Show mit Schwedensongs und Schottenliedern

400 Gäste beeindruckt von 16. Talente-Show „Kessel Buntes“ in Gingster Turnhalle

Insel Rügen – Volltreffer! Mit ihren Schwedensongs der Gruppe ABBA und in blau-weiß-silbernen Kostümen im Stil der 70er Jahre holte die Lehrergruppe den meisten Applaus in der Talente-Show in Gingst. Sie überzeugten mit ihrem stylischen Auftritt die über 400 Gäste, die sich einen bunten Mix aus Gesang, Tanz, Text- und Instrumentalbeiträgen an dem heißen Juliabend ansehen wollten. „Die Aufregung legte sich, nachdem wir die ersten Sekunden überstanden hatten“, sagt Ideengeberin Martina Zabel, die in diesem Jahr ihren Traum von einem Lehrerauftritt mit Ohrwürmern der schwedischen Kultband erfüllte. Wie ihr ging es den anderen sechs Gingster Lehrern, die sich unbedingt bei dem Schulfest einbringen wollten.

Max Klabunde (li.) und Ulf Todenhagen brachten mit dem Titel „Amazing Grace“ besondere schottische Weisen in den „Kessel Buntes“. Foto @ MARTINA ZABEL

Mit der Show, die jetzt schon zum 16. Mal von Deutschlehrerin Heide Saathoff auf die Beine gestellt wurde, endete eine spannende Phase der Vorbereitung und Proben. Wochenlang haben Schüler mit ihren Lehrern und Eltern an 18 Beiträgen gearbeitet, die nun ganz interessierten Zuschauern präsentiert wurden. Darunter befand sich auch Schulleiter Eckhard Mostek, der stolz auf den kulturellen Höhepunkt im Schulleben ist: „Wir werden immer besser“, meint er in der Pause im Gespräch mit Schulberaterin Karin Marski und Brigitte Streubel, seiner ehemaligen Sportkollegin. „Die Auftritte zeigen, mit wie viel Professionalität unsere Kollegen und Kinder das einstudieren, was sie dann einmal im Jahr vorführen.“ Das sei fast wie ein Dorffest, meint er, denn halb Gingst ist dabei, wenn sich die Turnhalle in eine große Showbühne verwandelt.

Darauf war auch wieder Malte Kubowicz mit seiner Band KALLM zu erleben, die aus ihrem gewachsenen Repertoire die aktuellsten Lieder spielte. Man spürte, wie sehr sich die wöchentlichen Proben und regelmäßigen Auftritte mit Bandleader Jörn Weihert lohnen. Nicht weniger stolz auf ihre Schützlinge ist Kursleiterin Nicole Hoppe, die mit ihrem Chor den Abend gesanglich und instrumental bereicherte. Erstmals zeigten sich ihre jungen Künstler mit den Boomwhackers, bunten Kunststoffröhren, aus denen sie zum Erstaunen des Publikums unzählige aufeinander abgestimmte Töne und damit bekannte Lieder zauberten.

Sieben Lehrer aus der Gingster Schule präsentieren bei der Talente-Show Ohrwürmer der Schwedenband ABBA und holen den meisten Applaus. Foto @ ANDRÉ FARIN

Andere Schüler tanzten unter fachfraulicher Anleitung von Manja Ehlers in Cowgirl-Kostümen, sangen in Schulvereins-Shirts von Schulleiterträumen oder sprachen in einer ganz typischen Talkshow „Hänsel am Nachmittag“ über die Rolle von Frau und Mann. Unter den bekannten Künstlern war Max Becker aus der 5. Klasse zu finden, der mit Schifferklavier und auf Platt „Dat du mien Leevsten büst“ sang und mit dem Nicole-Lied „Ein bisschen Frieden“ für eine berührende Stimmung sorgte. Ähnlich wie Max Klabunde aus der 6. Klasse, der zusammen mit Ulf Todenhagen in Schottenkostümen auftrat. Sie sangen „Amazing Grace“, einen der bekanntesten schottischen Titel. Dabei begleitete der Biologielehrer den Auftritt mit seinem Dudelsack und erntete staunende Augen sowie einen begeisterten Applaus.

