Multiplikatoren tragen Digitalisierung ins Lehrerzimmer

Für elf Lehrerinnen und Lehrer ist noch Platz

Schwerin – Der Digitalpakt kommt, die Mittel für die Länder sollen im kommenden Jahr bereitstehen. Jetzt gilt es, die Chancen dieses Programms für die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen: Die Landesregierung sorgt deshalb dafür, alle Lehrerinnen und Lehrer für den Umgang mit digitalen Medien zu qualifizieren. Dafür sucht das Bildungsministerium unter den unbefristet beschäftigten Lehrkräften medien-pädagogische Multiplikatoren, damit diese Fortbildungen für ihre Kolleginnen und Kollegen anbieten, die Umsetzung des Rahmenplans „Digitale Kompetenzen“ unterstützen und den Schulen bei Datenschutzfragen zur Seite stehen.

„Wer sich einigermaßen sicher in der digitalen Welt bewegt und mit den dazugehörigen Medien und Kanälen souverän umzugehen weiß, für diejenigen ist das eine spannende Aufgabe“, wirbt Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. 31 Multiplikatoren haben sich im vergangenen Monat bereits gefunden, elf Plätze stehen noch zur Verfügung. „Uns geht es darum, ein landesweites Netz zu spannen, mit dem wir alle Lehrerinnen und Lehrer erreichen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Multiplikatoren aus allen Regionen gewinnen“, erklärte Freiberg.

Im Zuge des Digitalpakts wird es die Aufgabe der Länder sein, die Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer zu übernehmen und die Rahmenpläne zu überarbeiten. Die medienpädagogischen Multiplikatoren sollen ab dem neuen Schuljahr 2018/19 im Einsatz sein. Im ersten Halbjahr werden sie zunächst selber für ihre neue Aufgabe qualifiziert.

Die betreffenden Lehrkräfte erhalten für ihr zusätzliches Engagement fünf Anrechnungsstunden. Wer sich für die Aufgabe als Multiplikator interessiert, kann sich bis zum 24. August 2018 beim Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums bewerben.

Feierliche Zeugnisübergabe an die Auszubildenden Forstwirte

Güstrow – Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus nahm heute an der Freisprechung der Forstwirte in der Fachschule für Agrarwirtschaft in Güstrow teil und überreichte dort im Rahmen einer Feierstunde die Abschlusszeugnisse an die 15 Auszubildenden der Landesforstanstalt.

„Ich freue mich sehr über den erfolgreichen Abschluss unserer Auszubildenden. Aufgrund der wirklich guten Ergebnisse können wir neun Forstwirte in den Dienst der Landesforstanstalt übernehmen. Das ist für mich auch ein Beleg unserer erfolgreichen Nachwuchsarbeit“, erklärte der Minister und verwies auf die besondere Bedeutung der Ausbildung von Nachwuchskräften. „Wir brauchen in der Forst dringend guten Nachwuchs und zwar auf allen Ebenen“, betonte der Minister. Denn auch die Landesforstanstalt habe in den kommenden Jahren mit einer großen altersbedingten Fluktuation zu kämpfen. „Bereits in wenigen Jahren werden allein mindestens 30 Waldarbeiter pro Jahr in den Ruhestand gehen. Hier müssen wir mit gut ausgebildeten Fachkräften gegensteuern. Die Nachwuchsausbildung hat für mich daher oberste Priorität.“, so Backhaus.

Die Landesforstanstalt ist die einzige Organisationseinheit im Land, die forstlichen Nachwuchs ausbildet. Pro Jahr stehen 20 Ausbildungsplätze für den Beruf Forstwirt/-in zur Verfügung. An den zehn Ausbildungsforstämtern im Land befinden sich derzeit insgesamt 60 Forstwirte in der Ausbildung. „Hier werden wir noch aufstocken und die Forstwirtsausbildung ab 2019 schrittweise von 60 auf 90 Stellen erhöhen. Das heißt, wir werden jährlich statt 20 dann 30 Ausbildungsplätze anbieten können“, kündigte der Minister an. Er verwies darauf, dass diese Erhöhung temporär sei. Ab 2028 solle die Forstwirtsausbildung wieder heruntergefahren und ab 2030 wieder auf dem bisherigen Niveau fortgeführt werden.

