Drese: Bemerkenswert gute Anmeldezahlen für neue Kita-Ausbildung

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt die vom Bildungsministerium eingeräumte Fristverlängerung für die neue dreijährige praxisorientierte Erzieherausbildung. Bis zum 1. Juli 2017 (Poststempel) können sich Schulabgängerinnen und Schulabgänger, aber auch Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger für die Ausbildung „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in 0-10“ noch bewerben.

Als bemerkenswert bezeichnet Ministerin Drese die vorläufigen Anmeldezahlen. „Da wir ein Jahr früher als ursprünglich geplant anfangen, ist der Zeitrahmen eng gesteckt“, sagte Drese. „Dass dennoch an allen fünf Berufsschulstandorten zwischen 12 und 23 Anmeldungen vorliegen, ist ein deutliches Zeichen für die Attraktivität des neuen Ausbildungsangebotes. Für jeden einzelnen Auszubildenden hat es sich gelohnt, für einen Start bereits zum Schuljahr 2017/ 18 zu kämpfen.“

Drese: „Mein Dank gilt den zukünftigen Auszubildenden, die den Mut haben, neue Wege zu beschreiten und den Trägern, die bereit sind, die jungen Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Ich bin überzeugt davon, dass der neue Ausbildungsgang in den nächsten Jahren zu einem großen Erfolg wird und maßgeblich zur Qualitätssicherung in unseren Kitas beiträgt“, so Drese.

Derzeitige Anmeldezahlen nach Angaben des Bildungsministeriums:

Rostock: 23 (6 noch ohne Träger)
Neubrandenburg: 20
Güstrow: 13
Stralsund: 12
Schwerin: 13 (9 noch ohne Träger)

Gewinner des Wissensquiz anlässlich des Umwelttages

Schwerin – Anlässlich des Umwelttages (5. Juni) fand in der Woche vom 29. Mai bis 2. Juni die größte organisierte Schülerwanderaktion in den 13 Nationalen Naturlandschaften Mecklenburg-Vorpommerns statt. Dabei wurde auf spielerische Art auch ein anspruchsvolles, nach Klassenstufen gestaffeltes Wissensquiz durchgeführt. Insgesamt sind 35 richtige Quizbögen eingegangen. Jetzt zog Umweltminister Dr. Till Backhaus fünf Gewinner:

Preis: Klasse 5a, Sonderpädagogisches Förderzentrum Eggesin (1.000 Euro),
Preis: Klasse 1-4, Mosaik Schule Holzendorf, Groß Miltzow (500 Euro),
Preis: Klasse 5, Regionale Schule Woldegk mit Grundschule (200 Euro),
Preis: Klasse 4a, Grundschule „Stadt Usedom“ (200 Euro),
Preis: Klasse 7a, Schule am Stadtpark, Brüel (100 Euro).

„Ich gratuliere allen Gewinnern sehr herzlich und hoffe, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin so engagiert mit ihrer Umwelt auseinandersetzen“, sagte der Minister.

„Wandern gehen klingt für viele junge Leute noch immer angestaubt. Mit unseren Umweltwanderungen haben wir in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge gezeigt, dass Wandern aufregend, vielfältig und modern sein kann. Vom Wasserwandern bis hin zu digitalen Schnitzeljagden – in unserem Land ist vieles möglich. Ganz nebenbei haben die rund 1.000 Kinder und Jugendlichen Wissenswertes über Natur und Umwelt erfahren“, so Dr. Backhaus.

Den Auftakt der Wanderwoche machte eine 7. Klasse des Gymnasiums Anklam gemeinsam mit Minister Backhaus. In drei Gruppen geteilten erforschten die Kinder abwechselnd Stolpe und Umgebung, die interaktive Ausstellung im Naturparkhaus und eigneten sich Wissen über die Biologie des Bibers an. Im Mittelpunkt stand die Peene, die mit 175 km der drittlängste Mecklenburg-Vorpommerns ist. Er gehört zu den letzten unverbauten Fließgewässern Deutschlands. Durch den naturnahen Zustand ist sie auch einer der fischartenreichsten Flüsse Deutschlands.

