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Autor: Rügenbote

Zukünftige Lehrkräfte kommen an die Schulen

Dienstantritt für 73 neue Referendarinnen und Referendare und Zeugnisausgabe

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern treten 73 Referendarinnen und Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen an. Damit absolvieren derzeit insgesamt 654 angehende Lehrkräfte ihr Referendariat an den Schulen. „Für die praktische Ausbildung wünsche ich allen Nachwuchslehrkräften viel Erfolg und gutes Gelingen“, so Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die neuen Referendarinnen und Referendare verteilen sich auf folgende Lehrämter:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 15
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 13
  • Lehramt an Gymnasien: 32
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 5

 Unter den zugelassenen Referendarinnen und Referendaren sind 16 zukünftige Lehrkräfte, die ihr Erstes Staatsexamen in einem anderen Bundesland absolviert haben und für das Referendariat nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen sind. Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Referendarinnen und Referendare haben Zeugnisse erhalten 

In dieser Woche haben 95 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen offiziell beendet und ihre Zeugnisse über das Zweite Staatsexamen erhalten. „84 Referendarinnen und Referendare werden unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. Das sind 88,4 Prozent der Absolventinnen und Absolventen. 58 Referendarinnen und Referendare arbeiten weiterhin an ihren Ausbildungsschulen“, so die Ministerin. „Ich freue mich, dass sich so viele Lehrkräfte für eine Schule in unserem Bundesland entschieden haben und wünsche allen viel Freunde bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.“

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Lehrkräfte nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. „Die Übernahmemöglichkeit bietet den Lehrkräften Planungssicherheit und eine Zukunftsperspektive“, so Oldenburg weiter.

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Jahrgangs verteilen sich auf die Lehrämter wie folgt:

  • Lehramt für Sonderpädagogik: 8
  • Lehramt an Grundschulen: 9
  • Lehramt an Regionalen Schulen: 18
  • Lehramt an Gymnasien: 53
  • Lehramt an Beruflichen Schulen: 7

 Mecklenburg-Vorpommern stellt jährlich an vier Terminen Referendarinnen und Referendare ein. Die aktuelle Ausschreibung läuft bis 13. April 2026 für das Referendariat mit Beginn am 1. August 2026.

Über das Karriereportal für den Schuldienst www.lehrer-in-mv.de können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen auf eine Stelle für ein Referendariat an ihrer Wunschschule in Mecklenburg-Vorpommern bewerben.

Finanzierung von Krankenfahrten

Drese ruft Krankenkassen und Taxi-Verband zu weiteren Verhandlungen auf

Schwerin – Gesundheitsministerin Stefanie Drese ruft die Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen und den Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe dazu auf, die Vergütungsverhandlungen zur Finanzierung von Krankenfahrten wieder aufzunehmen.

„Viele Menschen bei uns im Land, darunter chronisch Kranke und stark Bewegungseingeschränkte, sind auf verlässliche Krankentransporte zur Arztpraxis oder das Krankenhaus angewiesen. Sie dürfen nicht die Leidtragenden des sich nunmehr über mehrere Monate hinziehenden Streits sein“, sagte Drese am Mittwoch.

„Ich appelliere deshalb an die Kompromissbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein beider Seiten“, so Drese.

Der Taxi- und Mietwagenverband hat nach Ansicht von Drese heute in Schwerin eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig ihnen eine faire und angepasste Vergütung ist. Gleichzeitig vernehme ich von den Krankenkassen in unserem Land die Bereitschaft, trotz ihrer schwierigen finanziellen Situation, das bisherige Angebot nachzubessern.

„Ich glaube, wenn das Verständnis für die jeweils andere Position da ist, ergibt sich eine gute Ausgangsposition, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren und doch noch zu einer Lösung im Konflikt zu kommen. Was in Brandenburg gelungen ist, sollte doch auch in MV zu schaffen sein“, betonte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass die Politik bei den konkreten Vergütungsverhandlungen zwischen Kassen und Taxi-Verband wenig Einflussmöglichkeiten hat. „Ich sage aber gleichzeitig ganz deutlich, die Politik ist jetzt gefordert, so schnell wie möglich die Ausgabendynamik in der Gesetzlichen Krankenversicherung zu stoppen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Beiträge und Sicherung des hohen Qualitäts- und Leistungsniveaus zu treffen. Mit den am Montag vorgestellten Maßnahmenvorschlägen der Finanzkommission Gesundheit ist hierfür ein erster wichtiger Schritt gemacht.“

„Carfriday“ 2026: Polizei kündigt landesweite Kontrollaktion an

Null Toleranz bei illegalen Rennen und Fahrzeugmanipulationen

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags, der sich in der Tuning- und Autoszene als sogenannter „Carfriday“ etabliert hat, kündigt Innenminister Christian Pegel landesweite Schwerpunktkontrollen an. Im Fokus stehen illegale Kraftfahrzeugrennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das sogenannte „Posing“ auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen.

