Guts- und Herrenhäuser vernetzen sich stärker

Schwerin – Das Kulturerbe der geschichtsträchtigen Schlossanlagen Mecklenburgs will der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. als regionaler Tourismusverband mit verschiedenen Events bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannter machen. Hierzu sollen die beeindruckenden Bauten stärker als bisher an die touristischen Zentren der Region Rostock angebunden werden.

„In der Region gibt es eine Vielzahl wertvoller Häuser, die ihr kulturhistorisches Erbe gern einer breiten Öffentlichkeit noch stärker zugänglich machen möchten. Nun soll durch ein breitgefächertes Angebot an kulturellen Veranstaltungen die Vielfalt der Häuser einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise entstehen noch mehr ganzjährige attraktive Angebote für Urlauber und Gäste. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der ländlich geprägten Tourismusräume“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. In den vergangenen zehn Jahren hat sich beispielsweise die Veranstaltung Mittsommerremise – die lange Nacht der Guts- und Herrenhäuser – bereits als Vorzeigeprojekt für M-V etabliert.

Der Verband Mecklenburgische Ostseebäder e.V. (VMO) vertritt aktuell 63 Mitglieder in den Regionen vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseebad Graal-Müritz und im Binnenland bis zum Schweriner See und Güstrow. Ziel ist es, in Verbindung mit den touristischen Anbietern von der Ostseeküste ein Netzwerk der Guts- und Herrenhäuser zu etablieren, um gemeinsame kulturelle Angebote zu etablieren. Die Vernetzung soll zunächst südwestlich von Rostock, vom Satower Land über das Salzhaff hin nach Wismar sowie bis ins Sternberger Seenland und über Bützow bis nördlich von Güstrow erfolgen. Ein Netzwerkmanager unterstützt die Akteure vor Ort bei der Organisation der Veranstaltungen.

Seit Projektbeginn haben sich mittlerweile knapp 30 Häuser dem gerade entstehenden Online-Vertriebs-Netzwerk angeschlossen, das die Angebote deutlich sichtbarer gestalten soll, als es herkömmliche Vertriebswege bisher getan haben. Dabei soll es weniger um eine Konkurrenz zu den etablierten Beherbergungsmöglichkeiten der Region gehen, sondern vielmehr darum, zielgruppenspezifisch thematische Schwerpunkte wie etwa das Thema Hochzeit zu setzen. Hierfür wurde auf ostseeferien.de eine neue Unterseite zu diesem Thema geschaffen, wo sich alle Heiratswilligen zentral über die Angebote im Verbandsgebiet informieren können. „Mecklenburg-Vorpommern hat in allen Regionen für Urlauber und Gäste attraktive Angebote. Manche müssen erst entdeckt werden. Potenzial besteht vor allem im ländlichen Raum. Deshalb gehen die Verbandsmitglieder den richtigen Weg, um gemeinsam eine höhere Bekanntheit zu erreichen“, sagte Glawe.

Einhergehend mit der Vermarktung der Herrenhäuser als Veranstaltungsorte sollen gleichzeitig auch regionale Produkte sowie traditionelle Gerichte aus der Region in den Fokus rücken. „Angesichts des derzeitigen Trends einer neuen Ländlichkeit können die geschichtsträchtigen Bauten ihre historische Rolle als Dorfmitte wieder erlangen und damit für die Infrastruktur in den einzelnen Gemeinden einen immensen Wertzuwachs bedeuten. Teilweise sind sie seit Jahrhunderten in Familienbesitz und erzählen die Geschichten alter Adelsgeschlechter. Wenn nun vermehrt interessierte Tagesgäste zu uns ins Land kommen, profitieren die Gutbesitzer und weitere Anbieter vor Ort. Eine derartige Dienstleistungskette kann vielerorts eine stärkere Verzahnung von kulturellen und wirtschaftlichen Angeboten bedeuten“, so Glawe weiter.

