Jetzt vorschlagen: Preisträger für Denkmalpreise 2017

Ministerium verlängert Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises und des Denk mal! Preises für Kinder und Jugendliche zu machen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat den Zeitraum für das Einreichen der Vorschläge bis Donnerstag, 15. Juni 2017 (Poststempel), verlängert. Ursprünglicher Einsendeschluss war Mittwoch, 31. Mai 2017. Darüber hinaus will das Land mit einem neuen Faltblatt die Denkmalpreise bekannter machen.

„In Mecklenburg-Vorpommern gibt es viele Menschen, die sich um den Denkmalschutz verdient gemacht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Denkmalpreise, die wir alljährlich vergeben, sind Ausdruck der Wertschätzung des Landes für dieses denkmalpflegerische Engagement. In diesem Jahr würden wir uns darüber freuen, wenn noch weitere Vorschläge eingehen“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche mit 700 Euro dotiert. Beide Auszeichnungen werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals vergeben. Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Bitte reichen Sie die Vorschläge unter folgender Adresse ein:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Museen und Schlösser sollen künftig einheitlich verwaltet werden

Schwerin – Nachdem die Zuständigkeit für das Staatliche Museum Schwerin seit dieser Legislatur vom Bildungs- auf das Finanzministerium übergegangen ist, hat Finanzminister Mathias Brodkorb dem Kabinett heute einen Gesetzentwurf für die Neustrukturierung vorgelegt. Ziel ist es, mit der Zusammenführung der Verwaltungen von Schlössern und Museen in die neue obere Landesbehörde „Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern“ inhaltlich zu stärken und das Besucheraufkommen zu steigern.

Schloss Ludwigslust

Bereits 2013 hatte ein Beratungsunternehmen die Zersplitterung der Zuständigkeiten zwischen dem Staatlichen Museum Schwerin, dem Betrieb für Bau- und Liegenschaften und dem Finanzministerium als ein Hemmnis für die effektive Verwaltung und Vermarktung der Schlösser und Gärten ausgemacht. Mit der Änderung der Organisationsstruktur soll das Kulturgut des Landes noch stärker als bedeutender regionaler Wirtschaftsfaktor ausgebaut werden.

Das Finanzministerium verspricht sich von der Neuorganisation unter anderem kurze Entscheidungswege, klare Verantwortlichkeiten, Wegfall von Doppelstrukturen, die Bündelung der Fachkompetenzen in einer Institution und nicht zuletzt einen einheitlichen Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages soll die geänderte Organisationsstruktur zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft treten.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Wir wollen unsere Schlösser und Museen schlagkräftiger, zielgerichteter und effizienter organisieren. Nach der Übertragung der Zuständigkeit an ein Ministerium ist die einheitliche Organisation der nächste Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.“

Die Gärten des Klosters St. Jürgen vor Rambin

Insel Rügen – Von Bergen kommend, erkennt der Reisende schon aus einiger Entfernung auf der rechten Seite der B 96 das Klosterareal von St. Jürgen vor Rambin an seinem alten Baumbestand und den davon umgebenen Gebäuden. Gegen die umliegende offene, ackerbaulich genutzte Landschaft hebt sich der Klosterhof mit seinem dichten Gehölzbestand als abgeschlossener Gartenraum deutlich ab und die hochaufragenden Kronen der Linden- und Kastanienreihen der Grenzbepflanzung markieren eine klare Zäsur.

Nur wenigen ist jedoch bekannt, dass es sich hierbei um eine bis auf geringfügige Veränderungen erhaltene gärtnerische Anlage handelt, die im Zusammenhang mit einer Spital- und späteren Wohnnutzung in einzigartiger Weise eine jahrhundertealte Gartenkultur dokumentiert. Die kulturhistorische und gartendenkmalpflegerische Bedeutung der Anlage liegt in der Verbundenheit und Harmonie aneinander gefügter und unterschiedlichen funktionellen und ästhetischen Ansprüchen genügender Gartenräume wie Nutzgärten, Obstwiesen, Parkanlagen und Wohnbereich mit Schmuckplatz.