Die 13 Nationalen Naturlandschaften im Land hatten anlässlich der Wanderwoche 42 verschiedene Wanderangebote gemacht.

Die Wanderungen führten durch den Wald, entlang an Hecken und Seen, der Küste und Binnendünen, Deichen und Flüssen.

Auf diversen Wanderungen gab es Wissensstationen. Die Schülerinnen und Schüler konnten Gewässer untersuchen, mikroskopieren, sowie Kräuter und Tierspuren bestimmen.

Inklusionspreis für Schulcampus Rostock-Evershagen

Ministerin Hesse: Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives

Rostock – Bildungsministerin Birgit Hesse hat dem Schulcampus Rostock-Evershagen zum Jakob-Muth-Preis für inklusive Schulen gratuliert. Die Schule hat die Auszeichnung heute erhalten. Der Jakob-Muth-Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Am Schulcampus Rostock-Evershagen wird Inklusion gelebt“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse bei der Übergabe des Preises. „Förderung ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern etwas Positives. Jede Schülerin und jeder Schüler steht mit seinem Bildungserfolg im Mittelpunkt. Alle lernen gemeinsam und nehmen aufeinander Rücksicht. Ich freue mich darüber, dass der Schulcampus Rostock-Evershagen als erste Schule im Land mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet wurde. Den Lehrerinnen und Lehrern danke ich für ihr tägliches Engagement, so Hesse.

Der Jakob Muth-Preis für inklusive Schule zeichnet seit 2009 Schulen aus, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen und so allen Kindern die Möglichkeit eröffnen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre individuellen Potenziale zu entwickeln. Projektträger sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, die Deutsche UNESCO Kommission e.V. und die Bertelsmann Stiftung.

Tag der Technik 2017: Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern

Ministerin Hesse: In technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften

Neubrandenburg – Schülerinnen und Schüler können sich am Freitag, 23. Juni 2017, in Neubrandenburg, Rostock, Stralsund und Wismar über neue Technologien und technische Berufe informieren. Am bundesweiten Tag der Technik gibt es in Mecklenburg-Vorpommern an den vier Hochschulstandorten unter dem Motto „Heute die Welt von morgen gestalten“ viele Aktionen. Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat die Schirmherrschaft für die landesweite Veranstaltung übernommen.

„Der Tag der Technik ist eine gute Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler für technische Entwicklungen zu begeistern, weil sie technische Geräte ausprobieren und eigene Erfahrungen machen können“, sagte Bildungs- und Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Expertinnen und Experten wollen den Schülerinnen und Schülern vermitteln, dass sie es sind, die die Innovationen von morgen schaffen. Gerade in den technischen Berufen gibt es einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften“, betonte Hesse.

An der Hochschule Neubrandenburg können sich Mädchen und Jungen beispielsweise über 3-D-Drucker in der Lebensmitteltechnologie informieren. Die Fraunhofer-Einrichtung für Großstrukturen in der Produktionstechnik (AGP) in Rostock zeigt, wie Bleche zusammengefügt werden. An der Hochschule Stralsund steht die Entwicklung von Schiffsrümpfen am Wellensimulator auf dem Programm. In Wismar können Schülerinnen und Schüler aus Holzlatten eine Bogenbrücke ohne Nägel und Schrauben bauen und die Stabilität testen.

Am Tag der Technik öffnen die Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Labore und Unternehmen ihr Türen und laden zu Experimenten ein. Organisiert wird der Tag der Technik vom Verein Deutscher Ingenieure Mecklenburg-Vorpommern. Unterstützt werden die Mitmach-Aktionen vom Ingenieurrat MV und weiteren regionalen Partnern aus Handwerk und Industrie. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ab Klasse 8 sowie den Lehrerinnen und Lehrern Technik nahezubringen.

Digitalisierung: Landkreis Vorpommern-Greifswald ausgezeichnet

Greifswald – Der Landkreis Vorpommern-Greifswald ist für sein „Soziales und Jugend Serviceportal“ (SoJuS) ausgezeichnet worden. Auf dem „Zukunftskongress Staat & Verwaltung“ in Berlin kam es am Dienstagabend (20.6.) auf den ersten Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt“. Eine hochrangig besetzte Jury aus Wissenschaft und Praxis hat es aus einer Vielzahl digitaler Projekte von Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt. Das Online-Serviceportal vernetzt im Landkreis Jugendämter und Organisationen, die Hilfen rund um die Erziehung anbieten.

