Lohmeyers Scheune ersteht wieder auf

Jamel – Im Dorf Jamel tut sich was. Horst und Birgit Lohmeyer freuen sich, am 06. April 2019 einen berühmten Gast auf ihrem Hof begrüßen zu können. Weil JAMEL ROCKT DEN FÖRSTER nur einmal im Jahr ist, die Lohmeyers aber mit dem Naziproblem 363 weitere Tage im Jahr konfrontiert sind, gibt es jetzt eine neue Veranstaltung: die SCHEUNENLESUNG.

Bela B Felsenheimer (Die Ärzte) und die Lohmeyers veranstalten in einem Zelt auf dem Platz der alten Scheune, die dereinst durch einen Brandanschlag komplett zerstört wurde, eine „Scharnow ist über(all)“-Lesung. Der Gewinn geht an die Lohmeyers für das nächste Festival. „Die Plätze sind limitiert und es wird kuschelig!“, verspricht Bela B.

„Wir freuen uns riesig über Belas Unterstützung. Knüpft sie doch an unsere Idee einer Kulturscheune in Jamel an“, sagt Birgit Lohmeyer. Der Vorverkauf startet am Montag, 17.12. um 19 Uhr.

Weihnachtskonzert der Kreismusikschule Uecker-Randow

Dahlemann: Kreismusikschule ist in der ganzen Region beliebt und anerkannt

Eggesin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat auf dem Weihnachtskonzert der Kreismusikschule Uecker-Randow in der Martin-Luther-Kirche in Eggesin einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 14 000 Euro zu gleichen Teilen aus dem Vorpommern-Fonds und aus dem Bildungsministerium für die Anschaffung eines Flügels übergeben. Die Gesamtinvestition beträgt 25 000 Euro. 11 000 Euro bringt der Förderverein der Musikschule auf. Der Flügel ist für den Musikschulstandort Torgelow vorgesehen.

„Die Kreismusikschule Uecker-Randow ist bei Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern gleichermaßen beliebt und anerkannt. Hier wird eine hervorragende Arbeit geleistet. Zurzeit werden fast 30 verschiedene Fächer angeboten. Anspruch der Schule ist es, allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die es möchten, eine musische Grundausbildung sowie einen qualifizierten und breitgefächerten Instrumental- und Gesangsunterricht anzubieten. Und das seit der Gründung 1959. So hat sich die Kreismusikschule seit nunmehr fast sechzig Jahren zu einem musischen Zentrum der ganzen Region entwickelt“, betonte Dahlemann beim Weihnachtskonzert.

Er würdigte die besonderen Verdienste der langjährigen Direktorin Christiane Krüger: „Frau Krüger ist die gute Seele der Musikschule. Mit großem Engagement und Leidenschaft sorgt sie dafür, dass ein qualitativ hochwertiger Unterricht stattfinden. Sie organisiert gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern Konzerte und Auftrittsmöglichkeiten für ihre kleinen und großen Schülerinnen und Schüler. Das ist vorbildlich.“ Dass sie heute erstmals nicht beim traditionellen Weihnachtskonzert der Schule dabei ist, habe einen besonderen Grund.

Dahlemann: „Von der Ministerpräsidentin ist sie gerade in Schwerin für ihre Verdienste mit dem Landeskulturpreis ausgezeichnet worden. Von hier aus herzlichen Glückwunsch dazu. Wir sind stolz auf Frau Krüger und die ganze Musikschule.“

Kulturpreis und Kulturförderpreis verliehen

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in Schwerin den diesjährigen Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern an die Direktorin der Kreismusikschule Uecker-Randow Christiane Krüger und den Kulturförderpreis an den immergutrocken e.V. verliehen.

Musik habe eine besondere Kraft, die „uns magisch anzieht und uns beim Zuhören ergreift. Und diese besondere Kraft spürt auch Christiane Krüger. Immer dann, wenn sie ihre Schülerinnen und Schüler unterrichtet und merkt, dass sie Fortschritte machen. Vor allem aber, wenn die Kinder und Jugendlichen einfach Spaß an der Musik haben“, betonte die Ministerpräsidentin bei der Verleihung des Kulturpreises im Neustädtischen Palais.

