Erneuerung der Rigaer Straße in Wismar

Wismar – Die Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Bauministerium für die Erneuerung und Umgestaltung der Rigaer Straße innerhalb des Fördergebiets Ost-Kagenmarkt einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von Städtebaufördermitteln in Höhe von knapp 100.000 Euro. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 260.000 Euro.

Die Rigaer Straße schließt im Norden an den zweiten Bauabschnitt der Professor-Frege Straße an und endet in einem Wendekreis. Sie wurde vor etwa 40 Jahren hergestellt und verfügt über eine mit Beton befestigte Fahrbahn, die einseitig von einem Gehweg begleitet wird. Die Wendeanlage ist für heutige Ansprüche zu gering bemessen, so dass Borde und Nebenanlagen regelmäßig von größeren Fahrzeuge überfahren werden. Niederschlagswasser kann nur bedingt abfließen. Außerdem wurde der Beton aufgrund zahlreicher Schadstellen mehrfach mit Asphalt ausgebessert.

Im Zuge der Maßnahme soll die Fahrbahn 4,75 Meter breit in Asphaltbauweise ausgebaut werden und einseitig einen 2,30 Meter breiten Gehweg in Betonpflasterbauweise erhalten. Der befahrbare Innenring der Wendeanlage soll mit Granitpflaster befestigt werden. Die Mittelinsel der Wendeanlage soll mit einem Laubbaum und mit Bodendeckern begrünt werden. Das Vorhaben macht das Wohngebiet attraktiver.

Diese Maßnahme wurde im vierten Quartal 2018 begonnen und soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 fertig gestellt werden.

Ausbau der Straße Kloster in Malchow

Malchow – Die Inselstadt Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Infrastrukturministerium für den Ausbau der Straße Kloster 167.600 Euro Fördermittel. Die Zuwendungen wurden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Stadt Malchow plant die Straße Kloster im zweiten Bauabschnitt vom Ende des ersten Bauabschnitts bis zur Einmündung in die Bundesstraße192 grundhaft zu erneuern. Die Fahrbahn soll auf einer Länge von 415 Metern und in einer Breite von 5,50 Metern hergestellt werden.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 495.600 Euro. Die Bauausführung ist von Ende 2018 bis Mitte 2019 vorgesehen.

Neue Brücke über die Stadtautobahn nach Evershagen

Rostock – Im Februar wird der erste Abschnitt des Umbaus des Verkehrsknotens Evershagen im Zuge der Bundesstraße B 103 (Stadtautobahn) abgeschlossen. Die neue Anbindung von der B 103 in Richtung Jägerbek und Schmarler Damm sowie die neugebaute Brücke über die Stadtautobahn von Schmarl nach Evershagen werden für den Verkehr freigegeben.

Bevor der Verkehr auch in Fahrtrichtung Schmarl über das neue Bauwerk rollen kann, muss die Zufahrt zur Brücke in Evershagen ertüchtigt werden. Dafür wird unter anderem ein Kreisverkehr westlich der B 103 im Wohngebiet Evershagen errichtet, um die Verkehre möglichst ohne Einschränkungen auf die Brücke zuzuleiten. Geplant ist, dass die Querung der Bundesstraße im vierten Quartal 2019 in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden kann.

Zudem wird nach der Freigabe der neuen Abfahrt im Februar die bisherige Abfahrt von der Stadtautobahn in Richtung Schmarl für den Verkehr gesperrt. Sie wird zurückgebaut und an gleicher Stelle ein Radweg errichtet.

Die gesamte Umgestaltung wird voraussichtlich zum Sommer 2020 abgeschlossen. Dann sollen die im Durchschnitt 55.000 Fahrzeuge, die täglich diesen Knoten passieren, ohne Lichtsignalanlagen und somit ohne verkehrssteuerungsbedingten Stopp von der Autobahn 20 nach Warnemünde bzw. andersherum durchfahren.

