Wärmepumpenanlage in Kita-Neubau

Sternberg – Der DRK Kreisverband in Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 41.538,09 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für den Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in den Neubau der Kindertagesstätte in der Karl-Marx-Straße 25a in Sternberg. Die Fördermittel werden gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen gewährt.

Die Kita soll mit Heizenergie einer bivalenten Heizanlage versorgt werden. Dazu ist der Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe geplant. Diese soll 80 Prozent des Primärenergiebedarfs decken. Außerdem wird ein Fußbodenheizungssystem mit niedriger Vorlauftemperatur installiert, durch das die Wärmepumpenanlage noch effizienter arbeiten kann. In der Küche wird ein Gasbrennwertgerät zur Trinkwasseraufbereitung verwendet.

Ziel der Umrüstungsmaßnahmen ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Stromkosten zu senken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Wärmepumpenanlage liefert eine jährlich nutzbare Wärmemenge von ca. 32.500 Kilowattstunden. Durch sie können 3,9 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden.

Bundesrat will Solaranlagen weiter fördern

Berlin – Der Bundesrat setzt sich dafür ein, insbesondere kleinere und mittelständische Photovoltaik-Anlagen weiter zu fördern. Der so genannten 52 Gigawatt-Deckel, der nach geltendem Recht die Förderung begrenzt, soll ersatzlos aufgehoben werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den der Bundesrat am 11. Oktober 2019 beschlossen hat. Er wird nun in den Bundestag eingebracht.

Hintergrund für die Initiative ist die Befürchtung, dass ab dem nächsten Jahr insbesondere kleinere und mittlerer Solaranlagen nicht mehr gefördert werden können: Sobald bundesweit ein Ausbaustand von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung erreicht ist, gibt es für bestimmte Anlagen keine Einspeisevergütung nach dem EEG mehr. Betroffen davon wäre insbesondere Solarenergie bis 750 Kilowatt Peak.

Nach Einschätzung des Bundesrates wird der Förderdeckel im Jahr 2020 erreicht – der Markt für die Neuinstallation von Solaranlagen würde einbrechen. Das Geschäftsmodell zahlreicher mittelständischer Solar-Installateure und Projektentwickler sowie Komponentenhersteller wäre gefährdet, ebenso die damit verbundenen Arbeitsplätze.

Da die Kosten für neue Photovoltaikanlagen in der Freifläche und auf Dächern stark gesunken sind, ist das ursprüngliche Ziel des Förderdeckels erreicht. Er kann daher aus Sicht des Bundesrates ersatzlos wegfallen.

Auch die Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzplan 2030 die Aufhebung des 52Gigawatt-Deckels angekündigt. Der Bundesrat legt nun einen konkret ausformulierten Gesetzentwurf dazu vor.

Der Entwurf wird zunächst der Bundesregierung zugeleitet, die dazu Stellung nimmt. Anschließend bringt sie beide Dokumente in den Bundestag ein. Dieser entscheidet, wann und ob er den Entwurf verabschiedet.

LED-Umrüstung in Turnhalle-West

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von ca. 31.200 Euro (50 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtungsanlagen der Turnhalle-West auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutzförderrichtlinie Kommunen.

Es sollen insgesamt 95 Leuchten auf LED-Technik umgerüstet werden. Davon befinden sich 24 Leuchten in der Halle. 71 Leuchten sind in Nebenräumen und auf der Tribüne oder dienen der Parkplatz- und Außenbeleuchtung. In der Halle wird ein Tragschienensystem zur Installation der neuen Leuchten installiert. Die vorhandene Steuerung wird wiederverwendet.

Neben ca. 29.000 Kilowattstunden Strom können mit der Maßnahme jährlich rund 17,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden.

Umrüstung auf LED-Technik

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.807,54 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßen- und Gehwegbeleuchtung auf LED-Technik in der Putlitzer Straße und im Abschnitt von Kleiner Kemnadenstraße bis zur Kreuzung Südring in der Brunnenstraße.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Es sollen insgesamt 63 Natriumdampflampen auf LEDTechnik umgerüstet werden, 53 in der Putlitzer Straße und zehn in der Brunnenstraße. Zwei Maste werden komplett ausgetauscht und 60 Meter Kabel erneuert.

