A 20: Lösungen für Wirtschaft und Einwohnerinnen und Einwohner finden

Anklam – Auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern Patrick Dahlemann haben sich heute Wirtschaftsvertreter und Vertreter von Kammern und Wirtschaftsfördergesellschaften aus der Region in Anklam getroffen, um über die Folgen der Sperrung für die Wirtschaft der A 20 zu diskutieren. Dazu eingeladen hatte Dahlemann auch den Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel.

„Die A 20 ist die zentrale Verkehrsader in unserem Land. Wir wissen, dass die Sperrung und Unterbrechung schwerwiegende Auswirkungen für den Verkehr und für die Unternehmen hat, vor allem bei uns hier in Vorpommern. Und wir müssen jetzt schnell behelfsmäßige Lösungen finden, um die Belastungen einzudämmen. Das ist im Interesse der Wirtschaft. Aber es geht genauso um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die die Autobahn nutzen oder in den Orten leben, die jetzt mit dem zusätzlichen Verkehr durch die Umgehung der Autobahn zurechtkommen müssen. Das ist auch für die Landesregierung eine große Herausforderung“, erklärte Dahlemann nach dem Gespräch.

Infrastrukturminister Christian Pegel fährt ebenfalls regelmäßig über die A 20 in den Ostteil des Landes. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig diese Verbindung für unser Land ist. Und wie hart der plötzliche Verlust ihrer Durchgängigkeit uns alle trifft“, sagte er und fügte hinzu: „Ich kann Sie, ebenso wie diejenigen, die die Umleitungsströme verkraften müssen, nur um Geduld und Verständnis bitten. Und Ihnen versichern, dass wir alle Kräfte darauf konzentrieren, diese Verkehrsader schnell wieder zum Pulsieren zu bringen.“

Für die Zeit, die dies beanspruchen wird, gilt es zunächst, die Umleitung zu optimieren. Eine erste zusätzliche Strecke wird demnächst für den Verkehr freigegeben. Weitere Varianten werden geprüft. Große Hoffnungen setzt der Minister in die Möglichkeit, die A20-Baustelle wortwörtlich zu überbrücken. „Wir haben Vorplanungen beauftragt für eine Behelfsbrücke, die den Verkehr wenigstens auf einer Spur pro Richtung über die A20 führen könnte, solange wir an deren Instandsetzung arbeiten. Vielleicht können wir diese Brücke schon im kommenden Sommer in Betrieb nehmen.“

Schwesig sieht gute Argumente für Erhalt und Ausbau der Darßbahn

Barth – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann haben gestern in Barth ein Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative „Keine Bahn ist keine Lösung“ geführt

„Die Bürgerinitiative kämpft schon seit vielen Monaten für den Erhalt der Bahnstrecke von Velgast nach Barth und für eine Verlängerung der Bahnverbindung bis auf den Darß. Es ist klar: Die Landesregierung muss demnächst eine Entscheidung über die Bahnstrecke treffen. Es war mir wichtig, vor einer solchen Entscheidung persönlich mit den Bürgerinnen und Bürgern zu sprechen. Und ich muss sagen: Ich habe gestern viele gute Argumente für den Erhalt und den Ausbau der Bahnstrecke gehört“, erklärte Schwesig heute in Schwerin.

„Wir waren uns in dem Gespräch einig darüber, dass der Erhalt der Bahnstrecke nach Velgast und die Verlängerung auf den Darß miteinander zusammenhängen. Wir werden diese Bahnstrecke auf Dauer nur erhalten können, wenn sie bis auf den Darß verlängert wird“, erklärte der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel.

„Die Bürgerinitiative hat für eine schnelle Entscheidung geworben. Das verstehe ich“, sagte Schwesig. Es seien aber noch Gespräche mit dem Bund erforderlich. „Frau Merkel und Herr Dobrindt haben sich zuletzt positiv über die Darßbahn geäußert. Dazu führen wir jetzt natürlich Gespräche mit dem Bund.“ Schwesig kündigte außerdem an, die beteiligten Akteure im Land und im Kreis an einen Tisch holen zu wollen.