Die Kosten für den Umbau in Höhe von 13 Millionen Euro tragen der Bund und die Hansestadt Rostock.

Bahnhof Neubrandenburg nach Umbau feierlich eingeweiht

Nebrandenburg – Landesinfrastrukturminister Christian Pegel hat heue mit Neubrandenburgs Bürgermeister Silvio Witt und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Mecklenburg-Vorpommern, den Bahnhof Neubrandenburg nach Abschluss der umfassenden Umbauarbeiten feierlich eingeweiht.

Im Rahmen der Bauarbeiten wurde der Bahnhof grunderneuert. Neue Bahnsteigdächer und –anlagen wurden installiert. Es wurden zwei Mittelbahnsteige mit je 140 Meter langen Bahnsteigkanten errichtet, um die im Verkehrsknotenpunkt Neubrandenburg haltenden Regionalverkehre auch künftig erfolgreich zu empfangen. Außerdem wurden neue Treppen und Aufzüge installiert, die den barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen ermöglichen.

In der neuen, verlängerten Personenunterführung wurde ein zusätzlicher Ein- und Ausgang aus Richtung Norden angelegt. Damit ist der Bahnhof barrierefrei aus der Neubrandenburger Nordstadt und der Ihlenfelder Vorstadt erreichbar.

Das Infrastrukturministerium förderte das Projekt mit rund acht Millionen Euro. Insgesamt wurden knapp17 Millionen Euro investiert.

Fördermittel für neue Gehwege in Friedland

Friedland – Die Stadt Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 145.000 Euro für die Erneuerung der Gehwege entlang der Landesstraße 28 in Friedland. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Im Zuge des Ausbaus der Molkereistraße und der Salower Straße sollen die beidseitigen Gehwege auf einer Länge von 900 Metern ausgebaut werden. Zudem werden die bestehenden Parkflächen und die Straßenentwässerung erneuert. Die Stadt Friedland hat für das Vorhaben Ausgaben in Höhe von rund 406.800 Euro veranschlagt.

Geplant ist, im zweiten Halbjahr 2019 mit der Baumaßnahme zu beginnen.

Radweg-Lückenschluss an der B104

Cölpin – Zwischen Sponholz und Canzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist entlang der Bundesstraße 104 ein straßenbegleitender Geh- und Radweg geplant. Die Gesamtlänge beträgt ca. 15 Kilometer. Die B 104 führt in diesem Abschnitt durch mehrere Orte, u.a. die Gemeinde Cölpin. Diese erhält vom Infrastrukturministerium 23.600 Euro Fördermittel für ihren Anteil am neu zu bauenden Geh- und Radweg.

Entlang der Ortsdurchfahrt Cölpin besteht bereits beidseitig der Fahrbahn in Abhängigkeit von der vorhandenen Bebauung ein gemeinsamer Geh- und Radweg. Der neu geplante gemeinsame Geh- und Radweg wird daran angeschlossen. Am Bau dieser jeweils ca. 100 Meter langen innerörtlichen Anbindebereiche am Ortsein- und -ausgang muss sich die Gemeinde mit 50 Prozent für die Erschließung des Gehwegs beteiligen. Die restlichen 50 Prozent für die Radweganbindung trägt das Land als Straßenbaulastträger.

Derzeit befindet sich der zweite Bauabschnitt vom Ortsausgang Pragsdorf bis zum Ortseingang Cölpin mit einer Länge von ca. 2,5 Kilometern im Bau. Die Kosten dafür sind mit ca. 675.000 Euro veranschlagt. Davon übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Gehwegerschließung in den Anbindebereichen. Die restlichen Kosten trägt das Land.

Der dritte Bauabschnitt zwischen Ortsausgang Cölpin und Ortseingang Alt Käbelich ist für 2020/21 geplant. Bereits vorher, 2019/2021, soll der vierte Bauabschnitt vom Ortsausgang Alt Käbelich bis nach-Canzow umgesetzt werden.