Der Kessel-Abend war nach gut drei Stunden zu Ende und belegte wieder einmal, wie sehr die Show in den schulischen Alltag von Gingst gehört. Diesen Gedanken unterstützten die Zuschauer mit tobendem Beifall und einer Spendensumme von über 600 Euro, die für die neue Beleuchtungsanlage der Schulbühne zusammengekommen ist. (André Farin)

Premiere: „Rügen International Film Festival“ startet erstmals im Oktober

Insel Rügen – Premiere auf der Insel Rügen – vom 04. bis 08. Oktober 2017 soll erstmals das „Rügen International Film Festival“ stattfinden. „Die Insel Rügen bietet unseren Einheimischen und Gästen eine Vielfalt an touristischen Attraktionen. Neben den natürlichen Schönheiten wie Strand und Meer verfügt die Insel über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur, wie beispielsweise das Naturerbe Zentrum Rügen, ausgebaute Promenaden und hervorragende Unterkünfte. Jetzt wird das kulturelle Angebot mit dem ersten Rügen International Film Festival erweitert. Das Projekt soll maßgeblich zur touristischen und kulturellen Stärkung der Region Vorpommern beitragen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Veranstalter des Filmfestivals ist die Baltic International Filmfestival Rügen gGmbH der Kulturstiftung Rügen.

Geplant ist, an unterschiedlichen Spielorten – unter anderem in den Inselorten Lauterbach, Sellin, Sassnitz und Putbus sowie in Stralsund und Greifswald – filmische Darbietungen zu zeigen. Ein Rahmenprogramm mit Masterclasses, Open-Air-Events und musikalischen Veranstaltungen rundet das Festival ab. Im Programmfokus stehen Publikumsfilme aus den Ostsee-Anrainerstaaten („To See the Sea“), das lokale Filmschaffen im deutsch-polnischen Vorpommern, Kultur und Alltag auf Inseln weltweit von Malta bis nach Tasmanien und die inzwischen 30-jährige Geschichte des Europäischen Filmpreises. „Es ist eine spannende Idee, das Festival an unterschiedlichen Orten stattfinden zu lassen. Das ist beste Werbung für die Region. Darüber hinaus ist das im Oktober stattfindende Festival ein Beitrag zur Saisonverlängerung“, so Glawe weiter.

Während des Festivals sollen drei Preise vergeben werden. Die Filme des Wettbewerbsprogramms „To See the Sea“ wetteifern um den mit 7.500 Euro dotierten Preis für den besten Film, der Sonderpreis „Leben am Wasser“ (Preisgeld von 2.000 Euro) wird für einen Film vergeben, der einen besonders originellen und nachhaltigen Blick auf die Situation von Menschen wirft, die am und mit dem Meer leben. Zusätzlich vergibt der Landesverband Filmkommunikation e.V. Mecklenburg-Vorpommern den Findling-Preis. „Es brauchte Mut, Enthusiasmus und Energie von den engagierten Organisatoren, um das Festival als neues kulturelles Ereignis auf die Beine zu stellen. An den fünf Veranstaltungstagen kann ein Treffpunkt der Filmszene mit Einheimischen und Gästen entstehen“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Filmfestival aus Mitteln des Zukunftsfonds II Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von rund 150.000 Euro. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 380.000 Euro.

Weitere Informationen zum Festival, dem Programm und den Eintrittskarten gibt es unter www.ruegenfilmfestival.de.

bernsteinSchule in Ribnitz-Damgarten ist Partnerschule

Ribnitz-Damgarten – Bildungsministerin Birgit Hesse und Festspielintendant Dr. Markus Fein stellten jetzt die Partnerschule 2018 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern vor. Die bernsteinSchule in Ribnitz-Damgarten hat die neue Ausschreibung des Bildungsministeriums und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Die 700 Schülerinnen und Schüler des regionalen Schulzentrums werden in enger Zusammenarbeit mit den Festspielen MV im Schuljahr 2017/18 musikalische Projekte wie Workshops, Kurzkonzerte und Gespräche mit Festspielkünstlern in der Schule durchführen. Der Höhepunkt ist ein Konzert mit Festspielkünstlern, das die Schülerinnen und Schüler selber organisieren.

