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Autor: Rügenbote

Ausschreibungsstart für das Referendariat ab 1. Oktober 2026

Oldenburg: In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung ein Einstellungsangebot

Schwerin – Lehramtsabsolventinnen und -absolventen können sich bis zum 8. Juni 2026 für ein zum 1. Oktober 2026 beginnendes Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Die freien Stellen sind auf dem Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. „In Mecklenburg-Vorpommern erhält jede zulassungsfähige Bewerbung auch ein Einstellungsangebot für den Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Absolventinnen und Absolventen können sich auf landesweite oder schulbezogene Stellen bewerben. Bei schulbezogenen Stellen ist die zukünftige Ausbildungsschule bereits in der Ausschreibung festgelegt. Bewerben können sich Personen, die neben dem erforderlichen Lehramt auch das entsprechende Bedarfsfach oder die Bedarfsfachrichtung studiert haben. Ein Abschluss im Zweitfach bzw. in der zweiten Fachrichtung erhöht die Chancen der Bewerberinnen und Bewerber, eine Zusage für die Wunschstelle zu bekommen, ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei landesweiten Stellen ist die Ausbildungsschule zum Zeitpunkt der Bewerbung noch offen. Sie wird nach Ablauf der Bewerbungsfrist anhand der Fächerkombination und des Bedarfs im Bundesland individuell gesucht und zugewiesen. Bei der Bewerbung auf eine landesweite Stelle können Wünsche hinsichtlich konkreter Schulen, Orte, Landkreise oder Schulamtsbereiche geäußert werden. Diese werden im Verteilungsverfahren nach Möglichkeit berücksichtigt. Erfahrungsgemäß werden bei rund 80 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber auf eine landesweite Stelle die Wünsche bei der Zuweisung umgesetzt.

„Um den Referendarinnen und Referendaren mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft zu bieten, gibt es in Mecklenburg-Vorpommern die Übernahmegarantie“, so Simone Oldenburg. „Diese ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen, nach Abschluss ihres Vorbereitungsdienstes ohne ein erneutes Bewerbungsverfahren an ihrer Ausbildungsschule zu verbleiben oder in einem landesinternen Verfahren Wünsche für Schulen auszusprechen. So können sie nahtlos in den Schuldienst des Landes einsteigen.“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsministeriums informieren regelmäßig über das Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern. In Vorträgen an den Universitäten und in digitalen Informations-Veranstaltungen geben sie einen Einblick in den Ablauf des Referendariats und liefern hilfreiche Informationen für die Bewerbung. Lehramtsstudierende haben dabei die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen.

Die nächsten Vortragstermine:

  • Dienstag, 2. Juni 2026, 17:15 – 18:45 Uhr, Universität Rostock, Arno-Esch-Hörsaal 2, Ulmencampus
  • Donnerstag, 8. Juli 2026, 16:15 – 17:45 Uhr, Universität Greifswald, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 2
  • Mittwoch, 9. September 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. Februar 2027
  • Mittwoch, 11. November 2026, digitale Informations-Veranstaltung zum Referendariat ab 1. April 2027

Weitere Informationen zum Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern sowie alle freien Stellen sind unter https://www.lehrer-in-mv.de/referendariat zu finden.

Deutsche Jugend-Motocross-Meisterschaft eröffnet

Tessin – Am heutigen Montag richtet der MCC Tessin e.V. bereits zum 68. Mal das Pfingstrennen im Motocross am Echoberg aus. In zwei Jugendklassen wird dabei um die deutsche Meisterschaft gefahren, in zwei weiteren um die Landesmeisterschaft. Sportministerin Stefanie Drese eröffnete das Rennen heute und hob in ihrer Ansprache die Tradition des Motorsports in Mecklenburg-Vorpommern und die hervorragende Jugendarbeit des MCC Tessin hervor.

„Der Echoberg gehört nicht umsonst zu den bekanntesten Rennstrecken im Land. Bereits seit 1991 werden hier auf 1450m Strecke Landes-Meisterschaften in allen Klassen ausgetragen“, erklärte Drese. Bis zu 40 Solomaschinen finden so zeitgleich Platz, 2500 regelmäßig vollständig belegte Zuschauerplätze und eine neu gestaltete Kindercrossbahn runden das Angebot ab.

