Erweiterungsbau der Fachklinik „Klaus Störtebeker“ fertiggestellt

Insel Usedom – In Kölpinsee (Insel Usedom) hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe den Neubau der Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand offiziell in Betrieb genommen. Vor Ort sind 14 neue Patientenappartements für Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen zusätzlich zu den fünf bereits vorhandenen entstanden. „Mit dem Neubau bietet sich Müttern und Vätern in Familienverantwortung mit ihren Kindern eine gute Möglichkeit, Kraft für den Alltag zu tanken. Die komfortable Unterbringung, das vielseitige Behandlungsangebot und die erholsame Natur ergänzen sich in besonderer Weise“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Träger der Fachklinik „Klaus Störtebeker“ ist die Johannisbad Usedom AG & Co. KG. Die Ostseestrandklinik mit 270 Betten besteht aus zwei Bereichen – einer Klinik zur Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie einer weiteren Klinik für Vorsorgemaßnahmen für Mütter und Väter in Familienverantwortung. Kinder können in der Regel bis zum Alter von zwölf Jahren mitfahren. „In der Fachklinik Klaus Störtebeker wird die Basis geschaffen, um Familien zu stärken. Das gilt für die Eltern, die während der Vorsorgemaßnahme lernen, die Balance zwischen Privat- und Berufsleben besser zu schaffen. Und besonders für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, frühzeitig den Grundstein für ein möglichst gesundes Leben zu legen“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben sich insgesamt 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen angesiedelt. Davon 30 für Erwachsene, acht für erwachsene Suchtkranke und 22 Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen. Die 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtung in M-V verfügen über 10.383 Betten. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden rund 129.000 Patienten bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 23,7 Tagen stationär behandelt. In den Kliniken arbeiten 484 Ärzte. Die Zahl des nichtärztlichen Personals beträgt 5.033.

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand in Kölpinsee auf Usedom ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf stationäre Vorsorgemaßnahmen für Eltern und Kinder sowie auf Kinder- und Jugendrehabilitation. Im Mittelpunkt der Vorsorgemaßnahmen stehen Mütter und Väter mit psychosomatischen Beschwerden, Erkrankungen von Atemwegen, Haut, Stoffwechsel und Bewegungsapparat. Die Einrichtung bietet derzeit Platz für 48 Erwachsene mit bis zu 72 Kindern in der Regel bis zwölf Jahren in den stationären Eltern-Kind-Vorsorgemaßnahmen.

In der Kinderrehabilitation können 95 Kinder behandelt werden. Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand führt Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten vom Säuglingsalter bis zum 18. Lebensjahr durch mit Krankheiten der Haut, des Atmungssystems, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie seltenen genetischen Erkrankungen.

Haushalt des Landkreises Vorpommern-Greifswald genehmigt

Greifswald – Das Ministerium für Inneres und Europa hat über den Doppelhaushalt 2018/2019 des Landkreises Vorpommern-Greifswald entschieden. Um notwendige Investitionen vor allem im Bereich der Kreisstraßen und der Schulen in Angriff nehmen zu können, hat das Ministerium dem Landkreis die Aufnahme von Investitionskrediten in Höhe von 6,5 Mio. EUR (2018) bzw. 6,0 Mio. EUR (2019) genehmigt.

Der positive Trend der letzten Jahre wird durch den vorgelegten Haushaltsplan fortgeführt: Das Jahresdefizit liegt für 2018 bei 4,0 Mio. EUR, im Folgejahr soll dann ein Überschuss i. H. v. 2,8 Mio. EUR erwirtschaftet werden.

„Die Zeiten, in denen die Haushaltslage des Landkreises der Kreisverwaltung und der Rechtsaufsicht schlaflose Nächte bereiteten, gehören der Vergangenheit an. Mit dem geplanten jahresbezogenen Haushaltsausgleich im kommenden Jahr erreicht der Landkreis ein wichtiges Etappenziel“, lobt Innenminister Lorenz Caffier.

