Schwesig: Schwedenfest ist eine besondere Attraktion

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute das Schwedenfest in Wismar offiziell eröffnet. „Wismar erinnert an diesem Wochenende wieder traditionsbewusst, fröhlich und manchmal auch ein bisschen augenzwinkernd an seine Schwedenzeit. Der Markt und der Hafen werden wieder zur Festmeile. Ich finde es großartig, dass die Hansestadt Wismar jedes Jahr dieses ganz besondere Stadtfest ausrichtet“, sagte die Ministerpräsident bei der Eröffnungszeremonie.

„Das Schwedenfest, das dieses Jahr schon zum 19. Mail gefeiert wird, ist selbst schon zu einer kleinen Tradition geworden. Es stärkt den Zusammenhalt in der Stadt. Es lockt Besucherinnen und Besucher aus dem Umland an. Und für unsere Urlaubgäste ist es noch einmal eine ganz besondere Attraktion. Ich sage allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und allen Gästen: Feiern Sie kräftig, feiern sie friedlich – damit alle das Schwedenfest in guter Erinnerung behalten und nächstes Jahr gerne zum 20-jährigen Jubiläum wiederkommen!“

Am Rande der Veranstaltung zog die Ministerpräsidentin eine Bilanz ihrer zweiwöchigen Sommertour durchs ganze Land. „Das waren viele spannende Termine. Ich habe große und kleine Unternehmen, soziale und kulturelle Einrichtungen besucht und vor allem viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Mein Eindruck ist: Wir haben insgesamt eine gute Stimmung im Land. Aber es gibt eine Reihe von Themen, bei denen wir vorankommen müssen. Gute Kitas, gute Schulen, höhere Löhne, ganz aktuell auch die Hilfen für die Landwirtschaft – das sind die Themen, die wir in den nächsten Wochen und Monaten in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen werden“, so die Ministerpräsidentin.

Land unterstützt Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora

Insel Rügen – Ein guter Tag für Prora: Nur wenige Stunden nach der Ernennung zum staatlich anerkannten Erholungsort überbrachte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann die nächste gute Nachricht. Das Land beteiligt sich mit 3,4 Millionen Euro am Aufbau eines Bildungs- und Dokumentationszentrums im Block V des Gebäudekomplexes in Prora.

„Prora ist ein Ort mit einer besonderen Geschichte. Als Anlage für den ideologisch geprägten Massentourismus in NS-Staat entwickelt, diente die Anlage zu DDR-Zeiten vor allem militärischen Zwecken. Es ist wichtig, die Geschichte dieses Ortes an jüngere Generationen weiterzugeben. Dieser Ort zeigt, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir in einem freien und demokratischen Land leben“, sagte Dahlemann, der bei seinem Besuch vom Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Steffen Freiberg begleitet wurde.

„Ich bin sehr dankbar, dass zwei Vereine seit vielen Jahren an die Geschichte dieses Ortes von der NS-Zeit über die DDR bis hin in die jüngste Gegenwart erinnern. Und es ist eine hervorragende Idee, dass diese beiden Vereine sich zusammengeschlossen haben, um hier eine Bildungs- und Begegnungsstätte zu errichten. Der Block V, in dem sich bereits eine Jugendherberge befindet, ist der ideale Ort dafür“, sagte Dahlemann weiter.

„Es ist den Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern mit parteiübergreifenden Einsatz gelungen, dass sich der Bund mit 3,4 Millionen Euro an der dafür notwendigen Sanierung des Blocks beteiligt. Ich freue mich, dass ich heute sagen kann: Auch das Land ist dabei. Wir werden das Vorhaben kofinanzieren“, so Dahlemann.

„Prora ist das größte Projekt der Landesregierung im Bereich der Gedenkstättenförderung in dieser Wahlperiode“, sagte Bildungsstaatssekretär Steffen Freiberg. „Wir freuen uns sehr, dass sich der Bund mit einer Fördersumme von 3,4 Millionen Euro an diesem Projekt beteiligen wird. Das Land wird Fördermittel in gleicher Höhe bereitstellen. Derzeit lassen wir eine Betriebsstudie erarbeiten, die im Herbst vorliegen soll. Die Lichter für das Projekt stehen auf grün, wenn alle Beteiligten mitmachen“, betonte Staatssekretär Freiberg.

