Justizministerin Hoffmeister besucht Proben im Bibelzentrum Barth

Barth – Nach ihrem Gastauftritt 2017 im Reformationsmusical „Bugenhagen“ würdigte Ministerin Katy Hoffmeister jetzt die Arbeiten am aktuellen Werk „Durchkreuzte Wege“.

„Christliches Leben ist hier in Mecklenburg-Vorpommern sehr vielfältig und kreativ. Zu dieser Vielfalt und Kreativität trägt ohne Zweifel das Bibelzentrum in Barth bei. Nachdem ich im Jahr des Reformationsjubiläums bei einem Auftritt im Musical ‚Bugenhagen‘ mitsingen durfte, habe ich versprochen, dass ich weitere Werke unterstützen möchte. Daher freue ich mich über das aktuelle Programm mit dem Titel ‚Durchkreuzte Wege‘. Wieder zeigt sich das Herzblut in diesem Stück“, sagte Justizministerin Hoffmeister. Sie hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten eine Probe im Barther Bibelzentrum besucht.

„Das Bibelzentrum und seine aktiven Mitstreiter beweisen, wie lebendig und erfolgreich Ehrenamt sein kann. So ein Musical auf die Beine zu stellen, mit 45 Freiwilligen über Monate hinweg zu proben und danach im Land und über die Landesgrenzen hinaus auf Tour zu gehen, verdient hohen Respekt. Hier kommen Menschen in bester Absicht zusammen, um Freude und Gottes Wort zu verbreiten. Ich wünsche der Musicalgruppe für ihre Arbeit viel Erfolg“, sagte Ministerin Hoffmeister.

Nach Angaben des Bibelzentrums Barth erzählt das neue Musical „Durchkreuzte Wege“ vom Leiden und Sterben Jesu. Die 45 Sängerinnen und Sänger kommen aus ganz Vorpommern. Sie sind zwischen 5 und 68 Jahren alt. Für Anfang April ist die Premiere geplant. Tour-Termine gibt es bereits für Oktober in Sachsen.

Sanierung des Prinzenpalais Ludwigslust

Ludwigslust – Am Donnerstag, 10. Januar 2019, übergibt Landesbauminister Christian Pegel in Ludwigslust einen Zuwendungsbescheid an den Bürgermeister der Stadt, Reinhard Mach. Das „Versailles des Nordens“ erhält im Rahmen der Städtebauförderung Mecklenburg-Vorpommern 2,69 Millionen Euro für den zweiten Bauabschnitt der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles Prinzenpalais.

Am stadtbildprägenden Standort soll ein modernes Wohnquartier unter Berücksichtigung der historisch wertvollen Bausubstanz entwickelt werden. Während der erste Bauabschnitt Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudebestands beinhaltete, wird das Prinzenpalais im zweiten Bauabschnitt grundsaniert und umgebaut. Es werden unter anderem die Dach- und Fachwerkskonstruktionen erneuert sowie die Fassade des Palais restauriert. Somit kann dieser städtebaulich wertvolle Stadtbereich in Verbindung mit dem Ludwigsluster Schloss künftig wiederbelebt werden.

Zuwendungsbescheide für Kirchengemeinden Altentreptow, Neukalen und Röckwitz

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) überreichte jetzt insgesamt knapp 204.000 Euro: „Das Geld aus dem Strategiefonds hilft bei Instandsetzungen“

Altentreptow – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte drei Zuwendungsbescheide überreicht. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri Altentreptow, die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen, und die Katholische Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg erhalten zusammen über 200.000 Euro. „Das Geld ist gut investiert. Denn aktive Kirchengemeinden kommen der gesamten Gesellschaft zugute. Dazu gehören intakte Kirchengebäude als Zentrum des christlichen Lebens“, sagte Justizministerin Hoffmeister zur Übergabe der drei Zuwendungsbescheide. Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

In Altentreptow werden 80.000 Euro dabei helfen, den Turm der gotischen Backsteinkirche instand zu setzen. Saniert werden müssen das Mauerwerk, die innere Holzkonstruktion im Turmschaft und der Haube.

Die katholische Kirche St. Johannes Röckwitz braucht eine neue Heizungs- und Sanitäranlage. Dafür bekommt die zuständige Pfarrei St. Lukas Neubrandenburg aus dem Strategiefonds 73.800 Euro.

