Menü Schließen

Autor: Rügenbote

M-V bekommt neuen Geriatrieplan

Gesundheitskommission beschließt Strategie für eine gute Versorgung von älteren Menschen

Schwerin – Die Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (kurz: Gesundheitskommission MV) hat am Donnerstag nach umfangreichen Beratungen den neuen Geriatrieplan des Landes beschlossen. Der Geriatrieplan wurde vollständig überarbeitet und erweitert sowie an die aktuelle Versorgungssituation angepasst.

Neben konkreten Handlungsempfehlungen für die Akteure im Bereich der spezialisierten Medizin für ältere Menschen umfasst der neu aufgelegte Plan auch übergeordnete strategische Ziele für die geriatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern bis in das Jahr 2040, teilten die Vorsitzenden der Gesundheitskommission, Professor Dr. Steffen Fleßa und Gesundheitsministerin Stefanie Drese, nach der Sitzung des Expertengremiums mit.

„Durch den medizinischen Fortschritt und einem steigenden Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise werden die Menschen immer älter“, hob Fleßa hervor. Während die Zahl älterer Einwohnender stetig zunehme, gehe sowohl der Anteil junger Menschen als auch jener im erwerbsfähigen Alter zurück.

 „Der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in MV hat sich zwischen den Jahren 2000 und 2024 nahezu verdoppelt und liegt inzwischen bei 28 Prozent“, verdeutlichte Fleßa. Gleichzeitig habe sich der Anteil der unter 20-Jährigen um vier Prozentpunkte auf 17 Prozent und bei den 20- bis 64-Jährigen von 63 auf 55 Prozent verringert, so der Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer für Gesundheitsökonomie. Dieser Trend setze sich in den nächsten Jahrzehnten fort.

„Mit zunehmendem Alter steigt jedoch auch die Wahrscheinlichkeit für chronische Erkrankungen, Multimorbidität und Fragilität“, ergänzte Drese. „Deshalb nimmt die Geriatrie als spezialisierte Altersmedizin eine Schlüsselrolle ein, da sie die besonderen medizinischen, psychologischen und sozialen Bedürfnisse älterer Menschen in einem ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz berücksichtigt“, so die Ministerin.

Nach Aussage von Drese umfasst der neue Geriatrieplan sowohl die Darstellung der aktuellen Versorgungssituation in Mecklenburg-Vorpommern als auch konkrete Handlungsempfehlungen. „Wir wollen damit die Grundlage für eine flächendeckende, bedarfsorientierte, qualitativ gesicherte, vernetzte und wirtschaftlich tragfähige Versorgung geriatrischer Patientinnen und Patienten in unserem Land schaffen“, so Drese. Die Maßnahmen des Plans sollen in bestehende Strukturen eingebunden und bei Bedarf angepasst werden. Mit dem Beschluss des Geriatrieplans wird zudem eine der Forderungen des Altenparlaments 2024 erfüllt.

Einen Schwerpunkt des neuen Plans bildet die bessere Verzahnung von Prävention, Akutmedizin, Rehabilitation und palliativen Angeboten. „Geriatrie ist keine isolierte Disziplin, sondern betrifft viele medizinische und pflegerische Bereiche gleichermaßen. Dem tragen wir mit dem neuen Konzept Rechnung und stärken die geriatrische Kompetenz in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung“, sagte Drese.

Ein eigenes Kapitel widmet der Geriatrieplan zudem erstmals auch telemedizinischen Angeboten, von denen insbesondere mobilitätsbeeinträchtige oder besonders ländlich lebende Personen profitieren können. „Durch die Telemedizin können bestehende Versorgungsstrukturen sinnvoll ergänzt und neue Zugänge geschaffen werden“, so Fleßa. Das werde derzeit bereits in der tele-neurologischen Versorgung oder zur Unterstützung von Menschen mit Demenz erprobt, erklärte der Co-Vorsitzende.

Drese und Fleßa bedankten sich heute bei allen Beteiligten für die engagierte Arbeit und eingebrachte Expertise zur Erarbeitung des neuen Geriatrieplans MV. „So stellen wir sicher, dass der Geriatrieplan die tatsächlichen Bedarfe vor Ort widerspiegelt und praktikable Lösungen aufzeigt, die wir gemeinsam umsetzen wollen“, so die Kommissionsvorsitzenden.

