Plätze für das Referendariat an Schulen ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Wir bieten im Norden die besten Chancen auf einen Referendariatsplatz

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. April 2019 weitere Referendarinnen und Referendare an den Schulen ein. Für das Lehramtsreferendariat hat das Land jetzt mindestens 83 Plätze im Karriereportal für den Schuldienst unter www.Lehrer-in-MV.de ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist Dienstag, 11. Dezember 2018. Online-Bewerbungen sind möglich. Das Referendariat dauert 18 Monate. Alle Stellen, die zum 1. Februar 2019 nicht besetzt werden können, stehen zum 1. April 2019 zusätzlich zur Verfügung. Beide Einstellungsverfahren laufen nahezu parallel.

„Vom Jahr 2019 an wird es in Mecklenburg-Vorpommern vier Einstellungstermine für das Referendariat geben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir bieten im Norden damit die besten Chancen auf einen Referendariatsplatz. Vier Einstellungstermine gibt es in keinem anderen norddeutschen Bundesland. Unser Ziel ist es, die Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen an unseren Hochschulen im Land zu halten und ihnen einen nahtlosen Übergang von der Hochschule ins Referendariat zu ermöglichen“, betonte Hesse.

Die 83 Plätze für das Referendariat an staatlichen Schulen verteilen sich auf das Lehramt an Grundschulen, an Regionalen Schulen, an Gymnasien, an beruflichen Schulen sowie auf das Lehramt für Sonderpädagogik. Einen besonderen Bedarf an den allgemein bildenden Schulen gibt es in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Physik, Mathematik, Kunst und Gestaltung, Musik sowie Evangelische Religion. Die Ausschreibung für das Referendariat an beruflichen Schulen richtet sich auch an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit einem Hochschulabschluss in den Fachrichtungen Gesundheit und Pflege, Sozialwissenschaften/Sozialpädagogik.

„Mecklenburg-Vorpommern hat einen großen Bedarf an ausgebildeten Lehrkräften“, bekräftige Bildungsministerin Hesse. „Mit vier Einstellungsterminen können sich Lehramtsabsolventinnen und -absolventen oder Bewerberinnen und Bewerber mit vergleichbaren Abschlüssen praktisch das ganze Jahr über um ein Referendariat bewerben. Allen Bewerberinnen und Bewerbern für das Lehramt an Grundschulen, Regionalen Schulen, für Sonderpädagogik und an beruflichen Schulen, deren Bewerbungsunterlagen zulassungsfähig sind, bieten wir einen Referendariatsplatz an. Lediglich beim Lehramt an Gymnasien wird es weiterhin ein Auswahlverfahren geben“, erläuterte Hesse.

Die vier Einstellungstermine für ein Referendariat sind der 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober eines jeden Jahres.

Drese zum Jugendbeteiligungsfonds: Wir setzen auf attraktive digitale Angebote

Güstrow – „Die Jugend von heute ist weder politisch desinteressiert noch gesellschaftlich unengagiert. Aber viele Beteiligungsangebote sind für junge Menschen nicht attraktiv. Deshalb wollen wir neue, digitale Wege für mehr Mitwirkung gehen, die mit Offline-Angeboten verknüpft werden.“ Sozialministerin Stefanie Drese stelle heute in Güstrow Grundzüge des neuen Jugendbeteiligungsfonds vor.

Mit dem Fonds in Höhe von 100.000 Euro jährlich sollen bessere Beteiligungsmöglichkeiten für junge Leute im gesamten Land geschaffen werden. „Gerade Jugendliche im ländlichen Raum sind allein schon räumlich häufig abgehängt. Wir setzen deshalb vor allem auf attraktive digitale Angebote, um Jugendliche zu ermuntern, sich für ihre Belange zu engagieren und selbst aktiv zu werden“, betonte Drese bei der Auftaktveranstaltung zum Jugendbeteiligungsfonds.

Als erster Schritt wird derzeit eine sogenannte Landing-Page, als Plattform für digitale Partizipationsmöglichkeiten erstellt. Auf dieser werden nicht nur digitale Tools zur Verfügung gestellt, sondern auch bedarfsgerechte, MV-spezifische Anwendungen erarbeitet.

Drese: „Darüber hinaus wird derzeit eine Beteiligungslandkarte durch den Landesjugendring gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Diese soll Heranwachsende dabei unterstützen, Informationen und Beteiligungsangebote zu erhalten. Dabei geht es etwa um Möglichkeiten, wo man sich engagieren kann oder auch die Chance, sich mit eigenen Interessen und Ideen in der Gesellschaft einzubringen.“

Auch eine Online-Weiterbildung für alle Fachkräfte und Interessierten zum Thema digitale Jugendbeteiligung wird ab Anfang kommenden Jahres angeboten. „Sie wird Fachkräfte aus allen Bereichen der Jugendbeteiligung unterstützen auch digitale Methoden und Tools zielgerichtet für Beteiligungsverfahren einsetzen zu können“, sagte Drese.

Internationalisierung der Hochschulen

Ministerin Hesse: Forschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will die Zahl der Studierenden aus dem Ausland an den Universitäten und Fachhochschulen erhöhen. Für das Studierendenmarketing stellt das Land in dieser Legislaturperiode bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Bei der Einrichtung von weiteren Double-Degree-Studiengängen plant das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Hochschulen mit 500.000 Euro zu unterstützen. Beim Double Degree erreichen Studierende durch das parallele Studium an zwei akademischen Einrichtungen zwei akademische Grade.

