Schwesig sagt Millionen-Unterstützung für Peenemünde zu

Insel Usedom – Das Land wird den Aufbau einer neuen Dauerausstellung im Historisch-Technischen-Museum Peenemünde (HTM) mit 5 Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute während eines Besuchs des Museums an.

„Peenemünde ist ein wichtiger Lernort der NS-Geschichte. Für mich steht an erster Stelle, dass wir die Erinnerung daran wachhalten, welch schreckliche Waffen hier im 2. Weltkrieg entwickelt worden sind und unter welch unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hier leiden und arbeiten mussten. Zugleich war die in Peenemünde entwickelte und erprobte Technik Grundlage für die Entwicklung der Raumfahrt und damit für eine der größten Leistungen in der Technikgeschichte. Das Museum plant jetzt, die 17 Jahre alte Dauerausstellung unter Beteiligung eines internationalen wissenschaftlichen Beirats vollständig zu erneuern. Wir werden das von Seiten des Landes mit 5 Millionen Euro unterstützen. Und wir freuen uns darüber, dass der Bund Mittel in gleicher Höhe zugesagt hat“, sagte Schwesig bei ihrem Besuch.

Schwesig kündigte an, dass das Land weitere 1,2 Millionen Euro für den Erhalt des Sauerstoffwerks in Peenemünde aufwenden wird, falls der Bund den Antrag auf Denkmalschutzmittel der Gemeinde in gleicher Höhe positiv entscheidet. Der Antrag soll am Freitag gestellt werden. „Damit unterstützen wir die Gemeinde Peenemünde. Wir hoffen darauf, dass sich auch der Bund am Erhalt des denkmalgeschützten Sauerstoffwerks beteiligen wird.“

Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab die Ministerpräsidentin einen Fördermittelbescheid in Höhe von 95.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und des Bildungsministeriums zur Sanierung der Bunkerwarte. „Peenemünde ist für die Geschichte Vorpommerns von besonderer Bedeutung. Die Gemeinde hat ein besonders schweres historisches Erbe zu tragen. Wir unterstützen die Gemeinde dabei, dieses Erbe zu bewahren und die Zukunft zu gestalten“, so Dahlemann.

Baustart für Tourismus-Service-Zentrum in Heringsdorf

Insel Usedom – Erster Spatenstich: In Heringsdorf hat der Umbau für ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude zum Tourismus-Service-Zentrum offiziell begonnen. Künftig sollen dort auf 530 Quadratmetern die Touristinformation, der Sitz der Kurverwaltung, der Servicebereich für die Gastgeberbetreuung, die Bibliothek sowie öffentliche Toiletten untergebracht werden. „Im Herzen von Heringsdorf entsteht eine neue Visitenkarte der Gastlichkeit. Das Tourismus-Service-Zentrum wird mit seinem Angebot konsequent an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet und soll zum attraktiven Anlaufpunkt werden. Die Fokussierung auf herausragende Qualität in Service und Dienstleistung ist der zwingende Weg, um im touristischen Wettbewerb Schritt halten zu können“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das historische Kerngebäude ist ein wichtiges, ortsbildprägendes Zeugnis der Geschichte Heringsdorf. Auf einem Hügel in repräsentativer Zentrumslage von Heringsdorf wurde der typische „Delbrück-Bau“ in den Jahren 1874 bis 1884 errichtet und ist noch heute weitestgehend in seiner ursprünglichen architektonischen Gestalt erhalten. Das neue Tourismus-Service-Zentrum wird in der Ausstattung auf die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz abgestimmt. Das Gebäude wird behindertengerecht sowie zusätzlich mit einem Plattformlift im Außenbereich ausgestattet. Der transparent gehaltene Neubau schließt sich dem Kerngebäude an und wird unter anderem mit Foyer, Aufenthaltsbereich und einem Shop ausgestattet. Zudem ist geplant, die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte zu nutzen. „Die Verglasung des Gebäudes wird symbolisch die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums widerspiegeln – offen und einladend für Gäste und Einheimische sowie im Einklang mit der Umgebung in der repräsentativen Lage von Heringsdorf“, sagte Rudolph.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

„Der Tourismus hat für die Region Usedom und das ganze Land eine hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor. Um weiterhin im Wettbewerb um Gäste und Zufriedenheit vorn dabei zu sein, ist es unabdingbar, Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung als Schwerpunkte zu setzen. Das wird auch in der neuen Tourismuskonzeption angemessen Berücksichtigung finden“, betonte Rudolph.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,8 Millionen Euro.

