Einstellung von Referendarinnen und Referendaren

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. Februar 2020 weitere Referendarinnen und Referendare für ein Lehramt ein. Die freien Plätze sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben. An den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen stehen 279 Plätze zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist Mittwoch, 16. Oktober 2019. Aufgrund des höheren Bearbeitungsaufwandes endet der Bewerbungszeitraum für den Quereinstieg (Referendariat an beruflichen Schulen) bereits am 9. Oktober 2019. Das Referendariat dauert 18 Monate.

Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Zeugnisse über die Erste Staatsprüfung bis zum 16. Oktober noch nicht erhalten haben, können nachrangig berücksichtigt werden, sofern sie ihre Zeugnisse bis zum 31. Januar 2020 nachreichen.

„Diese Regelung gilt erstmals für alle Lehrämter, das heißt, auch für das Lehramt an Gymnasien“, erklärte Bildungsministerin Bettina Martin. „Somit haben auch diese Bewerberinnen und Bewerber nun die Chance auf einen nahtlosen Übergang vom Studium in den Vorbereitungsdienst. Ich freue mich sehr, dass nun alle Absolventinnen und Absolventen hier in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft als Lehrkraft an unseren Schulen direkt starten können “

Für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen stehen 50 Plätze zur Verfügung, 101 Plätze für das Lehramt an Regionalen Schulen. Beim Lehramt an Gymnasien sind es 60 Plätze, für das Lehramt für Sonderpädagogik 40 Plätze. Für den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen werden 28 Stellen ausgeschrieben.

„Vier Mal im Jahr ermöglicht Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland im Norden Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen, ihre praktische Ausbildung an den Schulen zu beginnen“, betonte Bildungsministerin Martin. „Mit den Einstellungsterminen für das Referendariat zum 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober stellen wir das ganze Jahr über Referendarinnen und Referendare ein.“

„Die Einstellungschancen beim Referendariat und im Anschluss in den Lehrerberuf sind sehr gut, weil wir einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern haben. Wir stellen laufend ein, auch vorfristig zur Deckung zukünftiger Bedarfe“, warb Martin.

Bewerbungsbedingungen und Infos: www.lehrer-in-mv.de/referendare/infos/

Durchstarten in MV sagt Danke!

Schwerin – „Durchstarten in MV sagt Danke!“ – drei Ehrungen für besonderes Engagement in Sachen Berufsvorbereitung: Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ (durchstarten-in-mv.de) haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin bei drei Aktiven rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt.

„Wir ehren drei außergewöhnlich engagierte Persönlichkeiten, die sich in der Berufsorientierung oder in der dualen Berufsausbildung besonders verdient gemacht haben. Sie sind aktive Kümmerer, die junge Menschen auf den ersten Schritten in Richtung Berufsleben begleiten. Im Mittelpunkt der Ehrung sind dabei Engagierte aus unserem Land, die Anderen auch Perspektiven für einen beruflichen Karriereweg in der Heimat aufzeigen. Dafür stehen die drei Geehrten exemplarisch“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Alle drei erhielten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design.

Ausgezeichnet wurden durch Wirtschaftsminister Harry Glawe und dem Präsidenten der IHK zu Schwerin Matthias Belke, die Lehrerin Andrea Kagel. Sie arbeitet in der Regionale Schule Mühlen Eichsen als Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT)- und Berufsorientierungs-Kontaktlehrerin. Die stellvertretende Schulleiterin bereitet Ihre Klassen beispielsweise hervorragend auf regionalen Berufsmessen und Schulpraktika vor. Ihre Schüler gehen zielgerichtet in die verschiedenen Ausbildungswege nach dem Schulabschluss. Darüber hinaus hat sie gemeinsam mit dem Unternehmen Fertigungstechnik Nord die Lehrstellenbörse in der Region Gadebusch-Mühlen Eichsen erfolgreich organisiert. „Das ist aktiv gelebte und engagierte Berufsorientierung für die Heimat“, so Glawe weiter.

Als langjährige und erfahrene Ausbilderin in den gastgewerblichen Berufen und Standortleiterin für Schwerin und Wismar wurde Andrea Lehmann vom Jugendförderverein Parchim / Lübz e. V. geehrt. Ihr fachliches Wissen hat sie an kommende Generation von Fachkräften im Rahmen der Erstausbildung und bei Umschulungen, im Prüfungstraining sowie in Zusammenarbeit mit dem DEHOGA –Verband MV bei der Durchführung von Jugendmeisterschaften weitergegeben. Als Vorsitzende des Prüferausschusses ist Andrea Lehmann aktiv bei der Vorbereitung und Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen und bescheinigt den zukünftigen Facharbeitern die erlangte Fachkompetenz.