„Diese schafft beste Bedingungen für die starke Kinder- und Jugendarbeit, die sich der Verein auf die Fahnen geschrieben hat. Und das äußerst eindrucksvoll, so gehören den jungen Sparten mehr als 100 Mitglieder an“, erklärte Drese. Zudem veranstalte der MCC Tessin regelmäßig Sommercamps sowie kostenlose Schnuppertrainings, bei denen Interessierte den Motorsport selbst ausprobieren können.

„Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit können sich sehen lassen. Allein im letzten Jahr sind 34 Fahrer des Vereins bei Landesmeisterschaften angetreten – der jüngste davon im Alter von nur fünf Jahren“, so Drese weiter. Auch über die Landesgrenzen hinaus habe sich der MCC so Rang und Namen gemacht.

Drese freue sich deshalb, dass zuletzt auch das Land mit einer Förderung aus dem Bürgerfonds für einen WC-Container zur Attraktivitätssteigerung des Vereins beigetragen könnte. „Dieser sorgt für eine enorme Verbesserung der Bedingungen für Training und Wettkämpfe. Denn gerade im Nachwuchsbereich sind längere Trainingseinheiten ohne ein WC nur mangelhaft umsetzbar“, verdeutlichte die Ministerin.

Drese brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verein nun noch weiter wächst und noch mehr Kindern den Motorsport näherbringt. „Veranstaltungen wie das Pfingstrennen tragen dazu mit ihrer Strahlkraft sicherlich weiterhin bei“, erklärte Drese. Die Ministerin wünschte allen Fahrerinnen und Fahrern faire und erfolgreiche Wettkämpfe sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern noch viele spannende Rennen am Echoberg.

Zusätzliche Schwimmkurse für Kinder

Landesprogramm „MV kann schwimmen“ wird auch in diesem Jahr fortgeführt

Schwerin – Zum Start der diesjährigen Badesaison gibt es neben der weiterhin hervorragenden Wasserqualität an den Badestellen im Land eine weitere gute Nachricht: Das Programm „MV wird Schwimmen“ des Sportministeriums wird auch im Jahr 2026 fortgeführt. Von den zusätzlichen Mitteln in Höhe von rund 160.000 Euro profitieren damit erneut Kinder im Grundschulalter, die bisher nicht zu den sicheren Schwimmern gehören.

„Das können Kinder sein, die im Rahmen des Sportunterrichts zum Beispiel an keinem Schwimmkurs teilnehmen konnten, die den Schwimmkurs nicht erfolgreich beendet haben oder noch komplette Nichtschwimmer sind“, erklärte Sportministerin Stefanie Drese das Konzept des Landesprogrammes. In diesem Fall erhalten die Eltern eine entsprechende Bescheinigung über die Schule, die Voraussetzung zur kostenlosen Teilnahme an den Schwimmkursen des Programms ist.

„Gerade in einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, das mit seinen zahlreichen Seen, Flüssen und der Ostsee ringsum vom Wasser umgeben ist, gehört das sichere Schwimmen einfach zum Rüstzeug. Deshalb setzen wir alles daran, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern frühzeitig das Schwimmen beizubringen und noch bestehende Defizite aufzuholen“, betonte Drese.

Die entsprechenden Kurse werden hierfür erneut von Mai bis zum Ende des Jahres in den unterrichtsfreien Zeiten, also nachmittags, an Wochenenden oder während der Ferien angeboten. Durchgeführt werden sie von Anbietern wie dem Schwimm-Verband M-V, der DLRG MV, dem ASB MV oder der Wasserwacht im DRK-Landesverband MV. Alle Angebote finden sich auf den Internetseiten der Anbieter und werden regelmäßig aktualisiert.

