Bau des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald

Greifswald – Am Montag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe einen Zuwendungsbescheid an die Hansestadt Greifswald für den Bau eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie übergeben. „Es werden damit weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Vor Ort werden etwa 240 Arbeitsplätze entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der Hansestadt.

Die Errichtung eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie erfolgt in Nachbarschaft zum Universitätscampus und unmittelbar angrenzend an das BioTechnikum und das Leibniz-Institut für Plasmaphysik. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 11.000 Quadratmeter. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant, die Fertigstellung für das Jahr 2020. Das Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für Unternehmen bereitstellen. Damit wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischen und plasmabasierten Technologien schaffen.

„Die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

„Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 31,78 Millionen Euro. Davon sind rund 18 Millionen Euro förderfähig. Der Zuschuss des Landes für das Vorhaben beläuft sich auf 16,45 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Land 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können.

Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, so Glawe abschließend.

Luxusyachten kommen zukünftig aus Greifswald

Greifswald – Das Greifswalder Unternehmen Michael Schmidt Yachtbau GmbH hat in der Hansestadt eine Betriebsstätte zum Bau von Luxusyachten errichtet. Ab sofort sollen bereits vorliegende Auftragsarbeiten im neuen Werk im Greifswalder Stadtteil Ladebow gebaut werden. „Entscheidend für die Wahl des Standortes war der Zugang zum Wasser mit entsprechendem Tiefgang. Das stellt in Greifswald kein Problem dar. Zudem sind viele Zulieferer für Möbel oder Tischler- und Edelstahlarbeiten in unmittelbarer Umgebung, sodass sich weitere Synergieeffekte für die regionale Wirtschaft ergeben können. Mit der neu errichteten Betriebsstätte werden die Produktionsbedingungen deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Bisher verfügte der Schiffsbauer in Greifswald über einige Räumlichkeiten zur Entwicklung und zur Markterforschung. Die jetzt neu errichtete Betriebsstätte ist 50 Meter lang und 40 Meter breit und verfügt unter anderem über ein 800 Quadratmeter großes Lager, eine Lackierhalle sowie einen Maschinenpark mit Kunststoffbearbeitungsmaschinen und Hubwerkzeugen. Insgesamt beträgt die Fläche aller Baueinheiten mehr als 3.500 Quadratmeter. Am Standort ist es nun möglich, gleichzeitig vier bis sechs Leichtbauyachten zwischen 20 und 30 Metern Länge zu bauen.

Der Vertrieb der Yachten soll nach Unternehmensangaben eigenständig oder über Makler und Vermittler erfolgen. „Das Unternehmen hat den internationalen Markt für die Yachten im Fokus. So wird zukünftig ein in Mecklenburg-Vorpommern hergestelltes Produkt auf den Weltmeeren unterwegs sein“, so Glawe weiter.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 1.014.300 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 3,5 Millionen Euro.

Derzeit gibt es 1.400 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten in der Branche. Die Umsätze haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland.

Unterhaltungsbaggerung im Fahrwasser der Zufahrt zum Industriehafen Berndshof

Berndsdorf – Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant im Industriehafen Berndshof eine Unterhaltungsbaggerung, weil durch Versandung die Fahrwassertiefe beeinträchtigt ist. Der geplante Baggerbereich beinhaltet die Grundfläche des Hafenbeckens, die Anlegeflächen vor dem Westanleger und die Grundfläche des Wendebeckens bis zum letzten Tonnenpaar der Fahrwasserrinne. Der Landkreis ist als Eigentümer zuständig für die Einhaltung der Solltiefe im Hafenbecken.

Mit Fördermitteln in Höhe von rund 807.000 EUR unterstützt das Innenministerium dieses Vorhaben. Minister Caffier hatte gestern am Rande der Konferenz der Landrätin Dr. Barbara Syrbe mit den Bürgermeistern in Stolpe an der Peene einen entsprechenden Bewilligungsbescheid über eine Sonderbedarfszuweisung übergeben.

Im Bereich der Fahrwasserrinne bis zur Einfahrt in das Hafenbecken liegt die Zuständigkeit zur Aufrechterhaltung der Fahrwassertiefe bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, vertreten durch das WSA Stralsund. Das WSA Stralsund beabsichtigt im Herbst 2017 gleichfalls eine Unterhaltungsbaggerung im Fahrwasser der Zufahrt zum Industriehafen Berndshof. Der Landkreis und das WSA Stralsund sind in diesem Zusammenhang übereingekommen, die Unterhaltungsbaggerung unter Berücksichtigung abgestimmter Unterhaltungsgrenzen gemeinsam durchzuführen um Koste zu sparen.

