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Autor: Rügenbote

Gestrandeter Buckelwal: Land ermöglicht Versuch einer Lebendbergung

Insel Poel – Das Land Mecklenburg-Vorpommern erhebt keine Einwände gegen einen Versuch der Lebendbergung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals. Grundlage ist, dass heute Vormittag ein vollständig prüffähiges Konzept vorgelegt wurde, das umgehend fachlich und rechtlich geprüft wurde.

Umweltminister Dr. Till Backhaus erklärte: „Wir haben entschieden, dass eine Lebendbergung des Wals stattfinden darf. Damit eröffnen wir erstmals die Möglichkeit, das Tier zurück in sein natürliches Umfeld zu bringen.“

Der Wal hält sich seit Anfang März in der Ostsee auf und ist in Mecklenburg-Vorpommern bereits viermal in flachen Küstenbereichen gestrandet. Seit rund zwei Wochen liegt das Tier in der Kirchsee vor der Insel Poel in einem schwer zugänglichen Flachwasserbereich. Der Wal zeigt weiterhin Lebenszeichen, ist jedoch stark geschwächt.

Grundlage der bisherigen Entscheidungen war ein wissenschaftliches Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW). Dieses kommt zu dem Ergebnis, dass die Überlebensaussichten sehr gering sind und Eingriffe grundsätzlich mit erheblichen Risiken für das Tier verbunden sein können.

„Das Gutachten bleibt maßgeblich und beschreibt die sehr kritische Lage des Tieres. Unsere bisherige Bewertung war vor diesem Hintergrund richtig“, so Backhaus. „Die jetzige Entscheidung ist keine Abkehr davon, sondern eine verantwortungsvolle Neubewertung auf Basis neuer fachlicher Möglichkeiten.“

Das nun vorliegende Konzept setzt auf einen minimalinvasiven Ansatz. Es wurde insbesondere unter Berücksichtigung des Bundesnatur­schutzgesetzes (§§ 44, 45) sowie des Tierschutzrechts geprüft.

„Entscheidend ist, dass dieses Konzept dem Grundsatz des mildesten geeigneten Mittels entspricht. Es gibt keine Alternative mit geringerer Eingriffsintensität“, betonte der Minister.

Vorgesehen ist, den Wal vorsichtig vorne an den Flippern freizuspülen und mithilfe pneumatischer Hebekissen anzuheben. Durch eine gleichmäßige Lastenverteilung sowie die Unterführung einer Plane unter den Körper soll die Belastung für das Tier minimiert werden. Für den Transport ist der Einsatz eines Pontonsystems vorgesehen. Die Maßnahme wird durchgehend veterinärmedizinisch begleitet.

„Die Prognose bleibt kritisch. Aber eine Überlebenschance kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund ist es vertretbar, diesen Versuch zu ermöglichen und ich bedanke mich dafür bei der Initiative“, so Backhaus.

Die Durchführung der Maßnahme liegt bei der Privatinitiative und den beteiligten Fachleuten. Das Land duldet das Vorhaben und begleitet die weiteren Schritte.

Der Minister unterstrich, dass die Situation außergewöhnlich sei: „Eine mehrfache Lebendstrandung eines Buckelwals über einen so langen Zeitraum ist weltweit beispiellos. Umso wichtiger ist es, jede ernstzunehmende Option sorgfältig zu prüfen.“

Backhaus betonte zudem seinen persönlichen Einsatz: „Ich habe mich seit Beginn rund um die Uhr mit der Lage befasst, war fast täglich vor Ort und habe alle Vorschläge zur Rettung des Wals ernsthaft prüfen lassen.“

Abschließend appellierte der Minister an die Öffentlichkeit: „Die große Anteilnahme zeigt, wie sehr das Schicksal des Tieres die Menschen bewegt. Gleichzeitig bitte ich darum, die Arbeit der Einsatzkräfte zu respektieren und die bestehenden Schutzmaßnahmen einzuhalten.“

LandGesund: Neues Projekt in Jarmen fördert Gesundheit von Kindern

Jarmen – Prävention für Kinder erlebbar machen, das ist das Ziel des neuen Projekts „LandGesund“, für das heute in Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) der Startschuss fiel. „Wir wissen aus der Forschung, dass die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil schon in der Kindheit gelegt werden. Wie das mit Spiel, Spaß und Neugierde gelingen kann, zeigt das neue Modellprojekt aus Vorpommern-Greifswald auf vorbildliche Weise“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese, die das Projekt feierlich eröffnete.