Die meisten Reisenden fahren jedoch vorbei, ohne dieses Gartenkunstwerk wahrzunehmen. Mir ist es auch jahrelang so ergangen, bis ich die Gelegenheit erhielt, mich näher mit der Geschichte der Klostergärten von Rambin zu beschäftigen, mich einzulassen und hierbei etwas vom einzigartigen Wesen dieses Ortes auf mich überging; eine Faszination, ein Zauber, eine Berührung, die wohl nur Anlagen mit der Kraft einer langen gärtnerischen Tradition ausstrahlen können, die so ganz unabhängig ist vom Wandel der Zeiten.

Die Stralsunder Akademie für Garten- und Landschaftskultur lädt herzlich ein zur Führung am 29. April 2017, 10.00 Uhr. Treffpunkt ist bei der Kapelle des Klosters in Rambin.

Die Teilnahme an der Führung kostet 5 Euro.

Pfarrwitwenhäuser in M-V

Ein Beitrag zum Lutherjahr 2017 – 500 Jahre Reformation

Schwerin – Das Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel lädt zu einem außergewöhnlichen Themenabend der Reformationsgeschichte ein.

Pfarrhäuser als schützenswerte Denkmale sind bekannt. Häuser für Pfarrwitwen jedoch nicht. Dennoch gibt es von ihnen mehrere Dutzend in unserem Bundesland. Historisch gesehen sind die Pfarrwitwenhäuser eine direkte Folge der Reformation. Mit der Möglichkeit, dass Pfarrer heiraten durften, hat sich in den evangelischen Kirchen eine ausgeprägte Pfarrhauskultur entwickelt. Verstarb der Pfarrer, meist in seiner Dienstzeit, musste für die Pfarrfrau und oft auch für die Kinder gesorgt werden. Um das Pfarrhaus für einen Nachfolger zu räumen, zogen die Pfarrwitwen dann in die von der Gemeinde bereitgestellten Pfarrwitwenhäuser. Das Leben dort war bescheiden, doch in einer Zeit, in der es keine Renten-und Versorgungssysteme gab, ein ausgesprochenes Privileg.

„Das Reformationsjubiläum 2017 ist ein deutschlandweites Ereignis, das weit über die im Zentrum des Interesses stehenden Kernländer der Reformation Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinausgeht. Die Folgen der Reformation prägen noch heute unsere Gesellschaft und unser Staatswesen. Das Jubiläumsjahr sollte uns auch dazu ermuntern, über grundlegende Werte in unserer Gesellschaft zu diskutieren“, sagte der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier.

Justizministerin Katy Hoffmeister, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, sagt: „An die Pfarrwitwenhäuser zu erinnern, lässt die Tradition der evangelischen Kirche wieder aufleben. Traditionen aufzeigen bedeutet auch, Geschichte und Werte zu wahren. Das wird heute in der schnelllebigen Zeit immer wichtiger. Darum bin ich dem Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union in Brüssel sehr dankbar für diese Veranstaltungsidee. Und das Luther-Jahr passt perfekt zur Erinnerung. Die Pfarrwitwenhäuser zeugen von einer Zeit, in der Hinterbliebene noch selten abgesichert waren. Anders als heute. Das Pfarrwitwenhaus, in dem die Witwe des verstorbenen Pfarrers leben durfte, war ein absolutes Privileg. Doch oft entwickelte sich aus dem Privileg einiger weniger eine soziale Selbstverständlichkeit für viele. Heute ist die Absicherung im Alter ein Thema der gesamten Gesellschaft.“

Die Veranstaltung findet am 25. April 2017 um 18:00 Uhr im Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der Europäischen Union statt. Anmeldungen per E-Mail bitte bis 19. April 2017 an event@mv-office.eu.

