Norddeutscher Wissenschaftspreis 2018: 16 Bewerbungen eingegangen

Ministerin Hesse: Rege Beteiligung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus MV

Schwerin – Für den Norddeutschen Wissenschaftspreis 2018 sind 16 Anträge mit norddeutschen Kooperationsvorhaben eingegangen. Der Preis wird in diesem Jahr im Bereich der Lebenswissenschaften vergeben. Sie umfassen Biologie, Ernährungswissenschaften, Medizin, Pharmazie und Pharmakologie, Umwelt- oder Agrarwissenschaften. Die 16 Wettbewerbsbeiträge des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2018 decken ein breites Spektrum ab.

„Mit dem gemeinsamen Preis wollen wir zeigen, wie leistungsstark die Forschung in Norddeutschland ist“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich über die rege Beteiligung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus MV. Mecklenburg-Vorpommern hat bei vier Anträgen die Federführung und ist an zwei weiteren Forschungsverbünden beteiligt. Ich drücke den Forscherinnen und Forschern aus unserem Land die Daumen und hoffe, dass sie die Fachjury überzeugen können“, sagte Hesse.

Die Beiträge reichen von Projekten aus der Grundlagenforschung (z. B. zur epigenetischen Struktur des Alterns) über die anwendungsorientierte medizintechnische Forschung (z. B. zu funktionalen Gewebeimplantaten oder strahlungsfreien Methoden zur Gefäßdarstellung) und Stammzellforschung (z. B. mit Projekten zur Qualitätskontrolle oder zur personalisierten Diagnostik und Therapieentwicklung bei Herzinsuffizienz) bis hin zur Gesundheitsforschung (z. B. mit einem Projekt zum gesunden Altern) und Beiträgen zur Agrarwissenschaft (z. B. mit einem Projekt zum Mikrobiom von Agrarböden im Klimawandel).

Der Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Freien Hansestadt Bremen, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergeben.

Bewerben konnten sich sowohl länderübergreifende Wissenschaftskooperationen, die bereits länger bestehen oder auch neu aufgebaut werden, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und zur Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher Wissenschaftsnetzwerke beitragen. Sie mussten Beteiligte aus mindestens zwei norddeutschen Ländern aufweisen, darunter mindestens eine staatliche norddeutsche Hochschule.

Eine Jury aus renommierten Forscherinnen und Forschern trifft eine Vorauswahl. Der Preis soll am 29. November 2018 in Bremen feierlich übergeben werden.

18. Projektwettbewerb „Schüler staunen …“ in Rostock eröffnet

Rostock – Heute hat der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus in Rostock den 18. Projektwettbewerb „Schüler staunen …“ offiziell eröffnet. Schüler der Klassenstufen 1 bis 12 aus der Hansestadt Rostock und dem Landkreis Rostock sind aufgerufen, bis zum 31. März 2020 ihre Projekte rund um das Thema Nachhaltigkeit einzureichen.

„Für mich als Umweltminister ist es eine der wichtigsten Aufgaben, unseren Kindern und Enkeln einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen nicht nur zu vermitteln, sondern sie auch anzuregen, sich selbst aktiv in den Umweltschutz einzubringen. Genau dort setzt auch der Schülerwettbewerb an“, sagte Backhaus.

Im Projektwettbewerb können sich Schüler zu folgenden sechs Themenkreisen um Preise bewerben:

Naturreichtum in Stadt und Land
Mobilität und Umweltschutz – wie geht das?
Gewässer, Trinkwasser und Lebensmittel aus der Region – sauber und gesund?
Unsere Ostsee, unsere Küste
Abfälle, Rohstoffe, Energie

Mit Unterstützung von Lehrkräften der Bildung für nachhaltige Entwicklung werden die Schüler an diese Themen herangeführt und müssen selbst ein Projekt entwickeln und umsetzen.

Der Wettbewerb ist ein Beitrag des Landes zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ausrichter ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Es wird von 15 Partnern aus Bildung und Wirtschaft der Region unterstützt.

„Europa neu denken!?“ in Grimmen

Ministerin Hesse: An den Schulen soll es am Europa-Tag einen Projekttag geben

Grimmen – Der 11. Jahreskongress zur politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern stand ganz im Zeichen von Europa. In Vorträgen und Workshops im Kulturhaus Treffpunkt Europas in Grimmen ging es um die Frage, ob wir immer noch dasselbe meinen, wenn wir von Europa sprechen. Veranstaltet wurde der Kongress von der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesverband der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung. Bildungsministerin Birgit Hesse hat den Kongress eröffnet.

