Wirtschaftstreffen in Greifswald

Greifswald – Die wirtschaftliche Entwicklung der Region Vorpommern stand im Mittelpunkt eines Herbstempfangs, zu dem die Wirtschaftsförderung Vorpommern mbH gemeinsam mit der WITENO GmbH (Wissenschafts- und Technologiepark NORDOST) geladen hatte. „Die Konjunktur in unserem Land ist stabil – wir haben mehr Beschäftigung und eine gute Investitionsbereitschaft der Betriebe. Jetzt gilt es, jungen Nachwuchskräften deutlich zu machen, dass es interessante Berufschancen bei uns gibt. Das stärkt unsere bestehenden Unternehmen und hilft wiederum, dass Vorpommern ein attraktiver Ort zum Arbeiten und Leben bleibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

So wurden seit 2011 in Vorpommern 226 Investitionsvorhaben mit einem Gesamt-Investitionsvorhaben in Höhe von rund 564 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 134 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung erfolgte aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Durch die Investitionen wurden über 1.660 Arbeitsplätze neu geschaffen und rund 5.440 Jobs gesichert. Unter den unternehmerischen Investitionen waren Neuansiedlungen wie die AKKU SYS Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH am Pommerndreieck mit 20 neu geschaffenen Arbeitsplätzen. „In Vorpommern ist vor allem der Tourismusbereich weiterhin stark, aber auch im gewerblichen Sektor konnten wir unsere Position weiter ausbauen. Um weitere Unternehmensansiedlungen und Betriebserweiterungen zu fördern, unterstützen wir im Rahmen der Standortoffensive Mecklenburg-Vorpommern aktiv die Neupositionierung und die Vermarktung der Großgewerbestandorte Pommerndreieck und Pasewalk“, sagte Glawe.

Derzeit wird ein Teilabschnitt im Pommerndreieck neu erschlossen. Nach Fertigstellung werden weitere 20 Hektar zur Verfügung stehen. Eine ca. 400 Meter lange Straße einschließlich eines zweiten Kreisverkehrs ermöglicht die weitere kurzfristige Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen.

„Um die Region wirtschaftlich noch weiter voranzubringen, sehe ich Potential für die Unternehmen in der Region bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Durch die Entwicklung innovativer Technologien entstehen wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen. Das ermöglicht vor allem die Verbundforschung, also gemeinsame Projekte von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die WITENO steht hier als Ansprechpartner zur Verfügung, um den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu moderieren“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies beispielhaft auf zwei Verbundforschungsprojekte, die durchgeführt wurden: die Enzymicals AG, die als Start-up aus der Universität Greifswald gegründet wurde, ist auf die Herstellung von Fein- und Spezial-Chemikalien spezialisiert. Gemeinsam mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität (Lehrstuhl für Pharmazeutische Biotechnologie) wurde ein neues System zur Herstellung industrieller Enzyme entwickelt. Die Physiolution GmbH, die sich mit der Durchführung von Untersuchungen zum Verhalten von festen Arzneiformen im Magen-Darm-System beschäftigt, hat gemeinsam mit der Greifswalder Universität zu einem pH-Regulationssystem für biorelevante Prüfflüssigkeiten geforscht. Beide Verbundforschungsvorhaben wurden vom Wirtschaftsministerium unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen insgesamt 168 Millionen Euro für Forschung, Entwicklung und Innovationen aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ zur Verfügung (2014 – 2020). Im Zeitraum von 2014 bis zum August 2018 wurden im Rahmen der FuE-Förderung Zuschüsse von insgesamt 132,6 Millionen Euro für 388 Vorhaben bewilligt. Davon wurden unter anderem 88,5 Millionen Euro für 199 Verbundforschungsvorhaben und 33,3 Millionen Euro für 63 einzelbetriebliche FuE-Vorhaben investiert. Von diesen bewilligten Mitteln gingen unter anderem 40,1 Millionen Euro an kleine und mittlere Unternehmen für 201 Projekte und 27,1 Millionen Euro an die Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 80 Projekte.

