Fördermittel für LED-Straßenbeleuchtung

Dalkendorf – Die Gemeinde Dalkendorf (Landkreis Rostock) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 18.857,78 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in Dalkendorf und in den Ortsteilen Amalienhof und Appelhagen.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Es ist geplant, die 45 vorhandenen Quecksilberdampfleuchten durch 45 LED-Leuchtmittel zu ersetzen. Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können ca. 17.000 Kilowattstunden Strom und knapp neun Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Gemeinsame Wasserstoff-Strategie

Lübeck – Schulterschluss der fünf norddeutschen Küstenländer für den Aufbau einer grünen Wasserstoff-Wirtschaft als Säule der Energie- und Verkehrswende: Bei ihrem Herbst-Treffen in Lübeck verabschiedeten die für Wirtschaft und Verkehr zuständigen Minister, Senatoren und Senatorinnen heute (7. November) eine gemeinsame „Norddeutsche Wasserstoffstrategie“.

Zugleich forderten die Ressortchefs die Bundesregierung auf, ihren Vorstoß zu unterstützen und in die vom Bund für Ende des Jahres angekündigte nationale Wasserstoff-Strategie einfließen zu lassen. „Mit unserer Strategie zeigen wir einen Weg auf, wie die Wasserstoffpotenziale insbesondere im Bereich der Industrie und der Mobilität gehoben werden können. Gerade unsere windreichen Küstenländer sind hervorragend für dieses industriepolitische Projekt geeignet, mit dem gleichzeitig Klimaschutzziele realisiert werden können“, sagte Konferenz-Gastgeber Dr. Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein.

Ein erster wichtiger Schritt sei der Aufbau ausreichender Kapazitäten für Elektrolyse. Mit diesem technischen Verfahren kann Strom in Wasserstoff verwandelt werden. Die Strategie sieht vor, bis zum Jahr 2025 mindestens 500 Megawatt und bis zum Jahr 2030 mindestens fünf Gigawatt Elektrolyse-Leistung in Norddeutschland zu realisieren.

Nach den Worten von Buchholz könnten theoretisch allein mit den 500 Megawatt bei Einsatz von grünem Strom aus Windparks an Land rund 151.000 Pkw mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Bei einer Steigerung auf fünf Gigawatt wären das 1,5 Millionen Pkw, das entspricht der derzeitigen Zulassung aller Pkw in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus sei parallel zum derzeitigen Aufbau von E-Ladesäulen der Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes nötig. Hierfür erachten die Ressortchefs eine Größenordnung von rund 250 Tankstellen in Norddeutschland für nötig.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph (CDU) machte deutlich, dass die Energiewende nur mit einer umfassenden Sektorenkopplung gelingen könne: „Der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft ist eine wirtschafts- und strukturpolitische Chance für die Küstenbundesländer. Denn: Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselenergieträger der Energiewende. Entscheidend ist es dabei, dass der Onshore- und Offshore-produzierte Strom aus nachhaltigen Energiequellen gespeichert werden kann und ihn für andere Bereiche – wie beispielsweise Industrie und Verkehr – nutzbar zu machen. Hier liegt Potential für mehr Wertschöpfung und auch für zukunftsfähige Arbeitsplätze. Deshalb müssen wir gemeinsam die Wasserstoffstrategie zügig vorantreiben und umsetzen.“

Hamburgs parteiloser Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann machte zudem deutlich: „Mir ist Wasserstoff ein Herzensanliegen, und ich denke, die Zeit ist endlich reif, dass wir uns gemeinsam auf den Weg machen – nicht mehr nur mit allgemeinen Entschließungen, sondern ganz praktisch und Hand in Hand. Die Norddeutsche Wasserstoffstrategie soll hierfür unser politisches Bekenntnis ausdrücken und die Leitplanken setzen. Darauf warten die Akteure aus der Wirtschaft, denn sie stehen bereit, um ihren Beitrag zu leisten. Gemeinsam wollen wir nun den Prozess des Aufbaus einer Wasserstoffwirtschaft starten. Den notwendigen Rückenwind dazu muss der Bund beisteuern. Deshalb werden wir mit diesem Strategiepapier zeitnah auf die Bundesregierung zugehen, unsere Entschlossenheit hier in Norddeutschland verdeutlichen und den Bund auffordern, zügig die Weichen in Richtung Zukunft – in Richtung Wasserstoff zu stellen.“

