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Kategorie: Verkehr / ÖPNV / Autobahnen / Straßenbau

Bahn zurück nach Lubmin: Start in den Sommerferien

Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen.

Lubmin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird in den diesjährigen Sommerferien die Bahnstrecke zwischen Greifswald und dem Seebad Lubmin wieder für den Personenverkehr nutzen. An Wochenenden sollen mehrere Züge verkehren und damit erstmals seit längerer Zeit wieder eine direkte Verbindung auf der Strecke angeboten werden.

„Wir bringen die Bahn zurück nach Lubmin. Gerade an Sommerwochenenden ist die Nachfrage hoch – mit der Verbindung schaffen wir eine einfache und direkte Anreise an die Küste“, erklärte Staatssekretärin Ines Jesse vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Die Reaktivierung der Strecke an den Wochenenden ist Teil der Mobilitätsoffensive des Landes. Ziel ist es, das regionale Bahnangebot weiterzuentwickeln und vorhandene Infrastruktur stärker zu nutzen.

„Perspektivisch wollen wir gemeinsam mit den Kommunen eine Lösung entwickeln, die das Angebot in den Sommermonaten dauerhaft ermöglicht und von allen Beteiligten getragen wird“, so Staatssekretärin Jesse.

„Die Reaktivierung der Strecke ist eine große Chance für die Region. Sie stärkt die touristische Entwicklung und verbessert gleichzeitig die Erreichbarkeit für die Menschen vor Ort“, sagte Landrat Michael Sack.

„Viele Menschen in Greifswald fahren regelmäßig nach Lubmin. Eine direkte Bahnverbindung kann den Verkehr an stark frequentierten Tagen spürbar entlasten und ist ein echter Gewinn für unsere Stadt“, betonte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.

„Für das Seebad Lubmin ist es eine sehr gute Nachricht sowohl für unsere Gäste als auch unsere Einwohner. Es erweitert unser touristisches Angebot und wir hoffen, dass es langfristig ist.“, erklärte der erste stellvertretende Bürgermeister Frank Tornow.

„Die vorhandene Infrastruktur bietet eine gute Grundlage, um die Strecke wieder für den Personenverkehr zu nutzen. Wir unterstützen die Umsetzung im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagte Markus Lindner, kaufmännischer Geschäftsführer der EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH.

Geplant sind mehrere Fahrten pro Tag an Sonnabenden und Sonntagen während der Schulferien in Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir arbeiten derzeit intensiv mit allen Beteiligten daran, die Verbindung für die Sommerferien auf die Strecke zu bringen. Dazu stimmen wir uns eng mit den Eisenbahnunternehmen ab, um ein verlässliches und attraktives Angebot zu ermöglichen. Über Fahrplan, Starttermin und Ticketpreise informieren wir, sobald die Planungen abgeschlossen sind“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH.

Der Personenverkehr auf der Strecke nach Lubmin wurde 1999 eingestellt. Zuletzt fanden anlässlich des MV-Tages im vergangenen Jahr Sonderfahrten statt. Die Strecke ist rund 25 Kilometer lang und verbindet unter anderem den Greifswalder Hauptbahnhof, Greifswald Süd und das Seebad Lubmin. Die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten. Die Strecke wurde 1969 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Lubmin errichtet.

„Carfriday“ 2026: Polizei kündigt landesweite Kontrollaktion an

Null Toleranz bei illegalen Rennen und Fahrzeugmanipulationen

Schwerin – Anlässlich des bevorstehenden Karfreitags, der sich in der Tuning- und Autoszene als sogenannter „Carfriday“ etabliert hat, kündigt Innenminister Christian Pegel landesweite Schwerpunktkontrollen an. Im Fokus stehen illegale Kraftfahrzeugrennen, technische Manipulationen an Fahrzeugen sowie das sogenannte „Posing“ auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen.

