Gastgewerbe tagt in Warnemünde

Warnemünde – In Rostock-Warnemünde hat am Mittwoch der diesjährige Branchentag des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden. Der Tag stand unter dem Motto „Die Zukunft beginnt jetzt – gehen wir sie gemeinsam an“. „Hotels und Gaststätten sind die Visitenkarte des Tourismus bei uns im Land. Zufriedene Gäste kommen gern wieder. Damit dies gelingt, leisten die touristischen Unternehmen eine Menge. Qualität, Service und ein abwechslungsreiches Angebot müssen die Urlauber im hart umkämpften Wettbewerb überzeugen. Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Weiterbildung sind dabei herausfordernde Aufgaben. Wir unterstützen das Hotel- und Gaststättengewerbe auf diesem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Veranstaltet wurde der Branchentag vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern).

„Der Fachkräftemangel ist ein Kernproblem der Branche. Ziel muss es sein, ein frisches, realistisches Bild der Berufsbilder aufzuzeigen, um junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen. In der Hotel- und Gaststättenbranche wird gearbeitet, wenn andere feiern oder Urlaub machen. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen rund um den beruflichen Alltag stimmen, beispielsweise beim Thema Wohnen. Das haben wir gemeinsam angepackt“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe verwies zur Bewältigung des Fachkräftemangels unter anderem auf die Unterstützung des Wirtschaftsministeriums bei der gastgewerblichen Ausbildungskampagne „Gastro Burner – Fang Feuer und check ein“ und die Hilfen beim Bau von Mitarbeiterwohnungen.

So plant das Wirtschaftsministerium zur Schaffung von Mitarbeiterwohnungen in Tourismusschwerpunktgemeinden eine Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Das Programm soll die Fachkräfte entlasten, um am Arbeitsort auch geeigneten Wohnraum zu finden. Zugleich können Unternehmen ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe ging abschließend zum Maßnahmenpaket für Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ein, die von der Thomas Cook-Pleite betroffen sind. Dies enthält neben einer Unternehmens-Hotline unter anderem Bürgschaften und Darlehen, auch Kurzarbeit und die geförderte Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern konnten genutzt werden, um Kündigungen zu vermeiden. Mit Stand Ende November gab es über die Hotline der Gesellschaft für Struktur und Arbeitsmarktentwicklung (GSA) insgesamt zehn Unternehmen, die sich gemeldet hatten. Bei den Anrufern handelte es sich mehrheitlich um große Hotels beziehungsweise Hotelanlagen mit großen Bettenkapazitäten und dem Angebot von saisonverlängernden Maßnahmen und hohen Mitarbeiterzahlen. „Nachgefragt wurden Informationen zu den Themen Unterstützung, Weiterbildung sowie Insolvenzverfahren. Wir prüfen individuell, was das Richtige für jedes einzelne Unternehmen ist. Die Unternehmenshotline ist weiter geschaltet“, sagte Glawe.

Um Auszubildende zu gewinnen, hat der DEHOGA MV die Kampagne „Gastro Burner“ gestartet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kampagne mit 750.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). In einer Roadshow mit dem „Gastro-Burner Food Truck“ werden die Schulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Zusammen mit einer breit angelegten medialen Kampagne aus Imagefilmen, einer Kampagnenwebseite und Auftritten in Social Media Kanälen soll Jugendlichen ein modernes Bild der Ausbildungsberufe gezeigt werden. „Mit der Kampagne soll das Gastgewerbe stärker in den Fokus von Jugendlichen bei der Berufswahl gerückt werden. Sie werden mit neuen Medien angesprochen und vor Ort an Schulen begeistert. Damit kann ein zeitgemäßes Bild der Ausbildungsberufe in Hotellerie und Gastronomie vermittelt werden“, sagte Glawe.

Nach Angaben des Bundesagentur für Arbeit fallen derzeit (Stand Ende September) von den insgesamt 1.600 noch unbesetzten Berufsausbildungsstellen 404 Stellen (rund 25 Prozent) auf den HoGa-Bereich. In den Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen liegt auf dem ersten Platz der HoGa-Beruf Koch/Köchin (126 offene Stellen), auf dem 2. und 3. Platz liegen die Berufe Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (119) und Hotelfachmann/Hotelfachfrau (107), und auf Platz 6 der Beruf Fachkraft im Gastgewerbe (52).

