Immatrikulationsfeier an der Universität Rostock

Wintersemester 2017/2018 an den Hochschulen hat begonnen

Rostock – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse wünscht allen Studienanfängerinnen und Studienanfängern in Mecklenburg-Vorpommern im Wintersemester 2017/2018 einen guten Start und viel Erfolg. Mit einem Festumzug durch die Rostocker Innenstadt und der traditionellen Immatrikulationsfeier hat die Universität Rostock heute ihre 3.100 Erstsemester begrüßt. Während ihres Festvortrages in der Marienkirche lobte die Ministerin vor allem den festlichen Rahmen, in dem die neuen Studierenden willkommen geheißen werden.

„Heute ist ein Tag der Vorfreude: Vor Ihnen liegt eine grandiose Zeit“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Sie sind so frei wie niemals zuvor und vermutlich niemals wieder in ihrem Leben. In so vielen Dingen die Wahl zu haben ist anstrengend und herrlich zugleich. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg während ihres Studiums. Ich freue mich auch zu erleben, wie feierlich die Rostocker ihre Studierenden begrüßen, die mit großen Erwartungen an die Universität kommen. Mein Immatrikulationsakt beschränkte sich lediglich auf das Ausfüllen von Formularen“, so Hesse.

Außerdem dankte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse den Professorinnen und Professoren, Dozentinnen und Dozenten, die sich um die neuen Studierenden kümmern und sie an der Universität begleiten. „Die Studierenden werden miteinander debattieren, sich gegenseitig Fragen stellen und Antworten bekommen. Sie werden ihre Ansichten austauschen und die eigenen ein ums andere Mal korrigieren müssen“, betonte Hesse. Dabei müsse man aber auch ein gewisses Stück an Offenheit mitbringen.

„Offen ist auch ein gutes Stichwort für die Stadt, in der die jungen Leute studieren. Hafenstädte stehen ja genau dafür. Hier atmen Studierende nicht nur am Strand von Warnemünde das Meer ein, sondern auch den Geist von Weltoffenheit, Abenteuerlust und dem Ankommen im Heimathafen. Rostock ist ein wunderbarer Ort, um zwischen Elfenbeinturm und Studentenkeller alle universitären Höhen und Tiefen auszuloten. Rostock ist urban, aber übersichtlich und taugt für Freizeit und Arbeit gleichermaßen“, sagte die Ministerin.

Internationalisierung der Hochschulen verstärken

Ministerin Hesse: Spitzenforschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt

Schwerin – Die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern sollen für Studierende aus dem Ausland attraktiver werden. Das Land will dazu die Internationalisierung der Universitäten und Fachhochschulen vorantreiben. Ziel ist es, den Anteil ausländischer Studierender zu erhöhen. Im Jahr 2013 lag er in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,3 Prozent. Im Bundesschnitt waren es in jenem Jahr 11,5 Prozent. Außerdem soll bei der Nachwuchsgewinnung von Professorinnen und Professoren der Blick auch auf das Ausland gerichtet werden.

„Spitzenforschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt, sondern gehen darüber hinaus“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Wenn ausländische Studierende zu uns kommen, Professorinnen und Professoren aus dem Ausland an unseren Hochschulen lehren und Studierende hierzulande über Programme wie ERASMUS+ oder die Angebote des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ins Ausland gehen, beflügelt das alle Seiten und macht das Hochschulleben interessanter“, sagte Hesse.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur erarbeitet derzeit eine Bestandsaufnahme zur Internationalisierung, die mit den Hochschulen erörtert werden soll. „Mir ist bewusst, welche Herausforderung in der Internationalisierung für unsere Hochschulen liegt, wenn sie Anspruch und Wirklichkeit in Einklang bringen wollen. Konkret können hier mehr Studiengänge in englischer Sprache ein sinnvolles Angebot sein, um die Barrieren für Studierende und Lehrende aus dem Ausland zu senken“, so Hesse.

Um auf das Angebot in Lehre und Forschung an den Hochschulen aufmerksam zu machen, will das Land das Studierendenmarketing verstärken. Wegen des demographischen Wandels sind die Hochschulen verstärkt auf Studierende aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland angewiesen. „Schließlich entscheidet die Nachfrage darüber, ob der Bund weitere Studienplätze an unseren Hochschulen finanziert. Wer eine Verstetigung des Hochschulpaktes will, dem liefert eine dauerhafte Auslastung auch ein gutes Argument“, erläuterte Wissenschaftsministerin Hesse.

Landesprogramm für Demokratie und Toleranz wird fortgeschrieben

Ministerin Hesse: Brauchen breiten Konsens und breite Akzeptanz

Schwerin – Für einen breiten Konsens als Grundlage plädierte Bildungsministerin Birgit Hesse, als es im Landtag darum ging, das Landesprogramm „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ fortzuschreiben. Dass die Fraktion DIE LINKE den Antrag zusammen mit den beiden Regierungsfraktionen eingebracht hatte, begrüßte sie in diesem Kontext ausdrücklich.