„Die Neugier der Schüler und das Engagement der Lehrer auf fächerübergreifende Aktivitäten und musikalische Projekte kamen in der Bewerbung der bernsteinSchule sehr deutlich zum Ausdruck. Auch den Schwerpunkt Zirkuspädagogik fanden wir sehr spannend. Wir freuen uns, gemeinsam mit unserer neuen Partnerschule und unseren Festspielmusikern Besonderes zu entdecken und Kompetenzen zu stärken!“, so Intendant Dr. Markus Fein.

Schulleiterin Christina Bonke sagte: „Unsere Schüler mögen besonderen Unterricht, sind an vielen Themen interessiert. Als Partnerschule der Festspiele MV können wir nun musische Interessen auch über unsere bestehenden Theater-, Musik-, Kunst- und Zirkusprojekte hinaus entdecken und fördern und die gesamte Schule mit allen drei Schulteilen einbeziehen. Wir freuen uns auf ungewöhnliche Hörerfahrungen, persönliche Begegnungen mit Musikern an tollen Orten, auf ein spannendes Jahr der Zusammenarbeit. Mein besonderer Dank gilt meinen Kolleginnen und Kollegen und unseren zahlreichen Unterstützern, die wahre Macher sind.“

Bildungsministerin Birgit Hesse sagte: „Wer die bernsteinSchule betritt, spürt sofort die Begeisterung für die Musik. Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler haben viele Ideen für die Zusammenarbeit mit den Festspielen und können kaum erwarten, dass es losgeht. Bei der Auswahl der Schulen in diesem Jahr haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir können aber noch einer weiteren Schule eine Freude bereiten, von der ich weiß, dass die Festspielmusiker dort gern gesehene Gäste sind.“

Als Projektschule für das Schuljahr 2017/18 wurde das Sonderpädagogische Förderzentrum „Am Fernsehturm“ in Schwerin, eine allgemein bildende Schule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, ausgewählt. Hier wird es kleinere gemeinsame Projekte mit den Festspielen und Festspielmusikern geben.

Für die Zusammenarbeit der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit Schulen stellt das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern in den nächsten drei Jahren finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung (2017: 40.000 EUR, 2018: 30.000 EUR, 2019: 30.000 EUR).

„Kessel Buntes“ in Gingst

Schüler laden zur alljährlichen Talente-Show

Insel Rügen – Die Schule Gingst lädt am Donnerstag, dem 13. Juli 2017, zu ihrer alljährlichen Talente-Show „Kessel Buntes“ ein. In der Turnhalle treten ab 18 Uhr junge Künstler auf, die sich ideenreich und im ganzen Schuljahr auf das Fest vorbereitet haben: Theaterleute, Sänger, Rezitatoren, Tänzer und Mitglieder der Schülerband gestalten ein abwechslungsreiches Programm. Dieses Jahr wird wieder ein Lehrerteam dabei sein, das mit einer musikalischen Einlage das Publikum erfreuen wird.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das Schulfest mitzuerleben. Für das leibliche Wohl sorgen die Schülerfirma und der Förderverein der Schule mit einem eigenen Grillstand. An dem Abend präsentieren die jungen Reporter der Gingster Welle die druckfrische Ausgabe ihrer Schülerzeitung.

Weitere Informationen sind auf der Schulhomepage zu finden: www.schulegingst.de

Kultursommerabend in Berlin warb erfolgreich für Ahrenshoop

Berlin – Am Freitag, den 30. Juni 2017, lockte der Kultursommerabend 2017 dem wechselhaftem Wetter zum Trotz zahlreiche Gäste in die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in den Berliner Ministergärten. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres „125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“.

Die Gastgeberin des Abends, die Bevollmächtigte des Landes beim Bund Dr. Pirko Kristin Zinnow, zog eine positive Bilanz: „Mit dem Kultursommerabend haben wir in Berlin vor dem Beginn der Sommerferien ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Ich bin mir sicher, dass das tolle Jubiläumsprogramm die Berlinerinnen und Berliner und die zahlreichen Gäste von außerhalb inspiriert hat, unserem schönen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern einen Besuch abzustatten, um das besondere Flair der Künstlerkolonie Ahrenshoop schon bald auch vor Ort zu erleben.“

Zur Bühneneröffnung sprach Dr. Angela Merkel, MdB als Schirmherrin des Jubiläumsjahres ein Grußwort. Beim anschließenden Rundgang zeigte sie sich sehr interessiert an den in Ahrenshoop entstandenen Arbeiten der anwesenden jungen Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland und dem Baltikum.