Der Geriatrieplan ist auf der Website des Sozialministeriums sozial-mv.de abrufbar und dieser Pressemitteilung angehängt.

Mit der Einrichtung der Gesundheitskommission MV setzt das Gesundheitsministerium eine der Empfehlungen der Enquete-Kommission „Zukunft der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ um. Die Überarbeitung des Geriatrieplans ist dabei der Arbeitsauftrag Nr. 4.

Die Gesundheitskommission setzt sich aus Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens, wie der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landeskrankenhausgesellschaft, Kommunen, der Wissenschaft und Praxis, Patientenvertretungen, sowie des Gesundheitsministeriums zusammen.

Schwesig: Die Landeshauptstadt Schwerin wird noch attraktiver

Schwerin – Die Sanierung des Freilichtmuseums in Schwerin-Mueß kann weitergehen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute eine Förderzusicherung in Höhe von 3,56 Millionen Euro an die Stadt Schwerin übergeben. Mit den Mitteln soll der Kälberstall als Seminarzentrum neu gebaut werden. Außerdem will das Museum verschiedene Freiflächen neu gestalten. Alle Maßnahmen gehören zum zweiten Bauabschnitt der Sanierung mit einem Volumen von 4,45 Millionen Euro.

„Die Renovierung, der Umbau und Ausbau des Freilichtmuseums ist ein langfristiges Projekt. Wir wollen, dass das Freilichtmuseum besser zugänglich wird und mehr Menschen anzieht: Schwerinerinnen und Schweriner ebenso wie unsere Gäste. Der Ersatzbau für den Kälberstall spielt dabei als Seminargebäude eine wichtige Rolle, ebenso wie das neue Eingangsgebäude und der Seepavillon als Verbindung zum Schweriner See“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Übergabe des Förderbescheides.

„Die Revitalisierung des Freilichtmuseums Mueß ist ein wichtiges kulturpolitisches und touristisches Infrastrukturvorhaben der Landeshauptstadt. Ohne öffentliche Förderung wäre es für uns als finanzschwache Kommune nicht umsetzbar. Wir sind daher dem Land und insbesondere dem Förderreferat des Wirtschaftsministeriums sehr dankbar, dass durch weitere Zuwendungen in Millionenhöhe die dringend erforderlichen Sanierungen und Neubauten auf dem Gelände umgesetzt werden können. Mit Hilfe der Landesmittel werden wir diese einmalige Museumsanlage Schritt für Schritt zukunftssicher aufstellen können“, erklärte Silvio Horn, Finanz- und Kulturbeigeordneter der Landeshauptstadt.

Am Nachmittag unterzeichnet die Ministerpräsidentin gemeinsam mit dem kommissarischen Oberbürgermeister Bernd Nottebaum eine gemeinsame Erklärung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Landeshauptstadt Schwerin zur Errichtung eines Stadtgeschichtsmuseums und Welterbezentrums.

„Wir freuen uns, dass unsere Landeshauptstadt Schwerin seit 2024 mit dem historischen Residenzensemble zum Weltkulturerbe gehört. Schwerin hat schon jetzt davon profitiert. Es kommen mehr Gäste in die Stadt. Und die Schwerinerinnen und Schweriner haben einen Grund mehr, stolz auf ihre Stadt zu sein. Die Landeshauptstadt Schwerin wird künftig noch attraktiver. Es soll ein neues Welterbezentrum und Stadtgeschichtsmuseum entstehen“, sagte die Ministerpräsidentin im Vorfeld des Termins.

Mit der heutigen Unterzeichnung der Absichtserklärung – einem sogenannten „Letter of Intent“ – zwischen der Landesregierung und der Landeshauptstadt Schwerin setzen wir einen wichtigen Meilenstein in der Realisierung des Stadtgeschichtsmuseums und des Welterbe-Informationszentrums. Es ist ein klares Bekenntnis zur Bewahrung und Erlebbarkeit unserer Stadtgeschichte und des Welterbes, das nun auch für die kommenden Generationen erlebbar gemacht wird“, so der stellvertretende Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Bernd Nottebaum.

