Modernisierungen am Schloss Stolpe

Insel Usedom – Das Schloss Stolpe auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird weiter umfassend modernisiert. „Das Schloss Stolpe gehört mittlerweile wieder zu den Schmuckstücken des Landes. Das Gebäude wird heute als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte genutzt. Durch die grundlegende Modernisierung wird das historische Gebäude immer mehr zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische auf der Insel Usedom. Jetzt sollen unter anderem die Außenanlagen umgestaltet und ein Fahrstuhl eingebaut werden. Damit werden auch die Voraussetzungen für mehr Barrierefreiheit verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 2.000 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser.

Das Schloss ist ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und ist seit 1995 im Besitz der Gemeinde Stolpe. Es bildet gemeinsam mit der Remise, dem gegenüberliegenden Dorfteich und der neogotischen Kirche den Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss kann besichtigt werden, eine Ausstellung informiert über die Bau- und Eigentümergeschichte und es finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Seit 2001 wird die Anlage in mehreren Bauabschnitten renoviert und restauriert, unter anderem sind Türme errichtet, der Dachstuhl gesichert sowie Fassade, Fenster und Türen erneuert worden. „Dank des großen Engagements der Gemeinde Stolpe und des Fördervereins Schloss Stolpe e.V. ist es gelungen, das historisch bedeutsame Gebäude behutsam zu sanieren und so einer neuen Nutzung zugänglich zu machen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 1,1 Millionen touristische Ankünfte (+13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 5,6 Millionen Übernachtungen (+15,9 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Klimaschutz in der Kath. Pfarrei Herz Jesu

Rostock – Die Katholische Pfarrei Herz Jesu Rostock erhält in diesen Tagen zwei Zuwendungsbescheide über insgesamt 31.860 Euro vom Energieministerium. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die Pfarrei plant zum einen die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Martin in Rostock. Die Energie soll für den Eigenbedarf genutzt werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird zudem ein Batteriespeicher installiert. Diese Maßnahme wird mit 16.200 Euro gefördert. Der Fördersatz beträgt 60 Prozent. Die errechnete jährliche CO2-Einsparung wird rund sechs Tonnen betragen.

Mit 15.660 Euro fördert das Land zudem die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 9,92 Kilowatt auf dem Dach der Kindertagesstätte St. Thomas Morus in Rostock. Die erzeugte Energie soll auch hier für den Eigenbedarf verwendet werden. Zur Speicherung der nicht verbrauchten Energie wird ein Batteriespeicher zur Nutzung in Zeiten ohne Erzeugung solarer Energie eingesetzt. Durch die Maßnahme sollen jährlich rund sechs Tonnen CO2 eingespart werden.

Beide Vorhaben dienen gleichzeitig als Grundlage für ein Projekt für Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren und ihre Eltern. Ihnen sollen die Zusammenhänge von Energieerzeugung, dem sparsamen Umgang mit Energie und Naturvorgänge anschaulich gemacht werden. Dazu werden auf einem Anzeigemodul die einzelnen Bereiche kindgerecht mit Symbolen dargestellt.

Neuer Bischof der Nordkirche

Greifswald – Zur Amtseinführung von Bischof Tilmann Jeremias im Sprengel Mecklenburg und Pommern hat die Ministerin Katy Hoffmeister die besten Wünsche der Landesregierung überbracht.

„Viele Menschen sehnen sich nach einem Anker für Halt und Orientierung. Sie sehnen sich nach wahren menschlichen Begegnungen, Zugehörigkeit und Sicherheit, um auch in Krisenzeiten getragen zu werden und sich einbringen zu können. Diesen Raum bietet die Kirche seit je her. In ihr konnten und können Menschen Gemeinschaft erleben, die sie auffängt, aus der sie Kraft und Zuversicht schöpfen können. Menschen jenseits aller Differenzen begegnen sich, weil es in der Kirche um mehr geht als um verschiedene Ansichten. Es geht um ein Miteinander, geleitet von der christlichen Weltanschauung und christlichen Werten“, so Justizministerin Hoffmeister im Greifswalder Dom. Sie ist zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten und hat zur feierlichen Amtseinführung des neuen Bischofs der Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern die besten Wünsche der Landesregierung überbracht.

„Bischof Jeremias steht für die Ökumene. Es liegt ihm am Herzen, Christen, Gläubige anderer Konfessionen und auch Nichtchristen zusammenzuführen. Zwischen Menschen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen und Lebensstilen möchte er Brücken bauen. Er möchte Räume schaffen, wo die Menschen miteinander offen ins Gespräch kommen können. Als Pastor der Ökumene machte er sich für die interkonfessionelle Ökumene und den interreligiösen Dialog in unserem Land stark. Ich denke besonders an die interreligiösen Andachten in Rostock. Mit diesen Andachten setzen Christen, Juden, Muslime und Menschen ohne Religion immer wieder ein deutliches Zeichen für interreligiöse Verständigung, für Demokratie und eine offene Gesellschaft. Ich bin Bischof Jeremias dankbar, dass er der Ökumene auch im neuen Amt Aufmerksamkeit schenken wird. Ich wünsche ihm Gottes Segen“, sagte die Ministerin.