Übergriff auf ein Kalb bei Plöwen

Plöwen – In der Nacht zum vergangenen Sonntag (13.08.2017) kam es zu einem Übergriff auf ein junges Kalb bei Plöwen im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Im Ergebnis der noch am Wochenende durchgeführten Rissbegutachtung kann ein Wolf als Verursacher des Übergriffs nicht ausgeschlossen werden. Das tot aufgefundene Kalb war deutlich befressen und wies Bissspuren am Körper auf. Es wurden Genetikproben genommen. Diese werden im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock ausgewertet. Dort finden auch weitere veterinärpathologische Untersuchungen des toten Tieres statt.

Die Ergebnisse der Genetikproben sowie der Auswertung der weitergehenden Untersuchungen durch das LALLF bleiben für eine abschließende Beurteilung abzuwarten.

Soweit ein Wolf als Schadensverursacher nicht ausgeschlossen werden kann, besteht die Möglichkeit eines Schadensausgleichs seitens des Landes.

2. Bauabschnitt im Haupthafen Peenemünde beendet

Peenemünde – In Peenemünde (Insel Usedom, Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist ein weiterer Abschnitt der umfangreichen Baumaßnahmen im Haupthafen beendet worden. „Damit wird die wirtschaftliche und die touristische Entwicklung in der Region weiter vorangetrieben. Peenemünde ist ein bedeutendes Tourismuszentrum für die Insel Usedom. Neben einer interessanten Museumslandschaft wird Einheimischen und Gästen nun auch ein attraktiver Hafen geboten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag vor Ort.

Nachdem in einem ersten Bauabschnitt im südlichen Teil des Haupthafens unter anderem die Ufereinfassung erneuert und die Elektro-, Abwasser- und Trinkwasserversorgung erschlossen wurden, sind jetzt die Arbeiten im nördlichen und nordöstlichen Teil des Hafens abgeschlossen – unter anderem sind zwei Liegeplätze saniert und der Rundweg um 210 Meter verlängert worden. Zusätzlich ist am Siebhaus eine Stahlbrücke installiert worden. Über dem Slipgraben kommt jetzt eine Drehbrücke zum Einsatz. „Mit der Verschönerung rund um den Peenemünder Haupthafen wird die Region insgesamt aufgewertet. Viele Besucher spazieren auch entlang des Hafens auf dem Weg zu den beeindruckenden Museen Peenemündes“, sagte Glawe.

Derzeit gibt es 1.400 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten in der Branche. Die Umsätze haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. „Mecklenburg-Vorpommern ist vom Wasser geprägt und gehört zum größten zusammenhängenden Wassersportrevier in Deutschland. So hat sich der Wassertourismus zu einem der touristischen Hauptmärkte im Land entwickelt“, sagte Glawe.

Das Land hat das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 2,9 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtkosten betrugen rund 3,2 Millionen Euro. „Um die Angebotsvielfalt für unsere Gäste und die Einheimischen weiter zu erhöhen, brauchen wir eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Deshalb werden wir auch künftig weiter Projekte unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Zusätzliche Förderzusage für Kreisstraße VG 107

Anklam – Infrastrukturminister Christian Pegel hat den Landkreis Vorpommern-Greifswald mit einem Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Kreisstraße VG 107 Völschow-Kartlow-Kruckow überrascht. Bei der Übergabe von Förderbescheiden in Anklam für den Breitbandausbau konnte Landrätin Dr. Barbara Syrbe den Bescheid in Höhe von rund 726.000 Euro entgegennehmen. Das sind 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von ca. 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen mehr als 1,5 Millionen Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant im Bereich der Gemeinde Völschow und der Stadt Jarmen den grundhaften Ausbau der Kreisstraße VG 107 in Asphaltbauweise auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern in einer Breite von sechs Metern von der Landesstraße L 35 bis zum Ortsausgang Wilhelminenthal. Auch die Straßenentwässerung wird erneuert. Zudem werden als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme 46 Laubbäume gepflanzt.

Die Kreisstraße VG 107 stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Landesstraße L 35 und der Bundesstraße B 110 dar. Die Straße ist sehr uneben, hat viele Flickstellen, Risse und ist an einigen Stellen abgesackt.

