Von Jugendarbeit bis Altersheim – „Ein Tag mit…“ einem Seelsorger in Vorpommern

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begleitet in ihrem Aktionsjahr Beschäftigte des Geschäftsbereichs: „Ein engagierter Pastor ist wertvoll für die Gemeinde“

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Züssow – „Einen Tag lang einen Pastor zu begleiten, bringt die breite Palette des Alltags der Gesellschaft ans Licht. Eine Pastorin oder ein Pastor ist Prediger, Seelsorger, Organisator und Veranstalter in einer Person. Das hat mich im vorpommerschen Züssow sehr beeindruckt, als ich Pastor Dr. Ulf Harder einen Tag lang begleiten durfte“, sagte Justizministerin Hoffmeister nach ihrer fünften Station im Rahmen ihres Aktionsjahres „Ein Tag mit…“

„Als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten wollte ich mir einen Einblick in ein Gemeindeleben verschaffen. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern, in denen der christliche Glaube nicht so stark gelebt wird. Eine Pastorenstelle ist dennoch ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle in den Gemeinden. Das wurde heute schon zu Beginn des Tages beim Gottesdienst und anschließenden Einzelgesprächen im Senioren- und Pflegeheim Gottfried-Janczykowsky-Haus Züssow deutlich. Großartig ist auch der Einsatz der Kirchgemeinde für den Verein, der den alten Pfarrgarten Ranzin in eine Streuobstwiese verwandelt.“ Als Doberanerin übernahm die Ministerin dort die Patenschaft für einen Apfelbaum namens „Doberaner Renette“.

Die evangelische Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin hat ca. 1.200 Mitglieder. Pastor Ulf Harder und sein Kollege halten in sechs Orten Gottesdiene, in vier Orten stehen Kirchen. Nach eigenen Angaben ist er nahezu täglich unterwegs. Eine weitere halbe Pfarrstelle in der Kirchengemeinde bekleidet noch Gemeindepastor Christof Rau, der zugleich auch für die regionale Jugendarbeit zuständig ist. Justizministerin Hoffmeister: „Gestartet sind wir in den Tag im Altenheim, beendet haben wir ihn mit der Jugendarbeit. Das zeigt, für den Zusammenhalt in einer Gemeinde ist ein engagierter Pastor überaus wertvoll.“

1,3 Mio. Euro für Kunstausstellungen und Museen im Jahr 2017

Ministerin Hesse: Museen machen Kunst und Geschichte erlebbar

Schwerin – Wer sich in Mecklenburg-Vorpommern jeden Tag eine Ausstellung anschauen wollte, wäre mehr als ein halbes Jahr unterwegs. So lange würde es dauern, um einmal durch die Museumslandschaft des Landes zu wandern. Das Land hat im vergangenen Jahr Ausstellungen, museale Projekte und Museen mit Kulturfördermitteln in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro unterstützt. Aus den Sonderprogrammen für Investitionen, zur Sicherung des schriftlichen und audiovisuellen Kulturguts sowie für die Heimatpflege standen auch Fördermittel für Museen bereit.

„Sammeln, Bewahren und Präsentieren – diesen Hauptaufgaben widmen sich viele Museen in Mecklenburg-Vorpommern mit Leidenschaft“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Der Internationale Museumstag am kommenden Sonntag ist eine schöne Aktion, die Lust machen will, auf Kunstausstellungen und Sammlungen. Ich freue mich darüber, dass sich 84 Museen bei uns im Land beteiligen wollen. Museen sind wichtige Orte, sie sind unser kulturelles Gedächtnis, machen Kunst und Geschichte erlebbar. Deswegen bilden sie bei der Kulturförderung auch einen Schwerpunkt“, sagte Hesse.

Seit dem vergangenen Jahr finanziert das Land außerdem die Landesfachstelle Museen in Rostock, die nicht-kommerzielle Einrichtungen berät und bei ihrer Arbeit begleitet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stehen dafür insgesamt 600.000 Euro bereit. Neben der kulturellen Projektförderung für verschiedene Museen im Land erhalten die Ernst-Barlach-Stiftung, das Pommersche Landesmuseum und das Deutsche Meeresmuseum Stralsund Zuwendungen.