Machbarkeitsstudie für Außenhafen der Insel Usedom auf den Weg gebracht

Insel Usedom – Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Außenhafens für Usedom ist auf den Weg gebracht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie mit ca. 50.000 Euro. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten. „Derzeit klafft zwischen den Häfen Kröslin und Swinemünde eine Lücke von etwa 33 Seemeilen ohne Hafen. Das muss geändert werden. Die Wassersportler fordern seit langem einen Lückenschluss an der Außenküste von Usedom. Mit der Machbarkeitsstudie wird der nach technischen und wirtschaftlichen Aspekten am besten umzusetzende Standort geprüft und nach Möglichkeit gefunden werden. Die Insel braucht einen Außenhafen – Destinationsentwicklung ist kein Selbstläufer. Wir müssen die Ärmel endlich hochkrempeln“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Entlang der Außenküste der Insel Usedom ist angedacht, einen neuen Außenhafen zu bauen. Jetzt sollen mit einer Machbarkeitsstudie samt Standortanalyse in Frage kommende Orte auf Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit, Folgekosten und nachhaltigen Küstenschutz untersucht werden. „Das Amt Usedom Süd hat in Abstimmung mit dem Amt Usedom Nord sowie den Gemeinden Heringsdorf, Zinnowitz, Zempin und Koserow die Koordinierung der Machbarkeitsstudie übernommen. Dafür bin ich dem Amtsvorsteher und seiner Mannschaft dankbar. Es wartet viel Arbeit auf die Kollegen. Geplant ist, die Ergebnisse zeitnah vorzulegen. Das gemeinsame und einvernehmliche Herangehen beider Ämter und der beteiligten Gemeinden ist beispielhaft. Hier wird zusammengearbeitet und über den gemeindlichen Tellerrand hinaus gedacht. Das ist eine gute Entwicklung auf der Insel“, hob Rudolph hervor.

Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden.

Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten im Wassertourismus tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt etwa zehn Prozent. „Investitionen an den Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum im Wassertourismus. Dabei geht es um gewerbliche Investitionen in touristische Einrichtungen wie Marinas und Sportboothäfen sowie auch Investitionen in die touristische Infrastruktur. Hier haben wir bereits eine Menge erreicht: Seebrücken, Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge erstrahlen in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen zu behaupten. Wir werden im Land weiter bei Investitionen auch in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph.

Die Investitionen für die Studie betragen rund 66.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gemeinden Zempin, Zinnowitz und Koserow übernehmen den Eigenanteil.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

Dahlemann: Zuwendungsbescheid für Usedomer Musikfestival

Insel Usedom – „Ich freue mich, dass ich heute einen Zuwendungsbescheid aus Mitteln des Strategiefonds in Höhe von rund 109 000 Euro an den Förderverein des Usedomer Musikfestivals übergeben kann“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Freitag in Peenemünde. Der Zuwendungsbescheid wurde vom Bildungsministerium ausgestellt.

Mit dieser Summe werden 800 Stühle und eine neue Bühne für die Kraftwerkshalle angeschafft, die neben Gutshäusern, Villen oder Kirchen zu den „begehrtesten Spielorten des Festivals auf der Sonneninsel zählt. Ich bin mir sicher, auch im Jubiläumsjahr werden namhafte Interpreten, Musiker und Dirigenten aus unserem Land und aus dem Ostseeraum ihr Publikum wieder begeistern. Ich freue mich auf das Eröffnungskonzert am 22. September in der Kraftwerkshalle und gratuliere dem Festival zum 25. Geburtstag“.

