Zu gut für die Tonne! – Aktionswoche 2022

Im Rahmen der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ 2022 lädt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt alle Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen bei der Aktionswoche ein.

Schwerin – Unter dem Motto #DeutschlandRettetLebensmittel findet vom 29. September bis zum 6. Oktober 2022 auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie der Ministerien der Länder die bundesweite Aktionswoche statt. Sie widmet sich der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in allen Sektoren der Lebensmittelversorgungskette: von der Primärproduktion und Verarbeitung über den Groß- und Einzelhandel bis hin zur Außer-Haus-Verpflegung und den Privathaushalten.

Noch immer entsteht ein großer Teil von Lebensmittelabfällen in privaten Haushalten, weshalb der diesjährige Fokus auf der Frage liegt, was jede und jeder in den eigenen vier Wänden konkret umsetzen kann, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Wie in jedem Jahr gibt es ein breites Angebot an unterschiedlichsten, kreativen Mitmach-Aktionen in den Bereichen Landwirtschaft & Verarbeitung, Handel, Außer-Haus-Verpflegung, Schulen und Kitas, im digitalen Raum und für Zuhause.

In Mecklenburg-Vorpommern werden in der Aktionswoche folgende Projekte durch unsere Partnerinnen und Partner angeboten:

Die Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Mecklenburg-Vorpommern wird in 3 Kitas im Land eine Mit-Mach-Aktion zum Thema „Wie kann ich Lebensmittel retten?“ für Kinder durchführen. Zusätzlich wird eine Teller-Reste-Messaktion in Kitas angeboten.

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Mecklenburg-Vorpommern plant zunächst eine Online-Veranstaltung zum Thema „Lebensmittelwertschätzung“ und führt dann Teller-Reste-Messungen in Schulen durch.

Die Landessektion der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. wird in Betriebskantinen über das Thema informieren und diesbezüglich bei den Gästen eine Befragung zum Wegwerfverhalten durchführen. Die Auswertung der Fragebögen erhalten die Kantinenbetreiber, um Tellerresten zu reduzieren.

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e.V. wird am 05.10.2022 auf einer Online-Veranstaltung über Ursachen von Lebensmittelverlusten, besonders bei Brot und Backwaren, informieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum sowie viele Möglichkeiten zur Vermeidung unnützer Abfälle kennen. Darüber hinaus wird sie eine Info-Tour mit einem Aktionsstand unter dem Motto „Brot und Backwaren- ist das noch gut oder muss das weg?“ in Rostock, Schwerin und Greifswald durchführen.  Ein Wissensquiz und eine Produktausstellung regen zum Austausch an.

Das Thema „Lebensmittelwertschätzung“ war für die Landfrauen immer schon Inhalt ihrer Arbeit. Die Ernährungsfachfrauen des LAND-FRAUENVERBANDES M-V e.V. führen in Grund- und Förderschulen landesweit Unterrichtseinheiten im Bereich der Ernährungsbildung durch. Dabei spielt „Lebensmittel wertschätzen“ eine große Rolle. Zur Aktionswoche werden in den 4. Klassen der Fallada-Schule-Feldberg am 30.09.2022 zwei Unterrichtsstunden zum Thema durchgeführt.

Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern wird die Gelbe Band Aktion auch in diesem Jahr weiterführen. So bietet Sie jeder Obstliebhaberin und jedem Obstliebhaber an, am 23.09.2022 ab 15 Uhr im Doktorgarten Teterow, Am Bornmühlenweg in 17166 Teterow, Äpfel, Birnen und Quitten zu pflücken. Auch am 23.09.2022 findet in Kooperation mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See ein Apfeltag statt. Hier kommen Grundschulklassen zum Äpfelpflücken und mit einer professionellen Mostpresse kann mitgebrachtes Obst gepresst werden.

Ministerin Bernhardt freut sich über die vielseitigen Angebote im Land und hofft, dass so möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen bewegt werden können.  Auf einen Blick können Sie unter nachfolgenden Link alle bundesweiten Aktionen sortiert nach Bundesländern und die Termine in Mecklenburg-Vorpommern einsehen: Aktionswoche Deutschland rettet Lebensmittel! – Zu gut für die Tonne (zugutfuerdietonne.de).

Also kommen Sie vorbei, informieren Sie sich und lassen Sie uns über das Thema „Lebensmittel wertschätzen“ ausführlich ins Gespräch kommen. Denn jeder kann etwas tun!

Die bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung ist eine gemeinsame Initiative von Zu gut für die Tonne! des BMEL und den Bundesländern. Sie ist Teil der Umsetzung der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. Mehr Informationen gibt es auf www.deutschland-rettet-lebensmittel.de und in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #DeutschlandRettetLebensmittel.

Baltic Sea Business Day

Meyer: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Ostseeanrainer – Chancen des Exportgeschäfts im Bereich der Gesundheitswirtschaft nutzen

Rostock – Heute hat in Rostock der „Baltic Sea Business Day – Unternehmertag 2022“ stattgefunden. Die Konferenz dient der Vernetzung und dem fachlichen Austausch vor allem zwischen Unternehmen aus Ostseeanrainerstaaten.

„Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Ostseeanrainer bietet viele Möglichkeiten. Die Ostseeregion ist eine dynamische und schnell wachsende Wirtschaftsregion. Die besondere Lage unseres Landes im Ostseeraum ist mit engen Verbindungen zu den Metropolregionen Hamburg, Berlin, Malmö/Kopenhagen und Stettin ein Standortvorteil für unser Land. Die räumliche Nähe von Unternehmen und Arbeitskräften im Ostseeraum schafft spezifische Bedingungen für die Entwicklung von Netzwerken. Chancen bietet dabei vor allem auch die Gesundheitswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Wenn es um die Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft geht, wird der Blick vor allem auch auf unmittelbare Nachbarn gerichtet. „Die Branche der Gesundheitswirtschaft kann ihr Wachstumspotenzial besonders gut ausschöpfen, wenn sie sich noch stärker ostseeraumweit vernetzt und ihre Aktivitäten entsprechend abstimmt. Kooperation und Vernetzung sind der Schlüssel, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Sie setzt wichtige Impulse für das Vorantreiben des Innovationsraums Ostsee.

