Bodendenkmalpfleger tagen in Stralsund

Staatssekretär Schröder: Ehrenamtliche leisten Beitrag zu kulturellem Reichtum des Landes

Stralsund – Die 60. Regionaltagung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -denkmalpfleger für Ostmecklenburg und Vorpommern hat Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder heute zum Anlass genommen, diesen für ihre unermüdliche Arbeit zu danken. „Mit ihrer Ortskenntnis und ihrem Engagement tragen sie erheblich dazu bei, Bodenschätze aufzuspüren und zu erforschen. Mecklenburg-Vorpommern kann auch dank ihrer Hilfe ein reiches kulturelles Erbe vorweisen“, betonte Schröder. Gemäß Landesdenkmalschutzgesetz seien es „quasi hoheitliche Aufgaben“, die die Ehrenamtlichen wahrnähmen.

Der Staatssekretär gratulierte auch dem jugendlichen Bodendenkmalpfleger Luca Malaschnitschenko, der mit seinem Mentor René Schön nahe Schaprode den Silberschatz aus der Zeit des Dänenkönigs Harald Blauzahn entdeckt hatte. „Die überregionale Aufmerksamkeit hat ihn sicherlich zusätzlich bestätigt, was für ein herausragender Fund das ist. Ich bin sehr gespannt, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sich aus den Münzen und Schmuckstücken ableiten lassen“, so Schröder.

Kulturstaatssekretär Schröder nutzte die Tagung zudem, um Fehler bei der Beschaffung der 50 GPS-Geräte durch das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege einzuräumen, die den ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern zur Verfügung gestellt werden: „Man hätte im Vorfeld die zukünftigen Nutzer mit einbeziehen sollen, und der ganze Prozess hätte schneller vonstattengehen können.“ Vor allem die Entscheidung für einen bestimmten Gerätetyp hatte in den zurückliegenden Wochen für deutliche Kritik aus den Reihen der ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger gesorgt.

148 ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpfleger engagieren sich in MV. Sie werden vom Land ernannt und tragen durch ihren Einsatz vor Ort gemeinsam mit den hauptamtlich Tätigen zum Schutz des Kulturgutes Mecklenburg-Vorpommerns bei.

Schwesig eröffnet Ausstellung „Blumengrüße aus Russland“

Rostock – „Kunst verbindet die Menschen. Über Grenzen hinweg. Ich bin sicher: Kunst und Kultur können unsere Völker enger miteinander verbinden. Sie können für gegenseitiges Verständnis sorgen und einen friedlichen Austausch befördern“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Blumengrüße aus Russland“, die sie gemeinsam mit dem Botschafter der Russischen Föderation Sergej J. Netschajew in der Rostocker Kunsthalle vorgenommen hat.

Es sei ihr ein persönliches Anliegen, auch auf anderen Gebieten noch mehr Kontakt zwischen den Regionen zu bekommen, betonte Schwesig. „Beim Austausch zwischen Schulen und Hochschulen, Städten und Gemeinden und auf dem Gebiet der Kultur.“

Die Regierungschefin ging auf die langjährigen Beziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet ein: „Unser Land und Russland verbindet seit vielen Jahren ein intensiver Austausch. Seit 2002 verbindet uns eine besondere regionale Partnerschaft mit dem Leningrader Gebiet. Und die hat sich hervorragend entwickelt. Gerade auf wirtschaftlichem Gebiet gibt es immer wieder neue gemeinsame Projekte und Unternehmungen. Russland war im vergangenen Jahr unser drittwichtigster Handelspartner.“

Die aktuelle internationale Lage erfülle viele Menschen mit Sorge. Schwesig: „Ich bin überzeugt: Es ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig, in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Chancen zum Wohle der Menschen zu nutzen. Deshalb steht für mich an erster Stelle, dass wir im Dialog mit Russland bleiben. Es ist besser, Konflikte im Dialog zu lösen.“