Durch dieses Vorhaben können jährlich rund 22.000 Kilowattstunden Strom und ca. 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Fördermittel zur LED-Umrüstung

Penzlin – Der Penzliner Sportverein (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 40.022 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das geplante Vorhaben umfasst die Umrüstung der sechs Masten der Flutlichtanlage mit jeweils zwei Lichtpunkten auf LED-Technik sowie die Installation eines zusätzlichen Schaltschranks.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben ca. 15.000 Kilowattstunden Strom können rund neun Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden.

LED-Beleuchtung für Landratsämter

Parchim – Heute übergibt Energieminister Christian Pegel dem Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro für die Modernisierung der Beleuchtungsanlagen an den Landratsamtsstandorten in Parchim und Ludwigslust.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für re-gionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Die Gesamtkosten betragen rund 2,1 Millionen Euro.

Insgesamt werden 3.270 Leuchten auf LED-Technik umgestellt und 3.750 Meter Kabel energetisch erneuert. Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. Für die Büros ist eine HCL-Regelung vorgesehen. Damit lässt sich die Lichtfarbe fest oder über den Tagesverlauf in Abhängigkeit des Tageslichts dynamisch einstellen.

Durch das Vorhaben können jährlich knapp 170.000 Kilowattstunden Strom sowie ca. 80 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim betreibt zur Wahrnehmung seiner Aufgaben zwei Landratsämter. Der Hauptstandort befindet sich in Parchim, der Nebenstandort in Ludwigslust. Beide Standorte beherbergen ca. 500 Büroräume, Archivräume, Küchen, Toiletten, Flure, Beratungs- und Fachräume.

Küstenschutz

M-V bereitet sich auf den steigenden Meeresspiegel vor

Schwerin – Der Meeresspiegel steigt und das immer schneller. Das geht aus dem neuen Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) hervor, der heute in Monaco vorgestellt wurde.

„Auch wenn konkrete Aussagen zu Änderung des relativen Meeresspiegelanstiegs an der deutschen Ostseeküste und auch weltweit nur mit Unsicherheiten getroffen werden können, zeichnet sich doch eine Beschleunigung ab. Diese Entwicklung ist für den Küstenschutz in Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Bedeutung, da es insbesondere an unseren sandigen Flachküsten zu sichtbaren Veränderungen kommen wird. Wegen der hohen Risiken und der Unumkehrbarkeit des Meeresspiegelanstiegs ist aus Vorsorgegesichtspunkten eine angemessene Berücksichtigung in der Planung von Infrastrukturprojekten bereits heute unerlässlich“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Konkret bedeute dies, dass beispielsweise Küstenschutzbauwerke, wie Sperrwerke, Ufermauern oder Hochwasserschutzwände, schon jetzt so geplant und errichtet werden, dass auch eine spätere Erhöhung unproblematisch möglich ist, sagte er weiter. Ein solcher Ansatz werde aktuell am Alten Strom von Warnemünde realisiert. Die gesamte Gründungsstruktur der Hochwasserschutzwand sei so geplant worden, dass sie jederzeit erhöht werden könne.

Darüber hinaus sollen die Erkenntnisse des neuen IPCC-Berichts mit anderen Küstenländern, insbesondere mit Schleswig-Holstein, im Sinne einer gemeinsamen Küstenschutzstrategie beraten werden. Auch streben beide Bundesländer eine Kooperation mit Universitäten und Forschungseinrichtungen an, um im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen nutzer- und umweltgerechte Küstenschutzmaßnahmen zu identifizieren.

Der IPCC-Bericht präsentiert den weltweiten wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Folgen der weltweiten Erderwärmung. Er legt dar, dass der Klimawandel bereits jetzt unausweichliche Folgen für Ozeane und Eisgebiete hat und zeigt auf, dass das heutige Handeln Konsequenzen weit über das Jahr 2100 hinaus hat.

