Arbeitsmarkt-Potentiale von Menschen mit Handicaps stärker nutzen

Schwerin – Rund 80 Prozent der arbeitslosen Schwerbehinderten in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Berufsabschluss. Diese Potenziale müssen Unternehmen nach Ansicht von Sozialministerin Stefanie Drese und der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Margit Haupt-Koopmann, zukünftig angesichts wachsender Fachkräftebedarfe viel stärker als bisher erkennen und nutzen.

Ministerin Drese und Haupt-Koopmann warben im Rahmen eines Pressegesprächs in Schwerin für den Abbau von Vorurteilen. „Viele Menschen mit Schwerbehinderung sind leistungsfähig und hoch motiviert. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient“, verdeutlichte Ministerin Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern leben etwa 216.000 schwerbehinderte Menschen. Das entspricht gut 13 Prozent der Gesamtbevölkerung, bundesweit beträgt der Anteil knapp zehn Prozent. Gleichzeitig wird bis zum Jahr 2030 in MV die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren um 25 Prozent zurückgehen. Deshalb müssen nach Ansicht von Drese und Haupt-Koopmann die Erwerbsquoten unterschiedlicher Gruppen im Land erhöht werden.

Haupt-Koopmann betonte: „Die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Mecklenburg-Vorpommern werben im Rahmen der aktuell laufenden ‚Aktionswoche für Menschen mit Behinderung‘ bei Arbeitgebern dafür, dass Potenzial dieser Gruppe noch stärker zu nutzen. Grundlegend ist hierfür, dass wir unsere häufig an vermeintlichen Defiziten orientierte Wahrnehmung verändern, damit wir die Ressourcen und Talente erkennen, die Menschen mit Behinderung besitzen.“ Aktuell sind 4.300 Menschen mit Handicap arbeitslos gemeldet, rund 80 Prozent von ihnen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. „Leider müssen sie“ – so Haupt-Koopmann – „noch immer gegen Vorbehalte und Vorurteile ankämpfen, die sich negativ auf ihre Beschäftigungschancen auswirken. Wir müssen in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere die 739 privaten Arbeitgeber (20 und mehr Beschäftigte) mit sogenannten Pflichtarbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung davon überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft ist.“

Ministerin Drese wies auf die vielfältigen Beratungs- und Förderangebote für Arbeitgeber und Menschen mit Handicap auf Landesebene und auf Ebene der Bundesarbeitsagentur hin. „So gibt es z.B. finanzielle Förderungen zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind“, verdeutlichte Drese. In Mecklenburg-Vorpommern steht das Integrationsamt des Landesamtes für Gesundheit und Soziales mit Rat und Tat zur Verfügung.

Das Ausbildungsjahr 2016/2017 – eine Bilanz

Ministerin Hesse: Wir können es uns nicht leisten, auf leistungsschwächere Jugendliche zu verzichten

Schwerin – Jugendliche ohne Ausbildung haben in Mecklenburg-Vorpommern noch sehr gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Das geht aus den Zahlen der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit hervor. Bildungsministerin Birgit Hesse und die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, haben heute in Schwerin eine Bilanz des Ausbildungsjahres 2016/2017 gezogen. 513 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber stehen 1.339 unbesetzten Ausbildungsplätzen gegenüber.

„Auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber kommen durchschnittlich fast drei Stellenangebote“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Jugendliche, die in keinem Ausbildungsverhältnis stehen, sollten diese Gelegenheit ergreifen. Unternehmerinnen und Unternehmern rate ich, eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler in Betracht zu ziehen, die nicht unbedingt auf den ersten Blick aufgrund ihrer schulischen Leistungen für eine Ausbildung in Frage kommt. Wir können es uns nicht leisten, auf leistungsschwächere Jugendliche zu verzichten“, sagte Hesse.

Die größten Stellenbesetzungsprobleme bestehen im Hotel- und Gaststättenbereich. Dort setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Von den insgesamt 1.339 offenen Stellen konnten im Hotel- und Gaststättenbereich 427 Stellen (rd. 31,9 %) bisher nicht besetzt werden. In den Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen liegen die ersten drei Berufe im Hotel- und Gaststättenbereich: Koch/Köchin (131 offene Stellen), Hotelfachmann/frau (121), Restaurantfachmann/frau (119) und auf Platz 5 der Beruf Fachkraft im Gastgewerbe (56).

„Unternehmerinnen und Unternehmer müssen sich heute viel einfallen lassen, wenn sie junge Leute möglichst früh an ihren Betrieb binden wollen“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Dies kann über Praktikumsplätze gelingen, vielleicht auch über einen Ferienjob. Eine konkurrenzfähige Ausbildungsvergütung ist die Voraussetzung, damit sich Schulabgängerinnen und Schulabgänger für eine Ausbildung im Unternehmen interessieren. Außerdem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute wichtig. Und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen sind es auch“, so die Ministerin.

Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern im Oktober

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern im Oktober gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. 63.700 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7.200 (Rückgang um 10,2 Prozent) gesunken, die Arbeitslosenquote im Land beträgt 7,7 Prozent.

„Das ist ein ´Goldener Oktober´ für den Arbeitsmarkt bei uns im Land. Die Wirtschaft kommt voran. Das macht sich nun deutlich bemerkbar. Es zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt insgesamt mächtig in Bewegung ist. Unternehmen stellen ein und sichern bestehende Jobs. Erfreulich ist auch, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit alle Altersgruppen betrifft“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe am Donnerstag. Im Vergleich zum Vormonat September 2017 ist die Arbeitslosigkeit um 700 (-1,1 Prozent) gesunken. Die niedrigste Arbeitslosenquote liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 5,5 Prozent, die höchste Quote im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 9,6 Prozent.

„Eine Herausforderung bleibt es dennoch, gerade in den saisonabhängigen Branchen das Personal in den nun kommenden kühleren Monaten weiter zu halten. Mir ist wichtig, dass beispielsweise im Tourismus aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden. Wir verbessern die Rahmenbedingungen. Dies erreichen wir unter anderem durch stetige Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen“, so Glawe weiter. „Erst der Mix aus wetterunabhängigen Freizeitangeboten, unberührter Natur und abwechslungsreichen Übernachtungsmöglichkeiten macht unser Land unverwechselbar. Mehr Gäste sichern perspektivisch auch mehr Jobs in den Unternehmen in der Hotellerie, Gastronomie und im Dienstleistungsbereich.“

„Die Konjunktur läuft. Der Zuwachs bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs hält weiter an“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe abschließend. Derzeit gibt es – aktuelle Zahlen aus dem August – insgesamt 570.200 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (+7.400 oder 7,8 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Gesundheits- und Sozialwesen 2.700 Stellen, im verarbeitenden Gewerbe +900, im Handel +900 und bei den Dienstleistungen +1.000 weitere Arbeitsplätze entstanden.

Trotz der guten Entwicklung machte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe deutlich, dass die heimische Wirtschaft auch künftig auf Förderung bei Investitionen angewiesen ist. Die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ist eine wesentliche Unterstützung dabei, dass Mecklenburg-Vorpommern als Investitionsstandort sowohl im Vergleich zum übrigen Inland als auch im Vergleich zum Ausland konkurrenzfähig bleibt. „Wir setzen uns weiter für ein gesamtdeutsches Fördersystem in strukturschwachen Regionen ein, welches die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärkt und Lebensverhältnisse im Bundesgebiet angleicht. Der regionale Bedarf und nicht die Himmelsrichtung müssen bei der Frage der Förderung entscheidend sein“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe abschließend.

Seit 1990 wurden im Rahmen der GRW für die gewerbliche Wirtschaft rund 9.400 Investitionsvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 19,6 Milliarden Euro bewilligt. Das Wirtschaftsministerium hat Investitionszuschüsse in Höhe von über 4,3 Milliarden Euro ausgereicht. Durch Investitionsvorhaben im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 97.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) nimmt eine herausragende Position in der Investitionsförderung ein. Ziel des Bund-Länder-Programms ist es, strukturschwache Regionen zu stärken und eine Angleichung der Lebensverhältnisse in Deutschland herbeizuführen.

Arbeitsmarkt M-V im September 2017

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern im September gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 7,8 Prozent. Aktuell sind 64.400 Menschen arbeitslos, das sind 7.800 (-10,8 Prozent) weniger im Vergleich zum September des Vorjahres; gegenüber dem Vormonat August sind es 2.200 weniger (-3,3 Prozent).

„Die Belebung am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Die Zahl der offenen Stellen steigt und auch die Nachfrage nach Fachkräften hält an. Trotz der verbesserten Zahlen auf dem Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Herausforderung, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Wir haben Potential für noch mehr Ansiedlungen. Besonders im verarbeitenden Gewerbe haben wir noch Nachholbedarf. Wir werben weiter intensiv um Investoren, um im Ergebnis zu mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Jede Neuansiedlung im Gewerbegebiet schafft und sichert Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt aktuell – es liegen Juli-Daten vor – bei 568.100. Das sind 9.100 (+1,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. Zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze sind vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.200), im Handel (+1.200) und im Bereich Logistik (+900) entstanden. Mit der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung einher geht die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen. Seit Jahresbeginn wurden 38.700 (+8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert) sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet. „Wichtig ist die weitere Belebung von Industriegebieten im Land. Hier setze ich auch auf die Ansiedlungseffekte, die durch Neuansiedlungen oder Erweiterungen entstehen“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Kommende Woche (Freitag, 06. Oktober 2017) ist Richtfest bei der Firma BVS Blechtechnik GmbH. Die Firma siedelt sich neu in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin an. Das Unternehmen stammt aus Böblingen (Baden-Württemberg) und hat sich auf Feinblechverarbeitung spezialisiert. Im Industriepark Schwerin ist der Bau einer Betriebsstätte geplant. Bis zu 25 neue Jobs entstehen hier mittelfristig im verarbeitenden Gewerbe. „Ein wichtiges Entscheidungskriterium, neben den hervorragenden Standortbedingungen bei uns im Land, war die Partnerschaft mit dem in Schwerin angesiedelten Unternehmen ZIM Flugsitz GmbH, einem Hersteller von Flugzeugsitzen“, erläuterte Glawe.

