Dahlemann: Engagement vieler ist beeindruckend

Süderholz – Mit einem Besuch des Schlosses Griebenow in der Gemeinde Süderholz startete der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen „Denkmal-Tag“ während seiner diesjährigen Vorpommerntour. „Denkmale spielen eine wichtige Rolle in unserer Region, so wie das Barockschloss Griebenow. Sie sind Lernorte mit großem kulturellem Wert und attraktiv für Einheimische und Gäste. Ich bin beeindruckt, was der Verein als Eigentümer hier alles auf die Beine stellt, um das Schloss mit Leben zu erfüllen. Ob Ausstellungen, Konzerte, Oster- und Adventsmärkte oder private Feiern – das große Engagement der Vereinsmitglieder lockt jedes Jahr rund 10 000 Besucherinnen und Besucher an. Das hat höchste Anerkennung verdient“, betonte Dahlemann.

Von außergewöhnlicher Bedeutung für den Landkreis Vorpommern-Greifswald sei die Dorfkirche Iven, „deren barocke Innenausstattung von hohem Denkmalwert ist. Die bemalte Holzdecke muss dringend saniert werden, da alle Balken morsch sind. Aus dem Vorpommern-Fonds haben wir dafür 11 500 Euro bereitgestellt“, sagte der Staatssekretär bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides an Vertreter der Kirchengemeinde. Die Gesamtinvestitionskosten betragen 120 000 Euro.

Wichtig für das gesellschaftliche Leben im Dorf seien auch Begegnungsstätten für Jung und Alt. Auf diesen Aspekt ging Dahlemann bei seinem Besuch in Kasnevitz auf der Insel Rügen ein. Hier engagiert sich eine Initiative aus der evangelischen Kirchengemeinde dafür, dass das gegenwärtig nur als Lagerraum genutzte ehemalige Feuerwehrgerätehaus im Ortszentrum saniert und zu einem Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut wird. Auch die Kommune und das Biospährenreservat sind daran interessiert.

Dahlemann: „Auch wenn es sich beim Feuerwehrhaus nicht um ein Denkmal handelt, ist es doch eine gute Sache, eine altes Gebäude wieder herzurichten und für Veranstaltungen jeglicher Art zu öffnen. Gegenwärtig wird geprüft, inwieweit das Projekt aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt werden kann. Am heutigen „Denkmal-Tag“ habe ich wieder eindrucksvoll erleben können, dass es viele Menschen gibt, die – fest verwurzelt mit ihrer Region – dafür Sorge tragen, dass Vorpommern lebens- und liebenswerter wird.“

Eine Orgel zum Jubiläum

Brodkorb übergibt Zuwendungsbescheid

Dobbertin – 2020 steht das 800-jährige Jubiläum der Klosteranlage in Dobbertin bevor. Größter Wunsch: Die Orgel soll endlich wieder erklingen. Finanzminister Mathias Brodkorb übergab nun einen Zuwendungsbescheid, um den Orgelbau noch rechtzeitig zu ermöglichen.

Ein Sanierungsfahrplan wird bereits umgesetzt: Bis zum großen Jubiläum im Jahr 2020 soll dann der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche wieder genutzt werden können. Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen und der Innenausstattung. Der größte Wunsch der Besucherinnen und Besucher war jedoch, dass die Orgel endlich wieder erklingt.

Der Kirchenkreis Mecklenburg, der Freundeskreis Orgel, die Nordkirche, die Gemeinde Dobbertin sowie das Diakoniewerk Dobbertin wollten diesen Wunsch nun zusammen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Die Kosten für den Einbau werden auf 350.000 Euro geschätzt. Für das Land überreichte Finanzminister Brodkorb dafür nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro.

Die Orgel soll 28 Pfeifenreihen zählen und in das Originalgehäuse aus dem Jahr 1857 eingepasst werden. Für Fertigstellung und Einbau wird mit einem Zeitrahmen von zwei Jahren gerechnet. Das wäre gerade rechtzeitig, denn die offizielle Jubiläumsfeier ist für Anfang Juli 2020 geplant.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Ein großer Kreis von Unterstützern will, dass die Orgel endlich wieder in der Klosterkirche erklingt. Besonders erfreulich ist das enorme Engagement der Ehrenamtlichen hier vor Ort. Die Unterstützung durch das Land ist daher auch ein Stück weit Würdigung dieses außergewöhnlichen Einsatzes für das Zusammenleben vor Ort.“

Heilig-Geist-Hof in Wismar wird neu gestaltet

Wismar – Die von der Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) geplante Neugestaltung des Heilig-Geist-Hofs in der Altstadt wird aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 190.000 Euro unterstützt. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben betragen knapp 365.000 Euro. Die drei privaten Eigentümer, die städtische Wohnungsgesellschaft Wobau Wismar, die Diakonie und die Kirchgemeinde St. Nikolai/Heilig-Geist, beteiligen sich finanziell an dieser Maßnahme.

