Arbeitsmarkt Juni in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich weiter positiv entwickelt. Im Juni sind 61.000 Arbeitslose bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 7,4 Prozent (-0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Rückgang um 4.900 Arbeitslose). Im Vergleich zum Vormonat Mai sank die Arbeitslosigkeit um 2.200 oder 3,5 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Der Konjunkturmotor läuft. Das Angebot an Jobs auf dem Arbeitsmarkt ist heute groß. Entscheidend ist, dass die Nachfrage an Arbeitskräften auch nachhaltig bedient werden kann. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe sowie in unseren Schlüsselbranchen wie Handwerk, Gesundheitswirtschaft, Tourismus, Bau, Handel sowie Forschung und Entwicklung haben wir noch eine Menge zu tun. Wir brauchen Fachkräfte. Weiterbildung und Qualifikation sind der Schlüssel für eine dauerhafte Perspektive am Arbeitsmarkt sowie für die Fachkräftesicherung. Wir setzen Anreize für mehr Qualifizierung in den Unternehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Um die Qualifizierung von Arbeitnehmern zu unterstützen, werden eine Reihe von Förderprogrammen geöffnet. Hierzu zählen die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Besonders erfreulich ist die deutlich steigende Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die aktuelle Zahl liegt hier – April-Daten – bei 570.100. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 8.700 Stellen mehr (+1,5 Prozent). „Der Trend für mehr Jobs setzt sich, trotz des winterlichen Frühjahrs, weiter fort. Das sind auch Zeichen für eine Belebung der regionalen Wirtschaft im Land. Es tut sich was. Die Ansiedlung von mehr Industrie sorgt perspektivisch für mehr dauerhafte Beschäftigung. Daran arbeiten wir weiter“, sagte Glawe. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Handel (+1.000) und auch im Baugewerbe (+1.100) sind neue Arbeitsplätze entstanden. Ein Abbau erfolgte unterdessen im Bereich der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherungen (-400) sowie in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300).

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 22.700 Langzeitarbeitslose. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 8,5 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 2.100 Langzeitarbeitslosen. „Wichtig ist es, langfristige und nachhaltige Arbeitsmarktperspektiven für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Wir müssen diejenigen, die von der guten Entwicklung noch nicht profitieren konnten, stärker in den Mittelpunkt rücken“, erläuterte Glawe. Als Möglichkeit der Unterstützung nannte er unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose bei Unternehmen und Kommunen). Wichtig sei auch die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt beispielsweise durch die Hilfe von Joblotsen.

Der Arbeitsmarkt im Juni 2018

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter lebhaft. Allerdings hat sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -40.000 auf 2.276.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -197.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent

Mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 40.000 auf 2.276.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Juni ein Rückgang um 15.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 197.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 16.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Juni 2018 bei 3.240.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Mai auf 1,47 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 37.000 erhöht. Mit 44,80 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 593.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 770.000 gestiegen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben der BA 32,78 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von März auf April saisonbereinigt um 60.000 zugenommen. Damit ist sie nicht mehr so stark angestiegen wie in den außergewöhnlich starken Wintermonaten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin sehr hoch. Im Juni waren 805.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 74.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 4.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im Juni 2018 leicht um einen Punkt auf 254 Punkte gestiegen. Der Vorjahreswert wird um 18 Punkte übertroffen.

Insgesamt 660.000 Personen erhielten im Juni 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.206.000. Gegenüber Juni 2017 war dies ein Rückgang von 202.000 Personen. 7,7 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Für Ausbildungssuchende haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle rechnerisch weiter verbessert. Von Oktober 2017 bis Juni 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 478.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von den Ausbildungssuchenden waren 182.000 im Juni noch unversorgt. Gleichzeitig waren seit Oktober 512.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 18.000 mehr als vor einem Jahr. 235.000 Ausbildungsstellen waren davon im Juni noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (32.000), Kaufleute für Büromanagement (22.000) sowie Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Arbeitsmarkt Mai in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai deutlich fortgesetzt. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 63.200 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.400 weniger als im Mai des Vorjahres (-6,5 Prozent). Das entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen Boom. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Handel und im Dienstleistungsbereich werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Motor der positiven Entwicklung sind die heimischen Unternehmen. Sie sorgen maßgeblich für den Abbau der Arbeitslosigkeit. Produktionskapazitäten werden ausgebaut, neue Arbeitsplätze entstehen, bestehende Jobs werden durch Investitionen gesichert. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.

