Bildungsministerin lädt ein: Lehrersprechstunde in Rostock

Ministerin Hesse: Umsetzung der Inklusion beschäftigt Lehrerinnen und Lehrer

Rostock – Die Lehrersprechstunde in Rostock geht in die nächste Runde. Zu Freitag, 19. Januar 2018, hat Bildungsministerin Birgit Hesse Lehrerinnen und Lehrer zu persönlichen Gesprächen in das Staatliche Schulamt in Rostock eingeladen. Beginn ist 13 Uhr. 12 Lehrerinnen und Lehrer haben sich angemeldet, freie Plätze gibt es leider nicht mehr. Die Lehrersprechstunden ergänzen die Schulbesuche, bei denen die Ministerin Einblicke in den Schulalltag erhält.

„Im Dezember habe ich mich in den Sprechstunden mit den Lehrerinnen und Lehrern über die Umsetzung der Inklusion, die Finanzierung von Klassenfahrten und das Führen von Klassenbüchern ausgetauscht“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Um das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf wird es auch in dieser Woche gehen. Das zeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer die Umsetzung der Inklusion beschäftigt. Ich kann das nachvollziehen und begrüße, wenn sie mich in den Lehrersprechstunden darauf ansprechen. Außerdem soll es um Aus- und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und die Berufsorientierung in der Schule gehen“, sagte Hesse.

Die Lehrersprechstunden in Rostock mit Sprechtagen im Dezember 2017 und Januar 2018 folgen auf Sprechtage in Schwerin. Die erste Lehrersprechstunde in der Amtszeit von Bildungsministerin Birgit Hesse gab es am 30. Juni 2017 in Schwerin, der zweite Teil folgte im September 2017. Die Lehrersprechstunden sollen in loser Folge an jeweils zwei Terminen nacheinander in allen vier Schulamtsbereichen in Schwerin, Rostock, Greifswald und Neubrandenburg stattfinden.

Die Wissenskarawane auf dem Weg durch das Land

Ministerin Hesse: Großes Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern

Schwerin – Die Wissenskarawane zieht wieder durch Mecklenburg-Vorpommern, um Wissenschaft und Forschung zu erkunden. Schirmherrin und Bildungsministerin Birgit Hesse wünschte den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern bei der Eröffnungsveranstaltung in Dummerstorf, dass die Veranstaltungsreihe sie in ihrer Neugier und Entdeckerlust bestärke.

„Alle Stationen der Wissenskarawane sind ausgebucht. Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich über das große Interesse von Jugendlichen an den MINT-Fächern und insbesondere darüber, dass sich auch Mädchen für Naturwissenschaften und Technik erwärmen können“, so die Ministerin.

Sie setze darauf, dass die Begeisterung für Wissenschaft und Forschung einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu animiere, später einen Beruf in diesen Bereichen zu ergreifen: „Auf wenigen anderen Arbeitsfeldern kommt so wenig Langeweile auf, in wenigen anderen Bereichen lässt sich Zukunft so unmittelbar gestalten. Es wäre also nicht die schlechteste Entscheidung, die die Jugendlichen treffen können“, erklärte Hesse. „In unserem Land forschen viele kluge Köpfe an vielen exzellenten Einrichtungen. Hier gibt es tolle Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs.“

In diesem Jahr findet die 12. Staffel der Wissenskarawane Mecklenburg-Vorpommern statt. Bis zum 24. Januar bietet die „SphinxET – Agentur für Zeitgeistentwicklung“ den 14 – 17‑jährigen Schülerinnen und Schülern ein Programm mit Stationen wie dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Wenn die Institute für jeweils einen Vormittag ihre Türen öffnen, erwarten die Jugendlichen u. a. Gespräche mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Vorträge und Experimente zum Mitmachen. Ziel ist es, begabte junge Menschen für eine Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Das Projekt gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Deutschland Land der Ideen“.

Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen gestartet

Ministerin Hesse: Ganztagsschulen machen neue Lernformen möglich

Schwerin – Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Institutionen und Einrichtungen sollen das Ganztagsangebot an den staatlichen Schulen bereichern und den Schulalltag für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreicher machen. Das Land, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Kinder- und Jugendbildung, Kultur und Sport sowie die Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Bildungsministerin Birgit Hesse und die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, Netzwerke und Kirchen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

„Schulen mit Ganztagsangeboten machen neue Lernformen möglich“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler verbringen den Schultag gemeinsam mit Gleichaltrigen und sitzen nachmittags nicht allein zu Hause. Dies ist gerade für Familien wichtig, die auf dem Land leben. Ich freue mich darüber, dass die Verbände, Netzwerke und Kirchen sich zur stärkeren Zusammenarbeit mit den Schulen bereiterklärt haben. Ich bedanke mich für das Engagement, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich die Zahl der Kooperationen an den Schulen noch weiter erhöht. Wenn Schulen nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte sein sollen, dann ist es eine logische Konsequenz, dass dort mehr stattfindet als Unterricht“, betonte Hesse.

Schulen, die Ganztagsangebote mit Kooperationspartnern gestalten wollen, sollen künftig alle Angebote auf der Homepage der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ finden. Dort wird eine Kontaktbörse entstehen, die alle Ganztagsangebote von Kooperationspartnern in Mecklenburg-Vorpommern aufführt. Kooperationspartner können dort ihre Aktivitäten eintragen und mit Schulen auf diesem Weg in Kontakt treten. Die Serviceagentur ist ein Angebot der RAA Mecklenburg-Vorpommern in Waren/Müritz und wird durch das Land finanziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Schulen und Kooperationspartner, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern wollen.

„Der Landessportbund unterzeichnet die Kooperationsinitiative, weil er mit seinen Mitgliedsorganisationen zu einer bestmöglichen Ausgestaltung des ganztägigen Lernens in Mecklenburg-Vorpommern beitragen möchte“, betonten der Präsident Andreas Bluhm und Geschäftsführer Torsten Haverland. „Als Experten für Bewegung, Spiel und Sport sorgen die Sportvereine neben dem Sportunterricht für zusätzliche qualifizierte Bewegungseinheiten, als Ausgleich zum Schulalltag und Grundlage einer gesunden Entwicklung der jungen Menschen, so Bluhm und Haverland.

„Die Schule öffnet sich zunehmend für die Alltagswelt der Schülerinnen und Schüler. Die Jugendarbeit kann für Schulen ein wichtiger Bildungspartner sein. Deshalb unterstützt der Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern Jugendverbände, Jugendringe und Jugendorganisationen dabei, mit Schulen in Kooperation zu treten“, sagte Friedhelm Heibrock, Geschäftsführer des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir freuen uns, als Partner dieser Initiative mit den ganztägig arbeitenden Schulen des Landes kooperieren zu können“, sagte die Vorsitzende der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern, Christina Hömke. „Für Kinder und Jugendliche ist es wichtig, auch an außerschulischen Angeboten teilzunehmen. So können sie ihre sozialen Kompetenzen in Verantwortung der ganztägig arbeitenden Schule erweitern. Das macht sie stark und selbstbewusst und dafür stellen wir unsere Erfahrungen und Kompetenzen gerne zur Verfügung.“

„Für die Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern ist die Kooperationsinitiative des Landes ein wichtiges Signal im Hinblick auf den weiteren Ausbau gelungener Partnerschaften von öffentlich geführten Ganztagsschulen mit außerschulischen Akteuren der Kulturellen Bildung“, sagte Christoph Martin Schmidt, Koordinator für die Zusammenarbeit von Kulturträgern und Schulen der Fachstelle Kulturelle Bildung Mecklenburg-Vorpommern. „Durch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wird diese Partnerschaft verbrieft und durch den Zusammenschluss mit den weiteren Partnern kann die Zusammenarbeit im außerschulischen Bereich in Gänze gestärkt werden. Die Fachstelle wird als Partner der Kooperationsinitiative deren Ziele unterstützen und sich mit ihrer Expertise für die Belange der Kulturellen Bildung zum Wohle der Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.“

„Für uns als außerschulischer Partner ist jede Schule ein großartiger Raum mit großartigen Möglichkeiten – denn durch die Zusammenarbeit von Kirche und Schule wird die Bildungsqualität für alle erhöht“, zeigte sich Wolfgang von Rechenberg, Referent im Dezernat Kirchliche Handlungsfelder des Landeskirchenamtes in Schwerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, überzeugt.