Der Bürgermeister der Gemeinde Ostseebad Ahrenshoop Hans Götze betonte in Berlin die einmalige Verbindung aus authentischem Kulturerlebnis und Erholung: „Ahrenshoop – das ist der Dreiklang von einer gewachsenen dörflichen Struktur, intakter, einmaliger Natur und lebendiger Kunst.“

Ein Highlight in Ahrenshoop ist das im Jahr 2013 neu eröffnete Kunstmuseum. Eine Jubiläums-Sonderausstellung in der Landesvertretung bot Einblicke in 125 Jahre künstlerisches Schaffen in der Künstlerkolonie. Zu sehen waren unter anderem Werke von Paul Müller-Kempf, Anna Gerresheim und Cesar Klein. Der Vorsitzende des Museumsvereins und Sprecher der Stiftung Kunstmuseum Dr. Herbert Kempf stellte die noch junge Institution vor: „Das Kunstmuseum Ahrenshoop macht die Tradition der Künstlerkolonie lebendig und trägt sie aus der Gegenwart in die Zukunft.“

Der diesjährige Träger der Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern Kai Grehn las vorab aus seinem erst im September erscheinenden neuen Werk. Der Darßer Tonnenbund präsentierte das traditionelle Tonnen-abschlagen, das jüngst in die Liste des nationalen immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Auf großes Interesse beim Publikum stießen insbesondere die gezeigten zeitgenössischen Arbeiten der internationalen Stipendiaten des Künstlerhauses Lukas. Regionale Spezialitäten und Kleinkunst im illuminierten Garten rundeten einen rundum gelungenen Abend im Herzen des politischen Berlins ab.

Vorschläge für inklusiven Kulturpreis DIALOGE einreichen

Ministerin Hesse: Inklusion beschränkt sich nicht nur auf die Schule

Schwerin – Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse ruft Kulturschaffende dazu auf, sich um den Kulturpreis DIALOGE zu bewerben. Die Auszeichnung wird im Rahmen des inklusiven Theaterfestivals DIALOGE vergeben. Mit dem Preis soll die Arbeit von Gruppen gewürdigt werden, in denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam künstlerisch aktiv werden. Der Kulturpreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Außerdem gibt es zwei weitere Preise in Höhe von je 1.000 Euro. Neben dem Förderpreis ist das ein Sympathiepreis, mit dem Projektideen ausgezeichnet werden, bei denen es bislang an Geld fehlt, um sie zu realisieren. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis 31. Juli 2017 bei der Fantasia AG in Rostock eingereicht werden.

„Inklusion beschränkt sich nicht nur auf die Schule, sondern umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche“, betonte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Bei uns im Land gibt es viele inklusive Kulturprojekte, in denen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen engagieren. Der Kulturpreis DIALOGE ist Dank und Ansporn zugleich. Zum einen ist er eine große Wertschätzung für alle Beteiligten. Zum anderen will der Preis würdigen, dass es sich lohnt, miteinander kreativ zu sein. Dies gilt beispielsweise für die Preisträger 2016. Der Kulturpreis im vergangenen Jahr ging an die Eckigen/Theater Nichtsnutz in Stralsund. Die Jury würdigte vor allem eine Jahrzehnte andauernde künstlerisch hochwertige Theaterarbeit“, so Hesse.

In Stralsund findet im September 2017 auch das Theaterfestival DIALOGE statt. In diesem Jahr steht es unter dem Motto „Kein Bock auf Luther?“. Zum Auftakt, am 18. September 2017, präsentiert das inklusive Schauspielensemble des Staatstheaters Darmstadt im Theater Vorpommern ein zweiteiliges Gastspiel. Außerdem sind Workshops für Kinder und Jugendliche geplant. Das Land unterstützt das Theaterfestival DIALOGE in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von 25.000 Euro. Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse hat die Schirmherrschaft für das Festival übernommen.