Dahlemann: Uni Greifswald entwickelt sich zur Universität für jedermann

Greifswald – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute im Historischen U in Pasewalk gemeinsam mit der Rektorin der Universität Greifswald Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber die neue Vortragsreihe „Universität in der Region“ der Universität Greifswald eröffnet.

„Ich finde es sehr gut, dass die Universität neben bereits laufenden Reihen wie dem „Tag der Wissenschaft“, der „Universität im Rathaus“, der „Kinder- und Jugenduniversität“ oder der „Familienuniversität“ nun diese Vortragsreihe entwickelt hat. Mehr in die Fläche, hin zu den Menschen – diesen Weg unterstütze ich ausdrücklich. Das ist Wissenstransfer pur und passt gut zur Universität. Denn die Präsenz der Universität im ländlichen Raum, gerade in Vorpommern, erhöht ihre Strahlkraft und macht sie für junge Menschen in der Region attraktiv. Darüber hinaus wird der Kontakt zwischen Forschung und Entwicklung und der Wirtschaft noch intensiver. Gern haben wir diese Veranstaltungsreihe mit 6 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt.“

Die ausgewählten Themen seien von großem gesellschaftlichem Interesse. „Ob Themen wie Demenz oder Mobilität, Umwelt oder Neue Medien – sie alle spiegeln die neuen Herausforderungen wieder und sind zeitgemäß. Die Greifswalder Universität entwickelt sich immer mehr zu einer Universität für jedermann. Darauf können alle Beteiligten stolz sein“, so Dahlemann.

In der Reihe „Universität in der Region“ sind vier Veranstaltungen über zwei Jahre verteilt in kleinen vorpommerschen Städten geplant. Nach dem Auftakt in Pasewalk findet die nächste Veranstaltung am 4. November in Anklam zum Thema „Moor, Klimaschutz und Paludikultur“ statt. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.

Schwesig: Usedomer Musikfestival ist eine Erfolgsgeschichte in unserem Land

Insel Usedom – „25 Jahre Usedomer Musikfestival – das ist eine wahrhafte Erfolgsgeschichte, auf die alle, die dran beteiligt waren und sind, stolz sein können. Es ist ein Festival, das mit seiner Ausrichtung auf den Ostseeraum unter den Musikfestivals einzigartig ist. Ein Festival, das jedes Jahr Tausende Besucherinnen und Besucher auf die wunderschöne Insel Usedom bringt und damit zu einem hervorragenden kulturellen Botschafter unseres Landes geworden ist“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig beim Eröffnungskonzert des 25. Usedomer Musikfestivals im Kraftwerk in Peenemünde.

 Jedes Jahr werde die wunderbare Möglichkeit geboten, „uns mit der Musik und den Künstlerinnen und Künstlern des Ostseeraums bekannt zu machen und die Länder rund um unser gemeinsames Meer durch die Musik und Begegnungen noch besser kennenzulernen. Das Usedomer Musikfestival leistet so einen wichtigen und sehr wertvollen Beitrag für das kulturelle Leben in Vorpommern und im Land insgesamt.“ Ob Ahlbecker Kirche, das Stolper Schloss oder eben das Kraftwerk in Peenemünde – ohne Übertreibung könne man sagen, dass „das Festival in den vergangenen 25 Jahren ein Taktgeber für die Region geworden ist“.

 Die Ministerpräsidentin ging auf die Geschichte des Spielortes ein: „Der Name Peenemünde ist ein Mahnmal eines menschenverachtenden, zügellosen Expansions- und Vernichtungswillens und zugleich des menschlichen Forscherdrangs und technischen Fortschritts. Diesen Widerspruch, dieses schwierige Erbe und seine Geschichte angemessen darzustellen, ist für uns in Mecklenburg-Vorpommern sehr wichtig. Umso mehr freuen wir uns, dass es dem Land und dem Bund gemeinsam gelungen ist, die Neugestaltung der Dauerausstellung zu finanzieren: Mit jeweils fünf Millionen Euro von Land und Bund.“ Peenemünde soll mehr als ein Gedenkort sein, betonte Schwesig. „Peenemünde soll ein Ort internationaler Begegnungen und der Friedenspädagogik sein. Mit dem Museum, mit Ausstellungen, Projekttagen und Workshops.“

Saisonverkehr der Bahn auf Usedom wird bis 7. Oktober verlängert

Insel Usedom – Die Züge zwischen Wolgast bzw. Trassenheide und Swinemünde Centrum werden bis einschließlich 7. Oktober tagsüber im Halbstundentakt fahren. Die Landesregierung hat den Vertrag mit der Deutschen Bahn über den Saisonfahrplan, der ursprünglich bis zum 23. September galt, entsprechend verlängert.

