Tierzuchtpreis 2021 vergeben

MeLa: Preise für langjährige und engagierte Zuchtarbeit

Mühlengeez – Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung die diesjährigen Preise für hervorragende Verdienste in der Tier- und Pflanzenzucht in Mecklenburg-Vorpommern an Harald Schewe (74) und Andreas Prelwitz (61) überreicht.

Den Tierzuchtpreis 2021 erhielt der studierte Landwirt und Schweinezüchter Harald Schewe. Harald Schewe hat sich seit den 70er Jahren unter Fachleuten einen Namen besonders in der Ferkelerzeugung gemacht.

„Harald Schewe war nie ein Mann, der Pläne am Reißbrett erstellt hat, sondern jemand, der unter den Rahmenbedingungen in der DDR eine realistische Sichtweise für das Machbare hatte. Er sicherte einen kontinuierlichen Zuchtfortschritt bei Schweinen, Rindern und Schafen, vom Haff bis in die Uckermark, von der Oder bis in die Mecklenburgische Schweiz“, unterstrich Backhaus.

Bei der Umstrukturierung der Tierzucht ab 1990 war Schewe maßgeblich an der Erhaltung der züchterischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte beteiligt. Er war Mitgestalter beim Aufbau des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern eG und des Leistungskontrollverbandes für Milchleistungsprüfung e.V. sowie bei den Verhandlungen zur Privatisierung der Besamungsstationen für Rinder in Woldegk und für Schweine in Malchin.

Mit der Übernahme der Geschäftsführung in Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. im Jahr 1993 begann die wohl größte Herausforderung in seiner beruflichen Laufbahn, erinnerte Backhaus. Der Verband stand wegen massiver Steuernachzahlungen vor dem Konkurs „Um den Verband aus den roten Zahlen zu holen, hat Harald Schewe Entscheidungen vorangebracht, die sich als richtig erwiesen und dem Verband die Wirtschaftlichkeit sicherten.

Aus der Umstrukturierung der Besamungsstation Malchin in eine GmbH und durch den Neubau der Schweineleistungsprüfstation in Jürgenstorf konnte er zusätzliche Erlöse generieren. Auch schaffte Schewe es, die Zuchtbetriebe im Land zu Höchstleistungen zu motivieren. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Prüfstation in Jürgenstorf Zuchteber der Mutterrassen Deutsches Edelschwein und Deutsche Landrasse anbieten konnte, die in ganz Deutschland nachgefragt waren.“

Im Frühjahr 2006 übergab Harald Schewe die Geschäftsführung und einen wirtschaftlich stabilen Verband an Renate Schuster; 2007 ging er in Rente. Mehrere Jahre unterstützte er noch Zuchtbetriebe als Berater.

Den Pflanzenzuchtpreis 2021 erhielt der gebürtige Brandenburger Andreas Prelwitz. Herr Prelwitz war zunächst im Pflanzenzuchtunternehmen Limagrain für den Bereich Mecklenburg-Vorpommern tätig und wechselte dann 1994 in das Unternehmen Nordkorn AG in Schwerin als Leiter für die Bereiche Saatgut, Pflanzenschutz und Düngemittel.

„Von 1998 bis 2018 war Andreas Prelwitz ununterbrochen Geschäftsführer der Nordkorn-Saaten GmbH in Güstrow. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen zu einem leistungsfähigen Betrieb in der Saatgutwirtschaft unseres Landes entwickelt. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen zählt die Entwicklung und großtechnische Einführung der physikalischen Beizung von Getreide mittels Elektronenstrahlen. Schon als Geschäftsführer der Nordkorn-Saaten GmbH und jetzt als leitender Fachberater der Ceravis AG Rendsburg legt er einen großen Wert auf die Nutzung des züchterischen Fortschritts durch einen erhöhten Einsatz von zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut). Unter Landwirtinnen und Landwirten, Geschäftspartnern sowie bei den zuständigen Behörden genießt Herr Prelwitz aufgrund seiner fachlichen Kompetenz und seiner Bereitschaft zur Zusammenarbeit ein großes Ansehen“, betonte Backhaus.

Prelwitz ist seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich im Saatgut-Verband Mecklenburg-Vorpommern tätig und wurde im Februar 2020 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Auf Bundesebene arbeitet er im Bundesverband der VO-Firmen mit und setzt sich auf allen Ebenen für den Erhalt einer wettbewerbsfähigen Saatgutwirtschaft in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern ein.

Erläuterung: Der BVO – Bundesverband der VO-Firmen e.V. – ist die berufsständische Interessenvertretung der VO-Firmen in Deutschland. Aufgabe des BVO ist die Förderung der allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen der an der Erzeugung und dem Vertrieb von Saatgut beteiligten Handelsfirmen.

Coastal Cleanup Day

Nehlsen engagiert sich für eine saubere Ostsee

Insel Rügen – Die Nehlsen MV GmbH & Co. KG beteiligte sich in diesem Jahr am internationalen Coastal Cleanup Day auf Rügen. Als Partner einer Müllsammelaktion im Mukran Port übernahm das Unternehmen die kostenlose und fachgerechte Entsorgung der mehr als 500 Liter Verunreinigungen, die zum „Küstenputztag“ Mitte September aus dem Hafenbecken gefischt wurden.

Die Schäden durch die Verschmutzung an Küsten und in der Meeresumwelt sind enorm. Laut einer Schätzung des WWF gelangen jährlich allein bis zu 13 Millionen Tonnen an Plastikmüll weltweit in Meere und Ozeane. Auch die Ostsee bildet hier keine Ausnahme. Sichtbar wird dies nicht nur an den Stränden, sondern auch im Hafenbecken des Mukran Port. Der Mülleintrag in den Hafen erfolgt vor allem durch die offene See sowie den Strand in der Prorer Wiek. Der Mukran Port wirkt mit seiner Mole wie ein natürliches Fangbecken; Abfall sammelt sich durch Wind und Strömungen insbesondere in den Ecken der Hafenbecken.

