Dahlemann: Malerei der Romantik trifft moderne Fotokunst

Insel Rügen – Im Januar 1818 heiratete Caspar David Friedrich in Dresden seine Ehefrau Caroline Bommer. Im Herbst desselben Jahres begab sich das Paar auf Hochzeitsreise nach Vorpommern, der Heimat von Caspar David Friedrich. Bei den Besuchen in Greifswald, Wolgast, Stralsund und auf Rügen entstanden zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe für spätere Kunstwerke.

Exakt 200 Jahre später reiste der Japanische Künstler Hiroyuki Masuyama an die Orte, an denen diese Skizzen entstanden. Aus Hunderten von Aufnahmen erstellte er digitale Fotomontagen, die jetzt an drei Standorten in der Galerie CIRCUS EINS in Putbus, im Nationalparkzentrum Königsstuhl und im Pommerschen Landesmuseum in Greifwald zu sehen sind.

„Das ist ganz sicher einer der Höhepunkte im kulturellen Leben Vorpommerns in diesem Sommer“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Ausstellung in Putbus. „Vorpommern trifft auf Fernost, Malerei der Romantik auf moderne Fotokunst. Altbekannte Perspektiven werden neu interpretiert. Caspar David Friedrich ist der wohl bedeutendste Maler, Grafiker und Zeichner, den Vorpommern hervorgebracht hat. Es kann kaum eine schönere Ehrung geben als diese Ausstellung.“

Der Tourismusverband Vorpommern erinnert in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen an das 200-jährige Jubiläum der Hochzeitsreise von Caspar David Friedrich und seiner Frau. Der Parlamentarische Staatssekretär hat das Romantik-Jubiläum 2018 mit 60 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds gefördert.

Lesung im Büchermarkt Garz

Insel Rügen – Am 28. und 29. Juni um jeweils 19.30 Uhr werden im Büchermarkt Garz zwei Lesungen aus Harald Gehrkes bisher unveröffentlichter Sammlung „negür oder ein nordisches märchen“ angeboten. Einlass zur Veranstaltung ist ab 19 Uhr.

Dieses Mal ohne Life-Musik, aber mit Einspielung von Liedern von Bettina Wegner und Joanna Gemma Auguri. Um 19.00 Uhr ist wieder die Bar in Anja Gehrkes Werkstatt und das Buffett in der Küche geöffnet.

Der Eintritt ist frei, die Spende für den Hut wird diesmal für den Fußboden im KulturSchuppen verwendet.

Weil die Räumlichkeiten klein, aber fein, jedoch nur auf circa 40 vorhandene Plätze beschränkt sind, erhält man Karten nur nach telefonischer Voranmeldung (038304-829745).

„Jugend musiziert“-Preisträger erhalten Nachwuchsförderpreis des Landes

Staatssekretär Schröder: Talente sind Grundstein für Zukunft unserer reichen Musikkultur

Schwerin – Beeindruckt von den Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker zeigte sich Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder beim Landespreisträgerkonzert von „Jugend musiziert 2018“ heute in Schwerin. „Was die Jugendlichen hier auf die Bühne bringen, belegt nachdrücklich das hohe Niveau ihrer musikalischen Ausbildung. Die fußt zum einen auf der Hingabe und Disziplin, mit der sie sich ihrem Instrument oder ihrer Stimme widmen, und zum anderen auf dem Engagement und Können der Lehrer in den Schulen und Musikschulen“, betonte Schröder.

Das Konzert war gleichzeitig Anlass, die 48 Landespreisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs mit dem Nachwuchsförderpreis des Landes auszuzeichnen und außerdem den Lehrerpreis zu verleihen. Zu den mit je 500 Euro (1. Bundespreis), 300 Euro (2. Bundespreis) und 200 Euro (3. Bundespreis) bzw. 1.000 Euro (Lehrerpreis) dotierten Ehrungen gratulierte der Staatssekretär allen Preisträgern und betonte die Anziehungskraft von „Jugend musiziert“.