Als Beispiele nannte Minister Glawe das Erweiterungsvorhaben der Yamaton Paper GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt unter anderem Sechseckwabenplatten her. 50 Jobs wurden gesichert und fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Das europäische Logistikzentrum der DeLaval im Gewerbegebiet Valluhn-Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde im Mai offiziell eröffnet. „Rund 230 Arbeitsplätze sind mit der Ansiedlung verbunden“, so Glawe. Mit dem Medizintechnikunternehmen Ypsomed siedelt sich aktuell ein weiterer Medizintechnikhersteller an. Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird die Produktion aufgenommen und damit werden insgesamt 119 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Glawe machte deutlich, dass es wichtig sei, gemeinsam noch stärker für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Neben harten Standortfaktoren wie einer gut ausgebauten Infrastruktur muss noch stärker in Investorengesprächen für die weichen Standortfaktoren Mecklenburg-Vorpommerns bei der Investorensuche geworben werden. „Von Bedeutung für die Fachkräftegewinnung sind auch Kindertagesstätten oder Schulen. Ebenso sind ein attraktives Wohnumfeld und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten wichtig. Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Fachkräfte, die gern bei uns leben“, so Glawe weiter.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt -aktuellste Angaben aus dem März 2018 – bei 563.800. „Das sind 9.200 Jobs mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend hält weiter an. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten, regulären Arbeitsmarkt bieten Perspektiven, hier bei uns im Land zu bleiben. Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sind die Herausforderungen“, betonte Glawe weiter. Die neuen Jobs sind vor allem im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Handel (+1.200) und im Dienstleistungsbereich (+1.000) entstanden.

Der Minister verwies auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung der Unternehmen. Veränderungen ergeben sich durch die verstärkte Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Marktprozessen. Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger, den Fachkräftebedarf zu decken. Um die Unternehmen in diesem Spannungsfeld zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium die entsprechenden Rahmenbedingungen angepasst. So können die Unternehmen durch gut ausgebildetes Personal ihre Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wichtig ist die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und die Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Eine Reihe von Förderprogrammen werden im Wirtschaftsministerium insgesamt geöffnet. Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Der Arbeitsmarkt im Mai 2018 – Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück

Nürnberg – „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -68.000 auf 2.315.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 68.000 auf 2.315.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Mai ein Rückgang um 11.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 182.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Mai 2018 auf 3.286.000 Personen. Das waren 233.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,51 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 35.000 erhöht. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 592.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 725.000 gestiegen. Insgesamt waren im März nach hochgerechneten Angaben der BA 32,66 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Februar auf März saisonbereinigt um 7.000 zugenommen, ein schwächeres Wachstum als zuletzt in den starken Wintermonaten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im Mai waren 793.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im Mai 2018 nach einer kurzen Stagnationsphase um 2 Punkte auf 253 Punkte gestiegen. Der Vorjahreswert wird um 20 Punkte übertroffen.

Insgesamt 668.000 Personen erhielten im Mai 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.225.000. Gegenüber Mai 2017 war dies ein Rückgang von 196.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis Mai 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 456.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 208.000 im Mai noch auf der Suche. Gleichzeitig waren seit Oktober 495.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 16.000 mehr als vor einem Jahr. 259.000 Ausbildungsstellen waren davon im Mai noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (32.000), Kaufleute für Büromanagement (21.000) und Verkäuferinnen und Verkäufer (20.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Neuer Rekord: Erstmals mehr als 31 Millionen Camping-Nächtigungen

– Campingbranche mit 2954 Campingplätzen seit vier Jahren im Aufwind, + 42 Prozent in zehn Jahren
– Campingurlauber bleiben länger als andere Gäste und geben in Deutschland rund 1,55 Milliarden Euro aus
– Camping-Bundesland Nr. 1: Bayern mit 5,6 Millionen Nächtigungen gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Mio.)

Berlin – Campingurlaube in Zelt und Wohnwagen waren auch 2017 sehr beliebt. Die Campingbranche in Deutschland verzeichnet seit vier Jahren einen stetigen Zuwachs und verbuchte im letzten Jahr einen Rekordwert von 31.051.262 Übernachtungen. Das entspricht einem leichten Zuwachs von 1,86 Prozent gegenüber 2016. In den vergangenen zehn Jahren beträgt der Anstieg rund 42 Prozent. Das hat eine Auswertung des internationalen Reiseportals www.camping.info, das mit 43 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 22.700 eingetragenen Campingplätzen zu den führenden europäischen Informationsquellen für Campingurlaube gehört, ergeben.

Campingurlaube liegen seit Jahren absolut im Trend, freut sich Maximilian Möhrle, Geschäftsführer und neuer Inhaber des Internetportals Camping.Info. Der Berliner hat das ursprünglich in Österreich gegründete Campingportal erst kürzlich übernommen und den Firmensitz nach Berlin übersiedelt. Möhrle sieht auch schon positive Entwicklungen für die diesjährige Campingsaison: „Die Zugriffssteigerung auf unserem Campingportal liegt im zweistelligen Prozentbereich und viele Campingplatzbetreiber berichten über erfreuliche Zuwächse bei Anfragen und Buchungen für die Sommersaison 2018.“ Die Beliebtheit von Campingurlauben spiegelt sich auch in den Zulassungszahlen der Reisemobile. 2017 stieg in Deutschland die Anzahl der angemeldeten Reisemobile um knapp 17 Prozent auf 486.893 Fahrzeuge.

