25 Jahre Kernfusionsforschung in Vorpommern

Greifswald – Wissenschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder hat die Greifswalder Forschungsanlage „Wendelstein 7-X“ als einen wichtigen Ort der Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnet. Seit 25 Jahren untersuchen dort die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Grundlagen für ein Fusionskraftwerk, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen soll. Mit einem Sommerempfang begeht das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald (IPP) heute sein 25-jähriges Jubiläum.

„Wendelstein 7-X ist die weltweit größte Forschungsanlage vom Typ ‚Stellarator‛, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder in Greifswald. „Wir können stolz darauf sein, dass solch ein innovatives Forschungsprojekt nicht nur bei uns im Land beheimatet, sondern maßgeblich in Vorpommern entstanden ist. Wie wichtig die Arbeiten der Forscherinnen und Forscher sind, zeigt die große internationale Aufmerksamkeit, die das Kernfusionsprojekt immer wieder und seit vielen Jahren erfährt“, lobte Schröder. „Gerade in Zeiten, in denen wir uns über ressourcenschonende Energiegewinnung Gedanken machen, ist die Kernfusion ein echtes Zukunftsthema.“

Neben einer Förderung des Bundes und Mitteln aus europäischen und nationalen Programmen unterstützt das Land das IPP Greifswald in diesem Jahr mit 5,4 Mio. Euro. Vor einem Vierteljahrhundert wurde zwischen dem Land und dem Max-Planck-Institut im bayrischen Garching in Greifswald der Grundstein für die Fusionsanlage gelegt. „Das Greifswalder Kernfusionsprojekt ist eines der Aushängeschilder für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern und zeigt, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch bei uns sehr gute Bedingungen vorfinden“, betonte Schröder. „Ich wünsche den Forscherinnen und Forschern weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit und wichtige wegweisende Erkenntnisse.“

Deutsche Allianz Meeresforschung

Schwerin – Seit heute sind die Unterschriften komplett: Mecklenburg-Vorpommern und die anderen norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und der Bund haben die Verwaltungsvereinbarung zur Gründung der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) unterzeichnet. Die Allianz soll der Forschung in den meereswissenschaftlichen Einrichtungen der beteiligten Bundesländer neuen Schub verleihen, indem sie u. a. die Aktivitäten der Institute koordiniert, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärker vernetzt und sie mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von jährlich bis zu 25 Millionen Euro fördert.

Wissenschaftsministerin Bettina Martin, die die Unterschrift bereits im Vorfeld des heutigen Termins in Bonn geleistet hatte, begrüßte die Verwaltungsvereinbarung. „Die Unterzeichnung ist gleichzeitig der Startschuss für die Allianz. Für unser Land steckt in der Vereinbarung die riesige Chance, einen ohnehin schon starken Forschungsschwerpunkt zu einem echten Leuchtturm auszubauen. Ich setze darauf, dass wir uns gerade im Bereich der Küstenzonenforschung einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten können und auch international als Wissenschaftsstandort noch sichtbarer werden“, sagte sie.

Sie betonte, die Landesregierung handele damit auch im Sinne des Koalitionsvertrages, in dem es heißt: „Die Schwerpunktbildung in der Forschung wird in enger Abstimmung mit den außerhochschulischen Einrichtungen vorangetrieben, sodass ein leistungsfähiges Wissenschaftsnetz entsteht.“

„Wie leistungsfähig die maritime Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist, hängt nicht zuletzt an den Forscherinnen und Forschern, die hier arbeiten. Durch die Deutsche Allianz Meeresforschung werden wir ganz sicher auch im Rennen um die besten Köpfe einige Meter gewinnen“, so die Ministerin. „Diese Forschungsbereiche zu stärken, hat aber keineswegs nur den Zweck, Deutschland oder einzelne Bundesländer zu einem attraktiveren Standort zu machen. Vielmehr steckt hinter dieser Allianz auch die Hoffnung, in einer existenziellen Frage voranzukommen: der nach dem Umgang mit dem globalen Klimawandel. Wenn die vernetzte Forschung aus MV und den anderen Ländern mit ihren Ergebnissen dazu beitragen kann, für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu sorgen, dann hat die DAM viel erreicht.“

Die DAM soll vor allem vier Kernbereiche bearbeiten, um die Spitzenposition der deutschen Meeresforschung weiter auszubauen: Forschung, Koordinierung seegehender Infrastrukturen (Großgeräte, Instrumente), Datenmanagement und Transfer.

Die DAM wird als eingetragener Verein gegründet, dessen Mitglieder die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Meeresforschung werden. Die Förderung ist zunächst bis zum Jahr 2025 befristet, und wird durch den Bund und die beteiligten Länder im Verhältnis 80:20 finanziert. In der Projektphase sind folgende Mittel vorgesehen:

Ausbildung zum Forstwirt*in

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern möchte mehr Forstwirte ausbilden. Dafür plant die Landesforstanstalt die bislang 20 Ausbildungsstellen pro Jahr noch in diesem Jahr auf 30 zu erhöhen. Dies kündigte der zuständige Forstminister Dr. Till Backhaus heute in Güstrow an. Dort beglückwünschte er im Rahmen einer feierlichen Freisprechung 23 Forstwirte zum erfolgreichen Abschluss ihrer dreijährigen Berufsausbildung.

