Marlower Loris wird Festspiel-Partnerschule

Marlow – Die Grundschule Marlower Loris im unteren Recknitztal ist Partnerschule der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Schuljahr 2019/2020. Bildungsministerin Bettina Martin und Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein haben bei einer Feierstunde mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der Schulleiterin Dagmar Röder die Ernennungsurkunde übergeben.

In Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern wird die Grundschule im kommenden Schuljahr am Education-Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen. Inhalt der Partnerschaft ist die Durchführung von unterschiedlichen musikalischen Projekten, wie z. B. Workshops, Kurzkonzerten und Gesprächen mit Festspielmusikern in der Schule, in enger Zusammenarbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Höhepunkt ist ein Festspielkonzert in der Partnerschule, welches von der Schule selbst organisiert wird.

Bildungsministerin Bettina Martin: „Die Festspiele richten sich nicht nur an Erwachsene, sondern wollen auch ganz bewusst Kinder erreichen. Ein Jahr lang werden die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Marlower Loris mit Künstlerinnen und Künstlern der Festspiele Musik machen, Konzerte besuchen und Projekte auf die Beine stellen. Dies ist ein wertvolles Programm, denn dabei werden auch jene Kinder erreicht, die ansonsten keinen Zugang zu klassischer Musik haben und keine Konzerte besuchen. Ich freue mich deshalb über das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, Partnerschule werden zu wollen und gratuliere der Marlower Grundschule, dass sie sich im jüngsten Aufruf durchgesetzt hat. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich viel Freude beim Entdecken neuer Klangwelten.“

Festspielintendant Dr. Markus Fein: „Die Begeisterung für Musik kann man gar nicht früh genug wecken. Und das geht am besten durch persönliche Begegnungen und aktives Mitgestalten. Daher richten wir uns nicht nur mit Konzerten an Kinder und Familien, sondern auch mit gezielten gemeinsamen Projekten an Schulen. Der große Erfolg der Projekte mit den Partnerschulen aus den vergangenen Schuljahren hat uns in unserer Arbeit nur bestätigt. Nun freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schülern der Grundschule Marlower Loris.“

In dem Education-Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern können sich alle allgemein bildenden Schulen im Land als Partnerschule bewerben. Eine bisherige künstlerische oder musikalische Profilierung der Schule ist keine Voraussetzung für die Auswahl. Kriterien sind vielmehr Interesse und Engagement für die Zusammenarbeit. Die Auswahl erfolgt in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Kulturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2019

Schwerin – Inge Jastram wird in diesem Jahr mit dem Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet

„Wir würdigen eine große Künstlerin“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute zur Begründung. „Inge Jastram gehört zu den besten Grafikerinnen in Deutschland. Sie ist hier bei uns im Land zu Hause, Mitglied im Künstlerbund MV und hat hier ihre Arbeiten bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wie auch deutschlandweit mit großem Erfolg präsentiert. Für ihr Lebenswerk erhält sie in diesem Jahr den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.“

Inge Jastram wurde 1934 in Naumburg an der Saale geboren. Von 1952 bis 1957 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und erhielt ihr Diplom als Buchgrafikerin. Sie arbeitete vor allem als Buch- und Zeitungsillustratorin, unter anderem für den Hinstorff- und den Eulenspiegel Verlag. Mit technischer Perfektion gelingt es ihr eindrucksvoll, ihre Beobachtungen von Menschen und Landschaften für den Betrachter festzuhalten. Es entstehen nachdenklich machende und emotional berührende Szenenaufnahmen, die zur Diskussion anregen. Seit 2004 hat sie ihr Schaffen mit Zeichnungen und Aquarellen erweitert. Aktuell sind ihre Arbeiten in der Barnstorfer Kunstscheune in Wustrow zu sehen.

