Anmeldestart für die 2. Sommerakademie für Kunst Rügen 2018

Insel Rügen – Nach der erfolgreichen Premiere 2017 findet vom 10. Bis 20. September 2018 die zweite Sommerakademie für Kunst Rügen statt.Die Teilnehmer der ersten Sommerakademie waren aus dem ganzen deutschsprachigen Raum aus Deutschland Österreich und der Schweiz angereist.

„Das besondere an der Sommerakademie für Kunst Rügen ist die private Atmosphäre in der, im Vergleich zu vielen anderen Akademien mit bis zu 300 Teilnehmern und Kursen mit 20 Kunstinterressierten, hier auf Rügen eine sehr konzentrierte künstlerische Arbeit unter hochprofessioneller Anleitung möglich ist“ resümierte eine der Teilnehmerinnen.

Hagen-Rügen-Sommerakademie-für-Kunst-10.-21.09.-2017, Foto @ Irene Walz k

Auch in diesem Jahr können die Teilnehmer der Sommerakademie für Kunst Rügen unter 7 Workshops in verschiedenen Bereichen der Bildenden Kunst wählen, bei spätsommerlichen Farbstimmungen draußen Malen und Zeichnen, bei weitem Himmel mit der Kamera, am Stein oder in den Ateliers, keramisch oder literarisch arbeiten. In kleinen Gruppen von max. 6 Personen bekommen sie Anleitung und Hilfe bei allen technischen und künstlerischen Fragen. Die Dozenten sind durchweg hauptberufliche, gestandene Künstler mit Erfahrung im Unterrichten.

Die nordrügener Landschaft bietet zwischen Himmel und Meer – rauen Steilküsten und sanften Hochwiesen, erhabenen Buchenwäldern und schroffen Kreidebrüchen, kleinen Häfen und beschaulichen Dörfchen, die notwendige Ruhe um Entspannung und Konzentration für die künstlerische Arbeit zu finden.

Neu in diesem Jahr ist ein Kurs Philosophieren in der Natur. Der Kurs wird von dem Kunstwissenschaftler, Philosoph und Sassnitzer Buchhändler Dr. Volkmar Billig geleitet.

Auch 2018 wird es wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Lesungen, Konzerten und Vorträgen geben. An den Abenden an denen keine Veranstaltungen stattfinden, kommen die Teilnehmer am Feuer, in gemütlicher Atmosphäre mit einander ins Gespräch und am Morgen gibt es frische Eier von den hofeigenen Hühnern. So verbindet sich hier in besonderer Weise Urlaub machen und kreativ sein.

Anmeldungen und weitere Informationen unter www.sommerakademie-ruegen.de

Die Kurse

Bildhauerei
Fotografie
Malerei
Keramik
Kreatives Schreiben
Philosophieren in der Natur
Zeichnen

Sommerakademie für Kunst Rügen

Vom 10. Bis 20. September 2018
Künstlerischer Leiter: Thomas K. Müller
Organisation: Sabine Korneli
Ort: Hof Uhleck am Königsstuhl
Zur Uhleck 3
18551 Lohme OT Hagen
Kontakt: Sabine Korneli
Tel: 038302 711334
mobil: 01743206436
Mail: sabinekorneli@gmx.de

17 EU-geförderte Filme stehen auf dem Programm der Berlinale

Brüssel – 17 EU-geförderte Filme laufen im Programm der Berlinale, die heute (Donnerstag) beginnt, einige davon im Wettbewerb und mit deutscher Beteiligung. Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft wird am kommenden Montag auf dem European Film Forum zum Thema Motto „Connecting Europeans through Films“ eine Keynote halten. Europäischer Shootingstar aus Deutschland ist in diesem Jahr Franz Rogowski vom Thalia Theater in Hamburg und der Berliner Schaubühne.

Die Filme mit deutscher Beteiligung sind „3 Tage in Quiberon“ (DE/AT/FR) von Emily Atef, der MEDIA Entwicklungsförderung erhielt; „Transit“ (FR/DE) von Christian Petzold (Verleihförderung); „Figlia Mia“ (IT/DE/CH) von Laura Bispuri (Entwicklungsförderung) und „Touch me not“ (RO/DE/CZ/BG/FR) von Adina Pintilie (Development Funding). „The heiresses“ (PY/DE/UY/NO/BR/FR) von Marcello Martinessi erhielt Unterstützung im Rahmen der Förderung für Internationale Koproduktions-Fonds.

Im Berlinale Special gibt es „Becoming Astrid“ (SE/DE/DK) von Pernille Fischer Christensen (Entwicklungs- und Verleihförderung), das Panorama zeigt den Dokumentarfilm „Game Girls“ (FR/DE) von Alina Skrzeszewska und „Lemonade“ (RO/CA/DE/SE) von Ionana Uricaru (beide Entwicklungsförderung).

Auch in den Generationen-Sektionen laufen „Cobain“ (NL/BE/DE) von Nanouk Leopold und „My Giraffe“ (NL/BE/DE) von Barbara Bredero, die von MEDIA beide in der Entwicklung unterstützt wurden.

Am Nachmittag präsentiert das European Institute of Innovation and Technology ein Programm zu „Powering Europe’s Audiovisual Innovators“, anschließend werden in verschiedenen Showcases MEDIA geförderte Projekte vorgestellt.