Volles Haus und hochkarätige Gäste bei Jamel rockt den Förster

Jamel – Am 24. und 25. August laden Birgit und Horst Lohmeyer zum 12. Mal zum Rockfestival Jamel rockt den Förster auf ihren ehemaligen Forsthof in Jamel/Nordwestmecklenburg ein.

In den letzten Jahren haben Musiker wie Die Toten Hosen, Die Ärzte, Fettes Brot, Madsen, Wolf Maahn, Kraftklub und Beatsteaks mit ihren Auftritten das Anliegen von Horst und Birgit Lohmeyer unterstützt und sich solidarisch mit ihnen erklärt. Auch in diesem Jahr sind prominente Musiker und hochkarätige Bands der Einladung gefolgt und werden an beiden Tagen im Garten des Forsthofes auftreten.

Jamel rockt den Förster 2017 Foto©Jaro Suffner, Horst und Birgit Lohmeyer begrüßen ihr Publikum

„Wer genau in diesem Jahr auftreten wird, ist und bleibt bis zum Schluss geheim“, schmunzelt Horst Lohmeyer. „Denn unser nicht-kommerzielles, ehrenamtlich organisiertes Festival soll in erster Linie zeigen, wie man sich – ganz entspannt und gewaltfrei – für Demokratie und gegen Rechtsradikalismus und -populismus aussprechen kann.“ Das haben die 1200 Menschen verstanden, die sich bereits frühzeitig Festivaltickets besorgt haben: Das Festival ist seit Februar ausverkauft.

„Dieses Mal haben wir auch einen deutlichen Zuwachs an Infoständen und Workshops im politischen Rahmenprogramm“, freut sich Birgit Lohmeyer. Hier nur einige Highlights: Neben den Infoständen der kirchlichen, gesellschaftspolitischen und gewerkschaftlichen Initiativen laden das Schachcafé, eine Siebdruckwerkstatt, ein Theaterprojekt, eine Plakatausstellung, ein Yoga-Workshop und weitere politische Workshops die Festivalbesucher ein, sich weiterzubilden und Spaß zu haben.

„Wir freuen uns darauf, zusammen mit unserer Schirmherrin, der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und den Wochenendgästen aus der Region und ganz Deutschland ein fröhliches und friedliches Fest zu feiern und gleichzeitig ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen“, so Wolfram Nagel, Vorstandsmitglied des Festivalträgervereins.

Ganz wichtig: Die Anreise ohne Ticket ist an beiden Tagen sinnlos; eine Abendkasse wird es nicht geben!

Das „Jamel rockt den Förster“-Festival wurde im Jahre 2007 von Birgit und Horst Lohmeyer ins Leben gerufen, um zu zeigen, wie sich eine gezielte Besiedelung durch Neonazis auf das Gemeinwesen auswirkt, welche Gefahren von deren Agitationen ausgehen und dass sich jeder Einzelne durchaus gegen die Unterwanderung gesellschaftlicher Felder durch Neonazis zur Wehr setzen kann.

Pommernakten bekommen in Greifswald ein neues Zuhause

Greifswald – Die Landesregierung hat endgültig beschlossen, dass das Landeshauptarchiv für die Pommernakten in Greifswald gebaut und in gemeinsamer Trägerschaft von Land, der Hansestadt und eventuell auch der Nordkirche geführt wird. Es soll ein Magazingebäude als Anbau an das Stadtarchiv entstehen. Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute bei einem Vororttermin gemeinsam mit Staatssekretär Sebastian Schröder in der Hansestadt.

„Nun können wir optimistisch in die Zukunft sehen, was die sachgerechte Aufbewahrung der wichtigen Akten Pommerns angeht. Und mit dem Neubau ihres Stadtarchivs zeigen die Greifswalder bereits, dass sie es können“, betonte Dahlemann am Donnerstag. Gegenwärtig befindet sich das Landesarchiv in einer alten Kaserne. Bei den Aktenbeständen handelt es sich um Stadtbücher, Kirchenbücher, Einwohnerlisten und Innungsakten.