Am 14. September sammelte darum ein dreiköpfiges Helfer-Team in einer mehrstündigen Aktion von Bord des Bereitschaftsbootes „Mücke“ aus den im Hafenbecken treibenden Abfall ein. Sie nutzten dabei ein günstiges Wetterfenster, was die Sammelaktion erleichterte. Insgesamt beförderten sie mit Keschern und Bootshaken rund 50 Kilogramm Unrat, vor allem Verpackungsmaterial, Plastikbeutel und Leinenreste, aus der Ostsee.

Dies ist nicht die erste Müllsammelaktion an deutschen Küsten, die Nehlsen unterstützt. „Wir möchten damit unseren Beitrag im Kampf gegen die Meeresverschmutzung leisten“, sagt Olaf Friedrichs, Vertriebsmitarbeiter der Nehlsen MV GmbH & Co. KG, und ergänzt: „Der Coastal Cleanup Day ist eine gute Gelegenheit, ein Zeichen zu setzen und auf das Thema öffentlich aufmerksam zu machen. Mit der sehr erfolgreichen Sammelaktion ist es darüber hinaus gelungen, das Abfallaufkommen im Hafenbecken des Mukran Port deutlich zu verringern.“

Der Coastal Cleanup Day findet seit fast vierzig Jahren an jedem dritten Samstag im September statt und soll auf das Thema Vermüllung der Meere aufmerksam machen. Er geht auf eine Initiative von Umweltschützern an der texanischen Küste zurück.

Verleihung des BDA-Preises M-V

Auszeichnung für baukünstlerische Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern vergibt am 21. September 2021  zum sechsten Mal den „BDA-Preis Mecklenburg-Vorpommern“ für herausragende baukünstlerische Leistungen. Ort der Verleihung ist in diesem Jahr die Spielstätte des Volkstheaters Rostock, Halle 207, Hellingstraße 1, auf dem Gelände der ehemaligen Neptun-Werft in Rostock.

Ausgezeichnet werden besonders vorbildliche Bauten, die ausschließlich in Mecklenburg-Vorpommern realisiert wurden. Zugelassen zum Wettbewerb waren Bauten jeglicher Größe und Nutzung, die seit 2019 fertig gestellt wurden und werden. Ob Neubau, Umbau oder Sanierung, zum Wettbewerb zugelassen wurden sowohl einzelne Bauwerke als auch Gebäudegruppen und städtebauliche Anlagen. „Die eingereichten Projekte kommen aus allen Teilen unseres Bundeslandes unter anderen aus Hagenow, Wismar, Ludwigslust, Laage, Stralsund, Greifswald, Rostock, Löcknitz und den (Halb-)Inseln Usedom, Darß und Rügen“, berichtet Claus Sesselmann, Vorstandsvorsitzender des BDA-Landesverbandes M-V.

„Wir waren überrascht über die gute Resonanz auf die Auslobung des sechsten BDA-Preises in unserem Bundesland“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des BDA-Landesverbandes M-V und Architekt Claus Sesselmann. Weiter führt er aus: „Mit der Auszeichnung von guten Bauprojekten möchten wir das öffentliche Bewusstsein für qualitätsvolle Architektur schärfen und alle Beteiligten zum persönlichen Engagement aufrufen, einen besonderen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit beim Planen und Bauen zu legen. Deshalb würdigt der BDA-Preis sowohl die Bauherrschaft als auch die Architekten gleichermaßen!“

Christoph Meyn, Präsident der Architektenkammer M-V erklärt die Preisverleihung des BDA Landesverbandes M-V als willkommenen Anlass, dass die gesamte Architektenschaft in Mecklenburg-Vorpommern nach längerer pandemiebedingter Pause in lockerer Atmosphäre zusammenkommen könne. Weiter führt Christoph Meyn aus: „Die BDA-Preisverleihung ist eine gute Gelegenheit, die baukulturellen Leistungen in Mecklenburg-Vorpommern hervorzuheben. Die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern unterstützt dieses Engagement, bedankt sich bei den Kolleginnen und Kollegen und freut sich auf die Veranstaltung.“

Eine fachkundige Jury wird die 18 eingereichten Projekte vorab am Montag, den 20. September 2021, in Rostock eingehend begutachten und die Preisträger ermitteln. Am Dienstag, den 21. September 2021 ab 18.00 Uhr, wird in Anwesenheit der Jurymitglieder und der eingereichten Bewerber*innen der BDA-Preis MV in Rostock verliehen.

Der Jury gehören Dr. Ramona Dornbusch, Landeskonservatorin vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V, Dr. Anne Schmedding, Leitung der Stiftungsprojekte der Stiftung Berliner Leben, die beiden international tätigen Architekten Julian Weyer vom Berliner Büro C.F. Møller Architects und Thomas Willemeit vom Berliner Büro GRAFT GmbH sowie der Rostocker Architekt Claus Sesselmann, Vorstandsvorsitzender des BDA Landesverbandes M-V vom Büro matrix architektur.

Klimafreundliche Betriebe ausgezeichnet

Mühlengeez – In Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen sich immer mehr Betriebe mit der Frage, wie soll, kann und muss Landwirtschaft in Zukunft aussehen, um möglichst umwelt- und klimaverträglich zu sein und gleichzeitig ein auskömmliches Einkommen für die Beschäftigten zu generieren. Auf der 30. Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Mühlengeez hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sechs Vorreiter-Betriebe in zwei Kategorien ausgezeichnet. Dafür hat sein Ressort eigens den Wettbewerb „Klimafreundlicher und innovativer Landwirtschafts­­betrieb“ ins Leben gerufen, an dem sich insgesamt 10 Betriebe beteiligt haben.