„Wir freuen uns sehr, an diesem Tag die Kooperationsvereinbarung zwischen Land und uns als Partner zu unterzeichnen. Gerne bringen wir unsere Kompetenzen, vertreten durch unterschiedlichste Vereine und Initiativen, in den Prozess mit ein. Gerade auch in Lernorten außerhalb der Schule sehen wir eine große Chance, Schülerinnen und Schülern Zugänge zu neuen Themen zu ermöglichen. Besonders liegt uns am Herzen, Kindern und Jugendlichen zu Selbstbewusstsein und starken Persönlichkeiten zu verhelfen“, so Claudia Schophuis, Ständige Beauftragte der Erzbischöfe von Berlin und Hamburg am Sitz der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land pro Jahr 26 Mio. Euro bereit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind ca. 65 Prozent aller staatlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um ca. 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

Qualitätsoffensive für die Kindertagespflege

Schwerin – Durch Hilfen bei der Einführung von kommunalen Vertretungsmodellen und eine Ausweitung der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Kindertagespflegepersonen will Sozialministerin Stefanie Drese dauerhaft die Kindertagespflege stärken und die Qualität weiter verbessern.

Ein wesentlicher Punkt hierbei ist, die Tagespflegepersonen in Fällen von Krankheit oder unvorhergesehenen Ausfallzeiten durch geeignete Vertretungsmodelle zu unterstützen.

Drese: „Für Eltern ist eine verlässliche und gut organisierte Vertretungsregelung in der Kindertagespflege wichtig. Mein Ministerium will deshalb die dafür zuständigen Landkreise und kreisfreien Städte bei der Entwicklung von tragfähigen Vertretungsmodellen unterstützen.“ Profitieren sollen davon fünf Landkreise und die Landeshauptstadt Schwerin, die bisher noch keine Vertretungssysteme installiert haben. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Hansestadt Rostock haben bereits in der Vergangenheit aus ESF-Mitteln geförderte Vertretungsmodelle etabliert.

In den nächsten Wochen finden dazu fünf Regionalkonferenzen in den betroffenen Landkreisen statt, die zur Information, Diskussion und Vernetzung der Tagespflegepersonen dienen sollen. In Schwerin fand bereits Ende November 2017 eine sehr gut besuchte Regionalkonferenz statt.

Darüber hinaus plant das Land nach Angaben von Ministerin Drese eine Ausweitung der Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Kindertagespflege. „Alle Tagespflegepersonen, die bereits die 160 Stunden Grundqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, können in diesem und im kommenden Jahr eine tätigkeitsbegleitende Fortbildung nach dem Kompetenzorientierten Qualitätshandbuch des Deutschen Jugendinstituts absolvieren“, so Drese. Entsprechende Mittel seien im neuen Doppelhaushalt des Landes veranschlagt.

Drese: „Die knapp 1.200 Tagesmütter und Tagesväter in unserem Land leisten einen wichtigen Beitrag für die bedarfsgerechte Förderung von Kindern in der Kindertagesförderung. Die Kindertagespflege ist gleichberechtigter Teil unseres qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesbetreuung. Gerade im ländlichen Bereich ist die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich.“

Das Land beteiligt sich an den allgemeinen Kosten der Förderung von Kindern in Kindertagespflege in der gleichen Höhe wie bei Kindertageseinrichtungen. Die ab 1. Januar greifende Elternentlastung des Landes in Höhe von bis zu 50 Euro monatlich für die Kita gilt analog für Eltern, deren Kind bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut wird.

„Learn about skills – der Berufswahlparcours“ in Wismar

Ministerin Hesse: Wenn Schüler wissen, was sie können, fällt die Berufswahl leichter

Wismar – Am Alten Hafen in Wismar nehmen in dieser Woche rund 1.000 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt „Learn about skills – der Berufswahlparcours“ teil. Das Projekt ergänzt die Berufsorientierung in der Schule. Vorangegangen sind Stationen in Waren (Müritz), Neubrandenburg, Güstrow, Schwerin, Stralsund, Torgelow und Greifswald. In diesem Schuljahr wird das Projekt in Rostock abgeschlossen. Im ganzen Land werden insgesamt rund 7.300 Jugendliche mitmachen. Projektpartner sind das Bildungsministerium und die Arbeitsagenturen in Mecklenburg-Vorpommern.

„Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Stärken kennen und wissen, was sie können, dann fällt auch die Berufswahl leichter“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Der Berufswahlparcours setzt hier an und will erreichen, dass Jugendliche ihre Neigungen besser einschätzen können. Für viele Schülerinnen und Schüler ist er die erste Gelegenheit, sich mit der Berufswahl zu beschäftigen und zu erfahren, welche verschiedenen Berufsfelder es überhaupt gibt. Damit kann man gar nicht früh genug anfangen“, betonte Hesse.

