Europäische Gesamtschule

Insel Usedom – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag das neue Schulgebäude der Europäischen Gesamtschule Insel Usedom auf dem Mehrgenerationencampus offiziell eröffnet.

„Das Generationenzentrum ist nun komplett. Mit Fertigstellung des Hauptgebäudes an der Europäischen Gesamtschule wurde ein bedeutender Mosaikstein in das beeindruckende Gesamtensemble eingefügt. Auch ich persönlich bin stolz auf die gemeinsame Leistung Vieler. Wir haben Jahre lang alle hart gearbeitet. Miteinander! Das zahlt sich jetzt aus. Ich sehe große Chancen, dass unsere Kleinen genauso wie die Schüler, Erzieher, Lehrer und unsere Senioren täglich miteinander in Kontakt treten, generationsübergreifend. Nicht trennen sondern verbinden, das war von Anbeginn unser aller Devise, und das war genau richtig“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die Schule gehört zum Generationenzentrum der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Schule, Jugendclub, Seniorentreff, Kita, Krippe und Mensa bilden einen Gebäudekomplex mit gemeinsamen Freiflächen. Auf Grundlage des Architektenwettbewerbes wurde die Planung des Siegerentwurfes zu einem Mehrgenerationscampus im Ortsteil Ahlbeck schrittweise in die Umsetzung gebracht. Bereits realisiert wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise der Abbruch des alten Schulgebäudes, der Neubau einer Kita und die Sanierung des historischen Schulgebäudes.

Zwischen Kita, Bürgertreff und Schule ist eine fußläufige Verbindung entstanden als Zeichen der Verbindung einer aktiven sozialen Gemeinschaft. Der noch fehlende Projektbaustein des Mehrgenerationscampus war die Sanierung und Erweiterung des viergeschossigen Schulgebäudes in Plattenbauweise (aus den 1970er Jahren) am Standort Lindenstraße 112. Dazu wurde unter anderem der viergeschossige Plattenbau um eine Aula erweitert, ein Aufzug installiert, die Außenanlagen umgestaltet und eine neue Cafeteria errichtet.

„Für die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf ist ein hochmoderner, innovativer und nachhaltiger Schulstandort entstanden, der Schülern und Lehrern optimale Bedingungen bietet. Die Investitionen sind hier gut angelegt, um den Kindern und Jugendlichen den besten schulischen Start ins Leben zu geben“, hob Rudolph hervor.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies auf weitere Vorhaben in der Region, die künftig umgesetzt werden. Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V., der Christliche Jugenddorf Deutschlands gemeinnütziger e.V.- Dienststelle Zinnowitz sowie die Stadt Swinemünde haben einen Fördervertrag für das Projekt „Drei Kitas – Zwei Sprachen- Ein Weg“ geschlossen.

Das zentrale Projektziel ist der Aufbau und Ausbau eines deutsch-polnischen Kooperationsprojektes von drei Kindertagesstätten an den Standorten Heringsdorf, Swinemünde und Zinnowitz mit bilingualer Ausrichtung. Damit soll im grenznahen Bereich eine frühe Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen gefördert werden. Für das Projekt stehen insgesamt rund 3,3 Millionen Euro aus dem Kooperationsprogramm Interreg V A bereit. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 7,2 Millionen Euro beziffert. Von dem Angebot sollen in den drei Kindertagesstätten 400 Kinder profitieren.

Zudem erfolgt ab dem Jahr 2020 im Zuge des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ der Ersatzneubau einer Sport- und Mehrzweckhalle für den Schul- und Kitasport mehrerer Schulen und Kindertagesstätten der Ortsgemeinde sowie von Nachbargemeinden der Seebäder Bansin und Ahlbeck. „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Projekte den Bildungsstandort Insel Usedom weiter voranbringen“, sagte Rudolph.

Die Gesamtinvestitionen für das neue Schulgebäude betragen rund elf Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe rund 3,6 Millionen Euro, Fördermitteln in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro gemäß der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILER M-V), Sonderbedarfsmitteln des Innenministeriums in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro, knapp 0,18 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative und etwa 0,17 Millionen Euro aus Strategiefondsmitteln des Landes. Der Eigenmittelanteil der Gemeinde Heringsdorf beläuft sich auf rund 3,88 Millionen Euro.

