Ausbau des Ostseeküstenradweges

Greifswald – Das Land unterstützt den Ausbau des zweiten Bauabschnittes des Ostseeküstenradweges von Greifswald nach Stralsund. Konkret soll der straßenbegleitende Radweg an der Kreisstraße K 1 von der alten B 96 bis zum Riemser Weg am Ortseingang von Gristow (Gemeinde Mesekenhagen, Landkreis Vorpommern-Greifswald) führen.

„Der Streckenabschnitt des Ostseeküstenradfernweges von Greifswald nach Stralsund befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand. Hier muss was passieren. Land, Landkreise und Gemeinden ziehen an einem Strang und haben gemeinsam Lösungen für den Radweg gesucht und gefunden. Mit dem Bau des Radwege-Teilstücks wird ein weiteres Teilstück erschlossen und eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen. Ist der Ostseeküsten-Radweg fertig, bietet er Einheimischen und Gästen die einmalige Gelegenheit, Mecklenburg-Vorpommern an vielen Streckenabschnitten möglichst wassernah zu entdecken“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Dr. Stefan Rudolph am Mittwoch in Gristow (Gemeinde Mesekenhagen, Landkreis Vorpommern-Greifswald).

Baubeginn des neuen Radwegeabschnittes ist der Einmündungsbereich Kreisstraße K 1 VG / Bundesstraße B 105. „Durch diese Investition werden der Naturerlebnispark Gristow, die vielen kleinen Tourismusbetriebe und die an der Küste entlanglaufenden Wald- und Feldwege fahrradtechnisch angebunden“, betonte Rudolph. Bauende ist am Ortseingang Gristow. Der geplante Radweg soll parallel zur Kreisstraße K 1 VG als straßenbegleitender Radweg ausgebaut werden. Dabei verläuft die Radwegtrasse innerhalb des Waldessaumes. Am Bauende zu Beginn der Ortsdurchfahrt der Gemeinde Gristow, wird der Radweg auf die Fahrbahn der Kreisstraße K 1 VG geführt. Die geplante Ausbaustrecke des Radweges beträgt 1,3 Kilometer. Der Radweg hat durchgehend eine Breite von 2,50 Meter. Die Oberflächenbefestigung erfolgt auf der gesamten Ausbaustrecke in Asphaltbauweise.

„Es gibt bereits jetzt ein erhebliches touristisches Radverkehrsaufkommen auf der vielbefahrenen Kreisstraße (Anbindung von Riems) in Richtung Gristow und der dortigen touristischen Einrichtungen, wie zum Beispiel Naturerlebnispark, Hafen, Ferienwohnungen sowie Gasthöfe. Der neue Streckenabschnitt ermöglicht die Nutzung der vorhandenen küstennahen Wegeverbindungen (Feld- und Waldwege) und schafft somit eine attraktive Nebenstrecke“, erläuterte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph.

Die geplanten Gesamtausgaben betragen rund 633.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschafsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) mit 551.000 Euro.

Darüber hinaus machte Rudolph vor Ort deutlich, dass auch der erste Bauabschnitt des Radweges finanziell unterstützt wird. Dieser Abschnitt verläuft von Süden kommend auf der Kreisstraße VG 5 von Greifswald am MARKTKAUF vorbei bis zum Kreisverkehr an der Umgehungsstraße. Er wird circa 1,5 Kilometer lang sein. Die geplanten Gesamtausgaben betragen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschafsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) voraussichtlich mit rund 1,3 Millionen Euro. „Der Zuwendungsbescheid ist in Arbeit. Neben der touristischen Bedeutung wird die Verkehrssicherheit für Radfahrer weiter verbessert“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Der Ostseeküsten-Radweg führt von Swinemünde entlang der deutschen Ostseeküste über Wolgast, Greifswald, Bergen, Stralsund, Barth, Zingst, Warnemünde, Lübeck, Fehmarn, Flensburg bis nach Dänemark. Er umfasst eine Länge von rund 798 Kilometern und gehört zu den beliebtesten deutschen Radfernwegen (laut ADFC Radreiseanalyse 2014) sowie zu den meistbefahrenen Radwegen in Deutschland.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch aus-geschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Sportliches Ehrenamt in Ueckermünde gewürdigt

Ueckermünde – Aus Anlass des 70. Gründungsjubiläums des SV „Einheit“ Ueckermünde e.V. hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann den großen ehrenamtlichen Einsatz für den Sport am Haff gewürdigt.

„70 Jahre sportliche Vielfalt in Ueckermünde – das ist das Motto dieses Jubiläumstages. Ich danke den Verantwortlichen und allen Mitgliedern des Vereins für ihren unermüdlichen Einsatz für den Sport über Jahrzehnte hinweg. Der heutige Vereinsgeburtstag ist gleichzeitig ein Fest des Sportes in Ueckermünde und bringt damit die große Bedeutung des SV „Einheit“ für den Sport im Seebad zum Ausdruck. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum und machen Sie weiter so. Sehr gern haben wir dieses Fest heute mit Mitteln aus dem Vorpommernfonds unterstützt“, sagte Dahlemann.