Land förderte seit 2011 Erhalt von 125 Herrenhäusern mit 8,4 Mio Euro

Schwerin – „Guts- und Herrenhäuser sind die Wahrzeichen der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind Botschafter für den Tourismus im Land. Deshalb liegt mir ihre Erhaltung sehr am Herzen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, aus Anlass der „4. Kulturerbe Herrenhäusertagung“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hohen Luckow. Die Tagung war Bestandteil einer Reihe von Veranstaltungen im Europäischen Kulturerbejahr der EU, wobei sich in Deutschland der Fokus auf das Thema „Baukulturelles Erbe“ richtet.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mehr als 1000 denkmalgeschützte Schlösser, Guts- und Herrenhäuser. „Durch das finanzielle Engagement von Familien, Stiftern und Institutionen konnten drei Viertel dieser wertvollen Bauwerke inzwischen saniert und zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Minister Backhaus. „Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV hat die Sanierung von Schlössern, Guts- und Herrenhäusern im Land seit 2011 mit rund 8.432.000 Euro aus dem ELER gefördert und damit Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 15.444.300 Euro ermöglicht“, betonte der Minister. Gefördert wurden 88 Schlösser, Guts- oder Herrenhäuser in Mecklenburg und 37 solcher Bauwerke in Vorpommern, darunter in Tessin, Dummerstorf, Krakow am See, Dargun, Ribnitz-Damgarten, Wustrow oder Altefähr.

Ein Viertel der einstigen Adelssitze ist derzeit in schlechtem Zustand oder verfallsgefährdet. „Hier müssen die privaten Eigentümer Nutzungskonzepte entwickeln und mit den Behörden Hand in Hand gehen, um im Interesse der Dörfer und Gemeinden und im Interesse der Tourismusbranche dieses wertvolle baukulturelle Erbe erhalten“, mahnt Dr. Backhaus.

„Zum Alten Bauernhof 12“ in Schwerin-Mueß offiziell als Denkmal gekennzeichnet

Ministerin Hesse: Eigentümer hat das alte Bauernhaus liebevoll saniert

Schwerin – Ein weiteres Baudenkmal in Schwerin: Das Gehöft „Zum Alten Bauernhof 12“ steht unter Denkmalschutz. Kulturministerin Birgit Hesse hat dem Eigentümer Dr. Olaf Kannt heute die offizielle Denkmalplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern überreicht. Damit wird das sanierte, denkmalgeschützte Haus in Schwerin-Mueß auch offiziell als Denkmal gekennzeichnet.

„Historisch sanierte Häuser verleihen unseren Stadtbildern Atmosphäre und sie sind Zeugnisse unserer Geschichte“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse „Das reetgedeckte Dach ist typisch für unsere Region und würdigt zugleich das Handwerk des Reetdachdeckens, das auf der deutschen Liste des immateriellen Kulturerbes einen festen Platz hat. Der Eigentümer, Dr. Olaf Kannt, hat das alte Bauernhaus liebevoll saniert“, so die Ministerin.

Beim „Alten Bauernhof 12“ handelt es sich um eine Bauernhufe in westöstlicher Ausrichtung. Das reetgedeckte Dielenhaus ist als Fachwerkkonstruktion mit Ziegelausfachungen auf Feldsteinsockel errichtet. Im Inneren sind noch Fachwerkwände mit Lehmstaken sowie der Lehmstampfboden der Diele erhalten. Bei der Sanierung wurden die historischen Raumzusammenhänge des Dielenhauses, wie z. B. Küche und Diele mit Treppe nach oben, bewahrt und mit neuen Ausbauten nutzbar gemacht.

Der Bauherr habe eine denkmalgerechte und vorbildhafte Sanierung durchgeführt, loben die Denkmalschützer des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege. Hierbei sei modernen Nutzungsansprüchen in der historischen Bausubstanz behutsam Rechnung getragen worden, ohne dass der Aussagewert des Baudenkmals verloren gehe.

Greifswald: Minister Pegel übergibt Bescheid für Kirche St. Jacobi

Greifswald – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (26.03.2018) einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von 300.000 Euro Städtebaufördermitteln für die Modernisierung der St. Jacobi Kirche in Greifswald.

Die Kirche St. Jacobi ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Innenstadt und Fleischervorstadt“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Kirche, ein das Stadtbild prägendes Denkmal, soll teilsaniert werden. Die Außenwandflächen sollen vollständig gereinigt und instandgesetzt, die Fenster des Hauptschiffes überarbeitet und in Teilen ausgewechselt werden.