Das Vorhaben umfasst die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes Puschkinstraße 44 und einen daran anschließenden Neubau am Schlachtermarkt. Das Land sagt mit der gemeinsamen Erklärung zu, die Landeshauptstadt Schwerin bei der Finanzierung des Vorhabens im Rahmen der Städtebauförderung in den kommenden Jahren zu unterstützen.

Meilenstein für die Verwaltungsdigitalisierung

Lenkungsausschuss E-Government macht Weg frei für zukunftsweisende Projekte in MV

Schwerin – In seiner Sitzung am 7. April 2026 hat der Lenkungsausschuss für E-Government entscheidende Beschlüsse zur Modernisierung der Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern gefasst. Hierzu zählen unter anderem die Freigabe umfangreicher Mittel für Schlüsselprojekte der Registermodernisierung und der Informationssicherheit. Hierdurch stellen Land und Kommunen gemeinsam die Weichen für eine effiziente, sichere und bürgerfreundliche digitale Verwaltung.

Angesichts des Fachkräftemangels, sinkender finanzieller Spielräume und einer stetig steigenden technologischen Komplexität setzen das Land und die kommunale Ebene auf einen konsequenten Schulterschluss.

Zentrale Beschlüsse zur Registermodernisierung

Ein Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Umsetzung der bundesweiten Registermodernisierung. Ziel ist es, das „Once-Only-Prinzip“ Realität werden zu lassen: Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sollen Nachweise künftig nur noch einmalig an die Landesverwaltung erbringen müssen. Hierzu wurden Mittelfreigaben für folgende Projekte beschlossen, die nun angeschoben werden können:

  • NOOTS-Anbindung in M-V: Mit dem Anschluss an das Nationale Online-Optimierungs-Tool-System (NOOTS) wird die technische Brücke geschlagen, um Daten sicher und verschlüsselt aus den Registern abzurufen.
  • Once-Only-Befähigung des MV-Serviceportals: Das zentrale Portal wird so weiterentwickelt, dass Antragsdaten direkt mit den erforderlichen Registern kommunizieren können, was die Bearbeitungszeiten in den Behörden massiv verkürzt.
  • Anbindung des Personenstandsregisters an IDA und DSC: Durch die Verknüpfung mit dem Identitätsmanagement (IDA) und dem Datenschutzcockpit (DSC) wird sichergestellt, dass Datenabrufe transparent und unter voller Kontrolle der Bürgerinnen und Bürger erfolgen.

Sicherheit als Fundament: Vorbereitung der Umsetzung von Maßnahmen aus der Taskforce Informationssicherheit

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der „TaskForce Informationssicherheit“ werden landesweit einheitliche Sicherheitsmaßnahmen, wie ein umfangreicheres Landesdatennetz, tiefergehend ausgearbeitet. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Verwaltungen gegen die wachsende Gefahr von Cyberangriffen zu rüsten. Dies unterstützt auch die Umsetzung des neuen Informationssicherheitsgesetzes M-V, das das Sicherheitsniveau in der Fläche erhöhen soll.

Dr. Heiko Geue, Finanz- und Digitalisierungsminister M-V: „Die Beschlüsse sind ein wichtiger Meilenstein für mehr IT-Sicherheit und gemeinsame digitale Standards von Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Ich danke allen Beteiligten! Dank der bis zu 150 Millionen Euro, die aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern investiert werden können, kommen wir unserem Ziel einer bürgernäheren, effizienteren und resilienteren Verwaltung hiermit deutlich näher.“

Marco Anschütz, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung im Finanzministerium M-V: „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern die Antwort auf den demografischen Wandel. Mit der Anbindung an das NOOTS und der Registermodernisierung schaffen wir die Basis für eine Verwaltung, die proaktiv arbeitet und ihre Bürgerinnen und Bürger entlastet. Wir gehen diesen Weg konsequent Seite an Seite mit den Kommunen.“

Andreas Wellmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städte- und Gemeindetages M-V: „Die Beschlüsse des Lenkungsausschusses sind ein starkes Signal, dass das Land seine Verantwortung für unsere Städte und Gemeinden sieht, wenn digitale Prozesse für die Menschen im Land gut funktionieren sollen. Das geht nur gemeinsam, wobei das Land den Rahmen setzen muss. Durch eine moderne, automatisierte Registerlandschaft werden Prozesse schneller und einfacher; vor allem können wir dem Fachkräftemangel in den Rathäusern etwas entgegensetzen und gleichzeitig für die Menschen vor Ort erreichbar bleiben.“