Auftaktveranstaltung „Denkmalgespräche“

Fachleute begutachten am 23. Oktober 2019 das historische Giebelhaus in Parchim

Parchim – Das erste Denkmalgespräch führt am 23. Oktober 2019 von 15 bis 18 Uhr in das frühneuzeitliche Giebelhaus am Alten Markt in Parchim. Das laut Inschrift im Jahre 1604 errichtete Giebelhaus zählt zu den wertvollsten profanen Baudenkmalen im westlichen Mecklenburg.

Treffpunkt mit einführenden Fachbeiträgen ist ab 15 Uhr im Rathaus Parchim, Rathaussaal, Schuhmarkt 1 in 19370 Parchim. Im Anschluss führen Architekten und Denkmalpfleger durch das noch im Bau befindliche Giebelhaus.

Zur Diskussion stehen sowohl denkmalpflegerische als auch bauliche Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung des Projekts. Es soll über Konzeptfindung, Voruntersuchungen, Ausführung und Konsequenzen der laufenden Baumaßnahme mit Architekten, Bauherrn und Denkmalpflegern diskutiert werden. Denn das Gebäude wird aktuell zusammen mit dem anschließenden Nachbargebäude Marstall 1 und einem ergänzenden Neubau für die künftige Nutzung als barrierefreie Begegnungsstätte für die Lewitz-Werkstätten hergerichtet.

Durchgeführt wird die Auftaktveranstaltung „Denkmalgespräche“ von der Architektenkammer M-V gemeinsam mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V nach dem Vorbild erfolgreicher Formate in Berlin und Brandenburg. Das Fortbildungsangebot richtet sich speziell an Architekten, Ingenieure und Denkmalpfleger. Die Teilnahme erfordert eine Anmeldung unter: info@ak-mv.de.

Im Jahr 2020 sind bereits weitere Projektvorstellungen im Gespräch, zum Beispiel das ehemalige Gesellschaftshaus Stralsunder Straße 20 in Greifswald, die Schlossanlage Ivenack, die Altstadt von Dömitz sowie das Wohn- und Geschäftshaus, Mühlenstraße 1 in Güstrow. Die Termine für 2020 werden rechtzeitig auf den Webseiten der Kooperationspartner www.ak-mv.de und  www.kulturwerte-mv.de bekanntgegeben.

Tag des offenen Denkmals

Rostock – Kulturministerin Bettina Martin hat am Vormittag in Rostock den Tag des offenen Denkmals für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ stehen heute insbesondere Gebäude aus den 1920er Jahren und später im Mittelpunkt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Ausrichter des diesjährigen Aktionstages hat das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus zum Anlass genommen, um auf die Verbindung von Kunst und Handwerk in der Architektur aufmerksam zu machen.

„Am Tag des offenen Denkmals öffnen sich die Türen vieler historischer Baudenkmale, archäologische Stätten und Gebäude, deren Türen sonst verschlossen sind“, sagte Kulturministerin Bettina Martin“, Der Aktionstag lädt ein, mit der Familie, mit Freunden oder auch allein auf Entdeckertour durch Mecklenburg-Vorpommern zu gehen. Ich danke allen herzlich, die sich das ganze Jahr über mit hohem Engagement dem Erhalt unserer Denkmale widmen“, lobte Martin.

Bei der landesweiten Festveranstaltung im Innerstädtischen Gymnasium in Rostock hat die Ministerin auch die diesjährigen Denkmalpreise verliehen. Jan Träbing und Sönke Borgwardt haben den „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ für ihre vorbildliche und engagierte Rettung des Gutshauses Ganzow erhalten. Das Gutshaus in der Nähe von Gadebusch ist die größte Dreiflügelanlage in Fachwerkbauweise im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern und zählt zu den wenigen erhalten gebliebenen Gutshäusern des Spätbarock. Der „Friedrich Lisch-Denkmalpreis“ ist mit 4.000 Euro dotiert.

„Durch den Einsatz von Jan Träbing und Sönke Borgwardt ist nicht nur ein historisches Baudenkmal gerettet worden. Beide haben es auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie haben das Gutshaus denkmalpflegerisch saniert und sich dafür die handwerklichen Fertigkeiten und notwendigen historischen Techniken akribisch angeeignet“, sagte Kulturministerin Martin in ihrer Laudatio. „Heute ist das Gutshaus auch ein Ort für Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber. Regelmäßig finden im barocken Saal des Hauses Konzerte statt, die sich regional und überregional großer Beliebtheit erfreuen. Ich gratuliere den beiden Preisträgern und allen anderen herzlich zu ihren Auszeichnungen.“

Die Jugendbauhütte Wismar e. V. hat in diesem Jahr den „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ erhalten. Sie bietet jährlich bis zu 25 jungen Menschen die Gelegenheit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege tätig zu sein. Der Preis ist mit 700 Euro dotiert. Die „Lobende Erwähnung“ und ein Preisgeld von 300 Euro sind an Stefan Baerens und sein Team vom Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e. V. gegangen. Baerens und sein Team haben den Preis für das über 25-jährige Wirken beim Erhalt und der Sanierung des Schlosses Dreilützow erhalten, wobei sie von Kindern und Jugendlichen tatkräftig unterstützt wurden.

