Intendant gesucht

Stralsund – Die Intendantenstelle bei der Theater Vorpommern GmbH wurde jetzt ausgeschrieben. Die Stelle eines geschäftsführenden Intendanten (m/w/d) am Theater Vorpommern ist zum 01.08.2021 neu zu besetzen.

Gesucht wird eine künstlerisch profilierte Persönlichkeit mit mehrjähriger Führungserfahrung im Theaterwesen und der Fähigkeit, Publikum und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen zu begeistern und zu motivieren.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2020. Die vollständige Stellenausschreibung gibt es auf der Internetseite der Theater Vorpommern GmbH: https://www.theater-vorpommern.de/service/stellenangebote/

Das Theater Vorpommern mit verschiedenen Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus ist ein Vier-Sparten-Haus. Mehr als 25 Inszenierungen in den Bereichen Ballett, Kinder- und Jugendtheater, Konzert, Musiktheater sowie Schauspiel bieten in jeder Spielzeit ein vielfältiges kulturelles Angebot, welches sowohl klassische Werke als auch zeitgenössisches Musiktheater und die dramatische Gegenwartsliteratur umfasst.

Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft

Schwerin – Ab sofort sind Bewerbungen für den „Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ möglich. Bis zum 24. April 2020 können sich Kultur- und Kreativschaffende für den Landeswettbewerb bewerben.

„Wir wollen die Branche noch stärker in das Licht der Öffentlichkeit bringen. Deshalb möchten wir landesweite Projekte für die Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg bringen, um die Wahrnehmung und das Image der Branche zu erhöhen. Mit dem Wettbewerb sollen zukunftsweisende, nachhaltige Konzepte eingereicht werden. Unser Ziel ist es, das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft aufzuzeigen und zu vermarkten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Über den Wettbewerb und die ausgewählten Projekte soll die Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem als innovativer Auftragnehmer für andere Branchen positioniert sowie die Wertschöpfung und Beschäftigung der Branche dargestellt werden. Zudem ist es ein Ziel deutlich zu machen, dass Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum für die Ansiedlung von Kreativen ist. Im Rahmen der Projekte können beispielsweise multimediale PR- und Marketingmaßnahmen unterschiedlicher Formate ausgearbeitet werden.

„Eine lebendige Kreativwirtschaft ist auch Image-und Standortfaktor in den Städten und Regionen. Entscheidend ist, dass Kooperationen zwischen der Kreativwirtschaft und Unternehmen anderer Wirtschaftsbereiche verstärkt werden. So entstehen aus innovativen Ideen marktfähige Produkte“, sagte Glawe.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts. Der Projektzeitraum läuft von Mai 2020 bis Dezember 2021. Die Höhe der Projektförderung/Projektvergütung beträgt höchstens 70.000 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) pro Jahr. Die Projekte sind in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Der Wettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Eine Jury unter Leitung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern wird über die Projektideen entscheiden.

Für die Bewerbung müssen die folgenden Unterlagen eingereicht werden:

– Angaben zur Person/zum Unternehmen,
– Projektbeschreibung: Ziele und Inhalte, gegebenenfalls Projektpartner (auf maximal 5 Seiten, Arial 12 und gegebenenfalls Anlagen),
– Kosten- und Zeitplan (Personal- und Sachkosten),
– Referenzen/Empfehlungen für die Umsetzung vergleichbarer Projekte.

Die Bewerbungen zum Ideenwettbewerb sind in einem geschlossenen Umschlag mit dem Vermerk „Teilnahme am Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft“ per Post oder per Mail bis spätestens 24.04.2020 (Eingangsstempel) bei folgender Adresse einzureichen:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 200
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Ihre Ansprechpartnerin: Rylana Nehring, Tel: 0385/588-5208
Mail: r.nehring@wm.mv-regierung.de

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Roter Teppich ans Meer

Mecklenburg-Vorpommern soll Filmland werden Filmempfang anlässlich der 70. Berlinale