Die Europaschule ist eine weiterführende allgemeinbildende Schule, in der die Bildungsgänge der Regionalen Schule (ab Klasse 5) und des Gymnasiums (Klasse 11 und 12) vereinigt sind. Im laufenden Schuljahr gibt es vier 5. Klassen und vier 6. Klassen; insgesamt sind an der Schule 28 Klassen, die von 48 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule verfügt über eine Aufnahmekapazität von bis zu 550 Schülern.

5G auf Usedom

Insel Usedom – Am 15. August 2019 nehmen Digitalisierungsminister Christian Pegel, Helmut Zeitz, Verantwortlicher für Mobilfunk und Umwelt für die Region Ost bei Vodafone, sowie Georg Zönnchen, Inhaber des Feriendorfes „Alte Schmiede“, die erste 5G-Station in Mecklenburg-Vorpommern feierlich in Betrieb.

Nach Inbetriebnahme des Funkmastes können Anwohner und Urlauber mit Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde durchs Internet surfen.

5G steht für „fünfte Generation“ und ist ein Standard für mobiles Internet und Mobiltelefonie. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass große Datenmengen in nahezu Echtzeit übertragen werden können.

Über 5G kann jede Region der Welt miteinander verbunden werden. Außerdem lassen sich Steuerung und Anwendung von Dienstleistungen und Produktion beliebig vernetzen. 5G ist daher unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten gerade auch für Flächenländer von erheblichem Interesse. Dafür hat die Bundesnetzagentur im Frühjahr 2019 sämtliche 5G-Lizenzen bundesweit an die vier großen Netzbetreiber – Telekom, Vodafone, Telefonica und 1&1-Drillisch – versteigert.

Neubau der IGS Erwin Fischer

Greifswald – „Das ist schon etwas ganz Besonderes: Zum neuen Schuljahr eine ganz neue Schule zu bekommen. Dazu gratuliere ich Euch und Ihnen allen sehr herzlich: Nehmt das neue Schulgebäude in Besitz. Nutzt alle Chancen, die damit verbunden sind“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Schlüsselübergabe des Ersatzneubaus für etwa 500 Schülerinnen und Schülern der Integrierten Gesamtschule Erwin Fischer in Greifswald zum Start des neuen Schuljahrs.

Ein Schulgebäude, modern, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand – das sei die Basis für gute Schule, so Schwesig. „Es ist gelungen, eine Schule zu schaffen, die gutes Lernen für die Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Und zugleich einen Arbeitsplatz für die Lehrerinnen und Lehrer, an dem sie beste Bedingungen für ihr Engagement finden.“ Der Bau wurde unter anderem mit 10,25 Mio. Euro aus dem Schulbauprogramm des Landes gefördert.

In diesem Zusammenhang würdigte die Regierungschefin auch das besondere Profil der IGS: „Vor allem bei der Berufsorientierung gehen Sie voran: Jeden Monat kommt ein Berater aus der Arbeitsagentur hierher und findet gemeinsam mit den Jugendlichen ab der siebten Klasse einen Weg zu dem Beruf, der wirklich passt. Auch die Sportklassen oder das Thema „Gesunde Schule“ mit Hygiene und gesunder Ernährung gehören zum Profil. Es ist eine gute Gemeinschaft, mit einem guten Klima, die in das neue Gebäude einzieht.“

Das Thema Bildung werde ein besonderer Schwerpunkt der Landesregierung in den kommenden Jahren sein, betonte die Ministerpräsidentin: „Gute Schule – das wollen wir überall im Land. Deshalb haben wir ein 200-Millionen-Euro-Schulpaket auf den Weg gebracht, damit Lehrerinnen und Lehrer noch bessere Arbeitsbedingungen haben und der Unterricht noch besser wird. Daran arbeiten wir gemeinsam sehr intensiv.“

Radwegbaustelle bei Greifswald

Greifswald – Heute informiert sich Landesverkehrsminister Christian Pegel über den Stand der Bauarbeiten am Radweg zwischen Groß Bisdorf und der Ortsumgehung Levenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald), die im Juli begonnen haben. Die Bürgermeister der beiden Gemeinden sowie Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder sind bei der Besichtigung ebenfalls dabei.