Der Kulturförderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern geht in diesem Jahr an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Rostock Juri Rosov. Er wird unter anderem für seine wichtige Rolle bei der Vorbereitung und Durchführung der 2016 ins Leben gerufenen Jüdischen Kulturtage in Rostock ausgezeichnet. Auch in seiner Gemeinde hat Rosov die kulturelle Arbeit immer wieder neu belebt. „Jüdisches Leben und jüdische Kultur sind eine große Bereicherung für unser Land. Juri Rosov trägt mit seiner Arbeit dazu bei, dass jüdische Kultur in unserem Land gelebt und für die Öffentlichkeit sichtbar wird. Sein wichtiges Engagement in Rostock wollen wir in diesem Jahr mit dem Förderpreis würdigen.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird die Preisträger gemeinsam mit der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin am 12. September in Schwerin auszeichnen.

Kultur im Ländlichen Raum

OPERNALE geht mit Schreiadleroper auf Tour

Marlow – Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann besuchen heute gemeinsam die Uraufführung der Schreiadleroper „Clanga pomarina“ im Vogelpark Marlow und übergeben eine Förderzusage für das Projekt. Das Opernale INSTITUT für Musik & Theater in Vorpommern e.V. geht mit dem Stück in diesem Jahr auf Tour und macht an außergewöhnlichen Spielorten in Vorpommern Station.

„Die Opernale ist ein großartiges Projekt, das hochkarätige Kultur in den ländlichen Raum bringt“, betonte Kulturministerin Bettina Martin. „Ich freue mich darüber, dass die Schreiadleroper über den Vorpommern-Fonds unterstützt wird. Mit dem Besuch der Aufführung endet zugleich meine Sommertour, die sich den Bereichen Kultur und Wissenschaft gewidmet hat. Ich habe viele Eindrücke gewonnen und danke für die schönen Begegnungen und guten Gespräche“, so Martin.

„Unsere Natur ist der einzigartige Schatz Vorpommerns. Diesen zu erhalten und zu pflegen ist nicht nur hoch aktuell, sondern seit vielen Jahren oberste Priorität der Landesregierung. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Opernale dieses Thema aufgegriffen hat. Der Adler ist unser Wappentier. Der Schreiadler oder Pommernadler ist nur noch in Vorpommern und der Uckermark anzutreffen. Er steht auf der roten Liste der bedrohten Arten. Mit der fiktiven Geschichte des Protagonisten der Oper wird uns vor Augen geführt, welche Verantwortung wir alle für den Schutz und den Erhalt unserer wunderschönen Natur tragen. Wir fördern das Opernprojekt mit 17.500 Euro aus dem Vorpommern-Fonds. Das ist Naturschutz auf etwas andere Art. Ich wünsche der Oper viele, viele Zuschauer und sage Danke für den Ideenreichtum“, so Dahlemann.

Darstellende Kunst in denkmalgeschütztem Bullenstall

Pasewalk – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Darüber hat sich Kulturministerin Bettina Martin auf ihrer zweiten Station während ihrer Sommertour mit den Verantwortlichen vor Ort ausgetauscht.

Die Landesregierung unterstützt eine entsprechende Bewerbung im Rahmen des TRAFO2-Programms der Kulturstiftung des Bundes für die Jahre 2020 bis 2023 um eine Förderung in Höhe von bis zu 1,25 Millionen Euro. Über das TRAFO-Programm wird auch das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum gefördert.

„Die Gutsanlage Schloss Bröllin ist schon heute ein Ort, an dem kulturell viel passiert. Dies ist vor allem den Vereinsmitgliedern zu verdanken, die sich dafür einsetzen, dass hier auf dem Land Tanz-, Theater- und Performanceprojekte möglich sind“, sagte Kulturministerin Bettina Martin bei ihrem Besuch gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Markus Hilgert. „Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses große Engagement durch eine Förderzusage belohnt würde. Die Landesregierung hat sich bereiterklärt, im Falle eines Zuschlags eine Kofinanzierung zu ermöglichen“, betonte Martin.

Schloss Bröllin ist eine ca. 800 Jahre alte, denkmalgeschützte Gutsanlage. Seit 1992 arbeitet der Verein schloss bröllin e. V. daran, aus einem Gutshof am nördlichen Rand der Uckermark einen international gefragten Residenz- und Probenort für Darstellende Kunst und regional vernetzten Kulturort zu entwickeln.

