Drese: Anerkennung des Ehrenamtes weiter ausbauen – Ehrenamtskarte kommt

Bad Doberan – Sozialministerin Stefanie Drese eröffnete am 22. September die Doberaner Klostertage, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „Ehrenamt“ stehen. „Bürgerschaftliches Engagement hat in unserem Land eine herausragende Bedeutung. Die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen macht unsere Gesellschaft lebenswerter und stärkt den sozialen Zusammenhalt“, betonte die Ministerin in ihrem Grußwort.

Die Klostertage werden jährlich durch den Verein der „Freunde und Förderer des Klosters Doberan“ organisiert und durchgeführt.

„Vieles von dem, was unsere Städte und Dörfer liebenswert macht, sind die vielfältigen Veranstaltungen, so wie die Klostertage in Bad Doberan“, betonte Drese. „Ob Aktionen wie der wiederbelebte Dorfladen oder der Feuerwehrball – für ein positives Zusammenleben ist das freiwillige Engagement unabdingbar.“

Ministerin Drese zeigte auf, dass die Leistungen der Ehrenamtler besonderer Wertschätzung bedürfen. „Wichtiges Ziel der Landesregierung ist es deshalb, das bürgerschaftliche Engagement weiter zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für aktive Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und Maßnahmen der Anerkennung auszubauen“, so Drese.

Wichtig seien Fortbildungen, Ehrenamtsmessen und Ehrungen. Drese: „Zudem haben wir mit der Ehrenamtsstiftung einen zentralen Ansprechpartner installiert, der insbesondere kleinen Initiativen und Vereinen ganz gezielt hilft. Als weiteren wichtigen Schritt der Würdigung wollen wir nun eine landesweite Ehrenamtskarte einführen. Mein Ministerium wird dazu in Kürze dem Landtag entsprechende Pläne vorlegen.“

Die Karte soll Vergünstigen für Ehrenamtler bieten – in Landes- und kommunalen Einrichtungen wie Museen, aber auch bei privaten Unternehmen. Drese: „Neben den monetären Vorteilen erfüllt die Ehrenamtskarte des Landes aus meiner Sicht aber vor allem auch den wichtigen Zweck, den Menschen, die freiwillig für die Gemeinschaft und für andere Menschen tätig sind, „Danke“ zu sagen.“

Fördermittel für St. Marien Kirche in Loitz

Loitz – Für die Fassadensanierung der St. Marien Kirche erhält die Stadt Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald vom Bauministerium ca. 7.000 Euro Finanzhilfen aus Städtebaufördermitteln. Kirche und die Stadt Loitz übernehmen rund 81.000 Euro bei Gesamtkosten in Höhe von knapp 88.000 Euro.

Die gotische Stadtpfarrkirche St. Marien ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadt“ der Stadt Loitz. Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein das Stadtbild prägendes Denkmal, das sowohl für sakrale Zwecke als auch für Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte genutzt wird. Die Fassade ist teilweise so stark beschädigt, das Wasser in das Mauerwerk eindringt. Um vorhandene, und auch weitere Schäden zu verhindern, soll sie teilsaniert werden.

Die Kirchengemeinde plant in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen.

Treffen zwischen Kirchenleitung und Landesregierung in Schwerin

Schwerin – Die Erste Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ist heute mit Mitgliedern der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns zum turnusmäßigen Gespräch in Schwerin zusammengetroffen. Im Mittelpunkt stand dabei die gemeinsame Verantwortung für das Miteinander im Land.