„Forschung und Lehre machen nicht an nationalen Grenzen halt, sondern sind international ausgerichtet“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Durch den fortschreitenden demografischen Wandel werden unsere Hochschulen künftig verstärkt auf junge Menschen aus dem Ausland angewiesen sein, wenn sie ihre Studierendenzahlen halten wollen. Die Internationalisierung ist eine große Herausforderung, aber sie bietet auch große Chancen. Dabei wollen wir unsere Hochschulen unterstützten“, sagte Hesse.

Double-Degree-Studiengänge sind in der Regel bilingual. Das unterscheidet sie von rein oder überwiegend englischsprachigen Studiengängen. An der Universität Rostock ist zum Beispiel ein Double Degree im Studiengang „Business Information Systems“ in Kooperation mit der Universität St. Petersburg möglich. Die Hochschule Neubrandenburg kooperiert mit der Universität Concepción del Uruguay im Studiengang „Nachhaltiges Landwirtschaftliches Produktionsmanagement“. Die Hochschule Stralsund bietet beispielsweise ein Double Degree in „International Management Studies in the Baltic Sea Region“ gemeinsam mit mehreren Hochschulen im Ostseeraum an.

Beim Studierendenmarketing ist vorgesehen, dass die Hochschulen ihre Werbeaktivitäten im Ausland verstärken. Im Fokus stehen dabei künftige Studierende, die in der Ostseeregion und in Mittel- und Osteuropa leben. Durch gemeinsam abgestimmte Akzente soll zudem die Hochschulmarketingkampagne „Studieren mit Meerwert“, die den Studienstandort Mecklenburg-Vorpommern bewirbt, internationaler ausgerichtet werden. Für die Anwerbung von ausländischen Studierenden und ausländischem Lehrpersonal für die Hochschulen liegt ein entsprechender Landtagsbeschluss vor.

Bundesweiter Vorlesetag

Backhaus als „Waldbotschafter“ in Vellahn

Vellahn – Können Bäume sprechen? Wovor haben Bäume Angst? Wie hält sich ein Baum fest? Was machen Bäume nachts? – Diese und weitere Fragen stellt und beantwortet das Buch „Hörst Du, wie die Bäume sprechen?“, aus dem der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus am Freitag, dem 16. November 2018, ab 8.45 Uhr, für Kindern der 1. bis 4. Klasse der Dr.-Friedrich-Chrysander-Schule Vellahn liest.

Anlass gibt der 15. bundesweite Vorlesetag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Natur und Umwelt“ steht.

„Als Umweltminister freue ich mich ganz besonders über das diesjährige Motto und bin gerne bei der Aktion dabei. Bücher können uns auf wunderbare Reisen mitnehmen. Lesen beflügelt die Phantasie und erweitert den Horizont. Zudem ist Vorlesen ein verbindendes Gemeinschaftserlebnis. Wenn ich als Forstminister, den Kinder dabei auch noch Lust auf den Wald und Abenteuer in der Natur machen kann, dann ist das eine gute Sache“, betonte der Minister.

Grabower Grundschule bekommt 2.150 Euro für neuen Schulgarten

Grabow – Am Freitag, dem 16. November 2018, um 11.30 Uhr, übergibt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2.150 Euro an die Grabower Grundschule „Eldekinder“ für die Gestaltung eines Schulgartens. Mit dem Geld sollen ein Teich und eine Kräuterspirale angelegt werden, sowie neue Gießkannen und Spaten angeschafft werden.

„Jeder Cent, den wir hier investieren, ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft unserer Kinder. Denn im Schulgartenunterricht geht es längst nicht nur ums Gärtnern. Natur- und Umweltbildung, gesunde Ernährung, Wertschätzung für Lebensmittel, aber auch körperliche Betätigung und handwerkliche Arbeit – für all diese Themen ist der Schulgarten ein hervorragender Lernort“, betont Backhaus im Vorfeld der Förderbescheidübergabe.

Bereits 2016 hatte der Minister einen Schulgartenwettbewerb ausgelobt und war begeistert von dem Ansturm der insgesamt 150 Schulen und Kitas: „Im Ergebnis haben wir eine Förderrichtlinie aufgelegt, die es uns ermöglicht, bis 2021 weitere Schulen zu unterstürzen. Dafür stehen insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung“, erläutert er.

Die Schule beteiligt sich zudem an der „GemüseAckerdemie“, einem mehrfach ausgezeichneten, bundesweitem Bildungsprogramm in Trägerschaft des Potsdamer Vereins „Ackerdemia“. Dem Verein geht es darum, dass möglichst jede Schule einen Lernort in der Natur hat, an dem Kinder und Jugendliche erleben, lernen und erfahren, wo Lebensmittel herkommen und wie diese angebaut werden.

„Das ist ungemein wichtig, denn in der heutigen Zeit haben nur noch wenige Kinder und Jugendliche einen wirklichen Bezug zur Natur und zur Landwirtschaft“, weiß der Minister.

Im Rahmen der Förderung des ländlichen Raums das Backhaus-Ressort seit 2007 allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim fast 12.000 Fördervorhaben mit rund 276 Millionen Euro unterstützt. Darunter sind unter anderem 542 Förderprojekte an Schulen, Kitas und Dorfgemeinschaftshäuser, die mit knapp 89 Millionen Euro gefördert wurden.

Davon haben auch die Stadt und das Amt Grabow profitiert. Hier wurden 23 Fördervorhaben (ILERL und LEADER) mit insgesamt rund 4,2 Millionen Euro unterstützt. Damit konnten Investitionen in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro realisiert werden.

