Rückzahlbare Liquiditätshilfen

Schwerin – Zur Stabilisierung der heimischen Wirtschaft hat die Landesregierung umfangreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Sie unterstützt beispielsweise Unternehmen mit dem Soforthilfeprogramm mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

„Wir haben ein weiteres Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Hierbei geht es um die Ausreichung von rückzahlbaren Überbrückungsfinanzierungen. Das sind Liquiditätshilfen, um Engpässe aufgrund der Corona-Pandemie zu vermeiden. Wir wollen die Unternehmen stabilisieren und Arbeitsplätze erhalten. Das ist eine große Herausforderung für die heimische Wirtschaft. Die Anträge können im Internet bei der Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung abgerufen werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe am Freitag.

Gegenstand der Förderung sind die betriebsnotwendigen Ausgaben der antragsberechtigten Unternehmen und Freiberufler einschließlich Kulturschaffender bis zum 30. September 2020, die nicht durch betriebliche Einnahmen und anfangs noch vorhandene liquide Mittel gedeckt sind. Zuwendungsempfänger können Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen aus allen Branchen mit weniger als 250 Beschäftigten – einschließlich Freiberuflern inklusive Kulturschaffenden – mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern sein. Antragsberechtigt sind die Antragsteller im Vollerwerb.

Die rückzahlbare Zuwendung wird eine Laufzeit von maximal 96 Monaten haben. Von den Liquiditätshilfen sind 20.000 Euro zinsfrei, der Betrag, der über 20.000 Euro hinausgeht (also maximal 180.000 Euro) ist im ersten Jahr zinsfrei, danach fallen für diesen Teilbetrag Zinsen in Höhe von 3,69 Prozent pro Jahr an. Die Rückzahlung erfolgt ab dem zweiten Jahr.

Das Unternehmen muss seine Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 01. Dezember 2019 am Markt angeboten haben. Gemeinnützige Unternehmen, unabhängig von ihrer Rechtsform, sind für den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb im Sinne des § 64 der Abgabenordnung ebenfalls zuwendungsfähig. Öffentliche Unternehmen oder Einrichtungen, an denen die Öffentliche Hand mittelbar und unmittelbar mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist, sind nicht antragsberechtigt.

Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten müssen mit der Antragstellung darlegen, dass sie bereits einen Antrag auf Förderung aus dem Soforthilfeprogramm „Corona-Soforthilfe“ beim Landesförderinstitut des Landes Mecklenburg-Vorpommern gestellt haben. Dieser Zuschuss ist bei den betrieblichen Einnahmen zu berücksichtigen. „Es geht darum, die Gesamtbreite der Unterstützungsmöglichkeiten bestmöglich zu nutzen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Ebenfalls muss der Antragsteller nachvollziehbar darstellen, dass er während der Corona-Pandemie Einnahmeausfälle und infolgedessen zur Abdeckung von laufenden Ausgaben einen nicht gedeckten Liquiditätsbedarf hat.

Die Antragsstellung und -bearbeitung erfolgt durch die Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (GSA). Anträge stehen unter www.gsa-schwerin.de zum Download bereit.

MV-Schutzfonds für Kulturschaffende

Schwerin – Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende und Vereine profitieren von dem MV-Schutzfonds. Außerdem hat heute die Landesregierung entschieden, dass alle Einrichtungen die bereits zugesagten Förderungen und Zuwendungen erhalten werden, auch wenn sie im Zuge der Krise die Leistungen nicht erfüllen können.