Landesbischof Gerhard Ulrich würdigte in seiner Begrüßung die regelmäßigen Gespräche zwischen Landesregierung und Kirche: „So können wir uns gemeinsam den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit stellen – in partnerschaftlicher Verbundenheit.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte zu Beginn der Begegnung: „Die Treffen zwischen der Landesregierung und den Kirchen sind mir wichtig. Die Kirchen engagieren sich auf vorbildliche Weise im sozialen Bereich und geben vielen Menschen Orientierung. Regierung und Kirchen haben unterschiedliche Aufgaben. Es ist wichtig, dass wir regelmäßig miteinander im Gespräch sind.“

Kirchenleitung und Landesregierung wollen künftig stärker kooperieren, um besonders im ländlichen Raum den gesellschaftlichen Diskurs vor Ort zu fördern und die regionale Identität zu stärken. Dazu sollen bestehende Angebote genutzt und geeignete neue Formate des Bürgerdialogs auch in kirchlichen Räumen entwickelt werden.

Der Landesbischof erklärte: „Nach dem christlichen Menschenbild ist jeder Einzelne Geschöpf Gottes, das mit unverlierbarer Würde begabt ist. Als Nordkirche werden wir daher weiterhin ein verlässlicher Partner all derjenigen sein, die eine offene und freie Gesellschaft für alle Menschen gestalten. Wo aber Gewalt und Rassismus an die Stelle einer demokratischen Streitkultur treten, werden wir klar wiedersprechen.“ Ulrich hob hervor: „Gerade in Zeiten des Wandels müssen wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dies gilt insbesondere für Regionen in unserem Bundesland, wo die schwindende Infrastruktur kaum die Lebensqualität aller Bewohnerinnen und Bewohner sichern kann.“

Auch die Ministerpräsidentin ging auf die besonderen Herausforderungen bei der Entwicklung des ländlichen Raumes ein und betonte: „Mecklenburg-Vorpommern ist zu 90 Prozent ländlicher Raum, deshalb liegt hier auch seit langem unser Schwerpunkt bei der Förderung. Wir wollen das Land in den nächsten Jahren weiter voranbringen. Die gilt ausdrücklich auch für den ländlichen Raum. Wir brauchen gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West, in der Stadt und auf dem Land. Das ist in Deutschland Verfassungsauftrag. Deswegen ist es gut, dass die „Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse“ in der kommenden Woche ihre Arbeit aufnimmt.“

Justizministerin Katy Hoffmeister hob während des Gespräches die besondere Rolle der Kirche insbesondere auf dem Land hervor: „Das Engagement der Nordkirche ist gerade im ländlichen Raum von unverzichtbarem Wert. Das habe ich auf meiner Sommertour durch Kirchengemeinden unseres Landes wieder erleben dürfen. Ich besuchte kleine Orte, in denen das Ehrenamt der Kirchgemeinde Alltag und Freizeit am Leben hält. Das Engagement der kirchlichen Gemeinden bringt aber auch Generationen zusammen. Das fördert die Gemeinschaft und das Verständnis füreinander.“

Bischof Dr. Andreas v. Maltzahn verwies auf die positiven Erfahrungen aufsuchender Sozialarbeit, wie sie von Projekten wie dem „Volxmobil“ mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Kleinstädten und der „Alpha Arbeit“, einem sozialdiakonischen Arbeitszweig auf dem Großen Dreesch in Schwerin, geleistet werde. Ein weiteres Beispiel sei die politische Bildungsarbeit der Regionalzentren für demokratische Kultur in Trägerschaft der Evangelischen Akademie. Bischof v. Maltzahn: „Solche Angebote werden in hohem Maße nachgefragt und bedürfen nachhaltiger Unterstützung und Stärkung.“

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit verwies unter anderem auf die Abwanderung vieler Menschen in den ersten beiden Jahrzehnten nach der deutschen Wiedervereinigung besonders aus Vorpommern und strukturelle Defizite vor allem auf dem Lande: „Durch die vergleichsweise gute Präsenz der Kirche vor Ort konnten manche negativen Folgen aufgefangen werden. Die Kirche im Dorf trägt in hohem Maße zur Identifikation vieler Menschen mit ihrer Region bei, trotz begrenzter Kräfte und vielfach auch unabhängig von Kirchenzugehörigkeit.“

Weitere Themen der Begegnung waren die Umsetzung der Inklusion und die Kooperation zwischen staatlichen und freien Schulträgern sowie die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Freien Wohlfahrtspflege. Auch die gegenwärtige Situation in der Landwirtschaft vor dem Hintergrund der Folgen der Dürre und Maßnahmen zur Unterstützung betroffener Landwirtschaftsbetriebe kamen zur Sprache.