„SoJuS ist ein Vorzeigeprojekt für die Digitalisierung der Verwaltung. Es erleichtert die Arbeit, ermöglicht eine schnellere Hilfe und spart Kosten“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel. „Das Service-Portal eignet sich auch für andere Landkreise und sogar für andere Bundesländer“, sagte der Minister.

SoJuS verbindet Jugendämter und freie Träger, das Landesjugendamt, das Sozialministerium sowie lokale Entscheider. Ein Sozialarbeiter kann dort beispielsweise nach einer sofort verfügbaren Unterbringung für Jugendliche suchen, kann also viel schneller reagieren und erfährt auch sofort, wer den am besten geeigneten und preisgünstigsten Platz anbietet. SoJuS liefert die Daten in Echtzeit, nimmt Reservierungen auf und erstellt automatisch amtliche Statistiken und Reports. Außerdem erstellt das Portal automatisch Pflichtmitteilungen zum Beispiel an das Landesjugendamt, erfasst die erbrachten Leistungen und rechnet sie ab. Nutzer können sich mit ihrem Passwort auf jedem Endgerät einloggen, auch auf mobilen Geräten. Der Datenschutz ist stets gewährt.

SoJuS eignet sich nicht nur für den Bereich rund um die Erziehungshilfe. Das Portal kann auch in der Altenpflege eingesetzt werden, ebenso in den Bereichen Asyl und Integration.

Zum zweitägigen Zukunftskongress in Berlin kamen mehr als 1500 Entscheider aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Schirmherr war Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Veranstalter ist die Berliner Gesellschaft Wegweiser, die 1996 gegründet wurde und Regierungen, Parteien und Verbände berät.

Tag der Technik in Wismar

Wismar – Was hält eine Brücke aus? Wie lange hält eine Autobahn? Und wer kümmert sich darum? Darüber informieren Experten der Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern am Tag der Technik an diesem Freitag (23.6.) in der Hochschule Wismar.

An ihrer Info-Station erklären sie nicht nur, was im Straßenbau technisch nötig und möglich ist. Sie informieren vor allem über die Berufe, die sich um Bau und Erhalt der Straßen kümmern. Besonders wichtig ist dafür neben dem Ingenieur der Straßenwärter. Er kontrolliert die Straßen und Brücken und sorgt so für die Sicherheit im Verkehr.

„Die Verkehrswege sind die Lebensadern des Landes. Deshalb ist es wichtig, sie zu warten und instand zu halten“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Vor allem in einem dünn besiedelten Land wie Mecklenburg-Vorpommern seien die Straßen wichtige Kommunikationswege. „Zwei Drittel der Pendler fahren in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Auto zur Arbeit. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass unsere Straßen in gutem Zustand sind.“ Straßenwärter sei ein zukunftsträchtiger Beruf. „Ohne sie wird es auch kein autonomes Autofahren geben. Computergesteuerte Fahrzeuge sind mehr denn je auf intakte Straßen angewiesen“, sagt Christian Pegel, der am Tag der Technik ebenfalls in die Hochschule Wismar kommt und von 10.00 bis 12.00 Uhr Fragen von Schülerinnen und Schülern beantwortet.

An der Info-Station erhalten sie auch einen Einblick in die Berufspraxis. Die Experten der Autobahnmeisterei Upahl stellen typische Arbeitsgeräte von Straßenwärtern vor: einen Unimog mit unterschiedlichen Arbeitsgeräten sowie einen Böschungsmäher.

Der Tag der Technik an der Hochschule Wismar an diesem Freitag (23. Juni) beginnt um 10.00 Uhr und endet um 14.00 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.tdt-mv.de/programm-wismar.html

15 Jahre „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“

Rostock – Das „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“ feiert am Freitag, den 04. Juli, mit Schülern, Partnerfirmen und weiteren Unterstützern sein 15-jähriges Bestehen. In dem Projekt arbeiten leistungsstarke Schüler der Klassenstufen 8 bis 12 von Gymnasien und Gesamtschulen in der Hansestadt Rostock sowie im Landkreis Rostock gemeinsam mit Unternehmen an praktischen Aufgabenstellungen.