Die bundesweiten Wettbewerbe seien von großem Wert für die musikalische Nachwuchsförderung in Deutschland. Das Potenzial der jungen Talente sei nicht zuletzt ein Grundstein für eine auch künftig reiche Musikkultur in Mecklenburg-Vorpommern, deshalb sei die musisch-kulturelle Bildung auch ein Schwerpunkt innerhalb der Kulturförderung des Landes. „Wer musikalische Kompetenzen erwirbt, eignet sich zudem soziale Kompetenzen an“, unterstrich der Staatssekretär, „Anderen zuhören zu können, ist für das menschliche Miteinander immer ein Gewinn. Musik wird nicht umsonst als die sozialste aller Künste bezeichnet“.

Beim diesjährigen Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ wurden 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern mit 51 Bundespreisen in 41 Wertungen ausgezeichnet, darunter drei Mehrfachpreisträger. Der Landeswettbewerb wird in Mecklenburg-Vorpommern vom Landesmusikrat organisiert und koordiniert.

Filmregisseur Andreas Dresen wird Professor an der HMT

Ministerin Hesse: Von Praxiserfahrungen aus dem Filmgeschäft profitieren

Rostock – Die Hochschule für Musik und Theater Rostock hat einen neuen Professor. Der deutsche Filmregisseur Andreas Dresen übernimmt am 1. Juni 2018 die neu eingerichtete, nebenberuflich-künstlerische Professur für Filmschauspiel am Institut für Schauspiel der Hochschule. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse und Andreas Dresen haben heute in Schwerin den entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

„Andreas Dresen ist ein erfahrener und erfolgreicher Filmregisseur, dem Mecklenburg-Vorpommern sehr vertraut ist“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Für die Hochschule für Musik und Theater ist er eine Bereicherung. Von seinen Praxiserfahrungen aus dem Filmgeschäft profitieren vor allem die Studierenden. Ich freue mich darüber, dass Andreas Dresen diese Aufgabe übernimmt und seine Lehrtätigkeit in Rostock aufnehmen wird“, betonte Hesse.

Die Professur für Filmschauspiel dient dazu, Studierende im Bereich Schauspiel auf die besonderen Anforderungen des Mediums „Film“ vorzubereiten. Hierzu sollen auch Filmproduktionen und Tutorien sowie Kammerschauspiel-Seminare durchgeführt werden. Darüber hinaus soll Andreas Dresen der Landesregierung in wesentlichen Fragen der Filmförderung beratend zur Seite stehen. Für die Filmschauspielprofessur stellt das Land der Hochschule für Musik und Theater für acht Jahre zusätzlich 643.800 Euro bereit. Die Mittel stammen aus dem Hochschulpakt.

Dresen ist Sohn des Theaterregisseurs Adolf Dresen und der Schauspielerin Barbara Bachmann. Er wurde in Gera geboren und wuchs in Schwerin auf. Von 1986 bis 1991 absolvierte er ein Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Nachdem er zunächst für das Fernsehen gearbeitet hatte, drehte er seit seinem Episodenfilm „Nachtgestalten“ (1999), mit dem er auf der Berlinale den Durchbruch erlebte, vor allem Kinofilme. Weitere Auszeichnungen bei den Festspielen in Cannes, beim Festival in Karlovy Vary und der Berlinale folgten. Dresen dreht auch Dokumentarfilme und führt neben dem Kino seit Mitte der 1990er Jahre zudem Opernregie an Theatern.

Kulturpreis des Landes 2018 ausgelobt

Ministerin Hesse ruft auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger zu machen

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt in diesem Jahr wieder einen Kulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 1. Juli 2018 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

„Mecklenburg-Vorpommern hat eine lebendige Kulturszene. Viele Menschen engagieren sich im Kulturbereich – ob beruflich oder in ihrer Freizeit“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit dem Landeskulturpreis sollen jene Bürgerinnen und Bürger, Vereine oder Gruppen geehrt werden, die das Kulturleben in unserem Land in außerordentlicher Art und Weise bereichern. Um zu zeigen, dass wir dieses Engagement nicht als selbstverständlich ansehen, vergibt das Land alljährlich einen Kultur- und Förderpreis“, erläuterte Hesse.

