Schwesig dankt Landesbischof Ulrich für die gute Zusammenarbeit

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin Gerhard Ulrich für sein Wirken als erster Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gedankt.

„Sie haben die Nordkirche gemeinsam mit vielen anderen auf den Weg gebracht, haben mitgeholfen, den Weg zu ebnen. Es sollte eine Begegnung auf Augenhöhe sein, zwischen großen und kleinen Kirchen, zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West“, erinnerte Schwesig an die Anfänge der Nordkirche.

Das Zusammenführen unterschiedlicher kirchlicher Traditionen in Ost und West sei keine einfache Aufgabe gewesen. Unter Leitung Ulrichs sei das Zusammenwachsen jedoch gut gelungen. „Ich finde: Die Nordkirche ist schon sehr gut zusammengewachsen“, sagte Schwesig in ihrer Rede im Anschluss an den Gottesdienst zur Verabschiedung Ulrichs. „Heute, nach fast sechs Jahren ihres Bestehens ist die Nordkirche für viele evangelische Christen bei uns im Land ein wirkliches Zuhause geworden.“

Ulrich habe die neue Nordkirche immer als „Kirche im Dialog“ verstanden, in aktuellen Diskussionen aber auch klar Position bezogen. „Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihnen. Klar in der Haltung, konstruktiv, auch versöhnlich und zugänglich haben wir Sie erlebt. Jemand, der auf andere zugeht und bei dem man immer gespürt hat, wie sehr er geerdet ist“, bedankte sich Schwesig für die gute Zusammenarbeit mit der Landesregierung

Sanierung der Kirche in Lübs

Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig auch für Kirchenangelegenheiten: „Der Glockenstuhl und das Geläut werden modernisiert“

Lübs – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im vorpommerschen Lübs der evangelischen Kirchengemeinde Altwigshagen einen Zuwendungsbescheid über 28.000 Euro überreicht.

„Mit dem Geld aus dem Strategiefonds können sowohl der Glockenstuhl vor dem Westgiebel als auch die Anlage für das Geläut modernisiert werden. Glocken sind der Herzschlag einer Kirche und künden vom Leben im Gotteshaus. Daher setzen wir mit der Zuwendung ein wichtiges Zeichen für das Leben der Kirchengemeinde“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Bescheids. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Die Kirche Lübs ist über 120 Jahre alt. Der Glockenstuhl steht vor der Kirche im Freien, die Glocke soll aus dem 14./15. Jahrhundert stammen.

Sanierung der Kirche im vorpommerschen Wusterhusen

300.000 Euro aus Strategiefonds für Sanierung der Kirche im vorpommerschen Wusterhusen

Wusterhusen – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im vorpommerschen Wusterhusen der evangelischen Kirchengemeinde Lubmin-Wusterhusen einen Zuwendungsbescheid über 300.000 Euro überreicht.

„Das Geld aus dem Strategiefonds wird für die Sanierung des Gebäudes verwendet. Einige der wichtigen Arbeiten sind die Sanierungen von Gewölbe- und Strebepfeilern. Der Fußboden muss instandgesetzt werden. Die Außenwände müssen stabilisiert werden. Das Kirchengebäude bekommt zudem eine moderne Entfeuchtungsanlage sowie eine zeitgemäße Beleuchtung und Akustik. Die Zuwendung aus dem Strategiefonds ist über zwei Jahre gestreckt und wird dazu beitragen, dass die Kirche in Wusterhusen als wertvolles Zentrum der Gemeinde erhalten bleibt“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Die ältesten Teile der Kirche Wusterhusen stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Städtebaufördermittel für Kirche St. Marien in Greifswald

Greifswald – Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Landesbauministerium Städtebaufördermittel in Höhe von rund 660.000 Euro für die Modernisierung der Kirche St. Marien. Die Gesamtkosten betragen rund eine Million Euro.

In den Jahren 2007 bis 2018 erfolgte bereits eine umfassende Außensanierung der stadtbildprägenden Kirche St. Marien. Nun soll die Marienkapelle erneuert und die Gestaltung der Außenanlagen abgeschlossen werden. Zudem ist geplant, mit ersten wichtigen Maßnahmen in der Marien- und der Annenkapelle zu beginnen.