„Die Menschen in Barth und Umgebung haben ein starkes Signal für den Erhalt ihrer Bahnstrecke gesendet“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann. „Ich bin sehr dankbar für das Engagement der Bürgerinitiative. Die Region muss jetzt geschlossen für das Projekt kämpfen, das großes Potential für Vorpommern bietet.“

A 20 bei Tribsees: Alternative Umleitungen und Behelfsbrücke in Aussicht

Tribsees – „Wir haben in der kurzen Zeit seit Feststellung des Absackens des Straßenkörpers Ende September unter Hochdruck Maßnahmen entwickelt und geprüft, um zunächst den Umleitungsverkehr für alle Betroffenen möglichst verträglich zu gestalten. Außerdem haben wir die dauerhafte Instandsetzung der Ostseeautobahn in diesem Bereich in Angriff genommen“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel heute (17.10.2017) bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Manfred Rathert und Ronald Normann, Abteilungsleiter Autobahn beim Landesamt an der beschädigten Autobahn 20 bei Tribsees. Dort stellten sie das Handlungskonzept vor, das kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen enthält.

„Wir sind bestrebt, die derzeitige Verkehrsführung auf der A20 – eine verbleibende Fahrspur in Richtung Stettin – aufrecht zu erhalten, solange dies unter Gewährleitung der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer vertretbar ist“, so der Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Dies hänge vom weiteren Verformungsverhalten des Straßendamms ab. Um dies zu kontrollieren, werden täglich engmaschig Setzungs- und Dehnungsverhalten gemessen und – auch nachts – die Entwicklung bereits vorhandener Risse und eventuelle Neubildungen permanent beobachtet. „Die aktuellen Messergebnisse deuten nicht auf eine erforderliche Vollsperrung hin. Sollte sich dies ändern, sind wir sofort handlungsfähig und können die bereits vorbereitete Totalsperrung sofort umsetzen und die Umleitung aktivieren.“

Für die Umfahrung der Schadstelle ist bis auf Weiteres eine offizielle Umleitung – U 38 – von Tribsees über Bad Sülze, Dettmannsdorf und Sanitz zur Anschlussstelle Sanitz ausgewiesen. Um die Auswirkungen für die Anwohner erträglicher zu gestalten, wird in bebauten Bereichen außerhalb geschlossener Ortschaften entlang der Strecke im Einzelfall die Geschwindigkeit von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde heruntergesetzt. Die Abstimmungen dazu laufen.

Ebenfalls vorgesehen ist, in der Gemeinde Langsdorf und anderen Durchfahrten Bedarfsampeln aufzustellen, die den Fußgängern das Queren der Straße erleichtern sollen. Auch hierzu laufen die Abstimmungen. „Uns ist bewusst, welche Belastung dieser plötzliche und unerwartete Ausfall der A20 für diejenigen bedeutet, die an der Umleitungsstrecke wohnen“, sagt Christian Pegel und verspricht: „Wir tun Alles, um diese Belastung so gering wie möglich zu halten und so schnell wie möglich wieder zu beseitigen.“

Voraussichtlich Anfang November wird zusätzlich zur aktuellen Umleitungsstrecke über Sanitz eine weitere über die L 19 und L 23 über Böhlendorf in Richtung Bad Sülze zur Verfügung stehen. Dort hatte das Straßenbauamt Stralsund bereits vor dem Absacken der A 20 Bauarbeiten begonnen, die eine Vollsperrung erforderlich machten. Diese Bauarbeiten wurden beschleunigt und sollen gegen Ende dieses Monats beendet sein. Dadurch würde sich die Umleitungsstrecke von etwa 30 auf ca. 11 Kilometer verkürzen. „Da diese Strecke für den gefahrlosen Begegnungsverkehr zu schmal ist, wird sie allerdings im Falle einer Sperrung beider Richtungsfahrbahnen der A 20 nur für eine Richtung zur Verfügung gestellt werden können“, sagt Landesamtsleiter Manfred Rathert.

Es wurden weitere Alternativen für Umleitungsstrecken betrachtet und werden derzeit geprüft. Dazu zählt u.a. die Herstellung einer Behelfsauf- und -abfahrt zur Autobahn von der Kreisstraße NVP 9 für beide Richtungen, mit der sich die Umleitungsstrecke auf etwa vier Kilometer verringern würde. Ziel ist es bei positivem Prüfergebnis, diese provisorische Anschlussstelle bis möglichst zum Jahresende zu errichten – und zurückzubauen, sobald sie nicht mehr erforderlich ist.

