Engagement der Kirchenförderer macht Erhalt der Gotteshäuser noch wertvoller

„Die Kirchengemeinden haben in den vergangenen beiden Jahrzehnten großartiges geleistet. Sie haben es geschafft, viele Kirchen und das Gemeindeleben zu erhalten. Einen gewichtigen Anteil daran haben Spender, Förderer, der Staat, aber vor allem die Menschen in den Gemeinden. Im Namen der Landesregierung spreche ich daher meinen Dank aus“, sagte Justizministerin Hoffmeister zum Tag der Kirchenbau-Fördervereine in Parchim.

„Ich habe mir gerade selbst ein Bild von einem solchen Engagement gemacht. Die Dorfkirche St. Laurentius in Hornstorf ist ein Paradebeispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Vereinen, Gemeinde und Spendern. Von über 820.000 Euro, die letztes und dieses Jahr in die Sanierungsarbeiten flossen und fließen, kamen allein 46.000 Euro vom Förderverein, von Spendern und der Kirchengemeinde. Das ist ein ganz wichtiger Beitrag. Dieses Engagement vor Ort machen die Arbeiten an Sakristei, Turm oder Dach der über 600 Jahre alten Hornstorfer Kirche noch wertvoller“, so Ministerin Hoffmeister.

„Der Einsatz der vielen Fördervereine im Land lohnt sich. Ihr Glaube versetzt Berge, ihr Herzblut erhält Leben. Beides zusammen stärkt unsere Kirchengemeinden und stützt unsere christlich geprägte Gesellschaft. Die Kirchen haben in Jahrhunderten Kriege, Zerstörung und zwei Diktaturen überlebt. Sie sind heute Orte des Glaubens, der Besinnung und touristischer Magnet. Ihr Erhalt wird uns weiter beschäftigen. Darum wünsche ich allen Förderern, Spendern und Menschen vor Ort, dass ihnen nicht die Kraft für ihr Engagement ausgehen möge“, sagte die Justizministerin.

Kleines Fest für große Königin

Luisen-Gedenkstätte feierlich wiedereröffnet

Hohenzieritz – Die Luisen-Gedenkstätte auf Schloss Hohenzieritz ist heute feierlich wiedereröffnet worden. Zahlreiche Besucher kamen, um einen ersten Blick in die neugestaltete Gedenkstätte zu werfen.

Der Sommersitz des Strelitzer Herzogs war lange Zeit eher unbekannt, mit dem Ableben der hochverehrten Preußenkönigin Luise am 19. Juli 1810 änderte sich das schlagartig. Als Sterbeort von Königin Luise wurde Hohenzieritz weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und bis heute liegt ein Hauch von Wehmut über dem Schloss.

Der Luisentempel in Hohenzieritz.

Diese Besonderheit einzufangen und zu bewahren war Ziel der Neugestaltung der Ausstellung. Zentrales Element ist daher das Sterbezimmer in seiner Ausgestaltung von 1885 – so wie es der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz wiederhergestellt hatte. Erstmalig kann dieses Zimmer nun auch betreten werden. An Hörstationen erfahren die Gäste herzergreifenden Berichte über den Tod der Königin, die ihr Gemahl und eine Tochter verfassten. Ein außergewöhnliches Exponat stellen die so genannten Autographentafeln dar, auf denen sich in den letzten Jahrhunderten die High Society des europäischen Hochadels verzeichnet hat, die an Luises Sterbeort gepilgert war. Die heutigen Gäste können sich nun nicht nur selbst in die illustre Reihe eintragen, sondern sich an Medienstationen über ihre adligen „Vorgänger“ informieren.

Die Besucherinnen und Besucher werden dadurch selbst Teil der Geschichte. Eine interessante Erfahrung gerade für die Generation, die nicht mehr mit dem Luisen-Mythos aufgewachsen ist. Dieser Eindruck wird verstärkt durch zahlreiche Kunstwerke, die der Verein erworben oder geliehen hatte und die nun in neuem Licht präsentiert werden. Dem Land gelang es auch, neue Leihgaben einzuwerben, so zum Beispiel ein Portrait von König Friedrich Wilhelm III. aus dem Eigentum des preußischen Königshauses.

