Regio:polis – Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock startet

Rostock – Am Freitag (26. Mai) beginnt das Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock. Unter dem Titel „Stadt – Land – Bildende Kunst vor der Haustür“ hat die Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ mehr als 50 Veranstaltungen in der Hansestadt Rostock, im Landkreis Rostock und dem Bereich Ribnitz-Damgarten organisiert. „Die Veranstaltungsreihe gibt einen Einblick in das bunte und facettenreiche Kunst- und Kulturleben der Stadt und der Region Rostock. Besucher haben die Möglichkeit, bei mehr als 50 Programmpunkten die schöpferische Vielfalt der regionalen Kunst zu erleben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Das Festival dauert bis zum 18. Juni 2017.

Als Plattform für Kunst- und Kulturschaffende zeigt das dezentral organisierte Festival Arbeiten der Kreativschaffenden aus Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke aus den Bereichen Architektur, Baukunst, Landschaftsarchitektur, Bildhauerei, Plastik, Skulptur, Fotografie, Grafik, Kunstgewerbe und -handwerk sowie Malerei. Die Beiträge reichen von klassischen Ausstellungen gestandener und neuer Künstler über Künstlergemeinschaften an besonderen Orten, Lichtinstallationen, Mode oder Gärten und ungewöhnliche Kombinationen wie Foto-Musik-Inszenierungen am Strand, raumgreifende Collagen in einer Kirche bis hin zum expressiven Action-Painting in einem alten Gutshaus. An vielen Orten besteht für Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen künstlerischen Schaffens zu schauen und die eigene Kunstfertigkeit auszuprobieren. „Kunst und Kultur sind in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Standort- und Wirtschaftsfaktor. Wir unterstützen die Branche, denn kreative innovative Produkte und Dienstleistungen schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung für unser Land“, sagte Glawe.

Das Festival wird von der Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ organisiert. Das Land unterstützt das Projekt über drei Jahre aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 355.900 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 593.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Das Kunst- und Kulturfestival regio:polis findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Das komplette Programm ist unter www.regio-polis.de zusammengefasst.

Geografisch umfasst die Regiopolregion Rostock die Hansestadt Rostock, den Landkreis Rostock sowie den Mittelbereich Ribnitz-Damgarten. Das Ziel des Zusammenschlusses ist die Förderung des Austausches und die Vernetzung von Stadt und Region. Hauptakteure der Initiative Regiopolregion Rostock sind die Hansestadt Rostock, der Landkreis Rostock, die IHK zu Rostock, der Planungsverband Region Rostock, das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, der Region Rostock Marketing Initiative e.V. sowie die Mittelzentren Bad Doberan, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und Teterow.

Büchermarkt Garz lädt zum Saxophon-Konzert

Insel Rügen – Am 15.06. um 19.30 Uhr wird der Saxophonist Joachim Pukies im Kultur-Schuppen des Büchermarktes Garz einen Solo-Abend gestalten.

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Künstler wird gebeten.

Telefonische Reservierung unter 038304-829745 notwendig, da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen bereitgestellt werden kann.

Erstes Festival des Immateriellen Kulturerbes in Schwerin

Ministerin Hesse: Landestypische Traditionen sind zum Greifen nah

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern feiert seine Traditionen. Am Sonntag, 28. Mai 2017, laden das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Landtag und die Landeshauptstadt Schwerin in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission zum Festival des Immateriellen Kulturerbes (IKE) ins Freilichtmuseum für Volkskunde in Schwerin-Mueß ein. Einheimische, Touristen sowie alle Trägergruppen sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Beginn ist 11:00 Uhr. Das Land unterstützt das Festival des IKE mit 4.000 Euro.

„Das wird ein farbenfroher und lebendiger Sonntag“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit dem Festival wollen wir bewusst machen, wie reichhaltig unser Kulturerbe ist. Landestypische Traditionen sind zum Greifen nah. Anlass für das Festival ist die Auszeichnung der Trägergruppen des 2. Bewerbungszyklus für die deutsche Liste des Immateriellen Kulturerbes. Die Feierstunde wird am darauffolgenden Tag in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters stattfinden“, erläuterte Ministerin Hesse.