Drese: „Ich rechne auch in diesem Jahr wieder mit einer großen Nachfrage und hoffe, dass erneut viele Kinder am Programm teilnehmen. Denn jedes Kind, das sicher schwimmen lernt, gewinnt ein Stück Freiheit und Schutz zugleich.

Mehr Schwimmförderung für Kinder in MV

Oldenburg: Sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig

Schwerin – „Jedes Kind hat in Mecklenburg-Vorpommern Schwimmunterricht, denn sicher schwimmen zu können, ist für alle überlebenswichtig – besonders in einem so gewässerreichen Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern“, betont Bildungsministerin Simone Oldenburg zu Beginn der Badewassersaison. „Auch in diesem Schuljahr wird an allen Grundschulen der Schwimmunterricht durchgeführt. Während die Intensivkurse in den Schwimmhallen des Landes bereits abgeschlossen sind und sich die wöchentlichen Kurse in der finalen Phase befinden, beginnt mit dem Start der Badewassersaison der Schwimmunterricht unter Freiwasserbedingungen.“

Damit alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern die Grundschule als sichere Schwimmerin oder sicherer Schwimmer verlässt, sei verlässlicher Schwimmunterricht mit gut ausgebildeten Lehrkräften notwendig. Dafür bietet das Land weiterhin regelmäßig die Ausbildung „Schwimmmethodik für Lehrkräfte“ an. Im Schuljahr 2025/2026 konnten 40 Lehrkräfte ausgebildet werden. Der nächste Lehrgang ist für den Oktober 2026 geplant und bereits jetzt stark nachgefragt. „Das zeigt, wie groß das Engagement in unserem Land ist“, so die Ministerin.

Mit dem Projekt „Schwimmstarter-Kitas“ werden auch schon die Jüngsten im Kindergartenalter an das Wasser gewöhnt. Simone Oldenburg: „In den Jahren 2026 und 2027 hat das Land die jährliche Förderung für Kindertageseinrichtungen von bislang 15.000 Euro auf 30.000 Euro erhöht. Dadurch können wir doppelt so viele Kindertageseinrichtungen in das Projekt einbeziehen.“

Ab sofort stellt das Bildungsministerium in Kooperation mit der Stiftung „Deutschland Schwimmt“ den Kindertageseinrichtungen die Schwimmfibel „Das Wasser und ich!“ zur Verfügung. Diese richtet sich in erster Linie an Eltern und bietet zugleich wertvolle Unterstützung für pädagogische Fachkräfte, die in ihren Einrichtungen Wassergewöhnungskurse durchführen oder entsprechende Angebote planen. Die in der Schwimmfibel enthaltenen Übungen können in der Kindertageseinrichtung, aber auch zu Hause oder im Schwimmbad durchgeführt werden. Die Schwimmfibel ist auf dem Bildungsserver abrufbar.

Rahmenplan des neuen Krankenhausplans in Kraft gesetzt

Schwerin – Mit der Krankenhausreform auf Bundesebene wird die Krankenhausplanung künftig auf sogenannte Leistungsgruppen umgestellt. Mecklenburg-Vorpommern schafft dafür jetzt mit der Inkraftsetzung des Rahmenplans des neuen Krankenhausplans eine entscheidende Grundlage, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese in Schwerin mit.

„Mit dem Rahmenplan verfügen wir über eine moderne, transparente und rechtssichere Krankenhausplanung. Statt starrer Bettenkapazitäten wird die Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern künftig anhand von bundeseinheitlichen Leistungsgruppen geplant und gesteuert. Wir haben damit unsere Hausaufgaben gemacht, um die stationäre medizinische Versorgung im Land flächendeckend, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig sicherzustellen“, erklärte Drese.

Bereits zuvor wurde das Landeskrankenhausgesetz angepasst. Zudem ist auch die neue Verordnung zur Krankenhausplanungssystematik und den Auskunftspflichten der Krankenhäuser veröffentlicht worden. Mit dem nun vorliegenden Rahmenplan wird nach Auskunft von Drese der letzte formale Schritt vollzogen, um künftig Leistungsgruppen rechtssicher den Krankenhäusern zuweisen zu können.