In den vergangenen Monaten wurde deshalb mit dem Aufbau der digitalen Vertriebsstruktur begonnen. Auch für die MittsommerRemise haben sich seither zehn weitere Häuser angeschlossen. Zudem konnte eine gemeinsame Tagung aller Akteure bereits als wichtiger Schritt, eine gemeinsame Identität zu schaffen, gegangen werden.

Im Förderzeitraum von Dezember 2018 bis November 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 36.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 22.000 Euro.

Mit der Neugründung des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. am 24. Mai 1991 im Seebad Heiligendamm wurde die Philosophie des historischen Vorbildes wieder aufgegriffen und erweitert: Stärkung des Fremdenverkehrs durch Bündelung von touristischen Aufgaben, Interessenvertretung der Mitglieder, Mitarbeit in Gremien und Arbeitsgruppen, strategisches und zielgruppenorientiertes Marketing, Präsentation der Mitglieder auf touristischen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit dem Landesverband und weiteren sieben Regionalverbänden in Mecklenburg-Vorpommern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination von Projekten, Lobbyarbeit.

In der heutigen Struktur betreut der Verband über 60 Mitglieder innerhalb des Verbandsgebietes, das sich geographisch vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseeheilbad Graal-Müritz erstreckt. Dazu gehören der Landkreis Nordwestmecklenburg und der Alt-Kreis Bad Doberan, alle Ostsee(heil)bäder, die Hansestadt Wismar, die Insel Poel, die Städte Kröpelin, Tessin, Neukloster und Neubukow, die Ostseegemeinde Börgerende-Rethwisch, der Klützer Winkel, das Satower Land, Fremdenverkehrsvereine und Touristinformationen sowie privatwirtschaftliche Unternehmen der Tourismusindustrie und anderer Wirtschaftszweige.

Land will Schloss Ludwigsburg kaufen

Schwerin – Die Landesregierung hat heute dem Erwerb der Schlossanlage Ludwigsburg und der Sanierung des Schlosses durch das Land Mecklenburg-Vorpommern zugestimmt. Das teilten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute im Anschluss an die Kabinettssitzung mit.

„Wir wollen, dass Schloss Ludwigsburg wieder in seiner ganzen Schönheit erstrahlt. Der Kauf des Schlosses zu einem symbolischen Preis ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg dahin. Wir bekennen uns mit unserem heutigen Beschluss gleichzeitig zur Sanierung der Anlage. Und wir freuen uns sehr darüber, dass sich der Bund daran mit 20 Millionen Euro beteiligen will. Unser Dank gilt allen Bundestagsabgeordneten aus dem Land, die sich erfolgreich für dieses Projekt eingesetzt haben. Außerdem haben wir das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und das Finanzministerium beauftragt, die bisherigen Gespräche zur Eingliederung des Schlosses Ludwigsburg als Außenstelle in das Pommersche Landesmuseum fortzusetzen. Denn klar ist: Wir brauchen ein langfristig tragfähiges Konzept für das Schloss“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

„Wir freuen uns, dass wir mit den Verhandlungen so weit sind. Schloss Ludwigsburg ist nicht nur für die touristische Entwicklung wichtig, sondern gerade auch für die regionale Identität. Viele Menschen in ganz Vorpommern haben sich für die Sanierung des Schlosses eingesetzt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass das Kabinett heute den Weg für einen Kauf des Schlosses freigemacht hat. Damit erhält Vorpommern nach dem Jagdschloss Granitz ein zweites Schloss im Landesbesitz“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

Der Kauf bedarf nun noch der Zustimmung durch den Landtag. Ein entsprechender Antrag soll bereits in der nächsten Sitzung des Landtages gestellt werden.

