Umgestaltung des Domumfeldes

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig übergab heute einen Zuwendungsbescheid zur Umgestaltung des Domumfeldes in der Landeshauptstadt in Höhe von etwa 260.000 Euro an Oberbürgermeister Rico Badenschier und Domprediger Volker Mischok. Mit den Mitteln sollen Bürgersteige, Zugänge und Grünflächen erneuert werden. Dabei wird die Barrierefreiheit verbessert. Außerdem wird mit Blick auf die Bewerbung Schwerins um die Aufnahme ins Weltkulturerbe dem Denkmalschutz besondere Bedeutung zugemessen.

„Der Dom ist ein Wahrzeichen Schwerins. Er ist Heimat der Domgemeinde und Sitz der Nordkirche, worauf wir als Land sehr stolz sing. Und er gehört zu den Gebäuden, mit denen wir uns bei der UNESCO um die Aufnahme in das Welterbe bewerben. Der Schweriner Dom und sein Umfeld haben Bedeutung nicht nur für Schwerin, sondern für ganz Mecklenburg-Vorpommern als Land zum Leben, als Tourismusland, als Land mit einer reichen Kultur und Geschichte“, betonte die Ministerpräsidentin bei der Übergabe.

Schwesig: „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Schwerin und Kirche jetzt damit beginnen, das Domumfeld zu sanieren. Das Land fördert diese Maßnahme sehr gern. Schon in diesem Jahr soll das Domumfeld sichtbar und spürbar schöner und besser zugänglich sein. Im nächsten Jahr feiern wir 850 Jahre Domweihe. Ich finde die Idee sehr gut, zu diesem Anlass das Umfeld zu erneuern. Das ist beispielsweise auch für ältere Menschen wichtig, die künftig besser zum Dom gelangen können. Vielen Dank an alle am Bau Beteiligten, die Stadt und die Domgemeinde.“

Sanierung des Heimatmuseums

Sternberg – Für die nachhaltige Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes des Heimatmuseums in Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) überreicht Bauminister Christian Pegel heute Bürgermeister Armin Taubenheim einen Zuwendungsbescheid über rund 2,5 Millionen Euro. Der Zuschuss wird gewährt aus Zuwendungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Entwicklung, Wiedernutzbarmachung devastierter Flächen und Rekultivierung von Deponien mit Mitteln des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für diese Maßnahme belaufen sich auf ca. 2,6 Millionen Euro.

Das Heimatmuseum befindet sich im ältesten nichtkirchlichen Gebäude der ehemaligen Ackerbürgerstadt Sternberg aus dem Jahr 1747. Das Gebäude mit barocker Gebäudesubstanz weist infolge von Alterung, Abnutzung und Witterung erhebliche bauliche Mängel auf. Um es weiterhin als Kultur- und Bildungseinrichtung zu erhalten, ist eine denkmalgerechte Sanierung zwingend erforderlich. Ziel ist, das Museum noch besser als bisher in der regionalen Museumslandschaft zu etablieren, die Attraktivität zu steigern und so langfristig auch die Besucherzahlen zu erhöhen.

Aufgrund der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns laufen die Arbeiten bereits. Sie sollen voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen sein.

Sanierung der St. Marien Kirche

Grimmen – In Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) können in der evangelischen St. Marien Kirche weitere Mauerwerks- und Fenstersanierungen vorgenommen werden. „In Grimmen kann die Kirche mit dem Vorhaben weiter erneuert werden. Die Fördermittel stehen bereit. Die historisch wertvollen Fenster und Teile des Mauerwerks im Mittelschiff der Nord- und Südseite können saniert werden. Ein Stück Grimmener Geschichte bleibt so erhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe am Dienstag.