„Das Engagement ist besonders hervorzuheben. Gerade im Hotel- und Gaststättenbereich werden Fachkräfte gesucht. Praxisorientierte Wissensvermittlung ist dabei ein erfolgreicher Baustein. Dankeschön“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Andreas Hehr von der Carl Kühne KG (GmbH & Co. – Niederlassung Hagenow) organisiert mit der IHK zu Schwerin und dem Netzwerk Schule/Wirtschaft Hagenow-Wittenburg-Zarrentin kostenfrei und im Rahmen des ganz normalen Schichtbetriebes des Logistikunternehmens die sehr erfolgreiche Hagenower Berufsinformationsmesse. Jährlich besuchen zwischen 1.100 und 1.200 Interessierte die große Logistikhalle, bis zu 80 Unternehmen nehmen an dieser Messe teil.

„Die Hagenower Berufsinformationsmesse ist heute für viele ein fester Platz im Terminkalender. Die erfolgreiche Resonanz sucht Seinesgleichen in der Region. Das spricht für das hohe Niveau und für das Organisationstalent vor Ort“, so Glawe.

Am Montag wurden die besten Absolventen der Abschlussprüfungen im Zeitraum Sommers 2019 in der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Matthias Belke überreicht worden. „Das gute Abschneiden der jungen Menschen schafft die Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir brauchen tatkräftige junge Menschen. Als Fachkräftenachwuchs im Land sind die besten Absolventen heute Goldstaub für die heimische Wirtschaft“, sagte Glawe.

An den Abschlussprüfungen nahmen knapp 890 Auszubildende teil. Die Besten der Berufsgruppe – insgesamt 69 – wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Absolventen wurden in 58 Ausbildungsbetrieben (27 Landeshauptstadt Schwerin, 17 Nordwestmecklenburg, 14 Ludwigslust-Parchim) ausgebildet. Sie haben ihre Ausbildung in 28 Ausbildungsberufen abgeschlossen. Zu den Berufsgruppen zählen dabei die IT-Berufe (5 Absolventen); Lager-Logistikberufe (10); Berufe der Ernährungsindustrie (5); Veranstaltungs- und Touristikberufe (3); Hotel- und Gastronomieberufe (5); Metall-, Elektro- und Kunststoffberufe (3); Kaufmännische (Büro-)berufe (25); Handelsberufe (10); Bauberufe (3).

Der Minister dankte den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüfern für ihr Engagement. „Die Sicherung der Qualität der Berufsausbildung ist ein elementares Anliegen. Unternehmen und Ausbilder, Prüfer, Kammer sowie Berufsschulen und Lehrer setzen sich immer wieder gemeinsam und in besonderem Maße für einen erfolgreichen Abschluss ein. Familien und Freunde haben den Weg der Absolventen stets begleitet“.

Auf der Veranstaltung wurden die drei besten Meister-Abschlüsse aller drei IHKn des Landes M-V mit dem Meister-Extra prämiert. Die drei Meister sind aus dem IHK-Bezirk Schwerin. Der Minister hat gemeinsam mit IHK-Präsident Belke eine Urkunde an die drei Industriemeister (jeweils ein Meister in der Fachrichtung Mechatronik, Fachrichtung Lebensmittel und Fachrichtung Elektrotechnik) überreicht. Als Beste ihrer Fachrichtung erhalten sie jeweils 5.000 Euro.

„Wir wollen das Engagement, den Ehrgeiz und die Leistungen der Absolventen mit dem Meister-Extra anerkennen. Denn wir brauchen in Mecklenburg-Vorpommern gut ausgebildete Fachkräfte, um die wirtschaftliche Entwicklung weiter in Schwung zu halten. Die Meisterqualifikation ist und bleibt das anerkannte Gütesiegel für Qualität in Industrie und Handwerk. Darauf setzen auch Kunden und Verbraucher. Das duale Ausbildungssystem und seine tragenden Strukturen zu stärken ist daher oberstes Ziel. Dazu gehört unverzichtbar der Meisterbrief. Der heutige Wettbewerb erfordert auch stetige Qualifizierung und Weiterbildung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das Wirtschaftsministerium honoriert den erfolgreichen Abschluss von Meisterinnen und Meistern in Handwerk und Industrie mit dem Meister-Extra. Eine erfolgreiche bestandene Meisterprüfung in Industrie und Handwerk wird mit 2.000 Euro prämiert. Bis zu 50 Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Meister-Extra in Höhe von 5.000 Euro, wenn sie als Beste oder Bester ihres Gewerkes bzw. ihrer Fachrichtung die Meisterprüfung abgelegt haben. Insgesamt wurde das Meister-Extra bereits 1.214 Mal ausgereicht. Das Wirtschaftsministerium hat die Meisterausbildung seit 2016 mit 1,76 Millionen Euro prämiert.

Bildungsvereine in Steinhagen

Steinhagen – Mit Qualifizierungs- und Bildungsangeboten dafür zu sorgen, dass Menschen auch mit schwierigen Startbedingungen ihren Platz in der Gesellschaft finden – das haben sich der Bützower Berufsbildungsverein e.V. (BBV) und das Güstrower Bildungshaus e.V. zum Ziel gesetzt. Bildungsministerin Bettina Martin hat sich heute in Steinhagen ein Bild von der Arbeit der beiden Vereine gemacht. Bei ihrem Besuch zeigten ihr die Vereinsführungen das Gelände des Berufsbildungsvereins und die „Alte Molkerei“, wo das Projekt „Heideweg 60“ seinen Platz hat.

