Prof. Petra Maier offiziell Rektorin der Hochschule Stralsund

Ministerin Hesse: Wünsche Energie und Freude für dieses schöne Amt am schönen Sund

Stralsund – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat der neuen Rektorin der Hochschule Stralsund, Prof. Dr.-Ing. Petra Maier, weiterhin viel Glück und Erfolg bei ihren Aufgaben gewünscht. Mit dem Neujahrsempfang am Dienstag, 22. Januar 2019, hatte die Hochschule für angewandte Wissenschaften gleichzeitig zur feierlichen Amtseinführung der Rektorin geladen. Mit Prof. Maier steht erstmals eine Frau an der Spitze der Hochschule Stralsund. Prof. Maier nimmt ihr Amt bereits seit rund vier Monaten wahr.

„Neujahrsempfang und feierliche Amtseinführung passen wunderbar zusammen, weil sie für Aufbruch, frischen Wind und Tatendrang stehen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Genau dies trifft auch Prof. Petra Maier zu. Sie hat eine Hochschule übernommen, die sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark profiliert und stetig weiterentwickelt hat. Das gilt für ihre Studiengänge und ihre Forschungsprojekte gleichermaßen. Prof. Maier hat selbst zehn Jahre daran mitgebaut: als Lehrstuhlinhaberin für Werkstoff- und Fertigungstechnik, später als Prorektorin für Forschung und Entwicklung“, lobte Hesse.

In ihrem Grußwort ging die Ministerin auch auf das Angebot an Bachelor- und Masterstudiengängen in Stralsund ein. „An der Hochschule Stralsund stehen Zukunftsfelder im Mittelpunkt. Sie verheißen den Studierenden ein perspektivreiches Berufsleben und den zahlreichen Partnern in der Wirtschaft einen Fortschritt durch ‚Applied Sciences‛. Die Hochschule Stralsund ist ein entscheidender Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und erst recht in ihrer Region. Ich wünsche Prof. Maier die Energie, die Freude, offene Augen und Ohren, die sie für dieses schöne Amt am schönen Sund braucht“, so Hesse.

Schulen stellen sich auf Digitalisierung ein

Ministerin Hesse: Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen

Schwerin – Das Bildungsministerium hat seine Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule mit einer Veranstaltung im Schulamtsbereich Schwerin fortgesetzt. Am Vormittag sind rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula des Goethe-Gymnasiums zusammengekommen, um sich über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung im Schulbereich auszutauschen. Am Mittwoch, 23. Januar 2019, ist eine weitere Regionalkonferenz für freie Schulen in Schwerin vorgesehen, am Donnerstag, 24. Januar 2019, findet ein Treffen in Neubrandenburg statt.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, dass unsere Schulen ihre technische Ausstattung verbessern können“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir nutzen die Zeit, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen, und bereiten uns weiter auf die Umsetzung vor. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, kommunale IT-Dienstleister und Schulbehörden zusammenarbeiten. Die Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen und offene Fragen zu klären. Ich freue mich, dass mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Güstrow und mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Greifswald die ersten beiden Regionalkonferenzen auf großes Interesse gestoßen sind“, so Hesse.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

Referendariat an Schulen in Teilzeit möglich

Ministerin Hesse: Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern macht im Jahr 2019 das Referendariat an den Schulen attraktiver. Angehende Lehrerinnen und Lehrer können ihren Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolvieren, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Bildungsministerin Birgit Hesse und der Lehrerhauptpersonalrat haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet. Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern, die ein Kind betreuen oder Familienangehörige, kann auf Antrag Teilzeit gewährt werden. Referendarinnen und Referendare, die schwerbehindert sind, sollen diese Möglichkeit auch erhalten.

„Studieren mit Kind, mit eigenen Beeinträchtigungen oder gar mit einem Pflegefall in der Familie ist schon an sich nicht einfach“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „All das noch neben einem anspruchsvollen Referendariat unter einem Hut zu bekommen, scheint nahezu unmöglich. Mit der Teilzeitregelung gehen wir auf individuelle Lebenssituationen von Referendarinnen und Referendaren ein und verschaffen ihnen mehr Zeit. Das Referendariat in Teilzeit leistet daher einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung“, betonte Hesse.

