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Monat: Oktober 2026

Herbstferien im STRALSUND MUSEUM

„Giebel, Backstein & Farbe“

Stralsund – In den Herbstferien lädt das STRALSUND MUSEUM Familien zu zwei Nachmittagen in den historischen Saal des Wulflamhauses am Alten Markt ein.

Los geht es am Samstag, den 24. Oktober. Beim Familienatelier „Giebel, Backstein & Farbe“ dreht sich alles um die historischen Giebelhäuser der Stralsunder Altstadt. Kinder und Erwachsene gehen gemeinsam der Frage nach, was diese Häuser so besonders macht, und gestalten und bemalen ihr eigenes kleines Giebelhaus aus Holz, das anschließend mit nach Hause genommen werden kann.

Am Samstag, den 31. Oktober, folgt „Laterne, Laterne…“: Die Familien schauen gemeinsam den Film „Laternenposse“, erfahren Kurioses aus der Stralsunder Stadtgeschichte und gestalten anschließend fantasievolle Laternen für den Umzug am Sankt Martinstag oder für zu Hause.

Beide Familienateliers finden im Wulflamhaus, Alter Markt 5, jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 4 Euro pro Person, das Material ist im Preis enthalten. Anmeldung telefonisch unter 03831 253 616 sowie per E-Mail an museum-veranstaltungen@stralsund.de möglich.

Veranstaltung informiert Unternehmen über Fördermittelprogramme

Neustrelitz – MVeffizient, das Angebot für Unternehmen der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV), und die Förderberatung des Landeszentrums für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern (Leea e.V.) laden am 18. November 2026 in Neustrelitz zu einer gemeinsamen Fördermittelveranstaltung ein. Beginn ist um 10 Uhr im Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern, Am Kiefernwald 1.

„Klimaschutz entsteht ganz praktisch vor Ort in den Unternehmen, Kommunen und Verwaltungen. Für sie spielen die Energiekosten eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen in MV wollen sie senken und planen dafür Investitionen. Auf der Veranstaltung erfahren Geschäftsführende sowie Verantwortliche für Energie, Klimaschutz und Finanzen in Unternehmen MV, welche Förderprogramme dazu passen und was das Klimaverträglichkeitsgesetz des Landes für den eigenen Betrieb bedeutet. Denn für viele Betriebe bestimmt nicht zuletzt die Förderung, ob sich eine Investition rechnet“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus.

Die Programme von Bund und Land unterscheiden sich in Voraussetzungen, Fristen und Förderquoten. Hierzu stellen Fachleute des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Klimaschutzministeriums MV aktuelle Förderprogramme und das neue Gesetz vor. An Infopoints stehen weitere Institutionen für Einzelgespräche bereit.

„Energiekosten bleiben für viele Betriebe im Land ein großes Thema. Wer investieren will, soll wissen, welche Unterstützung es gibt und was sich durch neue Regeln ändert“, sagt Gunnar Wobig, Geschäftsführer der LEKA MV. „Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die Programme von Bund und Land und bringt die Betriebe mit den zuständigen Ansprechpersonen zusammen. Das kann den Unternehmen Zeit und viele einzelne Anfragen sparen.“

Nach der Begrüßung durch Stefanie Beitz von der Förderberatung des Leea e.V. und Robert Reinschmidt, Technischer Berater bei MVeffizient, stellt Jona Knoke vom BAFA die Module der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) vor. Ein Vortrag zu den Kreditprogrammen der KfW folgt. Am Nachmittag erläutert Dr. Beatrix Romberg, Referatsleiterin im Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV, was das Klimaverträglichkeitsgesetz für Unternehmen im Land ändert. Ihr Kollege Henry Moß stellt im Anschluss die Klimaschutzförderrichtlinie des Landes für Unternehmen vor.

Ab 14 Uhr haben die Teilnehmenden viel Zeit für Gespräche an den Infopoints. Dort beraten das Klimaschutzministerium MV, das Landesförderinstitut MV, MVeffizient, das Leea e.V., die NORD/LB, die KfW, die Sparkassen und die Wirtschaftsfördergesellschaften des Landes.