Die Förderung wurde nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Me-tropolregion Stettin verbindet. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens von ca. 3.100 Kraftfahrzeugen pro Tag ist die Einrichtung des straßenbegleitenden Radwegs für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Erweiterung des Seehafens Wismar abgeschlossen

Wismar – Infrastrukturminister Christian Pegel, der Bürgermeister von Wismar, Thomas Beyer und der Geschäftsführer des Seehafens Wismar, Michael Kremp, geben morgen (21.12.2018) den zweiten Bauabschnitt der Hafenerweiterung des Seehafens Wismar frei.

Im Rahmen der Erweiterung wurden eine Kaianlage mit einer Länge von 332 Metern Länge, eine Fläche von ca. 41.500 Quadratmetern mit Gleisanschluss und eine Verbindungsstraße von der vorhandenen Hafenstraße zum neuen Terminal gebaut.

Mit der Erweiterung stehen zusätzliche 110 Hektar für Dienstleistungs-, Gewerbe- und Logistikunternehmen sowie für Industrieansiedlungen zur Verfügung. Die neue Kaikante wurde auf 11,5 Meter Wassertiefe ausgelegt. Sie ermöglicht Schiffen mit einer Länge von bis zu 294 Metern an den beiden zusätzlich geschaffenen Liegeplätzen festzumachen.

Die Erweiterung der Umschlag- und Lagerflächen erhöhen die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit des Seehafens. Ferner soll der Seehafen von Wismar strategisch für den Umschlag von Gütern zur Erzeugung erneuerbarer Energien wie Palmölnüsse und Holzhackschnitzel ausgebaut werden.

Die Plan- und Baumaßnahmen beider Bauabschnitte der Hafenerweiterung mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 44 Millionen Euro wurden mit mehr als 30 Millionen Euro aus Bundes-und Landesmitteln gefördert. Die Realisierung erfolgte von 2015 bis Dezember 2018.

Der Seehafen in Wismar hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund seiner günstigen geografischen Lage zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort im Land entwickelt. Er ist eine bedeutende Verbindung für die Ostseeverkehre zwischen Skandinavien und Mitteleuropa, aber auch für Ost-West-Verkehre aus Richtung Russland und dem Baltikum. Zudem hat sich der Seehafen als Logistikalternative zwischen den beiden größten deutschen Ostseehäfen Rostock und Lübeck etabliert. Mit einem Jahresumschlag von etwas mehr als drei Millionen Tonnen ist er der zweitgrößte Umschlaghafen in Mecklenburg-Vorpommern nach dem Seehafen Rostock (26,9 Millionen Tonnen im Jahr 2017).

Radweg zwischen Richtenberg und Müggenhall wird freigegeben

Richtenberg – Der straßenbegleitende Radweg an der Landesstraße L 192 (Landkreis Vorpommern-Rügen) wird am Donnerstag (20.12.2018) feierlich durch Verkehrsminister Christian Pegel für den Verkehr freigegeben.

Der 2,50 Meter breite Asphaltradweg beginnt an der L 192 am Kreisel nördlich von Müggenhall und endet am Ortseingang Richtenberg. Der rund 960 Meter lange Radweg wurde in einer Bauzeit von knapp fünf Monaten errichtet. Die Kosten in Höhe von rund 390.000 Euro trägt das Land M-V aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms für Radwege an Landesstraßen. Durch den Neubau wird die letzte Radweglücke an der L 192 im Bereich Richtenberg geschlossen.

Bisher mussten Radfahrende hier die L 192 nutzen. Durch das Verkehrsaufkommen von etwa 3.900 Kraftfahrzeugen pro Tag, die geringe Straßenbreite von sechs bis 6,20 Metern sowie dem dichten Alleebaumbestand war diese Strecke nicht fahrradtauglich. Der neue Radweg schließt eine weitere Lücke auf dem Rundweg um den Richtenberger See und erhöht die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich.