„Investitionen wie diese und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stärken den gemeinschaftlichen Zusammenhalt und bilden damit das Fundament für die Zukunft des ländlichen Raumes“, so Backhaus abschließend.

Rahmenplangeneration 2015 für die gymnasiale Oberstufe erhält Zuwachs

Ministerin Hesse: Rahmenpläne sind die Basis für guten Unterricht

Schwerin – Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe sollen künftig nach neuen Rahmenplänen lernen. Die Einführung von Grund- und Leistungskursen macht es erforderlich, die Rahmenpläne für alle allgemein bildenden Fächer in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe – die bisherigen Kerncurricula – zu erneuern. Vom Schuljahr 2019/2020 an können bis auf Darstellendes Spiel prinzipiell alle Fächer in beiden Niveaustufen unterrichtet werden. Die Fächerinhalte für Grund- und Leistungskurse sollen nach dem Modell der 2015 in Kraft gesetzten Oberstufenrahmenpläne für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik festgelegt werden.

„Rahmenpläne sind die Basis für guten Unterricht“, erklärte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Unsere bisherigen Rahmenpläne, die Kerncurricula, sind in die Jahre gekommen. Der Rahmen, was Schülerinnen und Schüler lernen sollen, muss von Zeit zu Zeit neu abgesteckt werden. Wir müssen jedoch darauf achten, dass wir die neuen Rahmenpläne für die Leistungskurse nicht mit Inhalten überfrachten. Wir wollen eine Stofffülle vermeiden, damit den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zur Verfügung steht, das Gelernte zu verstehen und zu festigen“, sagte Hesse.

Anders als die überarbeiteten Rahmenpläne für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik stammen die Kerncurricula der übrigen 21 Fächer fast alle aus dem Jahr 2006. Sie treffen keine Aussagen zur Behandlungstiefe oder zur Behandlungsdauer der Inhalte und nehmen nur in geringem Umfang eine inhaltliche Differenzierung für Grund- und Leistungskurse vor. Damit bieten sie den Lehrerinnen und Lehrern kaum Unterstützung für die Unterrichtsplanung. Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums hat neben den bereits bestehenden Rahmenplankommissionen 21 neue Teams für die Überarbeitung berufen, in denen insgesamt 80 erfahrene Lehrerinnen und Lehrer mitwirken.

„Die neuen Rahmenpläne sollen Unterrichtsinhalte konkret und verbindlich festlegen. Damit erhöhen wir die Vergleichbarkeit, lassen den Schulen aber dennoch genügend Freiraum für die Unterrichtsgestaltung. Bei den neuen Rahmenplänen wird es auch darauf ankommen, Querschnittsthemen wie die Digitalen Kompetenzen zu berücksichtigen“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Rahmenpläne zu schreiben, ist eine anspruchsvolle Aufgabe und nimmt viel Zeit in Anspruch. Deswegen danke ich allen Lehrerinnen und Lehrern, die uns bei dieser großen Herausforderung unterstützen“, so Hesse.

Beraten werden die Kommissionen durch die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bildungsministerium befindet sich auch im Austausch mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung an der Universität Rostock. In den Religionsfächern werden die Kommissionen zudem durch Vertreterinnen und Vertreter der Nordkirche sowie der Erzbistümer Hamburg und Berlin ergänzt, die gemäß schulgesetzlichem Auftrag an der Erarbeitung der Rahmenpläne mitwirken. Die neuen Rahmenpläne sollen voraussichtlich zum Ende des Schuljahres 2018/2019 veröffentlicht werden.

Neben den Rahmenplänen für die Fächer der gymnasialen Oberstufe werden die Rahmenpläne für die Sekundarstufe I in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik und die Rahmenpläne für Deutsch und Sachunterricht in der Grundschule überarbeitet. Sie sollen in Form eines Fachforums auf der Winterakademie des Instituts für Qualitätsentwicklung Lehrerinnen und Lehrern erstmals vorgestellt werden.

Polizeischüler vereidigt

Güstrow – Innenminister Lorenz Caffier hat heute in der Sport- und Kongresshalle in Güstrow 340 angehende Polizistinnen und Polizisten vereidigt, darunter auch vier Mitglieder der Sportfördergruppe der Landespolizei.

„Die Leistung des Eides soll Ihnen besonders die Verantwortung, die Sie nun übernehmen, bewusst machen“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Sie versprechen damit vor aller Öffentlichkeit, dass Sie in besonderer Weise für den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung eintreten werden. Es versteht sich von selbst, dass sich für Polizisten als Inhaber des staatlichen Gewaltmonopols jeglicher politischer oder religiöser Extremismus verbietet.“

186 der heute vereidigten Anwärter haben ihre zweijährige Ausbildung in der Laufbahngruppe 1 zweites Einstiegsamt (ehemaliger mittlerer Dienst) bereits im September begonnen. Nach den vier Auszubildenden der Sportfördergruppe, die ebenfalls im September ihren Dienst bei der Landespolizei antraten, haben seit dem ersten Oktober 148 Polizeianwärterinnen und –anwärter als Fachhochschulstudenten das dreijährige Studium in der Kommissarslaufbahn begonnen.

Die jungen Polizeischüler haben sich in einem Auswahlverfahren unter 1.821 Bewerberinnen und Bewerbern als die Besten im Sinne von Teamfähigkeit, Leistung, Wissen und Flexibilität durchgesetzt.