Zur Berlinale trifft sich die europäische Branche traditionell am MEDIA Umbrella auf dem European Film Market. An dem Koproduktionstreffen „Share your Slate“, organisiert von den deutschen Creative Europe MEDIA Desks, beteiligen sich in diesem Jahr 26 europäische Produzenten aus 16 Ländern, die ihre Projekte mit MEDIA Slate Funding entwickeln und sich in rund 100 Einzeltreffen über mögliche Zusammenarbeiten austauschen.

Einzelberatungstermine zu allen Förderungen sind am MEDIA Stand auf dem EFM möglich. Anmeldung zu Beratungsterminen über die Creative Europe Desks (link is external).

Interdisziplinär und vielstimmig wird die von MEDIA unterstützte Initiative Berlinale Talents (link is external), die 250 Filmschaffende aus 81 Ländern zusammenbringt und glanzvoll die Präsentation der European Shooting Stars (link is external). Aus Deutschland wurde in diesem Jahr Franz Rogowski ausgewählt. Der Tänzer und Performer am Thalia Theater in Hamburg und an der Schaubühne in Berlin wurde von Jakob Lass mit Hauptrollen in „Frontalwatte“ und „Love Steaks“ besetzt . Es folgten Hauptrollen in „Victoria“ von Sebastian Schipper, in „Fikkefuchs“ von Jan Henrik Stahlberg, aktuell in „Transit“ von Christian Petzold und „In den Gängen“ von Thomas Stuber, die beide im Berlinale Wettbewerb ihre Weltpremiere feiern.

Restaurierungsarbeiten der Wandmalerei im südlichen Vorchorjoch in der St.-Georgen-Kirche

Wismar – Das Wandbild mit dem Hl. Georg der den Drachen tötet im südlichen Vorchorjoch der St.-Georgen-Kiche in Wismar entstand um 1500. Später wurde sie mehrfach übertüncht und 1887/88 wieder freigelegt sowie im Sinne des 19. Jahrhunderts restauriert bzw. teilweise übermalt.

Aufgrund der jahrzehntelangen Bewitterung innerhalb der Ruine kam es zur Reduzierung und Verschmutzung der Malerei. Die Oberfläche war jetzt weitgehend vergipst und stark verschmutzt. Es kam vermehrt zu Ausblühungen von löslichen Salzen.Während der Bauarbeiten in den 1990-iger Jahren wurde die Malerei nur restauratorisch gesichert.

Die Restaurierungsarbeiten dauerten 4 Monaten und kosteten 30.000,00 Euro. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernimmt davon 25.000,00 Euro und der Aufbauverein St. Georgen hat die restlichen 5.000,00 zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten wurden von der Fa. Atelier für Restaurierung Schloss Kaufungen GmbH aus Limbach-Oberfrohna ausgeführt.

Die Malerei befindet sich in ca. 15 m Höhe direkt unter dem Gewölbe an einer senkrechten Backsteinvermauerung auf mehren Kalktünchen bzw. Kalkschlämmen. Nur in wenigen Bereichen ist sie auf Putzmörtel. Zum Erhalt derselben waren Restaurierungsarbeiten unerlässlich. Hierbei ging es um die gesamte Malerei und um die angrenzenden Bereiche bis ca.12 cm außerhalb.

Jetzt stand die Aufgabe, die Wandmalerei des Hl. Georg mit einem Lasergerät zu reinigen und zu restaurieren. Als Vorbild für diese Maßnahmen dienten die bereits gereinigten und restaurierten Bereiche der Malerei in der nördlichen Turmseitenkapelle.

Die Arbeiten am Wandbild wurden in mehreren Schritten durchgeführt. Als erstes wurde eine Vorreinigung ausgeführt. Die gesamte Malerei wurde von groben Verschmutzungen befreit.

Diese Reinigung wurde mit mit feinen Pinseln, Skalpell, kleinen Meißel, Schwämmen, Wattestäbchen ausgeführt. Fest eingelagerter Schmutz und Vergipsungen der letzten Jahrzehnte wurden anschließend mit einem Laser gereinigt bzw. stark reduziert. Die Reinigung der gesamten Malerei musste je nach Untergrundfarbe sehr differenziert ausgeführt werden.

Zu beachten war, dass teilweise auch mehrere Durchgänge mit dem Laser erfolgen mussten, um die gewünschte Reinigung zu erzielen. Insbesondere in den profilierten Fugen zwischen den Backsteinen war ein erhöhter Reinigungsaufwand erforderlich.

Abschließend erfolgte eine Festigung und Sicherung der Malschichtoberfläche das heißt loser Mörtel, die Kalkschlämme und loser Putze wurde durch Hinterspritzen mit einem Klebemittelgemisch gefestigt. Abschließend wurden Fehlstellen in der Malerei mit einer Strichretusche ergänzt. Die Arbeiten wurden ausgeführt von der Fa. Atelier für Restaurierung Schloss Kaufungen GmbH, aus Limbach-Oberfrohna.

