Menü Schließen

Kategorie: Landtag und Regierung MV

Gewinnung von Arbeits- und Fachkräften

Staatssekretär Schulte auf Delegationsreise nach Zentralasien / Jochen Schulte: „Mit verlässlichen interna­tionalen Partnerschaften gewinnen wir Fach- und Arbeitskräfte für Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpom­mern, reist vom 27. Juni bis zum 04. Juli 2026 nach Zentral­asien. Stationen der Delegationsreise sind Usbekistan und Kirgisistan. „Im Mittelpunkt steht der Aufbau von Partner­schaften für die faire und nachhaltige Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften“, so Staatssekretär Schulte.

Die Delegationsreise bietet den Teilnehmenden einen struk­turierten und praxisnahen Einblick in den Talent- und Bil­dungsmarkt. Durch gezielte Programmpunkte, institutionelle Besuche und direkte Begegnungen mit Fachkräften, Auszu­bildenden sowie relevanten Akteuren vor Ort werden fundierte Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Personal- und Standortstrategie geschaffen.

„Die Sicherung von Arbeits- und Fachkräften ist eine der zen­tralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. Neben der Aktivierung eigener Potenziale brauchen wir dafür auch internationale Kooperationen. Dabei geht es nicht um kurzfristige Lösungen, sondern um verläss­liche Strukturen, gute Vorbereitung und nachhaltige Integra­tion“, sagt Staatssekretär Schulte.

In Usbekistan und Kirgisistan sind Gespräche mit Regierungs­vertretern, Bildungseinrichtungen, Wirtschaftsvertretern und weiteren Partnern vorgesehen. Dabei geht es unter anderem um Fragen der beruflichen Bildung, des Spracherwerbs, mög­licher Kooperationsmodelle sowie um den Erfahrungsaus­tausch aus bestehenden Projekten zur internationalen Fach­kräftegewinnung. Ein Schwerpunkt der Reise liegt auf dem Austausch zu Voraussetzungen erfolgreicher Erwerbsmigra­tion. Dazu gehören insbesondere Sprachkenntnisse, Quali­fizierung, die Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und die enge Einbindung von Unternehmen und wirtschaftsnahen Organisationen.

„Erfolgreiche Arbeits- und Fachkräftegewinnung entsteht dort, wo alle Beteiligten fair und vertrauensvoll zusammenarbeiten – von der Vorbereitung im Herkunftsland über die erfolgreiche Vermittlung bis hin zur sozialen und beruflichen Integration. Wir wollen mit unseren Partnern vor Ort Strukturen entwi­ckeln, die langfristige und nachhaltige Wege der Erwerbs­migration ermöglichen und auch Unternehmen in Mecklen­burg-Vorpommern zugutekommen“, so Staatssekretär Schulte.

Staatssekretär Schulte wird auf der Delegationsreise begleitet von der IHK Neubrandenburg als Sprecher-Kammer im Land, der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie WirtschaftsvertreterInnen des Landes.

Sirenenförderung: M-V erreicht bedeutenden Meilenstein

Schwerin – Im Rahmen des Sirenenförderprogramms treibt das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem Bund durch die Bereitstellung von Fördermitteln weiterhin den Ausbau einer modernen Sireneninfrastruktur zur Warnung der Bevölkerung in unserem Land voran.

Dank einer engen Kooperation zwischen der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg und dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern ist es nunmehr gelungen, das Vorhaben zur Errichtung von 33 Sirenen für die Warnung der Bevölkerung vor Gefahren im gesamten Stadtgebiet der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg mittels hälftiger Förderung durch das Land auf den Weg zu bringen.

Dazu übergab heute Innenminister Christian Pegel in Neubrandenburg an den Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller sowie an Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Nico Klose einen Förderbescheid in Höhe von 300.000 Euro für den Sirenenausbau der Stadt Neubrandenburg.

„Mit dem Aufbau der modernen Sirenen in Neubrandenburg wird ein bedeutender Meilenstein zur Verbesserung der Sireneninfrastruktur im gesamten Land Mecklenburg-Vorpommern erreicht“, sagt Innenminister Christian Pegel und führt weiter aus: „Nach erfolgreicher Umsetzung des Vorhabens in der Vier-Tore-Stadt werden alle kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte in unserem Land über moderne Sirenen für die Warnung der Bevölkerung verfügen.“

Übergeordnetes Ziel bleibt es weiterhin, den Bevölkerungsanteil, der mittels Sirenen auf drohende Gefahren aufmerksam gemacht werden kann, in unserem Land stetig zu erhöhen. „Daher freue ich mich sehr, dass durch das gemeinsame Engagement der Akteure auf kommunaler und Landesebene solche Vorhaben wie hier in Neubrandenburg auf den Weg gebracht und verwirklicht werden.“, so Minister Pegel.