Finanzminister Mathias Brodkorb betont daher, dass die Neugestaltung der Gedenkstätte ohne den langjährigen und engagierten Einsatz des ehemaligen Schlossvereins undenkbar wäre. Die feierliche Wiedereröffnung sei daher auch als Bekenntnis des Landes für den dauerhaften Erhalt dieses Erinnerungsortes zu verstehen: „Ich bezweifele, dass eine Wiederbelebung des Gedenkortes Hohenzieritz ohne dieses Engagement je stattgefunden hätte. Und ich möchte betonen, dass alles, was wir heute präsentieren, auf diesem Fundament und seinen historischen Vorgängern aufbaut.“

Am gesamten Pfingstwochenende ist die Gedenkstätte von 10 bis 17 Uhr geöffnet, danach steht die Gedenkstätte dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr für Besucher offen.

Führungen können unter 0172/2873931 oder schloss-hohenzieritz@mv-schloesser.de gebucht werden – mehr über den Ort und das Veranstaltungsprogramm erfahren sie unter www.mv-schloesser.de/hohenzieritz.

Wasserschloss Quilow wird umfangreich saniert

Quilow – Das Wasserschloss in Quilow, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Polzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald, soll umfassend um- und ausgebaut werden. „Das Wasserschloss Quilow ist ein historisches Kulturerbe der Geschichte unseres Landes. Für Einheimische und Gäste wird das Schloss wieder zu einem attraktiven Anlaufpunkt erweitert. Dank des Engagements der Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum e.V. wird das historische Gemäuer jetzt denkmalgerecht saniert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat vor Ort einen Fördermittelbescheid an die Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum MV e.V. als Eigentümer des Schlosses übergeben.

Das 1575 erbaute Wasserschloss Quilow gehört zu den wenigen erhaltenen Renaissanceanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Förderverein der Stiftung Kulturerbe plant, das Schloss im Sinne einer gläsernen Denkmalpflege wieder nutzbar zu machen. Besucher können – nach Voranmeldung – auch während der Sanierung das Schloss besichtigen. Die geplanten Maßnahmen betreffen unter anderem das Untergeschoss, in dem künftig eine Touristinformation, ein Aufenthaltsraum, öffentliche Toiletten und eine Teeküche mit Möglichkeiten zum externen Catering entstehen sollen.

Im Obergeschoss werden unter anderem der Treppenturm, der Flur mit historischen Wandmalereien, der Ausstellungsraum zum Thema „Herrscher und Beherrschte in historischen Dimensionen“, der Medienraum, der historische Abort, der Ausstellungsraum „Comics aus Quilow“ und das Archiv saniert. Im zweiten Obergeschoss sollen unter anderem der Alte Festsaal, der Raum für Baugeschichte und der Eingangsbereich vom Turm zum Festsaal umgebaut werden. „Das Wasserschloss liegt direkt am Peenetal Rundweg und nahe dem Naturpark Flusslandschaft Peenetal. Die Erweiterung der Anlage zu einer Raststation für Radfahrer und Wanderer bietet hervorragende Möglichkeiten, die Region kulturell und touristisch insgesamt noch bekannter zu machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen knapp 4,2 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Projekt in Höhe von mehr als 3,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Schloss Hohenzieritz vor der Wiedereröffnung – Ein Fest für Luise

Hohenzieritz – Am Sonnabend vor Pfingsten ist es so weit: Die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz wird wiedereröffnet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Festtag ganz im Zeichen der preußischen Königin Luise, die hier 1910 im Alter von nur 34 Jahren verstarb.