Dem Landkreis ist es in diesem Haushaltsjahr sogar möglich, die Kreisumlage geringfügig abzusenken, wenn der dadurch entstehende Einnahmeverlust im Haushaltsvollzug jedenfalls teilweise aufgefangen wird. Innenminister Caffier: „Den kreisangehörigen Raum zu entlasten, ist ein begrüßenswerter Schritt. Die Entscheidungsspielräume des Landkreises sind jedoch nach wie vor knapp bemessen.“ Daher stelle die Verringerung des geplanten Defizits um 1 Mio. EUR einen vernünftigen Kompromiss dar.

„Während sich der Silberstreif üblicherweise am Horizont zeigt, ist er im Fall der Haushalts des Landkreises schon zum Greifen nah“, lautet Caffiers Fazit. Dies sei nicht zuletzt dem hohen Engagement des Kreistages und der Verwaltung im Landkreis zu verdanken.

Greifswald: Minister Pegel übergibt Bescheid für Kirche St. Jacobi

Greifswald – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (26.03.2018) einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von 300.000 Euro Städtebaufördermitteln für die Modernisierung der St. Jacobi Kirche in Greifswald.

Die Kirche St. Jacobi ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Innenstadt und Fleischervorstadt“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Kirche, ein das Stadtbild prägendes Denkmal, soll teilsaniert werden. Die Außenwandflächen sollen vollständig gereinigt und instandgesetzt, die Fenster des Hauptschiffes überarbeitet und in Teilen ausgewechselt werden.

Nach Prüfung der von der Stadt eingereichten Unterlagen hat das Infrastrukturministerium der Maßnahme „Modernisierung Kirche St. Jacobi“ zugestimmt und sie gemäß der Städtebauförderrichtlinie grundsätzlich als zuwendungsfähig anerkannt.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Maßnahme betragen rund 503.000 Euro. Der Fördersatz beträgt knapp 60 Prozent.

Ärztlicher Vorstand in Greifswald bestellt

Hesse: Heidecke hat Kompetenz bereits bewiesen

Greifswald – Mit Wirkung zum 1. April dieses Jahres hat der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Greifswald in seiner heutigen Sitzung Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke zum Ärztlichen Vorstand bestellt. Wissenschaftsministerin Hesse begrüßte die Entscheidung des Gremiums.

„Prof. Heidecke hatte die Position bereits gut ein Jahr lang kommissarisch inne, und er hat in dieser Zeit dazu beigetragen, die medizinische Krankenversorgung weiter voranzubringen und die Universitätsmedizin für die Zukunft zu wappnen“, erklärte Hesse. „Als erfahrener Chirurg, langjähriger Chefarzt und Hochschullehrer kann er als Ärztlicher Vorstand auf einen wertvollen Erfahrungsschatz zurückgreifen, um die Universitätsmedizin weiterhin Erfolge in Forschung, Lehre und Krankenversorgung feiern zu lassen.“

Die Ministerin würdigte besonders den Einsatz von Prof. Dr. Heidecke in der Region: „Ihm ist es in den vergangenen Monaten gelungen, die Zusammenarbeit der Universitätsmedizin mit vielen Partnern in Vorpommern zu verbessern. Eine gute Verbindung der Unimedizin zu den Medizinern der Region ist mir sehr wichtig“, so Hesse.

Parallel zum Amtsantritt von Prof. Dr. Heidecke läuft der Vertrag mit dem Ärztlichen Beauftragten Prof. Dr. Christian Schmidt aus. Ein Jahr lang hat der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin Rostock das Greifswalder Vorstandsteam bei der Sanierung der Unimedizin unterstützt.

Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur, dankte ihm für seine Unterstützung als Berater beim Sanierungsprozess. „Seine Erfahrungen haben uns sehr geholfen. Insgesamt war die Zusammenarbeit für beide Seiten gewinnbringend und soll auch in Zukunft in bestimmten Bereichen fortgesetzt werden. Beide Uniklinika sind wichtig für das Land und können sich gegenseitig helfen.“

Ministerin Hesse betonte: „Prof. Schmidt gilt mein ausdrücklicher Dank. Mit seinen wertvollen Hinweisen und Empfehlungen hat er geholfen, die Universitätsmedizin wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Er hat zudem als Schnittstelle fungiert, um Felder auszumachen, auf denen Greifswald und Rostock zusammenarbeiten können. Daraus erwachsen Vorteile für beide Standorte“.