Die Kultusministerkonferenz hatte im 2. Bewerbungszyklus beschlossen, das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Beide Traditionen werden bei dem Festival in Schwerin vertreten sein. Außerdem stellen sich das Reetdachdecker-Handwerk, die Falknerei, Fischerei und Imkerei, das Niederdeutsche Theater, traditionelle Musik, der Martensmann und das Petermännchen vor. Landeskulturpreisträger Dieter Schumann zeigt seinen Dokumentarfilm „Mit Laib und Seele“ über das Brotbacken in Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit der Veranstaltung feiern wir nicht nur unsere Traditionen, sondern wollen Kulturschaffende zur Teilnahme am 3. Bewerbungszyklus für das Immaterielle Kulturerbe einladen“, warb Kulturministerin Hesse. „Seit dem 1. April dieses Jahres können Gemeinschaften und Einzelpersonen mit einer kulturellen Ausdrucksform um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO bewerben. Bis zum 30. Oktober 2017 können Anträge gestellt werden. Über das Verfahren wollen wir bei diesem bundesweit ersten Festival ausführlich informieren“, so die Ministerin.

Außerdem stellt die Integrierte Gesamtschule „Bertolt Brecht“ in Schwerin, die zum weltweiten Netz der UNESCO-Projektschulen gehört, ihre Arbeit vor. Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern informiert über sein Trachtenprojekt. Der Schweriner Welterbeverein berichtet über den Stand der Dinge und das weitere Vorgehen bei der Welterbe-Bewerbung des „Residenzensembles Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“.

„Luthers Norden“ – Ausstellung in Greifswald eröffnet

Greifswald – „Von der Reformation vor 500 Jahren wird unser Leben heute noch beeinflusst“, sagt Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) anlässlich der Ausstellungseröffnung im Pommerschen Landesmuseum.

„Der Luther-Getreue Johannes Bugenhagen hat hier in Norddeutschland die Reformation zum Erfolg geführt. Er hat das kirchliche und gesellschaftliche Leben auf ganz neue Grundlagen gestellt und die Kirchenordnungen z.B. für Hamburg, Lübeck und Dänemark verfasst. Neben den Kirchenfragen regelte er auch die Armenfürsorge und die Schulgesetzgebung. Dass er im Jahre 1534 Mädchen die Schule ermöglicht hatte, galt damals als hochmodern. Den sozialen Problemen der Bettler und Waisenkinder und auch vielen Frauen versuchte Johannes Bugenhagen in den Kirchenordnungen zu begegnen“, sagt Ministerin Hoffmeister zur Ausstellungseröffnung „Luthers Norden“ im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Das Justizministerium ist für Kirchenangelegenheiten zuständig und unterstützt das Projekt „Luthers Norden“ mit insgesamt 30.000 Euro für die Jahre 2016 und 2017. Die Ausstellung wurde von der Nordkirche sowie den Landesmuseen in Greifswald und in Schleswig konzipiert. Sie verbindet Gemälde, Kunsthandwerk und moderne Technik wie Animation, Hörstation und Medientische, um die Wirkungen der Reformation Norden zu verdeutlichen.

„Das Reformationsjahr bietet viele Höhepunkte allein hier in unserem Land. So viele Gemeinden sind engagiert dabei, um an den Auf- und Umbruch vor 500 Jahren zu erinnern. Immerhin wird unser Leben noch heute von der Reformation beeinflusst. Nach der Ausstellung im Pommerschen Landesmuseum freue ich mich schon auf das Musical Bugenhagen, das vom Bibelzentrum Barth inszeniert wurde und in Greifswald im Juni uraufgeführt wird. Auch der Bibelwettbewerb widmet sich der Reformation. Es werden zurzeit alle Einsendung ausgewertet“, so die Ministerin.

Kunsthalle Rostock: Grundsteinlegung für Schaudepot

Ministerin Hesse: Beachtliche Sammlung ostdeutscher und skandinavischer Kunst

Rostock – Die Bauarbeiten für ein neues Schaudepot der Kunsthalle Rostock kommen voran. Kulturministerin Birgit Hesse hat heute, am diesjährigen Tag der Städtebauförderung, an der Grundsteinlegung für das Schaudepot teilgenommen. Das neue Gebäude wird auf zwei Etagen auf rund 1.100 Quadratmetern zusätzliche Ausstellungs- und Depotflächen schaffen. Das Schaudepot soll im Herbst 2018 zum 800-jährigen Stadtjubiläum der Hansestadt Rostock fertiggestellt sein.