„Mit dem Wettbewerb möchten wir das vielfältige Engagement der Betriebe im Land sichtbar machen und honorieren. Es ist klar, dass die Preisgelder nur einen Symbolcharakter haben können. Vielmehr dient die Auszeichnung dazu, den Betrieben zu signalisieren, dass wir ihre Leistungen wahrnehmen und wertschätzen, denn am Ende profitieren wir alle vom Klimaschutz. Der Wettbewerb macht aber ebenso deutlich, dass die Betriebe die gesellschaftlichen Anforderungen an eine zukunftsfähige Landwirtschaft bereits sehr ernst nehmen und nach Lösungen suchen, um ihnen gerecht zu werden. Ich hoffe, die Ehrung trägt auch zu einem besseren Branchenimage bei. Dies hat in den vergangenen Jahren u.a. durch Polemik, aber auch durch neue Essgewohnheiten und Lebensmitteltrends stark gelitten“, sagte Backhaus.

In der ersten Kategorie „Landwirtschaftliche Betriebe mit besonders klimafreundlichen Konzepten“ durch die vor Ort schon jetzt eine nennenswerte Emissionsminderung erreicht wird, machte der Landwirtschaftliche Familienbetrieb Kühling aus Bentzin (LK Vorpommern-Greifswald) das Rennen; gefolgt vom Ostsee-Bauernhof-Hocke in Kalsow bei Wismar und dem Hof Karp in Rastow (LK Ludwigslust-Parchim). „Alle drei Betriebe überzeugen durch eine Präzisionslandwirtschaft und die besondere Beachtung des Bodens und seines Humusgehaltes; das heißt der Einsatz moderner Technik ermöglicht eine zielgerichtete Feldbewirtschaftung und Nutztierhaltung, so dass Pflanzen und Tiere genau die Behandlung erhalten, die sie gerade benötigen. Darüber hinaus steht im Fokus dieser Unternehmen eine regenerative Energieproduktion und die effiziente Energienutzung“, betonte Backhaus.

Familie Kühling sicherte sich den ersten Platz gerade durch sein „beachtliches Energiemanagement“: „Mit der durch den Betrieb erzeugten Bioenergie kann rechnerisch der gesamte Amtsbereich ganzjährig rund um die Uhr mit elektrischem Strom versorgt werden. Die Abwärme wird zur Beheizung in Nahwärmenetze eingespeist. Auf diese Weise werden die gesamten öffentlichen Gebäude der Gemeinde Tutow beheizt. Zusätzlich sind etwa 50 Privat- und Einfamilienhäuser angeschlossen. Dadurch wurden rein rechnerisch etwa 673.000 Liter Heizöl eingespart. Allein in 2020 wurden etwa 7.000 Tonnen CO2 durch die Bioenergie eingespart“, so Backhaus.

In der zweiten Kategorie wurden „Landwirtschaftliche Betriebe mit besonders innovativen Ideen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung“ ausgezeichnet, die zukunftsweisend eine große Bedeutung für Klimaschutz und Klimaanpassung haben können. Hier belegte die Solidarische Landwirtschaft Lebendiger Landbau aus Upahl (LK NWM) den ersten Platz; gefolgt vom Gut Greifswald in Weitenhagen (LK Vorpommern-Greifwald und der Landwirtschaft Eisel in Behren-Lübchin (LK Vorpommern-Rügen). „Diese drei Betriebe beschreiten bei Thema Klimaschutz völlig unterschiedliche Wege, sind aber alle drei auf ihre Weise beispielhaft“, sagte Backhaus.

Durchgesetzt hat sich die Solidarische Landwirtschaft aus Upahl wegen ihrer ökologischen und besonders ressourcenschonenden Verfahren im Sinne einer regenerativen Landwirtschaft. Dazu gehören u.a. lange Fruchtfolgen mit langen Grünbrachen, ein intensiver Zwischenfruchtanbau mit Fokus auf die Humusmehrung zur dauerhaften Bindung von Treibhausgasemissionen sowie eine ausgeprägte Kompostwirtschaft. „Der Aufbau und die Pflege des Humusgehaltes in unseren Böden ist zum einen eine wirkungsvolle CO2-Senke. Auch können wir durch eine gezielte Humuswirtschaft die Ertragsfähigkeit unserer Böden erhalten und verbessern, da Wasser und Nährstoffe im Boden länger gehalten werden“, unterstrich Backhaus. Gepunktet hat die Solidarische Landwirtschaft Lebendiger Landbau auch durch die verpackungsfreie regionale Vermarktung der eigenen Produkte.

Eine unabhängige Jury bestehend aus Vertretern der Landgesellschaft MV, der Landesforschungsanstalt, dem Bauernverband, dem BUND, dem Greifswald Moorzentrum/der Universität Greifswald und dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die eingereichten Bewerbungsunterlagen nach den Gesichtspunkten der Innovation, des Vorbildcharakters, der Effektivität, der praktischen Umsetzbarkeit sowie der möglichen Übertragbarkeit auf andere Unternehmen ausgewertet. Die Erstplatzierten erhalten 2.000 Euro, die Zweitplatzierten 1.000 Euro und die Drittplatzierten 750 Euro. Die Preisgelder wurden vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und der Landgesellschaft bereitgestellt.

Auf dem MeLa-Forum am Donnerstag um 14:00 Uhr im Forum-Cafe vor Halle 2 werden die 6 Siegerbetriebe ausgezeichnet und drei Sieger-Konzepte konkret vorgestellt, um einen Eindruck von dem breiten Spektrum von Klimaschutz in der Landwirtschaft zu vermitteln.

Schwesig eröffnet Jubiläums-Mela

Mühlengeez – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Mühlengeez die 30. Mela des Landes eröffnet.

„Herzlich willkommen auf der 30. Mela unseres Landes. Sie ist DIE Leistungsschau für Unternehmen aus der Landwirtschaft und der Ernährungsbranche bei uns im Land und ein Besuchermagnet für Fachbesucher und Familien. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jubiläum nachholen können, nachdem es im letzten Jahr coronabedingt ausfallen musste.“

Die Regierungschefin dankte den Organisatorinnen und Organisatoren, Helferinnen und Helfern dafür, „dass wir heute die 30. Mela feiern können, mit Ausstellungsständen, mit der Landtechnik, mit rund 1000 Tieren und auch wieder einer tollen Kinder-Mela.“ Gleichzeitig nutzte sie die Gelegenheit, um den Landwirten und Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Ernährungsbranche ihren Dank auszusprechen.