Denkmalpreisträger 2019 werden ausgezeichnet

Rostock – Bei der landesweiten Eröffnungsveranstaltung am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 8. September 2019, in Rostock verleiht Kulturministerin Bettina Martin die diesjährigen Denkmalpreise. Jan Träbing und Sönke Borgwardt erhalten den „Friedrich-Lisch-Denkmalpreis“ für ihre vorbildliche und engagierte Rettung des Gutshauses Ganzow in der Nähe von Gadebusch. Das Gutshaus ist die größte Dreiflügelanlage in Fachwerkbauweise im ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern und zählt zu den wenigen erhalten gebliebenen Gutshäusern des Spätbarock. Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert. Die landesweite Eröffnungsveranstaltung mit der Preisverleihung am Samstag in Rostock ist öffentlich.

„Das Gutshaus Ganzow ist ein einzigartiges Bau- und Kulturdenkmal“, lobte Kulturministerin Bettina Martin. „Jan Träbing und Sönke Borgwardt haben es nicht nur handwerklich und denkmalpflegerisch in Eigenarbeit erhalten, sondern die Gutsanlage auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung, auch, weil sich nun viele Menschen selbst davon überzeugen können, dass die Rettung dieses schönen Gutshauses gelungen ist. Ich freue mich, die beiden engagierten Denkmalpfleger und alle anderen Preisträgerinnen und Preisträger in Rostock zu treffen“, sagte Martin.

Der Jugendbauhütte Wismar e. V. wird in diesem Jahr der „Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche“ verliehen. Sie bietet jährlich bis zu 25 jungen Menschen die Gelegenheit, im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege tätig zu sein. Nach Auffassung der Jury stellt sie eine vorbildliche Initiative dar, junge Menschen in die Rettung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen einzubinden und den Denkmalpflegegedanken in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Der Preis ist mit 700 Euro dotiert.

Die „Lobende Erwähnung“ und ein Preisgeld von 300 Euro gehen in diesem Jahr an Stefan Baerens und sein Team vom Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e. V. Sie erhalten den Preis für das über 25-jährige Wirken beim Erhalt und der Sanierung des Schlosses Dreilützow mit tatkräftiger Unterstützung von Kindern und Jugendlichen.

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals steht in diesem Jahr unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ zum Anlass genommen, den Blick auf technische Fortschritte zu richten, die immer wieder auch neue Kunst- und Baustile inspirierten. Im Mittelpunkt stehen Gebäude aus den 1920er Jahren und später. Mecklenburg-Vorpommern richtet die landesweite Eröffnungsveranstaltung im Innerstädtischen Gymnasium in Rostock aus. Das Gebäude wurde vom damaligen Rostocker Stadtbaudirektor Gustav Wilhelm Berringer entworfen und im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ errichtet.

Schloss Güstrow wird zur Großbaustelle

Güstrow – Schloss Güstrow ist eines der bedeutendsten Renaissance-Bauten Norddeutschlands. Doch die letzte große Sanierung liegt bereits Jahrzehnte zurück. Nun will das Land das Schloss sanieren. Finanzminister Reinhard Meyer stellt seine Pläne heute dem Güstrower Bürgermeister Arne Schuldt vor.

Der Zahn der Zeit nagte unübersehbar am Wahrzeichen der Barlachstadt: Das Dach ist undicht, es gibt Abplatzungen an der Fassade, die Fenster sind zum Teil zerstört, die Elektroanlagen veraltet usw. Die Liste der Mängel auf Schloss Güstrow ist lang.

„Das Schloss braucht eine umfassende Schönheitskur und die soll noch im September beginnen“, erklärte Finanzminister Reinhard Meyer dem Güstrower Stadtoberhaupt Arne Schuldt heute bei einer Besichtigung vor Ort.

Da die Arbeiten in verschiedenen Abschnitten durchgeführt werden müssen, werden sich die Baumaßnahmen mehrere Jahre hinziehen. Aktuell geht die Bauverwaltung von einer Fertigstellung der Arbeiten bis zum Jahr 2023 aus. Dann soll der Residenzbau wieder in altem Glanz erstrahlen. Zudem wird die Sicherheits- und Elektrotechnik auf den neuesten Stand gebracht und die ehemalige Burganlage künftig barrierefrei zu erschließen sein. Insgesamt wird das Land in den kommenden Jahren mit Hilfe der Europäischen Union rund 28 Mio. Euro in die Sanierung investieren.