Land unterstützt Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler

Ministerin Hesse: Wer einmal Theaterluft schnuppert, wird wieder ins Theater kommen

Schwerin – Die landesweiten Theaterwochen stoßen bei Schulen auf großes Interesse. Unter dem Motto „Theater in Sicht“ laden Landesbühnen, Stadt- und Staatstheater in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler vom 20. Februar bis 2. März 2018 ein, Theatervorstellungen zu besuchen. Die Bühnen bieten ein Programm, das sich speziell an Kinder und Jugendliche richtet. Aber auch Inszenierungen des Abendspielplans sind in der Schulzeit zu erleben. Karten für Vorstellungen sind noch erhältlich. „Theater in Sicht“ findet bereits zum zweiten Mal statt. Das Land unterstützt die Theaterwochen wie im Vorjahr mit 10.000 Euro.

„Wie faszinierend, spannend und fesselnd die Darstellende Kunst sein kann, das lässt sich jetzt wieder entdecken“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Dabei zu sein, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang fällt oder hinter die Kulissen zu schauen, das machen die landesweiten Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler möglich. Ich bedanke mich bei allen, die Kindern und Jugendlichen aufzeigen, wie vielfältig unsere Theaterlandschaft ist und ihnen neben den vielen Aufführungen spannende theaterpädagogische Angebote bieten. Wer einmal Theaterluft schnuppert, wird wieder gerne ins Theater kommen“, zeigte sich Hesse überzeugt.

Das Theater Vorpommern spricht von einer sehr guten Resonanz auf die Angebote von „Theater in Sicht“. Neben Schulen aus Stralsund und Greifswald beteiligen sich Schulen aus Wolgast, Demmin, Ribnitz-Damgarten, Lubmin und von der Insel Rügen. Neben Gymnasien und Regionalen Schulen wollen auch Förderschulen, Grundschulen und Kitas die Vorstellungen besuchen. Auf mehr Besucherinnen und Besucher hofft das Theater Vorpommern bei Ibsens Schauspiel „Ein Volksfeind“, dessen Handlung in ein Seebad an der Ostsee verlegt wurde.

Auch die Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz ist nach eigenen Angaben mit der Resonanz von Grundschulen, Gymnasien, Regionalen Schulen, beruflichen Schulen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zufrieden. Karten für das Tanztheater „Der kleine Muck“, für „Die Wannseekonferenz“ und für die Klassenzimmeroper „Ritter Odilo und der strenge Herr Winter“ sind noch erhältlich. Die Inszenierung ist mobil und kann auch in Schulen gespielt werden.

Am Mecklenburgischen Staatstheater gibt es ebenfalls für die meisten Angebote noch Karten. Der Klassiker „Die Nibelungen“ lockt Schülerinnen und Schüler ins Große Haus. Die rasante Schauspielkomödie „Amphitryon“, die beliebte Inszenierung „Faust – ein Solo“ des Jungen Staatstheaters Parchim sowie der Kriminalroman „Das Versprechen“ nach Dürrenmatt stehen im Schweriner E-Werk auf dem Programm. Am Standort Parchim spielt das Junge Staatstheater für Kinder ab 4 Jahren „Die faulste Katze der Welt“.

Am Volkstheater Rostock sind vor allem für die Angebote, die sich an Grundschulkinder richten, noch Karten erhältlich. Buchungen liegen bereits von Horteinrichtungen, Grundschulen, weiterführenden Schulen, Wohngruppen und auch Kitas vor. Das Volkstheater beendet „Theater in Sicht“ mit der Premiere des erfolgreichen Musical-Klassikers „FAME“. Bei der Inszenierung stehen Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit zahlreichen jungen Talenten aus Rostock auf der Bühne. Hierfür gibt es nur noch wenige Karten für Schulgruppen.

Kulturverein Nordischer Klang erhält Fördermittel für Kolloquium

Greifswald – Das Festival Nordischer Klang ist Deutschlands größtes Kulturfestival für Musik und Kunst nordeuropäischer Länder, das alljährlich im Mai in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald stattfindet. Nach dem Erfolg des ersten europapolitischen Kolloquiums im Rahmen des Nordischen Klangs 2017 unter dem Thema „Rechtspopulismus in Nordeuropa“ wird dieses Format in der Europawoche wieder angeboten.

In diesem Jahr steht das Kolloquium unter dem Thema „Geschlechtergerechtigkeit in Nordeuropa – Ziel erreicht oder Stagnation?“ Damit setzt das Festival über sein kulturelles Programm hinaus erneut einen unmittelbar europapolitischen Schwerpunkt. Die Thematik soll nach einer Analyse der Geschlechtergerechtigkeit in den skandinavischen Staaten mit Blick auf Deutschland diskutiert werden. Der Veranstalter will nicht nur Studierende, sondern eine breite Zielgruppe erreichen.

Für das Projekt erhält der Kulturverein Nordischer Klang e.V. Greifswald eine Zuwendung in Höhe von 1.000 EUR aus Mitteln zur „Förderung des Europagedankens und der europäischen Integration.“

„Die Diskussion um Familienpolitik wird häufig unter dem Vorzeichen sozialer Gerechtigkeit geführt. Insbesondere populistische Parteien greifen dies gern auf und wollen die Rolle des Kümmerers bei vermeintlichen sozialen Ungerechtigkeiten übernehmen. Insofern knüpft dieses Thema in einer zweiten Auflage an das Vorjahresthema an“, sagte der Minister für Inneres und Europa Lorenz Caffier.

