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Inklusionsförderrat M-V neu berufen

Einzigartiges Gremium vertritt Interessen von 400.000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Mit der Übergabe der Berufungsurkunden durch Sozialstaatssekretärin Sylvia Grimm an die 13 stimmberechtigten Mitglieder und deren jeweiligen Vertreter beginnt am heutigen Donnerstag offiziell die neue Amtsperiode des Inklusionsförderrates (IFR), die bis Ende März 2030 andauert.

Im Rahmen der Feierlichkeiten hob Grimm die große Bedeutung des Gremiums hervor. „Der IFR ist in dieser Form deutschlandweit einzigartig ist und unterstützt die Landesregierung bei der Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. Damit leisten die ehrenamtlichen Mitglieder des IFR einen entscheidenden Beitrag für mehr Teilhabe und Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern“, verdeutlichte die Staatssekretärin.

Dem IFR gehören sieben Mitglieder der Verbände der Menschen mit Behinderungen (Selbsthilfe MV), ein Mitglied des Landkreistages und des Städte- und Gemeindetages MV sowie je ein Mitglied des Sozialverbandes Deutschland MV, des Sozialverbandes VdK MV, der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in MV und des Landesfrauenrates MV an. Hinzu kommen als nicht stimmberechtigte Mitglieder der Landesbürgerbeauftragte und ein Vertreter des Landessozialministeriums.

Bis zum Ende der Berufungsperiode im Jahr 2030 bilden sie die Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. „Derzeit sind das etwa 400.000 Menschen und damit ein knappes Viertel der Landesbevölkerung, deren Anliegen auf diesem Weise Einfluss finden“, erläuterte Grimm.

Dafür hat der Inklusionsförderrat etwa das Recht, der Landesregierung Initiativen vorzuschlagen, um die Lebensrealität der betroffenen Menschen zu verbessern. „Ebenfalls werden sie bei allen neuen Gesetzesentwürfen und Rechtsvorschriften der Landesregierung angehört, wann immer die Belange dieser Zielgruppe berührt werden. Das sind für uns als Landesregierung äußerst wichtige Rückmeldungen getreu des Mottos des IFR, mehr miteinander statt übereinander zu sprechen“, so die Staatssekretärin. Unterstützung erhalte der Inklusionsförderrat dabei auch durch eine eigene Geschäftsstelle, die beim Sozialministerium angesiedelt ist.

„Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Inklusion gesamtgesellschaftlich zu einer Selbstverständlichkeit wird. Denn wir wissen: Für Menschen mit Behinderungen tun sich im privaten Alltag und Berufsleben noch immer verschiedenste Hürden auf. Von der inklusiven Bildung über die Inklusion am Arbeitsmarkt bis hin zur Barrierefreiheit im baulichen und auch im digitalen Bereich: Vor den neuen Mitgliedern des IFR liegt ein breites Themenfeld, das wir mit Ihnen weiter begleiten wollen – für noch mehr und für noch bessere Inklusion und Barrierefreiheit in Mecklenburg-Vorpommern“, unterstrich Grimm bei der Ausreichung der Ernennungsurkunden und gratulierte der neuen Vorsitzenden des IFR, Prof. Dr. Antje Bernier (Selbsthilfe MV), sowie der ersten stellvertretenden Vorsitzenden Petra Rautenberg (Sozialverband Landesverband MV) und dem zweiten Stellvertreter Thomas Warning (Selbsthilfe MV).

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