Unter anderem sollen die Außenwandflächen sowie das Dach der Marienkapelle saniert werden. Der Fußboden soll abgesenkt und mit Kalksteinplatten befestigt werden. Oberhalb des Südportals in der Annenkapelle werden die Fenster neu gestaltet. Vorgesehen ist auch, die Orgelempore aufzuarbeiten und mit einem Anstrich zu versehen. Zudem sollen die Heizungsanlage sowie die Elektroinstallation erneuert werden. Außerdem wird der Außenbereich neu gepflastert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich in diesem Jahr starten und Ende 2020 abgeschlossen sein.

Das Vorhaben trägt dazu bei, das baukulturelle Erbe der Universitäts- und Hansestadt für seine Bewohner und Besucher zu erhalten.

Justizministerin Hoffmeister besucht Proben im Bibelzentrum Barth

Barth – Nach ihrem Gastauftritt 2017 im Reformationsmusical „Bugenhagen“ würdigte Ministerin Katy Hoffmeister jetzt die Arbeiten am aktuellen Werk „Durchkreuzte Wege“.

„Christliches Leben ist hier in Mecklenburg-Vorpommern sehr vielfältig und kreativ. Zu dieser Vielfalt und Kreativität trägt ohne Zweifel das Bibelzentrum in Barth bei. Nachdem ich im Jahr des Reformationsjubiläums bei einem Auftritt im Musical ‚Bugenhagen‘ mitsingen durfte, habe ich versprochen, dass ich weitere Werke unterstützen möchte. Daher freue ich mich über das aktuelle Programm mit dem Titel ‚Durchkreuzte Wege‘. Wieder zeigt sich das Herzblut in diesem Stück“, sagte Justizministerin Hoffmeister. Sie hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten eine Probe im Barther Bibelzentrum besucht.

„Das Bibelzentrum und seine aktiven Mitstreiter beweisen, wie lebendig und erfolgreich Ehrenamt sein kann. So ein Musical auf die Beine zu stellen, mit 45 Freiwilligen über Monate hinweg zu proben und danach im Land und über die Landesgrenzen hinaus auf Tour zu gehen, verdient hohen Respekt. Hier kommen Menschen in bester Absicht zusammen, um Freude und Gottes Wort zu verbreiten. Ich wünsche der Musicalgruppe für ihre Arbeit viel Erfolg“, sagte Ministerin Hoffmeister.

Nach Angaben des Bibelzentrums Barth erzählt das neue Musical „Durchkreuzte Wege“ vom Leiden und Sterben Jesu. Die 45 Sängerinnen und Sänger kommen aus ganz Vorpommern. Sie sind zwischen 5 und 68 Jahren alt. Für Anfang April ist die Premiere geplant. Tour-Termine gibt es bereits für Oktober in Sachsen.

Sanierung des Prinzenpalais Ludwigslust

Ludwigslust – Am Donnerstag, 10. Januar 2019, übergibt Landesbauminister Christian Pegel in Ludwigslust einen Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Stadt, Reinhard Mach. Das „Versailles des Nordens“ erhält im Rahmen der Städtebauförderung Mecklenburg-Vorpommern 2,69 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles Prinzenpalais.

Am stadtbildprägenden Standort soll ein modernes Wohnquartier unter Berücksichtigung der historisch wertvollen Bausubstanz entwickelt werden. Während der erste Bauabschnitt Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudebestands beinhaltete, wird das Prinzenpalais im zweiten Bauabschnitt grundsaniert und umgebaut. Es werden unter anderem die Dach- und Fachwerkskonstruktionen erneuert sowie die Fassade des Palais restauriert. Somit kann dieser städtebaulich wertvolle Stadtbereich in Verbindung mit dem Ludwigsluster Schloss künftig wiederbelebt werden.

Zuwendungsbescheide für Kirchengemeinden Altentreptow, Neukalen und Röckwitz

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) überreichte jetzt insgesamt knapp 204.000 Euro: „Das Geld aus dem Strategiefonds hilft bei Instandsetzungen“

Altentreptow – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte drei Zuwendungsbescheide überreicht. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri Altentreptow, die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen, und die Katholische Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg erhalten zusammen über 200.000 Euro. „Das Geld ist gut investiert. Denn aktive Kirchengemeinden kommen der gesamten Gesellschaft zugute. Dazu gehören intakte Kirchengebäude als Zentrum des christlichen Lebens“, sagte Justizministerin Hoffmeister zur Übergabe der drei Zuwendungsbescheide. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

In Altentreptow werden 80.000 Euro dabei helfen, den Turm der gotischen Backsteinkirche instand zu setzen. Saniert werden müssen das Mauerwerk, die innere Holzkonstruktion im Turmschaft und der Haube.