„Wir folgen damit den Hinweisen der Usedomer, dass auch im Monat September noch viele Urlauber auf der Insel sind, die besonders stark die Bahn nutzen. Da die Züge auch in den vergangenen Jahren meist bis Anfang Oktober verdichtet eingesetzt wurden, haben wir die DB Regio beauftragt, dies auch in diesem Jahr zu tun“, sagt Verkehrsminister Christian Pegel.

Der Saisonfahrplan im Rahmen des Verkehrsvertrags Usedom begann in diesem Jahr aufgrund des sehr frühen Himmelfahrttermins am 10. Mai früher als in den Vorjahren und hätte daher regulär auch früher geendet. „Die Deutsche Bahn fährt nun 14 Tage länger als ursprünglich vereinbart – und deckt damit auch noch die Woche um den 3. Oktober herum ab“, so Christian Pegel. Knapp 170.000 Euro nimmt die Landesregierung für diese Verlängerung in die Hand.

Für den Jahresfahrplan 2019 ist geplant, dass die Saisonregelung auf Usedom vom 25. Mai bis zum 6. Oktober 2019 gilt.

Dahlemann gratuliert FFW Ueckermünde zum 140. Vereinsjubiläum

Ueckermünde – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden gelobt.

„Seit 140 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr in Ueckermünde und Umgebung aktiv. 55 Mitglieder sind rund um die Uhr 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Dazu 24 Mitglieder in der Jugend- und 14 in der Floriangruppe, die zu Feuerwehrleuten ausgebildet werden. Gerade in diesem Sommer haben wir erlebt, wie wichtig die Freiwilligen Feuerwehren sind. Auch hier mussten sie in diesem Jahr zu zwei großen Waldbränden ausrücken. Auf ihre ehrenamtliche verantwortungsvolle Arbeit können sie sehr stolz sein. Herzlichen Glückwunsch zum 140. Geburtstag. Ich wünsche auch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.“

Die Feuerwehr sei aber nicht nur da, wenn es brennt oder ein anderer Notfall eintritt. „Ob Hafftage, Haff-Sail oder das Hafenfest – die Ueckermünder können sich auf ihre Feuerwehrleute verlassen. Sie kümmern sich nicht nur um notwendige Absicherungen. Mit ihren Vorführungen zeigen sie auch, was sie können und nutzen damit die Gelegenheit, um weitere Mitglieder zu werben. Und die brauchen wir dringend, überall in Vorpommern.“

Welcome Center leisten wichtige Arbeit in der Region

Greifswald – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute das Welcome Center Greifswald besucht. „Die Idee solcher Center hat mich sofort überzeugt. Menschen, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen oder ins Land zurückkommen wollen, erhalten hier wertvolle Hinweise rund um die Themen Arbeit, Wohnen, Familie, Freizeit und Naherholung. Darüber hinaus ist es eine gute Adresse für Unternehmen, wenn sie nach Fachkräften suchen. So ist das Welcome Center ein Dienstleister für Jung und Alt, für Arbeitssuchende und Unternehmer – und damit im Werben um Rückkehrer eine echte Bereicherung.

Die Errichtung des Greifswalder und Stralsunder Welcome Centers geht auf eine Initiative der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH für eine bessere Vermarktung der Region zurück. Sie sind Teil eines Maßnahmepakets zur Verbesserung des regionalen Standortmarketings sowie der Fachkräftesicherung und –Gewinnung in und für Vorpommern. Dazu gehören auch die Optimierung des Internetauftritts www.deutschlands-sonneneck.de, die Weiterentwicklung des Fachkräftemagazins „anbord“ und die Neuauflage einer Imagebroschüre. Aus dem Vorpommern-Fonds wurde dieses Gesamtpaket mit 86 400 Euro unterstützt.

