Der Arbeitsmarkt im August 2018 – Günstige Entwicklung hält an

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig. Die Arbeitslosigkeit hat im August erwartungsgemäß leicht zugenommen. Die Zunahme war jahreszeitlich bedingt; saisonbereinigt haben sich Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verringert.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im August: +26.000 auf 2.351.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -194.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,1 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent

Im Zuge der Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit von Juli auf August um 26.000 auf 2.351.000 gestiegen. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den August ein Rückgang um 8.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 194.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 18.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im August 2018 bei 3.236.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Juli auf 1,44 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Juli saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 46.000 erhöht. Mit 44,95 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 574.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 704.000 gestiegen. Insgesamt waren im Juni nach hochgerechneten Angaben der BA 32,87 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Danach hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Mai auf Juni saisonbereinigt um 55.000 zugenommen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin sehr hoch. Im August waren 828.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 62.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen nicht verändert. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im August 2018 nach dem Anstieg im letzten Berichtsmonat wieder um 3 Punkte auf 252 Punkte zurückgegangen. Der Vorjahreswert wird um 11 Punkte übertroffen.

Insgesamt 699.000 Personen erhielten im August 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im August bei 4.139.000. Gegenüber August 2017 war dies ein Rückgang von 229.000 Personen. 7,6 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Für Ausbildungssuchende haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle rechnerisch weiter verbessert. Von Oktober 2017 bis August 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 521.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren seit Oktober 548.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 23.000 mehr als vor einem Jahr. Von den Ausbildungssuchenden waren 91.000 im August noch unversorgt. Zusätzlich waren noch 49.000 Bewerber, die bereits eine Alternative haben, weiterhin auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Demgegenüber waren im August noch 149.000 unbesetzte Ausbildungsstellen zu vermitteln. In den nächsten Wochen werden erfahrungsgemäß noch bislang unversorgte Bewerber eine Ausbildung oder eine Alternative finden und Ausbildungsstellen besetzt werden. Wie in den Vorjahren zeigen sich jedoch auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Der Arbeitsmarkt im August in M-V

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich auch im August insgesamt im Vergleich weiter positiv entwickelt. In Mecklenburg-Vorpommern waren im August 2018 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 61.500 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 5.100 Arbeitslose weniger als im August 2017. Das entspricht aktuell einer Quote von 7,5 Prozent.

„Die Sommermonate beleben den Arbeitsmarkt im ganzen Land. Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt gewandelt. Das macht die Herausforderungen deutlich. Unternehmen, Branchen und Regionen stehen in immer stärkerem Wettbewerb um qualifizierte sowie motivierte Arbeits- und Fachkräfte“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Im Vergleich zum Juli dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen um 900 (1,5 Prozent) angestiegen.

Wirtschaftsminister Glawe rief die heimische Wirtschaft auf, weiter in den eigenen Personalbestand zu investieren. „Die Potentiale, die der Arbeitsmarkt bietet, können noch besser erschlossen werden, um die Bedarfe weiter decken zu können. Entscheidend ist es, Frauen und Männer in existenzsichernde und nachhaltige Erwerbstätigkeit zu bringen“, so Glawe. Der Minister warb für das Programm Bürgerarbeit. Mit der Bürgerarbeit wollen Wirtschaftsministerium und Jobcenter gemeinsam die Möglichkeit schaffen, Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Neben den Kommunen können sich erstmals auch Unternehmen daran beteiligen. „Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, über zahlreiche Integrationsprojekte in den Regionen Arbeitslose in Arbeit zu bringen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

„Hauptaufgabe ist es in vielen Branchen, insgesamt zu mehr ganzjähriger Beschäftigung zu kommen. Wer einen Arbeitsplatz 12 Monate im Jahr im Land hat, bleibt sicher auch gern in der Heimat. Wichtig ist, dass sich wachsender Umsatz auch kontinuierlich beim Halten oder bei Neueinstellungen der Beschäftigten niederschlägt.“

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze liegt – aktuellste Zahlen Juni 2018 – in Mecklenburg-Vorpommern bei 574.900. Das sind 7.300 (+1,3 Prozent) mehr Jobs im Vergleich zum Vorjahr. „Was besonders auffällt, ist die Kontinuität der Entwicklung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst bei uns im Land. Insbesondere im Baugewerbe (+800 Stellen), in der Gesundheitswirtschaft (+3.100), im Dienstleistungsbereich (+1.400) sowie im Handel (+900) gibt es mehr Jobs. Allein in den vergangenen fünf Jahren sind 31.300 sozialversicherungspflichtige Jobs im Land hinzugekommen. Der Trend hält weiter an“, so Glawe.

Ende August sind 3.700 Ausbildungsstellen (+9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch nicht besetzt, 1.900 Bewerber (-0,8 Prozent) sind noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Minister Glawe wirbt dafür, die Attraktivität der eigenen Unternehmen noch intensiver zu vermarkten. „Junge Menschen müssen noch intensiver die Ausbildungs- und Arbeitsmarktmöglichkeiten in ihrer Region kennenlernen. Jeder Jugendliche hat eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung verdient“, betonte Arbeitsminister Glawe weiter. Als Beispiele nannte er Auftritte auf Berufsorientierungsmessen, Kontakte mit Schulen vor Ort sowie die Möglichkeit, auch Praktikumsplätze und Ferienjobs anzubieten.

Auf der Internetseite der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) werden Ausbildungsmöglichkeiten veröffentlicht. Schulabgänger erhalten mit dem „Azubi-Atlas“ die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen und Unternehmen zu suchen. Eine Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. „Auf dem Portal können sich Ausbildungsinteressierte schnell und unkompliziert informieren, wo es Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der gewünschten Region gibt“, so Glawe weiter.

Im Azubi-Atlas sind über 1.400 Firmen mit mehr als 3.100 Ausbildungsangeboten in 272 Berufen vertreten. Die Umkreissuche ermöglicht auch die gezielte Ausbildungsplatzsuche nahe des Heimatortes. Hier sind unterschiedliche Entfernungen von 0 bis 250 Kilometer vom Wohnort wählbar. Unternehmen können sich kostenfrei auf der Internetseite anmelden und durchstarten-in-mv.de für ihr Azubimarketing nutzen. Echte Durchstarter-Geschichten im Video-Format stellen Azubis und engagierte Ausbildungsbetriebe aus MV vor, Bewerbungstipps geben Hilfestellung für einen erfolgreichen Berufseinstieg und aktuelle Nachrichten. Die Online-Plattform bietet Inspiration und Orientierung für potentielle Azubis, Eltern und Wegbegleiter sowie Unternehmen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe anschließend.

Sommer führt Tourismusbranche ins Plus

Schwerin – Nach einem sehr leichten Wachstum im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die stark nachgefragte Sommersaison die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern deutlich ins Plus geführt. Laut aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern rund 11,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings bleibt das Wachstum im Nordosten hinter dem für Deutschland ausgewiesenen Zugewinn von vier Prozent bei den Gästeübernachtungen zurück. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg im ersten Halbjahr wiederum um rund acht Prozent auf rund 150.000.

Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Wir haben eine sehr gute Halbjahresbilanz. Die Ankünfte und Übernachtungen liegen nicht nur über den Vorjahreswerten, sie liegen auch einen Wimpernschlag über den Werten des bisherigen Rekordjahres 2016. Die sehr warmen und trockenen Wochen in den Hauptreisemonaten Juli und August lassen zudem weitere Steigerungen erwarten. Der heiße Sommer hat für gut gebuchte touristische Einrichtungen, volle Strände an der Ostsee und im Binnenland und hoffentlich für viele zufriedene Gäste gesorgt. Mecklenburg-Vorpommern kann auch mit einem wachsenden Gästeansturm gut umgehen.“

Der Präsident des Landestourismusverbandes Wolfgang Waldmüller ergänzte: „Der Supersommer hat geholfen, die teilweise nicht zufrieden stellenden Vorbuchungszahlen auszugleichen. Das Wetter zog viele Spontanurlauber an Küste und Seen, was die Mitarbeiter der Branche aber auch vor zusätzliche Herausforderungen stellte und einen erhöhten Einsatz erforderte. Zudem zeigen sich in derart intensiven Saisonzeiten auch die Probleme der Branche deutlich – angefangen von der Infrastruktur bis hin zur Personalsituation in einigen Betrieben. Was für den Moment von der Sonne überblendet wurde, verlangt nach schnellen Lösungen und einer verstärkten Hinwendung zum für unser Land so wichtigen Tourismus. Wir bauen auf die neue Landestourismuskonzeption und ihre Umsetzung.“

Die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent), Westmecklenburg (+6,0 Prozent) und das Vorpommersche Festland (+2,9 Prozent) stützen das Wachstum von Januar bis Juni. Rückgänge gab es auf Rügen (-3,7 Prozent), auf der Insel Usedom (-1,9 Prozent) und in geringem Maße auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (-0,4 Prozent) sowie in der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz (-0,1 Prozent). Fast alle größeren Städte des Urlaubslandes konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres erneut Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verzeichnen. Greifswald liegt dabei mit einem Zuwachs von 18,3 Prozent an der Spitze. Auch die Hansestädte Wismar (+10,1 Prozent), Stralsund (+1,7 Prozent) und Rostock (+4,1 Prozent) legten merklich zu. Die Landeshauptstadt (+3,5 Prozent) verzeichnete ebenfalls positive Übernachtungszahlen. Für Neubrandenburg meldete das Statistische Amt ein Minus von 4,8 Prozent.

Bei den Unterkunftsarten bewegten sich die Jugendherbergen (+11,6 Prozent), die Campinglätze (+7,6 Prozent) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (+1,5 Prozent) im ersten Halbjahr bei den Übernachtungen im positiven Bereich. Hingegen gab es leichte Rückgänge bei den Hotels (-2,2 Prozent) sowie bei Ferienhäusern und -wohnungen (-2,3 Prozent).

Erfreulich entwickelten sich die Gästeübernachtungen aus dem Ausland: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden rund 375.000 Übernachtungen von rund 150.000 Gästen verzeichnet – das sind 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchsten Zuwächse aus den für Mecklenburg-Vorpommern wichtigsten Herkunftsländern erzielten die Niederlande (+26,9 Prozent). Auch Österreich (+2,8 Prozent) und die Schweiz (+3,7 Prozent) konnten Zuwächse erzielen. Der dänische Markt hält das Vorjahresniveau (-0,1 Prozent), wohingegen die Übernachtungen aus Schweden um 8,5 Prozent zurückgingen. „Im Hinblick auf unsere Aktivitäten als Partnerland der Internationalen Tourismusbörse Berlin im März dieses Jahres freuen wir uns, dass in diesen Bereich wieder spürbar Schwung kommt. Daran können wir mit Maßnahmen in den Auslandsmärkten anschließen und in Mecklenburg-Vorpommern selbst mit dem Germany Travel Mart im Jahr 2020 erneut ein deutliches Zeichen für mehr Internationalität setzen“, sagte Wolfgang Waldmüller.

„Als erstes deutsches Bundesland bei der Internationalen Tourismus Börse Berlin als Partnerland aufzutreten, war in diesem Jahr dafür ein guter Anfang. Unser Land muss vor allem im internationalen Vergleich noch bekannter werden. Wir brauchen mehr Gäste aus dem Ausland“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

„Aber das ‚prima Klima‘ in Mecklenburg-Vorpommern stellt die Branche vor Herausforderungen. Denn: Wetter-Extreme erschweren künftig auch die Planbarkeit der Touristiker im gesamten Land. Ein heißer Sommer allein macht noch keine Rekorde. Vielmehr wird auch der Blick noch stärker auf das Gesamtjahr gerichtet werden. Wir müssen vor allem auch die Vor- und Nachsaison weiter stärken“, forderte Glawe weiter.

Seit 1990 wurden vom Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des gewerblichen Tourismus und im Bereich der touristischen Infrastruktur Fördergelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bewilligt. Damit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 6,88 Milliarden Euro (Stand März) erreicht werden. Die Mittel sind nach der Wende beispielsweise in den Bau von Hotels, Promenaden, Campingplätzen, Radwegen, barrierefreien Strandzugängen, Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen geflossen.

„Qualitatives Wachstum und die Steigerung der Wertschöpfung bilden die Grundlage für die zukünftige touristische Entwicklung des Landes. Die Entwicklung und Etablierung saisonverlängernder Angebote bleibt ein Schwerpunkt, denn Zuwächse und ganzjährige Beschäftigung können nur auf diesem Weg generiert werden. Die Förderung familienfreundlicher Angebote bleibt ebenfalls von großer Bedeutung, genau wie die Schaffung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns.“

Eine Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 300 Quartiersanbietern zeichnet ein positives Bild des Verlaufs der Sommersaison: Rund die Hälfte der Befragten gab an, im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 Prozent und mehr erreicht zu haben. Rund 30 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei am höchsten. Auch die Betriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz melden hohe Werte. Leicht abgesetzt stehen das Vorpommersche Festland und die Region Mecklenburg-Schwerin, wo sich die Effekte des Überführens des Interesses von der Ostsee in die Binnenregionen nur teilweise bemerkbar machten.

Insgesamt lag die Auslastung im Sommer der Umfrage zufolge über der des Vorjahres: Rund 35 Prozent gaben an, besser als im gleichen Zeitraum 2017 gebucht gewesen zu sein; 44 Prozent meldeten eine gleich hohe Auslastung.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Umfrage rechnet der Tourismusverband für die Monate Juli und August mit einem signifikanten Zuwachs bei den Übernachtungen. Im Jahr 2017 wurden in den beiden Sommermonaten 10,1 Millionen Übernachtungen von mehr als zwei Millionen Gästen verbucht.

