Arbeitsmarkt M-V im Juli 2017

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern waren im Juli 2017 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.200 Menschen arbeitslos gemeldet; 9.400 weniger als im Juli des Vorjahres (-12,7 Prozent). Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent. Damit liegt der Wert erstmals seit der Wiedervereinigung unter acht Prozent. „Wir sind auf einem guten Weg. Mecklenburg-Vorpommern hat an Wirtschaftskraft gewonnen und das spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Unsere Unternehmen sind mit Aufträgen gut ausgelastet, investieren in ihre Betriebsstätten und Kapazitätserweiterungen. Dafür werden gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte im Land gebraucht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Mecklenburg-Vorpommern (es liegen Mai-Daten vor) ist im Vergleich zum Vorjahr um 7.700 (+1,4 Prozent) gestiegen – von 558.400 auf 566.100. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.300) sowie in der Logistikbranche (+900) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Seit Januar 2017 wurden den Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter insgesamt 30.700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 2.300 (+8,1 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Es zeigt sich, dass die konsequente Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf den ersten Arbeitsmarkt der richtige Weg ist. So entstehen nachhaltige Arbeitsplätze. Um diesen Trend weiter zu stärken, werden wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung des Arbeitsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern. Gegenwärtig wird eine differenzierte Analyse der regionalen und sektoralen Arbeitsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Die Landesregierung setzt über vier Regionalbeiräte räumlich entsprechend den Planungsregionen Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg sowie mit Hilfe von mehreren Förderinstrumenten, wie beispielsweise „Strukturentwicklungsmaßnamen“, „Integrationsprojekte“, „Familiencoachprojekte“ und „Kleinprojekte“, eine regionalspezifische Arbeitsmarktförderung um. Deshalb werden die den vier Regionalbeiräten zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) um vier Millionen Euro aufgestockt für Strukturentwicklungsmaßnamen und Integrationsprojekte.

Darüber hinaus erhalten die Regionalbeiräte aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) künftig so genannte Regionalbudgets. Je Beirat und Jahr werden 300.000 Euro zur Verfügung stehen; über zunächst drei Jahre werden dies dann 3,6 Millionen Euro sein. Eine Qualifizierungsoffensive unterstützt Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks bei der anforderungsgerechten Schulung ihrer Mitarbeiter. „Es ist jetzt für Unternehmen das wichtigste, mit kluger Fachkräftegewinnung, attraktiver Fachkräftebindung und verstärktem Ausbildungsmarketing die Voraussetzungen zu schaffen, um langfristig mit einem qualifizierten Team weiter erfolgreich zu sein“, sagte Glawe.

Bei der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit für Mecklenburg-Vorpommern noch rund 4.200 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet, hingegen gibt es 2.700 unversorgte Jugendliche. Vor allem Ausbildungsstellen zum Koch/zur Köchin (297 freie Plätze), Restaurantfachmann/-frau (277), Hotelfachmann/-frau (256) und Verkäufer/-in (231) gilt es zu besetzen. „Wir haben ausgezeichnete Berufsstart-Chancen und Karriereperspektiven für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, dem kann geholfen werden. Viele Unternehmen im Land bieten auch kurzfristig noch Stellen an“, sagte Glawe.

Der Minister verwies auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de), in der das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den drei Industrie- und Handelskammern des Landes über attraktive Ausbildungsplatzangebote informiert. Derzeit läuft dort eine Last Minute-Aktion für Ausbildungsplätze – mehr als 320 Ausbildungsplätze von 155 Unternehmen für einen Berufsstart in diesem Jahr sind dort eingestellt. Die Angebote sind mit einem speziellen Symbol – dem roten Wecker – gekennzeichnet.

Neu ist ein Angebot für Unternehmen und Ausbildungsinteressierte. Jeden Mittwoch von 10 bis 14 Uhr ist ein Live-Chat für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung freigeschaltet.