Schloss Hohenzieritz Foto @ Timm Allrich

Nach mehr als 15 Jahren, in denen der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz die Geschicke des Erinnerungsortes geleitet hatte, übernahmen die Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes im Frühjahr des vergangenen Jahres die Trägerschaft der Luisen-Gedenkstätte. Nach einer mehrmonatigen Neugestaltung ist die Luisengedenkstätte jetzt wieder für die Öffentlichkeit erlebbar. Neben bekannten Ausstellungsstücken und dem vertrauten Sterbezimmer können nun auch moderne Medienstationen und neue Exponate entdeckt werden.

Das Programm beginnt um 12 Uhr mit einer musikalischen Begrüßung der Neubrandenburger Philharmonie. Im Anschluss eröffnet der Hausherr, Finanzminister Mathias Brodkorb, die Gedenkstätte. Die Besucherinnen und Besucher erwartet den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm – mit Führungen durch den Schlosspark, einem Fachgespräch von Luise-Kennern und weiteren künstlerischen Darbietungen. Für die kleinen Gäste gibt es ein Kinderprogramm rund um die Preußenkönigin. Die Ausstellungsräume werden am Festtag bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.

„Durch das ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Schlossvereins wurde Hohenzieritz zu einem Gedenkort mit überregionaler Bedeutung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird die wertvolle Arbeit des Vereins nun fortführen und die Bedeutung des Ortes weiter stärken“, so Minister Brodkorb.

Jetzt vorschlagen: Preisträger für Denkmalpreise 2017

Ministerium verlängert Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises und des Denk mal! Preises für Kinder und Jugendliche zu machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge bis Donnerstag, 15. Juni 2017 (Poststempel), verlängert. Ursprünglicher Einsendeschluss war Mittwoch, 31. Mai 2017. Darüber hinaus will das Land mit einem neuen Faltblatt die Denkmalpreise bekannter machen.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Menschen, die sich um den Denkmalschutz verdient gemacht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Denkmalpreise, die wir alljährlich vergeben, sind Ausdruck der Wertschätzung des Landes für dieses denkmalpflegerische Engagement. In diesem Jahr würden wir uns darüber freuen, wenn noch weitere Vorschläge eingehen“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Beide Auszeichnungen werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals vergeben. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Museen und Schlösser sollen künftig einheitlich verwaltet werden

Schwerin – Nachdem die Zuständigkeit für das Staatliche Museum Schwerin seit dieser Legislatur vom Bildungs- auf das Finanzministerium übergegangen ist, hat Finanzminister Mathias Brodkorb dem Kabinett heute einen Gesetzentwurf für die Neustrukturierung vorgelegt. Ziel ist es, mit der Zusammenführung der Verwaltungen von Schlössern und Museen in die neue obere Landesbehörde „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“ inhaltlich zu stärken und das Besucheraufkommen zu steigern.

Schloss Ludwigslust

Bereits 2013 hatte ein Beratungsunternehmen die Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Betrieb für Bau- und Liegenschaften und dem Finanzministerium als ein Hemmnis für die effektive Verwaltung und Vermarktung der Schlösser und Gärten ausgemacht. Mit der Änderung der Organisationsstruktur soll das Kulturgut des Landes noch stärker als bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor ausgebaut werden.

Das Finanzministerium verspricht sich von der Neuorganisation unter anderem kurze Entscheidungswege, klare Verantwortlichkeiten, Wegfall von Doppelstrukturen, die Bündelung der Fachkompetenzen in einer Institution und nicht zuletzt einen einheitlichen Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages soll die geänderte Organisationsstruktur zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Wir wollen unsere Schlösser und Museen schlagkräftiger, zielgerichteter und effizienter organisieren. Nach der Übertragung der Zuständigkeit an ein Ministerium ist die einheitliche Organisation der nächste Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die Gärten des Klosters St. Jürgen vor Rambin

Insel Rügen – Von Bergen kommend, erkennt der Reisende schon aus einiger Entfernung auf der rechten Seite der B 96 das Klosterareal von St. Jürgen vor Rambin an seinem alten Baumbestand und den davon umgebenen Gebäuden. Gegen die umliegende offene, ackerbaulich genutzte Landschaft hebt sich der Klosterhof mit seinem dichten Gehölzbestand als abgeschlossener Gartenraum deutlich ab und die hochaufragenden Kronen der Linden- und Kastanienreihen der Grenzbepflanzung markieren eine klare Zäsur.