Die Ministerin bestätigte die Auffassung der beteiligten Fraktionen, nach der das Landesprogramm, das 2006 ins Leben gerufen worden war, an aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen anzupassen sei: „Der Ton der Auseinandersetzung ist – gerade im Netz – rauer geworden. Ein erneuertes Landesprogramm muss die Frage aufgreifen, wie wir diejenigen erreichen, die mit den derzeitigen Entwicklungen nicht zufrieden sind. Ein Landesprogramm muss auch auf diejenigen zugeschnitten sein, deren Meinung und Sichtweisen uns wehtun.“

Hesse betonte den konstruktiven Charakter des Programms, der mit einer Stärkung von Grundwerten demokratiefeindlichen Phänomenen entgegentrete. Dabei dürften sich die Inhalte künftig nicht mehr nur auf den Rechtsextremismus im Land fokussieren, sondern müssten auch Islamisten und Linksradikale in den Blick nehmen. „Trotzdem dürfen wir in der Auseinandersetzung mit rechtsradikalem Gedankengut nicht locker lassen“, betonte sie. Die Ministerin warb dafür, die Expertise der vielen zivilgesellschaftlichen Akteure in Mecklenburg-Vorpommern für die Fortschreibung des Landesprogramms zu nutzen: „Dann wird aus einem breiten Konsens nämlich breite Akzeptanz.“

Das Landesprogramm „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“ war in seiner derzeitigen Fassung am 6. April 2006 von allen damals im Landtag vertretenen Fraktionen einstimmig beschlossen worden. Diesem parteiübergreifenden Konsens, über das Landesprogramm die Stärkung und Entwicklung der Demokratie aktiv voranzutreiben, waren in den folgenden Legislaturperioden auch die Fraktionen der FDP und von Bündnis 90/Die Grünen beigetreten. Anfang 2007 hat die Interministerielle Arbeitsgruppe „Demokratie und Toleranz“ ihre Arbeit aufgenommen und begleitet seitdem die Umsetzung des Landesprogramms.

Das Landesprogramm beschreibt die Stärkung von Demokratie und Toleranz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es richtet sich an Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Schulen, Kirchen, Kommunen, staatliche Regelstrukturen, Betriebe und andere gesellschaftliche Institutionen und gibt ihrem Handeln einen gemeinsamen Rahmen.

Pilotprojekt „Minicomputer in der Grundschule“ gestartet

Landesregierung, DVZ und IHK zu Schwerin starten Aufruf zur Teilnahme

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern können künftig schon Grundschülerinnen und Grundschüler auf spielerische Art und Weise Programmieren lernen. Die Landesregierung, die Calliope gGmbH, das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ) und die Industrie und Handelskammer zu Schwerin haben heute das gemeinsame Pilotprojekt „Minicomputer in der Grundschule“ gestartet. Dabei stehen den Grundschulen im Land 100 Klassensätze des Lerncomputers „Calliope“ kostenlos zur Verfügung. Grundschulen, die einen Klassensatz erhalten möchten, können bis zum 30. November 2017 ihr Interesse im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums anmelden.

„Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Computer, was beim Programmieren vor sich geht“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wenn die Lehrer den ‚Calliope mini‘ im Unterricht einsetzen, tun sie genau das, was ich unter Medienbildung verstehe: Es ist mehr, als eine reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Herumwischen auf dem Tablet“, so Hesse.

„Für meine zwei Töchter würde ich mir sehr wünschen, dass sie in der Schule die Möglichkeit bekommen, auf diesem Wege an dieses spannende Thema auf spielerische Weise herangeführt zu werden“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Der Minicomputer „Calliope“ hat die Form eines Sheriffsterns und sieht aus wie das Innenleben eines Rechners. Er ist nach einer Tochter des Zeus benannt, der Muse der Wissenschaft. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen bluetoothfähigen Prozessor und einen integrativen Lautsprecher. Ein Klassensatz der Minicomputer mit 25 Exemplaren hat einen Wert von 750 Euro. Die Kosten in Höhe von insgesamt 75.000 Euro übernimmt die Calliope gGmbH.

„Der Mikroprozessor ‚Calliope mini‘ besticht durch seine Einfachheit und zugleich mit seiner Vielzahl an Funktionen. Das macht ihn besonders für den Einsatz in der Grundschule interessant. Hier können Kinder frühzeitig den Umgang mit Technik erlernen und mit Spaß im Unterricht erste Medienkompetenz erlangen“, sagte Hubert Ludwig, der Geschäftsführer der DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH.

„Wir sagen ‚Ja‘ zum ‚Calliope mini‘, weil es für unsere Schülerinnen und Schüler eine gute Möglichkeit ist, sich quasi spielerisch an Programmierung und Logik heranzutasten. Hier haben wir eine Technik zum Anfassen und Erleben – und das bereits in der Grunschule“, betonte Peter Todt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung der IHK zu Schwerin.

„Wir möchten Eltern und Kindern spielerisch die Angst vor der Digitalisierung nehmen und streben eine Teilhabe aller durch erschwingliche Technik an. Der ‚Calliope mini‘ schafft die Neugierde, Kinder zu Akteuren im digitalen Umbruch zu machen und ihnen später einen selbstbestimmten Umgang mit Technologie zu ermöglichen“, erläuterte Klaus J. Buß, Geschäftsführer der Calliope gGmbH.

