Menü Schließen

Kategorie: KiTa / Bildung / Schule / Uni / Ausbildung

Sonderpädagogische Diagnostik weiterentwickelt

Neues Handbuch „Standards der Diagnostik“ liegt vor

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern wird der sonderpädagogische Förderbedarf von Schülerinnen und Schülern jetzt noch differenzierter diagnostiziert. „Mit den neuen Standards der Diagnostik sollen Schülerinnen und Schüler noch gezielter die Förderung erhalten, die sie benötigen“, erläuterte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Die Feststellung eines Förderbedarfs ist ein umfassendes und individuell auf die Schülerinnen und Schüler bezogenes Verfahren, das bei uns in Mecklenburg-Vorpommern nach einheitlichen Kriterien abläuft und mit größter Sorgfalt durchgeführt wird. Mit den neuen Standards stellen wir dies sicher“, betonte die Ministerin.

Das überarbeitete Handbuch „Standards der Diagnostik“ ist eine verbindliche Richtlinie für den Zentralen Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie und die Schulaufsicht sowie für Schulleitungen und Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern. Es dient der Unterstützung, der Vereinheitlichung und der Qualitätssicherung der Diagnostik des Förderbedarfs bei Kindern und Jugendlichen und den Entscheidungen, die danach in der Schule getroffen werden.

Die Neuauflage des Handbuchs „Standards der Diagnostik“ ist Ergebnis eines breiten Austauschs von Expertinnen und Expertinnen in schulamtsübergreifenden Arbeitsgruppen des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie.

„Ich danke allen, die sich an der Überarbeitung der Standards der Diagnostik beteiligt und ihr Fachwissen eingebracht haben“, sagte Bildungsministerin Oldenburg. „Mit dem neuen Verfahren schaffen wir die Voraussetzungen, dass die Diagnostik frühzeitig durchgeführt werden kann.“ Auf Basis einer frühzeitigen und differenzierten Diagnostik trägt das Bildungsministerium damit der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern besonders Rechnung.

Kritik an Corona-Statistik zurückgewiesen

Oldenburg: Alle Zahlen sind verfügbar und veröffentlicht

Schwerin – Das Bildungsministerium weist die Kritik zurück, es zeichne ein unvollständiges Bild der Corona-Lage an den Schulen. „Es ist wichtig, zwischen den Aufgaben des Sozialministeriums und des Bildungsministeriums zu unterscheiden“, erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

„Aufgabe des Sozialministeriums ist es unter anderem, über das Landesamt für Gesundheit und Soziales, die Anzahl der Corona-erkrankten und genesenen Personen jeder Altersstufe zu erheben, um daraus weitere Maßnahmen für das Land Mecklenburg-Vorpommern bzw. für den betreffenden Landkreis oder die kreisfreie Stadt abzuleiten. Das Bildungsministerium ist hingegen für die Beschulung der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen zuständig und muss diese auch während der Pandemie absichern. Alle Zahlen sind verfügbar und veröffentlicht. Man muss sie nur selbstständig addieren.

Weil das Bildungsministerium für die Beschulung zuständig ist, erhebt es ausschließlich die dafür relevanten Daten. Das Bildungsministerium ist nicht für die Erhebung der Zahlen erkrankter Schülerinnen und Schüler zuständig und suggeriert dies in den Pressemitteilungen auch nicht, sondern teilt nur das Ergebnis von Quarantänemaßnahmen mit. Das Bildungsministerium erhebt die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden – egal, an welchem Ort und durch wen der Kontakt mit einer infizierten Person zustande kam.

Für das Bildungsministerium ist die Anzahl der in Quarantäne befindlichen Schülerinnen und Schüler relevant, weil sie in Distanzform beschult werden. Dieser Distanzunterricht ist Bestandteil des Phasenmodells, das entwickelt wurde, um die Beschulung aller Kinder und Jugendlichen unabhängig des Ortes zu gewährleisten.