Seit 1990 sei die Ausgezeichnete im Landesverband der Musikschulen aktiv. Seit 1993 sei sie im Vorstand, seit 1999 Vorsitzende. Im Bundesverband deutscher Musikschulen war sie neun Jahre lang aktiv. Schwesig: „Seit vielen Jahren ist Frau Krüger auch kompetente Ansprechpartnerin für die Landespolitik. Gemeinsam mit dem Landesverband hat sie zahlreiche Impulse gesetzt zur Stärkung, Entwicklung und Verbesserung der Qualität der Musikschularbeit im Land.“ Als Beispiele nannte die Regierungschefin die Förderrichtlinie für Musikschulen und die Entwicklungskonzeption für Musik- und Jugendkunstschulen. „Mit ihrer herausragenden Arbeit, mit all dem Herzblut, das sie investiert, leistet Frau Krüger einen großen Beitrag für die bunte und so facettenreiche Musiklandschaft in Mecklenburg-Vorpommern, auf die wir sehr stolz sind.“

Die Ministerpräsidentin würdigte die Arbeit der Musikschulen im Land insgesamt: „Sie leisten einen besonders wichtigen Beitrag für die kulturelle Bildung. Sie führen junge Menschen an die Musik heran und begeistern auch Erwachsene.“ Mit 3,6 Millionen Euro jährlich würden die öffentlichen Musikschulen unterstützt. „Dazu kommt die Förderung von Projekten zur außerschulischen, musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen in den letzten drei Jahren mit jeweils rund 4,3 Millionen Euro.“ Die Förderung solle auch in Zukunft fortgesetzt werden.

Als besondere Unterstützung bewerte die Landesregierung den Landeskulturförderpreis. „Mit ihm wollen wir Fantasie, Begeisterung und die kreative Arbeit unterstützen, mit der Künstlerinnen und Künstler, Vereinen und Gesellschaften unser Zusammenleben bereichern. So wie das der immergutrocken e.V. tut.“, hob Schwesig hervor. Der Verein organisiert im nächsten Jahr zum 20. Mal das Immergut-Festival in Neustrelitz. Es ist mittlerweile eine feste Größe in der Festivalszene. Aus ganz Deutschland werden auch 2019 wieder Musikfans anreisen.

Die Regierungschefin lobte den Verein: „Es ist ein ganz besonderes Team, das sich zu Nachhaltigkeit und Regionalität verpflichtet fühlt, einen Pendlerzug organisiert, um die Abgas-Emission zu verringern, Recyclingpapier nutzt und Müllpfand erhebt. All das passiert ehrenamtlich neben Studium und Job und aus Liebe zur Musik, zu Neustrelitz und der Region. Ich freue mich sehr, dem immergutrocken-Verein den Kulturförderpreis des Landes zu überreichen – für herausragendes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Musik und Kultur.“

Immaterielles Kulturerbe: Zwei weitere Brauchtümer aus MV auf deutscher Liste

Ministerin Hesse: Darßer Türen und die Zeesboote sind unverwechselbar

Schwerin – Die Nutzung der Zeesboote in der Boddenlandschaft und die traditionelle kunsthandwerkliche Herstellung der Darßer Türen sind in das bundesweite Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe aufgenommen worden. Das haben die Kultusministerkonferenz und die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission entschieden.

„Die Darßer Türen und die Zeesboote in der Boddenlandschaft sind unverwechselbar“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „In Reiseführen und Bildbänden über die Region sind sie immer anzutreffen. Ich freue mich, dass sie nun auch auf der deutschen Liste für das Immaterielle Kulturerbe stehen. Das ist eine Auszeichnung für Vorpommern. Unser Brauchtum und unser traditionelles Handwerk müssen wir nicht verstecken. Im Gegenteil, wir können stolz darauf sein. Ich danke allen, die Vorschläge für das Immaterielle Kulturerbe gemacht haben, für die Beteiligung“, so Hesse.