Für Grundschulen, die sich am Pilotprojekt beteiligen, ist noch in diesem Schuljahr eine regionale kostenlose Fortbildung vorgesehen. Die Lehrerfortbildung wird durch das IQ M-V in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAIS organisiert. Jede Schule, die mit mindestens einer Lehrkraft an der Fortbildung teilnimmt, erhält im Anschluss einen kostenlosen Klassensatz mit 25 Minicomputern. Um die Geräte nutzen zu können, sollte die Schule über einen Computerraum mit Internetzugang verfügen.

Land veröffentlicht Empfehlungen für inklusiven Schulbau

Ministerin Hesse: Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude

Schwerin – Die Landesregierung beginnt mit der Umsetzung des Sonderprogramms für den Schulbau. Die Mittel im Umfang von 110 Millionen Euro stehen für Schulsanierungen und für Umbauten an Schulgebäuden zur Umsetzung der Inklusion bereit. Bei einem Treffen im Bildungsministerium haben Landrätinnen und Landräte sowie die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte Empfehlungen für den inklusiven Schulbau erhalten. Bildungsministerin Birgit Hesse hatte den Kriterienkatalog bei der Vorstellung des Sonderprogramms angekündigt. Er enthält Hinweise für Sanierungen, Umbauten und Neubauten von Schulgebäuden, in denen Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Beeinträchtigungen lernen.

„Inklusion ist mehr als ein rollstuhlgerechtes Gebäude. Für Menschen mit Sehbehinderungen sind Orientierungshilfen sehr wichtig. Dazu gehören Treppen- und Stufenmarkierungen, Türbeschriftungen in großer Schrift oder Brailleschrift“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse bei dem Treffen. „Inklusion ist für uns alle neu. Wir haben uns deshalb auf eine behutsame Umsetzung verständigt. Mit dem Kriterienkatalog wollen wir die Schulträger beim inklusionsgerechten Schulbau unterstützen. Die Empfehlungen sollen dazu beitragen, landesweit gleiche Bedingungen zu schaffen“, betonte Hesse.

Der Kriterienkatalog bezieht sich auf Schulen mit spezifischer Kompetenz. Dabei handelt es sich laut Inklusionsstrategie des Landes um Schulen, an denen Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören, körperlich-motorische Entwicklung lernen. In der Landesbauordnung ist der gesetzlich notwendige Umfang des barrierefreien Bauens definiert. Barrierefreies Bauen ist bislang jedoch auf rollstuhlgerechtes Bauen ausgerichtet und wird Menschen mit anderen Beeinträchtigungen oftmals nicht gerecht.

In einem nächsten Schritt müssen die Landkreise in Abstimmung mit den Kommunen dem Land rechtsverbindlich mitteilen, bei welchen Standorten es sich zukünftig um Schulen mit spezifischer Kompetenz handeln soll. Insgesamt soll es bis zu 28 Schulen mit spezifischer Kompetenz in Mecklenburg-Vorpommern geben. Die Abstimmungen mit den Beteiligten hierzu laufen bereits seit Januar 2017.

Neben dem Sonderprogramm für den Schulbau im Umfang von 110 Millionen Euro geht die Landesregierung davon aus, dass in der laufenden Wahlperiode weitere 165 Millionen Euro über bestehende Förderprogramme in moderne Schulgebäude investiert werden. Damit stehen insgesamt 275 Millionen Euro für Schulbauvorhaben bereit.

Dahlemann: Historisches Institut steht für gute Entwicklung in Vorpommern

Greifswald – „Der Campus ist vollendet. Das altehrwürdige Gebäude des Historischen Instituts der Ernst-Moritz-Arndt-Universität erstrahlt in neuem Glanz. Damit ist ein wichtiges Projekt, das uns lange hier beschäftigt hat, erfolgreich zu Ende gebracht worden. Ich freue mich, das neugestaltete Gebäude eröffnen zu können“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Übergabe des Gebäudes.

Fast alle Lehrstühle des Historischen Instituts sind nunmehr in der Domstraße 9a untergebracht. Mehr als jeder zehnte Studierende in der Hansestadt wird Historiker. Damit zählt das Institut zu den größten der Universität.

Gerade das Historische Institut sei wichtig für die regionale Identität für Vorpommern. Dahlemann: „Auch mit diesem Institut zeigen wir, was wir im östlichen Teil des Landes können und was wir in den vergangenen Jahren bewegt und geschafft haben. Gute Bedingungen für Studierende und Lehrende, international vernetzte Forschungsprojekte und eine hervorragende Betreuung der Studierenden geben dem Historischen Institut seinen ganz eigenen Charakter.“

Das Institut werde auch in Zukunft dazu beitragen, dass sich die Universität insgesamt immer mehr zu einem Anziehungspunkt in der Region und im Ostseeraum entwickelt. „Diese Entwicklung ist für Vorpommern sehr wichtig und macht den Landesteil Stück für Stück attraktiver, gerade für junge Leute“, betonte Dahlemann.