„Learn about skills – der Berufswahlparcours“ unterstützt Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen von Regionalen Schulen, Förderschulen sowie Gymnasien bei der frühzeitigen Entdeckung eigener Stärken und Interessen, bietet Orientierungs- und Entscheidungshilfen für die Berufs- und Lebensplanung und unterstützt bei der Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven. Im Mittelpunkt steht der rund 500 Quadratmeter große Erlebnisparcours des Projekts „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“. Die Botschaft lautet: „Finde heraus, was dich interessiert. Du kannst viel mehr, als du bislang weißt.“

„Die Wahl des Ausbildungsberufes ist eine weitreichende und schwierige Entscheidung – sie stellt Weichen für die eigene Zukunft“, ergänzt Guntram Sydow, Chef der Schweriner Arbeitsagentur. „Eltern sind die wichtigsten Ratgeber, wenn es um das Thema Berufswahl geht. Es ist wichtig, dass auch sie die Stärken ihrer Kinder kennen, denn dann können sie besser auf sie eingehen. Dabei ist es großartig, wenn sich die Einschätzung des Kindes mit der der Eltern deckt, aber auch Unterschiede sind spannend und regen zum Gespräch an. Berufsorientierung kann und soll Spaß machen!“, so der Agenturchef.

Das Modul „Learn about skills – der Berufswahlparcours“ wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Sozialgesetzbuches Drittes Buch der Agenturen für Arbeit gefördert. Die Planung und Durchführung übernimmt die Agentur Sinus – Büro für Kommunikation GmbH als Projektträger. Das Projekt wird mit weiteren Angeboten zur Berufsorientierung und Lebensplanung verzahnt.

Eltern der Jugendlichen können bei einem Informationsabend am Donnerstag, 11. Januar 2018, erfahren, wie sie Kinder bei der Berufswahl unterstützen können. Lehrerinnen und Lehrer erhalten Anregungen, um die Themen in der Schule vertiefen zu können.

Wintertagung der Schulleitervereinigung an Gymnasien

Ministerin Hesse: 2021 erstmals Abiturprüfungen nach dem Leistungskursmodell

Stavenhagen – Bei der diesjährigen Wintertagung der Vereinigung der Schulleiter an Gymnasien hat Bildungsministerin Birgit Hesse die Lehrerinnen und Lehrer über die bevorstehenden Veränderungen in der gymnasialen Oberstufe informiert. Künftig soll der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe in Leistungs- und Grundkursen erteilt werden. Das Leistungskursmodell soll für Schülerinnen und Schüler gelten, die zum Schuljahr 2019/2020 in die Qualifikationsphase eintreten.

„Im Jahr 2021 wird es dann erstmals Abiturprüfungen nach dem Leistungskursmodell geben“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir kommen damit den Schülerinnen und Schülern entgegen, weil wir die Zahl der Unterrichtsfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau reduzieren. Wir folgen dem Votum unserer Lehrerinnen und Lehrer, die sich für den Unterricht nach erhöhtem und grundlegendem Anforderungsniveau ausgesprochen haben. Sie haben es künftig mit homogeneren Lerngruppen zu tun. So ist eine gezielte Förderung besser möglich als derzeit“, sagte Hesse.

Mit dem Leistungskursmodell setzt das Land die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Vereinheitlichung des Abiturs in Deutschland um. Mecklenburg-Vorpommern hatte diese Beschlüsse maßgeblich mit herbeigeführt. Die Mehrheit der Länder weist die Struktur von Grund- und Leistungskursen in der gymnasialen Oberstufe auf bzw. bereitet diese auf Grundlage der KMK-Beschlüsse vor. Dazu gehören unter anderem Sachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie zukünftig auch Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg.

Eckpunkte der Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Die bisherigen vierstündigen Hauptfächer werden als fünfstündige Leistungsfächer auf erhöhtem Anforderungsniveau und als dreistündige Fächer auf grundlegendem Anforderungsniveau unterrichtet.
  • Deutsch, Mathematik, Englisch, die zweite Fremdsprache, Geschichte und Politische Bildung, Biologie, Chemie und Physik sollen sowohl auf erhöhtem als auch auf grundlegendem Niveau angeboten werden.
  • Aus diesen Unterrichtsfächern müssen die Schülerinnen und Schüler zwei fünfstündige Leistungsfächer wählen, die doppelt gewichtet werden. Weitere Fächer werden wie bisher zweistündig unterrichtet.