Abhängig von der Anzahl der Lerngruppen und der Klassen, die sich in Quarantäne befinden, arbeitet die Schule in der jeweiligen Phase des Modells. Eine erkrankte Person hingegen ist krank und unterliegt für den Zeitraum der Erkrankung nicht der Schulpflicht. Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne befinden, unterliegen dagegen der Schulpflicht. Erst das Phasenmodell hat die Voraussetzung geschaffen, auch den in Quarantäne Befindlichen die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.

Das Bildungsministerium veröffentlicht unter dem Titel ‚Phasen-Einstufung der Schulen und Quarantäne-Maßnahmen‛ mittwochs und freitags Pressemitteilungen mit den Zahlen über Schülerinnen und Schülern, die sich in Quarantäne befinden und eben keine Zahlen der erkrankten Schülerinnen und Schüler.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales veröffentlicht täglich die Lageberichte über Corona-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Zahlen sind transparent gemacht. Hier wird also keine Statistik geschönt. Der an dünnen Haaren herbeigezogene Vorwurf ist nicht haltbar“, so Oldenburg.

Neue Referendarinnen und Referendare

Oldenburg: Übernahmegarantie vom Referendariat in den Schuldienst wirkt

Schwerin – Im April sind 85 Referendarinnen und Referendare in ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Im Anschluss begannen sie ihre Ausbildung in den Regionalbereichen des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern und an den Schulen. Ihre Ernennungsurkunden als Beamtinnen und Beamten auf Widerruf haben die Nachwuchslehrkräfte pandemiebedingt auf dem Postweg erhalten. Die Vereidigung erfolgt an ihren Einsatzorten.

Von den 85 Referendarinnen und Referendaren haben 19 den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen, sieben das Referendariat für das Lehramt für Sonderpädagogik und acht das Referendariat für das Lehramt an beruflichen Schulen begonnen. Hinzu kommen 16 Referendarinnen und Referendare für das Lehramt an Regionalen Schulen und 35 für das Lehramt an Gymnasien. Ca. 83 Prozent der zugelassenen Referendarinnen und Referendare haben ihr Erstes Staatsexamen in Mecklenburg-Vorpommern abgelegt.

„Wir gewinnen viermal im Jahr Landeskinder und auswärtige Lehramtsabsolventinnen und -absolventen für unseren Vorbereitungsdienst“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das zeigt, dass das Referendariat an den Schulen einen guten Ruf hat, dass die Ausbildung an unseren Schulen und das Leben in unserem Land attraktiv sind“, so Oldenburg. „Wenn es den Referendarinnen und Referendaren vor Ort gefällt, können sie dank der Übernahmegarantie des Landes ohne ein neues Bewerbungsverfahren an den Schulen bleiben und direkt in den Lehrerberuf einsteigen.“

Das vereinfachte Einstellungsverfahren bringt Planungssicherheit für beide Seiten und Lehrkräfte viel schneller an die Schulen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Schulen die von ihnen ausgebildeten Referendarinnen und Referendare nach dem Vorbereitungsdienst ohne gesondertes Ausschreibungsverfahren übernehmen. „So bauen wir Bürokratie ab, schaffen Erleichterungen für die Schulen und gleichzeitig Sicherheit für die Nachwuchslehrkräfte. Sie erhalten in jedem Fall ein Einstellungsangebot im Land“, betonte die Bildungsministerin.

Aktuell können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen mit der Ersten Staatsprüfung noch für den Vorbereitungsdienst bewerben, der am 1. August beginnt. Zu diesem Starttermin bietet die Doppelqualifikation eine weitere attraktive Möglichkeit: mehr Flexibilität im Einsatz für die Lehrämter an Regionalen Schulen und an Gymnasien. Die Doppelqualifikation dauert 24 Monate, der reguläre Vorbereitungsdienst 18 Monate. Bewerbungsschluss ist der 11. April 2022. Zeugnisse können bis 20. Juli nachgereicht werden.