Es gibt deutliche Signale des Bundes zur Fortsetzung des Sirenenförderprogramms ab 2027. Die genauen Modalitäten und Höhe der zur Verfügung gestellten Bundesmittel sind aktuell aber noch nicht bekannt. Gleichwohl besteht ein starkes Interesse des Landes an der weiteren Teilnahme an dem Förderprogramm. Die dafür erforderlichen Landesmittel sind vorausschauend für das kommende Jahr im Landeshaushalt bereits eingeplant.

Der Ausbau des vorhandenen Sirenennetzes ist ein wichtiger Bestandteil im Warnmix zur effektiven Warnung der Bevölkerung. Für den Ausbau des Sirenennetzes in Mecklenburg-Vorpommern haben Bund und Land im Zuge der Sirenenförderprogramme seit 2022 in Mecklenburg-Vorpommern die Errichtung von insgesamt 215 Sirenen gefördert.

Gegen Einsamkeit

Neues Förderprogramm „Dritte Orte“ stärkt Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern verstärkt seine Bemühungen im Kampf gegen Einsamkeit und Isolation. Mit einem neuen Förderprogramm für Begegnungs- und Gemeinschaftsorte („Dritte Orte“) sollen zusätzliche, öffentliche Begegnungsräume geschaffen werden, die für alle Bevölkerungsgruppen leicht zugänglich sind. Das gab Sozialministerin Stefanie Drese heute in Schwerin bekannt.

„Bis Ende 2027 stehen dafür insgesamt rund 700.000 Euro zur Verfügung. Anträge können ab sofort gestellt werden“, sagte Drese.

„Einsamkeit betrifft sowohl immer mehr ältere als auch jüngere Menschen. So fühlen sich rund ein Drittel aller Erwachsenen im Alter von 21 bis 54 Jahren zumindest teilweise einsam, davon sind 16 Prozent stark und 18 Prozent moderat betroffen. Diese neusten Zahlen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigen, dass Einsamkeit längst kein Randphänomen mehr ist “, erklärte Drese. Vor allem junge Erwachsene geben an, sich stark einsam zu fühlen (21 Prozent der 21- bis 30-Jährigen).

„Diese Ergebnisse müssen uns alle aufrütteln. Wir sind als Gesellschaft insgesamt gefordert, Maßnahmen zu entwickeln, um Einsamkeit und Isolation wirksam zu begegnen, Unsere Antwort in MV darauf ist, die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, verdeutlichte Drese.

Mit einem Runden Tisch gegen Einsamkeit habe sich das Land schon 2023 auf den Weg gemacht, um die Situation zu analysieren und mit mehr als 60 Akteuren, Maßnahmen und Strategien zu diskutieren. Ein Punkt, der sich dabei herauskristallisierte, sei die Schaffung sogenannter Dritter Orte gewesen, die auch im Abschlussbericht des Runden Tisches eine Schlüsselrolle spielen, so die Ministerin.

„Es braucht wieder viel mehr dieser einfachen, gesellschaftlichen Treffpunkte, die anders als zum Beispiel ein klassisches Café nicht an eine Konsumerwartung und damit auch nicht an den Geldbeutel geknüpft sind. Orte, an denen man ungezwungen zusammenkommen kann, eine gute Zeit verbringen und Wege zueinander finden kann“, erklärte Drese. „Manchmal kann das schon eine gut platzierte Plauderbank sein, die einlädt, miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Mit dem neuen Förderprogramm des Landes soll genau das künftig noch besser unterstützt werden. „Dabei setzen wir bewusst auf eine unkomplizierte Förderung. Entscheidend ist, dass letztlich gute Ideen für Begegnung und Gemeinschaft direkt vor Ort umgesetzt werden können“, unterstrich die Ministerin.

Antragsberechtigt sind deshalb gemeinnützige, eingetragene Vereine mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern sowie kommunale Körperschaften. Förderfähig können dabei zum Beispiel Renovierungen, Umbauten oder Sanierungen von Gemeinschaftshäusern, Nachbarschaftstreffs oder Funktionsräumen sein, die Unterstützung für Trimm-Dich-Pfade sowie die Gestaltung von Verweilorten, wie Pavillons und Sitzbänke.