Der Verein veranstaltet zum Vereinsgeburtstag ein großes offenes Sportfest auf dem Sportgelände des Greifen-Gymnasiums in Ueckermünde. Dabei werden an neun Stationen alle Abteilungen des Vereins vorgestellt, um Kinder und Jugendliche für die verschiedenen Sportarten zu begeistern und möglichst zu gewinnen. Im Rahmen des Sportfestes übergab der Parlamentarische Staatssekretär auch eine Förderzusage über Mittel aus dem Vorpommernfonds in Höhe von 1.500 Euro für den Bau einer Basketball-Außenanlage an den Leiter der Abteilung Basketball.

Strandaktion auf Usedom

Insel Usedom – Sauberer Strand auf Usedom: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann nahmen heute auf Usedom an einer von Schülerinnen und Schülern organisierten Müllsammelaktion am Strand und in den Dünen von Zinnowitz teil.

„Ich freue mich sehr darüber, dass sich so viele junge Menschen für eine saubere Umwelt und den Klimaschutz engagieren. Wir stehen in der gemeinsamen Verantwortung, die Erde unseren Kindern und Enkeln in einem intakten Zustand zu hinterlassen. Hier auf Usedom wird nicht nur geredet. Hier wird auch angepackt. Deshalb bin ich heute sehr gern mit dabei“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung der Veranstaltung.

„Meeresschutz beginnt im Binnenland. Wir arbeiten hart daran, dass weniger Düngemittel und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft in die Gewässer gelangen. Durch die Sanierung von Kläranlagen konnten wir seit Beginn der 90er Jahre die Phosphorfracht um ca. 84 Prozent und die Stickstofffracht um etwa 32 Prozent senken. Dafür hat das Land rund 900 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Die Verbesserung der Gewässerstruktur, darunter der Rückbau von Wehren und die Öffnung von Rohrleitungen, wurde bislang mit etwa 500 Millionen Euro bezuschusst. Diese Maßnahmen wirken sich unter anderem positiv auf die zwischen Binnengewässern und Ostsee wandernden Arten aus. Ein großes Problem bleibt der Meeresmüll, der zu 80 Prozent von Land aus eingetragen wird. Hier sind wir alle gefragt, unser Konsumverhalten auf den Prüfstand zu stellen. Wir sollten auf Kunststoff verzichten, wo er unnötig ist und sorgfältiger bei der Entsorgung sein“, informierte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Ich finde, das ist eine Klasse-Aktion hier auf Usedom“, sagte Staatssekretär Dahlemann. „Es ist wichtig, dass wir in Vorpommern unsere Zukunft in die eigenen Hände nehmen. Dazu gehört, dass wir auf den Umweltschutz achten. Denn wir wollen hier gesund leben. Und wir werden nur dann im Tourismus erfolgreich sein, wenn es an unseren Stränden schön und sauber ist.“

Infoveranstaltung für Medizinstudierende

Greifswald – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat bei einer Informationsveranstaltung zum „Praktischen Jahr“ der Universitätsmedizin Greifswald bei Studierenden für eine ärztliche Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern geworben.

„Wir wollen Studierende der Medizin möglichst frühzeitig für eine ärztliche Tätigkeit im Land gewinnen und aufzeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum ist. Mit der Informationsveranstaltung gehen die Kliniken den richtigen Weg und zeigen jungen Medizinern eine Vielzahl beruflicher Perspektiven auf“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Bei der Veranstaltung waren zehn Krankenhäuser aus der Region vertreten, die den Medizinstudierenden Einsatzmöglichkeiten für das Praktische Jahr (PJ) vorstellten. Das PJ wird im letzten Studienjahr nach dem zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach einem fünfjährigen Medizinstudium als eine zusammenhängende praktische Ausbildung von 48 Wochen abgeleistet. Das PJ wird in drei Ausbildungsabschnitte von je 16 Wochen (Tertiale) unterteilt, die in der Inneren Medizin, der Chirurgie und der Allgemeinmedizin oder in einem weiteren klinisch-praktischen Fachgebiet zu leisten sind.

„Der Umgang mit den Patienten steht im Praktischen Jahr im Mittelpunkt der Ausbildung. Das ist für die Studierenden eine ideale Möglichkeit, mit intensiver Unterstützung durch den Lehrarzt ihr Wissen anzuwenden. Zugleich können die künftigen Ärzte im Praxiseinsatz unterschiedliche Bereiche ihres Berufes praxisnah kennenlernen“, sagte Glawe.

Um eine flächendeckende ärztliche Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern, unterstützt das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Studierende im Praktischen Jahr. Studierende der Medizin im Land können während eines Tertials des Praktischen Jahres in niedergelassenen allgemeinmedizinischen Praxen eine finanzielle Unterstützung von 200 Euro pro Monat erhalten.

Bei Einsätzen in Praxen, die außerhalb der Universitätsstädte Greifswald und Rostock liegen, haben Studierende die Möglichkeit, eine zusätzliche Unterstützung in Höhe von 800 Euro pro Monat zu erhalten. Die Förderung ist auf 16 Wochen begrenzt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung für diese Förderung in Höhe von 50.000 Euro aus Landesmitteln. Die Kassenärztliche Vereinigung gibt zur Unterstützung der Medizinstudierenden ebenfalls 50.000 Euro dazu.