„Eine Ausbildung ist wichtig, um später einmal den eigenen Lebensunterhalt verdienen zu können und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es muss uns gelingen, dass möglichst alle Jugendlichen diese Chance haben, auch wenn ihre Voraussetzungen schwierig sind. Beim BBV setzen die Beteiligten alles daran, die Talente und Potenziale zu heben, die in den Jugendlichen stecken. Mit ihrem großen Engagement und den vielfältigen und gut betreuten Ausbildungsmöglichkeiten überbrücken sie individuelle oder soziale Benachteiligungen und schaffen berufliche Perspektiven. Die Vereine leisten hier eine wichtige, lebensnahe Förderung, die darüber hinaus den jungen Menschen den Wert eines funktionierenden Miteinanders vermittelt“, erklärte Martin.

Der Heideweg 60 ist zu einem Zentrum für verschiedene sozial engagierte Vereine geworden, darunter das Güstrower Bildungshaus und der Bützower Berufsbildungsverein, ein Jugendclub, ein Filmclub und die Bürgerhilfe. Sie leben dort eine enge Zusammenarbeit und bringen mit ihren Aktionen und Projekten verschiedene Generationen, Nationen und die Anwohner zusammen.

Der BBV plant, eine zusätzliche Werkstatt einzurichten, deren Angebote sich bereits an jüngere Schülerinnen und Schüler richten sollen, um diese möglichst früh in ihren emotionalen und sozialen Kompetenzen zu stärken.

Der BBV bietet jungen Menschen Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, eine Erstausbildung, Fort- u. Weiterbildung sowie Trainingsmaßnahmen in allen gewerblich-technischen Berufen. Mit seiner intensiven Begleitung kompensiert der Verein Benachteiligungen und verbessert die Berufsaussichten durch Training und Qualifizierung. Auch das Bildungshaus Güstrow e.V. engagiert sich für die berufliche und soziale Integration ausgegrenzter junger Menschen, z.B. mit Coaching-Angeboten für Bewerbung und Probezeit.

Erster Medienbildungstag in M-V

Rostock – Wie kann die Digitalisierung den Unterricht besser machen? Welche Kompetenzen brauchen Kinder und Jugendliche in unserer digitalisierten Welt? Eine Antwort auf diese Fragen gibt es beim ersten Medienbildungstag heute im Audimax der Universität Rostock. In Vorträgen, Workshops und einem moderierten Think Tank haben Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, mehr über die Arbeit mit digitalen Medien in der Schule zu erfahren. 370 Lehrkräfte haben sich für den Medienbildungstag angemeldet, der damit ausgebucht ist. Organisiert wird die Veranstaltung durch das Medienpädagogische Zentrum des Bildungsministeriums.

„Mecklenburg-Vorpommern ist gut darauf vorbereitet, den Digitalpakt gewinnbringend für alle an Schule Beteiligten umzusetzen. Bildung in der digitalen Welt bedeutet, dass die Technik dem Lernen und Lehren dienen muss – nicht etwa umgekehrt“, sagte Bildungsministerium Bettina Martin, „Aber Bildung in der digitalisierten Welt ist weit mehr als Technik. Wir müssen die Kinder und Jugendlichen dazu befähigen, vernetzt zu denken und zu agieren und sich sicher in der Datenflut des Netzes zu bewegen. Der Medienbildung kommt daher eine immer wichtigere Rolle zu. Deshalb haben wir mit dem Schuljahr 2019/2020 das neue Schulfach Medienbildung und Informatik ab Klasse 5 eingeführt.“

Beim Medienbildungstag erfahren Lehrerinnen und Lehrer, welche Fortbildungen rund um den Digitalpakt Schule geplant sind. Mecklenburg-Vorpommern kann mit insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Digitalpakt rechnen, um die digitale Ausstattung der Schulen zu verbessern. Anschließend sind 24 Workshops geplant, die sich beispielsweise mit E-Books, Apps und Erklärfilmen beschäftigen. Dabei geht es auch um Datenschutz und Privatsphäre als Unterrichtsthema. Ein anderer Workshop beschäftigt sich mit dem Thema „Immer online – Zwischen Faszination und Kontrollverlust“.

Tenure-Track-Programm

Ministerin Martin beglückwünscht die Universität Rostock zum Erfolg im Tenure-Track-Programm

Rostock – Der Universität Rostock ist es im Rahmen des Tenure-Track-Wettbewerbs gelungen, vier zusätzliche Professuren in den Fachgebieten Data Science, Pflanzliche Stoffwechselphysiologie, Zellbiologie mariner Organismen und Empirische Bildungsforschung und Schulpädagogik einzuwerben.