Sanierung der Erich-Weinert-Schule

Schwerin – Die Schweriner Regionale Schule Erich Weinert wird umfassend saniert und erweitert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat dafür heute einen Zuwendungsbescheid über rund acht Millionen Euro aus Städtebaufördermitteln übergeben.

„Die Gesamtausgaben von mehr als 11,7 Millionen Euro sind hier an der Schule gut angelegt für die Zukunft der Kinder. Die umfassende Sanierung wird nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild in der Paulsstadt, sondern auch die Arbeits- und Unterrichtsbedingungen verbessern“, betonte die Ministerpräsidentin bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides.

Ein Schlüssel dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern weiter wachse und die Lebensqualität steige, „ist die Bildung. Das sehen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern genauso. Für 83 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land sind gute Schulen eine sehr wichtige landespolitische Aufgabe. Wir haben schon viel getan“, sagte Schwesig. Stichworte dafür seien selbstständige Schule, mehr individuelle Förderung, mehr Ganztagsschulen, Junglehrerprogramm oder Verbeamtung.

Schwesig: „Auf diesem Weg soll es weitergehen, damit alle Kinder in unserem Land von Anfang an gute Chancen haben. Deshalb führen wir mit dem neuen Haushalt das 50-Millione-Euro-Paket für die Schulen fort, setzen uns für den Ausbau der Ganztagsschulen für 10 000 Schülerinnen und Schüler in dieser Wahlperiode ein und haben ein Sonderprogramm für den Schulbau mit insgesamt 110 Millionen Euro aufgelegt. Und über bestehende Programme investieren wir bis 2021 weitere 165 Millionen Euro in moderne Schulgebäude. Mit 275 Millionen Euro können wir an unseren Schulen viel bewegen.“

Landesregierung will Eltern bei den Kita-Beiträgen weiter entlasten

Ludwigslust – Jahresauftakt in der Kita: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung Stefanie Drese haben gemeinsam die Kindertagesstätte Naturtalent in Ludwigslust besucht.

„Ich habe einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Die Erzieherinnen und Erzieher leisten eine sehr engagierte Arbeit. Hier macht Kita Spaß“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an den Besuch.

Anlass für den Besuch war auch die zum Jahresbeginn umgesetzte Elternentlastung bei den Kita-Beiträgen. Seit dem 1. Januar 2018 werden die Elternbeiträge für die Krippe und den Kindergarten mit Ausnahme der bereits abgesenkten Beiträge im Vorschuljahr über einen direkten Zuschuss des Landes um 50 Euro pro Monat bei einer Ganztagsförderung reduziert. Das gilt auch für Eltern, deren Kinder bei einer Tagespflegeperson betreut werden.

„Die Landesregierung hat ihre Zusage eingelöst“, betonte Schwesig. „Die Eltern werden um bis zu 600 Euro im Jahr entlastet. Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn.“ Ministerin Drese verdeutlichte, dass für die Eltern von Kindern in Kita und Tagespflege die Beitragsentlastung völlig unbürokratisch erfolge: „Sie müssen keinen Antrag stellen, sondern erhalten automatisch eine Abrechnung mit den durch das Land reduzierten Elternbeiträgen.“

Der nächste Schritt zur Elternentlastung sei bereits in Vorbereitung. „Wir werden zum 1. Januar 2019 gezielt diejenigen Familien entlasten, die besonders hohe Belastungen zu tragen haben, weil sie für zwei oder mehr Kinder Kita-Beiträge entrichten müssen. Wir werden den Elternbeitrag für das zweite Kind halbieren. Ab dem dritten Kind ist der Besuch dann komplett kostenlos“, erklärte die Ministerpräsidentin. Die Umsetzung dieser Geschwisterregelung ist nach Angaben von Ministerin Drese mit der Ressortanhörung der Ministerien im vollen Gange.