Die Anlage wurde schrittweise saniert und modernisiert. Entstanden sind drei Probestudios, eine große Veranstaltungshalle, ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum mit Seminarräumen im denkmalgeschützten Bullenstall, eine Galerie, Übernachtungsmöglichkeiten und ein neuer Trapezraum im ehemaligen Silo-Raum. Die Freiflächen werden für Open-Air-Projekte genutzt.

Der Verein schloss bröllin e. V. wird durch das Land, die Kulturstiftung des Bundes und durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefördert. Das Land unterstützt Schloss Bröllin seit vielen Jahren – im Jahr 2019 mit Kulturfördermitteln für Projekte im Bereich der Darstellenden Kunst in Höhe von 115.000 Euro.

Gutes Klima für zeitgenössische Kunst

Ministerin Martin: Kunstsammlung kann Um- und Neubau der Klimaanlage finanzieren

Neubrandenburg – Auf ihrer Sommertour hat die Kulturministerin Bettina Martin in Neubrandenburg Station gemacht. Gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Markus Hilgert, hat sie die Kunstsammlung Neubrandenburg besucht. Herr Prof. Dr. Hilgert begleitet die Ministerin heute und morgen zu verschiedenen wichtigen kulturellen Standorten in Neubrandenburg und Vorpommern.

Ministerin Martin hat im Beisein von Oberbürgermeister Mario Witt der Kunstsammlung Neubrandenburg einen Zuwendungsbescheid über eine Förderung in Höhe von 325.000 Euro aus dem Programm „Investitionen in nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ (InvestOst) überreicht. Die Bundesfördermittel werden über das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ausgereicht.

„Kunstwerke brauchen ein attraktives Umfeld, damit sie auf Besucherinnen und Besucher wirken. Genauso wichtig sind das richtige Klima und eine sachgemäße Lagerung, damit sie langfristig keinen Schaden nehmen“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Mit der Bundesförderung kann die Kunstsammlung Neubrandenburg den Um- und Neubau der Klimaanlage finanzieren. Dies kommt vor allem den Kunstwerken zugute, die im Magazin darauf warten, gezeigt zu werden. Ich freue mich, dass die Kulturstaatsministerin unserem Vorschlag gefolgt ist, dieses Bauprojekt über InvestOst zu fördern. Die Stadt Neubrandenburg engagiert sich in gleicher Höhe“, lobte Martin.

Das Land unterstützt die Städtische Kunstsammlung Neubrandenburg in diesem Jahr darüber hinaus über die Kulturförderung mit 20.000 Euro. Das ist eine höhere Förderung als zuvor, denn in den Vorjahren standen lediglich 3.000 Euro pro Jahr bereit. Mit den Fördermitteln werden zwei Ausstellungen finanziert: Zum einen geht es um die Ausstellung anlässlich des 70. Geburtstages der Künstlerin Gabriele Schulz. Zum anderen ist von September an eine Ausstellung des Künstlers und Kabarettisten Ursus Wehrli geplant, der währenddessen in der Kunstsammlung Neubrandenburg auftreten soll.

Seit April 2003 befindet sich die Kunstsammlung Neubrandenburg in der Großen Wollweberstraße in einem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, das um einen modernen Anbau erweitert und zu einem Museumskomplex ausgebaut wurde. Auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche können zeitgleich Sonderausstellungen und Werke aus dem Sammlungsbestand präsentiert werden. Die Kunstsammlung Neubrandenburg umfasst aktuell rund 7.500 Arbeiten vor allem zeitgenössischer Kunst. Die Sammlung besitzt hohen kulturellen Wert. Kunstwerke aus dem Bestand gehen regelmäßig als Leihgaben an andere Museen.

MV-Serviceportal

Das MV-Serviceportal nimmt Fahrt auf – neue Leistung für Künstler aktiviert

Schwerin – Mit dem Slogan „Suchen – Finden – Antrag stellen“ steht das MV-Serviceportal seit dem 28. Juni 2019 zur Verfügung. „Wir zählen seit dem Start fast 16.000 Zugriffe auf das Portal. Dies ist ein schönes Ergebnis und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Digitalisierungsminister Christian Pegel.