Länderübergreifend werden Projekte gemeinsam von Unternehmen, Kliniken, Hochschulen und Clustern aus der Gesundheitswirtschaft entwickelt und umgesetzt, um das bestehende Know-how gemeinsam für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Verwertung einzusetzen. Das bringt die Region als Ganzes voran“, so Meyer weiter.

Darunter sind beispielsweise jüngst abgeschlossene Projekte wie die Verbesserung der Innovationsbereitschaft und Vermittlung von digitalen Kompetenzen in Gesundheitsberufen oder die Kommerzialisierung von Biomarkern. Die Projekte wurden für das Land durch die BioCon Valley® GmbH, dem Netzwerk der Gesundheitswirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt.

Die Gesundheitswirtschaft hat vor dem Hintergrund der Pandemie weltweit zunehmend an Bedeutung gewonnen. „Selbst im Pandemiejahr 2020 generierte die Branche in Mecklenburg-Vorpommern eine Wertschöpfung im Umfang von 6,1 Milliarden Euro. Jeder fünfte Erwerbstätige arbeitet in einem Unternehmen der Gesundheitswirtschaft (20,8 Prozent gegenüber 17,0 Prozent deutschlandweit). Mehr als jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Meyer.

Insgesamt arbeiten 156.000 Erwerbstätige in der Branche. Auch der Anteil der Branche an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung liegt in MV mit 14,4 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt (deutschlandweit: 12,2 Prozent).

„Die Gesundheitswirtschaft gilt als besonders innovativ, zukunftsträchtig und wachstumsfreudig. Nachholbedarf besteht im Exportgeschäft. Hier denke ich beispielsweise auch an den Bereich der Medizintechnik. Hier gibt es eine große Bandbreite von Produkten und Verfahren. Wir müssen international stärker auf heimische Produkte aufmerksam machen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend.

Der Exportbereich liegt bei 4,0 Prozent Anteil an der Gesamtwirtschaft in M-V, bundesweit liegt der Exportanteil der Gesundheitswirtschaft bei 9,7 Prozent.

(Quelle Zahlen: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) (2022): Gesundheitswirtschaft – Fakten & Zahlen. Länderergebnisse der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung, Daten 2020.)

Autoterminal am Seehafen eröffnet

Schulte: Rostock Port bietet hervorragende Standortbedingungen – Autolink Germany GmbH schafft 35 neue Arbeitsplätze

Rosatock – Heute ist das neue Autoterminal der Autolink Germany GmbH im Rostocker Seehafen eröffnet worden. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Betreibers, Arndt Brockmüller von der Autolink Germany GmbH, dem Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau der Hansestadt Rostock, Holger Matthäus, und dem Geschäftsführer der Rostock Port GmbH, Dr. Gernot Tesch, gab Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte die Anlage offiziell für den Betrieb frei.

„Der Rostock Port überzeugt durch seine ideale Lage als hervorragender Standort für das Autoterminal. Von diesem Knotenpunkt aus können Fahrzeuge über See und Schiene besonders effizient verschickt werden. So profitieren die Automobilhersteller von kürzesten Wegen in den Hafen Rostock – ein echter Wettbewerbsvorteil. Die Autolink Germany GmbH hat zudem vor Ort einen neuen Unternehmensstandort und damit 35 neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Das Autoterminal ist auf einer Fläche von 70.000 Quadratmetern (das entspricht etwa 2.650 Parkplätzen) entstanden. Es soll vorrangig dem Umschlag von Pkws nach Schweden dienen; mittelfristig ist vorgesehen, dass darüber hinaus weitere Länder beliefert werden, beispielsweise Finnland und das Baltikum. Geplant ist die Anlieferung der Fahrzeuge über zwei bis auf das Betriebsgelände führende Gleisanschlüsse der Deutschen Bahn.

Diese sind bereits verlegt und betriebsbereit. In geringerem Umfang können Fahrzeuge auch über die Straße angeliefert werden. Die Maximalkapazität des Terminals wird sich auf etwa 260.000 Fahrzeuge pro Jahr belaufen.

„Eine Vielzahl der Produktionsstätten der größten Automobilhersteller befinden sich im südlichen und südöstlichen Europa sowie im Osten Deutschland. Dank der kürzlich erneuerten Schieneninfrastruktur bietet der Rostocker Hafen nun mit Autoterminal, Straßen- und Gleisanbindung optimale Bedingungen“, sagte Schulte.

Als Teil der estnischen Autolink-Gruppe deckt die Autolink Germany GmbH gemeinsam mit der Schwesterfirma Axess Logistics den gesamten Autologistikmarkt im Ostseeraum ab. Rund 1.000 Mitarbeitende wickeln nach Unternehmensangaben den Transport von mehr als einer Million PKWs jährlich ab.

Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt knapp 5,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ in Höhe von rund 526.000 Euro.

25 Jahre Wirtschaftskammer Nord

Miraß: Gute Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus MV und Polen fortsetzen

Schwerin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß hat nach Rückkehr vom Jahresempfang der Wirtschaftskammer Nord in Stettin zu deren 25jährigen Bestehen gesagt: „Wir arbeiten sehr eng und gut mit Unternehmen und auch mit den Körperschaften in Westpommern zusammen. Da haben wir in den vergangenen 25 Jahre gute Erfahrungen gemacht. Ich gratuliere der Wirtschaftskammer herzlich zum 25jährigen Bestehen.“

Es sei wichtig, dass die Unternehmen zu beiden Seiten der Grenze ihre Kontakte weiter ausbauen und neue anbahnen. „Das kann uns für die Zukunft nur voranbringen. Die Metropolregion in Stettin hat großes Potenzial für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch auf polnischer Seite. Genauso wichtig ist der Ausbau unserer Beziehungen auch auf kulturellem Gebiet und in der Bildung, insbesondere beim Erlernen der jeweils anderen Sprache“, unterstrich der Staatssekretär.

Der Empfang zum 25-jährigen Bestehen der Wirtschaftskammer – sie ist die größte in Polen –  ist eingebettet in einen zweitägigen Wirtschaftskongress unter dem Titel „Baltic Economic Congress“, der sich vor allem an Unternehmen in Westpommern richtet.