„Sie sind das Symbol eines Paradigmenwechsels. Nie zuvor war ein Ausbildungsjahrgang in der Geschichte unseres Bundeslandes größer, nie zuvor haben wir so viel Nachwuchs eingestellt“, macht Innenminister Lorenz Caffier ins einem Grußwort deutlich.

Mit dem Pakt für Sicherheit hat die Landesregierung sich dazu entschlossen, die Personalstärke der Landespolizei bis zum Jahr 2021 auf 6.200, also um 400 Planstellen, zu erhöhen. Somit werden auch in den nächsten Jahren mit den neuen Einstellungen nicht nur die Altersabgänge ausgeglichen und jeder pensionierte Polizist durch einen jungen Anwärter ersetzt sondern auch zusätzlich Anwärterinnen und Anwärter für den Dienst in der Landespolizei eingestellt.

Innenminister Caffier wies in seiner Rede aber auch darauf hin, dass es für die Polizistinnen und Polzisten im Land nicht immer einfach sein wird, die ihnen übertragenen Aufgaben zu bewältigen: „Der Polizeiberuf ist mit Gefahren verbunden wie kaum ein anderer. Gewalt und Gewaltbereitschaft begegnen uns täglich. Immer wieder wird zu Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten aufgerufen oder diese ausgeübt, ob durch politische Extremisten oder Fußball-Hooligans. Gewalt ist ein Problem unserer Gesellschaft, nicht nur für die Polizei. Als Polizistinnen und Polizisten können Sie Gewaltkriminalität bekämpfen, aber damit können Sie Gewalt in unserer Gesellschaft nicht beseitigen, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Grünes Licht von der EU

Forschungs- und Entwicklungsförderung wird aufgestockt

Schwerin – Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation wird aufgestockt. „Brüssel hat uns grünes Licht hierfür gegeben. Mit der vorliegenden Genehmigung werden weitere 50 Millionen Euro Mittel für die Forschungs- und Entwicklungsförderung (FuEuI-Förderung) bereitgestellt. Wir wollen mit der Unterstützung die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter ausbauen. Wichtig ist, dass mit der Technologieförderung mehr marktfähige Produkte entstehen, die international wettbewerbsfähig sind. Dies schafft auch mehr zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

Für die EU Förderperiode 2014 bis 2020 wurden im Operationellen Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) des Landes Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an finanzielle Mittel in Höhe von 168 Millionen Euro für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung gestellt. „Die Möglichkeiten der FuEuI-Förderung werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen, so dass Mitte 2018 bereits ein sehr großer Teil der geplanten Mittel schon gebunden war. Mit den weiteren 50 Millionen Euro stehen insgesamt rund 218 Millionen Euro aus dem EFRE für unseren Technologieförderschwerpunkt zur Verfügung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Seit Inkrafttreten der FuEuI-Richtlinie im Mai 2015 wurden insgesamt 310 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 117 Millionen Euro unterstützt. Davon allein 173 Verbundprojekte, also Projekte von Unternehmen und Hochschulen, mit 83,7 Millionen Euro. „Mit den nun zusätzlichen Mitteln können die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der FuEuI-Richtlinie erweitert werden“, sagte Glawe.

Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, jedoch max. mit 200.000 Euro, gefördert. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden.

Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. „Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Praxis überführt werden“, so Glawe.

Weiterhin hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen.

„Ziel ist es, jungen innovativen Technologieunternehmen und Existenzgründern im Land Risikokapital zur Verfügung zu stellen und damit die bestehenden Möglichkeiten bei der Frühphasenfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Finanziert werden alle Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung.

Rekord: 281 Jungmeister des Handwerks

Greifswald – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Freitag Absolventen der Meisterausbildung sowie verdienstvolle Handwerker der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Greifswald ausgezeichnet. „Das ist ein Rekord – insgesamt 281 Jungmeister haben im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern ihre Abschlussprüfung erfolgreich absolviert. Diese Entwicklung macht uns Mut. Unser Handwerk im Land ist ein prosperierender Wirtschaftszweig, der engagierten, wissenshungrigen Menschen attraktive Berufschancen bietet. Jetzt müssen wir darauf hinarbeiten, dass aus den Meistern viele Unternehmensgründer und Betriebsübernehmer werden, um den aktuell massiven Generationenwechsel im Handwerk erfolgreich zu bewältigen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Bis 2025 erwarten allein die Industrie- und Handelskammern für Mecklenburg-Vorpommern etwa 10.000 Unternehmen, die aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. „Der komplexe Bereich der Unternehmensübergabe stellt manchen Unternehmer vor große Hürden. Um Arbeitsplätze und Fachkompetenz zu erhalten, dürfen wir die Betriebe in diesen existentiellen Situationen nicht allein lassen. Deshalb unterstützen wir Meister, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, beispielsweise über die Übernahme eines bestehenden, gut eingeführten Unternehmens“, hob Rudolph hervor.

Unter der Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern hat das Wirtschaftsministerium das Projekt „Nachfolgezentrale MV“ gestartet, um beim Handwerk und dem Mittelstand für die Nachfolgeproblematik zu sensibilisieren und praxisnahe Hilfen für den Nachfolgeprozess zu bieten. Die Bürgschaftsbank unterstützt bei der Suche nach einem Nachfolger, legt die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Unternehmensübergabe dar, moderiert Gespräche, hilft bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes, stellt ein umfangreiches Beratungsangebot zur Verfügung, ermittelt den Qualifizierungsbedarf des Übernehmers und berät unter Hinzuziehung von Spezialisten zu vertiefenden Fragen. Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt in Höhe von bis zu 500.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF). Zudem beteiligen sich die drei Industrie- und Handelskammern sowie die Bürgschaftsbank finanziell an dem Projekt, die Handwerkskammern unterstützen ideell.