Innenminister Christian Pegel: „Illegale Rennen sind kein Spaß, sondern eine ernste Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer. Wer glaubt, öffentliche Straßen als Rennstrecke nutzen oder mit illegalen Umbauten ungestraft Aufsehen erregen zu können, irrt sich gewaltig. Wir werden konsequent kontrollieren und Verstöße ohne Ausnahme ahnden. Unsere Botschaft ist klar: Null Toleranz zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.“

Die Erfahrungen zeigen, dass es an diesem Tag vermehrt zu gefährlichen Fahrmanövern, unzulässigen Fahrzeugveränderungen und riskantem Fahrverhalten kommt. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität. Die Entwicklung der Strafanzeigen in Mecklenburg-Vorpommern zeigt über die Jahre einen deutlichen Anstieg. Allein im letzten Jahr wurden 206 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert. Davon waren 27 Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen dabei 18 Personen zu Schaden.

Innenminister Christian Pegel appelliert: „Genießen Sie den Frühling auf legale Weise. Tuning und Autobegeisterung sind kein Problem, solange sie im Rahmen der Verkehrsvorschriften stattfinden.“

Seit 2017 gelten verbotene Kraftfahrzeugrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat. Das gilt auch für Einzelpersonen, die fahren, als wären sie in einem Rennen. Der aktuell gültige bundeseinheitliche Tatbestandskatalog eröffnet zudem weitreichende Sanktionsmöglichkeiten. So drohen etwa auch bei Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren, bei vermeidbaren Lärm- und Abgasbelästigungen oder in Fällen, in denen sich durch Tuning die Abgas- und Geräuschwerte verschlechtern und dadurch die Betriebserlaubnis erlischt, Bußgelder.

Ab 3. April 2026: Saisonverkehr der Südbahn startet

Parchim – Am 3. April 2026 startet der beliebte Saisonverkehr entlang der Südbahn. Einheimische und Urlaubsgäste können dann die landschaftlich reizvolle Mecklenburgische Seenplatte klimafreundlich mit Bus und Bahn entdecken. Zwischen Parchim, Lübz, Karow, Plau am See (RB19) sowie Waren (Müritz), Malchow und Plau am See (RB15) verkehren die Züge an Wochenenden und Feiertagen durch eine der schönsten Naturregionen Deutschlands.

Nachhaltige Mobilität für Einheimische und Gäste

„Mit den bewährten Saisonangeboten bieten wir Einheimischen und den Gästen der Region auch in diesem Jahr eine attraktive Alternative zum Auto. Wer Bus und Bahn nutzt, erlebt die Mecklenburgische Seenplatte aus einer neuen Perspektive –unsere Mobilitätsoffensive wirkt“, sagt Ines Jesse, Staatssekretärin im Verkehrsministerium.

Die Mecklenburgische Seenplatte begeistert mit unzähligen Seen, weiten Wäldern und idyllischen Kleinstädten. Besonders in den Sommermonaten ist die Verkehrslage vor Ort stark frequentiert. Um Natur und Lebensqualität auch in Zukunft zu bewahren, lohnt sich der Blick auf umweltfreundliche Alternativen. Ein Umstieg auf Bahn und Bus, schont nicht nur das Klima, sondern entlastet auch die Straßen.

Entspannt in die Saison mit RB15 und RB19

Vom 3. bis 6. April und vom 14. Mai bis 13. September 2026 starten die Saisonzüge auf den Linien RB15 und RB19 der ODEG freitags, samstags, sonntags und feiertags zwischen, der Inselstadt Malchow, Plau am See und Parchim. Während der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern wird das Angebot der RB15 montags bis freitags zusätzlich erweitert. Diese fährt in den Sommerferien somit unter der Woche von der Inselstadt Malchow über Malchow Krebssee bis Alt Schwerin und ab Freitagnachmittag weiter bis Plau am See. Die Züge bieten ideale Verbindungen für Familienausflüge und Tagesreisen, ganz ohne Auto und mit bester Anbindung an die schönsten Ziele der Mecklenburgischen Seenplatte.