Arbeitslosigkeit nimmt aus jahreszeitlichen Gründen zu

Nürnberg – „Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind positiv: Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat im Juli aus jahreszeitlichen Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt gab es aber einen Rückgang. Die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt auf hohem Niveau weiter an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juli: +45.000 auf 2.518.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -143.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Juni auf Juli um 45.000 auf 2.518.000 zugenommen. Bereinigt um die jahreszeitlich üblichen Einflüsse ist die Arbeitslosigkeit um 9.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren 143.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt mit einem Rückgang von 8.000 in ähnlichem Umfang gesunken wie die Arbeitslosigkeit. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juli 2017 auf 3.508.000 Personen. Das waren 53.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juni auf 1,56 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,6 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juni saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 gestiegen. Mit 44,38 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 670.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von April auf Mai saisonbereinigt um 75.000 zugenommen. Insgesamt waren im Mai nach hochgerechneten Angaben 32,14 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 744.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juli waren 750.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juli 2017 um 3 Punkte auf einen neuen Höchstwert von 238 Punkten. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 21 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 728.000 Personen erhielten im Juli 2017 Arbeitslosengeld, 33.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juli bei 4.409.000. Gegenüber Juli 2016 war dies ein Anstieg von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich 512.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden ebenfalls 512.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Bundesweit zeigen sich damit zwar Ausbildungsstellen- und Bewerberzahl rechnerisch ausgeglichen. Wie in den Vorjahren treten aber Disparitäten zu Tage, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hängen neben Region oder Qualifikation sehr vom Berufswunsch ab. Deutschlandweit waren im Juli 2017 die meisten noch unbesetzten Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (13.000 Ausbildungsangebote), Verkäufer (11.000) und Köche (6.000). Insgesamt standen im Juli 2017 bundesweit 179.000 unbesetzten Ausbildungsstellen 151.000 noch unversorgte Bewerber gegenüber. Bezieht man die Zahl der „Bewerber mit Alternative“, die zusätzlich zu den unversorgten Bewerbern im Juli 2017 noch eine Ausbildung suchten, mit ein, waren 16.200 mehr gemeldete Bewerber auf Ausbildungssuche als unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet waren.

Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Bis September werden erfahrungsgemäß noch viele bislang unversorgte Bewerber eine Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen noch besetzt werden.

Arbeitsmarkt M-V Juni 2017

Schwerin – Der Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen. Im Land waren im Juni nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.900 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.900 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 8,0 Prozent (Vorjahresmonat Juni: 9,2 Prozent). „Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Die Konjunktur läuft. Erfreulich ist auch, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit alle Altersgruppen betrifft. Dies sind auch Zeichen für eine Belebung der regionalen Wirtschaft im Land. Der Tourismus zieht an. Wichtig ist mir, dass in dieser Branche aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden. Dies erreichen wir u.a. durch Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. „Wir wachsen weiter im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Deutlich wird dabei, dass vor allem im Bereich der Gesundheitswirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe mehr Jobs entstehen. Ziel bleibt es, durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.“

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe machte bei Betrachtung der Arbeitsmarktzahlen auf die regionalen Unterschiede aufmerksam. „Hier müssen wir ansetzen. In Vorpommern und in Teilen Mecklenburgs variieren die Zahlen im Vergleich zu Westmecklenburg deutlich. Hier müssen wir die Stellschrauben in der regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung anziehen und die Förderung spezifischer machen“, erläuterte der Minister. Neue Fördermöglichkeiten werden im Rahmen des Arbeitsmarktforums am Montag in Stralsund vorgestellt (Pressegespräch: 09:45 Uhr im Stralsunder Rathaus, Raum Stadtwaage). Im Landkreis Ludwigslust liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,7 Prozent. Das ist die niedrigste Quote im Land. Im Landkreis der Mecklenburgischen-Seenplatte ist die Quote mit 10,0 Prozent am höchsten.

Im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält der Trend weiter an. „Es gibt deutlich mehr Jobs“, sagte Arbeitsminister Glawe 8.200 zusätzliche Arbeitsplätze sind im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (+1,5 Prozent, Stand: April – aktuellste Zahlen). Beschäftigungszuwächse gab es unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen (+3.400), dem verarbeitenden Gewerbe (+1.600), dem Gastgewerbe (+1.300) sowie im Bereich Logistik (+900).

Auch die Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist im Juni 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,5 Prozent gesunken. „Das ist ein Beleg dafür, dass mehr junge Menschen ihre beruflichen Perspektiven bei uns im Land suchen. Wir haben ein breites Angebot an Möglichkeiten, müssen teilweise noch intensiver darauf aufmerksam machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 4.909 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.448 unversorgte Bewerber gegenüber. Der Minister machte in diesem Zusammenhang auf die mit den Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) aufmerksam. „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Es präsentieren sich 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen im Azubi-Atlas. Der Eintrag ist für die Unternehmen kostenlos.

Der Arbeitsmarkt im Juni 2017: Schwächere Entwicklung am Ende der Frühjahrsbelebung

Nürnberg – „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni aus saisonalen Gründen weiter zu-rückgegangen. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -25.000 auf 2.473.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -142.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Mai auf Juni um 25.000 auf 2.473.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich aber ein leichter Anstieg von 7.000 im Vergleich zum Vormonat. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden. Gegenüber dem Vorjahr waren 142.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt ebenfalls um 7.000 erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf 3.496.000 Personen. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegen-über dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Mai auf 1,57 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 36.000 gestiegen. Mit 44,16 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 648.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April saisonbereinigt um 37.000 zugenommen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben 32,03 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 727.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juni waren 731.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 9.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juni 2017 um 3 Punkte auf 235 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von +19 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 685.000 Personen erhielten im Juni 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.424.000. Gegenüber Juni 2016 war dies ein Anstieg von 106.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000) und Kaufleute für Büromanagement (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungs-markt ist im Juni aber noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Mecklenburg-Vorpommern für Logistikbranche noch attraktiver