Dies könnte bei günstigem Verlauf schon im Laufe des Sommers 2018 der Fall sein. „Wir haben in der vergangenen Woche bereits die Planung einer ca. 80 – 100 Meter langen auf Großbohrpfählen gegründeten Behelfsbrücke sowie das dafür erforderliche Baugrundgutachten beauftragt“, sagt Manfred Rathert und fügt hinzu: „Sollten die Planungen bis zum Jahresende 2017 abgeschlossen sein, könnten die Bauleistungen Anfang 2018 ausgeschrieben werden. Ein Versprechen, dass alles bis zu den Sommerferien abgeschlossen ist, kann angesichts zahlreicher Unwägbarkeiten derzeit allerdings nicht gegeben werden.“ Die Behelfsbrücke würde den Verkehr über die A 20 auf mindestens einer Spur pro Richtung ermöglichen. Der Bund hat bereits signalisiert, solch‘ eine Brücke zeitnah zur Verfügung zu stellen.

„Wir können zurzeit nicht vollständig ausschließen, dass auch der übrige Dammbereich bzw. die Gründung geschädigt sind oder in Zukunft Schäden auftreten. Daher werden wir den Baugrund und den Zustand des gebauten Gründungssystems umfassend, auch hydrologisch, untersuchen lassen“, sagt Ronald Normann, Leiter des Bereiches Autobahn im Landesamt. Diese Untersuchungen wurden zum Teil bereits beauftragt. „Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, können wir Konstruktionsvarianten für eine dauerhafte Lösung entwickeln.“

Minister Christian Pegel wirbt noch einmal für Verständnis bei allen, die von dem unerwarteten plötzlichen Abbruch der Fahrbahn an der Trebeltalbrücke betroffen sind. „Wir arbeiten mit vereinten Kräften daran, die Folgen für Autofahrer und Anwohner so verträglich wie möglich zu gestalten und die A 20 schnell wieder durchgängig für den Verkehr zu öffnen. Ich bedanke mich für Ihre Geduld und Ihr Verständnis.“

Radweg von Rövershagen nach Gelbensande wird frei gegeben

Rövershagen – Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Freitag (13.10.2017) zusammen mit Vertretern des Landkreises Rostock, der Hansestadt Rostock und der Gemeinden den Radweg entlang der Bundesstraße B 105 zwischen Rövershagen und Gelbensande (Landkreis Rostock) feierlich freigeben.

Der Radweg wurde parallel zur Fahrbahnseite der B 105 auf einer Länge von 3,5 Kilometern und in einer Breite von 2,50 Metern überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. Der neue Abschnitt zwischen Rövershagen und Gelbensande stellt ein Teilstück des Gesamtradweges entlang der B 105 von Rostock nach Bentwisch bis Altheide da. Somit schließt sich die Lücke zu den bereits fertiggestellten Radwegen entlang der B 105. Der Lückenschluss bis Altheide mit einer Länge von 3 km ist im Straßenbauplan Mecklenburg-Vorpommern enthalten und soll – sofern der Grunderwerb rechtzeitig abgeschlossen ist und Baurecht besteht – bis Ende 2020 fertiggestellt werden.

Die Bundesstraße B 105 ist eine überregionale, hochfrequentierte Verkehrsverbindung von Selmsdorf über Wismar und Rostock in Richtung Ribnitz-Damgarten, weiterführend bis nach Stralsund. Der Neubau des Radweges dient der

Erhöhung der Verkehrssicherheit, der Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der weiteren touristischen Erschließung. Für den Neubau des Radweges waren umfangreiche Fäll- und Rodungsarbeiten notwendig. Als Ausgleichsmaßnahme erfolgten Erstaufforstungen auf insgesamt 6,7 ha Fläche. Im Bereich des Waldbiotops der Rostocker Heide wurde eine 68 m lange Spundwand zwischen dem Teich und dem Radweg gesetzt.

Zusätzlich wurde auf dem Streckenabschnitt in der Rostocker Heide ein Fledermausquartier durch Umbau eines ehemaligen Trafohauses geschaffen.

Die Baukosten belaufen sich auf 858.200 Euro. Davon trägt der Bund 833.200 Euro und die Gemeinde Rövershagen 25.000 Euro.

A20 bei Tribsees weiter abgesackt – eine Spur Richtung Stettin vorerst weiter befahrbar

Tribsees – Am 10.10.2017 untersuchte ein Bodengutachter erneut die abgesackte Fahrbahn auf der A 20 im Bereich der Trebeltalbrücke. Die Setzungen auf der schadhaften Fahrbahn in Richtung Rostock sind so weit fortgeschritten, dass etwa 1000 Kubikmeter Erde „weggesackt“ sind und dadurch ein Loch von ca. 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Metern Tiefe entstanden ist. Es gibt zudem Anzeichen dafür, dass der Prozess der Setzung nicht abgeschlossen ist.