„Das Projekt bringt Schüler mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammen und zeigt den Jugendlichen praxisnah attraktive berufliche Möglichkeiten in der Region auf. Vor allem durch die intensive Projektarbeit lernen sie die Berufswelt vertieft kennen. Das kann den Jugendlichen bei der Entscheidung für den späteren Berufsweg helfen. Zugleich haben Unternehmen die Chance, frühzeitig Nachwuchskräfte an sich zu binden. Das ist für alle Beteiligten ein Gewinn“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Projektträger ist die BilSE Bildungs-Service für Europa GmbH, Institut für Bildung und Forschung.

Im Schuljahr 2015/16 waren 135 Schüler aus neun Schulen in 45 Schülerteams beim Innovationsnetz aktiv und bearbeiteten von Unternehmen und wirtschaftsnahen Einrichtungen gestellte Aufgaben. Ziel des Projektes ist es, die Jugendlichen als zukünftige Fachkräfte in der Region zu fördern. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer verbesserten Studien-, Berufs- und Praxisorientierung, der Vernetzung von Schulen, Unternehmen, der Universität Rostock sowie Vertretern von Wirtschafts- und Wissenschaftsverbänden im Übergang Schule, Wissenschaft und Wirtschaft sowie einer Interessenentwicklung in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). „Das Projekt fördert die Kreativität und den Forschergeist der Schüler. Gleichzeitig werden die beruflichen Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern aufgezeigt. Das ist ein richtiger Weg, um Fachkräfte für die Wirtschaft und die Wissenschaft im Land zu gewinnen“, sagte Glawe.

Unterstützt wurde das Projekt mit knapp 372.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Der Zeitraum umfasste dabei die Schuljahre 2015/2016 und 2016/2017.

Veranstaltungshinweis und Anmeldung

15 Jahre „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs in MV“ am 04. Juli 2017 um 14.00 Uhr in der Aula des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock, Goethestraße 5, 18055 Rostock.

Neben einem Einblick in die Netzwerkarbeit gibt es einen Rückblick auf die vergangenen 15 Jahre.

Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 23.06.2017 per mail unter innovationsnetz@bilse.de.

Konzert der Rock- und Pop-Klassen der Musikschule

Stralsund – Die Musikschule Stralsund lädt am Freitag, den 23. Juni um 17.00 Uhr, zu einem Konzert mit Schülern der Rock-und Pop-Klassen in den Konzertsaal der Musikschule ein.
Drumset

Neben jungen Schülern, die ihr erstes Vorspiel bestreiten, und Schülern aus den Pop-Klassen, die zum Ende des Schuljahres noch einmal ihr Können zeigen, ist ein besonderes Highlight zu erleben.

Sebastian Simon aus der Schlagzeugklasse von Thomas Görsch wird in diesem Konzert am Drumset (Schlagzeug) ein anspruchsvolles Programm mit Titeln von Toto, Avenged Sevenfold u.a. präsentieren. Damit legt Sebastian an der Musikschule seinen Oberstufenabschluss ab.

„In der Struktur der öffentlichen Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen e. V. entspricht der Oberstufenabschluss, den Sebastian absolvieren möchte, dem Aufnahmeprüfungsniveau der deutschen Musikhochschulen“, erläutert dazu Musikschuldirektor Wolfgang Spitz.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Rostocker Lehrerin trifft Nobelpreisträger

Lehrerin Dr. Regine Schütt fährt zur 67. Lindauer Nobelpreisträgertagung

Rostock – Die Lehrerin, Dr. Regine Schütt, aus Stäbelow nimmt am „Teaching Spirit“ der 67. Lindauer Nobelpreisträgertagung teil. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern treffen sich Ende Juni 2017 am Bodensee besonders qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer, um neue Ideen für den eigenen Unterricht zu erhalten. Dr. Regine Schütt ist Lehrerin für Biologie und Chemie am Gymnasium „CJD – Christophorusschule Rostock“ und Landesbeauftragte für die Chemie-Olympiade in Mecklenburg-Vorpommern. Beim diesjährigen Neujahresempfang des Bundespräsidenten wurde sie durch den damaligen Amtsinhaber Joachim Gauck geehrt.