„Ein Schaudepot ist etwas ganz Besonderes“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Museen können nur eine Auswahl ihres Bestandes in Ausstellungen präsentieren. Mit dem Schaudepot soll die Kunsthalle mehr Raum für Ausstellungen erhalten und den Besucherinnen und Besuchern weitere Einblicke möglich machen. Die Kunsthalle Rostock verfügt über eine beachtliche Sammlung ostdeutscher und skandinavischer Kunst, die mehr als 10.000 Kunstwerke umfasst, darunter vor allem Gemälde, Grafiken und Plastiken“, erläuterte Hesse.

Die Kunsthalle Rostock zählt zu den wichtigsten Architektur-Denkmalen der DDR-Moderne. National renommierte Maler, Bildhauer und Fotografen haben in dem traditionsreichen Haus am Schwanenteich ihre Arbeiten ausgestellt: unter ihnen Arno Rink, Gerhard Richter, Georg Baselitz, Richard Serra, Norbert Bisky und Eugenio Recuenco.

„Um die nationale Wahrnehmung der Kunsthalle voranzubringen, attraktive Ausstellungen durch Leihgaben anbieten zu können und dadurch eine weitreichende internationale Vernetzung zu erreichen, ist eine Erweiterung notwendig“, sagte Kulturministerin Hesse. „Zudem kann die Kunsthalle künftig ihren Arbeitsschwerpunkt angemessen öffentlich präsentieren und das Ziel, sich als Kompetenzzentrum für osteuropäische Kunst zu profilieren und Kunst aus diesem Raum zu zeigen, weiter verfolgen“, so die Ministerin.

Museumsfest im Arndt-Museum in Garz

Insel Rügen – Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 21. Mai 2017, öffnet das Ernst-Moritz-Arndt-Museum von 10 bis 17 Uhr seine Türen. Mit einem Museumsfest feiert das Arndt-Museum, das zugleich das älteste Museum der Insel Rügen ist, an diesem Tag sein 80jähriges Jubiläum mit einem feierlichen Programm.

Die Besucher erwartet eine spannende Spurensuche durch 80 Jahre Museumsgeschichte und die wechselvolle Sammlungshistorie und ist zum vielfältigen Entdecken, Lesen und kreativen Gestalten eingeladen.

Ebenfalls zu besichtigen ist die Sonderausstellung „Erdenraum und Himmelstraum“ mit Landschaftspastellen von Kalle Zangerl, die Arndts Naturlyrik malerisch zur Seite gestellt sind. In der „KunstWunderKammer“ lädt die Rügener Malerin Kerstin Langer zu künstlerischen Experimenten ein und beim Museumsquiz „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ begeben sich Kinder mit einer rätselhaften Box auf Entdeckertour.

Zeit zum gemütlichen Verweilen bietet sich auf der Museumsterrasse bei Kaffee und Kuchen.

Und noch eine weitere Besonderheit zeichnet das Jubiläum aus: Ein kleines Bäumchen wird am Museumstag der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich dabei um einen kleinen Eichenbaum, den die Museumsleiterin derzeit im Topf aufzieht und welcher demnächst auf dem Burgwall ausgepflanzt werden soll.

Die Geschichte dahinter: Nahe Arndts Geburtshaus gab es ein Eichen-Wäldchen genannt Lülo – Arndt hatte dort als Kind gern gespielt und später sein Wohnhaus in Bonn als Reminiszenz danach benannt.

Nach dem Unfalltod seines Sohnes 1834 ließ Arndt eine Eiche von Rügen auf das Familiengrab setzen, die bis heute dort steht. In Kooperation mit der „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Alten Friedhofs in Bonn e.V.“ wurde aus einer Eichel ein Setzling gezogen, der zwischenzeitlich dem Museum übergeben wurde und der jetzt hier bis zu seiner Auspflanzung weiter gehegt und gepflegt wird.