Der DEHOGA MV ist Interessensvertreter der gastgewerblichen Branche und seiner Mitgliedsunternehmen. Nach eigenen Angaben vertritt der Verband rund 6.600 konzessionierte Betriebe. In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in der Hotellerie und Gastronomie beschäftigt. Das entspricht einer Steigerung seit dem Jahr 2009 von 22 Prozent. Etwa drei Milliarden Euro Umsatz erzielt das Gastgewerbe jährlich im Land, dabei sind die Vorleistungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette und die nachrangigen Effekte in der zweiten Wertschöpfungsstufe nicht eingerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es im Zeitraum Januar bis September 2019 in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 6,8 Millionen Ankünfte (+5,8 Prozent zum Vorjahrszeitraum) und mehr als 28,3 Millionen Übernachtungen (+10,1 Prozent) wurden registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in M-V lag in diesem Zeitraum bei 4,2 Nächten.

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Förderung für Kreismusikschule Uecker-Randow

Eggesin – „Die Konzerte der Kreismusikschule Uecker-Randow sind eine Bereicherung für Vorpommern. Immer wieder ziehen Sie hunderte in den Bann so wie beim traditionellen Weihnachtskonzert in Eggesin. Es ist ein großer Genuss, den kleinen und großen Musikerinnen und Musikern zuzuhören. Man spürt die Leidenschaft und Freude, mit der alle dabei sind“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Patrick Dahlemann heute beim Weihnachtskonzert in der Martin-Luther-Kirche.

Die Kreismusikschule, die in diesem Jahr 60 Jahre alt ist, sei in ganz Vorpommern sehr beliebt und anerkannt, „und das quer durch alle Generationen in der Region und weit darüber hinaus. Hier wird eine großartige Arbeit geleistet. Unterricht wird in rund 30 Fächern an den Schulstandorten Ueckermünde, Torgelow, Strasburg, Pasewalk und Eggesin angeboten. Ob Gesang oder Instrumental, die Lehrerinnen und Lehrer geben wie die Schülerinnen und Schüler ihr Bestes, um bei Wettbewerben ganz vorn mit dabei zu sein und das Publikum bei Konzerten mit ihrem Können zu verzaubern. Das verdient großen Respekt und Anerkennung“, lobte Dahlemann. Erst kürzlich besuchten er und Bildungsministerin Bettina Martin die Musikschule. Beide würdigten auch die Arbeit des Fördervereins.

Zur Überraschung übergab der Staatssekretär einen Förderbescheid des Bildungsministeriums über 2.500 Euro aus dem Strategie-Fonds für die Neuanschaffung eines Konzertglockenspiels und 30 neuer Pultleuchten. „Sie alle sorgen für gut organisierte Veranstaltungen und Projekte. Dafür braucht ihr auch diese gute Ausstattung. Dabei helfen wir sehr gern.“

Klimaschutz in der Kath. Pfarrei Herz Jesu

Rostock – Die Katholische Pfarrei Herz Jesu Rostock erhält in diesen Tagen zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt 31.860 Euro vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Pfarrei plant zum einen die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Martin in Rostock. Die Energie soll für den Eigenbedarf genutzt werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird zudem ein Batteriespeicher installiert. Diese Maßnahme wird mit 16.200 Euro gefördert. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent. Die errechnete jährliche CO2-Einsparung wird rund sechs Tonnen betragen.

Mit 15.660 Euro fördert das Land zudem die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Thomas Morus in Rostock. Die erzeugte Energie soll auch hier für den Eigenbedarf verwendet werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird ein Batteriespeicher zur Nutzung in Zeiten ohne Erzeugung solarer Energie eingesetzt. Durch die Maßnahme sollen jährlich rund sechs Tonnen CO2 eingespart werden.

Beide Vorhaben dienen gleichzeitig als Grundlage für ein Projekt für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren und ihre Eltern. Ihnen sollen die Zusammenhänge von Energieerzeugung, dem sparsamen Umgang mit Energie und Naturvorgänge anschaulich gemacht werden. Dazu werden auf einem Anzeigemodul die einzelnen Bereiche kindgerecht mit Symbolen dargestellt.

Mukran Port soll intensiver als Industriestandort vermarktet werden

Insel Rügen – Der Großgewerbestandort Mukran Port in Sassnitz auf der Insel Rügen soll intensiver vermarktet werden. „Wir unterstützen am Mukran Port die Vermarktung von Industrieflächen. Das Ziel der Initiative ist die Erhöhung der überregionalen Aufmerksamkeit und Bekanntheit des Industriestandortes am Mukran Port. Das steigert die Attraktivität des Standortes für hafenaffine Industrie- und Gewerbeunternehmen, sich dort anzusiedeln. So wollen wir nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Umsetzung erfolgt durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“ GmbH. Neben der Stärkung der Bekanntheit des Standortes geht es auf der Grundlage des erstellten Vermarktungskonzeptes um die konkrete Anwerbung von Investoren für den Standort im Rahmen einer Direktansprache.