Die jährlichen Gespräche zwischen Landesregierung und Kirchenleitung sind Bestandteil des Güstrower Vertrages von 1994, der das Verhältnis von Staat und evangelischer Kirche in Mecklenburg-Vorpommern regelt. In diesem Jahr fand das Treffen auf Einladung der Ersten Kirchenleitung statt.

Denkmalpreisträger 2018 werden ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Friedrich-Lisch-Denkmalpreis soll symbolisch allen Bodendenkmalpflegern gewidmet werden

Stralsund – Kulturministerin Birgit Hesse verleiht am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 9. September 2018, im Stralsunder Rathaus die diesjährigen Denkmalpreise. Das Land feiert den bundesweiten Aktionstag mit einer Festveranstaltung im Rathaus der Hansestadt. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Entdecken, was verbindet“. Bei den nominierten Preisträgern für den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis hat sich eine überraschende Wendung ergeben.

„Die ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger ‚De Ackerlöper‛, denen ich den Preis zugedacht hatte, wollen ihn nicht mehr annehmen“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Diese Entscheidung, erst recht zu diesem späten Zeitpunkt, hat mich überrascht, gleichwohl respektiere ich sie. Es wäre allerdings sehr schade, wenn die Verdienste dieser engagierten Gruppe von ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern dadurch in den Hintergrund treten würden. Sie haben sich zusammengefunden, um sich gemeinsam für das archäologische Kulturerbe in ihrer Heimatregion einzusetzen. Das tun sie mit großem Erfolg. Die Leistungen der ‚Ackerlöper‛ stehen aus meiner Sicht stellvertretend für die der vielen ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb habe ich mich entschieden, aus der nun entstandenen Not eine Tugend zu machen. Der ‚Friedrich-Lisch-Denkmalpreis‛ soll deshalb symbolisch allen ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpflegern gewidmet werden“, sagte die Ministerin.

Dem Landesarchäologen Dr. Detlef Jantzen wird der Betrag in Höhe des Preisgeldes zur Verfügung gestellt, den er für die Weiterbildung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger verwenden wird, zum Beispiel für Exkursionen zu aktuellen archäologischen Ausstellungen.

Die AG „Junge Archäologen“ beim Kinder- und Jugendzentrum Plau am See erhält den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche 2018“. Er ist mit 700 Euro dotiert. Die Schülerinnen und Schüler nehmen mit professioneller Begleitung an den Ausgrabungen an der nördlichen Umgehungsstraße der Stadt Plau am See teil. Ihr Engagement, die Themen Archäologie und Geschichte ihrer Heimatregion in der Öffentlichkeit zu verbreiten, ist beispielgebend.

Die „Lobende Erwähnung 2018“ und ein Preisgeld von 300 Euro erhält Marie-Luise von Bonin für ihr über 20-jähriges vorbildliches und engagiertes Wirken im Orgelförderverein Demmin e. V. Während ihrer Tätigkeit hat sie den Denkmalpflegegedanken überzeugend in der Öffentlichkeit vertreten.

Tag des offenen Denkmals

Freier Eintritt in Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen

Schwerin – „Entdecken, was uns verbindet“ ist das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals. Wie schon im Vorjahr wird der Eintritt in die landeseigenen Schlösser und Gärten sowie ins Staatliche Museum Schwerin frei sein.

Im vergangenen Jahr hatte das Finanzministerium erstmals anlässlich des Tags des offenen Denkmals auf den Eintritt verzichtet. Aufgrund des Erfolgs soll diese Aktion im Jubiläumsjahr – es ist der 25. Tag des offenen Denkmals in Deutschland – wiederholt werden.