Von dem anhaltenden Beschäftigungsaufbau profitieren auch jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren. Derzeit sind 6.000 von ihnen arbeitssuchend gemeldet, das sind 7,4 Prozent weniger (500) im Vergleich zum Vormonat. „Die berufliche Ausbildung ist für junge Menschen der Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung, zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie zur Sicherung der eigenen Beschäftigungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich wird dadurch der Fachkräftenachwuchs für Mecklenburg-Vorpommern gesichert“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de), in der das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern des Landes gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern werben. Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ können Interessierte gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika und Unternehmen zu suchen. Zudem stehen Details zu einzelnen Ausbildungen sowie die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen und der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern bereit.

Der Arbeitsmarkt im September 2017: Herbstbelebung setzt stärker ein als üblich

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv. Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit im September stärker als üblich abgenommen. Die Beschäftigung wächst weiter und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt in diesem Monat kräftig.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im September: -96.000 auf 2.449.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -159.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Infolge der einsetzenden Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von August auf September um 96.000 auf 2.449.000 gesunken. Der Rückgang fiel stärker aus als üblich. Deshalb hat die Arbeitslosigkeit auch bereinigt um die saisonalen Einflüsse abgenommen und zwar um 23.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 159.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt um 20.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im September 2017 auf 3.406.000 Personen. Das waren 118.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im August auf 1,60 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 64.000 gestiegen. Mit 44,50 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 692.000 höher aus. Der Anstieg geht allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück.

Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Juni auf Juli saisonbereinigt um 57.000 zugenommen. Insgesamt waren im Juli nach hochgerechneten Angaben 32,15 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 888.000 mehr als ein Jahr zuvor. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Anstieg überzeichnet ist, weil der Vorjahreswert aufgrund von Datenverarbeitungsfehlern um schätzungsweise 120.000 untererfasst ist.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt auf anhaltend hohem Niveau weiter an. Im September waren 773.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 86.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im September 2017 um 4 Punkte auf 244 Punkte. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 24 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 684.000 Personen erhielten im September 2017 Arbeitslosengeld, 42.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im September bei 4.337.000. Gegenüber September 2016 war dies ein Anstieg von 31.000 Personen. 8,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Arbeitsmarkt in M-V im August 2017

Schwerin – Die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern liegt im August 2017 bei 8,1 Prozent – insgesamt waren nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit 66.600 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 7.700 weniger als im August des Vorjahres.

„Die Wirtschaft im Land kommt weiter voran. Das macht sich vor allem durch Erweiterungen der ansässigen Unternehmen, aber auch durch einige Neuansiedlungen im Land bemerkbar. Im verarbeitenden Gewerbe entstehen Jobs. Gefragt sind wir zunehmend im Bereich Logistik. Ein Wettbewerbsvorteil sind unsere gut ausgebauten Gewerbegebiete mit attraktiver Lage zum Beispiel an den Autobahnen. Der Standortvorteil macht sich bemerkbar“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Als Beispiele nannte der Minister die neu entstehenden Logistikzentren in Fahrbinde (Raben Group) und in Ludwigslust (Fenix Outdoor Logistics GmbH). „An beiden Standorten entstehen über 160 Jobs in den kommenden Monaten“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe weiter. Das Gewerbegebiet Pommerndreieck wird aktuell gerade ausgebaut. Im Industriepark Schwerin plant die BVS Blechtechnik GmbH eine Produktion zur Feinblechverarbeitung. Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Ypsomed plant, im Herbst den Spatenstich für eine Produktion von Injektionssystemen für Diabetiker zu setzen.

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen bestätigen den Trend: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern (aktuellste Zahlen Juni 2017) liegt bei 567.000, das sind 8.400 mehr (+1,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.400) sowie im Handel und in der Logistik (jeweils +900) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

Ende August sind rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Vor allem in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes (Koch/Köchin: 262 freie Plätze, Restaurantfachmann/-frau: 252) sowie im Einzelhandel (Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 189) bieten die Unternehmen Ausbildungsplätze. Auch im Handwerk (Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik: 81, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik: 79) haben Jugendliche noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. „Die Unternehmen des Landes bieten unversorgten Bewerbern die Möglichkeit, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu starten. Da heißt es zugreifen, denn eine qualifizierte Berufsausbildung ist der Grundstein für den weiteren Weg in die Zukunft“, sagte Glawe.