„Dr. Regine Schütt gehört zu den Lehrkräften bei uns im Land, die ihre Schülerinnen und Schüler für die Fächer Biologie und Chemie begeistern“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Dieses Engagement ist besonders wichtig, weil wir erreichen müssen, dass mehr Schülerinnen und Schüler Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik und den Naturwissenschaften ergreifen. Ich freue mich, dass Dr. Regine Schütt eine Einladung zu dieser Tagung erhalten hat und wünsche ein spannendes Treffen. Sie gehört damit zu den 21 Pädagogen, die deutschlandweit ausgewählt wurden, sich mit den Nobelpreisträgern der Chemie auszutauschen“, so Hesse.

Die Lindauer Nobelpreisträgertagung findet vom 25. Juni bis 30. Juni 2017 statt. In Lindau treffen sich jedes Jahr rund 400 bis 650 Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie promovierte Forscherinnen und Forscher aus bis zu 90 Ländern. Die Tagung ist abwechselnd den Nobelpreisdisziplinen „Physiologie oder Medizin“, „Physik“ und „Chemie“ gewidmet. Die Lindauer Nobelpreisträgertagung wurde 1951 ins Leben gerufen und dient dem Austausch von Nobelpreisträgern und Wissenschaftlern jüngerer Generationen.

Vierte Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“ erschienen

Ministerin Hesse: Schulen helfen dabei, die Stärken von Schülern zu erkennen

Schwerin – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in diesen Tagen die vierte Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“. Das kostenlose Heft wird an allen öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen verteilt. Auch freie Schulen erhalten Exemplare für die Lehrerkollegien. Titelthema der vierten Ausgabe des Magazins „klasse!“ ist die Talentförderung an den Schulen im Land.

„Ob Sprachgenie, Handwerkertalent, Rechenchampion, Sport-Ass oder Kunstkenner – in jedem von uns schlummern Talente“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Unsere Schulen helfen dabei, die Stärken von Schülerinnen und Schülern zu erkennen und auszubauen. Entscheidend dafür ist, dass es Angebote gibt, die individuell auf die Begabung und das Potenzial des Einzelnen eingehen. In Mecklenburg-Vorpommern wird die Förderung von Talenten in vielerlei Art und Weise gestärkt“, so Hesse.

In einer Reportage erfahren Leserinnen und Leser, wie die Talentförderung am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Greifswald aussieht. Die Schule zählt zu den neuen MINT-Profilgymnasien, die es ab dem kommenden Schuljahr im Land geben soll. Die Profilschulen machen begabten Schülerinnen und Schülern besondere Angebote in den Bereichen Humanistische Bildung/Alte Sprachen, Niederdeutsch und Mathematik/Naturwissenschaften (MINT). Außerdem berichtet „klasse!“ über den Zusammenschluss der Regionalen Schule mit der Grundschule in Garz auf Rügen und hat an Schulen nachgefragt, wie die Nutzung von Handys geregelt ist.

Konzipiert und realisiert wurde das Schulmagazin wieder vom Green Media Verlag in Hamburg. Mit 48 Seiten ist die aktuelle Ausgabe schlanker als die vorherigen. Das Heft wurde neu geordnet und in die Bereiche „Schule“, „Ausbildung“ und „Hochschule“ gegliedert, um die verschiedenen Zielgruppen besser anzusprechen. „klasse!“ erscheint mit einer Auflage von 175.000 Exemplaren und wird kostenlos an den Schulen verteilt. Das Schulmagazin steht im Internet zum Download bereit.

Dahlemann: Noch nie waren die Chancen für junge Leute in Vorpommern so groß

Torgelow – „Die Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt bei uns in Vorpommern, in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt, hat sich in den vergangenen Jahren komplett gedreht“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung des Zukunftstages Ausbildungs- und Berufsmesse der Stadt Torgelow und des Unternehmerverbandes Vorpommern in Torgelow.