Neubau der Bahnüberführung bei Charlottenhof

Charlottenhof – Der Landkreis Vorpommern-Greifswald erhält für den Neubau der Bahnüberführung über die Kreisstraße 68 bei Charlottenhof vom Infrastrukturministerium Fördermittel in Höhe von 459.400 Euro. Diese werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald beabsichtigt, mit der DB-Netz AG das vorhandene Bauwerk abzureißen und durch einen Stahlbetonhalbrahmen mit einer Weite von 9,6 Metern und einer Höhe von 4,5 Metern zu ersetzen. Geplant ist, die Kreisstraße unter der Unterführung auf sechs Meter zu verbreitern und die Böschungen und Entwässerungseinrichtungen an das neue Bauwerk anzupassen.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen Ende 2019 abgeschlossen werden.

Neue Gehwege in der Gemeinde Lindetal

Lindetal – Die Gemeinde Lindetal (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.000 Euro für die Erneuerung und Sanierung der Gehwege im Ortsteil Dewitz.

Im Zuge des Ausbaus der Landesstraße 33 in Dewitz sollen die Gehwege und die Straßenentwässerung auf einer Länge von 675 Metern ausgebaut werden. Die Landesstraße 33 ist eine wichtige Verbindung der Bundesstraßen 96 und 104 südöstlich von Neubrandenburg.

Die Gesamtausgaben der Gemeinde Lindetal für das Vorhaben betragen 76.200 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Geplant ist im Frühjahr 2019 mit der Baumaßnahme zu beginnen.

Straßenausbau in der Altstadt von Barth

Barth – Die Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Infrastrukturministerium für den Ausbau der Straße Holzreiterwall in der westlichen Altstadt Fördermittel in Höhe von 432.900 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern (KommStrabauRL M-V) bewilligt.

Die Stadt Barth hatte im ersten Straßenbauabschnitt den Gärtnergang grundhaft erneuert. Nun wird im zweiten Bauabschnitt der Holzreiterwall bis zum Anschluss an die Barthestraße auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut. Nach der Fertigstellung des Straßenzugs dient dieser als Umfahrung der Altstadt.

Ebenfalls entsteht ein 1,8 Meter breiter Geh- und Radweg im Bereich des Bleicherwalls. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf 666.085 Euro. Sie soll Ende des Sommers 2019 beendet sein.

Ab Mittwoch wieder über die Autobahn 20 bei Tribsees

Tribsees – Am Mittwoch (12.12.2018) wird die Behelfsbrücke über die abgesackte Autobahn 20 zwischen den Autobahnanschlussstellen Bad Sülze und Tribsees für den Verkehr freigegeben. Am Vormittag wird die Fahrbahn in Richtung Stettin geöffnet, am selben Tag einige Stunden später die Fahrbahn in Richtung Rostock (Presseeinladung mit genauem Termin folgt).

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Verkehr wieder über die Autobahn rollen kann und die Anwohner an der Umleitungsstrecke entlastet werden“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel. Er nimmt dies zum Anlass, sich zu bedanken für die Geduld und das Verständnis aller, die von der Vollsperrung betroffen waren. „Mein Dank gilt auch unseren Kollegen vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie den Ingenieurbüros und Baufirmen, die es mit unglaublichem Engagement und hier und da ein wenig Kreativität geschafft haben, die Autobahn gut ein Jahr nach dem Dammbruch und vor Weihnachten wieder befahrbar zu machen. Und natürlich dem Bund, der uns nicht nur finanziell, sondern auch bei der Durchführung und Abstimmung der Verwaltungsverfahren stets schnell und unkompliziert zur Seite gestanden hat.“

