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Monat: August 2026

AVdual startet nach den Sommerferien

Mehr Praxis, individuelle Begleitung und bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Schwerin – Mit Beginn des neuen Schuljahres startet in Mecklenburg-Vorpommern das neue Bildungsangebot „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AVdual). An zunächst 11 beruflichen Schulen erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich gezielt auf eine Berufsausbildung vorzubereiten. Voraussichtlich 640 Jugendliche werden dieses Angebot wahrnehmen. Das Land führt den neuen Bildungsgang zunächst modellhaft ein und will ihn anschließend schrittweise ausbauen.

„Mit AVdual schaffen wir ein praxisnahes Angebot für junge Menschen, denen der Einstieg in eine Berufsausbildung noch nicht gelungen ist. Wir geben ihnen eine Perspektive und unterstützen sie dabei, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„AVdual richtet sich an berufsschulpflichtige Jugendliche mit oder ohne Schulabschluss, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Der einjährige Bildungsgang verbindet Unterricht mit intensiver betrieblicher Praxis. Ziel ist es, die Ausbildungschancen zu verbessern, den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung zu erleichtern und den Jugendlichen durch individuelle Förderung neue Perspektiven zu eröffnen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den bundesweit anerkannten Abschluss der Berufsreife zu erwerben.

„Der Übergang von der allgemein bildenden Schule in die berufliche Schule darf den Bildungsweg nicht unterbrechen. Wir sorgen für einen guten Übergang und bauen Brücken. Kein junger Mensch soll uns verloren gehen. Deswegen setzen wir auf eine enge Verbindung von schulischem Lernen und praktischen Erfahrungen in den Betrieben“, erläuterte Oldenburg.

Ein besonderes Merkmal von AVdual ist die individuelle Begleitung der Schülerinnen und Schüler. Speziell eingesetzte AVdual-Begleitungen arbeiten eng mit den Lehrkräften, den Betrieben, den Eltern sowie der Berufsberatung zusammen. Sie unterstützen bei der Beruflichen Orientierung, begleiten Praktika und helfen beim Übergang in eine Ausbildung oder eine weiterführende Qualifizierung.

„Jede und jeder Jugendliche bringt unterschiedliche Stärken und Talente mit. Mit AVdual nehmen wir diese Potenziale in den Blick. Wir setzen auf individuelle Förderung, stärken die Berufswahlkompetenz und begleiten sie intensiv auf ihrem Weg in das Berufsleben“, so die Ministerin.

Das neue Angebot wird zunächst an ausgewählten beruflichen Schulen mit Berufsvorbereitungsteil erprobt. Die Zahl der Lerngruppen richtet sich nach dem Bedarf sowie den personellen Voraussetzungen an den jeweiligen Schulen. Die Finanzierung der AVdual-Begleitungen erfolgt über das Startchancen-Programm.

„Mit AVdual schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass mehr Jugendliche einen anerkannten Schulabschluss erreichen, eine Ausbildung aufnehmen und langfristig in Mecklenburg-Vorpommern ihren beruflichen Weg gehen“, sagte die Bildungsministerin.

An diesen beruflichen Schulen startet AVdual im Schuljahr 2026/2027: 

  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Greifswald
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Vorpommern-Greifswald Wolgast – Torgelow
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Vorpommern-Rügen
  • Berufliche Schule der Hanse- und Universitätsstadt Rostock -Dienstleistung und Gewerbe
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Rostock
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Neubrandenburg Gesundheit – Sozial- und Sonderpädagogik – Technik
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Neustrelitz
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum Müritz
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Ludwigslust-Parchim
  • Berufliche Schule des Landkreises Nordwestmecklenburg – Berufsschulzentrum Nord
  • Regionales Berufliches Bildungszentrum der Landeshauptstadt Schwerin – Technik

Sommerferienspiele mit Kunstkurs

Schul- und Sportverein 09 Gingst organisiert 14 Tage langes Kinderprogramm

Insel Rügen – „Die Sommerferienspiele sind Erfolgstage in Gingst“, sagt Schulleiter André Farin in einer Auswertungsrunde des Fördervereins der Schule. Seit Jahren unterstützt der Schul- und Sportverein 09 Gingst die ersten 14 Tage in den Ferien, an denen Kinder aus Gingst und Umgebung ganz unterschiedliche Aktivitäten erleben und ausprobieren können.

Die Regie für das bunte Programm hat Schulsozialarbeiterin Karin Degner übernommen und kann stolz auf die Auswahl und Vorbereitung der Projekte sein. „Wir knüpfen an die Erfahrungen der letzten Jahre an“, erklärt Karin Degner ihre Planung der sommerlichen Vormittage zwischen 7.30 und 12 Uhr. An manchen Tagen kommen über 20 Jungen und Mädchen, um gemeinsam zu spielen, zu basteln, zu backen, zu wandern oder Kunst zu erleben.

Kunstwerkstatt in der Schule Gingst. Petra Saal (links) zeigt ihren interessierten Sommerferien-Kindern das Marmorieren von Papier. Foto: André Farin
Kunstwerkstatt in der Schule Gingst. Petra Saal (links) zeigt ihren interessierten Sommerferien-Kindern das Marmorieren von Papier. Foto: André Farin

Das konnten sie gleich an zwei Tagen, an denen die ehemalige Kunstlehrerin Petra Saal ihre Papierwerkstatt in der Schule eröffnete. Sie zeigte den interessierten Teilnehmern, wie man mit viel Geduld, unendlicher Fantasie und passenden Hilfsmitteln Papier marmoriert. „Die Kinder staunten nicht schlecht über ihre herrlichen Ergebnisse“, findet Petra Saal, die mit Leib und Seele Kunst betreibt und vermittelt. Die beiden Tage nutzte sie auch, um für das kommende Schuljahr zu werben. Dann möchte sie nämlich die Kunstwerkstatt fortsetzen und Kinder für Kunst begeistern.

Auf dem Stundenplan der Ferientage stand auch der Besuch auf dem Museumshof, wo Waldemar Opolski alles für das traditionelle Brotbacken im Steinbackofen vorbereitet hatte. „Ich freue mich sehr, dass er auch dieses Jahr alles so unkompliziert und kinderfreundlich organisiert hat“, meint Karin Degner. Sie hat sich nämlich bewusst dazu entschieden, mit vielen Gingster Personen und Einrichtungen zusammenzuarbeiten, wie beispielsweise auch mit Ortsführerin Bärbel Weiss oder der Bibliotheksleiterin Maren Kerfack. Sie dankte ihnen für die Kooperation, die im nächsten Jahr fortgeführt wird.