Das gute Wetter wirkte sich auf das Buchungsverhalten aus. So gaben rund 70 Prozent der Befragten an, dass Gäste in diesem Sommer kurzfristiger buchten und gleichzeitig bereits mehr Vorbuchungen für 2019 tätigten. Zudem seien die Gäste teilweise länger geblieben und 44 Prozent stellten auch eine höhere Gästezufriedenheit fest. Im Umkehrschluss gaben knapp 30 Prozent der Befragten an, dass die Nachfrage nach Indoor-Angeboten, beispielsweise Museen und Spaßbäder, rückläufig war.

Darüber hinaus gab die Befragung auch Aufschluss über die Probleme der Branche: Der größte Kritikpunkt der Gäste ist die Verkehrssituation im Allgemeinen. Häufig im Fokus steht dabei der Zustand der Radwege, z. B. des Weges um den Plauer See oder auch des Ostseeküstenradweges. Und wenngleich sich die Befürchtungen starker negativer Auswirkungen der voll gesperrten A 20 aufgrund des recht hohen Nachfragedrucks nur in Teilen bestätigt haben: 15 Prozent der Quartiersanbieter sahen sich dennoch davon beeinträchtigt. Bei den Betrieben in den Ostteilen des Landes spürte sogar fast jeder Dritte negative Folgen im Sinne höherer Unzufriedenheit, eines Imageverlustes oder geringerer Auslastung.

„Die Tourismusbranche bemüht sich durch besonnenes Handeln um eine erfolgreiche Ankunft und Abfahrt ihrer Gäste. Teilweise wurden Abreisezeiten verlängert oder Willkommens-Getränke gereicht, und es wurde über alternative Anfahrtswege informiert. Die Branche hat sich kreativ und ideenreich gezeigt. Deshalb: ein herzliches Dankeschön an alle für das ganz besondere Engagement, das bis heute anhält“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Neben der Verkehrs- und Wegesituation wurden laut Umfrage gästeseitig häufiger auch die Gastronomie oder das unzureichend ausgebaute Mobilfunknetz kritisiert.

Wassertouristische Anbieter profitierten von den Temperaturen der letzten Wochen. Hausboote und Yachten waren laut einer Stichprobe des Landestourismusverbandes unter Charterunternehmern, Fahrgastschiffern und Bootsverleihern im Hochsommer nahezu vollständig ausgebucht und verzeichnen bereits jetzt Vorbuchungen für 2019. Neben Stammgästen aus Mecklenburg-Vorpommern heißen die Unternehmen zunehmend Urlauber aus den westlichen Bundesländern, Österreich und der Schweiz willkommen. Zudem ist der Anteil an Kurzurlaubern im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Die Betreiber von Fahrgastschiffen berichten von einer ähnlichen Entwicklung; ihre Angebote werden im Rahmen von geplanten Bus- und spontanen Individualreisen gleichermaßen gebucht. Auch für Kanuverleiher war die Saison zufriedenstellend. Trotz Sperrungen von Flussabschnitten, unter anderem entlang der Warnow, infolge der niedrigen Wasserstände haben die Anbieter keine Einbußen zu beklagen – ganz im Gegenteil: Alternativstrecken wurden von den zahlreichen Paddlern verständnisvoll angenommen.

Die lange Schönwetterperiode bescherte vor allem den Open Airs und Volksfesten regen Zulauf. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zogen zur Halbzeit des Festivals mit 42.000 Besuchern eine positive Bilanz. 51 Vorstellungen waren komplett ausverkauft – wesentlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereits kurz bevor das letzte der vier Open Air-Stücke der Vorpommerschen Landesbühne – „Die Peene brennt“ – am 08. September Premiere feiert, ziehen die Veranstalter ebenfalls ein positives Fazit und rechnen insgesamt mit einer Steigerung der Besucherzahlen zum Spielzeitende. „Das Sommerwetter trägt zur insgesamt guten Stimmung bei den Zuschauern und Mitwirkenden bei, so macht es Vergnügen bis in die Abendstunden ein Open Air zu genießen“, sagte Sprecherin Martina Krüger.

Die Klassikertage Wismar zählten zu den Aufführungen von „Jedermann“ und „Der Drache“ in St. Georgen rund 5.500 Besucher und blieben damit etwas unter den Zahlen von 2017. Dennoch herrscht Zufriedenheit: „Die guten Besuchszahlen entsprechen denen des Vorjahres. Wir hatten eine Auslastung von 62 Prozent trotz Fußball-WM und Strandwetter“, berichtet Ralf Lorber, Vorsitzender der Wismarer Festspiele e. V. und Träger der Klassikertage Wismar. Die Schlossfestspiele Schwerin verzeichneten in diesem Jahr einen Rückgang bei den Besucherzahlen, allerdings ist dieser laut Veranstalter vornehmlich auf den Rückgang am Interesse an italienischen Opern zurückzuführen. Die Oper „Tosca“ und das Schauspiel „Dracula“ besuchten rund 24.000 Gäste. Im vergangenen Sommer zog allein das Musical „West Side Story“ mehr als 32.000 Zuschauer an.

Spaßbäder und Erlebnismuseen ziehen gemischte Bilanzen: Der Juli schlug im Wismarer Spaßbad Wonnemar mit 31.000 Besuchern zu Buche, die sich zwischen Wasserrutschen und Whirlpool Abkühlung verschafften. Das waren fast 15.000 weniger als im Vorjahresmonat. „Wir freuen uns für Mecklenburg-Vorpommern über den sonnigen Sommer und auf die Gäste in 2019“, sagte Bereichsleiter Sebastian Ehrhardt. In den Stralsunder Erlebnismuseen Ozeaneum und Meeresmuseum kamen im Mai, Juni und Juli mehrere tausend Gäste weniger als im Vergleichszeitraum 2017. Im Juni fehlten allein im Ozeaneum, das in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum feierte, 19.000 Besucher.

„Für den Tourismus ist das sommerliche Wetter ein Segen, der viele Urlauber an die Ostsee und den Strand lockt. Die meisten davon besuchen unsere Museen nur bei Regenwetter und wenn sie länger in der Region bleiben“, sagt Museumsdirektor Dr. Harald Benke. „Unsere Hochrechnungen bis zum Jahresende zeigen uns eine durchwachsene aber keine katastrophale Bilanz dieses außergewöhnlichen klimatischen Jahres. Doch das Sommerwetter in Verbindung mit der äußerst schwierigen Verkehrslage in unserer Region machen es uns unmöglich, die Besucherzahlen 2018 erneut zu erreichen.“

Verhalten fällt das Fazit auch im Warener Müritzeum aus: „Wir mussten einen beachtlichen Besucherrückgang feststellen. Die Gäste zog es an die Seen. Kurzfristige Werbemaßnahmen, unter anderem den Hinweis auf mögliche Abkühlung im Museum, brachten nicht die gewünschten Effekte“, sagte Geschäftsführerin Andrea Nagel. Der Rostocker Zoo hofft weiterhin auf ein gutes Jahr: „Durch das Osterchaos und die Hitzewelle haben wir einen leichten Besucherrückgang zum Vorjahr bei den Tagesbesuchern um zwei Prozent zu verzeichnen. Wir sind dennoch hoffnungsvoll, dass wir mit der Eröffnung des Polariums am 22. September ein gutes Jahresergebnis erzielen werden“, sagte Sprecher René Gottschalk.