Kunst im FM: Diana Stutzke mit erster Einzelausstellung im Finanzministerium

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat heute eine neue Ausstellung im Finanzministerium eröffnet. In der Reihe „Kunst im FM“ zeigt die Rostocker Künstlerin Diana Stutzke erstmals ihre farbvollen Porträts in einer Einzelausstellung.

Stutzke gewann im vergangenen Jahr bei der Veranstaltung „Rostock Kreativ“ in der Rostocker Kunsthalle den Publikumspreis. Sie setzte sich mit einem großformatigen Porträt gegen 650 andere Künstlerinnen und Künstler durch. Die Ausstellung im Finanzministerium ist ihre erste eigene Ausstellung. Auch hier zeigt sie vor allem Porträts, aber auch abstrakte Arbeiten.

In den vergangenen Jahren hat sich Stutzke intensiv mit diversen Mal- und Zeichentechniken beschäftigt und arbeitet hauptsächlich mit Ölfarben auf Leinwand. Seit Kurzem widmet sie sich auch der photorealistischen Malerei.

Die Ausstellung kann noch bis zum 12. April dieses Jahres während der Geschäftszeiten des Finanzministeriums besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Theaterfreunde Schwerin: Bis zu 25.000 Euro vom Land im Jubiläumsjahr

Ministerin Hesse: Langjährige Unterstützung des Staatstheaters verdient auch selber Unterstützung

Schwerin – Zum Jubiläum gibt´s Geschenke: Das Land will die Bürgerstiftung der Theaterfreunde Schwerin beim Einwerben von weiteren Stiftungsgeldern unterstützen. Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen. Die Landesregierung hat den Theaterfreunden im Jubiläumsjahr einen Zuschuss in Höhe von bis zu 25.000 Euro in Aussicht gestellt, wenn der gleiche Betrag parallel von theaterbegeisterten Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht wird. Am Ende könnten auf diesem Weg 50.000 Euro zusammenkommen.

„Das Mecklenburgische Staatstheater bereichert das Kulturleben im Land und strahlt mit seinen Angeboten und Spielorten über Schwerin hinaus. Genau das zeigt auch die große Gästeschar, die heute den Saal füllt“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse beim diesjährigen Theaterball. „Mit diesem Abend, wie wir ihn heute erleben, setzt das Schweriner Theater seit 26 Jahren ein Glanzlicht im Veranstaltungskalender. Zunächst als Theaterfest, seit zwei Jahren als Theaterball. Ich freue mich, heute Abend der Bürgerstiftung zum Jubiläum eine Extra-Zuwendung in Aussicht stellen zu können. Die langjährige Unterstützung des Staatstheaters verdient auch selber Unterstützung“, betonte Hesse.

Die Bürgerstiftung der Theaterfreunde Schwerin ist nach eigenen Angaben die erste Bürgerstiftung an einem deutschen Theater. Laut Stiftung betrug das Stiftungsvermögen bei der Gründung 65.000 Euro. Inzwischen hat es sich durch viele Zustiftungen auf fast 400.000 Euro erhöht. Ziel ist es, das Mecklenburgische Staatstheater in seiner bisherigen Vielfalt an Angeboten zu erhalten und zu fördern. Die Stiftung ist darauf ausgerichtet, Bürgerinnen und Bürger, Firmen, Vereine und Institutionen zu gewinnen, die bereit sind, Geld als Zustiftungen für das Theater zur Verfügung zu stellen.

Gewinner im Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft stehen fest

Schwerin – Die Gewinner stehen fest: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Donnerstag die Gewinner des Ideenwettbewerbs Kultur- und Kreativwirtschaft ausgezeichnet. „Die heutigen Gewinner haben durch innovative Konzepte überzeugt. Sie stehen beispielhaft für die vielen klugen und kreativen Köpfe der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie zeigen, dass es wichtig ist, auch mal neue Wege zu wagen. Dabei wollen wir die Preisträger mit dem Ideenwettbewerb unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. 16 Bewerbungen wurden beim Wirtschaftsministerium eingereicht. „Die Gewinner liefern mit ihren Vorhaben spannende Formate, wie Kreativschaffende und Unternehmen noch besser aufeinander zugehen können“, erläuterte Glawe weiter. Für den Wettbewerb stehen Mittel in Höhe von 100.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung.

Im Wettbewerb wurden zukunftsweisende Ideen, vor allem für branchenübergreifende Projekte, Produkte und Prozesse, die das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kreativwirtschaft weiter entwickeln und vermarkten, gesucht. „Ich sehe in der Zusammenarbeit mit dem kreativen innovativen Potential der Branche in Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Chancen und Wachstumsmöglichkeiten für andere Wirtschaftszweige und Gewerke. Zum Beispiel für diejenigen, die in Bezug auf neues Design, Digitalisierung und Vertrieb/Marketing vor aktuellen Herausforderungen und Aufträgen stehen. Das Potential der Kreativen gilt es noch besser in wirtschaftlicher Verwertung zu nutzen“, so Glawe weiter. „Wir haben viele versteckte Talente in unserem Land. Mit dem Wettbewerb wollen wir auf die Vielfalt und die Potentiale der erwerbswirtschaftlich tätigen Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam machen“.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft Wertschöpfung, Einkommen und Beschäftigung im Land“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Überblick über die Gewinner im Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft

Eine Jury – bestehend aus Vertretern der Industrie- und Handelskammern (IHK’s), Wirtschaftsfördergesellschaften, aus Kommunen sowie Design- und Technologiezentren – hat unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit über die eingereichten Projektideen in einem Auswahlverfahren entschieden.