Als weiteren Anreiz erhalten Handwerksmeister, die erstmals eine Existenz gründen und dabei einen bestehenden Betrieb übernehmen, eine einmalige, nicht rückzahlbare Zuwendung in Höhe von 7.500 Euro – die „Meisterprämie“. 186 Jungunternehmer haben die Förderung seit 2011 genutzt. „Die Meisterprämie ist ein Zuschuss, um die ersten Schritte in die Selbständigkeit zu erleichtern“, sagte Rudolph.

Meisterbrief steht für Spitzenqualifikation – Absolventen sind Fachkräfte, die für mehr Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern hart arbeiten und unverzichtbar sind

Im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 281 Handwerker in zwölf Berufen ihre Meisterausbildung abgeschlossen, unter anderem in den Gewerken Kraftfahrzeugtechniker (97 Absolventen), Elektrotechniker (37) und Metallbauer (31). Darunter waren 23 Meisterinnen (21 Friseurinnen, eine Maler- und Lackiererin sowie eine Tischlerin). „Der Meisterbrief ist eine Spitzenqualifikation. Er steht für hochwertige Qualität im Handwerk, wirtschaftliche Solidität und engagierte Ausbildung. Absolventen sind Fachkräfte, die für mehr Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern hart arbeiten und unverzichtbar sind. Mit den Absolventen gewinnen wir Fachkräfte, die den Wirtschaftszweig Handwerk weiter voranbringen werden“, sagte Rudolph abschließend.

Neben den Jungmeistern wurden auch verdienstvolle Handwerker geehrt. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph überreichte den Jungmeister-Preis der INTER-Versicherung an Elektrotechnikmeister Reiko Stargardt aus Prenzlau, der als bester Absolvent seine Prüfung ablegte. Die Ehrennadel in Gold für besonderes Engagement im Handwerk erhielt die Diplom-Agraringenieurin Petra Behrens, Geschäftsführerin und Inhaberin der Medow-Bau und Vertriebs-GmbH (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Mit der Ehrennadel in Silber wurden ausgezeichnet: Elektrotechnikermeister Michael Bruhn, VE-Meister Landtechnik Eberhard Mahnke, Ingenieur SHK-Handwerk Jürgen Nehls, Maler- und Lackierermeister Roberto Nehring, Zahntechnik-Meisterin Irmgard Rautenberg und der Elektrotechnikermeister Erhard Schöpf.

In den 12.390 Betrieben der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern arbeiten rund 62.520 Beschäftigte. Etwa 3.200 Jugendliche durchlaufen derzeit eine handwerkliche Ausbildung. In ganz Mecklenburg-Vorpommern sind bei den Handwerkskammern derzeit über 20.200 Betriebe verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 5.061 Lehrlinge. Es wird ein jährlicher Umsatz in Höhe von 9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa 10 Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden.

Schuljahr 2017/2018: Unterrichtsausfall auf nahezu konstantem Niveau

Ministerin Hesse: Vertretungsunterricht ist allemal besser als Unterrichtsausfall

Schwerin – An den staatlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/2018 insgesamt auf niedrigem Niveau geblieben. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Unterrichtsausfall und zum Vertretungsunterricht hervor. Der Unterrichtsausfall bezogen auf das Stundensoll und ohne elementare Ereignisse lag im Schuljahr 2017/2018 bei 2,4 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit elf Schuljahren schwankt der Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen lediglich minimal.

„Die Statistik mit den landesweiten Durchschnittswerten bietet keinen Anlass zum Jubeln“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Dennoch können wir froh darüber sein, dass bei gewachsenem Lehrerbedarf der Unterrichtsausfall nicht weiter gestiegen ist. Ich weiß, dass die Situation von Schule zu Schule sehr unterschiedlich sein kann. Ich habe Verständnis für Eltern, die unzufrieden sind, weil an der Schule ihres Kindes besonders viel Unterricht ausgefallen ist. Vertretungsunterricht ist nicht optimal, aber allemal besser als Unterrichtsausfall“, betonte die Ministerin. An allgemein bildenden Schulen stieg der Anteil der zur Vertretung angefallenen Unterrichtsstunden bezogen auf das Stundensoll im vergangenen Schuljahr um 0,6 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent.

An den staatlichen beruflichen Schulen ist der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/2018 leicht gestiegen, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Der Ausfall ohne elementare Ereignisse erreichte einen Anteil von 6,4 Prozent bezogen auf das Stundensoll laut Stundentafel. Im Schuljahr 2016/2017 lag dieser Anteil bei 6 Prozent.

„Der häufigste Grund für den Unterrichtsausfall ist die Erkrankung von Lehrkräften“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schulleiterinnen und Schulleiter stellt das vor große Herausforderungen. Ein Budget von Vertretungsstunden für jede Schule macht aber keinen Sinn, weil der Ausfall nicht gleichmäßig über die Schulen verteilt ist. Wichtigstes Ziel bleibt es, viele ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. Wir müssen erreichen, dass mehr junge Menschen ihr Lehramtsstudium abschließen. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Universitäten. Anders geht es auch gar nicht“, sagte Hesse.