Im Rahmen der Kampagne „Durchstarten in MV“ läuft weiterhin die Last Minute-Aktion für einen Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Ausbildungssuchende können im Azubi-Atlas mit einem besonderen Last Minute-Filter alle teilnehmenden Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu vergeben haben. Die Angebote sind mit dem Last Minute-Symbol – einem roten Wecker – deutlich sichtbar hervorgehoben.

Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit mehr als 1.380 Unternehmen mit rund 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 500 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden.

Weitere Informationen gibt es zur Last Minute-Aktion auch im Facebook- und im Instagram-Kanal der Kampagne. Die Initiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt seit Oktober 2009 für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Arbeitsmarkt M-V im Juli 2017

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern waren im Juli 2017 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.200 Menschen arbeitslos gemeldet; 9.400 weniger als im Juli des Vorjahres (-12,7 Prozent). Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent. Damit liegt der Wert erstmals seit der Wiedervereinigung unter acht Prozent. „Wir sind auf einem guten Weg. Mecklenburg-Vorpommern hat an Wirtschaftskraft gewonnen und das spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Unsere Unternehmen sind mit Aufträgen gut ausgelastet, investieren in ihre Betriebsstätten und Kapazitätserweiterungen. Dafür werden gut qualifizierte und motivierte Fachkräfte im Land gebraucht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Mecklenburg-Vorpommern (es liegen Mai-Daten vor) ist im Vergleich zum Vorjahr um 7.700 (+1,4 Prozent) gestiegen – von 558.400 auf 566.100. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.300) sowie in der Logistikbranche (+900) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Seit Januar 2017 wurden den Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter insgesamt 30.700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 2.300 (+8,1 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Es zeigt sich, dass die konsequente Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf den ersten Arbeitsmarkt der richtige Weg ist. So entstehen nachhaltige Arbeitsplätze. Um diesen Trend weiter zu stärken, werden wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung des Arbeitsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern. Gegenwärtig wird eine differenzierte Analyse der regionalen und sektoralen Arbeitsmärkte in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Die Landesregierung setzt über vier Regionalbeiräte räumlich entsprechend den Planungsregionen Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg sowie mit Hilfe von mehreren Förderinstrumenten, wie beispielsweise „Strukturentwicklungsmaßnamen“, „Integrationsprojekte“, „Familiencoachprojekte“ und „Kleinprojekte“, eine regionalspezifische Arbeitsmarktförderung um. Deshalb werden die den vier Regionalbeiräten zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) um vier Millionen Euro aufgestockt für Strukturentwicklungsmaßnamen und Integrationsprojekte.

Darüber hinaus erhalten die Regionalbeiräte aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) künftig so genannte Regionalbudgets. Je Beirat und Jahr werden 300.000 Euro zur Verfügung stehen; über zunächst drei Jahre werden dies dann 3,6 Millionen Euro sein. Eine Qualifizierungsoffensive unterstützt Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks bei der anforderungsgerechten Schulung ihrer Mitarbeiter. „Es ist jetzt für Unternehmen das wichtigste, mit kluger Fachkräftegewinnung, attraktiver Fachkräftebindung und verstärktem Ausbildungsmarketing die Voraussetzungen zu schaffen, um langfristig mit einem qualifizierten Team weiter erfolgreich zu sein“, sagte Glawe.

Bei der Bundesagentur für Arbeit sind derzeit für Mecklenburg-Vorpommern noch rund 4.200 unbesetzte Ausbildungsplätze gemeldet, hingegen gibt es 2.700 unversorgte Jugendliche. Vor allem Ausbildungsstellen zum Koch/zur Köchin (297 freie Plätze), Restaurantfachmann/-frau (277), Hotelfachmann/-frau (256) und Verkäufer/-in (231) gilt es zu besetzen. „Wir haben ausgezeichnete Berufsstart-Chancen und Karriereperspektiven für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Wer jetzt noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, dem kann geholfen werden. Viele Unternehmen im Land bieten auch kurzfristig noch Stellen an“, sagte Glawe.

Der Minister verwies auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de), in der das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den drei Industrie- und Handelskammern des Landes über attraktive Ausbildungsplatzangebote informiert. Derzeit läuft dort eine Last Minute-Aktion für Ausbildungsplätze – mehr als 320 Ausbildungsplätze von 155 Unternehmen für einen Berufsstart in diesem Jahr sind dort eingestellt. Die Angebote sind mit einem speziellen Symbol – dem roten Wecker – gekennzeichnet.

Neu ist ein Angebot für Unternehmen und Ausbildungsinteressierte. Jeden Mittwoch von 10 bis 14 Uhr ist ein Live-Chat für alle Fragen rund um das Thema Ausbildung freigeschaltet.