Campingurlauber sind für Deutschlands Tourismusbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn rund 6,76 Prozent der deutschen Gesamtnächtigungen des Jahres 2017 gehen auf das Konto der 2954 deutschen Campingplätze. Die meisten davon befinden sich in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353). Der durchschnittliche Campinggast verweilt 3,3 Tage und bleibt damit länger als die anderen Gäste (2,6 Tage). Befragungen ergaben, dass Campinggäste täglich rund 50 Euro ausgeben. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich durch Campingurlauber jährliche Einnahmen in der Höhe von rund 1,55 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

89 Prozent der Campinggäste stammen aus Deutschland

Am beliebtesten sind Deutschlands Campingplätze bei den einheimischen Campern, denn mit rund 89 Prozent an einheimischen Gästen verfügen die deutschen Campingplätze über einen außerordentlich hohen Inländeranteil. Die wichtigsten Gästegruppen aus dem Ausland sind mit 7,3 Prozent die Niederländer, dahinter folgen mit großem Abstand Gäste aus der Schweiz (1,9 Prozent), aus Dänemark (1 Prozent) sowie aus Belgien (0,7 Prozent). Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind Deutschland gefolgt von Italien, Kroatien und Frankreich.

Beliebteste Bundesländer: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen / Hauptmotiv für Camping: Flexibilität

Mit 5,6 Millionen Nächtigungen und einem überdurchschnittlichen Zuwachs von 7,4 Prozent ist Bayern das beliebteste Camping-Bundesland in Deutschland. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (4,56 Mio., – 7,9 Prozent), Niedersachsen (4,42 Mio., + 0,7 Prozent) sowie Baden-Württemberg (4,01 Mio., + 6,43 Prozent). Die größten Jahreszuwächse verzeichneten Bremen (+ 13,21 Prozent) gefolgt von Nordrhein-Westfalen (+ 10,31 Prozent), Sachsen (+ 9,45 Prozent) sowie Sachsen-Anhalt (+ 8,24 Prozent) und Bayern (+ 7,37 Prozent). Gegen den Trend verloren die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (- 7,87 Prozent) und Schleswig-Holstein (- 3,15 Prozent). Dafür verantwortlich könnte der viele Regen im letzten Jahr gewesen sein, der 2017 vor allem im Norden Deutschlands überdurchschnittlich stattgefunden hat.

In einer Umfrage hat Camping.Info die Motive für Campingurlaube ermittelt. Dabei geben 26 Prozent der Camper die örtliche Flexibilität als Hauptgrund für einen Campingurlaub an. Danach folgen: günstiger Urlaub (20 Prozent), zeitlich flexibler (17 Prozent), mein eigenes Bett (16 Prozent), mein eigener Platz und Rasen direkt vor der Tür (10 Prozent).

Starker Trend zur Digitalisierung der Campingbranche

Die Digitalisierung der Campingbranche ist ein Schwerpunkt in der weiteren Entwicklung von Camping.Info. „Die Buchung von Campingurlauben in Europa muss einfacher werden und in Zukunft auch über Internet, Smartphone und Apps rasch und unkompliziert möglich sein“, weiß Campingexperte Möhrle. „Derzeit können auf unserem Portal rund 2300 Campingplätze online gebucht werden. Im letzten Jahr generierten wir mit rund 4000 Online-Buchungen bereits einen Buchungsumsatz im hohen sechsstelligen Bereich für die teilnehmenden Campingplätze.“ Das Buchungsangebot von Camping.Info soll in Zukunft kräftig ausgebaut werden. Geplant ist die Internationalisierung des Buchungsfeatures für Campingplätze in ganz Europa.

Rangliste der Campingübernachtungen 2017 in Deutschland

Deutschland: 31.051.262 Nächtigungen, +  1,86 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren

1. Bayern: 5.616.697 Nächtigungen, + 7,37 % zum Vorjahr, + 38 % in 10 Jahren
2. Mecklenburg-Vorpommern: 4.560.588 Nächtigungen, – 7,87 % zum Vorjahr, + 37 % in 10 Jahren
3. Niedersachsen: 4.421.349 Nächtigungen, + 0,69 % zum Vorjahr, + 44 % in 10 Jahren
4. Baden-Württemberg: 4.011.177 Nächtigungen, + 6,43 % zum Vorjahr, + 46 % in 10 Jahren
5. Schleswig-Holstein: 3.621.743 Nächtigungen, – 3,15 % zum Vorjahr, + 39 % in 10 Jahren
6. Rheinland-Pfalz: 2.551.195 Nächtigungen, + 3,54 % zum Vorjahr, + 43 % in 10 Jahren
7. Nordrhein-Westfalen: 1.833.192 Nächtigungen, +  10,31 % zum Vorjahr, + 66 % in 10 Jahren
8. Hessen: 1.176.349 Nächtigungen, + 4,49 % zum Vorjahr, + 20 % in 10 Jahren
9. Brandenburg: 1.119.974 Nächtigungen, – 0,63 % zum Vorjahr, + 49 % in 10 Jahren
10. Sachsen: 680.366 Nächtigungen, + 9,45 % zum Vorjahr, + 34 % in 10 Jahren
11. Thüringen: 575.664 Nächtigungen, + 3,22 % zum Vorjahr, + 14 % in 10 Jahren
12. Sachsen-Anhalt: 408.988 Nächtigungen, + 8,24 % zum Vorjahr, + 68 % in 10 Jahren
13. Hamburg: 139.831 Nächtigungen, + 1,68 % zum Vorjahr, + 151 % in 10 Jahren
14. Saarland: 128.753 Nächtigungen, – 3,47 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren
15. Berlin: 117.342 Nächtigungen, – 1,57 % zum Vorjahr, + 41 % in 10 Jahren
16. Bremen: 88.054 Nächtigungen, + 13,21 % zum Vorjahr
Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutschlands beliebteste Campingplätze

Jährlich ermittelt das Campingportal www.camping.info auf Basis von Kundenbewertungen die beliebtesten europäischen Campingplätze im Rahmen des „Camping.Info-Award“. In den Top 100 ist Deutschland mit 64 Campinganlagen vertreten. Zu den besten Campingplätzen Deutschlands zählen:

1. Camping Hopfensee / Füssen / Bayern / Europa Nr. 2
2. Panorama & Wellness-Campingplatz Großbüchlberg / Mitterteich / Bayern / Europa Nr. 5
3. Naturcamping Spitzenort / Plön / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 6
4. Campingpark Südheide / Winsen / Niedersachsen /  Europa Nr. 8
5. Am Rosenfelder Strand Ostsee Camping / Rosenfelde-Grube / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 9
6. Camping- & Freizeitpark LuxOase / Kleinröhrsdorf bei Dresden / Sachsen / Europa Nr. 10
7. Stadtcamping Schweinfurt / Schweinfurt / Bayern / Europa Nr. 11/ Bester bei Sanitärausstattung
8. Campingplatz Auf dem Simpel / Soltau-Wolterdingen / Niedersachsen / Europa Nr. 13
9. Camping am Deich / Krummhörn-Upleward / Niedersachsen / Europa Nr. 14 / Ideal für Radfahrer
10. Prümtal Camping / Oberweis / Rheinland-Pfalz / Europa Nr. 15

Alle europäischen Top 100 Campingplätze: www.camping.info/award

Weitere Fakten und Trends zu Camping in Deutschland

– Höchster Wert: 2017 verzeichnete die Campingbranche 31.051.262 Nächtigungen
– Niedrigster Wert: 1998 wurden 19.916.840 Nächtigungen registriert
– In Deutschland befinden sich 2954 Campingplätze. Die meisten in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353)
– In Deutschland sind 486.893 Reisemobile zugelassen, ein Zuwachs von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– In Deutschland sind 654.073 Wohnwagen zugelassen, ein Zuwachs von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– Reisemobile und Wohnwagen werden immer beliebter, dahinter steckt der Wunsch nach flexibler und kurzfristiger Reiseplanung
– Reisemobilhersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher, längere Lieferzeiten und hohe Preise für Gebrauchtfahrzeuge sind die Folge
– Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind: Deutschland, Italien, Kroatien und Frankreich
– Trend: Campingtourismus wird für Städte immer wichtiger. Einfache Stellplätze in der Stadtnähe werden immer beliebter
– Campingplätze investieren hauptsächlich in moderne Sanitäreinrichtungen und Wellness
– Der einfache Zelturlaub erfährt eine Renaissance

„Messe der Griesen Gegend“ öffnet am 1. Mai zum 27. Mal ihre Pforten

Lübtheen – Mehr als 50 Aussteller präsentieren sich am 1. Mai 2018 auf der 27. Lübtheener „Messe der Griesen Gegend“ ihrem Publikum. Zu den Ausstellern gehören neben Autohaus und Brauerei zahlreiche regionale Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem ist die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern mit dem Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe auf der Messe vertreten.

„Diese Messe ist eine Erfolgsgeschichte. Sie steht für die bunte Vielfalt der Region. Hier in der Griesen Gegend werden Zusammenarbeit und Zusammenhalt großgeschrieben“, würdigte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Er werde sich dafür einsetzen, die Region auch in den kommenden Jahren weiter voranzubringen, kündigte der Minister an.

Das Landwirtschaftsministerium hatte seit 2007 für die zwischen Sude, Elbe, Elde und Lewitz gelegene Region im Südwesten Mecklenburgs im Rahmen der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung Zuwendungen von rund 2,7 Millionen Euro für 27 Maßnahmen ausgereicht. Damit wurden Investitionen in Höhe von rund 8,3 Millionen Euro ausgelöst.