Der vollständige Bericht zum Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht enthält genaue Angaben zur Häufigkeit fachbezogener Stillarbeit und gibt Auskunft über Zusammenlegungen von Klassen und Kursen sowie über weitere Maßnahmen zur Absicherung des Unterrichts. Der Bericht ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar.

Mentoringprogramm für Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen

Schwerin – 130 junge Frauen an beiden Universitäten Mecklenburg-Vorpommerns wurden in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des ESF-finanzierten Landesprogramms KarriereWegeMentoring in der Wissenschaft auf ihrem Weg zur Führungskraft begleitet und betreut.

„Auf diese hohe Zahl sind wir sehr stolz. Dadurch gelingt es uns, deutliche Effekte zur Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftssystem zu erzielen und den Aufstieg von mehr Frauen in Führungspositionen zu unterstützen“, betonte der Staatssekretär im Gleichstellungsministerium, Nikolaus Voss, bei der Abschlussveranstaltung des Mentoringprogramms Wissenschaft in Greifswald.

Seit Januar 2012 wurde das Programm insgesamt mit circa 1,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Das Mentoring erstreckte sich über drei unterschiedlich ausgestaltete Förderphasen (2012-2013, 2014-2015, 2016-2018).

„Das Mentoringprogramm ist kein Allheilmittel zur Beseitigung aller bestehenden Ungerechtigkeiten“, so Voss. „Es ist aber ein qualitativ und quantitativ sehr erfolgreiches Projekt.“ So führen etwa 89 Prozent aus dem Doktorandinnen-Programm Lerneffekte und Karriereschritte auf ihre Teilnahme am Mentoring zurück. Viele junge Frauen berichten, dass sie ihr gesamtes Berufsleben von den Erfahrungen und Kontakten profitieren werden.

Voss: „Mentoring trägt auf diese Weise als besonders effektives Personalentwicklungsinstrument dazu bei, den ewigen Kreislauf einer stetigen Abnahme von Frauen mit zunehmender wissenschaftlicher Qualifikation entgegenzuwirken und exzellente Nachwuchskräfte für die Wissenschaft zu gewinnen und zu halten.“

Aufgrund der sehr guten Projektergebnisse konnte Staatsekretär Voss eine Fortführung des Projekts zusagen. Die Universitäten Greifswald und Rostock erhalten im Zeitraum 2019-2021 insgesamt 1,1 Millionen Euro. „Ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen im Wissenschaftsbereich“, betonte Voss für die Landesregierung.

Freie Stellen im Schuldienst zum zweiten Schulhalbjahr ausgeschrieben

Ministerin Hesse: An unseren Schulen erfolgt ein Generationswechsel

Schwerin – „Sei meine Lehrer/in, wenn du das Meer im Blick hast“ – mit diesem Slogan macht das Land derzeit auf 159 freie Stellen an den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen aufmerksam. Diese unbefristeten Stellen mit Dienstbeginn am Freitag, 1. Februar 2019, sind im Karriereportal für den Schuldienst unter www.lehrer-in-mv.de ausgeschrieben. Bis zum Sonnabend, 24. November 2018 (Poststempel), müssen die erforderlichen Bewerbungsunterlagen bei den jeweiligen Schulen eingegangen sein. Online-Bewerbungen sind ebenfalls möglich.

„An unseren Schulen erfolgt ein Generationswechsel“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mecklenburg-Vorpommern hat daher einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften. Wir freuen uns über jede Bewerbung und bieten unseren Lehrerinnen und Lehrern auch etwas: ein gutes Gehalt, einen sicheren Arbeitsplatz und eine schöne Umgebung, in der sie leben und arbeiten werden. Lehrerinnen und Lehrer können sich bei uns ihre Wunschschule aussuchen, da sie sich an der jeweiligen Schule bewerben. Wer die Chancen auf eine Einstellung in Mecklenburg-Vorpommern erhöhen will, bewirbt sich am besten gleich an mehreren Schulen“, warb Hesse.

Zum zweiten Halbjahr des Schuljahres 2018/2019 bietet das Land 53 freie Stellen an Grundschulen, 52 freie Stellen an Regionalen Schulen, 26 freie Stellen an Gesamtschulen, 17 freie Stellen an Gymnasien, acht freie Stellen an Förderschulen und drei freie Stellen an beruflichen Schulen mit unterschiedlichen Fächerkombinationen an. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur macht im Rahmen der Lehrerwerbekampagne auf das Stellenangebot aufmerksam.

„Ein Blick in unser Karriereportal für den Schuldienst lohnt sich“, so Bildungsministerin Birgit Hesse. „Interessierte Bewerberinnen und Bewerber, die keine passende Stelle gefunden haben, können den Stellenalarm aktivieren. Mecklenburg-Vorpommern schreibt das ganze Jahr über Stellen aus. Dies ist möglich, weil wir Stellenausschreibungen vorziehen können, wenn absehbar ist, dass eine Lehrerin oder ein Lehrer in den Ruhestand geht. Wir betreiben damit im Schulbereich eine strategische Personalplanung. Das unterscheidet unsere Einstellungspraxis von anderen Ländern“, betonte Hesse.

Backhaus: Perspektiven für junge Leute im ländlichen Raum schaffen

Neubrandenburg – Ab 2019 wird es an der Hochschule Neubrandenburg eine Fortbildung zum „Dorfmoderator“ geben. „Auf diese Weise sollen aktive jüngere wie ältere Menschen für den Dialog in ihren Dörfern fit gemacht werden“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute Nachmittag auf einer Diskussionsrunde während der Jahreskonferenz 2018 des Forum MV mit dem Titel „Ohne Jugend hat M-V keine Zukunft“.

