräumen. Sie sind nicht einfach mit ihnen über einen Kamm zu scheren. Deshalb setze ich mich seit Jahren dafür ein, dass wir ihre besonderen Bedarfe berücksichtigen und die Versorgung in unseren ländlichen Regionen dauerhaft sichern.“

Die Krankenhausreform stellt auch für Boizenburg wichtige Weichen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem neuen Landeskrankenhausgesetz, den zugehörigen Rechtsverordnungen und dem neuen Krankenhausplan die wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Derzeit werden landesweit 626 Anträge auf Zuweisung von Leistungsgruppen geprüft und bearbeitet; die konkreten Entscheidungen sollen bis Ende 2026 getroffen werden. „Die Krankenhausreform ist ein tiefgreifender Umbruch. Aber wir kommen gut voran und werden die Reform in Mecklenburg-Vorpommern so umsetzen, dass Qualität und Patientensicherheit gestärkt werden und gleichzeitig die Versorgung in der Fläche funktioniert. Gerade bei kleinen Krankenhäusern müssen wir sehr genau hinschauen, was die Menschen vor Ort tatsächlich brauchen“, so Drese.

Die Ministerin würdigte zugleich das Engagement der KMG Klinik für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Neben der medizinischen Behandlung bildet das Haus jährlich Pflegefachkräfte sowie Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie aus. „Gute Gesundheitsversorgung braucht gute Fachkräfte und sie braucht Menschen, die sich vor Ort engagieren. Beides finden wir hier in Boizenburg“, sagte Drese. „Ich danke allen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und den vielen weiteren Beschäftigten für ihren täglichen Einsatz. Lassen Sie uns den Weg gemeinsam weitergehen, damit die Menschen in Boizenburg und der Region auch künftig eine gute, wohnortnahe und menschliche medizinische Versorgung bekommen.“

600 Jahre Vereinsgeschichte und noch lange nicht Schluss

Sportplakette des Bundespräsidenten für die Brüeler Schützengilde

Brüel – 600 Jahre Vereinsgeschichte – und noch immer mittendrin im Vereinsleben: Die Brüeler Schützengilde 1425 e. V. ist am Freitagabend beim Schützenfest mit der Sportplakette des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet worden. Sportministerin Stefanie Drese überreichte die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportvereine und -verbände und würdigte damit die besonderen Verdienste der Schützengilde um die Pflege und Entwicklung des Sports.

„Über 600 Jahre Vereinsgeschichte – das ist weit mehr als eine beeindruckende Zahl. Dahinter stehen Generationen von Menschen, die Verantwortung übernommen, Gemeinschaft gelebt und den Verein immer wieder mit neuem Leben gefüllt haben“, sagte Drese. „Die Brüeler Schützengilde ist damit ein herausragendes Beispiel dafür, was Sport und Ehrenamt für unser Gemeinwesen leisten können.“

Gerade in einer Zeit, in der vieles schnelllebiger und unverbindlicher werde, seien Vereine Orte, die Menschen dauerhaft zusammenbringen. „Sport ist mehr als die schönste Nebensache der Welt. Er schafft Begegnung, baut Brücken über Generationen und gesellschaftliche Gruppen hinweg und vermittelt Lebensfreude. Unsere Sportvereine geben diesem Miteinander ein Zuhause“, so Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern sind inzwischen mehr als 310.000 Menschen in einem Sportverein organisiert – fast jeder fünfte Einwohner des Landes. Möglich sei das vor allem durch das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, betonte die Ministerin. „Vorstände, Trainerinnen und Trainer, Übungsleiter, Schieds- und Kampfrichter und all die vielen Helferinnen und Helfer halten unsere Vereine am Laufen. Sie machen unser Land lebens- und liebenswert und sind wichtige Säulen unserer demokratischen Zivilgesellschaft.“

Die Brüeler Schützengilde ist dafür ein besonders eindrucksvolles Beispiel. Rund 120 Mitglieder zählt der Verein heute. Im vergangenen Jahr feierte die Schützengilde ihr 600-jähriges Bestehen. Drese würdigte insbesondere die Leistung, über Jahrhunderte hinweg eine Gemeinschaft zusammenzuhalten und zugleich Traditionen zu bewahren.

„Eine Gemeinschaft über so viele Generationen zusammenzuhalten, Menschen für den Sport zu begeistern und dabei die eigenen Traditionen lebendig zu halten, ist eine außergewöhnliche Leistung. Die Brüeler Schützengilde hat damit nicht nur Sportgeschichte geschrieben, sondern auch ein Stück kulturelles Erbe unserer Region bewahrt“, sagte Drese. Die Landesregierung habe die Entwicklung der Vereinsinfrastruktur deshalb bereits in der Vergangenheit unterstützt.

„Heute geht es deshalb nicht nur um einen Blick zurück auf 600 Jahre Geschichte. Es geht auch darum, den Blick nach vorn zu richten. Ich wünsche der Brüeler Schützengilde, dass sie auch die nächsten Generationen für ihren Sport und ihre Gemeinschaft begeistern kann“, sagte Drese abschließend.

Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten werden Turn- und Sportvereine ausgezeichnet, die sich durch langjähriges Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. Die Auszeichnung wurde erstmals 1984 verliehen und würdigt das herausragende ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen.

Pferdetage in Redefin: Noch Tickets erhältlich

Redefin – Pferdesport, Zucht und große Schaubilder: Am 29. und 30. August 2026 lädt das Landgestüt Redefin zu den traditionellen Pferdetagen ein. Jeweils ab 10 Uhr können Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen des Gestüts werfen. Ab 13 Uhr beginnt die große Pferdeschau auf dem Paradeplatz.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus lädt zum Besuch ein: „Das Landgestüt Redefin gehört zu den besonderen Orten Mecklenburg-Vorpommerns. Hier verbinden sich über 200 Jahre Pferdezucht mit Tradition, Fachwissen und einer großen Begeisterung für das Pferd. Diese Tradition zu erhalten und zugleich in die Zukunft zu führen, ist uns als Land wichtig. Die Pferdetage zeigen eindrucksvoll, wie lebendig dieses Kulturgut ist. Ich lade alle Pferdefreunde und besonders Familien herzlich ein, Redefin an diesem Wochenende selbst zu erleben.“

Auf dem Programm stehen unter anderem die Große Quadrille mit den Lützower Jägern, historische Kutschen und Mehrspänner sowie zahlreiche Gastauftritte. Bereits am Vormittag gibt es Stallbesichtigungen, Einblicke in das Roßarzt-Museum sowie Vorführungen rund um Pferdezucht und -haltung. Für Kinder werden unter anderem Ponyreiten, Hobby-Horsing und weitere Mitmachangebote angeboten.

Erst vor wenigen Wochen waren Pferde und Reiter des Landgestüts Redefin auch an der großen Quadrille der Deutschen Landgestüte im Rahmen der Weltmeisterschaft in Aachen beteiligt. Nun steht am Wochenende Redefin selbst ganz im Zeichen der Faszination Pferd.

Tickets sind weiterhin im Vorverkauf sowie an den Veranstaltungstagen erhältlich.