Ausbildungsstandorte mit anerkannter Ausbildungsstätte für die Forstwirtsausbildung:

Nossentiner Heide
Billenhagen
Grabow; Standort Kremmin
Güstrow
Schlemmin; Standort Neumühle
Neustrelitz
Poggendorf; Standort Abtshagen
Rothemühl; Standort Löcknitz
Lüttenhagen
Jägerhof

An diesen Ausbildungsstandorten wird der betriebliche Teil (ca. 65 % Zeitanteil) der dualen Berufsausbildung zum Forstwirt bzw. zur Forstwirtin umgesetzt. Der überbetriebliche Teil der dualen Berufsausbildung zum Forstwirt/Forstwirtin erfolgt an der Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow-Bockhorst und der berufsschultheoretische Teil an der Berufsschule des Landkreises, ebenfalls am Standort Bockhorst.

Landesfinale Ideenwettbewerb „inspired“ in Wismar

Wismar – Landesfinale beim Ideenwettbewerb inspired“: In dem Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Rostock und Greifswald sowie der Fachhochschulen Neubrandenburg, Stralsund, Wismar und der Fachhochschule des Mittelstands Rostock/Schwerin präsentieren sich am Donnerstag (19.07.) die Finalisten zum Endausscheid. „Der Gründer-Ideenwettbewerb ist ein gutes Instrument, um kreative Ideen der Studierenden, Forschenden und Absolventen in konkrete und qualitativ hochwertige Gründungen umzusetzen. Wichtig ist, dass die unternehmerischen Konzepte realisiert werden. Das schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Ziel dieses Wettbewerbs ist es, potenzielle Gründer zu motivieren und frühzeitig bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Auch innovative Technologien und Ideen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen identifiziert und mit wertvollen Kontakten, intensivem Coaching und wichtigen Erfahrungswerten unterstützt werden. Der Ideenwettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren umgesetzt: Zunächst gibt es lokale Ideenwettbewerbe, veranstaltet von den Hochschulen an ihrem jeweiligen Standort (Forschungsraum), ggf. in Kooperation untereinander oder mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Dann folgt das Landesfinale. Die Bewertungskriterien sind Innovationsgehalt, Kundennutzen, Marktpotenzial, Realisierungswahrscheinlichkeit und die Motivation des Gründungsteams.

„Hinter allen Projektvorschlägen steckt Kreativität, Arbeit, Zeit und persönliches Engagement. Mit Unterstützung der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes haben die Teilnehmenden originelle Geschäftsideen und entscheidende Forschungsergebnisse zu wirtschaftlichen Gründungsszenarien weiterentwickelt“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund zwei Millionen Euro. „Der Wettbewerb trägt dazu bei, die allgemeine Ideenfindungs- und Gründungskultur in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken“, sagte Glawe.

Internationale Sitzung des Europäischen Jugendparlaments

Schüler des Gymnasiums Fridericianum Schwerin schlüpfen in Estland in Rolle von EU-Abgeordneten – Zuschuss für Teilnahme an internationaler Sitzung des Europäischen Jugendparlaments

Schwerin – Das Projekt „Europäisches Jugendparlament“ ist eine Simulation des Europäischen Parlaments, bei der europäische Themen zunächst in vorbereitenden Ausschüssen und anschließend auf einer Vollversammlung diskutiert werden.

Das Europäische Jugendparlament veranstaltet jährlich zwei internationale Sitzungen mit rund 250 Jugendlichen aus 35 europäischen Ländern. Um an einer solchen Sitzung teilnehmen zu können, gibt es ein jährlich stattfindendes nationales Auswahlverfahren. Die Delegation des Gymnasiums Fridericianum Schwerin nahm an diesem nationalen Auswahlverfahren in Flensburg teil. Sieben Delegationsmitglieder des Gymnasiums wurden ausgewählt, Deutschland auf der internationalen Sitzung des Europäischen Jugendparlaments vom 21. bis 25. Oktober 2018 in Pärnu (Estland) zu vertreten.

Für die Teilnahme der erfolgreichen Schüler an der Sitzung in Pärnu erhält das Gymnasium auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration“ Fördermittel in Höhe von rund 1.790 Euro aus dem Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir müssen Europa für die Jugend erlebbar machen. Deshalb begrüße ich es, wenn durch gezielte Projekte das Verständnis für die EU gefördert und das Wissen über ihre Funktionsweise verbessert wird. Das trägt dazu bei, den europäischen Gedanken unter der Jugend zu verbreiten“, so Minister Lorenz Caffier.