Der Mukran Port bietet auf einer Gesamtfläche von knapp 430 Hektar Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals sowie umfangreiche Produktions- und Lagerflächen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Er liegt unmittelbar an der offenen See und ermöglicht der Schifffahrt eine unkomplizierte Ansteuerung. Derzeit wird ein Teil des Flächenareals im Hafengebiet für Offshore-Windpark-Montagetätigkeiten sowie für die Lagerung bis zur Verlegung der Nordstream 2 Pipelines genutzt. Zuvor wurden diese ebenfalls in Mukran mit Beton ummantelt.

„Die infrastrukturelle Anbindung des Hafens ist ideal – vor allem die kombinierten Breit- und Normalspuranbindungen bis zur Verladerampe stellen sicher, dass der Güterumschlag über das betriebseigene Schienennetz im Hafen- und im Bahnhofsbereich möglich ist. So kann unkompliziert vom Schiff auf den LKW umgeladen werden“, sagte Glawe. Betreiber des Hafens ist die Fährhafen Sassnitz GmbH mit den Gesellschaftern Stadt Sassnitz (90 Prozent) und Land Mecklenburg-Vorpommern (10 Prozent).

„Das wichtigste Thema für uns in Vorpommern ist und bleibt die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen. Neben den beiden Großgewerbestandorten Pasewalk-Stettin und Pommerndreieck ist Mukran auf Rügen damit die dritte Vermarktungsoffensive für Vorpommern. Gerade mit der Anbindungsmöglichkeit nach Skandinavien und Russland entsteht hier ein hochattraktiver Standort mit großem internationalem Potenzial, was der erste Testzug nach China eindrucksvoll zeigte“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

Die Gesamtkosten der geplanten Aktivitäten betragen 150.000 Euro. Die „Invest in MV“ erhält zur Umsetzung je 75.000 Euro zu gleichen Teilen vom Wirtschaftsministerium und aus dem Vorpommernfonds.

2,5 Mio. Euro für Kulturprojekte

2,5 Mio. Euro für Schloss Bröllin und das Kulturhaus Mestlin/TRAFO2-Programm fördert Kulturprojekte im ländlichen Raum

Schwerin – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald und das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum werden über das TRAFO2-Programm der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die beiden Trägervereine in Bröllin und Mestlin haben sich im jüngsten Bewerbungsverfahren durchgesetzt und erhalten eine Förderung in Höhe von jeweils 1,25 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2023, teilte die Stiftung heute mit.

„Das ist ein großer Erfolg für die beiden Vereine. Sie bereichern mit ihren Projekten das Kulturleben im ländlichen Raum in ganz besonderer Weise“, lobte Kulturministerin Bettina Martin. „Kultur im ländlichen Raum macht die Regionen lebenswert und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Das TRAFO-Programm fördert originelle und innovative Kulturprojekte. Insofern ist die finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes auch eine besondere Anerkennung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich riesig darüber, dass die beiden Kulturvereine von der Bundesförderung profitieren“, sagte Martin.

Schloss Bröllin will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlerinnen, Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Das Kulturhaus Mestlin soll sich zu einem gut vernetzten soziokulturellen Zentrum und einem Kommunikationsort der Parchimer Region entwickeln. Ziel ist es, die Region besser als bislang mit kulturellen Angeboten zu versorgen und die überregionale Wahrnehmung des Kulturhauses zu stärken.

Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ in den Jahren 2015 bis 2024 insgesamt 26,6 Millionen Euro bereit. Zwei Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich gemeinsam mit 16 Projekten in neun Bundesländern um diese Mittel beworben. TRAFO steht dabei für Transformationsprozesse auf dem Land. Eine Fachjury hat über die besten Konzepte entschieden.

Zweites Schiff der Global Class auf Kiel gelegt

Rostock – Die Kiellegung des zweiten 208.000 BRZ großen Dream-Cruises-Schiffes der Global Class fand heute bei MV WERFTEN in Rostock statt. Hier wird das Mittschiff gefertigt. Der Transfer der Mitschiffsektion für das erste Schiff der Global Class, der „Global Dream“, von Rostock zum überdachten Dock nach Wismar erfolgte erst vor zwei Wochen. Mit einer Länge von 235 Metern und einer Höhe von 20 Decks war es das größte Schiffsteil, das je geschleppt worden ist.

Gäste der Landes- und Bundesregierung, Geschäftsführer sowie Medienvertreter aus Deutschland und Asien, unter ihnen Wirtschaftsminister Harry Glawe, Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay, stellvertretender Geschäftsführer Hui Lim, Group-Präsident Colin Au, Genting-Cruise-Lines-Präsident Kent Zhu, Dream-Cruises-Präsident Michael Goh und MV WERFTEN-Geschäftsführer Peter Fetten, wohnten der Kiellegung von Global 2 bei. Alle Teilnehmer legten traditionell Glücksmünzen auf die Pallung, bevor der 95 Meter hohe Bockkran die 470 Tonnen schwere Sektion absenkte.