Der Krankenhausplan gliedert sich künftig in zwei Teile: den Rahmenplan mit allen grundlegenden Vorgaben und Kriterien der Krankenhausplanung sowie die Einzelpläne, in denen die konkreten Versorgungsaufträge der Krankenhäuser festgelegt werden.

Neben der Einführung von Leistungsgruppen und deren Einteilung in Versorgungsstufen gehören aktualisierte Ziele zur Wirtschaftlichkeit und Resilienz der Krankenhäuser, eine stärkere Berücksichtigung der Daseinsvorsorge insbesondere im ländlichen Raum, klar definierte Planungsverfahren sowie neue Versorgungsanalysen und Bedarfsprognosen für somatische und psychiatrische Angebote zu den zentralen Neuerungen.

Drese betonte, dass die Erarbeitung des Rahmenplans in enger Abstimmung mit den Planungsbeteiligten erfolgte. Dazu gehören u.a. die Krankenhausgesellschaft MV, die Krankenkassen, Städte- und Gemeindetag und der Landkreistag. In mehreren Klausursitzungen, schriftlichen Stellungnahme-Verfahren und mündlichen Erörterungen wurde der Rahmenplan umfassend beraten und weiterentwickelt.

„Der breite Beteiligungsprozess hat gezeigt, dass wir gemeinsam Verantwortung für eine leistungsfähige Krankenhausversorgung in unserem Land übernehmen. Dafür gilt allen Akteuren mein Dank. Angesichts der großen Herausforderungen ist diese Bereitschaft zur Kooperation auch bei der weiteren Umsetzung der Krankenhausreform notwendig und wichtig. Der neue Krankenhausplan bietet dafür einen verlässlichen und transparenten Rahmen“, hob Drese hervor. Die Ministerin gab zudem bekannt, dass die konkreten Zuweisungen der Leistungsgruppen an die Krankenhäuser planmäßig im vierten Quartal 2026 erfolgen sollen.

Dünenverstärkung und Strandaufspülung für 6,2 Mio. Euro bei Glowe

Insel Rügen – Im Ostseebad Glowe auf Rügen wurde mit der Pflanzung von Strandhafer eine größere Küstenschutzmaßnahme des Landes MV abgeschlossen. Die Pflanzung ist der letzte Arbeitsschritt einer Sandaufspülung im Bereich von Strand und Düne. Die Sandaufspülung selbst wurde bereits zum Jahreswechsel fertiggestellt. Aufgrund der kalten Witterung konnte die Strandhaferpflanzung aber erst jetzt erfolgen.

Das Küstenschutzsystem seeseitig von Glowe wurde mit dieser Maßnahme deutlich gestärkt und soll nun planmäßig wieder über mehrere Jahre sehr schweren Sturmfluten standhalten. Heute fand neben der technische Abnahme der Bauleistungen auch eine symbolische Übergabe der Bauwerke an die Gemeinde durch Minister Dr. Backhaus statt.

„Oft werde ich gefragt, ob der Herbst oder der Winter die richtige Jahreszeit für solche Maßnahmen ist. Grundsätzlich könnten Aufspülungen und die Neuprofilierung von Dünen und Strand auch im Sommer stattfinden. Das würde aber bedeuten, dass wir dann die Strände für touristische Aktivitäten sperren müssen. Insofern stellen Herbst und Winter einen guten Kompromiss zwischen Küstenschutz und Tourismus dar“, erklärt der für Küsten- und Hochwasserschutz zuständige Minister Dr. Till Backhaus.

„Mit dieser Baumaßnahme investieren das Land und Bund insgesamt etwa 6,2 Mio. Euro in die Verbesserung des Küstenschutzes. Davon profitiert nicht nur das Ostseebad Glowe hinsichtlich der Sicherheit gegen Sturmhochwasser, sondern auch die Touristen, die in der kommenden Badesaison einen verbreiterten Strand vorfinden werden.“

Insgesamt wurde auf einem Küstenabschnitt von 1.860 m ca. 240.000 m³ Sand aufgespült. Der Sand wurde aus einer landeseigenen marinen Sandlagerstätte vor Koserow gewonnen. Bevor der Sand in den Laderaum des Schiffes gelangt, wird er in zwei Stufen gesiebt. So wird verhindert, dass in der Ostsee befindliche Munitionsreste an den Strand gelangen. Darüber hinaus wurde eine Fläche von ca. 16.000 m² mit Strandhafer bepflanzt.