Matthias Köpp, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Landkreistages M-V: „Die Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern sind zentrale Dienstleister für unsere Bevölkerung, weil sie eine Vielzahl gesetzlicher Aufgaben umsetzen. Für jede Aufgabe ist es bisher notwendig, Daten erneut bei den Antragsstellern abzufragen, die bereits im Rahmen anderer Leistungen erhoben wurden. Mit den Beschlüssen des Lenkungsausschusses werden erste Schritte auf den Weg gebracht, künftig solche mehrfachen Datenerhebungen zu vermeiden. Damit würde künftig der Aufwand der Bürgerinnen und Bürger bei Antragsstellungen für verschiedene Leistungen deutlich reduziert werden. Trotzdem haben wir noch einen längeren Weg vor uns, den wir aber konsequent weiter gehen müssen.“

Fazit

Land und Kommunen betonen abschließend, dass moderne Verwaltungsdigitalisierung nur im Verbund gelingen kann. Die Beschlüsse sind ein entscheidender Schritt, um Mecklenburg-Vorpommern als modernen Wirtschaftsstandort und lebenswerte Heimat für seine Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

Widmung des Rainer-Prachtl-Weges

Ministerpräsidentin Schwesig zur Widmung des Rainer-Prachtl-Weges in Neubrandenburg

Neubrandenburg – Anlässlich der Widmung des Rainer-Prachtl-Weges in Neubrandenburg hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Verdienste des ersten Landtagspräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns gewürdigt: “Dienen in Verantwortung: Unter diesem Motto hat Rainer Prachtl einen guten Teil seines Lebens dem Dienst an seinen Mitmenschen, an seiner Heimatstadt und seinem Heimatland geschenkt. Antrieb war für ihn der christliche Glaube und die Grundüberzeugung: Menschlichkeit ist machbar. Mit dieser Lebenshaltung ist er aufrecht und pragmatisch geblieben. Er war ein Typ, ein Charakter, der beeindruckt und andere mitgenommen hat. Mit seinem Engagement ist er ein Vorbild und steht gleichzeitig für die vielen bodenständigen, engagierten in unserem Land.“

Sie erinnerte in ihrer Rede auch an die Verdienste Rainer Prachtls für die Landesverfassung Mecklenburg-Vorpommerns. Schwesig sagte: „Er hat sich dafür stark gemacht, Grundregeln und Grundrechte über die Staatsform und die Staatsziele verfassungsrechtlich festzuschreiben. Er hat sich viele Jahre lang dafür eingesetzt, die Werte der Verfassung in der Landespolitik mit Leben zu erfüllen.“ Dafür habe er als Stadtrat in Neubrandenburg, als Landtagsabgeordneter und als erster Landtagspräsident des Landes von 1990 bis 1998 gewirkt. „Diejenigen, die ihn im Landtag erlebt haben, erinnern sich an einen Politiker, der gut moderieren und erklären konnte. Der zusammengeführt und nicht gespalten hat. Der über die Parteigrenzen hinweg respektiert und beliebt war. Auch darin war und bleibt Rainer Prachtl ein Vorbild“, so die Ministerpräsidentin.

Der Fußweg am Tollensesee, der von der Brücke über den Oberbach nördlich des Strandbades Broda entlang bis zur Seestraße führt, wird Rainer Prachtl gewidmet. In der Beschlussfassung der Stadtvertretung Neubrandenburg heißt es dazu: “Dieser Weg hat eine Blickbeziehung zum Amtshaus Broda, dem ehemaligen Kloster des Prämonstratenser-Ordens. Zum 775. Stadtjubiläum fand hier auf Initiative von Rainer Prachtl und dem Dreikönigsverein eine beeindruckende Zeremonie zum Prämonstratenser-Tag statt.“ Das ehemalige Kloster gilt als Keimzelle der Stadt Neubrandenburg.