Zudem werde es einen Wettbewerb der Kommunen geben, dessen Ziel das „Digitale Dorf“ als Softwarelösung zur Unterstützung des täglichen Miteinanders im Land ist, berichtete der Minister weiter.

Hintergrund für diese Pläne ist die Auswertung demografischer Untersuchungen in acht Landkreisen aus dem Jahr 2016. „Es gibt viele junge Leute, die gern im ländlichen Raum leben würden, dort aber momentan keine Perspektiven für sich sehen“, so Backhaus.

Die Studienteilnehmer aus Dörfern und Kleinstädten schätzen Natur, Gemeinschaft, Ruhe und Nähe zu Freunden. Kritisiert hatten sie in der Befragung die schlechten Freizeitmöglichkeiten, die mangelhafte Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr und die daraus resultierende Abhängigkeit vom Auto. Außerdem gaben 64 Prozent der Befragten an, dass sie fast keinen Einfluss auf die Politik an ihrem Wohnort haben. 80 Prozent der Befragten glaubten, dass die Politik die Interessen der jungen Menschen nicht ausreichend vertritt.

„Um die jungen Leute auf dem Land zu halten, braucht es gute Berufschancen und gute Löhne, bezahlbaren Wohnraum und Mobilitätsangebote nicht nur im Umfeld der größeren Städte, sondern überall im Land“, sagte Minister Backhaus. Zudem bedürfe es attraktiver Freizeitangebote, besserer Teilhabechancen der Jugendlichen in Vereinen und der Kommunalpolitik sowie der verbesserten digitalen Erreichbarkeit.

„Das ist Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Und es funktioniert oft dort am besten, wo es eine aktive dörfliche Gemeinschaft gibt. Neben der finanziellen Unterstützung durch Land, Bund und EU sind engagierte Menschen aller Altersgruppen vor Ort der Dreh- und Angelpunkt einer funktionierenden Dorfgemeinschaft“, so Backhaus. Die Akteure vor Ort besser zu beraten, zu informieren und zu vernetzen, habe sich das Forum MV zur Aufgabe gemacht. Das Bündnis wird aus dem EPLR-Fonds über das Landwirtschaftsministerium gefördert.

Kulturförderung für Bibliotheken steht auf sicherem Fundament

Ministerin Hesse: Bibliotheken sind wichtige Informations- und Kulturzentren

Rostock – Die Landesförderung von kommunalen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern wird verlässlicher. Das Land und der Landesbibliotheksverband haben heute in Rostock eine Zielvereinbarung für die Jahre 2018 bis 2020 geschlossen, die eine sichere und planbare finanzielle Unterstützung des Landes beim Ankauf von Medien der Bibliotheken und bei der landesweiten Onleihe vorsieht. Kulturministerin Birgit Hesse hat die Vereinbarung beim Landestreffen der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken unterzeichnet. Außerdem haben das Land und die Hansestadt Rostock eine Kooperationsvereinbarung über die Arbeit und die Finanzierung der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken geschlossen.

„Bibliotheken machen Kindern Lust aufs Lesen und zeigen ihnen, was sie zwischen zwei Buchdeckeln entdecken können“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Erwachsene können für eine vergleichsweise geringe Gebühr aus einem großen Bücherangebot ihre Lieblingsbücher wählen. Bibliotheken sind wichtige Informations-, Bildungs- und Kulturzentren. Sie leisten durch Leseförderung und Literaturvermittlung einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung. Seit Längerem hat der Landesbibliotheksverband den Wunsch, diese Kernaufgaben auf eine verlässliche Finanzierungsgrundlage zu stellen. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarungen komme ich dieser Bitte gerne nach“, betonte Hesse.

Die Zielvereinbarung sieht vor, dass das Land jährlich 253.000 Euro für den Ankauf von Medien für die öffentlichen Bibliotheken bereitstellt. Für die landesweite Onleihe stehen pro Jahr 65.000 Euro zur Verfügung. Für jede weitere Bibliothek, die die Qualitätskriterien erfüllt und damit eine Landesförderung beantragen kann, stellt das Land 2.000 Euro zusätzlich bereit. Die Unterzeichnungspartner haben vereinbart, dass die jährliche Sonderförderung in Höhe von 20.000 Euro zum Erreichen dieser Qualitätsstandards beibehalten wird. Sollten diese Mittel nicht ausgegeben werden können, werden sie für den Medienankauf der Bibliotheken oder der landesweiten Onleihe verwendet.

Über das Kulturinvestitionsprogramm des Landes können weitere Fördermittel ausgereicht werden. Die Landesfachstelle der Bibliotheken, die ihren Sitz in der Stadtbibliothek Rostock hat, erhält pro Jahr 168.000 Euro.

