„Messe der Griesen Gegend“ öffnet am 1. Mai zum 27. Mal ihre Pforten

Lübtheen – Mehr als 50 Aussteller präsentieren sich am 1. Mai 2018 auf der 27. Lübtheener „Messe der Griesen Gegend“ ihrem Publikum. Zu den Ausstellern gehören neben Autohaus und Brauerei zahlreiche regionale Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem ist die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern mit dem Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe auf der Messe vertreten.

„Diese Messe ist eine Erfolgsgeschichte. Sie steht für die bunte Vielfalt der Region. Hier in der Griesen Gegend werden Zusammenarbeit und Zusammenhalt großgeschrieben“, würdigte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Er werde sich dafür einsetzen, die Region auch in den kommenden Jahren weiter voranzubringen, kündigte der Minister an.

Das Landwirtschaftsministerium hatte seit 2007 für die zwischen Sude, Elbe, Elde und Lewitz gelegene Region im Südwesten Mecklenburgs im Rahmen der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung Zuwendungen von rund 2,7 Millionen Euro für 27 Maßnahmen ausgereicht. Damit wurden Investitionen in Höhe von rund 8,3 Millionen Euro ausgelöst.

Investiert wurde unter anderem in den Umbau der ehemaligen Grundschule zur Regionalen Schule im Jahr 2010 für insgesamt rund 4,75 Millionen Euro, die das Ministerium mit 500.000 Euro unterstützte. 2014 war mit einer Zuwendung von 260.000 Euro bei Gesamtkosten von 325.000 Euro die alte „Ringerhalle“ am Schulzentrum der Lindenschule in Lübtheen zu einer multifunktionalen Freizeithalle umgebaut worden. „Damit konnten wir hier in Lübtheen und Umgebung, wo der Ringkampfsport eine lange Tradition hat, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten stärken“, sagte Minister Backhaus.

Im Amt Lübtheen wurden seit 2007 mehr als 300 Förderfälle mit über 3 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ermöglicht. Im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim waren es fast 11.800 Förderfälle, die mit über 271 Millionen Euro unterstützt worden sind.

Arbeitsmarkt April in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im April 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.700 (-6,5 Prozent) Arbeitslose deutlich zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,1 Prozent, 67.300 Menschen waren arbeitslos gemeldet.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung wie noch nie zuvor. Die stabile Entwicklung der Konjunktur macht sich bemerkbar. Der Bedarf an Mitarbeitern auf dem ersten Arbeitsmarkt und an Auszubildenden wächst in vielen Bereichen. Es geht insgesamt weiter aufwärts“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe am Freitag. Im Vergleich zum Vormonat März ist die Arbeitslosigkeit um 5.900 Arbeitslose (-8,1 Prozent) gesunken. „Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen weiter und unterstützen Neuansiedlungen und Erweiterungen. Das schafft und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land.“

Eine der dringlichsten Aufgaben ist die Fachkräftesicherung. „Bei der Entscheidung für eine berufliche Perspektive im Land wird die Attraktivität für einen Arbeitsplatz immer wichtiger. Ein volles Auftragsbuch, ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas. Wir konkurrieren zunehmend auch im Wettbewerb mit anderen Bundesländern um Fachkräfte“, erläuterte Arbeitsminister Glawe weiter. Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Land in den Arbeitsmarkt zu integrieren, um die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. „Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Hierzu gehört auch eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung aller Kinder. Die Wohn- und Lebensqualität ist ebenso gut bei uns im Land. Flexible auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen. Sich darauf einzustellen ist eine nachvollziehbare Herausforderung in vielen Bereichen der Wirtschaft“, so Glawe.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sind weiter gestiegen. Sie liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2018 – bei 558.800 Beschäftigten. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 10.300 sozialversicherungspflichtige Jobs hinzugekommen. Der Zuwachs hält auch in den noch kühlen Monaten an.“, sagte Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baugewerbe (+1.400) sowie im Handel (+1.100). Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (-500).

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) intensiv zu nutzen. Der Azubi-Atlas ist das Herzstück der Kampagne. Hier sind derzeit über 1.400 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 6.400 offene Ausbildungsstellen gemeldet, 4.400 Bewerber sind unversorgt. „Die Nachfrage ist im Hotellerie- und Gastronomiebereich, Handwerk und Handel enorm groß. Hier werden viele Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern im Einzelhandel sowie Verkäufern wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (359 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 547 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (139 unbesetzte Plätze). 356 Auszubildende werden als Kaufmänner/-frauen im Einzelhandel gesucht, 160 Ausbildungsplätze für Kfz-Mechatroniker sind noch unbesetzt.

