Ostseeküsten-Radweg wird in Altefähr weiter ausgebaut

Insel Rügen – Die Gemeinde Altefähr (Insel Rügen) plant den Ausbau des Radweges „Schwarzer Weg“ von Altefähr (Gärtnerei) bis zur Bundesstraße 96. „Die Insel Rügen bietet Radfahrern landschaftlich beeindruckende Wege für kürzere und längere Touren. Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist das Seebad Altefähr. Jetzt soll der Radweg in der Gemeinde ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern und so die Region touristisch weiter aufzuwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant ist, den bisher unbefestigten Weg zwischen Altefähr und der B 96 ab der Gärtnerei auf einer Länge von 405 Metern und einer Breite von zweieinhalb Metern auszubauen. Damit wird eine Lücke zur B 96 geschlossen. Der „Schwarze Weg“ gehört zum Radwegenetz des Ostseeküstenradweges, der auf 278 Kilometern rund um die Insel führt. Der Ostseeküsten-Radweg führt über insgesamt circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. „Die Region West-Rügen wird von den Gästen unseres Landes gern besucht. Mit dem Ausbau der Etappe wird die Gegend touristisch weiter aufgewertet“, sagte Glawe.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 5,9 Millionen Übernachtungen von Urlaubsgästen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Radweges betragen knapp 184.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 165.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Kreuzungs- und Gehwegausbau in Burg Stargard

Burg Stargard – Für ihren Kostenanteil beim Ausbau des Knotenpunktes L 33/L 331 und den Ausbau des sich anschließenden rechtsseitigen Gehwegs entlang der Landesstraße 331 in Burg Stargard (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält die Stadt vom Land Fördermittel in Höhe von 112.600 Euro. Diese Mittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Im Rahmen des Umbaus der Kreuzung der Landesstraßen L 33/L 331 zu einem kleinen Kreisverkehr sollen auch die Gehwege im Kreuzungsbereich erneuert sowie entlang der Teschendorfer Chaussee (L 331) ein mit Betonsteinpflaster befestigter 252 Meter langer Gehweg in einer Breite von 2,30 Metern hergestellt werden. Die Gesamtausgaben betragen rund 186.000 Euro.

Ausbau der Ortsdurchfahrt Röbel/Müritz

Röbel – Am Donnerstag (04.01.2018) übergibt Verkehrsminister Christian Pegel dem Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von knapp 200.000 Euro (Fördersumme 65 Prozent) für den Ausbau der Kreisstraße MSE 16 im ersten Bauabschnitt „Mühlentor“ in Röbel.

Einen Zuwendungsbescheid über rund 27.000 Euro (Fördersumme 65 Prozent) für den Ausbau des Gehwegs dieses Abschnitts wird der Bürgermeister von Röbel/Müritz, Andreas Sprick, in Empfang nehmen. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Kreisstraße MSE 16 ist eine wichtige innerörtliche Straße in Röbel mit direkter Anbindung an die Landesstraße 241. Sowohl die Fahrbahn als auch der nur teilweise vorhandene Gehweg sind von starken Unebenheiten geprägt und verschlissen. Es sind keine bzw. nur unzureichende Entwässerungseinrichtungen vorhanden. Deshalb soll die Ortsdurchfahrt vom Ludorfer Weg bis zur Einmündung in die Mirower Straße grundhaft 320 Meter lang und sechs Meter breit ausgebaut werden. Der Gehweg wird in einer Breite von 1,5 bis 2 Meter erneuert. Zudem wird eine Regenwasserkanalisation hergestellt.

Die Gesamtkosten für den Straßenausbau liegen bei rund 400.000 Euro, die für den Gehweg bei rund 140.000 Euro.

Verkehrsfreigabe der Brücke in Medewege

Schwerin – In einem feierlichen Akt werden der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern Christian Pegel und der Leiter des Straßenbauamtes Schwerin Thomas Taschenbrecker am Donnerstag (04.01.2018) den Neubau der Brücke im Zuge der B 104 über die Gleise der Deutschen Bahn bei Medewege in Schwerin freigeben.

Bei der neuen Brücke bei Medewege nördlich von Schwerin handelt es sich um eine sogenannte Eisenbahnkreuzungsmaßnahme im Zuge der Bundesstraße B 104. Mit der Baumaßnahme wurde der vorhandene Bahnübergang beseitigt und durch eine Straßenbrücke über die Bahngleise ersetzt. Über diese Brücke kann der Autoverkehr nun ohne Wartezeiten an einer geschlossenen Schranke in Richtung Schwerin und Wismar rollen.