LED für Schweriner Paulskirche

Schwerin – Heute übergibt Energieminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 65.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Innenbeleuchtung der Paulskirche auf LED-Technik an Pastor Christian Heydenreich. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Um Energie einzusparen, sollen die Innenbeleuchtung der Paulskirche auf LED umgestellt und elektronische Steuerelemente eingebaut werden. Die vorhandenen 58 Leuchten (49 in Kirchenschiff und Eingang sowie 9 Leuchten unter der Empore), bestehend aus Hänge- und Wandleuchten sowie mobilen Strahlern sollen durch 62 LED-Leuchten (33 im Kirchenschiff und Altarraum, 21 unter der Empore, zwei an der Kanzel und sechs historische Leuchter) ersetzt werden. Dabei sollen die historischen Leuchter wieder an ihrem ursprünglichen Ort in den Seitenschiffen installiert werden.

Durch diese Maßnahmen können jährlich 2.247 Kilowattstunden Strom sowie ca. 1,2 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das Vorhaben ist zudem ein Beispiel dafür, wie Denkmalschutz und moderne Technik in Übereinklang gebracht werden können.

Treffen zwischen Landesregierung und Kirchenleitung

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig traf heute gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Landesregierung mit der Ersten Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) in Schwerin zusammen. Es war zugleich die erste Begegnung der Landesregierung mit Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, die ihr Amt am 1. April angetreten hat.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte zu Beginn der Begegnung: „Ich verbinde mit dem heutigen Treffen die Hoffnung, dass sich die gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und der Nordkirche auch künftig fortsetzen wird. Sie sind für uns wichtige Gesprächspartner und Ratgeber in allen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Ich freue mich auf die feierliche Amtseinführung der neuen Landesbischöfin am Pfingstmontag in Schwerin.“

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hob daraufhin die große Bedeutung hervor, die der Austausch mit der Landesregierung gerade in diesem Jahr, 25 Jahre nach Abschluss des Güstrower Vertrages, für die Kirchenleitung der Nordkirche hat. Sie würdigte die vielfältige Kooperation zwischen der Nordkirche und dem Land, bei der das Wohl und ein gutes Zusammenleben aller Menschen in Mecklenburg-Vorpommern im Blick seien.

Die Ministerpräsidentin ging auf die großen Herausforderungen ein, vor denen das Land steht: „Wir brauchen ein starkes soziales Engagement – in Vereinen, Verbänden, Parteien und in der Kirche. Es muss unser gemeinsames Ziel sein, den Zusammenhalt in unserem Land zu stärken. Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass gerade Menschen im ländlichen Raum und in sozialen Brennpunkten nicht ins Abseits geraten.“

Die Landesbischöfin betonte: „Es ist erklärter Wille der Nordkirche, auch künftig in der Fläche präsent zu bleiben und so Kirche für Andere, mit Anderen und inmitten Anderer in einer pluralen und multireligiösen Gesellschaft zu sein. In Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen engagieren sich Menschen unterschiedlichster Herkunft und oft auch unabhängig von Kirchenzugehörigkeit für ein gutes Miteinander vor Ort. Als Kirche bauen wir auch künftig Brücken, wo Grenzen, Vorurteile und Ungerechtigkeit Menschen trennen.“

Henrike Regenstein, Diakonisches Werk M-V, führte Kindertageseinrichtungen, Schulen und weitere Einrichtungen der Diakonie als Beispiele für soziale Integration an: „Hier gestalten Menschen aus unterschiedlichen sozialen Lebenssituationen gemeinsam ihren Alltag; ihre Kinder und Jugendliche haben Zugang zu guter Bildung.“

Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig für Kirchenangelegenheiten, sagte im Verlauf des Treffens: „Christliches Leben ist hier in Mecklenburg-Vorpommern sehr vielfältig, kreativ und für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Das merke ich bei allen meinen Besuchen in den Kirchengemeinden. Ich bin den Kirchen für ihr Engagement sehr dankbar und freue mich, dass wir in diesem Jahr zusammen den 8. Bibelwettbewerb für Schüler unter dem Motto ‚Aufsteh’n. Losgeh’n. Was bewegen.‘ gestartet haben.“