Das Portal unter www.mv-serviceportal.de unterstützt bei alltäglichen Behördenkontakten und führt aktuell zu ca. 380 voll- und teildigitalisierten Verwaltungsleistungen im Land. „Zu den Anträgen, die vom Aufrufen bis zum Absenden komplett am Computer erledigt werden können, ist jetzt das Beantragen der Umsatzsteuerbefreiung für kulturelle Einrichtungen nach dem Umsatzsteuergesetz, Paragraph 4, Absatz 20a hinzugekommen“, sagt der Minister. Das bedeutet, dass berechtigte kulturelle Einrichtungen und Künstler in ganz Mecklenburg-Vorpommern die Bescheinigung des Kultusministeriums über die Befreiung von der Umsatzsteuer online beantragen können.

„Indem wir Stück für Stück sämtliche Verwaltungsleistungen digitalisieren, erleichtern wir zum einen den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Behördengänge und ermöglichen ihnen, diese rund um die Uhr und von jedem Ort zu erledigen. Wir erleichtern aber auch den Arbeitsalltag in den Behörden, indem Standardvorgänge automatisiert bearbeitet werden können und somit mehr Zeit für die schwierigeren Sonderfälle bleibt“, nennt Christian Pegel den praktischen Nutzen des landesweiten Portals.

Seit dessen Start wurden zudem 117 Nutzerkonten angemeldet. Mit diesen müssen die „User“ ihre Stammdaten nur einmal eingeben und diese werden dann bei jedem neuen Antrag automatisch ins Online-Formular übernommen. Christian Pegel ruft dazu auf: „Gucken Sie doch auch mal rein. Es kommen ständig neue Leistungen dazu.“

Kulturpolitische Leitlinien nehmen Form an

Schwerin – Bei der Entwicklung kulturpolitischer Leitlinien für Mecklenburg-Vorpommern haben Kulturministerin Bettina Martin und der Vorsitzende des Landeskulturrates, Dr. Michael Körner, eine positive Zwischenbilanz gezogen. In der Landespressekonferenz in Schwerin haben sie einen Zwischenbericht mit Themenfeldern vorgestellt, aus denen die kulturpolitischen Leitlinien in den kommenden Monaten entwickelt werden. Außerdem haben beide eine Auswertung der vier Regionalen Kulturkonferenzen vorgelegt, auf denen sich Land, kommunale Verwaltungen, Verbände, Landeskulturrat und die Kulturszene Anfang des Jahres ausgetauscht haben.

„Wir entwickeln gemeinsam mit Kulturschaffenden und kulturpolitisch Aktiven alle Ebenen unsere kulturpolitischen Leitlinien und stellen uns damit in einem breiten Dialog gemeinsam gut auf. Ich halte diesen Prozess für sehr wichtig, denn er ermöglicht uns zukünftig eine konzeptgeleitete Kulturpolitik“, erläuterte Kulturministerin Bettina Martin.

„Ich freue mich über die große Beteiligung an diesem Prozess. Die Regionalen Kulturkonferenzen in Schwerin, Güstrow, Rostock und Stralsund waren ein voller Erfolg und verzeichneten insgesamt 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Außerdem haben wir viele schriftliche Stellungnahmen erhalten, die in die Auswertung eingeflossen sind. Kulturpolitische Leitlinien können wir nur im Dialog mit den Beteiligten entwickeln. Die Ergebnisse zeigen, dass wir dieses selbstgesteckt Ziel erreichen können“, so Martin.

Die Kulturpolitischen Leitlinien zielen ab auf eine Kulturpolitik, die die Zusammenarbeit verschiedener Ebenen fördert, genreübergreifende Vorhaben und Kooperationen zwischen verschiedenen Trägern erleichtert, eine qualitative Weiterentwicklung der Kulturförderung des Landes ermöglicht und schließlich die Wahrnehmung von Kunst und Kultur im Land erhöht. Im Fokus soll dabei die freie Kulturszene stehen.