Das Usedomer Musikfestival sei eine Perle der Kulturszene Vorpommerns. „Als fester Bestandteil des Musiklandes Mecklenburg-Vorpommern macht es wie das Theaterzelt Chapeau Rouge, das Internationale Kleinkunstfestival und „Jazz we can“ in Heringsdorf, die Vineta-Festspiele in Zinnowitz oder die Literaturtage auf ganz Usedom die Urlaubsdestination für viele Gäste noch attraktiver“, so Dahlemann. „Das ist ein Markenzeichen für Vorpommern.“

Umbau der Kreuzung in der Ortsdurchfahrt Strasburg

Strasburg – Für den Umbau der Kreuzung der Landesstraße 32 mit der Kreisstraße VG 65 in der Ortsdurchfahrt Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält der Landkreis vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss von 76.400 Euro. Die förderfähigen Ausgaben betragen rund 100.000 Euro.

Die Stadt Strasburg erhält für diese Maßnahme einen Zuschuss in Höhe von knapp 50.000 Euro. Hier liegen die förderfähigen Ausgaben bei rund 65.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Gegenwärtig ist die Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer unübersichtlich. Mit dem Umbau zum Minikreisverkehr soll sich die Sicherheit deutlich verbessern. Im Zuge dieser Maßnahme werden auch die vorhandenen Nebenanlagen und die Straßenentwässerung erneuert. Im Bereich der Kreuzung werden zudem 32 Meter der Kreisstraße grundhaft ausgebaut. Die Fabrikstraße wird mit leichtem Versatz an die Landesstraße angebunden und auf rund 56 Metern grundhaft ausgebaut.

Rund 8 Mio. Euro zur weiteren Entschuldung des Landkreises Vorpommern-Greifswald

Greifswald – Innen- und Kommunalminister Lorenz Caffier übergab in Greifswald an den Vize-Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald Herrn Jörg Hasselmann einen Zuweisungsbescheid aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds in Höhe von rund 8.0 Mio. Euro.

Bereits mit seinem Doppelhaushalt 2018/2019 führt der Landkreis den positiven Trend der letzten Jahre fort, das geplante Jahresdefizit liegt für 2018 bei 4,0 Mio. EUR, im Folgejahr soll dann ein Überschuss i. H. v. 2,8 Mio. EUR erwirtschaftet werden.

„Mit dem geplanten jahresbezogenen Haushaltsausgleich im kommenden Jahr erreicht der Landkreis ein wichtiges Etappenziel“, lobt Innenminister Lorenz Caffier. „Dies ist nicht zuletzt dem hohen Engagement des Kreistages und der Verwaltung im Landkreis zu verdanken. Es ist mir wichtig, dass wir diese Konsolidierungsbemühungen unterstützen, auch mit zusätzlichen Zuweisungen außerhalb der Vereinbarungen im Konsolidierungsvertrag, den wir im Juli 2017 mit dem Landkreis unterzeichnet hatten.“

Mit der im Februar dieses Jahres erfolgten Änderung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) wurde unter dem Namen „Kommunaler Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern“ ein Sondervermögen errichtet. Das Sondermögen ist mit insgesamt 70,23 Mio. EUR ausgestattet. Ein Teilbetrag in Höhe von 35 Mio. Euro soll im Haushaltsjahr 2018 der Aufstockung der im Kommunalen Haushaltskonsolidierungsfonds zur Verfügung stehenden Mittel für Kommunen dienen, die, wie die der Landkreis Vorpommern-Greifswald, mit dem Innenministerium eine Konsolidierungsvereinbarung abgeschlossen haben bzw. abschließen werden. Die anderen rund 35 Mio. Euro fließen in den Jahren 2018 und 2019 an Gemeinden, die nicht Zuweisungsempfänger aus dem Kommunalen Haushaltskonsolidierungsfonds sind.