Geförderter Breitbandausbau

Mehr als 17.000 Haushalte im Landkreis Nordwestmecklenburg ans Glaserfasernetz angeschlossen. Erster Bauabschnitt im geförderten Breitbandausbaus ist fertiggestellt

 Rehna – Was vor gut vier Jahren vereinbart wurde, kommt nun zu einem Abschluss: Am 20. August 2018 unterzeichneten der Landkreis Nordwestmecklenburg und die WEMACOM Breitband GmbH in Grevesmühlen die Zuwendungsverträge für den geförderten Breitbandausbau in 14 Projektgebieten. Rund 30.000 förderfähige Hausanschlüsse in mehr als 100 Gemeinden und knapp 2.000 Kilometer Tiefbautrasse galt es zu bauen. Heute sind mehr als 17.000 Haushalte an das moderne Glasfasernetz angeschlossen und eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes ist vollendet.

Der Landkreis Nordwestmecklenburg und die WEMACOM nutzten diesen Anlass, um gemeinsam mit Unterstützern und Wegbegleitern auf vier ereignisreiche Jahre zurückzublicken.

Im Rehnaer PALMBERG-Werk kamen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen. Unter ihnen war auch Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der sich bereits bei der Vertragsunterzeichnung vor vier Jahren über die Fördermittel gefreut hatte und über die Chancen, die sie für den Nordwestkreis eröffneten.

„Ich erinnere mich gut, wie erwartungsfroh wir damals in die Zukunft blickten hinsichtlich der digitalen Möglichkeiten, die die Glasfaserkabel direkt in die Haushalte bringen würden. Umso mehr freue ich mich, dass die Zukunft von damals jetzt Realität ist. Mehr als 17.000 Haushalte, Schulen und Gewerbetreibende in Nordwestmecklenburg können jetzt dank des geförderten Breitbandausbaus nahezu unbegrenzt streamen, an Videokonferenzen teilnehmen und die unzähligen weiteren Möglichkeiten, die das schnelle Internet bietet, nutzen“, sagte Christian Pegel.

Doch was hat sich durch das moderne und zukunftsfähige Glasfasernetz tatsächlich im Landkreis verändert? „Die Breitbandinfrastruktur war nicht nur für Privathaushalte, sondern vor allem für unsere Gewerbetreibenden und Schulen im Landkreis unzureichend. Mit dem geförderten Breitbandausbau hat sich hier vieles getan.

Zum Beispiel die Digitalisierung der Schulen ist schon seit Jahren ein erklärtes Ziel des Landkreises und ist nur mit schnellen Glasfaseranschlüssen zukunftssicher und umfassend umsetzbar. Und wie wir exemplarisch an der Firma PALMBERG hier in Rehna sehen, ist das schnelle Internet für viele Unternehmen eine Grundvoraussetzung für konkurrenzfähiges wirtschaften. Damit ist Glasfaser natürlich auch ein wichtiger Standortfaktor für neue Unternehmensansiedlungen“, so Nordwestmecklenburgs Landrat Tino Schomann.

Wirtschaft, Bildung, Tourismus – eine ganze Region profitiert vom geförderten Breitbandausbau. „Als regionaler Energieversorger freuen wir uns ganz besonders, dass wir einen so großen Teil dazu beitragen konnten, einen ganzen Landkreis zukunftssicherer zu machen – und das auch über die Grenzen unseres Netzgebietes hinaus“, erklärt Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG.

„Wie groß der Bedarf tatsächlich ist, hat sich vor allem an der hohen Nachfrage und an dem großen Interesse auf unseren Informationsveranstaltungen gezeigt. Die Erwartungen waren enorm, aber gemeinsam mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg haben wir es geschafft. Mehr als 20.000 Kundinnen und Kunden können nun im Glasfaser-Internet surfen.“

Der Weg bis hierhin war durchaus nicht immer einfach. Das weiß Volker Buck, der sich als Geschäftsführer der WEMACOM um die Umsetzung dieses einmaligen Infrastrukturprojektes kümmert.

„Wenn man bedenkt, dass dieses Projekt für viele Beteiligte eine Premiere war, und sich gleichzeitig vor Augen führt, von welchen Dimensionen wir hier sprechen, scheinen vier Jahre für die Umsetzung erstaunlich kurz“, so Buck. Immerhin seien im Landkreis Nordwestmecklenburg 2.000 Kilometer Tiefbautrasse und mehr als 17.000 Glasfaser-Hausanschlüsse gebaut worden. Und zuvor musste das ganze Projekt geplant und jeder Trassenkilometer genehmigt und dokumentiert werden. Eine besondere Herausforderung waren die zahlreichen Querungen von Autobahnen, Deutsche-Bahn-Trassen, und Naturschutzgebieten.

„Als dann noch die Corona-Pandemie hinzukam, konnten wir unseren bereits sehr eng gesteckten Zeitplan dann leider nicht mehr halten“, berichtet Volker Buck. „Umso glücklicher sind wir heute, dass wir den ersten Bauabschnitt nun – vier Jahre nach Unterzeichnung der Verträge – erfolgreich abschließen können.“

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist ein wichtiger Meilenstein, der Breitbandausbau im Landkreis Nordwestmecklenburg ist damit aber längst nicht beendet. Es folgt ein zweiter Bauabschnitt für zusätzlich förderfähig gewordene Adressen. Für die nähere Zukunft wird außerdem der Förderaufruf für die sogenannten grauen Flecken erwartet – also für die Anschlüsse, die aktuell Geschwindigkeiten zwischen 30 und 100 Megabit pro Sekunde erreichen.

Wirtschaftsminister auf Informationstour

Neubrandenburg – Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat sich am Mittwoch bei drei Unternehmen aus Neubrandenburg, Waren (Müritz) und Teterow über aktuelle Vorhaben informiert. Auf dem Tourplan standen die Weber Maschinenbau GmbH Neubrandenburg, die Mecklenburger Metallguss GmbH (MMG) in Waren (Müritz) und die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein innovativer Wirtschaftsstandort, das zeigen beispielhaft die Unternehmen auf der Tour. Ob hochpräzise Schneidemaschinen, leistungsstarke Propeller oder innovative medizinische Forschung: Die Betriebe eint, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern Hochleistungsprodukte und -verfahren produzieren und entwickeln, die regional, überregional und international anerkannt sind. Das ist beste Werbung für unser Land als attraktiven Investitionsstandort. So wird ein wertvoller Beitrag für die Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft geleistet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Erste Station der Tour war die Weber Maschinenbau GmbH in Neubrandenburg. Seit 1981 entwickelt und produziert das Familienunternehmen Maschinen und Systeme für die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln. Am Standort Neubrandenburg produziert Weber Maschinenbau seit 1999 Maschinen und Maschinenkomponenten, mittlerweile in sieben Werkshallen auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern.