„Der Waldbrand in Lübtheen hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig junge und gut ausgebildete Fachkräfte für eine zukunftsfähige Forstverwaltung im Land sind“, sagte er in seiner Festrede.

Er betonte, dass der Wald schon längst nicht mehr nur Rohstoffproduzent ist. Er werde massiv an Bedeutung gewinnen für ein ausgewogenes Klima, sauberes und nachhaltig verfügbares Grundwasser, einen effektiven Hochwasserschutz und als Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora. Um sich diesen Herausforderungen weiterhin angemessen stellen zu können, brauche die Forst dringend guten Nachwuchs auf allen Ebenen.

Die forstliche Ausbildung genießt in Mecklenburg-Vorpommern seit jeher einen hohen Stellenwert. Seit 1997 bildet die Landesforstverwaltung M-V jährlich rund 20 Forstwirte aus. Das Land finanziert diese Ausbildung aktuell mit rund 1,9 Millionen Euro jährlich. Seit 2013 war die Landesforstanstalt hierzulande alleiniger Ausbildungsbetrieb in diesem Bereich.

„Erfreulicherweise hat zudem in diesem Jahr erstmals ein privates Forstunternehmen die Ausbildung im Beruf Forstwirt übernommen. Wünschenswert wäre, dass weitere Waldbesitzer und Forstunternehmen diesem Beispiel folgen“, sagte Backhaus abschließend.

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger

Schwerin – An drei Standorten in Mecklenburg-Vorpommern läuft aktuell der Kompaktkurs für die so genannten Seiteneinsteiger. Der Kurs dauert fünf Wochen und markiert gleichzeitig den Beginn der Grundlegenden Pädagogischen Qualifizierung (GPQ). Seit dem 1. Juli und noch bis zum 2. August bereiten sich insgesamt 85 Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung in Greifswald (35), Neubrandenburg (28) und Schwerin (22) darauf vor, nach den Sommerferien mit dem Unterricht zu starten.

„Wir tun gut daran, die Kompaktkurse in den Ferien stattfinden zu lassen. So können die Schulen die neuen Lehrerinnen und Lehrer ab dem ersten Schultag einsetzen und die Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger haben ein Basis-Knowhow im Gepäck, um mit einem guten Gefühl vor die Klassen zu treten“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin.

Den Kompaktkurs führt das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M‑V) durch. Der Kurs beinhaltet u. a. eine Einführung in das Berufsbild, die allgemeine Didaktik des Unterrichts, Aufgabenformate, Classroom-Management und Elternkommunikation. „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Referentinnen und Referenten, die die einzelnen Kursteile abdecken, bedeuten diese fünf Wochen an den drei Standorten einen großen Aufwand. Ich freue mich über die Einsatzbereitschaft und die Motivation, die alle Beteiligten hier zeigen“, bedankte sich die Ministerin.

Die weitere GPQ findet anschließend berufsbegleitend statt. Sie dauert ein Jahr, an dessen Ende ein abschließender Unterrichtsbesuch mit Auswertungsgespräch, Eignungsfeststellung und Prognose steht. Absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die GPQ erfolgreich, erhalten sie ein Zertifikat mit der Unterrichtserlaubnis für Mecklenburg-Vorpommern.

Nächster Schritt ist dann die Modularisierte Qualifizierungsreihe (MQR), die mit einer Prüfung endet. Die MQR dauert in der Regel drei Jahre und dient dazu, dass die umgesattelten Lehrkräfte ihre pädagogischen und didaktischen Kenntnisse vertiefen und erweitern. Sie ist neben bestimmten Beschäftigungszeiträumen die Voraussetzung, um eine Lehrbefähigung zu erhalten.

Spitzenforschung in MV

Schwerin – Die verantwortlichen Gremien von zwei weltweit bekannten und international renommierten Forschungsorganisationen in Deutschland – das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) – haben in ihren jüngsten Sitzungen Standort-Entscheidungen getroffen, die die Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranbringen werden. Wissenschaftsministerin Bettina Martin zeigte sich erfreut. „Für unser Land sind das zwei tolle Nachrichten auf einmal, die zusammen einen riesigen Gewinn für unsere Forschungslandschaft bedeuten“, erklärte sie.

Der DLR-Senat beschloss auf seiner 106. Sitzung in Köln, ein neues DLR-Institut für Solar-Terrestrische Physik (DLR-SO) am Standort Neustrelitz zu errichten, das sich der Weltraumwetter-Forschung widmen wird. Es soll als nationale und internationale Schnittstelle fungieren und u. a. auch Warnungen an durch solaren Einfluss und ionosphärische Störungen gefährdete Infrastrukturen liefern. So wird es erstmals möglich, einen Weltraumwetterdienst zu entwickeln.

Die komplexe Überwachung des Weltraumwetters und seiner Auswirkungen beispielsweise auf die Satellitentechnologie, die Luftfahrt und die Telekommunikation sei eine wichtige Aufgabe, betonte Martin: „Diese hier bei uns im Land zu verankern, ist auch deshalb ein Erfolg, weil das neue Institut mittelfristig die erste Adresse für alle Fragen rund um das Weltraumwetter werden soll, und das nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Wir setzen hier ein sichtbares Ausrufezeichen“.