Dahlemann: „Der Fachkräftebedarf und der demografische Wandel sind auch im Landesteil Vorpommern mit großen Herausforderungen verbunden. Wenn wir mit der Zeit gehen und Vorpommern für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Unternehmerinnen und Unternehmer noch attraktiver machen wollen, dann müssen wir etwas tun. Und ich finde, das Maßnahmepaket mit den Welcome Center ist dafür ein ganz wichtiger Schritt. Wir können sehr selbstbewusst deutschlandweit mit den einzigartigen Reizen Vorpommerns werben. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Work-life-Balance und unsere natürlichen Schätze sind die besten Argumente im Werben um die Rückkehrer. Das ist die größte Chance gerade für Vorpommern.“

Dahlemann: Land stärkt Wolgaster Vielfalt im Sport

Wolgast – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab heute einen Zuwendungsbescheid zur Förderung einer umfassenden Sanierung des Vereinsgebäudes des SSV Wolgast an die Vereinsführung.

„Durch einfache Reparaturarbeiten wäre das vorhandene Gebäude für die weitere Nutzung nicht mehr geeignet gewesen. Daher freue ich mich sehr, dass aus Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds – ELER“ der Trainings-und Wettkampfbetrieb aufrechterhalten werden kann. Das ist gut angelegtes Geld zur Stärkung des Sports“, sagte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Der Verein erhält für die Sanierung des Daches, der Beleuchtung, der Eingangstür und weiterer Maßnahmen Mittel in Höhe von 88.200 Euro. Der Umfang der gesamten Baumaßnahme umfasst ca.131.000 Euro. Der Sportschützenverein Wolgast besteht seit 1990 und hat derzeit 115 Mitglieder, davon 15 Kinder und Jugendliche.

„Die Wolgaster betreiben ihren Sport nicht nur im Bereich der Erwachsenen, sondern auch sehr erfolgreich im Schüler- und Jugendbereich. Das Projekt „Gemeinsam Sport in Schule und Verein“ wird von den Vereinsmitgliedern aktiv unterstützt. Dieses vielfältige ehrenamtliche Engagement der Mitglieder unterstützt die Landesregierung sehr gern, denn die Vielfalt im Sport ist wichtig für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt in Vorpommern“, betonte der Staatssekretär abschließend.

Inselstadt Usedom erneuert Straßenbeleuchtung

Insel Usedom – Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Stadt Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 367.880,70 Euro (Fördersatz 60 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Inselstadt plant die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen Karnin, Mönchow, Zecherin, Voßberg, Kölpin, Gneventhin, Wilhelmshof, Gellenthin, Weltzin, Ostklüne und Wilhelmsfelde auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 447 Natriumdampf-Hochdrucklampen werden durch genauso viele hocheffiziente LED-Leuchten ersetzt. Dabei sollen 201 Masten und rund neun Kilometer Kabel erneuert werden.

Pro Jahr können durch das Vorhaben rund 173.000 Kilowattstunden Strom und 102 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Schwesig sagt Millionen-Unterstützung für Peenemünde zu

Insel Usedom – Das Land wird den Aufbau einer neuen Dauerausstellung im Historisch-Technischen-Museum Peenemünde (HTM) mit 5 Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute während eines Besuchs des Museums an.

„Peenemünde ist ein wichtiger Lernort der NS-Geschichte. Für mich steht an erster Stelle, dass wir die Erinnerung daran wachhalten, welch schreckliche Waffen hier im 2. Weltkrieg entwickelt worden sind und unter welch unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hier leiden und arbeiten mussten. Zugleich war die in Peenemünde entwickelte und erprobte Technik Grundlage für die Entwicklung der Raumfahrt und damit für eine der größten Leistungen in der Technikgeschichte. Das Museum plant jetzt, die 17 Jahre alte Dauerausstellung unter Beteiligung eines internationalen wissenschaftlichen Beirats vollständig zu erneuern. Wir werden das von Seiten des Landes mit 5 Millionen Euro unterstützen. Und wir freuen uns darüber, dass der Bund Mittel in gleicher Höhe zugesagt hat“, sagte Schwesig bei ihrem Besuch.