An der Kirche sind in der Vergangenheit bereits umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. Hierzu gehören unter anderem die Dachstuhlsanierung und die Sanierung der Sakristei. Mit den nun fortzusetzenden Mauerwerks- und Fensterarbeiten können die Fenster Süd 3,4,5,6,7 sowie Fenster der Nordseite 15,16,17,18 entsprechend gestaltet werden. Darüber hinaus erfolgt eine Einzelsteinausbesserung des Außenmauerwerks sowie entsprechende Verfugungen, Risse werden beseitigt und Pfeilerköpfe saniert. „Die aufwendigen Arbeiten leisten einen wesentlichen Beitrag, die Kirche insgesamt bestmöglich zu erhalten“, so Glawe weiter.

Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten betragen circa 455.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (110.000 Euro) und aus Landesmitteln (345.000 Euro). „Kirchliche Gebäude prägen das historische Ortsbild und das geschichtliche Umfeld in einer Region. Umso wichtiger ist es, diese auch für nachfolgende Generationen zu erhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Außenanlagen am Wichernsaal

Schwerin – Für die Erneuerung der Außenanlagen am denkmalgeschützten Objekt Wichernsaal übergibt Bauminister Christian Pegel heute Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier eine Förderzustimmung über knapp 140.000 Euro Städtebaufördermittel. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben belaufen sich auf rund 260.000 Euro.

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern beabsichtigt, in Abstimmung mit der Landeshauptstadt die Hofflächen am Wichernsaal in der Körnerstraße 7 im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Schelfstadt/ Altstadt“ neu zu gestalten. Der Wichernsaal wird zurzeit saniert und soll als Begegnungsstätte in der Schelfstadt für öffentliche Veranstaltungen des Diakonischen Werks wie auch für Stadtteilfeste, Chorproben sowie Musikvorführungen genutzt werden. Auch der Hof soll für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden.

Dafür sollen die befestigten Oberflächen mit dem vorhandenen Natursteinpflaster erneuert werden. Das Verwaltungsgebäude soll an der südöstlichen Ecke eine Rampe und somit barrierefreien Zugang zum Außenfahrstuhl erhalten. Außerdem werden Oberflächenentwässerung und Beleuchtung erneuert sowie die PKW-Stellplätze innerhalb des Hofs verlegt und befestigt werden. Für Fahrräder entsteht ein Unterstand. Die zwei vorhandenen Linden und kleine Grünflächen erhöhen die Aufenthaltsqualität im Innenhof.

Voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres soll die Maßnahme realisiert werden.

Auf Schloss Güstrow starten die Bauarbeiten

Güstrow – In Güstrow rollen die Bagger: Dieser Tage begannen die Bauarbeiten am 3. Bauabschnitt am Schloss Güstrow – mit geschätzten Kosten von rund 27 Mio. Euro eine der größten Baustellen des Landes.

Kern der Baumaßnahmen ist die Instandsetzung der Südterrasse sowie des Altanfragments. Als erstes Bauteil wird dabei die Südterrasse saniert, in deren Inneren sich die Räumlichkeiten der ehemaligen Schlossgastronomie befinden. Hierfür wird die alte, undichte und baufällige Decke zurückgebaut und einige Räume nach Abstimmung mit der Naturschutzbehörde zum Fledermausquartier hergerichtet. Nicht mehr benötigte Räume werden verfüllt.

Anschließend erhält die Terrasse eine neue Decke, die auch als Feuerwehstellfläche für den Südflügel genutzt werden kann. Gleichzeitig ist die Sanierung der Südterrasse eine wichtige Vorleistung, um das Fassadengerüst des Südflügels aufstellen zu können. Voraussichtlich Ende August beginnt die Sanierung des Altanfragments, so dass im Herbst dieses Jahres das Schloss eingerüstet werden kann. Dieses Gerüst wird dann mit Planen verhüllt, die fotografische Darstellungen der Schlossfassaden zeigen.

