Dahlemann: Schlösser und Gutshäuser tragen zur regionalen Identität bei

Schwerin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat während seines „Schlösser- und Gutshäusertages“ eine positive Zwischenbilanz seiner Vorpommerntour gezogen: „Ich habe bisher viele Gespräche zu den verschiedensten Themen geführt. Beim heutigen Thementag habe ich mich noch einmal davon überzeugen können, wie wichtig die historischen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser für den Tourismus in der Region, gerade im vorpommerschen Hinterland einige Kilometer weg von der Ostseeküste, sind.“

Dahlemann dankte während seines Besuches auf Schloss Ludwigsburg den ehrenamtlichen Akteuren vor Ort, wie z. B. Christel Schmidt, der langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins Ludwigsburg und auch denen, die privates Geld für die Sanierung dieser historischen Stätten in die Hand nehmen.

Gute Konzepte seien der Schlüssel zum Erfolg. Die Umsetzung solcher Konzepte sei mit dem Ludwigsluster Schloss und dem Schloss Bothmer im Landkreis Nordwestmecklenburg, die sich beide in Landeseigentum befinden, gut gelungen. Dahlemann: „Dieser Verantwortung müssen wir uns als Landesregierung auch in Vorpommern weiter stellen, zum Beispiel bei der langersehnten Sanierung des Schlosses Ludwigsburg, denn dieses geschichtliche Juwel der Pommerschen Herzöge hat Potenzial für den gesamten östlichen Landesteil.“

Aber auch Vorpommern könne bereits mit guten Beispielen punkten. Als ein Schmuckstück gelte das Jagdschloss Granitz auf Rügen. In gemeinsamer Kraftanstrengung von Land und dem Seebad Ueckermünde sei es gelungen, das Schloss in der Stadt umfangreich zu sanieren. „Damit ist das Seebad um eine Attraktion, die auch die regionale Identität stärkt, reicher. Und auch das Wasserschloss in Quilow wird gegenwärtig denkmalgerecht saniert. Dafür hat die Landesregierung Fördermittel an die Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum übergeben.“

„Macht und Pracht“: Tag des offenen Denkmals im Kloster Bad Doberan

Bad Doberan – Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern findet am Sonntag, dem 10. September 2017, im ehemaligen Zisterzienserkloster Bad Doberan im Landkreis Rostock statt.

„In der Klosteranlage lässt sich das Motto sehr schön aufgreifen, schließlich war dort die Grablege des Fürstentums Mecklenburg“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Zudem war das Kloster lange Zeit das geistliche, politische und wirtschaftliche Zentrum Mecklenburgs, und davon zeugt es noch heute“. Die Ministerin betonte, den Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gerne zu unterstützen: „In Mecklenburg-Vorpommern gibt es so viel Schützens- und Erhaltenswertes. Indem solche Tage diese Schätze erlebbar machen, sensibilisieren wir ein breites Publikum für dieses wertvolle Erbe“.

Landesweit haben am Tag des offenen Denkmals in MV Schlösser, Guts- und Herrenhäuser, Kirchen, Bürgerhäuser, Parks und Gärten, Villen in den Ostseebädern und auch Großbauten der Moderne ihre Tore geöffnet. Welche und wo genau, ist ab August unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm/ abrufbar.

Seit 2008 werden bei der zentralen Eröffnungsfeier des Landes auch der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ verliehen. Die Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger konnten bis Ende Mai beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht werden. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der „Denk mal!“-Preis mit 700 Euro dotiert.

Gartentag im Schlosspark Bothmer

Bothmer – Am kommenden Sonntag veranstalten die Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern erneut einen Gartentag im Schlosspark Bothmer. Mit dabei sind die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle, die mit ihrer Tour „Bella Italia“ Station im Klützer Winkel machen.

Finanzminister Mathias Brodkorb wird den Gartentag um 11 Uhr offiziell eröffnen. Direkt im Anschluss spielen die „MeckProms on Tour“ im Garten hinter dem Haupthaus. Karten für dieses Konzert können ab 10 Uhr vor Ort zum Preis von 26 Euro erworben werden.

