Drese bekennt sich beim Tag der offenen Tür zum Krankenhaus Boizenburg
Boizenburg – Gesundheitsministerin besucht KMG Klinik und betont besondere Bedeutung kleiner Krankenhäuser für die ländliche Versorgung – Krankenhausreform geht in entscheidende Phase.
Klein heißt nicht unwichtig: Gesundheitsministerin Stefanie Drese hat beim Tag der offenen Tür der KMG Klinik Boizenburg die besondere Bedeutung des Krankenhauses für die medizinische Versorgung in der Region betont. Nach ihrem Grußwort informierte sie sich bei einem Rundgang über die Arbeit und die medizinischen Angebote des Hauses. Die Klinik verfügt über 48 Betten und behandelt jährlich rund 3.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie rund 4.000 ambulant. Ihre Bedeutung reicht dabei über den westlichen Landkreis Ludwigslust-Parchim hinaus bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
„Die KMG Klinik zeigt eindrucksvoll, dass Größe nicht alles ist. Hinter 48 Betten stehen jedes Jahr tausende Menschen, die hier medizinisch versorgt werden, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten übernehmen. Gerade in einer ländlichen Region ist ein solches Krankenhaus unverzichtbar. Unser Ziel als Landesregierung ist deshalb klar: Wir wollen das Krankenhaus Boizenburg als festen und wichtigen Bestandteil unserer Krankenhauslandschaft erhalten“, sagte Drese.
Gerade angesichts der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum müssten kleine Krankenhäuser besonders betrachtet werden. „Kliniken mit weniger als 100 Betten haben andere Voraussetzungen als große Häuser in Ballungsräumen. Sie sind nicht einfach mit ihnen über einen Kamm zu scheren. Deshalb setze ich mich seit Jahren dafür ein, dass wir ihre besonderen Bedarfe berücksichtigen und die Versorgung in unseren ländlichen Regionen dauerhaft sichern.“
Die Krankenhausreform stellt auch für Boizenburg wichtige Weichen. Mecklenburg-Vorpommern hat mit dem neuen Landeskrankenhausgesetz, den zugehörigen Rechtsverordnungen und dem neuen Krankenhausplan die wesentlichen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Derzeit werden landesweit 626 Anträge auf Zuweisung von Leistungsgruppen geprüft und bearbeitet; die konkreten Entscheidungen sollen bis Ende 2026 getroffen werden. „Die Krankenhausreform ist ein tiefgreifender Umbruch. Aber wir kommen gut voran und werden die Reform in Mecklenburg-Vorpommern so umsetzen, dass Qualität und Patientensicherheit gestärkt werden und gleichzeitig die Versorgung in der Fläche funktioniert. Gerade bei kleinen Krankenhäusern müssen wir sehr genau hinschauen, was die Menschen vor Ort tatsächlich brauchen“, so Drese.
Die Ministerin würdigte zugleich das Engagement der KMG Klinik für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Neben der medizinischen Behandlung bildet das Haus jährlich Pflegefachkräfte sowie Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie aus. „Gute Gesundheitsversorgung braucht gute Fachkräfte und sie braucht Menschen, die sich vor Ort engagieren. Beides finden wir hier in Boizenburg“, sagte Drese. „Ich danke allen Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und den vielen weiteren Beschäftigten für ihren täglichen Einsatz. Lassen Sie uns den Weg gemeinsam weitergehen, damit die Menschen in Boizenburg und der Region auch künftig eine gute, wohnortnahe und menschliche medizinische Versorgung bekommen.“