Die Kosten in Höhe von ca. acht Millionen Euro teilen sich Bund (zwei Drittel) und Deutsche Bahn AG (ein Drittel). Nach der Verkehrsfreigabe des Bauwerks werden die Bauarbeiten neben der Brücke bis zum Sommer 2018 andauern.

Neuer Radweg an der Kreisstraße 8 im Rostocker Umland

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel hat einen Zuwendungsbescheid für den Neubau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 8 zwischen Bartenshagen und Parkentin im Landkreis Rostock unterzeichnet.

Das Land fördert das Vorhaben mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gemäß der Richtlinie über die Mitfinanzierung der Investitionen in den Bau von Radwegen in kommunaler Baulast in einer Höhe von über 481.000 Euro.

Bei dem geplanten Radweg, der eine Länge von 2,6 Kilometern aufweist, handelt es sich um den 2. und 3. Bauabschnitt des Radwegs Bartenshagen – Parkentin. Er beginnt nahe der B 105 am Durchlass Rotbäk, führt durch die Ortslage Bartenshagen und endet am bereits fertiggestellten 1. Bauabschnitt des Radwegs in Richtung Parkentin.

Der Neubau des Radwegs dient der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Die Kreisstraße hat hier nur eine Breite von sechs Metern. Dieser Streckenabschnitt wird in den Sommermonaten häufig von überbreiten landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt. Hinzu kommen Transporte zur Deponie Parkentin.

Mit dem künftig durchgehend befahrbaren Radweg werden die Umlandverbindungen der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin nach Rostock und Bad Doberan verbessert. Dadurch werden die dortigen Arbeitsstätten und die weiterführenden Schulen für Bewohner der Gemeinde auch mit dem Fahrrad besser erreichbar sein. Außerdem wird hierdurch ein Anschluss an das mit Rad- und Wanderwegen ausgestattete Naturschutzgebiet Hütter Klosterteiche im Ortsteil Parkentin, das ein bekanntes Naherholungsgebiet im Rostocker Umland ist, hergestellt.

Der Baubeginn des Vorhabens soll im Frühjahr 2018 erfolgen.

Ausbau der Kreisstraße Karnin-Wilhelmsfelde

Greifswald – Am 22.12.2017 übergibt Verkehrsminister Christian Pegel dem Landkreis Vorpommern-Greifswald einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro für den Ausbau der Kreisstraße VG 46 von Karnin über Mönchow nach Wilhelmsfelde. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt.

Die Kreisstraße VG 46 soll auf einer Länge von 2,6 Kilometern von Karnin über Mönchow bis nach Wilhelmsfelde grundhaft ausgebaut werden. Dabei soll die rund 1,2 Kilometer lange Ortsdurchfahrt Karnin-Mönchow sechs Meter breit und die 1,4 Kilometer lange Strecke außerorts bis Wilhelmsfelde 5,50 Meter breit in Asphaltbauweise errichtet werden. Außerdem sollen die Straßenentwässerung erneuert sowie straßenbegleitend neue Bäume gepflanzt werden.

Die Straße ist derzeit stark beschädigt und mit einer Breite von vier bis fünf Metern nicht ausreichend ausgebaut. Die Kreisstraße VG 46 stellt eine wichtige Verbindung von und zur B 110 auf der Insel Usedom dar.

Die Gesamtkosten für diese Baumaßnahme liegen bei rund 2,4 Millionen Euro, davon sind rund 2,2 Millionen Euro zuwendungsfähig.

WLAN in Nahverkehrszügen

Rostock – Auf der Strecke Rostock-Stralsund-Binz wird erstmals im Land WLAN im Zug angeboten. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, die VMV – Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und die DB Regio Nordost starten heute (19.12.2017) ein Pilotprojekt zu WLAN in einem Nahverkehrszug. Dafür wurden in einem Triebwagen der DB Regio Server für einen direkten Internetzugang installiert.

“Mit diesem Pilotprojekt bringen wir die Digitalisierung auf die Schiene“, so Verkehrsminister Christian Pegel, der auch für Energie und Digitalisierung zuständig ist.

Fahrgäste die auf der Strecke Rostock-Stralsund-Bergen-Binz/Sassnitz unterwegs sind, können sich mit ihren Smartphones, Tablets oder Notebooks kostenlos in das WLAN im Zug einloggen. Dazu wurde der Zug mit zwei WLAN Routern ausgerüstet.