„Wir sind hier wegen der Kiellegung des zweiten Schiffes der Global Class“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay. „Aber noch wichtiger: Wir starten mit dem Design und Bau einer neuen Serie von Schiffen, der Universal Class. Das erste Schiff soll Ende 2022 geliefert werden.“

Kreuzfahrten sind ein Nischenmarkt, der 2,5 Prozent der Reiseindustrie ausmacht und werden als beliebte Alternative zu Urlaub an Land vermarktet. Die Schiffe der Universal Class werden entworfen, gebaut und betrieben, um eine Kreuzfahrt wie Urlaub an Land wirken zu lassen. Die 88.000 BRZ großen Schiffe können 2.000 Passagiere unterbringen und bieten alle Annehmlichkeiten von größeren Kreuzfahrtschiffen, ohne die Enge an Bord üblicher 5.000plus-Passagierschiffe. Genting wird die Schiffe der Universal Class u.a. für Hotelmarken betreiben, die in die Kreuzfahrtindustrie einsteigen wollen und bisher nicht die Möglichkeit aufgrund begrenzter Baukapazitäten hatten.

„Große Hotelmarken sind stets auf ihr Markenimage bedacht, daher sind die Schiffe der Universal Class perfekt, da sie Qualität ´Made in Germany´ garantieren. Sie werden höchste Sicherheits- und Umweltstandards erfüllen, einschließlich LNG-Antrieb“, erklärte Peter Fetten, Geschäftsführer von MV WERFTEN. „Nach der Lieferung der beiden Global-Class-Schiffe, den größten je in Deutschland gebauten Schiffen, werden wir unsere Erfahrung beim Bau der Universal-Schiffe einbringen. MV WERFTEN wird damit bis 2024 voll beschäftigt sein.“

Wirtschaftsminister Harry Glawe sagte: „Die Kiellegung ist ein weiterer Meilenstein in dem ehrgeizigen Kreuzfahrtschiffbauprogramm von MV WERFTEN. Die Mitarbeiter meistern die komplexen Herausforderungen und entwickeln sich erfolgreich weiter; sie sichern Tausende von Arbeitsplätzen, steigern die Wertschöpfung und tragen zur wirtschaftlichen Stabilität in Mecklenburg-Vorpommern bei.“

Erneuerung der Ringstraße in Röckwitz

Röckwitz – Die Gemeinde Röckwitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte für die Erneuerung der Ringstraße Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung beantragt, um ihren Eigenanteil finanzieren zu können. Nun ist dem Bürgermeister der Gemeinde ein Bewilligungsbescheid über eine Kofinanzierungshilfe i.H.v. rund 128.000 EUR zugesandt worden.

Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt M-V mit einer Finanzierung über die Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung i.H.v. 605.700 EUR.

Die Ringstraße wird auf ihre Gesamtlänge als örtliche Hauptstraße ausgebaut. Zusätzlich werden für die Anbindung der landwirtschaftlichen Flächen zwei Nebenachsen als Anliegerstraße verlängert. Die Trassierung orientiert sich am bestehenden Wegeverlauf. Angesichts der Nutzung durch den Schwerlastverkehr wird sie somit dem zu erwartenden Begegnungsverkehr des motorisierten Individualverkehrs als auch den damit in Verbindung stehenden Achslasten gerecht werden.

„Investitionen in zukunftsfähige Verkehrsinfrastrukturen und gezielte Straßen- und Wegebaumaßnahmen sind gerade für den ländlichen Raum wichtig. Deshalb freue ich mich, bei der Durchführung der Investitionsmaßnahme unterstützen zu können“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Neues Löschfahrzeug für Wittenburg

Wittenburg – Die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Lehsen kann sich freuen. Innenminister Lorenz Caffier überbrachte einen Bewilligungsbescheid für eine Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 108.300 EUR für die Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges (LF10).

Bei Gesamtkosten i.H.v. 325.000 EUR beteiligt sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit rund 109.000 EUR, so dass sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 107.600 EUR reduziert. Durch den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges wird ein altes Tanklöschfahrzeug, welches erhebliche technische Mängel aufweist, ersetzt.

Bei der Übergabe des Bescheides an die Bürgermeisterin der Stadt Wittenburg, Frau Dr. Margret Seemann, dankte der Minister den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lehsen für ihre ständige Einsatzbereitschaft.