Im Ehrenhof widmen sich dann ab 12:30 Uhr mehrere Stände dem Thema „Garten“ in all seinen Facetten. Neben der Staudengärtnerei aus Klütz präsentieren sich hier auch eine Rosenbaumschule, eine Obstbaumschule, es gibt einen Kräuterstand und andere Stände, die vorwiegend Anregungen zur Gestaltung privater Gärten geben.

Über die Gestaltung eines öffentlichen Schlossgarten können sich die Besucherinnen und Besucher um 13 und um 15 Uhr bei Führungen informieren. Der Schlossgärtner selbst wird diese Exkursionen führen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Ein Kinderprogramm für die kleinen Gartenbesucher rundet den diesjährigen Gartentag in Bothmer ab.

Sanierung des Schlossturmes in Ueckermünde

Ueckermünde – „Das Seebad Ueckermünde wird mit Unterstützung des Landes noch attraktiver“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe von vier Zuwendungsbescheiden mit einer Gesamtsumme von rund 672.000 Euro an den Bürgermeister der Stadt Gerd Walther.

„Wir werden mit rund 300.000 Euro aus EFRE-Mitteln die Sanierung des Schlossturmes unterstützen. Dabei sollen das Mauerwerk und die Fassade erneuert werden. Der Turm beherbergt das Schlossmuseum und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Er ist wichtig für die regionale Identität und für den Tourismus. Wir wollen dafür sorgen, dass der Turm in neuem Glanz erstrahlt“, sagte Dahlemann.

Mit über 320.000 Euro wird die energetische Sanierung der Turnhalle der Regionalen Schule gefördert. „Ueckermünde profitiert davon gleich doppelt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine moderne Turnhalle. Und die Stadt kann Energiekosten sparen“, erläuterte der Staatssekretär. Ueckermünde habe in den letzten Jahren mit Unterstützung des Landes viel in seine Schulstandorte investiert. „Das ist vorbildlich. Darüber freue ich mich sehr.

Außerdem wird der Abfluss von Regenwasser an der Kirche St. Marien verbessert. Schließlich wird eine Freifläche an der Belliner Straße neu gestaltet und behindertengerecht saniert. Am Wochenende steht bereits der nächste Besuch Dahlemanns in Ueckermünde an. Dann nimmt der Parlamentarische Staatssekretär an der Eröffnung der Hafftage teil. „Das ist eines der wichtigsten Volksfeste bei uns in der Region. Ueckermünde präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Ich bin fest davon überzeugt: Das werden wieder drei großartige Tage für die Stadt.“

Restaurierung und Umbau des Wichernsaals in Schwerin

Schwerin – Heute übergibt Bauminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid für die Restaurierung und den Umbau des Wichernsaals an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin Dr. Rico Badenschier. Die Fördermittel in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro stammen aus dem EFRE-Strukturfonds 2014-2020 für integrierte nachhaltige Stadtentwicklung. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund drei Millionen Euro.

Die Landeshauptstadt beabsichtigt, das stadtgeschichtlich bedeutsame Einzeldenkmal, den Wichernsaal am ehemaligen Stephanusstift, zu einer Bildungsstätte und zu einem Begegnungszentrum umzubauen. Das in seinem Fortbestand derzeit stark gefährdete Gebäude soll wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als Vereinshaus zugeführt werden.

Die Maßnahme beinhaltet den Erhalt und die Restaurierung der noch aus dem 19. Jahrhundert original vorhandenen Konstruktionsteile und Schmuckdetails unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes sowie die energetische Instandsetzung und den behindertengerechten Umbau des Gebäudes mit dem Ziel, das Vereinshaus und den Saal als funktionale Einheit nutzen zu können.

Es entstehen neben dem Saal mit seiner multifunktionalen Nutzung, Seminar- und Tagungsräume sowie Umkleide-, Technik- und Sanitärräume. Die Maßnahme soll im September 2018 begonnen und voraussichtlich im vierten Quartal 2020 fertig gestellt werden.