Der etwa 3,4 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Asphaltweg an der Bundesstraße 109 und der Landesstraße 26 ist der erste Bauabschnitt des straßenbegleitenden Radwegs, der künftig über Levenhagen hinaus bis zur Ortsumgehung Greifswald führen soll. Der Bau des Radwegs, der sowohl dem touristischen als auch dem Alltagsradverkehr dient, soll die Verkehrssicherheit auf der Strecke durch Entflechtung der motorisierten und der Radverkehre erhöhen.

Die Gesamtkosten des Bauabschnitts betragen ca. 1,45 Millionen Euro. Die Kosten für den ca. 2,7 Kilometer langen Radwegteil an der B 109 in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro trägt der Bund. Die Kosten des 665 Meter langen Radwegs an der L 26 in Höhe von ca. 254.000 Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen. Der Radweg wird voraussichtlich im Herbst 2019 für den Verkehr freigegeben.

Neue Räumlichkeiten für Polizei

Greifswald – Mit der Sanierung des Polizeihauptreviers in Greifswald, dessen Richtfest heute gefeiert wird, werden die rund 130 Mitarbeiter von Schutz- und Kriminalpolizei deutlich bessere Arbeitsbedingungen haben. Insgesamt sind 2.251 Quadratmeter Nutzfläche bei Baukosten von rund 9,5 Mio. Euro geplant.

„Diese neue Dienststelle wird ein weiteres Symbol für unsere moderne Landespolizei sein“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Ich freue mich für die Beamtinnen und Beamten, dass sie künftig optimale Arbeitsbedingungen haben werden. Unsere Polizistinnen und Polizisten sind rund um die Uhr kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit geht. Und gerade in einer Region, die im hohen Maße vom Tourismus lebt, ist die innere Sicherheit ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor“, so Caffier in seinem Grußwort.

Das Land wird auch in den nächsten Jahren weiter in moderne Arbeitsbedingungen für die Polizei investieren. So sind bereits rund 29,0 Mio. Euro für weitere Baumaßnahmen im kommenden Doppelhaushalt eingeplant.

Darstellende Kunst in denkmalgeschütztem Bullenstall

Pasewalk – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Darüber hat sich Kulturministerin Bettina Martin auf ihrer zweiten Station während ihrer Sommertour mit den Verantwortlichen vor Ort ausgetauscht.

Die Landesregierung unterstützt eine entsprechende Bewerbung im Rahmen des TRAFO2-Programms der Kulturstiftung des Bundes für die Jahre 2020 bis 2023 um eine Förderung in Höhe von bis zu 1,25 Millionen Euro. Über das TRAFO-Programm wird auch das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum gefördert.

„Die Gutsanlage Schloss Bröllin ist schon heute ein Ort, an dem kulturell viel passiert. Dies ist vor allem den Vereinsmitgliedern zu verdanken, die sich dafür einsetzen, dass hier auf dem Land Tanz-, Theater- und Performanceprojekte möglich sind“, sagte Kulturministerin Bettina Martin bei ihrem Besuch gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Markus Hilgert. „Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses große Engagement durch eine Förderzusage belohnt würde. Die Landesregierung hat sich bereiterklärt, im Falle eines Zuschlags eine Kofinanzierung zu ermöglichen“, betonte Martin.

Schloss Bröllin ist eine ca. 800 Jahre alte, denkmalgeschützte Gutsanlage. Seit 1992 arbeitet der Verein schloss bröllin e. V. daran, aus einem Gutshof am nördlichen Rand der Uckermark einen international gefragten Residenz- und Probenort für Darstellende Kunst und regional vernetzten Kulturort zu entwickeln.

Die Anlage wurde schrittweise saniert und modernisiert. Entstanden sind drei Probestudios, eine große Veranstaltungshalle, ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum mit Seminarräumen im denkmalgeschützten Bullenstall, eine Galerie, Übernachtungsmöglichkeiten und ein neuer Trapezraum im ehemaligen Silo-Raum. Die Freiflächen werden für Open-Air-Projekte genutzt.

Der Verein schloss bröllin e. V. wird durch das Land, die Kulturstiftung des Bundes und durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefördert. Das Land unterstützt Schloss Bröllin seit vielen Jahren – im Jahr 2019 mit Kulturfördermitteln für Projekte im Bereich der Darstellenden Kunst in Höhe von 115.000 Euro.