Über ein digitales Reiseportal erhalten Bahnkunden einen Zugang zum Internet sowie nützliche Informationen zum Beispiel zum Fahrplan mit Anschlussinformationen, eine Karte, auf der die Position des Zugs angezeigt wird, Wetterinformationen entlang der Strecke und Auskünfte zu geplanten Baustellen. Unter der Rubrik „Nachrichten“ lassen sich mit einem Klick News abrufen zu Sport, Politik, Wirtschaft, Panorama und Boulevard. Der NDR ist mit regionalen Beiträgen aus dem Nordmagazin dabei. Reisende, die das Land entdecken möchten, finden unter „Tourismus“ Sehenswürdigkeiten und einen nach Städten sortierten Veranstaltungskalender. Kinder können „Oli´s Bahnwelt“ entdecken.

„Das Angebot, auch im Zug kostenlos im Internet surfen zu können, soll dazu beitragen, die Regionalzüge für alle Fahrgäste, egal ob Pendler oder Tourist, noch attraktiver zu machen. Es ist vorgesehen das Angebot auf weitere Züge und Strecken auszudehnen“, sagt Detlef Lindemann, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern.

„Wir sind gespannt auf die Resonanz bei unseren Fahrgästen: Im digitalen Reiseportal können Anwender unter der Rubrik „Feedback“ den Piloten bewerten“, so Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Die technische Realisierung erfolgte durch die DB Regio AG Nordost in Zusammenarbeit mit der Siemens AG.

Weniger Bahnausfälle

Schwerin – Die Zahl der Zugausfälle in Mecklenburg-Vorpommern ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Von Januar bis Oktober sind ca. 3,4 Prozent der Züge ganz oder teilweise ausgefallen. Die Ursache bei 70 Prozent der ausgefallenen Züge waren Baumaßnahmen.

„Die meisten Zugausfälle im Land sind den derzeitigen Baumaßnahmen auf den Strecken Lübeck – Güstrow – Neubrandenburg – Stettin, Wismar – Tessin und Rehna – Parchim geschuldet, sie tragen den größten Anteil der ausfallenden Züge im Lande“, sagte Christian Pegel, Verkehrsminister und ergänzt, „im Vergleich zum letzten Jahr mit einer Ausfallquote von 5,0 Prozent ist dies eine Senkung von 1,6 Prozent.“ Für Zugausfälle, die im Zusammenhang mit Bauarbeiten stehen, konnte für die Kunden ein Schienenersatzverkehr bereitgestellt werden. „Zugausfall heißt also nicht automatisch, dass gar nichts fährt, sondern heißt in der großen Mehrzahl der Fälle, dass mit Bussen als Schienenersatzverkehr gefahren wird“, erläutert Pegel.

Erhöht gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zugausfälle aufgrund von Naturereignissen.

„Aufgrund der weiterhin hohen Anzahl von Baumaßnahmen im Bereich der DB Netz AG, bleibt es auch für die kommenden Jahre eine große Herausforderung, die Zahl der planmäßigen Ausfälle gering zu halten. Das Land befindet sich hierzu im ständigen Austausch mit den Infrastrukturbetreibern und Eisenbahnverkehrsunternehmen, um rechtzeitig mit Ersatzangeboten wie Schienenersatzverkehr reagieren zu können. Im Bereich der unplanmäßigen Ausfälle aufgrund von Störungen oder Naturereignissen erwarten wir, dass vornehmlich DB Netz seine Anstrengungen deutlich verstärkt, um ein stabiles und verlässliches Angebot im Schienenpersonennahverkehr sicherzustellen“, so Pegel weiter.

A 14 in Mecklenburg-Vorpommern fertig

Grabow – In einem feierlichen Akt werden der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel, und die Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg, Kathrin Schneider, den letzten Abschnitt der A 14 in Mecklenburg-Vorpommern freigeben.

Dieser Abschnitt mit einer Länge von rund elf Kilometern und einer durchschnittlichen Breite von 28 Metern erstreckt sich von der Anschlussstelle Grabow bis zur Anschlussstelle Groß Warnow in Brandenburg.