Frühjahrsbelebung senkt Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Nürnberg – „Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im April fort. Die Entwicklung war allerdings etwas schwächer als in den extrem guten Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -74.000 auf 2.384.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -185.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von März auf April um 74.000 auf 2.384.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den April ein Rückgang um 7.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 185.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbe-schäftigung im April 2018 auf 3.354.000 Personen. Das waren 235.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 32.000 erhöht. Mit 44,46 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 598.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 53.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 32,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 773.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im April waren 784.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – steht wie im März bei 251 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 19 Punkte übertroffen.

Insgesamt 692.000 Personen erhielten im April 2018 Arbeitslosengeld, 55.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.241.000. Gegenüber April 2017 war dies ein Rückgang von 184.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis April 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 429.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 15.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 228.000 im April noch auf der Suche. Gleich-zeitig waren 475.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 13.000 mehr als vor einem Jahr. 282.000 Ausbildungsstellen waren im April noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.500), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.800) und Kaufleute für Büromanagement (19.200). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufs-fachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Arbeitsmarkt M-V im März

Schwerin – Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. Es waren in diesem Monat 73.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 6.200 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat (-7,8 Prozent). Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote bei 8,8 Prozent (-0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr). „Der Arbeitsmarkt zeigt sich in Frühlingslaune. Die Beschäftigung wächst. Unternehmen halten ihr Personal und stellen auch in den kühleren Monaten ein. Wir haben insgesamt statistisch erfreuliche Werte, die aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir eine Menge zu tun haben. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Darüber hinaus müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. Im Vergleich zum Vormonat Februar ist die Arbeitslosigkeit um 3.500 Personen (-4,5 Prozent) gesunken.

Wirtschaftsminister Harry Glawe warb dafür, die Unterstützungsmöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben die vorhandenen Förderinstrumente aufgebrochen, um diese einer größeren Anzahl von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Mit der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups werden künftig neue Unterstützungsmöglichkeiten angeboten. Darüber hinaus bietet die Qualifizierungsrichtlinie Unternehmen und ihren Beschäftigten die Chance, sich auf die wachsenden Herausforderungen der vernetzten Arbeitswelt noch besser einzustellen. Das Werben um Neuansiedlungen für unser Land wird ebenso vorangetrieben“, erläuterte Glawe.

Die Zahlen über sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse legen weiter deutlich zu. Nach den aktuellsten Zahlen – aktuellste Zahlen vom Januar 2018 – gibt es 558.100 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Land. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 10.400 Beschäftigte mehr (+1,9 Prozent). „Ein weiterer ordentlicher Zuwachs. Der Trend für mehr Beschäftigung hält weiter an. Besonders bemerkenswert ist, dass auch in den kälteren Monaten mehr eingestellt wird. Das spricht für eine weitere Belebung der heimischen Wirtschaft. Wir arbeiten an der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Mehr Menschen in Arbeit zu bringen, ist ein Ziel der Wirtschaftspolitik“, betonte Glawe.

Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baubereich (+1.500), im Handel (+1.200) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000). „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft weiter gewachsen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,8 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei rund 42,8 Milliarden Euro.

„Die Wirtschaft kommt im Land deutlich voran. Das Wachstum erfolgte in vielen wirtschaftlichen Bereichen. Wir sind auf einem insgesamt guten Weg. Für den Aufschwung sorgten vor allem das produzierende Gewerbe (+2,2 Prozent) und der Dienstleistungsbereich (+1,7 Prozent). Vor allem das verarbeitende Gewerbe zog kräftig an. Hier liegen wir deutlich über dem Bundesschnitt. Unternehmen siedeln sich an, bestehende Firmen erweitern. Auch die maritime Industrie trägt zum Wachstum bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. (Zur Info: verarbeitendes Gewerbe in M-V: + 4,2 Prozent; Bundesdurchschnitt: + 3,0 Prozent; neue Länder: + 1,6 Prozent, alte Länder: + 3,1 Prozent). Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wirtschaftsleistung des Landes ist auf 11,1 Prozent gestiegen, die Wirtschaftsstruktur hat sich dadurch weiter verbessert.