„Die meisten Fragen aus der Praxis sind sehr konkret. Darf ich die Anlage vor dem Förderbescheid bestellen? Lässt sich Bundes- mit Landesförderung kombinieren?“, sagt Stefanie Beitz, Projektleiterin der Förderberatung beim Leea e.V., die durch den Tag führt. „Solche Fragen können die Unternehmen an den Infopoints mit den Stellen klären, die später über den Antrag entscheiden.“

Frank Liebetrau, ESG-Stratege der NORD/LB, spricht in seiner Keynote über die Transformation als eine Aufgabe, die über die Finanzierung hinausgeht. Ein offener Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden schließt die Veranstaltung ab.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis 10. November 2026 wird gebeten.

Drese: Prävention ist eine Investition in Gesundheit und Wirtschaftskraft

Land und BioCon Valley wollen Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft enger verzahnen/ Studien zeigen wirtschaftlichen Nutzen betrieblicher Prävention

Schwerin – Prävention stärkt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern bietet auch wirtschaftliche Chancen. Mecklenburg-Vorpommern will deshalb Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft stärker zusammendenken. Der Netzwerk-Auftakt für gemeinsame Perspektiven zwischen Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitswirtschaft am (heutigen) Montag bei der BioCon Valley GmbH war der Startschuss für neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesundheitswesen. Das Land fördert das Projekt zur Koordinierung entsprechender Maßnahmen mit 500.000 Euro.

„Gesundheit ist weit mehr als ein Kostenfaktor. Sie ist eine Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir Prävention konsequent stärken, profitieren die Menschen, unsere Unternehmen und der Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese. Entscheidend sei, vorhandenes Wissen und bestehende Angebote besser miteinander zu verbinden und neue Ideen schneller in die Anwendung zu bringen.

Dass sich Investitionen in Prävention auch wirtschaftlich auszahlen können, zeigen Untersuchungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Demnach bringt jeder investierte Euro im Durchschnitt einen wirtschaftlichen Nutzen von 2,70 Euro. Weniger krankheitsbedingte Ausfälle sind dabei nur ein Aspekt. Auch der Erhalt von Arbeitsfähigkeit, Wohlbefinden und Lebensqualität zählt. „Wir müssen Gesundheit stärker als Zukunftsinvestition begreifen. Die Frage ist nicht allein, was Prävention kostet, sondern auch, welche Chancen wir verschenken, wenn wir sie vernachlässigen“, so Drese.

Mecklenburg-Vorpommern will dafür die Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention enger mit dem Masterplan Gesundheitswirtschaft MV 2030 verzahnen. Die Präventionsstrategie setzt Schwerpunkte bei Bewegungsförderung, psychischer Gesundheit, Suchtprävention und Gesundheitskompetenz. Die Gesundheitswirtschaft wiederum verbindet Unternehmen, Forschung und Versorgung und bietet damit Ansatzpunkte, um innovative Lösungen für mehr Gesundheit zu entwickeln und in die Praxis zu bringen.

Die Netzwerkgesellschaft koordiniert das Vorhaben, bringt Partner aus unterschiedlichen Bereichen an einen Tisch und unterstützt die Entwicklung neuer Ansätze. Dazu gehört auch eine digitale Präventionslandkarte, die Angebote und Maßnahmen sichtbarer machen und den Zugang zu ihnen erleichtern soll.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viel Kompetenz und zahlreiche gute Ansätze in der Gesundheitsförderung. Die Herausforderung besteht darin, diese Kräfte stärker zu bündeln und die Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgung gezielt zu nutzen“, sagte BioCon-Valley-Geschäftsführer Lars Bauer. „Wenn wir Wissen, innovative Ideen und praktische Erfahrungen zusammenbringen, können daraus neue Angebote entstehen, die sowohl den Menschen als auch dem Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zugutekommen.“

Für Drese kommt es darauf an, dass aus der Vernetzung konkrete Ergebnisse entstehen. „Wir wollen gute Ideen nicht nur diskutieren, sondern in die Umsetzung bringen. Prävention muss im Alltag der Menschen ankommen – und zugleich zeigen, welches Potenzial in ihr für Innovation, Beschäftigung und Wertschöpfung steckt. Dafür brauchen wir starke Partnerschaften zwischen Gesundheitswesen, Wissenschaft und Wirtschaft“, betonte die Ministerin.

Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet

Jochen Schulte: „Wir stärken den Rostocker Stadthafen als Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste“

Rostock – Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat heute die modernisierte Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet. Auf rund 450 Metern wurde die Kaianlage im Bereich der Liegeplätze 86 bis 91 erneuert.

Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte hat heute die modernisierte Hafenanlage am Kempowski-Ufer im Rostocker Stadthafen eröffnet. Auf rund 450 Metern wurde die Kaianlage im Bereich der Liegeplätze 86 bis 91 erneuert. Das Land unterstützt den ersten Bauabschnitt mit rund 11,9 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtausgaben für den ersten Bauabschnitt betragen rund 19,9 Millionen Euro.

„Der Stadthafen prägt die maritime Identität Rostocks und das Lebensgefühl der Menschen, die hier wohnen. Zugleich macht er den besonderen Reiz der Stadt als attraktives Reiseziel aus. Mit der modernisierten Kaianlage schaffen wir mehr Aufenthaltsqualität direkt an der Warnow und verbessern die Bedingungen für die maritime Nutzung des Hafens. Das kommt den Rostockerinnen und Rostockern ebenso zugute wie den Gästen unserer Küstenstadt. Zugleich stärken wir die Voraussetzungen für Gastronomie und touristische Angebote vor Ort“, sagte Staatssekretär Schulte.

Ein besonderes Merkmal ist die rund 200 Meter lange, tieferliegende Geh-Ebene. Sitzstufen laden zum Verweilen direkt am Wasser ein. Gleichzeitig verbessert die erneuerte Infrastruktur die Bedingungen für die maritime Nutzung der Liegeplätze. Dazu gehören erneuerte beziehungsweise ergänzte Versorgungsleitungen sowie eine Schwerlastplatte am Liegeplatz 91, die unter anderem den Einsatz von Schwerlastkränen ermöglicht.

„Ein attraktiver Stadthafen lebt vom Zusammenspiel aus maritimer Nutzung und hoher Aufenthaltsqualität. Die neue Anlage verbindet beides. Mit unserer Förderung investieren wir in eine touristische Infrastruktur, die zugleich den Menschen vor Ort im Alltag zur Verfügung steht“, betonte Staatssekretär Schulte.

Der weitere Ausbau der Promenade befindet sich in Vorbereitung. Der zweite Bauabschnitt sieht eine Flaniermeile, zusätzliche Grünflächen und die Einbindung von Hochwasserschutzanlagen und gastronomischen Außenflächen vor. Auch eine Fahrradstraße mit Verkehrsanbindung ist geplant. Bereits in der Vergangenheit wurden im Rostocker Stadthafen unter anderem die Uferpromenade an der Silohalbinsel, der Anleger Kabutzenhof und die Erneuerung der Liegeplätze 78 bis 83 mit GRW-Mitteln unterstützt.

Erster Schulpartner-Preis geht nach Schwerin

Oldenburg: Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die engagierte Arbeit, die an der Schule geleistet wird

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg gratuliert der Grundschule am Mueßer Berg in Schwerin zum Schulpartner-Preis. Die Schule erhält ihn für ihr Engagement in der Gewaltprävention und Streitschlichtung sowie für die Zusammenarbeit mit den Eltern. „Die Grundschule am Mueßer Berg zeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig darin zu stärken, Konflikte friedlich zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Das ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen und ein gutes Schulklima. Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die engagierte Arbeit, die an der Schule geleistet wird.“