Die neue Strecke kreuzt verschiedene Landes- und Kreisstraßen, Verbindungswege und Gewässer. So quert sie unter anderem mit einer rund 506 Meter langen Brücke das Eldetal. Außerdem wurde eine Wildwechselbrücke errichtet. Insgesamt entstanden neun Brücken als Über- bzw. Unterführungsbauwerke. Für die Wegweisung wurden zwei Schilderbrücken hergestellt.

Die Freigabe des zweiten Teilstücks der A 14 zwischen Magdeburg und Schwerin bildet den Lückenschluss zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Die Baukosten in Höhe von rund 114 Millionen Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland.

Neues Verkehrssicherheitskonzept beschlossen

Schwerin – Das Kabinett hat den von Infrastrukturminister Pegel vorgelegten Entwurf eines Verkehrssicherheitskonzeptes der Landesregierung für die Jahre 2017 bis 2021 beschlossen. Das Konzept ist in enger Abstimmung mit dem Innenministerium und der Verkehrssicherheitskommission erarbeitet worden.

„Das Ziel des neuen Verkehrssicherheitskonzeptes M-V ist die Vermeidung von Unfällen“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung und betont, „glücklicherweise sinkt die Anzahl der Verkehrstoten seit dem Jahr 2000 in Mecklenburg-Vorpommern, trotzdem bleibt die Verkehrssicherheitsarbeit eine gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe.“

Das Land unterstützt die Ziele des Nationalen Verkehrssicherheitsprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur 2011 und ergänzt dieses. Das gilt insbesondere für das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent bis 2020 –ausgehend von den Zahlen für 2010- zu reduzieren. Die Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit zielen auf ein partnerschaftliches, rücksichtsvolles und den Bedingungen angepasstes Verhalten auf den Straßen. Die Landesregierung bekennt sich zu den Grundsätzen:

  • Null Toleranz gegenüber Rasen, Drängeln, Ausbremsen und anderem verkehrsgefährdenden Verhalten!
  • Null Toleranz gegenüber Alkohol und Drogen im Straßenverkehr!

Das neue Konzept setzt auf die Stärkung der Präventionsarbeit, besonders in den Zielgruppen „Kinder“, „Junge Fahrer“ und „Ältere Menschen“, auf sicheres Fahren in Alleen sowie auf die Verbesserung von Vorbeugung und Ahndung. Bauliche Veränderungen an Straßen, Kontrollen und Prävention werden in eine Gesamtstrategie integriert.

Wichtige Bausteine sind etwa intensivierte Geschwindigkeitskontrollen, zum Beispiel vor Kindergärten und Schulen, eine Verbesserung des Schutzes von Kindern und älteren Menschen sowie von Menschen mit Behinderungen und Mobilitätseinschränkungen im Straßenverkehr, die regelmäßige Überprüfung der Verkehrsinfrastruktur auf Unfallschwerpunkte, die vorschulische und schulische Verkehrserziehung bereits im frühen Kindesalter nach dem Prinzip des lebenslangen Lernens, die praxisorientierte Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern, die weitere Verbreitung von Schul- und Radschulwegplänen sowie die verstärkte Verkehrssicherheitsarbeit in der besonderen Risikogruppe der 18 bis 24-Jährigen.

Die Initiative des „Fifty-Fifty-Taxi“, mit der junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren an Wochenenden zum halben Preis ein Taxi nutzen können hat zu einem Rückgang der sog. „Disco-Unfälle“ geführt und wird weiter fortgesetzt. Die Landesregierung stellt dafür jährlich 90 000 Euro zur Verfügung. Alle Maßnahmen und Projekte sollen generationsübergreifend und behindertengerecht gedacht und gestaltet werden.

Gemeinsam mit den Verkehrswachten werden in jedem Jahr zahlreiche Projekte zur präventiven Verkehrssicherheitsarbeit durchgeführt. Dabei leisten die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen unschätzbaren Beitrag zur Verkehrserziehung und –aufklärung im Land. Das Energieministerium unterstützt die ehrenamtliche Arbeit mit Mitteln aus der Projektförderung.

Die Landesregierung unterstützt Bemühungen der Kommunen, Verkehrsberuhigungen zu erreichen. Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerüberwege können zum Beispiel geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sein.

Auch das besondere Gefährdungspotenzial von Alleen soll weiter reduziert werden. Neben medial geförderten Aktionen zu einem angepassten Verkehrsverhalten, dienen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote, Straßenmarkierungen sowie Schutzplanken als passive Schutzmaßnahmen der Verkehrssicherheit auf diesen Straßen. Der bisher erfolgreich beschrittene Weg zur Bekämpfung von Baumunfällen in Altalleenbereichen soll deshalb fortgesetzt werden.

Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit soll auch künftig zur Sensibilisierung der am Verkehr Teilnehmenden und zur Akzeptanz der Maßnahmen beitragen.

A 20 bei Tribsees: Zustand des Straßendamms lässt Behelfsbrücke nicht zu

Tribsees – Bereits vor Fertigstellung des Baugrundgutachtens gehen Straßenbauverwaltung und Energieministerium aufgrund der bereits gewonnenen Voraberkenntnisse nicht mehr davon aus, dass der ebenfalls auf der Moorlinse liegende Teil der A 20 hinter der abgesackten Unglücksstelle noch ausreichend tragfähig ist, um während der mehrjährigen Bauzeit den mit einer Behelfsbrücke verbundenen Verkehr tragen zu können.

„Wir werden deshalb jetzt unsere Kräfte auf die Reaktivierung der ehemaligen Behelfsstraße östlich von Langsdorf konzentrieren, damit diese die Verkehre während der Bauzeit aufnehmen kann“, folgerte Energieminister Christian Pegel aus den bereits gewonnenen Erkenntnissen der Bohrungen zur Baugrunduntersuchung und ergänzender statischer Berechnungen.

„Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse ist bereits klar, dass weitere Setzungen des Damms mit nachfolgendem Grundbruch nicht mehr mit der ausreichenden Sicherheit ausgeschlossen werden können“,fasst der Minister die bereits vorläufig feststehenden Erkenntnisse der Baugrunduntersuchungen über die Tragfähigkeit der CVS-Säulen im Straßendamm der A20 bei Tribsees zusammen.

„Die Behelfsbrücke als unsere Vorzugsvariante war an die Bedingung geknüpft, dass der Damm westlich der eigentlichen Schadensstelle zumindest für zwei bis drei Jahre stabil genug ist, um den Verkehr aufzunehmen, der mit Hilfe der Brücke über die Schadensstelle geleitet werden sollte. Die Aussagen der Gutachter stellen nun leider fest, dass dies nicht so ist. Da wir keinesfalls die Sicherheit der Autofahrer gefährden können, müssen wir diese Möglichkeit verwerfen“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. „Mit Inbetriebnahme der ehemaligen Behelfsstraße kann auch eine Umfahrung von Langsdorf erreicht werden, so dass die aktuellen Umweltbelastungen durch den Autobahnverkehr in den Ortslagen entfallen“, so der Minister.

Manfred Rathert, Leiter des Landesamts für Straßenbau und Verkehr, präzisiert: „Wir fangen nicht bei Null an. Wir haben auch für diese Umfahrungsalternative bereits Vorbereitungen getroffen, während das Hauptaugenmerk noch auf der Behelfsbrücke lag, vor allem im sensiblen Bereich des Naturschutzes. Diese Vorbereitungen sind nun noch einmal intensiviert worden. Bei erfolgreichem Verlauf kann voraussichtlich im Januar 2018 eingeschätzt werden, ob und wie diese Variante realisierbar ist.

Die Wiederherstellung dieser A20-Umfahrung ist allerdings mit hohem Aufwand und einigen Unwägbarkeiten verbunden. Die Stützen, die die Straße im moorigen Untergrund während des Autobahnbahn-Baus trugen, wurden beim Rückbau der Straße nach Fertigstellung der A20 mit schwerem Gerät abgebrochen. „Wir müssen deshalb eine geeignete neue Gründung für diese Straße bauen“, sagt Manfred Rathert.

„Ich gehe davon aus, dass alle Beteiligten um die Dringlichkeit einer verträglichen Lösung für Autofahrer und Anwohner wissen und hoffe deshalb auf Unterstützung“, sagt Minister Christian Pegel. „Werden alle Unwägbarkeiten schnell gemeistert, könnte die ca. ein Kilometer lange Umfahrung frühestens im Sommer 2018 in Betrieb genommen werden.“