Arbeitslosigkeit nimmt aus jahreszeitlichen Gründen zu

Nürnberg – „Die Nachrichten vom Arbeitsmarkt sind positiv: Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat im Juli aus jahreszeitlichen Gründen zwar zugenommen, saisonbereinigt gab es aber einen Rückgang. Die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt auf hohem Niveau weiter an.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juli: +45.000 auf 2.518.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -143.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Juni auf Juli um 45.000 auf 2.518.000 zugenommen. Bereinigt um die jahreszeitlich üblichen Einflüsse ist die Arbeitslosigkeit um 9.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren 143.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist saisonbereinigt mit einem Rückgang von 8.000 in ähnlichem Umfang gesunken wie die Arbeitslosigkeit. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juli 2017 auf 3.508.000 Personen. Das waren 53.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist sie im Vorjahresvergleich weniger stark zurückgegangen als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juni auf 1,56 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,6 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juni saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 gestiegen. Mit 44,38 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 670.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von April auf Mai saisonbereinigt um 75.000 zugenommen. Insgesamt waren im Mai nach hochgerechneten Angaben 32,14 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 744.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juli waren 750.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 76.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 11.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juli 2017 um 3 Punkte auf einen neuen Höchstwert von 238 Punkten. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 21 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 728.000 Personen erhielten im Juli 2017 Arbeitslosengeld, 33.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juli bei 4.409.000. Gegenüber Juli 2016 war dies ein Anstieg von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich 512.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden ebenfalls 512.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Bundesweit zeigen sich damit zwar Ausbildungsstellen- und Bewerberzahl rechnerisch ausgeglichen. Wie in den Vorjahren treten aber Disparitäten zu Tage, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz hängen neben Region oder Qualifikation sehr vom Berufswunsch ab. Deutschlandweit waren im Juli 2017 die meisten noch unbesetzten Ausbildungsstellen gemeldet für angehende Kaufleute im Einzelhandel (13.000 Ausbildungsangebote), Verkäufer (11.000) und Köche (6.000). Insgesamt standen im Juli 2017 bundesweit 179.000 unbesetzten Ausbildungsstellen 151.000 noch unversorgte Bewerber gegenüber. Bezieht man die Zahl der „Bewerber mit Alternative“, die zusätzlich zu den unversorgten Bewerbern im Juli 2017 noch eine Ausbildung suchten, mit ein, waren 16.200 mehr gemeldete Bewerber auf Ausbildungssuche als unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet waren.

Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung. Bis September werden erfahrungsgemäß noch viele bislang unversorgte Bewerber eine Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen noch besetzt werden.

Arbeitsmarkt M-V Juni 2017

Schwerin – Der Arbeitslosigkeit ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter zurückgegangen. Im Land waren im Juni nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.900 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 9.900 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 8,0 Prozent (Vorjahresmonat Juni: 9,2 Prozent). „Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Die Konjunktur läuft. Erfreulich ist auch, dass der Abbau der Arbeitslosigkeit alle Altersgruppen betrifft. Dies sind auch Zeichen für eine Belebung der regionalen Wirtschaft im Land. Der Tourismus zieht an. Wichtig ist mir, dass in dieser Branche aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden. Dies erreichen wir u.a. durch Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. „Wir wachsen weiter im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Deutlich wird dabei, dass vor allem im Bereich der Gesundheitswirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe mehr Jobs entstehen. Ziel bleibt es, durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.“

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe machte bei Betrachtung der Arbeitsmarktzahlen auf die regionalen Unterschiede aufmerksam. „Hier müssen wir ansetzen. In Vorpommern und in Teilen Mecklenburgs variieren die Zahlen im Vergleich zu Westmecklenburg deutlich. Hier müssen wir die Stellschrauben in der regionalspezifischen Arbeitsmarktförderung anziehen und die Förderung spezifischer machen“, erläuterte der Minister. Neue Fördermöglichkeiten werden im Rahmen des Arbeitsmarktforums am Montag in Stralsund vorgestellt (Pressegespräch: 09:45 Uhr im Stralsunder Rathaus, Raum Stadtwaage). Im Landkreis Ludwigslust liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 5,7 Prozent. Das ist die niedrigste Quote im Land. Im Landkreis der Mecklenburgischen-Seenplatte ist die Quote mit 10,0 Prozent am höchsten.

Im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hält der Trend weiter an. „Es gibt deutlich mehr Jobs“, sagte Arbeitsminister Glawe 8.200 zusätzliche Arbeitsplätze sind im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (+1,5 Prozent, Stand: April – aktuellste Zahlen). Beschäftigungszuwächse gab es unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen (+3.400), dem verarbeitenden Gewerbe (+1.600), dem Gastgewerbe (+1.300) sowie im Bereich Logistik (+900).