Bis zum Ende des Jahres sollen die Kinder in Jarmen in verschiedenen Veranstaltungsformaten selbst zu Forscherinnen und Forschern werden und auf altersgerechte Weise erlernen, wie eine gesunde Ernährung aussieht, warum die Zahngesundheit wichtig ist und was man für seine mentale Gesundheit tun kann. Dafür kooperieren die Universitätsmedizin Greifswald und der Verein „Kulturbrücke Peene-Tollense“, die das Projekt ins Leben gerufen haben, auch mit Ärztinnen und Ärzten, der Lehrerschaft vor Ort und mit prominenten Vereinen wie den Rostock Seawolves. Deren Nachwuchstrainer werden gemeinsam mit dem Kreissportbund zum Beispiel die Grund- und Regionalschule im Ort besuchen.

„Im Projekt geht es darum, eine gesunde Lebensweise eben nicht nur auf dem Papier zu vermitteln. Die Kinder werden ermuntert, ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Durch attraktive Bewegungsangebote wird der Spaß am Sport geweckt. Und wie viel Zucker in Lebensmitteln steckt, wird in mobilen Mitmachstationen viel anschaulicher, als im Lehrbuch“, erklärte Drese den Ansatz von LandGesund, der Gesundheitsthemen direkt in die Lebenswelt von Familien im ländlichen Raum bringen soll.

Dass es diese neuen Wege brauche, zeige auch ein Blick auf die Statistiken. „In Mecklenburg-Vorpommern erhalten bereits 5,2 Prozent der Kinder bis 14 Jahre die Diagnose Adipositas. Allein im Vergleich zum Jahr 2005 ist das ein Anstieg um 36,8 Prozent. Auch die Zahngesundheit ist ausbaufähig: Fast jedes fünfte Kind bis zum Alter von sechs Jahren, das eine Zahnarztpraxis aufsucht, wird wegen Karies behandelt“, weiß die Ministerin.

Die Ursachen, betonte sie, liegen dabei aber nicht nur im individuellen Verhalten. „Sie sind oftmals auch strukturell bedingt, gerade im ländlichen Raum, wo Wege länger und Angebote manchmal schwerer erreichbar sind. Die Idee vom Projekt LandGesund, eine ganze Stadt mit einzuspannen und ein Jahr lang mitzunehmen auf dem Weg zu mehr Prävention direkt vor der eigenen Haustür ist aus meiner Sicht daher genau der richtige Weg“, so Drese weiter.

Überzeugt hat das Projekt aber nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch auf Bundesebene. Dort konnte sich LandGesund unter mehr als 450 Projekten, die sich für eine Förderung im Rahmen des bundesweiten Wissenschaftsjahres 2026 beworben hatten, durchsetzen und gehört nun zu den lediglich 25 geförderten Initiativen. „Auf diesen Pioniergeist aus MV können wir stolz sein“, hob Drese hervor und dankte allen Beteiligten, die das Projekt mit viel Engagement aufgesetzt haben.

Gastgewerbe mit vielen Chancen

Schwesig: Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet

Kalkhorst – Die Landesregierung will das Projekt „Gastroburner“ auch im Jahr 2027 unterstützten. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei einem Besuch der Landesjugendmeisterschaften des Gastgewerbes Mecklenburg-Vorpommern auf Gut Schwansee in Kalkhorst an.

„Das Gastgewerbe ist eine Branche, die viele Chancen eröffnet. Trotzdem sind Fachkräfte knapp, auch in der Gastronomie. Das merken Sie als Auszubildende ebenso wie die Unternehmerinnen und Unternehmer. Deshalb arbeiten wir als Landesregierung eng mit den Verbänden der Wirtschaft zusammen, um Fachkräfte für das Gastgewerbe zu gewinnen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Im Rahmen der „Gastroburner“-Kampagne fährt ein Food Truck in die Schulen, um für Ausbildungsmöglichkeiten im Gastgewerbe zu werben. „Damit macht die Branche die Gastronomie interessant und erlebbar.“ Das Projekt ist in den Jahren 2004 bis 2026 mit rund 900.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert worden.

An den Meisterschaften auf Groß Schwansee nehmen Auszubildende des 2. und 3. Lehrjahres in den Berufen Koch/Köchin, Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Hotelfachmann/Hotelfachfrau teil. „Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg. Die Besten von ihnen werden unser Land im Herbst auf Bundesebene vertreten“, sagte Schwesig.