„Dies ist ein schöner Erfolg für die Universität Rostock und ein wichtiger Baustein in der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, sagt Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Ich gratuliere der Universität Rostock.“

Ab dem 1. Dezember 2019 wird jede Professur wird mit rd. 118.000 Euro pro Jahr für bis zu zehn Jahre gefördert.

„Damit eröffnet sich ein neuer Karriereweg zur Professur für die besten Köpfe im Land.“, fügt Ministerin Martin hinzu. „Die Tenure-Track-Förderung schafft für begabte Nachwuchskräfte frühe Planbarkeit für den dauerhaften Verbleib in der Wissenschaft. Das wird für viele einen Motivationsschub bedeuten.“

Die Ergebnisse des Bund-Länder-Wettbewerbs wurden heute von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, und dem Vorsitzenden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, in Berlin bekanntgegeben. Insgesamt werden in der ersten Förderphase 468 Tenure-Track-Professuren an 34 Hochschulen sowie in der zweiten Förderphase an 57 Hochschulen gefördert. Damit profitieren insgesamt 75 Universitäten und gleichgestellte Hochschulen von dem Programm. Die Universität Greifswald wurde 2017 mit vier Professuren in das Förderprogramm aufgenommen.

Qualitätsoffensive für die Kindertagespflege

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese zog heute ein positives Zwischenfazit der Landesoffensive „160+“ zur Weiterbildung für Kindertagespflegepersonen. „Wir sind mitten in der Umsetzung unseres gemeinsamen Ziels, die Tagespflegepersonen in Mecklenburg-Vorpommern fachlich zu stärken und die individuelle Förderung eines jeden Kindes auszubauen“, sagte Drese in Schwerin anlässlich der Zertifikats-Übergabe an die 45.000ste Absolventin des Kurses „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege.

Die Auswahl Mecklenburg-Vorpommerns für die Jubiläums-Zertifikatsübergabe ist kein Zufall. Laut Bundesverband für Kindertagespflege ist Mecklenburg-Vorpommern bundesweit vorbildlich bei der Unterstützung von Tagesmüttern und -vätern. So hilft MV als erstes Bundesland überhaupt den zuständigen Jugendämtern der Landkreise und kreisfreien Städte bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualitätshandbuch (QHB).

Tagespflegepersonen, die bereits über die tätigkeitsvorbereitende 160-Stunden-Grundqualifizierung verfügen, können in 2018 und 2019 an der tätigkeitsbegleitenden 140-Stunden-Qualifizierung „160+“ teilnehmen. Pro Person werden hier vom Sozialministerium ca. 1.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Bisher haben sich bereits 275 Tagespflegepersonen für die Anschlussqualifizierung „160+“ entschieden. Mit der Möglichkeit zur kostenfreien Teilnahme unterstützt das Sozialministerium die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Kindertagesförderung. Wir möchten damit allen interessierten Tagespflegepersonen den Weg zu einer höheren Qualifizierung ebnen“, betonte Drese.

Mit dem Inkrafttreten des neuen KiföG zum 1. Januar 2020 sind weitere Qualitätsverbesserungen für die Kindertagespflege verbunden. Drese. „Wir stellen den Landkreisen und kreisfreien Städten zusätzliche 185.000 Euro für Fort- und Weiterbildungen zur Verfügung. Wir stärken die Vernetzung der Tagespflegepersonen untereinander durch regelmäßige Regionaltreffen. Und wir senken den Schlüssel bei der Fach- und Praxisberatung. Beraterinnen und Berater sind ab 2020 maximal für 100 Tagespflegepersonen zuständig.“

Alle diese Maßnahmen verdeutlichen nach Ansicht der Ministerin, dass die Tagespflege ein gleichwertiger Teil des qualifizierten, vielfältigen und zuverlässigen Systems der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern ist.

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Greifswald – Bildungsministerin Bettina Martin und der Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, Axel Hochschild, haben heute gemeinsam das Ausbildungsunternehmen CZIOTEC GmbH in Greifswald besucht. Dabei hat die Bildungsministerin dem Präsidenten der Handwerkskammer einen Förderbescheid zur Förderung von Lehrgängen der „Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Handwerk (ÜLU)“ übergeben.

„Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ist ein im Handwerk unverzichtbarer Qualifizierungsbaustein. ÜLU gewährleistet ein einheitliches Ausbildungsniveau in MV. Die Auszubildenden profitieren von ÜLU, weil für Sie damit eine hochqualifizierte Ausbildung gewährleistet ist“, sagte Ministerin Martin. „Den kleinen und mittleren Betrieben ermöglichen wir mit diesem Zusatzangebot, dass sie auch in spezialisierten Berufen gut ausbilden können. Damit machen wir gemeinsam die Ausbildung im Handwerk noch attraktiver.“

Mit rund 1,3 Mio. EUR aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) wird für das neue Ausbildungsjahr der betriebliche Teil der dualen Ausbildung im Kammerbereich unterstützt. Im Rahmen der ÜLU absolvieren die Auszubildenden einzelne, oft spezialisierte Teile der betrieblichen Ausbildung in Lehrgängen, die größtenteils in den Handwerkerbildungszentren der Kammern durchgeführt werden. Neben Betrieb und beruflicher Schule gibt es bei der ÜLU mit dem Handwerkerbildungszentrum einen dritten Lernort (Rostock und Neustrelitz).