„Wenn es um die Werte und Errungenschaften geht, die Europa verkörpert, dann muss man gerade in Deutschland den Blick nicht allzu weit zurückwerfen: Denn die Wiedervereinigung von Ost und West 1990 war keine ausschließlich deutsch-deutsche Leistung, sondern wäre ohne den gleichzeitigen, vertieften europäischen Einigungsprozess nicht denkbar gewesen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Als bekennende Europäerin halte ich es für wichtig, sich selbst und anderen das hin und wieder bewusst zu machen. Dies ist einer positiven Grundhaltung gegenüber Europa sicherlich genauso zuträglich wie der Umstand, dass wir unter seinem Dach seit Jahrzehnten in Frieden, Demokratie und Wohlstand leben“, so Hesse.

Mit Blick auf das kommende Jahr machte Bildungsministerin Birgit Hesse auf die anstehenden Wahlen aufmerksam und warb schon heute um eine hohe Wahlbeteiligung. Im kommenden Jahr lägen Europa und die demokratischen Prozesse vor unserer Haustür dicht beieinander.

„Wenn am 26. Mai 2019 das Europaparlament gewählt wird, finden hier bei uns parallel die Kommunalwahlen und voraussichtlich auch die erste Volksbefragung zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre statt. An den Schulen soll es deshalb bereits am 9. Mai – dem Europa-Tag – einen landesweiten Projekttag geben, bei dem es vor allem um das Thema ‚Wählen ab 16‛ gehen soll“, erläuterte Ministerin Hesse. „Grundlage einer Wahlentscheidung sollte immer politische Bildung sein, die eben auch Kenntnisse über die Europäische Union vermittelt: zumal deren Politik durchaus spürbare Auswirkungen bis hinein in die regionale Entwicklung der einzelnen Bundesländer hat.“

Auf dem Weg zum anerkannten Schulabschluss

Ministerin Hesse: Auch Jugendliche an Förderschulen können die Berufsreife erlangen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern streben ca. 400 Förderschülerinnen und Förderschüler in einem freiwilligen 10. Schuljahr die Berufsreife an. Das Land hat im Schuljahr 2018/2019 insgesamt 36 Klassen an 29 Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen eingerichtet. Das Angebot eines freiwilligen 10. Schuljahres gibt es bereits zum fünften Mal. Über 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die in den vergangenen Jahren dieses Angebot genutzt haben, konnten die Berufsreife erlangen und haben in den meisten Fällen auch eine duale Ausbildung begonnen. Für das freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen stehen in diesem Jahr rund 3 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln zur Verfügung.

„Die Berufsreife ist die Eintrittskarte, um sich auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Auch Jugendliche an Förderschulen können die Berufsreife erlangen. Dass dies durchaus möglich ist, haben die Schülergenerationen vor ihnen bewiesen. Im vergangenen Schuljahr haben 367 von insgesamt 398 Schülerinnen und Schüler den Abschluss ‚Berufsreife‛ an einer Förderschule erlangt. Diese Zahl zeigt, dass man es schaffen kann und soll Ansporn sein für alle, die dieses Ziel noch vor sich haben“, betonte Hesse.

Darüber hinaus erhalten Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 eine zusätzliche Förderung in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Förderung erfolgt über das Projekt „Ergänzungs-/ Teilungsstunden und Coaching“ an 30 Regionalen Schulen und Gesamtschulen in bis zu 357 Klassen. Im Schuljahr 2017/2018 wurden an 34 Regionalen Schulen insgesamt 403 Klassen gefördert.

„Mit den Förderstunden verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Zahl der Jugendlichen zu erhöhen, die die Schule mindestens mit der Berufsreife verlassen“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. Die Jugendlichen können durch den Förderunterricht ihre Kenntnisse vertiefen. Lehrkräfte erhalten an ihrer Schule ein Coaching, damit sie ihren Unterricht besser auf die jeweiligen Schülerinnen und Schüler ausrichten können. Die Landesregierung stellt im in diesem Jahr für das Projekt ca. 2,9 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Landesmitteln zusätzlich für die Schulen zur Verfügung.

Neue Hilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation in M-V

Rostock – Am Mittwoch hat die „Technologiekonferenz MV 2018 – Zukunft für den Mittelstand“ in Rostock stattgefunden. Schwerpunktthema war die Digitalisierung. „Die Unternehmen stehen vor enormen Veränderungen. Was vor einigen Jahren noch unter der Überschrift Utopie gehandelt wurde, ist heute schon vorstellbar geworden oder gar Realität. Am Arbeitsmarkt werden in der Zukunft andere Qualifikationen und Kompetenzen gefragt sein als heute. Wir müssen die Digitalisierung eher als Chance sehen und weniger als Risiko. Das ist eine Herausforderung. Wir unterstützen die Unternehmen dabei diesen Weg zu gehen“, sagte der Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph machte auf neue Unterstützungsmöglichkeiten für mehr Forschung, Entwicklung und Innovation aufmerksam. „Wir bauen den Forschungs- und Entwicklungsbereich bei uns in Mecklenburg-Vorpommern konsequent weiter aus“, sagte Rudolph. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden dabei unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei KMU mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, jedoch max. mit 200.000 Euro gefördert. Zudem können zukünftig auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. „Wir haben den Kreis der möglichen Zuwendungsempfänger erheblich erweitert. Neu ist, dass im Gegensatz zu früher nicht nur das verarbeitende Gewerbe, sondern die gewerbliche Wirtschaft, wie beispielsweise auch Handel, Dienstleistung und Bauunternehmen, antragsberechtigt sind“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph.

Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. „Damit gehen wir noch einen Schritt weiter. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen fördern wir mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Realität überführt werden“, erläuterte Rudolph.

Damit die Unternehmen des Landes durch tatsächliche Beispiellösungen überzeugt werden können, unterstützen wir das Fraunhofer IGP in Rostock bei der Erweiterung der Forschungseinrichtung in einem vierten Bauabschnitt. Für 16,5 Millionen Euro wird dort eine Fabrik der Zukunft, ein Demonstrationszentrum Industrie 4.0., entstehen. „Für die regionale Wirtschaft stehen dann eine moderne Infrastruktur, innovative Methoden und intelligente Köpfe zur Verfügung“, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär.

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Wir planen, die Forschungs- und Entwicklungsförderung um 50 Millionen Euro aufzustocken. Wir versprechen uns davon eine weitere Stärkung der Innovationskraft der regionalen Wirtschaft und die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze. Der Antrag auf Änderung des Operationellen Programmes liegt dazu in Brüssel. Wir sind guter Hoffnung, dass wir eine Zustimmung erhalten werden“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph.

Im Zeitraum von 2014 bis zum August 2018 haben wir im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsförderung Zuschüsse von insgesamt 132,6 Millionen Euro für 388 Vorhaben bewilligt. Allein im Jahr 2017 waren es 50,4 Millionen Euro für 86 Projekte. „Die Möglichkeiten der Forschungs- und Entwicklungsförderung in Mecklenburg-Vorpommern werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen. Ein sehr großer Teil der geplanten 168 Millionen Euro ist daher schon gebunden“, so Rudolph weiter.

Insgesamt wurden 88,5 Millionen Euro für 199 Verbundforschungsvorhaben, 33,3 Millionen Euro für 63 einzelbetriebliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie 6,6 Millionen Euro für 87 Durchführbarkeitsstudien bewilligt. Bei der Verteilung der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation sind 39 Prozent der Mittel in die Biotechnologie und Medizintechnik geflossen. Mit 24 Prozent war der Maschinenbau beteiligt, 11 Prozent gingen in den Bereich der Mobilität und ca. 10 Prozent flossen in die Informations- und Kommunikationstechnologie. „Diese Zahlen zeigen, dass es im Bereich Forschung und Entwicklung keinen Stillstand gibt. Es wird gehandelt. Und das ist richtig so“, betonte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph machte auch auf weitere Unterstützungsmöglichkeiten des Wirtschaftsministeriums aufmerksam. „Hierzu zählen die berufsbegleitende Qualifizierung der Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) sowie die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Ersteinstellung von Personal mit Hochschulabschluss in einer technischen Fachrichtung (Einstellungsrichtlinie). Mit der Schaffung eines Kompetenzzentrums ´Digitalisierung in der Arbeitswelt MV´ wird eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie deren Interessensvertreter gefördert. Das Kompetenzzentrum soll die Informationen zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit bündeln und weitergeben, übergreifend die neuen rechtlichen Herausforderungen aufbereiten und vermitteln, über vorhandene Unterstützungsangebote informieren und auch eigene Schulungen in Betrieben anbieten“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend. Die Technologiekonferenz wurde u.a. vom Wirtschaftsministerium, von der IHK zu Rostock und vom Strategierat Wirtschaft Wissenschaft MV ausgerichtet.

Die Schaffung attraktiver und wissensbasierter Arbeitsplätze und die Erhöhung des Anteils wertschöpfungsintensiver Wirtschaftszweige an der Wirtschaftsstruktur stehen im Vordergrund der Technologiepolitik in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu hat das Wirtschaftsministerium einen Strategierat berufen, der insbesondere eine enge Beratung und Begleitung des Landes zur Steigerung der Technologie- und Innovationskompetenz leistet und sich für die Förderung der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft einsetzt. Mitglieder des Strategierates sind die fünf Wirtschaftskammern des Landes, fünf Hochschulen, fünf anwendungsbezogene außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, der Verbund der Technologiezentren sowie die Ministerien für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit; Bildung, Wissenschaft und Kultur; Energie, Infrastruktur und Digitalisierung sowie Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Altenpflegepreis des Landes geht nach Stralsund

Ministerin Drese zeichnet innovatives Unterrichtsprojekt zur Gewinnung von Altenpflege-Auszubildenden aus

Die Gewinner des Altenpflegepreises 2018 - Tagespflege und Pflegedienst Prettin, Stralsund

Die Gewinner des Altenpflegepreises 2018 – Tagespflege und Pflegedienst Prettin, Stralsund

Stralsund – Der Gewinner des Landes-Altenpflegepreises 2018 ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Tagespflege und dem Pflegedienst Prettin mit der Gesamtschule „Marie Curie“ in Stralsund. Im Rahmen von Betriebsbesichtigungen, Schülerpraktika und Wahlpflichtunterricht wird Schülern der Klassenstufen 7 bis 10 der Marie-Curie-Gesamtschule das Berufsfeld Altenpflege nähergebracht.