Arbeitsmarkt Juni in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern hat sich weiter positiv entwickelt. Im Juni sind 61.000 Arbeitslose bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 7,4 Prozent (-0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Rückgang um 4.900 Arbeitslose). Im Vergleich zum Vormonat Mai sank die Arbeitslosigkeit um 2.200 oder 3,5 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Der Konjunkturmotor läuft. Das Angebot an Jobs auf dem Arbeitsmarkt ist heute groß. Entscheidend ist, dass die Nachfrage an Arbeitskräften auch nachhaltig bedient werden kann. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe sowie in unseren Schlüsselbranchen wie Handwerk, Gesundheitswirtschaft, Tourismus, Bau, Handel sowie Forschung und Entwicklung haben wir noch eine Menge zu tun. Wir brauchen Fachkräfte. Weiterbildung und Qualifikation sind der Schlüssel für eine dauerhafte Perspektive am Arbeitsmarkt sowie für die Fachkräftesicherung. Wir setzen Anreize für mehr Qualifizierung in den Unternehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Um die Qualifizierung von Arbeitnehmern zu unterstützen, werden eine Reihe von Förderprogrammen geöffnet. Hierzu zählen die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Besonders erfreulich ist die deutlich steigende Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die aktuelle Zahl liegt hier – April-Daten – bei 570.100. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 8.700 Stellen mehr (+1,5 Prozent). „Der Trend für mehr Jobs setzt sich, trotz des winterlichen Frühjahrs, weiter fort. Das sind auch Zeichen für eine Belebung der regionalen Wirtschaft im Land. Es tut sich was. Die Ansiedlung von mehr Industrie sorgt perspektivisch für mehr dauerhafte Beschäftigung. Daran arbeiten wir weiter“, sagte Glawe. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Handel (+1.000) und auch im Baugewerbe (+1.100) sind neue Arbeitsplätze entstanden. Ein Abbau erfolgte unterdessen im Bereich der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherungen (-400) sowie in der Finanz- und Versicherungswirtschaft (-300).

Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 22.700 Langzeitarbeitslose. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 8,5 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 2.100 Langzeitarbeitslosen. „Wichtig ist es, langfristige und nachhaltige Arbeitsmarktperspektiven für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Wir müssen diejenigen, die von der guten Entwicklung noch nicht profitieren konnten, stärker in den Mittelpunkt rücken“, erläuterte Glawe. Als Möglichkeit der Unterstützung nannte er unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose bei Unternehmen und Kommunen). Wichtig sei auch die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt beispielsweise durch die Hilfe von Joblotsen.

Der Arbeitsmarkt im Juni 2018

Nürnberg – „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter lebhaft. Allerdings hat sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Juni: -40.000 auf 2.276.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -197.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent

Mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni um 40.000 auf 2.276.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Juni ein Rückgang um 15.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 197.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 16.000 gesunken. Insgesamt lag die Unterbeschäftigung im Juni 2018 bei 3.240.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im Mai auf 1,47 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,4 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 37.000 erhöht. Mit 44,80 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 593.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 770.000 gestiegen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben der BA 32,78 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von März auf April saisonbereinigt um 60.000 zugenommen. Damit ist sie nicht mehr so stark angestiegen wie in den außergewöhnlich starken Wintermonaten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin sehr hoch. Im Juni waren 805.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 74.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 4.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im Juni 2018 leicht um einen Punkt auf 254 Punkte gestiegen. Der Vorjahreswert wird um 18 Punkte übertroffen.

Insgesamt 660.000 Personen erhielten im Juni 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 4.206.000. Gegenüber Juni 2017 war dies ein Rückgang von 202.000 Personen. 7,7 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Für Ausbildungssuchende haben sich die Chancen auf eine Ausbildungsstelle rechnerisch weiter verbessert. Von Oktober 2017 bis Juni 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 478.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von den Ausbildungssuchenden waren 182.000 im Juni noch unversorgt. Gleichzeitig waren seit Oktober 512.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 18.000 mehr als vor einem Jahr. 235.000 Ausbildungsstellen waren davon im Juni noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (32.000), Kaufleute für Büromanagement (22.000) sowie Verkäuferinnen und Verkäufer (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Arbeitsmarkt Mai in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai deutlich fortgesetzt. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 63.200 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.400 weniger als im Mai des Vorjahres (-6,5 Prozent). Das entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen Boom. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Handel und im Dienstleistungsbereich werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Motor der positiven Entwicklung sind die heimischen Unternehmen. Sie sorgen maßgeblich für den Abbau der Arbeitslosigkeit. Produktionskapazitäten werden ausgebaut, neue Arbeitsplätze entstehen, bestehende Jobs werden durch Investitionen gesichert. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.

Als Beispiele nannte Minister Glawe das Erweiterungsvorhaben der Yamaton Paper GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt unter anderem Sechseckwabenplatten her. 50 Jobs wurden gesichert und fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Das europäische Logistikzentrum der DeLaval im Gewerbegebiet Valluhn-Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde im Mai offiziell eröffnet. „Rund 230 Arbeitsplätze sind mit der Ansiedlung verbunden“, so Glawe. Mit dem Medizintechnikunternehmen Ypsomed siedelt sich aktuell ein weiterer Medizintechnikhersteller an. Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird die Produktion aufgenommen und damit werden insgesamt 119 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Glawe machte deutlich, dass es wichtig sei, gemeinsam noch stärker für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Neben harten Standortfaktoren wie einer gut ausgebauten Infrastruktur muss noch stärker in Investorengesprächen für die weichen Standortfaktoren Mecklenburg-Vorpommerns bei der Investorensuche geworben werden. „Von Bedeutung für die Fachkräftegewinnung sind auch Kindertagesstätten oder Schulen. Ebenso sind ein attraktives Wohnumfeld und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten wichtig. Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Fachkräfte, die gern bei uns leben“, so Glawe weiter.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt -aktuellste Angaben aus dem März 2018 – bei 563.800. „Das sind 9.200 Jobs mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend hält weiter an. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten, regulären Arbeitsmarkt bieten Perspektiven, hier bei uns im Land zu bleiben. Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sind die Herausforderungen“, betonte Glawe weiter. Die neuen Jobs sind vor allem im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Handel (+1.200) und im Dienstleistungsbereich (+1.000) entstanden.

Der Minister verwies auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung der Unternehmen. Veränderungen ergeben sich durch die verstärkte Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Marktprozessen. Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger, den Fachkräftebedarf zu decken. Um die Unternehmen in diesem Spannungsfeld zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium die entsprechenden Rahmenbedingungen angepasst. So können die Unternehmen durch gut ausgebildetes Personal ihre Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wichtig ist die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und die Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Eine Reihe von Förderprogrammen werden im Wirtschaftsministerium insgesamt geöffnet. Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Der Arbeitsmarkt im Mai 2018 – Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück

Nürnberg – „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -68.000 auf 2.315.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 68.000 auf 2.315.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Mai ein Rückgang um 11.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 182.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Mai 2018 auf 3.286.000 Personen. Das waren 233.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,51 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 35.000 erhöht. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 592.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 725.000 gestiegen. Insgesamt waren im März nach hochgerechneten Angaben der BA 32,66 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Februar auf März saisonbereinigt um 7.000 zugenommen, ein schwächeres Wachstum als zuletzt in den starken Wintermonaten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im Mai waren 793.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im Mai 2018 nach einer kurzen Stagnationsphase um 2 Punkte auf 253 Punkte gestiegen. Der Vorjahreswert wird um 20 Punkte übertroffen.

