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Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Gründungsgeschehen in M-V

Meyer: Unternehmensgründungen und Start-ups unterstützen – vielfältige Möglichkeiten nutzen

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist das Gründungeschehen in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Gründungen sind von großer wirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Bedeutung im Land, denn sie haben Potential für mehr Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze. Es ist erklärtes Ziel der Landesregierung, Unternehmensgründungen und Start-ups zu unterstützen. Die Möglichkeiten sind vielfältig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. Im Rahmen der neuen EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen für die Gründungsförderung insgesamt 19 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bereit.

Zu den Zielen der Gründungsförderung in Mecklenburg-Vorpommern zählen die Motivation zu innovativen und zukunftsweisenden Ideen für Produkte und Dienstleistungen und zur eigenen unternehmerischen Tätigkeit; die Unterstützung für den Prozess von der Idee zum marktgängigen Produkt sowie Innovation und Selbstständigkeit zu fördern.

„Im Fokus haben wir dabei potentielle und tatsächliche Gründerinnen und Gründer aus Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und forschungs- und entwicklungsstarken Unternehmen sowie junge innovative Unternehmerinnen und Unternehmer“, so Meyer weiter.

Minister Meyer machte im Landtag deutlich, dass der Fokus in dieser Legislaturperiode auf innovativen Gründungsideen liegt. „Wir haben z.B. im Programm Gründungsstipendien den Kreis der Förderbegünstigten erweitert. Künftig müssen Gründungsideen hier nicht mehr ausschließlich innovativ, technologieorientiert und wissensbasiert sein.

Die Förderung wird ausgehend von Ingenieurwissenschaften auch für die Bereiche Naturwissenschaften und Kreativwirtschaft geöffnet. Somit können mehr Stipendiaten gefördert werden. Neu ist mehr Flexibilität: Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, den maximalen Bezugszeitraum von 18 Monaten aufgrund von Elternzeit zu unterbrechen. Nach der Elternzeit kann das Gründerstipendium fortgesetzt werden“, sagte Meyer.

Gründerinnen und Gründern von Sozialunternehmen (Social Entrepreneur) benötigen häufiger den Erwerb kaufmännischer Kenntnisse und haben häufig einen Kapitalbedarf von bis zu 25.000 Euro.

„Auch für diese Zielgruppe sind die Förderinstrumente Bildungsschecks für Existenzgründungen und Mikrodarlehen zugänglich. Innovative, wissensbasierte und technologieorientierte Gründungsideen aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich können zudem im Rahmen von Entrepreneurship begleitet werden; möglich ist bei Gründung die Förderung in Form eines Gründungstipendiums. Des Weiteren haben wir die förderfähigen Branchen für die Gewährung von Mikrodarlehen erweitert“, erläuterte Meyer im Landtag abschließend.

Neue Pflegeausbildung

Einbringung eines Gesetzesentwurfes zur Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes in der Landtagssitzung vom 18.05.2022

Schwerin – Auf der Tagesordnung der heutigen Landtagssitzung steht unter anderem die Einbringung eines Gesetzesentwurfes zur Umsetzung der Pflegeberufereform in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gesetz soll die Ausgestaltung des 2020 in Kraft getretenen bundesweiten Pflegeberufereformgesetzes auf Landesebene ergänzen.

Im Vorfeld der Sitzung teilte Gesundheitsministerin Stefanie Drese mit: „Wir können die generalistische Pflegeausbildung als Erfolg bezeichnen. Die Zahl der Auszubildenden in der Pflege steigt. Mit dem ergänzenden Gesetz schaffen wir die Grundlage für eine bessere Umsetzung der neuen Pflegeausbildung. So ermöglichen wir jungen Menschen eine einheitliche und hochwertige Qualifizierung im Bereich der Pflege und vermeiden lange Verfahren aufgrund verschiedener Zuständigkeiten.“

In den Entwurf seien die Erkenntnisse der ersten zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes eingeflossen, sodass die nötigen Regelungen für eine bessere Umsetzung zunächst identifiziert und nun aufgenommen werden konnten, so Drese. Der Entwurf sieht unter anderem vor, alle Pflegeschulen dem Schulrecht unterzuordnen.