IQB-Bildungstrend 2016: Leistungen der Schüler in MV im Bundesdurchschnitt

Ministerin Hesse: Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrer bereits hingewiesen haben

Schwerin – Die Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Mecklenburg-Vorpommern in der Jahrgangsstufe 4 in den Fächern Deutsch und Mathematik liegen im Bundesdurchschnitt. Das geht aus dem bundesweiten IQB-Bildungstrend 2016 hervor, den das Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen  in Berlin vorgestellt hat.

„Die Studie weist nach, worauf unsere Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer in einer Umfrage im vergangenen Jahr bereits hingewiesen haben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler benötigen mehr Übungszeit, um ihre Rechtschreibleistungen zu verbessern. Diese erhalten sie durch die zusätzliche Deutschstunde, die wir mit Beginn dieses Schuljahres eingeführt haben. Auch die Arbeit mit dem Mindestwortschatz soll dazu beitragen, dass sich die Rechtschreibleistungen der Kinder verbessern. Insofern zeigt der IQB-Bildungstrend, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer die besten Expertinnen und Experten sind und wissen, wo Schülerinnen und Schüler mehr Unterstützung brauchen. Wir werden uns in den nächsten Wochen den 400 Seiten starken Bericht ‚Bildungstrend 2016‛ in Ruhe anschauen und auswerten. Wichtig ist auch, dass wir den guten Austausch mit unseren Lehrerinnen und Lehrern fortsetzen“, betonte Hesse.

Am IQB-Bildungstrend 2016 haben 29.259 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 in 1.508 Grund- und Förderschulen aus allen 16 Ländern teilgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern waren es 1.842 Schülerinnen und Schüler in 92 Schulen. Im Fach Deutsch wurden die Kompetenzbereiche Lesen, Zuhören und Orthografie geprüft. Im Fach Mathematik wurden die Bereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Muster und Strukturen“, „Größen und Messen“ sowie „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“ getestet.

Sanierung der Außensportanlagen der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in Neustrelitz

Neustrelitz – Die Sportanlagen der Integrierten Gesamtschule „Walter Karbe“ in Neustrelitz wird für den Schul- und Freizeitsport genutzt, allerdings uneingeschränkt nur bei trockenem Wetter. Aufgrund der Platzbeschaffenheit fließt Niederschlagswasser nur unzureichend ab und bei Regenwetter steht das Wasser längere Zeit auf dem Platz. Ein lehrplangerechter Sportunterricht im Freien ist so nicht möglich.

Deshalb will die Stadt Neustrelitz die Außensportanlage dringend sanieren, damit sie wieder bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit genutzt werden kann. Als neuer Belag ist für das Spielfeld ein gefüllter Kunststoffrasen und für die Laufbahnen und die Segmente eine Kunststoffbelag vorgesehen. Die Kosten dafür muss die Stadt nicht allein tragen, das Innenministerium beteiligt sich mit einer Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 192.000 EUR. Den Zuwendungsbescheid übergab Minister Lorenz Caffier heute an Bürgermeister Andreas Grund.

„Die Schüler sollen ordentliche Bedingungen für den Sportunterricht haben, das fördert nicht nur die Freude am Sport, sondern weckt hoffentlich auch Begeisterung für den Sport außerhalb des Unterrichtes. Und so profitiert nicht nur die Schule von den Investitionen in die Sportanlage, sondern alle, die ihn gern nutzen.“

Beste Absolventen, engagierte Ausbilder und erfolgreiche Industriemeister in Rostock geehrt

Rostock – Dreifache Ehrung bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock – am Donnerstag sind 71 Auszubildende aus dem Prüfungszeitraum Winter 2016/2017 und Sommer 2017 als Prüfungsbeste ausgezeichnet worden. Zugleich erhielten drei engagierte Ausbilder den „Durchstarten-sagt-Danke“-Pokal und eine Urkunde sowie 31 Industriemeister das „Meister-Extra“. „Die Ausgezeichneten stehen für drei Eigenschaften: hohe Fachkenntnisse, zielstrebige Leistungsbereitschaft und glühende Leidenschaft für ihren Beruf. Das sind die Fachkräfte von heute, die wir in den Unternehmen zur weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung brauchen. Deshalb wollen wir dieses herausragende Engagement jedes Einzelnen besonders ehren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Akteure der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ haben drei besonders aktive Unterstützer rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung ausgezeichnet. In der Nikolaikirche erhielten Eva Krull (Personalleiterin in der Yachthafenresidenz Hohe Düne), Frank Krüger (Ausbilder im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund) und Olaf Janowski (Verkaufsleiter bei thyssenkrupp Schulte GmbH, Niederlassung Rostock) einen Pokal sowie eine Urkunde. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament einer florierenden Wirtschaft. Das Engagement der Geehrten ist vorbildlich und trägt dazu bei, jungen Menschen auf dem Weg in das Berufsleben unterstützend zur Seite zu stehen“, sagte Glawe.

„Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, so Wirtschaftsminister Glawe. Im Azubi-Atlas von „durchstarten-in-mv.de“ sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

Während des Festaktes sind zudem 71 Auszubildende als Jahrgangsbeste ausgezeichnet worden. An den Abschlussprüfungen nahmen insgesamt 2.487 Absolventen teil. Die 71 Geehrten haben ihre Prüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Die Absolventen wurden in 47 Unternehmen und bei sechs Bildungsdienstleistern ausgebildet und haben ihre Ausbildung in 24 Ausbildungsberufen abgeschlossen. Zwölf dieser Ausbildungsberufe sind den kaufmännischen und kaufmännisch verwandten Berufen zuzuordnen, wie beispielsweise Kaufleute im Einzelhandel, Kaufleute im Gesundheitswesen, Tourismuskaufleute. Weitere zwölf Ausbildungsberufe sind gewerblichtechnische Berufe, wie beispielsweise Chemikant, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und Informatiker. 15 der Auszubildenden erhalten ein Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Das gute Abschneiden der jungen Menschen schafft ihnen die Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Wir brauchen tatkräftige junge Menschen als Fachkräftenachwuchs für die Wirtschaft im Land“, sagte Glawe.

„Wir Unternehmen sollten mit vereinten Kräften alles tun, damit die jungen Menschen hier bleiben, in ihrer Heimat. Eine Heimat, die nicht nur eine Urlaubsregion sein soll, sondern ein Land zum Leben und Arbeiten. Die Ausbildungsbetriebe der heute geehrten Absolventen bieten eine gute, qualifizierte Ausbildung, attraktive Arbeitsbedingungen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Kurzum, sie haben mitgeholfen, richtig guten Nachwuchs für unsere Wirtschaftsregion heranzubilden“, sagte Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK.

31 Industriemeister in den Fachrichtungen Chemie, Elektrotechnik, Luftfahrttechnik, Mechatronik und Metall erhielten das vom Wirtschaftsministerium initiierte „Meister-Extra in Höhe von 1.000 Euro. Mit der Prämie soll das persönliche Engagement für die Meisterqualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität in Industrie und Handwerk gestärkt werden. „Bildung und Qualifizierung sind der Schlüssel für die Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Basis der Wertschöpfung für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Geht es um die Vielfältigkeit in der dualen Berufsausbildung oder um die Entwicklung von neuen Ideen in der Berufsorientierung – Eva Krull ist immer mit viel Engagement und Begeisterung dabei. Als Personalleiterin in der Yachthafenresidenz Hohe Düne zeichnet sie sich mit ihrer fachlichen, pädagogischen und menschlichen Kompetenz für eine Vielzahl von Ausbildungsverhältnissen und somit auch für die Fachkräfteentwicklung in der Branche mit verantwortlich. Sie kümmert sich um 20 Auszubildende aus acht Nationen und versteht sich als Lernbegleiterin, die ihre Auszubildenden fördert und fordert. Orientiert an den Arbeits- und Geschäftsprozessen des Unternehmens vermittelt sie über den Rahmen hinaus berufliche und persönliche Kompetenzen. Sie praktiziert, wo immer es möglich ist, den Weg des „entdeckenden Lernens“. Die Auszubildenden werden mit dieser Methode zum selbständigen Denken und Handeln angeregt. Eigeninitiativen sowie die Entwicklung von Ideen in der Arbeit und beim Lernen beispielsweise bei Leistungswettbewerben werden gefördert. Zudem ist Eva Krull ehrenamtlich als Mitglied im Schlichtungsausschuss der IHK zu Rostock und im Regionalverband des DeHoGa MV tätig. „Durch ihr engagiertes Wirken leistet Eva Krull einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Fachkräftenachwuchses in der Hotellerie und Gastronomie für die Region“, sagte Glawe.

Seit vielen Jahren engagiert Frank Krüger sich im beruflichen und auch im privaten Bereich um die Zukunft junger Menschen. Er sucht nicht immer den einfachen Weg, wenn es mal mit seinen Auszubildenden schwierig wird. Er versucht die Gründe herauszufinden und löst die Probleme praxisnah. Frank Krüger motiviert seine Auszubildenden und spornt sie zu höheren Leistungen an, was dazu führt, dass Auszubildende des Unternehmens häufig mit Bestnoten die Abschlussprüfungen bestehen. Darüber hinaus hat der Ausbilder einen hohen Anteil daran, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund seit 2009 infolge mit dem Titel „TOP Ausbildungsbetrieb“ von der IHK zu Rostock geehrt wurde. „Beim Thema Weiterbildung und lebenslanges Lernen ist Frank Krüger für seine Schützlinge ein gutes Vorbild. Er absolviert derzeit berufsbegleitend eine Ausbildung zum IHK geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen, um die ihm anvertrauten jungen Menschen noch besser betreuen zu können“, sagte Glawe.