„Land in Sicht“ verdoppelt Besucherzahl

Hesse: Ausstellung schafft Aufmerksamkeit für unsere Künstler

Schwerin – Anfang März ist die Ausstellung „Land in Sicht – Die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2015/2016/2017“ zu Ende gegangen. Drei Monate lang war sie in Güstrow zu sehen gewesen. Kulturministerin Birgit Hesse zieht eine positive Bilanz: 1.200 Besucherinnen und Besucher hatten den Weg ins Schloss Güstrow gefunden, um die Kunstankäufe des Landes zu sehen. Damit hat sich die Besucherzahl gegenüber der vorangegangenen Ausstellung im Jahr 2014 verdoppelt.

„Mit der Ausstellung konnten wir ein weiteres Mal zeigen, wie vielfältig das künstlerische Schaffen in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagte Hesse. „Wir haben Einblicke in den mittlerweile beachtlichen Bestand der Landeskunstsammlung gewährt. Für die zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler ist die Ausstellung eine großartige Chance, um auf sich aufmerksam zu machen. Ich freue mich, dass die Ausstellung auf so großes Interesse gestoßen ist“, sagte die Ministerin.

Die jetzt zu Ende gegangene Triennale war die bisher umfangreichste Schau – dank einer zweimaligen Verdoppelung des jährlichen Ankaufsetats. So wurden für 131.000 Euro 116 Arbeiten von 23 Künstlerinnen und Künstlern erworben, darunter größere Konvolute von Oskar Manigk, Gerhard Stromberg oder Rolf Wicker. Zum Erfolg trugen auch die Rundgänge mit einigen der Künstlerinnen und Künstlern bei: Elf von ihnen sprachen über ihre Arbeiten und beantworteten Besucherinnen und Besuchern viele Fragen.

Die Kunstsammlung des Landes dient zugleich als Artothek. 28 Werke sind bereits zur Ausleihe vorgemerkt und werden nach Ausstellungsabbau in Räumen und Fluren der öffentlichen Verwaltung und der Landesregierung zu sehen sein, u.a. im Landesamt für Raumordnung und Landesplanung Westmecklenburg, im Polizeipräsidium Rostock und im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Kulturministerin Hesse hat sich für ihr Dienstzimmer das Gemälde „The Cactus“ von Sven Ochsenreither ausgesucht.

Jazz und Weltmusik in Neubrandenburg

Ministerin Hesse: Jazzfrühling trägt bei zu vielfältiger Kulturlandschaft in MV

Neubrandenburg – Der 27. Neubrandenburger Jazzfrühling steht mit seinem internationalen Line-Up aus Sicht von Kulturministerin Birgit Hesse nicht nur für höchsten Jazz-Genuss, sondern auch für Offenheit und Begegnung. „Das Programm mit dem Untertitel ‚Festival für Jazz und Weltmusik‘ setzt auf Vielfalt, auf internationale Künstlerinnen und Künstler sowie auf globale Einflüsse – und das gleich doppelt, schließlich ist der Jazz selber ja auch Weltmusik“, erklärte die Ministerin.

Sie freue sich darauf, morgen Abend beim Eröffnungskonzert im Haus der Kultur und Bildung mit dabei sein zu können. Der Jazzfrühling biete seit Jahren ein vielversprechendes Programm. „Das ist eine großartige Leistung der Initiatoren und Helfer, die sich Jahr für Jahr ehrenamtlich für dieses Festival einsetzen“, lobte Hesse. „Es freut mich, dass dieser Einsatz so viel Zuspruch beim Publikum findet“. Der Neubrandenburger Jazzfrühling eröffnet die Festivalsaison des Landes im Rahmen des Musiklandes und hält für die Zeit vom 21. bis 25. März 2018 ein Programm aus Konzerten an verschiedenen Spielorten in Neubrandenburg bereit.