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Neukalen erhält aus dem Strategiefonds 50.000 Euro. Die Kirche setzt das Geld ein, um das Glockengeläut zu erneuern. Dabei bleibt die alte große Eisenhartgussglocke als die größte der Glocken erhalten. Der vorhandene Glockenstuhl wird saniert.

Sanierung der Annenkapelle

35.000 Euro aus Strategiefonds für St. Marien Kirche in Greifswald überreicht

Greifswald – Justizministerin Hoffmeister hat in Greifswald als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien einen Zuwendungsbescheid über 35.000 Euro überreicht. „Das Geld aus dem Strategiefonds wird für einen internationalen Künstlerwettbewerb zur Neugestaltung des Portals und des darüber liegenden Fensters der Annenkapelle eingesetzt.

Die Kapelle aus dem 14. Jahrhundert ist ein gotisches Kleinod in unserem Land und auf jeden Fall erhaltenswert. Wenn die Zuwendung aus dem Strategiefonds dazu beitragen kann, einen der wichtigsten und baugeschichtlich bedeutendsten Räume der Marienkirche in Greifswald wieder erlebbar zu machen, ist es gut investiertes Geld“, so Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden. Die evangelische St. Marien-Kirche in Greifswald ist die älteste Stadtkirche der Hansestadt.

Dahlemann: Schloss Ludwigsburg wird immer attraktiver

Ludwigsburg – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an die Vorsitzende des Pommerschen Künstlerbundes Sigrid Henschel einen Zuwendungsbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 4 800 Euro übergeben. Für diese Summe werden in den Räumlichkeiten der ehemaligen Stellmacherei von Schloss Ludwigsburg Strom und Licht installiert. Hier soll eine Kunst- und Druckwerkstatt entstehen. Träger des Projektes ist der Pommersche Künstlerbund, der mit dem Förderverein „Schloss und Gutshofanlage Ludwigsburg e.V.“ einen Kooperationsvertrag geschlossen hat, um die Räume nutzen zu können. Im Mai sollen die Installationsarbeiten abgeschlossen sein.

„Die Einrichtung dieser Kunst- und Druckwerkstatt ist ein wichtiger Schritt, um interessierten Einheimischen und Gästen ein weiteres kulturelles Angebot hier vor Ort anbieten zu können, wofür ich dem Künstlerbund danke“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides. Damit werde auch der Standort Schloss Ludwigsburg insgesamt gestärkt. „Je mehr im Schloss los ist, umso größer wird auch das Interesse an diesem historischen Areal.“

In diesem Zusammenhang verwies der Staatssekretär auf die Entscheidung des Bundestages zur finanziellen Förderung der Sanierung in Höhe von 20 Millionen Euro. „Viele haben sich lange dafür eingesetzt und ich freue mich, dass Land und Bund die Bedeutung von Schloss Ludwigsburg endlich würdigen. Das ist ein eindeutiges Bekenntnis zu einem der letzten erhaltenen Schlösser der Pommerschen Herzöge. Dazu hat auch die jahrelange engagierte Arbeit des Fördervereins beigetragen, die man gar nicht hoch genug bewerten kann.“

Finanzierung für Kirchendach und Fassade in Passow abgesichert

Passow – Justizministerin Katy Hoffmeister überreichte jetzt der Kirchengemeinde Benthen einen Zuwendungsbescheid über 70.000 Euro und betonte, daß intakte Kirchen Gemeinden belebn.

„Dank dieser Mittel konnten an der Kirche Passow wichtige Arbeiten zur Instandsetzung vorangetrieben werden. Das Dach und die Fassade der Kirche mussten dringend saniert werden. Eine intakte Kirche im Zentrum eines Dorfes ist unverzichtbar und belebt die Gemeinde nach wie vor“, sagte die Ministerin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids.

Das Justizministerium als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten prüft und bewilligt Förderanträge der Kirchengemeinden.

Gingster Schüler singen in der Kirche

Grund- und Regionalschüler bereiten ein traditionelles Weihnachtssingen vor

Insel Rügen – Das ist eine Premiere. In diesem Jahr setzen die Schüler eine schöne Tradition fort, in dem sie am 21. Dezember eine Neuauflage des Weihnachtssingens organisieren. Und dieses Mal treffen sich dazu alle Kinder der Klassenstufen 1 bis 7 zum ersten Mal in der Kirche des Ortes.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag ab 9 Uhr zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein.

Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Weihnachtssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Geld aus dem Strategiefonds rettet Demminer Orgel vor dem Holzwurm

Justizministerin Katy Hoffmeister überreicht in der Kirche St. Bartholomaei einen Zuwendungsbescheid von 9.900 Euro: „Handeln, bevor es zu spät ist“

Demmin – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der Ev. Kirchengemeinde Demmin einen Zuwendungsbescheid über 9.900 Euro überreicht.

„In der Kirche St. Bartholomaei ist die Buchholz-Grüneberg-Orgel so stark vom Holzwurm befallen, dass ohne Gegenmaßnahme die Empore und das Gehäuse der gut 150 Jahre alten Orgel unwiederbringlich zerstört werden könnten. Ein Gutachten hat das bestätigt. Mit dem Geld aus dem Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann der Holzwurmbefall nachhaltig bekämpft werden. Das kommt der gesamten Gemeinde zugute. Denn die Konzerte in der Demminer Kirche St. Bartholomaei sind sehr beliebt. Die bis zu 800 Plätze in der Kirche sind oftmals komplett besetzt. Darum ist es wichtig, dass gehandelt wird, bevor es zu spät ist“, sagte Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids über 9.900 Euro. Das Justizministerium prüft und bewilligt als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten Förderanträge der Kirchgemeinden.

Nach Angaben des Orgelfördervereins Demmin e.V. ist die Orgel in der Kirche St. Bartholomaei Deutschlands größte noch erhaltene Orgel des berühmten Orgelbaumeisters Barnim Grüneberg aus Stettin. Die originale Disposition der Orgel soll aus dem Jahre 1867 stammen.

Jüdische Gemeinden in M-V erhalten insgesamt 150.000 Euro aus Mauerfonds

Justizministerin Katy Hoffmeister sprach vor 50 Gästen in der Landesvertretung in Berlin über die jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die beiden jüdischen Gemeinden in Rostock und Schwerin erhalten zusammen 150.000 Euro aus dem Mauerfonds des Bundes. Das erklärte Justizministerin Katy Hoffmeister in der Landesvertretung von Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Das Justizministerium, zuständig für Kirchen- und auch Religionsangelegenheiten, hatte am Montag zusammen mit der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung zu einem Abend über das Leben der jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern geladen.

„Das Justizministerium hatte sich für Projekte der beiden Jüdischen Gemeinden beim Bund stark gemacht. Daher freue ich mich heute über die erfolgreiche Vermittlung von insgesamt 150.000 Euro. Davon fließen 50.000 Euro nach Rostock in die Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs. Die anderen 100.000 Euro fließen nach Schwerin in Ausbau und Sicherheit des Rabbinerhauses“, so Ministerin Hoffmeister. Die Jüdische Gemeinde in Rostock hat 570 Mitglieder, die Jüdische Gemeinde in Schwerin und Wismar insgesamt 730 Mitglieder.

„Nach dem Holocaust im Dritten Reich und auch der Unterdrückung durch das SED-Regime konnte sich jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern erst wieder nach der Wiedervereinigung entfalten. Ich danke beiden Gemeinden für ihr Engagement, das Vielfalt und Toleranz in unserem Land fördert. Mit ihren Veranstaltungen helfen die jüdischen Gemeinden, die Kultur und Geschichte des Judentums erlebbar zu machen“, so die Justizministerin.

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die beiden jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock jährlich mit 424.000 Euro. Darüber hinaus vermittelte das Justizministerium Geld aus dem sogenannten Mauerfonds mit Verkaufserlösen für Grundstücke an der ehemaligen Berliner Staatsgrenze.