Das Wirtschaftswachstum liegt im Bundesdurchschnitt bei 2,2 Prozent. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent. „Mit unserem Ergebnis liegen wir deutlich über dem ostdeutschen Schnitt. Gleichwohl haben wir im gesamtdeutschen Vergleich noch eine Menge Herausforderungen zu meistern. Hierzu zählen die Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung, erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sowie die Stärkung der Innovations- und Exportfähigkeiten. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Ebenso müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Zum Abschluss regte Wirtschaftsminister Harry Glawe an, die Fördermöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben mit der Qualifizierungsrichtlinie für Beschäftigte, der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups eine Reihe neuer Unterstützungsmöglichkeiten aufgelegt. Schwerpunkt bleibt auch das Werben um Neuansiedlungen für unser Land. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erläuterte Glawe. „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Reiseanalyse 2018: M-V bleibt beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Ostsee vor Alpen / Nordosten punktet auch bei Kurzreisen

Berlin – Gute Nachrichten am ersten Messetag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin: Nachdem Mecklenburg-Vorpommern als offizielles Partnerland mit einer fulminanten Eröffnungsgala am Vorabend der ITB Berlin rund 3.000 Vertreter aus 110 Ländern beeindruckte, konnte Mecklenburg-Vorpommern erneut seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten.

Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2017 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2018 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Reiseanalyse ist Beleg für die positive Entwicklung der Branche insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig ist sie auch Ansporn. Denn: Wer Erster bleiben will, muss eine Menge dafür tun, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können. Die Mischung aus wetterunabhängigen Freizeitangeboten, unberührter Natur und abwechslungsreichen Übernachtungsmöglichkeiten macht unser Land unverwechselbar. Daran werden wir gemeinsam mit der Branche weiterarbeiten. Die überregionale und internationale Vermarktung unseres Bundeslandes sowie die Unterstützung wetterunabhängiger Angebote sind Schwerpunkte unserer touristischen Weiterentwicklung.“

Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 28 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,1 Prozent an allen 2017 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,2 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,5 Prozent) und Niedersachsen (3,4). „Die Erfolgsgeschichte, die das Urlaubsland seit 1990 geschrieben hat, setzt sich fort. Jetzt müssen wir am Ball bleiben und den Schwung von der ITB Berlin mitnehmen. Gleichzeitig wird es in Zukunft noch mehr darum gehen, qualitative und nachhaltige Entwicklungen zu befeuern, denn der Tourismus der Zukunft sollte verträglich, vernetzt und vielseitig sein“, sagte Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus konnte sich Mecklenburg-Vorpommern auch einen Platz unter den Top 10 der beliebtesten Kurzreiseziele sichern. In diesem Segment belegt das Urlaubsland den sechsten Platz. Weiterhin ist Mecklenburg-Vorpommern Marktführer bei Erholungsreisen und Entspannungsurlaub, Badeurlaub und Strandurlaub sowie bei Familienurlaub.

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem Spitzenreiter Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,3 Prozent) und Türkei (5,7 Prozent) liegt der Nordosten auf dem vierten Platz.

Die Reiseanalyse wird seit 48 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Reisemarktes.

Frauen holen am Arbeitsmarkt auf – Beschäftigungsplus aber vor allem durch Teilzeit

BA-Vorstand Holsboer: Viele Frauen streben höhere Arbeitszeit an

Nürnberg – Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist zwischen 2013 und 2017 um 2,5 Millionen auf zuletzt 32,2 Millionen Beschäftigte gestiegen. Von diesem Plus profitieren auch Frauen, deren Beschäftigung im selben Zeitraum um 8,3 Prozent auf 14,9 Millionen gestiegen ist.

Die Beschäftigungsquote bei Frauen bestätigt diesen Trend. Diese Quote gibt Auskunft über den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Sie stieg bei Frauen zwischen 2013 und 2017 von 51,3 auf 55,4 Prozent – das bedeutet, dass über 55% aller Frauen in Deutschland in einem sozialversicherungspflichtigen Job arbeiten. Die Quote liegt allerdings weiter unter der der Männer, die zu 61,8 Prozent (2013: 58,8 Prozent) beschäftigt waren.

Die Beschäftigungsquote zeigt auch deutlich die unterschiedliche Erwerbsneigung von Frauen in Ost und West. Während die Quote westdeutscher Frauen bei 54,5 Prozent liegt, sind ostdeutsche Frauen zu 59,5 Prozent beschäftigt. Damit liegt die Beschäftigung ostdeutscher Frauen sogar um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau der Männer.