„In dieser schwierigen Situation sind viele Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Kunstvereine und Ehrenamtler in einer wirtschaftlich fatalen Situation“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. Die Landesregierung ergänzt jetzt die Mittel des Bundes mit zusätzlichen 25 Mio. Euro. Damit hat das Land schnell reagiert und stellt die notwendigen Hilfen zur Verfügung. Die lebendige Kunst- und Kulturlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns darf nach Aussage Martins nicht langfristig unter der jetzigen Krise leiden. „Mir ist wichtig, dass trotz der jetzigen massiven Einschränkungen die lebendige Kultur im Land keinen strukturellen Schaden erleidet. Deshalb haben wir heute im Kabinett auch für die Kultur einen wichtigen Schutzschirm gespannt. Mit den Bundes- und Landesmitteln, können die größten Härten jetzt abgefedert werden.“

Viele Kultureinrichtungen stehen vor einer existenzbedrohenden Situation. Geplante Veranstaltungen mussten abgesagt werden, Publikumsverkehr ist vorerst nicht mehr möglich, Beratungen können nicht stattfinden oder Workshops fallen aus. Die bereits investierten Mittel müssen abgeschrieben werden, Einnahmen werden derzeit nicht erzielt. „Das heute beschlossene Paket gibt denjenigen Sicherheit, die momentan vor einer bangen Zukunft stehen“, so Martin. Das betrifft auch ehrenamtlich engagierte Menschen und Vereine, die ebenfalls vor erheblichen Problemen stehen. „Von den zugesagten 25 Mio. Euro stehen dem Bereich Ehrenamt fünf Millionen zur Verfügung.“

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es in der Kultur- und Kreativwirtschaft rund 2.660 Selbstständige und Unternehmen mit etwa 9.500 Beschäftigten. Insgesamt zählt die Branche im Land rund 17.800 Arbeitsplätze.

Kultur in MV erhält Hilfen von Bund und Land

Schwerin – Die Landesregierung wird Künstlerinnen und Künstler sowie andere Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Hilfsfonds unterstützen. Die notwendigen drastischen Schritte zur Eindämmung des Covid-19 bringen viele Kulturschaffende in eine existenzielle Notlage. Landes- und Bundesregierung sind aktuell dabei, vielfältige Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen zu erarbeiten. „Gerade Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Freiberufler sind in der jetzigen Situation betroffen. Bei vielen sind alle Aufträge weggebrochen. Deshalb ist es wichtig, schnell zu helfen“, sagte Kulturministerin Bettina Martin am Freitag.

Die Ministerin hat sich mit einem Schreiben und einem Informationsblatt an alle Kulturschaffenden und Projektträger gewandt, die im offiziellen Kulturportal des Landes unter www.kultur-mv.de abrufbar sind. Darin informiert sie über die unterschiedlichen Hilfsangebote für Künstlerinnen und Künstler aber auch für Projekte.

Wie sind bereits angelaufene Projekte abgesichert?
Wie gehe ich mit drohender schon bestehender Kurzarbeit um?
Wie können freiberufliche Künstlerinnen und Künstler Grundsicherung nach ALG II beantragen?
Was ist bei der Künstlersozialkasse zu beachten?
Was ist mit ESF-geförderten Maßnahmen?
Wie wird das Ehrenamt unterstützt?
Wie kann Kunst digital angeboten werden?

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird auf diesem Weg weitere Entwicklungen und Informationen an Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende vermitteln.

Martin begrüßte gleichzeitig auch die Ankündigung des Bundes, Kleinstunternehmen und Kulturschaffende mit insgesamt 40 Milliarden Euro zu unterstützen. Die Landesregierung hatte zu Beginn der Woche bereits beschlossen für die Wirtschaft im Land ein Sofortprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro aufzulegen. Auch von diesen Mitteln profitieren Künstlerinnen und Künstler, die durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind.

„Mecklenburg-Vorpommern ist für seine großartigen Kulturangebote bekannt. Das ist neben den bekannten Festivals, großen Theatern und überregional bekannten Museen auch eine lebendige und kreative Kunstszene mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, die das Land bereichern. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Kulturszene in Mecklenburg-Vorpommern durch die jetzige Situation dauerhaften Schaden erleidet“, sagte die Kulturministerin.