„Was wir gegenwärtig in dem Leitlinienprozess haben und gestalten, das gab es in dieser Form hinsichtlich der Qualität und hinsichtlich der Quantität noch nie“, lobte der Vorsitzende des Landeskulturrates, Dr. Michael Körner. „Ich meine damit zum einen die inhaltliche Tiefe, die die Vorschläge haben, und zum anderen die große Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Kulturszene hat sich Gedanken gemacht und verbindet damit nun auch gewisse Erwartungen. Ich bin zuversichtlich, dass die Landesregierung weiterhin eine gute Gesprächspartnerin sein wird und sie Vorschläge aus diesem Prozess in das Leitlinienpapier aufnimmt“, sagte Körner.

Das Diskussionspapier mit den Themenfeldern für kulturpolitische Leitlinien und der Abschlussbericht der Regionalen Kulturkonferenzen stehen im Kulturportal des Landes unter www.Kultur-MV.de zur Einsicht bereit. „Ich möchte alle einladen, uns ihre Rückmeldung zu geben und Stellungnahmen zu diesem Diskussionspapier zu übermitteln. Wir wollen somit den Dialog weiterführen, den wir begonnen haben“, betonte Kulturministerin Bettina Martin. Die kulturpolitischen Leitlinien und ein entsprechender Aktionsplan sollen im 1. Quartal des Jahres 2020 in einer Landeskulturkonferenz vorgestellt und diskutiert werden.

Einsenden von Stellungnahmen unter: kulturleitlinien@bm.mv-regierung.de

Die Themenfelder für kulturpolitische Leitlinien im Überblick:

Gemeinsame Verantwortung für Kunst und Kultur
Kommunikation und Kooperation
Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler & Kulturangebote
Qualität und Qualifikation
Wertschätzung und Anerkennung
Kulturelle Bildung
Inklusion und Teilhabe
Kulturelle Angebote für Stadt und Land
Kunst und Kultur in der digitalen Zukunft
FreiRäume für Kunst und Kultur

Erste Landeskunstausstellung eröffnet

Schloss Bothmer zeigt „Zeit im Detail“

Klütz – Kulturministerin Bettina Martin hat am Abend die erste Landeskunstausstellung mit dem Titel „Zeit im Detail“ auf Schloss Bothmer in Klütz eröffnet. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen präsentieren skulpturale Arbeiten des Künstlerpaares Ruzica Zajec und Broder Burow. Die Werke sind bis Sonntag, 29. September 2019, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„Mit der ersten Landeskunstausstellung machen wir etwas Neues“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „In den Räumlichkeiten der landeseigenen Schlösser zeigen wir Werke von einzelnen ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern, die in Mecklenburg-Vorpommern leben. Wir schaffen damit weitere Gründe, die landeseigenen Schlösser öfter zu besuchen und den Künstlerinnen und Künstlern bieten wir ein Forum für Ausstellungen. Es wird auch in Zukunft weitere Landeskunstausstellungen geben“, betonte Martin.

„Mit dem neuen Ausstellungsformat wollen wir deutlich machen, dass die Einzelkünstlerförderung in Mecklenburg-Vorpommern einen hohen Stellenwert hat. Neben dem jährlichen Ankauf von Werken für die Kunstsammlung des Landes, den Arbeits- und Reisestipendien und dem Nachwuchskünstlerförderwerk möchten wir mit dem Format der Landeskunstausstellung dazu beitragen, dass herausragenden Künstlerinnen und Künstlern in Mecklenburg-Vorpommern die Kunst, von der Kunst zu leben, leichter gelingt. Deshalb stellen wir nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern zahlen den Künstlerinnen und Künstlern für die Konzeption und Durchführung der Ausstellung ein angemessenes Honorar“, erläuterte Martin.

„Zu den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern zählen jene, die auch in der Kunstsammlung des Landes vertreten sind. Dies trifft auf Ruzica Zajec und Broder Burow zu. Zugleich steht ihre Präsentation dafür, wie international unsere Kunstszene ist. Ruzica Zajec stammt aus Kroation, Broder Burow aus Dänemark. Beide hat es nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Sie leben und arbeiten seit vielen Jahren hier. Sicher auch wegen der Landschaft, die Künstlerinnen und Künstler Freiräume für Ideen ermöglicht, die wir in dieser ersten Landeskunstausstellung bewundern können“, so Martin.