Die Institutsleitung ist mit einer gemeinsamen Berufung an die Physik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock verbunden. Es ist vorgesehen, durch die Institutsgründung am DLR-Standort Neustrelitz neben den bereits vorhandenen ca. 80 wissenschaftsbasierten Arbeitsplätzen zusätzlich 45 neue zu schaffen und die Kooperationen zu wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und hoheitlichen Partnern weiter auszubauen.
„Mit seiner Entscheidung würdigt der DLR-Senat zum einen die langjährigen exzellenten Leistungen der DLR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlicher und zum anderen die stetige und verlässliche Unterstützung des Landes“, sagte die Ministerin. „Ich freue mich auf das Knowhow und die zusätzlichen klugen Köpfe, die künftig von MV aus wirken werden.“

Der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützen die Errichtung und Etablierung des neuen Instituts mit zusätzlichen 6,7 Mio. Euro pro Jahr. Als gemeinschaftliche Sonderfinanzierung stellen das Land Mecklenburg-Vorpommern 10 Mio. Euro und das DLR weitere vier Mio. Euro für Bauinvestitionen und Forschungsinfrastruktur zur Verfügung.

Der Bund-Länder-Ausschuss der Fraunhofer-Gesellschaft hat entschieden, die Fraunhofer-Forschung am Standort Rostock deutlich zu erweitern und damit den Weg freigemacht für die Errichtung des Fraunhofer-Ocean Technology Campus (FhG-OTC).

„Die Nutzung der Meere unter Berücksichtigung des Ökosystems Ozean ist für Deutschland und Europa von essentieller Bedeutung. Fraunhofer setzt hier bei der Entwicklung neuer Technologien an, die neue Nutzungsmöglichkeiten schaffen. Die Forschungsgesellschaft hat dafür in den vergangenen Jahren bereits die wissenschaftliche Basis geschaffen“, sagte die Ministerin.

Mit dem OTC baut Fraunhofer seine anwendungsorientierten Forschungsaktivitäten für den Bereich „Smart Ocean“ weiter strategisch aus. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Fokus auf Unterwasser-Technologien. In Zusammenarbeit von Bund, Land, Fraunhofer Gesellschaft und Hansestadt Rostock soll deshalb in Rostock ein Innovationscampus, der OTC, aufgebaut werden. Herzstück wird das „Digital Ocean Lab“ (DOL), verbunden mit einem Institutsneubau am Fracht- und Fischereihafen in Rostock-Marienehe. Die seeseitige Infrastruktur stellt ein mindestens 100 ha großes Test- und Erprobungsareal in der Ostsee in Funktionseinheit mit dem bereits vorhandenen künstlichen Riff vor Nienhagen dar.

„Mit dieser Einheit aus land- und seeseitiger Forschungsinfrastruktur besitzt MV künftig ein Alleinstellungsmerkmal in der Meeres- und maritimen Forschung in Deutschland. Gerade mit Blick auf drängende Fragen zu Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist das Meer von existenzieller Bedeutung und ebenso wichtiger Gradmesser und Informationssystem. Standort und Forschungsgegenstand der Fraunhofer-Gesellschaft passen in Rostock perfekt zusammen, das ist ein Pluspunkt, der sich sicherlich auch auf die Qualität der Forschungsergebnisse auswirken wird“, erklärte Martin. Sie erwarte, dass der Standort Rostock sich durch das OTC auch international mit wissenschaftlicher Exzellenz profilieren werde.

Wissenschaftlicher Treiber ist das Fraunhofer Institut für graphische Datenverarbeitung (IGD) Darmstadt mit seiner Außenstelle in Rostock. Das Vorhaben ist Bestandteil der „Digitalen Agenda für Mecklenburg-Vorpommern“. Die geplante Gesamtfinanzierung von über 60 Mio. Euro beinhaltet einen Landesanteil von bis zu 24,75 Mio. Euro und 36 Mio. Euro Mittel des Bundes und der FhG.

Freiwilliges 10. Schuljahr schafft Perspektiven

Schwerin – Zum fünften Mal geht mit dem Schuljahr 2018/2019 auch das freiwillige 10. Schuljahr zu Ende – und das mit Erfolg: 370 Jugendliche haben auf diesem Wege an Förderschulen in Mecklenburg-Vorpommern die Berufsreife erlangt. 416 Schülerinnen und Schüler hatten das freiwillige 10. Schuljahr begonnen, 28 Jugendliche sind vorzeitig ausgeschieden oder in eine andere Schulart gewechselt, 18 Jugendliche haben die Schule mit einem Förderschulabschluss verlassen. Die Erfolgsquote liegt damit bei knapp 90 Prozent.

Bereits jetzt haben 136 Schülerinnen und Schüler, die das freiwillige 10. Schuljahr erfolgreich absolviert haben, einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. 61 Schülerinnen und Schüler haben einen solchen Vertrag in Aussicht.