Allerdings entfällt das Beschäftigungsplus bei Frauen vorrangig auf Teilzeit. Diese Teilzeitbeschäftigung ist in den letzten vier Jahren um 14 Prozent auf 7,06 Millionen gestiegen, während der Anstieg bei vollzeitbeschäftigten Frauen lediglich 3,5 Prozent betrug.

Insgesamt arbeiten 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur knapp 11 Prozent. „Fast jede zweite Frau, die angestellt ist, arbeitet in Teilzeit. „Dieser Anteil steigt seit Jahren“ sagt Valerie Holsboer, Vorstand der BA. Für Teilzeitarbeit gibt es verschiedene Gründe. Häufig schränken Frauen die Arbeitszeit für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger ein. „Aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen wir, dass jede zweite Frau ihre Arbeitszeit gern wieder ausdehnen würde“ sagt Holsboer. „Wir brauchen diese Frauen am Arbeitsmarkt, um die Fachkräftebedarfe der Unternehmen zu decken. Voraussetzung dafür sind aber auch gute Betreuungsangebote für Kinder.“

Arbeitsmarkt M-V im Februar 2018

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. So waren im Februar 76.700 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 8.200 weniger als im Vorjahresmonat (-9,7 Prozent). Dies entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit einer Quote von 9,3 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent). „Der Arbeitsmarkt erweist sich dynamisch. Trotz des eher durchwachsenen und kühlen Wetters gibt es den Bedarf bei Unternehmen, eigene Fachkräfte zu halten oder einzustellen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen insgesamt mehr saisonale Unabhängigkeit in der Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Das sind gute Vorzeichen für die wirtschaftliche Weiterentwicklung im Land. Die Binnenwirtschaft muss weiter angekurbelt werden. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass es wichtig ist, weiter vorausschauend die Fachkräftesituation in den Unternehmen anzugehen. „Der stellenweise nicht gedeckte Fachkräftebedarf in einigen Branchen darf am Ende nicht zur Bremse für das wirtschaftliche Vorankommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass auch Unternehmen sich frühzeitig um Fachkräfte kümmern, diese in den Unternehmen halten und weiter qualifizieren. Fachkräftesicherung fängt dabei auch mit dem Bereitstellen von Ausbildungsplätzen an“, mahnte Wirtschaftsminister Glawe. Der Minister ging auch auf die Qualifizierungsrichtlinie ein. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt zusätzlich kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss.

Derzeit gibt es – aktuellste Zahlen aus dem Dezember 2017 – insgesamt 563.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern; ein Plus von rund 1,7 Prozent gegenüber Dezember 2016. „Es gibt weiterhin mehr sozialversicherungspflichtige Jobs im Land. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir einen Zuwachs um 9.200 Stellen. Das ist besonders erfreulich, weil dies auf mehr dauerhafte Beschäftigung im Land hindeutet“, sagte Glawe. Zuwächse gab es insbesondere im verarbeitenden Gewerbe (+1.000), im Handel (+1.000) im Baubereich (+1.100) sowie im Bereich Gesundheit und Soziales (+2.900). Rückgänge verzeichnete beispielsweise die öffentliche Verwaltung (-300).

Der Wirtschaftsminister warb dafür, die „Early Bird-Aktion“ für die frühzeitige Suche nach einem Ausbildungsplatz im Rahmen der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) zu nutzen. Sie läuft noch bis Ende März. „Unternehmen haben im Aktionszeitraum die Möglichkeit, ihre freien Ausbildungsplätze deutlich sichtbar im Azubi-Atlas der Kampagneninternetseite durchstarten-in-mv.de anzeigen zu lassen. Viele Unternehmen werben nicht nur mit einem, sondern teilweise mit mehreren Angeboten in verschiedenen Ausbildungsberufen“, so Glawe abschließend. Die Early Bird-Aktion richtet sich an alle Interessierten, die einen Ausbildungsplatz für 2018 suchen.

Seit neun Jahren werben das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in MV. Monatlich verzeichnet die Kampagne 10.500 Besuche. Die im Oktober 2009 gestartete Fachkräftekampagne (www.durchstarten-in-mv.de) wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV finanziert.