Die ersten Schritte machte der Neubrandenburger Jazzfrühling 1992. 1994 gründete sich der Verein JazzConnection e. V. In den Folgejahren hat der Verein zahlreiche Jazzveranstaltungen und Jazzreihen wie „Jazz am Tor“ oder den „Neubrandenburger Jazzherbst“ organisiert. 1993 und 1994 fanden die ersten Jazzfrühlinge statt – damals noch als Teil einer Werbeveranstaltung der Nordbräu GmbH. Seit 2005 zählt der Neubrandenburger Jazzfrühling zum Musikland MV.

Das Musikland ist Teil der Marketing- und Imageinitiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Unter seinem Dach haben sich seit 1999 acht Veranstaltungsreihen im Nordosten von Jazz bis Klassik zusammengeschlossen. Aus dem Strategiefonds des Landes erhält das Musikland Mittel in Höhe von je 250.000 Euro in den Jahren 2018 ‑ 2021, von denen auch der Jazzfrühling profitieren wird. Daneben unterstützt das Land den Neubrandenburger Jazzfrühling mit 5.000 Euro Kulturförderung.

„Marktplatz Kultur und Schule“ – Auszeichnung für Kooperationsprojekte

Ministerin Hesse: Kulturangebote und Schule passen gut zusammen

Rostock – Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse hat den fünf Preisträgerinnen und Preisträgern der Initiative „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ für die besten Kooperationsideen zwischen Kulturakteuren und Schulen gratuliert. In der Jugendkunstschule Vorpommern-Rügen in Stralsund haben am Nachmittag zwei Projekte ihre Auszeichnungen erhalten. Die Preisübergabe durch die Fachstelle Kulturelle Bildung in Rostock erfolgt an verschiedenen Tagen. Der „Marktplatz Kultur und Schule in MV“ soll an einen Marktplatz erinnern, auf dem Künstlerinnen und Künstler, Vertreterinnen und Vertreter von Kultureinrichtungen mit Lehrerinnen und Lehrer Ideen für gemeinsame Projekte entwickeln und Kooperationen verabreden können.

„Kulturangebote und Schule passen gut zusammen“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Projekte bereichern das Unterrichtsgeschehen und machen den Schulalltag spannender. Aber auch Kulturschaffende haben etwas davon, wenn sie mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam arbeiten. Kinder und Jugendliche sind kreativ und nähern sich den Projekten oftmals unvoreingenommen. Die Preise sind schöne Auszeichnungen für den Einsatz auf beiden Seiten“, lobte Hesse. Dieses Engagement dürfe durchaus nachgeahmt werden.

Von den 18 eingereichten Projektideen konnten sich folgende Projektpartner über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen:

  • Regionale Schule Prohn und Perform(d)ance e.V. Stralsund für die Projektidee: „Tanz in dunklen Zeiten, jung und frech in die Zukunft“
  • Grundschule Mühl Rosin und Bildhauerin Claudia Ammann für die Projektidee: „Das soll Mathe sein? Dann ist es mein Lieblingsfach!“
  • Edith-Stein-Schule Ludwigslust und das allerhand Theater Dömitz für die Projektidee: „Mit Lichtgeschwindigkeit durch die Geschichte“
  • Europaschule Arnold Zweig Pasewalk und das Theater Randfigur für die Projektidee: „Waste Time – Theaterfiguren aus Müll“

Der mit 2.000 Euro dotierte Sonderpreis ging an die Projektpartner Freie Schule Glowe und den Kunstverein LandART in Marlow für die Projektidee „Schüler spielen Papiertheater für Schüler“. Mit dem Sonderpreis wurde ein Projekt ausgezeichnet, welches vor besonderen Mobilitätsherausforderungen steht.