Auch Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) verwies auf die guten Voraussetzungen Norddeutschlands, zur führenden Region einer grünen Wasserstoffwirtschaft zu werden: „Regenerativer Wasserstoff wird der global strategische Energieträger der Zukunft. Deshalb wollen wir gemeinsam eine starke Wasserstoffwirtschaft aufbauen. Unser Ziel der vollständigen Versorgung aller interessierten Abnehmer mit ausreichend grünem Wasserstoff bis 2035 ist anspruchsvoll. Wichtig ist, dass der Bund jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Nur so können die Unternehmen trotz ehrgeiziger Klimaschutzziele und steigender Energiekosten international wettbewerbsfähig bleiben.“

Im Einzelnen verwiesen die Minister und Senatoren auf folgende Standortvorteile des Nordens beim Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft:

  • hohe Erzeugungskapazitäten für On- und Offshore-Windstrom mit weiterem Ausbaupotential,
  • unterirdische Formationen zur Speicherung von Wasserstoff,
  • Seehäfen, die künftig eine wesentliche Rolle bei Import und Verteilung von grünem Wasserstoff und synthetischen Energieträgern sowie bei der Nutzung von Wasserstoff und dem Export von Wasserstofftechnologien und -komponenten spielen werden,
  • maritime Unternehmen und wissenschaftliche Expertise sowie
  • Industriezweige mit erheblichen Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff,
  • zusätzliches Know-how wird in den sechs norddeutschen „Reallaboren der Energiewende“ aufgebaut.

Bremens erste Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt sagte: „Auch das Land Bremen wird sich gemeinsam mit den anderen Küstenländern intensiv mit der Technik zur Nutzung des überschüssigen Windstroms auseinandersetzen und so ein wichtiges Kompetenzfeld der Energiewende voranbringen. Der Einsatz von Wasserstoff als Energiespeichermedium ist ein wichtiger Pfeiler der Sektorenkopplung und eröffnet den Standorten Bremen und Bremerhaven erfolgsversprechende Zukunftsmärkte.“

Die für Bremens Häfen und Wissenschaft zuständige Senatorin Dr. Claudia Schilling ergänzt: „Forschung und Entwicklung und das Vorantreiben von Innovationen sind von wesentlicher Bedeutung für das Gelingen einer wasserstoffbasierten Wirtschaft. Wir wollen Norddeutschland zu einem Hotspot der Wasserstoffforschung machen.“

Straßenbeleuchtung wird auf LED-Technik umgerüstet

Klausdorf – Die Gemeinde Klausdorf (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Landesenergieministerium einen Zuschuss in Höhe von 70.554,76 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in den Ortsteilen Klausdorf, Solkendorf und Barhöft.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 167 Natriumdampfleuchten werden durch ebenso viele LED-Leuchten ersetzt. Zudem werden 42 Lichtmaste umgerüstet. Die Kabel können weiterhin verwendet werden.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können dadurch ca. 49.000 Kilowattstunden Strom und knapp 30 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Folgen des Klimawandels