Sonderöffnungszeiten: Ostern in den Staatlichen Schlössern und Gärten

Schwerin – Aufgrund von Sonderöffnungszeiten können die Staatlichen Schlösser und Gärten auch an den Osterfeiertagen besucht werden.

Die Galerie Alte und Neue Meister sowie die Schlösser in Schwerin und Ludwigslust haben Karfreitag von 10 Uhr bis 17 Uhr, an Ostersonntag und Ostermontag sogar von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Die Schlösser Mirow, Bothmer und Güstrow sowie das Jagdschloss Granitz haben von Karfreitag bis Ostermontag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

Auf Schloss Bothmer erwartet die Besucher am Ostersonntag zudem noch ein buntes Frühlingsfest: Auf dem gesamten Schlossgelände wird es ein buntes Programm für Groß und Klein mit Stationen zum Mitmachen sowie ein Puppenspiel mit Uli Schlott geben. In den Seitenflügeln wird die Schlossgastronomie festlich geschmückte Veranstaltungsräume und das Veranstaltungsprogramm für die Saison 2017 präsentieren.

Auf virtuellen Pfaden: Die Schlösser digital erkunden

Schwerin – Zum Start der neuen Saison ist der Internetauftritt der Staatlichen Schlösser und Gärten M-V modernisiert worden.

Der etwas angestaubte Internetauftritt der Schlösser und Gärten M-V ist komplett überarbeitet worden und wird nun mit modernem Webdesign und interaktiven Elementen den gestiegenen Ansprüchen zeitgemäßer Internetnutzung gerecht.

Neben allen wichtigen Informationen für die Besucherinnen und Besucher zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen, Parkmöglichkeiten sowie den gastronomischen und museumspädagogischen Angeboten, gibt es eine besondere Neuerung.

Auf 360°-Touren lassen sich die Schlösser nun digital entdecken. Ob in der Panorama-Ansicht auf dem Bildschirm oder mit der Virtual-Reality-Brille – die Rundgänge steigern nicht nur die Vorfreude auf den Schlossbesuch, der Ausflug zum Schloss lässt sich damit auch auf ganz besondere Weise nacherleben und mit Freunden teilen.

Aufruf: Vorschläge für das Immaterielle Kulturerbe einreichen

Dritter Bewerbungszyklus zur Aufnahme in bundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes hat begonnen

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zu machen. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Musiktraditionen, Theater und Tänze, Wissen und Praktiken sowie traditionelle Handwerkstechniken und Handwerkstraditionen.

„Das Barther Kinderfest und das Tonnenabschlagen auf dem Darß sind im vergangenen Jahr in das bundesweite Verzeichnis aufgenommen worden. Dies ist ein großer Erfolg für das Kulturland Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Vereine, Institutionen und Kommunen können sich im dritten Bewerbungszyklus um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bewerben“, erläuterte Hesse. Zuvor waren schon das Malchower Volksfest, das Reetdachdeckerhandwerk sowie die Köhlerei und die Niederdeutschen Bühnen als länderübergreifende Anträge in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.

Die Erstellung eines bundesweiten Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes ist ein mehrstufiges Verfahren, an dem die Bundesländer, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission beteiligt sind.

Nach dem zweiten Zyklus 2015/2016 hat in diesem Frühjahr die dritte Vorschlagsrunde begonnen. Bis zum 30. Oktober 2017 können Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen, die eine kulturelle Ausdrucksform im Sinne des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes praktizieren, auch in Mecklenburg-Vorpommern einen Antrag zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis stellen. Die Bewerbung erfolgt mit einem einheitlichen Bewerbungsformular.

Denkmalpreise des Landes im Jahr 2017 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Unsere Denkmale brauchen Menschen, die sich mit Hingabe um sie kümmern

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Denkmalpreise zu machen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt auch im Jahr 2017 den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 31. Mai 2017 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

„Unsere Denkmale brauchen Menschen, die sich mit Hingabe um sie kümmern und ihnen viel Zeit schenken“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Um zu zeigen, dass wir dieses Engagement nicht als selbstverständlich ansehen, vergibt das Land in jedem Jahr die Denkmalpreise. Ich freue mich über alle, die jene Bürgerinnen und Bürger vorschlagen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern um die Denkmalpflege verdient gemacht haben“, so Hesse.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am 10. September 2017 bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals verliehen. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert, der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche ist mit 700 Euro dotiert.

Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine Fachkommission. Vorschläge können durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen eingereicht werden.

Vorschläge sind an folgende Adresse einzureichen:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
19048 Schwerin

Fax: 0385 588-7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
  • die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
  • die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege.

Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

  • vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
  • vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.

Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

Stralsund: Langschiff der Kulturkirche St. Jakobi wiedereröffnet

Kulturstaatssekretär Schröder: Restauriertes Langschiff ist sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, historische Gebäude mit Leben zu füllen

Stralsund – Vorpommern ist um einen besonderen Kulturort reicher. Das Langschiff der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund ist am Freitag, 27. Januar 2017, feierlich wiedereröffnet worden. Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder lobte das Ergebnis nach zweijähriger Renovierung und Restaurierung.

„Dieser Bau ist ein Zeugnis der Backsteingotik, diesem ehrwürdigen Baustil, der unsere Region prägt und verbindet“, sagte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder „Als Kulturkirche bereichert St. Jakobi Vorpommern schon länger. Das restaurierte Langschiff ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, historische Gebäude mit Leben zu füllen. Beim Denkmalschutz soll es nicht nur darum gehen, Zeugnisse vergangener Bau- und Handwerkskunst zu repräsentativen Zwecken zu erhalten, sondern auch darum, in historischen Gemäuern zu leben, zu wohnen, zu arbeiten, kurz: zusammenzukommen. In diesem Raum können die Besucherinnen und Besucher nun gemeinsam Kunst und Kultur erleben“, betonte Schröder.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat die Arbeiten in der Kulturkirche St. Jakobi durch die Umsetzung des Programms „Invest Ost“ begleitet. Mit diesem Förderprogramm beteiligt sich der Bund an Investitionen in national bedeutenden Kultureinrichtungen in Ostdeutschland. Für die Kulturkirche wurden in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 145.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördermittel des Bundes werden über die jeweiligen Länder ausgereicht.

Finanzminister nimmt Förderzusage für Planschatz entgegen

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb konnte für die Schlösserverwaltung Mecklenburg-Vorpommern eine Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für den Mecklenburgischen Planschatz entgegennehmen.

Die 600 Architekturzeichnungen und einige Kupferstiche zeigen vor allem Bauvorhaben der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin im 18. Jahrhundert.

Der Planschatz war ein Zufallsfund. Im Zuge von Nachforschungen zu Schloss Ludwigslust ist die umfangreiche und bislang unbekannte Sammlung von Plänen vor gut sieben Jahren in der Landesbibliothek wiederentdeckt worden. Die 600 Architekturzeichnungen und einige Kupferstiche zeigen vor allem Bauvorhaben der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin im 18. Jahrhundert, aber auch überregionale Projekte in Hannover, Sachsen, Preußen und internationalen Kunstzentren wie Rom, Paris und St. Petersburg. Bis dahin blieb der verloren geglaubte Planschatz fast 200 Jahre unangetastet. Nun ermöglicht er eine neue Sicht auf die Entwurfs- und Planungspraxis sowie die Bau- und Repräsentationspolitik eines norddeutschen protestantischen Hofes.

Auch dank der finanziellen Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin können die Pläne nun im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes wissenschaftlich aufbereitet werden. 2018 sollen die wichtigsten Funde in einer Ausstellung des Staatlichen Museums Schwerin öffentlich präsentiert werden. Bestandteil der Förderung sind ein wissenschaftlicher Bestandskatalog und virtuelle Architekturmodelle.

