Sanierung der Petribrücke in Rostock

Land unterstützt die Stadt mit 285.200 Euro

Rostock – Das Land greift der Stadt Rostock bei der Sanierung der Petribrücke finanziell unter die Arme. „285.200 Euro fließen als Sonderbedarfszuweisung in den städtischen Haushalt“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Dass eine grundhafte Instandsetzung dringend nötig war, zeigten die Brückenprüfungen, die alle drei Jahre stattfinden. Daher hatten wir die Maßnahme schon 2016 auf die Prioritätenliste gesetzt.“

Bei der Petribrücke handelt es sich um eines der wichtigsten Brückenbauwerke der Hansestadt, die nahezu unverzichtbar ist für den öffentlichen Nahverkehr. Der schlechte Zustand u.a. wegen des mangelnden Korrosionsschutzes und angegriffener Stahlbauteile machten größere Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die derzeit laufen.

Verbessertes gastronomisches Angebot in Intercity-Zügen in M-V

Rostock – In den meisten Intercity-Zügen der Deutschen Bahn zwischen Hamburg und Rostock gibt es seit Anfang August wieder eine Bordverpflegung. In der Urlaubssaison von Beginn der Oster- bis Ende der Herbstferien kommt das Zugpersonal auf den IC-Direktverbindungen Stralsund – Hamburg – Frankfurt/Main mit heißen und kalten Getränken sowie mit süßen und herzhaften Snacks direkt an den Sitzplatz. Mindestens drei Zugpaare pro Tag bieten diesen Service zwischen Rostock und Hamburg. Im Winter wird dieser Service am Wochenende angeboten. Damit sind alle touristisch relevanten IC-Züge zwischen Hamburg und Rostock bewirtschaftet.

„Diese gute Nachricht ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit verschiedenen ‚Streckenanrainern‘: dem Marburger Verkehrspolitiker und stellvertretenden SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Sören Bartol, der Stralsunder Bundestagsabgeordneten Sonja Steffen und dem niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel. Sie hatten sich gemeinsam bei der Bahn für eine Bordverpflegung stark gemacht, nachdem im vergangenen Dezember der Bistrowagen auf der Strecke Stralsund-Frankfurt aus Altersgründen abgeschafft worden war. Als Ersatz war der „Service am Platz“ eingeführt worden, allerdings nur zwischen Frankfurt und Hamburg.

„Dass die auch von vielen Touristen genutzte Strecke weiter bis nach Mecklenburg-Vorpommern abgehängt wurde, war für uns nicht hinnehmbar. Ich bin meinen Mitstreitern entlang der Strecke und der Deutschen Bahn sehr dankbar, dass hier nun eine Lösung gefunden wurde“, so Christian Pegel.

Dieser Lösung vorausgegangen war eine Testphase seit Ostern in ausgewählten Zügen bis und von Schwerin. Auf die Intervention der Politik hin hat sich die Bahn vor dem geplanten Ende des Versuchs im Herbst bereit erklärt, den Service bis nach Rostock auszuweiten – so lange, bis ab spätestens Anfang der 2020er-Jahre die Züge zwischen Frankfurt und Stralsund durch neue ersetzt werden. Dann wird es nach Auskunft der Bahn wieder einen Bistrowagen geben.

Die zwischen Stralsund und dem Rhein-/Ruhr-Gebiet fahrenden Intercity-Züge fahren nach wie vor auf der gesamten Strecke ganzjährig mit Bistro.

Bau des Kreuzungsbahnhofs Schmollensee

Schmollensee – Die Usedomer Bäderbahn (UBB) erhält vom Infrastrukturministerium eine Zuwendung über rund 4,13 Millionen Euro für die Errichtung des Kreuzungsbahnhofs Schmollensee.

Um das derzeitige Zugangebot im Schienenpersonennahverkehr auf Usedom aufrecht zu erhalten und die Fahrplanstabilität bei Verspätungen zu verbessern, soll der Bahnhof Schmollensee zu einem Kreuzungsbahnhof ausgebaut werden.