Arbeitsmarkt M-V im Januar 2018

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Januar bei 9,3 Prozent. Rund 76.800 Menschen sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit derzeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Wert um 8.650 Menschen (-10,1 Prozent) zurückgegangen. Erstmals gibt es damit in einem Januar seit der Wende weniger als 80.000 Arbeitslose.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. In vielen Branchen ist die Auftragslage gut, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wächst. Aber vor allem in den saisonabhängigen Dienstleistungsbereichen müssen wir weiter daran arbeiten, dass es noch mehr Ganzjahresbeschäftigung gibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten November 2017) ist gestiegen: Mit 570.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zusätzliche 8.900 Arbeitsplätze im Vergleich zum Vorjahr entstanden (+1,6 Prozent). Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+900) sowie im Handel (+1.200). Zugleich sind den Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern im Januar insgesamt 4.000 freie Arbeitsstellen gemeldet worden, gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Plus von 650 (+19,4 Prozent).

„Der stetige Anstieg an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen belegt, dass es sich hierbei um einen kontinuierlichen Beschäftigungsaufbau der Unternehmen im Land handelt. Die Sicherung des Fachkräftebedarfes ist für die Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Vor allem in unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft ist die ausreichende Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb gilt es, die eigenen Mitarbeiter stets fachlich zu schulen, um sie auf die geänderten Anforderungen vorzubereiten. Dabei unterstützen wir die Unternehmen“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies unter anderem auf die Qualifizierungsoffensive. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, für die Analyse des Qualifizierungsbedarfs für Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen.

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Der Arbeitsmarkt im Januar 2018: Schwungvoller Start

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt ist schwungvoll in das neue Jahr gestartet. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar zwar gestiegen, aber schwächer als für die Jahreszeit üblich.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Januar: +185.000 auf 2.570.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -207.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,5 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Im Zuge der Winterpause hat sich die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2.570.000 erhöht. Der Anstieg war geringer als üblich. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Januar daher ein Rückgang um 25.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 207.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 28.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Januar 2018 auf 3.515.000 Personen. Das waren 198.000 weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigung ist weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit, da mehr insbesondere geflüchtete Menschen gefördert wurden als im Vorjahr. Die Auswirkungen der Fluchtmigration auf die Vorjahresveränderung sind erkennbar.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Dezember auf 1,54 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 67.000 gestiegen. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 641.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Oktober auf November saisonbereinigt um 84.000 zugenommen. Insgesamt waren im November nach hochgerechneten Angaben 32,82 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 756.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibt auf sehr hohem Niveau. Im Januar waren 736.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – hat im Januar leicht um einen Punkt nachgegeben. Der Vorjahreswert wird um 26 Punkte übertroffen.

Insgesamt 823.000 Personen erhielten im Januar 2018 Arbeitslosengeld, 67.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Januar bei 4.269.000. Gegenüber Januar 2017 war dies ein Rückgang von 96.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis Januar 2018 waren insgesamt 69.000 Bewerber gemeldet, die weiterhin, erneut oder erstmalig eine Ausbildung zum sofortigen Eintritt suchten. Bis Januar 2018 haben davon 41.000 junge Menschen noch eine Ausbildungsstelle gefunden oder haben sich für eine Alternative entschieden. Insgesamt waren im Januar 2018 – zum Ende der Nachvermittlung noch 28.000 gemeldete Bewerber unversorgt.

Im Januar liegen erste Daten für das neue Berufsberatungsjahr 2017/18 vor. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen liegt mit 394.000 um 13.000 höher als im Januar des Vorjahres. Die Bewerberzahl bewegt sich mit 324.000 um 8.000 Prozent unter Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt ist im Januar noch sehr stark in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung noch zu früh.

Erste Verkehrsunfallbilanz 2017

Mehr Unfälle, weniger Verunglückte in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der langfristig positive Trend in der Entwicklung des Verkehrsunfallgeschehens in Mecklenburg-Vorpommern setzt sich weiter fort. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Verkehrsunfallstatistik der Landespolizei ist im Jahr 2017 die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Danach starben im vergangenen Jahr auf den Straßen des Landes 78 Personen und damit 11 Verkehrsteilnehmer bzw. 12,4 Prozent weniger als im Jahr 2016.

Ein neuer historischer Tiefststand wurde damit erreicht.

Jahr (Getötete): 2000(365), 2005(198), 2010(108), 2011(143), 2012(83), 2013(80), 2014(92), 2015(93), 2016(89)

„Dennoch kann dieses Ergebnis nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur „Vision Zero“ sein, denn jeder getötete Verkehrsteilnehmer ist einer zu viel. Erklärtes Ziel der Landesregierung bleibt die nachhaltige und deutliche Senkung der schweren Personenschäden bei Straßenverkehrsunfällen.“, so Innenminister Lorenz Caffier in einer ersten Bewertung der Verkehrsunfallbilanz 2017.