Zuschuss für Ausbau des Möskenwegs in Zinnowitz

Insel Usedom – Für den Ausbau des Möskenwegs im Ostseebad Zinnowitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält die Gemeinde vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von rund 630.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Gemeinde Ostseebad Zinnowitz plant, den Möskenweg in zwei Bauabschnitten grundhaft auszubauen. Die Fahrbahn soll in acht Metern Breite mit Asphalt befestigt werden. An den Rändern werden zum Schutz der Radfahrer 1,50 Meter breite Schutzstreifen markiert. Die beidseitigen Gehwege werden in einer Breite von mindestens zwei Metern mit Betonrechteckpflaster hergestellt. Zudem wird die Straßenentwässerung komplett erneuert. Im Bereich der Zufahrten zu den Supermärkten wird die Fahrbahn aufgeweitet und mit Linksabbiegefahrsteifen und Mittelinsel versehen. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Ende des Jahres fertiggestellt. Die zuwendungsfähigen Ausgaben des knapp 425 Meter langen zweiten Bauabschnitts vom Bahnübergang bis zum Gnitzer Weg liegen bei knapp einer Million Euro. Die Gesamtausgaben betragen rund zwei Millionen Euro.

Der Möskenweg ist die Hauptzufahrtsstraße von der Bundesstraße B 111 in den Ortskern und zur Promenade von Zinnowitz. Die 6,50 Meter breite Fahrbahn weist Spurrinnen, Asphaltausbrüche und Flickstellen auf.

Gemeinde Rubkow erneuert Straßenbeleuchtung

Rubkow – Die Gemeinde Rubkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erhält für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde mit den Ortsteilen Rubkow, Daugzin und Bömitz einen Zuschuss in Höhe von 39.272,68 Euro (Fördersatz 60 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Es ist geplant, die 42 vorhandenen Quecksilberdampflampen durch genauso viele hocheffiziente LED-Leuchten inklusive Maste zu ersetzen. Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Es können pro Jahr rund 17.000 Kilowattstunden Strom und knapp zehn Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Drese und Dahlemann stellen Jugend und Soziales in den Tour-Mittelpunkt

Schwerin – Jugend und Soziales standen im Mittelpunkt der heutigen Vorpommern-Tour des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann, die er am Montag gemeinsam mit Sozialministerin Stefanie Drese absolvierte.

Sie besuchten die Kita Storchennest in Ferdinandshof, das Mehrgenerationshaus in Torgelow und das Zentrum für Erlebnispädagogik und Umweltbildung ZERUM in Ueckermünde. Am Abend trafen sich beide mit dem Jugendparlament der Stadt Anklam zu einem Grillabend.

Beim Besuch der Kita „Storchennest“ stand die geplante Beitragsbefreiung der Eltern im Mittelpunkt des Gesprächs. „Gerade in Regionen, wo die Löhne leider immer noch geringer als im Durchschnitt sind, entlasten wir Eltern damit enorm. Nicht selten müssen Familien bis zu einem Viertel ihres Einkommens für Kita-Gebühren aufbringen. Durch die Geschwisterkindentlastung 2019 und die komplette Beitragsfreiheit zum 2020 helfen wir vor allem diesen Familien enorm“, verdeutlichte Ministerin Drese.

„Im Mehrgenerationenhaus haben wir erlebt, wie wichtig es ist, dass sich Jung und Alt begegnen, Spaß miteinander haben und voneinander lernen. Das trifft für die Kinder genauso zu wie für die ältere Generation“, betonte Dahlemann. Unter dem Dach des MGH befinden sich u.a. ein Offener Treff, eine Begegnungsstätte der Senioren, eine kleine Kita, eine Tagespflege, die seniorTrainer-Agentur und die MitMachZentrale, sowie viele weitere Angebote im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe. „Etwa 25.000 Menschen nutzen die vielen Angebote jährlich. Wenn Menschen füreinander da sind, stärkt das den sozialen Zusammenhalt. Dazu leistet die Volkssolidarität als Träger des Mehrgenerationenhauses eine wichtige Arbeit, die großen Respekt verdient“, sagte Drese.