„Mit ihrer Arbeit sorgen Sie alle täglich dafür, dass wir Brot und Butter und vieles andere mehr auf dem Tisch haben. Auch während der Corona-Pandemie gab es keine Engpässe. Viele Menschen verstehen nun etwas besser, wie wichtig, wie systemrelevant die Landwirtschaft für uns alle ist.“

In den vergangenen Jahren hätten die Bauern immer wieder mit schweren Bedingungen zu kämpfen gehabt: Dürre, Fröste in der Blütezeit, Geflügel- und Schweinepest. Schwesig.

„Aber die Landwirte haben trotz allem immer wieder bewiesen, wie leistungsstark und anpassungsfähig die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern sind. Die Land- und Ernährungswirtschaft sind Schlüsselbranchen in unserem Land. Es bleibt dabei: Die Landesregierung steht an der Seite der Landwirte und der Ernährungswirtschaft. Und jetzt freue ich mich auf die Jubiläums-Mela und wünsche den Ausstellern gute Geschäfte und einen spannenden Austausch. Den Besucherinnen und Besuchern wünsche ich viel Spaß und tolle Eindrücke.“

Neuansiedlung in Pasewalk

Pasewalk – Die Landtechnik Huber GmbH siedelt sich neu in Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald) an. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat einen Zuwendungsbescheid an das Unternehmen übergeben.

„Die Landtechnik Huber GmbH möchte einen innovativen Pflug ‚made in Vorpommern‘ auf den Markt bringen und in Pasewalk produzieren. Wir unterstützen dabei die Umsetzung der Ansiedlung. Im Ergebnis entstehen im ersten Schritt sieben innovative Arbeitsplätze in Pasewalk. Der Produktionsstart des Huberpfluges soll nach einer Anlaufphase zeitnah erfolgen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern und Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Ende September soll bereits der Hallenrohbau des Unternehmens stehen.

Der Huberpflug resultiert aus der Zusammenarbeit von Franz-Ferdinand Huber mit dem Fraunhofer Zentrum für Biogene Wertschöpfung und Smart Farming in Rostock.

„Nach der erfolgreichen Prototypentwicklung soll diese nun durch die Huber Landtechnik GmbH in die Serienproduktion überführt und am Markt platziert werden. Innovationen schaffen im Ergebnis Arbeit, auch wenn dies oft einen langen Atem braucht“, so Glawe weiter.

Der Huberpflug ist patentiertes Bodenbearbeitungsgerät, welches sich durch eine sanfte Bodenbearbeitung und damit Einsparung von Treibstoff auszeichnet. Darüber hinaus kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringert werden. Es sind zudem weniger Arbeitsschritte bei der Saatbettbereitung notwendig.

„Innovative Produkte leisten einen Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette. In der neuen EU-Förderperiode 2021 bis 2027 erhält das Thema Innovationen eine noch stärkere Gewichtung. Im Fokus liegt auch die Zusammenarbeit von heimischen Unternehmen mit Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise Fraunhofer“, betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Im Rahmen der Standortoffensive ist Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Stück vorangekommen. „Mit der weiteren Erstellung von Vermarktungskonzepten für Gewerbeflächen in Vorpommern wächst auch das Interesse weiter. Die Ergebnisse sind sichtbar. Die Nachfrage nach Flächen in den Großgewerbestandorten im Pommerndreieck, im Industriepark Berlin-Stettin sowie im Fährhafen Sassnitz-Mukran nimmt zu“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

So arbeiten beispielsweise im Pommerndreieck schon über 350 Beschäftigte. Im Industriepark Berlin-Stettin ist der Rohbau des Unternehmens TOPREGAL bereits weithin sichtbar. Im Fährhafen Sassnitz-Mukran etabliert sich die Offshore-Industrie und schafft zusätzliche Arbeitsplätze.

Das Unternehmen Huber Landtechnik GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Huber Soil Solution GmbH. Die Huber Landtechnik plant am Standort in Pasewalk 3,7 Millionen Euro zu investieren. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben mit insgesamt 1,2 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) unterstützen.

Digitrans-Förderung

Schwerin – Digitalisierungsminister Christian Pegel überreicht am 15. September an Guido Müller, Vorstandsvorsitzender der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 17.500 Euro für Erleichterungen des Wohnens im Alter mit Hilfe der Digitalisierung.

Die Fördermittel kommen aus dem Landesprogramm zur Förderung digitaler Transformation, kurz Digitrans. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 50.000 Euro.

Die Wohnungsgenossenschaft will ihr Angebot „Wohnen mit Service im Alter – betreutes Wohnen“ mit Hilfe der Digitalisierung zukunftsfähig aufstellen. Dazu führt sie in einer ersten Pilotierungsphase in zehn ausgewählten Wohneinheiten sowie einer Musterwohnung ein „Ambient Assisted Living-System“ ein.

Dieses Unterstützungssystem kann Bewegungen, Helligkeit und Temperaturen erkennen, den Herd automatisch abschalten und Haus-Notrufe absetzen. Insbesondere ältere und hilfsbedürftige Menschen sollen von diesem System profitieren, mit dessen Hilfe die Wohnung „mitdenkt“, Gefahren erkennt und Angehörige informiert.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium das Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, aufgelegt.

Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen. Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gibt es für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

Digitrans: Unternehmensförderung geht weiter

Schwerin – Knapp drei Jahre nach Inkrafttreten des Förderprogramms zur digitalen Transformation in Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, kurz „Digitrans“, sind fast fünf Millionen Euro für die weitere Förderung verfügbar.