Die katholische Kirche St. Johannes Röckwitz braucht eine neue Heizungs- und Sanitäranlage. Dafür bekommt die zuständige Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg aus dem Strategiefonds 73.800 Euro.

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen erhält aus dem Strategiefonds 50.000 Euro. Die Kirche setzt das Geld ein, um das Glockengeläut zu erneuern. Dabei bleibt die alte große Eisenhartgussglocke als die größte der Glocken erhalten. Der vorhandene Glockenstuhl wird saniert.

Sanierung der Annenkapelle

35.000 Euro aus Strategiefonds für St. Marien Kirche in Greifswald überreicht

Greifswald – Justizministerin Hoffmeister hat in Greifswald als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien einen Zuwendungsbescheid über 35.000 Euro überreicht. „Das Geld aus dem Strategiefonds wird für einen internationalen Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Portals und des darüber liegenden Fensters der Annenkapelle eingesetzt.

Die Kapelle aus dem 14. Jahrhundert ist ein gotisches Kleinod in unserem Land und auf jeden Fall erhaltenswert. Wenn die Zuwendung aus dem Strategiefonds dazu beitragen kann, einen der wichtigsten und baugeschichtlich bedeutendsten Räume der Marienkirche in Greifswald wieder erlebbar zu machen, ist es gut investiertes Geld“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden. Die evangelische St. Marien-Kirche in Greifswald ist die älteste Stadtkirche der Hansestadt.

Dahlemann: Schloss Ludwigsburg wird immer attraktiver

Ludwigsburg – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an die Vorsitzende des Pommerschen Künstlerbundes Sigrid Henschel einen Zuwendungsbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 4 800 Euro übergeben. Für diese Summe werden in den Räumlichkeiten der ehemaligen Stellmacherei von Schloss Ludwigsburg Strom und Licht installiert. Hier soll eine Kunst- und Druckwerkstatt entstehen. Träger des Projektes ist der Pommersche Künstlerbund, der mit dem Förderverein „Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg e.V.“ einen Kooperationsvertrag geschlossen hat, um die Räume nutzen zu können. Im Mai sollen die Installationsarbeiten abgeschlossen sein.

„Die Einrichtung dieser Kunst- und Druckwerkstatt ist ein wichtiger Schritt, um interessierten Einheimischen und Gästen ein weiteres kulturelles Angebot hier vor Ort anbieten zu können, wofür ich dem Künstlerbund danke“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Damit werde auch der Standort Schloss Ludwigsburg insgesamt gestärkt. „Je mehr im Schloss los ist, umso größer wird auch das Interesse an diesem historischen Areal.“

In diesem Zusammenhang verwies der Staatssekretär auf die Entscheidung des Bundestages zur finanziellen Förderung der Sanierung in Höhe von 20 Millionen Euro. „Viele haben sich lange dafür eingesetzt und ich freue mich, dass Land und Bund die Bedeutung von Schloss Ludwigsburg endlich würdigen. Das ist ein eindeutiges Bekenntnis zu einem der letzten erhaltenen Schlösser der Pommerschen Herzöge. Dazu hat auch die jahrelange engagierte Arbeit des Fördervereins beigetragen, die man gar nicht hoch genug bewerten kann.“

Finanzierung für Kirchendach und Fassade in Passow abgesichert

Passow – Justizministerin Katy Hoffmeister überreichte jetzt der Kirchengemeinde Benthen einen Zuwendungsbescheid über 70.000 Euro und betonte, daß intakte Kirchen Gemeinden belebn.