Reinhard Meyer: „Grundlegende Sanierungen brauchen ihre Zeit, deshalb stehen Güstrow lange Baumaßnahmen bevor. Wir haben uns daher entschlossen, das ab Mitte kommenden Jahres verhüllte Schloss schon während der Bauzeit optisch aufzuwerten und die Gerüstplanen mit einer fotografischen Darstellung der Schlossfassaden zu bedrucken.“

Auch für den laufenden Museumsbetrieb wird die Sanierung Folgen haben. Da die Flure mit den Ausstellungen nicht zugänglich sein werden, soll eine kleine Sonderausstellung in der Großen Hofstube im Erdgeschoß eingerichtet werden. Dazu erläuterte die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Pirko Kristin Zinnow: „Unsere kleine Sonderausstellung wird das Schloss Güstrow thematisieren. Großformatige Fotografien eines international renommierten Künstlers dokumentieren den Ist-Zustand. Kontrastiert werden diese Fotografien durch Bilddokumente aus den 70er Jahren, die die damaligen Restaurierungsarbeiten von Schloss Güstrow zeigen, ergänzt durch einen Film zum historischen Baugeschehen. Texttafeln zu den Baumaßnahmen der nächsten Jahre runden die Ausstellung ab.“

Kirchjubiläum und neue Glocke für Hintersee

Hintersee – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute bei einem Besuch der St. Johanniskirche in Hintersee eine Förderzusage in Höhe von 6.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds an die Kirchgemeinde übergeben. Mit dieser Zuwendung, Mitteln des Fördervereins und weiteren Spenden soll eine neue Glocke für die Kirche angeschafft und damit das Glockenspiel wieder komplettiert werden.

„Die St. Johanniskirche in Hintersee ist für mich eine der schönsten Dorfkirchen hier in der Region. Sie gehört zu unserem kulturellen Erbe. Deshalb unterstützen wir den Kauf einer zweiten Glocke sehr gern mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds“, erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär.

„Ich möchte dem Förderverein der Kirche sehr herzlich danken, dass er sich für den Erhalt dieser Kirche einsetzt und für jede Menge Leben in diesen altehrwürdigen Mauern sorgt. Zum Beispiel mit dem festlichen Konzert heute zum 120-jährigen Bestehen der Kirche oder dem alljährlichen Weihnachtsmarkt“, lobte Dahlemann das Engagement in Hintersee.

Der Vorpommern-Fonds wurde im Jahr 2017 ins Leben gerufen. Er hat aktuell eine Höhe von 3 Millionen Euro pro Jahr. Mit den Mitteln sollen die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung, der gesellschaftliche Zusammenhalt und die regionale Identität im Landesteil Vorpommern zusätzlich gefördert werden.

Unterstützung der Vorpommerschen Landesbühne

Anklam – Die Lenkungsgruppe Vorpommern hat in ihrer heutigen Sitzung eine stärkere Unterstützung der Vorpommerschen Landesbühne beschlossen.

„Die Vorpommersche Landesbühne ist etwas Besonderes. Mit ihren Aufführungen bereichert sie das kulturelle Leben – nicht nur an ihren Spielstätten, sondern in ganz Vorpommern. Umso wichtiger ist, dass die Finanzierung auf solide Beine gestellt wird. Wir haben heute in der Lenkungsgruppe beschlossen, das Theater in Anklam künftig stärker zu unterstützen. Die Vorpommersche Landesbühne erhält in diesem Jahr eine einmalige Unterstützung von 175.000 Euro vom Land. Ab 2020 soll das Theater dann 400.000 Euro mehr erhalten. Ich freue mich sehr darüber, dass sich auch der Kreis und die Städte zu einer stärkeren Beteiligung bereit erklärt haben. Damit ist nun auch die Vorpommersche Landesbühne Teil des Theaterpakts in Mecklenburg-Vorpommern“, erklärte Dahlemann im Anschluss an die Sitzung.

Die Zuschüsse des Landes für die Vorpommersche Landesbühne steigen damit ab 2020 auf 1,953 Millionen Euro im Jahr.

Weiteres Thema der Lenkungsgruppe war das Pommersche Archivzentrum Greifswald. Die Universitäts- und Hansestadt baut derzeit ein neues Stadtarchiv. Auf dem Areal sollen auch das Pommersche Landesarchiv und das Landeskirchliche Archiv neu entstehen.

„Das Land bietet der Kirche dabei seine Unterstützung an. Wir sind bereit, das Vorhaben mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 100.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds zu unterstützen. Es hat dazu bereits erste Gespräche von Finanzstaatssekretär Heiko Miraß, dem Landtagsabgeordneten Egbert Liskow und mir mit Bischof Hans-Jürgen Abromeit gegeben. Ich bin mir sicher, dass wir auf dieser Basis schnell zu einer Einigung kommen. Damit können wir das lange diskutierte Problem der Archivstandorte endlich lösen“, sagte Dahlemann.