Der Förderpreis soll wie der Hauptpreis Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

„Damit die Preise die Kulturschaffenden auch erreichen, braucht es Menschen, die sie vorschlagen. Ich bin mir sicher, dass viele von uns engagierte Persönlichkeiten kennen, die eine dieser Auszeichnungen verdient hätten. Ich freue mich auf zahlreiche Vorschläge“, sagte Ministerin Hesse.

Die Vorschläge können beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Im Jahr 2017 wurde der Landeskulturpreis dem Fotografen und Kulturjournalisten Hans Pölkow verliehen. Den Förderpreis erhielt der polenmARKT e. V. Weitere Informationen und Bewerbungsbedingungen im Internet unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturpreise“.

Dahlemann: Geschichte Vorpommerns wird auf moderne Art präsentiert

Prerow – „Ich freue mich, dass am Internationalen Museumstag die Erweiterung des bereits bestehenden Virtuellen Museums Mecklenburg für Vorpommern vorgenommen wird. Das passt ganz hervorragend zum Motto des Tages „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ und wird auf viel Resonanz treffen. Außerdem sind wir damit ganz auf der Höhe der Zeit, was die Digitalisierung angeht“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag beim Online-Gang im Darß-Museum Prerow.

Die Geschichte Vorpommerns werde nun als Teil der Landesgeschichte auf neue Weise und international erlebbar, „natürlich auch auf plattdeutsch, was ich sehr gut finde“. Eine englische Übersetzung sei in Vorbereitung.

Insgesamt 16 Museen in Vorpommern seien den Online-Schritt gegangen. Dahlemann: „Besonders reizvoll finde ich, dass mit dem virtuellen Gang, Besucherinnen und Besucher angeregt werden, tatsächlich ins Museum zu gehen und sich die Schätze direkt vor Ort anzusehen. Im Land denken wir darüber nach, den Tourismus qualitativ weiterzuentwickeln. Mit dem Online-Angebot wird dazu ein wichtiger Beitrag geleistet.“

Dahlemann: Putbus-Theater stärkt die Kulturinsel Rügen

Insel Rügen – „Die Putbus-Festspiele sind seit vielen Jahren ein kultureller Höhepunkt auf der Insel Rügen. Jahr für Jahr ist ein abwechslungsreiches Programm zu sehen. Ich freue mich, dass es in diesem Jahr insbesondere von jungen Künstlerinnen und Künstlern gestaltet wird“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Putbus-Festspiele in der Inselstadt.

Er lobte das Engagement des Theaters für die Region insgesamt: „Das traditionsbewusste Haus präsentiert seinem Publikum immer wieder neue Ideen, Aufführungen und Formate. Es trägt maßgeblich dazu bei, dass die Kulturinsel Rügen für Einheimische und Gäste immer attraktiver wird. Das ist wichtig für die Region und für Vorpommern insgesamt.“ Das stolze Theatergebäude sei auch architektonisch etwas ganz Besonderes. „Es ist mein Favorit in ganz Vorpommern. Ich kann nur jedem einen Besuch empfehlen.“

Gegenwärtig bereite sich das Theater mit vielen Projekten auf das 200-jährige Bestehen im Jahr 2020 vor. Dahlemann: „Ich bin mir sicher, dass alle Theaterleute mit ganzem Engagement dabei sind und ein interessantes und unterhaltsames Programm auf die Bühne bringen. Gegenwärtig prüfen wir, wie wir dieses Jubiläum aus dem Vorpommern-Fonds unterstützen können, um die kulturelle Identität in unserem östlichen Landesteil weiter stärken zu können.“

Goldener Ochse geht an Henry Hübchen

Schwerin – Der Schauspieler Henry Hübchen ist zum Abschluss des Filmkunstfestes MV von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit dem Ehrenpreis „Der goldene Ochse“ ausgezeichnet worden. „Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern kennen die Filme von Henry Hübchen. Sie schätzen seinen ruppigen Charme und seine oft charmant-draufgängerischen und schlitzohrigen Charaktere“, erklärte die Ministerpräsidentin bei der Preisverleihung im Schweriner Kino Capitol. „Henry Hübchen war einer der populärsten Schauspieler der DDR und wurde nach der Wende ein auch in Westdeutschland sehr gefragter Charakterdarsteller. Das ist so geblieben. Bis heute.“

Das Filmkunstfest habe in den letzten Tagen eine Reihe seiner wichtigsten Filme gezeigt, von „Alles auf Zucker!“ (2004) über „Whisky mit Wodka“ (2009), „Jakob der Lügner“ (1975) und als Premiere Andreas Kleinerts neuen Film „Spätwerk“ (2017).