„Auch wenn der Anstieg des Meeresspiegels bis zum Ende diesen Jahrhunderts natürlich von zahlreichen Unsicherheiten gekennzeichnet ist und der Bericht bisweilen mit Durchschnitts- und Extremwerten sowie Szenarien arbeitet, so gibt der er den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand dennoch umfassend, ausgewogen und objektiv wieder“, wertete Backhaus.

Bund und Küstenländer hätten sich darauf verständigt, für Vorsorgezwecke das sogenannte RCP 8.5-Szenario („Weiter-wie-bisher-Szenario“) zu verwenden, sagte Backhaus weiter. In diesem Szenario steigen die globalen Emissionen unverändert bis nach 2100 weiter an und gehen erst um 2300 auf netto null zurück. In diesem Fall würde der mittlere globale Meeresspiegelanstieg zum Ende dieses Jahrhunderts zwischen 61 bis 110 Zentimeter betragen; der Median liegt bei 84 Zentimeter.

„Auch für die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommers ist nach diesem Szenario bis 2100 ein mittlerer Meeresspiegelanstieg von ca. 84 Zentimeter zu erwarten. Bisher sind wir von 50 Zentimeter ausgegangen. Insofern liefert der IPCC wertvolle wissenschaftlichen Grundlagen, auf Basis derer wir wissensbasierte politische Entscheidungen treffen können“, so Backhaus.

Seit 1991 sind rund 500 Millionen Euro in den Schutz der Außen-, Bodden- und Haffküsten von Mecklenburg-Vorpommern geflossen. Derzeit wendet das Land jährlich rund 20 Millionen Euro für Küstenschutzmaßnahmen auf. „Das wird zukünftig nicht mehr reichen“, betonte der Minister.

Schwesig: Landesregierung befasst sich mit Klimapaket

Schwerin – Die Landesregierung hat sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem am Freitag beschlossenen Klimapaket des Bundes befasst.

„Wir haben heute eine erste Bewertung vorgenommen. Es ist gut, dass es dieses Klimapaket gibt. Wir sehen eine ganze Reihe von Punkten, die im Interesse unseres Landes liegen. Ein ganz wichtiger Punkt für uns ist, dass der Bund den Deckel beim Ausbau der Offshore-Windkraft anheben will. Wir brauchen große Windparks auf See, um die Energiewende zu schaffen und die Belastungen für die Bevölkerung möglichst gering zu halten“, sagte Schwesig.

Klar sei aber auch, dass es im Bundesrat noch schwierige Diskussionen über das Klimapaket geben werde. „Da werden wir die Interessen Mecklenburg-Vorpommerns einbringen. Es ist klar: Wir müssen mehr für den Klimaschutz tun. Aber das wird nur funktionieren, wenn die Maßnahmen sozial verträglich gestaltet werden. Und es müssen auch die Interessen des ländlichen Raums beachtet werden“, mahnte die Ministerpräsidentin an.

„Ich will das an einem Beispiel verdeutlichen. Das Klimaschutzpaket sieht die Möglichkeit vor, dass der Bund Modellprojekte im Öffentlichen Nahverkehr unterstützt, zum Beispiel 365-Euro-Jahrestickets. Wir können uns gut vorstellen, dass sich Mecklenburg-Vorpommern um ein solches Modellprojekt bewirbt. Aber dann muss es eben auch Projekte für den ländlichen Raum, nicht nur für die großen Städte geben.“

Die Landesregierung beschloss in ihrer heutigen Sitzung die Einrichtung einer Interministeriellen Arbeitsgruppe, um das Klimapaket im Detail zu bewerten. Auf dieser Basis will sich das Kabinett vor den Beratungen im Bundesrat in einer Klausurtagung ausführlich mit dem Klimapaket befassen.

Erneuerbare Energien im Norden

Schwerin – Auf einer Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg im niedersächsischen Seevetal ist heute eine Studie der OECD zur Regionalentwicklung vorgestellt worden. Die OECD untersucht darin, wie die Metropolregion Hamburg im internationalen Vergleich aufgestellt ist. Außerdem gibt sie Empfehlungen, wie die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit in der Region gestärkt und die Lebensqualität erhöht werden kann.