Der altstädtische Innenhof Neustadt 1 (Heilig-Geist-Hof hinter der Kirche) soll neu gestaltet werden, da die 1.784 Quadratmeter große Fläche verschlissen ist und nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Die Regenwasserleitung ist nicht mehr funktionstüchtig und die Bäume verursachen Schäden am Mauerwerk der Kirche.

Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten werden die Wege und Flächen erneuert und die Vegetationsflächen wieder hergestellt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität wesentlich zu verbessern und dadurch die Altstadt attraktiver zu machen. Der Innenhof wird unter anderem für die Mecklenburger Festspiele genutzt.

Die Baumaßnahme soll voraussichtlich in diesem Jahr begonnen und 2019 fertig gestellt werden.

St.-Marien-Kirchhof in Wismar wird erneuert

Wismar – Die von der Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) geplante Neugestaltung des St.-Marien-Kirchhofs wird vom Bauministerium mit rund 300.000 Euro aus der Städtebauförderung unterstützt. Mit Hilfe dieser Mittel soll die Erneuerung des Sankt-Marien-Kirchhofs um den historischen Marienkirchplatz und den Marienkirchturm abgeschlossen werden.

Aufgrund des schlechten Zustands der Fahrbahn und der Nebenanlagen sind Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die vorhandenen Verkehrsanlagen einschließlich Straßenentwässerung und Beleuchtung sowie die Straßenanbindungen Johannisstraße und Schüttingstraße sollen grundhaft erneuert werden. Da die Maßnahme innerhalb des Bodendenkmals „Altstadt“ liegt, werden baubegleitend archäologische Untersuchungen durchgeführt.

Durch diese Maßnahme wird sich in der Wismarer Altstadt die verkehrliche Infrastruktur verbessern und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich 2018 begonnen und 2019 fertig gestellt werden. Die Gesamtausgaben betragen rund 630.000 Euro.

Engagierter Einsatz für klingende Räume in den Kirchen lohnt sich

Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner dankt zum Tag der Kirchenbau-Fördervereine in Neubrandenburg den ehrenamtlichen Helfern: „Viele Projekte im Land“

Neubrandenburg – „Musik verbindet. Glocken vereinen. Daher ist das Motto des Tages der Fördervereine ‚Wenn Räume klingen‘ ein sehr treffendes Motto. Es hebt hervor, was für viele bloße Selbstverständlichkeit ist. Musik in Kirchenräumen hat etwas Faszinierendes. Der klingende Raum erzeugt Demut und Wärme zugleich“, sagt Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner am Tag der Fördervereine in der Kirche St. Michael in Neubrandenburg. Das Justizministerium ist zuständig für die Kirchenangelegenheiten.

„Viele Projekte in den Fördervereinen beziehen sich auf den Erhalt oder die Neuanschaffung von Kirchenglocken. Das Glockenspiel der Marienkirche in Waren (Müritz) zum Beispiel ist kürzlich wieder erklungen nach fast 28 Jahren. Rund 170.000 Euro Spenden wurden zur Realisierung des Projektes gesammelt. Vereine, Verbände, Unternehmen, Stiftungen, aber auch viele private Spender hatten Geld dafür gegeben. In Schönberg bei Dassow wird noch fleißig und engagiert gesammelt. Die St. Laurentius-Kirche soll zwei Glocken bekommen, um die 1917 zu Kriegszwecken eingeschmolzenen zu ersetzen. Aus diesem Grund wurde eine Benefizkonzertreihe initiiert, getreu dem Motto ‚Wenn Räume klingen‘“, sagte Staatssekretärin Gärtner.