„Durch vielfältige Kontakte und innovative Unterrichtsprojekte wird von der Tagespflege und dem Pflegedienst Prettin aktiv für das wichtige Arbeitsfeld Pflege geworben. Mit diesem nachhaltigen Beitrag zur Fachkräftegewinnung erfüllt das Projekt in beispielgebender Weise das Anliegen des Altenpflegepreises“, verdeutlichte Sozialministerin Stefanie Drese bei der Preisverleihung im Rahmen des Landespflegekongresses in Rostock.

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Altenpflegepreis wird durch den Landespflegeausschuss und das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung verliehen.

„Bei allen Herausforderungen sollte das Thema Pflege nicht immer nur mit negativen Etiketten behaftet werden. Das wird in keiner Weise den dort arbeitenden Menschen, den pflegenden Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten sowie der Entwicklung im Pflegebereich in den vergangenen Jahren gerecht“, betonte Ministerin Drese heute in ihrer Laudatio. Viele hervorragende Projekte und Angebote seien in Mecklenburg-Vorpommern entstanden.

Drese: „Pflege braucht Anerkennung. Pflege braucht Öffentlichkeit. Pflege braucht feierliche Anlässe. Mit der Verleihung des Altenpflegepreises wollen wir einen Beitrag leisten, die vielen Facetten der Pflege zu würdigen und ihre gesellschaftliche Bedeutung hervorzuheben.“

Die Preisträger des Altenpflegepreises 2018 sind:

  • 1. Platz mit 3.000,00 Euro – Tagespflege und Pflegedienst Prettin, Stralsund – „Innovatives Unterrichtsprojekt mit der Gesamtschule Marie Curie zur Gewinnung von Altenpflege-Azubis“
  • 2. Platz mit 1.500,00 Euro – Städtisches Pflegeheim Neubrandenburg – „Genuss wie aus der Sterne-Küche: Show-Cooking und Restaurant-Feeling im Pflegeheim“
  • 3. Platz mit 500,00 Euro – Grabower Pflegedienst und Tagespflege Henning – „Trotz Pflegebedarf die Welt entdecken“

Der Verleihung vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung. 19 Bewerbungen zu verschiedenen Themenbereichen wurden eingereicht. Aus diesen Wettbewerbsbeiträgen hat die Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der AOK Nordost, des MDK MV, dem bpa MV, der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege MV, dem vdek MV, der Vereinigung kommunaler Träger von Pflegeeinrichtungen MV sowie des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung die drei Gewinner ausgewählt.

Feierlicher Semesterstart an der Hochschule Stralsund

Ministerin Hesse: HOST pflegt Netzwerk zu Partnern in Wirtschaft und Wissenschaft

Stralsund – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat am Nachmittag die neuen Studierenden an der Hochschule Stralsund begrüßt. Im Wintersemester 2018/2019 beginnen dort 630 junge Leute ihr Studium. Mit einem Festakt in der St. Marienkirche hatte die Hochschule Stralsund offiziell das neue Studienjahr eingeläutet.

„Die neuen Studierenden kann ich zu ihrem Studienstart an der HOST nur beglückwünschen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Hochschule Stralsund füllt nicht nur meiner Einschätzung nach ein überzeugendes Konzept mit überzeugenden Inhalten. Es ist auch mit einem objektiven Gütesiegel versehen: Das Centrum für Hochschulentwicklung hat den Stralsundern in seinem aktuellen Ranking kürzlich zum wiederholten Male sehr gute Platzierungen bescheinigt. Die Studierenden lernen hier nicht nur die Theorie, sondern erhalten auch den Bezug zur Praxis“, betonte Hesse.

„In so einem Umfeld zu leben und so ein Umfeld zu erleben – das sollten die neuen Studierenden schon heute als Gewinn für sich verbuchen. Genauso übrigens wie die einerseits übersichtliche Größe der Hochschule mit einem entsprechend vertrauensvollen Umgang zwischen denen, die hier lehren, und denen, die hier lernen – und dem andererseits weit verzweigten Netzwerk, das die HOST nach draußen pflegt: zu ihren Partnern in Wirtschaft und Wissenschaft“, so Ministerin Hesse.

Sanitz: Fördermittel für Erweiterungsneubau der Grundschule

Sanitz – Für die Erweiterung der Grundschule in Sanitz (Landkreis Rostock) übergibt Bauminister Christian Pegel am Mittwoch (19.09.2018) dem Bürgermeister der Gemeinde Sanitz, Joachim Hünecke, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) und dienen der Förderung der nachhaltigen ländlichen Entwicklung in kleinstädtisch geprägten Gemeinden.