„Es ist mir wichtig, in eine moderne Ausstattung, verbunden mit einer schnellen und bedarfsgerechten Erneuerung der Technik zu investieren. Denn im Ernstfall muss jede Feuerwehr mit möglichst vielen Einsatzkräften und moderner Technik schnell am Ort des Geschehens sein“ so Minister Lorenz Caffier.

Die Freiwillige Feuerwehr Lehsen zählt derzeit 29 aktive Mitglieder, mit denen die Tageseinsatzbereitschaft gewährleistet ist. Besondere Gefahrenschwerpunkte liegen neben der örtlichen Wohnbebauung insbesondere in kleinen Betrieben, einer Pension und im Gewerbegebiet Wittenburg. Die Landesstraße L 05 läuft durch das Ortsgebiet. Künftig wird sie in die Alarm- und Ausrückordnung der BAB 24 eingetaktet, so dass die Freiwillige Feuerwehr Lehsen auch überörtliche Aufgaben wahrnimmt.

Fördermittel für Neukloster und Ventschow

Neukloster – Die Stadt Neukloster ist mit seiner Grundschule, seiner Regionalen Schule, seiner Förderschule, seinem Gymnasium sowie dem überregionalen Förderzentrum „Sehen“ Mecklenburg-Vorpommern ein bedeutender Schulstandort im Landkreis Nordwestmecklenburg.

Zur Grund- und Förderschule gehört eine Anfang der 80-er Jahre erbaute Einfeld-Sporthalle, die sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand befindet. Diese ist mit Blick auf die derzeitigen und künftigen zu klein. Die Sporthalle wird außerdem intensiv durch Sportvereine, durch die Kindertagesstätte und den Schulhort und andere Freizeitsportgruppen genutzt.

Um den derzeitigen und künftigen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es des Neubaus einer Zweifeld-Sporthalle. Die Gesamtkosten für die Halle betragen rd. 3,7 Mio. EUR. Die Hauptförderung erfolgt durch eine Zuwendung des Energie- und Infrastrukturministeriums i.H.v. rd. 2,5 Mio. EUR. Das Innenministerium wiederum entlastet die Stadt bei der Erbringung ihres Eigenanteils durch die Gewährung einer Sonderbedarfszuweisung i.H.v. 265.000 Euro.

„Ich freue mich mit Fördermitteln helfen zu können, damit wieder alle Schülerinnen und Schüler, aber auch alle Sportlerinnen und Sportler von Vereinen und Freizeitsportgruppen in einer modernen und funktionsfähigen Halle Sport treiben können. Solche Einrichtungen sind wichtige Orte für das gesellschaftliche Leben und das Zusammengehörigkeitsgefühl“, ist der Minister überzeugt.

Die Gemeinde Ventschow im Landkreis Nordwestmecklenburg erhält einen Bewilligungsbescheid über rund 121.600 EUR Kofinanzierungshilfe.

Die Gemeinde betreibt für die Wärmeversorgung ihrer kommunalen Einrichtungen ein eigenes Heizhaus mit dem dazugehörigen Nahwärmenetz. Die Betreibung der Kesselanlage erfolgt bisher mit Heizöl und das Verteilnetz ist veraltet. Um den Betrieb für Kita, Sporthalle, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrgebäude und Bauhof wirtschaftlicher zu gestalten, wird die vorhandene Heizungsanlage auf erneuerbare Energien und Erschließung eines neuen Nahwärmenetzes für Heizung und Warmwasserbereitung umgestellt und bedarfsgerecht erneuert.

Mit Gesamtkosten i.H.v. 500.000 EUR ist das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Umwelt mit einer Zuwendung i.H.v. 337.000 EUR der Hauptzuwendungsgeber. Da die Gemeinde den verbleibenden Eigenanteil nicht tragen kann, hat sie beim Innenministerium einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe gestellt, dem zugestimmt wurde.

„Die Zuwendungen aus Mitteln des Kofinanzierungsfonds helfen den kommunalen Investitionsträgern, ihren Eigenanteil zu erbringen. Ich freue mich, dass mit den Investitionen in Einrichtungen mit gemeinschaftlicher Nutzung, alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde profitieren werden“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Fördergeld für neue Außenanlagen

Boizenburg – Kurz vor Jahresabschluss erreicht die Stadt Boizenburg noch eine freudige Nachricht aus dem Ministerium für Inneres und Europa. Das Ministerium gewährt der Stadt für das Elbe-Gymnasium Boizenburg eine Zuwendung i.H.v. rund 173.200 Euro zur Finanzierung der Sanierung und Aufwertung der Außenanlagen.