Das Produktportfolio umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Slicern (Hochleistungsschneidemaschinen), Skinnern (Abschwarte- und Entvliesmaschinen) sowie Kreis- und Sichelmesser. Im Jahr 2005 baute Weber Maschinenbau das heutige Messerwerk in Groß Nemerow. Dort werden Kreis- und Sichelmesser der eigenen, geschützten Marke Durablade® entwickelt und gefertigt, mit denen sämtliche Weber Slicer ausgestattet sind. An den Standorten Neubrandenburg und Groß Nemerow sind insgesamt 517 Beschäftigte tätig.

„Neben der stetigen Investition in die Produktion hat sich die Weber Maschinenbau GmbH parallel ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Dabei stehen Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Fokus. Geplant ist eine CO2-neutrale Produktion, beispielsweise durch den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen, wärme- und schallgedämmte Hallen sowie über Bewegungsmelder gesteuerte LED-Beleuchtung. Hier zeigt sich beispielhaft, dass ein großes Produktionsunternehmen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit konsequent gehen kann“, sagte Meyer.

Vor Ort hat Wirtschaftsminister Meyer das neu gebaute, 3.200 Quadratmeter große Logistikzentrum offiziell eingeweiht. Die Gesamtinvestition des Unternehmens betrug rund zehn Millionen Euro.

Die Mecklenburger Metallguss GmbH Waren (MMG) produziert am Standort mit rund 200 Mitarbeitenden vor allem Festpropeller und Verstellpropellerkomponenten für alle Schiffsklassen und -größen, wie beispielsweise Containerschiffe, Tankschiffe, Massengutfrachter und Passagierschiffe. Daneben werden im Schleudergussverfahren Halbzeuge wie Buchsen und Ringe aus Kupferlegierungen hergestellt und Kunden aus allen Industriebereichen maßgeschneiderte Lösungen für Spezialgussbauteile angeboten.

Die MMG engagiert sich seit vielen Jahren in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationen. Schwerpunkte sind dabei neben der kontinuierlichen Verbesserung der Propellerentwurfs- und Simulationstechnologien auch die Entwicklung von innovativen Fertigungsverfahren (additive Fertigung/3D-Druck) sowie die Entwicklung neuer Produkte (beispielsweise Wärmespeicher und Großroboter).

„Die Mecklenburger Metallguss GmbH hat sich über die Jahre einen guten Ruf als Spezialist im Bereich Schifffahrt erarbeitet. Werften aus aller Welt gehören mittlerweile zum Kundenkreis. So fährt immer ein Stück aus Mecklenburg-Vorpommern über die Weltmeere“, sagte Meyer.

Das Wirtschaftsministerium hat die im Rahmen der Technologieförderung das Unternehmen im Zeitraum 1991 bis 2020 bei insgesamt zehn Vorhaben in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro unterstützt.

 Letzte Station der Betriebstour war die Miltenyi Biotec GmbH in Teterow. Das Unternehmen entwickelt und produziert biotechnische und medizinische Verfahren und Geräte. Zudem werden Arzneimittel, Diagnostika und sonstige pharmazeutische Produkte einschließlich deren klinischer Entwicklung hergestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der biomedizinischen Forschung. Etwa 25 Prozent der rund 170 Mitarbeitenden ist im Bereich Forschung und Entwicklung tätig; das Unternehmen hat an rund 150 klinischen Studien mitgewirkt. Wissenschaftler und Bio-Ingenieure erarbeiten fortlaufend innovative Produkte für die Nutzung in der Immunologie, Zell- und Molekularbiologie, Bioinformatik und der Stammzell-Technologie und Zellherstellung. Das Wirtschaftsministerium hat in den Jahren 2004 bis 2017 insgesamt 10 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in Höhe von knapp 14 Millionen Euro unterstützt.

„Die Miltenyi Biotech GmbH hat bei seinen Forschungsaktivitäten oftmals im Verbund mit der Wissenschaft geforscht und entwickelt. Das ist ein wertvolles, erfolgversprechendes Modell in der Technologieförderung, denn so können international wettbewerbsfähige Produkte und Verfahren entstehen, dies kann Beschäftigung und Wohlstand in Mecklenburg-Vorpommern sichern“, sagte Meyer.

DeveLUP feierlich eröffnet

Meyer: Neue Ideenschmiede kann Keimzelle für innovative Arbeitsplätze in der Region werden – Attraktivität des Landkreises wird weiter erhöht

Ludwigslust – In Ludwigslust ist das Start-up- und Gründungszentrum DeveLUP feierlich eröffnet worden.

„Mit dem Zentrum wird die Möglichkeit eröffnet, im gemeinsamen Austausch neue Geschäftsmodelle für Nachhaltigkeit und Wirtschaftskraft in der Region zu entwickeln. Das neue Zentrum ist auch ein Beitrag dafür, das Gründergeschehen in der Fläche unseres Landes stärker zu vernetzen. Die neue Ideenschmiede kann die Attraktivität des Landkreises für Zuzüge, insbesondere von jungen, gut qualifizierten Fachkräften sowie Familien weiter erhöhen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer vor Ort.

Das DeveLUP im „Campus Ludwigslust“ eröffnet an der Achse zwischen Hamburg und Berlin, mit direktem ICE- und Autobahnanschluss, viele Möglichkeiten für Gründende und bestehende Unternehmen. Es bietet modern ausgestattete flexible Büroflächen, Meetingräume, Maker Space, Kaffeebar, Dachterrasse und Eventbühne.

„Das neue Zentrum hat hervorragende Bedingungen. Jetzt geht es darum, dieses mit innovativen und nachhaltigen Ideen zu füllen und diese auch beispielsweise bis zur Marktreife weiterzuentwickeln. Das Gründerzentrum kann eine Keimzelle für innovative Arbeitsplätze in der Region werden“, so Meyer weiter.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat vor Ort auch auf die Fördermöglichkeiten für das Gründungsgeschehen im Land aufmerksam gemacht. Hierzu zählen beispielsweise Bildungsschecks für die Qualifizierung bei Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen; Gründungsstipendien für Gründungsvorhaben mit hohem Innovationsgehalt in und nach der Gründungsphase oder auch Mikrodarlehen. Darüber hinaus fördert das Land auch die Etablierung von digitalen Innovationszentren in Rostock, Greifswald, Neubrandenburg, Stralsund, Wismar und Schwerin.