Beseitigung von Sturmflutschäden

Zinnowitz – Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Zinnowitz Anfang des Jahres von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut wurden ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht. Das Ministerium für Inneres und Europa beteiligt sich mit 5 Mio. EUR.

„Die Gemeinden wurden entgegen des gängigen Antragsprozedere bereits kurz nach der Sturmflut darüber informiert, dass Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherung und zur Wiederherstellung der Strände ohne Bewilligung durchgeführt werden können. Dazu gehörte zum Beispiel das Beräumen und Wiederherstellen von Strandübergängen oder das Beseitigen von Dünenkliffs außerhalb von Küstenschutzanlagen. Normalerweise ist hierfür ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn nötig. Hier haben wir das Verfahren jedoch aus Gründen der Gefahrenabwehr beschleunigt“, erläuterte Innenminister Lorenz Caffier.

Insgesamt wurden 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,1 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Zinnowitz. Das Sturmhochwasser hatte die Seebrücke beschädigt und Treibgut angespült. Auch Strandaufgänge mussten wieder hergerichtet werden.

Mit rund 65.500 Euro unterstützt das Innenministerium die Gemeinde, die alles daran gesetzt hatte, um Einheimischen und Gästen einen ordentlichen Strandbereich in der Urlaubsaison präsentieren zu können. Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid übergab der Minister heute in Zinnowitz an den Bürgermeister Peter Usemann.

Beseitigung der Sturmflutschäden

Lubmin – Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Seebad Lubmin Anfang des Jahres von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut wurden ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht. Das Ministerium für Inneres und Europa beteiligt sich mit 5 Mio. EUR.

Neben anderen Gemeinden war auch die Gemeinde Seebad Lubmin Anfang des Jahres von der Sturmflut „Axel“ betroffen, bei der Strände, Wege oder Gebäude in mehreren Küstenorten unseres Landes beschädigt wurden. Bereits wenige Tage nach der Sturmflut wurden ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht. Das Ministerium für Inneres und Europa beteiligt sich mit 5 Mio. EUR.

„Die Gemeinden wurden entgegen des gängigen Antragsprozedere bereits kurz nach der Sturmflut darüber informiert wurden, dass Sofortmaßnahmen zur Verkehrssicherung und zur Wiederherstellung der Strände ohne Bewilligung durchgeführt werden können. Dazu gehörte zum Beispiel das Beräumen und Wiederherstellen von Strandübergängen oder das Beseitigen von Dünenkliffs außerhalb von Küstenschutzanlagen. Normalerweise ist hierfür ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn nötig. Hier haben wir das Verfahren jedoch aus Gründen der Gefahrenabwehr beschleunigt.“

Insgesamt wurden 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,1 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Seebad Lubmin. An den Strand- und Uferbereichen des Seebades gab es durch den hohen Wasserstand des Greifswalder Boddens und den Sturm massive Schäden. Betroffen waren u.a. die Sportanlage am Strand, der Zaun am Rettungsturm und Strandabgänge.

Mit rund 77.500 Euro unterstützt das Innenministerium die Gemeinde, die alles daran gesetzt hatte, um Einheimischen und Gästen einen ordentlichen Strandbereich in der Urlaubsaison präsentieren zu können. Einen entsprechenden Bewilligungsbescheid übergab Innenminister Lorenz Caffier heute in Lubmin an den Bürgermeister Herrn Axel Vogt.

Doppelhaushalt der Stadt Greifswald genehmigt

Greifswald – Ohne gravierende Abstriche hat das Innenministerium den Greifswalder Doppelhaushalt 2017/2018 genehmigt. Schneller als im Haushaltssicherungskonzept vorgesehen, konnte die Hansestadt den Haushaltsausgleich erreichen. Die Stadt zehrt allerdings von positiven Vorträgen vergangener Jahre, denn ein jahresbezogener Haushaltsausgleich kann in den Jahren 2017 bis 2019 nicht dargestellt werden.