Gemäß bundesgesetzlichen Sicherheitsanforderungen sorgen Magnetvorrichtungen, sogenannte punktförmige Zugbeeinflussungsanlagen, im Bahnverkehr dafür, dass ein Überfahren von Haltesignalen durch Züge verhindert wird. Zudem wird durch sie die Geschwindigkeit der Züge kontrolliert. Diese Technik führt im Inselnetz der UBB insgesamt zu leichten Fahrtzeitverlängerungen, die auf den eingleisigen Strecken nur durch die Einrichtung zusätzlicher Kreuzungsmöglichkeiten kompensiert werden können.

Durch den Umbau zum Kreuzungsbahnhof können Züge auf einem neu zu errichtenden Ausweichbahngleis das Eintreffen von Zügen aus der Gegenrichtung abwarten bzw. sie passieren lassen. Die Züge können sich also „kreuzen“. So soll der Fahrplan insgesamt stabiler laufen und Verspätungen im Abschnitt Ückeritz – Bansin einfacher ausgeglichen werden. Unter anderem werden die Schülerzüge im neuen Bahnhof kreuzen.

Während der Bauphase werden Züge nicht am Haltepunkt Schmollensee halten. Die Maßnahme wird zu 75 Prozent vom Land gefördert.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Pampow

Gut ausgebautes Straßennetz fördert Mobilität und Infrastruktur

Pampow – Der bauliche Zustand der Kreisstraße 62, Ortsdurchfahrt Pampow, muss dringend verbessert werden. Neben Schäden an der Straßendecke und Spurrinnenbildung fehlt eine Ableitung für das Regenwasser.

Im Übergang der Ortsdurchfahrt von der Bahnhofstraße in die Schweriner Straße von der Kreisstraße 62 wird die Kreuzung an der Einmündung Schmiedeberg umgestaltet, im Abschnitt Schweriner Straße wird die Straßendecke saniert. Auch einen neuen Gehweg im Bereich Bahnhofstraße wird es geben.

Neben dem Straßenbauamt Schwerin und der Gemeinde beteiligt sich auch das Innenministerium an der Finanzierung des Bauvorhabens mit 81.750 Euro.

„Arbeiten am Straßennetz unseres Landes wird man nie als abgeschlossen einordnen können, sie sind und bleiben eine Daueraufgabe. Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind täglich auf das Auto angewiesen. Neben den für die Landesentwicklung bedeutenden Großprojekten sind es deshalb auch die vielen kleineren Maßnahmen, die die Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und natürlich auch für die Unternehmen sichern“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute in Ludwigslust bei der Übergabe des Förderbescheides an den Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim Herrn Rolf Christiansen.

Deckensanierung der Bürgermeister-Haupt-Straße in Wismar

Wismar – Einen Zuschuss in Höhe von 283.800 Euro erhält die Hansestadt Wismar vom Infrastrukturministerium für die Deckensanierung der Bürgermeister-Haupt-Straße. Das sind 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 378.500 Euro. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben betragen 401.500 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Die Hansestadt Wismar plant, die Fahrbahnoberfläche der Bürgermeister-Haupt-Straße auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern Länge einschließlich der Entwässerungsanlagen und der Markierung zu erneuern. Die Bürgermeister-Haupt-Straße ist eine verkehrswichtige innerörtliche Straße.