Der Lenkungsgruppe Vorpommern gehören alle Staatssekretäre der Landesregierung an. Sie wird vom Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und dem Chef der Staatskanzlei gemeinsam geleitet.

Forstamtsgebäude Friedrichsmoor

Friedrichsmoor – Eines der ältesten Forstamtsgebäude Mecklenburg-Vorpommerns ist nach dreijähriger Sanierung wieder seiner Bestimmung übergeben worden. In Anwesenheit von Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald erhielt das rekonstruierte Haus in Nachbarschaft des Jagdschlosses Friedrichsmoor als historisches Zeichen des Sitzes der Forstverwaltung Friedrichsmoor sein Hirschgeweih am Giebel wieder zurück.

„Ich bin dankbar, dass wir heute die Sanierung des Forstamtsgebäudes hier in Friedrichsmoor offiziell als abgeschlossen erklären können und damit historisches Erbe wahren“, sagte Buchwald. Er erinnerte daran, dass das Gebäude im 19. Jahrhundert als Ersatz für ein Jagdaufseherhaus errichtet wurde, das an dieser Stelle seit 1709 stand. Die denkmalgerechte Grundinstandsetzung stellte hohe bauliche Anforderungen. Zudem verzögerte der Orkan Xavier im Oktober 2017 die Arbeiten. Er warf eine einhundertjährige Ulme um, die auf das gerade neu gedeckte Dach des Forstamtes fiel.

Die 2016 begonnene Instandsetzung umfasste die Erneuerung des Daches mit dem Tragwerk aus Vollholz und der Fachwerkfassade einschließlich des historischen Windfangs, den kompletter Innenausbau im historischen Bestand, die Ertüchtigung der alten Holzvergaserheizung bis hin zur Neugestaltung der Außenanlagen.

Unter dem Gesichtspunkt Denkmalschutz wurden beispielsweise die Zimmerfluchten, die im Laufe der Jahrzehnte durch geänderte Nutzung verändert wurden, wieder hergestellt. Auch die historische Farbgebung ist entsprechend der Befunde wiederhergestellt worden. Insgesamt hat die Baumaßnahme 2,75 Mio. Euro gekostet.

Neben der denkmalschutzgerechten Sanierung galt das Augenmerk auch dem Artenschutz. In der vielfältigen Landschaft der Lewitz sind im Bereich der Ortschaft Friedrichsmoor 8 der 18 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten beheimatet. Fledermäuse nutzten schon vor Sanierungsbeginn auch das Gebäude des Forstamtes als Wochenstuben und einige Arten sogar als Winterquartiere.

Dem Baubeginn ging deshalb ein umfangreiches Monitoring des im Gebäude angesiedelten Fledermausbestandes voraus. Während der Bauphase wurde immer darauf geachtet, dass die Fledermäuse entsprechende Quartiere nutzen konnten. Zusätzlich wurden zwei neue Winterquartiere geschaffen, die nachweislich genutzt werden. In Anerkennung der Fürsorge um die Fledermausquartiere darf sich das sanierte Forstamtsgebäude mit der Plakette „Fledermausfreundliches Haus M-V“ schmücken.

Schlossgarten Neustrelitz feierlich übergeben

Schlossgarten Neustrelitz; © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen M-V, Timm Allrich

Schlossgarten Neustrelitz; © Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen M-V, Timm Allrich

Neustrelitz – Mit der symbolischen Übergabe einer Gießkanne an den Bürgermeister von Neustrelitz hat Finanzminister Reinhard Meyer heute offiziell die Sanierungsarbeiten im Schlossgarten Neustrelitz beendet. Die Arbeiten begannen vor zehn Jahren, das Land investierte mit Unterstützung der EU rund 7,6 Mio. Euro.

Mit einer Gesamtfläche von rund 91.000 m² zählt der Schlossgarten Neustrelitz zu den größten und bedeutendsten Gartenanlagen des Landes. Die denkmalgeschützte Anlage verfügt über eine Vielzahl erhaltener barocker Gartenstrukturen, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil des landschaftlichen Gartens, zuletzt unter Einbeziehung von Peter Joseph Lenné, umgestaltet, überformt und zu einer großflächigen Parkanlage erweitert wurde. Zusammen mit seinen historischen Gebäuden, wie dem Marstall und der Orangerie, gehört er zu den schönsten Gärten des Landes und ist wesentlicher Bestandteil der Kulturschätze Mecklenburg-Vorpommerns.

Eine Besonderheit in Neustrelitz: Aufgrund eines Dotationsvertrages aus den 1930er Jahren gehört der Garten zwar dem Land, allerdings obliegt die Pflege der Stadt Neustrelitz. Daher übergab Finanzminister Reinhard Meyer dem Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt symbolisch mit einer Gießkanne den Schlossgarten zu „treuen“ Händen.