Gleiches gelte für das ZERUM in Ueckermünde. Dahlemann: „Im Schullandheim mit barrierefreien Hafen am Stettiner Haff stehen Umweltbildung und konsequente Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen ganz im Mittelpunkt. Auch hier gilt: miteinander Freude haben, voneinander lernen. Von einem solchen Engagement brauchen wir noch viel mehr in Vorpommern.“

Dahlemann sagt Zirchow Unterstützung zu

Insel Usedom – Mit fünf Terminen auf der Insel Usedom startet der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute in seine Vorpommerntour.

Erste Station war am Morgen die Gemeinde Zirchow, in der sich viele Bürgerinnen und Bürger für den Bau einer Ortsumgehung einsetzen. „Die Landesregierung unterstützt diesen Wunsch. Zirchow ist schon heute durch den Durchgangsverkehr stark belastet. Diese Belastung wird vermutlich noch steigen, wenn der Tunnel in Swinemünde eröffnet wird. Es geht hier um Lebensqualität und um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, vor allem der Kinder im Ort“, erklärte Dahlemann im Anschluss an das Gespräch.

Deshalb seien zwei Dinge wichtig. „Wir brauchen eine Ortsumgehung. Der Bau wird nur möglich sein, wenn der Bund eine Ausnahme erteilt. Dazu ist das Land in guten Gesprächen mit dem Bund. Wir hoffen demnächst auf eine schriftliche Zusage vom Bundesverkehrsminister. Ich bin allen sehr dankbar, die das auf ihrer Ebene unterstützten. Und es gibt den Wunsch, dass bis zum Bau der Ortsumgehung die Verkehrsgeschwindigkeit in Zirchow auf Tempo 30 herabgesetzt wird. Dazu bin ich mit dem Landkreis und dem Verkehrsministerium im Gespräch“, sagte der Staatssekretär.

Mit seinem Besuch vor Ort löste Dahlemann eine Zusage ein, die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Vorpommern-Staatssekretär der Bürgerinitiative bei einer Demonstration vor dem Schweriner Landtag gegeben hatten.

Am Nachmittag übergibt Dahlemann einen Fördermittelbescheid in Höhe von 17.000 Euro an die Interessengemeinschaft Neeberg „Krumminer Wieck e.V.“. Mit diesen Mitteln sollen die Hafenbefestigung und der Badesteg an der Krumminer Wieck saniert werden. „Hafen und Steg werden von Einheimischen und zunehmend auch von Touristen genutzt. Mit der Sanierung leisten wir auch einen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft auf Usedom“, so der Staatssekretär.

Oberbürgermeister aus Rheinland-Pfalz informiert sich über Kur- und Heilwald auf Usedom

Insel Usedom – Unter Leitung des Oberbürgermeisters von Lahnstein, Peter Labonte, haben sich am Montag etwa 15 Vertreter der kommunalen Verwaltung sowie aus Gesundheit und Politik der Stadt Lahnstein (Rheinland-Pfalz) über den Kur- und Heilwald in Heringsdorf (Insel Usedom) informiert. „Die Idee des ersten prädikatisierten Kur- und Heilwaldes in Deutschland stößt auf großes Interesse. Wir haben durch die Prädikatisierung des Kur- und Heilwaldes gemeinsam mit der Gemeinde Heringsdorf ein Alleinstellungsmerkmal definiert. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Gesundheitstourismus und prädikatisierter Wald lassen sich hier vor Ort in wunderbarer Weise miteinander verbinden. Das sucht deutschlandweit Seinesgleichen. Die Stadt Lahnstein in Rheinland-Pfalz und ihr Oberbürgermeister haben das Gesundheits- und Wirtschaftspotential solcher Prädikatisierung erkannt. Wir unterstützen Lahnstein sehr gerne bei der Idee, ebenso erfolgreich zu arbeiten. Innenminister Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz) und unser Wirtschaftsminister Harry Glawe haben gerne die Schirmherrschaft dieses partnerschaftlichen Miteinanders übernommen. Deutschland wird so im Wettbewerb mit anderen Gesundheitstourismusdestinationen gestärkt. Wir brauchen mehr solcher innovativen Ideen, die in die Praxis umgesetzt werden. So können wir kontinuierlich neue touristische Zielgruppen auf unser Land aufmerksam machen und im Wettbewerb mit anderen Schritt halten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Auf der Insel Usedom wurde in Heringsdorf im vergangenen Jahr der erste deutsche Kur- und Heilwald ausgewiesen. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern. Der Besuch im Kur- und Heilwald ist wegen seines hohen Sauerstoffgehalts beispielsweise für die Behandlung von Atemwegserkrankungen interessant. „Neben den gesundheitlichen Aspekten zur Prävention und Rehabilitation von Krankheiten schaffen wir mit dem Kur- und Heilwald neue Angebote für Aktivurlauber in unserem Land. Der Wald ist auch ein Beitrag zur Saisonverlängerung in der Region. Der Kur- und Heilwald ist das ganze Jahr über begehbar“, so Rudolph weiter.