Klimaschutz: Freiwilliges Engagement ersetzt nicht politische Weichen

Rostock – „Auch, wenn jeder seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss – Klimaschutz ist mehr als eine Privatsache. Vor allem braucht es dringend ernstgemeinte politische Weichenstellungen – in Deutschland, in Europa und auch international. Es darf dabei nicht nur um Restriktionen gehen, es kommt auch darauf an, klimafreundliche Investitionen und Innovationen voranzutreiben. Keine Frage: Freiwillige Selbstverpflichtungen, eingegangen von der Wirtschaft oder Initiativen wie Fridays for Future, sind wichtig und hilfreich, auch um die Debatte über den Klimaschutz anzustoßen. Aber dauerhaft können sie eine gesamtgesellschaftliche Strategie nicht ersetzen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus heute beim Wippengespräch der Ostseezeitung und der Rostocker Universität im Konrad-Zuse-Haus in Rostock.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern seien die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren: „Stürme, Sturmfluten, Überschwemmungen, Dürreperioden oder Waldbrände sind nicht mehr nur ein Problem bzw. Phänomen ferner Länder. Derartige Wetterextreme rücken immer näher an uns heran und stellen auch uns in Mecklenburg-Vorpommern vor wachsende Herausforderungen. Das kann niemanden kalt lassen“, sagte Backhaus.

Vor allem die Landwirtschaft sei betroffen: „Durch den Anstieg der Temperatur verschiebt sich beispielsweise das Anbauspektrum im Pflanzenbau. Schon heute setzt der Vegetationsbeginn vieler Pflanzen verfrüht ein. So blühen zum Beispiel Apfelbäume und Raps nach Erhebungen des Deutschen Wetterdienstes heute 20 Tage früher als noch vor 50 Jahren“, erklärte der Minister. Dies habe Vor- und Nachteile. Einerseits könnte in manchen Kulturen mehrfach geerntet und höhere Erträge erzielt werden. Anderseits begünstigten die milderen Winter die Ausbreitung pflanzenschädigender Pilze, Viren und Insekten.

Backhaus betonte, dass die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel ein kontinuierlicher Prozess sei, der nicht zuletzt auf einzelbetrieblichen Entscheidungen basiert. „Uns geht es darum, die Landwirte noch stärker für dieses Thema zu sensibilisieren und ihnen bewusst zu machen, dass sie ein wichtiger Teil der Lösung sind.“ Viele Landwirte stellen sich bereits heute dieser Verantwortung für den Natur- und Klimaschutz. Das Land unterstützt sie dabei mit Förderungen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung, u.a. für die Umsetzung von Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, Diversifizierungsprogramme oder auch Investitionen in moderne Technik. Schon heute wird jeder vierte Hektar (insgesamt ca. 400.000 Hektar) Landwirtschaftsfläche nach erhöhten Umweltstandards bewirtschaftet.

Für den Umgang und die Umkehrung des Klimawandels setzt Mecklenburg-Vorpommern darüber hinaus auf Forschung und Digitalisierung. „Mit internationaler Spitzenforschung für die ressourcenschonende Nutztierbiologie an den Forschungseinrichtungen in MV und Digitalisierung in der Agrartechnik wie precision farming für angepassten Mitteleinsatz und geringere Belastungen, streben wir eine ressourcenschonende Landwirtschaft an“, so Backhaus. Dazu gehöre auch der Bodenschutz. So sei MV das erste Bundesland mit einem Erosionskataster aus welchem Auflagen zur Bewirtschaftung abgeleitet werden können. Außerdem gebe es hierzulande ein Bodenschutzprogramm in welchem alle Maßnahmen zum Bodenschutz gebündelt sind.

Auch setzt sich Minister Backhaus dafür ein, dass die Paludikultur Teil der Agrarförderkulisse und die Forschung in diesem Bereich weiter intensiviert wird. Durch eine umweltverträgliche „nasse“ Nutzung der Moore könnten allein in MV bis zu 6 Mio Tonnen CO2 eingespart werden. Zudem hat das Land ein anerkanntes Konzept zum Waldumbau und zum Insektenschutz erarbeitet.