Der Denkmaltag bietet Gelegenheit, mehr über die Denkmalpflege in den Staatlichen Schlössern, Gärten und Kunstsammlungen zu erfahren und ermöglicht es Besuchern, vor Ort mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Nicht nur bei Touristen sind unsere Schlösser, Gärten und Museen Besuchermagnete. Wenn wir die Türen in unseren landeseigenen Einrichtungen öffnen, wollen wir nicht zuletzt die Menschen ansprechen, die hier leben. Der freie Eintritt ist eine Einladung an alle Mecklenburger und Vorpommern, sich auf eine Zeitreise in die Geschichte unserer Heimat zu begeben. Denn Denkmäler sind Orte, an denen diese Geschichte authentisch erlebt werden kann.“

70. Jahrestag der Schließung aller Spezial- und Internierungslager

„Die Erinnerung an die Willkür zweier Diktaturen macht Fünfeichen so bedeutsam“

Neubrandenburg – „Der Weltfriedenstag ist ein sehr gutes Datum für die Gedenkfeier anlässlich des 70. Jahrestags der Schließung aller Spezial-, Kriegsgefangenen- und Internierungslager in Fünfeichen. Eine Botschaft, die Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag 2006 herausgegeben hatte, passt heute ebenso: ‚In der Wahrheit liegt der Friede‘. Heute sind wir der gesamten Wahrheit über diesen Ort so nah wie nie. Denn Fünfeichen war nicht nur ein Lager. Es waren insgesamt fünf Lager in der Zeit von 1939 bis 1948. Zwei Diktaturen haben hier ihre Willkür an Menschen ausgelebt. Die Gedenkstätte Fünfeichen ist darum sehr bedeutsam“, so Justizministerin Hoffmeister in ihrer Festrede zum 70. Jahrestag der Schließung aller Lager in Fünfeichen.

„In Fünfeichen wurden mehr als 135.000 Menschen gefangen gehalten. Tausende Menschen starben an Hunger, Gewalt, Erschöpfung und Misshandlung. Die hier erlittenen Qualen sind für unsere Friedensgeneration unvorstellbar. Hier zeigt sich, was Diktaturen gemein haben: Ihnen ist die Freiheit des Menschen ein Dorn im Auge. Andersdenkende, Andersgläubige und Kritiker wurden hier weggesperrt, damit sie der Gesellschaft nicht ihre Erkenntnisse und ihre Ansichten erklären können, damit sie weder Augen öffnen, noch Ketten sprengen können. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde so gut es geht die Geschichte des sowjetischen Internierungslagers verschwiegen. Erst mit Einzug der Demokratie konnten die Menschen hier im Land darüber sprechen, was sie schon lange ahnten. Ich bin den Initiativen in Neubrandenburg sehr dankbar, dass sie aktiv an die beiden Lagerzeiten erinnern und gerade bei der jungen Generation ein Bewusstsein schaffen, aus der Geschichte lernen, um den Frieden und die Freiheit zu erhalten“, so die Ministerin.

Dahlemann: Wasserschloss Divitz wird weiter unterstützt

Divitz – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute am Rande eines deutsch-französischen Jugendcamps auf der Wasserburg Divitz eine Förderzusage in Höhe von 14 000 Euro für die Fortschreibung des Nutzungs- und Entwicklungskonzeptes der Wasserburg ausgesprochen.

„Ziel ist es, die Wasserburg in die kulturelle und touristische Infrastruktur der Region einzubinden. Die Wasserburg – Baudenkmal von nationaler Bedeutung – ist 2016 als eines der meist gefährdetsten Denkmale Europas eingestuft worden. Der Förderverein Kulturgüter Wasserburg ist ganz aktiv, um möglichst viele Spenden und Fördermöglichkeiten zur Rettung der Wasserburg zu erschließen. Davon konnte ich mich sowohl im letzten Jahr als auch bei meinem heutigen Besuch überzeugen“, betonte der Staatssekretär. Es sei eine Superidee, ein Jugendcamp zu veranstalten, bei dem sich junge Leute „ganz bewusst an den Aufräumarbeiten beteiligen und gegen den Verfall der Burg ankämpfen“.