„Ein großer Dank geht an die unermüdlich ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer in Kirchengemeinden, den Stiftungen und den 200 Fördervereinen, die sich für den Erhalt unserer Kirchen und ihrer Schätze einsetzen. Ein großer Spender ist ein Glücksfall, nicht aber der Regelfall. Manchmal kann die Nordkirche, manchmal auch das Land unter die Arme greifen. Doch oft ist der Weg, bis eine Orgel restauriert oder eine Glocke gegossen ist, ein langer und beschwerlicher. Am Ende hat sich dieser Weg aber gelohnt, wenn die Räume wieder klingen“, so Staatssekretärin Gärtner.

Malchow erhält Fördermittel für Sanierung des ehemaligen Pastorats

Malchow – Die Stadt Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bekommt vom Bauministerium für die Sanierung des ehemaligen Pastorats (Orgelmuseum) und des Nebengebäudes (Schuppen) sowie die Sanierung der Scheune auf dem Gelände des Klosters Fördermittel in Höhe von knapp 340.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 510.000 Euro.

In den zu sanierenden Gebäuden des ehemaligen Pastorats befinden sich unter anderem die Museumsverwaltung, eine Fachbibliothek, eine Werkstatt, ein Depot für Orgelteile und eine öffentliche Ausstellung. Ziel ist es, die wertvollen historischen Gebäude zu erhalten und für öffentliche und museale Zwecke zu nutzen.

Das Gebäude des als Orgelmuseum genutzten Pastorats auf dem Klosterareal weist im Dachgeschoss erhebliche bauliche Mängel auf. Daher ist es zwingend erforderlich, das Dach zu erneuern. Auch Teile der Fassade müssen aus statischen Gründen teilweise erneuert oder saniert werden. Zudem werden im Dachgeschoss die Elektro- und Heizungsanlagen erneuert.

Die Maßnahme wurde vorzeitig genehmigt, so dass die Arbeiten bereits im September 2017 begonnen haben. Sie sollen voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Weltkulturerbeantrag Schwerin: Bewerbung weiter voranbringen

Ministerin Hesse: Antrag muss weiter geschärft werden, wenn er Erfolg haben soll

Schwerin – Der Welterbebeirat für die Bewerbung des „Schweriner Residenzensembles – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“ hat sich über das weitere Vorgehen beim Antragsverfahren für einen Weltkulturerbetitel der UNESCO ausgetauscht. Kulturministerin Birgit Hesse hat an der vierten Sitzung des Gremiums im Schweriner Schloss teilgenommen.

„Das Schweriner Residenzensemble bildet eine höfisch geprägte Kulturlandschaft. Die vielen Seen, die schönen Gärten und die historische Architektur machen ihren unverwechselbaren Charme aus“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Allen Beteiligten ist aber bewusst, dass dies allein nicht reicht, um Weltkulturerbe zu werden. Wir haben schon viel geschafft, aber der Weg zu einem Weltkulturerbetitel ist lang. Allen Beteiligten ist bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Der Antrag muss weiter geschärft werden, wenn er Erfolg haben soll. Wir müssen vor allem herausarbeiten, wo die Alleinstellungsmerkmale der Schweriner Kulturlandschaft liegen“, betonte Hesse.

Die Landesregierung hat ihre Unterstützung für den Antrag zur Aufnahme in das Welterbe der UNESCO zugesichert und will die Ausstellung im Schweriner Schloss im Sinne der Bewerbung überarbeiten lassen. Die Bewerbung Schwerins soll auch durch die neu eingerichtete Welterbeprofessur an der Hochschule Wismar begleitet werden. „Ich freue mich, dass Professor Arnd Hennemeyer seine Arbeit als Welterbeprofessor an der Hochschule Wismar aufgenommen hat. Heute hat er sich dem Welterbebeirat vorgestellt und über seine Forschungsschwerpunkte berichtet“, so die Ministerin.

Von Jugendarbeit bis Altersheim – „Ein Tag mit…“ einem Seelsorger in Vorpommern

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begleitet in ihrem Aktionsjahr Beschäftigte des Geschäftsbereichs: „Ein engagierter Pastor ist wertvoll für die Gemeinde“

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Züssow – „Einen Tag lang einen Pastor zu begleiten, bringt die breite Palette des Alltags der Gesellschaft ans Licht. Eine Pastorin oder ein Pastor ist Prediger, Seelsorger, Organisator und Veranstalter in einer Person. Das hat mich im vorpommerschen Züssow sehr beeindruckt, als ich Pastor Dr. Ulf Harder einen Tag lang begleiten durfte“, sagte Justizministerin Hoffmeister nach ihrer fünften Station im Rahmen ihres Aktionsjahres „Ein Tag mit…“