Land saniert Klosterkirche Dobbertin zum 800-jährigen Jubiläum

Dobbertin – 2020 steht das 800-jährige Jubiläum der Klosteranlage in Dobbertin bevor. Bei einem Vor-Ort-Termin sagte der für den Landesbau zuständige Minister Mathias Brodkorb nun eine Sanierung der Klosterkirche zu.

Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen aber auch der Innenausstattung. Um diesen Zustand zu ändern, sind umfangreiche Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten notwendig.

Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) erarbeitete daher einen Sanierungsfahrplan bis zum großen Jubiläum im Jahr 2020. Dieses Konzept ließ sich Finanzminister Mathias Brodkorb heute in Dobbertin vorstellen.

In den kommenden drei Jahren soll mit Arbeiten an den Putzflächen, den Farbfassungen, Fenstern, Böden und der hölzernen Innenausstattung begonnen werden. Die geschätzten Kosten betragen etwa 300.000 Euro pro Jahr. Ziel ist es, dass der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche im Jubiläumsjahr genutzt werden kann. Dabei sollen die Baumaßnahmen so geplant werden, dass die Kirche weiterhin nutzbar bleibt. Mit 30.000 Gästen ist die Klosterkirche ein wichtiger Teil der touristischen Infrastruktur in der Region.

Ursprünglich war die Klosterkirche 1220 als Mönchskloster der Benediktiner gegründet und später in ein Stift zur Unterbringung von adeligen Damen umgewandelt, heute wird das Kloster Dobbertin als Diakoniewerk genutzt.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Hier in Dobbertin ist die Geschichte spürbar. Wir haben die Pflicht, diese einmaligen Zeugnisse auch für die kommenden Generationen zu bewahren. Mit der umfangreichen Sanierung stellen wir uns dieser Verantwortung.“

Parchim erhält Zuwendung für die Sanierung der Wallanlagen

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) möchte die historischen Wallanlagen sanieren. Für dieses Projekt stellt das Energieministerium aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Finanzhilfen für Integrierte nachhaltige Stadtentwicklung in Höhe von rund 810.000 Euro zur Verfügung. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen rund 1,1 Millionen Euro.

Mit der Sanierung der Wallanlagen soll das wertvolle kulturhistorische Erbe für Bewohner und Touristen erlebbar gemacht und für nachfolgende Generationen gewahrt werden. Mit Projekten wie der Revitalisierung der historisch bedeutsamen Wallanlagen werden Akzente zur Aufwertung von Freiflächen gesetzt, die der Erholung und Freizeitgestaltung der Einheimischen und Touristen dienen. Bausteine der Sanierung sind die Wiederherstellung zugewachsener Blick- und Sichtachsen, die nachhaltige Pflege und Entwicklung der Baum- und Gehölzbestände nach Vorbild historisch nachweisbarer Pflanzenlisten und die Neuordnung der Wege.

Für das Vorhaben wurde ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn gewährt, so dass im August 2016 begonnen werden konnte. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2018 geplant.

Engagement der Kirchenförderer macht Erhalt der Gotteshäuser noch wertvoller

„Die Kirchengemeinden haben in den vergangenen beiden Jahrzehnten großartiges geleistet. Sie haben es geschafft, viele Kirchen und das Gemeindeleben zu erhalten. Einen gewichtigen Anteil daran haben Spender, Förderer, der Staat, aber vor allem die Menschen in den Gemeinden. Im Namen der Landesregierung spreche ich daher meinen Dank aus“, sagte Justizministerin Hoffmeister zum Tag der Kirchenbau-Fördervereine in Parchim.