Der Klimawandel stellt das Land aber auch in vielen anderen Bereichen vor enorme Herausforderungen. „Ich denke dabei zum Beispiel an den Küsten- und Hochwasserschutz“, sagte der Minister. Seit 1991 seien rund 500 Millionen Euro in den Schutz der Außen-, Bodden- und Haffküsten geflossen. Derzeit wende das Land jährlich rund 20 Millionen Euro für Küstenschutzmaßnahmen auf. „Das wird zukünftig nicht mehr reichen“, betonte er. Allein 100 Mio. Euro kalkuliert das neue Hochwasserschutzkonzept Mecklenburg-Vorpommerns für die notwendige Anpassung des Hochwasserschutzsystems an der Elbe. Das sei etwa genauso viel wie Mecklenburg-Vorpommern in den letzten 30 Jahren für den Hochwasserschutz an der Elbe bereits investiert hat.

Fördermittel für Elektro-Ladesäulen

Greifswald – Heute übergibt Energieminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 10.564 Euro für die Errichtung zweier Elektro-Ladesäulen im Stadtgebiet von Greifswald an die Stadtwerke Greifswald.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen. Die Gesamtkosten betragen rund 35.000 Euro.

An der Bahnhofsstraße am Zentralen Omnibusbahnhof und am Martin-Andersen-Nexö-Platz soll jeweils eine Ladesäule errichtet werden. Mit der Bereitstellung des Stroms aus erneuerbaren Energien soll zum einen die Flexibilität der E-Fahrzeugnutzer erhöht, zum anderen ein Umdenken weg von fossilen Brennstoffen hin zu Antrieben mit erneuerbaren Energien in der Bevölkerung hervorgerufen werden, um die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. Pro Jahr werden dann voraussichtlich rund 18 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED

Altenhagen – Die Gemeinde Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 37.152 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung an der Dorfstraße. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das Vorhaben umfasst die Umrüstung der vorhandenen 33 Quecksilberdampfleuchten inklusive Maste auf LED-Leuchten. Um die Kita und die Bushaltestelle besser auszuleuchten, werden in der Straße zudem drei neue Leuchten installiert.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Jährlich können durch diese Maßnahme ca. 8.300 Kilowattstunden Strom sowie knapp fünf Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

LED-Beleuchtung für Turnhalle Mönchhof

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Landesenergieministerium einen Zuschuss in Höhe 21.123 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Innenbeleuchtung der Turnhalle am Mönchhof 7 auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutzförderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 151 Leuchten (62 in der Halle und 89 in den Nebenräumen) werden durch 119 LED-Leuchten (52 in der Halle und 67 in den Nebenräumen) ersetzt. 22 Leuchten werden weiter verwendet.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit die Stromkosten zu senken und gleichzeitig im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch diese Maßnahme können jährlich mehr als 15.000 Kilowattstunden Strom sowie ca. neun Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Ein zusätzlicher Effekt ist die Optimierung der Beleuchtungssituation in der Sporthalle.

Förderung von Solarwanderbooten

Rechlin – Für die Herstellung von 20 Solarwanderbooten für den eigenen Charterbetrieb inklusive Batteriespeicher übergibt Energieminister Christian Pegel heute dem Unternehmen „Woterfitz Wasserfreizeit“ in Rechlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) einen Zuwendungsbescheid über 568.179,20 Euro.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Unternehmen.

Die 20 neu entwickelten Solarwanderboote „Voyager 900e“ werden über Solarstrommodule (je Boot ca. 2,2 Kilowatt installierte elektrische Leistung) mit Strom versorgt und produzieren im Durchschnitt insgesamt rund 23.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Die Boote werden völlig autark betrieben und verbrauchen im Durchschnitt knapp 17.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Dabei kommen sehr effiziente Elektromotoren sowie Batteriespeicher zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den Stromüberschuss von rund 6.000 Kilowattstunden Strom im Winterhalbjahr mittels der Batteriespeicher über ein Inselnetz in der eigenen Firma zu verbrauchen.

Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben liegen bei ca. 1,5 Millionen Euro. Durch diese Maßnahme können pro Jahr ca. 48 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Wärmepumpenanlage in Kita-Neubau

Sternberg – Der DRK Kreisverband in Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 41.538,09 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für den Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in den Neubau der Kindertagesstätte in der Karl-Marx-Straße 25a in Sternberg. Die Fördermittel werden gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen gewährt.

Die Kita soll mit Heizenergie einer bivalenten Heizanlage versorgt werden. Dazu ist der Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe geplant. Diese soll 80 Prozent des Primärenergiebedarfs decken. Außerdem wird ein Fußbodenheizungssystem mit niedriger Vorlauftemperatur installiert, durch das die Wärmepumpenanlage noch effizienter arbeiten kann. In der Küche wird ein Gasbrennwertgerät zur Trinkwasseraufbereitung verwendet.

Ziel der Umrüstungsmaßnahmen ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Stromkosten zu senken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Wärmepumpenanlage liefert eine jährlich nutzbare Wärmemenge von ca. 32.500 Kilowattstunden. Durch sie können 3,9 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden.

Bundesrat will Solaranlagen weiter fördern

Berlin – Der Bundesrat setzt sich dafür ein, insbesondere kleinere und mittelständische Photovoltaik-Anlagen weiter zu fördern. Der so genannten 52 Gigawatt-Deckel, der nach geltendem Recht die Förderung begrenzt, soll ersatzlos aufgehoben werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den der Bundesrat am 11. Oktober 2019 beschlossen hat. Er wird nun in den Bundestag eingebracht.

Hintergrund für die Initiative ist die Befürchtung, dass ab dem nächsten Jahr insbesondere kleinere und mittlerer Solaranlagen nicht mehr gefördert werden können: Sobald bundesweit ein Ausbaustand von 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung erreicht ist, gibt es für bestimmte Anlagen keine Einspeisevergütung nach dem EEG mehr. Betroffen davon wäre insbesondere Solarenergie bis 750 Kilowatt Peak.

Nach Einschätzung des Bundesrates wird der Förderdeckel im Jahr 2020 erreicht – der Markt für die Neuinstallation von Solaranlagen würde einbrechen. Das Geschäftsmodell zahlreicher mittelständischer Solar-Installateure und Projektentwickler sowie Komponentenhersteller wäre gefährdet, ebenso die damit verbundenen Arbeitsplätze.

Da die Kosten für neue Photovoltaikanlagen in der Freifläche und auf Dächern stark gesunken sind, ist das ursprüngliche Ziel des Förderdeckels erreicht. Er kann daher aus Sicht des Bundesrates ersatzlos wegfallen.

Auch die Bundesregierung hat in ihrem Klimaschutzplan 2030 die Aufhebung des 52Gigawatt-Deckels angekündigt. Der Bundesrat legt nun einen konkret ausformulierten Gesetzentwurf dazu vor.

Der Entwurf wird zunächst der Bundesregierung zugeleitet, die dazu Stellung nimmt. Anschließend bringt sie beide Dokumente in den Bundestag ein. Dieser entscheidet, wann und ob er den Entwurf verabschiedet.

LED-Umrüstung in Turnhalle-West

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von ca. 31.200 Euro (50 Prozent) für die Umrüstung der Beleuchtungsanlagen der Turnhalle-West auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutzförderrichtlinie Kommunen.

Es sollen insgesamt 95 Leuchten auf LED-Technik umgerüstet werden. Davon befinden sich 24 Leuchten in der Halle. 71 Leuchten sind in Nebenräumen und auf der Tribüne oder dienen der Parkplatz- und Außenbeleuchtung. In der Halle wird ein Tragschienensystem zur Installation der neuen Leuchten installiert. Die vorhandene Steuerung wird wiederverwendet.