Überall in Vorpommern kümmerten sich Fördervereine um die Zukunft von Schlössern und Gutshäusern. Dahlemann: „Sie sorgen mit Hingabe und Leidenschaft dafür, dass die für die Identität so wichtigen Häuser erhalten und saniert werden, damit sie als kulturelle Stätten für Konzerte, Theater oder Feste von Einheimischen und Gästen genutzt werden können. Ihnen allen gebührt großer Dank. Ihr Engagement ist nicht nur gut für die Schlösser, sondern für ganz Vorpommern von großer Bedeutung.“

Ob Griebenow, Quilow, Ludwigsburg oder auch Divitz, „diese Schlössern und Gutshäuser haben nicht nur große Bedeutung für den Tourismus, sondern auch einen großen Stellenwert für die Vorpommerinnen und Vorpommern“, so der Staatssekretär.

Dahlemann: Engagement vieler ist beeindruckend

Süderholz – Mit einem Besuch des Schlosses Griebenow in der Gemeinde Süderholz startete der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen „Denkmal-Tag“ während seiner diesjährigen Vorpommerntour. „Denkmale spielen eine wichtige Rolle in unserer Region, so wie das Barockschloss Griebenow. Sie sind Lernorte mit großem kulturellem Wert und attraktiv für Einheimische und Gäste. Ich bin beeindruckt, was der Verein als Eigentümer hier alles auf die Beine stellt, um das Schloss mit Leben zu erfüllen. Ob Ausstellungen, Konzerte, Oster- und Adventsmärkte oder private Feiern – das große Engagement der Vereinsmitglieder lockt jedes Jahr rund 10 000 Besucherinnen und Besucher an. Das hat höchste Anerkennung verdient“, betonte Dahlemann.

Von außergewöhnlicher Bedeutung für den Landkreis Vorpommern-Greifswald sei die Dorfkirche Iven, „deren barocke Innenausstattung von hohem Denkmalwert ist. Die bemalte Holzdecke muss dringend saniert werden, da alle Balken morsch sind. Aus dem Vorpommern-Fonds haben wir dafür 11 500 Euro bereitgestellt“, sagte der Staatssekretär bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides an Vertreter der Kirchengemeinde. Die Gesamtinvestitionskosten betragen 120 000 Euro.

Wichtig für das gesellschaftliche Leben im Dorf seien auch Begegnungsstätten für Jung und Alt. Auf diesen Aspekt ging Dahlemann bei seinem Besuch in Kasnevitz auf der Insel Rügen ein. Hier engagiert sich eine Initiative aus der evangelischen Kirchengemeinde dafür, dass das gegenwärtig nur als Lagerraum genutzte ehemalige Feuerwehrgerätehaus im Ortszentrum saniert und zu einem Dorfgemeinschaftshaus ausgebaut wird. Auch die Kommune und das Biospährenreservat sind daran interessiert.

Dahlemann: „Auch wenn es sich beim Feuerwehrhaus nicht um ein Denkmal handelt, ist es doch eine gute Sache, eine altes Gebäude wieder herzurichten und für Veranstaltungen jeglicher Art zu öffnen. Gegenwärtig wird geprüft, inwieweit das Projekt aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt werden kann. Am heutigen „Denkmal-Tag“ habe ich wieder eindrucksvoll erleben können, dass es viele Menschen gibt, die – fest verwurzelt mit ihrer Region – dafür Sorge tragen, dass Vorpommern lebens- und liebenswerter wird.“

Eine Orgel zum Jubiläum

Brodkorb übergibt Zuwendungsbescheid

Dobbertin – 2020 steht das 800-jährige Jubiläum der Klosteranlage in Dobbertin bevor. Größter Wunsch: Die Orgel soll endlich wieder erklingen. Finanzminister Mathias Brodkorb übergab nun einen Zuwendungsbescheid, um den Orgelbau noch rechtzeitig zu ermöglichen.