Windros-Festival 2019 „Atlantic Bridges“

Schwerin – Sie kommen aus Persien, der Mongolei, Ukraine, aus Dänemark, Frankreich, Großbritannien und den USA. Musiker aus aller Welt treffen in Bauernhäusern und auf Streuobstwiesen des Freilichtmuseums in Schwerin-Mueß auf deutsche Liedermacher, regionale Bands und Musikanten, die traditionelle Musik und Folk in vielen klanglichen Facetten spielen. Das 7. Windros-Festival findet im Spätsommer vom 6. bis 8. September statt.

Viele Künstler, die schon dabei waren, lieben die geschichtsträchtige Atmosphäre auf dem Museumsgelände direkt am Südufer des Schweriner Sees. In diesem Jahr kommen etwa einhundert Künstler. Sie spielen und singen an drei Tagen, auf fünf Bühnen und vier Tanzböden zu mehr als vierzig Veranstaltungen. Beim Publikum kommen die Qualität der Konzerte und die ausgelassene Fröhlichkeit bei Kinderspaß und vielen Tanzvergnügen gut an.

Festivalbesucher können sowohl vertraute als auch nie gehörte Klänge erleben. Vom temperamentvollen Roma-Klezmer-Sound der „Hudaki Village Band“ zu den poetischen Liedern von „Hans Eckardt Wenzel & Band“, von mongolischen Kehlkopfgesängen der Gruppe „Sedaa“ zu den schwungvollen Tanzmelodien der französischen Bal-Folk-Stars „La Machine“, von den Dudelsackklängen des Pipenbock-Orchesters zu den vielen traditionellen deutschen Tanzmusikbands mit ihren spritzigen Grooves. Musiker bespielen die Bühnen zwischen Apfelbäumen, Sägegatter und Scheune, Bauernhaus und Dorfschullehrergarten, Tanzzelt und Hirtenkaten.

Zu den Festival-Höhepunkten gehört das alljährliche Konzert des Windros-Orchesters. Es setzt sich in jedem Jahr aus Musikern mehrerer Nationen des Festivals zusammen. Sie erarbeiten ein gemeinsames Konzertprogramm. Festivalteilnehmer erleben alljährlich diese besondere Uraufführung, in der sich die verschiedenen musikalischen Traditionen der Welt vermischen. Ein einzigartiges Projekt bildet in diesem Jahr auch die Zusammenarbeit der Band „Sedaa“ mit Musikschülern des Goethe-Gymnasiums Schwerin. Eine Woche lang üben gestandene Profis und angehende Nachwuchskünstler für den Höhepunkt: einen gemeinsamen Auftritt beim Windros-Festival 2019.

Vorverkaufsstellen sind alle Geschäfte der Schweriner Volkszeitung, des Prignitzer, der Norddeutschen Neuesten Nachrichten, Schwerin-Information und Rösterei Fuchs am Markt Schwerin, Freilichtmuseum Schwerin-Mueß und www.etix.com.

Besucher des Festivals können sich auf vielerlei Art auf eine klangliche und tänzerische Weltreise in mecklenburgisch-dörflichem Ambiente einlassen.

Weitere Informationen zum Festival, zu den Künstlern mit Fotos, Videos, etc.: www.windros-festival.de

4. Schweriner Sommerfilmfest

Schwerin – Endlich ist es wieder so weit. Zum vierten Mal lädt das Schweriner Sommerfilmfest im malerischen Garten des Kulturforums „Schleswig-Holstein-Haus“ in der Puschkinstraße 12 zum Kino unterm Himmel ein. Als gemeinschaftliches Projekt mit dem Kino unterm Dach e. V. wird vom 20. bis zum 24. August traumhaftes Sommerkino geboten.

Die fünf ausgewählten Filmfavoriten wurden unter reger Beteiligung per Umfrage ermittelt. Nun können Sommerkinofreunde „25 km/h“, „Yuli“, „Call me by your name“ oder „Bohemian Rhapsody“ auf einer besonders großen Leinwand genießen. Krönender Abschluss bildet am Samstag der romantische Roadmovie „303“, eine deutsche Produktion von 2018.