Mecklenburg-Vorpommern stellt an vier Terminen in jedem Schuljahr Absolventinnen und Absolventen nach der Ersten Staatsprüfung in den Vorbereitungsdienst an den Schulen des Landes ein: Neben dem 1. April sind die weiteren Startmöglichkeiten der 1. August, der 1. Oktober sowie der 1. Februar.

Kinderoper für Gingster Schüler

Neue Philharmonie MV präsentierte Prokofjews Musikmärchen „Peter und der Wolf“

Insel Rügen –  Mit Prokofjews Kindermärchen „Peter und der Wolf“ tourt die Neue Philharmonie MV durch das Land und machte für das 99. Konzert Station an der Grundschule Gingst. Für 130 Jungen und Mädchen hatte das Lehrerteam die Turnhalle in ein kleines Opernhaus verwandelt und die Zuhörer für die besondere Musikstunde vorbereitet. „Unsere Idee ist aufgegangen“, sagt Grete Hesemann, eine der Grundschulkoordinatorinnen. Die Kinder waren hochmotiviert. Das spürte man, denn lobenswerte Disziplin, Instrumentenkenntnis und die Begeisterung der Zuhörer überzeugten die Organisatoren. Gespannt verfolgten 260 Kinderaugen und -ohren, mit welchem Trick der kleine Peter den gefräßigen Wolf fing und ihn ganz zeitgemäß von einem vegetarischen Leben überzeugte.

Conner Kasten aus der 4. Klasse bedankt sich beim Dirigenten Andreas Schulz mit einer aktuellen Schülerzeitung. Foto: André Farin
Conner Kasten aus der 4. Klasse bedankt sich beim Dirigenten Andreas Schulz mit einer aktuellen Schülerzeitung. Foto @ André Farin

„Ich bin darüber erfreut, wie gut das hier in Gingst läuft“, meint Dirigent und Geschäftsführer Andreas Schulz. Mit seinem 15-Personen-Orchester und der moderierenden Schauspielerin nahmen sie die Schüler der 1. bis 4. Klasse mit in eine bezaubernde musikalische Märchenwelt. Das über 85 Jahre alte Stück sei genau für diese Altersgruppe konzipiert, erklärte er nach der Veranstaltung, die mit einem Sonder-Applaus endete. Den hatte Schulleiter André Farin eingefordert, weil er so testen wollte, ob das junge Publikum im neuen Schuljahr wieder einmal ins Konzert gehen möchte. „Genau das ist eine Abwechslung in der Schule, die unsere Schüler beim Lernen brauchen“, erklärt er.

Der Zugang zur klassischen Musik könne nicht früh genug angesetzt werden. Mit der willkommenen MV-Förderung und der Unterstützung des Schul- und Sportvereins sollte es möglich sein, eine Neuauflage der Konzertstunde zu organisieren.

Gut vorbereitet in die Abschlussprüfungen

Oldenburg: Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützen / zusätzliche Nachschreibtermine möglich

Schwerin – Am Mittwoch, 27. April 2022, starten in Mecklenburg-Vorpommern die Abschlussprüfungen für das Deutsch-Abitur. Die Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife beginnen am Mittwoch, 4. Mai 2022, mit dem Fach Deutsch. Insgesamt legen ca. 11.500 Schülerinnen und Schüler an den Schulen die Abschlussprüfungen für die Mittlere Reife und für das Abitur ab. Neben den regulären Nachschreibterminen, können erstmals zusätzliche, dezentrale Nachschreibtermine vereinbart werden.