Auch die Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist im Juni 2017 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,5 Prozent gesunken. „Das ist ein Beleg dafür, dass mehr junge Menschen ihre beruflichen Perspektiven bei uns im Land suchen. Wir haben ein breites Angebot an Möglichkeiten, müssen teilweise noch intensiver darauf aufmerksam machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 4.909 unbesetzte Ausbildungsplätze in MV. Dem stehen 3.448 unversorgte Bewerber gegenüber. Der Minister machte in diesem Zusammenhang auf die mit den Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführte Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) aufmerksam. „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Es präsentieren sich 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen im Azubi-Atlas. Der Eintrag ist für die Unternehmen kostenlos.

Der Arbeitsmarkt im Juni 2017: Schwächere Entwicklung am Ende der Frühjahrsbelebung

Nürnberg – „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni aus saisonalen Gründen weiter zu-rückgegangen. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -25.000 auf 2.473.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -142.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von Mai auf Juni um 25.000 auf 2.473.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich aber ein leichter Anstieg von 7.000 im Vergleich zum Vormonat. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters am Ende der Frühjahrsbelebung aufgewogen werden. Gegenüber dem Vorjahr waren 142.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt ebenfalls um 7.000 erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf 3.496.000 Personen. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegen-über dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Mai auf 1,57 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 36.000 gestiegen. Mit 44,16 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 648.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April saisonbereinigt um 37.000 zugenommen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben 32,03 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 727.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im Juni waren 731.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 9.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im Juni 2017 um 3 Punkte auf 235 Punkte. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von +19 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 685.000 Personen erhielten im Juni 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.424.000. Gegenüber Juni 2016 war dies ein Anstieg von 106.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000) und Kaufleute für Büromanagement (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungs-markt ist im Juni aber noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Mecklenburg-Vorpommern für Logistikbranche noch attraktiver

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern weist den niedrigsten Wert in einem Mai seit 1991 auf. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 67.600 Menschen arbeitslos gemeldet, 11.100 weniger als im Mai des Vorjahres (-14,1 Prozent). „Erstmals sind wir in der Landesgeschichte unter die Marke von 70.000 Arbeitslosen gesunken. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, aber kein Grund zum Ausruhen. Die Werften haben volle Auftragsbücher, Firmen erweitern oder siedeln sich neu an, das Handwerk brummt im Land. Auch die Gesundheitswirtschaft erweist sich weiter als Jobmotor. Wir müssen alles tun, um die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten. Dazu zählt insbesondere auch, das Exportgeschäft weiter anzukurbeln. In Zeiten schrumpfender Binnenmärkte ist es nötig, frühzeitig neue Absatzmärkte zu erschließen“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe ging auch auf die Herausforderungen ein. „Die wirtschaftliche Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens hängt nicht nur von Produktions-, Absatz- oder Wettbewerbsbedingungen ab, sondern zunehmend von gut qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Es ist absolut notwendig, durch kluge Fachkräftebindung sowie Fachkräftegewinnung und verstärktes Ausbildungsmarketing Arbeitskräfte und Auszubildende frühzeitig in unserem Land zu binden. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Mit der Qualifizierungsoffensive für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks wollen wir auch ein Zeichen auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt setzen. Spezialisierung und Fachwissen werden immer gefragter. Mit der Bürgerarbeit haben wir gemeinsam mit den Jobcentern die Möglichkeit neben kommunalen Arbeitgebern, erstmals auch in Unternehmen Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Die Programme Qualifizierungsoffensive und Bürgerarbeit sind in Arbeit. Beide sollen noch in diesem Sommer starten.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse – aktuellste Zahlen aus dem März – weisen ein deutliches Plus auf. Sie liegen bei 554.400 Beschäftigten. Das sind 6.900 Jobs (+1,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Der Trend hält an. Der Bedarf an Beschäftigten auf dem ersten Arbeitsmarkt wächst. Das ist ein positives Zeichen, dass es weiter aufwärts geht“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.900) und sowie in der Logistik (+900) und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (+800).

Wirtschaftsminister Glawe warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. Aktuell gibt es noch 5.300 unbesetzte Ausbildungsplätze, dem stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 4.000 unversorgte Bewerber gegenüber. „In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.300 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen veröffentlicht. Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Glawe.

Die Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommern bietet den Unternehmen der Logistikbranche einen neuen Service an. Zur „9. Branchenkonferenz Logistikwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ am Donnerstag (1.6.2017) in Rostock-Warnemünde wird der Logistikatlas (www.logistik-in-mv.de ) freigeschaltet, den die Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit dem IT-Unternehmen Planet IC entwickelt hat. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung hat das Projekt finanziell und inhaltlich unterstützt. Für die Arbeit stellte es 30.000 Euro bereit. „Mit dem Logistikatlas erhöhen wir weiter die Attraktivität von Mecklenburg-Vorpommern als Logistikstandort“, sagte Minister Christian Pegel. Michael Kremp, Vorstandsvorsitzender der Logistikinitiative, erklärte: „Wir freuen uns mit dem digitalen Logistikatlas ein Alleinstellungsmerkmal für unsere Branche entwickelt zu haben.“