Die Gesamtbaumaßnahmen wird ca. 27 Millionen Euro kosten und voraussichtlich im Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Finanzminister Reinhard Meyer: „Coronabedingt hatten wir eine intensive Planungsphase und ein langwieriges Vergabeverfahren, daher bin ich froh, dass der Baufortschritt nun auch sichtbar wird. Im Herbst wird das Schloss eingerüstet sein und dann geben uns zumindest die Fotoplanen wieder einen Eindruck vom alten herrschaftlichen Glanz des Schlosses.“

Rügener Sommerkirchenkonzerte 2020

Konzert zum Beethovenjahr 2020 / “Freudvoll und Leidvoll”

Insel Rügen – Lieder, Intermezzi und Anekdoten von und über Ludwig van Beethoven und seine(n) Zeitgenossen (darin enthalten und auch einige von Norbert Fietzke bearbeitete Kompositionen von van Beethoven, die Sie nur mit diesem Duo hören können.

Als Zeitgenossen werden Haydn, Schubert, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, von Dalberg mit im Programm zu finden sein, aber auch Seume, Rellstab, Goethe, Schiller, Kotzebue, Duncker u. a. werden zu Wort kommen.

Liane Fietzke hatte die große Freude im Rahmen des „Europa-Konzert – PAN-Europai-Picknick“ (welches nur aller 10 Jahre stattfindet) im Finalsatz von Beethovens IX. Sinfonie als Solistin im Sopran mitwirken zu können.

Dienstag, 11. August 2020 | 19.30 Uhr, Kirche Göhren
Karten für € 10,- nur an der Abendkasse und Einlass, ab 19.30 Uhr!
Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Mönchgut-Sellin, Kantorei

Ausführende Künstler:
Duo ›con emozione‹
Liane Fietzke (Gesang/Moderation)
Norbert Fietzke (Piano)
https://www.con-emozione.de

Das Duo ›con emozione‹, Liane Fietzke (geb. in Lutherstadt Wittenberg) und Norbert Fietzke (geb. in Döbern), arbeitet seit vielen Jahren professionell musikalisch zusammen. Sie erhielten beide ihre Ausbildung an der Musikhochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Weitere Studien folgten nach Köln und Weimar.

Duo ›con emozione‹ – Foto @ Andreas Dornheim

Das Duo ›con emozione‹ lebt und arbeitet im Havelland und feierte 2019 sein 25-jähriges Bestehen mit vielen hochkarätigen Konzerten und Lesungen, so u. a. mit ihrem Jubiläumskonzert Mitte April im Gewandhaus zu Leipzig.

Trauer um Landesrabbiner William Wolff

Justizministerin Katy Hoffmeister: „William Wolff war für Mecklenburg-Vorpommern ein Segen. Er hat jüdisches Leben in unserem Land wieder etabliert“

Schwerin – „Es ist eine sehr traurige Nachricht, dass William Wolff von uns gegangen ist. Ein so beherzter Seelsorger, Lehrer und Botschafter wie er war für unser Land ein Segen. Als Landesrabbiner hat er mehr als ein Jahrzehnt lang für Mecklenburg-Vorpommern unermüdliche Arbeit geleistet. Die Menschen kannten ihn immer gut gelaunt und agil. Sein Optimismus war ansteckend, seine Geschichte bewegend. Durch ihn hat sich jüdisches Leben in unserem Land wieder etabliert. Er war ein Mann der Verständigung, des Friedens und der Versöhnung. Er war als Zeitzeuge ein gefragter Gast an Schulen und Universitäten. Er stellte sich Diskussionen zum Antisemitismus. Dabei war sein Blick stets in die Zukunft gerichtet. Mecklenburg-Vorpommern hat einen großartigen Vermittler der Gegenwart verloren“, sagt Justizministerin Hoffmeister zum Tod von William Wolff. Ministerin Hoffmeister ist auch zuständig für Kirchen- und Religionsangelegenheiten.