Im Eintrag über die Zeesboote heißt es: „Der Erhalt der ehemaligen Fischerei-Boote ist eng mit dem handwerklichen Geschick des Holzbootsbaus, der Segelmacherei und des seemännischen Umgangs mit Segelfahrzeugen verbunden. Nicht nur der Erhalt, sondern auch die Nutzung der Boote bei traditionellen Wettfahrten, den Zeesbootregatten, sowie durch das Segeln mit der Familie, mit Freunden oder Gästen tragen zum Fortbestehen der Tradition bei.“

Über die farbenfrohen Darßer Holztüren heißt es: „Die Bevölkerung von Fischland-Darß-Zingst ist ursprünglich in der seemännischen Kultur verortet. Dies hat zu einer eigenen Bau- und Wohnkultur geführt. Die kunsthandwerkliche Fertigung von mit Schnitzereien verzierten Haustüren hat auf der Halbinsel Darß eine lange Tradition. Besonders in den Orten Prerow, Wieck und Born, die seit dem 18. Jahrhundert stark maritim geprägt sind, hat sich das Kunsthandwerk entfalten und über 200 Jahre erhalten können.“

Neben den Neuaufnahmen stehen das Reetdachdecker-Handwerk, das Malchower Volksfest, das Barther Kinderfest und das Darßer Tonnenabschlagen auf der deutschen Liste für das Immaterielle Kulturerbe. „Die Zeesboote und die Darßer Türen sind also in guter Gesellschaft“, sagte Kulturministerin Hesse.

Gingster Schüler singen in der Kirche

Grund- und Regionalschüler bereiten ein traditionelles Weihnachtssingen vor

Insel Rügen – Das ist eine Premiere. In diesem Jahr setzen die Schüler eine schöne Tradition fort, in dem sie am 21. Dezember eine Neuauflage des Weihnachtssingens organisieren. Und dieses Mal treffen sich dazu alle Kinder der Klassenstufen 1 bis 7 zum ersten Mal in der Kirche des Ortes.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag ab 9 Uhr zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein.

Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Weihnachtssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

Geld aus dem Strategiefonds rettet Demminer Orgel vor dem Holzwurm

Justizministerin Katy Hoffmeister überreicht in der Kirche St. Bartholomaei einen Zuwendungsbescheid von 9.900 Euro: „Handeln, bevor es zu spät ist“

Demmin – Justizministerin Hoffmeister hat als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten der Ev. Kirchengemeinde Demmin einen Zuwendungsbescheid über 9.900 Euro überreicht.

„In der Kirche St. Bartholomaei ist die Buchholz-Grüneberg-Orgel so stark vom Holzwurm befallen, dass ohne Gegenmaßnahme die Empore und das Gehäuse der gut 150 Jahre alten Orgel unwiederbringlich zerstört werden könnten. Ein Gutachten hat das bestätigt. Mit dem Geld aus dem Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann der Holzwurmbefall nachhaltig bekämpft werden. Das kommt der gesamten Gemeinde zugute. Denn die Konzerte in der Demminer Kirche St. Bartholomaei sind sehr beliebt. Die bis zu 800 Plätze in der Kirche sind oftmals komplett besetzt. Darum ist es wichtig, dass gehandelt wird, bevor es zu spät ist“, sagte Justizministerin Hoffmeister bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids über 9.900 Euro. Das Justizministerium prüft und bewilligt als zuständiges Ministerium für die Kirchenangelegenheiten Förderanträge der Kirchgemeinden.

Nach Angaben des Orgelfördervereins Demmin e.V. ist die Orgel in der Kirche St. Bartholomaei Deutschlands größte noch erhaltene Orgel des berühmten Orgelbaumeisters Barnim Grüneberg aus Stettin. Die originale Disposition der Orgel soll aus dem Jahre 1867 stammen.

Sonderförderung 2018: Land hat Sicherung von Kulturgütern unterstützt

Ministerin Hesse: Fragile Zeugnisse unserer kulturellen Vergangenheit bewahren

Schwerin – Historische Bücher und Schriften, Urkunden oder Plakate: Das Land hat in diesem Jahr die Sicherung von schriftlichen und audiovisuellen Kulturgütern mit ca. 100.000 Euro unterstützt. Die Fördermittel stammen aus dem gleichnamigen Sonderförderprogramm, das erstmals für das Jahr 2017 aufgelegt wurde.

„Die historischen Schriften, Protokolle und Theaterplakate sind fragile Zeugnisse unser Vergangenheit, die wir bewahren wollen“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Wenn wir jetzt nichts unternehmen, sind diese Zeugnisse irgendwann unwiederbringlich verloren. Archivalien sind kulturelle Schätze, die uns Einblicke in längst vergangene Zeiten ermöglichen und die wir erhalten müssen. Die Sicherung von Kulturgütern ist eine gewaltige Aufgabe, bei der wir die Kommunen unterstützen wollen“, erläuterte Hesse.