Berlin – „Unser roter Teppich führt heute nicht nur ans Meer, sondern direkt in eine neue Ära der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir schaffen klare Strukturen, geben mehr Geld und positionieren Mecklenburg-Vorpommern als Filmland“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue anlässlich des Empfangs zur 70. Berlinale in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. „Unser Land wird wieder verstärkt als Film- und Fernsehland wahrgenommen. Das wollen wir gemeinsam mit den Verantwortlichen ausbauen und stärken.“

„Wir wollen die große filmische Tradition Ostdeutschlands pflegen und weiterentwickeln“, kündigte Geue an. „Unsere Filmförderung soll helfen, Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zu erzählen. Erzählt von erfahrenen Filmemacherinnen und Filmemachern, aber auch von jungen Talenten, die wir auf ihrem Weg begleiten wollen.“

Kern der Pläne ist die Gründung einer landeseigenen „MV Filmförderung gGmbH“ mit Sitz in Schwerin und Wismar. Diese soll für die Filmförderung zuständig sein, Filmemacherinnen und Filmemacher beraten und auch die Festival- und Kinoförderung übernehmen. Mit der neuen Fördergesellschaft wird unter anderem die Förderung von Spielfilmen von Produzentinnen und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern möglich. „Eine eigene Filmförderung ist Voraussetzung dafür, dass heimische Produktionen auch von der Filmförderung des Bundes profitieren können, sagte Geue. Zu den zur Verfügung stehenden Mitteln ergänzte er: „Es stehen künftig deutlich mehr Mittel für die Filmförderung zur Verfügung.“ Dafür sei bereits mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 Vorsorge getroffen worden. „In diesem Jahr werden es drei Millionen, 2021 vier Millionen Euro sein.“

Außerdem soll die neue Filmfördergesellschaft die jährliche Branchenkonferenz Film im Rahmen des FILMKUNSTFESTes MV ausrichten und das Landesfilmarchiv führen. Die bereits sehr erfolgreich agierenden Akteure in der Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sollen über eine Jury und einen Beirat eingebunden werden.

Im Nachwuchs-Förderbereich soll es beispielsweise eine eigene Jugendjury geben, sodass verstärkt Zukunftsthemen und neue mediale Formen bei der Umsetzung und Verbreitung berücksichtigt werden. Im Fördersegment „Wege zum Nachbarn“ sollen auch Autoren und Produzenten aus den nordöstlichen Ostseeanrainern gefördert werden, sofern sie einen Ko-Produzenten aus M-V haben und das Projekt dem kulturellen Austausch der Nachbarländer dient. Konkrete Förderregularien für die Bereiche „Film for Future“ (Nachwuchs) und „Wege zum Nachbarn“ (Filmkulturelle Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarn) werden derzeit erarbeitet.

Zum Empfang der Landesvertretung anlässlich der diesjährigen Berlinale waren auch Dieter Schumann, Dokumentarfilmer, Anja Wedell, Produzentin sowie der Geschäftsführer und künstlerische Festivalleiter des FILMKUNSTFESTes Mecklenburg-Vorpommern Volker Kufahl gekommen. Bei Letzterem gab es ebenfalls Anlass zum Feiern: Das FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern wird im Mai 30 Jahre alt.

Fachstelle für Museumsberatung

Schwerin – Große Unterstützung für den Museumsverband: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur finanziert in diesem und im kommenden Jahr die Fachstelle für Museumsberatung des Verbandes mit insgesamt 240.000 Euro. Die Fachstelle verstärkt das Beratungs-, Fortbildungs- und Dienstleistungsangebot für öffentliche Museen. Ziel ist es, nicht-kommerzielle Museen und museale Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern bei der inhaltlichen Arbeit besser zu begleiten.

„Mit dieser Förderung stärken wir die Attraktivität unserer vielfältigen Museumslandschaft in MV. Insbesondere den vielen kleinen Museen, die sich mit einer Vielzahl von Aufgaben konfrontiert sehen, kommt die Arbeit des Museumsverbandes zugute“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Moderne Ausstellungen sind eine Voraussetzung, um möglichst viele Besucherinnen und Besucher zu interessieren. Wie Kulturgüter fachgerecht gelagert werden oder wie Schädlinge im Depot behandelt werden können, sind weitere Fragen, mit denen sich die Museumsleute im Land beschäftigen. Die Landesfachstelle ist ein wichtiges Serviceantebot, mit dem der Museumsverband in den vergangenen Jahren sein Beratungsangebot intensivieren konnte“, betonte Martin. Deswegen werde die Unterstützung weitergeführt.