Alle 17 Klassen der Grundschule haben ein monatliches Training zur Gewaltprävention und Streitschlichtung durchlaufen. Darüber hinaus hat die Schule ein Elterncafé eingerichtet. Die Pädagoginnen und Pädagogen haben an Fortbildungen teilgenommen, um die Erfolge des Trainings im Schulalltag zu verankern. Das Projekt setzt damit auf ein gemeinsames Engagement von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. „Kinder brauchen Erwachsene, die sie begleiten, ihnen zuhören und sie dabei unterstützen, eigene Lösungen zu finden. Wenn Schule und Elternhaus dabei zusammenarbeiten, stärkt das die gesamte Schulgemeinschaft“, betonte Oldenburg.

Der Schulpartner-Preis wird in diesem Jahr erstmals vom Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) innerhalb seiner Initiative „Schulpartner Deutschland“ vergeben. Ausgezeichnet werden erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen außerschulischen Organisationen, Vereinen oder Verbänden und öffentlichen Schulen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und die Umsetzung staatlicher Förderprogramme.

Die Grundschule am Mueßer Berg ist zugleich eine Startchancen-Schule. Mit dem gemeinsamen Programm von Bund und Ländern sollen die Bildungschancen von Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft verbessert werden. Mecklenburg-Vorpommern erhält dafür jährlich 17 Millionen Euro an Bundesmitteln. „Jedes Kind soll die Chance haben, seine Stärken zu entwickeln und erfolgreich zu lernen – unabhängig von seiner familiären Situation und dem Verdienst seiner Eltern. Dafür brauchen wir Schulen, die individuelle Förderung und ein respektvolles Miteinander gleichermaßen im Blick haben“, sagte Oldenburg.

Neues Regierungsportal der Landesregierung geht online

Schwerin – Unter www.land-mv.de finden Bürgerinnen und Bürger aktuelle Informationen aus der Landesregierung künftig in einem modernen und übersichtlichen digitalen Auftritt.

Das neue Portal bündelt die Informationen der Staatskanzlei und der Ministerien und setzt auf eine thematische Nutzerführung. Inhalte zu wichtigen Lebensbereichen in Mecklenburg-Vorpommern sind jetzt schneller auffindbar. Auch aktuelle Meldungen, Termine und Informationen zur Arbeit der Landesregierung sind zentral erreichbar. Das neue Design ist konsequent für die Nutzung auf unterschiedlichen Endgeräten ausgelegt.

„Wir wollen die Arbeit der Landesregierung verständlich, transparent und zeitgemäß vermitteln. Deshalb haben wir das neue Regierungsportal konsequent aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger gedacht. Wer Informationen zu Arbeit, Familie, Bildung, Mobilität oder anderen wichtigen Lebensbereichen sucht, soll schnell zum richtigen Angebot kommen. Mit land-mv.de bündeln wir die Informationen der Landesregierung an einem zentralen Ort“, erklärte der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann.

Neu ist unter anderem eine Social-Media-Wall, die Beiträge der Landesregierung aus den sozialen Netzwerken gebündelt und datenschutzfreundlich auf dem Regierungsportal sichtbar macht.

Das neue Regierungsportal ist unter www.land-mv.de erreichbar.

Gesundheitsversorgung in MV: Digitalisierung muss den Menschen dienen

Staatssekretärin Sylvia Grimm bei TK-Jahresfachtagung: Vernetzung stärken, Versorgung sichern und Prävention ausbauen

Schwerin – Digitale Innovationen können die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Sie müssen dabei helfen, medizinische Expertise auch in ländlichen Regionen verfügbar zu machen, die Zusammenarbeit zwischen den Versorgungsbereichen zu stärken und die Gesundheitskompetenz der Menschen zu fördern. Das betonte Gesundheitsstaatssekretärin Sylvia Grimm am Donnerstag bei der Jahresfachtagung der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Gesundheit in MV – primär digital versorgt?“.