Die Pommernakten seien wichtig für die vorpommersche Identität „und für das Verständnis der wechselvollen Geschichte der Region. Deshalb haben wir aus dem Vorpommern-Fonds bereits 50 000 Euro für die Sanierung der Akten zur Verfügung gestellt“, so Dahlemann weiter. Aufgrund der Auslagerung vieler Akten im 2. Weltkrieg und mangelnder Pflege zu DDR-Zeiten seien viele Akten in einem schlechten Zustand.

Mit dem Neubau würden nicht nur die Lagerungsbedingungen verbessert, „sondern die Chronisten haben für ihre Forschungen auch bessere Zugangs- und Arbeitsbedingungen. Darauf können sich alle freuen. In zentraler Lage entsteht damit ein modernes Archiv zum Schutz unserer Historie.“

Schwesig sagt Millionen-Unterstützung für Peenemünde zu

Insel Usedom – Das Land wird den Aufbau einer neuen Dauerausstellung im Historisch-Technischen-Museum Peenemünde (HTM) mit 5 Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute während eines Besuchs des Museums an.

„Peenemünde ist ein wichtiger Lernort der NS-Geschichte. Für mich steht an erster Stelle, dass wir die Erinnerung daran wachhalten, welch schreckliche Waffen hier im 2. Weltkrieg entwickelt worden sind und unter welch unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter hier leiden und arbeiten mussten. Zugleich war die in Peenemünde entwickelte und erprobte Technik Grundlage für die Entwicklung der Raumfahrt und damit für eine der größten Leistungen in der Technikgeschichte. Das Museum plant jetzt, die 17 Jahre alte Dauerausstellung unter Beteiligung eines internationalen wissenschaftlichen Beirats vollständig zu erneuern. Wir werden das von Seiten des Landes mit 5 Millionen Euro unterstützen. Und wir freuen uns darüber, dass der Bund Mittel in gleicher Höhe zugesagt hat“, sagte Schwesig bei ihrem Besuch.

Schwesig kündigte an, dass das Land weitere 1,2 Millionen Euro für den Erhalt des Sauerstoffwerks in Peenemünde aufwenden wird, falls der Bund den Antrag auf Denkmalschutzmittel der Gemeinde in gleicher Höhe positiv entscheidet. Der Antrag soll am Freitag gestellt werden. „Damit unterstützen wir die Gemeinde Peenemünde. Wir hoffen darauf, dass sich auch der Bund am Erhalt des denkmalgeschützten Sauerstoffwerks beteiligen wird.“

Gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab die Ministerpräsidentin einen Fördermittelbescheid in Höhe von 95.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds und des Bildungsministeriums zur Sanierung der Bunkerwarte. „Peenemünde ist für die Geschichte Vorpommerns von besonderer Bedeutung. Die Gemeinde hat ein besonders schweres historisches Erbe zu tragen. Wir unterstützen die Gemeinde dabei, dieses Erbe zu bewahren und die Zukunft zu gestalten“, so Dahlemann.

Künstlerhaus Lukas kann in Schuss gebracht werden

Ahrenshoop – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an die Geschäftsführer des Künstlerhauses Lukas Gerlinde Creutzburg und Daniela Beyer einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 15 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds übergeben. Das Geld wird für die Sanierung von Fußböden und Fenstern verwendet. Weitere Mittel wurden vom Bildungsministerium und der Gemeinde Ahrenshoop bereitgestellt. Die Gesamtinvestition beträgt 70 000 Euro.