Der Greifswalder Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Sprengel Mecklenburg und Pommern) ging im Verlauf des Treffens auf den Religionsunterricht im Land ein und begrüßte es, dass im kommenden Jahr mehr neue Lehrkräfte als bisher für das Fach Religion erwartet werden: „Der Religionsunterricht kann noch nicht in allen Regionen ausreichend abgesichert werden. Daher ist es wichtig, dass Land und Kirche nichts unversucht lassen, um schrittweise die Unterrichtsversorgung gerade auch im ländlichen Raum zu verbessern.“ Zu weiteren Themen gehörte die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Mecklenburg-Vorpommern: Zentrum aller Bemühungen sei es, den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung besser gerecht zu werden.

Die jährlichen Gespräche zwischen Landesregierung und Kirchenleitung sind Bestandteil des Güstrower Vertrages von 1994, der das Verhältnis von Staat und evangelischer Kirche in Mecklenburg-Vorpommern regelt. In diesem Jahr fand das Treffen auf Einladung der Landesregierung statt.

Zur Amtseinführung von Landesbischöfin Kühnbaum-Schmidt am 10. Juni (Pfingstmontag) ab 14 Uhr mit Gottesdienst und Festprogramm im Schweriner Dom und auf dem Marktplatz wird auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ein Grußwort halten.

Bischof Andreas von Maltzahn verabschiedet

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig nahm heute am Gottesdienst und anschließendem Empfang zur Verabschiedung vom Bischof Andreas von Maltzahn im Dom zu Schwerin teil. Begleitet wurde sie von der für Kirchenangelegenheiten zuständigen Justizministerin Katy Hoffmeister.

Die Ministerpräsidentin würdigte das Wirken von Bischof von Maltzahn in ihrem Grußwort: „In Ihren bisherigen Aufgaben haben Sie immer dafür geworben, nach vorn zu schauen, sich nicht in die Vergangenheit zurück zu träumen. Ihr Weg war es, zu gestalten, auch wenn die Bedingungen für die Kirche schwieriger wurden. Das gilt auch für den Weg in die Nordkirche. Für Mecklenburg-Vorpommern und die Landesregierung kann ich sagen: Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihnen. Klar in der Haltung, konstruktiv und zugänglich haben wir Sie erlebt. Ich danke Ihnen für Ihren Dienst als mecklenburgischer Landesbischof und Bischof der Nordkirche. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute“.

Andreas von Maltzahn war seit 2007 mecklenburgischer Landesbischof und nach dem Zusammenschluss zur Nordkirche im Jahr 2012 Bischof für den Sprengel Mecklenburg. Künftig wird von Maltzahn für das Prediger- und Studienseminar in Ratzeburg tätig sein.

Katholische Kirche lädt zum Tag der Kulturen

Schwerin – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, hob am 4. Mai das besondere kirchliche Engagement für die Geflüchteten insbesondere seit dem Jahr 2015 hervor.

„Viele Initiativen sind seither von den Religionsgemeinschaften ausgegangen. Sie haben ihre Räume für Geflüchtete und für viele ehrenamtlich getragene Netzwerke geöffnet. Dafür gilt Ihnen mein Dank. Sie setzen ein starkes Zeichen für unsere offene und aktive Zivilgesellschaft“, so Kaselitz. Geladen hatte das Erzbistum Hamburg zu Gottesdienst, Foren und Workshops beim Erzbischöflichen Amt Schwerin.

„Wir alle erleben bis heute einen besonderen Zusammenhalt der Menschen, die im Bereich Integration und Migration tätig sind. Einen wichtigen Anteil daran haben die engagierten Akteure der katholischen Kirche und ihres Wohlfahrtsverbands, die Caritas im Norden. Ihre Unterstützung in den Netzwerken, den Beratungs- und Anlaufstellen half vielen Migrantinnen und Migranten“, erklärte Kaselitz in ihrem Grußwort. Dazu zählte sie u.a. den Sprachmittlerpool in Schwerin oder das Café International in Neubrandenburg.