Insgesamt 668.000 Personen erhielten im Mai 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.225.000. Gegenüber Mai 2017 war dies ein Rückgang von 196.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis Mai 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 456.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 208.000 im Mai noch auf der Suche. Gleichzeitig waren seit Oktober 495.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 16.000 mehr als vor einem Jahr. 259.000 Ausbildungsstellen waren davon im Mai noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (32.000), Kaufleute für Büromanagement (21.000) und Verkäuferinnen und Verkäufer (20.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Neuer Rekord: Erstmals mehr als 31 Millionen Camping-Nächtigungen

– Campingbranche mit 2954 Campingplätzen seit vier Jahren im Aufwind, + 42 Prozent in zehn Jahren
– Campingurlauber bleiben länger als andere Gäste und geben in Deutschland rund 1,55 Milliarden Euro aus
– Camping-Bundesland Nr. 1: Bayern mit 5,6 Millionen Nächtigungen gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Mio.)

Berlin – Campingurlaube in Zelt und Wohnwagen waren auch 2017 sehr beliebt. Die Campingbranche in Deutschland verzeichnet seit vier Jahren einen stetigen Zuwachs und verbuchte im letzten Jahr einen Rekordwert von 31.051.262 Übernachtungen. Das entspricht einem leichten Zuwachs von 1,86 Prozent gegenüber 2016. In den vergangenen zehn Jahren beträgt der Anstieg rund 42 Prozent. Das hat eine Auswertung des internationalen Reiseportals www.camping.info, das mit 43 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 22.700 eingetragenen Campingplätzen zu den führenden europäischen Informationsquellen für Campingurlaube gehört, ergeben.

Campingurlaube liegen seit Jahren absolut im Trend, freut sich Maximilian Möhrle, Geschäftsführer und neuer Inhaber des Internetportals Camping.Info. Der Berliner hat das ursprünglich in Österreich gegründete Campingportal erst kürzlich übernommen und den Firmensitz nach Berlin übersiedelt. Möhrle sieht auch schon positive Entwicklungen für die diesjährige Campingsaison: „Die Zugriffssteigerung auf unserem Campingportal liegt im zweistelligen Prozentbereich und viele Campingplatzbetreiber berichten über erfreuliche Zuwächse bei Anfragen und Buchungen für die Sommersaison 2018.“ Die Beliebtheit von Campingurlauben spiegelt sich auch in den Zulassungszahlen der Reisemobile. 2017 stieg in Deutschland die Anzahl der angemeldeten Reisemobile um knapp 17 Prozent auf 486.893 Fahrzeuge.

Campingurlauber sind für Deutschlands Tourismusbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn rund 6,76 Prozent der deutschen Gesamtnächtigungen des Jahres 2017 gehen auf das Konto der 2954 deutschen Campingplätze. Die meisten davon befinden sich in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353). Der durchschnittliche Campinggast verweilt 3,3 Tage und bleibt damit länger als die anderen Gäste (2,6 Tage). Befragungen ergaben, dass Campinggäste täglich rund 50 Euro ausgeben. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich durch Campingurlauber jährliche Einnahmen in der Höhe von rund 1,55 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

89 Prozent der Campinggäste stammen aus Deutschland

Am beliebtesten sind Deutschlands Campingplätze bei den einheimischen Campern, denn mit rund 89 Prozent an einheimischen Gästen verfügen die deutschen Campingplätze über einen außerordentlich hohen Inländeranteil. Die wichtigsten Gästegruppen aus dem Ausland sind mit 7,3 Prozent die Niederländer, dahinter folgen mit großem Abstand Gäste aus der Schweiz (1,9 Prozent), aus Dänemark (1 Prozent) sowie aus Belgien (0,7 Prozent). Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind Deutschland gefolgt von Italien, Kroatien und Frankreich.

Beliebteste Bundesländer: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen / Hauptmotiv für Camping: Flexibilität

Mit 5,6 Millionen Nächtigungen und einem überdurchschnittlichen Zuwachs von 7,4 Prozent ist Bayern das beliebteste Camping-Bundesland in Deutschland. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (4,56 Mio., – 7,9 Prozent), Niedersachsen (4,42 Mio., + 0,7 Prozent) sowie Baden-Württemberg (4,01 Mio., + 6,43 Prozent). Die größten Jahreszuwächse verzeichneten Bremen (+ 13,21 Prozent) gefolgt von Nordrhein-Westfalen (+ 10,31 Prozent), Sachsen (+ 9,45 Prozent) sowie Sachsen-Anhalt (+ 8,24 Prozent) und Bayern (+ 7,37 Prozent). Gegen den Trend verloren die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (- 7,87 Prozent) und Schleswig-Holstein (- 3,15 Prozent). Dafür verantwortlich könnte der viele Regen im letzten Jahr gewesen sein, der 2017 vor allem im Norden Deutschlands überdurchschnittlich stattgefunden hat.

In einer Umfrage hat Camping.Info die Motive für Campingurlaube ermittelt. Dabei geben 26 Prozent der Camper die örtliche Flexibilität als Hauptgrund für einen Campingurlaub an. Danach folgen: günstiger Urlaub (20 Prozent), zeitlich flexibler (17 Prozent), mein eigenes Bett (16 Prozent), mein eigener Platz und Rasen direkt vor der Tür (10 Prozent).

Starker Trend zur Digitalisierung der Campingbranche

Die Digitalisierung der Campingbranche ist ein Schwerpunkt in der weiteren Entwicklung von Camping.Info. „Die Buchung von Campingurlauben in Europa muss einfacher werden und in Zukunft auch über Internet, Smartphone und Apps rasch und unkompliziert möglich sein“, weiß Campingexperte Möhrle. „Derzeit können auf unserem Portal rund 2300 Campingplätze online gebucht werden. Im letzten Jahr generierten wir mit rund 4000 Online-Buchungen bereits einen Buchungsumsatz im hohen sechsstelligen Bereich für die teilnehmenden Campingplätze.“ Das Buchungsangebot von Camping.Info soll in Zukunft kräftig ausgebaut werden. Geplant ist die Internationalisierung des Buchungsfeatures für Campingplätze in ganz Europa.