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 durch Professor Horst Klinkmann thematisiert worden und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwälder im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt sowie neben Heringsdorf mit weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten, darunter zum Beispiel Waren (Müritz), Plau am See, Sassnitz, Bad Doberan, Heringsdorf, Graal-Müritz, Krakow am See, Klink und Baabe weiter um.

Im Zeitraum Januar bis März 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom 176.036 Ankünfte (+0,6 Prozent) und 711.226 Übernachtungen (3,5 Prozent) verzeichnet. Das Seeheilbad Heringsdorf kann seit 2014 stetig steigende Ankunfts- und Übernachtungszahlen verzeichnen. So stiegen die Ankünfte 2017 um 1,3 Prozent und die Übernachtungen leicht um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Ziel ist es, das die Insel als Ganzes als Lebensort für die Anwohner sowie als Ausflugs- und Urlaubsziel für Gäste noch attraktiver wird. Die Investitionen in die touristische Infrastruktur, der Ausbau des Freizeitangebotes und die Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten machen sich bemerkbar. Wichtig ist, dass der Tourismus seine stabilisierende Kraft innerhalb der heimischen Wirtschaft vor allen Dingen auch in der Vor- und Nachsaison noch intensiver entfaltet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau saisonverlängernder Maßnahmen auch künftig“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Meldepflichtiges Ereignis im stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin/Greifswald

Greifswald – Im stillgelegten Block 4 des Kernkraftwerkes Lubmin/Greifswald kam es am 26. April 2018 zu einem meldepflichtigen Ereignis der geringsten Meldestufe N.

Während der Erprobung einer Zerlegetechnik unter Wasser an einem nicht radioaktiven Versuchskörper kam es zu einer Verpuffung. Die Erprobung fand in Anwesenheit eines Vertreters des Ministeriums für Inneres und Europa (Aufsichtsbehörde) und von Sachverständigen statt. Es gab weder Personen- und Sachschäden, noch radiologische Auswirkungen oder eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Erprobung fand auch nicht im Bereich der abgestellten Castoren statt. Die Ursachenermittlung läuft.

Staatssekretär Thomas Lenz betont: „Die kerntechnische Sicherheit der Anlage stehen ebenso wie der Strahlenschutz des Personals und der Bevölkerung zu jeder Zeit im Mittelpunkt, deshalb ist es wichtig, dass Verfahren vor ihrer Anwendung erprobt werden.“

Die EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH hat das Ereignis der Aufsichtsbehörde am 2. Mai 2018 und damit innerhalb der atomrechtlich vorgegebenen Frist von fünf Werktagen gemeldet. Die erforderlichen weiteren Meldungen an die zuständigen Bundesbehörden sind erfolgt.

Altwarper Dünenschäferei als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet

Altwarp – Für ihr Vorhaben „Der Dünenschäfer kehrt zurück“ erhielten der Landwirtschaftsbetrieb Tierproduktion Haffküste, der Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz und die DBU Naturerbe GmbH als Flächeneigentümerin heute Mittag in Altwarp (Landkreis Vorpommern-Greifswald) aus den Händen von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus die Auszeichnung als „UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt“.