„Mit den 4,8 Millionen Euro, die der Finanzausschuss des Landtags bewilligt hat, steht beinahe noch mal so viel Geld zur Verfügung, wie wir bereits bewilligt haben. Das sind gut 5,3 Millionen Euro für 333 Vorhaben in unserem gesamten Bundesland“, sagt Digitalisierungsminister Christian Pegel. Er freue sich sehr über den riesigen Zuspruch und dass weitere Unternehmen diese Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Ziel des Förderprogramms, das im Oktober 2018 in Kraft trat, sei, die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen. „Mit der Richtlinie greifen wir nicht nur digitalen Start-ups unter die Arme. Wir helfen damit vor allem auch bereits bestehenden Betrieben und Unternehmen in unserem Land bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, beispielsweise mit Zuschüssen für Maschinen und Anlagen, die einen Teil des Fertigungsprozesses übernehmen und somit erleichtern, verkürzen oder die Kosten minimieren“, so der Minister.

Der größte Teil der bislang (Stand 2. September) bewilligten Mittel, 3,4 Millionen Euro, ging an kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern. Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern erhielten 1,46 Millionen Euro, mittlere Unternehmen mit 50 bis zu 249 Mitarbeitern 477.000 Euro. „Damit wurden insgesamt Investitionen in Höhe von fast 12,8 Millionen Euro ausgelöst“, so der Minister.

Antragsteller waren zu 37 Prozent Kleinstunternehmen, zu 53 Prozent kleine und zu 10 Prozent mittlere Unternehmen. Betrachtet nach Branchen, waren ein Drittel der Antragsteller Handwerksunternehmen, gut 20 Prozent Unternehmen des herstellenden und verarbeitenden Gewerbes, 14 Prozent Groß- und Einzelhändler, mehr als 10 Prozent Dienstleistungsunternehmen und fast ebenso viele Apotheken sowie knapp 9 Prozent Hotels und gastronomische Betriebe.

„Von der Förderung konnten Unternehmen in allen unseren Landkreisen und kreisfreien Städten profitieren“, sagt Christian Pegel weiter. Im Detail verteilen sich die geförderten Unternehmen so: 63 im Landkreis Rostock (18,9 Prozent), Mecklenburgische Seenplatte 57 (17,1), Rostock und Ludwigslust-Parchim je 42 (jeweils 12,6 Prozent), Vorpommern-Greifswald 38 (11,4), Nordwestmecklenburg 36 (10,8), Vorpommern-Rügen 33 (10) und Schwerin 22 (6,6).

„Im Schnitt bekamen die Unternehmen für Ihr Vorhaben 15.430 Euro Zuschuss. Der höchstmögliche Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro ging an 18 Unternehmen. Damit haben wir zum Beispiel die Digitalisierung aller Betriebsabläufe einschließlich neuer IT-Infrastruktur bei einem Grünanlagenbauer, die Automatisierung des Warenlagers in einer Apotheke oder die Anschaffung einer CAD/CAM-Fräsmaschine und eines 3D-Druckers für ein Bauunternehmen unterstützt“, nennt der Minister Beispiele.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium im Oktober 2022 das Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, aufgelegt.

Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen. Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gibt es für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

Landwirtschaft in der Schule

Bauernverband Uecker-Randow wird Partner beim ganztägigen Lernen

Schwerin – Zukünftig werden Schülerinnen und Schüler in der Schule in Mecklenburg-Vorpommern mehr über die Bedeutung der Landwirtschaft erfahren können. Der Bauernverband Uecker-Randow e. V. hat sich der Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen angeschlossen und wird mit Projekten im Ganztagsschulbereich landwirtschaftliche Fragestellungen in den Schulalltag einbringen.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages fand heute im Beisein von Bildungsministerin Bettina Martin in Pasewalk statt. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hatte die Initiative 2018 ins Leben gerufen, um beim ganztägigen Lernen stärker mit außerschulischen Partnern zusammenzuarbeiten und Ganztagsangebote abwechslungsreicher zu gestalten.

„Gerade in einem stark landwirtschaftlich geprägten Bundesland wie unserem ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche einen guten Zugang zu landwirtschaftlichen Themen erhalten und mehr über diesen gesellschaftlich so wichtigen Bereich lernen können. Über die Kooperation mit dem Bauernverband Uecker-Randow können die Schülerinnen und Schüler auch mehr über die beruflichen Perspektiven, die die Landwirtschaft bietet, erfahren. Es ist deshalb ein großer Zugewinn, dass die Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen diesen Partner gewonnen hat“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Mit dem Bauernverband Uecker-Randow ist der wichtige Bereich der Landwirtschaft vertreten. Kindern und Jugendlichen kann auf anschauliche Weise vermittelt werden, dass Gemüse, Fleisch oder Honig nicht aus dem Supermarktregal kommen, sondern in der Region produziert werden. Das prägt auch den Umgang mit unseren Lebensmitteln“, betonte Martin.

„Wir möchten Kindern und Jugendlichen die Landwirtschaft näher bringen“, sagte der Vorsitzende des Bauernverbandes Uecker-Randow, Emanuel Reim. „Das geht am besten, wenn wir mit den Schulen intensiver zusammenarbeiten. Mit unserem Lernpfad, den wir kürzlich eröffnet haben, können wir den Schulen auch etwas bieten. Kinder und Jugendliche können ganz praktische Erfahrungen im Bereich der Landwirtschaft machen. Die Kooperationsinitiative ist eine gute Grundlage für weitere Aktivitäten. Zugleich ist der Beitritt eine Wertschätzung unserer Arbeit und macht die Zusammenarbeit mit den Schulen einfacher“, so Reim.

Mit dem Bauernverband Uecker-Randow sind insgesamt 18 Partner in der Kooperationsinitiative vertreten. Zu den Partnern gehören u. a. der Landessportbund, der Landesfußballverband, der Landesfeuerwehrverband, die Fachstelle für Kulturelle Bildung, der Landesjugendring, weitere Sportverbände, die beiden Kirchen und die Bundesagentur für Arbeit.