Wir fahren nach Berlin!

26 Schulteams aus MV beim Herbstfinale von „Jugend trainiert für Olympia“

Für 26 Schulmannschaften in Mecklenburg-Vorpommern heißt es: Finale! Sie haben sich in den Landeswettbewerben von „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ in ihren Sportarten durchgesetzt und nehmen am Bundesfinale teil, das vom 23. bis zum 27. September 2018 in Berlin ausgetragen wird.

Sportstaatssekretär Sebastian Schröder drückt den Schülerinnen und Schülern schon jetzt die Daumen: „In Berlin mit dabei zu sein, ist schon ein beachtlicher Erfolg, zu dem ich herzlich gratuliere. Es sind wertvolle Erfahrungen, die Jugendliche bei solchen Wettbewerben machen. Die Schülerinnen und Schüler stehen für den Sportgeist, den Ehrgeiz und die Leidenschaft, die andere Menschen für den Sport begeistern. Ich wünsche ihnen, dass sie ihre persönlichen Ziele in den Finals erreichen.“

Die Schulmannschaften aus MV sind in Berlin in neun Sportarten im Herbstfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ vertreten: Beachvolleyball, Fußball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Tennis und Triathlon. Die Jugendlichen, die es ins „Jugend trainiert für Paralympics“-Finale geschafft haben, bestreiten die Wettkämpfe in Fußball, Leichtathletik und Schwimmen.

Der Weg in das Bundesfinale führt über die Wettbewerbe auf Stadt- oder Kreis-, Regional- und Landesebene. Im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr haben sich daran wieder tausende junge Sportlerinnen und Sportler beteiligt.

Bis zum 15. August für Medizinstipendien bewerben

Schwerin – Noch bis zum 15. August können sich Medizinstudierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, um ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro bewerben. „Wir wollen für die Bevölkerung eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung bereitstellen. Dazu gehören gut ausgebildete Ärzte, die mit hohem Engagement und profilierter Fachkenntnis ihren Beruf ausüben. In ländlichen Regionen und im öffentlichen Gesundheitsdienst ist eine Besetzung freier Arztstellen schwieriger geworden. Mit dem Stipendium wollen wir einen Anreiz bieten, dass möglichst viele Allgemeinmediziner bei uns im Land bleiben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Wirtschaftsministerium wird bis zum Jahr 2022 eine Million Euro für die Unterstützung zur Verfügung stellen. Die ersten Stipendien wurden im März dieses Jahres an Medizinstudierende in Rostock und Greifswald überreicht. Für die finanzielle Unterstützung verpflichten sich die Medizinstudierenden im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen – ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns – ärztlich tätig zu sein. „Der öffentliche Gesundheitsdienst übernimmt eine wichtige Funktion im Land. Neben der Überwachung von hygienischen und gesundheitsrechtlichen Vorschriften, beispielsweise in Restaurants und Kantinen, gehören auch öffentlich empfohlene Schutzimpfungen sowie die Erstellung von amtsärztlichen Gutachten und Zeugnissen zu dem vielfältigen Aufgabenbereich. Das ist eine interessante und herausfordernde Tätigkeit für Mediziner“, sagte Glawe.

Das Stipendium beträgt 300 Euro monatlich und kann bis zum Ende des Medizinstudiums (dem Bestehen des Dritten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung), jedoch längstens für vier Jahre und drei Monate, ausgezahlt werden. Antragsberechtigt sind Studierende der Humanmedizin, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind.

Das Stipendium kann gewährt werden, wenn der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der Approbationsordnung für Ärzte bestanden ist. Mit Erhalt des Stipendiums verpflichtet sich der Studierende, das Studium nach der Approbationsordnung für Ärzte ordnungsgemäß durchzuführen und abzuschließen, die fachärztliche Weiterbildung innerhalb von sechs Monaten nach dem erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums aufzunehmen, innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der fachärztlichen Weiterbildung eine Tätigkeit als Vertragsarzt, als angestellter Arzt in einem Medizinischen Versorgungszentrum oder Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst im Fördergebiet aufzunehmen und für mindestens fünf Jahre eine Tätigkeit als Vertragsarzt, als angestellter Arzt in einem Medizinischen Versorgungszentrum oder Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig zu sein (bei Teilzeittätigkeit verlängert sich die Teilnahme entsprechend). „Das Leben und Arbeiten in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns bietet eine oftmals überraschende Vielfalt an attraktiven Angeboten. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Möglichkeiten als Allgemeinmediziner in das Fördergebiet zu wagen“, sagte Glawe.