Mit dem Programm fördert das Land Projekte, bei denen einzigartige Kulturgüter mit einer besonderen Bedeutung für das Land Mecklenburg-Vorpommern vor einer Beschädigung, dem Verlust oder der Vernichtung bewahrt werden können.

Geförderte Projekte im Jahr 2018

Stadtarchiv der Hansestadt Wismar
Restaurierung von Ratsprotokollen 1806 – 1849
Fördersumme: 13.628 Euro

Stadtarchiv der Hansestadt Wismar
Restaurierung von Prozessakten des Wismarer Tribunals 1653 – 1782
Fördersumme: 14.000 Euro

Stadt Neubrandenburg
Aufbau eines Regionalen Depots für Historische Kirchenbibliotheken
Fördersumme: 29.643 Euro

Kirchengemeinde Loitz
Restauratorische Maßnahmen zum Erhalt ausgewählter historischer Bücher und umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung in der Kirchenbibliothek
Fördersumme: 30.000 Euro

Barlachstadt Güstrow
Restaurierung der Sammlung „Historische Theaterplakate“ des Güstrower Stadtmuseums
Fördersumme: 3.000 Euro

Amt für Kultur, Welterbe und Medien der Hansestadt Stralsund
Restaurierung und Digitalisierung von Urkunden zum Stralsunder Frieden von 1370 sowie Digitalisierung und Onlinestellung von 56 mittelalterlichen Handschriften
Fördersumme: 9.500 Euro

Dahlemann: OPERNALE läutet Weihnachtszeit in Vorpommern ein

Geifswald – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergab heute in Greifswald auf der ersten Benefizgala einen Zuwendungsbescheid über 10.000 Euro an den OPERNALE e.V. aus Sundhagen. Die Förderung unterstützt das Projekt: „Ding Dong! Merrily on high – Weihnachten 2018 mit der OPERNALE“.

Dahlemann sagte zum Auftakt der vorweihnachtlichen Konzertreihe: „Ich finde es ist eine sehr schöne Idee, wenn ein Verein mit einem niveauvollen Weihnachtsprogramm in die Adventszeit startet und dabei andere lokale Akteure in Vorpommern bei ihren Aktivitäten unterstützt. Das Programm trägt dazu bei, Gemeinsamkeit zu stiften und regionale Identität zu stärken. Daher sind hier Mittel aus dem Vorpommern-Fonds sehr gut angelegt.“

Der Verein plant, acht Konzerte gemeinsam mit gemeinnützigen Vereinen vor Ort in Vorpommern aufzuführen. Das Programm reicht von einer Auswahl bekannter Weihnachtmelodien bis zu vergessenen pommerschen Weihnachtsbräuchen. Grundlegendes Ziel des OPERNALE e.V. ist es, den Menschen Kulturgeschichte und kulturelles Erbe näher zu bringen. Mit einer OPERNALE-Aktie soll künftig der Aufbau eines Instituts für Musik und Theater unterstützt werden.

„Kulturelle Veranstaltungen im ländlichen Raum auf diesem Spitzenniveau sind auch eine Frage der gleichwertigen Lebensverhältnisse! Dieses Konzept hat mit seinen vielen Spielstätten und Veranstaltungsorten wirklich Vorbildcharakter. Dafür danken wir den Akteuren um Henriette Sehmsdorf“, so Dahlemann.

Kunst und Tradition werden in der Herzogstadt Wolgast gestärkt

Wolgast – Der Staatsekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann überreichte heute Zuwendungsbescheide aus Mitteln des Vorpommern-Fonds an zwei Projekte in der Herzogstadt Wolgast.

Die Stadt Wolgast ist Empfänger einer Zuwendung in Höhe von 18.000 Euro für die Schaffung eines Galerie- und Veranstaltungsraumes im „Rungehaus“. Damit soll zeitgenössischen Künstlern die Möglichkeit eröffnet werden, Werke die im Kontext mit dem Schaffen von Philipp Otto Runge stehen, auszustellen. Dahlemann: „Mit dieser Förderung erhält die neue Dauerausstellung im Geburtshaus von Runge eine gegenwartsbezogene Ergänzung. Damit wird die Ausstellung noch attraktiver. Es ist wichtig, dass wir an Philipp Otto Runge als einer der wichtigsten Künstler in der Geschichte Vorpommerns erinnern. Das stärkt unsere vorpommersche Identität.“

„Ich freue mich sehr, dass ich heute eine Zuwendung in Höhe von 25.000 Euro für den Erhalt und die Restaurierung des Dampffährschiffes „Stralsund“ übergeben konnte. Wir können stolz darauf sein, dass es gelungen ist, mit der Stadt Wolgast als Eigentümerin und dem Förderverein Dampf-Eisenbahnfährschiff STRALSUND e.V. als Nutzer, das traditionsreiche Schiff zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, betonte Dahlemann bei der Übergabe.