Für das Referendariat in Teilzeit stehen zwei Modelle zur Auswahl, um der persönlichen Situation entsprechend flexible Wege zu ermöglichen. Auf Antrag kann das Land den Referendarinnen und Referendaren Teilzeitbeschäftigung mit der Hälfte (50%) oder drei Vierteln (75%) der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligen. Die Dauer des Vorbereitungsdienstes verlängert sich entsprechend je nach Umfang der bewilligten Teilzeitregelung auf 36 oder 24 Monate für den Vorbereitungsdienst. Das reguläre Referendariat dauert 18 Monate.

Wenn die Voraussetzungen für ein Referendariat in Teilzeit erfüllt werden, wird der Antrag durch das Bildungsministerium bewilligt. Die weitere Ausgestaltung der Ausbildung erfolgt anschließend auf der Grundlage eines individuell abgestimmten Ausbildungsplanes zwischen der Referendarin oder dem Referendar und dem Institut für Qualitätsentwicklung des Bildungsministeriums, das für die Ausbildung zuständig ist.

Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule gestartet

Staatssekretär Freiberg: Wir klären, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat

Greifswald – Vertreterinnen und Vertreter von Schulen, öffentlichen Schulträgern, kommunalen IT-Dienstleistern und der Schulaufsicht treffen sich am Nachmittag im Schulamtsbereich Greifswald bei der zweiten Regionalkonferenz zur Digitalisierung. Gestern hatten sich bereits 220 Vertreterinnen und Vertreter bei der ersten Regionalkonferenz im Schulamtsbereich Rostock in Güstrow über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung in der Schule ausgetauscht. In der kommenden Woche wird es weitere Regionalkonferenzen in Schwerin und Neubrandenburg geben. Außerdem ist eine eigene Regionalkonferenz mit den Trägern freier Schulen geplant.

„Digitalisierung verändert die gesamte Gesellschaft von Grund auf. Damit kommen auch viele Neuerungen auf unsere Schulen zu, aber die Digitalisierung eröffnet auch große Chancen“, betonte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Verständlicherweise gibt es viele Fragen, wenn etwas neu ist. Bei den Regionalkonferenzen kommen wir darüber ins Gespräch und tauschen uns mit Schulen und Schulträgern aus. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen an die Schülerinnen und Schüler kann nur gelingen, wenn alle Seiten partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bei den Regionalkonferenzen sprechen wir auch darüber, wer welche Aufgaben zu bewältigen hat. Insofern freue ich mich über das große Interesse“, sagte Freiberg.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, die technische Infrastruktur der Schulen zu verbessern. Wir wollen die Zeit nutzen, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen. Wir bereiten uns weiter auf die Umsetzung des DigitalPaktes vor“, so Staatssekretär Freiberg. „Grundlage für die Digitalisierung in der Schule ist die Strategie ‚Bildung in der digitalen Welt‛, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die in diesem Schuljahr eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, in ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten. Damit dies erreicht werden kann, haben wir zu Beginn des Schuljahres den fächerübergreifenden Rahmenplan ‚Digitale Kompetenzen‛ in Kraft gesetzt“, erläuterte Freiberg.

Schulcampus „Käthe Kollwitz“ in Anklam wird erweitert und saniert

Anklam – Für die Erweiterung und Sanierung des Schulcampus „Käthe Kollwitz“ übergeben am Freitag, 18. Januar 2019, Landesbauminister Christian Pegel und der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann in Anklam drei Zuwendungsbescheide an den Bürgermeister der Hansestadt, Michael Galander. Die Fördermittel in Höhe von insgesamt 13,4 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 22 Millionen Euro.

Die Hansestadt Anklam beabsichtigt, den Schulcampus „Käthe Kollwitz“ im Altstadtkern – dem Sanierungsgebiet der Stadt – zu sanieren und zu erweitern. Das Vorhaben umfasst die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden, bereits teilsanierten Regionalschulgebäudes. Dabei sollen insbesondere die Brandsicherheit und die Barrierefreiheit des Gebäudes sichergestellt werden.

Außerdem beabsichtigt die Peenestadt, einen Erweiterungsbau am Südteil des Schulhofs zu errichten. Um an dieser Stelle mit dem Bau beginnen zu können, muss ein dreigeschossiger Plattenbau aus den 1970er Jahren abgerissen werden. Der anschließend zu errichtende Erweiterungsbau soll den bisherigen Standort der Grundschule „Villa Kunterbunt – Haus Cothenius“ in der Schulstraße ersetzen und zudem Räume schaffen, die der regionalen Schule „Käthe Kollwitz“ bislang fehlen. Im Zuge der Arbeiten sollen beide Gebäude durch einen Verbindungsbau verknüpft werden. Ein Fahrstuhl darin soll die barrierefreie Erreichbarkeit beider Schulen gewährleisten.