Der Beauftragte für jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern und gegen Antisemitismus, Dr. Hansjörg Schmutzler: „Die Nachricht vom Tod von William Wolff berührt mich sehr. Über seinen menschlichen wie gewinnenden Einsatz für das jüdische Leben in Mecklenburg-Vorpommern können wir sehr glücklich sein. Dafür gebührt ihm unser Dank! Schade, dass er nicht mehr mit uns gemeinsam das besondere Festjahr im nächsten Jahr zu ‚1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘ feiern kann. Wir werden seiner und seinem so segensreichen Wirken bei den Veranstaltungen hier im Land gedenken.“

William Wolff war von 2002 bis 2015 Landesrabbiner in Mecklenburg-Vorpommern. Im Alter von 93 Jahren starb er in London. Er ist Ehrenbürger der Hansestadt Rostock und der Landeshauptstadt Schwerin.

Ministerpräsident Manuela Schwesig erklärte zum Tod des langjährigen Landesrabbiners William Wolff : „Mit William Wolff verlieren wir einen großartigen Menschen. Mit großer Leidenschaft hat er die jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut und geführt. Als engagierter, kluger und fröhlicher Landesrabbiner hat er einen entscheidenden Beitrag für die Akzeptanz der jüdischen Gemeinden in Schwerin und Rostock geleistet. Zu Recht wurde er zum Ehrenbürger in beiden Städten ernannt.“

Die Regierungschefin erinnerte daran, dass der Journalist das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte miterlebt hat und mit seinen Eltern 1933 Nazideutschland verlassen musste. Das habe sein Leben und seine Einstellungen zum Leben entscheidend geprägt.

„Er war ein sehr angenehmer Gesprächspartner, der seine Worte wohl durchdachte und seine Taten daran ausrichtete. Mit seiner Persönlichkeit prägte er das gesellschaftliche Leben in unserem Land, unabhängig von Glaubensrichtungen und Religionszugehörigkeiten. Wir haben ihm viel zu verdanken: Seine Herzlichkeit, seine Offenheit und sein unerschütterlicher Optimismus haben viele Menschen angesteckt. Er gab Orientierung und war voller Weisheit. Es war sehr leicht, ihn zu mögen. Ich verehre William Wolff sehr. Wir werden sein Andenken bewahren und ihn als großen Sohn unseres Landes stets in guter Erinnerung behalten.“

MittsommerRemise

Schwerin – An diesem Wochenende findet die 13. „MittsommerRemise – Die Nacht der nordischen Guts- und Herrenhäuser“ in Mecklenburg-Vorpommern statt. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern wird am Sonntag daran teilnehmen und besucht dabei verschiedene Gutsanlagen in Vorpommern. So ist das Gutshaus Schöningen/ Kamieniec auf polnischer Seite sein Ziel, anschließend besucht der Staatssekretär die Gutsanlage Battinsthal.

„Unser schönes Bundesland feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Dabei haben beide Landesteile eine enorme Entwicklung gemacht. Anteil an dieser erfolgreichen Entwicklung hat natürlich auch die vielfältige Kunst- und Kulturszene. In Vorpommern gehört die MittSommerRemise mit Sicherheit dazu. Musik, Lesungen, Ausstellungen, Parkführungen stehen auch in diesem Jahr auf dem Programm. Gern haben wir das Kulturfestival mit 15.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Trägt es doch in besonderer Weise zur Stärkung der vorpommerschen Identität bei. Die Verbindung zu den Schlössern und Gutshäusern als charakteristisches Alleinstellungsmerkmal auch in der touristischen Vermarktung hat meine volle Unterstützung“, betonte Dahlemann im Vorfeld der Kulturtage.

Die diesjährige Auflage der MittsommerRemise findet am Samstag in 52 Mecklenburgischen Häusern und am Sonntag in 42 Pommerschen Häusern statt. Nähere Informationen und das Programmheft finden Sie auf www.mittsommer-remise.de

Tag der Architektur

Präsentation von zeitgenössischer Architektur in Mecklenburg-Vorpommern 2020 online und als Broschüre

Schwerin – Wer den Tag der Architektur kennt, weiß, dass jährlich am letzten Juniwochenende Tür und Tor aktuell realisierter Bauwerke in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in den anderen Bundesländern für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden.