Die Fachstelle für Museumsberatung existiert seit 2017 und hat ihren Sitz in der Geschäftsstelle des Museumsverbandes in Rostock. Sie bietet Beratung bei Ausstellungs- und Sammlungskonzepten, fachwissenschaftliche Unterstützung bei Förderanträgen, erstellt Gutachten und Analysen. Außerdem unterstützt sie Museen bei der Digitalisierung, bei der Erstellung von Websites oder bei Social Media-Aktivitäten. Die Landesfachstelle übernimmt ebenfalls eine gewisse koordinierende Funktion bei der Öffentlichkeitsarbeit und trägt dazu bei, das Kulturportal des Landes www.Kultur-MV.de noch bekannter zu machen.

MoorFutures goes Berlinale

Berlin – Bei den heute beginnenden Internationalen Filmfest­spielen in Berlin können die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten MoorFutures einen prestigeträchtigen Erfolg verbuchen: Der Veranstalter, die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB), wird dienstreise­bedingte Emissionen zum Teil über den Kauf von MoorFutures kompensieren. Am 24. Februar erhalten die MoorFutures außerdem die Möglichkeit, sich im Berlinale Social Bus vorzustellen.(Programm des Berlinale Social Busses).

„Ich begrüße es sehr, dass sich die 70. Berlinale ausdrücklich zu den 17 Nachhaltigkeitszielen bekennt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Dass dieses Engagement durch den Kauf der in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten MoorFutures konkretisiert wird, ist natürlich sehr erfreulich!“ Neben dem unmittelbar mit dem Kauf verbundenen Klimaschutzeffekt sieht der Minister eine weitere Erhöhung des Bekanntheitsgrades der MoorFutures. „Zwar sind wir in Mecklenburg-Vorpommern vorübergehend ausverkauft, arbeiten aber mit Hochdruck an neuen Projekten.“

Die MoorFutures wurden 2011 in Mecklenburg-Vorpommern als Zertifikate für den freiwilligen Kohlenstoffmarkt entwickelt. In den Jahren 2012 und 2014 erwarben die Länder Brandenburg und Schleswig-Holstein die Nutzungsrechte an der Marke MoorFutures®. Die KBB GmbH hat von allen drei Ländern je 360 MoorFutures gekauft.

Mittlerweile befinden sich fünf allein durch den Verkauf von MoorFutures finanzierte Moorwiedervernässungs­projekte in Umsetzung bzw. wurden bereits umgesetzt.

Polder Kieve (MV), abgeschlossen 2018,
Rehwiese (BB), im Verkauf,
Königsmoor (SH), im Verkauf,
Kamerunwiese (MV), abgeschlossen 2018,
Gelliner Bruch (MV), abgeschlossen 2020.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern konnten durch den Verkauf von MoorFutures rund 850.000€ zusätzlich für den Moor- und Klimaschutz eingenommen werden. Insbesondere zum Ende des Jahres 2019 stiegen die Verkaufszahlen derart schnell, dass die MoorFutures aus Mecklenburg-Vorpommern derzeit ausverkauft sind.

Initiative „Museumsführungen – immer inklusive“

Drese: Einzigartiges Projekt aus MV findet internationale Beachtung

Hagenow – „Das ist eine große Anerkennung für eine einzigartige Inklusions-Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Lebenshilfe Hagenow mit ihrem Projektbüro capito und das Staatliche Museum Schwerin verdienen diese internationale Würdigung für das herausragende Projekt „Museumsführungen – immer inklusive“. Ich durfte mir bereits selbst ein Bild davon machen. Deshalb freue ich mich umso mehr für die Gewinner“, gratuliert Sozialministerin Stefanie Drese in Schwerin.

Am (morgigen) 20. Februar werden in Wien an 86 Inklusionsprojekte die internationalen Auszeichnungen durch das „Zero Project“, das sich als Unterstützer zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention versteht, vergeben. Rund 500 Gäste aus mehr als 70 Ländern nehmen an der Veranstaltung teil.