Die Gesamtkosten für den Erweiterungsneubau betragen etwa 3,6 Millionen Euro.

Die 2012 gebaute Grundschule am Standort John-Brinkmann-Straße/Groß Lüsewitzer Weg soll erweitert werden, weil ein rasanter Anstieg an neuer Wohnbebauung und damit einhergehend der Schülerzahlen zu verzeichnen ist. Im Erdgeschoss wird der Erweiterungsbau mit dem bestehenden Gebäude verbunden. Ferner ist ein großzügiger Eingangsbereich in der Mitte und den beiden Flügeln vorgesehen. Optisch wird der Neubau an das Bestandsgebäude angepasst und die gesamte Schule eine Einheit bilden. Künftig sollen ca. 240 Kinder, verteilt auf elf Schulklassen, in der Schule lernen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich im vierten Quartal 2018 beginnen und Ende 2020 abgeschlossen sein.

Schulbauprojekte: 75 Mio. Euro kommen vom Bund

Ministerin Hesse: Fördermittel sollen für 17 Schulbauprojekte verwendet werden

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern erhält in dieser Wahlperiode 75 Millionen Euro Bundesmittel, um Schulbauvorhaben voranzubringen. „Die Fördermittel, mit denen der Bund über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanzschwache Kommunen unterstützen will, sind auch bei uns vollständig verplant. Wir haben festgelegt, dass die Bundesmittel für 17 Schulbauprojekte verwendet werden sollen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. Sie trat damit anderslautenden Medienberichten vom Wochenende entgegen. Die Bundesmittel sind Teil des Schulbauprogramms, mit dem die Landesregierung insgesamt 129 Schulbauprojekte in dieser Legislaturperiode fördern will.

„Wir haben im Herbst des vergangenen Jahres entschieden, dass die Bundesmittel in ein größeres Schulbauprogramm des Landes fließen sollen“, erklärte Ministerin Hesse. „Im Juni dieses Jahres haben wir die Schulbauliste mit 129 Vorhaben veröffentlicht, die in dieser Wahlperiode unterstützt wurden, werden und werden sollen. Die Bundesmittel sollen auch für bauliche Veränderungen bei der Inklusion genutzt werden. Wir stimmen uns derzeit mit den Kommunen ab und bringen die Anträge auf den Weg“, bekräftigte Hesse.

Die Bauvorhaben, die mit den Bundesmitteln über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz gefördert werden, müssen bis Ende 2022 abgeschlossen und bis 31. Dezember 2023 vollständig abgerechnet werden.

Die Landesregierung will in dieser Wahlperiode insgesamt 325 Millionen Euro in den Neubau und in die Sanierung von Schulen investieren. Die Förderung setzt sich aus Bundesmitteln und aus Landesmitteln aus dem Strategiefonds zusammen. Die Liste mit den 129 Schulbauvorhaben, die unterstützt werden sollen, ist auf der Internetseite des Bildungsministeriums einsehbar.

Schülerzeitung „Gingster Welle“ beim Bundeswettbewerb ausgezeichnet

Ministerin Hesse: Junge Redakteure sorgen für spannenden Lesestoff

Insel Rügen – Bildungsministerin Birgit Hesse hat den jungen Redakteurinnen und Redakteuren der Schülerzeitung „Gingster Welle“ zum Bundespreis im Schülerzeitungswettbewerb gratuliert. Die Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule mit Grundschule Gingst haben in der Kategorie „Realschulen“ den dritten Platz erreicht. Zusammen mit den anderen Gewinnerinnen und Gewinnern ist das Redaktionsteam von der Insel Rügen heute im Bundesrat in Berlin ausgezeichnet worden. Das Preisgeld beträgt 250 Euro.

„Zweimal im Schulhalbjahr sorgen die jungen Redakteurinnen und Redakteure aus Gingst für spannenden Lesestoff. Heute standen die Zeitungsmacherinnen und Zeitungsmacher einmal selbst im Mittelpunkt der Geschichte“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sich im bundesweiten Wettbewerb durchzusetzen, ist eine ausgezeichnete Leistung. Dies spricht für den engagierten Reportereinsatz und die Schülerzeitung selbst. Die Arbeit an jeder neuen Ausgabe ist Medienbildung im besten Sinne: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich nicht nur mit Themen auseinandersetzen, sondern auch mit Meinungs- und Pressefreiheit, Urheber- und Bildrechten, journalistischen Darstellungsformen, Fake News und vertrauenswürdigen Quellen. Ganz nebenbei zeigt die Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung, was eine Ganztagsschule möglich macht“, lobte Hesse.

Zum 15. Mal hat die Jugendpresse Deutschland gemeinsam mit den Ländern die bundesweit besten Schülerzeitungen prämiert. Ausgezeichnet wurden 29 Schülerzeitungen. Eine Jury hatte sie aus 1.900 Einsendungen ausgewählt. Der Schülerzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund“ wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen.