Das freiwillige 10. Schuljahr ermöglicht Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen oder mit Lernbeeinträchtigungen, die Berufsreife zu erlangen. Voraussetzung ist, dass ihre Lern- und Leistungsentwicklung erwarten lässt, dass sie mit zusätzlicher Unterstützung den Abschluss erreichen.

Für das kommende Schuljahr ist das freiwillige 10. Schuljahr in Mecklenburg-Vorpommern an 28 Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen vorgesehen. Insgesamt entstehen voraussichtlich 32 Klassen. Finanziert wird das flächendeckende Angebot aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Neue Kindertagesstätte in der Gemeinde Satow

Satow – Die Gemeinde Satow errichtete im Ortsteil Hohen Luckow eine neue Kindertagesstätte. Das Land unterstützt den Neubau mit einer Zuwendung von rund 489.000,00 Euro. Sozialministerin Drese übergab am heutigen Dienstag, den 2. Juli 2019, den Fördermittelbescheid in Vertretung des Innenministers Caffier an die Gemeindevertreter.

„Für die Kinder und Eltern in Hohen Luckow ist das eine gute Nachricht. Nachdem das Mietverhältnis im ehemaligen Kita-Gebäude gekündigt worden war, war es dringend notwendig geworden, eine neue Unterbringungsmöglichkeit zu schaffen. Ich freue mich sehr, dass das Land bei diesem Bauprojekt mit zusätzlicher Finanzierung helfen kann“, erklärte Drese.

Die Gesamtausgaben für den Neubau belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Das Innenministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen von Sonderbedarfszuweisungen mit 489.000,00 Euro. Weitere Förderung in Höhe von rund 750.000,00 Euro erhielt die Kita aus Mitteln für die integrierte ländliche Entwicklung (ILERL MV).

Die Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ verfügt über 12 Kinderkrippenplätze und 30 Kindergartenplätze. Zusätzlich ist die Bildung einer Mischgruppe Kinderkrippe / Kindergarten mit 12 weiteren Plätzen vorgesehen.

Drese: „Baulich wurden alle Voraussetzungen für eine zeitgemäße Betreuung und Erziehung erfüllt. So wurde verstärkt auf Barrierefreiheit geachtet. Das ist wichtig, um eine Integration aller Kinder zu ermöglichen.“

8,8 Millionen Euro für „Digitale Lehre“

Schwerin – Wie kann die Digitalisierung die Lehre an den Hochschulen verbessern? Welche Erleichterungen kann sie für Studierende und Dozenten bringen? Welche Technik ist hilfreich? Mit insgesamt 8,8 Mio. Euro fördert die Landesregierung im Programm „Digitale Lehre“ Vorhaben der Hochschulen, die zum Ziel haben, digitale Techniken und Anwendungen erfolgreich im Studienalltag zu etablieren.

„Mit dem Geld können die Hochschulen ihre Konzepte umsetzen und herausfinden, welche Schritte den notwendigen Mehrwert bringen. Die Digitalisierung bringt viele Möglichkeiten mit sich, von denen sich die Hochschulen diejenigen zu eigen machen müssen, die sie wirklich weiterbringen. Geräte, Tools, Apps und Online-Services sind kein Selbstzweck, sondern müssen Lehre und Lernen besser machen. Dann werden aus Möglichkeiten Chancen, und die wollen wir nutzen“, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Martin.

Die entsprechenden Zuweisungsbescheide werden in diesen Tagen an die Hochschulen verschickt, die sich mit einem Antrag um Förderung aus dem Programm beworben hatten:

Universität Rostock – Projekt „Digitale Lehre an der Universität Rostock“ 

Das übergeordnete Ziel dieses vom Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung zusammen mit der Universitätsbibliothek getragenen Projekts ist die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr- und Lernkonzepte und Module mit dem Schwerpunkt Lehrerbildung. Es sollen digitale Fachkonzepte im Mittelpunkt stehen, um die medienpädagogische Kompetenz von Lehrenden und Studierenden zu erhöhen. Diese Konzepte sind hochschulübergreifend angelegt und auch auf Nicht-Lehramtsstudiengänge übertragbar. (Fördersumme: 1.660.000 Euro)

Universität Greifswald – acht Einzelvorhaben

Die insgesamt acht Projekte reichen von wissenschaftstheoretischen Fragestellungen bis hin zu hochschuldidaktischen  Anwendungen in einzelnen Fächern, darunter Literaturwissenschaft,  Fremdsprachen,  Biowissenschaften und Pharmazie. Die folgenden Anträge haben einen starken Bezug zur Lehrerbildung und ergänzen damit die Arbeit der vorgesehenen Juniorprofessur sowie den Rostocker Antrag: „Using Gamification to Teach Literary Texts“ und „DIGITAL LEHREN – Kompetenzaufbau durch fakultäts- und phasenübergreifende Medienbildung im Lehramtsstudium“. (1.660.000 Euro)

Hochschule für Musik und Theater Rostock – Projekt „Aufbau und Etablierung einer digitalen Lehr-Lern-Umgebung für Kunst, Wissenschaft und Pädagogik“

Die Hochschule für Musik und Theater beabsichtigt, mit den Mitteln einen Anschub für die Digitalisierung der Lehre zu leisten. Das Projekt beinhaltet erste personelle und infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen. (500.000 Euro)