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern weist den niedrigsten Wert in einem Mai seit 1991 auf. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 67.600 Menschen arbeitslos gemeldet, 11.100 weniger als im Mai des Vorjahres (-14,1 Prozent). „Erstmals sind wir in der Landesgeschichte unter die Marke von 70.000 Arbeitslosen gesunken. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, aber kein Grund zum Ausruhen. Die Werften haben volle Auftragsbücher, Firmen erweitern oder siedeln sich neu an, das Handwerk brummt im Land. Auch die Gesundheitswirtschaft erweist sich weiter als Jobmotor. Wir müssen alles tun, um die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten. Dazu zählt insbesondere auch, das Exportgeschäft weiter anzukurbeln. In Zeiten schrumpfender Binnenmärkte ist es nötig, frühzeitig neue Absatzmärkte zu erschließen“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe ging auch auf die Herausforderungen ein. „Die wirtschaftliche Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens hängt nicht nur von Produktions-, Absatz- oder Wettbewerbsbedingungen ab, sondern zunehmend von gut qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Es ist absolut notwendig, durch kluge Fachkräftebindung sowie Fachkräftegewinnung und verstärktes Ausbildungsmarketing Arbeitskräfte und Auszubildende frühzeitig in unserem Land zu binden. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Mit der Qualifizierungsoffensive für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks wollen wir auch ein Zeichen auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt setzen. Spezialisierung und Fachwissen werden immer gefragter. Mit der Bürgerarbeit haben wir gemeinsam mit den Jobcentern die Möglichkeit neben kommunalen Arbeitgebern, erstmals auch in Unternehmen Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Die Programme Qualifizierungsoffensive und Bürgerarbeit sind in Arbeit. Beide sollen noch in diesem Sommer starten.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse – aktuellste Zahlen aus dem März – weisen ein deutliches Plus auf. Sie liegen bei 554.400 Beschäftigten. Das sind 6.900 Jobs (+1,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Der Trend hält an. Der Bedarf an Beschäftigten auf dem ersten Arbeitsmarkt wächst. Das ist ein positives Zeichen, dass es weiter aufwärts geht“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.900) und sowie in der Logistik (+900) und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (+800).

Wirtschaftsminister Glawe warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. Aktuell gibt es noch 5.300 unbesetzte Ausbildungsplätze, dem stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 4.000 unversorgte Bewerber gegenüber. „In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.300 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen veröffentlicht. Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Glawe.

Die Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommern bietet den Unternehmen der Logistikbranche einen neuen Service an. Zur „9. Branchenkonferenz Logistikwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ am Donnerstag (1.6.2017) in Rostock-Warnemünde wird der Logistikatlas (www.logistik-in-mv.de ) freigeschaltet, den die Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem IT-Unternehmen Planet IC entwickelt hat. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat das Projekt finanziell und inhaltlich unterstützt. Für die Arbeit stellte es 30.000 Euro bereit. „Mit dem Logistikatlas erhöhen wir weiter die Attraktivität von Mecklenburg-Vorpommern als Logistikstandort“, sagte Minister Christian Pegel. Michael Kremp, Vorstandsvorsitzender der Logistikinitiative, erklärte: „Wir freuen uns mit dem digitalen Logistikatlas ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Branche entwickelt zu haben.“

Der Logistikatlas Mecklenburg-Vorpommern informiert über Struktur und Bedeutung der Branche, die im Jahr 2014 mehr als 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählte. Er gibt einen Überblick über die logistischen Stärken und informiert über die Standortqualitäten des Landes sowie der Landkreise und Städte. Außerdem führt der Atlas die einzelnen Logistikunternehmen auf sowie ausgewählte Aus- und Weiterbildungsstätten der Branche. Auf einer dynamischen Karte sind unter anderem die Häfen und Verkehrswege zu sehen. Aktuell sind mehr als 350 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Bildung über den Atlas abrufbar. Im nächsten Jahr wird er durch die Aufnahme von Gewerbestandorten ergänzt.

Insbesondere richtet sich der Logistikatlas an Unternehmen und Investoren aus der Verlade- und Transportwirtschaft. Auch wer einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz sucht, findet hier wichtige Informationen.

„Der Logistikatlas hilft, schnell den richtigen Ansprechpartner zu finden“, sagte Minister Christian Pegel. „Das gibt der Logistikbranche in unserem Land einen weiteren Schub.“