Reinhard Meyer: „Wir haben viel Geld in den Schlossgarten investiert. Dieses Geld ist aber gut angelegt. Denn wir haben nicht nur ein national bedeutendes Gartenkunstwerk gerettet, sondern auch einen weiteren touristischen Höhepunkt in der Residenzstadt Neustrelitz geschaffen. Das stärkt das Profil des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern.“

Darstellende Kunst in denkmalgeschütztem Bullenstall

Pasewalk – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Darüber hat sich Kulturministerin Bettina Martin auf ihrer zweiten Station während ihrer Sommertour mit den Verantwortlichen vor Ort ausgetauscht.

Die Landesregierung unterstützt eine entsprechende Bewerbung im Rahmen des TRAFO2-Programms der Kulturstiftung des Bundes für die Jahre 2020 bis 2023 um eine Förderung in Höhe von bis zu 1,25 Millionen Euro. Über das TRAFO-Programm wird auch das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum gefördert.

„Die Gutsanlage Schloss Bröllin ist schon heute ein Ort, an dem kulturell viel passiert. Dies ist vor allem den Vereinsmitgliedern zu verdanken, die sich dafür einsetzen, dass hier auf dem Land Tanz-, Theater- und Performanceprojekte möglich sind“, sagte Kulturministerin Bettina Martin bei ihrem Besuch gemeinsam mit dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Markus Hilgert. „Ich würde mich sehr freuen, wenn dieses große Engagement durch eine Förderzusage belohnt würde. Die Landesregierung hat sich bereiterklärt, im Falle eines Zuschlags eine Kofinanzierung zu ermöglichen“, betonte Martin.

Schloss Bröllin ist eine ca. 800 Jahre alte, denkmalgeschützte Gutsanlage. Seit 1992 arbeitet der Verein schloss bröllin e. V. daran, aus einem Gutshof am nördlichen Rand der Uckermark einen international gefragten Residenz- und Probenort für Darstellende Kunst und regional vernetzten Kulturort zu entwickeln.

Die Anlage wurde schrittweise saniert und modernisiert. Entstanden sind drei Probestudios, eine große Veranstaltungshalle, ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum mit Seminarräumen im denkmalgeschützten Bullenstall, eine Galerie, Übernachtungsmöglichkeiten und ein neuer Trapezraum im ehemaligen Silo-Raum. Die Freiflächen werden für Open-Air-Projekte genutzt.

Der Verein schloss bröllin e. V. wird durch das Land, die Kulturstiftung des Bundes und durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald gefördert. Das Land unterstützt Schloss Bröllin seit vielen Jahren – im Jahr 2019 mit Kulturfördermitteln für Projekte im Bereich der Darstellenden Kunst in Höhe von 115.000 Euro.

Neue Landeskonservatorin in Amt eingeführt

Kulturministerin Bettina Martin mit der neuen Landeskonservatorin Dr. Ramona Dornbusch

Kulturministerin Bettina Martin mit der neuen Landeskonservatorin Dr. Ramona Dornbusch

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Landeskonservatorin. Dr. Ramona Dornbusch hat heute ihren Dienst im Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin aufgenommen. Kulturministerin Bettina Martin hat sie an ihrem ersten Arbeitstag offiziell begrüßt.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Dr. Ramona Dornbusch eine engagierte Denkmalpflegerin als Landeskonservatorin gewinnen konnten“, betonte Kulturministerin Bettina Martin. „Dr. Ramona Dornbusch bringt eine langjährige Berufserfahrung in Denkmalschutz und Denkmalpflege mit, die sie in unterschiedlichen Bereichen wie der Landesdenkmalpflege, kommunaler Denkmalpflege, Lehre und Forschung, freiberuflicher Denkmalarbeit sowie handwerklicher Denkmalpflege sammeln konnte. Ich wünsche Frau Dr. Dornbusch einen guten Start, viel Freude und vor allem viel Erfolg bei der verantwortungsvollen Aufgabe“, sagte Martin.

Dr. Ramona Dornbusch, die 2011 mit einer Arbeit über „Landschaft als Kulturgut“ über den historischen Aussagewert von Kulturlandschaften promovierte, war zuvor in Brandenburg und Berlin tätig. Nach ersten Stationen bei den Staatlichen Schlössern und Gärten in Potsdam, im Deutschen Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege Propstei Johannesberg Fulda, Außenstelle Potsdam, und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Denkmalkunde an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) war sie zwischen 2009 und 2015 als Gebietsdenkmalpflegerin für den kommunalen Teil des UNESCO-Welterbes in der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam zuständig. Von dort wechselte sie an das Berliner Landesdenkmalamt und war für das denkmalfachliche Management und die Koordinierung der Berliner Welterbestätten verantwortlich. Dr. Dornbusch ist Mitglied im deutschen Nationalkomitee von ICOMOS, der internationalen nichtstaatlichen Organisation, die sich weltweit für Schutz und Pflege von Denkmälern und Denkmalbereichen und die Bewahrung des historischen Kulturerbes einsetzt.

„Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den abwechslungsreichsten Kulturlandschaftsräumen mit einer einzigartigen Denkmallandschaft, deren inhaltliche Spannbreite kaum vergleichbar mit anderen Bundesländern ist“, nannte Dr. Ramona Dornbusch als Motivation für ihren beruflichen Wechsel. „Der Kampische Hof in Stralsund und das Schweriner Schloss zählten in den 1990er Jahren zu den ersten Bauten meiner noch jungen denkmalpflegerischen Laufbahn. Inzwischen habe ich in meinem Berufsleben regional, national und zuletzt international übergreifend gearbeitet und bringe diesen Erfahrungsschatz jetzt gern zurück“, so Dr. Dornbusch.

Die Landesdenkmalpflege ist eine Fachabteilung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern. Als Leiterin der Abteilung ist die Landeskonservatorin u.a. für die systematische Erfassung von Denkmalen, die wissenschaftliche Erforschung der Denkmale, die Anleitung und Betreuung der Restaurierung von Denkmalen, die Kontaktpflege mit Ehrenamtlichen in der Denkmalpflegeverantwortlich und übernimmt Aufgaben der städtebaulichen Denkmalpflege.

Dr. Ramona Dornbusch tritt die Nachfolge von Dr. Klaus Hero Winands an, der 2016 nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

Kirchenmusiksommer 2019

Im Rahmen des „Kirchenmusiksommers 2019“ mit Fontanes Gedichten musikalisch unterwegs! / Fontane-Konzert (in Vorfreude auf den 200. Geburtstag am 30.12.2019) Glück|Wunsch

Insel Rügen – Gedichte – in Kompositionen von Norbert Fietzke – Anekdoten von und über Theodor Fontane und seine(n) Zeitgenossen (z. B. „Herr von Ribbeck“, „Alles still“, „So und nicht anders“, „In Hangen und Bangen“, den Zyklus „Strandbilder“, „Ausgang“, „Der Kranich“)

Norbert Fietzke hat die Kompositionen verschiedener Fontane-Gedichte seiner Frau, der Sopranistin Liane Fietzke, auf den Leib geschrieben, und dabei entstanden grandiose Melodien für ihren warmen, lyrischen und natürlichen Gesang. Erleben Sie mit dem Duo ›con emozione‹, ein Konzert, in dem das Besondere, das Überraschende, das Berührende passieren kann, ganz und gar dem Namen des Duos entsprechend: ›con emozione‹. Mit im Gepäck haben sie ihre neue CD Theodor Fontane in Wort und Musik.

Donnerstag, 25. Juli 2019, 20 Uhr

Ev. Kirche, Bahnhofstraße 1, 18609 Binz/Rügen

Ausführende Künstler:
Duo ›con emozione‹
Liane Fietzke, Sopran/Lesung/Moderation
Norbert Fietzke, Piano
https://www.con-emozione.de

Duo >con emozione< - Foto @ Andreas Dornheim

Duo >con emozione< – Foto @ Andreas Dornheim

Das Duo ›con emozione‹, Liane Fietzke (geb. in Lutherstadt Wittenberg) und Norbert Fietzke (geb. in Döbern), arbeitet seit vielen Jahren professionell musikalisch zusammen. Sie erhielten beide ihre Ausbildung an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Weitere Studien folgten nach Köln und Weimar. Mit ihrer glockenhellen, reinen Gesangsstimme begeisterte Liane Fietzke gemeinsam mit ihrem Mann Norbert Fietzke, der perfekte Liedbegleiter, am Klavier bereits sehr viele Konzertbesucher mit ihren unterschiedlichen Programmen.

Das Duo ›con emozione‹ lebt und arbeitet im Havelland und feiert 2019 sein 25-jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Konzerten und Lesungen, so u. a. mit ihrem Jubiläumskonzert Mitte April im Gewandhaus zu Leipzig.

Karten für € 12,-/ € 8,- nur an der Abendkasse und Einlass, ab 19.15 Uhr
Veranstalter: Ev. Kirche Binz/Rügen

Guts- und Herrenhäuser vernetzen sich stärker

Schwerin – Das Kulturerbe der geschichtsträchtigen Schlossanlagen Mecklenburgs will der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. als regionaler Tourismusverband mit verschiedenen Events bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannter machen. Hierzu sollen die beeindruckenden Bauten stärker als bisher an die touristischen Zentren der Region Rostock angebunden werden.

„In der Region gibt es eine Vielzahl wertvoller Häuser, die ihr kulturhistorisches Erbe gern einer breiten Öffentlichkeit noch stärker zugänglich machen möchten. Nun soll durch ein breitgefächertes Angebot an kulturellen Veranstaltungen die Vielfalt der Häuser einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise entstehen noch mehr ganzjährige attraktive Angebote für Urlauber und Gäste. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der ländlich geprägten Tourismusräume“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. In den vergangenen zehn Jahren hat sich beispielsweise die Veranstaltung Mittsommerremise – die lange Nacht der Guts- und Herrenhäuser – bereits als Vorzeigeprojekt für M-V etabliert.