„Unser langfristiges Ziel ist die komplett beitragsfreie Kita“, bekräftigte die Ministerpräsidentin. „Dazu werden wir noch in diesem Jahr einen Stufenplan vorlegen. Es ist klar, dass wir dieses Ziel umso schneller erreichen werden, wenn wir dabei auch die Unterstützung des Bundes haben. Das ist für mich eine der zentralen Fragen bei den Sondierungen in Berlin. Der Bund muss bei den Kitas stärker in die Verantwortung gehen.“

Mit den Zuschüssen zur Elternentlastung investiert die Landesregierung über 240 Millionen Euro jährlich in die Kindertagesförderung. Drese: „Das ist innerhalb von zehn Jahren mehr als eine Verdopplung der Ausgaben. Neben der Beitragsreduzierung unterstützen wir damit die Schaffung neuer Kita- und Hortplätze und verbessern weiter die Qualität.“

So sind laut aktuellen Angaben des Statistischen Amtes mit 108.529 Plätzen in der Kindertagesförderung (2014: 102.840) und 15.435 Beschäftigten (2014: 14.408) neue Höchststände zu verzeichnen.

Rück- und Neubau des Jugendclubs in Bützow

Bützow – Bauminister Christian Pegel übergibt am Freitag (05.01.2018) dem Bürgermeister der Stadt Bützow, Christian Grüschow, einen Zuwendungsbescheid für den Rückbau und den Neubau des Jugendclubs „DOMIZIL“ in Bützow.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) betragen rund 360.000 Euro. Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten für diese Maßnahme liegen bei knapp 500.000 Euro.

Der städtische Jugendclub ist die zentrale Begegnungsstätte für Bützows junge Leute. Täglich besuchen Jugendliche und Erwachsene im Alter von 13-26 Jahren den Club. Das Gebäude weist seit Jahren erhebliche Mängel auf. Ein Gutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, hat den Rückbau und den Neubau des Objektes empfohlen.

Es wurden u.a. Mängel bei der Dämmung, bei der Gründung des Gebäudes, veraltete Nachtspeicheröfen und nicht normgerechte Elektro-Installationen festgestellt. Die Stadt möchte das sozial und pädagogisch wertvolle Angebot für die Jugendlichen langfristig sichern.

Die Maßnahme soll im Jahr 2018 durchgeführt werden. Die Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erfolgte am 19.12.2017.

Großes Interesse an Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer

Ministerin Hesse: Fortbildungen bringen Anregungen und sorgen für neue Ideen

Schwerin – Die Fortbildungsangebote des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) stoßen bei Lehrerinnen und Lehrern in Mecklenburg-Vorpommern auf großes Interesse. Im Jahr 2017 verzeichneten die 1.293 Veranstaltungen insgesamt 19.893 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (inklusive Mehrfachteilnahmen). Im Vorjahr lag die Teilnehmerzahl sogar leicht höher. An den 1.058 Fortbildungen nahmen im Jahr 2016 insgesamt 21.712 Lehrerinnen und Lehrer teil. Das Land hat im Jahr 2017 insgesamt 2,8 Mio. Euro für Fortbildungen der Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung gestellt. Davon waren 700.000 Euro für Fortbildungsbudgets der einzelnen Schulen vorgesehen.

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben eine große Bereitschaft sich fortzubilden“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Das freut mich, denn Fortbildungen bringen Anregungen für die Gestaltung des eigenen Unterrichts, sorgen für neue Ideen und machen den Austausch untereinander möglich. Im vergangenen Jahr haben die Fortbildungen zur Inklusion einen Schwerpunkt gebildet. Hinzu kamen Fortbildungen zur Integration von geflüchteten Schülerinnen und Schülern. Bei den Veranstaltungen zur Lehrergesundheit standen die Lehrerinnen und Lehrer selbst im Mittelpunkt“, erläuterte Hesse.

Den Auftakt der landesweiten Lehrerfortbildungen in diesem Jahr macht die Winterakademie 2018. Vom 5. bis 7. Februar 2018 können sich Lehrerinnen und Lehrer zu verschiedenen Themen fortbilden, Vorträge hören und an Workshops teilnehmen. Hauptveranstaltungsort ist zum fünften Mal in Folge das Musikgymnasium „Käthe Kollwitz“ in Rostock. Anmeldungen sind bis Freitag, 12. Januar 2018, online möglich.

„Die Winterakademie legt auch in diesem Jahr den Fokus auf die Qualität des Unterrichts und die Unterrichtsentwicklung“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Außerdem geht es in den Workshops darum, wie die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern bei der Inklusion gelingen kann. Im vergangenen Jahr haben mehr als 800 Lehrerinnen und Lehrer an der Winterakademie teilgenommen. Dies zeigt, dass die Winterferien eine gute Gelegenheit bieten, sich fortzubilden. Ich würde mich freuen, wenn es in diesem Jahr mindestens genauso viele Lehrkräfte werden, die an den Veranstaltungen teilnehmen“, so Hesse.