Das Projekt wird kurzfristig begonnen, sodass die Arbeiten im ersten Quartal 2021 abgeschlossen werden können.

Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Samuil Marschak“

Pegel übergibt Förderbescheid für Kita-Neubau

Greifswald – Bauminister Christian Pegel übergibt amDonnerstag, 17.1.2019 an Jeanette von Busse, Vize-Oberbürgermeisterin der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald), einen Zustimmungsbescheid über den Einsatz von Städtebaufördermitteln für den Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Samuil Marschak“ in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen ca. 4,7 Millionen Euro.

Der Eigenbetrieb „Hanse-Kinder“ der Stadt Greifswald plant den Ersatzneubau der Kita „Samuil Marschak“ im Fördergebiet „Soziale Stadt – Schönwalde II“. Die seit 1975 bestehende Kita in Plattenbauweise ist stark sanierungsbedürftig. Daher soll auf dem Grundstück zwischen Tolstoi- und Maxim-Gorki-Straße ein zweigeschossiger Ersatzneubau in Massivbauweise für die Betreuung von 153 Kindern entstehen.

Auch die Außenanlagen sollen neu gestaltet werden. Vorgesehen sind zum Beispiel Schaukeln, Rutschen und eine Bobbycar-Rennstrecke. Um die Bewegung der Kinder zu fördern, entstehen Wasserspiele sowie ein Kletter- und Spielhügel. Im Bereich des Haupteingangs werden Fahrrad- und Pkw-Stellplätze errichtet. Für Außenspielgeräte ist eine Hütte vorgesehen.

Das Bauvorhaben soll voraussichtlich im ersten Quartal dieses Jahres begonnen werden. Für März 2020 ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant. Spätestens im April 2020 soll die Kita in Betrieb genommen werden.

„Land erfahren. Schule erleben.“

Erste Landpartie für angehende Lehrerinnen und Lehrer geplant

Schwerin – Das Bildungsministerium und das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) wollen Studierenden zeigen, wie das Lehrerleben auf dem Land wirklich ist. Das Ministerium und das ZLB laden angehende Lehrerinnen und Lehrer im Frühsommer zur ersten Landpartie ein. Vom 3. bis 5. Juni 2019 tourt ein Bus durch Mecklenburg-Vorpommern und macht an verschiedenen Schulen Station. Lehramtsstudierende, die sich für ein Praktikum, ein Referendariat oder eine Lehrerstelle an einer Schule auf dem Land interessieren, können sich über das Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de zur Landpartie anmelden.

„Schulen im ländlichen Raum haben kleine Klassen. Der Kontakt zu Schülerinnen und Schülern ist persönlicher und zu Eltern selbstverständlich auch. Die Lehrerkollegien in unseren Landschulen freuen sich auf Neuzugänge“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir glauben, dass wir angehenden Lehrerinnen und Lehrern noch deutlicher aufzeigen müssen, dass es an Schulen im ländlichen Raum attraktive Einstiegsmöglichkeiten und Berufsperspektiven gibt. Dies wollen wir ihnen nicht nur mitteilen, sondern mit der Landpartie dafür sorgen, dass sie die Schulen erleben können“, erläuterte die Ministerin.

Die Landpartie ist eine Idee des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung. Die Landesregierung unterstützt dieses innovative Projekt über die Lehrerwerbekampagne und will dafür sorgen, dass es bei vielen Lehramtsstudierenden bekannt wird. Außerdem übernimmt das Bildungsministerium einen Großteil der Kosten. Vorgesehen ist, dass die 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem gecharterten Bus Besuche an Grund- und Regionalen Schulen in Pasewalk, Löcknitz und Ueckermünde machen. Dort treffen sie nicht nur auf Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch auf Bürgermeister, Regional- und Lokalpolitiker, die ihnen zeigen, was für den jeweiligen Ort spricht. Tagungs- und Übernachtungsort der Landpartie ist der Lokschuppen Pasewalk. Die Landpartie ist jedoch nicht das einzige Projekt, mit dem das ZLB auf Schulen im ländlichen Raum aufmerksam machen will.