Die Highlights im Überblick

11 Uhr: Jubiläumseröffnung
Festrede der Garzer Bürgermeisterin Gitta Gohla, Baumpräsentation und Sonderführung „Im Blickpunkt“ mit der Museumsleiterin und
10 – 17 Uhr: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – Museumsquiz für Kinder
10 – 17 Uhr: „KunstWunderKammer“ für Groß und Klein mit der Künstlerin Kerstin Langer
10 – 17 Uhr: Kaffee und Kuchen auf der Museumsterrasse

Der Eintritt ins Museum ist an diesem Festtag frei.

Land und Kommunen: Gemeinsames Theater im Nordosten des Landes soll kommen

Schwerin – Die Gespräche zur Verschmelzung der Theater im Osten des Landes kommen voran. Kulturministerin Birgit Hesse und die Träger der Theatergesellschaften haben heute in Schwerin den weiteren Fahrplan vereinbart. Dieser sieht die Verschmelzung des Theaters Vorpommern und der Theater und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz zum 1. Januar 2018 zu einer neuen Theatergesellschaft vor. Das Land wird sich als Mehrheitsgesellschafter beteiligen.

„Ich bin den kommunalen Trägern für ihr beherztes Handeln dankbar. Wir sind heute ein großes Stück vorangekommen und mit dem Land als Mehrheitsgesellschafter hat das neue Theater eine sichere Zukunft“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse.

Die vertraglichen Bedingungen sollen nun zügig vorbereitet und den kommunalen Gremien zur Abstimmung vorgelegt werden. Das Land wird diesen Prozess aktiv mitgestalten.

Darüber hinaus wurde über die Zukunft der Deutschen Tanzkompanie gesprochen. Die Beteiligten sind sich darüber einig, dass sie nicht Bestandteil der neuen Gesellschaft ist. Aber es wurde sich darauf verständigt, dass die Möglichkeiten zur Unterstützung des Fortbestandes geprüft werden.

Land vergibt Künstlerstipendien 2017

Ministerin Hesse: Künstlerstipendien des Landes schaffen Freiraum

Schwerin – 19 Künstlerinnen und Künstler in Mecklenburg-Vorpommern können sich 2017 über eine finanzielle Unterstützung freuen. Das Land vergibt in diesem Jahr neun Arbeitsstipendien, fünf Reisestipendien und fünf nationale Aufenthaltsstipendien. Kulturministerin Birgit Hesse hat die Vorschläge der Kunstkommission gebilligt. Die Stipendien werden in den Bereichen Bildende Kunst, Musik und Literatur verliehen.

„Die Künstlerstipendien des Landes schaffen Freiraum. Freiraum, den die Künstlerinnen und Künstler nutzen können, um sich ganz ihrer Kunst, der Musik oder der Literatur zu widmen“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Stipendien sind eine wichtige Form der Einzelkünstlerförderung, weil die Künstlerinnen und Künstler in ihren kreativen Schaffensphasen finanziell unterstützt werden. Ich gratuliere den Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in diesem Jahr von der Landesförderung profitieren“, so Hesse.

Die Stipendien werden in einem geregelten Bewerbungsverfahren vergeben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Künstlerinnen und Künstler ihren Sitz und Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben. Bei einem Arbeitsstipendium können sie eine Unterstützung von max. 5.000 Euro erhalten. Bei einem Reisestipendium handelt es sich um Zuschüsse in Höhe von max. 3.000 Euro je Projekt.

Bei einem Aufenthaltsstipendium ist eine monatliche Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro möglich. Das Land verfügt über je einen Platz pro Jahr im Schloss Wiepersdorf/Brandenburg und im Schleswig-Holstein-Haus in Rostock. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden für drei Monate entsendet. Die Stipendien des Künstlerhaues Lukas werden über die Landesförderung des Künstlerhauses finanziert.

Festival Nordischer Klang eröffnet

Greifswald – Das Festival Nordischer Klang ist in Greifswald durch den Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern Dr. Christian Frenzel eröffnet worden.

„Die Ostsee ist heute stärker denn je ein verbindendes Meer. Und kein Bereich hat dabei so einen großen Anteil an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Völker-verständigung wie die Kultur“, sagte der Staatssekretär in seinem Grußwort.

Das zeige beispielhaft das Festival Nordischer Klang. „Es ist das größte alljährlich in Deutschland stattfindende Festival nordischer Kultur außerhalb Skandinaviens. Seine Strahlkraft reicht weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus. Und es begeistert sein Publikum mit seiner großen Vielfalt jedes Jahr aufs Neue“, lobte Frenzel.