Projekt Match.Box – Neubrandenburg/Greifswald – 36.000 Euro

Unternehmen: 13°Grad Crossmedia (Inhaber: Martin Horst); Stuhmer/Scholz Design_büro (Esther Stühmer) sowie Witeno (Dr. Wolfgang Blank)

Das Projekt wird durch ein interdisziplinäres Team aus Marketing-, Design- und Wirtschaftsfachleuten umgesetzt. Im Projekt werden vier Konzepte erstellt, mit denen die Wirtschaftszweige Ernährung, Gesundheit, Handwerk/Technologie und Stadtentwicklung mit Akteuren der Kreativwirtschaft zusammengeführt werden sollen. Durch diese Zusammenarbeit sollen neue Produkte und Innovationen entstehen. Um die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar zu machen, soll ein mobiler Container durch MV touren und die Ergebnisse der interdisziplinären Zusammenarbeit visualisieren.

Innovatives Matching von traditioneller Wirtschaft und Kultur- und Kreativwirtschaft – Rostock – Vorhaben: 24.000 Euro

Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert)

Unternehmen und Kreative werden durch 2 Innovationsformate zusammengeführt:

Speed-Dating: Es sollen spezifische Problemlösungs-Bedarfe in KMUs mit Kreativ-Schaffenden, die die richtige Expertise und Kapazität zu dessen Lösung parat haben, zusammengebracht werden. Resultate des Speed-Datings sind idealerweise direkte Kooperationen, die sich zwischen den Einzelakteuren – Unternehmen und Kreativ-Schaffenden – anschließen, die beim Speed-Dating einen Match hatten.

Job-Shadowing: Es sollen in dem Projekt Tandems aus Kreativschaffenden und Geschäftsführenden von Unternehmen anderer Branchen gebildet werden, die sich für jeweils zwei Tage auf ihrer Arbeit begleiten. Begleitet wird dieser Austausch durch ein Coaching, um schnell eine intensive Vertrauensbasis miteinander aufzubauen. Das Lernen voneinander, das sich gegenseitig auf Augenhöhe Begegnen und Unterstützen, sowie das Erkennen der Potentiale kreativen Arbeitens und möglicher Kooperationen steht bei diesem Format im Vordergrund.

Konferenz zum Leerstandswohlstand – Region Westmecklenburg-Schwerin – Vorhaben: 24.400 Euro

Netzwerk der Kreative MV (Projektleitung: Corinna Hesse & Antje Hinz GbR)

Regionale und überregionale Experten und Praktiker aus Kreativ- und Immobilienbranche entwickeln gemeinsam mit Regionalentwicklern und Wirtschaftsförderern in interdisziplinären Workshops Lösungen rund um das Thema Leerstand, wie er durch Kreative entwickelt werden kann und welche Effekte daraus entstehen. Hierzu sollen Kooperationen mit der Immobilienwirtschaft, Industrieunternehmen, den IHK´s und den Wirtschaftsfördergesellschaften angestoßen und so konkrete Projekte der Raumtransformation (Kreativräume in Unternehmen, Co Working Spaces und Kreativquartiere) initiiert und lokale Kreativnetzwerke gestärkt werden. Sowohl für Wohnungsleerstand als auch für leere Gewerbe sollen Nutzungsideen entwickelt und angestoßen werden.

Landesweite Branchenkonferenz – Rostock – Vorhaben: 15.600 Euro

Netzwerk der Kreative MV Projektleitung: Veronika Schubring & Teresa Trabert

Branchenkonferenz KREATOPIA – Hierbei sollen Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, der Wirtschaft, der Verwaltung, der Wissenschaft und Politik zusammengeführt werden. Kreativschaffende stellen aktuelle Projekte vor, in Workshops wird zu interaktivem und branchenübergreifendem Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. Ein Ziel ist es, dass Unternehmen einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte erhalten, Geschäftsmodelle sowie Strategien entwickeln. Die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes.

Energiegeladene Witze verkürzen Wartezeit

Eröffnung der Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ in der Gemeindeverwaltung Karstädt

Karstädt/Schwerin – Woche für Woche zeichnet der Cartoonist Mario Lars für die WEMAG. Immer neu und immer unter Strom. Die 90 besten Zeichnungen sind im Buch „Unter Strom“ versammelt. Cartoons von schlechten Elektrikern und brandneuen Windrädern, von langen Leitungen und unterirdischen Kabeln. Kurz: Cartoons voller Energie.

Insgesamt 20 Bilder aus der Cartoon-Sammlung sind jetzt in Karstädt zu sehen. Am 9. Januar wurde in Anwesenheit des Bürgermeisters der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, die Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. In den nächsten Monaten zieren die großformatigen Drucke das Foyer und den Treppenaufgang der Gemeindeverwaltung. „Kunst im Foyer ist etwas Bedeutendes in unserer Gemeinde. Cartoons sind einmal etwas ganz Anderes in unserem Rathaus“, sagte Udo Staeck.