„Die Zentren dienen als strategische Plattform zur Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationsbranche. Regionale Partner, Ideenträger, Gründerinnen und Gründer sowie Start-ups mit digitalen Geschäftsideen sollen dort gute Bedingungen zur Umsetzung ihrer Ideen vorfinden“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Meyer abschließend.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit 225.000 Euro. Hiermit wurde im Rahmen eines laufenden Regionalmanagements die Erarbeitung einer Konzeption für das Start-up- und Gründerzentrum gefördert. Darüber hinaus werden noch bis Juli des kommenden Jahres die Erarbeitung einer Raumstrategie sowie ein Marketing- und Kommunikationskonzept unterstützt.

Themenpark Holz auf der „RoBau“ 2022

Rostock – Auf dem Messegelände der HanseMesse in Rostock findet vom 23. bis 25. September die 32. Landesbaumesse „RoBau 2022“ statt. Als Informationsplattform für alle Bereiche des Bauwesens ist die RoBau die größte und erfolgreichste Baumesse in Mecklenburg-Vorpommern.

Unter dem Motto „Holz ist mehr“ ist auch wieder der im Landwirtschaftsministerium gegründete Landesbeirat Holz M-V, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, mit einem Themenpark Holz auf einer Gesamtfläche von ca. 1.000 qm in Rostock vertreten, um gemeinsam mit den beteiligten Partnern eine wirkungsvolle Anlaufstelle für Fachbesucher und zukünftige Bauherren anzubieten.

Minister Dr. Till Backhaus begrüßt die Aktivitäten des Landesbeirates Holz: „40 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen entstehen im Gebäude- und Bausektor. Holz und nachwachsende Rohstoffe senken diese Emissionen deutlich, da sie Kohlenstoff langfristig binden. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltig angelegten Klimaschutz. Darüber hinaus besitzt Holz hervorragende Baueigenschaften und konstruktive Vorteile. Daraus ergibt sich für uns zweifellos die Notwendigkeit, die Holzverwendung vor allem im Baubereich anzukurbeln. Der Waldbesitz bietet dafür eine zuverlässige Rohstoffbasis. Wir wollen die Potenziale des gesamten Clusters Forst und Holz für den Klimaschutz nutzen und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Forst- und Holzwirtschaft in unserem Bundesland zukunftsfähig sind“, so der Minister.

Der Themenpark Holz bietet wieder vielfältige Informationen und Präsentationen zum Thema Bauen mit Holz. Im Werkstoff-Forum erfahren die Messebesucher mehr über bekannte und neue Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und deren bautechnische Einsatzmöglichkeiten. Eine Wanderausstellung von Holzbau Deutschland Bund Deutscher Zimmermeister präsentiert Preisträger des Deutschen Holzbaupreises, zudem werden die Besucher über Berufsbilder in der Forstwirtschaft informiert.

Ein Höhepunkt auf der Ausstellungsfläche wird am 23. September die Live-Baustelle zur Errichtung eines Mobilen Mikro-Hauses in Holzmassivbauweise sein.  Darüber hinaus werden die Besucher mit der Auslage diverser Informationsmaterialien über die Vorteile der Holzverwendung informiert. Partner aus Industrie und Handel beteiligen sich mit Sponsoring, Materialbereitstellungen und Informationen.

Die Ausstellungsfläche wird über die gesamte Messezeit durch Fachpersonal des Landesbeirates Holz betreut. So können Fragen der Besucher kompetent beantwortet werden.

KREATOPIA – Landesbranchenkonferenz

Schulte: Branche trägt zu Wertschöpfung und Beschäftigung im Land bei

Rostock – Heute hat die Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, die KREATOPIA, zum Thema STADT:LAND:NETZ in Rostock stattgefunden. Die Veranstaltung ist das Jahrestreffen der Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes.

„Unternehmen und Freiberufler der Kultur- und Kreativwirtschaft tragen zu Wertschöpfung und Beschäftigung im Land bei. Aber: Die Branche benötigt mehr Öffentlichkeit, um die eigenen Leistungen sichtbarer zu machen. Zudem müssen Kooperationen und Zusammenarbeit zwischen der Kreativwirtschaft und Unternehmen aus anderen Wirtschaftsbereichen angestoßen und verstärkt werden, um so die Marktchancen der daran beteiligten Unternehmen zu verbessern. Die Landesbranchenkonferenz leistet hierfür einen wichtigen Beitrag, um neue Netzwerke zu knüpfen und so das Innovationspotential der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette hervorzuheben“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Aus Landesmitteln stellt das Wirtschaftsministerium jährlich 100.000 Euro für die Kultur- und Kreativwirtschaft bereit. Daraus werden unter anderem Projekte aus dem zweijährlich stattfindenden Ideenwettbewerb und die jährliche Branchenkonferenz unterstützt. Zudem wurden seit 2017 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) knapp 40 Projekte in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro gefördert.

„Auch weitere Instrumente der Wirtschaftsförderung sind für alle Unternehmen offen. Es gibt beispielsweise Gründerförderung, Beratungsförderung und Unterstützung für Investitionen der gewerblich tätigen Unternehmen. Diese Leistungen können auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden“, sagte Schulte.

Als Branche Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) werden Unternehmen erfasst, die überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder medialen Verbreitung von kulturellen/kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen. Die KKW umfasst folgende zwölf Teilmärkte: Musikwirtschaft, Designwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Buchmarkt, Architekturmarkt, Darstellende Kunst, Kunstmarkt, Pressemarkt, Software-/Games-Industrie, Filmwirtschaft, Werbemarkt und Sonstiges.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in dem Bereich, rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Die Jahresbranchenkonferenz findet im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit statt. Sie wird von der Kreative MV – dem Landesnetzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – durchgeführt und von der IHK zu Rostock unterstützt.