Geschichte hautnah erleben – Ausflüge mit der Pommernkogge „UCRA“ geplant

Torgelow – Der Verein „UKRANENLAND – Historische Werkstätten e.V.“ engagiert sich seit 1991 für die Erforschung und Vermittlung der Frühgeschichte der Uecker-Randow-Region. Durch die Mitglieder werden die Freilichtmuseen Ukranenland und Castrum Turglowe sowie eine Touristinformation und eine Internationale Jugendbildungsstätte betrieben. Jetzt soll die selbst gebaute Pommernkogge UCRA touristisch stärker vermarktet werden.

„Der Verein hat mit seinen zahlreichen Aktivitäten erheblich dazu beigetragen, dass die interessante Historie der Region Jugendlichen und Erwachsenen spannend nahe gebracht wird. Durch die Möglichkeit, künftig Touren mit der Pommernkogge anzubieten, erweitert sich das Erlebnisangebot. Hier entsteht ein Alleinstellungsmerkmal für den maritimen und den Jugendtourismus für Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Das frühmittelalterlich-slawische Museumsdorf Ukranenland liegt am Ostrand südlich von Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Im Freilichtmuseum ist unter anderem eine historische slawische Siedlung mit unterschiedlichen Häusern in Originalgröße entstanden, in dem historische Handwerkstechniken vorgeführt werden. Nahe der Burgruine von Torgelow wurde vom Verein das Mittelalterzentrum „Castrum Turglowe“ etabliert. Ergänzend dazu liegen im Hafen des slawischen Museumsdorfes die historischen Schiffe „SVAROG“, „SVANTEVIT“ und „AGNES“ – sie wurden in der zum Ukranenland gehörenden Werft nach archäologischen Funden rekonstruiert.

Zukünftig sollen ergänzend zu den bisherigen Angeboten des Vereins Törns für Schulklassen, Jugendgruppen und Geschichtsinteressierte mit der Pommernkogge UCRA ab dem Stadthafen Ueckermünde veranstaltet werden. Die 26 Meter lange und mehr als acht Meter breite Kogge ist in 13-jähriger Bauzeit entstanden. Derzeit wird dafür ein Nutzungskonzept erarbeitet. „Ziel ist es, ein Netzwerk mit kommunalen und touristischen Anbietern der Region zu knüpfen, um die Freizeit- und Erholungsangebote der Region im Verbund zu vermarkten. Das stärkt die Attraktivität der Region als Urlaubs- und Ausflugsziel für Besucher jeden Alters“, sagte Glawe.

Das Projekt des Vereins UKRANENLAND – Historische Werkstätten wird vom Land aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von knapp 22.000 Euro unterstützt. Die Gesamtkosten betragen rund 32.000 Euro.

Startschuss für „Baltic Lights“ auf der Insel Usedom

Insel Usedom – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Sonnabend (10.03.) den Startschuss für das nördlichste Schlittenhunderennen Deutschlands in Heringsdorf (Insel Usedom) gegeben. Unter dem Titel “Baltic Lights” finden noch bis Sonntag Wettkämpfe internationaler Hundeschlittenteams sowie ein großes Rahmenprogramm in den Kaiserbädern Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin statt.

„Das Schlittenhunderennen ist für die Insel und für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern insgesamt etwas ganz Besonderes. Von dem sportlichen Großereignis profitieren die Hotels in den Kaiserbädern, die mit besonderen Angeboten werben. Strandfeuer locken die Gäste auch am Abend an die Küste. Der abwechslungsreiche und vielfältige Rahmen der Veranstaltung ist für die Insel ein touristisches Alleinstellungsmerkmal“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hatte die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.

Neben spannenden Wettkämpfen internationaler Musher Teams (Musher sind die Hundeschlittenführer) und Promi-Rennen zu Gunsten der Welthungerhilfe zwischen den Seebrücken Heringsdorf und Ahlbeck können sich Besucher im Musherdorf an der Seebrücke Heringsdorf über die Sportart informieren. Am Sonnabend ist ab 18.30 Uhr ein „Biike Brennen“ geplant – drei lodernde Feuer laden an den Stränden der drei Kaiserbäder zum Verweilen ein; zudem sind Feuershows und eine Fackelwanderung geplant.