„Die Förderung der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung als ‚verlängerte Werkbank‘ der Handwerksbetriebe trägt zur Entlastung der Unternehmen und zur Sicherung der hohen Ausbildungsqualität im Handwerk bei hohem Tempo der technischen und branchenspezifischen Entwicklung bei“, betonte Präsident Hochschild, von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern. „Zugleich ist dies ein Signal der Politik für die Stärkung der beruflichen Bildung.“

In den mehr als 12.100 Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Rostock arbeiten rund 60.500 Beschäftigte, davon mehr als 3.400 Auszubildende. Im Ausbildungsjahr 2019/20 können nun mit dieser Förderung bis zu 7.241 Teilnehmer an 1.033 ÜLU-Lehrgängen im Kammerbezirk teilnehmen. Aufgabe der Zusatzkurse ist es, eine breite einheitliche Grundausbildung und die Anpassung an den technischen Fortschritt sicherzustellen. Für den Gesamtförderungszeitraum von 2015 – 2022 stellt die Landesregierung dem Handwerk insgesamt 9,5 Mio. EUR für die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung zur Verfügung.

Berufsbild des Geodäten

Schwerin – Obwohl die Ergebnisse des Vermessungs- und Geoinformationswesens in fast allen Lebensbereichen regelmäßig genutzt werden, ist das Berufsbild der Geodäten nur wenig bekannt. Basierend auf der bundesweiten Kampagne der Berufs- und Fachverbände hat das Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern (LAiV) nun eine Broschüre mit dem Titel „Arbeitsplatz Erde“ herausgegeben, welche hier eine Lücke schließen soll. Sie enthält Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten und Einsatzperspektiven von Geodäten und beschreibt unter anderem die Bereiche Satellitenvermessung und Navigation, hoheitliche Vermessung und Landmanagement. Letzteres ist zum Beispiel unverzichtbar für einen nachhaltigen und sorgfältigen Umgang mit der Ressource Boden.

Die Broschüre soll helfen, die Nachwuchssituation in diesem Bereich zu verbessern und mehr junge Leute für das interessante und vielfältige Berufsfeld der Geodäten zu gewinnen. Um dem Fachkräftemangel im Bereich der Geodäsie zu begegnen, hat das Ministerium für Inneres und Europa eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, in der neben den Berufs- und Fachverbänden des Landes, dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, dem Landesamt für innere Verwaltung und der Hochschule Neubrandenburg auch die kommunalen Landesverbände mitarbeiten.

Innenminister Lorenz Caffier: „Für Fachkräfte in allen Bereichen des Geoinformations- und Vermessungswesens eröffnen sich exzellente Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Geoinformationen sind inzwischen ganz selbstverständliche Entscheidungshilfen für die öffentliche Verwaltung und die Wirtschaft. Navigationsgeräte mit komplexen Möglichkeiten im Schiffs- und Luftverkehr, bei der Polizei, bei den Rettungsdiensten, bei den Zustelldiensten, dem Güterverkehr oder im privaten Bereich sind heute nicht mehr wegzudenken. Navigationsdienstleistungen sind selbstverständlicher Teil unseres Lebens geworden.

Hochpräzise Geländemodelle können praktische Hilfen in Hochwasser gefährdeten Gebieten sein und Stadtplanung oder große Verkehrsprojekte können in der heutigen Zeit ohne Geoinformationen nicht mehr gelingen. Es gäbe viele Beispiele zu nennen, die zeigen, dass Vermessungstechniker und Geomatiker heute gefragt sind wie nie zuvor. Die Broschüre „Arbeitsplatz Erde“ wird einen anschaulichen Beitrag für die Öffentlichkeitsarbeit leisten.

Die Berufe in der Geoinformationstechnologie werden durch das Landesamt für innere Verwaltung auf dem SVZ Lehrstellentag vorgestellt. Auch auf der Jobfactory 2019 in Rostock wird über den „Arbeitsplatz Erde“ informiert. Bei diesen Gelegenheiten wird die Broschüre erstmals für die Nachwuchswerbung genutzt.

Regionales Bildungszentrum Neubrandenburg

Neubrandenburg – Im Zuge der Kreisgebietsreform übernahm der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Beruflichen Schulen am Standort Neubrandenburg in seine Trägerschaft. Aus der ehemaligen Beruflichen Schule „Wirtschaft, Handwerk, Industrie“ wurde nach dem Anschluss der Berufsschule des Bonhoeffer-Klinikums das RBB Neubrandenburg GeSoTec Regionales Berufliches Bildungszentrum Neubrandenburg Gesundheit – Sozial- und Sonderpädagogik – Technik. 1500 Schülerinnen und Schüler machen hier mittlerweile ihre Ausbildung, was die Bedeutung der Schule für die Region unterstreicht.