Nach Prüfung der von der Stadt eingereichten Unterlagen hat das Infrastrukturministerium der Maßnahme „Modernisierung Kirche St. Jacobi“ zugestimmt und sie gemäß der Städtebauförderrichtlinie grundsätzlich als zuwendungsfähig anerkannt.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Maßnahme betragen rund 503.000 Euro. Der Fördersatz beträgt knapp 60 Prozent.

Schloss Bothmer: Der Pfeilstorch ist zurück

Fr. Dr. Zinnow, Finanzminister Brodkorb, Rektor Schareck und Prof. Richter (v.l.n.r.) freuen sich über die Kopie des Pfeilstorches

Fr. Dr. Zinnow, Finanzminister Brodkorb, Rektor Schareck und Prof. Richter (v.l.n.r.) freuen sich über die Kopie des Pfeilstorches

Schwerin – Der bekannteste Storch des Landes ist zurück auf Schloss Bothmer. Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, übergab heute eine Kopie des Storches an Finanzminister Mathias Brodkorb. Der Storch wurde 1822 im Klützer Winkel erlegt und lieferte seinerzeit den ersten Beweis für den Fernzug der Störche bis in das äquatoriale Afrika.

„Mit dem Frühling“, so Rektor Schareck, „kehrt unser berühmter Pfeilstorch an das Schloss Bothmer zurück und bringt so die Universität Rostock mit internationaler Forschung in den Klützer Winkel.“ Auch Finanzminister Mathias Brodkorb ist über das besondere Ausstellungsstück im landeseigenen Schloss erfreut: „Wir haben auf Schloss Bothmer ein sehr interessantes Ausstellungskonzept, das durch den Pfeilstorch noch einmal aufgewertet wird. Ich hoffe, dass wir so den ein oder anderen Besucher zusätzlich in den Klützer Winkel locken.“

Die Öffentlichkeit kann den Storch erstmals zur Saisoneröffnung am Sonnabend, den 31. März, bestaunen. Die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen (SSGK), Pirko Kristin Zinnow, kündigte an, dass der Pfeilstorch nicht nur zur Saisoneröffnung eine Hauptrolle spielen werde: „Wir freuen uns, dass der Storch künftig auch auf Schloss Bothmer zu sehen sein wird. Die Saisoneröffnung ist daher auch so etwas wie seine Willkommensfeier.“

Die Geschichte des Pfeilstorches reicht zurück in den Mai 1822, als Bewohner von Gut Bothmer einen Weißstorch entdeckten, dem ein etwa 80 Zentimeter langer Stock am Hals hinunterhing. Christian Ludwig Reichsgraf von Bothmer (1773-1848) erlegt den Storch schließlich. Der vermeintliche Stock entpuppte sich dabei als ein aus Holz geschnitzter und mit einer eisernen Spitze versehener Pfeil. Das erlegte Tier ging in die großherzogliche Präparationswerkstatt an die Residenz nach Ludwigslust bis Großherzog Friedrich Franz I (1756-1837) den präparierten Storch am 28. August 1822 der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock übergab.

Dort erkannten die Forscher die Bedeutung des verletzten Storches. Kenntnisse über den Vogelzug und die Winterquartiere von Vögeln lagen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts noch nicht vor. Der Pfeilstorch lieferte somit den ersten Beweis für den Fernzug der Störche bis in das äquatoriale Afrika. Heute ist der Rostocker Pfeilstorch international bekannt und wird regelmäßig in Publikationen über die Vogelzugforschung abgebildet.

In Rostock besichtigen jedes Jahr mehr als 15.000 Besucher das Original des Pfeilstorchens im Zoologischen Institut in der Rostocker Innenstadt. Er ist die Hauptattraktion der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock. Dass jetzt eine nahezu perfekte Kopie des Pfeilstorches nach Schloss Bothmer gelangt, freut Professor Stefan Richter, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Spezielle Zoologie, besonders. „Es ist wirklich schön, dass die Geschichte des Pfeilstorches nun auch an dem Ort erzählt werden kann, an dem sie ihren Ausgang genommen hat.“

Schlosskirche Neustrelitz und Umfeld mit Schwanenteich werden saniert

Neustrelitz – Für die Teilsanierung der Schlosskirche einschließlich des Umfelds mit Schwanenteich überreicht Bauminister Christian Pegel am Freitag (02.03.2018) dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Andreas Grund, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen rund 750.000 Euro.