Arbeitsmarkt Mai in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern weist den niedrigsten Wert in einem Mai seit 1991 auf. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 67.600 Menschen arbeitslos gemeldet, 11.100 weniger als im Mai des Vorjahres (-14,1 Prozent). „Erstmals sind wir in der Landesgeschichte unter die Marke von 70.000 Arbeitslosen gesunken. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, aber kein Grund zum Ausruhen. Die Werften haben volle Auftragsbücher, Firmen erweitern oder siedeln sich neu an, das Handwerk brummt im Land. Auch die Gesundheitswirtschaft erweist sich weiter als Jobmotor. Wir müssen alles tun, um die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten. Dazu zählt insbesondere auch, das Exportgeschäft weiter anzukurbeln. In Zeiten schrumpfender Binnenmärkte ist es nötig, frühzeitig neue Absatzmärkte zu erschließen“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe ging auch auf die Herausforderungen ein. „Die wirtschaftliche Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens hängt nicht nur von Produktions-, Absatz- oder Wettbewerbsbedingungen ab, sondern zunehmend von gut qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Es ist absolut notwendig, durch kluge Fachkräftebindung sowie Fachkräftegewinnung und verstärktes Ausbildungsmarketing Arbeitskräfte und Auszubildende frühzeitig in unserem Land zu binden. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Mit der Qualifizierungsoffensive für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks wollen wir auch ein Zeichen auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt setzen. Spezialisierung und Fachwissen werden immer gefragter. Mit der Bürgerarbeit haben wir gemeinsam mit den Jobcentern die Möglichkeit neben kommunalen Arbeitgebern, erstmals auch in Unternehmen Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Die Programme Qualifizierungsoffensive und Bürgerarbeit sind in Arbeit. Beide sollen noch in diesem Sommer starten.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse – aktuellste Zahlen aus dem März – weisen ein deutliches Plus auf. Sie liegen bei 554.400 Beschäftigten. Das sind 6.900 Jobs (+1,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Der Trend hält an. Der Bedarf an Beschäftigten auf dem ersten Arbeitsmarkt wächst. Das ist ein positives Zeichen, dass es weiter aufwärts geht“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.900) und sowie in der Logistik (+900) und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (+800).

Wirtschaftsminister Glawe warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. Aktuell gibt es noch 5.300 unbesetzte Ausbildungsplätze, dem stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 4.000 unversorgte Bewerber gegenüber. „In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.300 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen veröffentlicht. Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Glawe. Die Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV unterstützt.

Der Arbeitsmarkt im Mai 2017: Anhaltend günstige Entwicklung

Nürnberg – „Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Mai weiter zurückgegangen und die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf sehr hohem Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -71.000 auf 2.498.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -166.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von April auf Mai um 71.000 auf 2.498.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 9.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 166.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 13.000 verringert. Insgesamt belief sie sich im Mai 2017 auf 3.526.000 Personen. Das waren 24.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,78 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 4,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 31.000 gestiegen. Mit 43,98 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 652.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Februar auf März saisonbereinigt um 48.000 zugenommen. Insgesamt waren im März nach hochgerechneten Angaben 31,93 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 734.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau. Im Mai waren 714.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 60.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – blieb im Mai 2017 unverändert bei 231 Punkten. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 15 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im Mai 2017 Arbeitslosengeld, 53.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.418.000. Gegenüber Mai 2016 war dies ein Anstieg von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 467.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 3.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 480.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 2.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (29.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (20.000) und Kaufleute für Büromanagement (20.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im Mai aber noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Arbeitsmarkt im April in Mecklenburg-Vorpomnmern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern waren im April 72.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 12.200 Arbeitslose weniger (-14,5 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,7 Prozent. „Erstmals sind wir auch in einem April unter die magische 10 Prozent-Marke im Bereich der Arbeitslosenquote gekommen. „Der Arbeitsmarkt erweist sich insgesamt als robust. Die Konjunktur nimmt Fahrt auf. Die Nachfrage an Fachkräften steigt. Auffallend ist ein leichter Trend. Die saisonalen Effekte der Beschäftigung werden auch im Tourismus kleiner. Das bedeutet, dass mehr ganzjährige Beschäftigung entsteht. Mehr Menschen sind unabhängig vom touristischen Saisonstart in Arbeit“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am Mittwoch in Schwerin. Im Vergleich zum Vormonat März ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, die Arbeitslosigkeit um 7.400 (-9,3 Prozent) gesunken.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2017 – bei 548.400 Beschäftigten. „Es entstehen mehr Jobs auch in den noch kühlen Monaten. Neben dem Tourismus wächst der Bedarf auch in anderen Bereichen, wie im verarbeitenden Gewerbe (+2.000 sozialversicherungspflichtige Stellen), Gastgewerbe (+1.100), Dienstleistungen sowie in der Gesundheitswirtschaft (+3.500)“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise die Forst- und Fischereiwirtschaft (-600 Stellen) sowie die öffentliche Verwaltung und Sozialversicherungen (-500).

Die Investitionen in die Infrastruktur der vergangenen Jahre machen sich immer mehr bemerkbar. Hierzu zählen insbesondere der Ausbau der Autobahnen und die Erschließung der Gewerbegebiete. „Einige Gewerbestandorte haben noch Potential für Ansiedlungen neuer Unternehmen oder für Erweiterungen bereits ansässiger Unternehmen. Wir wollen die Gewerbestandorte Pasewalk und das Pommerndreieck noch intensiver vermarkten. An einer Vermarktungsoffensive wird gearbeitet. Darüber hinaus gilt es, die Hafen- und Wirtschaftsstandorte weiter zu entwickeln, das Handwerk zu stärken und die Gesundheitswirtschaft weiter auszubauen. Wir arbeiten daran, die Rahmenbedingungen stetig weiter zu verbessern“, sagte Glawe weiter.