Auch in diesem Jahr warte ein vielfältiges Programm auf die Besucherinnen und Besucher. In über 50 Programmpunkten ganz unterschiedlicher Art können Festivalbesucher die nordische Kunst und Kultur kennenlernen.

Kulturförderung 2017: 80.000 Euro für Kinder- und Jugendkunstschule Greifswald

Ministerin Hesse: „KunstWerkstätten“ bereichern das kulturelle Leben in Greifswald

Greifswald – Die Kinder- und Jugendkunstschule Greifswald „KunstWerkstätten“ e. V. erhält in diesem Jahr mehr Geld. Das Land unterstützt die künstlerische Projektarbeit des Vereins im Jahr 2017 mit Mitteln der allgemeinen Kulturförderung in Höhe von 80.000 Euro. Im vergangenen Jahr haben die „KunstWerkstätten“ 66.150 Euro erhalten.

„Die KunstWerkstätten bereichern mit ihren Angeboten das kulturelle Leben in Greifswald“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse bei ihrem Besuch. „Die Kinder- und Jugendkunstschulen bilden daher einen Schwerpunkt in der Kulturförderung des Landes. Gemeinsam mit der Hansestadt unterstützt das Land die vielfältige Projektarbeit, um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine musische, künstlerische und kulturelle Bildung zu Gute kommen zu lassen“, sagte Hesse.

Die „KunstWerkstätten“ Greifswald dürfen sich weiterhin „Staatlich anerkannte Kinder- und Jugendkunstschule in Mecklenburg-Vorpommern“ nennen. Im Februar dieses Jahres hat das Land die entsprechende Anerkennung für fünf weitere Jahre verlängert. Dieses Qualitätssiegel ist eine verlässliche Aussage zur Güte der Ausbildung und zur Qualität der Angebote der Kinder- und Jugendkunstschule.

Nach eigenen Angaben der „KunstWerkstätten“ e. V. besuchen jede Woche ca. 230 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die mehr als 40 Kurse. 900 Schulkinder und 345 Kinder im Kita-Alter haben im vergangenen Jahr bei den Projekten mitgemacht. 670 Kinder nahmen an den Ferienwerkstätten, den Sommerlagern und den Workshops teil.

Frenzel: Filmkunstfest wirbt für Schwerin und ganz MV

Schwerin – „Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist beste Werbung für unsere Landeshauptstadt Schwerin und für ganz Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Dr. Christian Frenzel heute bei der Eröffnung des Festivals im Schweriner Filmpalast „Capitol“.

„Viele freuen sich schon Wochen vorher auf das Filmkunstfest. Das Festival begeistert jedes Jahr aufs Neue sein Publikum mit einer großen Vielfalt an Filmen und anderen kulturellen Veranstaltungen. Und es sorgt auch dafür, dass Filmemacher, Schauspieler und Produktionsteams aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland viele positive Eindrücke aus Mecklenburg-Vorpommern mit nach Hause nehmen“, sagte Frenzel weiter.

Die Landesregierung unterstütze das Filmkunstfest und die Filmszene im Land gern. Frenzel kündigte an, die Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren auf neue Füße zu stellen. „Unsere Überlegungen gehen dahin, die bislang in getrennter Zuständigkeit wahrgenommene wirtschaftliche und kulturelle Filmförderung einschließlich der Drehstandortförderung in einer gemeinnützigen GmbH zusammenzuführen. Und wir wollen die Weichen dafür stellen, dass es künftig mehr heimische Film- und Fernsehproduktionen gibt. Dabei setzen wir auch auf eine Beteiligung des Norddeutschen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens“, sagte der Staatssekretär. Erste konstruktive Gespräche dazu hätten bereits stattgefunden. Weitere Gespräche sollen in den nächsten Monaten folgen.

Sellering: Kunst kann nur in Selbstbestimmtheit entstehen

Rostock – „Diese Ausstellung macht die Spannung deutlich, in der sich Kunst bewegt hat im Nationalsozialismus: Die Ausstellung ordnet, stellt gegenüber, gibt dem Kontrast Raum, lässt Brüche deutlich werden. Und sie zeigt mit symbolhaften Fotografien, was aus all dem, wofür die Bilder der offiziell akzeptierten Kunst standen, in letzter Konsequenz folgte“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „ARTIGE KUNST – Kunst und Politik im Nationalsozialismus“ in der Kunsthalle in Rostock.