Schwesig: Die Spritpreise müssen jetzt abgesenkt werden

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute die Mineralölkonzerne aufgefordert, die Kraftstoffpreise schnell abzusenken. „Die Mineralölkonzerne haben nach Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise schnell angehoben. Dann sollten sie jetzt nach dem Waffenstillstand auch konsequenterweise die Preise schnell wieder absenken“, sagte die Ministerpräsidentin heute in Neubrandenburg.

Zu Medienberichten, nach denen der Bundeskanzler eine Anhebung der Pendlerpauschale und eine Absenkung der Stromsteuer prüft, sagte die Ministerpräsidentin: „Das reicht nicht. Eine Anhebung der Pendlerpauschale ist sicher sinnvoll, würde aber weder Handwerker noch Spediteure noch Rentnerinnen und Rentner entlasten. Die Bürgerinnen und Bürger und die Unternehmen müssen Entlastungen jetzt an den Zapfsäulen spüren, indem die Energiesteuer abgesenkt wird“, so die Ministerpräsidentin.

In der Energiekrise 2022 habe es eine enge Abstimmung zwischen Bund und Ländern gegeben. „Das würde ich mir auch jetzt wünschen. Die Bundesregierung muss jetzt in den Krisenmodus schalten. Ich finde gut, dass Bundesfinanzminister Klingbeil die Wirtschaft und die Gewerkschaften an seinen Tisch holt. Es ist jetzt die wichtigste Aufgabe, die Wirtschaft zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu sichern“, sagte die Ministerpräsidentin.

Die Landesregierung habe bereits vor Ostern die hohen Benzinpreise in der Ost-MPK und im Bundesrat thematisiert. „Ich habe auch mit dem Bundeskanzler und dem Vizekanzler persönlich gesprochen.“ Hier im Land gebe es einen Austausch zwischen dem Wirtschaftsministerium mit der Wirtschaft und der Logistikbranche. „Und nächsten Dienstag werden wir zur Kabinettssitzung Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Kommunen einladen, um über die Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Wirtschaft zu sprechen.“

Land will neues Feuerwehrgerätehaus fördern

Ines Jesse: „Wir stärken die Feuerwehren in unserem Land.“

Möllenhagen – Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute an die Gemeinde Möllenhagen eine Förderankündigung in Höhe von bis zu 900.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Lehsten übergeben.

„Unsere Feuerwehren brauchen gute Rahmenbedingungen für ihren Einsatz im Brand- und Katastrophenschutz. Moderne Gerätehäuser tragen entscheidend dazu bei“, so Staatssekretärin Jesse. „So stärken wir die Feuerwehren in unserem Land, das Ehrenamt vor Ort und den ländlichen Raum insgesamt.“

Das Vorhaben in Möllenhagen ist Teil des Projekts „Musterfeuerwehrhaus Mecklenburg-Vorpommern“. Ziel ist es, standardisierte und seriell herstellbare Feuerwehrgerätehäuser zu entwickeln, die von den Kommunen bedarfsgerecht abgerufen und zügig umgesetzt werden können. Durch die Standardisierung werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und Baukosten reduziert. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit des Innenministeriums mit dem Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPBK), den Feuerwehrverbänden, der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord sowie weiteren Partnern umgesetzt.

Für die moderne Musterfeuerwehrgerätehäuser stellt die Landesregierung mit dem neuen Programm 50 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt werden damit 58 Vorhaben im Land über Sonderbedarfszuweisungen gefördert. In den vergangenen Jahren wurden bereits 15 Millionen Euro für konventionelle Feuerwehrgerätehäuser bereitgestellt. Damit konnten bereits 32 Einzelvorhaben für Sanierungen, Erweiterungen und Neubauten ausgewählt werden.

Voraussetzung für die endgültige Bewilligung der Sonderbedarfszuweisung ist, dass die Gemeinde alle erforderlichen Unterlagen vollständig vorlegt. Die Gesamtkosten für das geplante zweistellige Musterfeuerwehrgerätehaus werden auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt.

Eine weitere Förderankündigung für das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Völschow wird Staatssekretärin Jesse am 14. April an die Gemeinde Völschow übergeben.