„In diesem Jahr jedoch präsentieren sich alle 46 Projekte der Architektur, Landschaftsarchitektur und Innenarchitektur in Mecklenburg-Vorpommern coronabedingt ausschließlich digital sowie in einer neugestalteten kostenfreien Broschüre“, betont Christoph Meyn, Präsident der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern. Die Projekte sind an 25 Orten, verteilt im ganzen Bundesland, entstanden und wurden überwiegend in den letzten drei Jahren fertiggestellt oder befinden sich aktuell in der Umsetzung. Dazu gehören nicht nur Neubauten, sondern auch Sanierungen, Umbauten und Erweiterungen von Gebäuden, Parks und Gärten.

Alle Projekte sind mit Foto und einer Kurzbeschreibung über die Website der Architektenkammer M-V online abrufbar unter www.ak-mv.de und werden aus aktuellem Anlass in einer Sonderausgabe als Broschüre mit neuer Gestaltung veröffentlicht. Das Besondere ist, dass Projekte vorgestellt werden, in denen mitunter sonst keine Besichtigungen zulässig wären und die demnach nie zum Tag der Architektur hätten gezeigt werden können.

Darüber hinaus kommen in der Broschüre engagierte Architektinnen und Architekten unterschiedlicher Fachrichtungen zu Wort und berichten in Interviews über Erfahrungen, Motivationen und die Architektur vor Ort. Zusätzlich werden interessierte Architekturfreunde dazu eingeladen, auf eigene Faust Fahrradtouren entlang der Architekturprojekte zu unternehmen. Die Routenvorschläge sind in der Broschüre aufgeführt.

„Ressource Architektur“ lautet das diesjährige bundesweite Motto und macht umso mehr auf den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt aufmerksam. Der Kammerpräsident Christoph Meyn wirbt für ein stärkeres Bewusstsein bei der Gestaltung der baulichen Umwelt mit der fachlichen Unterstützung von Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Innenarchitekt*innen sowie Stadtplaner*innen.

„Erfahren Sie, dass die Baukultur unseres Landes Ausdruck dafür ist, wie wir leben, arbeiten, wohnen und unsere Freizeit verbringen. Gerade in Zeiten, in denen wir zum Teil von Zuhause aus arbeiten und gleichzeitig unsere Kinder betreuen, oder Reisen nur noch eingeschränkt möglich sind und der heimische Garten zum grünen Rückzugsort der Erholung wird, sollen öffentliche, architektonisch gestaltete Räume in Mecklenburg-Vorpommern mehr denn je entdeckt werden können.“

Die kostenfreie Broschüre kann bestellt werden bei info@ak-mv.de und steht als PDF zum Download unter www.ak-mv.de Tag der Architektur 2020 bereit.

Faktorhaus: Historischer Anziehungspunkt

Torgelow – Die vorpommersche Stadt Torgelow erhält ein neues Kleinod. Gegenwärtig saniert wird das Faktorhaus am Hüttenwerksplatz inklusive der alten Werksuhr der ersten Eisengießerei in Torgelow. Darüber hinaus werden die Kellerräume des Faktorhauses wiederhergestellt. Nach Abschluss der Baumaßnahmen stehen diese Kellerräume der Stadt für ein Museum mietfrei zur Verfügung.

Die Gesamtinvestitionen für die Sanierungsarbeiten des Kellergewölbes und der Uhr mit Uhrwerk betragen rund 100.000 Euro. Darüber hinaus entstehen Mietwohnungen. Heute hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen Fördermittelbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 45.000 Euro für dieses Projekt an den Eigentümer des Faktorhauses Sebastian Kelichhaus in Torgelow übergeben. Im Faktorhaus entstehen auch fünf hochwertige Mietwohnungen.