Zusätzliche Förderzusage für Kreisstraße VG 107

Anklam – Infrastrukturminister Christian Pegel hat den Landkreis Vorpommern-Greifswald mit einem Zuwendungsbescheid für den Ausbau der Kreisstraße VG 107 Völschow-Kartlow-Kruckow überrascht. Bei der Übergabe von Förderbescheiden in Anklam für den Breitbandausbau konnte Landrätin Dr. Barbara Syrbe den Bescheid in Höhe von rund 726.000 Euro entgegennehmen. Das sind 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von ca. 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen mehr als 1,5 Millionen Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald plant im Bereich der Gemeinde Völschow und der Stadt Jarmen den grundhaften Ausbau der Kreisstraße VG 107 in Asphaltbauweise auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern in einer Breite von sechs Metern von der Landesstraße L 35 bis zum Ortsausgang Wilhelminenthal. Auch die Straßenentwässerung wird erneuert. Zudem werden als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme 46 Laubbäume gepflanzt.

Die Kreisstraße VG 107 stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Landesstraße L 35 und der Bundesstraße B 110 dar. Die Straße ist sehr uneben, hat viele Flickstellen, Risse und ist an einigen Stellen abgesackt.

Ostseeküsten-Radweg wird in Stralsund weiter ausgebaut

Stralsund – In Stralsund wird der Ostseeküsten-Radweg Bauabschnitt „Q“ Teschenhäger Weg ausgebaut. „Der Ostseeküsten-Radweg bietet Einheimischen und Gästen die hervorragende Möglichkeit, Mecklenburg-Vorpommern auch von der Küste aus zu entdecken. Mit dem Bau des Radwege-Teilstücks wird ein weiteres Teilstück erschlossen und eine weitere Lücke im Radwegenetz geschlossen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides heute war auch Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, zugegen. Er kündigte an: „Der Ausbau insbesondere der Radfernwege wie der Ostseeküsten-Radweg wird ein Schwerpunkt der Förderpolitik des Radwegebaus bleiben, die entsprechend dem Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung seit vergangenem Herbst beim Energieministerium gebündelt ist.“

Geplant ist, einen Trassenverlauf über den Teschenhäger Weg Bauabschnitt „Q“ bis zur Brandshäger Straße (B 96) in Asphaltbauweise auszubauen. „Der Vorteil dieser Streckenführung besteht darin, dass zum einen die vorhandene Bausubstanz für den Radwegebau genutzt werden kann und dass zum anderen durch die minimalen Neuversiegelungen die Eingriffe in die Natur geringer ausfallen. Es wird der vorhandene Wirtschaftsweg und ein vorhandener Anliegerweg genutzt. Das bedeutet, dass damit auch die bisherigen Nutzungen als ländlicher Weg und Anliegerstraße erhalten bleiben“, erläuterte Glawe weiter.

Der Radweg im Bereich des Teschenhäger Weges (außerhalb der Ortslage Devin) wird 1.328 Metern lang und drei Meter in der Breite umfassen; in der Ortslage Devin eine Länge von 149 Meter mit einer Breite von 4,75 Meter. Die Länge des Bauabschnittes umfasst insgesamt somit 1.477 Meter. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 342.000 Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Der Ostseeküsten-Radweg führt über circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern.

Deckensanierung der Kreisstraße von Kletzin bis Moltow

Kletzin – Einen Zuschuss in Höhe von 279.300 Euro erhält der Landkreis Nordwestmecklenburg vom Infrastrukturministerium Mecklenburg-Vorpommern für die Deckensanierung der Kreisstraße NWM 37 von Kletzin bis Moltow. Das sind 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von 372.400 Euro.

Die Gesamtausgaben für diese Maßnahme betragen 392.600 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg plant zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse die Fahrbahnoberfläche der Kreisstraße zwischen Kletzin und Moltow auf einer Länge von rund zwei Kilometern zu sanieren. Zudem sollen die Bankette, die Entwässerungsanlagen, die Beschilderung und die Markierung erneuert werden.

Neubau Parkplatz Hafenstraße in Lubmin

Lubmin – Für den Bau des Parkplatzes Hafenstraße erhält die Gemeinde Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Bauministerium Finanzhilfen im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von rund 48.000 Euro. Die Gesamtausgaben betragen ca. 180.000 Euro.