Der Gutachter sieht aber keine akute Gefährdung des Verkehrs auf der verbleibenden einen Fahrspur auf der Gegenfahrbahn in Richtung Stettin. Deshalb soll der Verkehr dort zunächst aufrechterhalten werden. Vermesser des Landesamtes kontrollieren zweimal täglich die Fahrbahn durch Höhenmessungen der Fahrbahnoberfläche. Abhängig von den Ergebnissen dieser Messungen wird über eventuelle weitergehende Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs entschieden.

Der Verkehr in Richtung Rostock wird über die die bisherige Umleitungsstrecke von der Anschlussstelle Tribsees über die L19 zur Anschlussstelle Sanitz geführt. Die Mitarbeiter der Straßenbauverwaltung prüfen zudem zurzeit, ob zusätzliche Umleitungsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Für den Verkehr auf der A20 in Richtung Stettin gilt in dem betroffenen Bereich bei der Trebeltalbrücke zurzeit ein Tempolimit von 60 km/h.

A20 bei Tribsees wird weitergehend untersucht

Schwerin – An der Autobahn 20 auf dem Damm an der Trebeltalbrücke wird nun vorsorglich auch die Fahrbahn in Richtung Stettin vermessungstechnisch auf Setzungen kontrolliert. Das heißt, neben der Überwachung durch das Personal der Autobahnmeisterei Süderholz führt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr wöchentlich Höhenmessungen an der Fahrbahn durch. Nach derzeitigem Stand kann der Verkehr auf dieser Fahrbahn auf den zwei provisorisch eingerichteten Spuren, eine pro Richtung, erst einmal weiterrollen.

Außerdem wird das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ein weiteres umfangreiches Gutachten beauftragen, mit dem einerseits die konkrete Schadensursache näher ermittelt und zudem der Untergrund des gesamten Damms auf einer Länge von ca. 1000 Metern untersucht werden soll. Dabei werden vorsorglich mögliche Setzungen der zweiten Fahrbahnhälfte mit betrachtet. Mit den Ergebnissen des ersten Gutachtens, das im August beauftragt worden war, wird in diesem Monat gerechnet.

Bis beide Gutachten vorliegen, werden bereits vorsorglich Maßnahmen geprüft, die veranlasst werden müssten, wenn auch die zweite Richtungsfahrbahn von Setzungen betroffen wäre.

„Wir haben uns dabei keine Denkverbote auferlegt und versuchen, für jeden denkbaren künftigen Fall ausreichend vorbereitet zu sein“, beschreibt Landesverkehrsminister Christian Pegel die derzeit breit angelegten Vorprüfungen der Straßenverkehrs- und -baubehörden.

So werde – vor allem falls sich auch die zweite Fahrbahn als nicht ausreichend tragfähig fest erweisen sollte – geprüft, ob es kurzfristig umzusetzender bzw. erforderlicher Maßnahmen bedarf wie eine weitere Absenkung der Höchstgeschwindigkeit oder die Sperrung für den kompletten LKW-Verkehr, um die Belastung des Damms zu verringern. Für den eventuellen Fall, dass Letzteres erforderlich werden sollte, prüfen die zuständigen Behörden vorsorglich gegebenenfalls benötigte Umleitungsstrecken.

Ergänzend werden vorsorglich auch nur mittelfristig umzusetzende Maßnahmen wie der Bau einer ca. 100 Meter langen Behelfsbrücke im Bereich des bereits gesperrten Bereichs in Richtung Rostock geprüft. Damit könnte die Zeit überbrückt werden, bis eine dauerhafte neue Konstruktion als Ersatz für den absackenden Damm gebaut werden konnte.

Die Fachbehörden müssen aber auch das weitgehendste Szenario prüfen. Sofern dieses eintreten sollte, müsste man sich mit den zuständigen Straßenbehörden auch auf eine Vollsperrung des betroffenen Autobahnabschnitts und die Ausweisung ggf. großräumiger Umleitungen über Bundesfern- und Landessstraßen vorbereiten.