„Das Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop ist eines der ältesten und bis heute aktiven Kunsthäuser Deutschlands und ein Paradies für Kultur- und Kunstschaffende aus unserem Land, aber auch aus ganz Deutschland und aus vielen Ländern Nordeuropas. Es ist zu einer internationalen Begegnungsstätte gewachsen. Hier können Künstler neue Ideen entwickeln und verwirklichen, sich austauschen und natürlich die schöne Natur auf dem Fischland-Darß direkt am Strand genießen“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann. Die Landesregierung unterstütze Kunst und Kultur ausdrücklich auch in Vorpommern. „Einrichtungen wie das Künstlerhaus Lukas sind ein Aushängeschild für die ganze Region. Sie locken viele Menschen an und tragen dazu bei, dass der östliche Landesteil noch bekannter wird.“

Dahlemann besuchte das Künstlerhaus Lukas gemeinsam mit Ministerpräsident a.D. Erwin Sellering. „Das Künstlerhaus hat sich auch deshalb so gut entwickelt, weil öffentliche und private Unterstützung hier vorbildlich Hand in Hand gehen. Zudem engagieren sich private Förderer und Stifter und natürlich der Trägerverein Künstlerhaus Lukas für den Erhalt und Betrieb des Hauses. Und das tun sie mit großer Leidenschaft und Herzblut vor allem im Ehrenamt. Für dieses Engagement möchte ich allen herzlich danken“, ergänzte Sellering.

Bis zu 60.000 Euro für Kreiskulturräte

Ministerin Hesse wirbt bei Kommunen um gemeinsame Finanzierung

Schwerin – Um die Arbeit der Kulturräte in den Landkreisen und kreisfreien Städten zu sichern, hat Kulturministerin Birgit Hesse sich mit einem Vorschlag an die Landräte und Oberbürgermeister gewandt. In dem Schreiben geht es um eine gemeinsame Finanzierung der ehrenamtlich tätigen Gremien. Sie habe vor, die Kulturräte ab 2018 jährlich insgesamt mit bis zu 30.000 Euro zu unterstützen, wenn die kommunale Ebene sich in gleicher Höhe beteiligen sollte. „So stünden für die Arbeit der Kreiskulturräte im Land jährlich bis zu 60.000 Euro zur Verfügung“, schreibt Hesse.

„Die Landesregierung setzt damit ein Zeichen der Anerkennung, das darüber hinaus geht, einzelne Mitglieder der Kreiskulturräte in den Landeskulturrat zu berufen“, erklärte die Ministerin den Vorstoß. Die Arbeit auf kommunaler Ebene würde durch das Geld zusätzlichen Schwung bekommen und der Kontakt zu den Kulturschaffenden vor Ort ließe sich weiter intensivieren.

Die entsprechende Beteiligung der Kommunen vorausgesetzt, würde das Land den Landkreisen jeweils 4.000 Euro pro Jahr und den kreisfreien Städten 3.000 Euro zur Verfügung stellen. Die Mittel sollen über die Kommunalverwaltungen an die Kreiskulturräte weitergereicht werden. Die Ministerin hatte im Vorfeld des Schreibens Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Kreiskulturräte geführt und den Finanzierungsvorschlag dem Landeskulturrat vorgestellt. Die entsprechenden Mittel für dieses und das kommende Jahr sind bereits im Haushalt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur reserviert.

Von den Dänen lernen: Exkursion ins Moesgaard-Museum

Aufbaustab reist ins dänische Museum für Archäologie und Ethnologie

Schwerin – Die Landesregierung treibt die Pläne für ein Archäologisches Landesmuseum (ALM) voran. Von Dienstag, 7. August 2018, bis Mittwoch, 8. August 2018, reist der sogenannte Aufbaustab für das ALM in Mecklenburg-Vorpommern nach Dänemark, um das Moesgaard-Museum für Archäologie und Ethnologie in Aarhus (Jütland) zu besichtigen. Ein Zwischenstopp ist im Wikinger-Museum in Haithabu in Schleswig-Holstein geplant. Kulturministerin Birgit Hesse und Finanzminister Mathias Brodkorb nehmen an der Exkursion teil.