Zugleich weist der Minister darauf hin, dass der Verkehr über die Behelfsbrücke mit Einschränkungen verbunden ist: „Es gibt nur eine Spur je Richtung und wir müssen das Tempolimit auf 60 Kilometer je Stunde begrenzen.“ Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste: An den Übergängen zwischen den 27 je dreiteiligen Brückensegmenten wurden Stahlelemente eingebaut, um Längenänderungen infolge von Temperaturschwankungen ausgleichen zu können. Das bedeutet, dass die Fahrbahn genug Spielraum hat, falls sie sich bei Hitze ausdehnt. Diese Fahrbahnübergänge sind nicht ganz eben und verursachen auch ein leichtes Geräusch beim Überfahren. „Der zweite Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung: Wir wollen grundsätzlich das Unfallrisiko auf der zweispurigen Behelfsbrücke weitestgehend minimieren, da ein Unfall dort eine Vollsperrung und somit eine erneute Umleitung erfordern würde. Aus diesem Grund wird auch ein Blitzer pro Fahrtrichtung aufgestellt“, so Christian Pegel.

Während der A20-Verkehr nun über die Behelfsbrücke rollt, arbeitet die Straßenbauverwaltung mit Hochdruck an der dauerhaften Wiederherstellung der Autobahn. Dafür wird eine neue Brücke als Verlängerung der bestehenden Trebeltalbrücke errichtet, zunächst die Fahrbahn in Richtung Rostock. Ist diese fertig, wird der Verkehr von der Behelfsbrücke auf diese verlegt und die zweite Brückenhälfte in Richtung Stettin errichtet.

Arbeiten an B 110 und Zecheriner Brücke für Herbst 2019 geplant

Schwerin – Im Herbst 2019 werden die Hubzylinder der Zecheriner Brücke im Zuge der B 110 ausgetauscht. „Der Austausch wird planmäßig ca. alle 30 Jahre durchgeführt. Da die Neubeschaffung der Hubzylinder erhebliche Vorlaufzeit benötigt und der Austausch Stillstandszeiten der Brücke nach sich zieht, planen die Kollegen der Straßenbauverwaltung langfristig und warten nicht den ungeplanten Ausfall ab“, erklärt Landesverkehrsminister Christian Pegel.

Die Maßnahme erfordert eine Vollsperrung der Brücke sowie das Einrichten einer umfangreichen Umleitungsbeschilderung. Im Zuge der planmäßig stattfindenden Arbeiten beabsichtigt das Straßenbauamt Neustrelitz, die erforderliche Sperrung zu nutzen, um im hinter der Brücke folgenden Straßenbereich die notwendige Erneuerung der B 110 zwischen der Zecheriner Brücke und Usedom auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern durchzuführen. In diesem Rahmen soll die Strecke mittels einer Verstärkung der Asphaltbinder- und einer Erneuerung der Asphaltdeckschicht ertüchtigt werden.

„Die Kombination beider Maßnahmen bringt Synergieeffekte mit sich“, so Minister Pegel. Dazu erklärt er: „Die planmäßige Gesamtsperrzeit für beide Maßnahmen kann durch das Zusammenlegen um drei Tage verkürzt werden. Insgesamt sind für die Maßnahme nun zwölf anstelle von fünfzehn Kalendertagen vorgesehen.“

Im Zuge der Arbeiten sollen die regulären und die touristischen Verkehre so gering wie möglich eingeschränkt werden. Dennoch sind alle Arbeiten unter den zeitlich zu erwartenden Witterungsbedingungen zu realisieren. Hier gilt es aktuell, einen Terminkompromiss zu finden. Dazu wurden sämtliche beteiligten Träger öffentlicher Belange (TÖB) angeschrieben und gebeten, bis Ende Januar Stellung zu nehmen. Außerdem fand ein erstes Gespräch mit Vertretern des DEHOGA und der Tourismusverbände der Region statt. Hierbei konnten die Maßnahme selbst und ein präferierter Realisierungszeitraum erörtert werden. Endgültige Festlegungen sind aber erst nach Einholung der Stellungnahmen der TÖB Ende Januar möglich.