„In Torgelow hat die Eisengießerei seit dem 18. Jahrhundert eine lange Tradition. Es ist für diese Kleistadt ein Glücksfall, die Geschichte dieser wunderbaren Tradition in Zukunft für Einheimische und unsere Gäste nahebringen zu können. Darauf freue ich mich. So wird der Hüttenwerksplatz nach der Sanierung von Faktorhaus und Uhrengaube ein neuer Anziehungspunkt in meiner Heimatstadt“, so Dahlemann.

Der Staatssekretär dankte dem Eigentümer für sein Engagement und insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Denkmalschutzes: „Sie alle leisten eine hervorragende Arbeit, auf die sie sehr stolz sein können. Ich freue mich darauf, wenn wir Gaubenuhr und das Ausstellungsraum der Öffentlichkeit übergeben können. Auch dieses Projekt wird dazu beitragen, dass Vorpommern noch attraktiver und bekannter wird und stärkt den Zusammenhalt im östlichen Landesteil.“

Unterstützung für Nordkirche

Mecklenburg-Vorpommern sagt der Nordkirche bis zum Jahr 2024 stabile Unterstützung zu

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister und Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt unterzeichneten heute die Patronatsvereinbarung über rund 3,6 Millionen Euro.

„Seit nunmehr über 25 Jahren sind das Land Mecklenburg-Vorpommern und die evangelischen Kirchen Partner im Güstrower Vertrag. Die Landesregierung weiß das Engagement der Nordkirche im Land sehr zu schätzen. Die Nordkirche ist in vielen Bereichen der Gesellschaft eine große Stütze, zum Beispiel auf dem Gebiet der Justiz in der Gefängnisseelsorge oder im Sozial,- Bildungs- und Kulturbereich und auch bei der Polizeiseelsorge. Ich freue mich sehr, dass wir als Land die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland mit rund 3,6 Millionen Euro Patronatsmitteln jährlich weiterhin beim Denkmalschutz unterstützen. Bis zum Jahr 2024 besteht für die Nordkirche nun Planungssicherheit. Patronatsmittel sorgen dafür, dass die Kirche sprichwörtlich im Dorf bleibt und auch in Städten als Teil unseres Kulturerbes erhalten bleibt“, sagt Justizministerin Hoffmeister bei der Unterzeichnung in Schwerin. Sie ist zuständig für Kirchen- und Religionsangelegenheiten.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt: „Das Land Mecklenburg-Vorpommern steht in nicht einfacher Situation verlässlich zum Güstrower Vertrag. Es ist ein gutes Zeichen, dass wir uns gerade jetzt über die Patronatsleistungen für die Jahre 2020 bis 2024 verständigt haben. Denn die vielen Dorf- und Stadtkirchen in Mecklenburg-Vorpommern sind wichtige Orte für erlebte Gemeinschaft, für Gottesdienste ebenso wie für Kultur, Kunst und Gespräch – und das weit über den Kreis von Kirchenmitgliedern hinaus. Das war gerade in den letzten Wochen, in denen wir nicht in Kirchen zusammenkommen konnten, deutlich zu spüren. Der Erhalt dieser Kirchen stellt uns als Landeskirche vor große finanzielle Herausforderungen, bei denen uns die Patronatsleistungen auch in den nächsten Jahren in guter Weise unterstützen.“

Am 20. Januar 1994 haben das Land Mecklenburg-Vorpommern und die damalige Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs sowie die Pommersche Evangelische Kirche den Güstrower Vertrag geschlossen. Bis heute sind darin die Beziehungen zwischen dem Land und der Nordkirche, die seit ihrer Gründung 2012 in die Rechtsnachfolge eingetreten ist, rechtlich geordnet. Das betrifft unter anderem die hälftige Beteiligung des Landes an den Baulasten solcher kirchlichen Gebäude, die bislang dem Patronat unterstanden.