„Wir wollen bereits während des Studiums Interesse für eine ambulante hausärztliche Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern wecken. Da die Entfernung der Lehrpraxis zur Universität oder zum Wohnort ein wichtiges Kriterium sein kann, sollen erhöhte Fahrtkosten und eventuell notwendige Unterkunftskosten ausgeglichen werden“, sagte Glawe.

Um Studierende für eine Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern zu motivieren, vergibt das Wirtschaftsministerium zudem Stipendien in Höhe von 300 Euro monatlich längstens für einen Zeitraum von vier Jahren und drei Monaten. Insgesamt stehen mindestens eine Million Euro für das Programm zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die zukünftigen Ärzte an einer Hochschule im Land immatrikuliert sind.

Die Medizinstudierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen, sei es ambulant, im Krankenhaus oder im ganzen Land im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein. Der nächste Bewerbungsschluss für die Stipendien ist der 15. August 2019 für einen Förderbeginn zum 01. Oktober 2019.

An der Informationsveranstaltung nahmen neben der Universitätsmedizin Greifswald neun weitere Krankenhäuser teil: Sana-Krankenhaus Rügen (Bergen), Kreiskrankenhaus Demmin, Klinikum Karlsburg, Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, Asklepios Klinik Uckermark, Asklepios Klinik Pasewalk, HELIOS HANSE-Klinikum Stralsund, Kreiskrankenhaus Wolgast, KMG-Klinikum Mitte GmbH (Kyritz/Pritzwalk/Wittstock).

EU-Kommission informiert sich in Greifswald

Grifswald – Besuch aus Brüssel – Marc Lemaitre (Generaldirektor für Regionalpolitik und Stadtentwicklung bei der Europäischen Kommission) informierte sich auf Einladung von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph über Projekte, die mit europäischen Fördermitteln unter anderem in Greifswald umgesetzt werden.

„Mecklenburg-Vorpommern steht zu Europa, denn die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Die EU-Mittel sind für uns wichtige Instrumente im Aufholprozess, um wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt und eine höhere Wertschöpfung in den Regionen zu erreichen. Der Einsatz der europäischen Fördermittel erfolgt zielgerichtet in zukunftsorientierte Projekte, die konkret den Bürgern Mecklenburg-Vorpommerns zugutekommen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort und ergänzte: „Wir sind stetig in intensivem Kontakt mit unseren Ansprechpartnern in Brüssel, um für Mecklenburg-Vorpommern die besten zukunftsorientierten Lösungsansätze zu entwickeln. Das trägt Früchte – Generaldirektor Marc Lemaitre ist aufgrund unseres intensiven Arbeitsgespräches der Einladung gefolgt und informiert sich über die Ergebnisse der eingesetzten Fördermittel und den Nutzen für unsere Bürger in der Region.“

Eine Station der Informationstour war das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald), eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung zu Niedertemperaturplasmen, deren Grundlagen und technische Anwendungen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Forschungsaktivitäten der mehr als 200 Mitarbeiter am Institut. So wird derzeit unter anderem gemeinsam mit der Orthopädie-Technik-Service aktiv GmbH und dem Institut für Diabetes „Gerhard Katsch“ Karlsburg e.V. zu einem Frühwarnsystem geforscht, um die Versorgung von Diabetespatienten zu verbessern. Kern der Entwicklung ist eine Einlegesohle („Smart Shoe Inlay“ – SSI) zur Erfassung des Temperatur- und Bewegungsprofils am Fuß. So sollen Entzündungsherde in Alltagssituationen überwacht und frühzeitig erkannt werden. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,36 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 910.000 Euro.

Ein weiteres Forschungsvorhaben ist die Entwicklung einer Kombination von Kaltplasmageräten mit einer Hyperspektralkamera („Bacteria-CAM“). Ziel des Verbundvorhabens der vier Partner (Diaspective Vision GmbH, Universitätsmedizin Greifswald, Hochschule Wismar und INP) ist die Entwicklung eines Verfahrens zur schnellen und nicht-invasiven Bestimmung der Keimbesiedlung infizierter chronischer Wunden. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.

„Das Zusammenwirken von Wirtschaft und Wissenschaft in der Verbundforschung ist für die Entwicklung von Innovationen essentiell. So entstehen wettbewerbsfähige Lösungen, Produkte und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern, die über die Landesgrenzen hinaus vermarktet werden können. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu begleiten gelingt nur durch den klugen Einsatz europäischer Mittel, wie am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald eindrucksvoll zu sehen ist“, sagte Rudolph.

„Es ist sehr wichtig zu verdeutlichen, was die EU für jeden einzelnen Bürger in Mecklenburg-Vorpommern bewirken kann. Dabei geht es unter anderem um innovative Forschungsprojekte zu Gesundheitsthemen, die Einführung eines integrierten grenzüberschreitenden Rettungsdienstes, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen oder um die touristische Entwicklung im südlichen Ostseeraum im Verbund mit den Anrainerstaaten – die konkrete Umsetzung der Förderungen ist vielfältig. Aber eines steht fest: nur gemeinsam wird es gelingen, Antworten auf Zukunftsfragen zu geben, die uns alle betreffen – etwa bei den Themen soziale Integration, Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung, kulturelle Vielfalt sowie Umweltschutz, Energie- und Klimapolitik, die innere und äußere Sicherheit“, hob Rudolph hervor bei der Präsentation von 15 Projekten, die aus den europäischen Programmen EFRE und „INTERREG V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen“ sowie „INTERREG V A Programm Südliche Ostsee (Zusammenarbeit der Länder Polen, Schweden, Dänemark, Litauen und Deutschland)“ gefördert werden.

