Kulturförderung: 5.200 Euro für Schönberger Musiksommer

Ministerin Hesse: Konzertreihe zählt zu den etablierten Musikfestivals im Land

Schönberg – Das Land hat in diesem Jahr den Schönberger Musiksommer mit 5.200 Euro unterstützt. Die Evangelische Kirchengemeinde Schönberg/Mecklenburg erhielt die Kulturfördermittel zur Finanzierung der Konzerte in der St.-Laurentiuskirche in Schönberg im Landkreis Nordwestmecklenburg. Den Schönberger Musiksommer gibt es seit dem Jahr 1987. Er fand 2017 zum 31. Mal statt. Kulturministerin Birgit Hesse hatte in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Konzertreihe übernommen.

„Von Klassik bis Jazz, vom Flöten- oder Gitarrenkonzert bis zum Klangerlebnis von Orchestern und Chören. Das Programm des Schönberger Musiksommers ist vielseitig“, lobte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mittlerweile geht der Schönberger Musiksommer sogar über die eigentliche Jahreszeit hinaus. Die Turmbläser laden zum Advent, am zweiten Weihnachtsfeiertag ist Bachs Weihnachtsoratorium zu hören. Silvester gibt es Orgelmusik zum Jahreswechsel“, erläuterte Hesse.

Das Land habe in diesem Jahr den Schönberger Musiksommer wieder gerne unterstützt. „Die Konzertreihe lockt jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler in die Region. Besucherinnen und Besucher, die bislang nicht mit Klassikkonzerten zu erreichen waren, machen musikalische Entdeckungen. Die Konzerte stehen in einer langen kirchenmusikalischen Tradition. Heute zählt der Schönberger Musiksommer zu den etablierten Musikfestivals im Land“, so die Ministerin.

Kunstverein bereichert kulturelles Leben in Torgelow

Torgelow – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann und der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Sebastian Schröder haben heute dem Torgelower Kunstverein zum 10-jährigen Bestehen gratuliert.

„Der Verein ist ein Vorbild, wie man mit großartigem ehrenamtlichen Engagement, kreativen Ideen und viel Ausdauer das kulturelle Leben einer Stadt bereichern kann. Mit seiner Sammlung und seinen Ausstellungen halten die Mitglieder die große Tradition des früheren Gymnasiums lebendig. Auf seinen Veranstaltungen bietet der Verein informative und oft auch unterhaltende Einblicke in die Geschichte und Architektur Torgelows. Und er animiert Interessierte dazu, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Torgelow kann sehr stolz auf diesen Verein sein. Wir sind natürlich nicht Berlin und auch nicht Ahrenshoop, aber dank dieses Vereins haben auch wir ein reges künstlerisches Leben in unserer Stadt“, lobte Dahlemann auf der heutigen Festveranstaltung.

„Kunst regt an und macht im besten Falle Lust auf mehr“, sagte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder. „Genau das treibt die ehrenamtlichen Mitglieder des Kunstvereins an und lockt viele Besucherinnen und Besucher in die Ausstellungen. Das zehnjährige Engagement beweist, dass aktuelle Kunst nicht nur in großen Städten zu Hause ist, sondern auch im ländlichen Raum“, lobte Schröder.

Der Parlamentarische Staatssekretär übergab auf dem Empfang einen Zuwendungsbescheid für eine Förderung aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 1.000 Euro für eine Ausstellung mit Grafiken und Kleinplastiken von Dr. Klaus Ludwinski. „Ich hoffe sehr, dass der Verein mit dieser Ausstellung seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann. Wir brauchen solche Vereine. Sie stärken die regionale Identität bei uns in Vorpommern.“

Erste Ahrenshooper Winterauktion

Ahrenshoop – Für Kunstinteressierte bietet sich mit der ersten Ahrenshooper Winterauktion auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst am 30. Dezember 2017 eine gute Gelegenheit, Kunst zu erwerben. Dabei stehen 125 Arbeiten auf Papier im Foyer Kunstmuseums Ahrenshoop zum Verkauf.

Aufgerufen wird ein handverlesenes Angebot, darunter Zeichnungen, Unikate, Druckgrafiken, Pastelle, Collagen, Aquarelle und Fotografien namhafter Künstler vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Mit dabei sind unter anderem Arbeiten von Edmund Kesting, Max Pechstein, Lyonel Feininger oder Gerhard Marcks.

Die Idee zu der neuen Veranstaltung entstand im Zusammenhang mit den Vorbereitungen zum 125-jährigen Jubiläum der Ahrenshooper Künstlerkolonie in diesem Jahr und wurde gemeinsam mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop entwickelt. Veranstalter ist die Ahrenshooper Kunstauktionen GmbH.

Alle Werke sind ab dem 5. Dezember in der Galerie Alte Schule vorab zu besichtigen.