Bildungsgedanke der Reformation noch heute aktuell

Justizministerin Katy Hoffmeister würdigt im Grußwort der Landesregierung anlässlich des Reformationstags das Engagement der Nordkirche: „Wichtiger Partner“

Schwerin – „Bildung und Persönlichkeitsentfaltung sind wesentliche Forderungen der Reformation. Das hat bis heute Bestand. Bildung schafft Offenheit für neue Erkenntnisse und gibt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bildung hilft, die Welt zu verstehen und politische Sachverhalte zu durchschauen, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Mit zunehmendem Bildungsniveau steigt die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sich politisch oder ehrenamtlich zu engagieren. Bildung und Wissen helfen vor allem, Vorurteilen und Populismus entgegenzutreten. Denn wer Dinge kritisch zu hinterfragen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten weiß, kann sich ein Urteil bilden. Ich bin dankbar, dass die christlichen Kirchen bei dieser Wertevermittlung mithelfen“, so Justizministerin Hoffmeister im Grußwort zum Empfang anlässlich des Reformationstags in Greifswald. Die Ministerin ist auch zuständig für Kirchenangelegenheiten.

„Unser Gemeinwesen heute, allem voran das Erziehungs- und Bildungswesen, ist ohne die christlichen Kirchen nicht denkbar. Sie sind ein wichtiger Partner des Staates im Bereich der Kindererziehung, der Schule und Ausbildung. Mit ihren vielfältigen Angeboten von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Hochschulen nehmen sie eine hohe Bildungsverantwortung wahr und stellen sich in vielfältiger Weise den Herausforderungen unserer Zeit. Mit der schier unendlichen Informationsflut sind viele Menschen überfordert. Der Wunsch nach Orientierung und Halt wächst. Bei manchen äußert sich das auch im Wunsch nach Abschottung. Schon im Kindesalter sollten Menschen daher lernen, sich zurechtzufinden und Seriöses von Unseriösem zu unterscheiden. Ich baue darauf, dass die evangelischen Kirche in diesem Bereich Bildung ein verlässlicher Partner der Politik bleiben“, so die Ministerin.

Drese: Anerkennung des Ehrenamtes weiter ausbauen – Ehrenamtskarte kommt

Bad Doberan – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete am 22. September die Doberaner Klostertage, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „Ehrenamt“ stehen. „Bürgerschaftliches Engagement hat in unserem Land eine herausragende Bedeutung. Die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen macht unsere Gesellschaft lebenswerter und stärkt den sozialen Zusammenhalt“, betonte die Ministerin in ihrem Grußwort.

Die Klostertage werden jährlich durch den Verein der „Freunde und Förderer des Klosters Doberan“ organisiert und durchgeführt.

„Vieles von dem, was unsere Städte und Dörfer liebenswert macht, sind die vielfältigen Veranstaltungen, so wie die Klostertage in Bad Doberan“, betonte Drese. „Ob Aktionen wie der wiederbelebte Dorfladen oder der Feuerwehrball – für ein positives Zusammenleben ist das freiwillige Engagement unabdingbar.“

Ministerin Drese zeigte auf, dass die Leistungen der Ehrenamtler besonderer Wertschätzung bedürfen. „Wichtiges Ziel der Landesregierung ist es deshalb, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für aktive Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und Maßnahmen der Anerkennung auszubauen“, so Drese.

Wichtig seien Fortbildungen, Ehrenamtsmessen und Ehrungen. Drese: „Zudem haben wir mit der Ehrenamtsstiftung einen zentralen Ansprechpartner installiert, der insbesondere kleinen Initiativen und Vereinen ganz gezielt hilft. Als weiteren wichtigen Schritt der Würdigung wollen wir nun eine landesweite Ehrenamtskarte einführen. Mein Ministerium wird dazu in Kürze dem Landtag entsprechende Pläne vorlegen.“

Die Karte soll Vergünstigen für Ehrenamtler bieten – in Landes- und kommunalen Einrichtungen wie Museen, aber auch bei privaten Unternehmen. Drese: „Neben den monetären Vorteilen erfüllt die Ehrenamtskarte des Landes aus meiner Sicht aber vor allem auch den wichtigen Zweck, den Menschen, die freiwillig für die Gemeinschaft und für andere Menschen tätig sind, „Danke“ zu sagen.“

Fördermittel für St. Marien Kirche in Loitz

Loitz – Für die Fassadensanierung der St. Marien Kirche erhält die Stadt Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald vom Bauministerium ca. 7.000 Euro Finanzhilfen aus Städtebaufördermitteln. Kirche und die Stadt Loitz übernehmen rund 81.000 Euro bei Gesamtkosten in Höhe von knapp 88.000 Euro.