Nur wenigen ist jedoch bekannt, dass es sich hierbei um eine bis auf geringfügige Veränderungen erhaltene gärtnerische Anlage handelt, die im Zusammenhang mit einer Spital- und späteren Wohnnutzung in einzigartiger Weise eine jahrhundertealte Gartenkultur dokumentiert. Die kulturhistorische und gartendenkmalpflegerische Bedeutung der Anlage liegt in der Verbundenheit und Harmonie aneinander gefügter und unterschiedlichen funktionellen und ästhetischen Ansprüchen genügender Gartenräume wie Nutzgärten, Obstwiesen, Parkanlagen und Wohnbereich mit Schmuckplatz.

Die meisten Reisenden fahren jedoch vorbei, ohne dieses Gartenkunstwerk wahrzunehmen. Mir ist es auch jahrelang so ergangen, bis ich die Gelegenheit erhielt, mich näher mit der Geschichte der Klostergärten von Rambin zu beschäftigen, mich einzulassen und hierbei etwas vom einzigartigen Wesen dieses Ortes auf mich überging; eine Faszination, ein Zauber, eine Berührung, die wohl nur Anlagen mit der Kraft einer langen gärtnerischen Tradition ausstrahlen können, die so ganz unabhängig ist vom Wandel der Zeiten.

Die Stralsunder Akademie für Garten- und Landschaftskultur lädt herzlich ein zur Führung am 29. April 2017, 10.00 Uhr. Treffpunkt ist bei der Kapelle des Klosters in Rambin.

Die Teilnahme an der Führung kostet 5 Euro.

Pfarrwitwenhäuser in M-V

Ein Beitrag zum Lutherjahr 2017 – 500 Jahre Reformation

Schwerin – Das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel lädt zu einem außergewöhnlichen Themenabend der Reformationsgeschichte ein.

Pfarrhäuser als schützenswerte Denkmale sind bekannt. Häuser für Pfarrwitwen jedoch nicht. Dennoch gibt es von ihnen mehrere Dutzend in unserem Bundesland. Historisch gesehen sind die Pfarrwitwenhäuser eine direkte Folge der Reformation. Mit der Möglichkeit, dass Pfarrer heiraten durften, hat sich in den evangelischen Kirchen eine ausgeprägte Pfarrhauskultur entwickelt. Verstarb der Pfarrer, meist in seiner Dienstzeit, musste für die Pfarrfrau und oft auch für die Kinder gesorgt werden. Um das Pfarrhaus für einen Nachfolger zu räumen, zogen die Pfarrwitwen dann in die von der Gemeinde bereitgestellten Pfarrwitwenhäuser. Das Leben dort war bescheiden, doch in einer Zeit, in der es keine Renten-und Versorgungssysteme gab, ein ausgesprochenes Privileg.

„Das Reformationsjubiläum 2017 ist ein deutschlandweites Ereignis, das weit über die im Zentrum des Interesses stehenden Kernländer der Reformation Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinausgeht. Die Folgen der Reformation prägen noch heute unsere Gesellschaft und unser Staatswesen. Das Jubiläumsjahr sollte uns auch dazu ermuntern, über grundlegende Werte in unserer Gesellschaft zu diskutieren“, sagte der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier.