Landeskulturkonferenz: Mehr Zusammenarbeit in der Kulturszene

Staatssekretär Schröder: Gemeinsam Potenziale suchen, um attraktiver zu werden

Schwerin – Kulturschaffende, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Kommunen und die Landesregierung haben auf der Landeskulturkonferenz in Schwerin beraten, wie Kunst und Kulturangebote in Mecklenburg-Vorpommern noch stärker von Einheimischen und Touristen wahrgenommen werden können. Das diesjährige Fachtreffen sollte Auftakt für Gespräche des Landeskulturrates über kulturpolitische Leitlinien sein.

„Kulturangebote sind für diejenigen, die sie wahrnehmen, identitätsstiftend“, betonte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder. „In Museen, Heimatstuben, Theatern und Konzertsälen können sich die Menschen dieser Identität immer wieder vergewissern. Wir wollen dieses Heimatgefühl aufgreifen, Traditionen und das kulturelle Erbe bewahren. Zum anderen wollen wir Schöpferinnen und Schöpfer zeitgenössischer Kunst unterstützen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen. Aus ihrer Rolle können Kunst und Kultur mitmischen in der Diskussion, wie gesellschaftlicher Wandel zu gestalten ist, wie wir also umgehen mit Alterung, Zuwanderung und der Digitalisierung“, so Schröder.

„In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern mit so unterschiedlichen Regionen dafür zu sorgen, dass es flächendeckend Kulturangebote gibt und eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, ist eine gemeinsame Herausforderung für Kommunen und Land, Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte Kulturstaatssekretär Schröder. „Wenn wir künftig stärker darauf aufmerksam machen wollen, was wir haben, können Kooperationen sinnvolle Lösungen sein. In diesem Sinne möchte der Landeskulturrat auch eine übergreifende Debatte beginnen, die zu einem abgestimmten, strategischen Vorgehen führen soll, vielleicht sogar zu Eckpunkten und Leitlinien“, erläuterte Schröder.

„Ich wünsche mir eine konzeptionelle Herangehensweise. Es soll kein dickes Papier für die Schublade mit wohlklingenden, aber unbezahlbaren Forderungen entstehen. Gefragt sind Ideen, wie man in einem reichen Bestand gemeinsam Potenziale sucht, um attraktiver zu werden“, sagte Schröder. Künstler, Kulturanbieter, Wirtschaft, Gemeinde- und Kommunalvertreter und die Landesregierung – alle Beteiligten seien gefragt, denn das „Kulturland Mecklenburg-Vorpommern“ brauche viele formende Hände.

Kulturpreis des Landes geht 2017 an Hans Pölkow

Schwerin – Der Fotograf Hans Pölkow wird in diesem Jahr mit dem Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Der 1935 in Rostock geborene und heute in Sarmstorf bei Güstrow lebende Pölkow widmet sich seit 60 Jahren der Künstlerfotografie. Zu den von ihm porträtierten Künstlerinnen und Künstler zählen unter anderem Otto Niemeyer-Holstein, Jo Jastram, Günther Uecker und Oskar Manigk, aber auch Pina Bausch, Louis Armstrong und Leonard Bernstein.

„Wir ehren mit dem Kulturpreis in diesem Jahr das Lebenswerk eines großen Fotografen und eines engagierten Kulturjournalisten, der seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern immer besonders verbunden war. Mit Bildern aus sechs Jahrzehnten begeistert er das Publikum seiner Ausstellungen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

Mit dem Kulturförderpreis wird in diesem Jahr der Verein „polenmARkT e.V.“ ausgezeichnet. Der Verein organisiert das gleichnamige deutsch-polnische Kulturfestival in Greifswald, das Mitte November bereits zum zwanzigsten Mal stattfindet.

Kunst und Kultur dürfen keine Grenzen kennen, das ist der sympathische Leitgedanke dieses Festivals“, sagte Schwesig. „Wir unterstützen mit dem Förderpreis die engagierte Arbeit des Vereins, der Mecklenburg-Vorpommern und seine polnischen Nachbarn einander näherbringt und das kulturelle Leben in Vorpommern stark bereichert.“

Ministerpräsidentin Schwesig wird die Verleihung der Preise am 29. November in der Landeshauptstadt Schwerin vornehmen.

Zum Saisonausklang: Schlösserverwaltung lädt zum Schlössertag

Schwerin – Am Sonntag, 29. Oktober 2017, laden die Staatlichen Schlösser und Gärten M-V zu einem Schlössertag mit Konzerten und Führungen.

Auf Schloss Bothmer finden um 12 und um 14 Uhr geführte Rundgänge statt. Um 17:30 Uhr spielt das Junge Rostocker Nonett der Hochschule für Musik und Theater Rostock im Festsaal Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Dvořák. Das Ensemble mit vier Streichern und fünf Bläsern setzt sich aus Studierenden unterschiedlicher Semester und Nationalitäten zusammen. Die Konzertkarten kosten 10 €, Schüler und Studenten zahlen 6 €.