Über die Online-Plattform www.kooperation-mv.de der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ in Waren können Schulen und Kooperationspartner in Kontakt treten. Jede ganztägig arbeitende Schule erhält ein Grundbudget in Höhe von 2.500 Euro, um Kooperationspartner in den Schulbetrieb einbinden zu können. Darüber hinaus haben Schulen die Möglichkeit, das Finanzbudget für Kooperationspartner zu erweitern.

Im Schuljahr 2021/2022 gibt es 349 ganztägig arbeitende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Für 74.846 Schülerinnen und Schüler ist damit die Teilnahme an Ganztagsangeboten gewährleistet. Verglichen mit dem Schuljahr 2014/2015 – vor Beginn des forcierten Ausbaus des ganztägigen Lernens – sind das 13.339 zusätzliche Schülerinnen und Schüler.

Grüner Flughafen

Vision vom „Grünen Flughafen“ in Rostock-Laage vorgestellt

Rostock – Bei einem Besuch des Flughafens Rostock-Laage haben sich Verkehrs- und Energieminister Christian Pegel und der Chef der Staatskanzlei Heiko Geue mit dem Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth gestern ein Bild gemacht von den Entwicklungsmöglichkeiten zu einem „Green Airport“. Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann und Matthias Lehmann, Geschäftsführer der Lufthansa-Flugschule in Laage, stellten ihre Pläne dafür vor.

„Wir haben einen Einblick erhalten in die Möglichkeiten, klimaneutrale Technologien zu einem komplexen Geschäftsfeld für den Flughafen zu machen. Perspektivisch könnte in Laage emissionsfreier Flugzeug-Treibstoff, so genanntes E-Kerosin, erzeugt und gleich für den Flugverkehr vor Ort genutzt werden. Für den synthetischen Treibstoff wird sauber erzeugter Strom benötigt, der ebenfalls vor Ort erzeugt werden kann. Mit diesem könnte dann auch die gesamte Haustechnik betrieben werden“, umriss Christian Pegel nach dem Besuch das Konzept des „grünen Flughafens“.

„Der Flughafen Rostock-Laage hat hervorragende Voraussetzungen, um als ,Green Airport‘ Vorreiter in der Branche zu werden und wegweisende Impulse zu setzen“, sagte Heiko Geue.

Größte Herausforderung bei der Umsetzung dieser Ziele ist die Finanzierung. Dazu Christian Pegel: „Die Anschubkosten für die Erzeugung alternativer Flugzeugtreibstoffe sind hoch. Es muss uns in den kommenden Jahren gelingen, E-Fuels zu konkurrenzfähigen Preisen zu entwickeln.“

Per Klick zum Traumboot

Warin – Am 13.9.2021 übergibt Digitalisierungsminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid über 7.800 Euro an den Geschäftsführer der Firma „Baumgarten Bootsbau“ in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg), Eike Baumgarten. Die Fördermittel kommen aus dem Landesprogramm zur Förderung digitaler Transformationen, kurz Digitrans.

Baumgarten Bootsbau ist ein Kleinstunternehmen im Bereich des Boots- und Schiffsbaus. Mit Hilfe der Förderung wird ein individueller Bootskonfigurator nebst neuer Internetseite implementiert. Damit können Kunden in Zukunft ihr Wunschboot online nach ihren Vorstellungen zusammenbauen. Die bisher zeitaufwändige und größtenteils per E-Mail oder Telefon erfolgte Auftragserteilung und weitere Absprachen können so reduziert und der Fokus auf den tatsächlichen Bootsbau und individuelle Detailabsprachen gelegt werden. Auch die Auftragsbestätigung, Rechnungslegung und Zahlungsabwicklung verläuft mit dem neuen System künftig automatisiert.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die technische Aufrüstung betragen 15.600 Euro. Das Digitalisierungsministerium fördert die Maßnahme zu 50 Prozent.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium das Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, aufgelegt.

Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen. Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gibt es für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

14. BIO-Landpartie startet

Wiebendorf – Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus eröffnet am 11.09. um 10 Uhr als Schirmherr die 14. BIO-Landpartie auf dem Demeter-Milchviehbetrieb Luisenhof in Wiebendorf (LK Ludwigslust-Parchim).

„Ich freue mich, dass auch in diesem zweiten schwierigen Jahr der Pandemie 61 ökologisch zertifizierte Betriebe dazu bereit sind, den Besucherinnen und Besuchern die Praxis der ökologischen Erzeugung, handwerklichen Verarbeitung und der regionalen Vermarktung zu zeigen. Gäste haben dort die Gelegenheit, die hinter diesen Produkten stehenden Menschen einmal persönlich kennen zu lernen und etwas über ihre Regionen zu erfahren. Das ist wichtig und gut. Und das macht den Reiz der Veranstaltung aus. Schließlich gilt die goldene Regel: Transparenz schafft Vertrauen“, sagte Backhaus im Vorfeld.

Der Ökologische Landbau ist eine Erfolgsgeschichte, so der Minister. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher würden zu Bio-Lebensmitteln greifen. Dies zeige die Entwicklung in den letzten Jahren deutlich: Im Jahr 2020 sind in Deutschland durch den Verkauf von Bio-Lebensmitteln knapp 14,9 Milliarden Euro umgesetzt worden. Insgesamt legte der Umsatz im Naturkostgroßhandel um etwa 21,7 Prozent von gut 1,92 Milliarden Euro (2019) auf rund 2,34 Milliarden Euro im Jahr 2020 zu. „Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird Bio und damit die Nachfrage immer populärer. Der Trend zur Umstellung auf den Öko-Landbau hält somit unvermindert an“, ergänzte Backhaus.

Aktuell werden 14 Prozent der landwirtschaftlichen Nutz­fläche durch 1.177 biozertifizierte Landwirtschaftsbetriebe ökologisch bewirtschaftet. Damit liegt MV über dem Bundes­schnitt von 10,3 Prozent. Zudem wirtschaftet jeder 4. Land­wirtschaftsbetrieb im Land ökologisch.