Gefördert werden auch Sachkosten für die Erst- oder Ersatzausstattung (z. B. Mobiliar oder technische Geräte), wenn sie einen spürbaren Mehrwert für die Allgemeinheit bietet. „Grundsätzlich gilt: die Angebote müssen für die Öffentlichkeit offen, leicht zugänglich und regelmäßig nutzbar sein“, so Drese. Sie sollen das Miteinander stärken und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern. Nicht gefördert werden dagegen Anschaffungen, die nur dem laufenden Betrieb oder hauptsächlich vereinsinternen Zwecken dienen.

Die Antragstellung erfolgt über das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) unter https://www.lagus.mv-regierung.de/Foerderungen/MV/. Dort finden Interessierte auch alle weiteren Informationen sowie die notwendigen Antragsunterlagen.

„Mit dem Förderprogramm erfüllen wir eine wesentliche Forderung des Runden Tisches. Mein Wunsch ist, dass so aus vielen guten Ideen neue, lebendige Treffpunkte entstehen, die dauerhaft gegen Einsamkeit wirken und den Zusammenhalt in unseren Gemeinden stärken“, so Stefanie Drese.

Landesregierung erhöht Förderung für Jüdische Gemeinden

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Juri Rosov haben heute im Anschluss an die Kabinettssitzung eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Sie regelt die finanzielle Unterstützung des Landes für die Jüdischen Gemeinden im Land. Die Zuwendungen werden von aktuell 765.000 Euro in diesem Jahr auf 1 Million Euro im Jahr 2027 deutlich angehoben. In den Jahren steigen sie kontinuierlich weiter an, auf 1,025 Mio. Euro im Jahr 2028, 1,050 Mio. Euro im Jahr 2029, 1,075 Mio. Euro im Jahr 2030 und auf 1,100 Mio. im Jahr 2031 Euro.

„Die Landesregierung sieht in der Arbeit der Jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock eine Bereicherung für unser Land. Für die Kultur und auch für den sozialen Zusammenhalt. Die Landesregierung hat deshalb sehr unterstützt, dass der Schutz und die Förderung jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in unsere Landesverfassung aufgenommen worden ist. Diesen Verfassungsauftrag setzen wir mit der Gemeinsamen Erklärung um“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Unterzeichnung.

„Im Namen des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern bedanke ich mich bei der Landesregierung ausdrücklich für die 30 Jahre der großartigen Unterstützung. Nur so konnten unsere Gemeinden leben, funktionieren und aufblühen. Die politischen Kräfte, die die Streichung der Finanzierung von religiösen Organisationen anstreben, wollen eigentlich das Jüdische Leben im Land auslöschen. Nicht zum ersten Mal übrigens“, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Juri Rosov.

Die Landesregierung setzt damit den zwischen dem Land und den Jüdischen Gemeinden im Jahr 1996 geschlossenen Staatsvertrag fort. Dieser regelt neben der Anerkennung jüdischer Feiertage und der Friedhofs- und Denkmalpflege auch, dass die finanziellen Leistungen des Landes an die jüdischen Gemeinden alle 5 Jahre einer Überprüfung unterzogen werden müssen.

Mecklenburg-Vorpommern tritt Allianz gegen Einsamkeit bei

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ist als Erstunterzeichner der bundesweiten Allianz gegen Einsamkeit beigetreten. Sozialministerin Stefanie Drese nahm heute in Berlin an der Auftaktveranstaltung sowie an einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Fachkonferenz „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ teil. Bereits zuvor hatte das Landeskabinett den Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns als Erstunterzeichner der Allianz beschlossen.

„Einsamkeit ist längst kein individuelles Problem mehr, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, die Menschen aller Altersgruppen und Lebenslagen betrifft. Sie kann erhebliche Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit haben, gesellschaftliche Teilhabe erschweren und das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen“, sagte Sozialministerin Drese am Montag in Berlin.

Die Allianz gegen Einsamkeit wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen und bringt Länder, Kommunen, Wissenschaft, Verbände, Zivilgesellschaft und weitere Akteure zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, bestehende Maßnahmen besser zu vernetzen und wirksame Strategien gegen Einsamkeit weiterzuentwickeln. Die Allianz startet mit mehr als 100 Erstunterzeichnenden.