Hochschule Neubrandenburg – Projekt zur Schaffung dauerhaft optimaler Lehrumgebungen durch Kombination klassischer, digitaler, individueller und kooperativer Elemente

Das Projekt legt den Fokus auf zwei Ziele; zum einen, dauerhaft optimale Voraussetzungen für exzellentes Lehren und Lernen zu schaffen, zum anderen, Lehrinhalte zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Das Vorhaben umfasst sowohl die Schaffung modernisierter technischer Voraussetzungen als auch die curricular-didaktische Arbeit mit Mitteln der Digitalisierung. (1.660.000 Euro)

Hochschule Stralsund – 13 Einzelvorhaben

Die insgesamt 13 Projekte richten sich sowohl auf die erforderliche digital-technische Ertüchtigung als auch auf fachliche und didaktische Innovationen in den Ingenieurwissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften und im Fremdsprachenerwerb. Exemplarisch werden genannt: „Eine ‚Virtuelle Maschine‘ für jeden Studenten“, „Digital Innovation Lab“ „Lernfabrik Industrie 4.0“, „Projektmanagement – Digital“, „Digitale Medien im Fremdsprachenunterricht“. (1.660.000 Euro)

Hochschule Wismar – Projekte „Virtuelles Labor“, „Digitale Lehrunterstützung“ und „Digitale Prüfungen“

Die drei ineinandergreifenden Teilprojekte legen einen Schwerpunkt auf die technische Ausstattung. Auf der Basis einer modernen Lehrinfrastruktur soll die digitale Lehrunterstützung die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden verbessern/erleichtern. Das „studium digitale“ mündet in den Einsatz digitaler Instrumente zur effektiveren und effizienteren „Erledigung“ der Prüfungen, indem es den Lehrenden ein modernes Instrument zum Aufbau einer Prüfungsbibliothek zur Verfügung stellt. (1.660.000 Euro)

Die Zuweisungen erfolgen aus Mitteln des Hochschulpaktes. Das Programm ist Teil der Digitalen Agenda der Landesregierung. Über die jeweilige Förderung hat eine gemeinsame Jury des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung entschieden.

50 SeniorTrainer und -Trainerinnen ausgebildet

Stralsund – „Die Seniorinnen und Senioren in Mecklenburg-Vorpommern werden immer älter und sind gleichzeitig aktiver. Darin steckt viel Potenzial“, sagte Drese heute in Stralsund anlässlich ihrer Sommertour im Landkreis Vorpommern-Rügen. „Viele wollen sich weiterhin engagieren und lassen sich deshalb zum SeniorTrainer oder -Trainerin weiterbilden. Schon 50 wurden in der Hansestadt ausgebildet. Das sind tolle Zahlen und zeigen, das Projekt wird erfolgreich in der Region angenommen.“

SeniorTrainer und -Trainerinnen engagieren sich ehrenamtlich in verschiedenen Initiativen und Projekten wie z.B. in der Seniorenakademie, bei der Lernhilfe für Schülerinnen und Schüler sowie bei der Begleitung älterer, pflegebedürftiger Menschen.

Ministerin Drese informierte sich über die Arbeit in der SeniorTrainer-Agentur, sprach mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Koordinatorin der Einrichtung, Susanne Tessendorf. Drese: „Neben der Gewinnung interessierter Älterer zur Weiterbildung, erfolgt durch die Agentur die Vermittlung der SeniorTrainer und -Trainerinnen in örtliche Initiativen, Vereine und Gruppen sowie eine fachliche Begleitung und Unterstützung bei der Findung und Umsetzung von Projekten.“

Die Anlaufstelle befindet sich seit 2015 im Stralsunder Mehrgenerationenhaus und ist gleichzeitig ein Ort der Begegnung für ältere Menschen.

In Mecklenburg-Vorpommern konnten seit 2002 insgesamt 700 SeniorTrainer und -Trainerinnen ausgebildet werden. Das Projekt wird durch den Landesring Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Seniorenringes e.V umgesetzt.

100 Jahre Volkshochschule V-G

Greifswald – Kürzlich feierte die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald mit einem Festakt ihr 100jähriges Bestehen in der Universitäts- und Hansestadt. „Ich gratuliere der Volkshochschule Vorpommern-Greifswald sehr herzlich zum 100. Geburtstag. Unter dem Motto „Wissen teilen“ gibt sie allen Bildungsschichten und allen Generationen die Möglichkeit zu lernen, sich weiterzubilden, Abschlüsse zu erreichen. Das kann alle Lehrenden und Lernenden mit Stolz erfüllen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann auf dem Festakt.

Ob man eine Sprache – vor allem polnisch – lernen, die mittlere Reife oder Berufsreife nachholen will oder mehr über Politik und Gesellschaft, Gesundheit, Kunst und Kultur, andere Länder und weitere Themen erfahren möchte- die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald ist mit ihrem umfangreichen Angebot im Landkreis genau die richtige Adresse dafür. Viele haben hier schon ihre zweite Chance ergriffen. Ich danke dem gesamten Team für das großartige Engagement“, betonte Dahlemann. 2018 fanden 680 Kurse statt, an denen 7643 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben. 334.148 Euro Landesmittel wurden zur Verfügung gestellt. „Jeder Euro des Landes ist hier sehr gut angelegtes Geld und eine Investition in die Köpfe“, betonte Dahlemann.