„Mit der Idee, dass Menschen mit Handicap für Besucherinnen und Besucher des Museums Führungen anbieten, haben die beteiligten Akteure in Schwerin etwas ganz Neues geschaffen. Ich finde es überaus wertvoll, dass so Kunst- und Kulturgüter allen Menschen barrierefrei zugänglich gemacht werden und zwar nicht nur baulich, sondern eben auch inhaltlich, sprachlich und dadurch mit neuen spannenden Perspektiven. Ich würde mich sehr freuen, wenn es klappt, dass unser Ansatz aus MV in weiteren Städten und Ländern Schule macht“, so Drese. Erste Nachfolgeprojekte gibt es bereits.

Das Inklusionsprojekt ist eine Initiative des Büros für Barrierefreiheit des LHW Hagenow (capito), des Staatlichen Museums Schwerin und dem Mecklenburgischen Staatstheater.

Land lobt Kulturpreis 2020 aus

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt auch in diesem Jahr den Landeskulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger können bis Dienstag, 31. März 2020, im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemacht werden. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

„Kulturelle Angebote bereiten uns nicht nur schöne Stunden, Kultur ist wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „In Mecklenburg-Vorpommern haben wir eine reiche Kulturszene, die vom Einsatz und von der Kreativität vieler engagierter Menschen überall im Land getragen wird. Mit dem Landeskulturpreis wollen wir Menschen auszeichnen, die sich in besonderer Weise um unser kulturelles Leben in MV verdient gemacht haben. Machen Sie mit und schlagen Sie diese Menschen vor“, forderte Martin auf.

Mit dem Kulturpreis werden die künstlerischen oder kulturellen Leistungen einer Persönlichkeit oder einer Gruppe aus allen Bereichen von Kunst und Kultur gewürdigt. Für die Verleihung kann ein einzelnes Werk oder das Gesamtschaffen maßgeblich sein. Der Hauptpreis und Förderpreis sollen Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten.

Die Vorschläge können unter folgender Adresse eingereicht werden:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung Kultur
Werderstr. 124
19055 Schwerin

E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Eigenbewerbungen sind nicht zulässig.

Im vergangenen Jahr ist die Grafikerin Inge Jastram für ihr Lebenswerk mit dem Landeskulturpreis ausgezeichnet worden. Den Förderpreis erhielt der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Rostock, Juri Rosov, vor allem für seinen Beitrag zu den 2016 ins Leben gerufenen Jüdischen Kulturtagen in der Hansestadt.

Welche Angaben die Vorschläge enthalten müssen und wie das Auswahlverfahren abläuft, erläutert das Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf seiner Internetseite.

Neue Ausstellung im FM

Schwerin – Finanzstaatssekretär Heiko Miraß hat heute eine neue Ausstellung der Reihe „Kunst im FM“ eröffnet. Es ist die erste Ausstellung, die gemeinsam mit den Jungen Freunden des Staatlichen Museums Schwerin organisiert wurde. Zu sehen sind Werke des Dambecker Künstlers Willy Günther.

Die Jungen Freunde sind eine Gruppe junger Kunstbegeisterter, die die Arbeit des Staatlichen Museums Schwerin unterstützen und den Austausch mit Gleichgesinnten suchen. Teil des „Kulturprogramms“ der Jungen Freunde sind regelmäßige Ausflüge zu Kunstschaffenden des Landes. Einer dieser Ausflüge führte die Jungen Freunde im Januar nach Dambeck zum Künstler Willy Günther. Dort wählten sie aus seinem künstlerischen Schaffen der letzten zehn Jahre die Werke aus, die nun in der Ausstellung zu sehen sind.

Der 82-Jährige Künstler studierte Ende der 1950er Jahre in Dresden Bildende Kunst – heute lebt er zurückgezogen in der mecklenburgischen Provinz. Er strebte weder nach Ruhm und Anerkennung, noch nach Ausstellungen oder Verkäufen und doch sind seine Arbeiten mittlerweile u.a. in der Brandenburgischen Kunstsammlung in Cottbus sowie im Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vertreten. In Schwerin gab es zuletzt vor zwei Jahren eine Ausstellung seiner Bilder im Kunst-Wasser-Werk.