„Sie sind ein beeindruckender schauspielerischer Solist, der mit seinem Können, mit seinem Charisma überzeugt, der ohne viele Effekte auskommt“, sagte Schwesig an den Preisträger gewandt. „Sie sind aber auch ein echter Teamplayer, spielen an der Seite von anderen Schauspielgrößen, ohne dabei in die Unauffälligkeit zu rutschen oder andere in den Hintergrund zu drängen. Das macht einen guten, einen unverwechselbaren, einen originellen Schauspieler aus.“

Schwesig dankte in ihrer Rede den Organisatoren des Filmkunstfestes. „Sie haben auch in diesem Jahr wieder ein großartiges Filmfest auf die Beine gestellt. Man sagt ja: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Deshalb wünsche Ihnen auch bei den bestimmt schon laufenden Vorbereitungen für das nächste Jahr viel Erfolg und weiterhin so ein glückliches Händchen wie bisher.“

70 Jahre Landespolizeiorchester

Schwerin – Das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern begeht am 5. Mai 2018 sein 70-jähriges Jubiläum mit einem Konzert im Großen Haus des Staatstheaters Schwerin.

Innenminister Lorenz Caffier gratuliert allen Mitgliedern recht herzlich, die in den letzten 70 Jahren das Orchester mit so viel Hingabe und Freude an der Musik bereichert haben.

„Das Polizeiorchester gehört zur Visitenkarte der Polizei und unseres Landes. Als klingender Botschafter unterstützt es die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und begeistert mit seiner Virtuosität, Klangfülle und dem professionellen Auftreten das Publikum“, sagte der Minister. „Die Musiker sorgen so auch mit für das positive Image unserer Landespolizei.“

Unter der Leitung von Christof Koert umfasst das Hauptorchester 30 Musikerinnen und Musiker sowie eine Gesangssolistin. Das Repertoire ist breit gefächert, so finden sich Titel der traditionellen Blasmusik ebenso wie Filmmusiken, Melodien aus Musical und Operette, Originalkompositionen für Blasorchester und auch Transkriptionen für Blasorchester von Ouvertüren oder sinfonisch-konzertanten Werken. Darüber hinaus bietet das Orchester Titel aus den Bereichen Rock und Pop, Funk oder Latin in flottem Big-Band-Sound an. Auch Instrumentalsolisten stellen bei den Konzerten ihr Können unter Beweis.

Und davon gibt es viele, denn die Musikerinnen und Musiker sind im Laufe des Jahres bei mehr als 130 Auftritten im Land unterwegs, gerade auch in den Sommermonaten, ob auf der Hengstparade in Redefin, in der Konzertkirche Neubrandenburg, bei der Eröffnung des Bäderdienstes der Polizei oder wie gerade erst am 1. Mai im Kurhausgarten in Warnemünde.

Aber das Landespolizeiorchester ist noch viel mehr. Es bringt sich ein in die Gesellschaft, unterstützt die Präventionsarbeit von Polizei und zivilen Trägern, arbeitet mit Schülerinnen und Schülern und engagiert sich in der Seniorenarbeit und für Menschen mit Behinderungen wie jüngst bei einem Konzert in der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neukloster.

Das Landespolizeiorchester wurde als „Kapelle der Landesbehörde der Volkspolizei“ gegründet. Heute ist es Teil der Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommern.