„Die Südbahn zeigt, wie einfach nachhaltige Mobilität im Alltag und im Urlaub funktionieren kann. Mit den Saisonzügen auf den Linien RB15 und RB19 bringt die ODEG Einheimische wie Urlaubsgäste komfortabel und klimafreundlich zu den schönsten Zielen der Mecklenburgischen Seenplatte. Möglich wird dieses attraktive Angebot durch die enge und verlässliche Zusammenarbeit mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der VMV.“ Stefan Neubert, Geschäftsführer der
ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH.

Der aktuelle Fahrplan wurde in enger Abstimmung mit den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim, den Tourismusorganisationen sowie den Verkehrsunternehmen entwickelt.

Leichtes Reisen mit der Gästekarte

Auch in dieser Saison profitieren Urlaubsgäste zusätzlich: Inhaberinnen und Inhaber einer Gästekarte aus Waren (Müritz), Malchow, Alt Schwerin, Karow, Rechlin, Klink und Röbel (Müritz) können die RB15 zwischen Waren (Müritz) und Alt Schwerin kostenfrei nutzen. Der Fahrpreis ist über die Kurabgabe abgedeckt.

„Mit der Gästekarte Bus und Bahn zu fahren, bedeutet Mobilität ohne Ticketsorgen: Gästekarte einstecken, einsteigen und mitfahren“, sagt Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern. „Jede Fahrt ist ein Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität in unserem Land.“

Buslinien 77 und 735 sowie ergänzen Bahnangebot

Für nahtlose Anschlüsse sorgt die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP): Die Buslinie 77 und der Rufbus MV ergänzen das Bahnangebot und schaffen stündliche Verbindungen zwischen Parchim und der Inselstadt Malchow, ideal für spontane Ausflüge, Wanderungen oder den täglichen Pendelverkehr. Die Regiobuslinie 735 der VLP verbindet auf der Nord-Süd Achse Meyenburg, Plau am See und Krakow am See ganzjährig zweistündlich miteinander. Die Linie bietet passende Anschlüsse in den jeweiligen Verknüpfungspunkten an die weiteren Angebote im Nahverkehr.

Stefan Lösel, Geschäftsführer Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH (VLP): „Als regionales Verkehrsunternehmen stehen wir natürlich bereit, wenn es darum geht, mit attraktiven Beförderungsangeboten den Tourismus voranzubringen. Gäste der Region profitieren nicht nur von regelmäßigen Anschlüssen, um sehenswerte Orte zu erreichen. Mit dem Deutschlandticket reisen sie besonders günstig. Unsere moderne Fahrzeugflotte befördert die Fahrgäste zudem nachhaltig und komfortabel.“

Zusätzliche Fahrten am Wochenende der RB 74

Die Hanseatische Eisenbahn GmbH (HANS) erweitert vom 14. Mai bis zum 13. September im Auftrag der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH und des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) das Angebot auf der RB74. An Samstagen und Sonntagen verkehren drei zusätzliche Fahrten von Pritzwalk über Meyenburg bis nach Plau am See. Diese Verlängerung schließt eine wichtige Lücke im Streckennetz der westlichen Seenplatte, stärkt die regionale Anbindung der Reisenden und bietet eine weitere Möglichkeit mit der Bahn aus dem Großraum Berlin die Region zu entdecken. Mit dem Angebot der Regiobuslinie 735 und der RB74 besteht ein teilweise stündliches Angebot auf der Relation Meyenburg – Plau am See.

„Mit der Verlängerung der RB74 bis nach Plau am See schaffen wir als Hanseatische Eisenbahn erneut einen echten Mehrwert für die Region. Der Saisonverkehr verbindet die westliche Mecklenburgische Seenplatte noch besser mit der Prignitz und auch mit dem Großraum Berlin und macht die Anreise zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Mecklenburg-Vorpommerns bequem mit der Bahn möglich. In Kombination mit dem Rundbus Plau am See können unsere Fahrgäste die Region vor Ort flexibel und umweltfreundlich weiter erkunden“, teilt René Haber-Henning, Geschäftsführer der HANS mit.