Kaselitz verwies auf Ihr Interesse einer künftigen, stärkeren Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften des Landes: „Es bedarf ihrer Unterstützung, um die Fachkräfte und Ehrenamtler bei der Integrationsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken. Daher initiiere ich am 12. November in Schwerin eine landesweite Fachtagung Integration. Ein inhaltlicher Schwerpunkt dort ist der Beitrag der Religionsgemeinschaften für unser Zusammenleben.“

Jesendorf bekommt wieder eine Kirchturmuhr

Crowdfunding nützt der Region und stärkt die Gemeinschaft

Jesendorf – Die Gemeinde Jesendorf wird nach sehr langer Zeit bald wieder eine Kirchturmuhr haben. Die ursprünglich für Pfingsten geplante Inbetriebnahme hat ein Turmfalke verhindert, der in diesem Domizil sein Nest gebaut hat. Nun soll die Uhr zum Gemeindefest am 17. August das erste Mal schlagen. Die für das Uhrwerk und den Einbau erforderlichen Mittel wurden über eine moderne Form des Sponsorings im Internet gesammelt – das Crowdfunding. Die Plattform dafür stellte die WEMAG mir ihrer Crowd bereit.

Am Turm der Kirche in Jesendorf wird bald wieder eine Uhr die Zeit weithin sichtbar anzeigen. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„Die Kirchturmuhr für Jesendorf war eines der ersten Projekte, die wir auf der Internetseite vorgestellt haben. Umso mehr freut es mich, dass das noch recht unbekannte Crowdfunding in der vorgegebenen Zeit von sechs Wochen 21 Unterstützer in der Region gefunden hat. So sind alle, die mitgemacht haben, Teil des Projekts geworden. Das stärkt die Gemeinschaft. Zusammen haben sie 5.332 Euro gespendet. Das Ziel lag bei 5.000 Euro“, sagte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart bei der Scheckübergabe.

„Wir waren von der Resonanz total überrascht, zumal das Thema ungewöhnlich ist und Jesendorf nicht jeder kennt“, sagte Sebastian Knauer, der Gründungsmitglied und Vizepräsident des 1. Mecklenburger Uhrenclub e. V. ist und für das Projekt auf der WEMAG-Crowd warb. Um das Projekt bekannt zu machen, hat er soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter mit ihrer hohen Interaktionsrate genutzt. Außerdem hat der Uhrenclub alle Kontakte über seine Mitglieder und deren Bekannte zur Beteiligung aufgerufen und das Projekt in der regionalen Presse vorgestellt.

Uhrmacher Hans-Joachim Dikow, Präsident des 1. Mecklenburger Uhrenclub e.V., WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Martin Maercker und Bärbel Fink vom Vorstand des Fördervereins Kirche Jesendorf, Wulf Kawan, Vorsitzender der Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg und Pastor Andreas Kunert (v.l.) engagieren sich zusammen für die Kirchturmuhr in Jesendorf. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

Zum Kreis der Unterstützer gehört neben zahlreichen privaten Spendern auch die Stiftung Kirchliches Bauen in Mecklenburg. „Wir sind stolz auf diese bemerkenswerte Initiative und freuen uns, dass die Kirche in Jesendorf bald wieder weit sichtbar die Uhrzeit anzeigt“, sagte Stiftungsvorsitzender Wulf Kawan.

Das über die WEMAG-Crowd gesammelte Geld bildet einen wichtigen Baustein für die gesamte Finanzierung des 13.000 Euro umfassenden Projektes, hinter dem die Initiative „Kirchturmuhren in Not“ steht. „Unter den etwa 600 Kirchturmdächern Mecklenburgs verrosten und verrotten schätzungsweise 200Meisterwerke des Uhrmacherhandwerks. Konkrete Informationen über den Zustand der Turmuhren existierten anfangs allerdings nicht“, erklärte der Schweriner Uhrmacher Hans-Joachim Dikow. Der Klockenschauster hatte die bislang in Deutschland einzigartige Idee, alle Kirchturmuhren in Mecklenburg zu erfassen.