Die gotische Stadtpfarrkirche St. Marien ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt“ der Stadt Loitz. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein das Stadtbild prägendes Denkmal, das sowohl für sakrale Zwecke als auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte genutzt wird. Die Fassade ist teilweise so stark beschädigt, das Wasser in das Mauerwerk eindringt. Um vorhandene, und auch weitere Schäden zu verhindern, soll sie teilsaniert werden.

Die Kirchengemeinde plant in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Treffen zwischen Kirchenleitung und Landesregierung in Schwerin

Schwerin – Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist heute mit Mitgliedern der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns zum turnusmäßigen Gespräch in Schwerin zusammengetroffen. Im Mittelpunkt stand dabei die gemeinsame Verantwortung für das Miteinander im Land.

Landesbischof Gerhard Ulrich würdigte in seiner Begrüßung die regelmäßigen Gespräche zwischen Landesregierung und Kirche: „So können wir uns gemeinsam den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit stellen – in partnerschaftlicher Verbundenheit.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte zu Beginn der Begegnung: „Die Treffen zwischen der Landesregierung und den Kirchen sind mir wichtig. Die Kirchen engagieren sich auf vorbildliche Weise im sozialen Bereich und geben vielen Menschen Orientierung. Regierung und Kirchen haben unterschiedliche Aufgaben. Es ist wichtig, dass wir regelmäßig miteinander im Gespräch sind.“

Kirchenleitung und Landesregierung wollen künftig stärker kooperieren, um besonders im ländlichen Raum den gesellschaftlichen Diskurs vor Ort zu fördern und die regionale Identität zu stärken. Dazu sollen bestehende Angebote genutzt und geeignete neue Formate des Bürgerdialogs auch in kirchlichen Räumen entwickelt werden.

Der Landesbischof erklärte: „Nach dem christlichen Menschenbild ist jeder Einzelne Geschöpf Gottes, das mit unverlierbarer Würde begabt ist. Als Nordkirche werden wir daher weiterhin ein verlässlicher Partner all derjenigen sein, die eine offene und freie Gesellschaft für alle Menschen gestalten. Wo aber Gewalt und Rassismus an die Stelle einer demokratischen Streitkultur treten, werden wir klar wiedersprechen.“ Ulrich hob hervor: „Gerade in Zeiten des Wandels müssen wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dies gilt insbesondere für Regionen in unserem Bundesland, wo die schwindende Infrastruktur kaum die Lebensqualität aller Bewohnerinnen und Bewohner sichern kann.“

Auch die Ministerpräsidentin ging auf die besonderen Herausforderungen bei der Entwicklung des ländlichen Raumes ein und betonte: „Mecklenburg-Vorpommern ist zu 90 Prozent ländlicher Raum, deshalb liegt hier auch seit langem unser Schwerpunkt bei der Förderung. Wir wollen das Land in den nächsten Jahren weiter voranbringen. Die gilt ausdrücklich auch für den ländlichen Raum. Wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West, in der Stadt und auf dem Land. Das ist in Deutschland Verfassungsauftrag. Deswegen ist es gut, dass die „Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse“ in der kommenden Woche ihre Arbeit aufnimmt.“

Justizministerin Katy Hoffmeister hob während des Gespräches die besondere Rolle der Kirche insbesondere auf dem Land hervor: „Das Engagement der Nordkirche ist gerade im ländlichen Raum von unverzichtbarem Wert. Das habe ich auf meiner Sommertour durch Kirchengemeinden unseres Landes wieder erleben dürfen. Ich besuchte kleine Orte, in denen das Ehrenamt der Kirchgemeinde Alltag und Freizeit am Leben hält. Das Engagement der kirchlichen Gemeinden bringt aber auch Generationen zusammen. Das fördert die Gemeinschaft und das Verständnis füreinander.“

Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn verwies auf die positiven Erfahrungen aufsuchender Sozialarbeit, wie sie von Projekten wie dem „Volxmobil“ mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kleinstädten und der „Alpha Arbeit“, einem sozialdiakonischen Arbeitszweig auf dem Großen Dreesch in Schwerin, geleistet werde. Ein weiteres Beispiel sei die politische Bildungsarbeit der Regionalzentren für demokratische Kultur in Trägerschaft der Evangelischen Akademie. Bischof v. Maltzahn: „Solche Angebote werden in hohem Maße nachgefragt und bedürfen nachhaltiger Unterstützung und Stärkung.“