Die Markplätze Kultur und Schule wurden durch die Bildungsinitiative „Kinder zum Olymp!“ der Kulturstiftung der Länder entwickelt und standen im Jahr 2017 unter der Schirmherrschaft von Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. Auf den vier Marktplätzen in Bergen auf Rügen, Güstrow, Ludwigslust und Pasewalk kamen insgesamt 70 Akteure aus Schule, Kultur und Verwaltung zusammen, um gemeinsam Projektideen zu entwickeln und Kooperationen auf den Weg zu bringen.

Benefizkonzert des Polizeipräsidiums Neubrandenburg

Neubrandenburg – Das Polizeipräsidium Neubrandenburg und die Gewerkschaft der Polizei (Kreisgruppe Neubrandenburg) laden Sie am 21. April 2018 herzlich zum 23. Benefizkonzert in die Neubrandenburger Konzertkirche ein.

„Viva Espana“ – unter diesem Motto entführt die Neubrandenburger Philharmonie unter Leitung von Panagiotis Papadopoulos unsere Konzertgäste nach Spanien. In der einzigartigen Konzertkirche werden unter anderem die Werke von Bizet und Dostal für ein außergewöhnliches Musikerlebnis sorgen.

Insgesamt 14 Unternehmen, aber auch zahlreiche private Spender, unterstützen das 23. Benefizkonzert. Die Spenden und Erlöse aus dem Kartenverkauf kommen in diesem Jahr zwölf Vereinen aus unserer Region zu Gute.

Mit einer Gesamtsumme von rund 11.000 Euro können wir mit dieser traditionsreichen Benefizveranstaltung die Vereine bei ihrer aufopferungsvollen Arbeit für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft unterstützen.

Als hauptbegünstigter Verein wurde dieses Jahr der Verein „Birkenzweig – mit Handicap Urlaub genießen e.V.“ ausgewählt. Dieser Verein wurde im Jahr 2008 gegründet und setzt sich für Familien von Schwerstbehinderten ein. Ein Helferteam ermöglicht einen gemeinsamen Urlaub und trotzdem eine Auszeit für alle Familienmitglieder, sodass miteinander Entlastung, Erholung und Entspannung erlebt werden kann.

Vereine bei denen die Kinder- und Jugendarbeit im Vordergrund stehen, Sportvereine, sowie einige Tafeln in unserem Zuständigkeitsbereich können sich ebenfalls über eine Förderung freuen.

Das diesjährige Benefizkonzert beginnt am 21.04.2018 um 19:30 Uhr in der Konzertkirche. Restkarten sind ab sofort im Ticketservice Neubrandenburg erhältlich. Seien Sie dabei, erleben Sie einen zauberhaften Abend und unterstützen Sie gleichzeitig einen guten Zweck.

28. Kunstschau in Ahrenshoop feierlich eröffnet

Staatssekretär Schröder: Künstlerbund setzt Reihe der jährlichen Themenausstellungen fort

Ahrenshoop – Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder hat am Abend die diesjährige Landeskunstschau im Kunstmuseum Ahrenshoop eröffnet. Unter dem Titel „Luftlinie“ zeigt der Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern rund 60 Werke von einheimischen Künstlerinnen und Künstlern und erstmals von Gästen aus dem Ostseeraum. Die Ausstellung ist bis zum 29. April 2018 zu sehen. Das Land fördert die Projekte des Künstlerbundes in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von insgesamt 110.000 Euro.

„Mit der 28. Kunstschau setzt der Künstlerbund seine Reihe der jährlichen großen Themenausstellungen fort. Auf unterschiedliche Weise geben sie einen Einblick in das künstlerische Schaffen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder in seinem Grußwort. „Nicht ohne Grund trägt die Ausstellung den Titel ‚Luftlinie‛. Luftlinie steht für die kürzeste Verbindung zwischen den Ländern im Ostseeraum. Gedachte Luftlinien über die Ostsee verbinden den Ausstellungsort Ahrenshoop mit Schweden, Polen, Norwegen, Litauen, Finnland, Estland und Dänemark“, erläuterte Schröder.