Die Siegerehrung der Rennen findet am Sonntag um 15 Uhr statt. „Der touristische Erfolg einer Region entsteht aus der Kombination von moderner Infrastruktur, engagierten Machern sowie interessanten Veranstaltungen und Ausflugszielen. Wichtig ist dabei, dass für die Gäste unseres Landes das ganze Jahr über attraktive Angebote zur Verfügung stehen. Die Baltic Lights tragen dazu bei, die Saison in Mecklenburg-Vorpommern auch außerhalb der Sommermonate zu bereichern“, sagte Glawe.

Auf der Insel Usedom sind nach Angaben des Statistischen Amtes im Jahr 2017 mehr als eine Million Ankünfte und knapp 5,3 Millionen Übernachtungen gezählt worden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit fünf Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. In ganz Mecklenburg-Vorpommern gab es im Jahr 2017 mehr als 7,5 Millionen Ankünfte und rund 29,8 Millionen Übernachtungen.

Feuerwehr in Ueckermünde erhält Hilfe des Kreises

Ueckermünde – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute gemeinsam mit dem Sozialdezernenten des Landkreises Vorpommern-Greifswald Dirk Scheer ein Feuerwehrschlauchboot an die Freiwillige Feuerwehr Ueckermünde übergeben.

Das bisherige Schlauchboot der Feuerwehr Ueckermünde erlitt im Sommer letzten Jahres einen irreparablen Schaden. Damit hat die Feuerwehr derzeit kein geeignetes Boot für die Gefahrenabwehr auf dem Wasser. Bei dem heute übergebenen Boot handelt es sich um eine Leihgabe des Kreises. Es kann solange genutzt werden, bis die Stadt Ueckermünde ein neues Boot für ihre Feuerwehr beschafft hat.

„Ich finde es hervorragend, dass der Landkreis den Ueckermündern auf unbürokratische Weise hilft“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär, der am Zustandekommen der Übergangslösung beteiligt war, bei der Übergabe. „Es ist wichtig, dass die Feuerwehr auch auf dem Wasser voll einsatzfähig ist. Das ist jetzt mit dem neuen Boot der Fall. Gerade für das Seebad Ueckermünde spielen das Haff und die Uecker eine große Rolle. Nicht nur die Besucher, sondern auch die Einwohner können sich so sicherer fühlen. Bei der Anschaffung des neuen Bootes ziehen Stadt, Land und Kreis an einem Strang.“

Anlässlich der Jahreshauptversammlung lobte Dahlemann die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde. „Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz schützen die Feuerwehrleute ihre Stadt und die Bürgerinnen und Bürger. Ob bei einem Brand, einem Unfall oder einer Gefahrensituation zu Lande oder auf dem Wasser – es ist gut zu wissen, dass die Stadt eine leistungsfähige Feuerwehr hat. Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Hilfe!“

Landesregierung fördert Industriegebiet in Pasewalk

Schwerin – Die Lenkungsgruppe Vorpommern ist heute zu ihrer zweiten Sitzung zusammengekommen. Ihr gehören alle Ministerien der Landesregierung an. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann informierte im Anschluss über die Ergebnisse.

„Das gemeinsame Ziel der Landesregierung ist es, Vorpommern wirtschaftlich weiter voranzubringen. Dazu brauchen wir noch mehr Ansiedlungen. Mit den beiden Industriegebieten Pommerndreieck und Pasewalk haben wir zwei sehr gute Standorte, die wir künftig noch stärker nach außen vermarkten wollen. Wir haben uns heute in der Lenkungsgruppe darauf verständigt, dass wir die Stadt Pasewalk bei den Planungskosten für das Industriegebiet mit 200.000 Euro unterstützen werden. Davon kommen 100.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und weitere 100.000 aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums“, erklärte der Staatssekretär.

Weiteres Thema der Lenkungsgruppe war die Darß-Bahn. „Wir befinden uns in intensiven Gesprächen mit der Bundesregierung. Die Landesregierung hat angekündigt, in dieser Wahlperiode drei oder vier Großprojekte für Vorpommern auf den Weg zu bringen. Die Darß-Bahn könnte ein solches Projekt sein. Sie ist wichtig für die Tourismusentwicklung und für die Menschen in der Region. Wir hoffen deshalb sehr, dass diese Gespräche zügig abgeschlossen werden, damit wir die Signale für die Darß-Bahn auf grün stellen können“, sagte der Staatssekretär.