Bau des Justizzentrums Greifswald

Greifswald – Mit dem Rohbau des Justizzentrums Greifswald wurde bereits begonnen. In drei Jahren sollen in der Domstraße die Greifswalder Justizbehörden Platz haben. Justizministerin Hoffmeister informierte sich jetzt über den Bau des Justizzentrums Greifswald.

„Im Justizzentrum wollen wir alle in Greifswald ansässigen Justizbehörden sowie das Landesverfassungsgericht unterbringen. Neben dem Oberverwaltungsgericht, dem Verwaltungsgericht, dem Landesverfassungsgericht sowie dem Grundbuchamt des Amtsgerichts werden auch das Amtsgericht Greifswald sowie das Finanzgericht herziehen. Mit Freude nehme ich zur Kenntnis, dass die Grabungen der Bodendenkmalpflege abgeschlossen sind und mit dem Rohbau begonnen wurde. Ich danke allen Beschäftigten, die damit einhergehenden Belastungen täglich meistern und sage ihnen, es tut sich etwas. Sie können sich freuen. Die Arbeitsbedingungen in den neuen Büros werden hell und modern. Auch danke ich dem landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften, BBL Mecklenburg-Vorpommern, für die präzise Bau- und Zeitplanung“, sagt Justizministerin Hoffmeister beim Besuch auf der Baustelle des künftigen Justizzentrums.

Alle Bau- und Umzugsmaßnahmen werden voraussichtlich 2023 abgeschlossen sein. Im Justizzentrum werden dann insgesamt rund 170 Bedienstete arbeiten.

Nach Angaben des BBL setze sich der Entwurf des Neubaus intensiv mit der städtebaulichen Greifswalder Geschichte auseinander und schlage einen wichtigen gestalterischen Bogen von modernen zu historischen Häusern. Die Höhe des Neubaus ist demnach an die Umgebung angepasst. Der Erweiterungsbau des Justizzentrums ist gestalterisch dem 2015 gebauten Grundbuchamt ähnlich, um das Justizzentrum einheitlich zu gestalten.

Die Anforderungen an das Justizzentrum Greifswald würden funktional und mit größtmöglicher Effizienz umgesetzt, so der BBL. Das Gebäude wird barrierefrei und behindertengerecht sein. Baustart war diesen Februar. Gerade ist der Rohbau begonnen worden. Geplantes Ende des Bauprojekts ist Juli 2022. Die Kosten wurden auf 18,5 Millionen Euro kalkuliert.

Prävention zum Thema Radfahren

Insel Usedom – Die Insel Usedom steht morgen (07. August 2019) ganz im Zeichen des Drahtesels, denn in Zinnowitz und Ahlbeck werden Fahrräder unter die Lupe genommen und kostenlose Codierungen angeboten. Dazu gibt es jede Menge Infos rund um das Thema verkehrssicheres Radfahren, aber auch um andere „Zweiradfahrzeuge“.

Während in Ahlbeck von 11.00 bis 14.00 Uhr der Präventionsrat der Insel Usedom gemeinsam mit dem Weißen Ring eine Informationsveranstaltung insbesondere zu den Themen gute Schlösser und weitere Sicherungsmöglichkeiten (z.B. GPS bei E-Bikes) anbieten wird, startet in Zinnowitz um 10.00 Uhr ein Fahrradfest vor der Konzertmuschel – eine Veranstaltung der Polizeiinspektion Anklam, des Landeskriminalamtes M-V, der polnischen Polizei aus Swinemünde, der Verkehrswacht Usedom-Peenemünde e.V., des Landkreises V-G und der Kurverwaltung.

Hier wird die Verkehrswacht einen Infostand mit Hinweisen zu den Themen Radfahren, E-Scooter, Verkehrssicherheit und Radfahrausbildung von Kindern anbieten. Die Besucherinnen und Besucher können sich außerdem selbst testen – zum Beispiel am Fahrrad-Fahrsimulator, beim Reaktionstestgerät und Verkehrsquiz oder aber auf den Fahrrad- und Rauschbrillenparcours.

Dazu werden ein Präventionsberater der Polizeiinspektion Anklam und Kollegen aus dem Polizeirevier Heringsdorf vor Ort sein und eine kostenlose Fahrradcodierung zum Schutz vor Fahrraddiebstahl anbieten. Die Veranstaltung geht bis 16.00 Uhr und hält eine Akrobatikvorstellung des Fritz-Reuter-Ensembles und zudem eine Fahrradversteigerung bereit.