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit verwies unter anderem auf die Abwanderung vieler Menschen in den ersten beiden Jahrzehnten nach der deutschen Wiedervereinigung besonders aus Vorpommern und strukturelle Defizite vor allem auf dem Lande: „Durch die vergleichsweise gute Präsenz der Kirche vor Ort konnten manche negativen Folgen aufgefangen werden. Die Kirche im Dorf trägt in hohem Maße zur Identifikation vieler Menschen mit ihrer Region bei, trotz begrenzter Kräfte und vielfach auch unabhängig von Kirchenzugehörigkeit.“

Weitere Themen der Begegnung waren die Umsetzung der Inklusion und die Kooperation zwischen staatlichen und freien Schulträgern sowie die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Freien Wohlfahrtspflege. Auch die gegenwärtige Situation in der Landwirtschaft vor dem Hintergrund der Folgen der Dürre und Maßnahmen zur Unterstützung betroffener Landwirtschaftsbetriebe kamen zur Sprache.

Die jährlichen Gespräche zwischen Landesregierung und Kirchenleitung sind Bestandteil des Güstrower Vertrages von 1994, der das Verhältnis von Staat und evangelischer Kirche in Mecklenburg-Vorpommern regelt. In diesem Jahr fand das Treffen auf Einladung der Ersten Kirchenleitung statt.

Denkmalpreisträger 2018 werden ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Friedrich-Lisch-Denkmalpreis soll symbolisch allen Bodendenkmalpflegern gewidmet werden

Stralsund – Kulturministerin Birgit Hesse verleiht am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 9. September 2018, im Stralsunder Rathaus die diesjährigen Denkmalpreise. Das Land feiert den bundesweiten Aktionstag mit einer Festveranstaltung im Rathaus der Hansestadt. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Entdecken, was verbindet“. Bei den nominierten Preisträgern für den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis hat sich eine überraschende Wendung ergeben.

„Die ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger ‚De Ackerlöper‛, denen ich den Preis zugedacht hatte, wollen ihn nicht mehr annehmen“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Diese Entscheidung, erst recht zu diesem späten Zeitpunkt, hat mich überrascht, gleichwohl respektiere ich sie. Es wäre allerdings sehr schade, wenn die Verdienste dieser engagierten Gruppe von ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern dadurch in den Hintergrund treten würden. Sie haben sich zusammengefunden, um sich gemeinsam für das archäologische Kulturerbe in ihrer Heimatregion einzusetzen. Das tun sie mit großem Erfolg. Die Leistungen der ‚Ackerlöper‛ stehen aus meiner Sicht stellvertretend für die der vielen ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb habe ich mich entschieden, aus der nun entstandenen Not eine Tugend zu machen. Der ‚Friedrich-Lisch-Denkmalpreis‛ soll deshalb symbolisch allen ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpflegern gewidmet werden“, sagte die Ministerin.

Dem Landesarchäologen Dr. Detlef Jantzen wird der Betrag in Höhe des Preisgeldes zur Verfügung gestellt, den er für die Weiterbildung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger verwenden wird, zum Beispiel für Exkursionen zu aktuellen archäologischen Ausstellungen.

Die AG „Junge Archäologen“ beim Kinder- und Jugendzentrum Plau am See erhält den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche 2018“. Er ist mit 700 Euro dotiert. Die Schülerinnen und Schüler nehmen mit professioneller Begleitung an den Ausgrabungen an der nördlichen Umgehungsstraße der Stadt Plau am See teil. Ihr Engagement, die Themen Archäologie und Geschichte ihrer Heimatregion in der Öffentlichkeit zu verbreiten, ist beispielgebend.

Die „Lobende Erwähnung 2018“ und ein Preisgeld von 300 Euro erhält Marie-Luise von Bonin für ihr über 20-jähriges vorbildliches und engagiertes Wirken im Orgelförderverein Demmin e. V. Während ihrer Tätigkeit hat sie den Denkmalpflegegedanken überzeugend in der Öffentlichkeit vertreten.