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Kategorie: LK Ludwigslust-Parchim

Treffen mit Landwirten

Ludwigslust – Anfang Juli ist die Rögnitz aufgrund anhaltender Niederschläge vielerorts über die Ufer getreten, sodass eine Ernte nicht möglich war. Im Rahmen seiner Sommertour trifft Umwelt- und Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus am Donnerstag den Bauernverband Ludwigslust an der Furt Laave, um über die Gewässerunterhaltung zu sprechen, die dort im Grenzgebiet zu Niedersachsen gemeinsam mit dem Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband (NDUV) durchgeführt wird.

Minister Backhaus betonte, dass die Periode Oktober bis Dezember 2023 in Nordwestmecklenburg mit Blick auf die vergangenen 60 Jahre außergewöhnlich niederschlagsintensiv war. Die absolut höchste Niederschlagssumme verzeichnete die Station Boizenburg mit 316 Millimetern.

„Hinzu kam, dass das Elbehochwasser im vergangenen Winter zu steigenden Pegelständen der Elbzuflüsse im Bereich Dömitz und Boizenburg und somit zu Rückstau in der Sude und Rögnitz führte. Auf bereits erhöhte Wasserstände in der Fläche fielen im Frühling 2024 zusätzlich rund 137 Prozents des im langjährigen Mittels gemessenen Niederschlages. Im Ergebnis konnte das Wasser nicht schnell genug abfließen“, sagte er weiter.

Was für die Natur aufgrund der zurückliegenden trockenen Jahre ein Segen ist, ist für die Landwirte in der Region eine Katastrophe: „Mit dem niedersächsischen Umweltministerium sind wir deshalb in intensiven Gesprächen. Ziel muss sein, die Gewässerhaltung – auch finanziell – künftig so anzupassen, dass Ackerflächen in der Region nicht mehr überflutet werden. Berufsbedingt, aber auch persönlich – denn ich komme aus der Region – ist es mir ein Anliegen, dass wir einen Ausgleich zwischen Gewässerschutz und landwirtschaftlicher Nutzung finden.

Ich sehe hier einen hohen Handlungsbedarf, denn vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Zunahme von Extremereignissen werden solche Situationen immer wieder auftreten“, betonte Minister Backhaus.

Auf Initiative des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe wird inzwischen daran gearbeitet, das BUND-Auenzentrum Burg Lenzen als einen möglichen künftigen Projektträger für ein Großprojekt zu gewinnen, das wasserwirtschaftliche, naturschutzfachliche und v.a. auch klimaschutzrelevante Zielstellungen verfolgt.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Rögnitz ein Gewässer I. Ordnung und fällt in die Unterhaltungszuständigkeit des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (StALU WM). Im niedersächsischen Bereich ist die Rögnitz ein Gewässer II. Ordnung und wird durch den NDUV unterhalten.

Für den grenzbildenden Abschnitt von 15 km regelt eine Verwaltungsvereinbarung aus dem Jahr 2012 die Unterhaltung der Rögnitz. Danach werden 6 km vom NDUV und 9 km vom StALU WM unterhalten. In dem vom StALU WM unterhaltenen Abschnitt erfolgt 2x jährlich eine Sohlkrautung und 1x jährlich eine Böschungskrautung.

Die erste Krautung erfolgte seit dem 01.07 und ist abgeschlossen. Zu Ende September/Anfang Oktober erfolgt die planmäßige zweite Krautung. In Mecklenburg-Vorpommern findet die Gewässerunterhaltung grundsätzlich ab dem 15. Juni eines Jahres statt.

„TanteEnso“ Dorfladen kommt nach Sukow

Jesse: Großes Engagement vor Ort für neuen Lebensmittelmarkt

Sukow – -Direkt in Sukow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) entsteht jetzt ein hybrider Dorfladen, in dem 24 Stunden am Tag eingekauft und online bestellte Waren abgeholt werden können.

„Der demografische Wandel stellt uns vor viele Herausforderungen. Um Orte für die Bürgerinnen und Bürger zu einem noch attraktiveren Lebensmittelpunkt zu gestalten, gehört es auch dazu, eine passende Infrastruktur bereitzustellen, das passiert hier in Sukow.

Dank des großen Engagements der Menschen vor Ort ist es gelungen, mit ´TanteEnso´ wieder einen Lebensmittelmarkt in den Ort zu bringen“, sagte die Staatssekretärin für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Ines Jesse am Montag (15.07.) vor Ort.

In Sukow gibt es derzeit kein Nahversorgungsangebot mit Lebensmitteln. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde Sukow um einen Neubau eines Dorfladens am zentralen Dorfplatz gekümmert. Hier finden die Einwohner weitere Einrichtungen wie beispielsweise KITA, Arztpraxis und Dorfgemeinschaftshaus.

Der digitale Laden „TanteEnso“ der Firma MyEnso ist mit einer Verkaufsfläche von ca. 200 Quadratmetern und einem Angebot von ca. 3.500 Artikeln geplant. Mit einer Karte, die mit dem Bankkonto verknüpft ist, kann jeden Tag zu jeder Uhrzeit eingekauft werden. Des Weiteren kann über den Online-Supermarkt myEnso aus 15.000 Artikeln bestellt und zum TanteEnso-Standort geliefert werden.