„Wir sind äußerst bestrebt, die Befahrbarkeit der Autobahn mindestens für den PKW-Verkehr zu gewährleisten, auch wenn dies langsamer und auf weniger Spuren möglich ist als üblich“, sagt Landesverkehrsminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Wir können aber zurzeit die Entwicklung des Zustands der Autobahn in den kommenden Tagen und Wochen nicht sicher voraussagen und müssen uns deshalb auf alle denkbaren Szenarien vorbereiten.“

Er weist auch noch einmal darauf hin: „So lange die oben genannten Gutachten nicht vorliegen, sind keine verlässlichen Aussagen zu Umfang, Dauer und Kosten der erforderlichen Reparaturarbeiten möglich.“

Bußgelder für Handynutzung und Behindern von Rettungskräften

Berlin – Autofahrer, die für Polizei- und Hilfskräfte keine Rettungsgasse bilden, müssen künftig mit einem Bußgeld bis zu 200 Euro rechnen. Kommt es darüber hinaus zu einer weiteren Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung, kann es bis zu 120 Euro teurer werden. Außerdem droht ein einmonatiges Fahrverbot.

Der Bundesrat hat einen entsprechenden Verordnungsvorschlag der Bundesregierung in seiner Sitzung am 22. September 2017 ausdrücklich begrüßt. Seine Zustimmung zu der Vorlage knüpfte er jedoch an die Bedingung, die Bußgelder für Verstöße gegen die Pflicht, bei Blaulicht oder Einsatzhorn sofort freie Bahn zu schaffen, ebenfalls anzuheben. Ansonsten bestünde ein Wertungswiderspruch. Beide Verstöße seien gleich schwer zu bewerten und müssten deshalb auch weiter gleich geahnt werden.

Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Erweiterung des Handy-Verbots am Steuer möchte der Bundesrat nur geringfügig ändern: Er verlangt eine Ausnahmeregelung für Straßenbahnen, um zu gewährleisten, dass der Fahrkartenverkauf an Haltestellen weiterhin ungehindert möglich ist. Für Linienbusse sieht der Verordnungsvorschlag eine solche Regelung bereits vor.

Das neue Handy-Verbot enthält eine technikoffene Formulierung, die sicherstellen soll, dass sich Fahrzeugführer während der Fahrt grundsätzlich nicht durch Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungsmittel ablenken lassen. Die Bedienung der Geräte mittels Sprachsteuerung und Vorlesefunktion bleibt zulässig, ebenso deren sekundenschnelle Nutzung. Bei einem Verstoß gegen die geänderten Vorschriften zur Nutzung elektronischer Geräte drohen erhöhte Bußgelder. Praxiserfahrungen hätten gezeigt, dass die Vorschrift bislang nicht ernst genommen wurde, hatte die Bundesregierung die Anpassung des Bußgeldrahmens begründet.

Darüber hinaus schreibt die Verordnung vor, dass Autofahrer ihr Gesicht am Steuer nicht verhüllen oder verdecken dürfen, um eine Identitätsfeststellung zu vereiteln.

Lediglich klarstellenden Charakter hat die Änderung zum Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen: Es gilt ausdrücklich nur für den gewerblichen Güterverkehr. Fahrzeuge, die zu Sport- und Freizeitzwecken unterwegs sind, sind von dem Verbot ausgenommen.

Die Verordnung wird nun der Bundesregierung zur Ausfertigung zugeleitet. Sie soll am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft treten.

Radweg zwischen Waase und Wusse auf der Insel Ummanz fertiggestellt

Ummanz – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag (21.09.) den neu gebauten Radweg von Waase nach Wusse auf der Insel Ummanz (Landkreis Vorpommern-Rügen) offiziell freigegeben.

„Inmitten der prächtigen Naturlandschaft der Urlaubsinsel Ummanz ist eine attraktive Etappe des Radweges entstanden. Urlauber und Anwohner können nun den Blick über die flachen Boddengewässer, weiten Wiesen und Felder noch besser genießen. Eine weitere Lücke im Radwegenetz ist nun geschlossen. Insbesondere Gäste der Insel Rügen können nun auch die Insel Ummanz besser mit dem Rad entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In zwei Monaten Bauzeit ist auf der rund 1.400 Meter langen und zweieinhalb Meter breiten Strecke ein Zweirichtungs-Radweg in Asphaltbauweise entstanden. Zusätzlich sind eine Schutzhütte, ein Fahrradständer sowie Bänke und Tische entlang des Weges errichtet worden. Die Etappe von Waase nach Wusse ist Bestandteil des 670 Kilometer langen Ostseeküstenradweges, der von Lübeck-Travemünde bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom führt.

„Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern lässt sich sehr gut auf zwei Rädern erkunden. Deshalb ist ein gut ausgebautes Radwegenetz ein wichtiger Bestandteil des touristischen Angebotes im Land, um den Gästen die Möglichkeit zu geben, ihre Ferien mit sportlicher Aktivität auf dem Fahrrad zu erleben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betrugen rund 304.000 Euro. Das Land hat den Ausbau aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 246.000 Euro unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Ausbau des Autobahnzubringers B 321 Schwerin

Schwerin – Der Bund hat jetzt die Baufreigabe für den geplanten 4-streifigen Ausbau des Autobahnzubringers B 321 Schwerin erteilt.

Das Land hatte das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau im August positiv abgeschlossen. Damit bestand vollziehbares Baurecht. Minister Pegel hatte dies dem Bundesverkehrsministerium Anfang September mitgeteilt. Im letzten Schritt war die Baufreigabe durch den Bund, die haushaltärische Freigabe der Mittel für die Maßnahme, notwendig.

„Die heutige Nachricht aus Berlin ist eine sehr gute! Mit dieser Zustimmung kann das Land nun mit der Ausschreibung und anschließend dem Bau dieser wichtigen Maßnahme beginnen“, freut sich Infrastrukturminister Christian Pegel.

Die B 321 soll vom Knotenpunkt Plater Straße bis zur Abfahrt Mueß wegen ihrer hohen verkehrspolitischen Bedeutung zu einem 4-streifigen Autobahnzubringer ausgebaut werden.

„Die Bundesstraße 321 bildet eine der wesentlichen Verkehrsverbindungen im westlichen Mecklenburg-Vorpommern. Sie fungiert als Autobahnzubringer zur A 14 und bewältigt hier hohe regionale und überregionale Verkehrsströme“, so Pegel.

Die derzeit 2-streifige Straße wird dieser Verkehrsbedeutung nicht mehr gerecht. Insbesondere durch den hohen Anteil der nach Schwerin einpendelnden Menschen sind an Werktagen in den Morgen- und Abendstunden Staubildungen zu verzeichnen.

„Durch den 4-streifigen Ausbau wird die Kapazität und Verkehrsqualität des Streckenabschnittes deutlich erhöht. Die Strecke wird für die Nutzer attraktiver und ein bestehender Engpass im Straßennetz kann beseitigt werden“, sagte Pegel.

Der Ausbau wird den Lückenschluss zwischen den bereits 4-streifigen Abschnitten von der B 106 bis zur Plater Straße im Bereich Neu Zippendorf und dem Bereich von der Abfahrt Mueß bis zur Anschlussstelle Schwerin-Ost der A14 darstellen.

Die Investitionssumme der Maßnahme beträgt gemäß den derzeitigen Planungen 21,4 Mio. Euro.

B 104: Letzte Radweg-Lücke zwischen Pasewalk und Polen wird geschlossen

Pasewalk – Heute (19. September 2017) beginnt mit der Erneuerung von Durchlässen der Bau eines neuen Radwegs an der B 104 zwischen den Ortslagen Zerrenthin und Rossow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die 2,85 Kilometer sind der letzte noch fehlende Abschnitt der Radverbindung an der Bundesstraße zwischen Pasewalk und der polnischen Grenze. Mit Fertigstellung voraussichtlich zur Jahresmitte 2018 können die Radler die Strecke von etwa 20 Kilometern durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg zurücklegen.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung von ca. 6.175 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 644 Lkw, zwischen Löcknitz und Pasewalk (Stand 2015) ist dieser straßenbegleitende Radweg für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Er wird in 2,50 Metern Breite überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. In der Ortslage Zerrenthin und in einem kleineren Abschnitt wegen der Baugrundverhältnisse wird der Radweg gepflastert.

Als Ausgleichsmaßnahme werden 303 Winterlinden als durchgehende Allee gepflanzt, dazu weitere 54 Bäume als Ausgleich für den bereits fertiggestellten Abschnitt zwischen Rossow und Löcknitz. Dort war nicht genug Platz für die Ausgleichspflanzung. Gleichzeitig werden zum Schutz von Autofahrern und Bäumen Schutzplanken am Fahrbahnrand errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen einschließlich Grunderwerb und Erneuerung von Durchlässen etwa 872.000 Euro. Davon entfallen ca. 647.000 Euro auf den Radweg. Die Kosten werden bis auf den Eigenanteil der Gemeinde Zerrenthin für den Gehweg in Höhe von knapp 37.000 Euro entlang der Ortsdurchfahrt vom Bund finanziert.

Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Lüssow – Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben.

„Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen.

Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe.

„Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Land plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

MV steigt auf: Netzwerk sucht weitere Mitgliedskommunen

Schwerin – Ein neues Netzwerk aus Städten und Gemeinden will mit vereinten Kräften den Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern stärken. Landesenergieminister Christian Pegel, für Verkehr und Klimaschutz zugleich zuständig, übergab den Initiatoren einen Zuwendungsbescheid über 80.000 Euro. Damit soll die Arbeitsgemeinschaft „MV steigt auf! Gemeinsame Initiative fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen und des Landes M-V zur Förderung der Nahmobilität“ ins Leben gerufen und in den ersten drei Jahren unterstützend finanziert werden.

„Mit einem solchen Netzwerk können die Kompetenzen in den Kommunen gebündelt und ausgebaut, ihr Bewusstsein für das Radfahren gestärkt, neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden“, sagte der Minister bei der Übergabe des Bescheids im Rostocker Rathaus und fügte hinzu: „Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kommunen, die als Baulastträger für einen Großteil der Radwege im Land zuständig sind, ihre Arbeit besser untereinander abstimmen können. Durch die Konzentration des Fachwissens wird ihnen eine qualifizierte Planung, Antragstellung und Erhaltung im Radwegebau erleichtert.“

Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft, die mit Hilfe der Anschubfinanzierung in Rostock aufgebaut werden soll, kann dann z. B. Fördermittelanträge koordinieren und trägerübergreifende Projekte durchführen. „Mit der Zuwendung des Ministeriums können wir eine Projektstelle in der Geschäftsstelle finanzieren. Noch im November werden wir zu einer Gründungsveranstaltung einladen“, sagt Holger Matthäus. Rostocks Bau- und Umweltsenator hat das Projekt mit ins Leben gerufen. Neben Rostock haben Neustrelitz, Schwerin, Greifswald, Stralsund, Anklam und Bergen auf Rügen Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet, dazu als Kooperationspartner verschiedene Institutionen im Land wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Tourismusverband und die Verkehrswacht.

„In den meisten anderen Bundesländern haben sich solche Arbeitsgruppen längst etabliert. Ich bin sehr froh, dass wir in M-V jetzt nachziehen“, sagte der Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC, Martin Elshoff. Er betonte: „Radverkehrsförderung ist mehr als Radwegebau. Erforderlich sind aufeinander abgestimmte Konzepte und Maßnahmen für die·Infrastruktur, die Öffentlichkeitsarbeit und den Service für Radfahrer.“

Erste Projektideen für die Arbeitsgemeinschaft gibt es bereits: eine gemeinsame Kampagne, bei der sie mit Faltblättern, CityCards, Broschüren und einem Film fürs Radfahren und Zufußgehen als klimafreundliche und gesundheitsfördernde Fortbewegungsarten werben. Auch das jährliche Stadtradeln könnte in M-V künftig durch die Arbeitsgemeinschaft, in Zusammenarbeit mit dem Energieministerium, koordiniert werden.

Neustrelitz‘ Bürgermeister Andreas Grund, ebenfalls Mitinitiator der AG, warb bei der Entgegennahme des Zuwendungsbescheids: „Je mehr Städte und Gemeinden das Netzwerk mit Leben erfüllen, desto mehr können wir erreichen. Für unsere Einwohner genauso wie für unsere Gäste. Und nicht zuletzt für unsere Umwelt.“

ADAC Sicherheitswestenaktion 2017 für M-V

Christian Pegel freute sich mit den Schulanfängern über ihre Westen.

Christian Pegel freute sich mit den Schulanfängern über ihre Westen.

SchwerinRund 100 Erstklässler der Friedensschule haben im Schweriner Verkehrsministerium ihre Sicherheitswesten erhalten. Die Übergabe ist Teil der Aktion „Einfach sicher gehen“ der ADAC Stiftung „Gelber Engel“, bei der bundesweit 760.000 Westen verteilt werden.

Mit ihrer Sicherheitswestenaktion will die ADAC Stiftung Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar machen und so die Unfallzahlen reduzieren. In Mecklenburg-Vorpommern erhalten 283 Schulen über 13.000 Westen.