Entlang der Strecke: Natur, Kultur und Erholung

Die Südbahn verbindet einige der schönsten Orte der Mecklenburgischen Seenplatte:

  • Plau am See mit historischem Stadtkern, Schloss, Badestellen und Wanderwegen.
  • Die Inselstadt Malchow, eingebettet zwischen Malchower See und Fleesensee, mit dem Klostermuseum, der Drehbrücke und dem Hafenflair.
  • Waren (Müritz), das Tor zur Müritz, mit dem Müritzeum und dem Müritz-Nationalpark.
  • In Parchim und Lübz erwarten Besucher Backsteingotik etwa die St. Georgen-Kirche in Parchim oder das Mühlenmuseum in Lübz.

Weitere Informationen und die Fahrpläne der Verkehrsunternehmen erhalten Sie unter: https://südbahn-mv.de. Fahrplanauskünfte zum Saisonverkehr erhalten Sie in der Fahrplan-App „MV fährt gut“.

Schwesig: Früh-ICE kann mit Nahverkehrsticket genutzt werden

Schwerin – Nun steht es endgültig fest: Auch der von Land und Bahn gerettete Früh-ICE nimmt am 15. Mai seinen Betrieb von Rostock über Schwerin nach Hamburg auf. Er kann ebenso wie der Spätzug Hamburg-Schwerin-Rostock mit Tickets des Nahverkehrs wie Einzelfahrkarten, dem Deutschlandticket, dem Seniorenticket und dem Azubi-Ticket genutzt werden. Darüber informierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zu Beginn der heutigen Landtagssitzung.

„Anders als ursprünglich von der Bahn geplant wird es weiterhin eine frühe ICE-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg geben. Auch die Spätverbindung von Hamburg nach Rostock bleibt erhalten. Das ist eine gute Nachricht für alle, die die Bahnstrecke nutzen, insbesondere für die Pendlerinnen und Pendler“, erklärte die Ministerpräsidentin.

„Damit haben wir den Früh-ICE gerettet und dabei sogar noch das Angebot verbessert. Der Frühzug Rostock – Hamburg und der Spätzug Hamburg – Rostock können künftig auch mit Tickets des Nahverkehrs genutzt werden. Dafür setzen wir Regionalisierungsmittel ein. Ich bin zuversichtlich, dass diese Verbindung gut angenommen wird“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Die Landesregierung habe in dieser Wahlperiode eine Mobilitätsoffensive gestartet. „Wir haben heute mehr Angebote als vor fünf Jahren Wir bestellen fast 10 Prozent mehr Leistungskilometer bei den Bahnanbietern als noch 2022. Nahezu alle Hauptstrecken im Land werden täglich im Stundentakt bedient. 16 neue Regio-Buslinien schaffen kreisübergreifende Verbindungen. Und dank der neuen Rufbusse, die fast überall im Land unterwegs sind, sind auch unsere Dörfer in der Fläche zuverlässig und flexibel erreichbar“, bilanzierte Schwesig. Hinzu kommen die Unterstützung für das Deutschlandticket sowie die Fortführung des Azubi-Tickets und die Einführung des Seniorentickets.

Neues Fahrradparkhaus für Schwerin

Schwerin – In Schwerin ist heute der Grundstein für die neue Mobilitätsstation gelegt worden. Nahe des Bahnhofs entsteht ein Fahrradparkhaus mit rund 300 Stellplätzen, ergänzt durch gesicherte Fahrradboxen im Außenbereich. Zur Mobilitätsstation sollen außerdem ein Fahrradverleih, eine Gepäckaufbewahrung und Lademöglichkeiten für E-Bikes gehören. Die Nahverkehr Schwerin GmbH wird den Betrieb übernehmen.