Das Elbe-Gymnasium wurde 1984 erbaut und Ende der 90er Jahre in den Bereichen Dach, Fenster und Fassade saniert. Der Außenbereich ist gleichwohl noch im Bestand seit seiner Fertigstellung. Die derzeitige Außenanlage kann nicht als Hoffläche von den Schülern genutzt werden. Schulprojekte, die heute an anderen Schulen schon durchgeführt werden oder Bereiche als Rückzugsflächen in der Pausenzeit, stehen den Schülern nicht zur Verfügung.

Ein Wohlfühleffekt, welcher wichtig für die Identifikation der Schüler mit Ihrer Schule ist, kann durch die derzeitige Gestaltung des Außenbereiches ebenfalls nicht erreicht werden. Dabei ist gerade auch die schulische Umgebung ein Hinweis auf die Attraktivität eines Schulstandortes.

Das Innenministerium übersandte nun einen Bewilligungsbescheid über eine Sonderbedarfszuweisung i.H.v. rund 173.200 Euro an den Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim. „Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort sozialer Begegnungen.

Ein ansprechender und altersgerechter Schulhof ist für die Pausengestaltung und als Rückzugsfläche für die Schülerinnen und Schüler ebenso wichtig wie für die vielen Projekte, die nach der Schule stattfinden“, so Innenminister Lorenz Caffier.

NEPTUN WERFT erfolgreich zertifiziert

Rostock – Die NEPTUN WERFT wurde durch die DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) erfolgreich in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz (ISO 45001) sowie im Umweltmanagement (ISO 14001) zertifiziert.

Durch die Einführung dieser Systeme stellt die NEPTUN WERFT den bewussten Umgang mit aktuellen umwelt- sowie arbeits- und gesundheitsschutzrelevanten Themen sicher. Hierfür analysierte der Bereich Integriertes Managementsystem seit Juni 2018 alle relevanten Prozesse, Arbeitsbedingungen sowie -umgebungen auf der Werft. Potentiale wurden ermittelt und Maßnahmen zur Umsetzung definiert.

Insbesondere die wachsende Anzahl eigener Mitarbeiter und die steigende Anzahl an Lieferanten erfordern ein rechtlich konformes und transparentes System mit einheitlichen und verbindlichen Verhaltens- und Kontrollregeln.

„Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut, durch sie erlangen unsere Produkte ihre hochwertige Qualität. Uns ist es daher ein persönliches Anliegen, durch präventive Maßnahmen und fortlaufende Verbesserung größtmögliche Sicherheitsstandards sicherzustellen. Wir senken dadurch die Anzahl von Arbeitsunfällen, gewährleisten eine hohe Produktqualität und präsentieren uns für Fach- und Führungskräfte als attraktiver Arbeitgeber“, betont Manfred Ossevorth, Geschäftsführer der NEPTUN WERFT.

„Arbeits- und Umweltschutz sind für alle Betriebe unverzichtbare Bestandteile des Unternehmenserfolges. Entscheidend ist, dass Arbeits- und Gesundheitsschutz fest in Betriebsabläufe integriert sind und von allen Beteiligten – Unternehmensinhaber und Mitarbeiter gleichermaßen – täglich neu bewusst gelebt wird. Die NEPTUN WERFT hat sich auch hierbei vorbildlich engagiert und die Zertifizierungen durch unermüdliche Arbeit verdient. Die Hinwendung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht neben den spannenden Aufgaben die NEPTUN WERFT zu einem attraktiven und gefragten Arbeitgeber der gesamten Region“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

Die Zertifizierung bewirkt auch wirtschaftliche Effekte. „Funktionierende Managementsysteme sind ein entscheidender Faktor, um unsere Produktivität deutlich zu erhöhen“, sagt Geschäftsführer Ossevorth. So plant die NEPTUN WERFT, jährlich vier Maschinenraum-Module an die MEYER WERFT in Papenburg und MEYER TURKU (Finnland) abzuliefern – und perspektivisch sogar sechs.

Um die anspruchsvollen Aufgaben in Rostock zu bewältigen, sind 2019 zusätzlich 100 Jobs entstanden. Auch zukünftig werden in der Fertigung u.a. Schweißer, Maschinenbauer und Rohrschlosser und in der Logistik Transport- und Kranführer sowie Elektriker gesucht.

Handwerk bietet gute Berufsperspektiven

Grabow – Bildungsministerin Bettina Martin und Wirtschaftsminister Harry Glawe haben sich gemeinsam mit dem Präsidenten der Handwerkskammer Schwerin, Peter Günther, und dem Hauptgeschäftsführer der Kammer, Dr. Gunnar Pohl, bei einem Unternehmensrundgang in der Tischlerei Mrowiec über die Bedingungen der Handwerksausbildung in Mecklenburg-Vorpommern informiert. Das Unternehmen in Fresenbrügge bei Grabow wurde als „Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet.