„Ich habe mir gerade selbst ein Bild von einem solchen Engagement gemacht. Die Dorfkirche St. Laurentius in Hornstorf ist ein Paradebeispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Vereinen, Gemeinde und Spendern. Von über 820.000 Euro, die letztes und dieses Jahr in die Sanierungsarbeiten flossen und fließen, kamen allein 46.000 Euro vom Förderverein, von Spendern und der Kirchengemeinde. Das ist ein ganz wichtiger Beitrag. Dieses Engagement vor Ort machen die Arbeiten an Sakristei, Turm oder Dach der über 600 Jahre alten Hornstorfer Kirche noch wertvoller“, so Ministerin Hoffmeister.

„Der Einsatz der vielen Fördervereine im Land lohnt sich. Ihr Glaube versetzt Berge, ihr Herzblut erhält Leben. Beides zusammen stärkt unsere Kirchengemeinden und stützt unsere christlich geprägte Gesellschaft. Die Kirchen haben in Jahrhunderten Kriege, Zerstörung und zwei Diktaturen überlebt. Sie sind heute Orte des Glaubens, der Besinnung und touristischer Magnet. Ihr Erhalt wird uns weiter beschäftigen. Darum wünsche ich allen Förderern, Spendern und Menschen vor Ort, dass ihnen nicht die Kraft für ihr Engagement ausgehen möge“, sagte die Justizministerin.

Kleines Fest für große Königin

Luisen-Gedenkstätte feierlich wiedereröffnet

Hohenzieritz – Die Luisen-Gedenkstätte auf Schloss Hohenzieritz ist heute feierlich wiedereröffnet worden. Zahlreiche Besucher kamen, um einen ersten Blick in die neugestaltete Gedenkstätte zu werfen.

Der Sommersitz des Strelitzer Herzogs war lange Zeit eher unbekannt, mit dem Ableben der hochverehrten Preußenkönigin Luise am 19. Juli 1810 änderte sich das schlagartig. Als Sterbeort von Königin Luise wurde Hohenzieritz weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und bis heute liegt ein Hauch von Wehmut über dem Schloss.

Der Luisentempel in Hohenzieritz.

Diese Besonderheit einzufangen und zu bewahren war Ziel der Neugestaltung der Ausstellung. Zentrales Element ist daher das Sterbezimmer in seiner Ausgestaltung von 1885 – so wie es der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz wiederhergestellt hatte. Erstmalig kann dieses Zimmer nun auch betreten werden. An Hörstationen erfahren die Gäste herzergreifenden Berichte über den Tod der Königin, die ihr Gemahl und eine Tochter verfassten. Ein außergewöhnliches Exponat stellen die so genannten Autographentafeln dar, auf denen sich in den letzten Jahrhunderten die High Society des europäischen Hochadels verzeichnet hat, die an Luises Sterbeort gepilgert war. Die heutigen Gäste können sich nun nicht nur selbst in die illustre Reihe eintragen, sondern sich an Medienstationen über ihre adligen „Vorgänger“ informieren.

Die Besucherinnen und Besucher werden dadurch selbst Teil der Geschichte. Eine interessante Erfahrung gerade für die Generation, die nicht mehr mit dem Luisen-Mythos aufgewachsen ist. Dieser Eindruck wird verstärkt durch zahlreiche Kunstwerke, die der Verein erworben oder geliehen hatte und die nun in neuem Licht präsentiert werden. Dem Land gelang es auch, neue Leihgaben einzuwerben, so zum Beispiel ein Portrait von König Friedrich Wilhelm III. aus dem Eigentum des preußischen Königshauses.

Finanzminister Mathias Brodkorb betont daher, dass die Neugestaltung der Gedenkstätte ohne den langjährigen und engagierten Einsatz des ehemaligen Schlossvereins undenkbar wäre. Die feierliche Wiedereröffnung sei daher auch als Bekenntnis des Landes für den dauerhaften Erhalt dieses Erinnerungsortes zu verstehen: „Ich bezweifele, dass eine Wiederbelebung des Gedenkortes Hohenzieritz ohne dieses Engagement je stattgefunden hätte. Und ich möchte betonen, dass alles, was wir heute präsentieren, auf diesem Fundament und seinen historischen Vorgängern aufbaut.“

Am gesamten Pfingstwochenende ist die Gedenkstätte von 10 bis 17 Uhr geöffnet, danach steht die Gedenkstätte dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr für Besucher offen.