„Neu in diesem Jahr ist neben der internationalen Beteiligung der in den Frühling vorverlegte Zeitraum der Kunstausstellung“, sagte der Kulturstaatssekretär. „Der Künstlerbund hat für die diesjährige Kunstschau einen Ort mit einer bedeutenden Künstlertradition gewählt. Das einstmals kleine Fischerdorf mit seinen reetgedeckten Katen beging im letzten Jahr das 125. Gründungsjubiläum seiner Künstlerkolonie und hat immer schon Künstlerinnen, Künstler und Kunstfreunde angezogen. Das vielfältige kulturelle Angebot ist bis heute ein Markenzeichen von Ahrenshoop geblieben. Somit erfüllt die Ausstellung alle Voraussetzungen, viele Besucherinnen und Besucher anzusprechen. Ich danke den Künstlerinnen und Künstlern sowie den Veranstalten, die dieses besondere Kunsterlebnis möglich machen“, so Schröder.

27. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Neubrandenburg

Ministerin Hesse: Eines der erfolgreichsten Projekte der musikalischen Nachwuchsförderung

Neubrandenburg – Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse wünscht den jungen Musikerinnen und Musikern beim 27. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ gutes Gelingen und viel Erfolg. Am Wochenende werden in der Konzertkirche und im HKB – Haus der Kultur und Bildung – in Neubrandenburg die Wertungsspiele ausgetragen. An zwei Tagen werden die Jurorinnen und Juroren 207 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Solo- und Ensemblekategorien bewerten.

„Blasinstrumente, Orgel, Kunstlied, Klavier oder Schlagzeug – so verschieden sind die Kategorien, in denen die Schülerinnen und Schüler ihr musikalisches Können unter Beweis stellen“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Musik tut gut, stärkt die Kreativität und macht gute Laune. Ich gratuliere den jungen Musikerinnen und Musikern, die sich bei den Regionalwettbewerben qualifiziert haben und so am Landesausscheid teilnehmen können. Ich wünsche ihnen bei den Wertungsspielen viel Glück und Erfolg“, so Hesse.

Das Land unterstützt die Projekte des Landesmusikrates in diesem Jahr mit 282.500 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 270.000 Euro. „Der Wettbewerb ‚Jugend musiziert‛ hat sich zu einem der erfolgreichsten Projekte der musikalischen Nachwuchsförderung entwickelt“, betonte die Bildungs- und Kulturministerin. „In Neubrandenburg findet das große Landesfinale bereits zum vierten Mal statt. Das ist nur möglich durch das große Engagement von Musiklehrerinnen, Musiklehrern und Eltern, die die Kinder und Jugendlichen unterstützen“, lobte Hesse.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Landeswettbewerbs werden das Land Mecklenburg-Vorpommern beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vom 17. bis 24. Mai 2018 in Lübeck vertreten.

Die klassischen Konzerte in der Jugendanstalt Neustrelitz steuern auf Jubiläum zu

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) dankt allen engagierten Helfern: „Musik hinter Gittern hilft auf dem Weg in ein Leben ohne neue Straftaten“

Ministerin Katy Hoffmeister in der Jugendanstalt Neustrelitz

Ministerin Katy Hoffmeister in der Jugendanstalt Neustrelitz

Neustrelitz – „Resozialisierung kann auch über die Kunst funktionieren. Wer sich zum Beispiel der Musik öffnet, weiß um die Bedeutung jeder einzelnen Note. Die Neustrelitzer Jugendstrafgefangenen, die in der Haftzeit selbst ein Instrument erlernen, können viel über sich erfahren. Dabei geht es um Ausdauer, Geschicklichkeit und Kreativität. Wenn die jungen Menschen bei kleinen Auftritten in der Jugendanstalt Applaus und Anerkennung bekommen, ist das für ihren künftigen Weg ohne neue Straftaten hilfreich“, sagt Justizministerin Hoffmeister anlässlich des klassischen Konzertes in der Jugendanstalt Neustrelitz.