Die Förderzusage konnte Finanzminister Mathias Brodkorb im Rahmen eines parlamentarischen Abends des Ostdeutschen Sparkassenverbandes entgegennehmen. „Die Erforschung des beindruckenden Fundes“, so Brodkorb, „schließt eine große Lücke in der Kulturgeschichte Mecklenburgs. Ich freue mich sehr, dass wir die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin als starke Partner an unserer Seite haben, um die einmaligen Dokumente zur Entwicklung unseres Landes wissenschaftlich aufbereiten und präsentieren zu können.“

Auch Michael Ermrich, der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hob beim Parlamentarischen Abend die Bedeutung des Fundes für das Land hervor: „Der Planschatz wird weit über unsere Tage hinaus eine neue Schule des Sehens für unseren Blick auf das kostbare architektonische Erbe Mecklenburgs zwischen Rostock und Schwerin, Klützer Winkel und Ludwigslust bedeuten. Als gemeinsamer Hauptförderer neben dem Land begleiten darum die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin dieses singuläre Vorhaben.“

Kai Lorenzen, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, betonte die Bedeutung des baukulturellen Erbes für die Menschen in der Region: „Die Menschen hier in der Landeshauptstadt und im Landkreis Ludwigslust-Parchim empfinden eine intensive Bindung an ‚ihre‘ heimatlichen Schlösser. So erweist sich das im letzten Jahr neu eröffnete Ludwigsluster Schloss mit seinem glanzvoll restaurierten Ostflügel als ein starker Besuchermagnet. Mit ihrem Engagement für den Planschatz möchte die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin zusammen mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung daran mitwirken, das Potential ‚unserer‘ Schlösser gerade auch für den westmecklenburgischen Raum weiter zu heben.“

„Bewahren. Stärken. Begeistern“. So könnte der Auftrag gelautet haben, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung 1996 die kulturelle Bühne betrat: als Kulturstiftung und Gemeinschaftswerk aller Mitgliedsparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, und Sachsen-Anhalt.

Über 1.900 Projekte wurden bisher zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Mecklenburg-Vorpommern für 297 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 11 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nichtstaatlicher Kulturförderer in Deutschland.

Deutscher Preis für Denkmalschutz 2017 ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Vorschläge für Preisträger aus unserem Land machen

Schwerin – Kulturministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, Vorschläge für den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ einzureichen. Die Auszeichnung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz wird jährlich vergeben und ist die höchste ihrer Art in Deutschland. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz ist an die einzelnen Länder herangetreten mit der Bitte, die diesjährige Ausschreibung bekannt zu machen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis Freitag, 31. März 2017, eingereicht werden.

„Viele Gutshäuser, Wohngebäude und Kirchen bei uns im Land stehen unter Denkmalschutz. Das archäologische Erbe in Mecklenburg-Vorpommern ist reichhaltig“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn aus unserem Land Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger gemacht werden. Die Auszeichnung wird an Persönlichkeiten oder Personengruppen vergeben, die sich in beispielhafter Weise für den Erhalt des baulichen und archäologischen Erbes eingesetzt haben“, erläuterte Hesse.

Der „Deutsche Preis für Denkmalschutz“ gilt ferner für Vertreterinnen und Vertreter von Presse, Radio und Fernsehen, die sich in ihren Veröffentlichungen in herausragender Weise dem Denkmalschutz gewidmet haben. Leistungen, die mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet werden, sollen in der Regel langfristig angelegt sein und in ihrer Bedeutung weit über sonst übliches Bürgerengagement bzw. die berufliche Tätigkeit hinausgehen. Eine Jury schlägt dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz mögliche Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung vor.

Bibelwettbewerb im 500. Jahr der Reformation gestartet

Bibelwettbewerb 2017 Schwerin – Der Bibelwettbewerb im 500. Jahr der Reformation unter dem Motto „Menschenbilder“ ist jetzt gestartet. Justizministerin Katy Hoffmeister, auch zuständig für Kirchenangelegenheiten, ruft Schüler im Land zur regen Teilnahme auf.