Innenminister Christian Pegel: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig. Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden. Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“

Die Erfahrungen zeigen, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Fahrmanövern, unzulässigen Fahrzeugveränderungen und riskantem Fahrverhalten kommt. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt über die Jahre einen deutlichen Anstieg. Allein im letzten Jahr wurden 206 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen dabei 18 Personen zu Schaden.

Innenminister Christian Pegel appelliert: „Genießen Sie den Frühling auf legale Weise. Tuning und Autobegeisterung sind kein Problem, solange sie im Rahmen der Verkehrsvorschriften stattfinden.“

Seit 2017 gelten verbotene Kraftfahrzeugrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das gilt auch für Einzelpersonen, die fahren, als wären sie in einem Rennen. Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet zudem weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren, bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen oder in Fällen, in denen sich durch Tuning die Abgas- und Geräuschwerte verschlechtern und dadurch die Betriebserlaubnis erlischt, Bußgelder.

Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in M-V

Schwerin – Im Zeitraum von Oktober 2022 bis März 2026 wurde die koordinierte Landesmaßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in MV durchgeführt. Das Projekt wurde im Rahmen des bundesweiten Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) realisiert und durch Mittel der Europäischen Union im Programm NextGenerationEU finanziert, teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese zum Abschluss der Digitalisierungs-Maßnahme am Mittwoch in Schwerin mit.

Zur Förderung der Digitalisierung und Stärkung des ÖGD in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach Angaben von Drese insgesamt 6,39 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hauptbestandteil ist dabei die gemeinsam vom Gesundheitsministerium mit den kommunalen Gesundheitsämtern erarbeitete Digitalisierungsstrategie (Digitalisierungsstrategie für den ÖGD in MV).

„Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, den ÖGD zu modernisieren und bürgerfreundlicher zu machen“, betonte Drese. „Unser Ziel ist es, im ÖGD auf unterschiedliche Krisenfälle bestmöglich vorbereitet zu sein. Das geht nur mit einer modernen Ausstattung und effizienten Abläufen, die die Beschäftigten unterstützen und Behördenanliegen für Bürgerinnen und Bürger so einfach wie möglich machen“, so die Ministerin.

Zur Verbesserung der Krisenfestigkeit der Gesundheitsämter wurden laut Drese zudem Fortbildungen über den gesamten Projektzeitraum hinweg finanziert, sowie ein Rahmenschulungskonzept erstellt, welches zukünftig dabei helfen soll, die Fähigkeiten des Personals im ÖGD zu sichern. Hierzu trage auch die bedarfsweise Finanzierung von Hard- und Software sowie Schnittstellen in einzelnen Gesundheitsämtern bei.

„Darüber hinaus konnten innerhalb des Projekts die notwendigen Weichenstellungen für die Anbindung der Gesundheitsämter und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) an die Telematikinfrastruktur gelegt werden“, führte Drese weiter aus.

Über ein sogenanntes Sicherheitsgateway wird zukünftig die direkte und sichere digitale Kommunikation der Gesundheitsämter und des LAGuS untereinander sowie zu den Ärzten und Krankenhäusern gewährleistet sein.

Drese: „Ein ganz konkretes Beispiel ist, dass die Meldungen der Kindervoruntersuchungen durch die Ärzte an das Landesamt für Gesundheit und Soziales zukünftig digital über die Telematikinfrastruktur ablaufen können.“

Grundschüler retten die Ostsee

Meeresbiologe Kai Hoppe testet in Gingst spielerische Ansätze der Umweltbildung

Insel Rügen – Genial. Wenn Zehnjährige die Ostsee retten, geht das spielerisch, miteinander und mit viel Spaß. Das probierte Klassenleiterin Nicole Hoppe mit ihren Grundschülern aus der 4b aus und sammelte an dem Klassennachmittag wertvolle Erfahrungen. „Wir durften mit einem Wissensspiel Situationen im richtigen Leben nachstellen“, sagt sie zufrieden über Mitmach- und Lerneffekte in dem symbolischen Rettungsszenario.

Für den Rettungsversuch hatte sie ihren Ehemann Kai Hoppe gewonnen, der als Meeresbiologe am Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht arbeitet. Dort koordiniert er die Forschungsmission „Schutz und nachhaltige Entwicklung der Ozeane“. Ein Baustein seiner Arbeit ist die Umweltbildung, bei der er auf Materialien der HELCOM zurückgreift. Die Abkürzung steht für den schon 50 Jahre währenden Zusammenschluss aller Ostseeanrainerstaaten in der Helsinki-Kommission.