Der Landesregierung sei es wichtig, dass die Auszubildenden an guten, modernen Berufsschulen lernen können: „Der MV-Plan 2035 sieht vor, dass wir 600 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur in die Modernisierung von Schulen stecken. Hinzu kommen 250 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ nur für die Berufsschulen.

Damit schaffen wir moderne Lernbedingungen im ganzen Land“, so Schwesig. Als weiteres Beispiel für das Engagement der Landesregierung nannte sie das Azubi-Ticket, mit dem Auszubildende aus Mecklenburg-Vorpommern für 43 Euro in ganz Deutschland unterwegs sein können. Das Gastgewerbe werde durch die abgesenkte Mehrwertsteuer in der Gastronomie unterstützt. Dafür habe sich das Land Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich auf Bundesebene eingesetzt.

Jugend gründet: Zweiter Platz für Neubrandenburger Schüler

Bildungsministerin Oldenburg gratuliert zu großem Erfolg

Neubrandenburg – Die Bildungsministerin Simone Oldenburg gratuliert Dominik Engelen, Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Neubrandenburg, herzlich zu seinem großen Erfolg beim bundesweiten Schülerwettbewerb „Jugend gründet“. Beim Pitch-Event am 25. März 2026 in Berlin belegte er den zweiten Platz und gehört damit zu den besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Businessplan-Phase.

„Dominiks Leistung zeigt, wie viel Innovationskraft und Unternehmergeist in den jungen Talenten stecken“, so die Ministerin „Bei ‚Jugend gründet‘ werden Jugendliche ermutigt, neue Fähigkeiten zu entdecken und innovative Ideen weiterzuentwickeln. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Chance, sich beruflich zu orientieren.“

Beim Wettbewerb stellten elf Teams aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern ihre Geschäftsideen einer hochkarätigen Expertenjury vor. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Qualität der Präsentationen.

„Jugend gründet“ ist ein bundesweiter Online-Wettbewerb, der seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (heute Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt und Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und einer Reihe namhafter Förderer unterstützt wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler für unternehmerisches Denken zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Geschäftsideen zu entwickeln.

Das Bundesfinale findet am 24. und 25. Juni in Stuttgart statt.

Neue LED-Beleuchtung für die Malzfabrik in Grevesmühlen

Grevesmühlen – Ein wichtiges Klimaschutzvorhaben wird in Grevesmühlen umgesetzt. Der Landkreis Nordwestmecklenburg erhält einen Zuwendungsbescheid für die Umrüstung der Innenbeleuchtung im Verwaltungsgebäude „Malzfabrik“ auf eine energiesparende, intelligente und steuerbare LED-Beleuchtung vom Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV.

„Das ist ein wirksamer Beitrag zu mehr Energieeffizienz, zu geringeren laufenden Kosten und zu weniger CO2-Auststoß. Die Zahlen sprechen für sich: Für das Vorhaben in dem Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäude sind Gesamtausgaben in Höhe von 702.600 Euro vorgesehen. Davon stellt das Land aus EFRE-Mitteln 351.300 Euro bereit. Hinzu kommt eine Kumulierung mit Bundesmitteln in Höhe von 105.000 Euro“, sagt Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus, der terminbedingt nicht persönlich vor Ort sein kann.

Mit dem Projekt werden insgesamt 483 Lichtpunkte ausgetauscht. Zusätzlich entstehen 306 weitere LED-Lichtpunkte, verbunden mit rund 460 Metern zusätzlichem Kabel. Künftig wird die Beleuchtung zeitlich und präsenzabhängig gesteuert sowie dimmbar sein. Dadurch verbessert sich auch der Arbeitsalltag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit der neuen Technik werden einerseits Ressourcen geschont: Jährlich werden voraussichtlich rund 88.700 kWh Strom eingespart. Bei einem Strompreis von 36 Cents pro kWh entspricht das einer Entlastung von rund 38.300 Euro pro Jahr. Gleichzeitig sinkt der strombedingte CO2-Ausstoß um 53 Tonnen jährlich. Das ist eine Reduktion von 46 Prozent. Zum Vergleich: 53 Tonnen CO2 entsprechen etwa 17 Hin- und Rückflügen von Frankfurt nach New York. Die eingesparte Strommenge ist vergleichbar mit dem Verbrauch von rund 450-500 LED-Straßenleuchten.

„Genau solche Projekte brauchen wir, um die Klimaschutzziele in MV zu erreichen. Den Klimaschutz entsteht ganz praktisch vor Ort in den Kommunen, in Verwaltungsgebäuden, in Schulen oder auf Straßen“, ergänzt der Minister.