„Das in der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung gestellte Ziel, im Jahr 2021 einen Umfang von 150.000 Hek­tar ökologisch bewirtschaftete Fläche in MV zu erreichen, haben wir bereits Mitte 2018 umgesetzt. Zurzeit werden in MV 188.301 Hektar ökologisch bewirtschaftet und damit das Ziel der Koalitionsvereinbarung um rund 40.000 Hektar über­schritten“, zeigte sich der Minister zufrieden. Aufgrund der umfassenden Flächenzuwächse werden in der aktuellen Förderperiode zusätzlich 65 Mio. Euro bereitgestellt, ins­gesamt sind 230 Mio. Euro zur Honorierung der ökologi­schen Wirtschaftsweise vorgesehen.

„Die Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise, damit verbunden die Honorierung der gesellschaftlichen Leistun­gen, ist für die Einkommenssicherung der biozertifizierten Landwirtschaftsbetriebe elementar wichtig. Das Land MV wird deshalb auch in der kommenden neuen Förderperiode umfassende finanzielle Mittel zur Honorierung der ökologi­schen Wirtschaftsweise bereitstellen. Bis 2030 wollen wir erreichen, dass 25 Prozent der landwirtschaftlichen Nutz­fläche in MV ökologisch bewirtschaftet werden“, kommen­tierte Backhaus.

Er wies darauf hin, dass zur erfolgreichen Entwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern weiterer Handlungsbedarf im Bereich der regionalen Wert­schöpfung, z.B. Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung, besteht. Im Ergebnis eines derzeit laufenden Wettbewerbs werden ab Oktober 2021 das Erstellen und Umsetzen von innovativen Vermarktungskonzepten im Umfang von insgesamt 260.000 Euro gefördert.

„MV-Cruise-Net“ geht an den Start

Warnemünde – Im Rahmen der MV-Tourismustage 2021 fällt heute im Warnemünder Cruise Center der Startschuss für das zunächst drei Jahre geförderte Gemeinschaftsprojekt „MV-Cruise-Net“. Es soll die Kreuzfahrtszene im Land nachhaltig vernetzen, mehr und effizientere Zusammenarbeit ermöglichen, der Branche eine Stimme geben und das Image Mecklenburg-Vorpommerns als internationale Kreuzfahrtdestination ausbauen.

Eine Projektmitarbeiterstelle wird dafür beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet. Gründungspartner des Netzwerkes sind neben dem Verband das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie die Rostock Port GmbH. Im Weiteren richtet es sich an alle interessierten Partner, darunter Kreuzfahrtunternehmen und -häfen, Reedereien, Kommunen, Verkehrsunternehmen sowie maritime und touristische Betriebe mit Kreuzfahrtbezug. Unter anderem hat die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA bereits ihre Beteiligung am MV-Cruise-Net signalisiert.

Laut einer Studie des Kieler Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa generierte allein die Kreuzschifffahrt in Rostock im Jahr 2019 mit 196 Anläufen und 453.000 Passagieren einen Umsatz von 43,3 Millionen Euro. Der maritime Tourismus insgesamt hat rund zehn Prozent Anteil an der Tourismuswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Mit neu gebauten Liegeplätzen, Terminalgebäuden sowie Investitionen in die Landstromversorgung ist in den vergangenen Jahren im Land eine moderne Kreuzfahrtinfrastruktur im Land aufgebaut worden. Maritime Unternehmen, touristische Anbieter oder auch verschiedenste Dienstleistungsbetriebe können durch eine verstärkte Vernetzung zu mehr Wertschöpfung im Land beitragen. Insgesamt geht es darum, die Möglichkeiten der Branche stärker zu nutzen, Kräfte zu bündeln, mehr Aufmerksamkeit, Außenwirkung und Schlagkraft zu gewinnen. Dadurch können die vielfältigen Interessen dieser für das Land wichtigen wirtschaftlichen Branche insgesamt besser koordiniert und auch vermarktet werden. Wir können mit einem Netzwerk die heimische Kreuzschifffahrtbranche national und auch international stärker in den Blickpunkt rücken.“

Als eines der ersten Schritte im Projekt soll ein Eckpunktepapier entwickelt werden, das die Position des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Kreuzschifffahrt vor dem Hintergrund der Werftenindustrie und Häfen samt Wertschöpfungsketten sichtbar macht. Dabei soll der Fokus auf einer nachhaltigen Entwicklung in den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales liegen.

Das betrifft unter anderem die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe wie etwa Ausflüge von den Kreuzfahrtschiffen in den ländlichen Raum, die Entwicklung und den Einsatz umweltschonender Antriebe sowie die Versorgung der Schiffe mit Landstrom und die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort.

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erläuterte: „Die Summe ist bekanntlich mehr als die einzelnen Teile. Insofern sollen sich die Partner im MV-Cruise-Net gegenseitig befruchten, ihr Know-how einfließen lassen und vor allem den Blick auf das Thema Nachhaltigkeit und die großen aktuellen Herausforderungen schärfen. Die Kreuzschifffahrt mit ihren Verzweigungen hat sich zu einem Teil der touristischen Portfolios in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Vorbild für das neue Netzwerk ist Hamburg, wo es bereits ein ähnliches Projekt gibt, bei dem es gelingt, in der Gemeinschaft mehr zu erreichen. Das können wir in Mecklenburg-Vorpommern auch.“

Als dritter Gründungspartner des Netzwerkes sagte Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH, abschließend: „Das Branchennetzwerk ‚MV-Cruise-Net‘ soll die Interessen der Hochsee- und Flusskreuzschifffahrt in Mecklenburg-Vorpommern bündeln und diesem wichtigen maritim-touristischen Wirtschaftszweig eine Stimme geben. Alle Branchenvertreter sind sich ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung des maritimen Tourismus bewusst und wollen gemeinsam die Herausforderungen unserer Zeit meistern. Nicht zu vergessen: Die beiden größten deutschen Anbieter, AIDA Cruises und A-ROSA, sind Aushängeschilder unseres Landes und bedeutende Arbeitgeber.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Hochseekreuzfahrthäfen Wismar, Warnemünde, Sassnitz-Mukran sowie der Flusskreuzfahrthafen Stralsund Haupteingangstore für viele nationale und internationale Gäste.