Drese betonte, dass Mecklenburg-Vorpommern aufgrund struktureller Besonderheiten vor besonderen Herausforderungen steht und deshalb beim Thema Kampf gegen Einsamkeit frühzeitig gehandelt hat. Eine geringe Bevölkerungsdichte, ein überdurchschnittlich hoher Anteil älterer Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie alleinlebender Personen erhöhten das Risiko sozialer Isolation. Der Wegzug der Jüngeren lasse familiäre Unterstützungsnetze abreißen.

„Hinzu kommt: die alltagsentscheidende Infrastruktur befindet sich gerade im ländlichen Raum auf dem Rück-zug – es schließen Supermärkte, Poststationen und Geschäfte – den Menschen fehlen in der Folge die alltäglichen Begegnungsmöglichkeiten. Umso wichtiger werden konsumfreie Begegnungsmöglichkeiten, die sogenannten Dritten Orte“, verdeutlichte Drese.

Vor diesem Hintergrund habe das Sozialministerium bereits 2023 den „Runden Tisch gegen Einsamkeit im Alter“ eingerichtet. Gemeinsam mit Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen seien Ursachen analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt worden, die nun eine wichtige Grundlage für das weitere landespolitische Handeln bilden, so die Ministerin.

„Der Beitritt zur bundesweiten Allianz gegen Einsamkeit ist für Mecklenburg-Vorpommern der konsequente nächste Schritt. Wir wollen unsere Erfahrungen und erfolgreichen Ansätze in das bundesweite Netzwerk einbringen, von anderen lernen und gemeinsam neue Lösungen entwickeln“, erklärte Drese.

M-V und Sachsen arbeiten bei Energieforschung zusammen

Rostock – In Rostock ist heute die High Energy Density Initiative (HEDI) gegründet worden. Mit der Initiative bündeln die Universität Rostock und das Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Hochenergiedichtephysik. An der Gründungsveranstaltung nahmen auch die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen Michael Kretschmer teil. Der Aufbau der Initiative wird vom Bund sowie den beiden Bundesländern gefördert.

„Das ist heute ein besonderer Tag für die Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Wir brauchen die Energiewende und die erneuerbaren Energien, um die Umwelt zu schützen und um unabhängig in der Energieerzeugung zu sein. Gleichzeitig ist es sinnvoll, weiter an Alternativen zu forschen. Auch an den verschiedenen Möglichkeiten der Fusionsforschung. Es ist gut, dass Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen ihre Kompetenzen in der Energieforschung mit einer neuen Forschungsinitiative bündeln.“

„Sachsen ist ein starker Wissenschafts- und Forschungsstandort mit exzellenten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf steht dabei beispielhaft für die Innovationskraft im Freistaat. Mit Initiativen wie dem gemeinsamen bund- und länderübergreifenden Projekt HEDI mit der Universität Rostock werden gezielt vorhandene Kompetenzen in einem strategisch bedeutsamen Forschungsgebiet zur Erschließung neuer Energiequellen gebündelt.

Tatsächlich bietet die Fusionsforschung große Chancen für eine sichere, klimaneutrale und langfristig verfügbare Energieversorgung. Erfolgreiche Kooperationen wie HEDI sind deshalb genau der richtige Weg, um diese vielversprechende Technologie weiter voranzubringen und gleichzeitig die wissenschaftliche Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken“, erklärte der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer.

Ministerpräsidentin Schwesig hob in ihrer Rede weiter hervor, dass die gemeinsamen Forschungsanstrengungen auch Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze haben. „Bezahlbare Energie ist ein wichtiger Faktor, wenn es um wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geht. Wir erleben gerade, wie hohe Energiepreise das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland bremsen.

Wir müssen dazu kommen, unsere Energie preiswert und unabhängig zu erzeugen. Fürs Erste sorgt die gemeinsame Initiative aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern vor allem für Arbeitsplätze in Wissenschaft und Forschung. Darüber freuen wir uns. Und sie kann noch größere Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze in der Zukunft haben.“

Enquetekommission „Jung sein in MV“

Drese: Enquetekommission „Jung sein in MV“ liefert wichtige Impulse für eine jugendgerechte Zukunft des Landes

Schwerin – Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese hat die Arbeit der Enquetekommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ gewürdigt und die vorgelegten Handlungsempfehlungen als wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung einer modernen Jugendpolitik im Land bezeichnet.

„Die Enquetekommission hat eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft, Praxis und jungen Menschen selbst sein kann. Es ist gelungen, engagierte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen einzubinden und gemeinsam Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen sind und eine große Bandbreite an Themen abdecken“, erklärte Drese im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Enquetekommission am Mittwochabend.