Die ländlichen Regionen (laut Landesraumentwicklungsprogramm) umfassen viele Gebiete des Landes Mecklenburg-Vorpommern (ausgenommen sind die Städte Wismar, Schwerin, Rostock, Stralsund, Neubrandenburg und Greifswald samt Umland).

Bewilligungsbehörde ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern, Abteilung Förderangelegenheiten, Friedrich-Engels-Str. 47, 19061 Schwerin.

Wärmeerzeugungsanlage am Schulzentrum Dömitz wird saniert

Dömitz – Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 294.014 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Sanierung und Anpassung der Wärmeerzeugungsanlage unter Einsatz von Biomasse am Gymnasialen Schulzentrum „Fritz Reuter“ in Dömitz. Es ist geplant, eine zentrale Heizungsanlage im Keller des ersten Gebäudes einzusetzen. Von dort sollen alle Gebäude des neuen Schulcampus mit Heiz-energie versorgt werden. Die vorhandene Nahwärmeleitung zum Gebäude 3 soll angepasst werden. Durch diese Maßnahme können pro Jahr knapp 600.000 Kilowattstunden Strom und rund 230 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Zudem erhält der Landkreis für die Sanierung der Wärmeerzeugungsanlage für die Sporthalle des Gymnasialen Schulzentrums einen Zuschuss in Höhe von 80.820 Euro (Fördersatz 60 Prozent). Künftig soll eine moderne Brennwertkesselanlage unter Nutzung von Biogas Wärme erzeugen. Turnhalle und die Räume im Sozialanbau werden dann über Flächen- und Fußbodenheizungen beheizt. Auch die Warmwasseraufbereitungsanlage wird modernisiert. Dank dieser Maßnahmen können jährlich rund 140.000 Kilowattstunden Strom sowie 20 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Stralsunder Studenten verteidigen EM-Titel mit ihrem Wasserstoff-Flitzer

Stralsund – Studenten der Hochschule Stralsund haben beim weltweit größten Energieeffizienz-Wettbewerb für junge Tüftler ihren ersten Platz vom Vorjahr verteidigt. Ihr selbstkonstruiertes Rennauto mit Wasserstoffantrieb war beim „Eco-Marathon Europe“ in London das effizienteste. Das ThaiGer-H2-Team siegte am vergangenen Wochenende beim Wettrennen in der britischen Hauptstadt in der Kategorie der Prototypen mit Wasserstoffantrieb vor Studenten aus dem italienischen Turin.

„Wir gratulieren der Mannschaft und freuen uns mit ihr über den Erfolg“, sagte Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. „Der Gewinn der Europa-Meisterschaft ist auch ein Ergebnis der langjährigen hervorragenden Wasserstoffforschung an der Hochschule Stralsund. Sie ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung“, lobt die Staatssekretärin. Ihre Glückwünsche gehen auch an das Stralsunder Team der „Schule am Sund“, das erstmals bei dieser EM antrat und in der Kategorie „Batterie-Prototypen“ Platz vier als bestes deutsches Team in dieser Kategorie belegte.

Der Rennwagen der Stralsunder kam in London mit einem Kubikmeter Wasserstoff rund 779 Kilometer weit und ließ damit die elf anderen Teams hinter sich. Ein Vorteil des Rennwagens von der Ostseeküste ist sein geringes Gewicht: Das Fahrzeug, eine selbsttragende Carbon-Sandwich-Konstruktion, wiegt nur 22 Kilogramm. Die Studenten bauten den Rennwagen in der Werkstatt der Hochschule. Dort haben sie auch die Brennstoffzellen-Antriebssysteme aufgebaut und automatisiert.

Insgesamt beteiligten sich an dem Wettbewerb in verschiedenen Kategorien 143 Teams aus Europa und Nordafrika. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren neben den Stralsundern Studenten der Universität Rostock und belegte in der Kategorie der Verbrennungsmotoren den 13. Platz.