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.350 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in mehr als 300 Berufen veröffentlicht. „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 5.900 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 4.400 unversorgte Bewerber gegenüber. „Im Hotellerie- und Gastronomiebereich ist die Not am größten. Hier werden am meisten Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (348 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 606 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (125 unbesetzte Plätze). 318 Auszubildende werden als Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel gesucht.

„Durchstarten in MV“ ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes. Sie wirbt für Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Arbeitsmarkt im April 2017: Gute Entwicklung setzt sich fort

Nürnberg – „Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich damit fort.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -93.000 auf 2.569.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -175.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von März auf April um 93.000 auf 2.569.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im April um 100.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 15.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im April 2017 auf 3.603.000 Personen. Das waren 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,70 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 4,0 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 42.000 gestiegen. Mit 43,82 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 638.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 56.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 31,77 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 717.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Kräftenachfrage wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im April waren 706.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 10.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im April 2017 um 3 auf 231 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 20 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 750.000 Personen erhielten im April 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.422.000. Gegenüber April 2016 war dies ein Anstieg von 95.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis April 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 443.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 463.000 Ausbildungsstellen gemeldet, ebenfalls 4.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (28.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.900) und Kaufleute für Büromanagement (18.900). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im April aber noch deutlich in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Politisch motivierte Straftaten im Februar

Berlin(hib/STO) – Im Februar dieses Jahres sind in Deutschland 54 Menschen infolge politisch motivierter Straftaten verletzt worden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/11891) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion (18/11656) hervor.

Bis zum 28. März sind danach dem Bundeskriminalamt (BKA) für Februar 2017 insgesamt 1.426 solcher Straftaten gemeldet worden, darunter 88 Gewalttaten und 617 Propagandadelikte. Bis zum genannten Stichtag konnten den Angaben zufolge 662 Tatverdächtige ermittelt werden; 16 von ihnen seien vorläufig festgenommen worden. Wie es in der Vorlage weiter heißt, wurden zwei Haftbefehle erlassen.

Von den 1.426 Straftaten entfielen laut Antwort 911 auf die politisch rechts motivierte Kriminalität. Die Zahl der darunter befindlichen Gewalttaten wird mit 44 angegeben und die der Verletzten mit 34.

Die Zahl der politisch links motivierten Straftaten beläuft sich den Angaben zufolge auf 286, von denen 22 Gewalttaten waren. In diesem Bereich wurden laut Regierung sieben Verletzte registriert.

46 Straftaten, darunter acht Gewalttaten, wurden laut Vorlage dem Bereich der „politisch motivierten Kriminalität- Ausländische Ideologie“ zugeordnet; in diesem Bereich wurden vier Verletzte verzeichnet.

Im Bereich der „politisch motivierten Kriminalität – Religiöse Ideologie“ lag die Zahl der Straftaten bei 24, die der darunter befindlichen Gewalttaten bei vier und die der Verletzten ebenfalls bei vier, wie aus der Antwort ferner hervorgeht.

Die Zahl der nicht zuzuordnenden politisch motivierten Straftaten betrug 159, von denen zehn Gewalttaten waren, wie die Regierung weiter mitteilt. Hier wird die Zahl der Verletzten mit fünf angegeben.

Die aufgeführten Zahlen geben der Vorlage zufolge die beim BKA mit Stand vom 28. März 2017 eingegangenen Meldungen der Länder wieder und können sich „aufgrund von Nachmeldungen und Korrekturen noch – teilweise erheblich – verändern“.

Arbeitsmarkt M-V im März

Schwerin – Der Zahl der Arbeitslosen ist im März deutlich zurückgegangen. In diesem Monat waren in Mecklenburg-Vorpommern 79.400 Menschen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Nord arbeitslos gemeldet. Das sind 11.500 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,6 Prozent. „Wir liegen erstmals bereits im März unter der 10-Prozent-Marke. Der Arbeitsmarkt erweist sich als robust. Kein Grund zum Ausruhen, die Binnenwirtschaft muss weiter angekurbelt werden. Allerdings darf der stellenweise nicht gedeckte Fachkräftebedarf in einigen Branchen, wie beispielsweise im Handwerk oder im Tourismus, nicht zum Hemmschuh für das wirtschaftliche Vorankommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass auch Unternehmen sich frühzeitig um Fachkräfte kümmern, diese in den Unternehmen halten und weiter qualifizieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe, am Freitag.