Die Stadt Neustrelitz beabsichtigt eine Teilsanierung der Schlosskirche. An der derzeit als Plastikgalerie genutzten Schlosskirche sollen Fassendenteile denkmalgerecht instandgesetzt werden. Im Areal um dieses Baudenkmal sollen die Wege saniert und wild gewachsener Baumbestand durch neue Bäume ersetzt werden. Zudem soll die Erlebbarkeit des Schwanenteichs durch Entschlammung wieder hergestellt werden. Der angrenzende unbefestigte Parkplatz soll neu geordnet und befestigt werden.

Denkmalpreise des Landes im Jahr 2018 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Denkmale sind wichtige Zeugnisse unserer Heimatgeschichte

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der Denkmalpreise zu machen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt auch im Jahr 2018 den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche. Die Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der Denkmalpreise müssen bis zum 31. Mai 2018 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

„Denkmale sind wichtige Zeugnisse unserer Heimatgeschichte“, bekräftigte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit den Preisen ehren wir Menschen, die sich auf dem Gebiet der Denkmalpflege verdient gemacht haben. Ich freue mich darauf, wenn wir in diesem Jahr beim Tag des offenen Denkmals tolle Projekte vorstellen können und so unsere Geschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt“, sagte Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 9. September 2018 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche ist mit 700 Euro dotiert.

Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine unabhängige Fachkommission. Vorschläge können einschließlich ihrer Begründung durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen an die folgende Adresse eingereicht werden:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
Werderstraße 124
19055 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind leider nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflege-gedankens in der Öffentlichkeit
vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich!

Im vergangenen Jahr ging der „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ an den Tischlermeister Ingo Arlt aus Goldberg und an den Speicher e. V. Ueckermünde. Arlt wurde für den Erhalt der Zwillingsmühlen in Neuvorwerk ausgezeichnet. Der Speicher e. V. Ueckermünde bekam den Preis für sein Engagement, die historische Speicheranlage in Ueckermünde nicht nur zu erhalten, sondern sie mit einem fantasievollen Konzept zu einem Kulturzentrum zu machen.

Der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ wurde 2017 an das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wismar und an den Kreativkreis der Jona-Schule in Stralsund verliehen.

Schlossberg-Gespräch im Finanzministerium

Neustrelitz – Am 7. März 2018 findet in Schwerin ein Gespräch zwischen der Stadt Neustrelitz und Finanzminister Matthias Brodkorb zum Landesprojekt Schlossberg Neustrelitz statt.

Bürgermeister Andreas Grund hatte den Minister über den Beschluss der Stadtvertretung Neustrelitz vom 1. Februar 2018 zum Schlossareal informiert und um ein Gespräch zu diesem Thema gebeten. Daraufhin hat der Minister in einem Telefonat den Wunsch geäußert, auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung Neustrelitz zu dem Treffen hinzu zu ziehen und diese inzwischen eingeladen.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt Neustrelitz ausdrücklich die Äußerung von Herrn Dr. Michael Bednorz, Leiter des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege, im Nordkuier/Strelitzer Zeitung vom 17.02.2018 zurück, wonach die Stadt Neustrelitz für die öffentlichen Auskünfte zum Landesvorhaben Schlossberg zuständig sei.

Dazu erklärt Bürgermeister Andreas Grund: „Das Projekt Schlossberg liegt nicht in der Zuständigkeit der Stadt Neustrelitz. Vorhabenträger und Auftraggeber der Planung und Durchführung ist das Land Mecklenburg-Vorpommern als Flächeneigentümer. Für die Information der Öffentlichkeit über das Projekt ist das Land zuständig und verantwortlich. Ich halte eine offensivere Informationspolitik des Landes für absolut notwendig, um die Bürger unserer Stadt besser mitzunehmen und ihrem berechtigten Interesse an den Plänen zu diesem wichtigen Vorhaben Rechnung zu tragen. Im Übrigen wurde der Stadt Neustrelitz trotz mehrfacher Nachfragen bisher keine Einsichtnahme in die aktuellen Planungsunterlagen gewährt. Unser Kenntnisstand speist sich aus den Ergebnissen des Wettbewerbsverfahrens 2014 und den bisherigen Äußerungen des Landes bzw. des BBL auf öffentlichen Veranstaltungen. Ich hoffe daher am 7. März auf eine sachliche Aufklärung zu allen Fragen der Stadtvertretung zum Landesvorhaben.“