Der Bürgermeister der Gemeinde Karstädt, Udo Staeck, hat mit WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath (li.) in der Gemeindeverwaltung Karstädt die Cartoon-Ausstellung „Unter Strom“ eröffnet. Foto @ WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer

„In Karstädt konnte nun schon die neunte Ausstellung dieser Art eröffnet werden. Das freut uns sehr. Damit fördern wir nicht nur einen regionalen Künstler, sondern wollen auch den Kunden in unserer Heimat die Wartezeit mit Humor etwas verkürzen“, erklärte WEMAG-Kommunalbetreuer Bernd Halfkath am Rande der Ausstellungseröffnung.

Der Region verbunden ist auch der Cartoonist und Karikaturist Mario Lars. In Mecklenburg geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet er heute auf dem Schulzenhof in Gneven bei Schwerin. Von der WEMAG mit Strom versorgt, zeichnet er für sie seit über drei Jahren Cartoons voller Energie. Bei der Vergabe des Deutschen Cartoon-Preises 2016 auf der Frankfurter Buchmesse erhielt Mario Lars den 3. Preis.

„Wir wollen weiterhin auch anderen Gemeindeverwaltungen und Ämtern anbieten, die Ausstellung kostenfrei in den eigenen Räumen zu präsentieren. Bei Interesse können die Cartoons sogar dauerhaft deren Wände schmücken“, so Bernd Halfkath weiter. Weitere Informationen zum Buch sind im Internet unter www.wemag.com/cartoon abrufbar.

Immaterielles Kulturerbe: Vorschläge für bundesweites Verzeichnis liegen vor

Ministerin Hesse: Unsere Kultur, Bräuche und das Handwerk prägen unser Land

Schwerin – Das Nutzen der Zeesboote in der Boddenlandschaft, das Bemalen der Holztüren auf dem Darß und das Mecklenburger Alphorn sind im dritten Bewerbungszyklus als Vorschläge für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingegangen. Insgesamt liegen sieben Anträge vor. Bis zum 15. April 2018 müssen die Länder eine Vorauswahl treffen und die Vorschläge an die Kultusministerkonferenz (KMK) übermitteln. Die Vorauswahl trifft in Mecklenburg-Vorpommern der Landeskulturrat.

„Unsere Kultur, Bräuche und traditionelles Handwerk prägen unser Land und sind sehr vielfältig. Darauf dürfen wir durchaus stolz sein“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich danke allen Initiativen, Vereinen und Verbänden, die sich am dritten Bewerbungszyklus für das Immaterielle Kulturerbe beteiligt haben. Ich würde mich freuen, wenn sich die Anträge im Expertenkomitee der Kultusministerkonferenz durchsetzen. Zunächst müssen die Mitglieder des Landeskulturrates eine Vorauswahl treffen. Ich wünsche dabei eine glückliche Hand“, sagte Hesse. Dies sei keine einfache Aufgabe.

Die Bundesländer dürfen jeweils vier Vorschläge unterbreiten. Dazu kommen vier weitere Vorschläge, die für den Fall greifen, dass andere Bundesländer ihr Kontingent nicht ausschöpfen. Die Vorschläge der Länder werden dann von dem durch die Deutsche UNESCO-Kommission einberufenen Expertenkomitee evaluiert. Die Kultusministerkonferenz und die Bundesregierung treffen eine abschließende Entscheidung über die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes Ende 2018.

Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Lieder, Musiktraditionen, Theater und Tänze, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken und Handwerkstraditionen. Beim ersten Bewerbungsverfahren im Dezember 2014 wurden das Reetdachdecker-Handwerk und das Malchower Volksfest in das bundesweite Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Im zweiten Bewerbungszyklus folgten 2016 das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen.

Im Einzelnen sind folgende Vorschläge eingegangen:

Die Bewahrung und Nutzung der Zeesboote in der Boddenlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern
Zeesboote sind unvergleichliche Zeugen einer vergangenen Fischereitradition. Diese Tradition hat ihren Ursprung im Mittelalter. Spätestens um 1800 wurden die bis dahin gebräuchlichen Zeeskähne durch die kleineren, etwa 12 Meter langen, zweimastigen Zeesboote abgelöst.

Bemalte Holztüren auf dem Darß
Die abgeschiedene Insellage von Fischland-Darß-Zingst und der sehr hohe Anteil der seemännischen Bevölkerung haben die Herausbildung und Entwicklung einer eigenen Bau- und Wohnkultur begünstigt. Die kunsthandwerkliche Fertigung von Haustüren, die mit Schnitzereien verziert sind, hat auf der Halbinsel Darß eine lange Tradition.

Stralsunder Wallensteintage
Die Wallensteintage in der Hansestadt Stralsund sind ein jährlich über mehrere Tage stattfindendes historisches Volksfest. An vier Tagen im Juli wird der Abwehr der Belagerung der Hansestadt Stralsund durch den kaiserlichen Feldherrn Wallenstein und seine Truppen im Jahr 1628 gedacht.

Brauchtum des Martensmannes
Seit Jahrhunderten hat sich die Tradition bewahrt, dass die Herzöge von Mecklenburg-Schwerin alljährlich am Martinstag aus Lübeck ein Fass Rotwein (145,5 Liter) erhielten. Die Fahrt erfolgte nach einem festen Fahr- und Zeitplan von Lübeck über Schönberg und Rehna bis in die fürstliche Residenz nach Schwerin.