„Mit den Schulmessen im November 2017 und 2018 haben wir bereits über 600 Studierende an den Standorten Rostock und Greifswald für die Schulen im ländlichen Raum interessieren und begeistern können“, sagte die Direktorin des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung Prof. Carolin Retzlaff-Fürst. „Wir wissen sowohl aus den Evaluationen zu den Schulmessen als auch aus der Studie zur Niederlassungsbereitschaft von Lehramtsstudierenden 2017/2018, dass sie durchaus bereit sind, sich in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommern niederzulassen“, so Prof. Retzlaff Fürst. „Nun müssen wir ihnen die konkrete Möglichkeit eröffnen, die Schulen und die Regionen vor Ort kennenzulernen.“

Jugendliche entdecken ihre Stärken

„Learn about skills – der Berufswahlparcours“ macht Station in Wismar

Wismar – In der „Halle am Alten Hafen“ startet heute das Projekt „Learn about skills – der Berufswahlparcours“. Das außerschulische Modul zur Stärkenentdeckung, Berufsorientierung und Lebensplanung für Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern findet bis zum 18. Januar 2019 mit rund 700 Schülerinnen und Schülern aus Wismar und den umliegenden Landkreisen im dritten Jahr in Folge statt.

„Learn about skills – der Berufswahlparcours“ unterstützt Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen aller Schulformen mit einem integrierten Handlungskonzept beim frühzeitigen Entdecken eigener Stärken und Interessen, bietet Orientierungs- und Entscheidungshilfe für die Berufs- und Lebensplanung und unterstützt bei der Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven. Die Botschaft lautet: „Finde heraus, was dich interessiert! Du kannst viel mehr, als du bislang weißt!“

„Für viele Jugendliche ist der Berufswahlparcours der Beginn, sich mit Fragen zur Berufswahl zu beschäftigen“, sagt Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in den verschiedenen Stationen des Parcours auf spielerische Art einzelne Berufsfelder kennen. Dieses Angebot ist eine gute Ergänzung zur Berufsorientierung in der Schule“, betont Hesse.

„Die Wahl des Ausbildungsberufes ist eine weitreichende Entscheidung“, ergänzt Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. „Sie stellt die Weichen für die eigene Zukunft. Die Vielfalt der angebotenen Möglichkeiten ist groß: Segen und Fluch zugleich. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig zu informieren und vieles auszuprobieren. Beim Berufswahlparcours bietet sich Jungen und Mädchen die Möglichkeit, spielerisch ihre Stärken besser kennen zu lernen. Ein wichtiger Baustein für eine gelungene Berufsorientierung mit Zukunft“, so der Agenturchef.

„Learn about skills – der Berufswahlparcours“ wird als Modul der außerschulischen Berufsorientierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des SGB III der Agenturen für Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Durchgeführt wird es mit dem Projekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“, einer Projektentwicklung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Planung und Durchführung übernimmt die Agentur Sinus – Büro für Kommunikation GmbH als Projektträger mit regionalen Partnerinnen und Partnern. Das Modul wird mit weiteren regionalen, landes- und bundesweiten Angeboten zur Berufsorientierung und Lebensplanung verzahnt.

Im Mittelpunkt steht der rund 500 Quadratmeter große Erlebnisparcours des Projekts „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“. Landesweit werden mit dem Projekt im Schuljahr 2018/2019 über 8.500 Jugendliche von 190 Schulen erreicht. Vorangegangen sind Umsetzungen in Güstrow, Waren (Müritz), Neubrandenburg, Schwerin, Stralsund, Torgelow und Greifswald; Rostock folgt im April. Projektpartner sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die Agenturen für Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern.

Auch die Erziehungsberechtigten erfahren (am 17. Januar 2019) beim Informationsabend im Erlebnisparcours, wie sie ihre Tochter oder ihren Sohn bei der Berufswahl und Lebensplanung unterstützen können. Die Lehrkräfte erhalten auf Begleitveranstaltungen zahlreiche Anregungen, um die behandelten Themen in der Schule vertiefen und mit den nächsten schulischen wie außerschulischen Schritten der Berufswahl verbinden zu können.