 Ostseerettung im Klassenraum. Wissenschaftler Kai Hoppe (rechts) simuliert spielerisch biologische Prozesse mit Grundschülern aus Gingst. Foto: privat
Ostseerettung im Klassenraum. Wissenschaftler Kai Hoppe (rechts) simuliert spielerisch biologische Prozesse mit Grundschülern aus Gingst. Foto: privat

„Experten haben das kooperative Kartendeck-Bauspiel ,Ecosfera baltica‘ entwickelt“, erklärt Kai Hoppe die Grundlage für die Ostseerettung durch Kinder. In dem Spiel gehe es darum, durch das Sammeln von Elementen, Pflanzen und Tierkarten verschiedene Habitate zu schützen. Alle Spieler erweitern und optimieren ihr „Kartendeck“ während des Spiels ständig durch passende Karten, mit denen sie das Ökosystem für alle Meereslebewesen sichern oder wiederherstellen.

Nach Kai Hoppes Meereskundevortrag über die Nahrungsnetze in der Ostsee, ging es mit Feuereifer an das Sammeln der Karten. Dabei spielten die Kinder nicht gegeneinander, sondern in Abstimmung und Wohlwollen miteinander. Sie erlebten dabei, dass sie so am besten die passenden Kombinationen für den Schutz der Meere erreichen und die „bösen“ Belastungskarten wie Überfischung, Überdüngung und Verschmutzung vermeiden konnten. „Erst wenn man mithilfe von beispielsweise Planktonalgen, Heringen und Seehunden alle sechs Habitate bewahrt hat“, so Kai Hoppe, „gilt die Ostsee als gerettet.“

In allen drei Spielgruppen fanden die Kinder die besten Wege dahin und bewiesen, was eine Gemeinschaft mit logischem Denken und einem gelebten Füreinander erreichen kann. Einige von ihnen waren so begeistert, dass sie das Spiel ausleihen und den Kampf für die Ostsee zu Hause fortführen wollten.

Frühe Bildung im MINT-Bereich stärken

Kitas, Horte und Grundschulen zur Teilnahme an den MINTmachtagen aufgerufen

Schwerin – Mit Neugier die Welt entdecken: Alle Kitas, Horte und Grundschulen sind eingeladen, sich an den bundesweiten MINTmachtagen der Stiftung Kinder forschen zu beteiligen. Die Aktion steht für frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) und ermöglicht es Kindern, spannende Experimente durchzuführen und spielerisch Wissenschaft kennenzulernen.

„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen die Welt verstehen. Genau dies steht im Mittelpunkt der MINTmachtage: Sie stärken den Forschergeist schon in jungen Jahren und eröffnen wichtige Zukunftschancen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Frühe MINT-Bildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Kreativität und hilft Kindern, Zusammenhänge zu verstehen und sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

Die Aktion richtet sich gezielt an pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte. Sie erhalten umfangreiche kostenfreie Materialien – von Praxisideen über Aktionskarten bis hin zu Forschungspässen und interaktiven Angeboten. In diesem Jahr steht die „Medizin der Zukunft“ im Fokus. Unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ erhalten alle Interessierten Einblicke in Gesundheit, Forschung und Technik.

Höhepunkt der Initiative ist der bundesweite Aktionstag am 16. Juni, an dem Einrichtungen ihre eigenen Forscherfeste, Projekte oder Mitmachaktionen gestalten können.

Weitere Informationen und Anmeldung:

www.mintmachtage.de

Neue Gleise für „Rasenden Roland“ und Regionalbahnlinie RB26

Staatssekretärin Jesse: Land unterstützt Bahninvestition auf Rügen mit 450.000 Euro

Insel Rügen – Seit Generationen begeistert der Rasende Roland Besucher und Einheimische gleichermaßen: Die historische Schmalspurbahn, die mit gemächlichem Tempo durch die malerische Landschaft Rügens dampft, verbindet nicht nur die berühmten Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren mit der Rosenstadt Putbus und dem Hafen von Lauterbach. Sie steht vor allem für ein einzigartiges Erlebnis, eine Reise in die Vergangenheit, bei der der Charme vergangener Zeiten lebendig wird. Das typische Schnaufen der Dampflok, das sanfte Klappern und der Anblick der dampfenden Lokomotive, die sich durch Wälder und Felder schlängelt, machen jede Fahrt zu einem unvergesslichen Moment.

Doch hinter dem nostalgischen Flair verbirgt sich auch moderne Infrastrukturarbeit: Um den „Rasenden Roland“ und die regionale Bahnverbindung der RB26 zwischen Bergen, Putbus und Lauterbach Mole langfristig zu sichern, sind regelmäßige Sanierungen und Investitionen notwendig.