Um das Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, wurde die Wanderausstellung „Kirchturmuhren in Not“ realisiert, die bereits in verschiedenen Städten des Landes Station gemacht hat und ab dem 13. April in der Marienkirche zu Rostock zu sehen ist. Sie dokumentiert anschaulich die Arbeit der Erfassung und Rekonstruktion von Kirchturmuhrwerken in Mecklenburg und erläutert deren historischen Hintergrund.

Ermöglicht wurde die Ausstellung dank des großen Engagements der WEMAG. Der Energieversorger aus Schwerin unterstützt das Projekt seit über zwei Jahren. „Die Kirchturmuhren sind Gradmesser des technischen Fortschritts und Zeugen der Zeitgeschichte, die wir für die nächsten Generationen bewahren wollen. Deshalb unterstützen wir den 1. Mecklenburger Uhrenclub bei seinem Vorhaben, die Uhren in den Kirchtürmen unserer Region zu restaurieren und damit zu erhalten“, sagte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart.

Schwesig dankt Landesbischof Ulrich für die gute Zusammenarbeit

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin Gerhard Ulrich für sein Wirken als erster Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gedankt.

„Sie haben die Nordkirche gemeinsam mit vielen anderen auf den Weg gebracht, haben mitgeholfen, den Weg zu ebnen. Es sollte eine Begegnung auf Augenhöhe sein, zwischen großen und kleinen Kirchen, zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West“, erinnerte Schwesig an die Anfänge der Nordkirche.

Das Zusammenführen unterschiedlicher kirchlicher Traditionen in Ost und West sei keine einfache Aufgabe gewesen. Unter Leitung Ulrichs sei das Zusammenwachsen jedoch gut gelungen. „Ich finde: Die Nordkirche ist schon sehr gut zusammengewachsen“, sagte Schwesig in ihrer Rede im Anschluss an den Gottesdienst zur Verabschiedung Ulrichs. „Heute, nach fast sechs Jahren ihres Bestehens ist die Nordkirche für viele evangelische Christen bei uns im Land ein wirkliches Zuhause geworden.“

Ulrich habe die neue Nordkirche immer als „Kirche im Dialog“ verstanden, in aktuellen Diskussionen aber auch klar Position bezogen. „Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihnen. Klar in der Haltung, konstruktiv, auch versöhnlich und zugänglich haben wir Sie erlebt. Jemand, der auf andere zugeht und bei dem man immer gespürt hat, wie sehr er geerdet ist“, bedankte sich Schwesig für die gute Zusammenarbeit mit der Landesregierung

Sanierung der Kirche in Lübs

Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig auch für Kirchenangelegenheiten: „Der Glockenstuhl und das Geläut werden modernisiert“

Lübs – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im vorpommerschen Lübs der evangelischen Kirchengemeinde Altwigshagen einen Zuwendungsbescheid über 28.000 Euro überreicht.

„Mit dem Geld aus dem Strategiefonds können sowohl der Glockenstuhl vor dem Westgiebel als auch die Anlage für das Geläut modernisiert werden. Glocken sind der Herzschlag einer Kirche und künden vom Leben im Gotteshaus. Daher setzen wir mit der Zuwendung ein wichtiges Zeichen für das Leben der Kirchengemeinde“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Bescheids. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Die Kirche Lübs ist über 120 Jahre alt. Der Glockenstuhl steht vor der Kirche im Freien, die Glocke soll aus dem 14./15. Jahrhundert stammen.