Ein Sanierungsfahrplan wird bereits umgesetzt: Bis zum großen Jubiläum im Jahr 2020 soll dann der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche wieder genutzt werden können. Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen und der Innenausstattung. Der größte Wunsch der Besucherinnen und Besucher war jedoch, dass die Orgel endlich wieder erklingt.

Der Kirchenkreis Mecklenburg, der Freundeskreis Orgel, die Nordkirche, die Gemeinde Dobbertin sowie das Diakoniewerk Dobbertin wollten diesen Wunsch nun zusammen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Die Kosten für den Einbau werden auf 350.000 Euro geschätzt. Für das Land überreichte Finanzminister Brodkorb dafür nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro.

Die Orgel soll 28 Pfeifenreihen zählen und in das Originalgehäuse aus dem Jahr 1857 eingepasst werden. Für Fertigstellung und Einbau wird mit einem Zeitrahmen von zwei Jahren gerechnet. Das wäre gerade rechtzeitig, denn die offizielle Jubiläumsfeier ist für Anfang Juli 2020 geplant.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Ein großer Kreis von Unterstützern will, dass die Orgel endlich wieder in der Klosterkirche erklingt. Besonders erfreulich ist das enorme Engagement der Ehrenamtlichen hier vor Ort. Die Unterstützung durch das Land ist daher auch ein Stück weit Würdigung dieses außergewöhnlichen Einsatzes für das Zusammenleben vor Ort.“

Heilig-Geist-Hof in Wismar wird neu gestaltet

Wismar – Die von der Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) geplante Neugestaltung des Heilig-Geist-Hofs in der Altstadt wird aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 190.000 Euro unterstützt. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben betragen knapp 365.000 Euro. Die drei privaten Eigentümer, die städtische Wohnungsgesellschaft Wobau Wismar, die Diakonie und die Kirchgemeinde St. Nikolai/Heilig-Geist, beteiligen sich finanziell an dieser Maßnahme.

Der altstädtische Innenhof Neustadt 1 (Heilig-Geist-Hof hinter der Kirche) soll neu gestaltet werden, da die 1.784 Quadratmeter große Fläche verschlissen ist und nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Die Regenwasserleitung ist nicht mehr funktionstüchtig und die Bäume verursachen Schäden am Mauerwerk der Kirche.

Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten werden die Wege und Flächen erneuert und die Vegetationsflächen wieder hergestellt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität wesentlich zu verbessern und dadurch die Altstadt attraktiver zu machen. Der Innenhof wird unter anderem für die Mecklenburger Festspiele genutzt.

Die Baumaßnahme soll voraussichtlich in diesem Jahr begonnen und 2019 fertig gestellt werden.

St.-Marien-Kirchhof in Wismar wird erneuert

Wismar – Die von der Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) geplante Neugestaltung des St.-Marien-Kirchhofs wird vom Bauministerium mit rund 300.000 Euro aus der Städtebauförderung unterstützt. Mit Hilfe dieser Mittel soll die Erneuerung des Sankt-Marien-Kirchhofs um den historischen Marienkirchplatz und den Marienkirchturm abgeschlossen werden.

Aufgrund des schlechten Zustands der Fahrbahn und der Nebenanlagen sind Sanierungsmaßnahmen notwendig. Die vorhandenen Verkehrsanlagen einschließlich Straßenentwässerung und Beleuchtung sowie die Straßenanbindungen Johannisstraße und Schüttingstraße sollen grundhaft erneuert werden. Da die Maßnahme innerhalb des Bodendenkmals „Altstadt“ liegt, werden baubegleitend archäologische Untersuchungen durchgeführt.