Auftakt zur Sanierung des „Kleinen Jacob“ in Greifswald

Greifswald – Mit einem Konzert unter der Leitung des Kantors Wilfried Koball hat am Sonnabend die evangelische Kirchengemeinde St. Jacobi in Greifswald den offiziellen Auftakt zur Kirchensanierung begangen.

„Historische, kirchliche Gebäude sind Zeugnis unserer Geschichte und prägen vielerorts das Bild einer Region. Das gilt auch für Greifswald mit der beeindruckenden Jacobikirche. Jetzt soll der `Kleine Jacob´ – so nennen die Einheimischen liebevoll ihr Gotteshaus – samt Turm und Kirchenschiff generalüberholt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die St. Jacobi Kirche liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt und zugleich an der Europäischen Route der Backsteingotik, der Schwedenstraße und des Caspar-David-Friedrich-Bildweges. Neben Gottesdiensten werden von der Kirchengemeinde auch Veranstaltungen wie beispielsweise Kindersamstage, Seniorencafé, Seniorennachmittage, Bibelkreis und Musikkurse angeboten. Unter anderem findet auch regelmäßig die Greifswalder Bachwoche in der Kirche statt. Die 72. Greifswalder Bachwoche „MeMo“ ist in diesem Jahr vom 04. bis 10. Juni 2018 mit über 40 Konzerten geplant. „Die Kirche in Greifswald ist religiöser Anlaufpunkt für die Gemeindemitglieder. Zugleich trägt sie als kultureller und touristischer Treffpunkt für Einheimische und Besucher dazu bei, die Attraktivität der Universitäts- und Hansestadt weiter zu erhöhen“, sagte Glawe.

Die St. Jacobi Kirche ist die kleinste und jüngste der drei gotischen Kirchen der Hansestadt Greifswald und liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt. Der Ursprungsbau entstand nach Angaben der Kirchengemeinde im 13. Jahrhundert. 1280 wurde die Kirche, die dem Apostel Jakobus, dem Schutzpatron der Fischer, geweiht wurde, erstmals namentlich genannt. Sie war damals noch ein zweischiffiger Hallenbau. Um 1400 erfolgte der Umbau zu einer dreischiffigen Kirche. Der Turm hat in den vergangenen Jahren unter anderem neue Fenster, eine neue Heizung und einen neuen Sanitärraum erhalten. Jetzt sollen unter anderem das Mauerwerk saniert und die Fenster des Kirchenschiffs erneuert werden. „Die Finanzierung der jetzt anstehenden Sanierung war ein Kraftakt für die Kirchengemeinde. Dank des unermüdlichen Engagements vieler Helfer ist es gelungen, den Großteil der Mittel bereitzustellen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 1,2 Millionen Euro. Unter anderem aus Mitteln der Städtebauförderung, weiteren Bundesmitteln, der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler“, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Bürgerstiftung Vorpommern, des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde ist ein Großteil der notwendigen Investitionssumme bereitgestellt worden. Für rund 65.000 Euro werden derzeit noch Spender gesucht.

Themenabend im Informationsbüro in Brüssel

Das Residenzschloss Schwerin und das Schloss Chambord an der Loire

Brüssel – Das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel und der Landtag Mecklenburg-Vorpommern laden am 27. Februar 2018 in Brüssel zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung zum Residenzschloss Schwerin und dem Schloss Chambord an der Loire ein.

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres findet ein Themenabend zur Schlössernutzung im 21. Jahrhundert statt: „Chambord – Schwerin – Schöne Verwandte“. Die facettenreiche Geschichte einer mecklenburgisch – französischen, damit europäischen, Verwandtschaft wird aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Neben den staatlichen Schlössern bestimmen auch die heute noch – oder wieder – privat geführten das Bild einer lebendigen Vergangenheit und facettenreichen Gegenwart.