Sanierung der Kirche im vorpommerschen Wusterhusen

300.000 Euro aus Strategiefonds für Sanierung der Kirche im vorpommerschen Wusterhusen

Wusterhusen – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im vorpommerschen Wusterhusen der evangelischen Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen einen Zuwendungsbescheid über 300.000 Euro überreicht.

„Das Geld aus dem Strategiefonds wird für die Sanierung des Gebäudes verwendet. Einige der wichtigen Arbeiten sind die Sanierungen von Gewölbe- und Strebepfeilern. Der Fußboden muss instandgesetzt werden. Die Außenwände müssen stabilisiert werden. Das Kirchengebäude bekommt zudem eine moderne Entfeuchtungsanlage sowie eine zeitgemäße Beleuchtung und Akustik. Die Zuwendung aus dem Strategiefonds ist über zwei Jahre gestreckt und wird dazu beitragen, dass die Kirche in Wusterhusen als wertvolles Zentrum der Gemeinde erhalten bleibt“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Die ältesten Teile der Kirche Wusterhusen stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Städtebaufördermittel für Kirche St. Marien in Greifswald

Greifswald – Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Landesbauministerium Städtebaufördermittel in Höhe von rund 660.000 Euro für die Modernisierung der Kirche St. Marien. Die Gesamtkosten betragen rund eine Million Euro.

In den Jahren 2007 bis 2018 erfolgte bereits eine umfassende Außensanierung der stadtbildprägenden Kirche St. Marien. Nun soll die Marienkapelle erneuert und die Gestaltung der Außenanlagen abgeschlossen werden. Zudem ist geplant, mit ersten wichtigen Maßnahmen in der Marien- und der Annenkapelle zu beginnen.

Unter anderem sollen die Außenwandflächen sowie das Dach der Marienkapelle saniert werden. Der Fußboden soll abgesenkt und mit Kalksteinplatten befestigt werden. Oberhalb des Südportals in der Annenkapelle werden die Fenster neu gestaltet. Vorgesehen ist auch, die Orgelempore aufzuarbeiten und mit einem Anstrich zu versehen. Zudem sollen die Heizungsanlage sowie die Elektroinstallation erneuert werden. Außerdem wird der Außenbereich neu gepflastert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich in diesem Jahr starten und Ende 2020 abgeschlossen sein.

Das Vorhaben trägt dazu bei, das baukulturelle Erbe der Universitäts- und Hansestadt für seine Bewohner und Besucher zu erhalten.

Justizministerin Hoffmeister besucht Proben im Bibelzentrum Barth

Barth – Nach ihrem Gastauftritt 2017 im Reformationsmusical „Bugenhagen“ würdigte Ministerin Katy Hoffmeister jetzt die Arbeiten am aktuellen Werk „Durchkreuzte Wege“.

„Christliches Leben ist hier in Mecklenburg-Vorpommern sehr vielfältig und kreativ. Zu dieser Vielfalt und Kreativität trägt ohne Zweifel das Bibelzentrum in Barth bei. Nachdem ich im Jahr des Reformationsjubiläums bei einem Auftritt im Musical ‚Bugenhagen‘ mitsingen durfte, habe ich versprochen, dass ich weitere Werke unterstützen möchte. Daher freue ich mich über das aktuelle Programm mit dem Titel ‚Durchkreuzte Wege‘. Wieder zeigt sich das Herzblut in diesem Stück“, sagte Justizministerin Hoffmeister. Sie hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten eine Probe im Barther Bibelzentrum besucht.

„Das Bibelzentrum und seine aktiven Mitstreiter beweisen, wie lebendig und erfolgreich Ehrenamt sein kann. So ein Musical auf die Beine zu stellen, mit 45 Freiwilligen über Monate hinweg zu proben und danach im Land und über die Landesgrenzen hinaus auf Tour zu gehen, verdient hohen Respekt. Hier kommen Menschen in bester Absicht zusammen, um Freude und Gottes Wort zu verbreiten. Ich wünsche der Musicalgruppe für ihre Arbeit viel Erfolg“, sagte Ministerin Hoffmeister.