Berechnungen für Mecklenburg-Vorpommern gehen davon aus, dass im Jahr 2030 mindestens 130.000 bis zu 143.000 Pflegebedürftigen auf Pflege und Betreuung angewiesen sind. „Das entspricht im Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt einer Steigerung von etwa 30.000 bis 40.000 Menschen. Für diese wertvolle Arbeit benötigen wir weitere Fachkräfte und gute Arbeitsbedingungen. Der Grundstein hierfür ist ein gutes Ausbildungssystem“, betonte Drese.

Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport, konnte heute nicht in Präsenz an der Landtagssitzung teilnehmen. In Vertretung für sie sprach Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, zu den Abgeordneten.

Das Pflegeberufereformgesetz ist 2020 in Kraft getreten. Es sieht landesrechtliche Regelungen ausdrücklich vor. Über die Ausgestaltung dieser ergänzenden Regelungen können die Länder selbst entscheiden.

Mit dem Pflegeberufereformgesetz wurde die generalistische Pflegeausbildung eingeführt. In dem neuen Ausbildungsmodell durchlaufen alle Auszubildenden in der Pflege in den ersten zwei Jahren die gleiche generalistische Ausbildung. Für das dritte Jahr können sie diese entweder fortsetzen und den Abschluss „Pflegefachmann bzw. frau“ erwerben oder sich im Bereich der Pflege alter Menschen oder von Kindern und Jugendlichen spezialisieren.

Eröffnung der Kinderschutztage

Schwesig lobt Engagement des Kinderschutzbundes

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat bei der Eröffnung der Kinderschutztage im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin die Arbeit des Kinderschutzbundes gerade in der Corona-Pandemie gewürdigt.

„Corona hat den Kindern und Jugendlichen in unserem Land viel abverlangt. Sie konnten Freunde nicht sehen. Ihnen fehlte das Lernen und Erleben in der Kita und in der Schule. Manchen Kindern fehlte ein verlässlicher Tagesablauf. Und bei einigen Kindern, in beengten Wohnungen, mit Eltern unter zusätzlichem Stress, war das Kindeswohl in echter Gefahr. Sie, die Engagierten im Kinderschutzbund, haben während dieser Zeit immer den Finger in die Wunde gelegt, auf Missstände aufmerksam gemacht und Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft gefordert. Ich möchte mich bei Ihnen dafür bedanken.“

Bei jeder politischen Entscheidung müsse die Zukunft von Kindern und Jugendlichen im Zentrum stehen oder zumindest berücksichtigt werden.

Schwesig: „Und Kinder und Jugendliche müssen sich besser beteiligen können. Wir wollen deshalb ein Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz auf den Weg bringen. Wir wollen die Kommunalverfassung mit dem Ziel ändern, Kinder- und Jugendbeiräte zu etablieren Und wir wollen das Wahlalter in Mecklenburg-Vorpommern senken, so dass junge Menschen schon ab 16 das Recht haben an den Entscheidungen in diesem Land teilzuhaben. Diese Gesetzänderung haben wir am Dienstag im Kabinett beschlossen. Wir bringen sie demnächst in den Landtag ein.“

Der Besuch der Kita für alle Kinder sei im Land kostenfrei. Ebenso die Betreuung im Hort. „Da gehen wir jetzt einen Schritt weiter: Unser Gesetzentwurf für den beitragsfreien Ferienhort ist schon im Landtag und wird dort beraten. Dieses Angebot ist für viele Familien eine enorme finanzielle Entlastung.“

Denn damit Kinder gut aufwachsen können, benötigen ihre Familien auch finanzielle Sicherheit. Kinderarmut sollte es in einem so reichen Land wie unserem nicht geben müssen. Deshalb freue ich mich, dass der Bund mit dem Vorhaben der Kindergrundsicherung dieses Problem angeht. Das haben wir auch der unermüdlichen Arbeit des Kinderschutzbundes zu verdanken“, so die Regierungschefin weiter.