„Die Studie zeigt sehr deutlich. Es ist richtig, auf die Metropolregion Hamburg zu setzen. Alle Beteiligten profitieren von der Zusammenarbeit“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer ersten Reaktion in Schwerin.

Besonders gute Chancen bestehen laut Studie auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. Nach Einschätzung der OECD hat die Metropolregion aufgrund ihrer Eignung für die Erzeugung von Strom aus Windenergie und ihrer industriellen Basis sogar das Potenzial, einer der Weltmarktführer auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien zu werden.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt schon seit vielen Jahren auf die erneuerbaren Energien. Sie sind wichtig für den Klimaschutz. Und sie schaffen und sichern wertvolle Arbeitsplätze auch bei uns im Land“, sagte die Ministerpräsidentin.

Deshalb sei wichtig, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter vorangeht. „Es ist gut, dass die Bundesregierung mit ihrem Klimapaket das Ausbauziel für Windkraft auf See anheben will. Offshore-Windparks können große Mengen Strom produzieren. Und sie sind mit weniger Belastungen für die Bevölkerung verbunden“, so die Ministerpräsidentin. „Gemeinsam nutzen sollten wir in der Metropolregion die Möglichkeiten der Wasserstofftechnologie.“ Vor allem aber müsse der Netzausbau vorangebracht werden. „Die Studie sagt dies noch einmal sehr deutlich. Wir brauchen Stromautobahnen, um den an der Küste produzierten Strom in die Ballungszentren im Westen und im Süden Deutschlands zu bringen.“

Norddeutsche Erklärung zum Windausbau

Schwerin – In einer gemeinsamen Erklärung fordern die norddeutschen Energieminister und -senatoren die Bundesregierung heute auf, kurzfristig zu „fassbaren Ergebnissen“ zum stärkeren Ausbau der Windenergie zu kommen. Außerdem fordern sie „eine zeitnahe Fortsetzung des Windgipfels unter Einbindung der Länder, der Vertreter der betroffenen industriellen Branchen, der Umweltverbände sowie von Beschäftigtenvertretern.“

„Der Windgipfel vergangene Woche war ein Anfang. Aber es genügt nicht, Probleme beim Namen zu nennen. Man muss auch etwas tun, um sie zu beseitigen“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel. Und wie seine Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist er der Auffassung: „Man muss es schnell tun. Zunächst, um die Energiewende nicht zu gefährden, die wir gemeinschaftlich beschlossen haben, um unseren Kindern und Enkeln eine gesunde, lebenswerte Erde zu hinterlassen. Ohne einen zügigen Ausbau der Windenergie werden wir unsere Klimaschutzziele nicht erreichen“, warnt Christian Pegel.

Zum anderen verweist er erneut auf die besondere Bedeutung, die die Windbranche für Mecklenburg-Vorpommern hat: „Sie hat sich zu einem florierenden Wirtschaftszweig entwickelt und damit einschneidende Einbrüche Anfang der 1990er-Jahre zum Beispiel im Schiffbau kompensieren können. Es ist nicht zuletzt der Windbranche zu verdanken, dass unsere Häfen wieder boomen.“ Zudem sei in M-V eine vollständige Wertschöpfungskette entstanden von der Konzeption und Projektierung von Windanlagen über Herstellung und weltweiten Vertrieb bis hin zu Errichtung, Betrieb und Wartung. „Damit sind Zehntausende hochqualifizierte und gutbezahlte Arbeitsplätze bei uns im Land verbunden, onshore wie offshore“, so der Minister. Er fordert wie seine Amtskollegen entschlossenes und zügiges Handeln der Bundesregierung, um diese Erfolge nicht zu gefährden.

Deshalb fordern die Minister unter anderem vom Bund, zügig „ein Zeit- und Mengengerüst für den Ausbau der Erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung des Ausstiegs aus der Braun- und Steinkohle festzulegen. Nur mit dem Blick vom Ziel der Energiewende her lassen sich Planungssicherheit für die Windkraftbranche, eine belastbare Netzplanung sowie Akzeptanz für die Bürgerinnen und Bürger erreichen“, heißt es in der Erklärung.