Mecklenburg-Vorpommern wurde für die Förderperiode 2014 bis 2020 als Übergangsregion, der mittleren von drei Förderstufen der Europäischen Union, eingestuft. Damit wird die positive Entwicklung im Land während der vorangegangenen Förderperiode sichtbar, als sich Mecklenburg-Vorpommern im europäischen Vergleich noch auf der Ebene der am wenigsten entwickelten Regionen befand. Von 2014 bis 2020 stehen Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 2,289 Milliarden Euro Fördermittel zur Verfügung – aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen. Die einzusetzenden Mittel stehen gezielt für die Verbesserung der regionalen Entwicklung und das Aufholen des Entwicklungsrückstandes gegenüber dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Hierzu fördert der EFRE vor allem zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft sowie öffentliche Infrastruktur.

Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Im Zeitraum von 2014 bis 2018 wurden davon im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEuI) Zuschüsse von insgesamt 140,5 Millionen Euro für 423 Vorhaben bewilligt; davon unter anderem 92,7 Millionen Euro für 209 Verbundforschungsvorhaben, 34,8 Millionen Euro für 69 einzelbetriebliche FuE-Vorhaben sowie 3,9 Millionen Euro für 24 Prozessinnovationen. Von diesen bewilligten Mitteln gingen insgesamt 44,9 Millionen Euro an kleine und mittlere Unternehmen für 226 Projekte, 47,9 Millionen Euro an große Unternehmen für 62 Projekte, 28 Millionen Euro an die Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 85 Projekte und 19,7 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 50 Projekte.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der Europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

20 Jahre Lehrstuhl für Unfallchirurgie

Greifswald – Vor 20 Jahren ist der Lehrstuhl für Unfallchirurgie an der Universitätsmedizin Greifswald gegründet worden. Das Jubiläum wird noch bis Sonnabend in Greifswald mit einem Symposium zum Thema „Komplikationen in der Medizin – Niederlage oder Herausforderung“ begangen.

„Komplikationen sind anspruchsvollste Herausforderung, auch für operative Medizin. Diesen medizinischen Herausforderungen stellt sich die Universitätsmedizin Greifswald seit Gründung des Lehrstuhls unter Professor Doktor Ekkernkamp kontinuierlich und erfolgreich. Zwischenzeitlich hat sich der Lehrstuhl für Unfallchirurgie Greifswald eine über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus anerkannte hohe Fachkompetenz erarbeitet. So bildet zum Beispiel Herr Professor Peter Hinz auch in Vietnam Kollegen fort und hilft so konkret und uneigennützig beim Aufbau eines modernen Gesundheitswesens in dieser prosperierenden Region zum Wohle abertausender Patientinnen und Patienten. Dafür danke ich dem Lehrstuhlleiter Herrn Professor Doktor Ekkernkamp und Herrn Professor Doktor Hinz persönlich. Nach Greifswald kommen auch Patienten mit bereits eingetretenen oder zu erwartenden posttraumatischen und postoperativen Komplikationen zur Behandlung. Die Professur für Komplikationschirurgie ist die einzige an einer Medizinischen Fakultät in der gesamten Bundesrepublik. Und zugleich ist hier die einzige ausgewiesene Universitätshandchirurgie in Deutschland ansässig. Diese beispielhafte Entwicklung ist Ergebnis des hohen Engagements aller Mitarbeitenden in Greifswald“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es in den 37 Krankenhäusern – inklusive der Tageskliniken – insgesamt 11.486 Betten (Stand 01.01.2019). In der Klinik und Poliklinik für Unfall, Wiederherstellungschirurgie und Rehabilitative Medizin an der Universitätsmedizin Greifswald mit 40 Betten kümmern sich 34 Ärzte sowie Kranken- und Gesundheitspfleger um Verunfallte mit leichten, schweren und schwersten Verletzungen. Jährlich wurden nach Angaben der Universitätsmedizin 17.662 ambulante Notfälle behandelt (2018). Eine besondere Aufgabe kommt der Versorgung der Mehrfach- und Schwerverletzten zu. Bei jährlich über 2.300 stationären Patienten werden rund 2.350 Operationen durchgeführt. Zudem gibt es ein überregionales Traumazentrum, zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, das die Versorgung von Schwerstverletzten der Region und überregional sichert.

„Der Lehrstuhl für Unfallchirurgie steht exemplarisch für die hohe Bedeutung unserer Gesundheitswirtschaft als ein humanistisches Zentrum zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, als boomender Wirtschaftsfaktor und als Beschäftigungsmotor in Mecklenburg-Vorpommern. Die Krankenhäuser und Universitätsmedizinen gehören zum Kernbereich der Branche und stehen mit den weiteren Akteuren im Gesundheitswesen als ein Garant für das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern“, hob Rudolph hervor.

„Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern noch intensiver als ganzheitliche Gesundheitsregion etablieren, denn die wirtschaftlichen Effekte der Gesundheitswirtschaft strahlen in viele Bereiche unserer Volkswirtschaft aus. Von großer Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem die Vorleistungs- und Zulieferindustrie. Dazu zählen unter anderem Medizintechnik, Pharmazeutik, Biotechnologie, Gesundheitshandwerk und der medizinische Handel. Hier sind wir stark aufgestellt. Auch der sogenannte zweite Gesundheitsmarkt rund um die privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen für Gesundheit wächst stetig. Angebote im Gesundheitstourismus sowie zu den Themen Gesunde Ernährung und Gesundes Altern haben wir genauso aktiv in unserem Fokus“, sagte Rudolph.

Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes beträgt etwa 15 Prozent (ca. 5,8 Milliarden Euro). In der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns sind derzeit rund 154.000 Erwerbstätige beschäftigt. Das bedeutet: Jeder fünfte Arbeitsplatz befindet sich in der Gesundheitswirtschaft. Etwa 69 Prozent der Bruttowertschöpfung der Branche werden in klein- und mittelständischen Unternehmen realisiert. Die Zahlen sind vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung 2018 erhoben worden.

Neue Dialysestation

Karlsburg – Am Mittwoch ist im Klinikum Karlsburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) die neu gebaute Dialysestation und Endoskopie-Abteilung feierlich eröffnet worden.

„Das ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Optimierung der Behandlungsmöglichkeiten für Patienten des Klinikums. Es können neue Therapiemöglichkeiten und zeitgemäße Bedingungen für Patienten und Ärzte auf den Weg gebracht werden. Die Patientenbehandlung wird weiter aufgewertet und deutlich verbessert. Darüber hinaus wird den Bedarfen des Klinikums und der Patientennachfrage noch stärker Rechnung getragen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Karlsburg ist als Herz- und Diabeteszentrum ein stark nachgefragter Standort mit einem besonderen Leistungsspektrum. Das Klinikum ist ein bedeutender Arbeitgeber für die Region. Hier wird Spitzenmedizin aus Vorpommern erfolgreich praktiziert.“

Ursprünglich gab es für Dialyse-Patienten nur zwei Therapieplätze in Karlsburg. In der neueröffneten Dialyseeinrichtung, die mehrere Behandlungsräume besitzt, stehen nun neun bedarfsgerechte Therapieplätze zur Verfügung.

„Besonders Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz, die häufig einer besonderen Blutwäsche (Bauchfelldialyse) bedürfen, können nun separat behandelt werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist von einem wachsenden Bedarf an Dialysebehandlungen auszugehen“, so Minister Glawe weiter. Darüber hinaus steht ein gesonderter Therapieraum für Patienten mit multiresistenten Keimen zur Verfügung. Infolge der Umbaumaßnahme wird auch die Abteilung Endoskopie in einem modernen Umfeld angesiedelt, das höchsten hygienischen Anforderungen genügen kann.

Das Gesundheitsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Landeskrankenhausgesetzes Mecklenburg-Vorpommern mit 927.000 Euro. „Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Bestandteil des Gesundheitslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesundheitsversorgung wird sich fortlaufend auf die veränderten Bedarfe einstellen müssen. Wir brauchen eine gute Versorgungsqualität. Deshalb unterstützen wir weitere Krankenhausinvestitionen“, sagte Glawe.

Abschließend dankte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe den Mitarbeitern für ihr Engagement, für ihre Leistungen und für ihren Einsatz in den vergangenen 25 Jahren am Patienten.

„Viele sind schon sehr lange dabei und haben die Entwicklung des Klinikums hautnah erleben dürfen und die Klinik mit aufgebaut. Die Mitarbeiter tragen erheblich dazu bei, dass es den Patienten dank ihrer intensiven medizinischen Versorgung wieder besser geht. Karlsburg hat sich einen sehr guten Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus erarbeitet“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Rund 500 Mitarbeiter sorgen für die medizinische Versorgung von Herz- und Diabetespatienten.

Seit 1994 steht die Klinik unter privater Trägerschaft der Klinikgruppe Dr. Guth. Das Klinikum Karlsburg ist eine interdisziplinäre Schwerpunktklinik für die Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen, Erkrankungen des Herzmuskels und der Herzklappen sowie sämtlicher Formen des Diabetes mellitus und seiner Komplikationen inklusive Kinder- und Jugenddiabetes.

Förderpreis an junge Wissenschaftler verliehen

Greifswald – Am Montag ist der Förderpreis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Medizinischen Vereins Greifswald e.V. in der Hansestadt verliehen worden.

„Der Preis ist große Anerkennung für Greifswalder Forscherinnen und Forscher. Er macht auf Innovationen sowie die Verbreitung exzellenter wissenschaftlicher Erkenntnisse aufmerksam. Der Verein und der heutige Preis stehen für Tradition und Kontinuität der medizinischen Wissenschaften in Greifswald“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Greifswald. Gestiftet wurde der Preis von der Sparkasse Vorpommern und dem Unternehmerverband Vorpommern.

Der Preis ist an Frederik Charles Roskoden (Jahrgang 1991) verliehen worden. Er ist Arzt in der Inneren Medizin A der Universitätsmedizin Greifswald mit dem Ziel, Internist und Gastroenterologe zu werden. In seiner Publikation, für die er ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich der Mediziner mit der körperlichen Gesundheit, dem Stress-Level sowie den Ernährungs- und Schlafgewohnheiten bei Schichtarbeitern. Die Publikation ist Teil seiner Promotion.