Justizministerin Katy Hoffmeister, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, sagt: „An die Pfarrwitwenhäuser zu erinnern, lässt die Tradition der evangelischen Kirche wieder aufleben. Traditionen aufzeigen bedeutet auch, Geschichte und Werte zu wahren. Das wird heute in der schnelllebigen Zeit immer wichtiger. Darum bin ich dem Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel sehr dankbar für diese Veranstaltungsidee. Und das Luther-Jahr passt perfekt zur Erinnerung. Die Pfarrwitwenhäuser zeugen von einer Zeit, in der Hinterbliebene noch selten abgesichert waren. Anders als heute. Das Pfarrwitwenhaus, in dem die Witwe des verstorbenen Pfarrers leben durfte, war ein absolutes Privileg. Doch oft entwickelte sich aus dem Privileg einiger weniger eine soziale Selbstverständlichkeit für viele. Heute ist die Absicherung im Alter ein Thema der gesamten Gesellschaft.“

Die Veranstaltung findet am 25. April 2017 um 18:00 Uhr im Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union statt. Anmeldungen per E-Mail bitte bis 19. April 2017 an event@mv-office.eu.

Sonderöffnungszeiten: Ostern in den Staatlichen Schlössern und Gärten

Schwerin – Aufgrund von Sonderöffnungszeiten können die Staatlichen Schlösser und Gärten auch an den Osterfeiertagen besucht werden.

Die Galerie Alte und Neue Meister sowie die Schlösser in Schwerin und Ludwigslust haben Karfreitag von 10 Uhr bis 17 Uhr, an Ostersonntag und Ostermontag sogar von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Die Schlösser Mirow, Bothmer und Güstrow sowie das Jagdschloss Granitz haben von Karfreitag bis Ostermontag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Auf Schloss Bothmer erwartet die Besucher am Ostersonntag zudem noch ein buntes Frühlingsfest: Auf dem gesamten Schlossgelände wird es ein buntes Programm für Groß und Klein mit Stationen zum Mitmachen sowie ein Puppenspiel mit Uli Schlott geben. In den Seitenflügeln wird die Schlossgastronomie festlich geschmückte Veranstaltungsräume und das Veranstaltungsprogramm für die Saison 2017 präsentieren.

Auf virtuellen Pfaden: Die Schlösser digital erkunden

Schwerin – Zum Start der neuen Saison ist der Internetauftritt der Staatlichen Schlösser und Gärten M-V modernisiert worden.

Der etwas angestaubte Internetauftritt der Schlösser und Gärten M-V ist komplett überarbeitet worden und wird nun mit modernem Webdesign und interaktiven Elementen den gestiegenen Ansprüchen zeitgemäßer Internetnutzung gerecht.

Neben allen wichtigen Informationen für die Besucherinnen und Besucher zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Parkmöglichkeiten sowie den gastronomischen und museumspädagogischen Angeboten, gibt es eine besondere Neuerung.

Auf 360°-Touren lassen sich die Schlösser nun digital entdecken. Ob in der Panorama-Ansicht auf dem Bildschirm oder mit der Virtual-Reality-Brille – die Rundgänge steigern nicht nur die Vorfreude auf den Schlossbesuch, der Ausflug zum Schloss lässt sich damit auch auf ganz besondere Weise nacherleben und mit Freunden teilen.

Aufruf: Vorschläge für das Immaterielle Kulturerbe einreichen

Dritter Bewerbungszyklus zur Aufnahme in bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes hat begonnen

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu machen. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Musiktraditionen, Theater und Tänze, Wissen und Praktiken sowie traditionelle Handwerkstechniken und Handwerkstraditionen.

„Das Barther Kinderfest und das Tonnenabschlagen auf dem Darß sind im vergangenen Jahr in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen worden. Dies ist ein großer Erfolg für das Kulturland Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Vereine, Institutionen und Kommunen können sich im dritten Bewerbungszyklus um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bewerben“, erläuterte Hesse. Zuvor waren schon das Malchower Volksfest, das Reetdachdeckerhandwerk sowie die Köhlerei und die Niederdeutschen Bühnen als länderübergreifende Anträge in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

Die Erstellung eines bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes ist ein mehrstufiges Verfahren, an dem die Bundesländer, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt sind.