„Wer selbst ausbildet, bekommt die besten Fachkräfte“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Eine berufliche Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern lohnt sich und eröffnet hervorragende Berufsperspektiven. Das zeigen wir in der Beruflichen Orientierung in der Schule auf. Mir ist dabei wichtig, dass die berufliche Bildung und akademische Bildung gleichwertig sind. Deswegen haben wir am Gymnasium auch eine Berufsorientierung eingeführt. Im kommenden Schuljahr gehen wir noch einen Schritt weiter. Dann wird ‚Berufliche Orientierung‛ in der gymnasialen Oberstufe in der Jahrgangsstufe 11 als Grundkurs vermittelt und ist damit Schulfach“, erklärte Martin.

„Jungen Menschen stehen im Handwerk dank der fundierten Ausbildung und dem hohen Engagement der Betriebe zahlreiche berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern offen. Wichtig ist, dass die Unternehmen ihren jungen Mitarbeitern zeitnah Entwicklungsmöglichkeiten anbieten, um sie zu halten. Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung ist nur der erste Schritt. Um im Berufsleben weiterzukommen, sind weitere Qualifizierungen erforderlich. Vor allem die Meisterausbildung im Handwerk ist ein geeignetes Instrument, fachliche Kenntnisse zu erweitern und betriebswirtschaftliches Wissen aufzunehmen. So können dann auch Handwerksbetriebe gegründet oder übernommen werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Nach Angaben der beiden Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern wurden im laufenden Ausbildungsjahr bis Ende Oktober 2019 insgesamt 2.016 betriebliche und außerbetriebliche Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 1,4 Prozent. Im Jahr 2018 waren es 1.989 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Im Handwerkskammerbezirk Schwerin ist die Zahl der neu abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 709 gestiegen. 2018 wurden 656 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen.

Der Tischlereibetrieb in Fresenbrügge bei Grabow wurde am 01. Januar 1986 gegründet. Aus dem ehemaligen Ein-Mann-Betrieb ist ein erfolgreiches Unternehmen mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geworden. Hierzu zählen auch Beschäftigte mit Behinderungen und Benachteiligungen sowie Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete. Häufigster Auftraggeber ist die öffentliche Hand. Auf einer über 2.000 Quadratmeter großen Fläche werden Bauelemente wie Fenster, Türen und Wintergärten produziert, aber auch kleine Reparaturen bis hin zu Denkmalpflegearbeiten angeboten.

Insgesamt hat das Unternehmen seit dem Jahr 2005 ca. 3,5 Millionen Euro in die Firmenerweiterung und -modernisierung investiert. Diese Investitionsmaßnahmen wurden durch das Wirtschaftsministerium mit ca. 800.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Bis heute wurden 34 Lehrlinge im Unternehmen ausgebildet. Damit die Tischlerei ein Ausbildungsbetrieb bleibt, besteht ein enger Kontakt zu Kitas und Schulen in der Region. Neben Exkursionen und Praxistagen bietet der Betrieb auch Schülerpraktika und bezahlte Ferienjobs, um Kindern und Jugendlichen ein gutes Beispiel für das Handwerk als „Wirtschaftsmacht von nebenan“ zu sein.

Nahwärmenetz Tutow-Zemmin

Zemmin – Heute nimmt Energieminister Christian Pegel mit den Bürgermeistern der Gemeinden Bentzin und Tutow im Landkreis Vorpommern-Greifswald, Grit Gawrich und Roland Heiden, sowie Michael Kühling vom Unternehmen „Bürgerenergie Zemmin Tutow“ symbolisch ein Nahwärmenetz in Betrieb.

Das Energieministerium hat dessen Errichtung mit ca. einer Million Euro unterstützt. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Das ca. 5,5 Kilometer lange Nahwärmenetz nutzt Wärme, die in zwei Biogas-Blockheizkraftwerken vor Ort erzeugt wird. Damit sollen die Ortschaft Zemmin in der Gemeinde Bentzin und die Gemeinde Tutow mit Wärme versorgt werden, so dass alte, fossile Heizungsanlagen durch eine klimafreundliche Alternative ersetzt werden können. Um die Effizienz des Wärmenetzes weiter zu steigern, wurde ein Regelungs- und Steuersystem implementiert.

Das Nahwärmenetz ersetzt das alte Heizhaus und kann so jährlich 300.000 bis 400.000 Liter Heizöl einsparen. Zudem werden jährlich knapp 1.200 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Warnung vor Spielmethode „Original Play“

Schwerin – Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung spricht sich deutlich gegen die Erziehungsmethode „Original Play“ aus. „Original Play fördert Grenzüberschreitungen im Umgang mit Nähe und Distanz und begünstigt Kindeswohlgefährdungen“, betont Sozialministerin Stefanie Drese. Das Ministerium empfiehlt deshalb allen Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern nachdrücklich, die Spielmethode nicht anzuwenden und auf jegliche Zusammenarbeit mit „Original Play“ zu verzichten.