Die Ausstellung im Finanzministerium ist noch bis Ende März dieses Jahres zu den Geschäftszeiten zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Noch freie Plätze bei „Theater in Sicht“

Schwerin – Mit den landesweiten Theaterwochen 2020 laden die Theater in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte ein, Schauspiel, Musiktheater, Tanz und Musik auf der Bühne zu erleben. Vom 24. Februar bis 13. März 2020 sind große und kleine Inszenierungen in allen Sparten zu sehen. Bereits zum vierten Mal schließen sich die Stadt-, Landestheater und das Staatstheater zusammen und präsentieren Schulklassen ein vielfältiges Programm.

„Bei ‚Theater in Sicht‛ können Schülerinnen und Schüler nicht nur zuschauen, sondern mitmachen und einen Blick hinter die Kulissen werfen“, erklärte Bildungs- und Kulturministerin Bettina Martin. „Es gibt Vorstellungen, die im Theater zu erleben sind und Angebote, mit denen die Theater in die Schulen kommen. Die landesweiten Theaterwochen sind tolle Angebote der kulturellen Bildung. Ich freue mich über alle Lehrerinnen und Lehrer, die sich in den kommenden Tagen noch entschließen, die Vorstellungen mit ihren Schulklassen zu besuchen und damit den Stundenplan für ihre Schülerinnen und Schüler zu bereichern“, warb Martin.

„In Mecklenburg-Vorpommern läutet nach den Winterferien Theater die zweite Hälfte des Schuljahres ein“, so der Intendant des Volkstheaters Rostock, Ralph Reichel. „Die Schülerinnen und Schüler werden mit Schauspielerinnen und Schauspielern, Sängerinnen und Sängern, Tänzerinnen und Tänzern sowie Orchestermusikerinnen und -musikern Spannendes und Nachdenkliches erleben, staunen, lachen und lernen. Wir freuen uns auf die Begegnungen!“

„Unterricht einmal anders: gemeinsam großartige Theaterinszenierungen entdecken, das Erlebte diskutieren“, so der Intendant des Theaters Vorpommern, Dirk Löschner. „Soziale Kompetenz ist der Schlüssel. Bildung für’s Leben. Genau das!“

„Dem Mecklenburgischen Staatstheater ist es ein besonderes Anliegen, mit seinem außerordentlich vielfältigen Programm junges Publikum und Bildungseinrichtungen anzusprechen“, betonte Generalintendant Lars Tietje.

„Ganz besondere Theaterwochen darf besonders das junge Theaterpublikum bei dem Programm ‚Theater in Sicht‛ erwarten, wenn das Theater einen Querschnitt seines Angebots von Theater bis Konzert präsentiert“, so Sven Müller, Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz. „Das Theater zeigt damit, wie es als wichtigen Teil der kulturellen Bildung Schule bereichern, begeistern kann und neue Perspektiven schafft. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und den direkten Dialog mit Ihnen!“

„Wenn der Vorhang sich öffnet können wir in alle nur erdenklichen Welten blicken, von der Vergangenheit in die Zukunft und auch wieder zurück“, sagte Martin Schneider, Intendant der Vorpommerschen Landesbühne Anklam. „Wir können zum Mond fliegen und ins Meer abtauchen. Jede Vorstellung ist eine Einladung für Sie und Ihre Schüler sich mit unserer und anderen Welten auseinanderzusetzen. Darum laden wir Sie wieder herzlich ein, uns im Rahmen von Theater in Sicht zu besuchen.“

Das Land fördert unter bestimmten Bedingungen Schulfahrten zu den Theatervorstellungen. Die Unterstützung erfolgt in der Regel ab Jahrgangsstufe 7 nach der „Richtlinie zur Förderung von Schulfahrten zu KZ-Gedenkstätten sowie zu Gedenkstätten und -orten für Opfer der jüngeren deutschen Geschichte und zu Stätten des natur- und kulturhistorischen Erbes des Landes M-V“.