Schulleiter tagen zur „neuen“ Oberstufe

Ministerin Hesse: Reform ist Gewinn für alle Beteiligten

Stavenhagen – Auch wenn es die Wintertagung war: Die Vereinigung der Schulleiter der Gymnasien in Mecklenburg-Vorpommern hatte heute in Stavenhagen den Blick fest auf den Sommer gerichtet. Dann nämlich – zum Start des Schuljahres 2019/2020 – greift die Reform der gymnasialen Oberstufe. Bildungsministerin Birgit Hesse zeigte sich vor den Schulleiterinnen und Schulleitern überzeugt, dass alle Beteiligten von dem neuen Leistungskursmodell profitieren werden: „Das neue Modell lässt den Schülerinnen und Schülern mehr Raum, ihren Neigungen nachzugehen. Mit der Wahl von zwei Leistungskursen können Sie künftig selber stärker ihre Schwerpunkte bestimmen.“

Das wirke sich auch auf der anderen Seite des Lehrerpults aus: „Wir erreichen mit dieser Reform, dass die Lehrkräfte homogenere Lerngruppen vor sich haben. Die aktuell noch sechs Hauptfächer bedeuten für die Lehrerinnen und Lehrer mitunter, dass sie Gruppen von Schülern unterrichten, die in dem jeweiligen Unterrichtsfach über völlig unterschiedliches Potenzial verfügen und entsprechend schnell oder langsam vorankommen“, erklärte die Ministerin, „dass damit jetzt Schluss ist, gehört zu den Erwartungen, die unsere Lehrerinnen und Lehrer am häufigsten mit Blick auf die Neuregelungen geäußert haben.“ Die Reform trage außerdem der Forderung der Kultusministerkonferenz Rechnung, möglichst einheitliche Bedingungen für die allgemeine Hochschulreife zu schaffen. Das anerkannt hohe Niveau des Abiturs in Mecklenburg-Vorpommern bleibe davon unberührt.

Die Ministerin nutzte die Tagung auch, um dem Vorsitzenden der Vereinigung, Ingolf Litzner, ausdrücklich für sein langjähriges Engagement zu danken. Die Zusammenarbeit in der Lenkungsgruppe, die regelmäßig über die Reform der Oberstufe beraten hat, sei nur das jüngste Beispiel für seinen unermüdlichen Einsatz. „Immer im Dienst der Sache, pragmatisch, konstruktiv und partnerschaftlich, so habe ich Sie stets erlebt“, sagte die Ministerin. Für Litzner war es die letzte Jahrestagung im Amt des Vorsitzenden.

In der neuen Struktur der gymnasialen Oberstufe werden die bisherigen vierstündigen Hauptfächer differenziert als fünfstündige Leistungskurse auf erhöhtem Anforderungsniveau sowie als dreistündige Grundkurse auf grundlegendem Anforderungsniveau unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler wählen zwei fünfstündige Leistungskurse, die in der Qualifikationsphase doppelt gewichtet und im Abitur auf erhöhtem Anforderungsniveau geprüft werden. Es ist vorgesehen, dass es weiterhin fünf Abiturprüfungen gibt. Die zwei Leistungskursfächer und ein dreistündiges Grundkursfach werden schriftlich geprüft. Neu ist, dass die Schülerinnen und Schüler in zwei Grundkursfächern mündlich geprüft werden. Durch die Vorgaben der Kultusministerkonferenz sind alle Änderungen bis zu den Abiturprüfungen 2021 umzusetzen, beginnend also mit den Schülerinnen und Schülern, die zum Schuljahr 2019/2020 in die Qualifikationsphase eintreten.

Schulcampus Löcknitz

Innenminister Caffier: Kofinanzierungshilfen für Modernisierung der Randow-Schule

Löcknitz – In der Randow-Schule im Schulcampus Löcknitz werden Schüler, die unter geistigen Behinderungen leiden, sonderpädagogisch betreut und individuell gefördert. Die Bedingungen dafür sollen nach Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten deutlich besser werden. Zeitgemäße Unterrichts- und Therapieräume werden entstehen, die mehr Qualität und Breite für den Unterrichtsablauf ermöglichen, auch sicherheitstechnische Aspekte werden berücksichtigt.