„Rad & Risiko“ – Neues Schulkonzept startet

Landesverkehrswacht, Bildungsministerium und Provinzial starten neues Angebot zur schulischen Verkehrserziehung für 10- bis 14-Jährige.

Schwerin – Was sind tote Winkel? Wie viele gibt es bei einem Lkw und wie groß sind sie? Wo kann uns der Fahrer sehen, wenn wir mit dem Rad vor, neben oder hinter dem Lkw stehen, wo nicht?

Mit diesen Fragen, Beobachtungen und Erkenntnissen starten die Mädchen und Jungen der Klasse 5b der Schule „Schweriner Nordlichter“ in das neue Unterrichtsprojekt „Rad & Risiko“ der Landesverkehrswacht.

Das Angebot soll dazu beitragen, dass Kinder sich die besonderen Risiken vor Augen führen, die ihnen mit dem Fahrrad im Straßenverkehr täglich begegnen können. Die eigens dafür entwickelte landeseigene Unterrichtsmappe überreichten Tom Michael Scheidung, Staatssekretär im Bildungsministerium, Hans-Joachim Hacker, Präsident der Landesverkehrswacht und Jörg Reinholz, Agenturinhaber der Provinzial in Schwerin. In den nächsten Tagen werden alle Schulen mit Klasse 5 in Mecklenburg-Vorpommern kostenlos mit dem Medienset ausgestattet.

Finanziert wird die Aktion von der Verkehrssicherheitskommission des Landes und der Provinzial Nord Brandkasse. Bei der Entwicklung des Konzeptes waren Fachleute aus Schule und Polizei eingebunden.

Ein Radfahr-Unterrichtskonzept in der 5. Klasse, obwohl die Kinder Ende der 4. Klasse an der Radfahrausbildung teilgenommen haben? „Weil doppelt genäht besser hält“, erläutert Hans-Joachim Hacker zur Auftaktveranstaltung in Schwerin, „weil die Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren hauptsächlich mit dem Rad verunglücken und weil die langfristigen Unfallzahlen in dieser Altersgruppe ansteigen.“

„Verkehrserziehung ist eine grundlegende Aufgabe von Bildung und Erziehung in der Schule“, ergänzt Tom Michael Scheidung. „Ab Klasse 5 sind viele Kinder zunehmend auf dem Schulweg und in der Freizeit mit dem Fahrrad unterwegs. Mit Blick auf die beginnenden Sommerferien in sechs Wochen ist es gut, wenn die Mädchen und Jungen gut darauf vorbereitet sind, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen.“

In der Unterrichtsmappe „Rad & Risiko“ liegen eine Lehrerinformation, sieben Gruppen-Arbeitshefte und ein Ansichtsexemplar eines Elternheftes, das von der Lehrkraft ergänzend bestellt werden kann. Die Hauptverantwortung für die sichere Teilnahme ihrer Kinder am Straßenverkehr tragen aber immer noch die Eltern.

Herzstück des Projektes ist ein spannender Vorlesekrimi. Begleitet wird die Geschichte von einer PowerPoint-Präsentation mit fotografierten und illustrierten Motiven. Stress und Zeitdruck spielen eine gewisse Rolle –in der Geschichte, aber auch beim Wettbewerb in der Klasse bei fünf sehr kurzen Arbeitsgruppenphasen.

Neben dem methodischen Spaß dieses kurzweiligen Unterrichts für Kinder und Lehrkräfte geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler erfahren, in welchen Situationen sie besonders gefährdet sind, wenn sie mit dem Rad im Straßenverkehr unterwegs sind, dass sie erkennen, warum es für die Jungen wenig Grund gibt, auf ihre Fahrkompetenz stolz zu sein und dass sie verstehen, wie gefährlich das Hantieren mit dem Smartphone im Straßenverkehr ist.