Investiert wurde unter anderem in den Umbau der ehemaligen Grundschule zur Regionalen Schule im Jahr 2010 für insgesamt rund 4,75 Millionen Euro, die das Ministerium mit 500.000 Euro unterstützte. 2014 war mit einer Zuwendung von 260.000 Euro bei Gesamtkosten von 325.000 Euro die alte „Ringerhalle“ am Schulzentrum der Lindenschule in Lübtheen zu einer multifunktionalen Freizeithalle umgebaut worden. „Damit konnten wir hier in Lübtheen und Umgebung, wo der Ringkampfsport eine lange Tradition hat, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten stärken“, sagte Minister Backhaus.

Im Amt Lübtheen wurden seit 2007 mehr als 300 Förderfälle mit über 3 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ermöglicht. Im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim waren es fast 11.800 Förderfälle, die mit über 271 Millionen Euro unterstützt worden sind.

Arbeitsmarkt April in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im April 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.700 (-6,5 Prozent) Arbeitslose deutlich zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,1 Prozent, 67.300 Menschen waren arbeitslos gemeldet.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung wie noch nie zuvor. Die stabile Entwicklung der Konjunktur macht sich bemerkbar. Der Bedarf an Mitarbeitern auf dem ersten Arbeitsmarkt und an Auszubildenden wächst in vielen Bereichen. Es geht insgesamt weiter aufwärts“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe am Freitag. Im Vergleich zum Vormonat März ist die Arbeitslosigkeit um 5.900 Arbeitslose (-8,1 Prozent) gesunken. „Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen weiter und unterstützen Neuansiedlungen und Erweiterungen. Das schafft und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land.“

Eine der dringlichsten Aufgaben ist die Fachkräftesicherung. „Bei der Entscheidung für eine berufliche Perspektive im Land wird die Attraktivität für einen Arbeitsplatz immer wichtiger. Ein volles Auftragsbuch, ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas. Wir konkurrieren zunehmend auch im Wettbewerb mit anderen Bundesländern um Fachkräfte“, erläuterte Arbeitsminister Glawe weiter. Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Land in den Arbeitsmarkt zu integrieren, um die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. „Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Hierzu gehört auch eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung aller Kinder. Die Wohn- und Lebensqualität ist ebenso gut bei uns im Land. Flexible auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen. Sich darauf einzustellen ist eine nachvollziehbare Herausforderung in vielen Bereichen der Wirtschaft“, so Glawe.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sind weiter gestiegen. Sie liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2018 – bei 558.800 Beschäftigten. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 10.300 sozialversicherungspflichtige Jobs hinzugekommen. Der Zuwachs hält auch in den noch kühlen Monaten an.“, sagte Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baugewerbe (+1.400) sowie im Handel (+1.100). Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (-500).

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) intensiv zu nutzen. Der Azubi-Atlas ist das Herzstück der Kampagne. Hier sind derzeit über 1.400 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 6.400 offene Ausbildungsstellen gemeldet, 4.400 Bewerber sind unversorgt. „Die Nachfrage ist im Hotellerie- und Gastronomiebereich, Handwerk und Handel enorm groß. Hier werden viele Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern im Einzelhandel sowie Verkäufern wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (359 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 547 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (139 unbesetzte Plätze). 356 Auszubildende werden als Kaufmänner/-frauen im Einzelhandel gesucht, 160 Ausbildungsplätze für Kfz-Mechatroniker sind noch unbesetzt.

Frühjahrsbelebung senkt Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Nürnberg – „Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im April fort. Die Entwicklung war allerdings etwas schwächer als in den extrem guten Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -74.000 auf 2.384.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -185.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von März auf April um 74.000 auf 2.384.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den April ein Rückgang um 7.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 185.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbe-schäftigung im April 2018 auf 3.354.000 Personen. Das waren 235.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 32.000 erhöht. Mit 44,46 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 598.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 53.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 32,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 773.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im April waren 784.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – steht wie im März bei 251 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 19 Punkte übertroffen.

Insgesamt 692.000 Personen erhielten im April 2018 Arbeitslosengeld, 55.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.241.000. Gegenüber April 2017 war dies ein Rückgang von 184.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis April 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 429.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 15.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 228.000 im April noch auf der Suche. Gleich-zeitig waren 475.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 13.000 mehr als vor einem Jahr. 282.000 Ausbildungsstellen waren im April noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.500), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.800) und Kaufleute für Büromanagement (19.200). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufs-fachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Arbeitsmarkt M-V im März

Schwerin – Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. Es waren in diesem Monat 73.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 6.200 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat (-7,8 Prozent). Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote bei 8,8 Prozent (-0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr). „Der Arbeitsmarkt zeigt sich in Frühlingslaune. Die Beschäftigung wächst. Unternehmen halten ihr Personal und stellen auch in den kühleren Monaten ein. Wir haben insgesamt statistisch erfreuliche Werte, die aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir eine Menge zu tun haben. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Darüber hinaus müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. Im Vergleich zum Vormonat Februar ist die Arbeitslosigkeit um 3.500 Personen (-4,5 Prozent) gesunken.