Der Wirtschafts- und Arbeitsminister verwies in diesem Zusammenhang auf die Qualifizierungsoffensive, die im Sommer starten soll. „Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen. Das wollen wir unterstützen. Wenn die Auftragsbücher voll sind, ist es wichtig, auch die Arbeitskräfte vorzuhalten, damit die Aufträge erfüllt werden können“, betonte Glawe. Mit einem neuen Förderprogramm werden das gesamte verarbeitende Gewerbe und Teile des Handwerks unterstützt.

Auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse bleibt erfreulich. Es gibt nach den aktuellsten Zahlen – Januar 2017 – 547.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Land. Im Vergleich zum Januar 2016 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 8.700 oder um 1,6 Prozent gestiegen. „Der Trend hält weiter an, es geht deutlich aufwärts. Die Zahlen belegen: Unternehmen stellen ein, der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist vorhanden. Mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr Menschen in Arbeit zu bringen, ist ein Hauptziel der Wirtschaftspolitik. Entscheidend ist vor allem auch, dass weiter mehr Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe entstehen. Hier sind wir auf einem guten Weg“, betonte Glawe.

Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat im verarbeitenden Gewerbe (+2.100), Gastgewerbe (+1.000) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.600). Einen Rückgang gab es beispielsweise in der Land-, und Forstwirtschaft sowie der Fischerei (-600).

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 6.300 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 4.700 unversorgte Bewerber gegenüber. „Es wird der enorme Bedarf im Hotellerie- und Gastronomiebereich deutlich. Hier werden am meisten Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (362 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 614 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (130 unbesetzte Plätze). 340 Auszubildende werden im Einzelhandel gesucht.

Der Wirtschaftsminister warb dafür, die „Early Bird-Aktion“ für die frühzeitige Suche nach einem Ausbildungsplatz im Rahmen der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) zu nutzen. Sie läuft noch bis Ostern. „Unternehmen haben im Aktionszeitraum die Möglichkeit, ihre freien Ausbildungsplätze deutlich sichtbar im Azubi-Atlas der Kampagneninternetseite durchstarten-in-mv.de anzeigen zu lassen. Viele Unternehmen werben nicht nur mit einem, sondern oft gleich mit mehreren Angeboten in verschiedenen Ausbildungsberufen“, so Glawe abschließend. Über 1.000 Bewerberformulare wurden seit Anfang Februar von Nutzern ausgefüllt und direkt an Unternehmen geschickt. Die Early Bird-Aktion richtet sich an alle Interessierten, die einen Ausbildungsplatz für 2017 suchen.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft wächst weiter

Schwerin – Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent gewachsen. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wächst weiter. Zugpferd ist vor allem das produzierende Gewerbe (MV: +2,4 Prozent), welches deutlich über dem Bundesschnitt liegt (Bund: +1,8 Prozent). Hier machen sich die Ansiedlungen und Erweiterungen der Unternehmen bemerkbar. Es wird mehr produziert und mehr Arbeitskräfte werden gebraucht. Auch der Dienstleistungsbereich (MV: +1,4 Prozent/Bund: +1,9 Prozent) zieht weiter an. Das schlägt sich positiv auf dem Arbeitsmarkt nieder. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich entstehen neue Jobs. Handwerk und Tourismus sind ebenfalls verlässliche Eckpfeiler des wirtschaftlichen Aufschwungs“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. Das Wirtschaftswachstum liegt im Bundesdurchschnitt bei + 1,9 Prozent.

„Das gute Ergebnis verdeutlicht auch, dass wir in einigen Bereichen (verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistungen) kontinuierlich besser geworden sind. Gleichzeitig haben wir Bereiche, wo noch ordentlich Potential besteht. Die wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung und Entwicklung gilt es konsequent weiter auszubauen. Auch das Exportgeschäft muss intensiviert werden, um neue Absatzmärkte zu erschließen. Hierbei unterstützen wir die heimische Wirtschaft und arbeiten an der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, betonte Glawe weiter.

„Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolgen sind für heimische Unternehmen große Herausforderungen. In vielen Unternehmen, die um die Wendezeit gestartet sind, findet ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten Selbstständigen die Chance, ein etabliertes Unternehmen zu übernehmen und sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. „Wir müssen auch die Perspektiven im Land noch besser aufzeigen. Arbeitnehmer wollen Sicherheit am Arbeitsplatz. Das funktioniert vor allem auch über ganzjährige Beschäftigung beispielsweise im Tourismus.“

Einen deutlichen Rückgang verzeichnet der Bereich der Landwirtschaft (-12,1 Prozent). Nach Angaben des Statistischen Amtes war hier die Entwicklung aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse ursächlich. „Die positive Entwicklung der anderen wirtschaftlichen Bereiche hat das Defizit der Landwirtschaft ordentlich abgefangen“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Für Schwangere steht in M-V dichtes Beratungs- und Hilfenetz zur Verfügung

Schwerin – Mit Bedauern hat Sozialministerin Drese die nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2016 gestiegene Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. Allerdings sei dies die erste Steigerung nach vielen Jahren mit rückläufigen Abbruchzahlen. Seit 2009 waren die Abbruchzahlen von 3.134 (2009) auf 2.615 (2015) stetig gesunken.