Die rund 900 Volkshochschulen in ganz Deutschland seien aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. „Sie leisten eine wichtige Bildungsarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass die Volkshochschule Vorpommern-Greifswald wie alle anderen auch in Zukunft eine erfolgreiche Arbeit leisten wird.“

Vor 100 Jahren haben sich überall in Deutschland Volkshochschulen gegründet, deren Ziel es war, auf Grundlage von Artikel 148 der Weimarer Verfassung die Erwachsenenbildung, insbesondere für bildungsferne Schichten, voranzubringen. So auch in Vorpommern. Die Volkshochschule Greifswald startete am 17. Juli 1919 mit einer Veranstaltung zum Thema „Der Gartenbau auf Grundlage der Bodenkunde“. Am 15.10.1919 beschäftigte sich die Volkshochschule Ueckermünde mit der Französischen Revolution.

Mehr Geld für Grundschullehrkräfte

Schwerin – Alle Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig besser bezahlt werden. Vom Schuljahr 2020/2021 an sollen sie mit der A13/E13 vergütet werden und damit so viel verdienen, wie die Lehrerinnen und Lehrer an anderen Schularten auch. Im Haushaltsentwurf 2020/2021 sind dafür jährlich 18 Millionen Euro vorgesehen. Schulleitungen an Grundschulen sollen ebenfalls mehr Geld erhalten. Die höhere Bezahlung von Grundschullehrkräften ist Teil des 200-Millionen-Euro-Schulpakets und im Haushaltsentwurf eingeplant, den das Kabinett am Donnerstag beschlossen hat.

„Grundschullehrkräfte haben eine schöne und verantwortungsvolle Tätigkeit. Mit der höheren Bezahlung von Grundschullehrerinnen und -lehrern will die Landesregierung deutlich machen, wie wichtig ihr diese Arbeit ist“, bekräftigte Bildungsministerin Bettina Martin. „Von dieser Regelung sollen alle Grundschullehrkräfte profitieren – also jene, die schon seit vielen Jahren an unseren Schulen engagierten Unterricht machen und jene, die neu eingestellt werden. Grundschullehrkräfte legen bei Kindern wichtige Grundlagen für die weitere Bildungslaufbahn. Ich halte es für richtig, dass wir sie genauso gut bezahlen wie Lehrkräfte an anderen Schularten“, betonte Martin.

Verbeamtete Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit in der Regel in die Besoldungsstufe A 12 eingestuft, tarifbeschäftigte Grundschullehrkräfte in die Entgeltstufe E 11. „Mit der Höhergruppierung in die A 13/E 13 bleibt Mecklenburg-Vorpommern konkurrenzfähig, wenn es darum geht, qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer im Land zu halten und ins Land zu holen. Andere Länder haben sich bereits auf den Weg gemacht und wollen Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen besser bezahlen“, erläuterte die Bildungsministerin. „Grundschullehrkräfte, die sich an unseren Schulen bewerben, werden feststellen, dass sie bald bei uns nicht nur genauso viel verdienen wie anderswo, sondern dass es sich in Mecklenburg-Vorpommern auch sehr gut leben lässt“, so Martin.

Schulpakt für Lehrkräfte und guten Unterricht

Schwerin – Bildungsministerin Bettina Martin hat die Schwerpunkte in ihrem Ressort vorgestellt, die im Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/2021 vorgesehen sind.

„Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung einen besonderen Fokus auf die Bildungspolitik legt“, sagte Ministerin Bettina Martin. „Bildung ist die wichtigste Zukunftsinvestition. Wir erhalten zusätzlich ein 200-Millionen-Euro-Schulpaket, das uns Spielräume in den Schulen eröffnen soll und mit dem wir spürbare Verbesserungen vor Ort in den Schulen erreichen wollen. Oberste Priorität haben dabei die Ausbildung, die Gewinnung und das Halten von Lehrkräften. Denn bis 2030 werden ca. 80 Prozent der Lehrkräfte im Land in den Ruhestand gehen. Hier müssen wir dringend Vorsorge treffen“, so Martin.

Schule

„Alle Grundschullehrkräfte sollen vom Schuljahr 2020/2021 künftig besser bezahlt werden und damit so viel verdienen, wie die Lehrerinnen und Lehrer an anderen Schularten auch. Grundschullehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern sollen künftig mit der A13/E13 vergütet werden. Schulleitungen an Grundschulen sollen ebenfalls mehr Geld erhalten. Die höhere Bezahlung von Grundschullehrkräften ist eine wichtige Wertschätzung ihrer Arbeit. Dies ist wichtig, weil die Grundlagen, die die Pädagoginnen und Pädagogen bei den Kindern in der Grundschule legen, wichtige Grundlagen für die weitere Bildungslaufbahn sind. Außerdem muss Mecklenburg-Vorpommern im Wettbewerb konkurrenzfähig sein, wenn es darum geht, qualifizierte Lehrkräfte im Land zu halten und ins Land zu holen“, erläuterte Martin.

„Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt im 200-Millionen-Euro-Schulpaket sollen Verbesserungen im Lehramtsstudium sein. Wir brauchen mehr Studienplätze, weniger Studienabbrecher und mehr Lehramtsabsolventen, die dann auch an unseren Schulen ihre Arbeit aufnehmen“, betonte die Bildungsministerin. „Einen Fokus legen wir auch auf die beruflichen Schulen, sowohl bei der Ausbildung von Lehrkräften als auch in den Schulen selbst.“

„Für den Schulbau sollen zusätzlich 50 Millionen Euro bereitstehen, um in den Schulbau zu investieren.

Für Schulen, in denen stark verhaltensauffällige Kinder den Unterricht für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte erschweren, wollen wir zusätzliche Unterstützung organisieren.

Bei der Umsetzung der Inklusion in der Schule haben sich die Partner des Inklusionsfriedens im Rahmen der Debatte um das neue Schulgesetz darauf verständigt, sich mehr Zeit zu nehmen. Für Schulen, die sich bereits auf den Weg machen, wollen wir zusätzliche Möglichkeiten schaffen“, sagte die Ministerin.

Wissenschaft und Forschung

„Im Bereich Wissenschaft und Forschung stehen Verbesserungen bei der Lehrerbildung ganz oben auf der Prioritätenliste. Wir wollen auch zusätzliche Studienplätze in den Lehramtsstudiengängen einrichten.

Die Stellenpläne der Hochschulen sollen flexibilisiert werden, um ihnen Spielräume zu eröffnen. Diesen Punkt müssen wir allerdings noch mit den Landtagsfraktionen beraten“, schränkte Martin ein.

„Im Entwurf für den neuen Doppelhaushalt sind darüber hinaus Mittel für die Ansiedlung eines Ocean Technology Centers in Rostock vorgesehen. Das OTC ist als ganzheitliches Zentrum für Unterwassertechnologien gedacht und stellt Forschungsfragen zur Arbeit 4.0 und zur digitalen Unterwassertechnik in den Mittelpunkt. Außerdem unterstützen wir am Standort Neustrelitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt den Aufbau eines Instituts, das sich mit der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung beschäftigt.“

Kultur

„Gute Nachrichten gibt es auch für die Kulturschaffenden. Erstmals soll die Kulturförderung dynamisiert werden. Das heißt, die Kulturfördermittel sollen vom Jahr 2020 an um jährlich 2,5 Prozent erhöht werden. Das wird unsere vielfältige und bunte Kulturszene weiter bereichern und ist ein Signal, wie wichtig der Landesregierung kulturelle Aktivitäten und Projekte sind – nicht nur in den Städten, sondern vor allem im ländlichen Raum“, sagte Martin.

M-V startet in die Sommerferien

Schwerin – Die schönste Zeit des Jahres beginnt: Am Freitag, 28. Juni 2019, starten 150.000 Schülerinnen und Schüler an den 561 allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in die Sommerferien. Vorher erhalten sie ihre Zeugnisse. Erster regulärer Schultag nach den Sommerferien an den allgemein bildenden Schulen ist Montag, 12. August 2019.

„Viele Schülerinnen und Schüler freuen sich auf den letzten Schultag, weil sie dann voller Stolz ein gutes Zeugnis in den Händen halten können. Dazu gratuliere ich herzlich und wünsche allen Schülerinnen und Schülern einen tollen Sommer im Urlaubsdomizil oder zu Hause im schönen Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Gerade auch die Lehrerinnen und Lehrer haben sich eine Erholungspause verdient. Ihnen danke ich für die täglich geleistete Arbeit und das Engagement. Ihnen allen und ihren Familien wünsche ich schöne Ferien und gute Erholung“, so Martin.

Von den insgesamt 4.978 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Abiturprüfungen in diesem Schuljahr haben 4.654 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen und freien Schulen ihr Abitur abgelegt. Dies entspricht einer Quote von 93,5 Prozent (vorläufige Angabe), wie eine Schnellauswertung der diesjährigen Abiturergebnisse ergeben hat.

107 Abiturientinnen und Abiturienten haben das Ausnahmeprädikat 1,0 erhalten. 624 Schülerinnen und Schüler haben das Abitur mit der Prädikatsnote bis 1,5 erreicht. Das sind 13,4 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten. Der Landesdurchschnitt – so die vorläufige Angabe – ist mit 2,3 auf dem Niveau der beiden Vorjahre geblieben.

4.985 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen und freien Regionalen Schulen und Gesamtschulen haben an den Prüfungen zur Mittleren Reife teilgenommen, 4.857 von ihnen haben die Mittlere Reife erlangt, wie die Schnellauswertung weiter ergeben hat. Das ist eine Quote von 97,4 Prozent (vorläufige Angabe). Der Landesdurchschnitt im Jahr 2019 liegt mit 2,6 auf dem Niveau der beiden Vorjahre. Sieben Schülerinnen bzw. Schüler haben die Mittlere Reife mit dem Prädikat 1,0 erreicht.