Wirtschaftsminister eröffnet Kultursaison in Starkow

Starkow – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag beim Baumblütenfest die 16. Kultursaison in Starkow (Landkreis Vorpommern-Rügen) eröffnet. „Die Kultursaison in Starkow hat eine Vielzahl attraktiver Veranstaltungen zu bieten. Sechs Monate lang können Besucher ein bunt gemischtes Programm mit Konzerten, Ausstellungen und Gartenführungen erleben. Das ist herausragende touristische Werbung für die gesamte Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Veranstalter der Kultursaison ist der Verein Backstein – Geist und Garten e.V.. Der 2002 gegründete Verein hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, das historische Gartenensemble aus dem 18. bis 20. Jahrhundert wieder herzurichten und die historischen Backsteingebäude im Ort zu pflegen sowie thematische Führungen anzubieten. Über ein großes Veranstaltungsprogramm sollen die historischen Spuren der Region für Besucher erlebbar gemacht werden. Zudem setzen sich die Vereinsmitglieder gemeinsam mit der Gemeinde Velgast sowie der Kirchengemeinde Starkow und Velgast dafür ein, ein touristisches Informationszentrum in der Basilika Sankt Jürgen mit Aussichtsplattform und Ausstellung einzurichten. „Die Basilika ist Bestandteil eines historisch bedeutenden Ensembles. Pfarrhaus, Schul- und Küsterhaus, die wiedererrichtete Pfarrscheune, das Predigerwitwenhaus und der Pfarrgarten mit Streuobstwiese bilden ein attraktives Ausflugsziel. Da ist ein Informationszentrum für Besucher richtig angesiedelt. Die Planungen für die Umsetzung werden konkreter. Wir unterstützten das Vorhaben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen betragen rund 1,4 Millionen Euro. Bei Vorlage aller Unterlagen plant das Wirtschaftsministerium, das Vorhaben mit knapp 1,3 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

2017 konnte der Landkreis knapp 2,2 Millionen Ankünfte und 9,7 Millionen Übernachtungen erfassen, wobei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 4,5 Nächten lag. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes 7,52 Millionen Gäste, die 29,75 Millionen Übernachtungen buchten.

GEDOK Mecklenburg-Vorpommern: Ausstellung im Sozialministerium eröffnet

Bis Ende Mai sind interessante Ausstellungsexponate zu besichtigen.

Schwerin – Acht Künstlerinnen des GEDOK Mecklenburg-Vorpommern e.V. stellen vom 26.4. bis zum 31.5.2018 ihre Werke darunter Malerei, Drucke, Fotografien, Collagen, Skulpturen und Kunstobjekte aus unterschiedlichen Materialien in den Fluren des Sozialministeriums in Schwerin aus.

Der GEDOK-Verband ist eine der größten Gemeinschaften von Künstlerinnen und Kunstförderern. Ihr Anliegen ist die Förderung weiblicher Talente und kreativer Initiativen von Frauen – mit dem Fokus auf Gegenwartskunst. Sie wurde 1926 in Hamburg gegründet und es bestehen deutschlandweit 23 regionale Verbände.

Dazu gehört auch der GEDOK Mecklenburg-Vorpommern e.V., der 2007 gegründet worden ist. Im vergangenen Jahr wurde das zehnjährige Bestehen begangen. Heute umfasst die Gruppe 24 Mitglieder aus den Bereichen Bildende Kunst, Angewandte Kunst, Darstellende Kunst, Literatur, Musik und der Kunstförderung. Die im Ministerium ausgestellten Werke entstammen im Wesentlichen der Jubiläumsausstellung von 2007.

Schwesig: Ganz Schwerin im Kinofieber

Schwerin – Im altehrwürdigen Kino „Capitol“ in Schwerin hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute das 28. FILMKUNSTFEST MV eröffnet. „Das Filmkunstfest hat uns auch dieses Jahr wieder angesteckt mit dem Kinofieber. Endlich geht es wieder los, das Filmfestival, das uns für eine Woche mit seinen Filmen, Lesungen und Ausstellungen begeistert und die ganze Stadt Schwerin erfasst“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnungsveranstaltung.