Nach Aussage von Drese ist der unter “spielerischen” Aspekten praktizierte enge Körperkontakt von Kindern mit fremden Erwachsenen mit der Bildungskonzeption des Landes und dem präventiven Kinderschutz nicht vereinbar, da es bei der Anwendung zu Grenzüberschreitungen bzw. Grenzverletzungen sowie zu Gefährdungen für Kinder kommen kann. „Kinder müssen erkennen, welche Regeln und Werte im Umgang miteinander wichtig sind. Aufgabe des pädagogischen Personals ist es, diesen Prozess professionell zu begleiten und zu fördern. Dabei müssen sie sich ihrer Verantwortung im Umgang mit individuellen Grenzen sowie der eigenen Vorbildfunktion bewusst sein. Nur so können die Bedürfnisse, Rechte und Interessen von Kindern gewahrt bleiben“, so die Ministerin.

Drese verdeutlichte, dass dem Sozialministerium keine Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern bekannt sind, an denen die umstrittene Spielmethode „Original Play“ zum Einsatz gekommen ist. Das Ministerium nimmt die aktuelle Debatte, u.a. auch im Rahmen der kommenden Landtagssitzung, dennoch zum Anlass auf mögliche Gefährdungen für Kinder bei Anwendung von „Original Play“ hinzuweisen.

Drese: „Wir haben deshalb bereits vor einigen Wochen ein Rundschreiben an die Landkreise und kreisfreien Städte mit entsprechenden Warnhinweisen herausgegeben. Darin äußern wir die dringende Bitte, die in Ihrem Zuständigkeitsbereich ansässigen Einrichtungen und Träger von Kindertageseinrichtungen zu sensibilisieren und darauf hinzuwirken, von einer Anwendung dieser Spielmethode abzusehen.“

Bilder von Erhard Siebrecht

Ausstellung „Ansichten II.“ mit Bildern von Erhard Siebrecht ab 6. Dezember 2019 im StALU MM/Letzte Kunstausstellung in der Rostocker Landesbehörde eröffnet

Rostock – Unter dem Titel „Ansichten II.“ präsentiert der Rostocker Hobbymaler Erhard Siebrecht erstmals im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock eine Auswahl seiner Werke in Öl und Mischtechniken.

Silke Krüger-Piehl, stellvertretende Amtsleiterin des StALU MM, eröffnete am 6. Dezember 2019 in Anwesenheit des Künstlers sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des StALU MM und weiteren Gästen damit die 82. und zugleich letzte Kunstausstellung vor dem Auszug der Behörde im Flur der 11. Etage der Rostocker Landesbehörde in der Erich-Schlesinger-Straße.

Erhard Siebrecht wurde 1951 im vorpommerschen Anklam geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Betriebswirtschaft in Rostock. Mehr als 30 Jahre arbeitete er im nahegelegenen Düngemittelwerk als Hauptbuchhalter und kaufmännischer Leiter.

Mit dem Ende seiner Berufstätigkeit eröffnete sich für Erhard Siebrecht die Möglichkeit, die Malerei zu seinem Lebensthema zu machen. Er verarbeitet mit Pinsel und Farbe vor allem Ereignisse, Erfahrungen und Eindrücke aus seinem direkten Umfeld. Aus Gesehenem etwas Neues zu gestalten ist ihm dabei sehr wichtig. Dabei setzte sich der Hobbymaler im Laufe der letzten 50 Jahren autodidaktisch mit verschiedensten Techniken der Malerei auseinander. Seit mehr als 4 Jahren sind seine Bilder in Ausstellungen zu sehen, dabei vornehmlich in Vorpommern.

Die neue Ausstellung im StALU MM zeigt vor allem Landschaftsmotive, dabei mehrere Motive aus Rostock, sowie Stillleben. Zu sehen sind reale, surreale und abstrakte Bildmotive, kraftvoll gemalt und oft kombiniert mit feinsinnigem Symbolismus und phantasievollen Details. Dabei können sich die Ausstellungsbesucher auf vielseitige Bildinterpretationen einlassen.

Die Ausstellung „Ansichten II“ ist im Flur der 11. Etage des Landesbehördenzentrums Rostock-Südstadt, Erich-Schlesinger-Straße 35 bis zum 27.02.2020 werktags Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr und Freitag von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr kostenfrei zu besichtigen.