Besonders hervorzuheben sei, dass viele Empfehlungen fraktionsübergreifend beschlossen wurden. „Das zeigt, dass die Belange junger Menschen über Parteigrenzen hinweg als zentrale Zukunftsaufgabe verstanden werden“, so die Ministerin.

Als außergewöhnlich bezeichnete Drese zudem den Beteiligungsprozess „#mitmischenMV“, der die Arbeit der Kommission begleitet hat. „Junge Menschen standen nicht nur im Mittelpunkt der Beratungen, sondern konnten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche selbst einbringen. Dieses Beteiligungsformat war in seiner Form bislang einmalig“, so Drese.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Kommission betonte Drese, dass die Empfehlungen zahlreiche Ansatzpunkte aufzeigten, um strukturelle Hürden für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern abzubauen. „Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Orte, an denen sie sich treffen, engagieren, bilden und ihre Interessen vertreten können – unabhängig davon, ob sie in einer Stadt oder im ländlichen Raum leben. Deshalb ist es wichtig, bestehende Strukturen zu sichern und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“

Positiv bewertete die Ministerin zudem die starke Berücksichtigung von Gesundheitsfragen in den Empfehlungen. „Ein gesundes Aufwachsen braucht nachhaltige Strukturen und wirksame Prävention. Die Vorschläge zur Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit junger Menschen greifen zentrale Herausforderungen unserer Zeit auf und ergänzen die Ziele unserer Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention in sinnvoller Weise“, betonte die Ministerin.

Drese zog zugleich eine positive Bilanz der bisherigen jugendpolitischen Maßnahmen der Landesregierung. Bereits zu Beginn der Legislaturperiode sei mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein wichtiges Signal für mehr politische Teilhabe gesetzt worden.

„Wir wissen, dass junge Menschen politisch interessiert sind und Verantwortung übernehmen wollen. Deshalb war es konsequent, mit dem Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz einen weiteren entscheidenden Schritt zu gehen“, erklärte Drese. Das Gesetz stärke die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene und verankere ihre Mitwirkung bei Entscheidungen, die ihre Lebenswelt betreffen.

„Politik auf Augenhöhe statt über die Köpfe junger Menschen hinweg – das ist der Anspruch des Gesetzes. Mehr als zwei Jahre nach seinem Inkrafttreten sehen wir bereits deutliche Fortschritte. In vielen Kommunen sind neue Beteiligungsgremien und Beteiligungsformate entstanden“, sagte die Ministerin. Zur Unterstützung dieser Entwicklung habe das Land neue Beteiligungsformate mit insgesamt 390.000 Euro gefördert.

Weitere wichtige Schritte seien mit dem Kinderschutzstrukturgesetz sowie der Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung erfolgt. Damit seien wesentliche Voraussetzungen geschaffen worden, um zentrale Empfehlungen der Enquetekommission umzusetzen und die Jugendhilfe im Land strategisch weiterzuentwickeln.

Als zentrales Zukunftsthema bezeichnete Drese die Stärkung der Demokratie. „Gerade die Enquetekommission und der Beteiligungsprozess #mitmischenMV haben gezeigt, wie wichtig demokratische Mitgestaltung für junge Menschen ist.“ Deshalb stelle das Land in den Jahren 2026 und 2027 jeweils 450.000 Euro für den Ausbau demokratischer Jugendarbeit bereit. Mit den Mitteln würden unter anderem Jugendverbände, das Beteiligungsnetzwerk MV, Fortbildungsangebote sowie Kinder- und Jugendfreizeiten unterstützt.

Abschließend betonte Drese, dass die Ergebnisse der Enquetekommission nicht das Ende eines Prozesses, sondern den Beginn weiterer gemeinsamer Arbeit markierten. „Die Handlungsempfehlungen liefern wertvolle Impulse für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Entscheidend wird nun sein, die Erkenntnisse konsequent aufzugreifen und gemeinsam mit jungen Menschen an ihrer Umsetzung zu arbeiten. Denn eine jugendgerechte Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns gelingt nur mit den jungen Menschen und nicht ohne sie.“

Landesplan Pflege vorgestellt

Gute Versorgung sichern, Demenzkompetenz stärken, Pflege zukunftsfest gestalten / Drese: „MV ist bei der Pflegeplanung und Demenzversorgung bundesweit Vorreiter“

Schwerin – Auf der heutigen Landespressekonferenz haben Sozialministerin Stefanie Drese und Professor Dr. Thomas Klie den neuen Landesplan Pflege Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Der Plan analysiert die aktuelle Pflegesituation im Land und gibt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgungsstrukturen.