Infolge der Ergebnisse der statischen Berechnungen im Rahmen der aktuellen Baugrunduntersuchungen ist auch klar, dass neben dem aktuell sichtbaren Schadensbereich auch der Damm, der sich westlich daran anschließt, instand zu setzen ist. Das Sanierungskonzept wird zurzeit in enger Abstimmung mit dem Bund erarbeitet. Erst danach lassen sich Aussagen zu voraussichtlichen Zeiträumen der Sanierung treffen. „Unser Ziel ist die dauerhafte Wiederherstellung der uneingeschränkten Befahrbarkeit der Ost-West-Achse unseres Bundeslands sobald wie möglich. Angesichts des Umfangs der Sanierung wird dafür einige Zeit erforderlich sein“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Dazu zählt neben der Zeit für die Bauarbeiten an sich die, die wir für Voruntersuchungen, Planungen, Genehmigungen, Ausschreibungen und Vergaben benötigen. Wir drücken hier auf‘s Gas, machen aber keine Abstriche an der erforderlichen Sorgfalt und Gründlichkeit.“

Bauarbeiten an A 20 bei Jarmen termingerecht abgeschlossen

Jarmen – Am Donnerstag (30.11.2017) werden die Bauarbeiten zur Erneuerung der Autobahn 20 im Bereich der Peene-Brücke bei Jarmen wie geplant abgeschlossen. Am heutigen Mittwoch bis voraussichtlich 13 Uhr kommt es noch einmal zur Vollsperrung der Fahrbahn in Richtung Lübeck, damit die Baustelleneinrichtung gefahrlos entfernt werden kann. Der Verkehr wird dafür an der Anschlussstelle Jarmen ab- und über die B110, L35 und B111 zur Anschlussstelle Gützkow umgeleitet.

Die eigentlichen Bauarbeiten sind bereits abgeschlossen. Auf 7,5 Kilometern Länge wurde seit Anfang September die Fahrbahndecke in Richtung Lübeck einschließlich der Übergangskonstruktionen an der Jarmener Brücke erneuert. Damit ist seit dem Frühjahr die gesamte Autobahn in diesem Bereich erneuert worden.

„Vor allem ist es uns mit intensiven Abstimmungen und Planungen gelungen, die Haupturlaubssaison und eine der wichtigsten Zufahrten zur Insel Usedom von dieser dringend erforderlichen Baumaßnahme freizuhalten“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Dafür war nach Absprache mit dem Tourismusverband der Insel (TVIU) die Baumaßnahme zweigeteilt worden. Die Fahrbahn in Richtung Stettin wurde vor dem Sommer saniert, die Fahrbahn in Richtung Lübeck danach – jeweils in einem sehr knapp bemessenen Zeitraum von drei Monaten.

„Dafür, dass dies alles so gut geklappt hat, möchte ich mich herzlich bedanken. Zunächst bei den an Planung und Bau beteiligten Kollegen und Unternehmen, aber vor allem auch für das Engagement und die Kooperationsbereitschaft der Tourismusvertreter Usedoms. Am Ende haben wir alle an einem Strang gezogen – und alle davon profitiert“, so Christian Pegel.

Auch Sebastian Ader, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbands der Insel Usedom, ist sehr zufrieden mit dem Ablauf der etwa zehn Millionen Euro teuren Baumaßnahme und wünscht sich: „Es wäre schön, wenn wir solche Abstimmungen auch in Zukunft hinbekommen würden. Es ist wichtig, dass unsere Straßen regelmäßig instandgesetzt werden, wenn wir – und auch unsere Urlaubsgäste – darauf fahren wollen. Wenn diese notwendigen Bauarbeiten sich wie in diesem Fall auch noch außerhalb der Haupturlaubssaison realisieren lassen, ist das ein doppelter Trumpf für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern.“

Die Anschlussstellen (AS) Gützkow und Jarmen sind bereits wieder freigegeben. In den kommenden Tagen wird es vereinzelt temporäre Fahrstreifeneinengungen geben, um kleinere Arbeiten wie z. B. das Verschließen von Fugen abzuschließen, die witterungsbedingt noch nicht beendet werden konnten.

A 20 bei Tribsees: Behelfsabfahrt in Richtung Stettin freigegeben

Tribsees – Am Mittwoch (22.11.2017) wurde die neue Behelfsabfahrt von der A 20 kurz vor dem abgebrochenen Damm für den Verkehr in Richtung Stettin freigegeben. Das verkündete Infrastrukturminister Christian Pegel bei der Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Landesregierung vor Ort“ im Kornspeicher Landsdorf bei Tribsees.