„Das Thema ist sehr aktuell. Es ist über viele Berufsgruppen hinweg von Interesse. Es betrifft nicht nur Angestellte im Gesundheitssystem, sondern auch allgemein die Lebensqualität von Schicht- und Nachtarbeitern in Industrie und Handel. Die Publikation leistet ebenso einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheitsvorsorge von Arbeitnehmern“, so Rudolph weiter.

Der Staatssekretär warb vor Ort für die betriebliche Gesundheitsvorsorge in den Betrieben. „Wer als Arbeitgeber Maßnahmen ergreift, um für die Gesundheit seiner Beschäftigten vorzusorgen, profitiert zugleich von zufriedenen und leistungsfähigen Beschäftigten. Arbeitgeber haben weniger Kosten durch niedrige Krankenstände sowie weniger Fluktuation. Gesundheitsvorsorge ist ein elementarer Beitrag zur Fachkräftesicherung. Dem in einigen Branchen spürbaren Fachkräftemangel kann so begegnet und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt werden“, erläuterte Rudolph vor Ort.

Der Staatssekretär machte auf das erste „Arbeitsschutzhandbuch Mecklenburg-Vorpommern“ aufmerksam. Das Wirtschaftsministerium, das Landesamt für Gesundheit und Soziales sowie die beiden Handwerkskammern des Landes haben das von der Arbeitsschutzbehörde Hamburg herausgegebene Arbeitsschutzhandbuch gemeinsam weiterentwickelt.

„Der Arbeitsschutz muss fest in Betriebsabläufe integriert sein und täglich neu bewusst gelebt werden. Das ist insbesondere für kleinere Unternehmen eine große Herausforderung. Der Leitfaden ist ein praxisnahes, verständliches Arbeitsbuch für jedes Unternehmen“, so Rudolph.

In diesem Jahr wurde der Förderpreis für junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Medizinischen Vereins Greifswald e.V. zum vierten Mal verliehen. Der Preis wird an Wissenschaftler vergeben, die Mitglied der Universität Greifswald sind. Ausgezeichnet wird eine Arbeit, die die wissenschaftliche Forschung auf medizinischem Gebiet an der Universität Greifswald in hervorragender Weise vorangebracht hat.

Der Medizinische Verein, der Unternehmerverband Vorpommern e. V. und die Sparkasse ehren mit dem Preis hervorragende Leistungen. Die Sparkasse Vorpommern fördert den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Institutionen und der Wissenschaft. Gestiftet wird der mit 2.000 Euro dotierte Preis zu gleichen Teilen vom Unternehmerverband Vorpommern e. V. und der Sparkasse Vorpommern.

Der Medizinische Verein Greifswald e.V. wurde am 01. August 1863 gegründet. Er gehört nach eigenen Angaben damit zu den ältesten, heute noch existierenden medizinisch-wissenschaftlichen Gesellschaften im deutschsprachigen Raum. Der Verein fördert die Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse und den Austausch praktischer Erfahrungen durch Vorträge und Diskussionen. Er pflegt den Erfahrungsaustausch zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen innerhalb der Medizin, ebenso den Dialog mit Fachrichtungen mit medizinischer Zielsetzung.

Ausbau des Karbower Wegs in Neu Boltenhagen

Neu Boltenhagen – Die Gemeinde Neu Boltenhagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald hatte beim Innenministerium für ihre Wegebaumaßnahme Karbower Weg Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm der Landesregierung beantragt, damit die Gemeinde ihren Eigenanteil finanzieren kann und somit für diese Maßnahme in den Genuss von EU-Mitteln zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung kommt.

Über den Antrag hatte das Ministerium auf Grundlage des Votums des interministeriellen Vergaberates positiv entschieden, nun ist dem Bürgermeister ein Bewilligungsbescheid über rund 41.900 EUR zugesandt worden. Hauptzuwendungsgeber ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mit einer Förderung in Höhe von rund 189.000 EUR.

„Die Zuwendungen aus Mitteln des Kofinanzierungsfonds sind ein gutes Beispiel dafür, wie es kommunalen Investitionsträgern ermöglicht wird, ihren Eigenanteil zu erbringen, um wie in diesem Fall von EU-Fördermitteln zu profitieren“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Der für die Gemeinde verbleibende Eigenanteil ist jetzt deutlich geringer und das so eingesparte Geld verschafft finanzielle Spielräume für andere unabweisbare Vorhaben.“

Der unbefestigte, stark ausgefahrene Waldweg zwischen den Ortsteilen Neu Boltenhagen und Karbow wird als ländlicher Weg auf ca. 650 m mit Beton-Spurbahn ausgebaut. Mit dem 3. Bauabschnitt wird die straßenmäßige Anbindung des Ortsteiles Karbow an den Hauptort Neu Boltenhagen und das weiterführende Straßennetz fertiggestellt.

Straßenbaumaßnahmen in Groß Ernsthof

Rubenow – Der „Apfelweg“ im Ortsteil Groß Ernsthof der Gemeinde Rubenow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand, der bei Regen und Schnee das Befahren und Begehen der Straße noch weiter erschwert. Deshalb soll die Straße in einer Länge von 520 m und in einer Breite von 3,00 m ausgebaut werden und eine zusätzliche Ausweichstelle erhalten sowie an die K 22 angeschlossen werden. Die Deckschicht wird aus Bitumen bestehen.