„Dank dieser Mittel konnten an der Kirche Passow wichtige Arbeiten zur Instandsetzung vorangetrieben werden. Das Dach und die Fassade der Kirche mussten dringend saniert werden. Eine intakte Kirche im Zentrum eines Dorfes ist unverzichtbar und belebt die Gemeinde nach wie vor“, sagte die Ministerin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Gingster Schüler singen in der Kirche

Grund- und Regionalschüler bereiten ein traditionelles Weihnachtssingen vor

Insel Rügen – Das ist eine Premiere. In diesem Jahr setzen die Schüler eine schöne Tradition fort, in dem sie am 21. Dezember eine Neuauflage des Weihnachtssingens organisieren. Und dieses Mal treffen sich dazu alle Kinder der Klassenstufen 1 bis 7 zum ersten Mal in der Kirche des Ortes.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag ab 9 Uhr zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein.

Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Weihnachtssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Geld aus dem Strategiefonds rettet Demminer Orgel vor dem Holzwurm

Justizministerin Katy Hoffmeister überreicht in der Kirche St. Bartholomaei einen Zuwendungsbescheid von 9.900 Euro: „Handeln, bevor es zu spät ist“

Demmin – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der Ev. Kirchengemeinde Demmin einen Zuwendungsbescheid über 9.900 Euro überreicht.

„In der Kirche St. Bartholomaei ist die Buchholz-Grüneberg-Orgel so stark vom Holzwurm befallen, dass ohne Gegenmaßnahme die Empore und das Gehäuse der gut 150 Jahre alten Orgel unwiederbringlich zerstört werden könnten. Ein Gutachten hat das bestätigt. Mit dem Geld aus dem Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann der Holzwurmbefall nachhaltig bekämpft werden. Das kommt der gesamten Gemeinde zugute. Denn die Konzerte in der Demminer Kirche St. Bartholomaei sind sehr beliebt. Die bis zu 800 Plätze in der Kirche sind oftmals komplett besetzt. Darum ist es wichtig, dass gehandelt wird, bevor es zu spät ist“, sagte Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids über 9.900 Euro. Das Justizministerium prüft und bewilligt als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten Förderanträge der Kirchgemeinden.

Nach Angaben des Orgelfördervereins Demmin e.V. ist die Orgel in der Kirche St. Bartholomaei Deutschlands größte noch erhaltene Orgel des berühmten Orgelbaumeisters Barnim Grüneberg aus Stettin. Die originale Disposition der Orgel soll aus dem Jahre 1867 stammen.

Jüdische Gemeinden in M-V erhalten insgesamt 150.000 Euro aus Mauerfonds

Justizministerin Katy Hoffmeister sprach vor 50 Gästen in der Landesvertretung in Berlin über die jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die beiden jüdischen Gemeinden in Rostock und Schwerin erhalten zusammen 150.000 Euro aus dem Mauerfonds des Bundes. Das erklärte Justizministerin Katy Hoffmeister in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Das Justizministerium, zuständig für Kirchen- und auch Religionsangelegenheiten, hatte am Montag zusammen mit der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung zu einem Abend über das Leben der jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern geladen.

„Das Justizministerium hatte sich für Projekte der beiden Jüdischen Gemeinden beim Bund stark gemacht. Daher freue ich mich heute über die erfolgreiche Vermittlung von insgesamt 150.000 Euro. Davon fließen 50.000 Euro nach Rostock in die Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs. Die anderen 100.000 Euro fließen nach Schwerin in Ausbau und Sicherheit des Rabbinerhauses“, so Ministerin Hoffmeister. Die Jüdische Gemeinde in Rostock hat 570 Mitglieder, die Jüdische Gemeinde in Schwerin und Wismar insgesamt 730 Mitglieder.

„Nach dem Holocaust im Dritten Reich und auch der Unterdrückung durch das SED-Regime konnte sich jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern erst wieder nach der Wiedervereinigung entfalten. Ich danke beiden Gemeinden für ihr Engagement, das Vielfalt und Toleranz in unserem Land fördert. Mit ihren Veranstaltungen helfen die jüdischen Gemeinden, die Kultur und Geschichte des Judentums erlebbar zu machen“, so die Justizministerin.

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die beiden jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock jährlich mit 424.000 Euro. Darüber hinaus vermittelte das Justizministerium Geld aus dem sogenannten Mauerfonds mit Verkaufserlösen für Grundstücke an der ehemaligen Berliner Staatsgrenze.