Er dankte abschließend allen, die dieses Projekt vorbereitet und auf den Weg gebracht haben, insbesondere dem Landkreis Nordwestmecklenburg, Landrat Schomann, dem Klimaschutzkoordinator Igor Kolomiyets sowie allen Beteiligten in Verwaltung und Planung.

Insgesamt wurden seit Anfang 2024 rund 5,5 Millionen über die Klimaschutzförderrichtlinie für Kommunen in MV bewilligt, was Gesamtausgaben in Höhe von 14,5 Millionen Euro ermöglichte. Schwerpunkte sind unter anderem LED-Straßen- und Außenbeleuchtung, Studien- und Planungsleistungen, LED-Innenbeleuchtung, energetische Gebäudesanierung im Bestand, technische Gebäudeausrüstung im Neubau sowie der Austausch von Pumpen und anderen Anlagenbestandteilen.

Umweltministerium warnt vor falschen Spendenaufrufen

Schwerin – Nach der Strandung des Wals vor der Insel Poel warnt das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern vor betrügerischen Aktivitäten in den sozialen Medien.

So wurde dem Ministerium bekannt, dass auf der Plattform Tik Tok auf dem Profil von „tobias graf offiziell“ ein gefakter Spendenaufruf verbreitet wird, der im Zusammenhang mit dem gestrandeten Wal steht. Der Post enthält jedoch falsche Informationen sowie falsche Spendenaufrufe, angeblich auch von behördlicher Seite.

Es kursieren im Internet derzeit Inhalte, in denen angebliche Expertenmeinungen, gefälschte Unterschriften sowie manipulierte Dokumente verwendet werden. Teilweise kommen auch KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, zum Einsatz.

„Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal,“ erklärt Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Es handelt sich hierbei nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen.  Die Beiträge sind emotional aufgeladen und nutzen die Betroffenheit um den gestrandeten Wal aus.“

Der Minister weist ausdrücklich daraufhin, dass  das Umweltministerium MV zu keinen Spendenkampagnen aufgerufen hat. Es wird empfohlen, verdächtige Inhalte sofort der Polizei zu melden und keine Zahlungen an unbekannte Organisationen oder über Links in den sozialen Netzwerken zu leisten. Offizielle Informationen werden ausschließlich über die bekannten Kanäle der zuständigen Behören veröffentlicht.

Es ist nicht auszuschließen, dass noch andere Plattformen und Accounts mit dem o.g. Spendenaufruf arbeiten.

Regierung bringt Ehrenzeichen für 50 Jahre Feuerwehrdienst auf den Weg

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Anerkennung für langjähriges Engagement im Brandschutz: Sie hat heute den Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Brandschutz-Ehrenzeichen-Gesetzes vorgestellt. Ziel ist es, erstmals eine Auszeichnung des Landes für 50 Jahre aktive Dienstzeit in der Feuerwehr einzuführen.

„Die Landesregierung unterstützt die Feuerwehren im Land. Wir haben mit dem ersten 50-Millionen-Euro Programm 310 neue Feuerwehrfahrzeuge im ganzen Land beschafft. Jetzt wird das zweite Feuerwehrprogramm umgesetzt. Mit diesem Programm werden an 58 Orten Mustergerätehäuser entstehen. Hinzu kommen die Sanierung und der Neubau von Feuerwehrgerätehäusern an 32 weiteren Orten.

Die Landesregierung ist sehr dankbar für das Engagement der Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen im ganzen Land. Dieses Engagement soll künftig noch stärker gewürdigt werden. Deshalb sieht unser Gesetzentwurf vor, dass es künftig ein besonderes Ehrenzeichen für 50 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr gibt. Und ich kann heute schon ankündigen, dass wir auch in diesem Jahr zu einem  Dankeschönfest für die Feuerwehren im Land einladen werden“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

„Unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden sind das Rückgrat des Brandschutzes in unserem Land. Mehr als 27.000 Aktive leisten in Freiwilligen Feuerwehren, Berufs- und Werkfeuerwehren tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst – oft ehrenamtlich und unter persönlichem Risiko. Sie stehen bereit, wenn Brände, technische Notfälle oder Großschadenslagen das öffentliche Leben bedrohen. Dieses außergewöhnliche Engagement verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch eine sichtbare und dauerhafte Anerkennung“, erklärte Innenminister Christian Pegel.