Zu einer guten Ausbildung gehört selbstverständlich auch eine umfangreiche praktische Ausbildung. Und die wird durch die abgeschlossene fach- und funktionsgerechte Sanierung und den Umbau des Mehrweckgebäudes in der Sponholzer Straße gewährleistet.

„Damit wir im Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte mithalten können, brauchen wir ein breites Ausbildungsangebot an unseren beruflichen Schulen und gute Ausbildungsbedingungen. Deshalb ist ein modern ausgestatteter Schulkomplex, wie hier in Neubrandenburg wichtig“, betonte Innenminister Lorenz Caffier heute anlässlich der feierlichen Eröffnung.

„Wenn wir den jungen Leuten, die in die angebotenen Bereiche gehen wollen, vor Ort keine Perspektive bieten können, sind sie sehr schnell weg. Und sind sie diesen Schritt erst einmal gegangen, ist es ganz schwer, sie wieder zurück nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen.“

Die Investitionen für den Mehrzweckbau kann der Kreis allein nicht finanzieren. Deshalb hatte das Innenministerium bereits Sonderbedarfszuweisungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro für die Sanierung ausgereicht. Heute sagte Minister noch einmal weitere 300.000 Euro zu. Insgesamt fördert das Ministerium so mit über zwei Millionen Euro. Das entspricht einer Förderquote von 90 Prozent statt der sonst üblichen 75 Prozent, was die Bedeutung dieses Bauvorhabens unterstreicht.

Hochschulzulassung

Staatsvertrag ratifiziert und Gesetz auf den Weg gebracht

Schwerin – Das Zulassungsverfahren für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie an den Universitäten soll gerechter und transparenter werden. Dafür hat der Landtag am Abend den Staatsvertrag zur Hochschulzulassung ratifiziert und das Gesetz über die Zulassung zum Hochschulstudium verabschiedet. Das Ländergesetz regelt die Umsetzung im Einzelnen für Mecklenburg-Vorpommern. Das neue Zulassungsverfahren soll erstmals für die Studienplatzvergabe im Sommersemester 2020 gelten.

„Im Kern geht es um geänderte Quotenregelungen bei der Zulassung“, erläuterte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Ziel war es dabei, sich von der einseitigen Fixierung auf den Abiturdurchschnitt zu verabschieden und die Regelung der Wartesemester abzuschaffen – also, dass man teilweise bis zu 7,5 Jahre warten musste, bis man seinen Notenschnitt soweit gedrückt hatte, um endlich das Studium antreten zu können“, sagte Martin.

Die Studienplatzvergabe soll nun also auf neuen Quoten basieren. Diese sind wie folgt:

30% nach Abiturdurchschnitt
60% nach einem universitären Auswahlverfahren
10% nach einer zusätzlichen Eignungsquote, bei der das Abitur gar keine Rolle spielt

„Diese Änderungen sorgen zusammengenommen für mehr Gerechtigkeit“, betonte die Wissenschaftsministerin. „Die Länder haben damit der Erkenntnis Rechnung tragen, dass sehr gute schulische Leistungen sich oftmals auch positiv auf den Studienerfolg auswirken. Weil das aber eben nicht das einzige Kriterium für ein erfolgreiches Medizinstudium ist, und weil der 1,0er-Abiturient nicht zwangsläufig der beste Arzt oder die beste Ärztin wird, muss das System durchlässiger werden und auch andere Faktoren miteinbeziehen“, so Martin. Ein gewünschter Nebeneffekt sei, dass die Studierendenschaft vielfältiger werde.

„Bei den Regelungen im Staatsvertrag sind die Kultusministerien weiter gegangen als sie mussten. Das Urteil des Verfassungsgerichts bezog sich nur auf den Studiengang Humanmedizin. Die Länder haben aber im Staatsvertrag für alle vier bundesweit zulassungsbeschränkten Studienfächer mehr Chancengleichheit vorgesehen – also neben Humanmedizin auch für Pharmazie, Tier- und Zahnmedizin“, erläuterte die Ministerin. Anlass für den Staatsvertrag und das Ländergesetz ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember 2017. Dieses hatte das bisherige Zulassungsverfahren zum Medizinstudium für teilweise mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt und den Gesetzgeber aufgefordert, bis Ende 2019 Neuregelungen zu schaffen.

Kindertagesförderungsgesetz M-V beschlossen

Schwerin – Der Landtag hat heute das Kindertagesförderungsgesetz MV (KiföG) beschlossen. Wesentlicher Bestandteil ist die Abschaffung der Elterngebühren in der Kita. Mecklenburg-Vorpommern ist damit das erste Bundesland, das für Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege im kompletten Förderumfang (bis zu zehn Stunden täglich) die vollständige Elternbeitragsfreiheit einführt.