Der Kartenvorverkauf startet am 1. August dienstags bis sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12 bzw. an der Abendkasse. Der Eintritt beträgt 8,- €.

Kirchenmusiksommer 2019

Im Rahmen des „Kirchenmusiksommers 2019“ mit Fontanes Gedichten musikalisch unterwegs! / Fontane-Konzert (in Vorfreude auf den 200. Geburtstag am 30.12.2019) Glück|Wunsch

Insel Rügen – Gedichte – in Kompositionen von Norbert Fietzke – Anekdoten von und über Theodor Fontane und seine(n) Zeitgenossen (z. B. „Herr von Ribbeck“, „Alles still“, „So und nicht anders“, „In Hangen und Bangen“, den Zyklus „Strandbilder“, „Ausgang“, „Der Kranich“)

Norbert Fietzke hat die Kompositionen verschiedener Fontane-Gedichte seiner Frau, der Sopranistin Liane Fietzke, auf den Leib geschrieben, und dabei entstanden grandiose Melodien für ihren warmen, lyrischen und natürlichen Gesang. Erleben Sie mit dem Duo ›con emozione‹, ein Konzert, in dem das Besondere, das Überraschende, das Berührende passieren kann, ganz und gar dem Namen des Duos entsprechend: ›con emozione‹. Mit im Gepäck haben sie ihre neue CD Theodor Fontane in Wort und Musik.

Donnerstag, 25. Juli 2019, 20 Uhr

Ev. Kirche, Bahnhofstraße 1, 18609 Binz/Rügen

Ausführende Künstler:
Duo ›con emozione‹
Liane Fietzke, Sopran/Lesung/Moderation
Norbert Fietzke, Piano
https://www.con-emozione.de

Duo >con emozione< - Foto @ Andreas Dornheim

Duo >con emozione< – Foto @ Andreas Dornheim

Das Duo ›con emozione‹, Liane Fietzke (geb. in Lutherstadt Wittenberg) und Norbert Fietzke (geb. in Döbern), arbeitet seit vielen Jahren professionell musikalisch zusammen. Sie erhielten beide ihre Ausbildung an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Weitere Studien folgten nach Köln und Weimar. Mit ihrer glockenhellen, reinen Gesangsstimme begeisterte Liane Fietzke gemeinsam mit ihrem Mann Norbert Fietzke, der perfekte Liedbegleiter, am Klavier bereits sehr viele Konzertbesucher mit ihren unterschiedlichen Programmen.

Das Duo ›con emozione‹ lebt und arbeitet im Havelland und feiert 2019 sein 25-jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Konzerten und Lesungen, so u. a. mit ihrem Jubiläumskonzert Mitte April im Gewandhaus zu Leipzig.

Karten für € 12,-/ € 8,- nur an der Abendkasse und Einlass, ab 19.15 Uhr
Veranstalter: Ev. Kirche Binz/Rügen

Bilder kehren in Museumshaus zurück

Stralsund – Zur Eröffnung des Museumshauses in der Mönchstraße 38 im Jahre 1999 überreichte die Familie von Kathen dem STRALSUND MUSEUM zwei Kopien mit Porträts von ehemaligen Bewohnern. Einhergehend mit der Übergabe war damals die Zusage, dass das Museum die Originale als Erbschaft zugesprochen bekäme.

Die Familie von Kathen, geschrieben auch Kathe oder Kade, taucht spätestens im frühen 17. Jahrhundert in Stralsund auf. Gottfried von Kathen (um 1635 – 1698) besaß das Haus Mönchstraße 38 und war Kramer, wie zuvor auch schon sein Vater. Geadelt wurde er 1693. Er heiratete 1666 die Kramertochter Margarethe Risup (auch Risupp, Risopp, gestorben 1716). Die beiden hatten sechs lebend geborene Kinder, von denen Bernhard Heinrich (geboren 1680) nach dem Tod der Mutter das Haus erbte. Bis 1750 ist die Familie in Stralsund nachweisbar, lebte von da an aber bis 1902 auf ihrem Gut Götemitz/Rügen.