Beim Treffen aller Landesenergieminister und -senatoren Anfang Dezember wollen sich die norddeutschen Amtsträger mit denen der übrigen Bundesländer auf konkrete Maßnahmen verständigen und diese dem Bundeswirtschaftsminister mit der Bitte um Umsetzung vorlegen.

Auszeichnung für „Grünes Gewerbegebiet“

Hagenow – Landesenergieminister Christian Pegel verlieh heute dem Hagenower Gewerbegebiet „Steegener Chaussee“ die „Zusatzqualifikation Mobilität“. Damit wird der Unternehmensverbund, der bereits das Gütesiegel „Grünes Gewerbegebiet“ trägt, für seine weiterführenden Aktivitäten im Bereich der Mobilität ausgezeichnet.

„Die Hagenower betreiben zwei Biomasseheizkraftwerke, nutzen energieeffiziente Maschinen und Beleuchtung und setzen Energiemanagementsysteme ein. Damit sind sie Vorbild in Sachen regenerative Energieproduktion und Energieeffizienz“, lobte Christian Pegel.

„Darüber hinaus haben sie nun in ihrem Gewerbegebiet ein Car-Sharing-Unternehmen angesiedelt, das beim Laden seiner Fahrzeuge auf Solarstrom setzt. Eine öffentliche Bushaltestelle wird um einen Umsteigepunkt für E-Mobilität erweitert, so dass Fahrgäste dort in ein elektrisch betriebenes Car-Sharing-Auto wechseln können. Zudem etablieren sie jetzt ein Rufbussystem, das es den Arbeitnehmern ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Gewerbegebiet zu gelangen“, erläuterte der Minister bei der Auszeichnung im Rahmen des heutigen Netzwerktreffens zum „Landesdialog Grüne Gewerbegebiete“ in Hagenow.

Zu diesem Treffen kamen knapp 100 Vertreter von Unternehmen, Kommunen und Institutionen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, um – gleich am bereits praktizierten Beispiel vor Ort – zu erfahren, wie regenerative Energieversorgung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und alternative Mobilität im Gewerbegebiet umgesetzt werden können. Bei Workshops konnten sie sich zudem über aktuelle Förderungen und neue Trends etwa bei Mobilität und Vernetzung informieren.

Am Nachmittag trafen sich die an der Steegener Chaussee ansässigen Unternehmer, um eine Potenzialstudie auszuwerten, die das Energieministerium für sie im Zusammenhang mit der Auszeichnung als „Grünes Gewerbegebiet“ beauftragt hatte. Diese Studie soll sie noch weiter voranbringen auf ihrem Weg zu einem klimaneutralen und nachhaltigen Gewerbegebiet.

Auszeichnung für Steegener Chaussee

Hagenow – Heute nimmt Energieminister Christian Pegel am Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ teil. In diesem Rahmen wird er das Gewerbe- und Industriegebiet ‚Steegener Chaussee‘ in Hagenow mit der Zusatzqualifikation „Mobilität“ auszeichnen. Das Industriegebiet hatte im vergangenen Jahr als erstes im Land das Label G3 (Grünes Gewerbegebiet) erhalten.

Mit dem Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ bietet das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung ein Angebot für Unternehmen, Vermarkter von Gewerbe- und Industriegebieten und Kommunen, sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Standorte, in denen Unternehmen besondere Maßnahmen in den Bereichen erneuerbare Energien, Ressourceneffizienz und sparsamer Flächenverbrauch umsetzen, können sich künftig mit dem G³-Label schmücken.

Zentrales Kriterium für die Vergabe des Gütesiegels ist die Verwendung von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen. Durch vorbildlichen Umgang damit, innovative Vernetzung von Unternehmen oder auch Kampagnen, die das Umfeld solcher Gewerbegebiete miteinbeziehen, können „Grüne Gewerbegebiete“ innerhalb eines Bewertungssystems zusätzliche Qualitätsstufen erreichen.