Innenminister Lorenz Caffier sieht hier auch Verbesserungspotenzial: „Die Haushaltslage der Stadt ist insgesamt sehr erfreulich, die dauernde Leistungsfähigkeit ist gesichert. Dennoch sollte die Stadt den Ehrgeiz entwickeln, im nächsten Doppelhaushalt ab 2019 ohne Fehlbeträge das Jahr über auszukommen.“

Mit gemischten Gefühlen betrachtet man im Innenministerium das Investitionsprogramm der Stadt: Projekte wie das „Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie“, Investitionen in die städtischen Schulen und Straßen sowie die Sanierung des Theaters summieren sich bis 2020 auf Ausgaben von über 100 Mio. EUR. Auch für eine Stadt mit der strukturellen Leistungsfähigkeit Greifswalds ist das in den Augen des Innenministeriums sehr ambitioniert und in Anbetracht der damit zusammenhängenden Kreditaufnahme nicht ohne Risiko.

Nord Stream 2: Natur- und Umweltschutz am ersten Tag der Erörterung

Stralsund – Am ersten Tag der Erörterung der Stellungnahmen und Einwendungen zur Verlegung der Erdgasleitung Nord Stream 2 durch die Ostsee von Russland nach Deutschland heute (17. Juli 2017) in Stralsund ging es vorrangig um die Stellungnahmen der Organisationen aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz.

Erstes Thema war der Vogelschutz. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hatte angeregt, in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ein engeres Bauzeitenfenster festzuschreiben, um Rastvögel wie Seetaucher und Eisenten zu schützen. Die Vorhabenträger entgegneten, dass sich das Bauzeitenfenster an den störempfindlichen Arten im Küstenmeer ausrichten müsse. Die Zahl der Rastvögel in der AWZ sei im fraglichen Zeitraum laut Monitoring-Ergebnissen zufolge sehr gering. Die Beteiligten einigten sich darauf, sich mit dem BfN und dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (StALU) Vorpommern über eventuell engere Bauzeiten abzustimmen.

Mehrere Fragen und Anregungen hatte das Umweltbundesamt. So fordert es, in einer Genehmigung für Nord Stream 2 den Rückbau und sachgerechte Entsorgung festzuschreiben. Die Investoren hielten dem entgegen, dass es bislang keine Rechtsgrundlage für eine solche Auflage gebe. Zumal zur Zeit der Außerbetriebnahme in voraussichtlich 50 Jahren neue Erkenntnisse zu erwarten seien. Unter deren Berücksichtigung sollte dann entschieden werden, wie mit der Leitung verfahren werden solle. Das Umweltbundesamt beharrte darauf, den Rückbau jetzt festzuschreiben. „Die Thematik bleibt somit der Abwägung vorbehalten“, erklärte Bergamtsleiter Thomas Triller.

Festgeschrieben werden soll laut Umweltbundesamt auch eine Wasserdruckprüfung der Leitung zur Prüfung der Dichtheit. Die Vertreter der Nord Stream 2 AG verwiesen darauf, dass sowohl die Wasserdruckprüfung als auch eine alternative Prüfvariante mit Luft im Antrag beschrieben worden seien. Nord Stream will sich nach Vorgaben der Behörden für die am besten geeignete Variante entscheiden.

Umfassend diskutiert wurde das Thema Korrosionsschutz der Rohre mit Hilfe von Opfer-Anoden aus Aluminium. Auf die Sorge, das Aluminium könne ins Meerwasser sowie die darin lebenden Organismen übertragen werden, entgegneten die Vorhabenträger: Aluminium sei das am häufigsten vorkommende Metall in unserer Umwelt. So bestehe Ostseesand zu fünf Prozent daraus. Das Aluminium lagere sich als Aluminium-Hydroxid in Form einer gelben Kruste an den Rohren ab, so wie auch am Boden von Aluminium-Schiffen. Es werde nicht ins Meerwasser übergehen. Zudem sei – weltweit – nie nachgewiesen worden, dass sich Aluminium in Fischen oder Meeresfrüchten anreichere. Das treffe auch auf Zink zu, weiterer Bestandteil der Anoden und nach Aluminium zweithäufigstes Metall in der Ostsee.

Auf die Kritik, dass im Nord Stream-Antrag keine Alternative zu dieser Art Korrosionsschutz aufgezeigt werde, verwies der Vorhabenträger darauf, dass Fremdstromanodenanlagen für Offshore-Anlagen nirgends vorgeschrieben, Opferanoden hingegen technisch erprobt und robust seien. Worauf Dr. Nico Nolte vom BSH darauf hinwies, dass man durchaus anstrebe, Betreiber von Offshore-Windparks zum Fremdstromanoden-Korrosionsschutz zu bewegen.