Kultursommerabend in der Landesvertretung MV

Berlin – Im Jubiläumsjahr der Künstlerkolonie Ahrenshoop holt die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern den einmaligen Schaffens- und Sehnsuchtsort zahlreicher Berliner Künstler und Kunstbegeisterter Gäste für einen langen Sommerabend an die Spree. Auf Initiative der Bevollmächtigten des Landes beim Bund Dr. Pirko Kristin Zinnow und mit Unterstützung der Gemeinde Ostseebad Ahrenshoop und dem Kunstmuseum Ahrenshoop verwandelt sich am Freitag, den 30. Juni 2017, der Garten der Landesvertretung in den Berliner Ministergärten von 17:00 bis 23:00 Uhr in einen besonderen Ort der Kultur und des Kunstgenusses. Zur Bühneneröffnung um 18:00 Uhr spricht Dr. Angela Merkel, MdB als Schirmherrin des Jubiläumsjahres ein Grußwort. Der Eintritt ist frei.

Künstlerinnen und Künstler aus Ahrenshoop laden zum Besuch in ihre gläsernen Ateliers. Das Kunstmuseum Ahrenshoop informiert über die preisgekrönte Architektur und die vielfältigen Angebote des Hauses. Stündliche Führungen durch eine Jubiläums-Sonderausstellung in der Landesvertretung bieten Einblicke in 125 Jahre künstlerisches Schaffen in der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Zu sehen sind unter anderem Werke von Paul Müller-Kempf, Anna Gerresheim und Cesar Klein.

Der diesjährige Träger der Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern Kai Grehn liest vorab aus seinem erst im September erscheinenden neuen Werk und die Autorin Dr. Kristine von Soden stellt ihr Buch „Ahrenshoop: Balancieren auf der Meerschaumlinie“ vor.

Das Bühnenprogramm lädt neben interessanten Gesprächen zum ausgiebigen Musikgenuss ein. Kleine Kunstfreunde können bis 20:00 Uhr zusammen mit „Paul Palette“, dem Maskottchen des Kunstmuseums Ahrenshoop, sich selbst vielfältig kreativ betätigen. Regionale Spezialitäten zu moderaten Preisen runden das sommerliche Kulturerlebnis ab.

Sanierung des Kulturzentrums Jarmen

Jarmen – Das Bauministerium hat der „Sanierung Kulturzentrum Jarmen – Rosenstraße 5“ im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme der Stadt Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zugestimmt. Für das Vorhaben stehen aus der Städtebauförderung rund 140.000 Euro zur Verfügung. Die Gesamtausgaben für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 280.000 Euro.

Das Kulturhaus von Jarmen wird für öffentliche und schulische Veranstaltungen genutzt. Die Stadt plant die Teilsanierung des Kulturzentrums noch in diesem Jahr. So sollen unter anderem das Dach neu eingedeckt und die Wärmedämmung an der Fassade verbessert werden. Außerdem sind damit einhergehende Putz- und Anstricharbeiten vorgesehen. Die vorhandenen Fenster sollen neue Außenfensterbänke erhalten. Geplant ist im Bereich des Anbaus die Fenster zu erneuern, die Putzfassade auszubessern und mit einem Farbanstrich zu versehen.

Staatliches Museum Schwerin erwirbt Dejeuner aus Mitgift der Großfürstin

Schwerin – Das Dejeuner, ein aus hochkarätigem Gold gefertigtes dreizehnteiliges Frühstücksservice, gehört zu den Kostbarkeiten des Brautschatzes der russischen Großfürstin Helena Pawlowna. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin konnte das Land Mecklenburg-Vorpommern dieses herausragende Kunstwerk nun erwerben.

Iwar Wenfeldt Buch, Goldenes Dejeuner aus der Mitgift der Großfürstin Helena Pawlowna von Russland, St. Petersburg, 1799, Staatliches Museum Schwerin, Foto @ Bröcker

Mit großem Prunk erreichte die russische Großfürstin Helena Pawlowna, Tochter des Zaren Pauls I. und Enkelin Katharinas der Großen, am 17. März 1800 Schloss Ludwigslust. Wenige Monate zuvor hatte die erst 14-Jährige in St. Petersburg den Erbprinzen von Mecklenburg-Schwerin, Friedrich Ludwig, geheiratet.

Der grandiose Brautschatz Helena Pawlownas umfasste neben einer Million Rubel tausende kunsthandwerkliche Arbeiten von europäischem Rang. Neben erlesenem, mit kostbaren Edelsteinen besetztem Schmuck fanden sich in Helenas Mitgift Kronleuchter, extrem großformatige und somit überaus teure Spiegel, Marmorkamine, eine große Zahl prachtvoller Möbel, ein mehr als 1000 Teile umfassendes Speiseservice aus Porzellan, über 1000 Gläser, ferner edle Stoffe, Kleider, Fächer, Schuhe, Pelze, Tisch-, Bett- und Leibwäsche. Die objets d‘art waren bei St. Petersburger Kunsthandwerkern und den Kaiserlichen Manufakturen bestellt worden.