„Mit der Investitionsrichtlinie für den Schienenpersonennahverkehr (InvestSPNVFöRL M-V) fördern wir gezielt Vorhaben, die die Qualität und Attraktivität des Nahverkehrs langfristig sichern Im Rahmen der Mobilitätsoffensive haben wir das Angebot auch auf der Strecke Putbus – Lauterbach Mole zu einem Stundentakt verdichtet.““, erklärte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern.

„In der Saison von Mai bis Oktober ergänzen die Züge der Schmalspurbahn Rasender Roland mit ihren Dampflokomotiven das Angebot, indem sie auf dem Dreischienengleis von Lauterbach Mole bis Putbus und dann weiter über Binz nach Göhren fahren und zur touristischen Attraktivität der Insel Rügen beitragen“, betont Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

„Mit der Unterstützung des Landes konnte der letzte der Teil der Strecke von Putbus nach Lauterbach Mole für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden. Wir freuen uns sehr, damit weiterhin einen zuverlässigen und pünktlichen Eisenbahnbetrieb gewährleisten zu können“, so Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn.

Nach einer Liegedauer der Holzschwellen von rund 45 Jahren war ein vollumfänglicher Austausch erforderlich, um einen langfristig sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten. Da Dreischienengleise spezielle Anforderungen stellen, wurde bewusst die Verwendung moderner Kunststoffschwellen gewählt, von denen eine deutlich längere Nutzungsdauer gegenüber behandelten Holzschwellen erwartet wird.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert die umfassende Gleiserneuerung zwischen dem Bahnübergang Fürst-Malte-Allee und dem Endhaltepunkt Lauterbach Mole sowie Instandhaltungsarbeiten an der Eisenbahnüberführung bei km 12,240 mit rund 450.000 Euro. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde heute vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß offiziell an die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (Zweigniederlassung Rügensche BäderBahn) übergeben. Miraß betont: „Die Strecke Putbus – Lauterbach Mole ist ein wichtiger Bestandteil des regionalen Bahnnetzes und zugleich ein Beitrag zur zuverlässigen Mobilität auf der Insel.“

Insgesamt investiert das Unternehmen rund 600.500 Euro in die Sanierung des Streckenabschnitts der Linie Putbus – Lauterbach Mole. Das Land trägt 75 Prozent der Kosten.

Arbeitsmarkt im März 2026 – Frühjahrsbelebung ohne Schwung

Nürnberg – „Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im März: -49.000 auf 3.021.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +54.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent

Mit der einsetzenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März 2026 um 49.000 auf 3.021.000 gesunken. Saisonbereinigt hat sie sich gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenzahl ist verglichen mit dem März des letzten Jahres um 54.000 höher. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Februar auf 4,2 Prozent. Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im März gegenüber dem Vormonat ebenfalls gleichgeblieben. Mit 3.690.000 lag sie um 4.000 niedriger als vor einem Jahr.

Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 25. März für 38.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Januar 2026 zur Verfügung. In diesem Monat wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten für 136.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 6.000 weniger als im Vormonat und 141.000 weniger als vor einem Jahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Februar 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 12.000 gesunken. Mit 45,66 Millionen Personen ist sie im Vergleich zum Vorjahr um 119.000 geringer. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Dezember 2025 auf Januar 2026 nach Hochrechnungen der BA saisonbereinigt um 30.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag sie mit 34,75 Millionen Beschäftigten um 72.000 niedriger. 7,46 Millionen Personen hatten im Januar 2026 eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, 44.000 weniger als im Vorjahresmonat. Davon waren 4,02 Millionen ausschließlich und 3,45 Millionen im Nebenjob geringfügig entlohnt beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage hat sich insgesamt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im März waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im März 2026 bei 103 Punkten.

1.104.000 Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im März 2026 Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet im März auf 3.820.000. Gegenüber März 2025 war dies ein Rückgang um 147.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Seit Oktober 2025 haben sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 332.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildungsstelle gemeldet, 2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 213.000 hatten bis zum März 2026 weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Die Statistik weist gleichzeitig 366.000 gemeldete Ausbildungsstellen aus. Aufgrund von prozessualen Umstellungen wird die Zahl der Ausbildungsstellen in der Statistik derzeit leider unvollständig abgebildet. Sie liegt nach Schätzungen für den Februar 2026 mit -8 Prozent jedoch immer noch deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Vermittlung auf bei den Agenturen für Arbeit erfasste, aber statistisch nicht abgebildete Ausbildungsstellen ist nicht betroffen. Im März ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung. Deshalb erlauben die aktuellen Daten nur eine grobe und vorläufige Einschätzung der Entwicklung im Beratungsjahr 2025/26.