Filmszene wird künftig stärker unterstützt

Geue: Wir werden bei der Filmförderung künftig viel mehr machen als bisher

Schwerin – Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern will die Filmszene künftig stärker unterstützen. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue, informierte heute zunächst das Kabinett und anschließend die Landespressekonferenz über die Pläne.

„Wir werden bei der Filmförderung künftig viel mehr machen als bisher“, erklärte Geue. Kern der Pläne ist die Gründung einer landeseigenen Filmförderung gGmbh mit Sitz in Schwerin und Wismar. „Sie soll für die Filmförderung zuständig sein, Filmemacherinnen und Filmemacher beraten und auch die Festival- und Kinoförderung übernehmen. Außerdem soll die neue Filmfördergesellschaft die jährliche Branchenkonferenz Film im Rahmen des FILMKUNSTFESTes MV ausrichten und das Landesfilmarchiv führen“, erläuterte Geue die Aufgaben der geplanten Gesellschaft. Die bisherigen Akteure in der Filmförderung sollen über eine Jury und einen Beirat eingebunden werden.

„Es geht uns aber nicht nur um klare Strukturen und um mehr Geld für die Filmförderung, sondern auch um eine stärkere inhaltliche Profilierung als Filmland“, betonte der Chef der Staatskanzlei. „Wir wollen die große filmische Tradition Ostdeutschlands pflegen und weiterentwickeln. Unsere Filmförderung soll helfen, Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zu erzählen. Erzählt von erfahrenen Filmemacherinnen und Filmemachern, aber auch von jungen Talenten, die wir auf ihrem Weg begleiten wollen.“

Mit der neuen Fördergesellschaft werde unter anderem die Förderung von Spielfilmen von Produzentinnen und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern möglich. „Das fehlte bisher. Und das werden wir ändern“, so Geue. Eine eigene Filmförderung sei Voraussetzung dafür, dass heimische Produktionen auch von der Filmförderung des Bundes profitieren können.

„Der letzte wichtige Punkt: Es stehen künftig deutlich mehr Mittel für die Filmförderung zur Verfügung“, sagte der Staatssekretär. Dafür sei bereits mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 Vorsorge getroffen werden. 2020 werden es 3 Millionen, 2021 4 Millionen Euro sein.

Begleitet wurde Geue vom Dokumentarfilmer Dieter Schumann und der Produzentin Wiebke Possehl.

„Das ist ein filmpolitischer Paukenschlag, der die Branche im Land aus dem Tiefschlaf erwecken kann. Damit wird hoffentlich die Abwanderung von Talenten und Produzenten gestoppt. Ich wünsche mir Filme, die die Geschichten des Alltags erzählen und engagiert und mutig die drängenden Fragen der Zeit behandeln“, erklärte der Regisseur, Produzent und Autor Dieter Schumann.

„Als Produzentin aus Rostock freue mich über die Entwicklung der neuen Filmförderung in MV. Die Branche erfährt jetzt einen vorher nie da gewesenen Auftrieb. Ich wünsche mir für unser Land MV erfolgreiche, überraschende und innovative Projekte an denen auch junge Kollegen partizipieren. Den Gremienmitgliedern und Redakteuren wünsche ich viel Mut und Vertrauen in die Macher und die Themen, die zukünftig eingereicht werden“, sagte Wiebke Possehl.

Sonderbriefmarke zu Barlachs 150. Geburtstag

Güstrow – Zu Ehren Ernst Barlachs: Kulturministerin Bettina Martin hat am Abend in der Barlach Stiftung Güstrow an der offiziellen Präsentation der Barlach-Sonderbriefmarke teilgenommen. Im Barlach-Jubiläumsjahr 2020 ist eine Sonderbriefmarke im Wert von 270 Cent erschienen. Gezeigt wird der Kopf des Kunstwerks „Der Schwebende“. Ernst Barlach wurde am 2. Januar vor 150 Jahren geboren.

„Das Güstrower Ehrenmal ist eines der berühmtesten Werke Ernst Barlachs“, erklärte Kulturministerin Bettina Martin. „Barlach hat es als Mahnmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs geschaffen. Das Schaffen von Ernst Barlach hat für Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Bedeutung. Der größte Teil seines Werkes ist in Güstrow entstanden. Die Briefmarke mit vergleichsweise hohem Wert ist nicht nur etwas für Philatelistinnen und Philatelisten. Auch Barlach-Liebhaberinnen und Liebhaber können sich daran erfreuen“, sagte Martin.