Auch über die Sanierung von Schloss Ludwigsburg wurde beraten. „Ich freue mich sehr, dass der Koalitionsausschuss sich hinter die Sanierung von Schloss Ludwigsburg gestellt hat. Schloss Ludwigsburg steht für den Stolz und das Selbstbewusstsein der Menschen in Vorpommern. Unser Ziel ist, das Schloss als Museum in die Stiftung Pommersches Landesmuseum einzugliedern. Dazu wird die Landesregierung Gespräche mit dem Bund, der Stadt Greifswald und den anderen Zustiftern der Stiftung Pommersches Landesmuseum führen. Und natürlich werden wir auch mit den derzeitigen Eigentümern von Schloss Ludwigsburg reden“, informierte Dahlemann.

Bauarbeiten an A 20 bei Jarmen termingerecht abgeschlossen

Jarmen – Am Donnerstag (30.11.2017) werden die Bauarbeiten zur Erneuerung der Autobahn 20 im Bereich der Peene-Brücke bei Jarmen wie geplant abgeschlossen. Am heutigen Mittwoch bis voraussichtlich 13 Uhr kommt es noch einmal zur Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Lübeck, damit die Baustelleneinrichtung gefahrlos entfernt werden kann. Der Verkehr wird dafür an der Anschlussstelle Jarmen ab- und über die B110, L35 und B111 zur Anschlussstelle Gützkow umgeleitet.

Die eigentlichen Bauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Auf 7,5 Kilometern Länge wurde seit Anfang September die Fahrbahndecke in Richtung Lübeck einschließlich der Übergangskonstruktionen an der Jarmener Brücke erneuert. Damit ist seit dem Frühjahr die gesamte Autobahn in diesem Bereich erneuert worden.

„Vor allem ist es uns mit intensiven Abstimmungen und Planungen gelungen, die Haupturlaubssaison und eine der wichtigsten Zufahrten zur Insel Usedom von dieser dringend erforderlichen Baumaßnahme freizuhalten“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Dafür war nach Absprache mit dem Tourismusverband der Insel (TVIU) die Baumaßnahme zweigeteilt worden. Die Fahrbahn in Richtung Stettin wurde vor dem Sommer saniert, die Fahrbahn in Richtung Lübeck danach – jeweils in einem sehr knapp bemessenen Zeitraum von drei Monaten.

„Dafür, dass dies alles so gut geklappt hat, möchte ich mich herzlich bedanken. Zunächst bei den an Planung und Bau beteiligten Kollegen und Unternehmen, aber vor allem auch für das Engagement und die Kooperationsbereitschaft der Tourismusvertreter Usedoms. Am Ende haben wir alle an einem Strang gezogen – und alle davon profitiert“, so Christian Pegel.

Auch Sebastian Ader, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbands der Insel Usedom, ist sehr zufrieden mit dem Ablauf der etwa zehn Millionen Euro teuren Baumaßnahme und wünscht sich: „Es wäre schön, wenn wir solche Abstimmungen auch in Zukunft hinbekommen würden. Es ist wichtig, dass unsere Straßen regelmäßig instandgesetzt werden, wenn wir – und auch unsere Urlaubsgäste – darauf fahren wollen. Wenn diese notwendigen Bauarbeiten sich wie in diesem Fall auch noch außerhalb der Haupturlaubssaison realisieren lassen, ist das ein doppelter Trumpf für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern.“

Die Anschlussstellen (AS) Gützkow und Jarmen sind bereits wieder freigegeben. In den kommenden Tagen wird es vereinzelt temporäre Fahrstreifeneinengungen geben, um kleinere Arbeiten wie z. B. das Verschließen von Fugen abzuschließen, die witterungsbedingt noch nicht beendet werden konnten.