„Das ist eine gute Nachricht für alle, die in und um Schwerin unterwegs sind, nicht nur mit dem Rad“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Pendlerinnen und Pendler, die von Schwerin aus zur Arbeit aufbrechen oder von außerhalb in die Stadt kommen, haben die Möglichkeit, hier ihr Fahrrad sicher abzustellen. Und wer unsere Weltkulturerbestadt mit ihren glitzernden Seen mit dem Rad erkunden möchte, findet hier eine Anlaufstation für Ausleihe oder zum Aufladen von E-Bikes.“

Der Bau der Mobilitätsstation wird mit vom Land vergebenen Mitteln des Bundes, der Landeshauptstadt Schwerin und der Metropolregion Hamburg gefördert. „Das ist auch ein Projekt, um den Tagestourismus zu stärken. Mit dem Zug aus Hamburg kommen und gleich am Bahnhof ein Fahrrad leihen – das wird hier künftig möglich sein“, sagte die Ministerpräsidentin. In der Metropolregion Hamburg arbeitet die Hansestadt mit ihrem Umland zusammen. Mecklenburg-Vorpommern ist als Land und mit den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin Träger der Metropolregion.

„Die Landesregierung hat in dieser Wahlperiode einen klaren Schwerpunkt beim Thema Mobilität gelegt. Wir haben das Nahverkehrs-Angebot auf Schiene und Straße ausgebaut. Es fahren mehr Züge auf unseren Strecken. Wir haben 16 neue kreisübergreifende Regio-Buslinien eingeführt. Und dank der neuen Rufbusse, die fast überall im Land unterwegs sind, sind auch unsere Dörfer in der Fläche zuverlässig und flexibel erreichbar. Wir fördern das Azubi- und das Seniorenticket. Die neue Mobilitätsstation passt hervorragend zu dieser Offensive“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Verkehrsunfallbilanz M-V 2025

Unfallzahlen steigen leicht – deutliche Risiken für ungeschützte Verkehrsteilnehmer

Schwerin – Innenminister Christian Pegel hat heute die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Insgesamt wurden 55.282 Verkehrsunfälle registriert, ein leichter Anstieg um 0,3 Prozent. Die 5.175 Unfälle mit Personenschaden bedeuten ein Plus von 5,7 Prozent. Die Zahl der Verkehrstoten liegt mit 94 Menschen einen Fall über dem Vorjahr.

Der Minister machte deutlich, dass selbst vermeintlich kleine Veränderungen schwer wiegen: „Der Anstieg der Verkehrstoten bereitet uns weiterhin große Sorgen. Statistisch verlieren wir alle vier Tage einen Menschen bei einem Verkehrsunfall. Hinter jeder Zahl steht ein Schicksal.“ Auffällig ist die Entwicklung bei Fußgängerinnen und Fußgängern: 18 Menschen starben 2025 – mehr als doppelt so viele wie 2024 (8 Todesfälle). „Fußgänger gehören zu den schutzlosesten Verkehrsteilnehmern. Der deutliche Anstieg ist ein ernstes Warnsignal. Mehr Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und gezielte Sicherheitsmaßnahmen sind zwingend notwendig“, so Innenminister Pegel weiter.

13,8 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer waren ohne Sicherheitsgurt unterwegs. Der Minister sprach von einer Entwicklung, die ihn „fassungslos und entschlossen zugleich“ macht: „Ein Sicherheitsgurt ist eine der einfachsten und wirksamsten Schutzmaßnahmen, die wir haben. Wer ohne Gurt fährt, bringt sich selbst in Lebensgefahr. Und wir werden dieses Verhalten noch konsequenter kontrollieren müssen.“

Die Unfälle mit verunglückten Radfahrerinnen und Radfahrern – einschließlich Pedelec‑Nutzenden – nahmen um 7 Prozent zu (von 1.541 auf 1.649 Fälle). Auch die Unfälle mit verunglückten motorisierten Zweirädern stiegen um 4,7 Prozent (von 718 auf 752). Dazu kommt die weiter zunehmende Unfallbelastung durch E‑Scooter und andere Elektrokleinstfahrzeuge, vor allem in städtischen Räumen. Hier ist ein Zuwachs +37 Prozent zu verzeichnen.