Feldziegelei, Meilerbrand, Ziegelei-Handwerk
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Backsteinland, die roten Ziegel prägen Städte und Dörfer. Darunter sind großartige Bauwerke, die schon hunderte von Jahren überstanden haben. Die Kunst des Ziegelbrennens kam um 1250 mit den Mönchen aus der Lombardei nach Norddeutschland, es entstanden die ersten Klöster und Kirchen aus Backstein. Die Kunst des Ziegelmachens ist aber sehr viel älter und führt zurück in die Anfänge menschlicher Zivilisation.

Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika
Das Spiel auf der diatonischen Handharmonika gehört seit den 1860er Jahren zu den stilprägenden Praktiken in der Ausübung instrumentaler Volksmusik in Mecklenburg und Vorpommern. Die Bezeichnungen der diatonischen Handharmonika sind „Treckfiedel“, „Ziehharmonika“, „Harmonika“ oder nur „Monika“, „diatonisches Knopfakkordeon“, „Quetschkommode“ oder nur „Quetsche“. Das relativ kleine Instrument eroberte schnell die Tanzsäle der Dörfer und bildete den musikalischen Hintergrund gemeinschaftlicher Unterhaltung.

„Das Mecklenburger Alphorn“, Erhalt Mecklenburgischer Naturtonmusik mit heimischen Alphörnern
Das Mecklenburger Alphorn ist einmalig: 1820 erlebte Fritz Reuter als Kind das Mecklenburger Alphorn in Stavenhagen und hat es 1865 in „Meine Vaterstadt Stavenhagen“ in hochdeutsch genau beschrieben. Die Alphorngemeinschaft in Witzin hat dieses Horn originalgetreu nachgebaut, eine Gruppe und ein Orchester für Alphornbläser in Mecklenburg gegründet, Geschichtsforschung zum Alphorn in Mecklenburg-Vorpommern betrieben, die traditionelle Bauweise und die Tonlagen (Musik) wurden extra dafür entwickelt, aufgearbeitet und werden gepflegt.

Ausbau des Greifswalder Kultur- & Initiativenhauses

Greifswald – Energieminister Christian Pegel übergibt am Mittwoch (03.01.2018) Vertretern des Kultur- & Initiativenhauses Greifswald e.V. (Landkreis Vorpommern-Greifswald) einen Zuwendungsbescheid für Maßnahmen zur Energieeinsparung beim Ausbau des Kultur- & Initiativenhauses. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Der Greifswalder Kultur- & Initiativenhaus e.V. plant, das ehemalige Gesellschaftshaus „Zum Greif“ wieder einer kulturellen Nutzung zuzuführen. Der Zuschuss in Höhe von 140.699,13 Euro (Fördersatz 60 Prozent) ist für Ausgaben für den Gebäudeteil bestimmt, der den spätklassizistischen Emporensaal mit den anschließenden Räumlichkeiten beherbergt, die ausschließlich für verschiedenste kulturelle Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden.

Neben Seminarräumen für Theater- und Musikgruppen, Gemeinschaftsräumen für Vereine mit kulturellen und zivilgesellschaftlichen Schwerpunkten wird eine öffentlich nutzbare Bibliothek eingerichtet. Es werden Ausgaben für Dämmarbeiten im Bereich der Außenwände, Kellerdecke und Decke über dem Saal sowie für energieeffiziente Fensterelemente bezuschusst.

Durch diese Maßnahmen können pro Jahr jährlich mehr als 90.000 Kilowattstunden Strom und rund 27 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Kulturförderung 2018: Neue Regeln treten im Januar in Kraft

Ministerin Hesse: Auf die Vereinfachung haben wir lange hingearbeitet

Schwerin – Weniger Bürokratie und mehr Zeit für Kunst und Kultur: Kulturschaffende, Träger und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern können die Kulturfördermittel des Landes vom kommenden Jahr an unter vereinfachten Bedingungen erhalten. Die neuen Regeln für die Kulturförderung treten zum 1. Januar 2018 in Kraft. Die entsprechende Richtlinie ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar. Dort stehen auch Hinweise für Zuwendungsempfänger zum Herunterladen bereit.

„Immer wieder haben Kulturschaffende, insbesondere viele Ehrenamtliche, beklagt, dass die Regeln zur Kulturförderung zu kompliziert sind“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Auf die Vereinfachung haben wir lange hingearbeitet. Ich danke allen, die sich daran beteiligt haben. Die neuen Regeln sind in der Kulturszene gut aufgenommen worden. Im Jahr 2018 müssen sie den Praxistest bestehen. Bei aller Vereinfachung wird es auch künftig notwendig sein, einen Antrag zu stellen“, schränkte Hesse ein. Wer öffentliche Mittel erhalten möchte, müsse aufzeigen, wofür er sie verwenden wolle.

Die größten Vereinfachungen gibt es bei Kulturprojekten mit einer Landesförderung bis zu 30.000 Euro. Sie soll als Festbetragsfinanzierung erfolgen. Unabhängig vom Antragsvolumen entfällt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller grundsätzlich die Vorlage der Stellungnahme der Kulturverwaltung. Erleichterungen gibt es zudem bei weiteren Regelungen, z. B. hinsichtlich des vorzeitigen Beginns der Maßnahme, der Mitteilungspflichten und der Inventarisierungspflicht. Für öffentliche Bibliotheken gibt es Sonderregeln zur Medienbeschaffung.