Olaf Janowski ist seit 2010 verantwortlich für die Ausbildung in der Niederlassung Rostock der thyssenkrupp Schulte GmbH. Seit vielen Jahren zeigt Olaf Janowski großes Engagement in der Ausbildung und für die Ausbildung. Für die derzeit zehn Auszubildenden im Unternehmen trägt er die Gesamtverantwortung. Mit viel Erfahrung und pädagogischem Geschick versteht er es, dass sich die Auszubildenden mit dem Unternehmen identifizieren. Er motiviert die Auszubildenden an sich und ihre Leistungen zu glauben und fördert ihre persönliche und fachliche Entwicklung. Zusätzlich engagiert sich Olaf Janowski ehrenamtlich als Prüfer und Schlichter bei der IHK zu Rostock. Aktiv werden Maßnahmen zur Berufsfrühorientierung der Schüler und Schülerinnen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung im Kammerbezirk tatkräftig unterstützt. „Olaf Janowski trägt einen hohen Anteil daran, dass das Unternehmen in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge mit dem Titel `TOP Ausbildungsbetrieb´ geehrt wurde“, sagte Glawe.

Die Begabtenförderung von Mecklenburg-Vorpommern jetzt im Netz

Schwerin – Eltern, Schüler und Lehrer können sich ab sofort im Internet umfassend über die Begabtenförderung in Mecklenburg-Vorpommern informieren. Das teilte das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung am Mittwoch in Bonn mit. Unter www.begabungslotse.de/special-mecklenburg-vorpommern präsentiert das Online-Portal „Begabungslotse“ schulische und außerschulische Förderangebote für Schüler, Beratung für Eltern und Fortbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte. Bildungsministerin Birgit Hesse betonte zum Start, Ziel der Begabtenförderung im Land sei es, „die individuellen Begabungen aller Schülerinnen und Schüler zu entdecken, zu stärken und zu fördern“.

Das größte deutsche Portal zur Talentförderung stellt beispielsweise die Regionalen Schulen für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 in Wismar, Rostock und Stralsund vor, die Profilschulen mit dem Schwerpunkt „Niederdeutsch“ und die Gymnasien für Hochbegabte in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin. Außerdem informiert der „Begabungslotse“ über außerschulische Lernorte wie JugendUni und Juniorstudium, Schülerlabore als Orte des Forschens, landesweite Wettbewerbe und künstlerisch-kreative Angebote. Vorgestellt wird auch die Arbeit der regionalen Beratungsteams der vier Staatlichen Schulämter.

„Ob Sprachgenie, Handwerkertalent, Rechenchampion, Sport-Ass oder Kunstkenner – in jedem von uns schlummern Talente. Wir müssen sie nur an die Oberfläche bringen und weiterentwickeln“, sagte Bildungsministerin Hesse in ihrem Grußwort. Unterstützung erhalten Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung in Schwerin. Es ist Initiator und Organisator von Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern.

Bildung & Begabung ist das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Sie entwickeln Modellprojekte für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung. Die Wettbewerbe und Akademien helfen Jugendlichen, ihre Stärken zu entdecken – unabhängig davon auf welche Schule sie gehen oder aus welcher Kultur sie stammen. Bildung & Begabung bringt Experten auf Fachtagungen zusammen und hält im Internet Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler bereit. Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbandes. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident.

Drese: Kindertagesförderung wird qualitativ und quantitativ weiter ausgebaut

Schwerin – Ministerin Stefanie Drese hat heute auf die weiteren massiven Investitionen des Landes zum Ausbau der Kindertagesförderung hingewiesen. „Unser Kurs ist klar. Wir bauen beständig die Kitaplätze und die Öffnungszeiten aus. Wir verbessern regelmäßig die Qualität und die Qualitätsstandards. Und wir entlasten die Eltern kontinuierlich bei den Kita-Beiträgen“, sagte Drese im Anschluss an eine öffentliche Sachverständigenanhörung zur Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern im Sozialausschuss des Landtags.

Allein für die Senkung der Elternbeiträge um bis zu 600 Euro im Jahr und die Einführung der Geschwisterkindregelung werden von der Landesregierung mit dem kommenden Doppelhaushalt fast 50 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Drese: „Darüber hinaus setzen wir unsere Qualitätsförderung und die gezielte Entwicklungsförderung von Kindern fort. Hier geht es etwa um die Erhöhung des Zeitumfangs der mittelbar pädagogischen Arbeit, die zusätzliche Förderung von Kindern unter drei Jahren, die Förderung der Weiterbildung der Kindertagespflegepersonen, die Fach- und Praxisberatung sowie zusätzliche finanzielle Zuweisungen an die Landkreise und kreisfreien Städte für die Teilnahme von Kindern an der Verpflegung in den so genannten Übernahmefällen.“

Hinzu kommen nach Aussage der Ministerin erhebliche Investitionen zur Schaffung weiterer Kitaplätze durch steigenden Geburten- und Betreuungsraten. „Hier sind wir bundesweit spitze und werden es auch bleiben“, so Drese. „Wir haben mit 11.600 bereits einen neuen Höchststand an pädagogisch Tätigen in Kitas erreicht. Das sind über 30 Prozent mehr als vor sechs Jahren. Mit unserer neuen dual-orientierten Erzieher/innen-Ausbildung setzen wir genau dort an und sorgen für Fachkräftenachwuchs für unsere Kitas.“