Aus einem Überangebot an Ausbildungs- und Arbeitssuchenden sei in vielen Bereichen ein Mangel geworden. „Noch nie waren bei uns in Vorpommern die Chancen für junge Leute so gut, einen attraktiven Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden. Deshalb: zeigt den Unternehmen heute, was Ihr drauf habt“, sagte Dahlemann an die Schülerinnen und Schüler gewandt.

Für Unternehmerinnen und Unternehmer sei der sich immer weiter verschärfende Wettbewerb um Fachkräfte natürlich eine große Herausforderung. Viele Betriebe in Vorpommern hätten sich mit attraktiven Angeboten darauf eingestellt. Dahlemann: „Ich wünsche mir aber, dass sich diese Erkenntnis noch mehr durchsetzt. Die Unternehmen müssen heute um die besten Azubis werben. Und ich wünsche mir, dass zu den guten Bedingungen auch noch öfter gute und sehr gute Löhne gehören. Denn meine feste Überzeugung ist: Als Niedriglohnland können wir im Wettbewerb um die klügsten Köpfe und fleißigsten Hände nicht mithalten.“

Die Landesregierung unterstütze Unternehmen bei ihren Anstrengungen vielfältig, zum Beispiel mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ oder mit Investitionen in die berufliche Bildung. „Gerade hier in Torgelow haben Landesregierung, Landkreis und Stadt mit dem Bau eines modernen Berufsschulzentrums ihre Hausaufgaben gemacht“, betonte Dahlemann. Darüber hinaus sei nach einer gemeinsamen Vereinbarung im Bündnis für Arbeit die Studien- und Berufsorientierung neu ausgerichtet worden. Viele Jugendliche würden gar nicht wissen, welche Möglichkeiten sie vor ihrer Haustür hätten. „Deshalb sind Veranstaltungen wie dieser Zukunftstag so wichtig.“

Wissenschaft zum Anfassen: Aquakulturanlagen in Born besichtigen

Born – Die Landesforschungsanstalt MV, Südstraße 8, in 18375 Born (Darß), gewährt Einblicke in die interessante Forschungswelt zur Aquakultur: Am kommenden Dienstag, dem 20. Juni, sowie am 18. Juli und 5. September 2017 finden jeweils um 10 Uhr und um 13 Uhr öffentliche Führungen statt.

Anmelden können sich Interessenten unter www.aquakultur-mv.de unter „Anmeldung Born“. Da die Anzahl der Teilnehmer pro Führung auf 20 Teilnehmer begrenzt ist, wird eine vorherige Anmeldung empfohlen. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet 5 Euro/ ermäßigt 3 Euro. Kinder bis zum siebten Lebensjahr haben kostenlos Zutritt. In einigen Hallen ist der Boden rutschig. Festes, rutschfestes Schuhwerk ist angebracht.

„Die Fischbestände in den Weltmeeren und Seen sind nicht beliebig steigerungsfähig. Da gleichzeitig der Fischkonsum immer weiter zunimmt, werden wir hier früher oder später an Grenzen stoßen. Mit den angebotenen Führungen möchten wir auf dieses Problem aufmerksam machen und im Idealfall ein Umdenken beim Fischkonsum erwirken. Wir müssen uns bewusst machen, dass kurze Wege besser sind als weltweite Transporte. Letztere erhöhen die Stickstoff- und Kohlendioxidbelastungen in der Umwelt. Auch ist die transparente Produktion vor Ort ein Garant für gesunde, sichere Erzeugnisse“, betonte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV.

Rund 20.000 Tonnen Fisch werden derzeit in Deutschland jährlich in über 3.000 Aquakultur-Betrieben erzeugt. Der Anteil vor M-V liegt bei ca. 1170 Tonnen.

„Die Aquakultur wird künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Überfischung der Meere, die Umweltbelastung durch Transporte aus Übersee sowie der Trend hin zu frischen und regional erzeugten Fischprodukten sind nur einige Gründe dafür. Möchte man den Großen der Branchen, die vor allem auf Quantität setzen, das Feld nicht kampflos überlassen, können hier mit Qualitätsprodukten durchaus neue Standards gesetzt werden“, sagte der Staatssekretär weiter.