Die Gemeinde Lubmin plant im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortskern“ den Neubau eines Parkplatzes im nördlichen Bereich der Hafenstraße. Es sollen insgesamt 23 Stellplätze entstehen. Zurzeit ist der Parkplatz unbefestigt. Diese Baumaßnahme verbessert das Erscheinungsbild des Ortes und ermöglicht ein geordnetes Parken.

Der Baubeginn ist für September 2017 vorgesehen. Fertiggestellt wird die Maßnahme voraussichtlich im vierten Quartal 2017.

Ablenkung am Steuer im Straßenverkehr

Innenminister Lorenz Caffier zur Ablenkung am Steuer im Straßenverkehr: Keine Mail, kein Chat, kein Anruf ist ein Menschenleben wert

Schwerin – Nur mal kurz die letzte WhatsApp gecheckt oder einen neuen Kontakt gespeichert. Das dauert nur Sekunden und kann doch tödliche Folgen haben. Während der Fahrer abgelenkt ist, legt das Auto beträchtliche Strecken zurück. Dies aber im Blindflug.

Innenminister Lorenz Caffier nimmt die Veranstaltungen des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats zur Kampagne „Runter vom Gas“, die heute am Goethe Gymnasium in Demmin durch das Polizeipräsidium Neubrandenburg begleitet wird, zum Anlass hinsichtlich des Themas Ablenkung im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Einen weiteren Aktionstag zur Kampagne „Junge Fahrer“ führt heute die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern an der Kaufmännischen Beruflichen Schule der Hansestadt Greifswald durch.

„Die meisten Unfälle sind vermeidbar, weil sie oft auf menschlichem Fehlverhalten beruhen, das sich abstellen lässt. Es ist aber offenbar noch nicht ins Bewusstsein aller vorgedrungen: Smartphone am Steuer – das kann schnell tödlich enden. Dies gilt für motorisierte Verkehrsteilnehmer gleichermaßen wie auch für Fahrradfahrer“, so Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „Wichtigste polizeiliche Leitlinie ist ein konsequentes Vorgehen gegenüber Rasern, Dränglern und anderem verkehrsgefährdenden Verhalten, insbesondere bei Alkohol und Drogen am Steuer und eben bei der Nutzung von Smartphone und Tablets während der Fahrt.

Die Ablenkung vor allem durch Smartphones ist zu einer regelrechten Seuche geworden. Keine Mail, kein Chat, kein Anruf ist ein Menschenleben wert. So klar den Verkehrsteilnehmern aber auch sein mag, dass das Smartphone am Steuer verboten und gefährlich ist: Jedes Mal, bei dem nichts passiert, jedes Mal, bei dem man nicht von der Polizei erwischt wird, führt nur dazu, dass beim nächsten Mal wieder getippt oder telefoniert wird. Deshalb sind Veranstaltungen wie heute in Demmin und Greifswald für die Aufklärung und Verkehrsprävention von größter Bedeutung.“

Nach der vorläufigen Statistik wurden für das 1. Halbjahr 2017 insgesamt schon 5.147 (davon 428 Fahrrad und 3.434 Pkw) Handy-Verstöße registriert.

Im Jahr 2016 hat die Landespolizei insgesamt 9.056 (davon 876 Fahrrad und 5.842 Pkw) Verstöße festgestellt, weil Fahrzeugführer in unzulässiger Weise ein mobiles Endgerät benutzten. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 9.265 (davon Fahrrad: 758 und PKW: 6.238) (2014: 10.138 davon Fahrrad: 755 und PKW: 6.953)

Hintergrund „Runter vom Gas“

Initiatoren der Kampagne „Runter vom Gas“ sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Mit einer emotionalen Ansprache sensibilisiert „Runter vom Gas“ seit 2008 für Risiken im Straßenverkehr sowie eine Vielzahl von Unfallursachen und will damit für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen sorgen.