Bildungsgedanke der Reformation noch heute aktuell

Justizministerin Katy Hoffmeister würdigt im Grußwort der Landesregierung anlässlich des Reformationstags das Engagement der Nordkirche: „Wichtiger Partner“

Schwerin – „Bildung und Persönlichkeitsentfaltung sind wesentliche Forderungen der Reformation. Das hat bis heute Bestand. Bildung schafft Offenheit für neue Erkenntnisse und gibt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bildung hilft, die Welt zu verstehen und politische Sachverhalte zu durchschauen, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sich politisch oder ehrenamtlich zu engagieren. Bildung und Wissen helfen vor allem, Vorurteilen und Populismus entgegenzutreten. Denn wer Dinge kritisch zu hinterfragen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten weiß, kann sich ein Urteil bilden. Ich bin dankbar, dass die christlichen Kirchen bei dieser Wertevermittlung mithelfen“, so Justizministerin Hoffmeister im Grußwort zum Empfang anlässlich des Reformationstags in Greifswald. Die Ministerin ist auch zuständig für Kirchenangelegenheiten.

„Unser Gemeinwesen heute, allem voran das Erziehungs- und Bildungswesen, ist ohne die christlichen Kirchen nicht denkbar. Sie sind ein wichtiger Partner des Staates im Bereich der Kindererziehung, der Schule und Ausbildung. Mit ihren vielfältigen Angeboten von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Hochschulen nehmen sie eine hohe Bildungsverantwortung wahr und stellen sich in vielfältiger Weise den Herausforderungen unserer Zeit. Mit der schier unendlichen Informationsflut sind viele Menschen überfordert. Der Wunsch nach Orientierung und Halt wächst. Bei manchen äußert sich das auch im Wunsch nach Abschottung. Schon im Kindesalter sollten Menschen daher lernen, sich zurechtzufinden und Seriöses von Unseriösem zu unterscheiden. Ich baue darauf, dass die evangelischen Kirche in diesem Bereich Bildung ein verlässlicher Partner der Politik bleiben“, so die Ministerin.

Drese: Anerkennung des Ehrenamtes weiter ausbauen – Ehrenamtskarte kommt

Bad Doberan – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete am 22. September die Doberaner Klostertage, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „Ehrenamt“ stehen. „Bürgerschaftliches Engagement hat in unserem Land eine herausragende Bedeutung. Die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen macht unsere Gesellschaft lebenswerter und stärkt den sozialen Zusammenhalt“, betonte die Ministerin in ihrem Grußwort.

Die Klostertage werden jährlich durch den Verein der „Freunde und Förderer des Klosters Doberan“ organisiert und durchgeführt.

„Vieles von dem, was unsere Städte und Dörfer liebenswert macht, sind die vielfältigen Veranstaltungen, so wie die Klostertage in Bad Doberan“, betonte Drese. „Ob Aktionen wie der wiederbelebte Dorfladen oder der Feuerwehrball – für ein positives Zusammenleben ist das freiwillige Engagement unabdingbar.“

Ministerin Drese zeigte auf, dass die Leistungen der Ehrenamtler besonderer Wertschätzung bedürfen. „Wichtiges Ziel der Landesregierung ist es deshalb, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für aktive Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und Maßnahmen der Anerkennung auszubauen“, so Drese.

Wichtig seien Fortbildungen, Ehrenamtsmessen und Ehrungen. Drese: „Zudem haben wir mit der Ehrenamtsstiftung einen zentralen Ansprechpartner installiert, der insbesondere kleinen Initiativen und Vereinen ganz gezielt hilft. Als weiteren wichtigen Schritt der Würdigung wollen wir nun eine landesweite Ehrenamtskarte einführen. Mein Ministerium wird dazu in Kürze dem Landtag entsprechende Pläne vorlegen.“

Die Karte soll Vergünstigen für Ehrenamtler bieten – in Landes- und kommunalen Einrichtungen wie Museen, aber auch bei privaten Unternehmen. Drese: „Neben den monetären Vorteilen erfüllt die Ehrenamtskarte des Landes aus meiner Sicht aber vor allem auch den wichtigen Zweck, den Menschen, die freiwillig für die Gemeinschaft und für andere Menschen tätig sind, „Danke“ zu sagen.“