„Die Corona-Pandemie hat den Schulbetrieb auch in diesem Schuljahr geprägt. Wir wollen Schülerinnen und Schüler bei den Abschlussprüfungen bestmöglich unterstützen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Neben den inhaltlichen Anpassungen gibt es Regelungen für die Organisation, die für Erleichterung sorgen sollen. Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, dass sie in den Prüfungen einen kühlen Kopf bewahren und die verbleibende Zeit für eine intensive Vorbereitung gut nutzen können“, so Oldenburg.

Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen sowie Lehrkräfte erhalten in diesen Tagen Informationen zum organisatorischen Ablauf der zentralen Abschlussprüfungen in diesem Schuljahr. Das Bildungsministerium hat den Schulen Ende vergangener Woche die entsprechenden Hinweise übermittelt.

Schülerinnen und Schüler steht in den Abschlussprüfungen 30 Minuten mehr Zeit zur Verfügung, um die Aufgaben zu bearbeiten. Dies gilt auch für die Nachreibtermine. Sofern die Schülerinnen und Schüler die Abschlussprüfung nicht am Haupttermin wahrnehmen können, haben sie darüber hinaus die Möglichkeit, ab Donnerstag, 19. Mai 2022 (Abitur), fachbezogen einen der Nachschreibtermine zu nutzen. Der erste Nachschreibtermin für die Mittlere-Reife-Prüfung ist Donnerstag, 25. Mai 2022. Zusätzlich besteht das Angebot, dezentrale Nachschreibtermine zu vereinbaren. Auch in diesem Fall ist die Abschlussprüfung gleichwertig und gilt als zentral gestellt.

„Da wir aufgrund der andauernden Pandemie davon ausgehen, dass zum Nachschreibtermin nicht alle Schülerinnen und Schüler gesund sind und teilnehmen können, gibt es die zusätzlichen Nachreibtermine“, erläuterte die Ministerin.

Mit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz zu den Auswirkungen der Pandemie-Situation auf die Abschlussprüfungen 2022 vom 21. Dezember 2021 ist sichergestellt, dass den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile aus der weiter andauernden pandemiebedingten Ausnahmesituation entstehen. Die Gleichwertigkeit der Abschlüsse ist somit garantiert. Um verlässliche und vergleichbare Rahmenbedingungen für die Abschlussprüfungen zu gewährleisten, stehen den Ländern eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, die Hilfestellung geben, ohne das von der Kultusministerkonferenz definierte Anspruchsniveau zu senken.

Unter den aktuellen Corona-Bedingungen müssen in Mecklenburg-Vorpommern die Hygiene- und Organisationshinweise für die Abschlussprüfungen 2022 beachtet werden, die unter anderem die Abstands- und Maskenregeln beinhalten. Den Schülerinnen und Schülern ist es demnach gestattet, die Maske am Platz abzulegen. Vor den Prüfungen müssen Schülerinnen und Schülern einen Selbsttest machen. Die Selbsttests für alle Prüfungen erhalten sie rechtzeitig vor Beginn der ersten Prüfung von der Schule.

Beliebte Waldolympiade mit neuen Spielen

Schwerin – Nach zwei Jahren Pandemiepause ist die bei Schülerinnen und Schülern beliebte Waldolympiade zurück und sie hat neue Stationen, Spiele und Rätsel im Gepäck. Im Forstamt Nossentiner Heide bei Waren (Müritz) eröffnete heute der dienstälteste Forstminister Deutschlands, Dr. Till Backhaus, die 16. Runde der Wettspiele.

„Ich bin froh und dankbar, dass nach der pandemiebedingten Pause die Waldolympiade nun endlich wieder Kinder im ganzen Land begeistern wird. Für die Schülerinnen und Schüler ist der Tag gleich ein mehrfacher Gewinn. Sie verbringen einen sportlichen Tag an der frischen Luft, lernen Neues über unsere Wälder sowie deren Bewohner und vor allem haben sie eine Menge Spaß dabei. Für die Umweltbildung in Mecklenburg-Vorpommern hat das eine ganz erhebliche Bedeutung, denn um Verständnis für die Schätze unserer Naturlandschaften und Ökosysteme zu schaffen, braucht es konkrete Begegnungen und Erlebnisse.“, so der Minister.