Führungen können unter 0172/2873931 oder schloss-hohenzieritz@mv-schloesser.de gebucht werden – mehr über den Ort und das Veranstaltungsprogramm erfahren sie unter www.mv-schloesser.de/hohenzieritz.

Wasserschloss Quilow wird umfangreich saniert

Quilow – Das Wasserschloss in Quilow, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Polzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald, soll umfassend um- und ausgebaut werden. „Das Wasserschloss Quilow ist ein historisches Kulturerbe der Geschichte unseres Landes. Für Einheimische und Gäste wird das Schloss wieder zu einem attraktiven Anlaufpunkt erweitert. Dank des Engagements der Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum e.V. wird das historische Gemäuer jetzt denkmalgerecht saniert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat vor Ort einen Fördermittelbescheid an die Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum MV e.V. als Eigentümer des Schlosses übergeben.

Das 1575 erbaute Wasserschloss Quilow gehört zu den wenigen erhaltenen Renaissanceanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Förderverein der Stiftung Kulturerbe plant, das Schloss im Sinne einer gläsernen Denkmalpflege wieder nutzbar zu machen. Besucher können – nach Voranmeldung – auch während der Sanierung das Schloss besichtigen. Die geplanten Maßnahmen betreffen unter anderem das Untergeschoss, in dem künftig eine Touristinformation, ein Aufenthaltsraum, öffentliche Toiletten und eine Teeküche mit Möglichkeiten zum externen Catering entstehen sollen.

Im Obergeschoss werden unter anderem der Treppenturm, der Flur mit historischen Wandmalereien, der Ausstellungsraum zum Thema „Herrscher und Beherrschte in historischen Dimensionen“, der Medienraum, der historische Abort, der Ausstellungsraum „Comics aus Quilow“ und das Archiv saniert. Im zweiten Obergeschoss sollen unter anderem der Alte Festsaal, der Raum für Baugeschichte und der Eingangsbereich vom Turm zum Festsaal umgebaut werden. „Das Wasserschloss liegt direkt am Peenetal Rundweg und nahe dem Naturpark Flusslandschaft Peenetal. Die Erweiterung der Anlage zu einer Raststation für Radfahrer und Wanderer bietet hervorragende Möglichkeiten, die Region kulturell und touristisch insgesamt noch bekannter zu machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen knapp 4,2 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Projekt in Höhe von mehr als 3,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Schloss Hohenzieritz vor der Wiedereröffnung – Ein Fest für Luise

Hohenzieritz – Am Sonnabend vor Pfingsten ist es so weit: Die Luisen-Gedenkstätte im Schloss Hohenzieritz wird wiedereröffnet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Festtag ganz im Zeichen der preußischen Königin Luise, die hier 1910 im Alter von nur 34 Jahren verstarb.

Schloss Hohenzieritz Foto @ Timm Allrich

Nach mehr als 15 Jahren, in denen der ehemalige Schlossverein Hohenzieritz die Geschicke des Erinnerungsortes geleitet hatte, übernahmen die Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes im Frühjahr des vergangenen Jahres die Trägerschaft der Luisen-Gedenkstätte. Nach einer mehrmonatigen Neugestaltung ist die Luisengedenkstätte jetzt wieder für die Öffentlichkeit erlebbar. Neben bekannten Ausstellungsstücken und dem vertrauten Sterbezimmer können nun auch moderne Medienstationen und neue Exponate entdeckt werden.

Das Programm beginnt um 12 Uhr mit einer musikalischen Begrüßung der Neubrandenburger Philharmonie. Im Anschluss eröffnet der Hausherr, Finanzminister Mathias Brodkorb, die Gedenkstätte. Die Besucherinnen und Besucher erwartet den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm – mit Führungen durch den Schlosspark, einem Fachgespräch von Luise-Kennern und weiteren künstlerischen Darbietungen. Für die kleinen Gäste gibt es ein Kinderprogramm rund um die Preußenkönigin. Die Ausstellungsräume werden am Festtag bis 17 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt ist frei.