Die vorläufige Anzahl der Schwerverletzten sank um 2,1 Prozent auf 1.304, die der Leichtverletzten um 3,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016 auf 5.530.

Insgesamt betrachtet sank damit erfreulicherweise die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 169 bzw. 3,1 Prozent.

Allerdings erhöhte sich die Gesamtzahl der polizeilich registrierten Straßenverkehrsunfälle im Vorjahresvergleich leicht um 2,4 Prozent bzw. um 1.346 auf insgesamt 58.312 Unfälle, die durch die Landespolizei aufgenommen und bearbeitet werden mussten. Der Anstieg ist vordergründig auf eine Zunahme bei den sogenannten „Bagatell-Unfällen“, also Unfällen mit geringem Sachschaden, zurückzuführen.

„Um noch zielgerichteter und effektiver gegen Verkehrssünder vorgehen zu können, haben wir im letzten Jahr die, themenorientierten Verkehrskontrollen landesweit eingeführt. Das bedeutet: Unfallursachen und Unfallschwerpunkte identifizieren und dort gezielt und regelmäßig kontrollieren“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Die Abnahme der Zahl der Verkehrstoten ist sicher auch ein Erfolg der kontinuierlichen Verkehrssicherheitsarbeit und der nicht nachlassenden Kontrolltätigkeit der Landespolizei. Die Bemühungen und Möglichkeiten der Polizei, Unfälle zu verhindern, haben aber auch Grenzen. Allzu häufig wird von den Verkehrsteilnehmern nicht hingesehen, wer sich sonst noch auf der Straße befindet. Es mangelt oft an Aufmerksamkeit, an Sorgfalt und Rücksichtnahme. Hier ist jeder Verkehrsteilnehmer selbst gefordert, sein Verhalten zu überdenken und zur besseren Verkehrssicherheit etwas beizutragen. Wir können nicht hinter jeden Straßenkilometer einen Polizisten stellen“, so Innenminister Lorenz.

Bei den Unfallursachen der tödlichen Verkehrsunfälle ist Geschwindigkeit immer noch die Nummer eins. Daher sind insbesondere Geschwindigkeitskontrollen weiterhin wichtig und erforderlich.

Nach wie vor sind insbesondere junge Fahrerinnen und Fahrer im Straßenverkehr gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung (5,2 Prozent) deutlich überproportional an tödlichen Verkehrsunfällen (mehr als 10 Prozent) beteiligt. Im Jahr 2017 verunglückten acht junge Menschen im Alter von 18 – 24 Jahren tödlich. Im Vergleich zum Vorjahr war damit die Zahl der Getöteten in dieser Altersgruppe nahezu unverändert hoch. Elf tödliche Verkehrsunfälle wurden im letzten Jahr von den Jungerwachsenen verursacht.

Aufgrund ihres hohen Risikopotenzials bleibt diese Altersgruppe weiterhin verstärkt im Fokus präventiver und repressiver Maßnahmen. Einen besonderen Stellenwert wird dabei auch im Jahr 2018 das Präventionsprojekt „CrashKurs MV“ haben.

Trotz der in der Vergangenheit verstärkten Ausstattung großer Alleenabschnitte mit Schutzplanken verloren insgesamt 27 Menschen 2017 ihr Leben bei einem Baumanprall. Im Jahr 2016 waren hier 21 Getötete zu beklagen.

Weitere Einzelheiten zur Verkehrsunfallentwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern werden nach Auswertung der endgültigen statistischen Meldungen der Landespolizei voraussichtlich im April bekannt gegeben.

Arbeitsmarkt Dezember 2017 in M-V

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. 69.900 Menschen waren arbeitslos gemeldet – damit liegt die Zahl der Arbeitslosen erstmals in einem Dezember seit der Wiedervereinigung unter 70.000. Die Landesarbeitslosenquote beträgt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion Nord) 8,4 Prozent.

„Gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wesentliche Säule für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Hier gilt es, Mitarbeiter ganzjährig zu halten. Deshalb bleibt es die stetige Herausforderung, mehr saisonunabhängige Beschäftigungsangebote im Land zu schaffen, vor allem im Tourismus“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im Vergleich zum Vormonat November ist die Arbeitslosigkeit saisonbedingt um 4,8 Prozent gestiegen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Daten Oktober 2017) ist gestiegen: Im Vergleich zum Vorjahr sind 9.700 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden (gesamt 574.900); das entspricht einer Steigerung von 1,7 Prozent. Beschäftigungszuwächse gab es vor allem in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+3.300), im verarbeitenden Gewerbe (+1.700) sowie im Handel (+1.200). Gleichzeitig sind bei den Arbeitsagenturen des Landes im vergangenen Jahr 50.700 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet worden, ein Plus von 7,6 Prozent (+7.600 Stellen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die wirtschaftlichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern haben sich deutlich verbessert. Die Unternehmer des Landes investieren in ihre Betriebsstätten, schaffen und sichern damit nachhaltige Arbeitsplätze. Das zeigt sich in dem erfreulichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wir werden unsere Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik konsequent weiter auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ausrichten. Das schafft mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Im Vergleich der Jahresdurchschnittswerte der Jahre 2016 und 2017 hat sich die Zahl der Arbeitslosen insgesamt von 80.389 (2016) auf 70.982 (2017) gesenkt – das entspricht einem Rückgang von 11,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist von 6.547 (2016) auf 5.879 (2017) gesunken (-10,2 Prozent); die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahren von 30.111 (2016) auf 26.843 (2017). Insgesamt 24.938 Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern derzeit langzeitarbeitslos – 15,2 Prozent weniger als im Jahr 2016.

„Dank der robusten wirtschaftlichen Entwicklung in Kombination mit den von uns initiierten Maßnahmen für den Arbeitsmarkt geht es weiter voran. Diesen Weg werden wir weiter gehen“, sagte Glawe. Der Wirtschaftsminister verwies auf Schwerpunkte der Arbeitsmarktpolitik, unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose), die Einstellung von Joblotsen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie die stärkere regionalspezifische Ausrichtung des Arbeitsmarktes.

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2017

Deutlicher saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weniger gestiegen als saisonal üblich, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Dezember: +17.000 auf 2.385.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -183.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 5,3 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist von November auf Dezember durch die einsetzende Winterpause um 17.000 auf 2.385.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse hat die Arbeitslosigkeit deutlich abgenommen und zwar um 29.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 183.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 23.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Dezember 2017 auf 3.377.000 Personen. Das waren 165.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass mehr – insbesondere geflüchtete – Menschen gefördert wurden als im Vorjahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im November auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im November saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen. Mit 44,74 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 613.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um 69.000 zugenommen. Insgesamt waren im Oktober nach hochgerechneten Angaben 32,79 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 743.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im Dezember waren 761.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 103.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 18.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Dezember 2017 um 6 Punkte auf 256 Punkte. Der Vorjahreswert wird um 31 Punkte übertroffen.

Insgesamt 707.000 Personen erhielten im Dezember 2017 Arbeitslosengeld, 50.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Dezember bei 4.272.000. Gegenüber Dezember 2016 war dies ein Rückgang von 51.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Jahresrückblick 2017: Sehr gute Entwicklung des Arbeitsmarktes

Nürnberg – Der Arbeitsmarkt hat sich 2017 sehr gut entwickelt: die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Jahresdurchschnitt zum vierten Mal in Folge gesunken, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist kräftig gestiegen, und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern hat gegenüber dem Vorjahr nochmals weiter zugelegt. Dabei hat der Arbeitsmarkt nicht zuletzt von einem breit angelegten Konjunkturaufschwung profitiert.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Jahr 2017: 2.533.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -158.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahr: -0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in Deutschland 2.533.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 158.000.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2017 durchschnittlich auf 3.517.000 Personen. Das waren 60.000 weniger als im Vorjahr. Dass die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt stärker abgenommen hat als die Unterbeschäftigung, erklärt sich mit der gestiegenen Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente, insbesondere für geflüchtete Menschen. Entsprechend verzeichneten insbesondere Maßnahmen der sogenannten Fremdförderung, in der vor allem die Teilnahme an Integrationskursen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfasst werden, einen kräftigen Zuwachs.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2017 weiter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 638.000 auf 44,27 Mio. gestiegen. Damit erreichte die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Wie schon in den Vorjahren hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2017 stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. Die übrigen Formen der Erwerbstätigkeit z.B. geringfügige Beschäftigung oder Selbstständigkeit waren weiterhin rückläufig. Im Juni 2017 waren 32,17 Mio. Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 722.000 mehr als ein Jahr davor. Die Konjunktur erklärt den kräftigen Beschäftigungsanstieg nur zum Teil. Andere Faktoren wie der sektorale Wandel, eine hohe Arbeitsmarktanspannung und Zuwanderung gewannen an Bedeutung für die Beschäftigung und führten zu einem stabilen Aufwärtstrend.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen lag im Jahresdurchschnitt 2017 bei 731.000. Das waren 75.000 mehr als im Vorjahr. Die meisten Stellenangebote richteten sich 2017 an Arbeitskräfte in den Bereichen Verkehr und Logistik, Verkauf, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Energie- und Elektrotechnik sowie Gesundheit.