Schutz von Straßenalleen

Deutsch-polnisches Projekt zum Schutz von Straßenalleen gestartet

Greifswald – Die Erhaltung und der Schutz von Straßenalleen stehen im Fokus eines Projektes, das der Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeinsam mit dem Stettiner Bund der Grünen (Federacja Zielonych Gaja) umsetzt.

„Mecklenburg-Vorpommern ist bekannt für seine beeindruckenden Alleen, die die Straßen des Landes säumen. Zugleich bieten die Bäume auch Lebensräume für viele Tiere, den es zu schützen gilt. Mit dem gemeinsamen Projekt wird ein wichtiger Schritt getan, um das wertvolle Naturgut weiter zu erhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Vorhaben ist auf Baumreihen in Westpommern und im Landkreis Vorpommern-Greifswald fokussiert. Ziel ist es, ein Konzept zu erstellen, das gemeinsame Pflege- und Schutzmaßnahmen definiert, die auf einer ausgewählten Strecke der wertvollsten Alleen von 26 Kilometern im Projektgebiet durchgeführt werden.

Die Teilnehmer an dem Projekt aus den Bereichen Straßenverwaltungen sowie Anwohner der Regionen sollen über Studienreisen und Schulungen über die Pflege der Alleen weitergebildet werden. Vorgesehen dafür ist auch die Anpflanzung einer grenzüberschreitenden Allee. Aktuell ist die Wahl auf den Abschnitt Blankensee (eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern) nach Buk (gehört zum Kreis Police und ist ein Teil der Gemeinde Dobra in der polnischen Wojewodschaft Westpommern) gefallen. Es ist die Anpflanzung von 100 Bäumen geplant.

„Grenzübergreifend trägt das Projekt dazu bei, dass das Bewusstsein für die Straßenalleen als wertvolle Naturressourcen gestärkt wird“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten betragen mehr als eine Million Euro. Das Land unterstützt das Projekt in Höhe von knapp 877.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Wiederaufbau der Karniner Brücke

Insel Usedom – „Auf der Insel Usedom träumen viele Menschen schon lange davon, dass die Karniner Brücke neu aufgebaut wird und die traditionelle Bahnanbindung von Ducherow über Swinemünde nach Heringsdorf wieder in Betrieb gehen kann. Ich bin sehr dankbar dafür, dass auf Initiative von Ministerpräsidentin Schwesig und von Energieminister Pegel 2,4 Millionen in den Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 eingestellt worden sind. Wenn der Landtag Ende des Jahres zustimmt, können wir einen ersten Schritt zur Verwirklichung dieses Traums gehen und mit den Vorplanungen für den Brückenbau beginnen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann  auf dem Karniner Brückenfest.

„Ein Wiederaufbau der Brücke würde Usedom viele Vorteile bringen“, zeigte sich Dahlemann überzeugt. „Die Fahrzeiten von der Insel nach Berlin würden sich deutlich verkürzen. Das ist gut für den Tourismus und auch gut für die Menschen hier auf der Insel“, sagte Dahlemann.

Außerdem wäre ein Wiederaufbau wichtig für die CO2-Reduzierung und damit für den Schutz der Umwelt. „Und ich erhoffe mir von der Wiederbelebung der alten Bahnstrecke auch einen Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme hier auf Usedom. Gerade der Süden der Insel ist besonders belastet. Wir müssen mehr Güter und auch mehr Personenverkehr auf die Schiene umlenken“, so der Staatssekretär.

Klar sei allerdings, dass die Bahnverbindung nur wieder aufgebaut werden kann, wenn der Bund die Finanzierung übernimmt. „Die Karniner Eisenbahnfreunde setzen sich seit vielen Jahren für den Wiederaufbau ein. Und sie haben jetzt einen ersten großen Erfolg erzielt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass wir auch die weiteren Schritte zur Verwirklichung dieses Traumes gehen können“, so Dahlemann.

Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald

Torgelow – Die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mit Sitz in Torgelow erhält vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für den Neubau einer Unterstellhalle für Busse einen Zuschuss in Höhe von rund 330.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 440.000 Euro.