Geplant sind u.a. die Sanierung des Hauptgebäudes, die Errichtung eines Erweiterungsbaus sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Aufgrund der teilweise schlechten Bausubstanz des Gebäudes aus den 50er Jahren soll ein Erweiterungsbau nach Abbruch eines Teilgebäudes errichtet werden. Erneuert werden der Trinkwasserhausanschlusses und das Rohrleitungsnetz innerhalb des Bestandsgebäudes. Mit der Sanierung der Wärmeversorgung ist die Installation einer Solaranlage für den Einsatz erneuerbarer Energien geplant. Auch die Hauptverteilung der Elektroanlage wird komplett neu hergestellt.

Hauptförderer für die Baumaßnahmen ist das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Um die Gesamtfinanzierung abzusichern, hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald als Schulträger einen Antrag auf Kofinanzierungshilfe beim Innenministerium gestellt, über den der Vergaberat positiv entschieden hat. Dem Landrat Michael Sack wurde nun ein Bewilligungsbescheid über 357.500 EUR aus dem Kofinanzierungsfonds zugesandt. Die Summe entspricht der höchst möglichen Förderquote.

Innenminister Lorenz Caffier: „Die Landesregierung stellt diese Mittel von jährlich rund 10 Mio. EUR zusätzlich aus dem Strategiefonds bereit und ermöglicht es z.B. dem Landkreis Vorpommern-Greifswald so, an Förderprogrammen teilzunehmen, für die sonst nicht ausreichende Eigenmittel zur Verfügung stehen. Mit dem Kofinanzierungsprogramm in 2017 und 2018 werden insgesamt 71 Projekte gefördert. Damit können die Kommunen Investitionen in Höhe von rund 99,5 Mio. EUR u.a. für Kindertages- und Sportstätten, Schulen, Wegebau in ländlichen Regionen, für städtebauliche Vorhaben oder für Technik und Bauvorhaben im Brandschutz auslösen.“

Die Kofinanzierungsrichtlinie lässt Anträge auf finanzielle Unterstützung des kommunalen Eigenanteils bei der Inanspruchnahme von Förderungen aus 24 Richtlinien des Landes zu. Zuwendungsempfänger sind die Gemeinden, Ämter, Landkreise sowie kommunalen Zweckverbände. Die Höhe der Förderung beträgt, abhängig von der Leistungsfähigkeit des Antragstellers, in der Regel 50 bis 75%.

Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Die Auswahl der Projekte und die Festlegung der Förderhöhe trifft ein interministeriell besetzter Vergaberat.

Voraussetzung für den DigitalPakt: Schulen entwickeln Medienbildungskonzepte

Ministerin Hesse: Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter vor

Schwerin – Mit Medienbildungskonzepten stellen sich die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern für die Umsetzung der Digitalisierung neu auf. Das Medienbildungskonzept soll Bestandteil des Schulprogramms sein, das die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreibt und notwendige und verbindliche Maßnahmen innerhalb einer Schule festlegt. Das Bildungsministerium hat eine Handreichung vorgelegt, die die Schulen bei der Erstellung eines Medienbildungskonzeptes unterstützen soll. Ein solches Konzept ist die Voraussetzung, damit Schulen Fördermittel über den DigitalPakt von Bund und Ländern erhalten können.

„Wenn eine Entwicklung wie die Digitalisierung so viele Bereiche tangiert, lassen sich die Neuerungen nicht nur in einem fächerübergreifenden Rahmenplan festschreiben. Schulen benötigen ein umfassendes Konzept“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit der Handreichung wollen wir Lehrerinnen und Lehrern einen roten Faden an die Hand geben, damit am Ende ein Medienbildungskonzept steht, das ihnen Lust auf das Neue macht und die Voraussetzungen schafft, es zu gestalten. Wir legen die Hände nicht in den Schoß, sondern bereiten uns weiter auf den DigitalPakt Schule vor, auch wenn in Berlin verhandelt wird, über welchen Weg die Fördermittel an die Länder fließen“, erläuterte Hesse.

Grundlage für ein Medienbildungskonzept ist die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, auf die sich die Kultusministerkonferenz verständigt hat. Danach sollen Mädchen und Jungen, die im Schuljahr 2018/2019 eingeschult wurden oder in die Sekundarstufe I eingetreten sind, am Ende ihrer Schullaufbahn eine umfassende Medienbildung erhalten haben. Der DigitalPakt soll die Umsetzung der Digitalisierung der Schulen unterstützen, indem er die technische Infrastruktur verbessert. Während Schulen Medienbildungskonzepte erstellen, müssen Schulträger Medienentwicklungspläne erarbeiten.

„Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, Schulbehörden und das Medienpädagogische Zentrum des Ministeriums zusammenarbeiten und sich verständigen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Zum Auftakt dieser intensiven Arbeitsphase veranstalten wir im Januar Regionalkonferenzen zur Digitalisierung. Bei diesen Treffen wollen wir uns mit Schulleitungen und der kommunalen Seite austauschen, die weiteren Schritte vereinbaren und offene Fragen klären“, betonte Hesse.

Dahlemann: Uni Greifswald strahlt noch stärker in die ganze Region aus

Greifswald – Am Rande der 5. Sitzung des Vorpommern-Rates hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute an die Rektorin der Universität Prof. Johanna Eleonore Weber einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 6 000 Euro für die Vortragsreihe „Universität in der Region“ übergeben.

„Die Vortragsreihe ist bisher auf großes Interesse gestoßen. Es ist richtig, in die Region zu gehen und Themen anzusprechen, die einerseits unseren Alltag betreffen und andererseits unsere Zukunft in den Fokus rücken. Die Menschen merken: Die Universität ist nicht nur etwas für Studierende, sondern für jedermann“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Übergabe des Bescheides. „Die Präsenz der Universität im ländlichen Raum ist wichtig. Das ist Werbung für die Universität und macht sie für junge Menschen hier in Vorpommern attraktiv. Außerdem werden die Verbindungen zwischen Universität und Wirtschaft immer enger. Gern unterstützen wir die Reihe mit 6 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds.“

Diese Vortragsreihe wurde im Oktober 2018 gestartet. Bis Ende September 2020 werden 20 Veranstaltungen in mehreren Städten in Vorpommern und auf der Insel Usedom geplant. Für 2019 sind zehn Veranstaltungen vorgesehen. Die nächste beginnt am 16. Januar um 17.00 Uhr im Historischen U in Pasewalk zum Thema „Lehrerbildung im ländlichen Raum“. Der Eintritt ist frei.

Landesregierung bringt beitragsfreie Kita auf den Weg

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern wird zum 1. Januar 2020 die Elternbeiträge für Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege abschaffen. In der ersten Kabinettssitzung im neuen Jahr hat die Landesregierung den Gesetzentwurf zur Einführung der Elternbeitragsfreiheit, zur Stärkung der Elternrechte und zur Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes für die Anhörung freigegeben.

„Das ist ein guter Start ins neue Jahr. Wir fangen gleich mit unserem wichtigsten Projekt 2019 an. Mecklenburg-Vorpommern wird damit Vorreiter in Deutschland sein. Wir sind das erste Bundesland, das die Beiträge für einen Kita-Ganztagsplatz vollständig abschafft und auch noch den Hort einbezieht. Das ist gerade für Eltern mit kleinem oder mittlerem Einkommen eine große Entlastung“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kabinettssitzung.

„Wir gehen mit der beitragsfreien Kita den entscheidenden Schritt in ein gebührenfreies Bildungssystem und ermöglichen damit den gleichen Zugang und die gleichberechtigte Teilhabe für alle Kinder in unserem Land“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese. „Wichtig ist für die Landesregierung zudem, mit dem Gesetzentwurf das komplizierte Finanzierungssystem der Kindertagesförderung zu vereinfachen und zu entbürokratisieren sowie die Elternvertretungen und die Rechte der Eltern zu stärken“, so Drese.

Nach Abschluss der Anhörung der verschiedenen Interessengruppen wird sich das Kabinett ein zweites Mal mit dem Gesetzentwurf befassen. Anschließend wird der Entwurf in den Landtag eingebracht.

Mit der Geschwisterkindregelung hat die Landesregierung bereits zu Jahresbeginn für mehr als 20.000 Kinder die Elternbeiträge abgeschafft. Eltern in Mecklenburg-Vorpommern zahlen ab diesem Monat nur noch für maximal ein Kind einen Kita-Beitrag. Für ihre jüngeren Geschwister ist der Besuch ab jetzt kostenfrei.

Ab 1. Januar 2020 ist der Besuch von Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege dann für alle 110.000 Kita-Kinder beitragsfrei.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ministerin für Soziales, Gleichstellung und Integration Stefanie Drese werden am Freitag, den 11. Januar gemeinsam mit Landrat Stefan Sternberg die Kita „Neddelrad Spatzen“ in Banzkow besuchen.