„Durch das ehrenamtliche Engagement des ehemaligen Schlossvereins wurde Hohenzieritz zu einem Gedenkort mit überregionaler Bedeutung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird die wertvolle Arbeit des Vereins nun fortführen und die Bedeutung des Ortes weiter stärken“, so Minister Brodkorb.

Jetzt vorschlagen: Preisträger für Denkmalpreise 2017

Ministerium verlängert Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises und des Denk mal! Preises für Kinder und Jugendliche zu machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge bis Donnerstag, 15. Juni 2017 (Poststempel), verlängert. Ursprünglicher Einsendeschluss war Mittwoch, 31. Mai 2017. Darüber hinaus will das Land mit einem neuen Faltblatt die Denkmalpreise bekannter machen.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Menschen, die sich um den Denkmalschutz verdient gemacht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Denkmalpreise, die wir alljährlich vergeben, sind Ausdruck der Wertschätzung des Landes für dieses denkmalpflegerische Engagement. In diesem Jahr würden wir uns darüber freuen, wenn noch weitere Vorschläge eingehen“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Beide Auszeichnungen werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals vergeben. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Museen und Schlösser sollen künftig einheitlich verwaltet werden

Schwerin – Nachdem die Zuständigkeit für das Staatliche Museum Schwerin seit dieser Legislatur vom Bildungs- auf das Finanzministerium übergegangen ist, hat Finanzminister Mathias Brodkorb dem Kabinett heute einen Gesetzentwurf für die Neustrukturierung vorgelegt. Ziel ist es, mit der Zusammenführung der Verwaltungen von Schlössern und Museen in die neue obere Landesbehörde „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“ inhaltlich zu stärken und das Besucheraufkommen zu steigern.

Schloss Ludwigslust

Bereits 2013 hatte ein Beratungsunternehmen die Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Betrieb für Bau- und Liegenschaften und dem Finanzministerium als ein Hemmnis für die effektive Verwaltung und Vermarktung der Schlösser und Gärten ausgemacht. Mit der Änderung der Organisationsstruktur soll das Kulturgut des Landes noch stärker als bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor ausgebaut werden.

Das Finanzministerium verspricht sich von der Neuorganisation unter anderem kurze Entscheidungswege, klare Verantwortlichkeiten, Wegfall von Doppelstrukturen, die Bündelung der Fachkompetenzen in einer Institution und nicht zuletzt einen einheitlichen Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages soll die geänderte Organisationsstruktur zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Wir wollen unsere Schlösser und Museen schlagkräftiger, zielgerichteter und effizienter organisieren. Nach der Übertragung der Zuständigkeit an ein Ministerium ist die einheitliche Organisation der nächste Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die Gärten des Klosters St. Jürgen vor Rambin

Insel Rügen – Von Bergen kommend, erkennt der Reisende schon aus einiger Entfernung auf der rechten Seite der B 96 das Klosterareal von St. Jürgen vor Rambin an seinem alten Baumbestand und den davon umgebenen Gebäuden. Gegen die umliegende offene, ackerbaulich genutzte Landschaft hebt sich der Klosterhof mit seinem dichten Gehölzbestand als abgeschlossener Gartenraum deutlich ab und die hochaufragenden Kronen der Linden- und Kastanienreihen der Grenzbepflanzung markieren eine klare Zäsur.

Nur wenigen ist jedoch bekannt, dass es sich hierbei um eine bis auf geringfügige Veränderungen erhaltene gärtnerische Anlage handelt, die im Zusammenhang mit einer Spital- und späteren Wohnnutzung in einzigartiger Weise eine jahrhundertealte Gartenkultur dokumentiert. Die kulturhistorische und gartendenkmalpflegerische Bedeutung der Anlage liegt in der Verbundenheit und Harmonie aneinander gefügter und unterschiedlichen funktionellen und ästhetischen Ansprüchen genügender Gartenräume wie Nutzgärten, Obstwiesen, Parkanlagen und Wohnbereich mit Schmuckplatz.