30 Jahre Biopark

Dalwitz – Der ökologische Anbauverband Biopark e.V. feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Der Verband wurde am 28. Juni 1991 gegründet. Auf der Festveranstaltung heute Abend auf dem Gut Dalwitz (LK Rostock) beglück­wünscht Agrar­minister Dr. Till Backhaus den Verband zum Jubiläum.

„Der Biopark e.V. hat maßgeblichen Anteil an der erfolg­reichen Entwicklung des ökologischen Landbaus in Meck­lenburg-Vorpommern. Er ist nicht nur zu einer starken Interessenvertretung seiner Mitglieder, sondern auch zu einem wichtigen Partner der Landesregierung gewachsen. Ich bin immer wieder begeistert, mit wieviel Engagement und Enthusiasmus sich der Verband für die Ökologisierung der Landwirtschaft, den Schutz der Natur und die Belange seiner Mitglieder stark macht.

Was 1991 ganz klein mit 16 engagierten Landwirten und Wissenschaftlern in Mecklenburg-Vorpommern begann, hat sich weit über die Landesgrenzen hinaus zu einer ab­soluten Erfolgsgeschichte entwickelt. Heute zählt der Ver­band allein in Mecklenburg-Vorpommern 240 Mitglieder, davon 225 Landwirtschaftsbetriebe mit einer Fläche von etwa 50.000 Hektar. Deutschlandweit sind weit mehr als 500 Mitglieder im Biopark e.V. organisiert, darunter 450 Land­wirtschaftsbetriebe, die rund 115.000 Hektar nach den strengen Vorgaben des Verbandes bewirtschaften. Darauf kann der Biopark wirklich stolz sein, denn er ist damit beim Flächenvergleich mittlerweile der drittgrößte ökologische Anbauverband Deutschlands.

Der ökologische Landbau genießt in der Agrar- und Umwelt­politik unseres Landes einen hohen Stellenwert. Die ökologi­sche Wirtschaftsweise trägt maßgeblich zum Erhalt der Artenvielfalt bei, sie ist klimaschonend, wirkt sich positiv auf unsere Gewässer und das Grundwasser aus und setzt hohe Anforderungen an die Standards in der Tierhaltung. Nicht zuletzt leistet sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer regionaltypischen Kulturlandschaften sowie zur sozioökono­mischen Entwicklung der ländlichen Räume.

Unser erklärtes Ziel ist die zukunftsfähige Entwicklung des ökologischen Landbaus auf hohem Niveau. Wir sind dabei in Mecklenburg-Vorpommern auf einem guten Weg. Immerhin werden bereits fast 190.000 Hektar ökologisch bewirtschaf­tet – das sind 14 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landes und der Trend zur Umstellung hält ungebrochen an. Das Land wird daher auch in der kommenden neuen Förderperiode umfassende finanzielle Mittel zur Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise und damit zur Hono­rierung der gesellschaftlichen Leistungen bereitstellen.“

Aktionstage für regionale Produzenten

Roggentin – Heute hat Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald in Roggentin die Mecklenburg-Vorpommern-Woche eröffnet, die das SB-Warenhaus Globus und die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AMV) seit 20 Jahren gemeinsam durchführen. Vom 09. bis 11. September 2021 präsentieren sich im Globus-Markt 15 regionale Unternehmen mit Verkostungsständen. „Schmeck die Natur“ – das ist das Motto der MV-Woche.

Zunächst beglückwünschte Buchwald Marktleitung und Be­legschaft zum 25. Jubiläum des beliebten Einkaufsmarktes für Rostock und Umgebung. Am 2.September 1996 hatte der Globus-Markt seine Türen in Roggentin geöffnet. „Sie haben hier einen der größten Lebensmittel-Märkte im Land ge­schaffen und über die Jahre stetig weiter investiert, um Ihren Kunden nicht nur eine große Auswahl an Produkten bieten zu können, sondern ein besonderes Einkaufs­erlebnis“, würdigte er die Erfolgsgeschichte des Einkaufs­zentrums.

Das Besondere: Produkte aus Mecklenburg und Vorpom­mern und zahlreiche regionale Anbieter seien hier nicht nur zur MV-Woche, sondern ständig im Sortiment. Der Globus Rostock ist somit ein wichtiger Partner der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft. Kaum ein anderer arbeite so eng mit regionalen Produzenten zusammen wie Marktleiter Meißler, sagte Buchwald.

„Gerade die vielen kleinen und die Start up-Unternehmen in der Land- und Ernährungswirtschaft sind immer wieder krea-tive Ideenschmiede für neue Produkte. Doch allein mit der guten Idee für ein Produkt ist es nicht getan. Denn der Weg in die Filialen des Lebensmitteleinzelhandels ist alles andere als leicht. Umso wichtiger, dass es Leute wie Herrn Meißler und sein Team gibt, die als Partner zur Seite stehen und helfen, wenn es einem Unternehmen an Erfahrungen fehlt, wie man sich im LEH präsentieren muss“, wünscht sich Buch­wald, dass das Beispiel ausstrahlt.

Staatssekretär Buchwald betonte, der 4. Norddeutsche Er­nährungsgipfel vor wenigen Tagen in Warnemünde habe deutlich gemacht, dass die Corona-Krise den Trend zu mehr Regionalität in der Ernährung verstärkt hat. Das sei eine Chance für die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen unseres Landes.

Anlaufpunkt für die meist kleinstrukturierte Ernährungs­wirtschaft ist dabei das Netzwerk der AMV, das vom Land­wirtschaftsministerium unterstützt wird. Aus dem Strategie­fonds hat der AMV 195.000 Euro für die Schnittstelle „Projektverantwortliche für Regionalvermarktung“ erhalten. 405.000 Euro sind vom Ministerium direkt an Betriebe und Vereine geflossen, die mit Wettbewerbsprojekten ebenfalls punkten konnten.