Bauherr ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM), das auch die Planung in Eigenregie und die Bauoberleitung durchgeführt hat. Die bauliche Realisierung der Maßnahme hatte das dänische Unternehmen „Rohde Nielsen A/S“ aus Kopenhagen übernommen.

Die letzte Aufspülung an diesem Küstenabschnitt fand im Jahr 2017 statt. Damals wurden rund 131.000 Kubikmeter Sand aufgespült. Dieses Wiederholungsintervall von ca. 8 Jahren für Aufspülungen entspricht den im Küstenschutz in M-V üblichen Zeiträumen. Grundsatz an im Zusammenhang bebauten sandigen Küsten ist, dass Sanddefizite regelmäßig ausgeglichen werden, um an Rückgangsküsten stabile Verhältnisse und natürliche Sedimenttransportprozesse zu gewährleisten.

Jugendgruppen üben für den Ernstfall

Drese besucht Länderjugendlager des Technischen Hilfswerkes

Stralsund – Einmal im Jahr treffen sich die Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) der Nordländer abwechselnd in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zum traditionellen Länderjugendlager. Gemeinsam gestalten sie das kommende Wochenende in Stralsund mit verschiedenen Ausflügen und Workshops, etwa zur Ersten Hilfe oder zum richtigen Retten aus Höhen und Tiefen.

Sozialministerin Stefanie Drese besuchte die Teilnehmenden heute am ersten Tag des Jugendlagers und hob die große Bedeutung des Ehrenamtes für den Bevölkerungsschutz hervor. „Das THW zeigt eindrucksvoll, wie wichtig engagierte Menschen für unsere Gesellschaft sind. Gerade junge Menschen übernehmen hier früh Verantwortung, lernen Teamgeist und Hilfsbereitschaft. Das stärkt nicht nur den Katastrophenschutz, sondern auch den solidarischen Zusammenhalt“, erklärte sie.

Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin vom Engagement der Jugendlichen und Betreuenden, die ihre Freizeit investieren, um sich auf Einsätze und Notlagen vorzubereiten. „Statt eines freien Pfingstwochenendes stehen hier die Grundsätze der Ersten Hilfe und verschiedene Rettungsmethoden auf dem Plan. Ganz praxisnah werden die Teilnehmenden also zu echten Lebensretterinnen und Lebensrettern, stärken aber auch ihr Selbstvertrauen und das eigene Verantwortungsbewusstsein“, so Drese.

Damit würden die Teilnehmenden wichtige Fähigkeiten erwerben, die auch fernab der Veranstaltung in den mittlerweile 18 Jugendgruppen (Ortsgruppen) des THW in Mecklenburg-Vorpommern vermittelt werden. Das Eintrittsalter liegt dabei in der Regel bei 10 Jahren. „Manche Ortsgruppen bieten aber auch sogenannte Minigruppen für Interessierte Kinder ab sechs Jahren an“, hob die Ministerin hervor.

Sie hoffe, dass die länderübergreifenden Jugendlager dazu beitragen, die Mitgliedschaft im THW noch attraktiver zu machen. „Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen junge Menschen Orte, an denen sie Gemeinschaft erleben, sich bewegen, sich weiterentwickeln und aktiv einbringen können“, erklärte Drese und dankte allen, die an der Organisation mitgewirkt haben.

Backhaus wirbt für Balance zwischen Küstenfischerei und Naturschutz

Insel Rügen – Anlässlich des Reusenfestes in Baabe beteiligt sich Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Freitag, den 22. Mai 2026, am sogenannten „Reusentalk“ zur Zukunft der Küstenfischerei. Die Gesprächsrunde beginnt gegen 16.30 Uhr im Rahmen des traditionellen Festprogramms am Hafen von Baabe.