Anmeldestart – Klassenausflüge zum Umwelttag 2018

Schwerin – Rund 3.000 Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen drei Jahren Klassenwanderungen und -ausflüge in die dreizehn Nationalen Naturlandschaften unseres Bundeslandes unternommen. Anlass ist der Umwelttag, der weltweit jährlich um den 5. Juni herum mit verschiedensten Aktionen begangen wird. Auf den von erfahrenen Rangern geführten Touren gibt es jede Menge über die Natur und Umwelt zu erfahren, aber auch selbst zu erkunden. Die Angebote sind inhaltlich vielfältig und richten sich an alle Klassenstufen.

„Über die gute Resonanz in den vergangenen Jahren freue ich mich sehr. Das zeigt, dass der Bedarf nach Umweltbildung draußen in der Natur groß ist. Hier können die Schülerinnen und Schüler hautnah erleben, was die Natur in unserem Bundesland zu bieten hat. Ich rufe alle Lehrerinnen und Lehrer aus Mecklenburg-Vorpommern auf, ihre Klassen für geführte Wanderungen in den Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten anzumelden“, so Umweltminister Dr. Till Backhaus.

„Schließlich fördern derartige Ausflüge auch spielerisch das Lernen in der Natur. Zudem sind sie wichtig um zu begreifen wie bedeutsam der Erhalt der einzigartigen Naturschätze für nachfolgende Generationen ist“, betonte der Minister.

Alle Wanderungen finden kostenlos vom 28.05. – 01.06.2018 statt. Die Kosten der An- und Abreise sind individuell zu tragen. Anmeldeschluss ist am 30.04.2018. Vor Ort können die Klassen an einem Quiz teilnehmen, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt.

Umbau der Kita in Neustrelitz

Neustrelitz – Am Donnerstag (04.01.2018) übergibt Bauminister Christian Pegel dem Bürgermeister der Stadt Neustrelitz, Andreas Grund, einen Förderbescheid für den Umbau und die Erweiterung der Integrativen Kindertagesstätte „Buntes Leben“. Die Mittel in Höhe von rund 400.000 Euro stammen aus dem „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (EFRE) für nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Stadt Neustrelitz beabsichtigt den Umbau und die Erweiterung der Integrativen Kindertagesstätte „Buntes Leben“ zu unterstützen. Es werden zusätzliche neun Krippen- und 15 Kindergartenplätze geschaffen. Der Anbau wird so gestaltet, dass er unabhängig vom gesamten Gebäude betrieben werden kann.

Somit kann auf die Arbeitszeiten der Eltern reagiert werden und eine zusätzliche Kinderbetreuung auch außerhalb der Kernöffnungszeiten angeboten werden. Aufgrund der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns konnte bereits am 01.09.2017 mit dem Anbau begonnen werden. Voraussichtlich Ende Juli 2018 ist das Bauende geplant.

Elternentlastung für Kita und Kindertagespflege tritt in Kraft

Schwerin – Zum 1. Januar 2018 werden die Elternbeiträge für die Krippe und den Kindergarten mit Ausnahme des bereits gesenkten Vorschuljahres über einen direkten Zuschuss des Landes um bis zu 50 Euro pro Monat reduziert. Das gilt auch für Eltern, deren Kinder bei einer Tagespflegeperson betreut werden.

„Das bedeutet nach 2012 eine weitere Beitragsentlastung des Landes für junge Familien“, verdeutlicht Sozialministerin Stefanie Drese. „Die Landesregierung hält Wort und setzt damit eines ihrer wichtigsten politischen Vorhaben aus der Koalitionsvereinbarung in die Tat um. So beträgt zum Beispiel der Landeszuschuss zur Reduzierung des Elternbeitrags für den Krippenbereich nunmehr 150 Euro monatlich“, so Drese.

Für die Eltern von Kindern in Kita und Tagespflege ist die Beitragsentlastung völlig unbürokratisch. Sie müssen keinen Antrag stellen, sondern erhalten automatisch einfach eine Abrechnung mit den durch das Land reduzierten Elternbeiträgen. Wenn es im Einzelfall zu einer verzögerten Berücksichtigung des Entlastungsbeitrages kommen sollte, erfolgt selbstverständlich eine rückwirkende Verrechnung.