B 104 in Teterow vorzeitig fertig

Teterow – Die Erneuerung der Bundesstraße 104 in Teterow wird vier Wochen früher abgeschlossen als geplant. Statt am 31. Dezember wird die generalüberholte Straße bereits am Freitag, 30. November 2018, für den Verkehr freigegeben.

„Diesen Erfolg können sich Stadt, Land, Wasser- und Abwasserzweckverband, Stadtwerke und die bauausführenden Firmen gemeinsam auf ihre Fahnen schreiben. Diese Baumaßnahme haben wir von Beginn an gemeinsam geplant und durchgeführt – und sind nun dank der hervorragenden Abstimmung und Zusammenarbeit untereinander sowie mit den beteiligten Ingenieursbüros und Baufirmen einen Monat schneller fertig als geplant“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel. Das freue ihn insbesondere für die Anwohner der Umleitungsstrecke entlang der Landesstraße 20, die nun die Adventszeit ohne den zusätzlichen Verkehr genießen können.

An dem 280 Meter langen Abschnitt der Teterower Bahnhofstraße war seit DDR-Zeiten nichts mehr grundhaft gemacht worden – und die Fahrbahn in entsprechend schlechtem Zustand. „Es war allerhöchste Zeit für die Erneuerung. Über den Daumen gepeilt sollten die Fahrbahndecken von Bundesstraßen alle zehn bis fünfzehn Jahre erneuert werden“, so Christian Pegel. Dank des „Investitionshochlaufs“ – der Bund stellt seit 2015 wieder mehr Geld für den Erhalt von Bundesstraßen zur Verfügung – waren nun die Mittel vorhanden, um auch diesen Straßenabschnitt zu erneuern.

Gegenstand der Maßnahme war die komplette Erneuerung der alten Straße mit Geh- und Radwegen. Die Stadt Teterow nutzte die Bauarbeiten, um Bahnhofsvorplatz und Gehwege neu zu pflastern, neun PKW-Stellplätze längs der Straße herzurichten und den Russischen Ehrenfriedhof neu einzufrieden.

Parallel zur Straßensanierung ließ der Wasser- und Abwasserzweckverband Mecklenburgische Schweiz seine Schmutz-, Regen- und Trinkwasserleitungen in diesem Bereich durch neue ersetzen. Und die Stadtwerke Teterow ließen neue Gas- und Stromleitungen legen und vier neue Straßenlampen errichten. „Besonders freut mich in diesem Zusammenhang, dass hier gleichzeitig auch an die Leerrohre für den Breitbandausbau gedacht wurde, den die Stadtwerke in Teterow sukzessive vorantreiben“, so Christian Pegel.

Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister lobt: „Diese Baumaßnahme ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die Vorhaben verschiedener Baulastträger Hand in Hand gehen können.“ Insgesamt dauerten die Arbeiten ein dreiviertel Jahr. Gut zwei Millionen Euro investierten die Beteiligten insgesamt in das Vorhaben. Davon trug der Bund mit 0,7 Millionen Euro für Rück- und Neubau der Straße inklusive Anteile des Rad- und Gehwegs den größten Anteil.

Christian Pegel bedankt sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, insbesondere bei den Stadtwerken Teterow: „Sie haben die Federführung für das Projekt übernommen und ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt. Dies hat unsere Kollegen vom Straßenbauamt entlastet, die sich auch um viele andere Baumaßnahmen kümmern müssen.“ Die Kosten für Planung und Koordinierung tragen alle Beteiligten anteilig, ebenso das Pflanzen von 22 Ahornbäumen entlang der B 104 als Ausgleichsmaßnahme.