Neues Polizeigebäude in Heringsdorf übergeben

Insel Usedom – Die alten Quartiere der Polizeibediensteten in Heringsdorf gehören der Vergangenheit an. Nach umfangreichen Baumaßnahmen übergab Innenminister Lorenz Caffier heute offiziell das neue Polizeidomizil für die Polizistinnen und Polizisten des Polizeireviers und der Außenstelle des Kriminalkommissariats Anklam.

„Die Präsentation einer modernen Polizei als „Dienstleistungsunternehmen für innere Sicherheit“, wie hier in Heringsdorf, entscheidet nicht zuletzt über Erfolg und Misserfolg dieser Institution“, stellt Innenminister Lorenz Caffier fest. „So wie für jeden Beamten gilt, dass er persönlich durch sein Auftreten und seine Erscheinung das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit wesentlich bestimmt, muss auch ein Dienstgebäude diesen Ansprüchen genügen. Optimale räumliche und technische Arbeitsbedingungen tragen ganz wesentlich zur Motivation und Leistungssteigerung der Beamten bei.“

Nachdem die ursprüngliche Bauplanung aufgrund der Bausubstanz in der alten Villa nicht umgesetzt werden konnte, entschieden sich die Landesregierung und die Gemeinde für den Neubau auf einem bisher ungenutzten Grundstück im Waldbühnenweg von Heringsdorf. Es handelt sich bei dem neuen Polizeigebäude um einen freundlichen, zeitgemäßen Zweckbau, der nach Bewertungskriterien des Nachhaltigen Bauens errichtet wurde.

Die Fassadenelemente sind aus vollständig recyclebaren Material hergestellt worden. Die Energieversorgung übernimmt eine Luft-Wärmetauschanlage, deren Strombedarf über die Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert wird. So muss nur an äußerst kalten Tagen über eine Gastherme Wärmeenergie zugeführt werden.

Nicht zuletzt sorgen die hohen Fenster, die viel Licht in das Gebäude bringen, die breiten Flure und auch der innenliegende Sonnenschutz für angenehme Arbeits- und raumklimatische Bedingungen.

„In einer Grenzregion, die in großem Maße vom Tourismus lebt, ist innere Sicherheit ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor. Durch den Neu-Bezug der modernisierten Polizeiliegenschaft geht meines Erachtens ein Impuls für mehr Sicherheit und Ordnung zugunsten der Bürgerinnen und Bürger in Heringsdorf und seines Umlandes sowie deren Urlauber aus“, sagte Innenminister Caffier abschließend.

Dahlemann: GRAFIK_NORD ist Anziehungspunkt für Kunstfreunde

Ahlbeck – „Bereits zum vierten Mal zeigen Künstlerinnen und Künstler aus unserem Land innerhalb des Ausstellungsprojektes GRAFIK_NORD ihre Arbeiten. Sie geben damit einen Einblick in die aktuelle Entwicklung der künstlerischen Druckgrafik in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders freue ich mich, dass die Galerie KALKSCHUPPEN in Ahlbeck-Ludwigshof zu den Gastgebern der Reihe gehört“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Ausstellungseröffnung am 8. Oktober.

Neben dem Tourismus seien Kunst und Kultur Stärken des Landesteils Vorpommern. Dahlemann: „Wir brauchen auch außerhalb der Saison vielfältige und interessante kulturelle Angebote für Einheimische und unsere Gäste. Das Ausstellungsprojekt GRAFIK_NORD gehört für mich ganz klar dazu. Es trägt dazu bei, die Region noch bekannter zu machen und die Identifikation mit dem östlichen Landesteil zu fördern. Gern habe ich die Schirmherrschaft dafür übernommen.“

Erste Station des acht Wochen dauernden Projekts war die Burg Neustadt-Glewe. Auf die Galerie KALKSCHUPPEN folgt die Galerie AURIGA in Rostock, in der am 27. Oktober die Ausstellung eröffnet wird.

Bau des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald

Greifswald – Am Montag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe einen Zuwendungsbescheid an die Hansestadt Greifswald für den Bau eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie übergeben. „Es werden damit weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Vor Ort werden etwa 240 Arbeitsplätze entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der Hansestadt.

Die Errichtung eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie erfolgt in Nachbarschaft zum Universitätscampus und unmittelbar angrenzend an das BioTechnikum und das Leibniz-Institut für Plasmaphysik. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 11.000 Quadratmeter. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant, die Fertigstellung für das Jahr 2020. Das Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für Unternehmen bereitstellen. Damit wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischen und plasmabasierten Technologien schaffen.