Nun kehren diese Bilder nach mehreren hundert Jahren wieder in das Haus zurück, in dem sie einstmals hingen und in dem noch viele Spuren der von Kathens nachweisbar sind.

Erleichterung für Kulturschaffende

Bescheinigung für Umsatzsteuerbefreiung jetzt digital

Schwerin – Per Klick schneller zur Umsatzsteuerbefreiung: Über das MV-Serviceportal können Künstlerinnen, Künstler und nichtstaatliche kulturelle Einrichtungen wie Orchester, Musikensembles, Chöre, Theater und Museen nun auf digitalem Weg die Bescheinigung nach § 4 Nr. 20 a UStG beantragen.

Dieser Nachweis ist die Voraussetzung, um über das Finanzamt eine Befreiung von der Umsatzsteuer zu erreichen. Die Befreiung von der Umsatzsteuer greift, wenn kulturelle Einrichtungen oder Einzelkünstlerinnen und -künstler gleichartige Aufgaben wie entsprechende öffentliche Einrichtungen wahrnehmen.

Wer den Antrag digital stellen möchte, kann sich einfach auf dem MV-Serviceportal registrieren. Mit dieser Registrierung sind dann auch sämtliche andere im Portal angebotenen Verwaltungsleistungen verfügbar. Alle notwendigen Anlagen lassen sich als PDF beigefügen, sodass die Unterlagen nicht mehr ausgedruckt oder per Post versendet werden müssen. Während des Verfahrens können die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit auf ihren Vorgang zugreifen. Die Eingangsbestätigung, die gesamte Korrespondenz und die Übermittlung des Bescheids laufen über das Serviceportal.

Das Angebot richtet sich neben kulturellen Einrichtungen, Künstlerinnen und Künstlern mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern auch an internationale kulturelle Einrichtungen, Künstlerinnen und Künstler. Sie können die Umsatzsteuerbefreiung für ihre Tourneen und Auftritte im Land in Anspruch nehmen und dafür auf den Antrag im MV-Serviceportal zurückgreifen.

Geue: Zusätzliche Filmförderung auch 2019

Schwerin – Für die kulturwirtschaftlich ausgerichtete zusätzliche Filmförderung stehen auch in diesem Jahr Mittel aus dem Strategiefonds des Landes zur Verfügung.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein Filmland mit guter Tradition. Die Landesregierung engagiert sich seit langem dafür, dass Filme und Geschichten erzählt werden, die mit dem Land verbunden sind. Ich freue mich daher, dass auch 2019 über die kulturelle Filmförderung hinaus zusätzliche Projekte unterstützt werden können“, sagte der Chef der Staatskanzlei Dr. Heiko Geue.

„Gerade auch für in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Filmemacherinnen und Filmemacher sollen mit diesen zusätzlichen Mitteln die Möglichkeiten verbessert werden, bestehende Finanzierungs- und Förderstrukturen auf nationaler und europäischer Ebene in Anspruch nehmen zu können“, erläuterte Geue.

Erstmalig wird es auch im Rahmen der zusätzlichen Filmförderung möglich sein, Stoff- und Projektentwicklungen unter Berücksichtigung der künstlerischen Qualität und des Filmbrancheneffekts für Mecklenburg-Vorpommern zu unterstützen. Unter Beteiligung von Institutionen der Filmbranche des Landes sowie des NDR sind hierzu in den vergangenen Monaten die Grundsätze für die zusätzliche Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern überarbeitet worden.

Geue: „Unser Ziel ist es, Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Vorzügen für die Filmbranche im Wettbewerb mit anderen Standorten vorne zu platzieren. Wir wollen den Film-Nachwuchs bei uns im Land zu haben.“

Anträge auf Förderung können bis zum 09. September an das Filmbüro MV in Wismar gestellt werden. Auf der Internetseite www.filmbuero-mv.de sind die neuen Fördergrundsätze und Antragsformulare abrufbar. Die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden, soll im November durch eine fachkundige Jury getroffen werden.