„Die Häuser in Haithabu und Aarhus sind erfolgreich arbeitende Museen. Wir wollen mit den Ausstellungsmachern ins Gespräch kommen und schauen, was bei den Besucherinnen und Besuchern gut ankommt“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Moesgaard-Museum hat seit seiner Eröffnung vor vier Jahren viel Zuspruch bekommen. Von der Präsentation der Ausstellung können wir sicher etwas lernen. Und ich möchte in Erfahrung bringen, was die erfolgreiche Zusammenarbeit des Museums mit der Universität Aarhus ausmacht. Die Zusammenarbeit des Archäologischen Landesmuseums mit der Universität Rostock soll auch bei uns ein Schwerpunkt sein“, betonte Hesse.

„Unser Archäologisches Landesmuseum soll ein familienfreundliches Museum werden“, sagte Finanzminister Mathias Brodkorb. „Wir wollen sehen, wie die Museen in Schleswig-Holstein und Dänemark es schaffen, dies zu erreichen, ohne andere Zielgruppen oder gar ihren wissenschaftlichen Anspruch aus dem Blick zu verlieren. Darüber hinaus interessiert uns, wie es gelingen kann, interessante Ausstellungskonzepte mit moderner Architektur zu verbinden. Auf die Antworten aus dem Moesgaard-Museum, das 2014 einen Neubau erhalten hat, bin ich gespannt“, so Brodkorb.

Neben Kulturministerin Hesse und Finanzminister Brodkorb zählen der künftige wissenschaftliche Leiter des ALM, Hans-Jörg Karlsen, Prof. für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Rostock, und der Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen zur Delegation. Außerdem werden Abgeordnete der Rostocker Stadtvertretung, ein Vertreter des Büros des Rostocker Oberbürgermeisters und zwei Vertreter der Initiative Pro Archäologisches Landesmuseum (IPAL) nach Haithabu und Aarhus reisen.

Venezianischer Abend im Pfarrgarten Starkow am 11. August 2018

Starkow – Zu einem besonderen Ereignis lädt der Verein Backstein – Geist und Garten e. V. ein: Mit venezianischem Flair erwartet der Starkower Pfarrgarten seine Gäste, und im abendlichen Schein verwandeln sich seine Wege in Kanäle und die Wiesen in Lagunen … Eine echte Gondel erwartet Sie in der blaugrünen Lagune an den Barthewiesen. Die Gondel legt ab 17 Uhr an, und damit beginnt auch der Einlass.

Ab 18 Uhr führt Giovanni A. die Besucher durch den in Abendlicht getauchten Garten des Palazzo Phloxi, über den Palazzo Rosi zum Palazzo Salvi. Bis zum Konzertbeginn um 19.30 Uhr können Sie sich die Zeit in ungezwungener Konversation im Garten vertreiben – gern auch maskiert. Venezianische Masken kann man an der Abendkasse ausleihen. Guter italienischer Weißwein wird die Gemüter kühlen.

Das Ensemble „Concerto Giovannini“ bietet ein Musikerlebnis mit feinsten Kantaten und Kammermusik für Traversflöte und Countertenor – von Komponisten aus dem Norden. „Concerto Giovannini“ – das sind Karsten Henschel – Altus, Hannes Immelmann – Traversflöte, Johanna Oelmüller Rasch – Viola da gamba und Sabina Chukurova – Cembalo. Das Ensemble um den Countertenor Karsten Henschel verzaubert mit seinem Programm „Italia im Norden“ durch Werke von Komponisten, die, im Norden beheimatet, ihre Karriere häufig im Süden gestalteten, und die damals auch Venedig in ihren Bann zogen. So auch Karsten Henschel selbst, der als mecklenburgisches Landeskind ein Engagement in Wien gefunden hat, der aber die barocken Komponisten des Nordens wiederentdeckt und zu neuem musikalischen Leben führt. Als Beispiele seien die ursprünglich aus Norddeutschland stammenden Komponisten Reinhard Keiser (1674-1739) und Johann Adolf Hasse (1699-1783) genannt. Aber auch die ewigen Stars aus der großen venezianischen Epoche, Händel und Bach, werden nicht fehlen.

Ein großes Buffet mit mediterranen und regionalen Köstlichkeiten und weitere kulinarische Überraschungen stehen für das leibliche Wohl bereit, sie sind im Eintrittspreis inbegriffen.