Das Stralsunder Rennwagen-Team Zum interdisziplinären Team der Wasserstoff-Rennautobauer aus Stralsund zählen mehr als 30 Studentinnen und Studenten aus den Fakultäten Wirtschaft, Maschinenbau und Elektrotechnik/Informatik. Die Arbeit in den Rennwagen-Teams ist in die Lehrangebote an der Hochschule Stralsund integriert, insbesondere in die Studiengänge Regenerative Energien und Elektrotechnik. Seit dem Wintersemester 2016/2017 bietet sie auch den Studiengang Motorsport Engineering an. Er ist deutschlandweit einzigartig und bereitet die Studenten nicht nur auf den Einsatz in Rennteams vor, sondern lehrt den gesamten Bereich der Fahrzeugtechnik. Im neuen englischsprachigen Master Studiengang REEM „Renewable Energies and Electro Mobility“ sind seit dem Sommersemester 2018 mehr als 30 internationale Studierende eingeschrieben, um in Stralsund zukunftsfähige nachhaltige Mobilitätskonzepte zu erlernen.

Der Wettbewerb Den Wettbewerb, veranstaltet von einem großen Öl- und Gasunternehmen, gibt es in Europa seit 1985. Er gibt Berufsschülern sowie Studenten von Fachhochschulen und Universitäten die Gelegenheit, ihre Ideen für nachhaltige Mobilität vorzustellen. Der „Eco-Marathon“ geht auf zwei US-Wissenschaftler zurück, die sich 1939 einen Wettbewerb lieferten, wer mit einem Liter Kraftstoff die weiteste Strecke zurücklegt.

Norddeutscher Wissenschaftspreis: Bewerbungen noch bis 15. August möglich

Schwerin – Bewerbungen für den Norddeutschen Wissenschaftspreis sind noch bis zum 15. August möglich. Mit insgesamt 250.000 Euro würdigen die norddeutschen Wissenschaftssenatorinnen und -minister erfolgreiche norddeutsche Kooperationen im Bereich Lebenswissenschaften. Es können bis zu drei Wettbewerbsbeiträge prämiert werden, wobei für den Wettbewerbsgewinner mindestens 125.000 Euro vorgesehen sind.

Wissenschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder setzt auf eine angemessene Beteiligung der Forschungsstandorte Mecklenburg-Vorpommerns: „Es geht darum, länderübergreifende Forschung im Norden nach außen sichtbar zu machen. Auch für M-V ist damit die Chance verbunden, Erfolge und Innovationskraft unserer Hochschulen und Institute in den Fokus zu rücken. Deshalb lohnt es sich unbedingt, dem Wettbewerbsaufruf zu folgen.“

Fachlich können die Beiträge aus allen Gebieten der Lebenswissenschaften (oder Life Sciences), also z. B. Biologie, Ernährungswissenschaften, Medizin, Pharmazie und Pharmakologie, Umwelt- oder Agrarwissenschaften, stammen.

Mit dem Norddeutschen Wissenschaftspreis werden seit seiner Einrichtung im Jahr 2012 bereits bestehende und bewährte, länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft prämiert, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und durch ihren Erfolg einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke leisten.

In diesem Jahr sollen auch neue, innovative Forschungsideen mit dem Norddeutschen Wissenschaftspreis prämiert werden können, die das Potential haben, einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke zu leisten. Das Preisgeld kann in diesem Fall für eine (Teil-)Erprobung des Projekts eingesetzt werden.

Eine Jury aus renommierten Forscherinnen und Forschern trifft eine Vorauswahl. Der Preis wird am 29. November in Bremen feierlich übergeben.

Die antragstellenden Forschungskooperationen müssen Beteiligte aus mindestens zwei norddeutschen Ländern aufweisen, darunter mindestens eine staatliche norddeutsche Hochschule. Der Preis wird gemeinsam von den Wissenschaftsministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, der Freien Hansestadt Bremen und der Freien und Hansestadt Hamburg vergeben. Die Federführung für die Preisverleihung hat in diesem Jahr das Land Bremen.