Wirtschaftsminister Harry Glawe warb dafür, die Unterstützungsmöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben die vorhandenen Förderinstrumente aufgebrochen, um diese einer größeren Anzahl von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Mit der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups werden künftig neue Unterstützungsmöglichkeiten angeboten. Darüber hinaus bietet die Qualifizierungsrichtlinie Unternehmen und ihren Beschäftigten die Chance, sich auf die wachsenden Herausforderungen der vernetzten Arbeitswelt noch besser einzustellen. Das Werben um Neuansiedlungen für unser Land wird ebenso vorangetrieben“, erläuterte Glawe.

Die Zahlen über sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse legen weiter deutlich zu. Nach den aktuellsten Zahlen – aktuellste Zahlen vom Januar 2018 – gibt es 558.100 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Land. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 10.400 Beschäftigte mehr (+1,9 Prozent). „Ein weiterer ordentlicher Zuwachs. Der Trend für mehr Beschäftigung hält weiter an. Besonders bemerkenswert ist, dass auch in den kälteren Monaten mehr eingestellt wird. Das spricht für eine weitere Belebung der heimischen Wirtschaft. Wir arbeiten an der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Mehr Menschen in Arbeit zu bringen, ist ein Ziel der Wirtschaftspolitik“, betonte Glawe.

Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baubereich (+1.500), im Handel (+1.200) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000). „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft weiter gewachsen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,8 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei rund 42,8 Milliarden Euro.

„Die Wirtschaft kommt im Land deutlich voran. Das Wachstum erfolgte in vielen wirtschaftlichen Bereichen. Wir sind auf einem insgesamt guten Weg. Für den Aufschwung sorgten vor allem das produzierende Gewerbe (+2,2 Prozent) und der Dienstleistungsbereich (+1,7 Prozent). Vor allem das verarbeitende Gewerbe zog kräftig an. Hier liegen wir deutlich über dem Bundesschnitt. Unternehmen siedeln sich an, bestehende Firmen erweitern. Auch die maritime Industrie trägt zum Wachstum bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. (Zur Info: verarbeitendes Gewerbe in M-V: + 4,2 Prozent; Bundesdurchschnitt: + 3,0 Prozent; neue Länder: + 1,6 Prozent, alte Länder: + 3,1 Prozent). Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wirtschaftsleistung des Landes ist auf 11,1 Prozent gestiegen, die Wirtschaftsstruktur hat sich dadurch weiter verbessert.

Das Wirtschaftswachstum liegt im Bundesdurchschnitt bei 2,2 Prozent. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent. „Mit unserem Ergebnis liegen wir deutlich über dem ostdeutschen Schnitt. Gleichwohl haben wir im gesamtdeutschen Vergleich noch eine Menge Herausforderungen zu meistern. Hierzu zählen die Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung, erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sowie die Stärkung der Innovations- und Exportfähigkeiten. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Ebenso müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Zum Abschluss regte Wirtschaftsminister Harry Glawe an, die Fördermöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben mit der Qualifizierungsrichtlinie für Beschäftigte, der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups eine Reihe neuer Unterstützungsmöglichkeiten aufgelegt. Schwerpunkt bleibt auch das Werben um Neuansiedlungen für unser Land. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erläuterte Glawe. „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Reiseanalyse 2018: M-V bleibt beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Ostsee vor Alpen / Nordosten punktet auch bei Kurzreisen

Berlin – Gute Nachrichten am ersten Messetag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin: Nachdem Mecklenburg-Vorpommern als offizielles Partnerland mit einer fulminanten Eröffnungsgala am Vorabend der ITB Berlin rund 3.000 Vertreter aus 110 Ländern beeindruckte, konnte Mecklenburg-Vorpommern erneut seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten.

Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2017 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2018 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Reiseanalyse ist Beleg für die positive Entwicklung der Branche insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig ist sie auch Ansporn. Denn: Wer Erster bleiben will, muss eine Menge dafür tun, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können. Die Mischung aus wetterunabhängigen Freizeitangeboten, unberührter Natur und abwechslungsreichen Übernachtungsmöglichkeiten macht unser Land unverwechselbar. Daran werden wir gemeinsam mit der Branche weiterarbeiten. Die überregionale und internationale Vermarktung unseres Bundeslandes sowie die Unterstützung wetterunabhängiger Angebote sind Schwerpunkte unserer touristischen Weiterentwicklung.“

Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 28 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,1 Prozent an allen 2017 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,2 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,5 Prozent) und Niedersachsen (3,4). „Die Erfolgsgeschichte, die das Urlaubsland seit 1990 geschrieben hat, setzt sich fort. Jetzt müssen wir am Ball bleiben und den Schwung von der ITB Berlin mitnehmen. Gleichzeitig wird es in Zukunft noch mehr darum gehen, qualitative und nachhaltige Entwicklungen zu befeuern, denn der Tourismus der Zukunft sollte verträglich, vernetzt und vielseitig sein“, sagte Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus konnte sich Mecklenburg-Vorpommern auch einen Platz unter den Top 10 der beliebtesten Kurzreiseziele sichern. In diesem Segment belegt das Urlaubsland den sechsten Platz. Weiterhin ist Mecklenburg-Vorpommern Marktführer bei Erholungsreisen und Entspannungsurlaub, Badeurlaub und Strandurlaub sowie bei Familienurlaub.

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem Spitzenreiter Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,3 Prozent) und Türkei (5,7 Prozent) liegt der Nordosten auf dem vierten Platz.

Die Reiseanalyse wird seit 48 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Reisemarktes.

Frauen holen am Arbeitsmarkt auf – Beschäftigungsplus aber vor allem durch Teilzeit

BA-Vorstand Holsboer: Viele Frauen streben höhere Arbeitszeit an

Nürnberg – Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist zwischen 2013 und 2017 um 2,5 Millionen auf zuletzt 32,2 Millionen Beschäftigte gestiegen. Von diesem Plus profitieren auch Frauen, deren Beschäftigung im selben Zeitraum um 8,3 Prozent auf 14,9 Millionen gestiegen ist.

Die Beschäftigungsquote bei Frauen bestätigt diesen Trend. Diese Quote gibt Auskunft über den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Sie stieg bei Frauen zwischen 2013 und 2017 von 51,3 auf 55,4 Prozent – das bedeutet, dass über 55% aller Frauen in Deutschland in einem sozialversicherungspflichtigen Job arbeiten. Die Quote liegt allerdings weiter unter der der Männer, die zu 61,8 Prozent (2013: 58,8 Prozent) beschäftigt waren.

Die Beschäftigungsquote zeigt auch deutlich die unterschiedliche Erwerbsneigung von Frauen in Ost und West. Während die Quote westdeutscher Frauen bei 54,5 Prozent liegt, sind ostdeutsche Frauen zu 59,5 Prozent beschäftigt. Damit liegt die Beschäftigung ostdeutscher Frauen sogar um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau der Männer.

Allerdings entfällt das Beschäftigungsplus bei Frauen vorrangig auf Teilzeit. Diese Teilzeitbeschäftigung ist in den letzten vier Jahren um 14 Prozent auf 7,06 Millionen gestiegen, während der Anstieg bei vollzeitbeschäftigten Frauen lediglich 3,5 Prozent betrug.

Insgesamt arbeiten 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur knapp 11 Prozent. „Fast jede zweite Frau, die angestellt ist, arbeitet in Teilzeit. „Dieser Anteil steigt seit Jahren“ sagt Valerie Holsboer, Vorstand der BA. Für Teilzeitarbeit gibt es verschiedene Gründe. Häufig schränken Frauen die Arbeitszeit für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger ein. „Aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen wir, dass jede zweite Frau ihre Arbeitszeit gern wieder ausdehnen würde“ sagt Holsboer. „Wir brauchen diese Frauen am Arbeitsmarkt, um die Fachkräftebedarfe der Unternehmen zu decken. Voraussetzung dafür sind aber auch gute Betreuungsangebote für Kinder.“

Arbeitsmarkt M-V im Februar 2018

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. So waren im Februar 76.700 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 8.200 weniger als im Vorjahresmonat (-9,7 Prozent). Dies entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit einer Quote von 9,3 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent). „Der Arbeitsmarkt erweist sich dynamisch. Trotz des eher durchwachsenen und kühlen Wetters gibt es den Bedarf bei Unternehmen, eigene Fachkräfte zu halten oder einzustellen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen insgesamt mehr saisonale Unabhängigkeit in der Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Das sind gute Vorzeichen für die wirtschaftliche Weiterentwicklung im Land. Die Binnenwirtschaft muss weiter angekurbelt werden. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass es wichtig ist, weiter vorausschauend die Fachkräftesituation in den Unternehmen anzugehen. „Der stellenweise nicht gedeckte Fachkräftebedarf in einigen Branchen darf am Ende nicht zur Bremse für das wirtschaftliche Vorankommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass auch Unternehmen sich frühzeitig um Fachkräfte kümmern, diese in den Unternehmen halten und weiter qualifizieren. Fachkräftesicherung fängt dabei auch mit dem Bereitstellen von Ausbildungsplätzen an“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. Der Minister ging auch auf die Qualifizierungsrichtlinie ein. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt zusätzlich kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss.