Denkmalschutz-Sonderprogramm

Bund investiert 2020 erneut 30 Millionen Euro mit Denkmalschutz-Sonderprogramm für Kulturdenkmäler und historische Orgeln

Berlin – Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat gestern 30 Millionen Euro für das Denkmalschutz-Sonderprogramm 2020 freigegeben und seinen Willen bekundet, weitere 20 Millionen Euro hierfür im Haushalt 2021 zur Verfügung zu stellen. Damit wird der Weg frei für dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen an rund 250 kulturell bedeutsamen Denkmälern und historischen Orgeln in ganz Deutschland.

Zu den für eine Förderung vorgesehenen Projekten gehören zum Beispiel der Seenotrettungskreuzer „Bremen“, das Brauhaus des ehemaligen Zisterzienserklosters Himmelpfort in Fürstenberg, der Wasserturm in Krempe und die Orgel der Stadtkirche St. Laurentius in Pegau.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Kulturdenkmäler sind uns als kulturelles Erbe anvertraut, sie prägen unsere reiche Kulturlandschaft. Der Haushaltsausschuss ermöglicht durch seine Entscheidung den Erhalt einer Vielzahl unbeweglicher Kulturdenkmäler bundesweit und in der Fläche. Dies ist ein großer Gewinn für den Denkmalschutz in Deutschland und sichert die identitätsstiftende Bedeutung unseres baukulturellen Erbes. So werden zahlreiche Baudenkmäler und Orgeln saniert und vor dem Verfall bewahrt. In Zeiten der COVID19-Pandemie ist dies auch ein wichtiges Signal an bürgerschaftliche Engagierte und mittelständische Handwerksbetriebe: Kulturerbe ist ein unverzichtbares ‚Lebensmittel‘ – es bietet geistige Nahrung und sorgt für Beschäftigung.“

Mit den Denkmalschutz-Sonderprogrammen wurden bis 2019 insgesamt 280 Millionen Euro Bundesmittel investiert. Das Sonderprogramm 2020 unterstützt grundsätzlich Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an unbeweglichen Baudenkmälern und Orgeln, die das nationale kulturelle Erbe mitprägen. Die bereitgestellten Bundesmittel werden in gleicher Höhe durch Länder, Kommunen, Eigentümer und durch bürgerschaftliches Engagement ergänzt. Die Mittel kommen deutschlandweit vor allem auch kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben in der Denkmalpflege zugute.

Gottesdienste wieder möglich

Schwerin – Die Landesregierung von M-V lässt ab dem 4. Mai 2020 Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen unter strengen Auflagen wieder zu, teilt Ministerin Hoffmeister mit. Sie ist zuständig für Kirchen- und Religionsangelegenheiten.

„Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben mit dem notwendigen Verzicht auf öffentliche Gottesdienste trotz hoher Feiertage in den vergangenen Wochen einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen. Auch diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass nunmehr eine schrittweise Lockerung erfolgen kann, die auch wegen des besonderen Schutzes der Freiheit der Religionsausübung im Grundgesetz geboten ist. Allerdings muss den hohen Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen werden. Die Nordkirche, die Erzbistümer Hamburg und Berlin, die Jüdischen Gemeinden und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwerin haben umfassende Hygiene-Rahmenpläne erarbeitet. Im Kern geht es darum, die Infektionsgefahr einzudämmen und Infektionswege zügig erkennen zu können. Daher dürfen ab 4. Mai nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern in die Gotteshäuser eingelassen werden. Die Formel lautet: eine Person pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche. Der Mindestabstand von 1,50 Meter muss eingehalten werden. Außerdem müssen für jede religiöse Zusammenkunft in den Gotteshäusern Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer möglichen Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können. Der Islamische Bund hat sich entschieden, vorerst weiterhin auf religiöse Veranstaltungen in Moscheen zu verzichten. Ich danke den Kirchen und den Religionsgemeinschaften für ihre konstruktive Kooperation. Hier wird deutlich, dass wir alle an einem Strang ziehen, um die Ausübung der Religionsfreiheit mit dem Infektionsschutz in Einklang zu bringen“, so Justizministerin Hoffmeister.