„Ich bin stolz auf unser Filmkunstfest“, bekannte die Ministerpräsidentin. „Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure, Kameraleute und viele andere Künstlerinnen und Künstler geben sich hier die Klinke in die Hand. Nirgendwo sind Filmemacher und Publikum so eng beieinander wie hier in meiner Heimatstadt Schwerin. Das ist das Besondere am Filmkunstfest.“

Der Landesregierung liege der Film sehr am Herzen. „Es ist schön, dass Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Gutshäusern, mit den Häfen, Städten und wunderschönen Landschaften ein attraktiver Drehort ist. Die Anzahl der Drehtage hier im Land steigt. Mein Ziel ist, Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Vorzügen noch populärer zu machen in der Filmbranche. Einheimische Filmemacher müssen unterstützt werden, den Film-Nachwuchs wollen wir bei uns im Land halten. Deshalb wird die Filmförderung gerade neu organisiert. Das Land wird sich in Zukunft mehr einbringen. Wir können uns vorstellen, in eine gemeinsame Gesellschaft mit den jetzigen Akteuren einzutreten. Ziel ist es, Synergien zu schaffen und die Schlagkraft der Filmförderung zu erhöhen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Partnerland des Festivals ist in diesem Jahr Georgien. „Kulturelle Begegnungen schaffen Gemeinsamkeiten, Verbindung und Austausch zwischen den Völkern“, sagte Schwesig, die vor der Eröffnung des Festivals mit dem georgischen Botschafter in Deutschland, S.E. Dr. Elguja Khokrishvili zusammentraf. „Georgien hat eine reiche und spannende Filmtradition. Ich wünsche uns kreative internationale Begegnungen.“

Kulturportal für MV vor zwei Jahren gestartet

Ministerin Hesse: Wer wissen möchte, was los ist, schaut ins Kulturportal

Schwerin – Seit zwei Jahren können sich Kulturschaffende und Kreative in Mecklenburg-Vorpommern unter der gemeinsamen Adresse www.kultur-mv.de präsentieren. Am 28. April 2016 haben das Land und der Tourismusverband MV das offizielle Kulturportal für Mecklenburg-Vorpommern in seiner jetzigen Form gestartet. In dem digitalen Informationsangebot machen heute 373 Kultur-Anbieter auf ihre Angebote aufmerksam. Dazu zählen Galerien, Museen, Theater, Kunstvereine und freischaffende Künstlerinnen und Künstler. Der Terminkalender führt knapp 760 Veranstaltungen und über 70 Ausstellungen auf (Stand: 17 April).

„Das Kulturportal ist mehr als ein Schaufenster der Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Porträts stellen Kulturschaffende und ihre kreativen Ideen vor. In Reportagen können wir Ateliers besuchen oder am kulturellen Dorfleben teilhaben. Und manchmal gibt es auch einen Blick hinter die Kulissen. Besonders beliebt sind die Ferientipps. Und im Mai dürfen wir auf die Serie ‚Kultur in Neubrandenburg -Tipps aus der Vier-Tore-Stadt‛ gespannt sein. Ich freue mich darüber, dass bislang 160.000 Interessierte unser Portal besucht haben. In diesem Jahr waren es bislang 10.000 Nutzerinnen und Nutzer pro Monat“, betonte Hesse.

Konzipiert und programmiert wurde das neue Kulturportal MV von der Rostocker Werbeagentur WERK3. Die farbmedia GbR in Schwerin ist für die inhaltliche Betreuung und Pflege des Portals zuständig. Die Aktualisierung der Internetseiten von Kulturschaffenden nehmen die Nutzerinnen und Nutzer selbst vor. Wer Veranstaltungen bekannt machen möchte, meldet sich im Portal an und erhält nach einer Prüfung durch die Redaktion einen Zugang. Gefördert wird das Kulturportal durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das auch den technischen Betrieb übernimmt.

„Das Kulturportal lebt vom Mitmachen. Ich danke den Redakteurinnen und Redakteuren, die uns in über 500 redaktionellen Texten Lust auf Kultur in unserem Land gemacht haben. Auch über Twitter, Facebook und Instagram informiert die Redaktion. Bei Facebook gibt es allein 6.500 Abonnentinnen und Abonnenten“, erläuterte Kulturministerin Hesse. „Genauso wichtig sind aber die Kulturschaffenden. Ich würde mich darüber freuen, wenn sich weitere Künstlerinnen und Künstler, Einrichtungen, Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern ein Profil anlegen und über ihre Angebote informieren, damit wir sagen können: Wer wissen möchte, was los ist, schaut ins Kulturportal.“