Mit dem neuen Brandschutz-Ehrenzeichen sollen künftig Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren, Berufsfeuerwehren sowie anerkannten Werkfeuerwehren geehrt werden, die über ein halbes Jahrhundert hinweg pflichttreu ihren Dienst geleistet haben.

Der Brandschutz im Land basiert maßgeblich auf ehrenamtlichem Einsatz. In insgesamt 957 Freiwilligen Feuerwehren sowie sechs Berufs- und drei Werkfeuerwehren sorgen die Einsatzkräfte rund um die Uhr für schnelle Hilfe in Notsituationen. Ohne dieses Engagement wäre eine flächendeckende Gefahrenabwehr insbesondere in einem Flächenland wie MV nicht möglich.

„Ein halbes Jahrhundert Dienst in der Feuerwehr steht für außergewöhnliche Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Mit dem neuen Ehrenzeichen machen wir dieses Lebenswerk sichtbar und sagen Danke – auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes“, so Pegel weiter.

Bereits heute werden Feuerwehrangehörige für ihren langjährigen Einsatz mit Brandschutz-Ehrenzeichen für 10, 25 und 40 Jahre aktiven Dienst gewürdigt. Diese Ehrungen sind mit Jubiläumszuwendungen in Höhe von 100 Euro, 200 Euro und 250 Euro verbunden. Mit der geplanten Einführung eines Ehrenzeichens für 50 Jahre Dienstzeit wird diese Anerkennung konsequent fortgeführt und um eine besondere Würdigung für ein ganzes Lebenswerk ergänzt. Vorgesehen ist hierfür eine Jubiläumszuwendung in Höhe von 300 Euro für ehrenamtlich tätige Feuerwehrangehörige.

„Diese Auszeichnung ist weit mehr als ein Symbol – oder ein Metallstück. Sie steht für Respekt, Dankbarkeit und Anerkennung gegenüber Menschen, die sich über Jahrzehnte hinweg für andere einsetzen – oft unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit. Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Schritt gehen“, sagte Innenminister Pegel abschließend.

Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zur weiteren Beratung übergeben.

Neue Ausstellung mit Werken von Schülerinnen und Schülern

Einblicke in das Schaffen des Künstlerischen Sommerkurses Ostseeküste e. V. im Bildungsministerium

Schwerin – Im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung wird die neue Ausstellung „MAL SEEN – Künstlerischer Sommerkurs Ostseeküste“ eröffnet. Das Bildungsministerium präsentiert Werke von Schülerinnen und Schülern, die am Künstlerischen Sommerkurs Ostseeküste 2025 teilgenommen haben.

„Kunst eröffnet jungen Menschen Räume, in denen sie ihre Gedanken und Gefühle sichtbar machen können. Sie stärkt Selbstvertrauen, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit – Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus von großer Bedeutung sind. Der Künstlerische Sommerkurs Ostseeküste zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig kulturelle Bildung sein kann“, sagte Ministerin Simone Oldenburg im Vorfeld.

Die Ministerin dankte insbesondere den engagierten Kursleiterinnen und Kursleitern des Künstlerischen Sommerkurses Ostseeküste e. V. für ihre kontinuierliche Arbeit. Seit 1994 engagieren sich die Mitglieder des Vereins dafür, Kinder und Jugendliche für die Kunst zu begeistern.

Der Künstlerische Sommerkurs, der vom 27. Juli bis zum 6. August 2025 in Malchow stattfand, brachte 28 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren zusammen. In dieser intensiven Arbeitsphase entstanden zahlreiche Werke, von denen nun eine Auswahl im Ministerium präsentiert wird. Die Ausstellung zeichnet sich durch eine große künstlerische Vielfalt aus. Die gezeigten Arbeiten umfassen grafische, malerische und plastische Techniken. Neben klassischen Ausdrucksformen wie Zeichnung und Malerei finden sich auch moderne Ansätze wie Mixed Media, Fotografie und Video. Ergänzt wird das Spektrum durch Metallarbeiten, Schmuckgestaltung und textile Kunst.

Die Ausstellung kann im Anschluss an die Eröffnung im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung besichtigt werden. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiger Einblick in die kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler.

Ausstellung im Foyer

14. April bis 1. September 2026
Montag – Freitag | 9:00 – 17:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung kann zu den angegebenen Zeiten besucht werden. Die Werke in den beiden angrenzenden Beratungsräumen sind nur zugänglich, wenn in den Räumlichkeiten keine Besprechungen stattfinden.