Für den persönlichen Kontakt und die Möglichkeit der Barzahlung soll es reduzierte Öffnungszeiten mit Personalpräsenz geben. Bestandteil des Konzeptes ist eine genossenschaftliche Organisation – Voraussetzung für die Ansiedlung eines TanteEnso-Ladens ist somit die Zeichnung von mindestens 300 Teilhabenden mit mindestens 100 Euro Teilhaberschein aus der Ortschaft.

„Besonders wichtig ist, dass auch regionale Produkte sowie Produkte kleinerer Produzenten, die noch wenig am Markt etabliert sind, ins Sortiment aufgenommen werden. Das schafft für die Unternehmen eine größere Absatzmöglichkeit und stärkt so die wirtschaftliche Stabilität“, sagte Jesse.

Die Förderung für den „TanteEnso“-Markt erfolgte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ in Höhe von 150.000 Euro.

Vier Gemeinden in MV erhalten eigene Flagge

Schwerin – Die Gemeinden Krackow (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Hohen Pritz, Toddin (beide Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Perlin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhalten jeweils eine eigene Flagge. Ein entsprechendes Genehmigungsschreiben hat das Innenministerium versandt.

„Ab sofort können diese Gemeinden Flagge für ihre Heimat zeigen. Ich freue mich für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden – und natürlich für die Gemeinden, die mit einer solchen Möglichkeit ein tolles Zeichen für Heimatverbundenheit setzen und dadurch auch die Verbundenheit mit der jeweiligen Gemeinde stärken“, so Landesinnenminister Christian Pegel

Die Flagge der Gemeinde Krackow wird wie folgt beschrieben: „In Silber ein blauer 14/90 der Breite des Flaggentuches ausmachende Wellenschräglinksbalken, begleitet oben von einem rechtsgewendeten schwarzen Flügel schlagenden Raben, unten von einem blauen schräglinken sechssprossigen Steigbaum mit schwarzen Konturen. Die Breite des Flaggentuches verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.“

Die Flagge der Gemeinde Hohen Pritz wird wie folgt beschrieben: „Die Flagge der Gemeinde Hohen Pritz ist zweimal von Gold, Blau und Gold gespalten. Die goldenen Streifen nehmen jeweils 1/5, der mittlere blaue Streifen 3/5 der Breite des Flaggentuchs ein. In der Mitte des blauen Streifens liegt das schwarz konturierte Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.“

Die Flagge der Gemeinde Toddin wird wie folgt beschrieben: „Die Flagge der Gemeinde Toddin ist gleichmäßig längsgestreift von Gelb und Rot; in der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des gelben und des roten Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5 zu 3.“

Die Flagge der Gemeinde Perlin wird wie folgt beschrieben: „Die Flagge der Gemeinde Perlin ist zweimal von Blau, Gold und Rot gespalten. Die blauen und roten Streifen nehmen jeweils 1/5, der mittlere goldene Streifen 3/5 der Breite des Flaggentuchs ein. In der Mitte des goldenen Streifens liegt das schwarz konturierte Gemeindewappen, das zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3 zu 5.“

Die Gemeinde kann die Flagge künftig vor den Dienstgebäuden hissen.

Das Verfahren für die Annahme von Hoheitszeichen ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.

Gemeinde Domsühl erhält eigenes Wappen

Domsühl – Die Gemeinde Domsühl im Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält ein eigenes Wappen. Den Wappenrief hat das Innenministerium versandt. „Wappen sind wie kaum ein anderes Zeichen geeignet, Wertvorstellungen und Heimatverbundenheit zu fördern“, sagt der Landesinnenminister Christian Pegel und weiter:

„Ich freue mich sehr dem Wunsch der Gemeinde nachzukommen, die durch ein eigenes Wappen Interesse daran zeigt, die eigenen Traditionen zu bewahren.“

Das Wappen wird im Wappenbrief wie folgt beschrieben: „Von Gold und Grün schräglinks geteilt, belegt mit einem schrägen siebenlappigen schwarzgeaderten und schwarzgestielten Eichenblatt in verwechselten Farben.“

Die Gemeinde kann das Wappen künftig unter anderem im Siegel, Briefkopf und auf Amtsschildern führen. Die endgültige Verwendung des Wappens legt jede Gemeinde selbst fest.

Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 724 Gemeinden und den kreisfreien Städten Schwerin und Rostock 388 Wappen in die Wappenrolle des Landes eingetragen. Jährlich werden etwa fünf bis zehn Wappen beantragt und genehmigt.

Schon in der DDR gab es die Möglichkeit, ein Wappen als Hoheitszeichen zu beantragen. Nach 1990 nahmen die Anträge deutlich zu. Grund dafür war die Neufassung der Kommunalverfassung, wodurch auch das kommunale Wappen- und Flaggenwesen erneuert wurde.

Das Verfahren für die Annahme eines Wappens ist in der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums über die Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen beschrieben, die Sie auf der Webseite des Ministeriums herunterladen können.