„Ich freue mich besonders, dass so viele Jugendliche die Prüfungen zur Mittleren Reife so gut bestanden haben. Das ist ein guter Start ins Berufsleben“, sagte Bildungsministerin Martin. „Viele Jugendlichen wissen schon, wo sie eine Ausbildung beginnen. Alle, die sich noch nicht entschieden haben, haben gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch viele freie Ausbildungsplätze. Nutzen Sie die Ferien um sich auf dem Ausbildungsmarkt umzuschauen!“, warb Martin.

Kinder und Jugendliche, bei denen das Schuljahr nicht so gut verlaufen ist und die Sorgen haben, mit ihrem Zeugnis nach Hause zu gehen, können sich an eine Lehrerin oder an einen Lehrer ihres Vertrauens wenden. Beratung und Hilfe für Schülerinnen, Schüler und Eltern bieten die Staatlichen Schulämter an den Zeugnistelefonen an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung sind am Tag der Zeugnisausgabe von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgenden Nummern erreichbar:

Staatliches Schulamt Greifswald
Telefon: 0172 7010238

Staatliches Schulamt Neubrandenburg
Telefon: 0395 380-78330

Staatliches Schulamt Rostock
Telefon: 0381 7000-78465

Staatliches Schulamt Schwerin
Telefon: 0385 588-78184

Erweiterung der Eggesiner Grundschule

Eggesin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute einen Zuwendungsbescheid für die Erweiterung der Grundschule Eggesin an die Stadt übergeben. In das Projekt, das rund 1.387.000 Euro kostet, fließen knapp 951.000 Euro EU-Mittel und 83.000 Euro aus einer Sonderbedarfszuweisung des Landes. Die Stadt hat insgesamt Eigenmittel in Höhe von etwa 344.000 Euro in ihren Haushalt eingestellt.

„Wir investieren in die Köpfe. Dazu gehören neben einem qualitativ hervorragenden Unterricht auch moderne Schulgebäude. Beides kommt in der Eggesiner Grundschule künftig zusammen“, freute sich Dahlemann. Er lobte das Lehrerkollegium und die Atmosphäre an der Schule: „In dieser inklusiven Grundschule wird Großartiges geleistet. Man kann spüren, dass das Lernen und Lehren hier Spaß macht und ein freundlicher und kameradschaftlicher Umgang an der Tagesordnung sind. Vor dem Hintergrund der großen Investition wird das Schuljahresabschlussfest am Freitag bestimmt ein ganz besonders toller Start in die Sommerferien.“

Gegenwärtig besteht die Schule aus zwei Gebäuden sowie einer Sporthalle. Im Erweiterungsbau sind zwei Klassenräume, ein Werkraum, ein Mehrzweckraum, WC-Räume und ein Pausen- und Aufenthaltsraum mit Zugang zum Schulhof geplant. Zwischen dem Bestandsgebäude und dem neuen wird ein Verbindungsgebäude errichtet. Darüber hinaus wird die Akustik in den Bestandgebäuden verbessert. Die Investition soll Ende 2020 abgeschlossen sein. In der Grundschule Eggesin werden 170 Schülerinnen und Schüler leistungsorientiert mit künstlerischer, sportlicher und musikalischer Ausrichtung unterrichtet.

Die Landesregierung wird in dieser Wahlperiode 325 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung von Schulen investieren. Mit diesen Mitteln sollen 129 Schul­bau­projekte finanziert werden. Zusammen mit den Eigen­anteilen der Schul­träger ergibt sich so eine Investitions­summe von mehr als einer halben Milliarde Euro in moderne Schulgebäude.

Realschule in Woldegk wird saniert

Woldegk – Einen Förderbescheid in Höhe von rund 770.000 Euro hat Mecklenburg-Vorpommerns Minister für die ländlichen Räume, Dr. Till Backhaus, heute für die Teilsanierung der Wilhelm-Höcker-Schule in Woldegk an den Bürgermeister Dr. Ernst-Jürgen Lode und Schulleiter Christian Marg übergeben.

Die geplanten Sanierungsarbeiten werden im Haus 1 der Regionalschule mit Grundschule durchgeführt, in dem sich die Räumlichkeiten der Realschule befinden. „Wegen der Vielzahl von Mängeln ist der Schulbetrieb nicht mehr bedarfsgerecht, zeitgemäß und von unzureichender Qualität durchführbar. Hier musste dringend etwas getan werden“, betonte Backhaus.

„Mit der Sanierung wollen wir nicht nur die Lern- und Arbeits­bedingungen an der Schule nachhaltig verbessern, sondern gleichzeitig auch den Schulstandort Woldegk langfristig sichern“, bekräftigte der Minister. Gute Schulen und Kitas seien eine unverzichtbare Investition in die Zukunft des Landes und zentrale Voraussetzung, um den ländlichen Raum gerade für junge Familien wieder attrak­tiver zu gestalten und so einer weiteren Abwanderung entgegenzuwirken.

Bis April 2020 soll die grundhafte Instandsetzung des Schulgebäudes abgeschlossen werden. Die Kosten der geplanten Sanierungsarbeiten betragen rund 1,0 Mio. Euro. Sie werden zu 75 Prozent mit Mitteln des Bundes aus dem Sonderrahmenplan für den Förderbereich der integrierten ländlichen Entwicklung gefördert, so dass für die Stadt Woldegk ein Eigenanteil von rund 250.000 Euro verbleibt.