„Genau hier setzen die Unterrichtsmappen an: Die Materialien ermöglichen den Lehrkräften aber auch den Eltern, die Kinder für Risiken zu sensibilisieren. Wir wissen, dass die Herausforderungen im Straßenverkehr zugenommen haben – das fordert uns alle heraus. Als Öffentlicher Versicherer möchten wir dazu beitragen, die Risiken für Radfahrende zu minimieren. Daher unterstützen wir dieses zusätzliche und wichtige Schulungs-Angebot der Landesverkehrswacht für alle Schulen in der Region sehr gern“, betont Jörg Reinholz. Die Provinzial Nord Brandkasse unterstützt die Schulaktion „Rad & Risiko“ als Hauptsponsor. Das Grundschulangebot zur Radfahrausbildung „Sattelfest“ begleitet sie seit über 20 Jahren.

Allein im Jahr 2021 verunglückten in Mecklenburg-Vorpommern 136 Kinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren mit dem Rad im Straßenverkehr, davon deutlich mehr Jungen als Mädchen. „Menschen, die mit dem Auto, Lkw oder Motorrad unterwegs sind, sollten deswegen auf Rad fahrende Kinder besonders viel Rücksicht nehmen“, appelliert Hans-Joachim Hacker.

Die Jungen und Mädchen der 5. Klasse der Schule „Schweriner Nordlichter“ jedenfalls fahren zukünftig alle Antennen hoch, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind und ein Lkw vor ihnen steht oder fährt. Gut so!

Beitragsfreier Ferienhort

Oldenburg: Angebot ist Ferienspaß für die Kleinen und Entlastung für die Großen

Schwerin – Bildungsministerin Simone Oldenburg sagte: „Jeder Tag, an dem Kinder kostenlos betreut, gefördert und gebildet werden, ist ein guter Tag für die Kinder und gleichzeitig auch eine Entlastung für die Familien in MV. Die Kinder haben in allen Ferien insgesamt einen Anspruch auf 40 Tage Betreuung. Das heißt, dass die Kinder trotzdem natürlich weiterhin die Möglichkeit haben, mit ihren Eltern in den Urlaub zu fahren. Auch die Erzieherinnen und Erzieher können selbstverständlich ihren Urlaub in Anspruch nehmen, weil es eben weiterhin Schließzeiten auch in den Sommerferien gibt.

Seit zwei Jahren ist den Trägern bekannt, dass der beitragsfreie Ferienhort nach Corona fortgesetzt werden soll. Es wäre fatal, wenn wir nach den zwei Jahren, in denen wir den Hort beitragsfrei gestellt haben, eine Lücke lassen würden. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht. Dieser wird erst 2026 umgesetzt.

In den vergangenen zwei Jahren haben mehr als 5.000 Kinder diesen beitragsfreien Ferienhort im Sommer in Anspruch genommen. Das führte den Erkenntnissen nach weder zu einem Personalmangel, noch zu einem nicht zu bewältigenden erhöhten Personalbedarf.“

Von diesem Sommer an sollen Kinder in Mecklenburg-Vorpommern den sogenannten Ferienhort komplett kostenlos nutzen können. Dazu hatte das Kabinett im April eine entsprechende Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes verabschiedet.

Anstieg bei Auszubildenden in der Pflege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese betont anlässlich des Tages der Pflege die hohe Bedeutung von guten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie einer tarifgebundenen Bezahlung, um den stetig steigenden Fachkräftebedarf im Pflegebereich in den kommenden Jahren decken zu können.

„Wir sind gerade bei der Pflegeausbildung in Mecklenburg-Vorpommern gut vorangekommen. In den vergangenen Jahren haben sich stetig mehr junge Menschen für eine Pflegeausbildung entschieden“, sagte Drese. Während im Schuljahr 2017/18 in MV rund 950 Auszubildende starteten, waren es in diesem Schuljahr 1.550. Das entspricht einem Anstieg von über 60 Prozent.