Im Jahr 2016 verloren nach den Ergebnissen der amtlichen Straßenverkehrsunfallstatistik 3.214 Personen ihr Leben im Straßenverkehr. 2011 waren es noch 4.009 Getötete. Im selben Jahr wurde im nationalen Verkehrssicherheitsprogramm das Ziel von 40 Prozent weniger Todesopfern im Straßenverkehr bis 2020 definiert.

Ausbau der Kreisstraße zwischen Grevenstein und Welzin

Welzin – Für den Ausbau und die Erneuerung der Kreisstraße NWM 14 zwischen Grevenstein und Welzin erhält der Landkreis Nordwestmecklenburg vom Land Mecklenburg-Vorpommern einen Zuschuss in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Das sind 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für das Vorhaben betragen rund 2,6 Millionen Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg plant den grundhaften Ausbau der Kreisstraße NWM 14 zwischen den Orten Grevenstein und Welzin auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern mit einer Breite von 6,5 Metern in Asphaltbauweise einschließlich der Entwässerungsanlagen, der Beschilderung und Markierung sowie der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse.

Straße zur Burg Stargard wird saniert

Burg Stargard – In der Stadt Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) steht die einzige erhaltene mittelalterliche Höhenburg Norddeutschlands und älteste Backsteinburganlage Mecklenburg-Vorpommerns. Jetzt soll die Burgstraße saniert werden. „Die Burganlage ist ein Besuchermagnet in der Tollensesee-Region. Über die Burgstraße wird das kulturhistorische Denkmal mit der Innenstadt verbunden. Um den Gästen die Anreise zu erleichtern, unterstützen wir den Ausbau der touristischen Infrastruktur“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die um 1236 erbaute Burganlage beherbergt heute unter anderem ein Museum, einen Wurz- und Krautgarten sowie eine Gewandschneiderei. Die gesamte Anlage besteht aus insgesamt elf Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen. Eigentümerin ist die Stadt Burg Stargard. Rund um die Burg haben sich touristische Einrichtungen angesiedelt, wie beispielsweise Hotels, Pensionen, Gaststätten, Reiterhöfe und eine Sommerrodelbahn. „Mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen rund um die Burg wird den Besuchern die Geschichte der historischen Anlage nahegebracht. Vor allem das Stargarder Burgfest hat sich für viele Gäste aus Nah und Fern zu einem festen Termin entwickelt“, sagte Glawe. Das 25. Stargarder Burgfest findet vom 12. bis 13. August 2017 unter dem Titel „Das böse Erwachen“ statt.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es im Jahr 2016 knapp 1,3 Millionen Ankünfte und mehr als 4,3 Millionen Übernachtungen. In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt wurden 2016 mit 30,3 Millionen Übernachtungen und 7,6 Millionen Ankünften die höchsten Werte seit der Wiedervereinigung erreicht.

Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 660.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf knapp 749.000 Euro.

Bauarbeiten am Schienennetz zwischen Lübstorf und Carlshöhe beginnen

Minister Pegel zwischen den Verantwortlichen der DB beim 1. Spatenstich – und Maskottchen Max Maulwurf. Foto: EM

Minister Pegel zwischen den Verantwortlichen der DB beim 1. Spatenstich – und Maskottchen Max Maulwurf. Foto @ EM

Lübstorf – Am Bahnhof Lübstorf erfolgte der erste Spatenstich für den Bau eines neuen Stellwerks sowie die Streckenertüchtigung über zehn Kilometer an der Bahnstrecke Bad Kleinen – Schwerin in Höhe Carlshöhe.

„Diese Baumaßnahme ist für uns Freud‘ und Leid zugleich“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel heute beim offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten. Freude, weil ab Dezember 2018 Züge auf dieser Strecke, Teil der Verbindung Rostock-Hamburg und Ludwigslust-Wismar, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde verkehren können sollen.