Backhaus warnt vor Asiatischer Hornisse

Imker und Imkerinnen sollen wachsam sein

Schwerin – Aus aktuellem Anlass appelliert Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus nochmals an die Imkerinnen und Imker in Mecklenburg-Vorpommern, besonders aufmerksam auf mögliche Nester der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) zu achten.

„Auch wenn die Art in Mecklenburg-Vorpommern bislang noch nicht nachgewiesen wurde, müssen wir vorbereitet sein. Solange die Bäume noch nicht belaubt sind, sind mögliche Nester leichter sichtbar. Daher ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll, solange Blätter fehlen und die Tiere besser zu beobachten sind“, betonte Backhaus.

„Ich rufe alle Imkerinnen und Imker sowie Bürgerinnen und Bürger auf, mögliche Sichtungen oder Nester umgehend dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) zu melden. Nur durch schnelles Handeln können wir einer dauerhaften Etablierung dieser invasiven Art entgegenwirken.“

Die Asiatische Hornisse gilt als erhebliche Gefahr für heimische Insekten und kann vor allem Bienenvölker massiv beeinträchtigen. In anderen Bundesländern wurde sie bereits mehrfach nachgewiesen. Das Landwirtschaftsministerium hat daher in Zusammenarbeit mit dem LUNG und dem Landesimkerverband Informationsmaterialien und Merkblätter zur Früherkennung und Bekämpfung herausgegeben.

Über das „Meldeportal Arten“ auf der Internetseite des LUNG können Beobachtungen der Asiatischen Hornisse (sowie auch Beobachtungen weiterer Arten) punktgenau gemeldet werden, siehe nachfolgende Links:

https://www.lung.mv-regierung.de/fachinformationen/natur-und-landschaft/artendatenbank/meldeportal-arten

https://cloud.multibasecs.de/CloudPages/174/AddBeobachtung.aspx?ID_Art=1051572

Bis zu 2,8 Millionen Euro für Feuerwehren

Oldenburg: Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern leisten wichtige Bildungs- und Jugendarbeit

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg hat bei Besuchen in vier Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg eine Förderung der Landesregierung zum Neubau von Feuerwehrhäusern in Aussicht gestellt. Danach kann die Gemeinde Bernstorf mit bis zu 600.000 Euro, die Gemeinde Groß Molzahn mit bis zu 780.000 Euro, die Gemeinde Rieps mit bis zu 780.000 und die Gemeinde Menzendorf mit bis zu 650.000 Euro für neue Feuerwehrgerätehäuser rechnen. Die Fördermittel für die angekündigte Förderung stammen aus dem Musterfeuerwehrhaus-Programm.

„Für mich sind das heute besondere Termine“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Die Feuerwehren retten, löschen, bergen und schützen. Sie sind damit ein wichtiger Teil der kritischen Infrastruktur. Die Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern leisten aber auch wichtige Bildungs- und Jugendarbeit. Das zeigt sich immer dann, wenn Kita-Kinder, Schülerinnen und Schüler die Feuerwehren besuchen und ganz begeistert von Feuerwehrautos und den Löschgeräten sind. Mit den Löschzwergen sorgen die Feuerwehren vielerorts für ihren eigenen Nachwuchs. Außerdem machen die Wehren in vielen Städten und Gemeinden Angebote in Schulen. Der Landesfeuerwehrverband ist Partner unserer Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen. Für diesen großen Einsatz und das ehrenamtliche Engagement möchte ich herzlich danken“, so Oldenburg.

Mit einer Förderung über das Musterfeuerwehrhaus-Programm der Landesregierung können Feuerwehren neue Gebäude errichten oder ihre bestehenden Gebäude umbauen. Das Förderprogramm hat einen Umfang von 50 Millionen Euro. „Es ist wichtig, dass die Feuerwehren gute Bedingungen für ihre Arbeit haben. Sie tragen letztlich zu unser aller Sicherheit bei“, so die Bildungsministerin weiter. Das Programm ist bereits das zweite in dieser Höhe, das die Modernisierung der Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt. Mit einem ersten Programm konnten 310 neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft werden. Mit dem zweiten Programm können 58 neue Feuerwehrgerätehäuser in standardisierter Bauweise errichtet werden. Der Preis für ein Musterfeuerwehrhaus liegt bei 1,09 Millionen Euro.