Gegen 21. 00 Uhr erwartet die Zuhörer neben dem akustischen und kulinarischen auch noch ein optischer Genuss, denn im illuminierten Garten gibt es einen Feuerzauber mit Ostsee „Olini“ aus Stralsund. Bei italienischen Rhythmen im Fackelschein geht der Abend über in eine unbegrenzte Nacht nach italienischem Vorbild.

Eintritt: 25 € an der Abendkasse, 22 € bei telefonischer Kartenvorbestellung (038324-65692).

Neue Ausstellung „Vom Leuchten der Farben“ öffnet

Ministerin Hesse: Landeskunstsammlung ist reich an Kunstschätzen, die gezeigt werden wollen

Güstrow – Auf Schloss Güstrow sind von Sonnabend, 4. August 2018, bis Sonntag, 4. November 2018, selten gezeigte Werke der Landeskunstsammlung Mecklenburg-Vorpommern zu sehen. Für die Ausstellung „Vom Leuchten der Farben“ werden 36 Gouachen, Aquarelle, Kreide- und Farbstiftzeichnungen ans Licht geholt. Die Werke stammen aus den 1960er bis 1990er Jahren und zählen zum besonders reizvollen Konvolut an Kunstwerken, die in der DDR entstanden sind. Die Ausstellung auf Schloss Güstrow ist dienstags bis sonntags von 12:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

„Die Ausstellung hält, was sie verspricht: Besucherinnen und Besucher können sich auf viele Bilder mit besonders satten, kräftigen und warmen Farben freuen. Doch auch zartere Pastellarbeiten und Aquarelle sind dabei“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Landeskunstsammlung ist reich an Kunstschätzen, die gezeigt werden wollen. Es ist eine schöne Idee der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen, Werke aus DDR-Zeiten unter einem neuen Titel zusammenzustellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren“, betonte Hesse.

Die Künstlerinnen und Künstler knüpften an die Sujets und koloristi­schen Fragestellungen der Klassischen Moderne an und entwickelten sie individuell weiter. Die Bildthemen, die Land­schaft vor allem, aber auch Stillleben, Porträt und Akt, sind Anlass für das eigentliche Anliegen: die Auseinandersetzung mit der Farbkomposition und den Ausdrucksmöglichkeiten der unterschiedlichen Techniken farbiger Malerei und Zeichnung. Schwerpunktmäßig sind Namen aus Neubranden­burg vertreten, das mit seinem Zentrum Bildende Kunst einen attraktiven Anlaufpunkt für Künstlerinnen und Künstler in der gesamten DDR bildete.

Die Ausstellung ist ein gemeinschaftliches Pro­jekt der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunst­sammlungen Mecklenburg-Vorpommern und des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Dahlemann: Zuwendungsbescheid für Usedomer Musikfestival

Insel Usedom – „Ich freue mich, dass ich heute einen Zuwendungsbescheid aus Mitteln des Strategiefonds in Höhe von rund 109 000 Euro an den Förderverein des Usedomer Musikfestivals übergeben kann“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Freitag in Peenemünde. Der Zuwendungsbescheid wurde vom Bildungsministerium ausgestellt.

Mit dieser Summe werden 800 Stühle und eine neue Bühne für die Kraftwerkshalle angeschafft, die neben Gutshäusern, Villen oder Kirchen zu den „begehrtesten Spielorten des Festivals auf der Sonneninsel zählt. Ich bin mir sicher, auch im Jubiläumsjahr werden namhafte Interpreten, Musiker und Dirigenten aus unserem Land und aus dem Ostseeraum ihr Publikum wieder begeistern. Ich freue mich auf das Eröffnungskonzert am 22. September in der Kraftwerkshalle und gratuliere dem Festival zum 25. Geburtstag“.