Ostdeutsche Raffinerien und Häfen

Zukunftspaket zur Transformation der ostdeutschen Raffineriestandorte und Häfen vorgestellt

Schwedt – In Schwedt/Oder (Brandenburg) ist heute vom Bund ein Zukunftspaket zur Transformation der ostdeutschen Raffineriestandorte und Häfen vorgestellt worden. Das Paket beinhaltet insbesondere Maßnahmen für den Erhalt der Raffinerie des PCK Schwedt und der Raffinerie Leuna (Sachsen-Anhalt) sowie für die Entwicklung der Energiehäfen in Mecklenburg-Vorpommern (Rostock, Lubmin).

„Mecklenburg-Vorpommern ist auch weiter bereit, seinen Beitrag zur Energieversorgung Deutschlands zu leisten. Das heißt in der aktuellen Situation, dass Öl über Rostock und Flüssiggas über Lubmin nach Deutschland eingeführt werden soll. Wir sind sehr dankbar, dass der Bund ein zusätzliches Investitionsprogramm aufgelegt hat. Es ermöglicht Investitionen in unsere Häfen, die Ertüchtigung der Pipeline von Rostock zur Raffinerie in Schwedt, aber auch langfristige Investitionen in die Wasserstoffwirtschaft“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer begrüßt das Auflegen des Programmes. „Auch Mecklenburg-Vorpommern wird von dem Zukunftspaket ordentlich profitieren. Dafür haben wir uns beim Bund intensiv eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen hier Transformationsinvestitionen in die Infrastruktur vor allem für den Ausbau des Rostocker Seehafens sowie das Voranbringen verschiedenster Energievorhaben, um Wasserstoffprojekte weiter zu unterstützen. Mecklenburg-Vorpommern wird seinen Beitrag zur Sicherung der Energieversorgung für Deutschland leisten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer in Schwerin.

Der Bund hat angekündigt, Investitionen zu fördern, die im Zusammenhang mit dem Umbau der Hafeninfrastruktur zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit mit Erdgas, Rohöl und Kohle beitragen. „Im Fokus steht der Energiehafen Rostock, in dem insbesondere der Ausbau des bestehenden Liegeplatzes und die Errichtung eines Redundanz-Liegeplatzes als Tiefwasser-Liegeplätze für Rohöl und grüne Energieträger unterstützt werden“, so Meyer weiter.

Die Bundesregierung wird die Kosten für die in diesem Zusammenhang erforderlichen Investitionen im Umfang von ca. 50 Millionen Euro in einer Höhe von bis 100 Prozent übernehmen.

Um die Transformation in den ostdeutschen Raffineriestandorten und Häfen insbesondere zu unterstützen, wird darüber hinaus ein Sonderförderprogramm im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in Höhe von 750 Millionen Euro für alle Standorte aufgelegt.

„Um die Energiewende aktiv voranzutreiben, sind erhebliche Investitionen notwendig. Der vom Marinearsenal des Bundes übernommene Werftstandort Rostock-Warnemünde im nördlichen Teil des Rostocker Hafenbeckens bietet beispielsweise Voraussetzungen für weitere Investitionen. Wir wollen am Standort die Produktion von Offshore-Konverterplattformen der nächsten Generation ermöglichen. Um an diesem Standort neben dem Marinearsenal eine entsprechende nachhaltige zivile Mitnutzung zu ermöglichen, ist im südlichen Teil des Werftgeländes die Errichtung eines neuen Schwerlast-Kais notwendig. Dieser Kai soll unter anderem die Möglichkeit bieten, das Anwendungsspektrum der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut geplanten Wasserstoff-Forschungsfabrik in Rostock zu verbreitern. Für diese und andere Ziele stellen die zusätzlichen Mittel eine wertvolle Unterstützung dar“, sagte Meyer.

Auf Mecklenburg-Vorpommern entfallen im Rahmen des Sonderprogramms circa 187,5 Millionen Euro. Davon wird das Land circa 93,75 Millionen Euro kofinanzieren (Förderung: Bund und Land jeweils 50 Prozent).

„Nicht nur Rostock und Lubmin können von diesen zusätzlichen Mitteln profitieren. Sie stehen auch für das Umfeld der Häfen, also die Landkreise Rostock und Vorpommern-Greifswald zur Verfügung“, erläuterte Ministerpräsidentin Schwesig.

Unterstützt werden im Rahmen des Sonderprogrammes gewerbliche Investitionen von Unternehmen, wirtschaftsnahe Infrastrukturmaßnahmen sowie nichtinvestive und weitere Maßnahmen zur Steigerung der Standortattraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit einschließlich regionaler Daseinsvorsorge.

Das PCK Schwedt hatte sich gemeinsam mit einem Forschungsverbund rund um das Leibniz-Institut für Katalyse e. V. (LIKAT) beim Bund für die Errichtung und den Betrieb einer Entwicklungsplattform für Power-to-Liquid-Kraftstoffe (PtL-EPP) beworben. Die Investitions- und Betriebskosten betragen mehr als 500 Millionen Euro.

„Die kooperierende Bewerbung von Rostock und Schwedt wird seitens der Bundesregierung sehr begrüßt. Für uns steht dabei die Nachnutzung und Verstetigung des Pipeline-Projektes Rostock-Schwedt über grüne Energieträger im Mittelpunkt. Der Bund will hierfür Mittel bereitstellen. Wir brauchen Klarheit über die Gesamtfinanzierung des Vorhabens“, erläuterte Meyer weiter.

Im Zukunftspapier hat der Bund angekündigt, für verschiedenste zusätzliche Projekte – darunter beispielsweise das von LIKAT e.V. zusammen mit PCK Schwedt vorgeschlagene Projekt zu PtL-Kraftstoffen – rund 100 Millionen Euro zusätzliche Haushaltsmittel des Bundes (ohne Ko-Finanzierungserfordernis durch die Länder) über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit zu stellen.

„Um die zukunftsfähige Entwicklung des Hafens Rostock zu gewährleisten, ist die Schaffung einer geeigneten Infrastruktur am Standort Rostock für die Produktion und netzgebundene Weiterleitung von Wasserstoff bis hin zur Anlandung von Wasserstoff und Ammoniak auch für den Bund von erheblicher strategischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Energieminister Reinhard Meyer abschließend.