„Dieses gute Zusammenspiel aller und dann noch das dauerhaft gute Wetter haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Arbeiten reibungslos verliefen und nun sogar früher abgeschlossen werden konnten“, sagt Christian Pegel und fügte hinzu: „Auch die Kostenplanung konnte so eingehalten werden. Unser Ziel ist, dass alle unsere Baumaßnahmen innerhalb von Kommunen so gut abgestimmt und koordiniert verlaufen – das ist eine Win-Win-Situation für alle. Für die, die bauen ebenso wie für die, die – so eben nur einmal – durch die Baumaßnahmen betroffen sind. In Teterow hat dies vorbildlich geklappt.“

„eFlotte“ macht Schule – zum Beispiel in Nordwestmecklenburg

Schwerin – In den großen Städten findet die Elektromobilität naturgemäß etwas leichter Anhänger als auf dem Land. Umso mehr freut sich Christian Pegel, Energie- und Verkehrsminister des Landes zugleich, über die wachsende Elektroauto-Flotte im Landkreis Nordwestmecklenburg – und darüber, dass eine Aktion der Landesregierung dazu mit beigetragen hat.

„Landrätin Kerstin Weiss hat vor zwei Jahren die Möglichkeit genutzt, im Rahmen des ‚Modellversuchs ,eFlotte‘ zwei Wochen lang ein Auto mit Hybridantrieb zu testen. Offenbar hat sie dieser praktische Anwendungsversuch überzeugt“, so der Minister.

Die Landrätin bestätigt das: „Wir beschäftigen uns im Landkreis bereits etwas länger mit dem Thema Elektromobilität. Darüber bin ich auch auf das landesweite Projekt „eFlotte – elektromobil unterwegs“ aufmerksam geworden und habe dann erstmals einen solchen Wagen ausprobiert. Das gab den entscheidenden Anstoß, unsere Dienstfahrzeugflotte nach und nach auf E-Mobilität umzustellen“, so Kerstin Weiss. Jetzt hat ihre Verwaltung ihre klimafreundliche Flotte um sechs neue Fahrzeuge auf insgesamt neun aufgestockt – fast ein Drittel des gesamten Fuhrparks mit insgesamt 28 Fahrzeugen.

Dazu zählt auch ein neuer Dienstwagen für Kerstin Weiss – ein BMW Hybrid Plug-in ähnlich dem, den auch Christian Pegel fährt. „Als Landkreis möchten wir einen Beitrag dazu leisten, ein Umdenken in Gesellschaft und Wirtschaft zu bewirken und möchten Vorbild sein, wenn es darum geht, die Energiewende mitzugestalten“, begründet die Landrätin.

„Es geht langsam voran, aber es geht voran – und das nicht nur in unseren großen Städten“, sagt Christian Pegel. In Wismar, Ludwigslust und Demmin beispielsweise fährt die Deutsche Post ihre Sendungen mit elektrisch betriebenen E-Scootern aus. „Wir wissen auch von einem Unternehmen in Hagenow, das sich nach unserer E-Mobil-Testaktion einen Dienstwagen mit Elektroantrieb zugelegt hat“, so Christian Pegel.

Unter den gut 33.300 KFZ-Neuzulassungen in M-V in den ersten neun Monaten dieses Jahres befinden sich 180 Elektroautos und knapp 1.100 Hybrid-Fahrzeuge – mehr als je zuvor. Und überall im Land entstehen neue Ladestationen.

Um die Elektromobilität in M-V weiter voranzutreiben, treffen sich die „Akteure Elektromobilität“ regelmäßig zum Austausch. Am Dienstag, 27. November, ist es wieder so weit: Dann geht es in Schwerin unter anderem um das Ladeinfrastrukturkonzept für Mecklenburg-Vorpommern, das zurzeit erstellt wird und im 2. Quartal 2019 veröffentlicht werden soll. Und es gibt einen Vortrag zur Umstellung von Flotten auf Elektroantrieb. „Ich hoffe sehr, dass der Landkreis Nordwestmecklenburg als Vorbild Schule macht“, sagt Christian Pegel und appelliert: „In punkto Klimaschutz sitzen wir alle in einem Boot. Je mehr darin mitrudern, desto schneller kommen wir ans Ziel. Dieses heißt: klimaschädlichen Schadstoffausstoß verringern – und dazu kann jeder sein Scherflein beitragen.“