Der Minister warnte eindringlich: „Wer zu Fuß, auf dem Rad, dem Pedelec oder mit dem E‑Scooter unterwegs ist, hat keinen Airbag. Diese Menschen tragen das höchste Risiko – und sie verdienen den höchsten Schutz. Ein Helm kann schwere Kopfverletzungen verhindern. Mehr Rücksicht, mehr Vorsicht und eine klarere Wahrnehmung dieser Gefährdung sind dringend notwendig.“

Weiterhin bleibt das Risiko der Baumunfälle hoch: 27 Menschen starben bei Kollisionen mit Bäumen. Trotz eines Rückgangs auf 323 Unfälle mit Personenschaden bleibt dieses Szenario eines der gefährlichsten im Land.

2025 konnten weniger Wildunfälle in unserem Land gezählt werden. Die Zahl der Schwerverletzten sank auf 1.061, während die der Leichtverletzten auf 5.501 Personen anstieg. Wildunfälle bleiben mit 16.943 registrierten Fällen ein erheblicher Faktor des Unfallgeschehens – rund 31 Prozent aller Unfälle sind mit Wildbeteiligung. Zwei Menschen starben dabei.

Die Gesamtzahl der Unfallfluchten bleib nahezu unverändert. Zugenommen haben + 7 Prozent jedoch die Unfallfluchten mit Personenschaden.

Innenminister Cristian Pegel: „Wer flieht, lässt unter Umständen verletzte Menschen zurück. Das ist nicht nur strafbar, das ist mehr als verantwortungslos. Dieses Verhalten wird konsequent verfolgt.“

Die Ursachenanalyse aller Unfälle zeigt bekannte Schwerpunkte: fehlender Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtfehler und riskante Überholmanöver. Besonders der zu geringe Sicherheitsabstand bleibt mit 743 Unfällen mit Personenschaden eine der dominierenden Ursachen. Vorfahrtverstöße (738 Fälle, -0.9 Prozent) verzeichneten einen leichten Rückgang, während die Unfälle mit Personenschaden aufgrund überhöhter Geschwindigkeit (710 Fälle, +9,2 Prozent) zunahmen.

Der Minister sagte dazu: „Abstand und Geschwindigkeit entscheiden darüber, ob ein Unfall passiert und ob Menschen dabei überleben. Verantwortung hinter dem Lenkrad ist keine Option, sondern Pflicht.“

Auffällig bleiben steigende Unfallzahlen bei Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen:  Unfälle durch unter 18‑Jährige nahmen um 14,4 Prozent zu, bei den über 75‑Jährigen um 7,9 Prozent. Auch junge Erwachsene verzeichneten leichte Anstiege. Die Gruppe der 35- bis 45-Jährigen umfasst insgesamt 830 der Gesamtunfallverursacher. Das ist ein Anstieg um 103 Fälle bzw. 14,2 Prozent. Bei den 18- bis unter 25-Jährigen ist ein Anstieg um 29 Fälle auf 629 zu verzeichnen.

Bei den Verunglückten nehmen die 15 bis unter 25 Jahre alten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer leider ebenfalls einen großen Anteil gemessen an deren Anteil an der Gesamtbevölkerung ein. Beide Gruppen umfassen insgesamt 18,6 Prozent der Verunglückten.“

Zum Abschluss formulierte Innenminister Christian Pegel einen eindringlichen Appell: „Sichere Straßen entstehen nur, wenn wir gemeinsam dafür einstehen. Wir werden weiter investieren. In Prävention, in Kontrollen und in eine sichere Infrastruktur. Aber Sicherheit entsteht vor allem im Kopf, nämlich in dem Moment, in dem jemand entscheidet, langsamer zu fahren, Abstand zu halten oder den Helm aufzusetzen. Jeder Unfall, den wir verhindern, und jeder Mensch, den wir schützen können, zählt.“

Strecke Hamburg-Berlin / Schienenersatzverkehr

Dr. Blank: „Streitigkeiten dürfen nicht auf dem Rücken der Reisenden ausgetragen werden“

Schwerin – Beim für die Dauer der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin eingerichteten Schienenersatzverkehr kommt es nach Informationen von Ecovista, dem mit dem Betrieb des Ersatzverkehrs beauftragten Unternehmen und ihrer Auftraggeberin, der DB InfraGo, seit heute zum Einsatz von Bussen, die nicht den vertraglich vereinbarten Qualitätskriterien entsprechen. Hintergrund ist offenbar der kurzfristige Einsatz neuer Leasingpartner durch Ecovista.