Schwesig kündigte an, dass das Land weitere 1,2 Millionen Euro für den Erhalt des Sauerstoffwerks in Peenemünde aufwenden wird, falls der Bund den Antrag auf Denkmalschutzmittel der Gemeinde in gleicher Höhe positiv entscheidet. Der Antrag soll am Freitag gestellt werden. „Damit unterstützen wir die Gemeinde Peenemünde. Wir hoffen darauf, dass sich auch der Bund am Erhalt des denkmalgeschützten Sauerstoffwerks beteiligen wird.“

Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab die Ministerpräsidentin einen Fördermittelbescheid in Höhe von 95.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und des Bildungsministeriums zur Sanierung der Bunkerwarte. „Peenemünde ist für die Geschichte Vorpommerns von besonderer Bedeutung. Die Gemeinde hat ein besonders schweres historisches Erbe zu tragen. Wir unterstützen die Gemeinde dabei, dieses Erbe zu bewahren und die Zukunft zu gestalten“, so Dahlemann.

Baustart für Tourismus-Service-Zentrum in Heringsdorf

Insel Usedom – Erster Spatenstich: In Heringsdorf hat der Umbau für ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude zum Tourismus-Service-Zentrum offiziell begonnen. Künftig sollen dort auf 530 Quadratmetern die Touristinformation, der Sitz der Kurverwaltung, der Servicebereich für die Gastgeberbetreuung, die Bibliothek sowie öffentliche Toiletten untergebracht werden. „Im Herzen von Heringsdorf entsteht eine neue Visitenkarte der Gastlichkeit. Das Tourismus-Service-Zentrum wird mit seinem Angebot konsequent an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet und soll zum attraktiven Anlaufpunkt werden. Die Fokussierung auf herausragende Qualität in Service und Dienstleistung ist der zwingende Weg, um im touristischen Wettbewerb Schritt halten zu können“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das historische Kerngebäude ist ein wichtiges, ortsbildprägendes Zeugnis der Geschichte Heringsdorf. Auf einem Hügel in repräsentativer Zentrumslage von Heringsdorf wurde der typische „Delbrück-Bau“ in den Jahren 1874 bis 1884 errichtet und ist noch heute weitestgehend in seiner ursprünglichen architektonischen Gestalt erhalten. Das neue Tourismus-Service-Zentrum wird in der Ausstattung auf die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz abgestimmt. Das Gebäude wird behindertengerecht sowie zusätzlich mit einem Plattformlift im Außenbereich ausgestattet. Der transparent gehaltene Neubau schließt sich dem Kerngebäude an und wird unter anderem mit Foyer, Aufenthaltsbereich und einem Shop ausgestattet. Zudem ist geplant, die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte zu nutzen. „Die Verglasung des Gebäudes wird symbolisch die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums widerspiegeln – offen und einladend für Gäste und Einheimische sowie im Einklang mit der Umgebung in der repräsentativen Lage von Heringsdorf“, sagte Rudolph.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

„Der Tourismus hat für die Region Usedom und das ganze Land eine hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor. Um weiterhin im Wettbewerb um Gäste und Zufriedenheit vorn dabei zu sein, ist es unabdingbar, Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung als Schwerpunkte zu setzen. Das wird auch in der neuen Tourismuskonzeption angemessen Berücksichtigung finden“, betonte Rudolph.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,8 Millionen Euro.