Durch diese Maßnahme wird sich in der Wismarer Altstadt die verkehrliche Infrastruktur verbessern und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich 2018 begonnen und 2019 fertig gestellt werden. Die Gesamtausgaben betragen rund 630.000 Euro.

Engagierter Einsatz für klingende Räume in den Kirchen lohnt sich

Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner dankt zum Tag der Kirchenbau-Fördervereine in Neubrandenburg den ehrenamtlichen Helfern: „Viele Projekte im Land“

Neubrandenburg – „Musik verbindet. Glocken vereinen. Daher ist das Motto des Tages der Fördervereine ‚Wenn Räume klingen‘ ein sehr treffendes Motto. Es hebt hervor, was für viele bloße Selbstverständlichkeit ist. Musik in Kirchenräumen hat etwas Faszinierendes. Der klingende Raum erzeugt Demut und Wärme zugleich“, sagt Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner am Tag der Fördervereine in der Kirche St. Michael in Neubrandenburg. Das Justizministerium ist zuständig für die Kirchenangelegenheiten.

„Viele Projekte in den Fördervereinen beziehen sich auf den Erhalt oder die Neuanschaffung von Kirchenglocken. Das Glockenspiel der Marienkirche in Waren (Müritz) zum Beispiel ist kürzlich wieder erklungen nach fast 28 Jahren. Rund 170.000 Euro Spenden wurden zur Realisierung des Projektes gesammelt. Vereine, Verbände, Unternehmen, Stiftungen, aber auch viele private Spender hatten Geld dafür gegeben. In Schönberg bei Dassow wird noch fleißig und engagiert gesammelt. Die St. Laurentius-Kirche soll zwei Glocken bekommen, um die 1917 zu Kriegszwecken eingeschmolzenen zu ersetzen. Aus diesem Grund wurde eine Benefizkonzertreihe initiiert, getreu dem Motto ‚Wenn Räume klingen‘“, sagte Staatssekretärin Gärtner.

„Ein großer Dank geht an die unermüdlich ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer in Kirchengemeinden, den Stiftungen und den 200 Fördervereinen, die sich für den Erhalt unserer Kirchen und ihrer Schätze einsetzen. Ein großer Spender ist ein Glücksfall, nicht aber der Regelfall. Manchmal kann die Nordkirche, manchmal auch das Land unter die Arme greifen. Doch oft ist der Weg, bis eine Orgel restauriert oder eine Glocke gegossen ist, ein langer und beschwerlicher. Am Ende hat sich dieser Weg aber gelohnt, wenn die Räume wieder klingen“, so Staatssekretärin Gärtner.

Malchow erhält Fördermittel für Sanierung des ehemaligen Pastorats

Malchow – Die Stadt Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bekommt vom Bauministerium für die Sanierung des ehemaligen Pastorats (Orgelmuseum) und des Nebengebäudes (Schuppen) sowie die Sanierung der Scheune auf dem Gelände des Klosters Fördermittel in Höhe von knapp 340.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 510.000 Euro.

In den zu sanierenden Gebäuden des ehemaligen Pastorats befinden sich unter anderem die Museumsverwaltung, eine Fachbibliothek, eine Werkstatt, ein Depot für Orgelteile und eine öffentliche Ausstellung. Ziel ist es, die wertvollen historischen Gebäude zu erhalten und für öffentliche und museale Zwecke zu nutzen.

Das Gebäude des als Orgelmuseum genutzten Pastorats auf dem Klosterareal weist im Dachgeschoss erhebliche bauliche Mängel auf. Daher ist es zwingend erforderlich, das Dach zu erneuern. Auch Teile der Fassade müssen aus statischen Gründen teilweise erneuert oder saniert werden. Zudem werden im Dachgeschoss die Elektro- und Heizungsanlagen erneuert.

Die Maßnahme wurde vorzeitig genehmigt, so dass die Arbeiten bereits im September 2017 begonnen haben. Sie sollen voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen sein.