Gemeinsam mit Fischern, Vertretern der Gemeinde, des Tourismus sowie weiteren Akteuren will der Minister über die aktuelle Situation der Küstenfischerei, den Naturschutz und die Zukunft der Küstenregionen sprechen.

„Die Küstenfischerei gehört zu Mecklenburg-Vorpommern wie die Ostsee selbst. Sie ist Teil unserer kulturellen Identität, sichert regionale Wertschöpfung und prägt seit Generationen das Leben an unseren Küstenorten. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für den Schutz unserer Meere und ihrer empfindlichen Ökosysteme. Beides gegeneinander auszuspielen, führt nicht weiter“, sagte Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Die Branche steht seit Jahren unter erheblichem Druck. Stark gesunkene Fangquoten bei Dorsch und Hering, steigende Betriebskosten, Umweltauflagen sowie Konflikte mit Prädatoren wie Kegelrobben und Kormoranen belasten viele Betriebe existenziell. Während in Mecklenburg-Vorpommern 2017 noch bis zu [] über (genau 15.663 t) 15.000 Tonnen Fisch angelandet wurden, lag der Gesamtfang 2024 nur noch bei rund 2.400 Tonnen.

Das Land unterstützt die Küstenfischerei deshalb seit Jahren mit umfangreichen Hilfen. Allein für zeitweilige Stilllegungen zum Schutz von Dorsch und Hering flossen seit 2017 rund 23 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln nach Mecklenburg-Vorpommern. Hinzu kommen Investitionshilfen, Unterstützung bei der Direktvermarktung sowie Entschädigungen für Schäden durch Kegelrobben.

Gleichzeitig investiert Mecklenburg-Vorpommern massiv in den Meeresschutz. Knapp 50 Prozent des Küstenmeeres stehen bereits heute als Natura-2000-Gebiete unter europäischem Schutz. Hinzu kommen Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete, die sich vielfach mit den europäischen Schutzkategorien überlagern. Aktuell ist keine Ausweisung neuer Schutzgebiete im Küstenmeer geplant.

Dazu gehören Renaturierungsprojekte an der Ostseeküste, Schutzgebietsbetreuungen, Monitoringprogramme sowie das mit rund 12 Millionen Euro geförderte Projekt „MV Seagrass for Climate“ zur Wiederansiedlung von Seegraswiesen als natürliche Kohlenstoffspeicher und Lebensräume vieler Arten.

Auch die Ereignisse rund um den gestrandeten Buckelwal vor Poel hätten gezeigt, wie sensibel die Ostsee als Lebensraum sei und wie wichtig klare Regeln und abgestimmte Verfahren für den Schutz mariner Arten künftig sein werden.

„Der Wal hat viele Menschen bewegt und deutlich gemacht, wie sensibel unsere Meeresökosysteme sind. Umso wichtiger ist es, Naturschutz, Fischerei, Tourismus und Küstenentwicklung gemeinsam zu denken“, sagte Backhaus.

Die Landesregierung setze bei Nutzungskonflikten bewusst auf Dialog, wissenschaftliche Grundlagen und möglichst tragfähige Lösungen gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Die Ostsee sei ein vergleichsweise kleines und intensiv genutztes Meer mit vielfältigen Interessen von Fischerei, Naturschutz, Tourismus, Wassersport, Schifffahrt und Energiewirtschaft.

„Wir brauchen einen fairen Ausgleich zwischen Natur-, Arten- und Meeresschutz auf der einen Seite und einer wirtschaftlich tragfähigen Fischerei auf der anderen Seite. Die Menschen an der Küste erwarten zurecht, dass ihre Interessen gehört werden“, betonte der Minister.

Das Reusenfest in Baabe verbindet maritime Tradition, regionale Kultur und aktuelle Diskussionen rund um die Zukunft der Fischerei. Neben dem Reusentalk stehen unter anderem das traditionelle Aufziehen einer Reuse, maritime Musik sowie Gespräche mit Fischern und Gästen auf dem Programm.