„Besonders danke ich der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, die nächstes Jahr 20 Jahre in der Jugendanstalt aktiv ist. Zweimal pro Jahr werden Konzerte veranstaltet. Musikschüler zeigen ihr Können dank des Einsatzes ihres Klavierlehrers, der selbst an seinen freien Wochenenden mit Schülern probt. Professionelle Sängerinnen und Sänger schmücken jeden dieser Abende aus. Die Musik hinter Gittern ist ein großartiges Engagement“, so Ministerin Hoffmeister.

Die „Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation“ ist seit 1999 in der Jugendanstalt Neustrelitz aktiv. Seitdem haben hier mehr als 200 jugendliche Strafgefangene Klavierunterricht bekommen.

Konzert im Kulturschuppen Garz

„Ich pfeif auf dich, mein Schatz!“ – Chansons der 20 er und 30 er Jahre bis heute

Insel Rügen – Mit Charme und Gefühl, aber auch Mut zur Eigenartigkeit singen und erzählen Ria Grün und ihr Pianist Klaus Schäfer Geschichten aus dem herzlichen Leben mit und ohne Musik – poetisch, witzig, überraschend!. Ein Abend voller Absurditäten und Sehnsüchte von Kästner, Hollaender, Ringelnatz über Kreisler, Breuer, Wiener bis zu Kändler, Schäfer und Nitzsche.

Man verlässt den Raum klopfenden Herzens, mit einer Träne im Knopfloch und einem seligen Lächeln auf den Lippen: „Du wirst mich vermissen, das bleibt mir als Trost. Na, Prost …“

Am 30.03. und am 31.03. jeweils 19.30 Uhr sind Sie herzlich eingeladen in den KulturSchuppen, Lindenstraße 17 in 18574 Garz auf der Insel Rügen. Da für Karfreitag bereits 30 Anmeldungen vorliegen, bitte auch auf Samstag den 31.03 orientieren.  Der Eintritt ist wie immer frei. Um eine Spende für die Künstler wird gebeten!

CIRCUS EINS – Aktuelle Kunst in Putbus

Mylasher
NOWERE

4. März bis 15. April 2018
Eröffnung: Sonnabend, 3. März 2018 um 17 Uhr

Insel Rügen – Als Tine Günther ihre Ausstellung in Putbus vorbereitet hat, befand sie sich im verschneiten Riesengebirge. Das Gefühl, sich vollkommen in der Gegenwart zu befinden und zugleich im Nirgendwo der weißen Fläche verloren zu sein, ist übertragbar auf Ihre künstlerische Arbeit. So entstand der beim Malen falsch geschriebene Titel „Nowere“ für diese umfangreiche Personalausstellung in beiden Flügeln der Galerie CIRCUS EINS. So wie der Begriff „Nirgendwo“ sich im Englischen aus den Worten für Jetzt und Hier zusammensetzt, bewegt sich Mylasher, wie Tine Günther sich seit 2017 nennt, in ihrer Arbeit zwischen Traum und Wirklichkeit.

Mylasher, Nowere, 2017, Rasierschaum, Mehl, Bleiche, Textilfarbe, Edding auf Leinwand, 170 x 240 cm, Foto @ Tine Günther, courtesy Susanne Burmester Galerie

Mylasher (*1979) gehört einer Generation an, die sich wieder für das Geheimnis interessiert. Allerorten werden Versuche sichtbar, die kühle Oberfläche der digitalen Bildschirme zu durchdringen. Surreale Welten, magische Rituale, und Verfahren, den Verstand auszutricksen, werden dabei eingesetzt. Viele Künstlerinnen und Künstler arbeiten wieder daran, über das Unbewusste zu einer authentischen Bildsprache zu finden. Dabei geht es ihnen, wie auch Tine Günther darum, der komplexen Wirklichkeit künstlerisch zu begegnen.