Der Logistikatlas Mecklenburg-Vorpommern informiert über Struktur und Bedeutung der Branche, die im Jahr 2014 mehr als 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählte. Er gibt einen Überblick über die logistischen Stärken und informiert über die Standortqualitäten des Landes sowie der Landkreise und Städte. Außerdem führt der Atlas die einzelnen Logistikunternehmen auf sowie ausgewählte Aus- und Weiterbildungsstätten der Branche. Auf einer dynamischen Karte sind unter anderem die Häfen und Verkehrswege zu sehen. Aktuell sind mehr als 350 Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Bildung über den Atlas abrufbar. Im nächsten Jahr wird er durch die Aufnahme von Gewerbestandorten ergänzt.

Insbesondere richtet sich der Logistikatlas an Unternehmen und Investoren aus der Verlade- und Transportwirtschaft. Auch wer einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz sucht, findet hier wichtige Informationen.

„Der Logistikatlas hilft, schnell den richtigen Ansprechpartner zu finden“, sagte Minister Christian Pegel. „Das gibt der Logistikbranche in unserem Land einen weiteren Schub.“

Arbeitsmarkt Mai in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern weist den niedrigsten Wert in einem Mai seit 1991 auf. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 67.600 Menschen arbeitslos gemeldet, 11.100 weniger als im Mai des Vorjahres (-14,1 Prozent). „Erstmals sind wir in der Landesgeschichte unter die Marke von 70.000 Arbeitslosen gesunken. Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, aber kein Grund zum Ausruhen. Die Werften haben volle Auftragsbücher, Firmen erweitern oder siedeln sich neu an, das Handwerk brummt im Land. Auch die Gesundheitswirtschaft erweist sich weiter als Jobmotor. Wir müssen alles tun, um die Wirtschaft weiter am Laufen zu halten. Dazu zählt insbesondere auch, das Exportgeschäft weiter anzukurbeln. In Zeiten schrumpfender Binnenmärkte ist es nötig, frühzeitig neue Absatzmärkte zu erschließen“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe ging auch auf die Herausforderungen ein. „Die wirtschaftliche Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens hängt nicht nur von Produktions-, Absatz- oder Wettbewerbsbedingungen ab, sondern zunehmend von gut qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Es ist absolut notwendig, durch kluge Fachkräftebindung sowie Fachkräftegewinnung und verstärktes Ausbildungsmarketing Arbeitskräfte und Auszubildende frühzeitig in unserem Land zu binden. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Mit der Qualifizierungsoffensive für Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks wollen wir auch ein Zeichen auf dem sich wandelnden Arbeitsmarkt setzen. Spezialisierung und Fachwissen werden immer gefragter. Mit der Bürgerarbeit haben wir gemeinsam mit den Jobcentern die Möglichkeit neben kommunalen Arbeitgebern, erstmals auch in Unternehmen Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, erläuterte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Die Programme Qualifizierungsoffensive und Bürgerarbeit sind in Arbeit. Beide sollen noch in diesem Sommer starten.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse – aktuellste Zahlen aus dem März – weisen ein deutliches Plus auf. Sie liegen bei 554.400 Beschäftigten. Das sind 6.900 Jobs (+1,3 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. „Der Trend hält an. Der Bedarf an Beschäftigten auf dem ersten Arbeitsmarkt wächst. Das ist ein positives Zeichen, dass es weiter aufwärts geht“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.400), im verarbeitenden Gewerbe (+1.900) und sowie in der Logistik (+900) und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen (+800).

Wirtschaftsminister Glawe warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. Aktuell gibt es noch 5.300 unbesetzte Ausbildungsplätze, dem stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 4.000 unversorgte Bewerber gegenüber. „In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.300 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen veröffentlicht. Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Glawe. Die Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Informationsoffensive wird vom Wirtschaftsministerium und den Industrie- und Handelskammern MV unterstützt.

Der Arbeitsmarkt im Mai 2017: Anhaltend günstige Entwicklung

Nürnberg – „Bei guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt weiter günstig. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Mai weiter zurückgegangen und die Beschäftigung ist erneut kräftig gewachsen. Auch die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich weiterhin auf sehr hohem Niveau.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -71.000 auf 2.498.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -166.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von April auf Mai um 71.000 auf 2.498.000 abgenommen. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 9.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 166.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 13.000 verringert. Insgesamt belief sie sich im Mai 2017 auf 3.526.000 Personen. Das waren 24.000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,78 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 4,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 31.000 gestiegen. Mit 43,98 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 652.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Februar auf März saisonbereinigt um 48.000 zugenommen. Insgesamt waren im März nach hochgerechneten Angaben 31,93 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 734.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf sehr hohem Niveau. Im Mai waren 714.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 60.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – blieb im Mai 2017 unverändert bei 231 Punkten. Im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 15 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im Mai 2017 Arbeitslosengeld, 53.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.418.000. Gegenüber Mai 2016 war dies ein Anstieg von 97.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis Mai 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 467.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 3.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 480.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 2.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel (29.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (20.000) und Kaufleute für Büromanagement (20.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im Mai aber noch in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.