Die Sorge, dass Kunststoffe als Plastikrückstände beim Verschweißen der Rohre bzw. durch Abrieb ins Meerwasser austreten könnten, nannten die Nord-Stream-Vertreter unbegründet. Die Rohre seien komplett von Beton ummantelt.

Auf die Frage, warum nur am Anfang und am Ende der Pipeline Absperreinrichtungen vorgesehen seien, verwiesen die Vorhabenträger auf die „Regelwerke zu Offshore-Leitungen“, die solche Vorrichtungen nur an Einspeise- und Anlandestation verlangten. Im Seegebiet sei dies nicht üblich.

Die Vertreter des Naturschutzbunds (NABU) stellten vor allem die Zahlen und Studien in Frage, mit der der Vorhabenträger die energiewirtschaftliche Notwendigkeit der neuen Erdgas-Pipeline begründet. Nach den von Nord Stream 2 vorgelegten Szenarien müsse der Rückgang europäischer Gas-Vorkommen, aber auch der Ausstieg aus Kern- und Kohleenergie bei einem Status Quo im Energiebedarf – zumindest mittelfristig – durch Erdgas ausgeglichen werden. Die NABU-Vertreter kritisierten, dass politische Ziele wie das Pariser Klimaschutzabkommen nicht berücksichtigt worden seien. Die Investoren erwiderten, dass sie nicht mit Zielen kalkulieren könnten, deren Erfüllung nicht garantiert sei. Energieversorgung müsse als eine wichtige Säule der Daseinsvorsorge sicher gewährleistet sein, so wie das Energiewirtschaftsgesetz es festschreibe, – und das sei zumindest für die kommenden 20 Jahre in Europa nur mit zusätzlichem Erdgas möglich. Eine Einigung konnte in diesem Punkt nicht erzielt werden. Die Argumente beider Seiten werden nun aufgenommen und in die Entscheidung einfließen.

Gedanken machen sich die NABU-Vertreter um eventuelle Munitionsreste entlang der geplanten Erdgastrasse und deren Beseitigung. Die Investoren sagten daraufhin, dass die Trasse mit Magnetometern und Gravimetern gründlich untersucht worden, die Auswertung aber noch nicht abgeschlossen sei. Sollte der zuständige Munitionsbergungsdienst einen Fund als nicht bergungsfähig einstufen, würde umtrassiert. „Wir schließen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus, dass gesprengt wird.“ Bergamt und BSH einigten sich mit dem Investor darauf, die Auswertung der Untersuchungen sowie den daraus resultierenden Handlungsplan vor der Entscheidung über die Genehmigung zu erhalten.

Die Erdgastrasse soll nahezu parallel zur 2010 verlegten Leitung Nord Stream (1) von den russischen Erdgasfeldern des Jamal-Gebietes auf dem Boden der Ostsee nach Deutschland verlegt werden. Über den Greifswalder Bodden soll sie nach Lubmin und dort so wie Nord Stream (1) an Land geführt werden.

Länge: 1200 km Davon durch deutsches Hoheitsgebiet: 85 km Geplante Transportkapazität: 55 Milliarden Kubikmeter/Jahr Konstruktion: Zwei Rohrstränge, jeweils aus von Beton umwandelten Einzelrohren à 12 m Länge Geplante Investitionskosten: 8 Mrd. Euro Genehmigungsverfahren in: Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland Geplanter Baubeginn: 2018

Neubau Parkplatz Hafenstraße in Lubmin

Lubmin – Für den Bau des Parkplatzes Hafenstraße erhält die Gemeinde Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Bauministerium Finanzhilfen im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von rund 48.000 Euro. Die Gesamtausgaben betragen ca. 180.000 Euro.

Die Gemeinde Lubmin plant im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortskern“ den Neubau eines Parkplatzes im nördlichen Bereich der Hafenstraße. Es sollen insgesamt 23 Stellplätze entstehen. Zurzeit ist der Parkplatz unbefestigt. Diese Baumaßnahme verbessert das Erscheinungsbild des Ortes und ermöglicht ein geordnetes Parken.

Der Baubeginn ist für September 2017 vorgesehen. Fertiggestellt wird die Maßnahme voraussichtlich im vierten Quartal 2017.