Über lange Jahre sei eine ernsthafte Debatte über die im Nationalsozialismus akzeptierte Kunst kaum gewagt worden, habe eine öffentliche Konfrontation, was die Ausstellung jetzt „Artige Kunst“ nennt, nicht stattgefunden. Sellering: „Umso wichtiger ist es jetzt, dass in dieser eindringlichen Ausstellung die Selbstenttarnung der einzelnen Werke als artige Verbeugung vor den nationalsozialistischen Machthabern und deren menschenverachtenden Ideologie anschaulich wird.“

Dabei vertraue die Ausstellung darauf, dass die mündigen Bürgerinnen und Bürger der heutigen Bundesrepublik Deutschland wissen würden, dass der Idylle, die als Malweise für die Darstellung reinrassiger Arier und ihrer idealisierten Lebensweise quasi vorgegeben war, als Kehrseite Rassenwahn, Hass und Vernichtungswille gegenüberstanden. „Ich finde es wichtig, von dieser Mündigkeit als gegeben auszugehen und nicht in endlose Belehrungen zu verfallen.“

Damit verschiebe sich die Diskussion von der allzu bangen Frage, ob einzelne Werke unkritisch seien, zu sehr spannenden kunstgeschichtlichen Fragestellungen: Was macht eine Skulptur, was macht Kunst zu nationalsozialistischer? Wie gehen wir um mit Werken von Malern oder Bildhauern, an deren künstlerischem Rang es wenig Zweifel geben kann, die gleichwohl vom Nationalsozialismus toleriert oder sogar gefeiert worden sind?

„Ich bin sicher, die Schau wird auch hier in Rostock zur Diskussion anregen – ästhetisch und politisch. Gerade in einer Zeit, in der es wieder verstärkt Kräfte gibt, die sich gegen eine offene, vielfältige Gesellschaft stellen, geht es auch um den Nachweis, dass Kunst von Rang mit dem Anspruch auf Originalität nicht in artiger Verbeugung und Anpassung vor Macht und Ideologie entstehen kann, sondern nur in Selbstbestimmtheit und ohne ideologische Fesseln“, betonte der Regierungschef.

Land sichert 5 Mio. Euro für Theaterstandort Parchim zu

Ministerin Hesse: Baumaßnahmen sind notwendig, damit das Ensemble in Parchim wieder ein eigenes Haus erhält

Schwerin – Das Land sichert der Stadt Parchim und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim eine finanzielle Unterstützung an den notwendigen baulichen Maßnahmen für die Theaterspielstätte am Standort Parchim zu. Das hat das Kabinett in seiner heutigen Sitzung beschlossen. Das Land will sich zu 50 Prozent, höchstens jedoch mit fünf Millionen Euro an den Baumaßnahmen beteiligen.

„Mit der Förderzusage hält sich das Land an seine Verabredungen. Ich gehe davon aus, dass auch Stadt und Landkreis die getroffenen Vereinbarungen einhalten“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Baumaßnahmen sind notwendig, damit das Ensemble in Parchim wieder ein eigenes Haus erhält. Das Junge Staatstheater Parchim ist wichtig für das kulturelle Angebot in der Region. Ich halte es für richtig, dass der Name Junges Staatstheater Parchim bestehen bleibt, damit sich die Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihrem Theater identifizieren“, sagte Hesse.

Um die Förderung des Landes zu erhalten, müssen die Stadt Parchim und der Landkreis Ludwigslust-Parchim verschiedene Bedingungen erfüllen: Wichtig ist, dass alle Fragen zu den Planungen und Fragen des Zuwendungsrechts geklärt sind. Die Spielfläche, die für den Betrieb der Fritz-Reuter-Bühne in Schwerin notwendig ist, muss beim Flächenbedarf in Parchim berücksichtigt werden. Stadt und Landkreis müssen dafür Sorge tragen, dass die Betriebskosten einschließlich der Mietzahlungen und sonstigen Aufwendungen am Theaterstandort Parchim nicht steigen.