„Als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten wollte ich mir einen Einblick in ein Gemeindeleben verschaffen. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern, in denen der christliche Glaube nicht so stark gelebt wird. Eine Pastorenstelle ist dennoch ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle in den Gemeinden. Das wurde heute schon zu Beginn des Tages beim Gottesdienst und anschließenden Einzelgesprächen im Senioren- und Pflegeheim Gottfried-Janczykowsky-Haus Züssow deutlich. Großartig ist auch der Einsatz der Kirchgemeinde für den Verein, der den alten Pfarrgarten Ranzin in eine Streuobstwiese verwandelt.“ Als Doberanerin übernahm die Ministerin dort die Patenschaft für einen Apfelbaum namens „Doberaner Renette“.

Die evangelische Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin hat ca. 1.200 Mitglieder. Pastor Ulf Harder und sein Kollege halten in sechs Orten Gottesdiene, in vier Orten stehen Kirchen. Nach eigenen Angaben ist er nahezu täglich unterwegs. Eine weitere halbe Pfarrstelle in der Kirchengemeinde bekleidet noch Gemeindepastor Christof Rau, der zugleich auch für die regionale Jugendarbeit zuständig ist. Justizministerin Hoffmeister: „Gestartet sind wir in den Tag im Altenheim, beendet haben wir ihn mit der Jugendarbeit. Das zeigt, für den Zusammenhalt in einer Gemeinde ist ein engagierter Pastor überaus wertvoll.“

1,3 Mio. Euro für Kunstausstellungen und Museen im Jahr 2017

Ministerin Hesse: Museen machen Kunst und Geschichte erlebbar

Schwerin – Wer sich in Mecklenburg-Vorpommern jeden Tag eine Ausstellung anschauen wollte, wäre mehr als ein halbes Jahr unterwegs. So lange würde es dauern, um einmal durch die Museumslandschaft des Landes zu wandern. Das Land hat im vergangenen Jahr Ausstellungen, museale Projekte und Museen mit Kulturfördermitteln in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro unterstützt. Aus den Sonderprogrammen für Investitionen, zur Sicherung des schriftlichen und audiovisuellen Kulturguts sowie für die Heimatpflege standen auch Fördermittel für Museen bereit.

„Sammeln, Bewahren und Präsentieren – diesen Hauptaufgaben widmen sich viele Museen in Mecklenburg-Vorpommern mit Leidenschaft“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Der Internationale Museumstag am kommenden Sonntag ist eine schöne Aktion, die Lust machen will, auf Kunstausstellungen und Sammlungen. Ich freue mich darüber, dass sich 84 Museen bei uns im Land beteiligen wollen. Museen sind wichtige Orte, sie sind unser kulturelles Gedächtnis, machen Kunst und Geschichte erlebbar. Deswegen bilden sie bei der Kulturförderung auch einen Schwerpunkt“, sagte Hesse.

Seit dem vergangenen Jahr finanziert das Land außerdem die Landesfachstelle Museen in Rostock, die nicht-kommerzielle Einrichtungen berät und bei ihrer Arbeit begleitet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stehen dafür insgesamt 600.000 Euro bereit. Neben der kulturellen Projektförderung für verschiedene Museen im Land erhalten die Ernst-Barlach-Stiftung, das Pommersche Landesmuseum und das Deutsche Meeresmuseum Stralsund Zuwendungen.

Land förderte seit 2011 Erhalt von 125 Herrenhäusern mit 8,4 Mio Euro

Schwerin – „Guts- und Herrenhäuser sind die Wahrzeichen der ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind Botschafter für den Tourismus im Land. Deshalb liegt mir ihre Erhaltung sehr am Herzen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, aus Anlass der „4. Kulturerbe Herrenhäusertagung“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Hohen Luckow. Die Tagung war Bestandteil einer Reihe von Veranstaltungen im Europäischen Kulturerbejahr der EU, wobei sich in Deutschland der Fokus auf das Thema „Baukulturelles Erbe“ richtet.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mehr als 1000 denkmalgeschützte Schlösser, Guts- und Herrenhäuser. „Durch das finanzielle Engagement von Familien, Stiftern und Institutionen konnten drei Viertel dieser wertvollen Bauwerke inzwischen saniert und zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden“, so Minister Backhaus. „Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV hat die Sanierung von Schlössern, Guts- und Herrenhäusern im Land seit 2011 mit rund 8.432.000 Euro aus dem ELER gefördert und damit Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 15.444.300 Euro ermöglicht“, betonte der Minister. Gefördert wurden 88 Schlösser, Guts- oder Herrenhäuser in Mecklenburg und 37 solcher Bauwerke in Vorpommern, darunter in Tessin, Dummerstorf, Krakow am See, Dargun, Ribnitz-Damgarten, Wustrow oder Altefähr.