17. Internationales Junior Ranger Camp im Müritz-Nationalpark eröffnet

Schwerin – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus begrüßte heute im Müritz-Nationalpark die rund 50 Teilnehmer des Internationalen Junior Ranger Camps, das in diesem Jahr unter dem Motto “Discover Europe‘s Wild Heritage“ („Entdecke das wilde Erbe Europas“) steht. „Umweltbildung für Kinder und Jugendliche hat für uns einen hohen Stellenwert“, betonte der Minister. „Denn um unsere einzigartige Naturausstattung zu erhalten, braucht es heute und in Zukunft engagierte Menschen.“

An dem einwöchigen Camp in der Jugendbildungsstätte des Nationalparkamtes Müritz nehmen 17 Gruppen aus 13 Ländern teil, darunter Gruppen aus Estland, Schweden, Schottland, Spanien, Italien und Israel sowie vier Gruppen aus Deutschland. Auf dem Programm steht unter anderem der Besuch der auch international bedeutsamen Naturschönheiten der Region, wie die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörenden Buchenwälder und das erste deutsche Nationale Naturmonument Ivenacker Eichen. Die Kinder und Jugendlichen werden sich aber auch an Arbeitseinsätzen zur Pflege der Moore beteiligen.

Nicht zuletzt dient das Camp dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Erfahrungsaustausch über die nationalen Grenzen hinweg. „Naturschutz darf nicht an Ländergrenzen Halt machen. Deshalb ist es schön zu sehen, dass der Respekt vor der Natur als eine gemeinsame Wertebasis junge Menschen von nah und fern zusammenbringt“, sagte der Minister. Das sei in der heutigen Zeit längst nicht mehr selbstverständlich – mit Blick auf die klima- und umweltpolitischen Herausforderungen aber umso wichtiger, so der Minister.

Der Dachverband der Großschutzgebiete Europas, die Europarc Federation, schreibt seit 2002 jedes Jahr ein internationales Treffen der Jugendgruppen aus, die ähnlich der deutschen Junior Rangers in Nationalparks, Biosphärenreservaten oder Naturparks organisiert sind und diese unterstützen.

Auftanken beginnt im Kopf – Knapp 400 Lehrkräfte bei der Sommerakademie 2018

Schwerin – Ein guter Grund für Lehrerinnen und Lehrer, den Ferienbeginn herbeizusehnen: Die Sommerakademie beginnt wieder. Von heute an dreht sich im und ums Schloss & Gut Ulrichshusen wieder alles um Unterrichtsgestaltung, Kommunikation und Interaktion sowie Gesundheit im Beruf. Die dreitägige Fortbildung des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) wartet mit einem Programm aus 35 Workshops auf. Eröffnet hat der Schweizer Gedächtnistrainer Gregor Staub die diesjährige Sommerakademie mit einem Vortrag zur „Magie des perfekten Lernens“.

„Das Konzept der Sommerakademie geht auch in ihrem siebten Jahr voll auf“, sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Es zeigt, dass die Lehrkräfte hier wirklich wertvolle Anregungen und Erkenntnisse für ihre Arbeit mitnehmen, wenn so viele an den ersten drei Ferientagen freiwillig die Schulbank drücken.“ Freiberg dankte für das große Engagement der Lehrkräfte: „Die Bereitschaft, sich fortzubilden, zeugt immer auch von der Freude am Beruf und hohen Ansprüchen an die eigene Arbeit.“

Die Themen der Workshops decken auch in diesem Jahr das breite Spektrum ab, dem die Lehrkräfte im Schulalltag begegnen: Von Gesprächsführung mit Eltern und Kollegen über Gewaltprävention bis hin zum Umgang mit Hate Speech. Dazu gibt es zahlreiche Tipps, wie Bewegung, Natur und Kreatives den Unterricht bereichern können.

Die Sommerakademie läuft noch bis zum 11. Juli 2018. Knapp 400 Lehrerinnen und Lehrer nehmen an der Fortbildungsveranstaltung teil; von ihnen lagen rund 950 Anmeldungen für die Workshops vor.

Wirtschaftsminister informiert sich über Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock

Rostock – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Montag (09.07.) beim Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock über aktuelle Vorhaben informiert. Das Leibniz-Institut für Katalyse ist im Bereich der angewandten Katalyseforschung tätig (Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Elementarprozesse). „Wir brauchen mehr Forschung und Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern, um die Wirtschaft zu stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze weiterhin zu schaffen. Entscheidend ist, dass Wirtschaft und Wissenschaft dabei eng zusammenarbeiten, um gemeinsam praxisrelevante Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die aus unserem Land heraus vermarktet werden können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das LIKAT ist eine Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.). Hauptziele der wissenschaftlichen Arbeit in Rostock sind die Gewinnung neuer Erkenntnisse in der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Katalyse und deren Anwendung bis hin zur technischen Umsetzung.