Einen Grund für den erfreulichen Zuwachs an Pflege-Azubis sieht die Ministerin in der Einführung der generalistischen Ausbildung. Drese: „Mit dem Start der generalistischen Pflegeausbildung haben wir einen wichtigen Schritt für eine attraktivere Ausbildung und mehr Fachkräfte in der Pflege gemacht. Ein wesentlicher Fortschritt ist, dass die Ausbildung mit der Einführung 2020 kostenfrei für die Auszubildenden ist.“

Die Ausbildung wird über einen Pflegeausbildungsfonds finanziert, der im Jahr 2022 ca. 105 Millionen Euro umfasst und vom Landesamt für Gesundheit und Soziales verwaltet wird. Alle etwa 1.200 Einrichtungen, die von der Pflege-Ausbildung partizipieren sowie das Land und die Pflegeversicherung zahlen darin ein.

Die tatsächlich ausbildenden Institutionen (Schulen und Träger der praktischen Ausbildung, z.B. Krankenhäuser sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen) erhalten daraus die vereinbarten Ausbildungsbudgets bezogen auf die Schüleranzahl erstattet. „Das bedeutet, je mehr zukünftige Fachkräfte ausgebildet werden, desto größer ist das Fonds-Volumen“, verdeutlichte Ministerin Drese.

Insgesamt durchlaufen derzeit in Mecklenburg-Vorpommern knapp 3.000 Azubis (1. + 2. Ausbildungsjahr) die neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre – erste Abschlüsse werden 2023 erwartet. Insgesamt 29 Schulen bilden in Mecklenburg-Vorpommern aus, darunter sind neun öffentliche Schulen. Der praktische Teil findet bei etwa 400 Ausbildungs-Trägern statt.

Die generalistische Pflegeausbildung geht auf das Pflegeberufegesetz zurück, das im Jahr 2020 in Kraft getreten ist. Es beinhaltet, dass alle Auszubildende in der Pflege in den ersten zwei Jahren die gleiche generalistische Ausbildung durchlaufen. Für das dritte Jahr können sie diese entweder fortsetzen und den Abschluss „Pflegefachmann bzw. frau“ erwerben oder sich im Bereich der Pflege alter Menschen oder von Kindern und Jugendlichen spezialisieren.

Gingster Turner glänzen in Berlin

MV-Landessieger landen im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ auf Platz 6

Insel Rügen – Die extra Übungseinheiten im Trainingslager der Gingster Turner haben sich gelohnt. Bei dem Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ erkämpften sich fünf Gingster Schüler mit ihrer Trainerin Birgit Eicke einen 6. Platz. Die Sportlehrerin und zugleich Wettkampfleiterin in der Schöneberger Turnhalle strahlt zufrieden. „Das erste Mal überhaupt nahm eine Jungenmannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern am Bundesfinale teil“, sagt sie nach dem spannenden Wettbewerb, „und dann erreichen wir auf Anhieb eine solche Platzierung.“

Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat
Die Gingster Turner mit ihrer Trainerin Birgit Eicke (rechts im Bild) holen bei „Jugend trainiert für Olympia“ einen 6. Platz für MV. Foto: privat

Insgesamt waren 278 Mannschaften aus allen Bundesländern angereist, um nach einer fast dreijährigen Pause wieder live und in Farbe im begehrten Bundesfinale die sportlichen Sieger in ganz unterschiedlichen olympischen und paralympischen Disziplinen zu ermitteln. Die Insulaner gehörten zu den gut 2.300 Sportlern, die in die Hauptstadt eingeladen wurden. Sie hatten sich bei dem MV-Landeswettbewerb als Turnsieger dafür qualifiziert, genügend Motivation im Vorfeld gesammelt und viel Power im Gepäck, um nach Gold zu greifen.

Fion Raben, Alexander Schulze, Felix Schwarzer, Jennifer Lewandowski und Leonie Heidenreich wuchsen an dem Entscheidungstag über sich hinaus, erinnert sich Sportlehrerkollege Marc Burmeister. „Die Stärke der Mannschaft lag vor allem bei den Sonderprüfungen“, erklärt er und hat dabei zwei Beispiele im Kopf. Beim Staffellauf liefen sie als viertschnellstes Team aller teilnehmenden Schulen ins Ziel. Und Felix Schwarzer glänzte beim Standweitsprung. Nach drei fließenden, hintereinander ausgeführten Sprüngen schaffte er einen Satz von sieben Metern und war damit der beste Springer in dieser Wettkampfklasse.