Das Usedomer Musikfestival sei eine Perle der Kulturszene Vorpommerns. „Als fester Bestandteil des Musiklandes Mecklenburg-Vorpommern macht es wie das Theaterzelt Chapeau Rouge, das Internationale Kleinkunstfestival und „Jazz we can“ in Heringsdorf, die Vineta-Festspiele in Zinnowitz oder die Literaturtage auf ganz Usedom die Urlaubsdestination für viele Gäste noch attraktiver“, so Dahlemann. „Das ist ein Markenzeichen für Vorpommern.“

Finalkonzert des Sperger-Wettbewerbs steht bevor

Ministerin Hesse: In Ludwigslust ist die internationale Kontrabasselite zu Gast

Ludwigslust – Der 10. Internationale Sperger-Wettbewerb in Ludwigslust steuert am Wochenende auf seinen Höhepunkt zu. Am Freitag, 27. Juli 2018, wird das Halbfinale des weltweit einzigen Kontrabasswettbewerbs ausgetragen. Am Sonntag, 29. Juli 2018, findet das Finalkonzert statt. Die Siegerin bzw. der Sieger darf gemeinsam mit der Mecklenburgischen Staatskapelle das Abschlusskonzert spielen. Kulturministerin Birgit Hesse wünscht den Musikerinnen und Musikern gutes Gelingen und viel Erfolg. Mit dem Sperger-Wettbewerb steht die mecklenburgische Residenzstadt Ludwiglust eine Woche lang ganz im Zeichen des Kontrabass.

„In Ludwigslust ist die internationale Kontrabasselite zu Gast. Begabte Musikerinnen und Musiker zeigen, welche dramatischen, schwungvollen oder magischen Töne sie dem Kontrabass entlocken können“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Der Sperger-Wettbewerb ist im besten Sinne Traditionspflege. Vor zwei Jahren ist er an die Wirkungsstätte Spergers zurückgekehrt. Auch in diesem Jahr tragen die jungen Musikertalente ihre Leidenschaft vom Ludwigsluster Schloss hinaus in die Welt. Ein solches Ereignis unterstützt die Landesregierung gern“, so Hesse.

Das Land stellt für den Sperger-Wettbewerb, der alle zwei Jahre ausgetragen wird, über die Kulturförderung 19.033 Euro zur Verfügung. Kulturministerin Birgit Hesse und der Dirigent Thomas Hengelbrock haben die Schirmherrschaft übernommen. Der Wettbewerb wird von der „Internationalen Johann-Matthias-Sperger-Gesellschaft“ ausgerichtet, die das Werk von Johannes Mattias Sperger (1750 – 1812) würdigt.

„Sperger wirkte in Ludwigslust als bedeutender Komponist und als Kontrabassist an der Mecklenburgischen Hofkapelle“, erläuterte Kulturministerin Birgit Hesse. „Viele seiner Werke befinden sich in unserer Landesbibliothek. Er steht stellvertretend für die Musikpflege seiner Zeit am Hofe. Wir pflegen in Ludwigslust also nicht nur das bauliche Erbe des 18. Jahrhunderts, sondern auch das musikalische“, betonte Hesse.

Mit „KulTouren“ die Besonderheiten des Landes erleben

Schwerin – Viele Urlauber kommen nach Mecklenburg-Vorpommern, um Ruhe und Erholung zu finden. Auch abseits der Badeorte bietet das grüne Küstenvorland jede Menge Raum, der Schnelllebigkeit des Alltags zu entfliehen und die unverwechselbare Naturkulisse mit der lebendigen Kulturlandschaft zu genießen. „Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. hat elf Rundtouren gestaltet mit dem Ziel, Mecklenburg-Vorpommern aus neuer Perspektive zu erfahren. Die Routenvorschläge reichen vom äußersten Westen Vorpommern-Rügens bis zu Deutschlands größter Insel sowie von der Boddenküste bis zur geografischen Mitte des Landes und laden dazu ein, versteckte Cafés, kleine Galerien oder steinerne Zeugnisse der Gutsherrenarchitektur zu bestaunen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Verbindung der aktiven Erholung auf dem Fahrrad im Zusammenspiel mit dem breiten Kunst- und Kulturangebot hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Eckpfeiler in der Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns für Urlauber entwickelt. Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten widmet sich seit mehr als 20 Jahren der Kunstentwicklung in seiner namensgebenden Stadt und in den angrenzenden Regionen. Bereits 2016 entwickelte er das Konzept der „KulTouren“, in dessen Folge elf Rundfahrten entstanden sind. Die Streckenbeschreibungen enthalten dabei nicht nur nützliche Basisinformationen wie beispielsweise Streckendetails, Übernachtungs- und Parkmöglichkeiten sowie Fahrradverleih, sondern präsentieren Land und Leute auf besondere Art und Weise. „Neben der Erschließung der kulturellen Topografie geht es vor allem um deren Integration in touristische Angebote. Hierbei verdichtet sich nicht bloß die Zusammenarbeit mit den ansässigen Künstlern, sondern auch mit den Vertretern der Tourismuswirtschaft. Von der aktiven Vermittlung zwischen Kultur und Wirtschaft profitieren die Reisedienstleister in verschiedenster Weise, womit letztendlich ein Mehrgewinn für die gesamte Region entsteht“, so Glawe. Die einzelnen Routenvorschläge stehen zum Download bereit unter www.galerie-ribnitz.de/kultouren.php.