Das Vorhaben umfasst den Bau einer Unterstellhalle für Busse in Jarmen. Sie schützt künftig die Busse insbesondere vor Eis und Schnee und trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Außerdem verringert sich für die anliegenden Wohngebiete die Lärmbelästigung.

Des Weiteren bekommt die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald Fördermittel in Höhe von rund 47.000 Euro für die Erneuerung der Ausrüstung von Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Landkreis. Für diese Maßnahmen belaufen sich die Gesamtkosten auf 62.500 Euro.

Die Haltestellenschilder müssen dringend erneuert werden, da viele bereits beschädigte Haltestellenmaste in den letzten Jahren nur provisorisch ersetzt wurden. Die Aushangkästen für die Fahrplaninformationen werden kundenfreundlich auf ein einheitliches Format gebracht.

Die Fördermittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen ÖPNV aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt. Aufgrund der Genehmigung zum vorzeitigen Vorhabenbeginn befinden sich beide Maßnahmen bereits im Bau.

Damm- und Deichbau im Polder Bargischow

Anklam – Die Renaturierung des Teilpolders Bargischow wird fortgesetzt. Heute setzten Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Daniela Degen-Lesske, Geschäftsführerin der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, gemeinsam mit Steffen Ebert, Communications Manager Germany der Nord Stream 2 AG, sowie Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald, den offiziellen Spatenstich für den Beginn der Damm- und Deichbauarbeiten im Poldergebiet, das sich östlich von Anklam befindet. Die planfestgestellte Naturschutzmaßnahme ist Bestandteil des Kompensationskonzeptes für die Nord Stream 2 Pipeline.

„Moorschutz kann nur funktionieren, wenn er von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort mitgetragen und akzeptiert wird. Deshalb bin ich froh, dass wir nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde einen guten Kompromiss zur Vernässung des Polders Bargischow/Gnevezin ausgehandelt haben. Zum einen leistet die Maßnahme einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Und zum anderen verbessert sich die Infrastruktur vor Ort“, betonte Minister Backhaus.

Die Renaturierung des ca. 440 Hektar großen Teilpolders Bargischow sei dringend notwendig, so Backhaus weiter. Er gehört zu einem Großpolder von über 1.000 Hektar im großflächigen Moorkomplex im Bereich der südlichen Peenemündung. Durch frühere landwirtschaftliche Nutzung sei der Polder stark entwässert. Derzeit liegen die Polderflächen auf einem Niveau von bis zu einem Meter unter dem Peene-Mittelwasser.

„Mit den baulichen Maßnahmen verfolgen wir das Ziel, die naturnahen Wasserverhältnisse des Moores wiederherzustellen und den Lebensraum für typische, seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere neu zu entwickeln“, erklärte Degen-Lesske. „Das erreichen wir, indem wir mit einem entsprechenden Schöpfwerks­regime den Wasserstand oberflächennah einstellen, so dass weitere Torfzersetzungen und hiermit gekoppelte Nährstofffreisetzungen gestoppt werden.“

In den kommenden zwei Jahren soll zunächst ein neuer, fast drei Kilometer langer und auf der Krone ca. sieben Meter breiter Damm entstehen, der den nördlichen und südlichen Polderbereich trennt. Auf diesen Damm plant der Landkreis, die Kreisstraße K48 sowie den Radfernweg Berlin – Usedom zu verlegen. Die Kreisstraße wird künftig über Gnevezin verlaufen. Zudem sollen zwei Rohrlagerplätze für die Schilfmahd angelegt werden. Vor Beginn der Baumaßnahmen wurden bereits die Ortsdurchfahrten in Gnevezin und in Bargischow instandgesetzt.

Geplant ist weiterhin, den Polderdeich am Grenzgraben zu erneuern, die Seezeichen zu verlegen, einen neuen Verbindungs- bzw. Radweg zwischen dem Damm und dem Grenzgraben zu bauen und im südlichen Polderteil einen Wildschutzzaun aufzustellen. Diese Baumaßnahmen beginnen im kommenden Frühjahr. Die gesamten Damm- und Deichbauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Jahr 2023 dauern. Im vergangenen Jahr wurden bereits das Schöpfwerk Bargischow ertüchtigt und die Pumpen erneuert.