Dort stellte sich Christian Pegel den Fragen der Bewohner der Region, die als Anwohner und/oder regelmäßiger Nutzer der Autobahn in besonderem Maße von der Absackung des Autobahndamms an der Trebeltalbrücke betroffen sind. Durch die Fertigstellung der neuen Behelfsabfahrt entfällt die Umleitung durch die Gemeinde Breesen, so dass deren Einwohner von dem Umfahrungsverkehr entlastet werden. Für die Autofahrer in Richtung Stettin verkürzt sich die Umleitungsstrecke um etwa zehn auf knapp vier Kilometer. Reisende in Richtung Stettin fahren an der neuen Behelfsabfahrt ab und über die Kreisstraße NVP 9 durch Langsdorf auf die Landesstraße 19 und von dort zur Autobahnanschlussstelle Tribsees.

Die Umleitung in Richtung Rostock erfolgt weiterhin ab der Anschlussstelle Tribsees über die L 19 und L 23 zur Anschlussstelle Bad Sülze. Diese Umfahrung wird beibehalten, da die NVP 9 ebenso wie die Einmündung von der L 19 in diese Kreisstraße sehr eng bemessen sind.

Die neue Behelfsabfahrt wurde binnen sechseinhalb Wochen seit Vollsperrung der A 20 geplant und gebaut.

12 Kilometer langer Radweg von Sassnitz zum Königsstuhl wird gebaut

Insel Rügen – Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund gebaut werden.

„Mit dem geplanten Vorhaben wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um den Tourismus auf der Insel weiter zu beleben. Es wird ein wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen geschaffen. So können wir die Region als Ganzes weiter voranbringen und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die geplante Radwegtrasse soll vom nördlichen Rand der Ortslage Sassnitz zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund verlaufen. Der Weg wird entlang vorhandener Forstwegtrassen durch die nördlich von Sassnitz befindlichen Waldareale führen.

Die Gesamtlänge des Radweges beträgt rund 12 Kilometer, die Radwegbreite überwiegend 2,50 Meter. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten entstehen. Der Radwegeausbau erfolgt mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht (HGTD). „Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen weitgehend entsprechen, gleichzeitig aber die Vorteile vollflächiger, gebundener Befestigungen beibehalten“, so Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betragen rund 3,03 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Vierspuriger Ausbau der B 321 beginnt

Schwerin – Im Dezember beginnen die vorbereitenden Arbeiten zum Ausbau der Bundesstraße 321, Crivitzer Chaussee, in Schwerin von der Kreuzung Plater Straße bis Mueß. Bereits in diesen Tagen werden vom Straßenbauamt Schwerin die Schilder aufgestellt, die das Bauvorhaben ankündigen.

Die B 321 soll vom Knotenpunkt Plater Straße bis zur Abfahrt Mueß an der Störkanalbrücke zu einem 4-streifigen Autobahnzubringer ausgebaut werden. Der Straßenabschnitt bewältigt hohe regionale und überregionale Verkehrsströme. Durch den Ausbau sollen die Kapazität und Verkehrsqualität deutlich erhöht werden.

Der Ausbau wird den Lückenschluss zwischen den bereits 4-streifigen Abschnitten von der B 106 bis zur Plater Straße im Bereich Neu Zippendorf sowie von der Abfahrt Mueß bis zur Anschlussstelle Schwerin-Ost der A 14 darstellen. Der Bund hatte im September die Baufreigabe für den Ausbau erteilt, nachdem das Land das Planfeststellungsverfahren im August positiv abschließen konnte.

Die Baustrecke ist insgesamt 2,1 Kilometer lang. Die Maßnahme wird in zwei Abschnitten durchgeführt. Der 1. Bauabschnitt erstreckt sich von der Kreuzung Plater Straße/Alte Dorfstraße bis zur Kreuzung Lomonossowstraße/Alte Crivitzer Landstraße. Der 2. Abschnitt führt von der Kreuzung Lomonossowstraße/Alte Crivitzer Landstraße bis zur Abfahrt Mueß.

Noch in diesem Jahr beginnen die vorbereitenden Arbeiten. Dazu gehören neben der Baufeldfreimachung auch Leitungsumverlegungen und Baumfällungen. Die notwendige Fällung von Großbäumen wird aus Gründen der Verkehrssicherheit am ersten und zweiten Dezemberwochenende (02.-03.12.2017 und 09.- 10.12.2017) unter Vollsperrung durchgeführt werden. Autoverkehr, Radfahrer und Fußgänger werden an diesen Tagen über die Plater Straße – Hamburger Allee – Lomonossowstraße geführt. Die Anlieger an der Crivitzer Chaussee werden für gesonderte Absprachen von der Baufirma kontaktiert. In den folgenden Wochen werden weiteren Fällungen und vorbereitende Arbeiten erfolgen. Es muss hier mit temporären Verkehrseinschränkungen zum Teil mit halbseitigen Sperrungen gerechnet werden. Diese werden jeweils nur unter der Woche nur zwischen 9 Uhr und 15 Uhr eingerichtet, um den Pendlerverkehr nicht zu behindern.