Dazu erklärt Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern: „Streitigkeiten zwischen Busunternehmen und Leasinggeber dürfen nicht auf dem Rücken der Reisenden und Pendlerinnen und Pendler ausgetragen werden.

Die Geduld der von der Generalsanierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist längst aufgebraucht. Die DB InfraGo befindet sich bereits in Klärung mit ihrem Auftragnehmer Ecovista. Ecovista muss alles dafür tun, die vertraglich festgeschriebenen Leistungen sofort wiederherzustellen.“

Früh-ICE Rostock-Schwerin-Hamburg bleibt

Nutzung mit Nahverkehrstickets wird geprüft

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Deutsche Bahn haben sich auf eine Lösung für die erste morgendliche ICE-Verbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg verständigt. Damit wird es nach Abschluss der Generalsanierung im Korridor Berlin – Hamburg wieder eine Frühverbindung auf der Achse Rostock – Schwerin – Hamburg geben. Die bislang bestehende Spätverbindung von Hamburg nach Rostock bleibt gesichert. Die Verbindungen sollen ab dem ersten Tag nach Aufhebung der Streckensperrung Hamburg – Berlin aufgenommen werden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, haben diese gemeinsame Linie nach einem Gespräch in Berlin erzielt. An dem Termin nahm auch Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank teil.

„Das ist eine gute Lösung für Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere für die Pendlerinnen und Pendler. Es wird auch nach der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg – Berlin einen Früh-ICE von Rostock über Schwerin nach Hamburg geben. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Früh- und die Spätverbindung des Fernverkehrs von Rostock über Schwerin nach Hamburg künftig auch mit einem Deutschlandticket, dem Seniorenticket oder Einzel- und Zeitkarten des Nahverkehrstarifs genutzt werden können. So können mehr Bürgerinnen und Bürger den ICE nutzen – und damit wäre das Angebot auf der Verbindung, die jetzt umgesetzt werden soll, noch attraktiver. Ich danke Frau Palla für diese konstruktive Lösung“, betont Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Evelyn Palla: „Ich freue mich, dass wir mit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern eine tragfähige Lösung für die ICE-Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg gefunden haben. Diese ergänzt unser bestehendes, gutes ICE-Angebot im Nordosten. Das bedeutet eine spürbare Verbesserung für unsere Kundinnen und Kunden und ist genau das, was wir beim Neustart bei der Bahn wollen: Kundenorientierte Lösungen. Ich danke Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und dem Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Dr. Wolfgang Blank, für den produktiven Austausch.“

Verbesserte Anbindung für Ludwigslust: IC-Halte ab Mitte Juni

Darüber hinaus gibt es Verbesserungen für die Anbindung von Ludwigslust: Die Deutsche Bahn hat informiert, dass ab dem 14. Juni 2026 IC-Züge auf der Verbindung Rostock – Leipzig beziehungsweise Leipzig – Rostock in Ludwigslust wieder halten. Vorgesehen sind je Richtung täglich zwei Halte.

„Darüber hinaus gibt es eine weitere gute Nachricht. Ludwigslust ist mit seiner Lage an den Fernverkehrsstrecken Hamburg – Berlin und Rostock – Leipzig ein wichtiger Verkehrsknoten in unserem Land. Ich bin sehr dankbar, dass die Bahn auch dafür eine gute Lösung für unser Land gefunden hat“, so Manuela Schwesig.

Die Landesregierung erwartet, dass die Deutsche Bahn für die anstehenden Bau- und Inbetriebnahme-Schritte im Korridor Berlin – Hamburg einen stabilen, realistischen und verlässlichen Zeitplan vorlegt und die notwendigen Ressourcen bereitstellt, damit das vollständige Angebot im Nah- und Fernverkehr nach der Sperrung wieder zuverlässig zur Verfügung steht.