Bis zum Jahr 2021 soll zu dem bestehenden Institut in direkter Nachbarschaft ein neues Technikum („Transfer-Technikum ZeroCarbon-Catalysis“) gebaut werden. Die Finanzierung erfolgt durch Bund und Land. In dem Forschungs- und Entwicklungszentrum ist geplant, neue Verfahren zu entwickeln und zu erproben, um Kohlenstoff aus alternativen, sauberen Quellen zu gewinnen und die chemischen Forschungsergebnisse damit in die Praxis zu führen. Ziel ist es, in dem Gebäude Pilotanlagen und Prototypen für Praxistests zu bauen. „Das Technikum kann künftig insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit bieten, aufwendige Technik für Tests und Prototypen dort umzusetzen. Wichtig ist, dass die Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung hin zur industriellen Anwendung konsequent ausgebaut wird, um marktfähige Produkte, Technologien und Dienstleistungen zu entwickeln“, sagte Glawe.

In der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit. Es ist geplant, den Bereich um 50 Millionen Euro aufzustocken. Seit dem Jahr 2014 wurden bislang (Stand 31.12.2017) für 354 Vorhaben Fördermittel in Höhe von 122,5 Millionen Euro bewilligt.

Daraus sind bislang unter anderem die folgenden Projekte unterstützt worden: 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuE-Vorhaben, 5,9 Millionen Euro für 78 Durchführbarkeitsstudien sowie 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Von den bewilligten Mitteln gingen insgesamt 36,6 Millionen Euro an kleine und mittlere Unternehmen für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro an große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte.

Die Forschungsbereiche des Institutes sind in verschiedene Themenfelder unterteilt: Angewandte nachhaltige Katalyseprozesse (Angewandte Homogenkatalyse, Heterogene katalytische Verfahren und Katalyse mit erneuerbaren Rohstoffen), Innovative Methoden und Technologien in der Katalyse (Katalytische in situ-Studien, Katalysatorenentwicklung und Reaktionstechnik und Heterogene Photokatalyse), Spezielle (metall) organische Synthesen und Katalysen (Koordinationschemische Katalyse, Hydrierungen und Hydroformylierungen und Bioinspirierte Homo- & Heterogene Katalyse. Im LIKAT sind nach Angaben des Institutes 300 Mitarbeiter beschäftigt. Derzeit gibt es 39 Forschungsprojekte mit der Wirtschaft: vertragliche Kooperationen mit 41 Hochschulen, 27 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und 39 Unternehmen. Gegenwärtig sind am LIKAT 78 Doktoranden (inklusive der Gastdoktoranden und Stipendiaten) und 33 PostDoc‘s aus 24 Ländern tätig. Jährlich werden ca. 20 Promotionen und ca. 15 Master- bzw. Bachelorarbeiten abgeschlossen.

Planungsstand zur Oberstufenreform

Mehr Wahlmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse hat die Schulleiterinnen und Schulleiter der öffentlichen und privaten Gymnasien, Fachgymnasien, Gesamtschulen und Abendgymnasien in einem Schreiben über die Eckpunkte informiert, mit denen die gymnasiale Oberstufe weiterentwickelt werden soll. Sie bedankte sich für die vielen Hinweise und Anregungen und sicherte zu: „Der Entstehungsprozess der neuen Verordnung wird auch weiterhin transparent gestaltet.“

Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 in die Qualifikationsphase eintreten, erwartet in der Oberstufe Unterricht in Leistungs- und Grundkursen. Die beiden künftig wählbaren Leistungskurse werden mit jeweils fünf Stunden im Stundenplan stehen, daneben soll es zwei- und dreistündige Grundkurse geben.

Zu den Leistungskursen heißt es in den Schreiben: „Mit Ausnahme des Unterrichtsfaches Darstellendes Spiel, für das derzeit keine Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) auf erhöhtem Anforderungsniveau vorliegen, können unter bestimmten Voraussetzungen alle Unterrichtsfächer als Leistungskurse angeboten werden. Das setzt aber voraus, dass zunächst ein Mindestangebot an Leistungskursen abgesichert wird. Das heißt nach derzeitigem Arbeitsstand, dass die Unterrichtsfächer Mathematik, Deutsch, Englisch und eine Naturwissenschaft (Biologie, Chemie, Physik) sowie das Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung auf erhöhtem Anforderungsniveau anzubieten sind.“

Der Weg zur Allgemeinen Hochschulreife wird auch künftig über fünf Abiturprüfungen führen: Die beiden Leistungskurse und ein Grundkursfach werden schriftlich geprüft, zwei weitere Grundkursfächer – und das ist neu – mündlich.