Die heutige Auftaktveranstaltung der Waldolympiade 2022 war nur die erste der ca. 80 für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen in den 29 Forstämtern. Die letzten Veranstaltungen der diesjährigen Runde der Waldolympiade werden am 17. Juni 2022 stattfinden, sodass in der 26. Woche (die Woche vor den Sommerferien) die Siegerklasse den Landespokal durch den Minister Dr. Till Backhaus feierlich überreicht bekommt.

Für den Minister ist die seit Jahren ungebrochene Resonanz der Waldolympiade ein klares Zeichen, dass Umweltbildung, Sport und Spaß Hand in Hand gehen: „Die Nachfrage und Begeisterung für die Waldolympiade ist ungebrochen. Auch nach über 800 durchgeführten Tagen mit inzwischen über 3.000 Klassen ist die Waldolympiade beliebt wie nie. Wir haben damit über 75.000 Schülerinnen und Schüler bei den Waldolympiaden der letzten Jahre erreicht. In diesem Jahr wird es aufgrund der hohen Nachfrage 80 Veranstaltungen geben. Gestartet sind wir damals mit 35.“

Auch inhaltlich hat sich die durchführende Landesforstanstalt MV für den neuen Durchgang einiges ausgedacht. Statt wie anfangs in sechs, messen sich die Kinder mittlerweile in zwölf Disziplinen, die sowohl sportliche als auch wissens- und sinnesbasierte Herausforderungen beinhalten. In diesem Jahr wurde die Station: „Tiere des Waldes“ überarbeitet und speziell auf „Edda#s Feinde und Freunde“ abgestimmt. Edda das Eichhörnchen ist das Maskottchen der Waldolympiade.

Unterstützt wird die Landesforst bei der Durchführung von der Stiftung Wald und Wild MV. Die Stiftung hat 2006 die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, die den Erwerb der Ausstattungsmaterialien erst ermöglicht haben.

Um die Qualität der angebotenen Waldpädagogik stetig auszubauen, betreibt das Land MV die Aus- und Weiterbildung von nunmehr über 80 landesweit tätigen zertifizierten Waldpädagoginnen und -pädagogen. Außerdem wurden durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in enger Kooperation mit der Landesforst MV zwölf waldpädagogische Bildungsbausteine erstellt und im August 2019 durch Herrn Minister gemeinsam mit der Bildungsministerin im Schulzentrum Dömitz übergeben. Im Jahr 2022 wurde ein 13. Bildungsbaustein mit dem Thema „Kleine Tiere ganz groß“ erarbeitet. Dieses ist ein Teilergebnis des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Modellprojektes zum Schutz von Waldinsekten, deren Populationen durch fragmentierte Lebensräume als gefährdet gelten.

135 junge Lehrkräfte bleiben in M-V

Oldenburg: Übernahmegarantie vom Referendariat in den Schuldienst wirkt

Schwerin – Heute haben 102 Referendarinnen und 62 Referendare offiziell ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen beendet. Ihre Zeugnisse der Zweiten Staatsprüfung erhalten sie auf dem Postweg. Aufgrund der Corona-Pandemie hat eine feierliche Verabschiedung bereits in dieser Woche per Videokonferenz stattgefunden. Nach der Gratulation durch Bildungsministerin Simone Oldenburg haben die Absolventinnen und Absolventen auch aktuelle Informationen zur Digitalen Landesschule sowie zum Padlet mit Unterrichtsmaterialien über den Krieg gegen die Ukraine erhalten.

Insgesamt haben 164 Nachwuchskräfte ihren Vorbereitungsdienst beendet. Davon haben 13 das Lehramt für Sonderpädagogik, 30 das Lehramt an Grundschulen, 16 das Lehramt an Regionalen Schulen, 100 das Lehramt an Gymnasien und fünf das Lehramt an Beruflichen Schulen erworben.