Einen weiteren großen Pluspunkt der Aquakultur sieht er in der Entwicklung und Umsetzung geschlossener Kreisläufe, die beispielsweise über einen geringeren Wasserverbrauch eine ressourcenschonende Bewirtschaftung der Anlagen ermöglichen.

In Born können Besucherinnen und Besucher die neuen experimentellen Aquakulturanlagen für die Zucht von Forellen, Stören, Zander – bisweilen auch Barsche, Schnäpel und Welse – besichtigen. In den Anlagen wird versucht, die bestmöglichen Aufzuchtbedingungen für diese Fischarten zu erreichen. Gäste erhalten Antworten auf vielfältige Fragen: Wie funktioniert eine geschlossene Aquakulturkreislaufanlage? Ist die Haltung in einer solchen Anlage artgerecht? Wie vermehrt man eigentlich Fische und wie hält man sie gesund?

Die Forschungsarbeit in der Experimentalanlage der Landesforschungsanstalt widmete sich in den vergangenen Jahren unter anderem der Verbesserung von Technologien zur Fischproduktion in Aquakulturkreislaufanlagen. Diese Arbeit wurde seit 2000 mit ca. 2,9 Mio. € Landesmitteln und ca. 8,8 Mio. € aus den EU-Fischereifonds unterstützt. Zukünftig wird sich die Forschungsarbeit verstärkt dem Thema Tierwohl in Aquakulturanlagen zuwenden.

Abschluss­präsen­tation „Made in MV“

Wismar – Studierende der Hochschule Wismar aus den Fakultäten „Wirtschafts­wissen­schaften“ und „Gestaltung“ haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit interessierten Unternehmen innovative Messekonzepte erarbeitet. Ziel ist es, die Unternehmen beim Sprung auf internationale Märkte zu unterstützen.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel würdigte das Projekt: „Bei „Made in MV“ haben die Studentinnen und Studenten für sechs Unternehmen Konzepte entwickelt. Sie sollen neue Impulse geben, sich dem Markt zu öffnen, neue Kunden zu gewinnen und neue Aufträge einzuwerben. Ich hoffe, dass sich dieser Einsatz für die Unternehmen gelohnt hat und ich danke Ihnen, dass Sie, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer sich auch die Zeit für die Studierenden genommen haben.“

Frenzel weiter: „Die Zusammenarbeit bietet für beide Seiten große Vorteile. Die Studierenden erhalten so eine praxisnahe Ausbildung. Und sie werden schon im Laufe ihres Studiums für die Themen Export und Messen sensibilisiert. Im Gegenzug profitieren die beteiligten Unternehmen von den gemeinsam erarbeiteten Konzepten. Und vielleicht lernen sie mit den Studierenden der Hochschule Wismar ja auch ihre Fachkräfte von morgen kennen. Das würde mich jedenfalls sehr freuen“, so der Staatssekretär.

Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern offiziell gestartet

Ministerin Hesse: Kulturhistorische Quellen für den wissenschaftlichen und privaten Gebrauch zur Verfügung stellen

Schwerin – Historische Bücher, alte Chroniken und bedeutende Handschriften können jetzt online eingesehen werden. Die Digitale Bibliothek des Landes bietet 3,2 Millionen Internetseiten über kulturhistorische Werke, die für die Landesgeschichte von großer Bedeutung sind. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat die Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern heute in Greifswald offiziell gestartet. 11 Archive, acht Bibliotheken, zwei Museen und mehrere wissenschaftliche Sammlungen präsentieren fast 30.000 Objekte.

„Die Digitale Bibliothek stellt kulturhistorisch bedeutende Quellen für den privaten und wissenschaftlichen Gebrauch kostenlos zur Verfügung. Sie ermöglicht es, unabhängig von Ort und Zeit, die kulturhistorischen Schätze des Landes einzusehen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Die Digitale Bibliothek des Landes ist als digitale Quellensammlung für die Deutsche Digitale Bibliothek konzipiert. Ich wünsche mir, dass sie zu einem zentralen Portal für Kultur und Wissen wird. Die Universitätsbibliotheken sind dabei die tragenden Säulen des Projektes. Sie verfügen über die technische Infrastruktur und fachkundiges Personal“, lobte Hesse.