EU-Schulprogramm wird in MV mit Hilfe des Bauernverbandes fortgesetzt

Mühlengeez – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute am Rande der Mela dem Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern einen Zuwendungsbescheid zur Fortsetzung des EU- Schulprogramms übergeben. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt unterstützt mit rund 100.000 Euro die begleitenden pädagogischen Maßnahmen, die vom Landesbauernverband organisiert werden.

„Beim EU-Schulprogramm geht es neben dem Heranführen der Kinder an gesunde Ernährungsgewohnheiten auch darum, ihnen die Zusammenhänge zwischen der landwirtschaftlichen Erzeugung vor der Haustür und unseren Nahrungsmitteln auf dem Teller zu vermitteln“, sagte Backhaus. „Da ist es nur natürlich, dass der Landesbauernverband unser Partner für die Organisation und Durchführung der begleitenden pädagogischen Maßnahmen ist.“

Mecklenburg-Vorpommern nimmt seit 2017 am EU-Schulprogramm teil. Es ermöglicht einmal wöchentlich die kostenfreie Abgabe von 250 ml Milch sowie 80 bis 100 g frischem Obst oder Gemüse pro Kind an teilnehmenden Grund- und Förderschulen. Im Schuljahr 2018/19 beteiligen sich 103 Schulen mit rund 17.500 Kinder. Im vergangenen Schuljahr waren es 91 Schulen.

Bestandteil des EU-Schulprogramms ist es, dass an den teilnehmenden Schulen pädagogische Begleitmaß­nahmen angeboten werden. Diese Aufgabe nimmt in MV der Landesbauernverband in Zusammenarbeit mit seinen Kreisverbänden und dem Landfrauenverband wahr. Er koordiniert Besuche in landwirtschaftlichen Betrieben sowie an den Schulen die Wissensvermittlung zur Herstellung und Verarbeitung der Nahrungsmittel.

Erster Kompaktkurs für Seiteneinsteiger abgeschlossen

Ministerin Hesse: Seiteneinsteiger können für Schulen eine Bereicherung sein

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern haben 172 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger an staatlichen und freien Schulen ihren dreiwöchigen Kompaktkurs abgeschlossen. Das Institut für Qualitätsentwicklung des Bildungsministeriums hatte zu Schuljahresbeginn erstmals dieses Angebot gemacht, um alle neu eingestellten Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung besser auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Der Kompaktkurs konnte in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin besucht werden. Alle Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die an dem Kompaktkurs nicht teilgenommen haben, werden zu einem späteren Zeitpunkt qualifiziert.

„Gerne hätte ich verkündet, dass wir alle freien Stellen zum neuen Schuljahr mit ausgebildeten Pädagogen besetzt haben. Aber der Pool aus dem wir schöpfen können, ist nun einmal begrenzt“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Ich halte aber auch nichts davon, Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zu verteufeln, sondern sehe ihr Potenzial. Sie haben in der Regel ein Hochschulstudium absolviert und bringen das Fachwissen ihrer Disziplin mit. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger können für Schulen eine Bereicherung sein. Das pädagogische Rüstzeug müssen wir ihnen vermitteln“, so Hesse.

Der Kompaktkurs ist Teil der Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung von Lehrkräften ohne Lehrbefähigung. Ziel ist es, den Weg in den Lehrerberuf besser zu begleiten und Anfängerfehler zu vermeiden. Er vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern grundlegende Kenntnisse für die Arbeit an der Schule und im Unterricht. Dazu zählen Methodik, Didaktik, Klassenführung, Schulrecht, Leistungsmessung und Leistungsbewertung, Medienpädagogik und Sonderpädagogik. An den Kompaktkurs schließen sich weitere Veranstaltungen, Erfahrungsaustausche, Unterrichtsbesuche und ein Kolloquium an.

„Wer diese grundlegende Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen hat, absolviert die Modularisierte Qualifizierungsreihe, die mit einer Prüfung endet“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Drei Jahre lang können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre pädagogischen und didaktischen Kenntnisse vertiefen und erweitern. Ist dies geschafft und haben die Kolleginnen und Kollegen den Mindestbeschäftigungszeitraum von fünf, sieben oder zehn Jahren an einer Schule unterrichtet, dann erfüllen sie die Voraussetzungen, um eine Lehrbefähigung zu erhalten. Wir qualifizieren also diejenigen, die wir brauchen und arbeiten mit ihnen daran, dass sie von einer Lehrkraft ohne Lehrbefähigung zu einer Lehrkraft mit Lehrbefähigung werden“, betonte Hesse.