Rangliste der Campingübernachtungen 2017 in Deutschland

Deutschland: 31.051.262 Nächtigungen, +  1,86 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren

1. Bayern: 5.616.697 Nächtigungen, + 7,37 % zum Vorjahr, + 38 % in 10 Jahren
2. Mecklenburg-Vorpommern: 4.560.588 Nächtigungen, – 7,87 % zum Vorjahr, + 37 % in 10 Jahren
3. Niedersachsen: 4.421.349 Nächtigungen, + 0,69 % zum Vorjahr, + 44 % in 10 Jahren
4. Baden-Württemberg: 4.011.177 Nächtigungen, + 6,43 % zum Vorjahr, + 46 % in 10 Jahren
5. Schleswig-Holstein: 3.621.743 Nächtigungen, – 3,15 % zum Vorjahr, + 39 % in 10 Jahren
6. Rheinland-Pfalz: 2.551.195 Nächtigungen, + 3,54 % zum Vorjahr, + 43 % in 10 Jahren
7. Nordrhein-Westfalen: 1.833.192 Nächtigungen, +  10,31 % zum Vorjahr, + 66 % in 10 Jahren
8. Hessen: 1.176.349 Nächtigungen, + 4,49 % zum Vorjahr, + 20 % in 10 Jahren
9. Brandenburg: 1.119.974 Nächtigungen, – 0,63 % zum Vorjahr, + 49 % in 10 Jahren
10. Sachsen: 680.366 Nächtigungen, + 9,45 % zum Vorjahr, + 34 % in 10 Jahren
11. Thüringen: 575.664 Nächtigungen, + 3,22 % zum Vorjahr, + 14 % in 10 Jahren
12. Sachsen-Anhalt: 408.988 Nächtigungen, + 8,24 % zum Vorjahr, + 68 % in 10 Jahren
13. Hamburg: 139.831 Nächtigungen, + 1,68 % zum Vorjahr, + 151 % in 10 Jahren
14. Saarland: 128.753 Nächtigungen, – 3,47 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren
15. Berlin: 117.342 Nächtigungen, – 1,57 % zum Vorjahr, + 41 % in 10 Jahren
16. Bremen: 88.054 Nächtigungen, + 13,21 % zum Vorjahr
Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutschlands beliebteste Campingplätze

Jährlich ermittelt das Campingportal www.camping.info auf Basis von Kundenbewertungen die beliebtesten europäischen Campingplätze im Rahmen des „Camping.Info-Award“. In den Top 100 ist Deutschland mit 64 Campinganlagen vertreten. Zu den besten Campingplätzen Deutschlands zählen:

1. Camping Hopfensee / Füssen / Bayern / Europa Nr. 2
2. Panorama & Wellness-Campingplatz Großbüchlberg / Mitterteich / Bayern / Europa Nr. 5
3. Naturcamping Spitzenort / Plön / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 6
4. Campingpark Südheide / Winsen / Niedersachsen /  Europa Nr. 8
5. Am Rosenfelder Strand Ostsee Camping / Rosenfelde-Grube / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 9
6. Camping- & Freizeitpark LuxOase / Kleinröhrsdorf bei Dresden / Sachsen / Europa Nr. 10
7. Stadtcamping Schweinfurt / Schweinfurt / Bayern / Europa Nr. 11/ Bester bei Sanitärausstattung
8. Campingplatz Auf dem Simpel / Soltau-Wolterdingen / Niedersachsen / Europa Nr. 13
9. Camping am Deich / Krummhörn-Upleward / Niedersachsen / Europa Nr. 14 / Ideal für Radfahrer
10. Prümtal Camping / Oberweis / Rheinland-Pfalz / Europa Nr. 15

Alle europäischen Top 100 Campingplätze: www.camping.info/award

Weitere Fakten und Trends zu Camping in Deutschland

– Höchster Wert: 2017 verzeichnete die Campingbranche 31.051.262 Nächtigungen
– Niedrigster Wert: 1998 wurden 19.916.840 Nächtigungen registriert
– In Deutschland befinden sich 2954 Campingplätze. Die meisten in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353)
– In Deutschland sind 486.893 Reisemobile zugelassen, ein Zuwachs von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– In Deutschland sind 654.073 Wohnwagen zugelassen, ein Zuwachs von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– Reisemobile und Wohnwagen werden immer beliebter, dahinter steckt der Wunsch nach flexibler und kurzfristiger Reiseplanung
– Reisemobilhersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher, längere Lieferzeiten und hohe Preise für Gebrauchtfahrzeuge sind die Folge
– Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind: Deutschland, Italien, Kroatien und Frankreich
– Trend: Campingtourismus wird für Städte immer wichtiger. Einfache Stellplätze in der Stadtnähe werden immer beliebter
– Campingplätze investieren hauptsächlich in moderne Sanitäreinrichtungen und Wellness
– Der einfache Zelturlaub erfährt eine Renaissance

„Messe der Griesen Gegend“ öffnet am 1. Mai zum 27. Mal ihre Pforten

Lübtheen – Mehr als 50 Aussteller präsentieren sich am 1. Mai 2018 auf der 27. Lübtheener „Messe der Griesen Gegend“ ihrem Publikum. Zu den Ausstellern gehören neben Autohaus und Brauerei zahlreiche regionale Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Außerdem ist die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern mit dem Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe auf der Messe vertreten.

„Diese Messe ist eine Erfolgsgeschichte. Sie steht für die bunte Vielfalt der Region. Hier in der Griesen Gegend werden Zusammenarbeit und Zusammenhalt großgeschrieben“, würdigte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. Er werde sich dafür einsetzen, die Region auch in den kommenden Jahren weiter voranzubringen, kündigte der Minister an.

Das Landwirtschaftsministerium hatte seit 2007 für die zwischen Sude, Elbe, Elde und Lewitz gelegene Region im Südwesten Mecklenburgs im Rahmen der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung Zuwendungen von rund 2,7 Millionen Euro für 27 Maßnahmen ausgereicht. Damit wurden Investitionen in Höhe von rund 8,3 Millionen Euro ausgelöst.

Investiert wurde unter anderem in den Umbau der ehemaligen Grundschule zur Regionalen Schule im Jahr 2010 für insgesamt rund 4,75 Millionen Euro, die das Ministerium mit 500.000 Euro unterstützte. 2014 war mit einer Zuwendung von 260.000 Euro bei Gesamtkosten von 325.000 Euro die alte „Ringerhalle“ am Schulzentrum der Lindenschule in Lübtheen zu einer multifunktionalen Freizeithalle umgebaut worden. „Damit konnten wir hier in Lübtheen und Umgebung, wo der Ringkampfsport eine lange Tradition hat, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten stärken“, sagte Minister Backhaus.

Im Amt Lübtheen wurden seit 2007 mehr als 300 Förderfälle mit über 3 Millionen Euro unterstützt und damit Investitionen in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ermöglicht. Im gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim waren es fast 11.800 Förderfälle, die mit über 271 Millionen Euro unterstützt worden sind.

Arbeitsmarkt April in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im April 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.700 (-6,5 Prozent) Arbeitslose deutlich zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote im Land beträgt 8,1 Prozent, 67.300 Menschen waren arbeitslos gemeldet.

„Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung wie noch nie zuvor. Die stabile Entwicklung der Konjunktur macht sich bemerkbar. Der Bedarf an Mitarbeitern auf dem ersten Arbeitsmarkt und an Auszubildenden wächst in vielen Bereichen. Es geht insgesamt weiter aufwärts“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe am Freitag. Im Vergleich zum Vormonat März ist die Arbeitslosigkeit um 5.900 Arbeitslose (-8,1 Prozent) gesunken. „Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen weiter und unterstützen Neuansiedlungen und Erweiterungen. Das schafft und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land.“

Eine der dringlichsten Aufgaben ist die Fachkräftesicherung. „Bei der Entscheidung für eine berufliche Perspektive im Land wird die Attraktivität für einen Arbeitsplatz immer wichtiger. Ein volles Auftragsbuch, ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas. Wir konkurrieren zunehmend auch im Wettbewerb mit anderen Bundesländern um Fachkräfte“, erläuterte Arbeitsminister Glawe weiter. Es gilt, möglichst viele Erwerbsfähige im Land in den Arbeitsmarkt zu integrieren, um die dort schlummernden Fachkräftepotenziale zu nutzen. „Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf helfen dabei. Das ist heute nicht nur für Eltern oder bei der Pflege von Familienangehörigen ein Thema. Hierzu gehört auch eine zeitgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung aller Kinder. Die Wohn- und Lebensqualität ist ebenso gut bei uns im Land. Flexible auf Lebensabschnittsphasen angepasste Arbeitszeitmodelle erwarten heute gerade die Jüngeren von Unternehmen, die mit der Zeit gehen. Sich darauf einzustellen ist eine nachvollziehbare Herausforderung in vielen Bereichen der Wirtschaft“, so Glawe.

Die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sind weiter gestiegen. Sie liegen – nach aktuellsten Zahlen für Februar 2018 – bei 558.800 Beschäftigten. „Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 10.300 sozialversicherungspflichtige Jobs hinzugekommen. Der Zuwachs hält auch in den noch kühlen Monaten an.“, sagte Glawe. Zuwächse an Arbeitsplätzen gab es vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.100), im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baugewerbe (+1.400) sowie im Handel (+1.100). Einen Rückgang verzeichnet beispielsweise nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (-500).

Der Wirtschaftsminister warb darüber hinaus dafür, die Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) intensiv zu nutzen. Der Azubi-Atlas ist das Herzstück der Kampagne. Hier sind derzeit über 1.400 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten „Auf der Internet-Seite können den Jugendlichen Ausbildungsplätze für jede Region unseres Landes aufgezeigt werden. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

Aktuell sind bei der Bundesagentur für Arbeit noch 6.400 offene Ausbildungsstellen gemeldet, 4.400 Bewerber sind unversorgt. „Die Nachfrage ist im Hotellerie- und Gastronomiebereich, Handwerk und Handel enorm groß. Hier werden viele Auszubildende gesucht. Auch der Bedarf an ausgebildeten Kaufmännern im Einzelhandel sowie Verkäufern wächst“, erläuterte Glawe. Gesucht werden zum Beispiel Köche (359 unbesetzte Ausbildungsplätze), Restaurant- und Hotelfachkräfte (gesamt 547 unbesetzte Plätze), Fachkraft Gastgewerbe (139 unbesetzte Plätze). 356 Auszubildende werden als Kaufmänner/-frauen im Einzelhandel gesucht, 160 Ausbildungsplätze für Kfz-Mechatroniker sind noch unbesetzt.

Frühjahrsbelebung senkt Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Nürnberg – „Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt setzt sich auch im April fort. Die Entwicklung war allerdings etwas schwächer als in den extrem guten Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im April: -74.000 auf 2.384.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -185.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von März auf April um 74.000 auf 2.384.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den April ein Rückgang um 7.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 185.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbe-schäftigung im April 2018 auf 3.354.000 Personen. Das waren 235.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im März auf 1,50 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im März saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 32.000 erhöht. Mit 44,46 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 598.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese hat nach der Hochrechnung der BA von Januar auf Februar saisonbereinigt um 53.000 zugenommen. Insgesamt waren im Februar nach hochgerechneten Angaben 32,55 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 773.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im April waren 784.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 2.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – steht wie im März bei 251 Punkten. Der Vorjahreswert wird um 19 Punkte übertroffen.

Insgesamt 692.000 Personen erhielten im April 2018 Arbeitslosengeld, 55.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im April bei 4.241.000. Gegenüber April 2017 war dies ein Rückgang von 184.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis April 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 429.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 15.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 228.000 im April noch auf der Suche. Gleich-zeitig waren 475.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 13.000 mehr als vor einem Jahr. 282.000 Ausbildungsstellen waren im April noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (30.500), Verkäuferinnen und Verkäufer (19.800) und Kaufleute für Büromanagement (19.200). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufs-fachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Arbeitsmarkt M-V im März

Schwerin – Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich zurückgegangen. Es waren in diesem Monat 73.200 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 6.200 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat (-7,8 Prozent). Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote bei 8,8 Prozent (-0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr). „Der Arbeitsmarkt zeigt sich in Frühlingslaune. Die Beschäftigung wächst. Unternehmen halten ihr Personal und stellen auch in den kühleren Monaten ein. Wir haben insgesamt statistisch erfreuliche Werte, die aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir eine Menge zu tun haben. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Darüber hinaus müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. Im Vergleich zum Vormonat Februar ist die Arbeitslosigkeit um 3.500 Personen (-4,5 Prozent) gesunken.

Wirtschaftsminister Harry Glawe warb dafür, die Unterstützungsmöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben die vorhandenen Förderinstrumente aufgebrochen, um diese einer größeren Anzahl von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Mit der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups werden künftig neue Unterstützungsmöglichkeiten angeboten. Darüber hinaus bietet die Qualifizierungsrichtlinie Unternehmen und ihren Beschäftigten die Chance, sich auf die wachsenden Herausforderungen der vernetzten Arbeitswelt noch besser einzustellen. Das Werben um Neuansiedlungen für unser Land wird ebenso vorangetrieben“, erläuterte Glawe.

Die Zahlen über sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse legen weiter deutlich zu. Nach den aktuellsten Zahlen – aktuellste Zahlen vom Januar 2018 – gibt es 558.100 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Land. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 10.400 Beschäftigte mehr (+1,9 Prozent). „Ein weiterer ordentlicher Zuwachs. Der Trend für mehr Beschäftigung hält weiter an. Besonders bemerkenswert ist, dass auch in den kälteren Monaten mehr eingestellt wird. Das spricht für eine weitere Belebung der heimischen Wirtschaft. Wir arbeiten an der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Mehr Menschen in Arbeit zu bringen, ist ein Ziel der Wirtschaftspolitik“, betonte Glawe.

Beschäftigungszuwächse gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat im verarbeitenden Gewerbe (+1.600), im Baubereich (+1.500), im Handel (+1.200) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000). „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft weiter gewachsen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,8 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei rund 42,8 Milliarden Euro.