Der Bildhauer, Dramatiker und Zeichner Ernst Barlach sei selbst ein intensiver Briefeschreiber gewesen. „Anfang Januar habe ich die vierbändige Neuausgabe einer Briefedition vorgestellt, die 2.215 Briefe von Ernst Barlach umfasst. Briefedition und Sonderbriefmarke passen gut zusammen und sind schöne Ehrungen im Jubiläumsjahr. Sie bieten Anlass, sich näher mit dem beeindruckenden Gesamtwerk des so vielseitigen Künstlers zu befassen“, betonte Kulturministerin Martin.

Ernst Barlach hinterließ neben der persönlichen Korrespondenz mehr als 11.000 Skizzen, 2.800 Einzelzeichnungen, acht Dramen, umfangreiche Prosa sowie über 600 plastische Arbeiten.

Schlüsselübergabe im Schloss Ludwigsburg

Schwerin – Finanzminister Reinhard Meyer hat heute den Schlüssel für Schloss Ludwigsburg übergeben bekommen. Nachdem der Landtag im Juni vergangenen Jahres den Erwerb der Schlossanlage bei Greifswald beschlossen hatte, sind heute die Kaufverträge mit den drei Eigentümern unterzeichnet worden.

Die drei Eigentümer der Anlage: Die Familie Weissenborn, der Förderverein sowie die Gemeinde erklärten sich bereit, ihre Anteile an das Land zum symbolischen Preis von jeweils einem Euro abzutreten. Meyer dankte dem Förderverein, der sich viele Jahre für den Erhalt des Schlosses eingesetzt hatte, wandte sich aber ganz besonders an die Familie Weissenborn, die seit Anfang des 19 Jahrhunderts Eigentümer des Schlosses war: „Für Sie ist heute sicherlich nicht nur ein Tag der Freude, schließlich trennen Sie sich von einem Stück persönlicher Geschichte. Ich hoffe, dass Ihnen dieser Schritt leicht fällt, weil Sie wissen, dass das Schloss in guten Händen bleibt.“

Schloss Ludwigsburg ist eines der letzten erhaltenen Schlösser der Pommerschen Herzöge und verkörpert in besonderer Weise das kulturelle Erbe Pommerns. Mit dem Kauf übernimmt das Land Verantwortung für den Erhalt der Schlossanlage. Bei der offiziellen Schlüsselübergabe machte der für die staatlichen Schlösser zuständige Finanzminister deutlich, dass nun einiges an Arbeit auf die Landesbauverwaltung zukommen werde: „Schloss Ludwigsburg“, so Meyer, „ist zwar weitgehend im Original erhalten, aktuell aber in einem baulich desolaten Zustand. Die notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen übersteigen die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements um Längen. Würden wir als Land nicht tätig, droht über kurz oder lang der endgültige Verlust dieses Teils der Pommerschen Geschichte.“

Nach ersten Schätzungen wird das Land für die Sanierung und Herrichtung mindestens 40 Mio. Euro aufwenden müssen. Allerdings hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, sich mit 20 Mio. Euro an den Kosten beteiligen zu wollen. „Die Herrichtung ist das Eine, der spätere Betrieb das Andere“, sprach Finanzminister Meyer die noch offene Frage der späteren Nutzung an. „Natürlich freuen wir uns, wenn wir nicht nur bei der Erstellung eines Ausstellungskonzepts auf einen großen Pommern-Sachverstand bauen können.“ Hierzu sei man aktuell in Gesprächen mit der Stiftung Pommersches Landesmuseum sowie dem Bildungsministerium. „Es ist und bleibt eine große kulturpolitische Aufgabe, zu der man sich bekennen muss. Das tut die Landesregierung“, so Meyer abschließend.