Dorfkirche Groß Bisdorf

Groß Bisdorf – An der Dorfkirche Groß Bisdorf (Gemeinde Süderholz, Landkreis Vorpommern-Rügen) soll das Dach des Hauptschiffes, des Chores und der nördlichen Sakristei neu eingedeckt werden. „Historische kirchliche Gebäude sind prägend für das Ortsbild und das geschichtliche Umfeld in einer Region. Die Dorfkirche in Groß Bisdorf beeindruckt in idyllischer Lage mit ihrem barocken Altaraufsatz, einer historisch wertvoll gefertigten Orgel und einem Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Um diese Schätze besser zu erhalten, soll jetzt das Dach saniert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Orgel wurde vom berühmten Orgelbauer Friedrich Albert Mehmel im 1889 gefertigt.

Das geförderte Vorhaben umfasst die Neueindeckung des Daches des Hauptschiffes und des Chors einschließlich der nördlichen Sakristei der Dorfkirche Groß Bisdorf. „Mit den Fördermitteln kann die behutsame Sanierung der Dorfkirche weiter umgesetzt werden“, sagte Glawe weiter. Der Chor der dreischiffigen Backsteinhalle wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen. Das Langhaus und die Sakristei stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Kanzel wurde 1703 errichtet und zeigt Landschaftsgemälde von Kirchen. Durch ein barockes Friedhofsportal gelangt man zu dem von einer Feldsteinmauer umgebenen Kirchhof. Auf dem Kirchhof befindet sich ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Die evangelische Kirchengemeinde Groß Bisdorf erhält aus Mitteln des Strategiefonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 50.000 Euro für die Baumaßnahmen. Die Gesamtinvestitionen betragen rund 129.000 Euro. Die evangelische Kirchgemeinde gehört seit 2012 zur Propstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Online-Angebote der Kirchen zu Ostern

Schwerin – Justizministerin Katy Hoffmeister, zuständig auch für Kirchenangelegenheiten lobt die Kirchen für ihr Engagement zum Fest. Dieses fördere den Zusammenhalt der Menschen.

„Ich finde das Engagement der Nordkirche, der Erzbistümer Hamburg und Berlin sowie weiterer kirchlicher Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern großartig. Es zeigt, dass die Christen auch in dieser für Kirchen sehr außergewöhnlichen Situation zusammenhalten. Neue Wege werden beschritten mit dem Ziel, die Kirche weiter erlebbar zu machen. Ich bin mir auch sicher, dass die vielen Online-Angebote zum Osterwochenende nicht den gewohnten Gang in die Kirche ersetzen werden. Sie sind aber für die Zukunft eine Möglichkeit, um häufiger und egal wo auf der Welt mit der heimatlichen Kirchengemeinde verbunden zu sein. So sehe ich die Beschränkungen wegen der sich ausbreitenden Corona-Epidemie als Notwendigkeit und Chance zugleich auch für die Kirche, sich digital stärker zu präsentieren“, sagt Justizministerin Hoffmeister.

Die kirchlichen Angebote zum Osterfest sind vielfältig. Sie reichen vom Podcast der Landesbischöfin der Nordkirche über die digital produzierte Osternacht in der Hospitalkapelle des Bibelzentrums Barth bis hin zu Gottesdiensten per Livestream oder im Radio. Für Einzelpersonen bleiben viele Kirchen zum Gebet geöffnet. „Dann gibt es kreative Einzelideen wie in Wittenburg, wo Jugendliche in den sozialen Medien geistliche Impulse und konkrete Hilfe für die katholischen Gemeindemitglieder anbieten. In Güstrow haben die Pfarrteams Osterpakete zusammengestellt mit Symbolen und Anregungen für das Gebet zu Hause. Das beweist, dass jeder das wichtigste Fest im Kirchenjahr trotz der Maßnahmen gegen das Coronavirus feiern kann. Ich wünsche allen ein friedliches und gesegnetes Osterfest“, so Ministerin Hoffmeister.