Nach Angaben des Bibelzentrums Barth erzählt das neue Musical „Durchkreuzte Wege“ vom Leiden und Sterben Jesu. Die 45 Sängerinnen und Sänger kommen aus ganz Vorpommern. Sie sind zwischen 5 und 68 Jahren alt. Für Anfang April ist die Premiere geplant. Tour-Termine gibt es bereits für Oktober in Sachsen.

Sanierung des Prinzenpalais Ludwigslust

Ludwigslust – Am Donnerstag, 10. Januar 2019, übergibt Landesbauminister Christian Pegel in Ludwigslust einen Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Stadt, Reinhard Mach. Das „Versailles des Nordens“ erhält im Rahmen der Städtebauförderung Mecklenburg-Vorpommern 2,69 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles Prinzenpalais.

Am stadtbildprägenden Standort soll ein modernes Wohnquartier unter Berücksichtigung der historisch wertvollen Bausubstanz entwickelt werden. Während der erste Bauabschnitt Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudebestands beinhaltete, wird das Prinzenpalais im zweiten Bauabschnitt grundsaniert und umgebaut. Es werden unter anderem die Dach- und Fachwerkskonstruktionen erneuert sowie die Fassade des Palais restauriert. Somit kann dieser städtebaulich wertvolle Stadtbereich in Verbindung mit dem Ludwigsluster Schloss künftig wiederbelebt werden.

Zuwendungsbescheide für Kirchengemeinden Altentreptow, Neukalen und Röckwitz

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) überreichte jetzt insgesamt knapp 204.000 Euro: „Das Geld aus dem Strategiefonds hilft bei Instandsetzungen“

Altentreptow – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte drei Zuwendungsbescheide überreicht. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri Altentreptow, die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen, und die Katholische Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg erhalten zusammen über 200.000 Euro. „Das Geld ist gut investiert. Denn aktive Kirchengemeinden kommen der gesamten Gesellschaft zugute. Dazu gehören intakte Kirchengebäude als Zentrum des christlichen Lebens“, sagte Justizministerin Hoffmeister zur Übergabe der drei Zuwendungsbescheide. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

In Altentreptow werden 80.000 Euro dabei helfen, den Turm der gotischen Backsteinkirche instand zu setzen. Saniert werden müssen das Mauerwerk, die innere Holzkonstruktion im Turmschaft und der Haube.

Die katholische Kirche St. Johannes Röckwitz braucht eine neue Heizungs- und Sanitäranlage. Dafür bekommt die zuständige Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg aus dem Strategiefonds 73.800 Euro.

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen erhält aus dem Strategiefonds 50.000 Euro. Die Kirche setzt das Geld ein, um das Glockengeläut zu erneuern. Dabei bleibt die alte große Eisenhartgussglocke als die größte der Glocken erhalten. Der vorhandene Glockenstuhl wird saniert.

Sanierung der Annenkapelle

35.000 Euro aus Strategiefonds für St. Marien Kirche in Greifswald überreicht

Greifswald – Justizministerin Hoffmeister hat in Greifswald als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien einen Zuwendungsbescheid über 35.000 Euro überreicht. „Das Geld aus dem Strategiefonds wird für einen internationalen Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Portals und des darüber liegenden Fensters der Annenkapelle eingesetzt.

Die Kapelle aus dem 14. Jahrhundert ist ein gotisches Kleinod in unserem Land und auf jeden Fall erhaltenswert. Wenn die Zuwendung aus dem Strategiefonds dazu beitragen kann, einen der wichtigsten und baugeschichtlich bedeutendsten Räume der Marienkirche in Greifswald wieder erlebbar zu machen, ist es gut investiertes Geld“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden. Die evangelische St. Marien-Kirche in Greifswald ist die älteste Stadtkirche der Hansestadt.