Ganztagsschulen bieten Raum für Bewegungsangebote

Ministerin Hesse: Ich bin ein großer Fan von möglichst viel Bewegung in der Schule

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat sich im Landtag für viele Bewegungsangebote an den Schulen ausgesprochen. Nach ihrer Auffassung bieten Ganztagsschulen genügend Gelegenheit, Bewegungsangebote in den Schulalltag zu integrieren. Die Einführung einer dritten Sportstunde für alle Schulen lehnte die Ministerin hingegen ab.

„Ich bin ein großer Fan von möglichst viel Bewegung in der Schule“, erklärte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sport hat viele positive ‚Nebenwirkungen‛. Motorische Leistungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration, soziale Kompetenz, Selbstständigkeit, aktuelle Befindlichkeit und die Schulzufriedenheit insgesamt – das alles beeinflusst der Sport zum Guten“, sagte Hesse.

Für den Grundschulbereich entwickelt eine Arbeitsgruppe des Bildungsministeriums seit Beginn dieses Jahres den Schulsport qualitativ weiter. Dabei wird er keineswegs nur als Sportunterricht verstanden, sondern als Bewegung, Spiel und Sport im Bereich Primarstufe.

„Jenseits dessen ist es natürlich auch eine Option, die Wochenstundenzahl zu erhöhen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse im Landtag. „Für die Klassenstufen 2 bis 6 haben wir das auch getan, dort gibt es die dritte Sportstunde – vor allem deshalb, weil die Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufen sich in dem Altersbereich befinden, der besonders sensibel und günstig ist für die Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit“, so die Ministerin.

Schuljahr 2018/2019: Weitere 35 Stellen an Schulen besetzt

Ministerin Hesse: An diesen Einstellungszahlen kommt niemand vorbei

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrer erneut erhöht. Das Land hat im laufenden Schuljahr weitere 35 Stellen an den staatlichen Schulen besetzt. Die Zahl von 639 Neueinstellungen zu Beginn des Schuljahres steigt damit auf 674 Neueinstellungen an. Von diesen 674 neu eingestellten Lehrerinnen und Lehrern sind 213 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger.

„Der Unterricht nach der Kontingentstundentafel war von Beginn dieses Schuljahres an abgesichert. Jetzt stehen sogar weitere Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen zur Verfügung“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „An diesen Einstellungszahlen kommt niemand vorbei. Wir können mit der Situation alles in allem zufrieden sein. Selbstverständlich hätte ich gern mehr Stellen mit ausgebildeten Pädagoginnen und Pädagogen besetzt. Doch die Zahl der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger ist schlichtweg Ausdruck der Marktlage“, sagte Hesse.

Um möglichst viele ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer einzustellen, schreibt das Land das ganze Jahr über freie Stellen im Karriereportal für den Schuldienst aus. Außerdem kann das Land Stellenausschreibungen vorziehen, wenn absehbar ist, dass eine Lehrerin oder ein Lehrer in den Ruhestand geht. Mecklenburg-Vorpommern betreibt damit eine strategische Personalplanung an den Schulen. Diese Einstellungspraxis ist für den Öffentlichen Dienst eher unüblich und unterscheidet sich von der vieler anderer Bundesländer.

„An die Stelle der früheren zwei Einstellungstermine im Jahr ist bei uns ein flexibles Einstellungssystem getreten“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. „Wer aus den ausgeschriebenen Stellen im Karriereportal für den Schuldienst einen Lehrermangel ableitet, hat das System nicht verstanden oder will es einfach nicht verstehen. Ich finde es erschreckend, wer meint, sich auf dieser Basis profilieren zu müssen. Letztlich wird dadurch nur die Leistung aller beschädigt, die sich für einen gelungenen Schulstart eingesetzt haben. Und das sind Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung“, sagte Hesse.

Zeugnisübergabe an beste IHK-Absolventen

„Durchstarten sagt Danke“ an engagierte Persönlichkeiten rund um die Ausbildung

Schwerin – Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Schwerin bei drei Aktiven rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt. „Wir ehren drei außergewöhnlich engagierte Persönlichkeiten, die sich in der Berufsorientierung oder in der dualen Berufsausbildung besonders verdient gemacht haben. Sie sind aktive Kümmerer, die junge Menschen auf den ersten Schritten im Berufsleben begleiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Ausgezeichnet wurden Zara Gottschalk, die in der Personalabteilung der Dockweiler Aktiengesellschaft (Neustadt-Glewe) für den Bereich Ausbildung zuständig ist, Martin Bernhofen, Ausbilder und Leiter des Fuhrparks bei der Schäfer-Transporte GmbH in Selmsdorf und Klaus Nowak aus Schwerin, der ehrenamtlich Auszubildende betreut. Alle drei wurden im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe für die besten Absolventen der IHK-Sommerprüfungen geehrt und erhielten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design.