Die Eisenbahn-Dampffähre ist 126 Jahre alt und weltweit das älteste noch erhaltene Schiff dieser Art. Nach der Generalüberholung soll es zur nächsten Saison wieder viele Besucherinnen und Besucher anlocken.

Künstlerstipendien 2019: Land hat Ausschreibung gestartet

Ministerin Hesse: Kunst braucht Freiräume, damit sie sich entfalten kann

Schwerin – Das Land vergibt im kommenden Jahr wieder Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien in den Bereichen Bildende Kunst/Fotografie, Darstellende Kunst/Tanzperformance, Musik/Komposition, Literatur und spartenübergreifende Vorhaben. Bewerbungen müssen bis zum 15. Januar 2019 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin eingehen. Im kommenden Jahr stehen insgesamt 60.000 Euro für die Künstlerstipendien bereit.

„Kunst braucht Freiräume, damit sie sich entfalten kann. Mit den Stipendien ermöglichen wir den Künstlerinnen und Künstlern genau das“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Während der Aufenthalte in den Ateliers können sie sich voll und ganz ihren Werken widmen und ihre kreative Energie ausleben. In dieser Zeit werden sie durch das Land finanziell unterstützt, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Gerade für freischaffende Künstlerinnen und Künstler ist das besonders wichtig, weil sie von ihrer Kunst leben. Deswegen sind die Landesstipendien auch für sie gedacht“, sagte Hesse.

Die Stipendien werden in einem geregelten Bewerbungsverfahren vergeben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Künstlerinnen und Künstler ihren Sitz und Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben. Bei einem Aufenthaltsstipendium können sie eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro erhalten, bei einem Arbeitsstipendium sind es max. 5.000 Euro. Bei einem Reisestipendium handelt es sich um Zuschüsse in Höhe von max. 3.000 Euro je Projekt.

Die aktuelle Ausschreibung für die Stipendien ist auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht.

Förderung der Kunstwerkstätten e.V. in Greifswald

Greifswald – „Mit dem Vorpommern-Fonds wollen wir gerade auch die kulturelle Entwicklung in Vorpommern zusätzlich unterstützen. Das sind Projekte, für die sich Menschen mit viel Herzblut einsetzen. Das kann man hier bei den Greifswalder Kunstwerkstätten erleben. Ich danke allen Engagierten sehr herzlich“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann heute anlässlich der Übergabe eines Zuwendungsbescheids an die Kunstwerk­stätten e.V.

Der Bescheid umfasst 90.000 Euro an Projektfördermitteln aus dem Ministerium für Bildung, Wissen­schaft und Kultur des Landes sowie 10.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds. Er ist für Projekte der Jugendkunst­arbeit vorgesehen, z.B. für Kurse, Projekte und Workshops oder Kooperationen im Rahmen der Ganztagsschule.

Dahlemann weiter: „Kultur und Kunst dienen der Persön­lichkeitsentwicklung. Die Fördermittel sind deshalb in den Kunst­werk­stätten in Greifswald ausgezeichnet angelegt. Jugendliche können hier bereits früh Erfahrungen machen, die über das Alltagswissen hinausgehen. Kunst kann Kreativität wecken, einen auf gute Ideen bringen und dabei helfen, Begabun­gen zu entdecken. Davon werden unsere Jugendlichen auf ihrem Lebensweg immer profitieren – unabhängig davon, ob sie in die Welt hinaus gehen oder hier bei uns in Vorpommern die guten Chancen nutzen.“

Bundesweiter Vorlesetag am 16.11.2018

Insel Rügen – Den bundesweiten Vorlesetag, am 16. November 2018, greift das Ernst-Moritz-Arndt-Museum mit einer besonderen Veranstaltung auf: An diesem Tag treffen das geschriebene Wort und die gezeichnete Geschichte aufeinander – in Form einer Buchlesung und Midissage begleitend zur aktuellen Sonderausstellung. Denn, obschon den Kinderschuhen entwachsen, so ist es doch für jeden ein Vergnügen, sich dann und wann etwas vorlesen und von Worten und Bildern inspirieren zu lassen.