Die offizielle Übergabeveranstaltung für Mecklenburg-Vorpommern fand im Schweriner Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung statt. Minister Christian Pegel übernahm dabei die Patenschaft für die Aktion. „Ich habe selbst zwei kleine Töchter, von denen eine bereits Schulkind ist. Ich habe meinen Mädels früh erklärt, dass sie sich in der Nähe von Straßen vorsichtig und aufmerksam verhalten müssen. Aber es sind eben Kinder und daher ist enorm wichtig, dass die anderen Verkehrsteilnehmer auf sie achten. Die leuchtenden Westen erleichtern ihnen das“, sagte er nach der Veranstaltung.

Der Vorstand für Jugend und Sport des ADAC Hansa, Adi Schlaak, betonte: „Damit die Sicherheitswesten ihren Zweck erfüllen, müssen sie auch konsequent getragen werden. Nicht nur auf dem Weg zur Schule, sondern auch in der Freizeit. Durch das Tragen der Sicherheitsweste sind die Kinder aus bis zu 140 Metern erkennbar – das kann Leben retten“.

Pegel und Schlaak appellierten zudem an die Autofahrer, besonders in der Nähe von Schulen noch vorsichtiger zu fahren. Denn Grundschüler können oftmals die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht richtig einschätzen und aufgrund ihrer Körpergröße fehlt ihnen häufig der Überblick.

Bundesweit gibt die ADAC Stiftung 760.000 Sicherheitswesten aus. Unterstützt wird die Aktion von der Deutschen Post, die die gesamte Logistik und den kostenlosen Versand der rund 30.000 Pakete in ganz Deutschland übernimmt.

Ausbau der Kreisstraße von Karow nach Käselow

Karow – Der Landkreis Rostock erhält für den Ausbau des zweiten Bauabschnitts der Kreisstraße GÜ 18 zwischen Karow und Käselow einschließlich der Ortslage Käselow Fördermittel in Höhe von 363.600 Euro vom Infrastrukturministerium. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Straße in diesem Abschnitt ist aufgrund des schlechten Untergrunds sowie der verschiedenen Oberflächenbeläge dringend erneuerungsbedürftig. Deshalb werden zunächst Maßnahmen für eine Baugrundverbesserung durchgeführt und anschließend die Fahrbahn auf der vorhandenen Breite von 5,50 Metern in Asphaltbauweise erneuert. In der Ortslage Käselow werden zudem zwei Bushaltestellen mit Blindenleiteinrichtungen errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei 790.000 Euro, davon sind rund 730.000 Euro zuwendungsfähig.

Die Kreisstraße liegt zentral im Landkreis Rostock und nördlich der Stadt Güstrow. Sie bindet an die Landesstraßen L 14 und L 13 an und verbindet die Orte Hohen Sprenz, Siemitz, Käselow, Karow und Strenz.

Förderung des Radverkehrs

Rostock – Am Donnerstag (14.09.2017) übergibt Infrastrukturminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 80.000 Euro in der Hansestadt Rostock für das Projekt „MV steigt auf! Gemeinsame Initiative fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen und des Landes M-V zur Förderung der Nahmobilität“.

Stellvertretend für den Initiativkreis zur Gründung einer Arbeitsgruppe fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) werden Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus, Neustrelitz‘ Bürgermeister Andreas Grund und der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Mecklenburg-Vorpommern, Martin Elshoff, den Bescheid entgegennehmen.

Ziel der gemeinsamen Initiative von fußgänger- und fahrradfreundlichen Kommunen und dem Land Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem die Förderung des Radverkehrs. Interessierte Städte und Gemeinden sowie Verbände sollen in der AGFK vernetzt werden und mit gemeinsamen Kampagnen den Radverkehr voranbringen.

Durch eine Arbeitsgruppe können die Kompetenzen in den Kommunen gebündelt und ausgebaut, das Bewusstsein für das Radfahren gestärkt, neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Ein Vorteil des Netzwerks besteht darin, dass die Städte von den Erfahrungen anderer Mitgliedstädte profitieren und ihre Arbeit besser untereinander abstimmen können. Das konzentrierte Fachwissen ermöglicht u.a. eine fachlich qualifizierte Planung und Antragstellung beim Radwegebau.

In anderen Bundesländern hat sich ein solches Netzwerk bereits bewährt. Die Fördermittel sind eine Anschubfinanzierung und stammen aus dem Landestitel „Verbesserungen der Mobilität“.