Im Ehekontrakt, von dem sich ein Exemplar im Landeshauptarchiv Schwerin befindet, sind all diese Schätze der Mitgift verzeichnet. Unter den Garnituren aus Edelmetall ist ein Dejeuner aufgelistet, das nicht – wie weit häufiger anzutreffen – aus vergoldetem Silber, sondern aus hochkarätigem Gold besteht. Das in eleganten, klaren Formen des Klassizismus gestaltete Service schuf der Petersburger Goldschmied Iwar Wenfeldt Buch im Jahr 1799. Es besteht aus Kaffee- und Teekanne, Milchgießer, Zuckergefäß, Spülkumme, sechs Teelöffeln, einer Zuckerzange sowie einem Tablett.

Durch Vererbung blieb das Dejeuner lange Zeit Eigentum des herzoglichen Hauses von Sachsen-Altenburg, in das die Tochter Helena Pawlownas, Marie Luise, 1825 geheiratet hatte. 1931 wurde es in London auf einer Auktion bei Christie´s, Manson & Woods veräußert. Aus dem Nachlass von Mr. und Mrs. McCann wurde es 1942 in den Parke-Bernet Galleries in New York versteigert und dort nach Aussage von Christie´s von der Familie der jetzigen Einlieferer erworben.

Finanzminister Mathias Brodkorb bedankte sich bei den Förderern, die den Ankauf ermöglichten. „Der Erwerb des Dejeuners war eine einmalige Gelegenheit, die wir ohne die Unterstützung der Förderer nicht hätten nutzen können. Das Museum Schwerin ist damit um einen weiteren Glanzpunkt reicher.“

„Die Sammlung des Staatlichen Museums Schwerin wird durch das außerordentlich kostbare Dejeuner substanziell und sinnvoll erweitert“, freut sich Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. „Das Vermächtnis des Mäzens und Unternehmers Ernst von Siemens sowie die großzügige Unterstützung der Siemens AG erlaubten es, die Möglichkeit zum Ankauf entschlossen wahrzunehmen.“

“Wieder einmal ist es gelungen, gemeinsam mit unseren engagierten Partnerstiftungen ein kunst- wie landesgeschichtlich hochbedeutendes Ensemble für Mecklenburg-Vorpommern zu erwerben“, so Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. „Nach über 200 Jahren kehrt das kostbare Dejeuner zurück und setzt nun in Schloss Ludwigslust ein Glanzlicht auf die russisch-mecklenburgische Allianz um 1800.“

Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, hebt hervor: “Das Dejeneur der Großfürstin Helena Pawlowna ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte Mecklenburgs im Konzert der internationalen Politik des ausgehenden 18. Jahrhunderts und unterstreicht die Bedeutung des herzoglichen Schlosses in Ludwigslust. Um diese Rarität für Mecklenburg zu sichern, hat sich die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin gerne am Erwerb beteiligt und weiß das partnerschaftliche Zusammenwirken mit dem Land und den Partnerstiftungen zu schätzen.“

Kulturministerin gratuliert UNESCO-Kulturtalent aus Vielank

Ministerin Hesse: Immaterielles Kulturerbe kann nur fortbestehen, wenn es gepflegt und gelebt wird

Vielank – Der Reetdachdecker-Meister Joachim Schröter aus Vielank ist von der UNESCO im Juni 2017 zum Kulturtalent ernannt worden. Kulturministerin Birgit Hesse hat dem 58-Jährigen zu dieser Auszeichnung gratuliert. Seit Juli 2016 stellt die Deutsche UNESCO-Kommission über 12 Monate 12 Kulturtalente vor und zeigt, wie sie das Immaterielle Kulturerbe weiterentwickeln.