Firmenjubiläum der Rhodius GmbH

Schulte: Qualifizierte Mitarbeitende und Anpassung von Produktionsprozessen bestimmt Erfolgsgeschichte des Unternehmens

Laage – Die Rhodius GmbH hat am Freitag pandemiebedingt ein Jahr später ihr 25-jähriges Firmenjubiläum am Standort Rostock-Laage feierlich begangen. Das Unternehmen produziert mechanische Komponenten und Module für die Airbag-Industrie und ist Teil der Rhodius-Gruppe mit Sitz in Weissenburg (Bayern).

„Gestartet mit 20 Beschäftigten hat sich die Mitarbeitendenzahl nahezu verfünffacht. Heute sind die rund 100 Mitarbeitenden Teil der international agierenden Rhodius-Gruppe und stehen am Standort als hochspezialisierte Fachkräfte bereit für die Serienherstellung und Umformung von Rohren für Airbagsysteme. Es ist dem Unternehmen in den vergangenen Jahren gelungen, den notwendigen technologischen Wandel mitzugestalten, Produktionsprozesse anzupassen und die Mitarbeitenden stetig weiter zu qualifizieren. Das ist ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte der Rhodius GmbH“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte vor Ort.

Die Rhodius GmbH ist im Jahre 1996 in Laage gegründet worden.

Die Rhodius GmbH produziert in Laage nach eigenen Angaben jährlich 25 Millionen Kaltgasbehälter und Filter für passive Sicherheitssysteme. Das Produktprogramm wird komplettiert durch die spezifische Filtertechnologie für pyrotechnische Airbags. Die Produktion erfolgt mit vollautomatisierten Fertigungsanlagen, die eine hohe Komplexität aufweisen und deshalb von hochqualifizierten Mitarbeitern bedient und gewartet werden können.

Zu Beginn dieses Jahres hat das Unternehmen den offiziellen Spatenstich für einen neuen Produktionsstandort im APEX-Industriepark gesetzt. Derzeit läuft dort eine Vorserienproduktion. Hier soll ein neuer Geschäftsbereich der Rhodius GmbH weiterentwickelt werden. Dabei geht es um Welding Technology Solutions (Schweißtechnik für Motorradrahmen). Auf 3.300 Quadratmetern Produktionsfläche und 760 Quadratmetern Verwaltungsgebäude entstehen 60 moderne Arbeitsplätze für Leichtbaugruppen in Roboter-, Laserschweiß- und -schneidtechnik.

„Die Rhodius GmbH ist der erste Industriekunde, der einen 20-Jahres-Vertrag für den Industriepark unterschrieben hat. Die Produktionsstätte wird zu 100 Prozent mit CO2-neutralem Strom und Fernwärme durch die Apex Energy Teterow GmbH versorgt. Zudem wurde bereits ein Wasserstoffkraftwerk, in dem der Wasserstoff vor Ort mit Strom aus Sonnen- und Windenergie gewonnen wird, im Frühjahr 2021 in Betrieb genommen. Hier soll gemeinsam mit anderen Unternehmen eine Industrie-4.0- Vorzeigeproduktion aufgebaut werden“, sagte Schulte.

In Mecklenburg-Vorpommern sind etwa 100 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen im Bereich automotive tätig. Davon sind etwa 30 Unternehmen spezialisierte Automotive-Zulieferer. Beispiele hierfür sind die Webasto Thermo & Comfort SE in Neubrandenburg und die ZF Airbag Germany GmbH in Laage. Mittlerweile arbeiten rund 5.200 Menschen in diesem Industriezweig und erwirtschaften in den etwa 100 Betrieben einen jährlichen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro.

Unterstützung in der Krise

Schwesig: Wir sind an der Seite der Unternehmen in unserem Land

Neubrandenburg – Die Landesregierung steht auch in der Energiekrise fest an der Seite der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf dem Wirtschaftsempfang der IHK Neubrandenburg.

„Gemeinsam mit der Wirtschaft haben wir unser Land gut durch die Corona-Pandemie gebracht. Jetzt sehen wir uns als Folge des Krieges in der Ukraine einer Energiekrise gegenüber. Die Inflationsraten steigen und Grundlegendes wird teurer: Essen, Strom, Gas und Heizöl. Viele Menschen in unserem Land und auch viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben große Zukunftssorgen. Ich möchte Ihnen sagen: Wir sind auch in dieser Krise an Ihrer Seite“, sagte Schwesig.

Es müsse jetzt darum gehen, für Entlastung und Planungssicherheit im Land zu sorgen. Schon bald könne in Lubmin Flüssiggas anlanden und Rostock werde übergangsweise als Ölhafen fungieren. Die drei von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Entlastungspakete seien richtig gewesen, sagte die Ministerpräsidentin. „Ich bin derselben Meinung wie die Wirtschaft: Wir brauchen mehr. Wir brauchen einen Energiepreisdeckel für ganz Deutschland, wie wir ihn gemeinsam bei unserem Energiegipfel ausgearbeitet haben. Und wir brauchen einen wirksamen Rettungsschirm für die Wirtschaft, um den Klein- und Mittelstand zu unterstützen. Die Energiekosten dürfen für sie nicht zur Bedrohung werden.“

Weiter erklärte die Regierungschefin, dass das Land dort helfe werde, wo Härtefälle von bundesweiten Maßnahmen nicht abgefedert würden.

„Es sind herausfordernde Zeiten für unser Land, unsere Bürgerinnen und Bürger wie Unternehmen. Gemeinsam wollen wir die Krise meistern. Kurzfristig mit bezahlbarer Energie und auf längere Sicht mit der Umstellung auf erneuerbare Quellen. Das ist der richtige Weg in die Zukunft.“

Gezielte berufliche Orientierung

Oldenburg: Jugendliche müssen früh mit der Arbeitswelt in Berührung kommen

Parchim – Wie gelingt es, Jugendliche besser auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten? Wie kann ihre Orientierung bei der Berufswahl verbessert werden? Mit Fragen wie diesen haben sich die Teilnehmenden einer Fachtagung in Parchim beschäftigt.