„Das Mitfiebern hat sich für uns gelohnt“, meint André Farin, der Vorsitzende des Gingster Schul- und Sportvereins. Zusammen mit der Sparkasse Vorpommern, der Apotheke Gingst, dem C+C Großhandel und der Familie Lewandowski hat der Förderverein das Sportprojekt unterstützt. „Wir sind auf die Fortsetzung gespannt“, sagt er und schmiedet mit seinen Vereinsmitgliedern die nächsten Pläne für die talentierten Turner der Gingster Schule.

4. Landesweite Schulmesse Greifswald

Oldenburg: Lehramtsstudierende herzlich eingeladen persönliche Kontakte zu knüpfen

Greifswald – Bei der 4. Landesweiten Schulmesse Greifswald am 11. Mai (14:30 – 16:30 Uhr) können sich Lehramtsstudierende der Universität Greifswald ein Bild von den Schulen im ländlichen Raum machen.

„Wenn angehende Lehrerinnen und Lehrer erst einmal persönliche Kontakte geknüpft und von den Schulleitungen und Lehrkräften aus erster Hand im persönlichen Gespräch gehört haben, wie es sich vor Ort lebt und arbeitet, geben sie einem Praktikum oder Referendariat an einer Schule im ländlichen Raum eine Chance“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Vor Ort erleben sie dann, dass die Einstiegsmöglichkeiten und Berufsperspektiven gut sind, viele Schulen sich durch kleinere Klassen und eine persönliche Atmosphäre auszeichnen. Der Fahrtkostenzuschuss macht ein Praktikum, der Referendarzuschlag in Höhe von 20 Prozent den Vorbereitungsdienst an Schulen im ländlichen Raum noch attraktiver“, erläuterte die Ministerin.

Die teilnehmenden Schulen umfassen alle allgemein bildenden Schularten; aufgrund der Greifswalder Ausbildung von Lehrkräften im Fach Niederdeutsch präsentieren sich zwei Profilschulen für Niederdeutsch:

  • Reuterstädter Schulcampus Stavenhagen
  • Goethe-Gymnasium – Musikgymnasium – Demmin
  • Kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, Altentreptow
  • „Schloss-Gymnasium“ Gützkow
  • Regionale Schule Siegfried Marcus, Malchin
  • Regionale Schule „Robert Koch“ Grimmen
  • Regionale Schule „Am Wasserturm“ Strasburg
  • Regionale Schule „Friedrich Schiller“ Anklam
  • Regionale Schule „Käthe Kollwitz“ Anklam
  • Regionale Schule „Ehm Welk“ Ueckermünde
  • Ostseeschule Ückeritz
  • Regionale Schule mit Grundschule „Wilhelm Höcker“ Woldegk
  • Regionale Schule mit Grundschule „Johann-Christoph Adelung“ Spantekow
  • Regionale Schule mit Grundschule „Heinrich Heine“ Karlshagen
  • Grundschule Datzeberg, Neubrandenburg
  • Grundschule Mitte Pasewalk

Außerdem stellt das Welcome Center Vorpommern-Greifswald die Leistungen dieser regionalen Servicestellen vor und das Bildungsministerium informiert über den Referendar-Zuschlag und das Bewerbungsverfahren für den Vorbereitungsdienst.

Die Schulmesse findet an der Universität Greifswald auf dem Campus Loefflerstraße statt (Ernst-Lohmeyer-Platz 6, 17489 Greifswald).

Für die Veranstaltungen zur Lehrkräftegewinnung für den ländlichen Raum kooperiert das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung mit dem landesweiten Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) und dem Greifswalder Universitätszentrum für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung (GULB).

Sie führen neben einer weiteren Schulmesse am Di. 24. Mai an der Universität Rostock noch zwei LehrerbildungsLANDPARTIEN durch, für die sich interessierte Lehramtsstudierende jetzt noch anmelden können: Starttermine für die mehrtätigen Schulbesuchsreisen sind der 18. Mai und der 30. Mai 2022.