Foto © Joachim Schröter

„Die Reetdachdeckerei ist eine traditionelle Handwerkstechnik, die typisch ist für unsere Region. Joachim Schröter aus Vielank gehört zu den Menschen, die diese Tradition lebendig halten“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich freue mich, dass erstmals ein Kulturtalent aus Mecklenburg-Vorpommern ausgewählt wurde und gratuliere Joachim Schröter zu dieser Auszeichnung. Die Aktion ‚Kulturtalente‛ ist eine schöne Idee der UNESCO. Sie zeigt, dass unser Immaterielles Kulturerbe nur fortbestehen kann, wenn es gepflegt und gelebt wird“, so Hesse.

„Um das Eindecken von Dächern mit Reet zu erlernen, braucht es mehr als nur ein Fachbuch oder ein Wochenendseminar“, erläuterte Joachim Schröter im Interview mit der UNESCO. „Man muss es ganz praktisch angehen: zuschauen, erklären lassen, ausprobieren. Jedes Dach ist anders, jeder Reetbund ist anders – dafür braucht es Erfahrung. Man muss auch ein Gefühl für das Handwerk haben, ein Gefühl für Flächen, für Ästhetik und für das Reet. Ein Reetdachdecker zeichnet sich durch Kreativität und gestalterische Fähigkeiten genauso aus wie durch körperliche Fitness“, so Schröter.

Im Jahr 2014 wurde das Reetdachdecker-Handwerk in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Ziel des Landes ist es, durch einen seriellen Antrag die Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis zu erreichen. Reetdächer sind in vielen Regionen Europas zu finden, in Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise auf dem Darß und auf Rügen.

„Wolfgang Mattheuer – Grafiken“ – Ausstellungseröffnung am 30. Juni im Schleswig-Holstein-Haus

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock
1.Juli bis 20. August 2017
Vernissage Freitag 30. Juni um 18.00 Uhr
Schleswig-Holstein-Haus

Schwerin – Wolfgang Mattheuer zählt neben Bernhard Heisig und Werner Tübke zu den bedeutendsten Vertretern der Leipziger Schule. Der Maler und Grafiker Wolfgang Mattheuer hatte einen ganz eigenen Stil entwickelt, der sich zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus à la René Magritte verorten lässt.

Anlässlich seines 90. Geburtstages zeigt das Schleswig-Holstein-Haus eine beachtliche Auswahl von über 30 Grafiken aus dem Bestand der Kunsthalle Rostock, die sich zur gleichen Zeit seinen Gemälden widmet. Die Arbeiten beleuchten die wichtigsten Stationen seines künstlerischen Schaffens. Mattheuer verstand es, durch eine klug verschlüsselte Bildsprache, Kritik am sozialistischen Staat zu üben, die die ostdeutschen Bürger verstanden, dem Staatsapparat jedoch keine greifbaren Beweise gegen ihn lieferten.

Wolfgang Mattheuers Werke bewegen zum genauen Hinsehen und zum grundsätzlichen Nachdenken über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Damit ist seine Botschaft aktueller denn je.

Die Eröffnung findet am Freitag, den 30. Juni um 18.00 Uhr statt. Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Der Ausstellungseintritt beträgt während der Laufzeit 3,- Euro. Die Eintrittskarte berechtigt zum mehrmaligen Besuch bis zum Ende dieser Ausstellung. Das Haus ist von Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock statt.

Konzert der Rock- und Pop-Klassen der Musikschule

Stralsund – Die Musikschule Stralsund lädt am Freitag, den 23. Juni um 17.00 Uhr, zu einem Konzert mit Schülern der Rock-und Pop-Klassen in den Konzertsaal der Musikschule ein.
Drumset

Neben jungen Schülern, die ihr erstes Vorspiel bestreiten, und Schülern aus den Pop-Klassen, die zum Ende des Schuljahres noch einmal ihr Können zeigen, ist ein besonderes Highlight zu erleben.

Sebastian Simon aus der Schlagzeugklasse von Thomas Görsch wird in diesem Konzert am Drumset (Schlagzeug) ein anspruchsvolles Programm mit Titeln von Toto, Avenged Sevenfold u.a. präsentieren. Damit legt Sebastian an der Musikschule seinen Oberstufenabschluss ab.

„In der Struktur der öffentlichen Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen e. V. entspricht der Oberstufenabschluss, den Sebastian absolvieren möchte, dem Aufnahmeprüfungsniveau der deutschen Musikhochschulen“, erläutert dazu Musikschuldirektor Wolfgang Spitz.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.