Ein Viertel der einstigen Adelssitze ist derzeit in schlechtem Zustand oder verfallsgefährdet. „Hier müssen die privaten Eigentümer Nutzungskonzepte entwickeln und mit den Behörden Hand in Hand gehen, um im Interesse der Dörfer und Gemeinden und im Interesse der Tourismusbranche dieses wertvolle baukulturelle Erbe erhalten“, mahnt Dr. Backhaus.

„Zum Alten Bauernhof 12“ in Schwerin-Mueß offiziell als Denkmal gekennzeichnet

Ministerin Hesse: Eigentümer hat das alte Bauernhaus liebevoll saniert

Schwerin – Ein weiteres Baudenkmal in Schwerin: Das Gehöft „Zum Alten Bauernhof 12“ steht unter Denkmalschutz. Kulturministerin Birgit Hesse hat dem Eigentümer Dr. Olaf Kannt heute die offizielle Denkmalplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern überreicht. Damit wird das sanierte, denkmalgeschützte Haus in Schwerin-Mueß auch offiziell als Denkmal gekennzeichnet.

„Historisch sanierte Häuser verleihen unseren Stadtbildern Atmosphäre und sie sind Zeugnisse unserer Geschichte“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse „Das reetgedeckte Dach ist typisch für unsere Region und würdigt zugleich das Handwerk des Reetdachdeckens, das auf der deutschen Liste des immateriellen Kulturerbes einen festen Platz hat. Der Eigentümer, Dr. Olaf Kannt, hat das alte Bauernhaus liebevoll saniert“, so die Ministerin.

Beim „Alten Bauernhof 12“ handelt es sich um eine Bauernhufe in westöstlicher Ausrichtung. Das reetgedeckte Dielenhaus ist als Fachwerkkonstruktion mit Ziegelausfachungen auf Feldsteinsockel errichtet. Im Inneren sind noch Fachwerkwände mit Lehmstaken sowie der Lehmstampfboden der Diele erhalten. Bei der Sanierung wurden die historischen Raumzusammenhänge des Dielenhauses, wie z. B. Küche und Diele mit Treppe nach oben, bewahrt und mit neuen Ausbauten nutzbar gemacht.

Der Bauherr habe eine denkmalgerechte und vorbildhafte Sanierung durchgeführt, loben die Denkmalschützer des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege. Hierbei sei modernen Nutzungsansprüchen in der historischen Bausubstanz behutsam Rechnung getragen worden, ohne dass der Aussagewert des Baudenkmals verloren gehe.

Greifswald: Minister Pegel übergibt Bescheid für Kirche St. Jacobi

Greifswald – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (26.03.2018) einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von 300.000 Euro Städtebaufördermitteln für die Modernisierung der St. Jacobi Kirche in Greifswald.

Die Kirche St. Jacobi ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Innenstadt und Fleischervorstadt“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Kirche, ein das Stadtbild prägendes Denkmal, soll teilsaniert werden. Die Außenwandflächen sollen vollständig gereinigt und instandgesetzt, die Fenster des Hauptschiffes überarbeitet und in Teilen ausgewechselt werden.

Nach Prüfung der von der Stadt eingereichten Unterlagen hat das Infrastrukturministerium der Maßnahme „Modernisierung Kirche St. Jacobi“ zugestimmt und sie gemäß der Städtebauförderrichtlinie grundsätzlich als zuwendungsfähig anerkannt.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Maßnahme betragen rund 503.000 Euro. Der Fördersatz beträgt knapp 60 Prozent.