Nach der Abnahme der Bäume wird am nördlichen Fahrbahnrand zwischen dem Räthenweg und der Straße Mueßer Bucht für die Dauer der Bauzeit ein Radweg angelegt. Der vorhandene Radweg kann während der Bauphase nicht genutzt werden.

Das Hauptaugenmerk der vorbereitenden Arbeiten liegt auf der Vorbelastungsschüttung ab Ende Januar. Der vorhandene Untergrund kann in seiner jetzigen Beschaffenheit die künftige Straße nicht tragen. Mittels Vorbelastungsschüttung wird der Boden daher verdichtet. Durch Aufschüttungen im Bereich der neuen Straße wird das Wasser aus dem weichen Untergrund gepresst und der Boden so standfester gemacht. Die Vorbelastungsschüttung wird in mehreren Lagen aufgebracht. Nach jeder Lage entstehen Setzungen, die abgewartet werden müssen, ehe die nächste Lage aufgebracht werden kann. Das Prozedere wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Anschluss muss der fertige Erdwall voraussichtlich 15 Monate liegen, bis der Boden ausreichend verfestigt ist. Währenddessen werden parallel weitere bauvorbereitende Arbeiten erfolgen. Nach Abschluss dieses Verfahrens kann mit dem tatsächlichen Bau begonnen werden.

Die beiden Richtungsfahrbahnen werden künftig durch einen 2,50 Meter breiten Mittelstreifen voneinander getrennt. Die Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Weges wird abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt, welches mit größerer Spannweite die neue vierspurige Fahrbahn überspannt. Zum Schutz der Anwohner vor Verkehrsimmissionen werden insgesamt sechs Lärmschutzwände errichtet.

Umleitungsregelungen

Etwa ab Sommer 2018 wird für den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen für die gesamte Bauzeit eine großräumige Umleitung eingerichtet. Der Schwerverkehr aus Richtung Crivitz fährt die südliche Umleitung über die K 109 Richtung Sukow, weiter über die K 30 nach Banzkow und Hasenhäge bis zur L 072 (ehemals B106) Richtung Schwerin.

Die nördliche Umleitung für den Schwerverkehr führt über die L 101 von Raben-Steinfeld über Leezen bis nach Rampe an die B 104 zum Paulsdamm, weiter Richtung Schwerin. Die Umleitung wird frühzeitig ausgeschildert.

Der übrige Verkehr wird über kürzere Umleitungsstrecken geführt. Während der Bauarbeiten im 1. Bauabschnitt wird der stadteinwärts fahrende Verkehr ebenfalls ab Sommer 2018 auf der Crivitzer Chaussee (B 321) durch die Baustelle geführt. Stadtauswärts erfolgt die Umleitung über die Plater Straße, die Hamburger Allee und die Lomonossowstraße bis zur B 321. Für die Umleitung über die Lomonossowstraße wird zuvor der dortige Kreisverkehr ausgebaut. Die Ampelschaltungen auf der Umleitungsstrecke werden der neuen Verkehrsführung angepasst.

Die Arbeiten im 2. Bauabschnitt beginnen erst nach Fertigstellung des 1. Abschnittes und werden hauptsächlich unter Vollsperrung erfolgen. Der gesamte Verkehr wird dann über die Alte Crivitzer Landstraße geführt, die vorher für den Umleitungsverkehr hergerichtet wird. Der Neubau der Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Weges erfordert es, dass der Autoverkehr aus Nedderfeld für ungefähr ein Jahr über Consrade geführt werden muss. Details zu den Umleitungen im 2. Bauabschnitt werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Die durch die Baumaßnahme verursachten Eingriffe in die Natur werden durch umfangreiche Aufforstungen östlich von Schwerin kompensiert. Daneben erfolgen weitere Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzzahlungen.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme in Höhe von ca. 21,5 Millionen Euro trägt der Bund. Die Landeshauptstadt Schwerin beteiligt sich in den Kreuzungsbereichen an den Ausbaukosten.