„Mit dem ab 1.1.2020 beitragsfreien Zugang zur frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung leisten wir einen bedeutenden Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder in unserem Land“, verdeutlichte Sozialministerin Stefanie Drese in ihrer Landtagsrede. „Wir setzen in Mecklenburg-Vorpommern die Vision einer kostenfreien Bildung von Anfang an um. Die Übernahme der Elternbeiträge durch das Land in Höhe von rund 145 Millionen Euro jährlich ist deshalb auch eine wertvolle Investition in die Zukunft unserer Kinder.“

Insgesamt wird das Land ab 2020 nach Angaben der Ministerin pro Jahr über 350 Millionen Euro in die Kindertagesförderung investieren.

Ministerin Drese hob zudem die sozialpolitische Dimension der Beitragsfreiheit hervor. Mehr als ein Drittel der Vollzeit-Beschäftigten in MV erhielten mit weniger als 2.200 Euro monatlich Niedriglohn. Überdurchschnittlich betroffen sind dabei Frauen und junge Menschen. „Durch die Abschaffung der Elterngebühren entlasten wir vor allem Alleinerziehende und Familien mit niedrigem und mittleren Einkommen: Junge Mütter und Väter, die täglich fleißig ihrer Arbeit nachgehen, nicht selten lange Anfahrtswege in Kauf nehmen und ohne staatliche Transferleistungen auskommen“, so Drese.

Drese betonte im Landtag zudem, dass mit dem neuen Gesetz das bisherige komplizierte Kita-Finanzierungssystem komplett umgestellt und deutlich entbürokratisiert werde. „Die prozentuale Beteiligung des Landes steigt als Ergebnis intensiver und partnerschaftlicher Verhandlungen mit der kommunalen Ebene von 43,43 Prozent auf 54,5 Prozent. Die Gemeinden beteiligen sich mit 32 Prozent und die Landkreise/ kreisfreien Städte mit 13,5 Prozent an den Gesamtkosten für die Kindertagesförderung“, sagte Drese.

Hinzu komme, so Drese, eine feste kindbezogene Gemeindepauschale, die den Gemeinden Planungssicherheit vor Ort verschafft und deutliche Verwaltungsvereinfachungen für die Landkreise und kreisfreien Städte verbunden mit einer Stärkung ihrer Steuerungsfunktion. „Aber auch für die Träger der Kita-Einrichtungen und damit meist für die Kita-Leitungen wird bürokratischer Aufwand abgebaut“, betonte die Ministerin.

Zur Qualitätsdebatte führte Drese aus: „Wir haben viele Qualitätsmerkmale in unserem KiföG bereits fest verankert und den höchsten Fachkräfte-Anteil in unseren Kitas. Da sind andere Bundesländer noch lange nicht. Das hat die Bundesfamilienministerin anlässlich der Unterzeichnung des Gute-Kita-Gesetzes Mitte August in Schwerin auch nochmals ganz klar hervorgehoben. Mit dem neuen Gesetz investieren wir weitere knapp 7 Millionen Euro zusätzlich und dauerhaft für Qualitätsmaßnahmen, z. B. zur Stärkung der mittelbaren pädagogischen Arbeit und der Fach- und Praxisberatung, durch die Einführung einer Mentorenvergütung sowie durch qualitative Verbesserungen für die Kindertagespflegepersonen.“

Die Ministerin kündigte in ihrer Rede eine Fachkräfteoffensive an, mit der nachhaltig pädagogische Fachkräfte für die Kindertagesförderung unter Einbeziehung der Bedarfe der freien Träger und der örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe gewonnen werden sollen.

Drese: „Mit dem neuen KiföG machen wir Vieles in der Kindertagesförderung unseres Landes besser. Das Gesetz ist ein Meilenstein mit zukunftsweisenden Auswirkungen. Wir untermauern unsere Stellung, bundesweiter Vorreiter in der Kindertagesförderung zu sein.“

Neue Sporthalle für Grundschule Andershof

Stralsund – Für den Ersatzneubau einer Einfeldsporthalle im Stadtgebiet Andershof auf dem Schulgelände der Grundschule erhält die Hansestadt Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) Finanzhilfen aus dem Kommunalinvestitionsförderprogramm im Bereich Städtebau in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 2,8 Millionen Euro.

Die Hansestadt beabsichtigt im Stadtgebiet Andershof die nicht mehr sanierungswürdige Sporthalle abzubrechen. An gleicher Stelle soll eine neue Halle errichtet werden, die aus zwei Baukörpern besteht: dem Hallengebäude mit einem Spielfeld von 15 mal 27 Metern und einem Flachanbau mit Funktionsräumen wie Umkleiden und Sanitäranlagen. Genutzt werden soll die barrierefreie Halle für den Vereins- und Breitensport.

Geplant ist eine Bauzeit von Oktober 2019 bis Ende 2020.

50. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet

Insel Poel – Bildungsministerin Bettina Martin hat bei einer Feierstunde in der Regionalen Schule mit Grundschule „Prof. Hans Lembke“ auf der Insel Poel das Engagement der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gegen Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt gewürdigt. Die weiterführende Schule hat heute offiziell die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Sie ist damit die 50. Schule des Netzwerks in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit jeder Schule, die dieses Label trägt, zeigen wir, in was für einer Gesellschaft die Mehrheit in diesem Land leben möchte“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Auch die Schülerinnen und Schüler, die diese Schule besuchen, haben sich dazu klar bekannt gegen Rassismus, Gewalt, Diskriminierung und Mobbing einzutreten. Diese klare Haltung wünsche ich mir an jeder Schule“, betonte Martin.

Das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ besteht in Deutschland seit 1995. Ihm gehören über 3.000 Schulen an, die von rund eineinhalb Millionen Schülerinnen und Schülern besucht werden. Nach eigenen Angaben ist es damit das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Die Auszeichnung kann verliehen werden, wenn sich mindestens 70 Prozent aller direkten Angehörigen der Schule, also Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und das technisches Personal, bereit erklärt haben, aktiv gegen Rassismus vorzugehen.

„Respekt, Toleranz, Vielfalt, Fairness – dafür steht ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‛“, erläuterte Bildungsministerin Martin. „Die Courage ist dabei besonders wichtig, denn es erfordert meistens deutlich mehr Mut, sich auf die Seite der Schwächeren zu stellen, als einfach mitzumachen beim Lästern, Auslachen und Sticheln. Diesen Mut finden Kinder und Jugendliche leichter, wenn sie ihn nicht alleine aufbringen müssen, sondern in einer Gruppe, in einer Gemeinschaft oder besser noch: mit der ganzen Schule.“

M-V startet ins Ausbildungsjahr

Schwerin – Bildungsministerin Bettina Martin nahm zum Start des Ausbildungsjahres 2019/2020 an einer Feierstunde mit 150 Gästen und ca. 80 Azubis im Ludwig-Bölkow-Haus in Schwerin teil. Die duale Ausbildung bezeichnete Martin in ihrem Grußwort als wichtigen Pfeiler der Bildungslandschaft.

„Wir müssen die duale Ausbildung in der gesellschaftlichen Wahrnehmung aufwerten“, sagte die Ministerin. „Wer sich heute für eine berufliche Ausbildung entscheidet, hat hervorragende Perspektiven für den späteren Berufsweg. Gute Fachkräfte werden überall gesucht und die Betriebe in unserem Land bieten sehr gute Voraussetzungen für eine Ausbildung – ob nun allein oder eben im Verbund“, so Martin.

Die Verbundausbildung stand im Zentrum der Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Im Kammerbezirk Schwerin ist der Bildungsdienstleister saz e. V. – Schweriner Aus- und Weiterbildungszentrum e. V. – ein wichtiger Partner für die Industrie in Norddeutschland mit Schwerpunkt in der Region Westmecklenburg. Im neuen Ausbildungsjahr beginnen 180 Jugendliche in knapp 100 Industrieunternehmen eine Verbundausbildung.

„Gerade für kleine, mittlere, junge oder hochspezialisierte Firmen ist es nicht immer einfach, alle notwendigen Ressourcen für die duale Ausbildung aufzubringen. Deshalb freut es mich, dass wir mit dem Verbundmodell eine bewährte Lösung haben“, lobte die Bildungsministerin.

Finanzverwaltung erhöht Ausbildungzahlen

Schwerin – Um den Bedarf an Fachkräften in den kommenden Jahren zu sichern, hat die Finanzverwaltung ihre Ausbildungszahlen erhöht. Waren es in den vergangenen Jahren zwei Klassen, in denen für die Finanzämter ausgebildet wurde, starten im September dieses Jahres erstmals drei Klassen die zweijährige Ausbildung.

Heute begannen die 55 Anwärterinnen und Anwärter ihre zweijährige duale Ausbildung zum Finanzwirt bzw. zur Finanzwirtin. Die anspruchsvolle Ausbildung findet im Wechsel zwischen der praktischen Ausbildung in einem der zehn Finanzämter des Landes sowie dem theoretischen Teil an der Außenstelle Güstrow der Norddeutschen Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg statt. In 8 Monaten der dualen Ausbildung wird Theorie vermittelt, 16 Monate wird das theoretisch Gelernte in der Praxis vertieft und umgesetzt.

Auch für den ehemaligen gehobenen Dienst wird die Ausbildungskapazität erhöht. Daher starten im Oktober dieses Jahres 46 Beamtinnen und Beamte auf Widerruf ihr dreijähriges Studium zum Diplom-Finanzwirt. Die Steuerverwaltung stellt sich mit diesem hohen Ausbildungszahlen den personellen Erfordernissen, die eine moderne und effiziente Einnahmeverwaltung benötigt. Auch in den nächsten Jahren wird das Finanzministerium weiter auf hohem Niveau ausbilden.

Finanzminister Reinhard Meyer: „Für die Landesverwaltung gilt das gleiche wie für die freie Wirtschaft: Die beste Möglichkeit, den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern, ist die Ausbildung junger Menschen. Ich wünsche unseren Fachkräften von Morgen viel Erfolg bei der anspruchsvollen Ausbildung!“