Die Vereinten Nationen hatten 2011 das Jahrzehnt bis 2020 als „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgerufen. Seit 2012 werden in diesem Rahmen herausragende Projekte vorgestellt und geehrt.

„Die drei Projektpartner setzen sich beispielgebend für den Erhalt der biologische Vielfalt ein“, sagte Minister Backhaus bei der Ehrung im Naturschutzgebiet „Altwarper Binnendünen“. Mit dem Projekt wird auf der Altwarper Binnendüne nach 50 Jahren ohne Schafe wieder eine Schafbeweidung eingeführt; das Herdenmanagement übernimmt eine ortsansässige Altwarperin als „Dünenschäferin“. „Die Beteiligten haben sich leidenschaftlich der nachhaltigen Nutzung der Binnendüne verschrieben, die sich ins Nationale Naturerbe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eingegliedert“, so der Minister. Das Besondere an dem Projekt sei neben der Wiederaufnahme der kulturhistorischen Nutzungsform und dem Einsatz des Rauwolligen Pommerschen Landschafes als ursprüngliches Schaf der Küstenregion auch die Beweidung als „Umtriebsweide“, die es erlaubt, die Binnendüne weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten.

Die naturschutzgerechte Beweidung der Binnendüne wirke der Verbuschung und der Ausbreitung des krautigen Land-Reitgrases entgegen. „Damit bleiben die offenen Binnendünen mit ihren typischen Strukturen und den charakteristischen Tier- und Pflanzenarten erhalten. Sandmagerrasen und offene Dünen gehören zu den faszinierendsten und besonders gefährdeten Lebensräumen unserer Heimat. Deshalb bedürfen sie des besonderen Schutzes und gezielter Pflegemaßnahmen“, unterstrich Dr. Backhaus.

Die Altwarper Binnendünen, der Neuwarper See und der Riehter Werder waren vor knapp 30 Jahren als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden. Bis 1970 wurden die Dünen von den Schafen beweidet. „Nach fast 50 Jahren ist es gelungen, diese alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Der Dünenschäfer ist zurückgekehrt“, sagte der Minister und richtete Dank und Anerkennung an alle Mitwirkenden.

Eröffnung des Hauses des Gastes im Ostseebad Zinnowitz

Zinnowitz – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag gemeinsam mit kommunalen Vertretern sowie Gästen aus Verwaltung und Wirtschaft das Haus des Gastes in Zinnowitz (Insel Usedom) eröffnet. „Die umfangreichen Investitionen haben sich gelohnt. Mit dem Haus wird die Attraktivität des Ostseebades weiter erhöht. Die neue Begegnungsstätte ermöglicht zusätzliche Angebote insbesondere in der Vor- und Nachsaison. Es ist ein moderner Treffpunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen entstanden. Die Bedingungen haben sich vor Ort deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe (zweiter von links) hat das „Haus des Gastes“ im Ostseebad Zinnowitz offiziell eröffnet. Fotoquelle WM

„Mit dem baulichen und räumlichen Zuwachs zur bisherigen Kurverwaltung hat jetzt der gesamte Service Platz im Haus. Im Obergeschoss sind zudem ein Kreativraum als zusätzliches Angebot, saisonverlängernde Maßnahme und witterungsunabhängiges Angebot und ein kleiner Saal entstanden, in dem bei Veranstaltungen 70 bis 80 Personen Platz finden werden. Das fehlte bisher in Zinnowitz“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Bei dem Vorhaben sind unter anderem der Gäste- und Verwaltungsbereich getrennt worden. Verkehrsflächen, wie Vorräume, Flure und Treppen wurden vergrößert. Darüber hinaus sind zusätzliche sanitäre Anlagen sowie Büro- und Lagerflächen entstanden. Im Gebäude wurde ein Aufzug gebaut.