Kampagnenstart von „MEIN WASSER MV“

Gewässerschutz wird Chefsache: Backhaus springt in die Peene

Stolpe – Am kommenden Sonntag, den 9. Juli 2017, findet der Europäische Flussbadetag „Big Jump“ statt. Überall in Europa wird an diesem Tag ins Wasser gesprungen, gebadet, informiert oder protestiert, um ein Zeichen für den Gewässerschutz zu setzen. In Mecklenburg-Vorpommern wird der Aktionstag passend zum Motto „Wilde Flüsse“ in Stolpe an der Peene durchgeführt. Veranstalter ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Mit hoffentlich vielen Freiwilligen wird auch Umweltminister Dr. Till Backhaus in den „Amazonas des Nordens“ springen.

„Die Verbesserung der Gewässergüte und der Lebensräume in und am Gewässer ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Naturnahe Gewässer besitzen eine hohe Selbstreinigungskraft, bereichern die Artenvielfalt, verschönern das Landschaftsbild, dienen der Naherholung und dem Tourismus und können auch zum Hochwasserschutz beitragen“, so der Minister.

„Für jedermann sichtbar sind unsere Gewässer in den letzen drei Jahrzehnten sauberer geworden. Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass wir insgesamt 2,5 Milliarden Euro in die Abwasserreinigung investiert haben. Die Modernisierung der Kläranlagen hat die chemische Wasserqualität erheblich verbessert“, sagte er weiter.

Allerdings sind die Fließgewässer über Jahrzehnte systematisch begradigt, eingeengt und vertieft worden. Vielen von ihnen fehlen die natürliche Struktur und damit die gewässertypischen Lebensräume, die für den Artenreichtum unabdingbar sind. Diese sollen für die im Wasser lebenden Tiere und Pflanzen wieder hergerichtet werden. Hierzu sind insgesamt über 1.500 Maßnahmen im Bereich der Strukturverbesserung, der Durchgängigkeit und der Gewässerunterhaltung geplant.

Damit möchte das Land auch den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie gerecht werden. Diese fordert für alle europäischen Gewässer einen Zustand hoher Wasserqualität und Strukturvielfalt, der genug Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Die letzte Bestandsaufnahme habegezeigt, dass ca. 97 % der berichtspflichtigen Fließgewässer (ca. 8.000 km) dieses Ziel verfehlen.

„Die Zahl täuscht aber über viele Teilerfolge hinweg, da etliche Faktoren in die Bewertung eingehen. Erst wenn alle gut sind, gilt das Ziel als erreicht. Zudem braucht die Gewässerentwicklung viel Zeit, oft mehr als zehn Jahre, bis sich die entsprechenden Pflanzen und Tiere wieder angesiedelt haben. Mit dieser Herausforderung sind wir als Land nicht alleine; anderen Bundesländern und Mitgliedsstaaten geht es ebenso“, erklärte der Minister.

Dennoch sei diese Aufgabe zu realisieren. Allerdings nur gemeinsam mit allen Akteure und Beteiligten. Den „Big Jump“ in Stolpe nimmt Backhaus daher auch zum Anlass um die eine neue Kommunikationsoffensive seines Hauses vorzustellen. Mit „MEIN WASSER MV“ möchte das Land langfristig auf die Bedeutung des Gewässerschutzes und andere Themen der Wasserwirtschaft aufmerksam machen.

Den Gemeinden kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie sind für 85 % der WRRL-berichtspflichtigen Gewässer zuständig und damit ein wichtiger Akteur im Gewässerschutz. „Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass sich viele Kommunen dieser Aufgabe gar nicht bewusst sind. Das wollen wir ändern, indem wir informieren und ganz konkret Unterstützung anbieten“, betonte Backhaus.

Gemeinden können für die Umsetzung der WRRL eine 90%-Förderung vom Land erhalten – sowohl für investive als auch konzeptionelle Maßnahmen. In der aktuellen ELER-Förderperiode stehen für die naturnahe Gewässerentwicklung 60 Mio. Euro zur Verfügung. Auch für die Flächenbereitstellung und Vergabeverfahren gibt es Fördermittel bzw. Hilfsangebote.

Dahlemann: Beziehungen zu Vietnam mit Chancen für Vorpommern

Torgelow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat anlässlich eines Deutsch-Vietnamesischen Wirtschaftsforums in Torgelow eine Wirtschaftsdelegation aus der Sonderwirtschaftszone Ha Tinh der Sozialistischen Republik Vietnam begrüßt.