„Die Wirtschaft kommt im Land deutlich voran. Das Wachstum erfolgte in vielen wirtschaftlichen Bereichen. Wir sind auf einem insgesamt guten Weg. Für den Aufschwung sorgten vor allem das produzierende Gewerbe (+2,2 Prozent) und der Dienstleistungsbereich (+1,7 Prozent). Vor allem das verarbeitende Gewerbe zog kräftig an. Hier liegen wir deutlich über dem Bundesschnitt. Unternehmen siedeln sich an, bestehende Firmen erweitern. Auch die maritime Industrie trägt zum Wachstum bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. (Zur Info: verarbeitendes Gewerbe in M-V: + 4,2 Prozent; Bundesdurchschnitt: + 3,0 Prozent; neue Länder: + 1,6 Prozent, alte Länder: + 3,1 Prozent). Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Wirtschaftsleistung des Landes ist auf 11,1 Prozent gestiegen, die Wirtschaftsstruktur hat sich dadurch weiter verbessert.

Das Wirtschaftswachstum liegt im Bundesdurchschnitt bei 2,2 Prozent. Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,4 Prozent. „Mit unserem Ergebnis liegen wir deutlich über dem ostdeutschen Schnitt. Gleichwohl haben wir im gesamtdeutschen Vergleich noch eine Menge Herausforderungen zu meistern. Hierzu zählen die Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung, erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sowie die Stärkung der Innovations- und Exportfähigkeiten. Die Digitalisierung in den Unternehmen muss weiter vorangebracht werden, um im Wettbewerb mithalten zu können. Ebenso müssen wir innovative Gründungen stärker in den Fokus nehmen“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Zum Abschluss regte Wirtschaftsminister Harry Glawe an, die Fördermöglichkeiten für die heimische Wirtschaft intensiv zu nutzen. „Wir haben mit der Qualifizierungsrichtlinie für Beschäftigte, der Erschließung digitaler Geschäftsfelder sowie mit einem Beteiligungsfonds für Start Ups eine Reihe neuer Unterstützungsmöglichkeiten aufgelegt. Schwerpunkt bleibt auch das Werben um Neuansiedlungen für unser Land. Wir arbeiten weiter an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erläuterte Glawe. „Mit dem Ausbau der wirtschaftlich noch jungen Bereiche Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation legen wir den Grundstein für weiteres wirtschaftliches Wachstum im Land. Entscheidend ist, dass die im Land entwickelten Produkte auch hier produziert werden. Das schafft und sichert innovative Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Reiseanalyse 2018: M-V bleibt beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Ostsee vor Alpen / Nordosten punktet auch bei Kurzreisen

Berlin – Gute Nachrichten am ersten Messetag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin: Nachdem Mecklenburg-Vorpommern als offizielles Partnerland mit einer fulminanten Eröffnungsgala am Vorabend der ITB Berlin rund 3.000 Vertreter aus 110 Ländern beeindruckte, konnte Mecklenburg-Vorpommern erneut seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten.

Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2017 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2018 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Reiseanalyse ist Beleg für die positive Entwicklung der Branche insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig ist sie auch Ansporn. Denn: Wer Erster bleiben will, muss eine Menge dafür tun, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können. Die Mischung aus wetterunabhängigen Freizeitangeboten, unberührter Natur und abwechslungsreichen Übernachtungsmöglichkeiten macht unser Land unverwechselbar. Daran werden wir gemeinsam mit der Branche weiterarbeiten. Die überregionale und internationale Vermarktung unseres Bundeslandes sowie die Unterstützung wetterunabhängiger Angebote sind Schwerpunkte unserer touristischen Weiterentwicklung.“

Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 28 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,1 Prozent an allen 2017 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,2 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,5 Prozent) und Niedersachsen (3,4). „Die Erfolgsgeschichte, die das Urlaubsland seit 1990 geschrieben hat, setzt sich fort. Jetzt müssen wir am Ball bleiben und den Schwung von der ITB Berlin mitnehmen. Gleichzeitig wird es in Zukunft noch mehr darum gehen, qualitative und nachhaltige Entwicklungen zu befeuern, denn der Tourismus der Zukunft sollte verträglich, vernetzt und vielseitig sein“, sagte Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus konnte sich Mecklenburg-Vorpommern auch einen Platz unter den Top 10 der beliebtesten Kurzreiseziele sichern. In diesem Segment belegt das Urlaubsland den sechsten Platz. Weiterhin ist Mecklenburg-Vorpommern Marktführer bei Erholungsreisen und Entspannungsurlaub, Badeurlaub und Strandurlaub sowie bei Familienurlaub.

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem Spitzenreiter Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,3 Prozent) und Türkei (5,7 Prozent) liegt der Nordosten auf dem vierten Platz.

Die Reiseanalyse wird seit 48 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Reisemarktes.

Frauen holen am Arbeitsmarkt auf – Beschäftigungsplus aber vor allem durch Teilzeit

BA-Vorstand Holsboer: Viele Frauen streben höhere Arbeitszeit an

Nürnberg – Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist zwischen 2013 und 2017 um 2,5 Millionen auf zuletzt 32,2 Millionen Beschäftigte gestiegen. Von diesem Plus profitieren auch Frauen, deren Beschäftigung im selben Zeitraum um 8,3 Prozent auf 14,9 Millionen gestiegen ist.

Die Beschäftigungsquote bei Frauen bestätigt diesen Trend. Diese Quote gibt Auskunft über den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Sie stieg bei Frauen zwischen 2013 und 2017 von 51,3 auf 55,4 Prozent – das bedeutet, dass über 55% aller Frauen in Deutschland in einem sozialversicherungspflichtigen Job arbeiten. Die Quote liegt allerdings weiter unter der der Männer, die zu 61,8 Prozent (2013: 58,8 Prozent) beschäftigt waren.

Die Beschäftigungsquote zeigt auch deutlich die unterschiedliche Erwerbsneigung von Frauen in Ost und West. Während die Quote westdeutscher Frauen bei 54,5 Prozent liegt, sind ostdeutsche Frauen zu 59,5 Prozent beschäftigt. Damit liegt die Beschäftigung ostdeutscher Frauen sogar um 0,1 Prozentpunkte über dem Niveau der Männer.

Allerdings entfällt das Beschäftigungsplus bei Frauen vorrangig auf Teilzeit. Diese Teilzeitbeschäftigung ist in den letzten vier Jahren um 14 Prozent auf 7,06 Millionen gestiegen, während der Anstieg bei vollzeitbeschäftigten Frauen lediglich 3,5 Prozent betrug.

Insgesamt arbeiten 47 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur knapp 11 Prozent. „Fast jede zweite Frau, die angestellt ist, arbeitet in Teilzeit. „Dieser Anteil steigt seit Jahren“ sagt Valerie Holsboer, Vorstand der BA. Für Teilzeitarbeit gibt es verschiedene Gründe. Häufig schränken Frauen die Arbeitszeit für die Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger ein. „Aus Befragungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wissen wir, dass jede zweite Frau ihre Arbeitszeit gern wieder ausdehnen würde“ sagt Holsboer. „Wir brauchen diese Frauen am Arbeitsmarkt, um die Fachkräftebedarfe der Unternehmen zu decken. Voraussetzung dafür sind aber auch gute Betreuungsangebote für Kinder.“