Das Jagdschloss Granitz bietet zum Schlössertag mehrere Führungen an. Am Vormittag soll auf drei Rundgängen das Schloss erkundet werden. Thematisch spannt sich dabei der Bogen von der repräsentativen Fassade bis zur eleganten Ausstattung der Salons. Um 12:30 Uhr steht dann Offizielles und Privates der Fürsten im Mittelpunkt der Betrachtung.

In Hohenzieritz können Gäste um 11 und 13 Uhr die Gedenkstätte, die Rundkirche und den Schlosspark bei öffentlichen Führungen erkunden. Um 14 Uhr erklärt der Geologe Klaus Granitzki die Besonderheiten der Findlingsmauer, die den gesamten Schlosspark umzieht. Ab 15 Uhr berichtet die Kunsthistorikerin Mara Maroske über die Entstehung des Luisensarkophags und über die besonderen Beziehungen des Bildhauers Christian Daniel Rauch zu Königin Luise.

Schloss Mirow feiert das Saisonende mit historischen Überraschungsgästen, einer Schlossrallye für Kinder und interessanten Sonderführungen. Um 11 Uhr werden bei der Führung „Vom Pastor bis zum Tanzmeister“ Geschichten über gebildete, skurrile und fleißige Menschen erzählt, die hinter den Kulissen das Schlossleben im 18. Jahrhundert prägten. Die Führung „Geheime Türen und Kammern“ um 14 Uhr gewährt einen exklusiven Blick hinter Tapetentüren, in versteckte Wandkammern und in riesige Dielenschränke.

Die thematischen Führungen am Schlössertag sind kostenfrei, es gelten die regulären Eintrittspreise. Auch am Montag, 30. Oktober 2017 und am Reformationstag haben die Schlösser geöffnet. Ab November gelten dann die Winteröffnungszeiten.

Kulturförderung 2018: Mehr Zeit für Kunst und Kultur

Ministerin Hesse: Neue Regeln zur Kulturförderung sind gut aufgenommen worden

Schwerin – Kulturschaffende, Träger und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sollen die Kulturfördermittel des Landes künftig unter erleichterten Bedingungen erhalten. Das Land hat die entsprechende Richtlinie jetzt veröffentlicht. Die Regeln sind online auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar. Die Vereinfachungen gelten bereits für die Förderanträge für das Jahr 2018.

„Die neuen Regeln zur Kulturförderung sind bei Vertreterinnen und Vertretern der Kulturschaffenden gut aufgenommen worden“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit den Änderungen sorgen wir für eine deutliche Vereinfachung. Dafür hatte ich mich zu Beginn meiner Amtszeit ausgesprochen. Allerdings wird es auch in Zukunft nicht ohne einen gewissen Aufwand möglich sein, Fördermittel des Landes zu erhalten“, bekräftigte Hesse. Wer öffentliche Mittel erhalten möchte, müsse aufzeigen, wofür er sie verwenden wolle.

Die größten Vereinfachungen wird es bei Kulturprojekten mit einer Landesförderung in Höhe von bis zu 30.000 Euro geben. Sie soll als Festbetragsfinanzierung erfolgen. Soweit der Finanzierungsplan schlüssig und rechnerisch richtig ist, müssen bei der Beantragung von bis zu 30.000 Euro Landesmitteln keine begründenden Unterlagen zu den Einnahmen und Ausgaben mehr eingereicht werden. Der Finanzierungsplan muss also auch erst bei einer Antragssumme von mehr als 30.000 Euro durch die Kommune oder den Landkreis bestätigt werden, sofern diese sich an der Finanzierung des Projektes beteiligen.

Unabhängig vom Antragsvolumen entfällt für alle Antragstellerinnen und Antragssteller grundsätzlich die Vorlage der Stellungnahme der Kulturverwaltung. Erleichterungen gibt es zudem bei weiteren Regelungen, z. B. hinsichtlich des vorzeitigen Maßnahmebeginns, der Mitteilungspflichten und der Inventarisierungspflicht. Für öffentliche Bibliotheken gibt es Sonderregeln zur Medienbeschaffung.

Hinweise zum Antragsverfahren und Antworten auf Fragen zur Fördermittelakquise erhalten Kulturschaffende beim Servicecenter Kultur in Rostock.

Kontakt:

Servicecenter Kultur
c/o KARO gAG in der FRIEDA 23
Hendrik Menzl
Friedrichstr. 23
18057 Rostock
Tel.: 0381 2035409
http://servicecenter-kultur.de
E-Mail
servicecenter@karo.ag