Die Kritik der Linksfraktion mit Bezug auf die umstrittene Bertelsmann-Studie weist Ministerin Drese zurück. „Von unseren pädagogischen Standards, den Versorgungsquoten und den im KiföG festgeschriebenen Betreuungszeiten inklusive Randzeitenbetreuung und 24-Stunden-Kitas träumen die meisten anderen Bundesländer“, verdeutlicht Drese. „Wer diese Angebote schlecht redet, verschließt die Augen vor der Realität.“

Drese: „Natürlich stehen wir vor großen Anstrengungen, um unsere sehr gute Kindertagesförderung sowohl qualitativ als auch quantitativ weiter auszubauen und die Beitragsfreiheit für Eltern zu erreichen. Hierbei setze ich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit den Kommunen und Trägern sowie auf massive Hilfen durch den Bund.“

Preise für Geschichtswettbewerb verliehen

Ministerin Hesse lobt Neugier und Enthusiasmus von Schülerinnen und Schülern

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat die Auszeichnungen des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung an die Gewinnerinnen und Gewinner aus Mecklenburg-Vorpommern übergeben. „Wenn Schülerinnen und Schüler sich neben dem Unterricht noch mit so viel Energie in ein Thema vertiefen und es neu erschließen, dann zeugt das von Neugier und Enthusiasmus. Es ist toll zu sehen, dass Geschichte das auslösen kann, und noch toller, was die Kinder und Jugendlichen dann daraus machen“, sagte Hesse am Rande der Preisverleihung im Schweriner Schloss.

„Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ lautete das Motto dieser 25. Ausschreibung des Wettbewerbs, an dem sich in Mecklenburg-Vorpommern knapp 150 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 25 Beiträgen beteiligt hatten. „Gerade in einem ostdeutschen Bundesland ist das ein faszinierendes Thema, denn in vielen Familien ist die Bindung zur Kirche verloren gegangen. Und das, obwohl Mecklenburg-Vorpommern historisch eine christlich geprägte Landschaft hat“, so die Ministerin. „Mit Blick auf die Gegenwart liefern das bevorstehende Reformationsjubiläum und die Auseinandersetzung mit dem Islam reizvolle Ansatzpunkte“, lobte Hesse die Themenwahl der Körber-Stiftung.

Die Ministerin dankte auch den Lehrerinnen und Lehrern, die ihre Schüler bei der Arbeit an ihren Wettbewerbsbeiträgen unterstützt haben. „Dieses zusätzliche Engagement einzelner Lehrkräfte hilft den Schülerinnen und Schülern hier mit noch besseren Leistungen aufzuwarten. Der Preis ist damit auch eine Anerkennung für die Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Schülerinnen und Schüler ermutigen, sie motivieren und durch das Projekt begleiten“, betonte Hesse.

Die vier Siegerprojekte kommen in diesem Jahr von Schülerinnen und Schülern vom Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg, von der CJD Christophorusschule Rostock, der Werkstattschule Rostock und vom Gerhard-Hauptmann-Gymnasium Wismar. Die Förderpreise gingen an ein Projekt der Grundschule Röbel und an eines der Werkstattschule Rostock.

„Ganztägig lernen für die Zukunft“

Bildungsministerin Birgit Hesse besucht Landeskongress in Rostock

Rostock – Heute steht die „Politische Bildung im Zeitalter der Digitalisierung“ im Mittelpunkt, morgen geht es um Ganztagsangebote an Schulen. Nach dem Kongress der Landeszentrale für politische Bildung nimmt Bildungsministerin Birgit Hesse am Sonnabend, 7. Oktober 2017, am Ganztagsschulkongress in Rostock teil. Rund 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich in der Universität Rostock über die Angebote an Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen austauschen. Die Veranstaltung, die von der Serviceagentur Ganztägig lernen M-V organisiert wird, steht unter dem Motto „Ganztägig lernen für die Zukunft“. Eine Teilnahme ist auch ohne Voranmeldung möglich.

„Schule heute ist mehr, als Unterricht in Fächern wie Deutsch, Mathematik und Englisch“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Viele Ganztagsschulen arbeiten mit Partnern in den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt und Jugendarbeit erfolgreich zusammen und gestalten für Schülerinnen und Schüler besondere Angebote. Wir wollen uns darüber austauschen, was gut läuft und wo wir noch etwas verbessern können. Außerdem wollen wir die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund, dem Netzwerk Kulturelle Kinder- und Jugendbildung und den Schulen verstärken. Auch darum wird es beim Kongress gehen“, erläuterte die Ministerin.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land pro Jahr 26 Mio. Euro bereit. Ziel ist es, dieses Netz schrittweise auszubauen und in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze zur Verfügung zu stellen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bislang 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind ca. 65 Prozent aller öffentlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um ca. 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

„Blutiges Gold“ glänzt ab heute in Groß Raden

Ministerin Hesse: Vorgeschmack auf Archäologisches Landesmuseum

Groß Raden – Gleich dreifach beeindruckt zeigte sich Kulturministerin Birgit Hesse bei der Eröffnung der Archäologieschau „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“: „Zum einen sind da natürlich die Funde an sich. Dazu kommt die sagenhafte Geschichte dahinter. Und zum Dritten ist beides zusammen ein Stück Geschichte, und zwar ein bislang unbekanntes“, sagte sie in Groß Raden, wo die Ausstellung nun für ein Jahr im Museumsgebäude des Freilichtmuseums zu sehen ist.