Drese: „Auf unserem Weg, Familien im Land zu unterstützen und sie von Kosten zu entlasten, werden wir weitergehen. So kommt im Januar 2019 die Geschwisterkind-Entlastung. Für das zweite Kind in der Kindertagesförderung wird dann der Elternbeitrag halbiert, für das dritte und alle weiteren Geschwisterkinder besteht Elternbeitragsfreiheit. Ziel der Landesregierung ist die für Eltern kostenfreie Kindertagesbetreuung. Daran arbeiten wir.“

Sonderausstellung „Blutiges Gold“: Begleitheft für Schüler erschienen

Ministerin Hesse: Im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden gibt es viel zu entdecken

Schwerin – Schülerinnen und Schüler sollen Lust bekommen, sich mit den archäologischen Ausgrabungen aus dem Tollensetal zu beschäftigen. Zur Sonderausstellung „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden ist ein Begleitheft erschienen. Das Heft des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege ist für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 3 gedacht. Es steht im Internet als Download zur Verfügung. Im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege können Lehrerinnen und Lehrer Klassensätze bestellen.

„In der Sonderausstellung im Archäologischen Freilichtmuseum gibt es viel zu entdecken: Einige der wertvollsten archäologischen Schätze des Landes sind dort zu sehen“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Noch wertvoller als das Gold sind aber die Einsichten in die Bronzezeit, die sie uns gewähren: So zeugen sie von ungeahnt gewalttätigen Auseinandersetzungen und von den frühzeitlichen Vorläufern der Globalisierung. Das finden nicht nur Erwachsene spannend, sondern auch Kinder“, betonte Hesse.

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Blutiges Gold“ steht die große Schlacht vor über 3.200 Jahren im Tollensetal. In einem großen Konflikt standen sich dort hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen. Das Begleitheft liefert viele Hintergrundinformationen über das Ausgrabungsfeld und die archäologischen Funde, über die Entstehung von Krieg und Gewalt sowie über die Bronzezeit an sich. Zahlreiche Fotos und Grafiken machen die Beschreibungen anschaulich. Kleine Übungsaufgaben sollen dazu dienen, das erworbene Wissen zu vertiefen.

„Mit spektakulären archäologischen Funden aus Mecklenburg-Vorpommern zeichnet die Sonderausstellung ‚Blutiges Gold‛ ein lebendiges Bild der Bronzezeit nach, das viele fächerübergreifende Anknüpfungspunkte in Geschichte, Politik und Geographie bietet. Deswegen lässt sich ein Besuch der Ausstellung mit dem Unterricht in der Schule gut verbinden“, so Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. „Bis zum 10. September 2018 können Lehrerinnen und Lehrer mit ihren Schulklassen die Ausstellung in Groß Raden besuchen“, sagte Jantzen.

Zur Sonderausstellung zählen auch museumspädagogische Angebote. Krieger Ramsiw begleitet Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 7 durch die Sonderausstellung und erzählt vom Leben in der Bronzezeit, dem Handel über weite Entfernungen und fragt nach den Gründen für Konflikte. Für ältere Schülerinnen und Schüler gibt es kommentierte Rundgänge und Führungen durch die Ausstellung. Die museumspädagogischen Angebote finden Lehrerinnen und Lehrer in dem entsprechenden Faltblatt.

2,6 Millionen Euro Förderung für Grundschulzentrum Boizenburg

Boizenburg – Der Bürgermeister der Stadt Boizenburg an der Elbe erhielt aus den Händen von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus einen Zuwendungsbescheid über Finanzbeihilfen des Bundes und des Landes in Höhe von 2,69 Millionen Euro.

Die Fördersumme ermöglicht die Erweiterung des Grundschulzentrums der Ludwig-Reinhard-Schule für insgesamt rund 4 Millionen Euro. Der Baubeginn ist für das Jahr 2019 vorgesehen; 2020 soll das Grundschulzentrum fertiggestellt sein.

Derzeit existieren in Boizenburg zwei Grundschulen mit erheblichem Sanierungsbedarf. Die Baumaßnahme umfasst neben der zeitgemäßen Ausstattung des Erweiterungsbaus mit barrierefreiem Eingang auch die Neugestaltung der Außenanlagen und den Abbruch des alten Hortgebäudes. „Die Maßnahme ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Gemeinde und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur und zur Stärkung des ländlichen Raumes bei“, so Minister Backhaus.