Als primäre Publikationsform ist in den vergangenen zwei Jahren ein Magazin entstanden, das kulturtouristische Angebote im Land abbildet und als Informationshilfe für Kulturinteressierte dienen soll. Zwei der Touren führen durch Ribnitz-Damgarten selbst, wo der Kunstverein beheimatet ist. Während sich die erste der beiden Routen auf den Ribnitzer Teil und das Waldgebiet der Rostocker Heide konzentriert, verläuft die zweite Tour nördlich von Damgarten bis nach Saal und wieder zurück. Einen Höhepunkt stellt der Streckenvorschlag rund um Marlow dar, das mit seinem wunderschönen Umland weit mehr zu bieten hat, als seine Hauptattraktion, den Vogelpark. Das vielleicht schönste Schloss des Landes können alle Entdecker auf der Wegstrecke rund um die kleine Ortschaft Schlemmin erkunden. Abwechslungsreich gestaltet sich auch die Route durch und um Barth. Neben Abschnitten am Barther Bodden geht es durch ebenso ansehnliche Teile des Barther Stadtforstes.

Ein weiterer Tourenvorschlag verläuft durch das Recknitztal und die Stadt Tessin, die bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und spannende Geschichten zu erzählen weiß. Barhöft stellt den nördlichsten Punkt des vorpommerschen Festlandes dar und lädt mit seinem Aussichtsturm sowie vielen weiteren Sehenswürdigkeiten ebenfalls zum Durchstreifen ein. Auf der Insel Rügen stehen Kunst- und Naturliebhabern mit Routen in und um Baabe, Garz und Putbus gleich drei Strecken zur Auswahl, um Deutschlands größte Insel zu erkunden. Auf eine Reise durch das Herz Mecklenburg-Vorpommerns können sie sich auf der Route rund um den Malchiner See begeben. „Die einzelnen Touren bieten einen einmaligen Mix aus unserer wunderschönen natürlichen Landschaft und einzigartigen Kulturschätzen, die es am Wegesrand zu entdecken gibt. Sowohl geografisch als auch in künstlerischer Hinsicht ist bei den elf Vorschlägen sicher für jeden Geschmack das Passende dabei, sodass wir jedem Unternehmungslustigen ein tolles Angebot unterbreiten können, unser Land auf dem Fahrrad mit seinem eigenen Tempo näher kennen zu lernen“, so Glawe weiter.

Die Gesamtkosten des Projektes betrugen in den vergangenen zwei Projekttagen rund 74.000 Euro. Das Land unterstützte das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 50.000 Euro.

Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. wurde 1993 gegründet. Er übernahm 1994 die damalige Galerie der Stadt Ribnitz-Damgarten in den Räumen des Deutschen Bernsteinmuseums. Eines der Hauptanliegen des Kunstvereins ist es, einen von künstlerischen Ansprüchen bestimmten Galeriebetrieb zu führen und die Auseinandersetzung mit regionaler und überregionaler Kunst der Gegenwart zu vertiefen. Weiterhin ist die Pflege und die öffentliche Präsentation der Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen ein Schwerpunkt der Vereins- und Galeriearbeit.