Arbeitsmarkt im April in Mecklenburg-Vorpomnmern

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern waren im April 72.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 12.200 Arbeitslose weniger (-14,5 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,7 Prozent. „Erstmals sind wir auch in einem April unter die magische 10 Prozent-Marke im Bereich der Arbeitslosenquote gekommen. „Der Arbeitsmarkt erweist sich insgesamt als robust. Die Konjunktur nimmt Fahrt auf. Die Nachfrage an Fachkräften steigt. Auffallend ist ein leichter Trend. Die saisonalen Effekte der Beschäftigung werden auch im Tourismus kleiner. Das bedeutet, dass mehr ganzjährige Beschäftigung entsteht. Mehr Menschen sind unabhängig vom touristischen Saisonstart in Arbeit“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit am Mittwoch in Schwerin. Im Vergleich zum Vormonat März ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, die Arbeitslosigkeit um 7.400 (-9,3 Prozent) gesunken.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2017 – bei 548.400 Beschäftigten. „Es entstehen mehr Jobs auch in den noch kühlen Monaten. Neben dem Tourismus wächst der Bedarf auch in anderen Bereichen, wie im verarbeitenden Gewerbe (+2.000 sozialversicherungspflichtige Stellen), Gastgewerbe (+1.100), Dienstleistungen sowie in der Gesundheitswirtschaft (+3.500)“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise die Forst- und Fischereiwirtschaft (-600 Stellen) sowie die öffentliche Verwaltung und Sozialversicherungen (-500).

Die Investitionen in die Infrastruktur der vergangenen Jahre machen sich immer mehr bemerkbar. Hierzu zählen insbesondere der Ausbau der Autobahnen und die Erschließung der Gewerbegebiete. „Einige Gewerbestandorte haben noch Potential für Ansiedlungen neuer Unternehmen oder für Erweiterungen bereits ansässiger Unternehmen. Wir wollen die Gewerbestandorte Pasewalk und das Pommerndreieck noch intensiver vermarkten. An einer Vermarktungsoffensive wird gearbeitet. Darüber hinaus gilt es, die Hafen- und Wirtschaftsstandorte weiter zu entwickeln, das Handwerk zu stärken und die Gesundheitswirtschaft weiter auszubauen. Wir arbeiten daran, die Rahmenbedingungen stetig weiter zu verbessern“, sagte Glawe weiter.

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ intensiv zu nutzen. In unserem Azubi-Atlas sind Kontaktmöglichkeiten von über 1.350 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in mehr als 300 Berufen veröffentlicht. „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 5.900 offene Ausbildungsstellen gemeldet. Ihnen stehen 4.400 unversorgte Bewerber gegenüber. „Im Hotellerie- und Gastronomiebereich ist die Not am größten. Hier werden am meisten Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (348 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 606 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (125 unbesetzte Plätze). 318 Auszubildende werden als Kaufmännern/-frauen im Einzelhandel gesucht.

„Durchstarten in MV“ ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes. Sie wirbt für Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Arbeitsmarkt im April 2017: Gute Entwicklung setzt sich fort

Nürnberg – „Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im April erneut deutlich gesunken. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt setzt sich damit fort.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -93.000 auf 2.569.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -175.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent

Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von März auf April um 93.000 auf 2.569.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im April um 100.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 15.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 175.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im April 2017 auf 3.603.000 Personen. Das waren 8.000 mehr als vor einem Jahr. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,70 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 4,0 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kräftig zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 42.000 gestiegen. Mit 43,82 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 638.000 höher aus. Der Anstieg geht vor allem auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 56.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 31,77 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 717.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Kräftenachfrage wächst auf hohem Niveau dynamisch weiter. Im April waren 706.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 66.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 10.000 erhöht. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – stieg im April 2017 um 3 auf 231 Punkte. Auch im Vorjahresvergleich fällt der Abstand mit einem Plus von 20 Punkten weiterhin sehr deutlich aus.

Insgesamt 750.000 Personen erhielten im April 2017 Arbeitslosengeld, 41.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.422.000. Gegenüber April 2016 war dies ein Anstieg von 95.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Die Situation am Ausbildungsmarkt zeigt sich im Beratungsjahr 2016/17 stabil. Von Oktober 2016 bis April 2017 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 443.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 463.000 Ausbildungsstellen gemeldet, ebenfalls 4.000 mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (28.000), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.900) und Kaufleute für Büromanagement (18.900). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2016/17 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren. Der Ausbildungsmarkt ist im April aber noch deutlich in Bewegung. Deshalb ist es für eine fundierte Bewertung zu früh.