Theaterball im Mecklenburgischen Staatstheater

Schwesig: Land geht für Staatstheater in besondere Verantwortung

Schwerin – „Der Theaterball im Mecklenburgischen Staatstheater ist ein gesellschaftlicher Höhepunkt für alle, die das Jahr über gern ins Theater gehen, für ganz Schwerin und darüber hinaus. Sehr gern habe ich auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Sonnabend bei der Eröffnung des Balls.

Es sei in der Saison schon einiges zu erleben gewesen: Sinfonische Konzerte, Opern- und Schauspielpremieren, „das alles getragen von unseren tollen Schauspielern und Sängerinnen, Musikerinnen und Musikern, Tänzerinnen und Tänzern und allen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass die Stücke gelingen“, sagte Schwesig weiter.

Das Land wolle, dass sich die Theater im Land weiter gut entwickeln. Deshalb habe die Landesregierung den Theaterpakt geschlossen. „Wir erhalten alle Mehrspartentheater und der Gesamtzuschuss wird um jährlich 2,5 Prozent erhöht. Die Mehrkosten trägt das Land zu 55 Prozent. Das bedeutet Planungssicherheit für die Beschäftigten und attraktive Aufführungen für das Publikum. Unser Land hat erstklassige Theater. Das soll auch so bleiben“, betonte die Regierungschefin

„Für das Mecklenburgische Staatstheater geht das Land in besondere Verantwortung, indem wir 100 Prozent der Gesellschafteranteile übernehmen. Die Übertragung der Anteile ist für dieses Jahr geplant. Dazu sind wir guten Gesprächen mit unseren Partnern auf kommunaler Ebene“, sagte Schwesig weiter. Mit dem Haushaltsabschluss 2019 sei von Landesseite auch finanzielle Vorsorge getroffen worden, um Vorhaben im kulturellen Bereich wie das gemeinsame Projekt Kulturmühle des Landkreises Ludwigslust-Parchim und der Stadt Parchim verwirklichen zu können. Auch dazu sei man in guten Gesprächen.

Stoewer-Automobil-Ausstellung

Dahlemann: Dank Stoewer und Tierpark Grenzen überqueren

Stettin – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann trifft heute mit dem Stadtpräsidenten von Stettin Piotr Krzystek zu zwei Terminen zusammen. Am Nachmittag steht zunächst ein gemeinsamer Besuch der Stoewer-Automobil-Ausstellung auf dem Programm.

Dahlemann: „Es ist ein großer Glücksfall, dass die Sammlung der Stoewer Automobile vollständig nach Stettin zurückgekehrt ist. Hier ist der Ort, an dem Stoewer Automobilgeschichte geschrieben hat. Das Unternehmen war nach Daimler und Benz der dritte Autobauer Deutschlands. Dem Stifter der Ausstellung möchte ich großen Dank sagen. Er hat es möglich gemacht, dass die beeindruckenden Autos mit dem pommerschen Greif als Kühlerfigur an ihre Geburtsstätte zurückgekehrt sind. Das ist eine Bereicherung für die Museumslandschaft in der Metropolregion Stettin.“

Die Stoewer-Sammlung aus dem Museum im hessischen Wald-Michelbach ist auf Initiative des Stifters Manfried Bauer aufgelöst worden. Alle Exponate befinden sich jetzt im Stettiner Muzeum Techniki. Im November 2019 ist die Ausstellung vor zahlreichen Besuchern eröffnet worden und seitdem jederzeit zu besichtigen.

Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen dem Staatssekretär und dem Stadtpräsidenten im Rathaus der Stadt Stettin statt. „Die vertrauensvolle Partnerschaft mit der Stadt Stettin und insbesondere mit Stadtpräsident Piotr Krzystek ist mir sehr wichtig. Die sehr enge Kooperation bei der Entwicklung der Metropolregion bietet große Chancen für Vorpommern. Wir wollen alle Möglichkeiten, die sich uns bieten, zum Wohle der Menschen beiderseits der Grenzen nutzen und gemeinsam Konkretes anpacken. Hierbei habe ich auch den Zoo der Stadt Stettin im wunderschönen Seebad Ueckermünde vor Augen. Wir wollen ausloten, wie eine noch engere Kooperation für den Tierpark aussehen kann“, betonte Dahlemann im Vorfeld des Treffens.