Insgesamt können die Gewerbegebiete vier Zusatzqualifikationen erhalten: für Synergien und Ressourceneffizienz, Innovationen, nachhaltiges Flächenmanagement und Freiraumgestaltung sowie Mobilität. Die „Steegener Chaussee“ in Hagenow erhält die Zusatzqualifikation „Mobilität“ aufgrund der Umsetzung nachhaltiger Verkehrskonzepte.

Unter anderem wurde im Gebiet ein E-Car-Sharing-Unternehmen angesiedelt, das beim Laden seiner Fahrzeuge auf Strom aus Solarenergie setzt. Zudem wird eine Ladeinfrastruktur für E-Autos geschaffen, die öffentlich zugänglich ist. Daneben wurde ein Rufbussystem etabliert, das es den Arbeitnehmern ermöglicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Gewerbegebiet zu gelangen.

Rügen-Stralsund wird „HyLand“-Wasserstoffregion

Stralsund – „Das ist ein tolles Signal für die Region und für Mecklenburg-Vorpommern im Ganzen als Vorreiter der Energiewende“, zeigt sich Landesenergieminister Christian Pegel heute erfreut über die Entscheidung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Region Rügen-Stralsund in die Regionenförderung „HyLand“ aufzunehmen. Die Förderung ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Sie soll dazu beitragen, Wasserstoff als Energieträger im Verkehrssektor wettbewerbsfähiger zu machen – insbesondere durch die Nutzung regionaler Synergien.

„Wie prädestiniert die Region für das Thema ist, zeigt auch die Anzahl der Konkurrenten, die Rügen-Stralsund im Wettbewerb ausgestochen hat“, betont der Minister. Insgesamt hätten 85 Kandidaten um die Aufnahme ins Programm konkurriert. Neun Regionen wurden nun ausgewählt. „Die Region Rügen-Stralsund konnte dabei als bester Bewerber der Kategorie ‚Küstenland/Windenergie‘ punkten“, so Christian Pegel.

Die Wasserstoff-Region Rügen-Stralsund profitiert als sogenannter „HyStarter“ für zwei Jahre von der Unterstützung des BMVI. Dabei sollen vor allem sämtliche Akteure vor Ort vernetzt sowie ein Konzept mit konkreten Projekten erarbeitet werden. Die Bewerbung ging von verschiedenen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus: Unter anderem wurde diese vom Landkreis Vorpommern-Rügen, dem Institut für regenerative Energiesysteme der Hochschule Stralsund, den Stadtwerken Stralsund sowie der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen und dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie getragen.

„Von der Aufnahme ins Bundesprogramm erhoffe ich mir neue Impulse für die Sektorenkopplung für die Region und für unser Land. Wir erzeugen in Mecklenburg-Vorpommern längst mehr Strom, als wir verbrauchen“, sagt Christian Pegel und betont: „Deshalb brauchen wir vielfältige Ansätze und Möglichkeiten, wie wir auch den übrigen Strom möglichst bei uns vor Ort nutzen zu können.“

Fördermittel für LED-Umrüstung

Schorssow – Die Gemeinde Schorssow (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 36.087,94 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung der 73 vorhandenen Natrium- und Quecksilberdampfleuchten in Schorssow sowie den Ortsteilen Bülow, Bristow und Glasow auf hocheffiziente LED-Leuchten.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer Einsparung von ca. 28.000 Kilowattstunden Strom können rund 15 Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.

Turnhallenbeleuchtung künftig mit LED-Technik

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Landesenergieministerium einen Zuschuss in Höhe von 53.026,93 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik in der Turnhalle am Fischerdamm 1. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandene Beleuchtungsanlage mit insgesamt 204 Leuchtstofflampen (96 Leuchten in der Halle und 108 in den Nebenräumen) werden durch 186 LED-Leuchten (84 in der Halle und 102 in den Nebenräumen) ersetzt. Erneuert werden unter anderem Kabel und Montagehalterungen. Das vorhandene Tragschienensystem kann weiter verwendet werden.

Durch dieses Vorhaben können jährlich ca. 26.400 Kilowattstunden Strom und rund 16 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.