Leid, weil die Fahrgäste dafür in der Zeit der Bauarbeiten einige Hindernisse hinnehmen müssen. Das größte wird die Vollsperrung der Strecke Bad Kleinen – Schwerin vom 7. Januar bis voraussichtlich 14. April 2018 sein. Die Fahrgäste müssen in dieser Zeit in den Schienenersatzverkehr umsteigen.

„Vor allem die Pendler bitte ich inständig um Nachsicht. Und ich verspreche, nach Ende der Bauarbeiten wird dann alles umso besser“, so Christian Pegel. Besser wird vor allem der moorige Streckenabschnitt zwischen Carlshöhe und Lübstorf. Weil die alten Gleisanlagen dort kaum noch Halt haben, müssen Züge dort zurzeit auf Bummelzugtempo abbremsen. Für die Moorstelle Kronshof wird nun eine 400 Meter lange Moorbrücke auf 600 Pfählen errichtet, die 25 bis 35 Meter tief in den Boden gerammt werden. Außerdem wird eine 2500 Quadratmeter große Spundwand für die Stabilität der Gleise sorgen.

Weiterhin werden auf den zehn Kilometern Baustrecke 12 Weichen neu gebaut, 17 Signale, ein Überholgleis sowie 300 Maste und Stromkabel für die Oberleitung erneuert. Hinzu kommt ein neues elektronisches Stellwerk. 62 Millionen investiert die Bahn insgesamt in diese Streckenertüchtigung.

Vorbereitend zum Stellwerk Lübstorf wurden 2014 bereits die Bahnsteige des Lübstorfer Bahnhofs sowie die Bahnübergänge Friedensweg und Bahnhofstraße erneuert.

„Im Zusammenhang mit diesen Bauarbeiten ist auch die Gestaltung des Bahnhofs Bad Kleinen und anliegender Schienenabschnitte zu betrachten“, so Christian Pegel. Er blickt optimistisch in die Zukunft: „Jetzt wird auf dieser Strecke einmal alles gemacht und dann haben wir hoffentlich viele Jahre Freude daran.“

Ausbau der Kreisstraße zwischen Goddin und Grischow

Goddin – Für den Ausbau der Kreisstraße DM 35 zwischen Goddin und Grischow erhält der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einen Zuschuss in Höhe von 417.400 Euro. Die Gesamtausgaben der Baumaßnahme betragen rund 900.000 Euro. Zuwendungsfähig sind rund 835.000 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte plant in der Gemeinde Ivenack die Kreisstraße DM 35 in einem zweiten Bauabschnitt vom Bahnübergang Goddin bis zur Ortslage Grischow grundhaft auszubauen. Die Fahrbahn soll dabei auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern in einer Breite von 5,50 Metern in Asphaltbauweise hergestellt werden.

Die Kreisstraße DM 35 ist eine wichtige überörtliche Straße, die eine Verbindung zwischen der Bundesstraße 104 und der Landesstraße 273 darstellt. Die Fahrbahn besteht zurzeit zum Teil nur aus drei Meter breiten Betonplatten und einem 1,50 Meter breiten unbefestigten Seitenstreifen. Die Betonplatten sind stark verschlissen, so dass die Fahrbahn sehr uneben ist. Eine funktionierende Straßenentwässerung ist nicht vorhanden und wird im Rahmen der Bauarbeiten mit hergestellt.

Bad Doberan erhält Zuschuss für Erneuerung des Parkentiner Wegs

Bad Doberan – Die Stadt Bad Doberan (Landkreis Rostock) erhält für die Erneuerung des 1. Bauabschnitts des Parkentiner Wegs einen Zuschuss in Höhe von 197.900 Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben für diese Baumaßnahme betragen 304.568 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Der Parkentiner Weg soll vom Anschluss an die Bundesstraße B 105 bis zur Einmündung Doberweg in einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut werden. Vorgesehen ist zudem ein neuer Gehweg. Der Abschnitt ist derzeit uneben und verfügt über keine Straßenentwässerung. Auch der Gehweg ist in einem schlechten Zustand.