Neben ca. 29.000 Kilowattstunden Strom können mit der Maßnahme jährlich rund 17,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden.

Umrüstung auf LED-Technik

Parchim – Die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.807,54 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßen- und Gehwegbeleuchtung auf LED-Technik in der Putlitzer Straße und im Abschnitt von Kleiner Kemnadenstraße bis zur Kreuzung Südring in der Brunnenstraße.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Es sollen insgesamt 63 Natriumdampflampen auf LEDTechnik umgerüstet werden, 53 in der Putlitzer Straße und zehn in der Brunnenstraße. Zwei Maste werden komplett ausgetauscht und 60 Meter Kabel erneuert.

Durch dieses Vorhaben können jährlich rund 22.000 Kilowattstunden Strom und ca. 13 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Inselbus auf Hiddensee fährt künftig mit Strom

Insel Hiddensee – Am 05. Oktober 2019 nahm Infrastrukturminister Christian Pegel an der feierlichen Indienststellung des ersten Elektrobusses auf der Insel Hiddensee teil. Das Land hat die Anschaffungskosten für den Bus mit 202.312,50 Euro (75 Prozent) aus Klimaschutzmitteln sowie Mitteln nach dem Entflechtungsgesetz unterstützt.

Seit 1964 verkehrt auf der bis auf wenige Ausnahmen autofreien Insel Hiddensee ein Inselbus, der Schüler, Einwohner und Gäste transportiert. Der bisherige Inselbus ist im Jahr 2007 in Betrieb genommen worden und verkehrt aktuell jeweils von Montag bis Freitag zwischen den Inselorten Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf im Linienverkehr einschließlich der Schülerbeförderung. Aufgrund seines Alters musste dieser ersetzt werden.

Mit Hilfe der Fördermittel hat die Insel-Information Hiddensee deshalb einen Elektrobus mit 24 Sitzplätzen erworben sowie die notwendige Ladeinfrastruktur auf der Insel installiert. Damit soll zum einen der Öffentliche Personennahverkehr auf Hiddensee attraktiver gestaltet werden. Zum anderen soll die Förderung dazu beitragen, die Kohlenstoffdioxidemission auf der Insel zu reduzieren. Mit der Unterstützung trägt das Land dem einzigartigen Charakter der Insel Hiddensee als Nationalpark Rechnung.

Fördermittel zur LED-Umrüstung

Penzlin – Der Penzliner Sportverein (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 40.022 Euro für die Umrüstung der Flutlichtanlage am Kunstrasenplatz auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Das geplante Vorhaben umfasst die Umrüstung der sechs Masten der Flutlichtanlage mit jeweils zwei Lichtpunkten auf LED-Technik sowie die Installation eines zusätzlichen Schaltschranks.

Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben ca. 15.000 Kilowattstunden Strom können rund neun Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden.

LED-Beleuchtung für Landratsämter

Parchim – Heute übergibt Energieminister Christian Pegel dem Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro für die Modernisierung der Beleuchtungsanlagen an den Landratsamtsstandorten in Parchim und Ludwigslust.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für re-gionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Die Gesamtkosten betragen rund 2,1 Millionen Euro.

Insgesamt werden 3.270 Leuchten auf LED-Technik umgestellt und 3.750 Meter Kabel energetisch erneuert. Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. Für die Büros ist eine HCL-Regelung vorgesehen. Damit lässt sich die Lichtfarbe fest oder über den Tagesverlauf in Abhängigkeit des Tageslichts dynamisch einstellen.

Durch das Vorhaben können jährlich knapp 170.000 Kilowattstunden Strom sowie ca. 80 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim betreibt zur Wahrnehmung seiner Aufgaben zwei Landratsämter. Der Hauptstandort befindet sich in Parchim, der Nebenstandort in Ludwigslust. Beide Standorte beherbergen ca. 500 Büroräume, Archivräume, Küchen, Toiletten, Flure, Beratungs- und Fachräume.