Zu den Highlights, die online aufgerufen werden können, zählen beispielsweise die Mecklenburgische Reimchronik von 1378/1379. Sie gibt auf 232 Blättern in mehr als 26.000 Reimen in mittelhochdeutscher Sprache die Geschichte Mecklenburgs und seiner obotritischen Fürsten wieder. Außerdem können die Barther Plattdeutsche Bibel und die Mecklenburgische Fürstengenealogie angeschaut werden. Mit dem Start des Regelbetriebs sind auch Mitmachangebote möglich. Das Crowdsourcing-Tool der Digitalen Bibliothek gestattet es registrierten Nutzerinnen und Nutzern, einzelne Objekte mit Kommentaren und Hinweisen zu versehen.

Bereits im Jahr 2009 wurde die Deutsche Digitale Bibliothek errichtet. Basis war ein entsprechendes Abkommen von Bund und Ländern. In den Jahren 2010 und 2011 hat das Land Pilotprojekte mit der Universitätsbibliothek Greifswald initiiert, finanziert und damit die strukturelle Grundlage für eine Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet. Gefördert wurden die Integration von Archivalien und Kartensammlungen sowie die Erstellung von Schnittstellen zu den Archivportalen „Ariadne“ und „Geogreif“.

M-V verteidigt Spitzenposition in der Lehrerbesoldung

Ministerin Hesse: Lehrerinnen und Lehrer verdienen bei uns im Land gut

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern können Lehrerinnen und Lehrer an Regionalen Schulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Förderschulen und Beruflichen Schulen mehr Geld verdienen als in den norddeutschen Ländern und Brandenburg. Das geht aus dem DGB-Besoldungsreport 2017 hervor. Im Nordosten erhalten jene Lehrkräfte Jahresbezüge in Höhe von bis zu 60.433,25 Euro (Besoldungsgruppe A 13). Noch nicht darin enthalten ist die einmalige Sonderzahlung, weil Mecklenburg-Vorpommern deren Höhe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des DGB-Besoldungsreports noch nicht festgelegt hatte. Sie wird auch in diesem Jahr 1.453 Euro nicht unterschreiten. Zum Vergleich: In Niedersachsen erhalten jene Lehrkräfte bis zu 60.145,82 Euro, in Schleswig-Holstein sind es bis zu 58.874,28 Euro, in Hamburg sind es bis zu 59.316,36 Euro, in Bremen sind es bis zu 58.589,04 Euro und in Brandenburg sind es bis zu 58.395,84 Euro.

„Wir haben einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern. Aber wir haben auch etwas zu bieten“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Lehrerinnen und Lehrer verdienen bei uns im Land gut. Attraktiv wird der Lehrerberuf für junge Menschen durch die Verbeamtung. Für Junglehrerinnen und Junglehrer ist sie eine entscheidende Voraussetzung, um sich überhaupt zu bewerben. Wenn wir die einmalige Sonderzahlung von 1.453 Euro hinzuzählen, kann Mecklenburg-Vorpommern seine Spitzenposition im bundesweiten Vergleich erneut verteidigen“, erläuterte Hesse. Die aktuelle Besoldungsanpassung bleibe dabei noch unberücksichtigt. Der DGB-Besoldungsreport vergleicht die Jahresbezüge im Falle der Nichtanpassung.

Bei angestellten Lehrerinnen und Lehrern gelten über die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) bundesweit einheitliche Entgelte. Angestellte Lehrkräfte an Regionalen Schulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Förderschulen und Beruflichen Schulen können ab Juli 2017 monatlich bis zu 5.177,75 Euro und an Grundschulen monatlich bis zu 4.613,36 Euro (Arbeitnehmerbrutto) erhalten. Da ein Großteil der Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern über lange Dienstzeiten verfügt, werden hierzulande häufig die Höchstsätze gezahlt.

Bei Schulleitungen und Lehrkräften mit besonderen Aufgaben können je nach Schulgröße und Aufgabe noch höhere Entgelte gezahlt werden. Eine angestellte Schulleiterin bzw. ein angestellter Schulleiter in großen Schulen kann in Mecklenburg-Vorpommern ein monatliches Entgelt von bis zu 7.028,80 Euro (Arbeitnehmerbrutto) erhalten.