Erste landesweite Tagung der Gesellschaft für Altersmedizin

Schwerin – Die geriatrische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin auf der 1. Jahrestagung der Gesellschaft für Altersmedizin M-V mit Experten diskutiert. „Möglichst lange gesund zu leben ist der Wunsch jedes Menschen. Für Patienten, die in einem höheren Lebensalter Unterstützung benötigen, haben wir in Mecklenburg-Vorpommern leistungsfähige Strukturen für eine geriatrische Versorgung mit den stationären, tagesklinischen und ambulanten Angeboten. Zukünftig wird aufgrund des demografischen Wandels ein veränderter und erhöhter Versorgungsbedarf erwartet. In einem dünn besiedelten Flächenland trifft dies auf besondere Herausforderungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 13 Krankenhäuser, die eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung anbieten und vier geriatrische Tageskliniken mit insgesamt 47 Plätzen. Fünf Rehakliniken im Land bieten eine stationäre geriatrische Rehabilitation an. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit hat in den vergangenen Jahren rund 2,7 Millionen Euro in den Ausbau der geriatrischen Infrastruktur der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern investiert. Weiterhin wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald seit Frühjahr 2017 ein Projekt entwickelt, dass Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen entwirft und anschließend in Modellregionen erprobt.

Schwerpunktmäßig geht es um die Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte. Das Projekt ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Mit dem Kooperationspartner Medizinischer Versorgungsverbund Müritz e.V. wird die Unterstützung der regionalen geriatrischen Versorgung durch die Entwicklung einer regionalen digitalen Fallakte getestet. „Vor allem mit dem Einsatz digitaler Unterstützungsmöglichkeiten insbesondere auch in ländlichen Regionen können die Anforderungen an die koordinierte, interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung besser genutzt werden“, sagte Glawe.

Zudem wird derzeit eine Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie an der Universitätsmedizin Greifswald eingerichtet. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der Fördermaßnahme „Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ eine Projektkonzeption der Unimedizin Greifswald und des Kreiskrankenhauses Wolgast als positiv bewertet und so den Weg für einen neuen Lehrstuhl für Altersmedizin als ersten dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern geebnet.

„Um die bestehenden Herausforderungen einer alternden Gesellschaft besser zu bewältigen, muss die geriatrische und gerontologische Forschung weiter ausgebaut werden. Denn die Versorgung multimorbider Menschen und die Prozesse zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer möglichst selbstständigen Lebensführung erfordern eine sektorenübergreifende Therapieplanung und -durchführung. Mit der Professur in Greifswald können neue Angebote in Forschung und Lehre entwickelt werden. Das stärkt die Betreuung der Patienten“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Um den steigenden Fachkräftebedarf in der Pflege abzudecken, werden in Mecklenburg-Vorpommern ab dem Schuljahr 2019/2020 die Auszubildenden in der Pflege in allen Jahrgängen vom Schulgeld befreit. „Bisher ist es so, dass Pflegeschüler an Schulen in privater Trägerschaft von ihrer Ausbildungsvergütung, die sie von ihrer praktischen Ausbildungseinrichtung bekommen, Schulgeld zahlen müssen. Unser Ziel ist, dass mögliche Bewerber nicht in andere Bundesländer gehen oder ihren Ausbildungswunsch um ein Jahr zurückstellen, um sich dann nach neuem Recht ausbilden zu lassen“, erläuterte Glawe.

Bundesweit soll die kostenlose Ausbildung ab dem Jahr 2020 gelten. Die Finanzierung erfolgt über einen sogenannten Ausgleichsfonds, in dem neben dem Land Mecklenburg-Vorpommern die Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie die sozialen und privaten Kranken-/Pflegekassen einzahlen. Die Umsetzung wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bildungs-, Sozial- und Finanzministerium unter Einbeziehung der Fachverbände vorbereitet.

Zusätzlich wird derzeit in Mecklenburg-Vorpommern ein landesweites Konzept für die hochschulische Pflegeausbildung erarbeitet, das ebenfalls ab 2020 gelten soll. „Ziel ist es, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, der Universitätsmedizin Rostock und der Hochschule Neubrandenburg die künftige hochschulische Pflegeausbildung zu gestalten. Mit dem Studium sollen die Absolventen auf die künftig verstärkte Kooperation und das Arbeiten im multiprofessionellen Team vorbereitet werden“, sagte Glawe.

Die hochschulische Pflegeausbildung ist eine Säule der aktuellen Vorbereitungen zur Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes (PflBRefG), die ab 01. Januar 2020 erfolgen soll. Künftig sollen die drei bislang getrennten Pflegeausbildungen (Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege) zu einer sogenannten generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ zusammengefasst werden. Kernelement ist, dass in den ersten beiden Ausbildungsjahren eine Ausbildung in der allgemeinen Pflege über alle Altersgruppen erfolgt. Im dritten Ausbildungsjahr besteht für die Auszubildenden die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung fortzuführen oder sich in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflege zu spezialisieren.

„Pflege ist das gesamtgesellschaftliche Riesenthema in Deutschland. Es betrifft nahezu jede Familie im Land irgendwann einmal. Darauf müssen wir alle gut vorbereitet sein. Entscheidend ist dabei auch, dass das fachkundige Personal vor Ort ist. Diese Herausforderungen gilt es zu meistern. Daran arbeiten wir mit allen Beteiligten gemeinsam“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Im Jahr 2015 hatten wir in M-V knapp 80.000 pflegebedürftige Menschen; nach ersten Hochrechnungen des Gesundheitsministeriums M-V werden wir im Jahr 2030 ca. 93.000 Pflegebedürftige zu versorgen haben.

Die Gesellschaft für Altersmedizin in Mecklenburg-Vorpommern (GAMV) e.V. hat sich im vergangenen Jahr aus einem bestehenden Arbeitskreis heraus gegründet. Der Verein engagiert sich für eine bessere medizinische Versorgung älterer Patienten, die Entwicklung von Qualitätsstandards in der Behandlung hochwertiger Diagnostik- und Therapieleitfäden sowie für die Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen in der Altersmedizin.