Die gesamten Baumaßnahmen im Polder sind Gegenstand der von der Landgesellschaft als Flächenagentur von Nord Stream 2 übernommenen Kompensationsverpflichtung für Eingriffe in Natur und Landschaft durch den Bau der Ostsee-Pipeline. In anderen Fällen setzt die Landgesellschaft als Ökoflächenagentur Kompensationsmaßnahmen für bauliche Vorhaben um oder vermittelt Kompensationsflächenäquivalente aus eigenen Ökokonten an Vorhabenträger.

Ausbau Kreisstraße VG 107

Wilhelminenthal – Der Landkreis Vorpommern-Greifswald erhält vom Infrastrukturministerium für den Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Kreisstraße VG 107 Völschow-Kartlow-Kruckow vom Ortsausgang Wilhelminenthal bis zum Ortseingang Kartlow Fördermittel in Höhe von knapp 400.000 Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Fahrbahn soll auf einer Länge von 1,4 Kilometern in einer Breite von sechs Metern in Asphaltbauweise hergestellt werden. Die Kreisstraße stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Landesstraße L 35 und der Bundesstraße B 110 dar. Die Straße ist sehr uneben, hat viele Flickstellen, Risse sowie lokale Absackungen und ist nicht frostsicher.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Juli 2019 beginnen und im vierten Quartal abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen ca. 830.000 Euro.

Deckenerneuerung zwischen Groß Stove und Biestow

Papendorf – Die Gemeinde Papendorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält vom Infrastrukturministerium für die Deckenerneuerung zwischen Groß Stove und Biestow bis an die Gemeindegrenze zur Hansestadt Rostock Fördermittel in Höhe von ca. 270.000 Euro. Die Zuwendung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die viel befahrene Straße, die auch als Umfahrung der Landesstraße L 132 genutzt wird, ist stark verschlissen. Die vorhandenen Durchlässe müssen ebenfalls erneuert werden. Auf dem Gebiet der Hansestadt ist die Straße bereits bis in die Gemeinde Biestow erneuert worden.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf ca. 390.000 Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betragen rund 360.000 Euro. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im dritten Quartal 2019 beginnen und im vierten Quartal abgeschlossen sein.

100 Jahre Volkshochschule V-G

Greifswald – Kürzlich feierte die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald mit einem Festakt ihr 100jähriges Bestehen in der Universitäts- und Hansestadt. „Ich gratuliere der Volkshochschule Vorpommern-Greifswald sehr herzlich zum 100. Geburtstag. Unter dem Motto „Wissen teilen“ gibt sie allen Bildungsschichten und allen Generationen die Möglichkeit zu lernen, sich weiterzubilden, Abschlüsse zu erreichen. Das kann alle Lehrenden und Lernenden mit Stolz erfüllen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf dem Festakt.

Ob man eine Sprache – vor allem polnisch – lernen, die mittlere Reife oder Berufsreife nachholen will oder mehr über Politik und Gesellschaft, Gesundheit, Kunst und Kultur, andere Länder und weitere Themen erfahren möchte- die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald ist mit ihrem umfangreichen Angebot im Landkreis genau die richtige Adresse dafür. Viele haben hier schon ihre zweite Chance ergriffen. Ich danke dem gesamten Team für das großartige Engagement“, betonte Dahlemann. 2018 fanden 680 Kurse statt, an denen 7643 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben. 334.148 Euro Landesmittel wurden zur Verfügung gestellt. „Jeder Euro des Landes ist hier sehr gut angelegtes Geld und eine Investition in die Köpfe“, betonte Dahlemann.

Die rund 900 Volkshochschulen in ganz Deutschland seien aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. „Sie leisten eine wichtige Bildungsarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald wie alle anderen auch in Zukunft eine erfolgreiche Arbeit leisten wird.“

Vor 100 Jahren haben sich überall in Deutschland Volkshochschulen gegründet, deren Ziel es war, auf Grundlage von Artikel 148 der Weimarer Verfassung die Erwachsenenbildung, insbesondere für bildungsferne Schichten, voranzubringen. So auch in Vorpommern. Die Volkshochschule Greifswald startete am 17. Juli 1919 mit einer Veranstaltung zum Thema „Der Gartenbau auf Grundlage der Bodenkunde“. Am 15.10.1919 beschäftigte sich die Volkshochschule Ueckermünde mit der Französischen Revolution.