Machbarkeitsstudie für Außenhafen der Insel Usedom auf den Weg gebracht

Insel Usedom – Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Außenhafens für Usedom ist auf den Weg gebracht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie mit ca. 50.000 Euro. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten. „Derzeit klafft zwischen den Häfen Kröslin und Swinemünde eine Lücke von etwa 33 Seemeilen ohne Hafen. Das muss geändert werden. Die Wassersportler fordern seit langem einen Lückenschluss an der Außenküste von Usedom. Mit der Machbarkeitsstudie wird der nach technischen und wirtschaftlichen Aspekten am besten umzusetzende Standort geprüft und nach Möglichkeit gefunden werden. Die Insel braucht einen Außenhafen – Destinationsentwicklung ist kein Selbstläufer. Wir müssen die Ärmel endlich hochkrempeln“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Entlang der Außenküste der Insel Usedom ist angedacht, einen neuen Außenhafen zu bauen. Jetzt sollen mit einer Machbarkeitsstudie samt Standortanalyse in Frage kommende Orte auf Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit, Folgekosten und nachhaltigen Küstenschutz untersucht werden. „Das Amt Usedom Süd hat in Abstimmung mit dem Amt Usedom Nord sowie den Gemeinden Heringsdorf, Zinnowitz, Zempin und Koserow die Koordinierung der Machbarkeitsstudie übernommen. Dafür bin ich dem Amtsvorsteher und seiner Mannschaft dankbar. Es wartet viel Arbeit auf die Kollegen. Geplant ist, die Ergebnisse zeitnah vorzulegen. Das gemeinsame und einvernehmliche Herangehen beider Ämter und der beteiligten Gemeinden ist beispielhaft. Hier wird zusammengearbeitet und über den gemeindlichen Tellerrand hinaus gedacht. Das ist eine gute Entwicklung auf der Insel“, hob Rudolph hervor.

Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden.

Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten im Wassertourismus tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt etwa zehn Prozent. „Investitionen an den Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum im Wassertourismus. Dabei geht es um gewerbliche Investitionen in touristische Einrichtungen wie Marinas und Sportboothäfen sowie auch Investitionen in die touristische Infrastruktur. Hier haben wir bereits eine Menge erreicht: Seebrücken, Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge erstrahlen in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen zu behaupten. Wir werden im Land weiter bei Investitionen auch in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph.

Die Investitionen für die Studie betragen rund 66.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gemeinden Zempin, Zinnowitz und Koserow übernehmen den Eigenanteil.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

Dahlemann: Zuwendungsbescheid für Usedomer Musikfestival

Insel Usedom – „Ich freue mich, dass ich heute einen Zuwendungsbescheid aus Mitteln des Strategiefonds in Höhe von rund 109 000 Euro an den Förderverein des Usedomer Musikfestivals übergeben kann“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Freitag in Peenemünde. Der Zuwendungsbescheid wurde vom Bildungsministerium ausgestellt.

Mit dieser Summe werden 800 Stühle und eine neue Bühne für die Kraftwerkshalle angeschafft, die neben Gutshäusern, Villen oder Kirchen zu den „begehrtesten Spielorten des Festivals auf der Sonneninsel zählt. Ich bin mir sicher, auch im Jubiläumsjahr werden namhafte Interpreten, Musiker und Dirigenten aus unserem Land und aus dem Ostseeraum ihr Publikum wieder begeistern. Ich freue mich auf das Eröffnungskonzert am 22. September in der Kraftwerkshalle und gratuliere dem Festival zum 25. Geburtstag“.

Das Usedomer Musikfestival sei eine Perle der Kulturszene Vorpommerns. „Als fester Bestandteil des Musiklandes Mecklenburg-Vorpommern macht es wie das Theaterzelt Chapeau Rouge, das Internationale Kleinkunstfestival und „Jazz we can“ in Heringsdorf, die Vineta-Festspiele in Zinnowitz oder die Literaturtage auf ganz Usedom die Urlaubsdestination für viele Gäste noch attraktiver“, so Dahlemann. „Das ist ein Markenzeichen für Vorpommern.“

Umbau der Kreuzung in der Ortsdurchfahrt Strasburg

Strasburg – Für den Umbau der Kreuzung der Landesstraße 32 mit der Kreisstraße VG 65 in der Ortsdurchfahrt Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält der Landkreis vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss von 76.400 Euro. Die förderfähigen Ausgaben betragen rund 100.000 Euro.