Aus eigener Kraft kann die Gemeinde Rubenow die Investitionskosten i.H.v. rund 184.000 EUR nicht tragen. Daher hat der Bürgermeister Fördermittel beim Land beantragt. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt wird aus EU-Mitteln zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung eine Zuwendung i.H.v. rund 138.000 EUR gewähren. Für den verbleibenden Eigenanteil hat die Gemeinde beim Innenministerium einen Antrag auf Fördermittel aus dem Kofinanzierungsprogramm gestellt. Auch dieser Antrag wurde positiv beschieden, so dass dem Bürgermeister nunmehr ein Bewilligungsbescheid des Innenministers über 23.048 EUR zugesandt worden ist.

„Mit dem Ausbau des „Apfelwegs“ werden sich die Bedingungen für die Anwohner verbessern“, sagte Innenminister Lorenz Caffier. „Investitionen in zukunftsfähige Verkehrsinfrastrukturen und gezielte Wegebaumaßnahmen sind gerade für den ländlichen Raum wichtig. Deshalb freue ich mich, die Gemeinde bei der Durchführung der Investitionsmaßnahme unterstützen zu können.“

Förderung für klimafreundlichen Linienbus

Greifswald – Am Mittwoch, 1. Mai 2019, übergibt Verkehrsminister Christian Pegel im Rahmen des Fahrradfests zum Beginn des „Stadtradelns“ in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 130.000 Euro an Thomas Prauße, Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald. Die Förderung erfolgt gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die Neubeschaffung von Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Förderung wird die Neuanschaffung eines Standardlinienbusses mit „Natural Gas Technology“ unterstützt. Diese Antriebstechnologie stellt eine Alternative zum klassischen Dieselantrieb dar. Der Bus kann sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas, einem Produkt aus erneuerbaren und abbaubaren Stoffen, betrieben werden und fährt damit nahezu kohlenstoffdioxidneutral. Er soll überwiegend im ÖPNV genutzt werden und wird mindestens 30.000 Kilometer pro Jahr zurücklegen.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung betragen 318.000 Euro. Die Differenz von 188.000 Euro finanziert die Universitäts- und Hansestadt aus Eigenmitteln.

Über die Richtlinie wird seit 2013 die Neubeschaffung von Bussen gefördert. In der Regel wird jedes Fahrzeug mit maximal 100.000 Euro gefördert. Bei alternativen Antrieben liegt die Höchstförderung bei 130.000 Euro. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung verbindet mit den Förderungen die Erwartung, dass mit den neuen Bussen die Attraktivität und insbesondere der Ausbau eines barrierefreien ÖPNV-Angebots nachhaltig verbessert werden.

Kiellegung für erste Marine Korvette bei Peene-Werft

Wolgast – In Wolgast ist auf der Peene-Werft die erste Korvette der Boote 6-10 für die deutsche Marine feierlich auf Kiel gelegt worden. „Der heutige Fertigungsstart der Hinterschiffe hier am Standort Wolgast leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesamtauslastung der Werft und wird damit das durch den Exportstopp erfolgte Auslastungstief etwas abfedern. Damit schlägt das industrielle Herz in Wolgast wieder kräftiger“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Wolgast. Die Kiellegung erfolgte gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Neben Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe waren Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Ort.

Die Peene-Werft ist Teil der Lürssen Schiffbaugruppe. Das Kerngeschäft liegt im Neubau, Umbau und der Reparatur von Marine- und Behördenschiffen. Die Lürssen Gruppe baut für die Marine fünf Korvetten. Umgesetzt wird das Vorhaben durch die Arbeitsgemeinschaft K130 (ARGE K130). Hierzu gehört federführend die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG sowie die thyssenkrupp Marine Systems GmbH und German Naval Yards Kiel GmbH. Auf der Peene-Werft sind rund 300 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt. „Die Peene-Werft zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Wir stehen dem Unternehmen unterstützend zur Seite ebenso wie bei der Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Bundesregierung hat einen Rüstungsgüterexportstopp nach Saudi-Arabien verhängt. Infolgedessen konnten Patrouillenboote, die auf der Peene-Werft hergestellt werden, nicht ausgeliefert werden. Das Ausfuhrmoratorium wurde durch den Bundessicherheitsrat am 31. März 2019 verlängert. „Inwiefern der Rüstungsgüterexportstopp ab Ende September 2019 wieder aufgehoben und die Produktion danach fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Wir haben die Beschäftigung der Mitarbeiter der Werft im Fokus. Entscheidend ist zu wissen, wohin die Reise künftig genau hingehen wird. Hier ist zunächst der Bund gefordert. Wir stehen weiter für Gespräche bereit, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Situation auf der Peene-Werft

Schwerin – Im Landtag ist am Donnerstag die Situation auf der Peene-Werft diskutiert worden. „Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung für Vorpommern voll und ganz bewusst. Wir setzen uns als gemeinsam handelnde Koalition mit einem gemeinsamen Ziel auf allen Ebenen für eine tragfähige Lösung für die Peene-Werft in Wolgast ein“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag im Landtag. Die Peene-Werft ist Teil der Lürssen-Schiffbaugruppe. Das Kerngeschäft liegt im Neubau, Umbau und der Reparatur von Marine- und Behördenschiffen.