Nach dem zweiten Zyklus 2015/2016 hat in diesem Frühjahr die dritte Vorschlagsrunde begonnen. Bis zum 30. Oktober 2017 können Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen, die eine kulturelle Ausdrucksform im Sinne des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes praktizieren, auch in Mecklenburg-Vorpommern einen Antrag zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis stellen. Die Bewerbung erfolgt mit einem einheitlichen Bewerbungsformular.

Denkmalpreise des Landes im Jahr 2017 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Unsere Denkmale brauchen Menschen, die sich mit Hingabe um sie kümmern

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Denkmalpreise zu machen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt auch im Jahr 2017 den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 31. Mai 2017 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

„Unsere Denkmale brauchen Menschen, die sich mit Hingabe um sie kümmern und ihnen viel Zeit schenken“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Um zu zeigen, dass wir dieses Engagement nicht als selbstverständlich ansehen, vergibt das Land in jedem Jahr die Denkmalpreise. Ich freue mich über alle, die jene Bürgerinnen und Bürger vorschlagen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern um die Denkmalpflege verdient gemacht haben“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche ist mit 700 Euro dotiert.

Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Vorschläge sind an folgende Adresse einzureichen:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Stralsund: Langschiff der Kulturkirche St. Jakobi wiedereröffnet

Kulturstaatssekretär Schröder: Restauriertes Langschiff ist sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, historische Gebäude mit Leben zu füllen

Stralsund – Vorpommern ist um einen besonderen Kulturort reicher. Das Langschiff der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund ist am Freitag, 27. Januar 2017, feierlich wiedereröffnet worden. Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder lobte das Ergebnis nach zweijähriger Renovierung und Restaurierung.

„Dieser Bau ist ein Zeugnis der Backsteingotik, diesem ehrwürdigen Baustil, der unsere Region prägt und verbindet“, sagte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder „Als Kulturkirche bereichert St. Jakobi Vorpommern schon länger. Das restaurierte Langschiff ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, historische Gebäude mit Leben zu füllen. Beim Denkmalschutz soll es nicht nur darum gehen, Zeugnisse vergangener Bau- und Handwerkskunst zu repräsentativen Zwecken zu erhalten, sondern auch darum, in historischen Gemäuern zu leben, zu wohnen, zu arbeiten, kurz: zusammenzukommen. In diesem Raum können die Besucherinnen und Besucher nun gemeinsam Kunst und Kultur erleben“, betonte Schröder.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat die Arbeiten in der Kulturkirche St. Jakobi durch die Umsetzung des Programms „Invest Ost“ begleitet. Mit diesem Förderprogramm beteiligt sich der Bund an Investitionen in national bedeutenden Kultureinrichtungen in Ostdeutschland. Für die Kulturkirche wurden in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 145.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördermittel des Bundes werden über die jeweiligen Länder ausgereicht.

Finanzminister nimmt Förderzusage für Planschatz entgegen

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb konnte für die Schlösserverwaltung Mecklenburg-Vorpommern eine Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für den Mecklenburgischen Planschatz entgegennehmen.

Die 600 Architekturzeichnungen und einige Kupferstiche zeigen vor allem Bauvorhaben der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin im 18. Jahrhundert.

Der Planschatz war ein Zufallsfund. Im Zuge von Nachforschungen zu Schloss Ludwigslust ist die umfangreiche und bislang unbekannte Sammlung von Plänen vor gut sieben Jahren in der Landesbibliothek wiederentdeckt worden. Die 600 Architekturzeichnungen und einige Kupferstiche zeigen vor allem Bauvorhaben der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin im 18. Jahrhundert, aber auch überregionale Projekte in Hannover, Sachsen, Preußen und internationalen Kunstzentren wie Rom, Paris und St. Petersburg. Bis dahin blieb der verloren geglaubte Planschatz fast 200 Jahre unangetastet. Nun ermöglicht er eine neue Sicht auf die Entwurfs- und Planungspraxis sowie die Bau- und Repräsentationspolitik eines norddeutschen protestantischen Hofes.