Damit die vorgesehenen Neuregelungen für die Schulen vor Ort auch handhabbar sind, tausche sich das Bildungsministerium aktuell mit den Leiterinnen und Leitern von Schulen mit unterschiedlich großen gymnasialen Oberstufen aus.

Die Ministerin kündigte an, die neue Abitur- und Oberstufenverordnung bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres 2018/2019 vorzulegen.

Hochwertig gefüllter Schulranzen ermöglicht Kindern in Uecker-Randow chancengerechten Schulstart

Torgelow – Sozialministerin Stefanie Drese und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, konnten heute in Torgelow 180 Schulranzen im festlichen Rahmen an zukünftige Erstklässler übergeben.

Die bereits seit über zehn Jahre laufende Aktion des Lokalen Bündnisses für Familie in Zusammenwirken mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. unterstützt einkommensschwache Familien in der Region Uecker-Randow zur Einschulung mit einem hochwertig gefüllten Ranzen. Jährlich werden über 300 Tornister so verteilt.

Ministerin Drese: „Jedes bedürftige Kind im Altkreis Uecker-Randow bekommt zur Einschulung kostenlos einen Schulranzen. Ich bin schlichtweg begeistert von diesem fantastischen sozialen Engagement. Die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer ist beeindruckend: Vereine, Verbände, Schulen, Kitas, Unternehmen, Kommunen und Einzelpersonen machen es möglich, dass alle Kinder hier vor Ort gleiche Start-Chancen bekommen.“

Staatssekretär Dahlemann: „Die feierliche Schulmappenübergabe ist nicht irgendein Termin, sondern echte Herzenssache! Gleiche Bildungschancen von Anfang an heißt eben auch eine vernünftige Ausstattung und die beginnt mit dem Ranzen.“

Innenminister Caffier ernennt so viel Polizeischüler wie noch nie

Güstrow – Innenminister Lorenz Caffier hat heute im Festsaal der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow 103 Polizeimeisteranwärterinnen und Polizeimeisteranwärter nach zweijähriger Ausbildung die Abschlusszeugnisse übergeben und sie zu Polizeimeisterinnen und Polizeimeistern ernannt. Sie setzten sich im Auswahlverfahren vor zwei Jahren gegen 1.254 durch.

Die 31 Absolventinnen und 72 Absolventen werden die Landespolizei M-V ab dem 1. August 2018 überwiegend im Landespolizeibereitschaftsamt M-V in Schwerin und Waldeck und anschließend im Streifendienst der Polizeireviere eingesetzt. Später haben sie die Möglichkeit, sich für andere Dienstzweige oder über einen Bachelorstudiengang an der Fachhochschule weiter zu qualifizieren.

Innenminister Lorenz Caffier ging in seiner Rede vor den Absolventen auch auf die aktuellen Herausforderungen für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ein: „Wir brauchen derzeit jede Polizistin und jeden Polizisten“, so der Minister und ergänzt: „In den vergangenen Jahren standen oft die Haushaltskonsolidierung und damit der Personalabbau im Mittelpunkt. Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern erlebten vergleichsweise ruhige Zeiten. Da war das oberste Ziel eben, die Finanzen in Ordnung zu bringen und vorzusorgen. Doch die Situation hat sich geändert.“

So viele Polizistinnen und Polizisten wie in diesem Jahr wurden noch nie zeitgleich in Güstrow ernannt. Die Zahl der Polizistinnen und Polizisten wird sich in Mecklenburg-Vorpommern in den nächsten Jahren von 5.800 auf 6.200, also um 400 Polizistinnen und Polizisten, erhöhen.

Innenminister Lorenz Caffier: „Wir haben auf die Herausforderungen, reagiert und werden auch in den kommenden Jahren mehr Polizisten eistellen und ausbilden. Denn was nützt mir ein perfekt ausgebildeter und perfekt ausgerüsteter Polizist, wenn er die Arbeit für drei erledigen muss. Eine verstärkte Präsenz der Polizei wird ganz sicher auch zu einer steigenden gefühlten Sicherheitslage in der Bevölkerung beitragen!“