Für Schwangere steht nach Aussage Dreses in Mecklenburg-Vorpommern ein dichtes Beratungs- und Hilfenetz zur Verfügung. „Derzeit betreiben 26 Träger insgesamt 42 Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen im gesamten Land. Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine sehr gute Arbeit. Sie bieten Beratung und Hilfe vor, während und nach der Schwangerschaft an. Ich werbe bei Frauen, aber auch Männern sehr stark dafür, diese qualifizierten Angebote gerade auch in Krisensituationen zu nutzen“, sagte Ministerin Drese.

Bei der allgemeinen Schwangerschaftsberatung hat jede Frau und jeder Mann das Recht, sich zu Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie zu allen eine Schwangerschaft berührenden Fragen informieren zu lassen. Ebenso können Informationen über die Vorsorgeuntersuchungen bei einer Schwangerschaft und damit im Zusammenhang stehende Fragen bezüglich der Pränataldiagnostik (vorgeburtliche Untersuchung) eingeholt werden. Weiterhin können Lösungsmöglichkeiten für psychosoziale Konflikte im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft durch Beratungen aufgezeigt bzw. gemeinsam erarbeitet werden.

Die Schwangerschaftskonfliktberatung dient der Bewältigung eines eingetretenen Schwangerschaftskonflikts. Durch die Beratung soll die Frau in der Lage sein, in voller Kenntnis des Für und Widers eine Entscheidung zu treffen. Die Schwangerschaftsberatung wird ergebnisoffen geführt, obgleich sie sich von dem Bemühen leiten lässt, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen. Durch die Beratung soll die Schwangere eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung treffen können. Dazu ist sie nur in der Lage, wenn sie vorher umfassend über ihre Rechte und Pflichten informiert wird.

Ministerin Drese weist zudem auf das bundesweite Beratungstelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“ hin. Für eine kostenlose und qualifizierte Erstberatung können Schwangere sich rund um die Uhr an das Hilfetelefon unter der Nummer 0800/40 40 020 wenden. Als 24-Stunden-Lotse vermittelt das Hilfetelefon auch an eine Beratungsstelle vor Ort weiter. Die Beratung ist anonym, barrierefrei und wird mehrsprachig angeboten.

Öko-Anbaufläche in MV gewachsen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern bestimmt mit einem Anteil von etwa 9,5 Prozent an der landwirtschaftlichen Fläche quantitativ das Schrittmaß im ökologischen Landbau in Deutschland. Am morgigen Freitag stellt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die Öko-Strategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf der BioFach 2017 in Nürnburg vor.

„Schon jetzt kommen 15 % des Bio-Fleisches vom Schwein und Rind sowie ein Fünftel aller Bio-Eier in Deutschland aus Mecklenburg-Vorpommern. Aktuell bewirtschaften unsere Bauern fast 128.000 ha ökologisch. Seit 2015 haben wir ca. 9.000 Hektar Öko-Fläche hinzugewonnen. Das macht hierzulande einen Anteil von 9,5 % an der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Deutschlandweit betrachtet liegen wir mit 6,4 % an der Spitze der Bewegung. Insgesamt sind in MV derzeit 1.095 der insgesamt fast 5.000 Landwirtschaftsbetriebe ökozertifiziert. 63 von ihnen haben in den vergangen zwei Jahren umgestellt. Daran haben die kontinuierliche Unterstützung und die stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen durch die Politik der Landesregierung einen entscheidenden Anteil“, so der Minister.

Auch den Verbrauchern sprach er einen ausdrücklichen Dank aus: „Es ist schön zu sehen, dass die Verbraucher zunehmend bereit sind, für die besonderen Leistungen unserer Öko-Bauern auch einmal etwas tiefer in die Tasche zu greifen und diese somit angemessen zu honorieren. Für mich ist die ökologische Wirtschaftsweise aber mehr als ein Geschäftsmodell; sie ist auch ein Versprechen, der artgerechten Tierhaltung im Einklang mit Natur und Umwelt jederzeit nachzukommen und damit einen maßgeblichen Beitrag für Biodiversität, gute Böden und sauberes Wasser zu leisten.“

In Deutschland wächst der Markt für ökologisch erzeugte Produkte schneller als die ökologisch bewirtschaftete Fläche. Die Versorgung basiert auf einem hohen Importanteil. In Mecklenburg-Vorpommern bestehen laut Backhaus vor allem bei biologisch erzeugtem Gemüse Entwicklungschancen. Qualität und Produktivität seien die Schlüsselfaktoren, damit heimische Bioprodukte erfolgreich vermarktet und sich ökologisch wirtschaftende Landwirte als verlässliche Marktpartner dauerhaft etablieren können.