135 der Absolventinnen und Absolventen werden ohne ein Bewerbungsverfahren nahtlos zum 1. April 2022 unbefristet in den Schuldienst des Landes übernommen. 13 Lehrkräfte starten an beruflichen Schulen und 122 an allgemein bildenden Schulen (davon 25 an einer Grundschule, 27 an einer Regionalen Schule, 33 an einer Gesamtschule, 29 an einem Gymnasium und acht an einer Förderschule).

„Ich freue mich, dass so viele Nachwuchslehrkräfte nach ihrem Referendariat an unseren Schulen entschieden haben, in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Das zeigt nicht nur, dass die Übernahmegarantie ein richtiges Programm ist. Für die Referendarinnen und Referendare bedeutet es einen nahtlosen Übergang in den Beruf, für die Schulen zählen Bürokratieabbau und erhöhte Planungssicherheit. Die hohe Übernahmequote zeigt auch, dass das Land mit seinen Schulen ein attraktiver Arbeitgeber ist. Ich wünsche allen jungen Lehrkräften einen guten Start“, sagte Oldenburg.

Aktuell können sich Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen mit der Ersten Staatsprüfung noch für den Vorbereitungsdienst bewerben. Mit der Doppelqualifikation bietet er eine weitere attraktive Möglichkeit an: mehr Flexibilität im Einsatz für die Lehrämter an Regionalen Schulen und an Gymnasien. Das Referendariat beginnt am 1. August 2022. Bewerbungsschluss ist der 11. April 2022. Zeugnisse können bis 20. Juli nachgereicht werden.

Plätze zum GirlsDay22 im Umweltbereich

Schwerin – Über 30 Plätze bieten das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt und dessen nachgeordneten Behörden in diesem Jahr zum Girls Day 2022 am 28. April. Schülerinnen und Schüler können sich ab sofort auf diese Plätze melden und einen spannenden Tag in verschiedenen Bereichen erleben.

„Thema des diesjährigen Girls Day sind die Schwerpunkte Digitalisierung und Nachhaltigkeit und da ist es nur konsequent, dass wir gerade im Bereich Umwelt- und Naturschutz möglichst vielen jungen Menschen die Möglichkeit bieten, in Berufsfelder reinzuschnuppern, die ihnen vielleicht vorher weniger präsent. Umweltbildung für junge Menschen hat für die Landesregierung und auch für mich persönlich einen hohen Stellenwert, denn wir schützen nur, was wir schätzen. Wir müssen deshalb junge Menschen auch über konkrete Erfahrungen mit dem Umweltschutz an entsprechende Berufe heranführen.“, so Minister Backhaus.

Initiiert wurde der Girls Day im Jahr 2001, um vor allem männerdominierte Berufsfelder auch für junge Frauen präsenter zu machen und um tradierte Rollenbilder in der Arbeitswelt aufzubrechen. Männliche Schüler dürfen ebenfalls teilnehmen, jedoch wird darauf geachtet, über die Zuteilung der Tagespraktika das Anliegen der Aktion zu bewahren. Das unterstreicht Minister Backhaus:

„Die Vorstellung, manche Berufe seien bestimmten Geschlechtern vorbehalten, die ist längst überholt. Deshalb bieten wir Einsatzmöglichkeiten über verschiedenste Bereiche in unserer Zuständigkeit und die Resonanz gibt den Einsatzstellen Recht. Und das teilweise schon seit vielen Jahren. So nimmt das Biosphärenreservat Südost-Rügen bereits seit 2006 am Aktionstag teil. An dieser Stelle möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die die Schnuppertage trotz ihres volles Arbeitspensums möglich machen und die Notwendigkeit erkennen, dass wir Nachwuchs für diese wichtigen Aufgaben brauchen“, so der Minister.