Der Verband Mecklenburgische Ostseebäder e.V. (VMO) vertritt aktuell 63 Mitglieder in den Regionen vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseebad Graal-Müritz und im Binnenland bis zum Schweriner See und Güstrow. Ziel ist es, in Verbindung mit den touristischen Anbietern von der Ostseeküste ein Netzwerk der Guts- und Herrenhäuser zu etablieren, um gemeinsame kulturelle Angebote zu etablieren. Die Vernetzung soll zunächst südwestlich von Rostock, vom Satower Land über das Salzhaff hin nach Wismar sowie bis ins Sternberger Seenland und über Bützow bis nördlich von Güstrow erfolgen. Ein Netzwerkmanager unterstützt die Akteure vor Ort bei der Organisation der Veranstaltungen.

Seit Projektbeginn haben sich mittlerweile knapp 30 Häuser dem gerade entstehenden Online-Vertriebs-Netzwerk angeschlossen, das die Angebote deutlich sichtbarer gestalten soll, als es herkömmliche Vertriebswege bisher getan haben. Dabei soll es weniger um eine Konkurrenz zu den etablierten Beherbergungsmöglichkeiten der Region gehen, sondern vielmehr darum, zielgruppenspezifisch thematische Schwerpunkte wie etwa das Thema Hochzeit zu setzen. Hierfür wurde auf ostseeferien.de eine neue Unterseite zu diesem Thema geschaffen, wo sich alle Heiratswilligen zentral über die Angebote im Verbandsgebiet informieren können. „Mecklenburg-Vorpommern hat in allen Regionen für Urlauber und Gäste attraktive Angebote. Manche müssen erst entdeckt werden. Potenzial besteht vor allem im ländlichen Raum. Deshalb gehen die Verbandsmitglieder den richtigen Weg, um gemeinsam eine höhere Bekanntheit zu erreichen“, sagte Glawe.

Einhergehend mit der Vermarktung der Herrenhäuser als Veranstaltungsorte sollen gleichzeitig auch regionale Produkte sowie traditionelle Gerichte aus der Region in den Fokus rücken. „Angesichts des derzeitigen Trends einer neuen Ländlichkeit können die geschichtsträchtigen Bauten ihre historische Rolle als Dorfmitte wieder erlangen und damit für die Infrastruktur in den einzelnen Gemeinden einen immensen Wertzuwachs bedeuten. Teilweise sind sie seit Jahrhunderten in Familienbesitz und erzählen die Geschichten alter Adelsgeschlechter. Wenn nun vermehrt interessierte Tagesgäste zu uns ins Land kommen, profitieren die Gutbesitzer und weitere Anbieter vor Ort. Eine derartige Dienstleistungskette kann vielerorts eine stärkere Verzahnung von kulturellen und wirtschaftlichen Angeboten bedeuten“, so Glawe weiter.

In den vergangenen Monaten wurde deshalb mit dem Aufbau der digitalen Vertriebsstruktur begonnen. Auch für die MittsommerRemise haben sich seither zehn weitere Häuser angeschlossen. Zudem konnte eine gemeinsame Tagung aller Akteure bereits als wichtiger Schritt, eine gemeinsame Identität zu schaffen, gegangen werden.

Im Förderzeitraum von Dezember 2018 bis November 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 36.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 22.000 Euro.

Mit der Neugründung des Verbandes Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. am 24. Mai 1991 im Seebad Heiligendamm wurde die Philosophie des historischen Vorbildes wieder aufgegriffen und erweitert: Stärkung des Fremdenverkehrs durch Bündelung von touristischen Aufgaben, Interessenvertretung der Mitglieder, Mitarbeit in Gremien und Arbeitsgruppen, strategisches und zielgruppenorientiertes Marketing, Präsentation der Mitglieder auf touristischen Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen, Zusammenarbeit mit dem Landesverband und weiteren sieben Regionalverbänden in Mecklenburg-Vorpommern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Koordination von Projekten, Lobbyarbeit.

In der heutigen Struktur betreut der Verband über 60 Mitglieder innerhalb des Verbandsgebietes, das sich geographisch vom Ostseebad Boltenhagen bis zum Ostseeheilbad Graal-Müritz erstreckt. Dazu gehören der Landkreis Nordwestmecklenburg und der Alt-Kreis Bad Doberan, alle Ostsee(heil)bäder, die Hansestadt Wismar, die Insel Poel, die Städte Kröpelin, Tessin, Neukloster und Neubukow, die Ostseegemeinde Börgerende-Rethwisch, der Klützer Winkel, das Satower Land, Fremdenverkehrsvereine und Touristinformationen sowie privatwirtschaftliche Unternehmen der Tourismusindustrie und anderer Wirtschaftszweige.