Das Landesprogramm Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020 baut auf einer „ehrlichen Analyse“ von Stärken und Schwächen der bisherigen Entwicklung auf, so Backhaus. Dazu steht das Agrarministerium in einem engen Austausch mit Landwirtschafts- und Umweltverbänden. „Auch für Hinweise des BUND bin ich offen, sofern diese konstruktiv sind“, betonte der Minister mit Blick auf die zehn Handlungsempfehlungen, die der Verband in 2017 von der Regierung umgesetzt wissen will. „Ich muss aber auch ganz klar sagen, dass wir 80 % der Vorschläge bereits angegangen sind, lange bevor der BUND mit seinem Aktionsprogramm um die Ecke kam. Für mich ist das mal wieder ein klarer Fall von Effekthascherei fernab der Realität.“

Als Beispiel nannte Backhaus die Forderung des BUND nach Öko-Modellregionen. Bereits im Oktober hat das Land das Netzwerk Ökologischer Landbau in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Das Netzwerk möchte Akteure der Ökologischen Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ziel vernetzen, Wissen und Know-how auszutauschen. Dafür stellt das Land für die kommenden drei Jahre 555.000 € zur Verfügung. Auch prüft das Agrarministerium, etablierte Öko-Betriebe zu sogenannten Konsultationsstützpunkten zusammenzufassen. Sie sollen Betrieben, die an einer Öko-Umstellung interessiert sind, beratend zur Seite stehen.

In enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium sieht das Backhaus-Ressort zudem die Verbesserung von Vermarktungswegen für Ökoprodukte vor. Dazu gehört unter anderem der verstärkte Einsatz in der heimischen Gastronomie, mehr touristische Angebote auf Bio-Höfen, der Ausbau der Internetplattform Bio-MV.de oder aber die verstärkte Nutzung des bestehenden BIO-Zeichens Mecklenburg-Vorpommern, das vom Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft und Fischerei (LALLF) vergeben wird. „Ziel muss sein, den Öko-Landbau in verschiedenste Bereiche des unternehmerischen und persönlichen Alltags zu integrieren und ihn damit zu einem festen Bestandteil unseres Werteverständnisses zu machen“, sagte Backhaus.

Eine tragende Säule sei zudem die Bildung und Beratung. Nach einem Ausschreibungsverfahren wurden in MV 6 Beratungsfirmen mit insgesamt 35 Beratern für den Bereich Ökologischer Landbau akkreditiert. Insgesamt stehen aktuell für die Beratung 18 Millionen Euro zur Verfügung. Bislang haben 150 Betriebe eine Beratung im Bereich Ökologischer Landbau beantragt.

Auch begrüßte der Minister die „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums. „Es freut mich, dass Bundesminister Schmidt die Aktionsprogramme der Bundesländer durch eine bundesweite Gesamtstrategie untersetzen will. Vieles von dem, was er sich vorgenommen hat, ist auch in unserem Landesprogramm enthalten.“

Anzahl der Verkehrstoten im Jahr 2016 gesunken

Schwerin – Nach einer vorläufigen Statistik der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sank im Jahr 2016 die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit 2013 wieder.

Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen des Landes 89 Personen und damit 4 Verkehrsteilnehmer bzw. 4,3 Prozent weniger als im Jahr 2015.

Damit setzt sich der langfristig positive Trend in der Entwicklung des Verkehrsunfallgeschehens seit 2000 weiter fort und bleibt unter der Einhundert-Grenze.

Im letzten Jahr verunglückten neun junge Menschen im Alter von 18 – 24 Jahren tödlich und damit einer mehr als im Jahr 2015. Ebenso viele Jungerwachsene verursachten im Jahr 2016 diese tödlichen Verkehrsunfälle, im Jahr 2015 waren es noch 11. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil von ca. 5 Prozent, stellen sie jedoch über 10 Prozent sowohl der Getöteten als auch der Verursacher dar.

Die jungen Verkehrsteilnehmer gehören damit weiterhin zu der Hauptrisikogruppe im Straßenverkehr und sie bleiben insoweit auch im Fokus präventiver und repressiver Maßnahmen.

„Junge Fahrzeugführer sind weiterhin die „Sorgenkinder“ im Straßenverkehr“, so Innenminister Caffier. „Alle Möglichkeiten zur Senkung der Unfallrisiken junger Fahrer müssen daher genutzt werden. Somit werden wir auch im Jahr 2017 das sehr erfolgreiche Präventionsprojekt „CrashKurs“ an den Schulen im Land fortsetzen.“

Die Zahl der tödlichen Baumunfälle sank von 24 im Jahr 2015 auf 20 im letzten Jahr. Damit sank der Anteil der Baumunfälle an allen Unfällen mit Todesfolge von 25,8 (2015) auf 22,7 Prozent.

Die vorläufige Anzahl der Schwerverletzten stieg um ca. 1,7 die der Leichtverletzten um ca. 1,4 Prozent zum Vergleichszeitraum 2015.

Weitere Einzelheiten werden nach der Auswertung der endgültigen statistischen Meldungen der Landespolizei an das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Landespressekonferenz voraussichtlich im April bekannt gegeben.