Alle Angebote des LM und dessen nachgeordneter Behörden werden in das Portal des Aktionstages eingestellt und sind der folgenden Liste zu entnehmen.

Girls’Day Radar: Angebote (girls-day.de)

Biosphärenreservat Südost-Rügen

Angebot für fünf Mädchen der Klassenstufen 7 und 8, an einem Tag das vielfältige Tätigkeitsspektrum einer Rangerin im Biosphärenreservat kennenzulernen

Ein Tag mit Rangern, Teilnahme an einer Führung, Gebietskontrolle, Monitoring wie z.B. Vogelzählung

Kontakt: Yvonne Engelbrecht, Telefon: 038301/8829-23 oder y.engelbrecht@suedostruegen.mvnet.de

Weitere Informationen finden sich im Portal der Initiative.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Je zwei Plätze zu den folgenden Schwerpunkten sind verfügbar an den Standorten:

Ein Tag mit Rangern, Teilnahme an einer Führung, Gebietskontrolle, Monitoring wie z.B. Vogelzählung

  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Prerow, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Zingst, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, Barhöft Hafen, 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ein Tag mit Rangern, Führung im Gelände, Gebietskontrolle, Monitoring, Wegesicherung

  • Nationalpark Jasmund, Werder, ca. 9:00 Uhr bis ca. 16 Uhr

Teilnehmende müssen jeweils nur wetterfeste Kleidung, ein Lunchpaket und Neugier mitbringen

Kontakt: Katrin Bärwald, k.baerwald@npa-vp.mvnet.de

StALU Westmecklenburg

zwei Plätze: Flurneuordnung: „Ein Tag als Vermessungstechniker/in“

  • 8 – spät. 16 Uhr
  • Begleitung und Unterstützung des Messtrupps des StALU, Streckenmessungen mit dem Tachymeter vornehmen, Gebäudeumringsmaße ermitteln, Koordinaten mit hochmodernen Satellitenempfängern (Global Navigation Satellite System) ermitteln und abstecken
  • Wetterfeste Kleidung ist empfohlen.

ein Platz: Naturschutz, Wasser und Boden: „Reinschnuppern in alle Bereiche“

drei Plätze: Immissionsschutz/Abfallwirtschaft: Dezernate 52 (Tierhaltungsanlagen), 53 (Abfall) und 54 (Windkraftanlagen)

Kontakt: Frau Ihde, Tel. 0385/59586-142

Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV (LFA),

Standort Born am Darß, Institut für Fischerei (IfF)

Fünf Plätze Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten an der Anlage Born einen Kurzüberblick über die Aufgaben und Arbeiten in der Aquakulturforschung sowie eine Führung durch die verschiedenen Anlagenteile und dürfen anschließend selbst praktische Arbeiten ausprobieren (z.B. Fische bestimmen, messen und wiegen und andere).

09.00 bis 15.30

Teilnehmende sollten folgendes mitbringen:

robuste Kleidung (Arbeitsschutzsachen werden gestellt), Lunchpaket, Neugier

– Ansprechpartnerin: Rica Tielebier (038208-630418)

Standort Dummerstorf

Zehn Plätze Die Forschungsanstalt wird gemeinsam mit der Gut Dummerstorf GmbH zeigen, wie Milchviehhaltung, Kälberaufzucht, Fütterung und Ackerbau funktionieren. Auf dem Betrieb werden hochwertige Lebensmittel produziert, wir können zeigen, wie Kälber wachsen, Kühe mit Robotern gemolken werden, was die Tiere fressen und ob ein offenes Fenster Kühen gut tut.

– 09.00 bis 13.00 Uhr –

festes Schuhwerk, evtl. Gummistiefel, robuste Kleidung – Schutzanzug wird gestellt – Lunchpaket kann mitgebracht werden –

Ansprechpartner: Dr. Peter Sanftleben (03843-789100) IfF der LFA (Born) –