Schloss Bothmer: Der Pfeilstorch ist zurück

Fr. Dr. Zinnow, Finanzminister Brodkorb, Rektor Schareck und Prof. Richter (v.l.n.r.) freuen sich über die Kopie des Pfeilstorches

Fr. Dr. Zinnow, Finanzminister Brodkorb, Rektor Schareck und Prof. Richter (v.l.n.r.) freuen sich über die Kopie des Pfeilstorches

Schwerin – Der bekannteste Storch des Landes ist zurück auf Schloss Bothmer. Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, übergab heute eine Kopie des Storches an Finanzminister Mathias Brodkorb. Der Storch wurde 1822 im Klützer Winkel erlegt und lieferte seinerzeit den ersten Beweis für den Fernzug der Störche bis in das äquatoriale Afrika.

„Mit dem Frühling“, so Rektor Schareck, „kehrt unser berühmter Pfeilstorch an das Schloss Bothmer zurück und bringt so die Universität Rostock mit internationaler Forschung in den Klützer Winkel.“ Auch Finanzminister Mathias Brodkorb ist über das besondere Ausstellungsstück im landeseigenen Schloss erfreut: „Wir haben auf Schloss Bothmer ein sehr interessantes Ausstellungskonzept, das durch den Pfeilstorch noch einmal aufgewertet wird. Ich hoffe, dass wir so den ein oder anderen Besucher zusätzlich in den Klützer Winkel locken.“

Die Öffentlichkeit kann den Storch erstmals zur Saisoneröffnung am Sonnabend, den 31. März, bestaunen. Die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen (SSGK), Pirko Kristin Zinnow, kündigte an, dass der Pfeilstorch nicht nur zur Saisoneröffnung eine Hauptrolle spielen werde: „Wir freuen uns, dass der Storch künftig auch auf Schloss Bothmer zu sehen sein wird. Die Saisoneröffnung ist daher auch so etwas wie seine Willkommensfeier.“

Die Geschichte des Pfeilstorches reicht zurück in den Mai 1822, als Bewohner von Gut Bothmer einen Weißstorch entdeckten, dem ein etwa 80 Zentimeter langer Stock am Hals hinunterhing. Christian Ludwig Reichsgraf von Bothmer (1773-1848) erlegt den Storch schließlich. Der vermeintliche Stock entpuppte sich dabei als ein aus Holz geschnitzter und mit einer eisernen Spitze versehener Pfeil. Das erlegte Tier ging in die großherzogliche Präparationswerkstatt an die Residenz nach Ludwigslust bis Großherzog Friedrich Franz I (1756-1837) den präparierten Storch am 28. August 1822 der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock übergab.

Dort erkannten die Forscher die Bedeutung des verletzten Storches. Kenntnisse über den Vogelzug und die Winterquartiere von Vögeln lagen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts noch nicht vor. Der Pfeilstorch lieferte somit den ersten Beweis für den Fernzug der Störche bis in das äquatoriale Afrika. Heute ist der Rostocker Pfeilstorch international bekannt und wird regelmäßig in Publikationen über die Vogelzugforschung abgebildet.

In Rostock besichtigen jedes Jahr mehr als 15.000 Besucher das Original des Pfeilstorchens im Zoologischen Institut in der Rostocker Innenstadt. Er ist die Hauptattraktion der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock. Dass jetzt eine nahezu perfekte Kopie des Pfeilstorches nach Schloss Bothmer gelangt, freut Professor Stefan Richter, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Spezielle Zoologie, besonders. „Es ist wirklich schön, dass die Geschichte des Pfeilstorches nun auch an dem Ort erzählt werden kann, an dem sie ihren Ausgang genommen hat.“

Schlosskirche Neustrelitz und Umfeld mit Schwanenteich werden saniert

Neustrelitz – Für die Teilsanierung der Schlosskirche einschließlich des Umfelds mit Schwanenteich überreicht Bauminister Christian Pegel am Freitag (02.03.2018) dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Andreas Grund, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen rund 750.000 Euro.

Die Stadt Neustrelitz beabsichtigt eine Teilsanierung der Schlosskirche. An der derzeit als Plastikgalerie genutzten Schlosskirche sollen Fassendenteile denkmalgerecht instandgesetzt werden. Im Areal um dieses Baudenkmal sollen die Wege saniert und wild gewachsener Baumbestand durch neue Bäume ersetzt werden. Zudem soll die Erlebbarkeit des Schwanenteichs durch Entschlammung wieder hergestellt werden. Der angrenzende unbefestigte Parkplatz soll neu geordnet und befestigt werden.