„Die zukunftsfeste Gestaltung der Pflege gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Mit dem Landesplan Pflege verfügen wir über eine fundierte Planungsgrundlage, der wichtige Impulse zur flächendeckenden und bedarfsdeckenden Infrastrukturentwicklung und Personalgewinnung gibt“, verdeutlichte Drese.

Der Landesplan zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern bereits seit Jahren einen sehr hohen Anteil an Pflegebedürftigen im Bundesvergleich hat. Gleichzeitig fällt der künftig erwartete Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen deutlich moderater aus als in früheren Prognosen angenommen.

„Die aktuellen Berechnungen zeigen: Es droht kein Pflege-Tsunami. Die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen steht auf der Agenda. Die demographische Entwicklung ist deutlich beherrschbarer als vielfach angenommen“, sagte Prof. Klie.

So werden in Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als 86 Prozent der Pflegebedürftigen überdurchschnittlich viele Menschen zu Hause vor allem durch Angehörige versorgt. Zugleich verfügt das Land über ein flächendeckendes Netz ambulanter und stationärer Pflegeangebote. „Die Landkarte der pflegerischen Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern hat so gut wie keine weißen Flecken. Herausforderungen bestehen vor allem dort, wo Personalengpässe die verfügbaren Angebote begrenzen“, betonte Drese.

Ein Schwerpunkt des Landesplans ist deshalb die Fachkräftegewinnung und -sicherung. „Pflege ist durch verschiedene Maßnahmen wie die Tariforientierung vollständige Schulgeldfreiheit ein attraktiver Beruf und der in MV häufigste gewählte Ausbildungsberuf“, betone Drese. Darauf gelte es aufzubauen, um die Arbeitsbedingungen für die in der Pflege beruflich Tätigen weiter zu verbessern.

Drese: „Dann werden wir in der Lage sein, die in die Rente gehenden Pflegekräfte überwiegend durch eigene Ausbildungen zu kompensieren. Ein Aufwuchs der Anzahl von Pflegekräften ist jedoch nur über die Gewinnung von ausländischen Pflegekräften möglich.“

Der Landesplan hebt zudem die besondere Rolle Mecklenburg-Vorpommerns im Bereich Demenz hervor. Mit dem im Landesplan Pflege angelegten Demenzmonitoring ist Mecklenburg-Vorpommern Vorreiter in Deutschland. Zugleich ist das Land mit seinen Forschungsstandorten in Rostock und Greifswald ein ausgewiesener Kompetenz-Hotspot in Sachen Demenz.

Als zentrales Zukunftsthema benennt der Landesplan die Weiterentwicklung einer flächendeckenden pflegefachlichen Beratung und Begleitung. Diese soll Pflegebedürftige und Angehörige unterstützen, Hilfen besser koordinieren und dazu beitragen, eine selbstständige Lebensführung möglichst lange zu erhalten.

„Leicht zugängliche Beratung und Begleitung muss zu einem Kernelement der zukünftigen Pflege-Versorgungsstrukturen werden, bei denen unsere Pflegestützpunkte eine wichtige Rolle spielen. Deshalb setzen wir uns auf Bundesebene für die notwendigen gesetzlichen Grundlagen ein und werden deren Umsetzung in Mecklenburg-Vorpommern zügig vorantreiben“, so Drese.

Prof. Klie: „Mecklenburg-Vorpommern übernimmt eine Pionierfunktion in der Pflegepolitik. Die besondere Herausforderung besteht in MV darin, die pflegerische und gesundheitliche Versorgung in den großen Flächenkreisen zu gewährleisten. Gute Planung und Innovationsbereitschaft aber auch Offenheit für Pflegekräfte mit Migrationsgeschichte sind wesentliche Bausteine die Zukunft.“

Der Landesplan Pflege MV wurde im Auftrag des Sozialministeriums von Prof. Dr. Klie agp Sozialforschung Freiburg und Prof. Dr. Isfort, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. Köln erstellt. Die Erkenntnisse des Landesplans werden nun in die Arbeit des Pakts für Pflege Mecklenburg-Vorpommern, die Weiterentwicklung des Landespflegegesetzes sowie die Erarbeitung des Demenzplans des Landes einfließen.

Der Landesplan Pflege ist auf der Website des Sozialministeriums zu finden.