Die Stadt Strasburg erhält für diese Maßnahme einen Zuschuss in Höhe von knapp 50.000 Euro. Hier liegen die förderfähigen Ausgaben bei rund 65.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Gegenwärtig ist die Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtlich. Mit dem Umbau zum Minikreisverkehr soll sich die Sicherheit deutlich verbessern. Im Zuge dieser Maßnahme werden auch die vorhandenen Nebenanlagen und die Straßenentwässerung erneuert. Im Bereich der Kreuzung werden zudem 32 Meter der Kreisstraße grundhaft ausgebaut. Die Fabrikstraße wird mit leichtem Versatz an die Landesstraße angebunden und auf rund 56 Metern grundhaft ausgebaut.

Rund 8 Mio. Euro zur weiteren Entschuldung des Landkreises Vorpommern-Greifswald

Greifswald – Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier übergab in Greifswald an den Vize-Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Herrn Jörg Hasselmann einen Zuweisungsbescheid aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds in Höhe von rund 8.0 Mio. Euro.

Bereits mit seinem Doppelhaushalt 2018/2019 führt der Landkreis den positiven Trend der letzten Jahre fort, das geplante Jahresdefizit liegt für 2018 bei 4,0 Mio. EUR, im Folgejahr soll dann ein Überschuss i. H. v. 2,8 Mio. EUR erwirtschaftet werden.

„Mit dem geplanten jahresbezogenen Haushaltsausgleich im kommenden Jahr erreicht der Landkreis ein wichtiges Etappenziel“, lobt Innenminister Lorenz Caffier. „Dies ist nicht zuletzt dem hohen Engagement des Kreistages und der Verwaltung im Landkreis zu verdanken. Es ist mir wichtig, dass wir diese Konsolidierungsbemühungen unterstützen, auch mit zusätzlichen Zuweisungen außerhalb der Vereinbarungen im Konsolidierungsvertrag, den wir im Juli 2017 mit dem Landkreis unterzeichnet hatten.“

Mit der im Februar dieses Jahres erfolgten Änderung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) wurde unter dem Namen „Kommunaler Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern“ ein Sondervermögen errichtet. Das Sondermögen ist mit insgesamt 70,23 Mio. EUR ausgestattet. Ein Teilbetrag in Höhe von 35 Mio. Euro soll im Haushaltsjahr 2018 der Aufstockung der im Kommunalen Haushaltskonsolidierungsfonds zur Verfügung stehenden Mittel für Kommunen dienen, die, wie die der Landkreis Vorpommern-Greifswald, mit dem Innenministerium eine Konsolidierungsvereinbarung abgeschlossen haben bzw. abschließen werden. Die anderen rund 35 Mio. Euro fließen in den Jahren 2018 und 2019 an Gemeinden, die nicht Zuweisungsempfänger aus dem Kommunalen Haushaltskonsolidierungsfonds sind.

Zuschuss für Ausbau des Möskenwegs in Zinnowitz

Insel Usedom – Für den Ausbau des Möskenwegs im Ostseebad Zinnowitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält die Gemeinde vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von rund 630.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Gemeinde Ostseebad Zinnowitz plant, den Möskenweg in zwei Bauabschnitten grundhaft auszubauen. Die Fahrbahn soll in acht Metern Breite mit Asphalt befestigt werden. An den Rändern werden zum Schutz der Radfahrer 1,50 Meter breite Schutzstreifen markiert. Die beidseitigen Gehwege werden in einer Breite von mindestens zwei Metern mit Betonrechteckpflaster hergestellt. Zudem wird die Straßenentwässerung komplett erneuert. Im Bereich der Zufahrten zu den Supermärkten wird die Fahrbahn aufgeweitet und mit Linksabbiegefahrsteifen und Mittelinsel versehen. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt. Die zuwendungsfähigen Ausgaben des knapp 425 Meter langen zweiten Bauabschnitts vom Bahnübergang bis zum Gnitzer Weg liegen bei knapp einer Million Euro. Die Gesamtausgaben betragen rund zwei Millionen Euro.

Der Möskenweg ist die Hauptzufahrtsstraße von der Bundesstraße B 111 in den Ortskern und zur Promenade von Zinnowitz. Die 6,50 Meter breite Fahrbahn weist Spurrinnen, Asphaltausbrüche und Flickstellen auf.