Tine Günther alias Mylasher formuliert in ihrem Werk eine anarchische Freiheit des Ausdrucks. Im Atelier erlaubt sie sich tranceartige Zustände und unkontrollierte Prozesse und nutzt Materialien, wie Rasierschaum, Pudding, Ton, Moose, Folien oder Erde. Sie sucht die Aura im Müll und im Angespülten, in der Natur und in der Weite der digitalen Kälte. Sie begibt sich in die Rolle einer Pseudo-Schamanin, befasst sich mit esoterischen Archetypen und rührt und matscht, bis wieder Ursuppe entsteht.

Mylasher, Love Allover Vodoo Live Magic, Performance, Foto @ Marian Luft

Tine Günther wurde 1979 in Ostberlin geboren und ist 1987 nach Westberlin mit der Mutter ausgereist, nach ihrem Abitur in Mainz hat sie von 1999–2002 an der Humbold-Universität Berlin Informatik, von 2002–2011 Malerei bei Prof. Ulrich Reimkasten an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle studiert. Seit 2012 ist sie Mitglied der Künstlergruppe GALLERY FIST, als Kuratorin hat sie diverse Ausstellungen konzipiert, u. a. 2018 WICKED ANIMA FUN, Galerie Stephanie Kelly, Dresden, 2014 die Schauen WAR GAMEZ in der HALLE14, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipzig, 2013 SASSY in der Galerie Jaap Sleper, Utrecht (NL) zusammen mit Jirka Pfahl und HOTEL MOSCOW bei ARTPLAY in Moskau (RU) zusammen mit Maxim Ilyukhin. Sie führt zudem kunstpraktische Arbeit mit Schwerbehinderten, Kindern und Jugendlichen durch.

CIRCUS EINS ist Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, ab April täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Theaterstandort Parchim: Land stockt Umbauhilfen auf 7 Mio. Euro auf

Ministerin Hesse: Schauspieler sollen Kulturmühle Parchim mit Leben füllen

Parchim – Das Land verstärkt seine finanzielle Unterstützung für die notwendigen baulichen Maßnahmen für die Theaterspielstätte am Standort Parchim. Das hat das Kabinett heute in seiner Sitzung beschlossen. Das Land will sich zu 50 Prozent, höchstens jedoch mit sieben Millionen Euro an den Baumaßnahmen beteiligen. Ursprünglich waren nur fünf Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und sind für den Umbau der ehemaligen Eldemühle zur „Kulturmühle Parchim“ bestimmt.

„Das Junge Staatstheater Parchim und die Fritz-Reuter-Bühne sollen die Kulturmühle Parchim mit Leben füllen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Baumaßnahmen sind notwendig, damit das Junge Staatstheater wieder ein eigenes Haus erhält. Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Fritz-Reuter-Bühne sollen das Programm in Parchim bereichern. Mit der Erhöhung der Fördermittel zeigt das Land, dass es aktuelle Entwicklungen nicht ausblendet. Wichtig ist vor allem, dass die Planungen rasch weitergehen und die Baumaßnahmen bald beginnen, denn die EU-Fördermittel müssen bis zum Ende des Jahres 2023 abgerechnet sein“, betonte Hesse.

Um die Förderung des Landes zu erhalten, müssen die Stadt Parchim und der Landkreis Ludwigslust-Parchim dafür Sorge tragen, dass die Betriebskosten einschließlich der Mietzahlungen und sonstigen Aufwendungen am Theaterstandort Parchim für das Mecklenburgische Staatstheater als Mieterin der Liegenschaft nicht steigen. Das Land stockt seine Umbauhilfen auf, weil sich durch erhöhte gesetzliche Anforderungen die Kosten für die Sanierung der ehemaligen Eldemühle erhöht haben.