Dahlemann betonte, dass es zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Vietnam eine lange Tradition der wirtschaftlichen Beziehungen gebe: „Ich freue mich sehr, dass daran wieder angeknüpft wird und bin überzeugt, dass sich daraus Chancen und Möglichkeiten auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Vorpommern ergeben. Ich danke der Firma ME-LE mit Ihrem Geschäftsführer Dietrich Lehmann für das große Engagement in dieser Sache“.

Themen des Forums waren die Regionalentwicklung sowie der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Nutzung von Gewerbe- und Wohnungsbauten. Im Anschluss an die Gespräche unternahmen die Teilnehmer des Forums eine Stadtrundfahrt und besichtigten anschließend zwei Biogasanlagen in Torgelow und in Blumenthal. Die Anlage in Torgelow befindet sich derzeit noch im Bau.

Erweiterung der Europaschule und Beseitigung von Sturmflutschäden

Insel Usedom – Die amtsfreie Gemeinde Heringsdorf auf der Insel Usedom, im Landkreis Vorpommern-Greifswald erhielt heute Fördermittel aus Mitteln der Sonderbedarfszuweisung aus dem Ministerium für Inneres und Europa in Höhe von insgesamt 1.908.100 Euro für die Beseitigung der im Januar diesen Jahres entstanden Sturmflutschäden und für die umfassende Sanierung und Erweiterung der Europaschule in Ahlbeck. Innen- und Europaminister Lorenz Caffier übergab heute dem Bürgermeister des Ostsee- und Seebads Heringsdorf Lars Petersen die beiden Fördermittelbescheide.

Insgesamt wurden infolge der schwersten Sturmflut der letzten zehn Jahre 46 Anträge auf Unterstützung mit einem Finanzvolumen von rund 2,7 Millionen an das Innenministerium gerichtet. Zu den Antragstellern gehörte auch die Gemeinde Heringsdorf. Dort kam es im gesamten Strandabschnitt der Gemeinde zu Schäden an den Strandaufgängen, Dünenkanten und –Abgrenzungen und der Seebrücke in Ahlbeck. Mit der Sturmflut wurden außerdem Unmengen an Seetang, Muscheln und Müll aus der Ostsee angespült, welche entsorgt werden müssen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 244.000 Euro, von denen das Innenministerium 158.600 Euro übernimmt.

„Auf viele Gemeinden kamen mit den Sturmschäden unvorhersehbare und somit auch nicht planbare finanzielle Belastungen zu. Ich freue mich, dass ich heute die zugesagte finanzielle Hilfe überreichen kann. Damit können Gäste und Einheimische nun wieder positiv auf die startende Sommersaison schauen“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Auf finanzielle Unterstützung aus dem Innenministerium kann die Gemeinde Heringsdorf auch für ihr Bauvorhaben der Sanierung und Erweiterung der Europaschule in Ahlbeck freuen. 1.749.500 Euro Fördermittel hat Europaminister Lorenz Caffier heute dem Bürgermeister übergeben. Im Zuge der Baumaßnahmen soll der Eingangsbereich auf der Südseite der Schule barrierefrei gestaltet werden. Insgesamt ist eine barrierefrei Erschließung des 4-geschossigen Plattenbaus durch den Einbau eines Aufzugs geplant. Ferner soll die äußere Gebäudehülle erneuert und die gesamte technische Gebäudeinstallation den technischen Anforderungen einschließlich der Umsetzung von Anforderungen an den Brandschutz neu gestaltet werden. Darüber hinaus ist die Erweiterung des Schulkomplexes um eine Eingangshalle geplant. Die geplanten Gesamtkosten in Höhe von rund 9,7 Mio. Euro werden von Land und Gemeinde gemeinsam getragen.

„Im Ergebnis aller geplanten Baumaßnahmen wird am Standort Ahlbeck ein hochwertiger und zeitgemäßer Unterrichtsbetrieb möglich gemacht“, ist sich Europaminister Caffier sicher. „Es gibt immer mehr grenzüberschreitende Freundschaften und es gibt immer mehr deutsch-polnische Familien. Die Freundschaft unser beiden Völker war nie größer und sie wird – davon bin überzeugt – in Zukunft noch viel enger werden. Und für all das steht die Europaschule in Ahlbeck wie ein strahlendes Symbol.“

Picknick mit Kühen und Kälbern – Erstes Weidefestival auf Gut Borken

Viereck – „Picknick mit Kühen und Kälbern“ – so lautet das Motto des ersten Weidesfestivals in Mecklenburg-Vorpommern, das am kommenden Sonntag, dem 25. Juni 2017, ab 11 Uhr, auf dem Gut Borken in Viereck (LK Vorpommern-Greifswald) gefeiert wird.