Wirtschaftsminister Glawe erläuterte, dass auf Bundesebene und mit der Werft selbst zahlreiche Gespräche im Sinne der Beschäftigten auf der Peene-Werft geführt wurden. „Und wir lassen nicht locker, diese Gespräche werden wir weiterführen, solange wie es erforderlich ist. Wirtschaftsministerium und Staatskanzlei setzen sich dafür ein, dass die Schiffe, die derzeit nicht nach Saudi-Arabien geliefert werden dürfen, anderen Verwendungen zugeführt werden. Hierzu zählen beispielsweise die Deutsche Marine oder Bundesbehörden. Damit handelt die Landesregierung im Interesse der Beschäftigten am Wolgaster Standort der Lürssen-Gruppe – und zwar handeln wir miteinander und nicht gegeneinander“, machte Glawe weiter deutlich.

Gegenwärtig sind auf der Peene-Werft rund 300 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt, davon sind gegenwärtig unter 50 in Kurzarbeit. „Hier stehen wir dem Unternehmen unterstützend zur Seite ebenso wie bei der Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Das Ausfuhrmoratorium wurde durch den Bundessicherheitsrat am 31. März 2019 verlängert. „Inwiefern der Baustopp ab September 2019 wieder ausgesetzt und die Produktion danach fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar“, so Glawe.

Abschließend machte Glawe im Landtag deutlich: „Die Peene-Werft taugt nicht zum Wahlkampf. Hier sollten wir gemeinsam und parteiübergreifend alle an einer Lösung arbeiten. Wir haben die Beschäftigung der Mitarbeiter auf der Werft im Fokus. Entscheidend ist zu wissen, wohin die Reise künftig genau hingehen wird. Hier ist zunächst der Bund gefordert. Wir stehen weiter für Gespräche bereit, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Neues Löschfahrzeug für die Rollwitzer Feuerwehr

Rollwitz – Für die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (HLF 20 mit Sonderausstattung) für die Freiwillige Feuerwehr Rollwitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stellt das Innenministerium 267.000 EUR als Sonderbedarfszuweisung zur Verfügung. Minister Lorenz Caffier übergab den Förderbescheid heute während eines Besuches persönlich an den Bürgermeister der Gemeinde Herrn Frank Marquardt.

„Mit der vorhandenen Technik würde die Feuerwehr ihre Aufgaben künftig nicht mehr wie erforderlich wahrnehmen können, das alte Fahrzeuge vom Typ W50 ist über 30 Jahre alt. Da die Rollwitzer Feuerwehr auch ein unverzichtbarer Faktor bei der überörtlichen Gefahrenabwehr im Landkreis ist, sind die Investitionen gut angelegtes Geld in die Sicherheit der Menschen der Region“, sagte der Minister in seinem Gespräch mit dem Bürgermeister.

Die Freiwillige Feuerwehr Rollwitz übernimmt Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung in der Gemeinde und im Landkreis. Besondere Gefahrenschwerpunkte sind über das übliche Maß hinaus die Bundesautobahn A20 und die Bundesstraße B109.

„Wer mit offenen Augen durchs Land fährt, stellt fest, dass in die Bereiche Brandschutz und technische Hilfeleistung schon viel Geld geflossen ist, zahlreiche Fahrzeuge wurden beschafft, viele Gebäude saniert oder neu errichtet. Aber unbestritten sind die Bedarfe an Investitionen der Gemeinden in ihre Feuerwehren nach wie vor groß“, so der Minister. „Die Regierungspartner haben sich deshalb im Februar 2019 auf ein 50 Millionen-Programm „Zukunftsfähige Feuerwehr“ verständigt. Ziel ist es, den Fuhrpark der Feuerwehren landesweit abgestimmt, mit Schwerpunkt auf die überörtlich tätigen Feuerwehren zu modernisieren, um dauerhaft einen flächendeckenden Brandschutz sicherzustellen.

14. Mecklenburg-Vorpommern-Tag

Ministerpräsidentin mit Innen­minister auf dem MV-Tag 2018 in Rostock

Ministerpräsidentin mit Innen­minister auf dem MV-Tag 2018 in Rostock

Greifswald – Der 14. Mecklenburg-Vorpommern-Tag wird vom 18. bis 20. September 2020 in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald gefeiert.

Der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern Staatssekretär Reinhard Meyer als Veranstalter und der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder begrüßten gemeinsam die Entscheidung für den Termin.

Staatssekretär Meyer: „Das wird ein großes Landesfest in der Universitätsstadt mit ihrer reichen Geschichte und lebendigen Gegenwart. Das Land kann sich auf einen MV-Tag freuen, der Zeichen für die Zukunft setzen wird. So wollen wir ein CO2-neutrales Landesfest organisieren.“

Der Greifswalder Oberbürgermeister betont: „Unsere Stadt kann es kaum erwarten, im September 2020 Gastgeberin des MV-Tages zu sein. Ich bin sicher, dass nicht nur die Verwaltung, sondern auch unsere Unternehmen, die Universität, unsere Vereine und Verbände und die Greifswalder Stadtgesellschaft engagiert zum Gelingen des Festes beitragen werden.“ Die Vorbereitungen auf Arbeitsebene haben bereits begonnen.