„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, ob sie die Versorgung der Menschen tatsächlich verbessert. Wir müssen digitale Möglichkeiten nutzen, um Wege zu verkürzen, medizinisches Wissen besser verfügbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren zu erleichtern. Gleichzeitig darf der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient nicht verloren gehen. Gute Versorgung muss für alle erreichbar bleiben – unabhängig vom Wohnort und davon, wie sicher sich jemand in der digitalen Welt bewegt“, sagte Grimm.

Gerade Mecklenburg-Vorpommern stehe als dünn besiedeltes Flächenland mit einer älter werdenden Bevölkerung und zunehmendem Fachkräftebedarf vor besonderen Herausforderungen. Digitale und telemedizinische Angebote könnten helfen, die Versorgung zukunftssicher aufzustellen. Mit einer Absichtserklärung für ein gemeinsames Telemedizinnetzwerk mit Schleswig-Holstein hätten beide Länder am 15. September einen wichtigen Schritt vereinbart. Zunächst sollen Krankenhäuser telemedizinisch miteinander vernetzt, perspektivisch auch Rettungsdienste, ambulante Versorgung und weitere Gesundheitsbereiche einbezogen werden. Ziel sei es, bestehende Angebote zu bündeln und einen gemeinsamen digitalen Versorgungsraum zu schaffen.

Digitalisierung allein löst nach Ansicht von Grimm jedoch nicht die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitswesens. „Wir brauchen eine stärkere sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Strukturen, die sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf orientieren. Das gilt auch für die Krankenhausreform. Die wohnortnahe Grund- und Notfallversorgung muss ebenso berücksichtigt werden wie die notwendige Spezialisierung komplexer Behandlungen. Digitale Vernetzung kann diesen Wandel unterstützen, aber weder eine bedarfsgerechte Krankenhausplanung noch ausreichend qualifiziertes Personal ersetzen“, so Grimm.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Gesundheitsförderung. Ziel müsse es sein, die Gesundheit der Bevölkerung über alle Lebensphasen hinweg nachhaltig zu verbessern. Digitale Beratungsangebote könnten Zugänge erleichtern und Menschen bei gesundheitlichen Fragen unterstützen. Entscheidend sei aber, Prävention dauerhaft im Alltag zu verankern und die Gesundheitskompetenz zu stärken. Mecklenburg-Vorpommern verfüge dafür mit seiner Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention über einen Rahmen, der weiterentwickelt und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort umgesetzt werden müsse.

„Wir müssen Versorgung nicht nur dann organisieren, wenn Menschen bereits krank sind. Wir müssen auch mehr dafür tun, dass sie gesund aufwachsen, leben und älter werden können. Dafür brauchen wir innovative Angebote, gute Zusammenarbeit und Menschen, die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob unsere Versorgung digital oder persönlich sein soll. Wir müssen beides sinnvoll verbinden – damit medizinischer Fortschritt bei den Menschen ankommt“, erklärte Grimm.

„Männerschuppen Insel Poel e.V. “ gewinnt Landeswettbewerb für ein gesundes Miteinander

Insel Poel – „Gesichter für ein gesundes Miteinander“: Unter diesem Motto haben sich bundesweit zahlreiche Projekte und Initiativen an einem Wettbewerb für besonderes Gesundheits-Engagement beteiligt. In Mecklenburg-Vorpommern überzeugte der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “ die Jury und sicherte sich den ersten Platz beim Landeswettbewerb 2026. Platz zwei ging an: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald. Den dritten Platz belegte das Projekt „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Den Sonderpreis Pflege gewann das Projekt „Rikscha für Bewegungseingeschränkte“ vom Verein „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ Die Sozialministerin Stefanie Drese und die DAK-Gesundheit zeichneten nun die Gewinnerinnen und Gewinner aus.