Das kulturelle Erbe zu erhalten, zu bewahren und zu pflegen, erfordert erhebliche Anstrengungen.

Bereits im Jahr 2000 fiel der Startschuss für die Bemühungen um die Aufnahme des Schweriner Residenzensembles – mit dem Kern Schloss Schwerin – in die UNESCO-Welterbeliste. 1073 Stätten aus 167 Ländern sind bereits darauf verzeichnet. Die Schlösser der Loire und Chambord gehören dazu.

Als Gäste in Brüssel werden Helmuth von Maltzahn, Schloss Ulrichshusen, und Alexandre de Voguë von Schloss Vaux-le-Vicomte, südlich von Paris gelegen, erwartet. Das Residenzschloss Schwerin wird vom Direktor des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Armin Tebben, vertreten und Chambord entsendet seinen Generaldirektor, Jean d’Haussonville.

Beate Schlupp, 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern und Sabine Verheyen aus dem Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlamentes werden den Abend eröffnen.

Als besonderer Gast wird zudem Frau Agnès Sinsoulier-Bigot, Vizepräsidentin für Kultur der Region Centre-Val de Loire erwartet. Die Landeshauptstadt Schwerin wird u.a. durch ihren Oberbürgermeister Rico Badenschier vertreten sein.

Die Veranstaltung findet am 27. Februar 2018 um 18:00 Uhr im Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union statt. Anmeldungen per E-Mail bitte bis 20. Februar 2018 an event@mv-office.eu.

Restaurierungsarbeiten der Wandmalerei im südlichen Vorchorjoch in der St.-Georgen-Kirche

Wismar – Das Wandbild mit dem Hl. Georg der den Drachen tötet im südlichen Vorchorjoch der St.-Georgen-Kiche in Wismar entstand um 1500. Später wurde sie mehrfach übertüncht und 1887/88 wieder freigelegt sowie im Sinne des 19. Jahrhunderts restauriert bzw. teilweise übermalt.

Aufgrund der jahrzehntelangen Bewitterung innerhalb der Ruine kam es zur Reduzierung und Verschmutzung der Malerei. Die Oberfläche war jetzt weitgehend vergipst und stark verschmutzt. Es kam vermehrt zu Ausblühungen von löslichen Salzen.Während der Bauarbeiten in den 1990-iger Jahren wurde die Malerei nur restauratorisch gesichert.

Die Restaurierungsarbeiten dauerten 4 Monaten und kosteten 30.000,00 Euro. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernimmt davon 25.000,00 Euro und der Aufbauverein St. Georgen hat die restlichen 5.000,00 zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten wurden von der Fa. Atelier für Restaurierung Schloss Kaufungen GmbH aus Limbach-Oberfrohna ausgeführt.

Die Malerei befindet sich in ca. 15 m Höhe direkt unter dem Gewölbe an einer senkrechten Backsteinvermauerung auf mehren Kalktünchen bzw. Kalkschlämmen. Nur in wenigen Bereichen ist sie auf Putzmörtel. Zum Erhalt derselben waren Restaurierungsarbeiten unerlässlich. Hierbei ging es um die gesamte Malerei und um die angrenzenden Bereiche bis ca.12 cm außerhalb.

Jetzt stand die Aufgabe, die Wandmalerei des Hl. Georg mit einem Lasergerät zu reinigen und zu restaurieren. Als Vorbild für diese Maßnahmen dienten die bereits gereinigten und restaurierten Bereiche der Malerei in der nördlichen Turmseitenkapelle.

Die Arbeiten am Wandbild wurden in mehreren Schritten durchgeführt. Als erstes wurde eine Vorreinigung ausgeführt. Die gesamte Malerei wurde von groben Verschmutzungen befreit.

Diese Reinigung wurde mit mit feinen Pinseln, Skalpell, kleinen Meißel, Schwämmen, Wattestäbchen ausgeführt. Fest eingelagerter Schmutz und Vergipsungen der letzten Jahrzehnte wurden anschließend mit einem Laser gereinigt bzw. stark reduziert. Die Reinigung der gesamten Malerei musste je nach Untergrundfarbe sehr differenziert ausgeführt werden.

Zu beachten war, dass teilweise auch mehrere Durchgänge mit dem Laser erfolgen mussten, um die gewünschte Reinigung zu erzielen. Insbesondere in den profilierten Fugen zwischen den Backsteinen war ein erhöhter Reinigungsaufwand erforderlich.