Die Schlacht im Tollensetal, die im Mittelpunkt der Ausstellung steht, hat vor 3.200 Jahren stattgefunden. Die Ausgrabungen verweisen damit auf das älteste Schlachtfeld Europas und werfen ein neues Licht auf die Bronzezeit, die bislang als weitgehend friedliche Ära galt. Die Tollense hat es dafür nach Groß Raden geschafft: Die Ausstellung ist entlang eines virtuellen Flusses inszeniert, zu dessen Seiten die Überreste des bronzezeitlichen Gewaltkonflikts ausgestellt sind.

„‚Blutiges Gold‘ lädt alle Besucher dazu ein, entlang der Funde auf Spurensuche zu gehen. Entdeckungen machen, Personen mit Funden verbinden, Geschichte greifen – all das erlaubt diese Ausstellung“, erklärte die Ministerin, „vor allem aber vermittelt sie einen Eindruck davon, welche wertvollen Funde unser Land zu bieten hat. Wertvoll nicht nur in materieller Hinsicht, sondern erst recht in kultureller und historischer.“

Somit sei „Blutiges Gold“ auch ein Vorgeschmack auf das geplante Archäologische Landesmuseum (ALM) in Rostock. Dort steht die Entscheidung über einen Standort für das Museum noch aus: Zur Debatte stehen das ehemalige Schifffahrtsmuseum und ein Neubau im Stadthafen. „Darüber kann nur die Hansestadt Rostock selbst entscheiden. Ich wünsche mir, dass sich Bürgermeister und Bürgerschaft möglichst schnell verständigen, denn auf dieses Museum haben wir lange genug gewartet“, appellierte Hesse an die Verantwortlichen.

Kita „Witziner Weltentdecker“ eingeweiht

Witzin – „Witzin ist ein leuchtendes Beispiel für ein genrationenübergreifendes und lebendiges Gemeindeleben im ländlichen Raum“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus in Witzin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) anlässlich der Neueröffnung der Kindertagesstätte „Witziner Weltentdecker“.

Das Gemeindehaus, das bereits im Jahr 2005 teilsaniert wurde, soll aufgrund der demografischen Veränderungen der letzten Jahre und der wachsenden Einwohnerzahl erweitert, umgebaut und in zwei Bauabschnitten saniert werden. Mit der Kindertagesstätte „Witziner Weltentdecker“ wurde nunmehr der erste Bauabschnitt nach anderthalb Jahren erfolgreich fertiggestellt.

Die Nachfrage nach Krippen- und Kindergartenplätzen war vor dem Umbau so groß, dass in der Vergangenheit nicht alle Anträge der Eltern berücksichtigt werden konnten. Die Kita ist durch einen bedarfsgerechten Wintergartenanbau erweitert worden, sodass die Spiel- und Bewegungsfläche für die Kinder nunmehr größer ist. Zu den weiteren Umbau- und Sanierungsarbeiten gehören der Bau einer neuen Küche sowie der Umbau der ehemaligen Küche zu einem Wasch- und WC-Raum. Darüber hinaus wurde der Kindergartenwaschraum erneuert, ein Hauswirtschaftsraum geschaffen und Schallschutzdecken und Fußbodendämmung im Kita-Bereich realisiert. Durch diese Erweiterung können zu den bisherigen 30 Kita-Plätzen sechs Plätze zusätzlich angeboten werden (24 Kindergarten- und 12 Krippenplätze).

Die Gesamtkosten von über 493.000 Euro werden mit knapp 321.000 Euro entsprechend der Richtlinie für die integrierte ländliche Entwicklung (ILERL MV) bezuschusst.

Ziel des 2. Bauabschnittes ist es, einen der bestehenden Gemeinderäume zu einem Mehrzweckraum umzubauen. Außerdem soll ein behindertengerechtes WC geschaffen werden. Dies soll im Jahr 2018 geschehen.

Die Gemeinde Witzin mit 456 Einwohnern wird vom Amt Sternberger Seenlandschaft verwaltet. Sie zeichnet sich insbesondere durch das von verschiedenen Vereinen getragene gesellschaftliche Leben aus. Dazu gehören neben einem Angler-, Inlineskating-, Dorf- und Tanzverein auch die Jagdgenossenschaft, die Kirchgemeinde, die Freiwillige Feuerwehr sowie die Plattsnacker, die Seniorensportgruppe und die Witziner Dormusikanten. Im Jahr 2015 hat Witzin erfolgreich am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen. Die Gemeinde belegte hinter Pinnow und Lohmen den dritten Platz. Abei erhielt sie eine Ehrung als besonders kinder- und jugendfreundliche Gemeinde.