„Die Reformation hat zweifelsfrei unseren Alltag und damit auch unser Menschenbild geprägt. Denn der Thesenschlag hatte Folgen. Dank Luthers Bibelübersetzung wurde die deutsche Sprache einheitlich. Die Reformatoren forderten die allgemeine Schulpflicht, kostenlos ohne Ansehen des Standes. Und sie verlangten ein Ende der Kinderarbeit und der Leibeigenschaft. Fürsorge und Betreuung von Armen und kranken Menschen durch die Allgemeinheit waren den Reformatoren ebenso wichtig wie auch ein einheitliches Rechtssystem, um der Willkür entgegenzuwirken. Somit wirkt Luthers Werk bis heute“, so Ministerin Hoffmeister.

„Ich freue mich, dass der 7. Bibelwettbewerb in diesem Jahr Menschenbilder in den Fokus rückt, die im biblischen Sinne großes leisten. Grund- bis Berufsschüler können sich aus vier Themen ein Menschenbild aussuchen und darstellen. Es geht um Menschen, die sich selbst oder ihr Leben zum Guten verändern, die sich oder anderen dank Gott helfen, eine Krise zu überstehen. Gesucht werden Menschen, die wie Luther vor genau 500 Jahren gegen den Strom schwimmen und sich so Anerkennung verdienen“, sagt die Justizministerin. Sie ist zuständig für Kirchenfragen und Schirmherrin des Wettbewerbs. Dem Arbeitskreis „Bibel heute“ dankte sie für die Vorbereitung.

Information: Zum Motto „Menschen-Bilder“ können alle Schülerinnen und Schüler, die mitmachen möchten, aus vier Kategorien ihren Wettbewerbsbeitrag wählen. Anmeldung bis 31. Januar 2017. Bis zum 28. April 2017 sollten die Beiträge an das Pädagogisch-Theologische Institut Mecklenburg-Vorpommern in Ludwigslust gesendet werden. Auf der Abschlussveranstaltung am 19. Juli 2017 in Wismar werden die Sieger des Wettbewerbs gekürt.

Wiligrader Turmuhr restauriert

Schloss Wiligrad Foto: bbl

Schloss Wiligrad Foto @ bbl

Schwerin – Über 25 Jahre stand die Zeit auf Schloss Wiligrad still – zumindest die der Turmuhr. Heute ist sie wieder in Gang gesetzt worden – auch Dank der Unterstützung des Vereins der Freunde des Wiligrader Schlosses.

Die Wiligrader Turmuhr stammt noch aus der Erbauungszeit des Schlosses (1896-1898) und hatte mindestens die letzten 25 Jahre stillgestanden. Im Rahmen des Bauunterhaltes beauftragte daher der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern die Restaurierung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 13.700 Euro. Besonders erfreulich: Der Verein der Freunde des Wiligrader Schlosses e.V. beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 2.300 Euro an den Kosten.

Der in der Region bekannte „Klockenschauster“ Hans-Joachim Dikow, der sich bestens mit großen Uhren auskennt, übernahm die Restaurierung. Neben Reinigung und Reparatur des Uhrwerks elektrifizierte er den ursprünglich manuellen Aufzug. Dafür musste er das Uhrwerk komplett demontieren. In Leipzig widmete sich eines der ältesten Unternehmen in Deutschland, das sich auf Turm- und Kirchenuhren spezialisiert hat, der Wiligrader Turmuhr. Dort wurde schließlich das Uhrwerk komplett überholt und einem ausführlichen Funktionstest unterzogen.

Auch akustisch soll sich die Uhr nun wieder bemerkbar machen. Das Schlagwerk ist mit zwei Glocken ausgestattet, so sind Viertelstunden- und Stundenschlag gut zu unterscheiden. Die Glocken sind im Original erhalten und bedurften keiner Sanierung.