Abschließend erfolgte eine Festigung und Sicherung der Malschichtoberfläche das heißt loser Mörtel, die Kalkschlämme und loser Putze wurde durch Hinterspritzen mit einem Klebemittelgemisch gefestigt. Abschließend wurden Fehlstellen in der Malerei mit einer Strichretusche ergänzt. Die Arbeiten wurden ausgeführt von der Fa. Atelier für Restaurierung Schloss Kaufungen GmbH, aus Limbach-Oberfrohna.

Wanderausstellung jetzt in Wismar

WEMAG hilft in Not geratenen Kirchturmuhren

Wismar – Nach der erfolgreichen Präsentation in der Schweriner Marienplatz-Galerie und im Kloster in Rehna geht die Ausstellung „Kirchturmuhren in Not“ nun weiter auf Wanderschaft: Nächste Station ist die Nikolaikirche in Wismar. Vom 1. Februar bis zum 16. April 2018 haben Einheimische und Besucher der Hansestadt die Möglichkeit, sich über das Projekt zur Rettung der Kirchturmuhren in Mecklenburg zu informieren. Die Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ dokumentiert einerseits anschaulich die Arbeit der Erfassung und Rekonstruktion von Kirchturmuhrwerken in Mecklenburg und erläutert andererseits auch deren historischen Hintergrund.

„Unter den etwa 600 Kirchturmdächern Mecklenburgs verrosten und verrotten schätzungsweise 200 handwerkliche Meisterwerke der Uhrmacherei. Konkrete Informationen über den Zustand der Turmuhren existierten damals allerdings nicht“, erinnert sich Hans-Joachim Dikow, der „Klockenschauster“ aus Schwerin. Er hatte die Idee zu dem in Deutschland einzigartigen Projekt. Ziel war primär die Erfassung aller Kirchturmuhren in Mecklenburg inklusive deren Dokumentation.

Ermöglicht wurde die Ausstellung erst aufgrund des enormen Engagements der WEMAG. Der Energieversorger aus Schwerin unterstützt das Projekt bereits seit zwei Jahren. „Die Kirchturmuhren sind Gradmesser des technischen Fortschritts und schreiben Zeitgeschichte, die wir für die nächsten Generationen bewahren wollen. Deshalb unterstützen wir den 1. Mecklenburger Uhrenclub bei seinem Vorhaben, die Uhren in den Kirchtürmen unserer Region zu restaurieren und damit zu erhalten“, sagt WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart.

Zum Kreise der Unterstützer gehören außerdem die Stiftung Mecklenburg, die Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg sowie zahlreiche private Spender.

Neue Obere Landesbehörde gegründet: „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“

Schwerin – Im vergangenen Jahr beschloss der Landtag das Gesetz zur Errichtung der „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“. Heute, am 1. Januar 2018, ist die neue Obere Landesbehörde errichtet worden.

Die Obere Landesbehörde vereint fortan das Staatliche Museum Schwerin mit seinen Schlössern Schwerin, Ludwigslust und Güstrow, die Schlösser- und Gärtenverwaltung des Finanzministeriums mit seinen Schlössern Bothmer, Mirow und Granitz sowie die Schlösser- und Gärtenverwaltung des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern unter einem Dach.

In der neuen Behörde werden rund 140 Beschäftigte tätig sein. Die Zusammenlegung geht zurück auf eine Empfehlung des Beratungsunternehmens Exponatius, das bereits im Jahr 2013 die Zersplitterung der Zuständigkeiten als Hemmnis für eine effektive Verwaltung und Vermarktung der Schlösser und Gärten ausmachte. Von der neuen Behörde verspricht sich das Land neben einer effizienteren Organisation daher auch steigende Besucherzahlen in den Einrichtungen.

Neue Leiterin der Behörde wird Dr. Pirko Kristin Zinnow. Sie war bis August vergangenen Jahres Bevollmächtigte Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund und leitete die Landesvertretung in Berlin.

Dr. Pirko Kristin Zinnow: „Die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen haben ein riesiges Potential, das noch besser genutzt werden sollte. Ich freue mich, diese Herausforderung gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer neuen zukunftsorientierten Struktur angehen zu können.“