„Die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

„Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 31,78 Millionen Euro. Davon sind rund 18 Millionen Euro förderfähig. Der Zuschuss des Landes für das Vorhaben beläuft sich auf 16,45 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Land 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können.

Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, so Glawe abschließend.

Luxusyachten kommen zukünftig aus Greifswald

Greifswald – Das Greifswalder Unternehmen Michael Schmidt Yachtbau GmbH hat in der Hansestadt eine Betriebsstätte zum Bau von Luxusyachten errichtet. Ab sofort sollen bereits vorliegende Auftragsarbeiten im neuen Werk im Greifswalder Stadtteil Ladebow gebaut werden. „Entscheidend für die Wahl des Standortes war der Zugang zum Wasser mit entsprechendem Tiefgang. Das stellt in Greifswald kein Problem dar. Zudem sind viele Zulieferer für Möbel oder Tischler- und Edelstahlarbeiten in unmittelbarer Umgebung, sodass sich weitere Synergieeffekte für die regionale Wirtschaft ergeben können. Mit der neu errichteten Betriebsstätte werden die Produktionsbedingungen deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Bisher verfügte der Schiffsbauer in Greifswald über einige Räumlichkeiten zur Entwicklung und zur Markterforschung. Die jetzt neu errichtete Betriebsstätte ist 50 Meter lang und 40 Meter breit und verfügt unter anderem über ein 800 Quadratmeter großes Lager, eine Lackierhalle sowie einen Maschinenpark mit Kunststoffbearbeitungsmaschinen und Hubwerkzeugen. Insgesamt beträgt die Fläche aller Baueinheiten mehr als 3.500 Quadratmeter. Am Standort ist es nun möglich, gleichzeitig vier bis sechs Leichtbauyachten zwischen 20 und 30 Metern Länge zu bauen.

Der Vertrieb der Yachten soll nach Unternehmensangaben eigenständig oder über Makler und Vermittler erfolgen. „Das Unternehmen hat den internationalen Markt für die Yachten im Fokus. So wird zukünftig ein in Mecklenburg-Vorpommern hergestelltes Produkt auf den Weltmeeren unterwegs sein“, so Glawe weiter.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 1.014.300 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 3,5 Millionen Euro.

Derzeit gibt es 1.400 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten in der Branche. Die Umsätze haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland.

Unterhaltungsbaggerung im Fahrwasser der Zufahrt zum Industriehafen Berndshof

Berndsdorf – Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant im Industriehafen Berndshof eine Unterhaltungsbaggerung, weil durch Versandung die Fahrwassertiefe beeinträchtigt ist. Der geplante Baggerbereich beinhaltet die Grundfläche des Hafenbeckens, die Anlegeflächen vor dem Westanleger und die Grundfläche des Wendebeckens bis zum letzten Tonnenpaar der Fahrwasserrinne. Der Landkreis ist als Eigentümer zuständig für die Einhaltung der Solltiefe im Hafenbecken.

Mit Fördermitteln in Höhe von rund 807.000 EUR unterstützt das Innenministerium dieses Vorhaben. Minister Caffier hatte gestern am Rande der Konferenz der Landrätin Dr. Barbara Syrbe mit den Bürgermeistern in Stolpe an der Peene einen entsprechenden Bewilligungsbescheid über eine Sonderbedarfszuweisung übergeben.

Im Bereich der Fahrwasserrinne bis zur Einfahrt in das Hafenbecken liegt die Zuständigkeit zur Aufrechterhaltung der Fahrwassertiefe bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, vertreten durch das WSA Stralsund. Das WSA Stralsund beabsichtigt im Herbst 2017 gleichfalls eine Unterhaltungsbaggerung im Fahrwasser der Zufahrt zum Industriehafen Berndshof. Der Landkreis und das WSA Stralsund sind in diesem Zusammenhang übereingekommen, die Unterhaltungsbaggerung unter Berücksichtigung abgestimmter Unterhaltungsgrenzen gemeinsam durchzuführen um Koste zu sparen.