Organisiert wurde die Veranstaltung „Berufliche Orientierung besser vernetzen – Nutzung aller Potentiale – Landkreis in Bewegung“ vom Bildungsministerium und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Die Lehrkräfte diskutierten gemeinsam mit Expertinnen und Experten von Netzwerken der Aus- und Weiterbildungen, Berufsberatungen sowie regionalen Firmen, wie Jugendliche auf der Suche nach einem Beruf noch besser unterstützt werden können. Wichtiges Thema war dabei auch, wie Schulabsolventinnen und –absolventen an die Region gebunden werden können.

„Angesichts massiv zurückgehender Bewerberzahlen auf dem Ausbildungsmarkt seit 2020 will Mecklenburg-Vorpommern die Berufliche Orientierung stärken. Dieses Thema soll an den Schulen des Landes noch mehr Vorrang haben. Dafür werden Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 fächerübergreifend geschult, sich mit der eigenen Lebens- und Berufswegeplanung auseinanderzusetzen“, kündigt Bildungsministerin Oldenburg an.

Im Rahmen der „Initiative Bildungsketten“ fördert der Bund das Projekt „Mission ICH“ in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses hat die Universität Rostock gemeinsam mit 12 Schulen entwickelt. Dabei begleiten Lehrkräfte die Jugendlichen auf ihrem Weg, eigene Interessen, Neigungen und Fähigkeiten zu erkennen. Sie entwickeln und stärken die Sicherheit der Jugendlichen bei ihrer ganz individuellen Berufs- oder Studienwahl.

Im vergangenen Schuljahr wurden an 49 Schulen im Land zentrale Ansprechpartner ausgebildet. Im neuen Schuljahr sollen 30 weitere Schulen dazu befähigt werden. Die Ausbildung erfolgt über mehrere Fortbildungsmodule.

„Vor allem die Praxiserfahrung spielt dabei eine wichtige Rolle: das 25-tägige Schülerbetriebspraktikum, Praxislerntage und Schülerfirmenprojekte sowie der Wettbewerb „Jugend gründet“ lassen die Jugendlichen früh mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Ganz wesentlich tragen dazu die Projekte im Ganztagsbereich wie die „Handwerkerschule“ der Handwerkskammer Schwerin oder die IHK-Ausbildungsbotschafter bei“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Rübenverarbeitungskampagne beginnt

Anklam – Zum Start der Rübenverarbeitungskampagne hat Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die Zucker­fabrik Anklam besucht. Dort übergab er eine Geneh­migung zur Umsetzung von Maßnahmen, die zur erheblichen Minderung von Geruchsemissionen bei gleichzeitiger Kapazitätserhöhung führen wird.

„Mit der Übergabe der 2. Teilgenehmigung neigt sich ein jahrelanger Prozess dem Ende zu. Ich danke dabei insbesondere der Geduld der Anwohner im Umfeld der Zuckerfabrik. Aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Genehmigungsbehörden sowie den vielen Sachverständigen, die an diesem Prozess eine beteiligt waren. Fast 2 Mio. Tonnen Zuckerrüben produziert von ca. 330 Landwirten aus der Region werden in der einzigen Zuckerfabrik des Landes verarbeitet. Das sieht der Landwirtschaftsminister gerne – der Umweltminister hat damit aber auch Probleme; denn die vom Betrieb ausgehenden Immissionen belasteten nicht nur die Anwohner, sondern auch die angrenzende Natur und die Peene mit besonderem Schutzstatus“, so Backhaus. Hier beinhaltet die nunmehr erteilte Genehmigung einen bedeutsamen Schritt in eine nachhaltige und umweltgerechte Zukunft.

„Was die aktuelle Rübenkampagne angeht, sehe ich mit Zuversicht in die Zukunft. Im Ergebnis der Proberohdung Anfang August wird mit einer guten Rübenernte gerechnet und der Zuckerertrag wird nach Auffassung des Betreibers wohl überdurchschnittlich ausfallen (74 t/ha Rübenertrag, 13,2 t/ha Zucker, voraussichtlicher Zuckergehalt 17,8 %). In insgesamt 133 Kampagnetagen sollen die angelieferten Rüben zu 158.000 t Weißzucker und verschiedenen Nebenprodukten verarbeitet werden.

Sorge bereitet mir aber – wie uns wohl allen – der Blick auf die Gasversorgung für energieintensive Betriebs­anlagen. Deswegen steht mein Ministerium seit Ausrufen der Frühwarnstufe Gas am 30. März im engen Kontakt mit den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Frage ist aber auch, was kann jeder selbst tun? Umso mehr freue ich mich, dass der Zuckerfabrik in aller Kürze durch die Genehmigungsbehörde die Erlaubnis erteilt wurde, einen Brennstoffwechsel mit Biogas und Bioethanol vorzunehmen. Insgesamt soll damit die im Volllastbetrieb benötigten Erdgasmengen um ca. 50 Prozent ersetzt werden“, so Klimaschutzminister Backhaus abschließend.

Bäckereien brauchen Unterstützung

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat am heutigen Morgen vor der Kabinettssitzung gemeinsam mit Landesinnungsmeister Mathias Grenzer die Mühlenbäckerei Medewege in Schwerin besucht und dort Gespräche mit der Geschäftsleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt.

„Es ist mir wichtig, in dieser Zeit vor Ort zu sein und das direkte Gespräch zu suchen“, sagte die Ministerpräsidentin im Anschluss an den Besuch. „Die steigenden Energiepreise betreffen alle Bürgerinnen und Bürger und fast die gesamte Wirtschaft des Landes. Die Bäckereien sind als energieintensive Betriebe besonders betroffen. Hinzu kommen steigende Rohstoffpreise. Ich bin froh über jede Bäckerei, die es in unserem Land gibt. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer täglichen Versorgung. Die Bäckereien brauchen unsere Unterstützung“, erklärte die Ministerpräsidentin weiter.

„Die Gespräche haben gezeigt, dass wir dringend einen bundesweiten Energiepreisdeckel brauchen. Das würde vor allem Planungssicherheit bedeuten. In jedem Fall sollten heute, wenn Bundeswirtschaftsminister Habeck Gespräche über eine Öffnung der Wirtschaftshilfen für mittelständische Betriebe führt, auch Bäckereien und andere Handwerksbetriebe Berücksichtigung finden. Nicht nur große Energieversorger, sondern gerade auch kleine und mittlere Betriebe brauchen in diesen Zeiten einen Rettungsschirm. Sie sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und sichern eine große Zahl an Arbeitsplätzen“, so Schwesig.