Spannend wird der Einbau des Uhrwerkes: Da der Treppenraum des Turmes sehr klein und der Weg in die Uhrenkammer nur über eine Wendeltreppe zu erreichen ist, musste die Uhr nach der Reparatur wieder komplett zerlegt werden, um sie in Einzelteilen an ihren ursprünglichen Standort zurück zu bringen. Danach muss sie an Ort und Stelle erneut zusammengesetzt werden. Läuft alles planmäßig, erklingt am 29. November um 15 Uhr erstmals wieder der Stundenschlag.

Versprechen eingelöst: Neuer Ginkgo für Güstrow

Güstrow – Er war eine Sehenswürdigkeit im Schatten der Sehenswürdigkeit: Der etwa 150 Jahre alte Ginkgo am Fuße der Schlossmauer in Güstrow. Im vergangenen Sommer verlor er bei einem Sturm zunächst seine komplette Krone und musste schließlich vollständig entfernt werden. Nun will die Schlösserverwaltung das Versprechen einlösen, das sie den trauernden Güstrowern gemacht hat: Die Anpflanzung eines neuen Ginkgos.

Mit großer Anteilnahme reagierten die Güstrower auf den Verlust ihres Ginkgos, so war der Sturmschaden eines der bestimmenden Themen am Informationsstand der Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern beim MV-Tag 2016. Damals versprach der zuständige Projektleiter von der Schlösserverwaltung, Friedrich-Wilhelm Garve, dass im Herbst ein neuer Ginkgo gepflanzt werden soll.

Dieses Versprechen soll nun am 29. November eingelöst werden. Der junge Nachfolger soll seinen Platz am Wallensteinflügel einnehmen. Aufgrund der überwältigenden Anteilnahme am Verlust des „Alten“ wird die Nachpflanzung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am kommenden Dienstag um 10 Uhr durchgeführt, zu der jedermann herzlich eingeladen ist.

Untersuchungen hatten ergeben, dass der alte Ginkgo vor ca. 150 Jahren gepflanzt worden war. Bleibt zu hoffen, dass dem „Neuen“ ein ähnliches Alter bestimmt ist.

Schloss Bothmer bleibt Besuchermagnet

Schwerin – Die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns, Schloss Bothmer, bleibt auch im zweiten Jahr ein Besuchermagnet. Gut 50.000 Besucher lockte der Prachtbau in den ersten 10 Monaten dieses Jahres in den Klützer Winkel. Damit ist das Vorjahresniveau schon jetzt fast erreicht. Und es könnten noch mehr werden, denn erstmals sollen die Schlosstüren auch im Winter geöffnet bleiben.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres ist Schloss Bothmer nach siebenjähriger Restaurierung erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zuvor erlebte das Kleinod eine wechselhafte Geschichte, die nun unter anderem in einer Ausstellung thematisiert wird. Ursprünglich erbaut von 1726 bis 1732, setzt es vor allem durch die Vereinigung internationaler Stilelemente mit norddeutscher Bautradition Maßstäbe.

In die Restaurierung des Schlosses und die denkmalgerechte Wiederherstellung des Parks hat das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Unterstützung der Europäischen Union insgesamt 37,8 Millionen Euro investiert. So konnte in diesem Sommer der Westflügel eröffnet werden, der speziell für Veranstaltungen wie Tagungen, Trauungen und Konzerte genutzt werden kann. Als eine der ersten, erfüllten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern den historischen Ort mit Leben. Sie spielten im August im Rahmen ihrer Reihe „Junge Elite“ zum Kammermusikfestival auf.

Eine weitere Neuerung betrifft die Öffnungszeiten: Ab dieser Saison öffnet Schloss Bothmer erstmals auch im Winter seine Türen: Vom 24. November 2016 bis zum 31. März 2017 können Besucher von Freitag bis Sonntag zwischen 11 und 15 Uhr auf eine Reise durch die Geschichte gehen.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Der Besucheransturm im Eröffnungsjahr hat uns überrascht. Dass wir dieses Niveau in diesem Jahr halten können, ist sensationell. Bothmer ist damit zu einer festen Größe in der Kulturlandschaft unseres Landes geworden.“