Derzeit gibt es – aktuellste Zahlen aus dem Dezember 2017 – insgesamt 563.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern; ein Plus von rund 1,7 Prozent gegenüber Dezember 2016. „Es gibt weiterhin mehr sozialversicherungspflichtige Jobs im Land. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir einen Zuwachs um 9.200 Stellen. Das ist besonders erfreulich, weil dies auf mehr dauerhafte Beschäftigung im Land hindeutet“, sagte Glawe. Zuwächse gab es insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (+1.000), im Handel (+1.000) im Baubereich (+1.100) sowie im Bereich Gesundheit und Soziales (+2.900). Rückgänge verzeichnete beispielsweise die öffentliche Verwaltung (-300).

Der Wirtschaftsminister warb dafür, die „Early Bird-Aktion“ für die frühzeitige Suche nach einem Ausbildungsplatz im Rahmen der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) zu nutzen. Sie läuft noch bis Ende März. „Unternehmen haben im Aktionszeitraum die Möglichkeit, ihre freien Ausbildungsplätze deutlich sichtbar im Azubi-Atlas der Kampagneninternetseite durchstarten-in-mv.de anzeigen zu lassen. Viele Unternehmen werben nicht nur mit einem, sondern teilweise mit mehreren Angeboten in verschiedenen Ausbildungsberufen“, so Glawe abschließend. Die Early Bird-Aktion richtet sich an alle Interessierten, die einen Ausbildungsplatz für 2018 suchen.

Seit neun Jahren werben das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in MV. Monatlich verzeichnet die Kampagne 10.500 Besuche. Die im Oktober 2009 gestartete Fachkräftekampagne (www.durchstarten-in-mv.de) wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV finanziert.

Arbeitsmarkt M-V im Januar 2018

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Januar bei 9,3 Prozent. Rund 76.800 Menschen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Wert um 8.650 Menschen (-10,1 Prozent) zurückgegangen. Erstmals gibt es damit in einem Januar seit der Wende weniger als 80.000 Arbeitslose.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. In vielen Branchen ist die Auftragslage gut, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst. Aber vor allem in den saisonabhängigen Dienstleistungsbereichen müssen wir weiter daran arbeiten, dass es noch mehr Ganzjahresbeschäftigung gibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten November 2017) ist gestiegen: Mit 570.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zusätzliche 8.900 Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden (+1,6 Prozent). Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+900) sowie im Handel (+1.200). Zugleich sind den Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern im Januar insgesamt 4.000 freie Arbeitsstellen gemeldet worden, gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Plus von 650 (+19,4 Prozent).

„Der stetige Anstieg an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt, dass es sich hierbei um einen kontinuierlichen Beschäftigungsaufbau der Unternehmen im Land handelt. Die Sicherung des Fachkräftebedarfes ist für die Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Vor allem in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft ist die ausreichende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb gilt es, die eigenen Mitarbeiter stets fachlich zu schulen, um sie auf die geänderten Anforderungen vorzubereiten. Dabei unterstützen wir die Unternehmen“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies unter anderem auf die Qualifizierungsoffensive. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, für die Analyse des Qualifizierungsbedarfs für Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen.

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Der Arbeitsmarkt im Januar 2018: Schwungvoller Start

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar zwar gestiegen, aber schwächer als für die Jahreszeit üblich.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Januar: +185.000 auf 2.570.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -207.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,5 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Im Zuge der Winterpause hat sich die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2.570.000 erhöht. Der Anstieg war geringer als üblich. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Januar daher ein Rückgang um 25.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 207.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 28.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Januar 2018 auf 3.515.000 Personen. Das waren 198.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigung ist weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit, da mehr insbesondere geflüchtete Menschen gefördert wurden als im Vorjahr. Die Auswirkungen der Fluchtmigration auf die Vorjahresveränderung sind erkennbar.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Dezember auf 1,54 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 67.000 gestiegen. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 641.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Insgesamt waren im November nach hochgerechneten Angaben 32,82 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibt auf sehr hohem Niveau. Im Januar waren 736.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – hat im Januar leicht um einen Punkt nachgegeben. Der Vorjahreswert wird um 26 Punkte übertroffen.

Insgesamt 823.000 Personen erhielten im Januar 2018 Arbeitslosengeld, 67.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Januar bei 4.269.000. Gegenüber Januar 2017 war dies ein Rückgang von 96.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 waren insgesamt 69.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Ausbildung zum sofortigen Eintritt suchten. Bis Januar 2018 haben davon 41.000 junge Menschen noch eine Ausbildungsstelle gefunden oder haben sich für eine Alternative entschieden. Insgesamt waren im Januar 2018 – zum Ende der Nachvermittlung noch 28.000 gemeldete Bewerber unversorgt.

Im Januar liegen erste Daten für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 vor. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 394.000 um 13.000 höher als im Januar des Vorjahres. Die Bewerberzahl bewegt sich mit 324.000 um 8.000 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt ist im Januar noch sehr stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung noch zu früh.