Ausbau der Regionalen Schule Sassnitz

Insel Rügen – Die Stadt Sassnitz investiert über 3 Mio. Euro in den Umbau und die Erweiterung der Regionalen Schule. Neben Sanierungs- und Umbauarbeiten im vorhandenen Schulgebäude sehen die Pläne einen modernen Anbau an das Hauptgebäude mit Fachräumen und eine gläserne Mensa vor.

Die weiterführende Schule mit über 400 Schülerinnen und Schülern ist die Schule mit den meisten Schülern auf der Insel Rügen. Um zukunftsfähig zu sein, müssen auch die Voraussetzungen für Inklusionsunterricht und Barrierefreiheit geschaffen werden. Dies lässt sich in dem vorhandenen Schulkomplex aus den 1960-er Jahren nicht umsetzen. Neben den normalen Platzproblemen fehlen vor allem Räume für die gezielte Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Defiziten.

„Ich freue mich, dass wir die Stadt bei ihrem Vorhaben finanziell unterstützen können. Bei Gesamtkosten von über drei Millionen Euro entlasten die Fördermittel in Höhe von rund 935.000 Euro den Haushalt der Stadt deutlich, zumal bei dieser Maßnahme eine höhere Förderquote als sonst üblich angesetzt wurde“, sagte Innenminister Lorenz Caffier bei der Übergabe des Förderbescheides in Sassnitz.

Bund verschleppt Verhandlungen zum Digitalpakt

Ministerin Hesse: 16 Länder werden in voller Fahrt ausgebremst

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse fordert die Bundesregierung auf, die zugesagten Mittel für die Digitalisierung der Schulen noch vor der Bundestagswahl bereitzustellen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka wollte mit den Ländern einen Digitalpakt schließen und hatte den Schulen in Deutschland insgesamt fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung zugesagt.

„Wir haben in die Ankündigung von Frau Wanka große Hoffnungen gesetzt, weil die Digitalisierung der Schulen wichtig ist“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sich als Bundesbildungsministerin hinzustellen, den Schulen in Deutschland fünf Milliarden Euro zu versprechen und in der eigenen Amtszeit nicht dafür zu sorgen, dass diese Mittel auch bereitstehen, ist für mich ein leeres Versprechen. Die Bundesregierung hat an dieser Stelle falsche Erwartungen geweckt. 16 Länder haben mit den Vorbereitungen zur Umsetzung des Bundesprogramms begonnen. Nun werden wir in voller Fahrt ausgebremst. Unsere Schulen sind auf die Mittel aus Berlin dringend angewiesen, weil sie die Digitalisierung allein nicht leisten können.

Der Digitalpakt wäre für Mecklenburg-Vorpommern eine Riesenchance. Wo, wenn nicht bei der Digitalisierung, will der Bund in die Bildung investieren? Noch nicht einmal die gemeinsame Erklärung mit den Ländern hat der Bund unterzeichnet. Das ist nicht verlässlich. Die Behauptung, der Bund sei auf einem guten Weg, ist für solch ein ambitioniertes Programm zu wenig und bleibt eine Worthülse“, kritisierte Hesse.