„Veranstaltungen wie diese, sind gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig. Massentierhaltung, Pestizide, Gentechnik – die Landwirtschaft sieht sich zunehmend mit negativen Vorurteilen konfrontiert. Dabei hat sie sich in vergangenen Jahren äußerst positiv entwickelt. Mit dem Weidefestival zeigen das Gut Borken, der Bauernverband Uecker-Randow und die Rinder Allianz exemplarisch für viele andere Betriebe, dass unsere Landwirtschaft regional, naturnah, artgerecht und nachhaltig gesunde Lebensmittel erzeugt“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Veranstaltung.

Die 50 Mitarbeiter des Gutes Borken bewirtschaften eine Fläche von ca. 5.000 ha nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus und versorgen insgesamt bis zu 6.000 Biofleischrinder. Darunter sind ca. 2.500 Mutterkühe, die jedes Jahr ein Kalb naturnah und artgerecht aufziehen.

Der gesamte Rinderbestand setzt sich vornehmlich aus den Fleischrinderrassen Fleckvieh, Uckermärker, Limousin und Angus sowie aus zielgerichteten Kreuzungen dieser Rassen zusammen. Die Mutterkühe werden dabei ganzjährig im Freien gehalten. Hierfür wurden spezielle Winterkoppeln auf trockenen und vorwiegenden Wald umgebenen Ackerstandorten eingerichtet, die über frostsichere Tränken sowie mobile Fress- und Liegeplätze verfügen.

Zum Gut gehören auch Bioschweine. Jährlich werden ungefähr 3.500 Schweine gefüttert und aufgezogen.

Das Futter für die Tiere wird ebenfalls im Betrieb erzeugt. Im Frühjahr kommen auf dem Grünland Walzen und Schleppen zum Einsatz und das Biowintergetreide wird gehackt. Lupine, Ackerbohne und Erbse werden im Frühjahr eingesät und der Mais wird in Reihen abgelegt. Unkrautbekämpfungsmittel kommen nicht zum Einsatz. Von Juni bis Oktober wird das Gras von den Wiesen und Feldern geerntet und zu wertvollen Silagen erzeugt. So werden allein 17.000 Tonnen Grassilage für das Winterhalbjahr produziert. Das sind 1.000 große Traktoranhänger voll. Außerdem werden 11.000 Ballen Stroh für die kalte Jahreszeit gepresst.

„Das Weidefestival macht den Arbeitsalltag der Mitarbeiter für Gäste erlebbar“, so Backhaus. Das Gut sei darüber hinaus ein Botschafter für die erfolgreiche Entwicklung des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Derzeit bewirtschaften hierzulande 885 Landwirtschaftsbetriebe ca. 135.700 ha Anbaufläche ökologisch. Damit klettert der Öko-Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche in MV erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,1 %. Das ist im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 7,0 % ein Spitzenwert.

Die Landesregierung setzt sich seit Jahren für eine konsequente Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus ein. „Landwirtschaft lebt von und mit der Natur, Umweltschutz ist wichtig für uns und nachfolgende Generationen“, so Backhaus. Unter seiner Federführung wurde deshalb das Landesprogramm Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ erarbeitet. Es baut auf der Analyse von Stärken und Schwächen der bisherigen Entwicklung auf. Ziel ist, die Instrumente der Agrarpolitik auf die wachsenden Herausforderungen zu fokussieren, um den ökologischen Landbau als eine besondere Stärke des Landes Mecklenburg-Vorpommern weiter auszubauen.

Um speziell den Bio-Betrieben in MV unter die Arme zu greifen, wurde darüber hinaus das Netzwerk Ökologischer Landbau Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen Eine Zielstellung des Netzwerkes sind der Aufbau von themenspezifischen Vernetzungen entlang der Wertschöpfungskette sowie von Demonstrationsnetzwerken mit Landwirtschaftsbetrieben mit den Themenkomplexen Ackerbau, Gartenbau, Tierhaltung, Vermarktung und Gastronomie. Aber auch die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordinierung länderübergreifender Projekte stehen im Mittelpunkt des Netzwerkes.