Dazu lädt das Museum zum Abendprogramm in den blauen Salon ein. Die Sonderausstellung „Vilm Supracolor Soft 149“ des Putbuser Künstlers Egon Arnold taucht den Saal in ein besonderes Licht. Die ausgewählten Arbeiten von der Insel Vilm, deren eindrucksvolle Buchen schon einst Ernst Moritz Arndt in Gedichtform auf das Papier bannte, verdeutlichen die Auseinandersetzung mit der hiesigen Natur, die sich in ihrer Beständigkeit zu einer bildhaften Chronik entwickelt hat.

Zudem wird an diesem Abend die Autorin Dorina Kasten zu Gast sein und auf charmante Art und Weise aus ihren Romanen „Pläne sind zum Ändern da“ und „Sammlerherz“ vorlesen. Kasten, diplomierte Historikerin, arbeitet am Stralsund Museum. Täglich erforscht, schreibt und erzählt sie Geschichte(n). Mit Egon Arnold hat sie bereits am Buchprojekt „Die Katze von Stralsund“ zusammengearbeitet, nun korrespondieren der Künstler und die Schriftstellerin im Arndt-Museum erneut miteinander. Auch davon wird sie in ihrer Lesung anekdotenhaft erzählen.

Die Veranstaltung beginnt mit einer Einführung in die Ausstellung um 17 Uhr, die anschließende Lesung startet 18:30 Uhr.

Kulturförderung für Bibliotheken steht auf sicherem Fundament

Ministerin Hesse: Bibliotheken sind wichtige Informations- und Kulturzentren

Rostock – Die Landesförderung von kommunalen Bibliotheken in Mecklenburg-Vorpommern wird verlässlicher. Das Land und der Landesbibliotheksverband haben heute in Rostock eine Zielvereinbarung für die Jahre 2018 bis 2020 geschlossen, die eine sichere und planbare finanzielle Unterstützung des Landes beim Ankauf von Medien der Bibliotheken und bei der landesweiten Onleihe vorsieht. Kulturministerin Birgit Hesse hat die Vereinbarung beim Landestreffen der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken unterzeichnet. Außerdem haben das Land und die Hansestadt Rostock eine Kooperationsvereinbarung über die Arbeit und die Finanzierung der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken geschlossen.

„Bibliotheken machen Kindern Lust aufs Lesen und zeigen ihnen, was sie zwischen zwei Buchdeckeln entdecken können“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Erwachsene können für eine vergleichsweise geringe Gebühr aus einem großen Bücherangebot ihre Lieblingsbücher wählen. Bibliotheken sind wichtige Informations-, Bildungs- und Kulturzentren. Sie leisten durch Leseförderung und Literaturvermittlung einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung. Seit Längerem hat der Landesbibliotheksverband den Wunsch, diese Kernaufgaben auf eine verlässliche Finanzierungsgrundlage zu stellen. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarungen komme ich dieser Bitte gerne nach“, betonte Hesse.

Die Zielvereinbarung sieht vor, dass das Land jährlich 253.000 Euro für den Ankauf von Medien für die öffentlichen Bibliotheken bereitstellt. Für die landesweite Onleihe stehen pro Jahr 65.000 Euro zur Verfügung. Für jede weitere Bibliothek, die die Qualitätskriterien erfüllt und damit eine Landesförderung beantragen kann, stellt das Land 2.000 Euro zusätzlich bereit. Die Unterzeichnungspartner haben vereinbart, dass die jährliche Sonderförderung in Höhe von 20.000 Euro zum Erreichen dieser Qualitätsstandards beibehalten wird. Sollten diese Mittel nicht ausgegeben werden können, werden sie für den Medienankauf der Bibliotheken oder der landesweiten Onleihe verwendet.

Über das Kulturinvestitionsprogramm des Landes können weitere Fördermittel ausgereicht werden. Die Landesfachstelle der Bibliotheken, die ihren Sitz in der Stadtbibliothek Rostock hat, erhält pro Jahr 168.000 Euro.