Die Dockweiler AG ist ein international agierender Hersteller von Edelstahlrohrsystemen. Kerngeschäft ist die Erarbeitung von Installationslösungen für den Umgang mit flüssigen und gasförmigen Medien in Branchen der Halbleiter- und Pharma-Industrie, Analytik sowie der Feinchemie. Das Spektrum reicht von Rohren, Formteilen, Kugelhähnen, Schläuchen und Komponenten bis hin zu komplexen kundenspezifischen Sonderanfertigungen. Das Unternehmen bildet an seinem Hauptsitz in Neustadt-Glewe in den Berufen Konstruktionsmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Industriekaufleute, Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Vor Beginn einer Ausbildung lädt das Unternehmen die Auszubildenden gemeinsam mit den Eltern zu einem Informationsnachmittag ein, um das Unternehmen vorzustellen und bei einem Betriebsrundgang Einblicke hinter die Kulissen der Dockweiler AG zu bieten. „Das familiengeführte, international tätige Unternehmen Dockweiler bietet jungen Menschen attraktive Perspektiven für die Zukunft. Dank der Betreuung durch Zara Gottschalk gelingt es, die Auszubildenden gut in den Arbeitsalltag zu integrieren und sie für ihr späteres Einsatzgebiet optimal vorzubereiten“, sagte Glawe.

30 Zugmaschinen, 46 Mitarbeiter und 52 Jahre Erfahrung – so wirbt das Unternehmen Schäfer Transporte GmbH aus Selmstorf (Landkreis Nordwestmecklenburg) für sich. Martin Bernhofen ist dort Leiter des Fuhrparks zugleich für die Ausbildung junger Menschen zuständig und als ehrenamtlicher Prüfer im IHK-Prüfungsausschuss aktiv. „Als gelernter Berufskraftfahrer weiß Martin Bernhofen ganz genau, worauf es bei der Ausbildung ankommt. Er betreut die jungen Berufseinsteiger mit viel Engagement und Herz“, sagte Glawe.

Als Regionalkoordinator für Schwerin ist Klaus Nowak ehrenamtlich bei der SES (Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit) – eine Ehrenamtsorganisationen für Fach- und Führungskräfte im Ruhestand – aktiv. In Deutschland unterstützt der SES vor allem junge Menschen bei der beruflichen Orientierung und während der Ausbildung. Seit 2008 gibt es die Initiative Vera – Vera steht für „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ und stellt besondere Teams aus „alten Hasen“ und ins Trudeln geratenen Azubis zusammen, die Probleme gemeinsam in Angriff nehmen und beseitigen möchten. In Schwerin und Umgebung koordiniert Klaus Nowak diese Hilfe. Rund 80 Berufsstarter werden hier von knapp 40 Seniorexperten aus allen möglichen Berufszweigen begleitet. „Die fachliche und menschliche Begleitung durch berufs- und lebenserfahrene Fachkräfte für Auszubildenden, die Unterstützung brauchen, ist sehr wertvoll. So haben die jungen Menschen einen kompetenten Ansprechpartner an ihrer Seite, der ihnen hilft, die Lehrzeit erfolgreich zu beenden“, sagte Glawe.

Mit der Kampagne „Durchstarten-in-MV“ wirbt das Wirtschaftsministerium seit Jahren gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern für die duale Berufsausbildung im Land.

Auf der Internetseite durchstarten-in-mv.de werden Ausbildungsmöglichkeiten veröffentlicht. Schulabgänger erhalten mit dem „Azubi-Atlas“ die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen und Unternehmen zu suchen. Eine Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Im Azubi-Atlas sind derzeit über 1.400 Firmen mit mehr als 3.100 Ausbildungsangeboten in 272 Berufen vertreten (Stand Ende August). Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren Ende August rund 3.600 Ausbildungsplätze noch frei. Dem stehen knapp 1.900 unversorgte Bewerber gegenüber. „Mecklenburg-Vorpommern bietet Schulabgängern ein großes Spektrum an attraktiven Ausbildungsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven. Wichtig ist es, die Unternehmen vor Ort zu kennen, um die Ausbildungsplatzsuche zu erleichtern. Ein Blick in den Azubi-Atlas lohnt sich“, sagte Glawe.

Darüber hinaus wurden am Montag die besten Absolventen der Abschlussprüfungen der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Hans Thon überreicht worden. Im Sommer hatten fast 950 Auszubildende aus dem Kammerbezirk die IHK-Abschlussprüfungen abgelegt. Die Absolventen kommen aus den Bereichen IT-Berufe (vier beste Absolventen), Medienberufe (1), Lager-Logistikberufe (6), Lebensmittelberufe (7), Veranstaltungsberufe (2), Hotel- und Gastronomieberufe (8), Metall-, Elektro- und Kunststoffberufe (4), kaufmännische (Büro-)berufe (23), Handelsberufe (11) sowie Umweltberufe (2). „Die Absolventen haben sich mit ihrer Berufsausbildung eine hervorragende und anerkannte Grundlage für ihren beruflichen Weg geschaffen. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern braucht engagierte Fachkräfte. Gute Mitarbeiter sind die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg eines Unternehmens“, betonte Glawe.

Der Minister dankte abschließend den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüfern für ihr Engagement.