Auch dank der finanziellen Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin können die Pläne nun im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes wissenschaftlich aufbereitet werden. 2018 sollen die wichtigsten Funde in einer Ausstellung des Staatlichen Museums Schwerin öffentlich präsentiert werden. Bestandteil der Förderung sind ein wissenschaftlicher Bestandskatalog und virtuelle Architekturmodelle.

Die Förderzusage konnte Finanzminister Mathias Brodkorb im Rahmen eines parlamentarischen Abends des Ostdeutschen Sparkassenverbandes entgegennehmen. „Die Erforschung des beindruckenden Fundes“, so Brodkorb, „schließt eine große Lücke in der Kulturgeschichte Mecklenburgs. Ich freue mich sehr, dass wir die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin als starke Partner an unserer Seite haben, um die einmaligen Dokumente zur Entwicklung unseres Landes wissenschaftlich aufbereiten und präsentieren zu können.“

Auch Michael Ermrich, der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hob beim Parlamentarischen Abend die Bedeutung des Fundes für das Land hervor: „Der Planschatz wird weit über unsere Tage hinaus eine neue Schule des Sehens für unseren Blick auf das kostbare architektonische Erbe Mecklenburgs zwischen Rostock und Schwerin, Klützer Winkel und Ludwigslust bedeuten. Als gemeinsamer Hauptförderer neben dem Land begleiten darum die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin dieses singuläre Vorhaben.“

Kai Lorenzen, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, betonte die Bedeutung des baukulturellen Erbes für die Menschen in der Region: „Die Menschen hier in der Landeshauptstadt und im Landkreis Ludwigslust-Parchim empfinden eine intensive Bindung an ‚ihre‘ heimatlichen Schlösser. So erweist sich das im letzten Jahr neu eröffnete Ludwigsluster Schloss mit seinem glanzvoll restaurierten Ostflügel als ein starker Besuchermagnet. Mit ihrem Engagement für den Planschatz möchte die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin zusammen mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung daran mitwirken, das Potential ‚unserer‘ Schlösser gerade auch für den westmecklenburgischen Raum weiter zu heben.“

„Bewahren. Stärken. Begeistern“. So könnte der Auftrag gelautet haben, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung 1996 die kulturelle Bühne betrat: als Kulturstiftung und Gemeinschaftswerk aller Mitgliedsparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, und Sachsen-Anhalt.

Über 1.900 Projekte wurden bisher zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Mecklenburg-Vorpommern für 297 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 11 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nichtstaatlicher Kulturförderer in Deutschland.

Deutscher Preis für Denkmalschutz 2017 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Vorschläge für Preisträger aus unserem Land machen

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ einzureichen. Die Auszeichnung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz wird jährlich vergeben und ist die höchste ihrer Art in Deutschland. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz ist an die einzelnen Länder herangetreten mit der Bitte, die diesjährige Ausschreibung bekannt zu machen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis Freitag, 31. März 2017, eingereicht werden.

„Viele Gutshäuser, Wohngebäude und Kirchen bei uns im Land stehen unter Denkmalschutz. Das archäologische Erbe in Mecklenburg-Vorpommern ist reichhaltig“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn aus unserem Land Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger gemacht werden. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten oder Personengruppen vergeben, die sich in beispielhafter Weise für den Erhalt des baulichen und archäologischen Erbes eingesetzt haben“, erläuterte Hesse.

Der „Deutsche Preis für Denkmalschutz“ gilt ferner für Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Radio und Fernsehen, die sich in ihren Veröffentlichungen in herausragender Weise dem Denkmalschutz gewidmet haben. Leistungen, die mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet werden, sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Bürgerengagement bzw. die berufliche Tätigkeit hinausgehen. Eine Jury schlägt dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz mögliche Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung vor.