Der BA-X, ein saisonbereinigter Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, zeichnete sich 2017 durch ein nahezu kontinuierliches Wachstum aus und befindet sich zum Jahresende mit 256 Punkten auf Höchstniveau. Der Vorjahreswert wird um 31 Punkte übertroffen.

Trotz der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitskräften kann man nach wie vor nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel sprechen. Gleichwohl zeigen sich eine allgemeine Anspannung und Engpässe in einzelnen technischen Berufen, bei Bauberufen sowie in einigen Gesundheits- und Pflegeberufen.

Insgesamt 745.000 Personen erhielten 2017 durchschnittlich Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als 2016.

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten betrug nach hochgerechneten Werten im Jahr 2017 im Rechtskreis SGB II rund 4.365.000. Nach Rückgängen in den vergangenen Jahren ist damit ihre Zahl wieder leicht gestiegen. Dabei geht der Anstieg hauptsächlich auf Staatsangehörige der acht Hauptherkunftsländer von Schutzsuchenden zurück. 2017 waren im Rechtskreis SGB II durchschnittlich 1.677.000 Personen (66 Prozent aller Arbeitslosen) arbeitslos gemeldet. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Arbeitsmarkt-Potentiale von Menschen mit Handicaps stärker nutzen

Schwerin – Rund 80 Prozent der arbeitslosen Schwerbehinderten in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Berufsabschluss. Diese Potenziale müssen Unternehmen nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese und der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, zukünftig angesichts wachsender Fachkräftebedarfe viel stärker als bisher erkennen und nutzen.

Ministerin Drese und Haupt-Koopmann warben im Rahmen eines Pressegesprächs in Schwerin für den Abbau von Vorurteilen. „Viele Menschen mit Schwerbehinderung sind leistungsfähig und hoch motiviert. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient“, verdeutlichte Ministerin Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern leben etwa 216.000 schwerbehinderte Menschen. Das entspricht gut 13 Prozent der Gesamtbevölkerung, bundesweit beträgt der Anteil knapp zehn Prozent. Gleichzeitig wird bis zum Jahr 2030 in MV die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren um 25 Prozent zurückgehen. Deshalb müssen nach Ansicht von Drese und Haupt-Koopmann die Erwerbsquoten unterschiedlicher Gruppen im Land erhöht werden.

Haupt-Koopmann betonte: „Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Mecklenburg-Vorpommern werben im Rahmen der aktuell laufenden ‚Aktionswoche für Menschen mit Behinderung‘ bei Arbeitgebern dafür, dass Potenzial dieser Gruppe noch stärker zu nutzen. Grundlegend ist hierfür, dass wir unsere häufig an vermeintlichen Defiziten orientierte Wahrnehmung verändern, damit wir die Ressourcen und Talente erkennen, die Menschen mit Behinderung besitzen.“ Aktuell sind 4.300 Menschen mit Handicap arbeitslos gemeldet, rund 80 Prozent von ihnen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Leider müssen sie“ – so Haupt-Koopmann – „noch immer gegen Vorbehalte und Vorurteile ankämpfen, die sich negativ auf ihre Beschäftigungschancen auswirken. Wir müssen in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere die 739 privaten Arbeitgeber (20 und mehr Beschäftigte) mit sogenannten Pflichtarbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung davon überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft ist.“

Ministerin Drese wies auf die vielfältigen Beratungs- und Förderangebote für Arbeitgeber und Menschen mit Handicap auf Landesebene und auf Ebene der Bundesarbeitsagentur hin. „So gibt es z.B. finanzielle Förderungen zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind“, verdeutlichte Drese. In Mecklenburg-Vorpommern steht das Integrationsamt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales mit Rat und Tat zur Verfügung.