Die meisten Reisenden fahren jedoch vorbei, ohne dieses Gartenkunstwerk wahrzunehmen. Mir ist es auch jahrelang so ergangen, bis ich die Gelegenheit erhielt, mich näher mit der Geschichte der Klostergärten von Rambin zu beschäftigen, mich einzulassen und hierbei etwas vom einzigartigen Wesen dieses Ortes auf mich überging; eine Faszination, ein Zauber, eine Berührung, die wohl nur Anlagen mit der Kraft einer langen gärtnerischen Tradition ausstrahlen können, die so ganz unabhängig ist vom Wandel der Zeiten.

Die Stralsunder Akademie für Garten- und Landschaftskultur lädt herzlich ein zur Führung am 29. April 2017, 10.00 Uhr. Treffpunkt ist bei der Kapelle des Klosters in Rambin.

Die Teilnahme an der Führung kostet 5 Euro.

Pfarrwitwenhäuser in M-V

Ein Beitrag zum Lutherjahr 2017 – 500 Jahre Reformation

Schwerin – Das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel lädt zu einem außergewöhnlichen Themenabend der Reformationsgeschichte ein.

Pfarrhäuser als schützenswerte Denkmale sind bekannt. Häuser für Pfarrwitwen jedoch nicht. Dennoch gibt es von ihnen mehrere Dutzend in unserem Bundesland. Historisch gesehen sind die Pfarrwitwenhäuser eine direkte Folge der Reformation. Mit der Möglichkeit, dass Pfarrer heiraten durften, hat sich in den evangelischen Kirchen eine ausgeprägte Pfarrhauskultur entwickelt. Verstarb der Pfarrer, meist in seiner Dienstzeit, musste für die Pfarrfrau und oft auch für die Kinder gesorgt werden. Um das Pfarrhaus für einen Nachfolger zu räumen, zogen die Pfarrwitwen dann in die von der Gemeinde bereitgestellten Pfarrwitwenhäuser. Das Leben dort war bescheiden, doch in einer Zeit, in der es keine Renten-und Versorgungssysteme gab, ein ausgesprochenes Privileg.

„Das Reformationsjubiläum 2017 ist ein deutschlandweites Ereignis, das weit über die im Zentrum des Interesses stehenden Kernländer der Reformation Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinausgeht. Die Folgen der Reformation prägen noch heute unsere Gesellschaft und unser Staatswesen. Das Jubiläumsjahr sollte uns auch dazu ermuntern, über grundlegende Werte in unserer Gesellschaft zu diskutieren“, sagte der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier.

Justizministerin Katy Hoffmeister, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, sagt: „An die Pfarrwitwenhäuser zu erinnern, lässt die Tradition der evangelischen Kirche wieder aufleben. Traditionen aufzeigen bedeutet auch, Geschichte und Werte zu wahren. Das wird heute in der schnelllebigen Zeit immer wichtiger. Darum bin ich dem Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel sehr dankbar für diese Veranstaltungsidee. Und das Luther-Jahr passt perfekt zur Erinnerung. Die Pfarrwitwenhäuser zeugen von einer Zeit, in der Hinterbliebene noch selten abgesichert waren. Anders als heute. Das Pfarrwitwenhaus, in dem die Witwe des verstorbenen Pfarrers leben durfte, war ein absolutes Privileg. Doch oft entwickelte sich aus dem Privileg einiger weniger eine soziale Selbstverständlichkeit für viele. Heute ist die Absicherung im Alter ein Thema der gesamten Gesellschaft.“

Die Veranstaltung findet am 25. April 2017 um 18:00 Uhr im Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union statt. Anmeldungen per E-Mail bitte bis 19. April 2017 an event@mv-office.eu.