Darüber hinaus wurde das Haus des Gastes mit dem dreistufigen Qualitätsmanagementsystem „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert. Wirtschaftsminister Glawe hat gemeinsam mit kommunalen Vertretern im Foyer das Siegel enthüllt. „Das Gütesiegel hilft Unternehmen und Einrichtungen wie Häusern des Gastes, ihren Service weiter zu entwickeln und zu verbessern. An dem „Q“-Siegel kann der Gast erkennen, dass auf Grundlage der Gästeerwartungen kontinuierlich und intensiv an der Perfektionierung der ServiceQualität hier vor Ort gearbeitet wird“, erläuterte Glawe weiter.

Weiterhin verfügt Zinnowitz über das Siegel „Reisen für Alle“. „Bei der Errichtung des Haus des Gastes in Zinnowitz wurde großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt. So bietet das Haus des Gastes nicht nur bauliche Vorteile für Menschen mit körperlichen Behinderungen, sondern geht auch auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen ein.

Das Ostseebad Zinnowitz ist ein positives Beispiel für einen barrierefreien Urlaub entlang der touristischen Servicekette. So bietet das Ostseebad neben entsprechenden Unterkünften auch spezialisierte Transporte und zwei behindertenfreundliche Strandzugänge an. Die wassertauglichen Strandrollis ermöglichen es Urlaubern mit Behinderungen sogar ins Wasser zu kommen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat die Errichtung des Hauses des Gastes über die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 602.000 Euro unterstützt. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte abschließend den Planern, Architekten, Bauleuten und der Kommune für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens.

Erweiterungsbau der Fachklinik „Klaus Störtebeker“ fertiggestellt

Insel Usedom – In Kölpinsee (Insel Usedom) hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe den Neubau der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand offiziell in Betrieb genommen. Vor Ort sind 14 neue Patientenappartements für Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen zusätzlich zu den fünf bereits vorhandenen entstanden. „Mit dem Neubau bietet sich Müttern und Vätern in Familienverantwortung mit ihren Kindern eine gute Möglichkeit, Kraft für den Alltag zu tanken. Die komfortable Unterbringung, das vielseitige Behandlungsangebot und die erholsame Natur ergänzen sich in besonderer Weise“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Träger der Fachklinik „Klaus Störtebeker“ ist die Johannisbad Usedom AG & Co. KG. Die Ostseestrandklinik mit 270 Betten besteht aus zwei Bereichen – einer Klinik zur Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie einer weiteren Klinik für Vorsorgemaßnahmen für Mütter und Väter in Familienverantwortung. Kinder können in der Regel bis zum Alter von zwölf Jahren mitfahren. „In der Fachklinik Klaus Störtebeker wird die Basis geschaffen, um Familien zu stärken. Das gilt für die Eltern, die während der Vorsorgemaßnahme lernen, die Balance zwischen Privat- und Berufsleben besser zu schaffen. Und besonders für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, frühzeitig den Grundstein für ein möglichst gesundes Leben zu legen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben sich insgesamt 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen angesiedelt. Davon 30 für Erwachsene, acht für erwachsene Suchtkranke und 22 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen. Die 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtung in M-V verfügen über 10.383 Betten. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden rund 129.000 Patienten bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 23,7 Tagen stationär behandelt. In den Kliniken arbeiten 484 Ärzte. Die Zahl des nichtärztlichen Personals beträgt 5.033.

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand in Kölpinsee auf Usedom ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf stationäre Vorsorgemaßnahmen für Eltern und Kinder sowie auf Kinder- und Jugendrehabilitation. Im Mittelpunkt der Vorsorgemaßnahmen stehen Mütter und Väter mit psychosomatischen Beschwerden, Erkrankungen von Atemwegen, Haut, Stoffwechsel und Bewegungsapparat. Die Einrichtung bietet derzeit Platz für 48 Erwachsene mit bis zu 72 Kindern in der Regel bis zwölf Jahren in den stationären Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen.

In der Kinderrehabilitation können 95 Kinder behandelt werden. Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand führt Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten vom Säuglingsalter bis zum 18. Lebensjahr durch mit Krankheiten der Haut, des Atmungssystems, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie seltenen genetischen Erkrankungen.