„Ob beim gemeinsamen Handwerkeln, via Telefon, beim Tischtennisspiel oder auf der Rikschafahrt: Wo Menschen niedrigschwellig Räume für Begegnung schaffen, zeigt sich, wie viel Kraft in Gemeinschaft steckt und wie wichtig dieser Zusammenhalt für uns alle ist. Das zeigen auch alle der heute ausgezeichneten Projekte auf ihre ganz eigene Weise. Auf diese wirklich große Bandbreite an Ideen und Projekten, das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten und das große Herzblut, das durch die Erzählungen der Ausgezeichneten spürbar wurde, können wir als Land ausgesprochen stolz sein“, betonte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Andreas Mirwald, Leiter der DAK-Landesvertretung in MV, ergänzt: „Mit dem ‚Männerschuppen Insel Poel e.V.‘ gewinnt ein Projekt den Landeswettbewerb, das in beeindruckender Weise zeigt, wie Gesundheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können. Dort entstehen nicht nur praktische Projekte für die Gemeinschaft, sondern auch soziale Kontakte, die Einsamkeit entgegenwirken und das Wohlbefinden stärken. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen insgesamt, wie viele Menschen sich in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Einsatz für ein gesundes Miteinander engagieren.

Im mittlerweile sechsten Wettbewerbsjahr haben sich bundesweit rund 350 Projekte und Initiativen beworben, die Gesundheit, Prävention oder Pflege mit gesellschaftlichem Engagement verbinden. Den Landessieg in Mecklenburg-Vorpommern erhielt der „Männerschuppen Insel Poel e.V. “. Initiator Andrew Gordon hat einen offenen Raum geschaffen, in dem handwerkliche Tätigkeit, gegenseitige Unterstützung und soziale Begegnung eng zusammengehören. Viele Männer finden hier eine Struktur, die Einsamkeit reduziert, Aktivität fördert und neue Kontakte ermöglicht. „Der Männerschuppen ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft, in der Menschen füreinander da sind und Verantwortung übernehmen“, sagt Gordon. Der Männerschuppen wirke inzwischen weit über die Insel hinaus. So entstanden beim gemeinsamen Handwerken robuste Marktstände für die Gemeinde, wurde ein wiederverwendbarer Weihnachtswunschbaum gestaltet, eine Wanderschutzhütte unterstützt und kreative Projekttage für Schulkinder durchgeführt. Kochen, Qigong, Singen und öffentliche Vorträge zu Gesundheits- und Gesellschaftsthemen ergänzen das Angebot.

Die Initiative auf Rang zwei wurde von Marie Zörner eingereicht: „Nightline – studentisches Zuhörtelefon“ aus Greifswald ist ein niedrigschwelliges, anonymes und wertschätzendes Zuhörangebot, das Studierenden und jungen Menschen in belastenden Situationen einen sicheren Raum für ihre Sorgen eröffnet.

Auf Rang drei landete „Ping Pong Salon – Begegnung in Bewegung“ aus Neustrelitz. Die Initiative wurde von Katja Thiede eingereicht. Sie ist ein Beitrag zu einer lebendigen Nachbarschaft bei dem beim gemeinsamen Spiel Menschen miteinander in Kontakt kommen können.

Einen besonderen Akzent für ein gesundes Miteinander setzte nach Jury-Ansicht auch ein Projekt, das sich liebevoll um ältere Menschen kümmert. Seit 2022 fährt Gernot Kunzemann mit anderen Freiwilligen des Vereins „Radeln ohne Alter Neubrandenburg e. V.“ in Pflegeheime und Einrichtungen der Tagespflege. Mit Rikschas fahren sie Menschen, die ihr Zuhause nicht verlassen können, durch ihre aktuellen und früheren Wohngebiete, durch das Zentrum, den Kulturpark oder auch an das Grab von verstorbenen Angehörigen. Dafür bekommen sie den Sonderpreis Pflege.

Im Dezember kürt eine namhafte Bundesjury um DAK-Vorstandschef Andreas Storm aus den Gewinnerprojekten aller Bundesländer die Bundessiegerinnen und -sieger. Schirmherrin des bundesweiten Wettbewerbs „Gesichter für ein gesundes Miteinander“ ist Bundesfamilienministerin Karin Prien. Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Initiativen gibt es unter www.dak.de/gesichter.