Neubrandenburg erhält Zuwendungsbescheid für Sporthalle

Neubrandenburg – Bauminister Christian Pegel übergibt jetzt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro für den Abbruch der Sporthalle und den Ersatzneubau einer Zweifeld-Sporthalle an der Pestalozzischule an den Bürgermeister Neubrandenburgs, Silvio Witt. Die Mittel kommen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsfonds. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 4,3 Millionen Euro.

Im Katharinenviertel östlich der Altstadt Neubrandenburgs soll die nicht mehr sanierungswürdige „Ruhland“-Turnhalle mit Tonnendach aus den 1970er Jahren abgerissen werden. Dort entsteht eine Zweifeld-Sporthalle, die energetisch den heutigen Anforderungen entspricht.

Die Turnhalle nutzen die angrenzenden Schulen – die Regionalschule „Fritz Reuter“, die Grundschule „Uns Hüsung“ und das Förderzentrum „Pestalozzi“ – sowie Vereine. Das Spielfeld der Halle soll 22 mal 45 Meter groß sein und mittels Trennvorhängen in drei Spielbereiche unterteilt werden. Der Sanitär- und Umkleidebereich ist für 92 Sportler ausgelegt, also maximal für drei Schulklassen.

Der Hallenkörper wird als Stahlbetonstützenkonstruktion errichtet. Die tieferliegenden Gebäudeteile werden in Anlehnung an das angrenzende Schuldenkmal der Pestalozzischule im Bereich des Erdgeschosses verklinkert.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich im dritten Quartal 2019 beginnen und Ende Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Schuljahr 2017/2018: Quote der Schüler ohne Berufsreife leicht gestiegen

Ministerin Hesse: Berufsreife ist die Voraussetzung für beruflichen Erfolg

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2018 der Anteil von Schülerinnen und Schülern ohne Schulabschluss gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Quote der Mädchen und Jungen, die die Schule ohne Berufsreife verließen, lag bei 9,2 Prozent. In absoluten Zahlen waren das 1.194 Schülerinnen und Schüler. Im Jahr 2017 lag die Quote bei 8,7 Prozent, im Jahr 2016 waren es ebenfalls 9,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Berufsreife verlassen haben. Im Jahr 2008 lag der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Berufsreife noch bei 15,8 Prozent.

„Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, muss die Berufsreife nachweisen. Die Berufsreife ist die Voraussetzung für beruflichen Erfolg“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Im Ministerium haben wir uns die Zahlen genau angesehen und ergründet, warum die Quote im vergangenen Jahr gestiegen ist. Wir können den Anstieg um 0,5 Prozentpunkte überwiegend durch die gestiegene Quote der Abgängerinnen und Abgänger ohne Abschluss mit Migrationshintergrund erklären. Diese Quote ist im Jahr 2018 auf 1,1 Prozent gestiegen, im Jahr 2017 lag sie noch bei 0,7 Prozent“, so Hesse.

Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern haben viele Möglichkeiten, die Berufsreife zu erlangen. Wer diesen Abschluss auf regulärem Weg voraussichtlich nicht erreichen wird, erhält mit 9+ an ausgewählten Regionalen Schulen und Gesamtschulen ein zusätzliches Schuljahr Zeit. Das Produktive Lernen ist ein Angebot mit einem hohen Praxisanteil und will Jugendlichen Lust auf das Lernen machen. In einem freiwilligen 10. Schuljahr an Förderschulen können Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten die Berufsreife erlangen. Dieses Angebot soll nach dem Auslaufen der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen erhalten und an ausgewählten Regelschulen fortgeführt werden.

„Wenn wir uns die Abschlussquoten im vergangenen Jahr je Einzelschule anschauen, zeigt sich, dass bei circa 64 Prozent aller Schulen mit Abgängerinnen und Abgängern ohne Abschluss ein Schüler weniger, genauso viele Schüler oder ein Schüler mehr als im Vorjahr die allgemein bildende Schule ohne Abschluss verlassen hat“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Insofern ist die Veränderung gegenüber dem Vorjahr bei einem Großteil der Schulen sehr gering. Die Berufsreife ist allerdings auch kein Abschluss, der automatisch verliehen wird. Jede Schülerin bzw. jeder Schüler kann und muss zum eigenen Erfolg etwas beitragen“, sagte Hesse.