Im Jahr 2018 sind im Haushalt Kulturfördermittel in Höhe von 10,3 Mio. Euro eingeplant. In den Jahren davor waren es jährlich 11,5 Mio. Euro. „Auch wenn der Etat für die Kulturförderung künftig geringer ausfällt, handelt es sich nicht um eine Kürzung“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit der Regierungsbildung ist die Zuständigkeit für die kulturelle Filmförderung vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf die Staatskanzlei übergegangen. Dies umfasst auch die Verwaltung der Fördermittel für die Filmförderung“, erläuterte Hesse.

Sonderförderung 2017: Land hat Sicherung von Kulturgütern unterstützt

Ministerin Hesse: Digitalisierung macht historische Kulturgüter frei zugänglich

Schwerin – Historische Baupläne und Schriften, Fotos und andere Archivalien: Das Land hat in diesem Jahr die Sicherung von schriftlichen und audiovisuellen Kulturgütern mit rund 170.000 Euro unterstützt. Die Kulturfördermittel stammen aus dem gleichnamigen Sonderförderprogramm. Mit dem Programm sollen Projekte unterstützt werden, bei denen einzigartige Kulturgüter mit einer erheblichen Bedeutung für das Land Mecklenburg-Vorpommern vor einer Beschädigung, dem Verlust oder der Vernichtung bewahrt werden können.

„Die Restaurierung historischer Baupläne von repräsentativen Gebäuden der Residenzarchitektur des 19. Jahrhunderts, die im Stadtarchiv Schwerin lagern, zeigt eindrucksvoll, welche Ergebnisse wir mit dem neu aufgelegten Programm erreicht haben“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die 200 farbigen Baupläne repräsentativer Gebäude, die sich um das Schloss, den Pfaffenteich und die südliche Schelfstadt gruppieren, sind gerettet und in ihrem Bestand gesichert“, erläuterte Hesse.

Die Pläne sind auf Transparentpapier gezeichnet und lagen mehr als 100 Jahre gefaltet in den Akten. Sie waren an den Faltkanten gebrochen, durch die unsachgemäße Verwendung von säurehaltigem Klebeband angegriffen und an den Rändern geschädigt. Diese Pläne sind nun wieder nutzbar. Von dem Sonderförderprogramm zur Sicherung der schriftlichen und audiovisuellen Kulturgüter haben noch andere Einrichtungen profitiert. Förderberechtigt sind Bibliotheken, Archive, Museen und Kirchen im Land, die sich um den Erhalt dieser Kulturgüter kümmern.

„Die Restaurierung und Digitalisierung von Handschriften und Frühdrucken des Geistlichen Ministeriums in der Domgemeinde St. Nikolai Greifswald belegt, dass die Fördermittel des Sonderprogramms auch in Vorpommern ankommen“, betonte Kulturministerin Hesse. „Ich bin dem Votum der Fachjury gefolgt, die die Unterstützung der Digitalisierung vorgeschlagen hatte, um die bis ins Jahr 1389 zurückreichenden Originale zu schonen. Ich blicke dabei gerne auf den Start der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Greifswald zurück, wo die Dokumente zu finden sind. Die Digitale Bibliothek macht online historische Kulturgüter frei zugänglich“, so die Ministerin.

Projektförderungen des Sonderprogramms 2017:

Stadt Gadebusch
Sicherung kulturhistorisch wertvolles Archivgut; Dokumentation
2.213 Euro

Landeshauptstadt Schwerin, Stadtarchiv
Restaurierung historischer Baupläne
12.000 Euro

Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Restaurierung von Archivgut
5.000 Euro

Verein der Freunde und Förderer des Archivs der Hansestadt Wismar e. V.
Bestimmung mittelalterlicher Fragmente im Archiv
5.000 Euro

Landeshauptstadt Schwerin, Freilichtmuseum für Volkskunde Mueß
Digitalisierung des Fotoarchivs der Schweriner Volkszeitung
24.000 Euro

Stadt Neubrandenburg, Kunstsammlung
Restaurierung von Werken 2017
4.000 Euro

Stadt Stralsund
Grundsicherung und Schadensanalyse städtischer Urkunden
7.480 Euro

Kirchengemeinde St. Marien in Loitz
Restauratorisches Gutachten
12.000 Euro

Stadtarchiv der Hansestadt Wismar
Ratsprotokolle – Kofinanzierungsanteil Sonderprogramm der Staatsministerin für Kultur und Medien
15.000 Euro

Michael Succow Stiftung
Digitalisierung Publikationen-Moorbibliothek
10.549 Euro

Schlosskirche Schwerin
Erhalt Musikalienbibliothek
3.700 Euro

Kunst- und Altertumsverein Güstrow e.V.
Digitalisierung von unikalen und seltenen Werken der Historischen Bibliothek Güstrow
3.750 Euro

Domgemeinde Greifswald
Handschriften und Frühdrucke des Geistlichen Ministeriums
27.528 Euro

Archiv Hansestadt Wismar
Restaurierung Prozessakten Wismarer Konsistorium 1659 – 1855
10.000 Euro

Stadt Neubrandenburg
Aufbau Depot Regionale Kirchenbibliothek
27.375 Euro