„Sorgen macht mir aber auch allgemein die Tatsache, dass derzeit das kulturelle Leben in unserem Land fast gänzlich zum Erliegen gekommen ist“, sagte Martin. „Gerade in einer für alle Menschen so schwierigen Zeit hat die Kultur eine wichtige Funktion. Und so ist es großartig, dass viele Kulturschaffende auf alternative Möglichkeiten zurückgreifen, wie zum Beispiel digitale Wege. Dieses kulturelle Engagement möchten wir gerne unterstützen und stellen deshalb zusätzlich Mittel zur Verfügung.“

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bietet Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, um weiter mit ihrem Publikum in Kontakt zu bleiben. „Gerade jetzt benötigen die Menschen im Land kulturelle Angebote. Auch wenn momentan deutliche Einschnitte gemacht werden müssen, lebt die Kultur im Land.“ Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur stellt für digitale Kulturangebote oder Streamingangebote deshalb zusätzlich 100.000 Euro bereit. Die Mittel sollen nach vereinfachten Regeln der Kulturförderung ausgereicht werden.

Viele Theater, Orchester und Galerien im Land arbeiten nach der vorläufigen Schließung ihrer Häuser an Onlineangeboten, um weiter für ihr Publikum da zu sein. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bietet über www.kultur-mv.de auch eine Plattform, auf der sich Künstlerinnen und Künstler präsentieren können. Das Kulturportal möchte Künstlerinnen und Künstler vorstellen, Bücher empfehlen, Lese- und Hörproben anbieten oder Spielfilmtipps geben.

„Ich rufe Künstlerinnen und Künstler auf, der Kulturportalredaktion ihre Videos zu schicken, damit sie einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können. Wir suchen das Lied einer Sängerin, das Stück eines Geigers, Gedichte und Zitate aus dem nächsten Bühnenstück – selbst aufgenommen mit dem Smartphone“, ermutigte die Kulturministerin alle Künstlerinnen und Künstler. „Wenn Sie also Ideen haben, wenden Sie sich an die Redaktion des Kulturportals“, empfahl Martin.

Hochschulen und Kultureinrichtungen in MV schließen

Schwerin – Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben in Mecklenburg-Vorpommern die Hochschulen im Geschäftsbereich des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur ihren Lehr- und Veranstaltungsbetrieb bis 20. April 2020 ausgesetzt. Die Abnahme bzw. Durchführung von Prüfungen, die in diesem Zeitraum geplant sind, wird ebenfalls verschoben. Der Betrieb der Mensen und Cafeterien der Studierendenwerke an den jeweiligen Hochschulstandorten wird im selben Zeitraum ebenfalls eingestellt.

„In Vorlesungssälen der Hochschulen, Mensen und Bibliotheken halten sich in der Regel viele Menschen auf. Wenn wir die Ausbreitung des Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern verlangsamen und Infektionsketten unterbrechen wollen, muss auch der reguläre Hochschulbetrieb ausgesetzt werden“, sagte Wissenschafts- und Kulturministerin Bettina Martin. Ich bin den Rektorinnen und Rektoren sehr dankbar, dass wir uns nach intensiver Beratung einvernehmlich darauf verständigen konnten, den Vorlesungsbetrieb einzustellen“, so Martin.

Auch den Kultureinrichtungen stehen Änderungen bevor, da es sich um Orte handelt, an denen sich Menschen aller Generationen zusammenfinden. In diesen Räumen besteht ebenfalls die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Folgende Einrichtungen haben vom 15. März 2020 bis 20. April 2020 geschlossen:

Landeseinrichtungen

  • Archäologisches Museum Groß Raden
  • Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Schwerin

100% landesfinanzierte Stiftungen

  • Ernst Barlach Stiftung in Güstrow
  • Stiftung Mecklenburg in Schwerin

Unternehmen mit Landesbeteiligung

  • Mecklenburgisches Staatstheater in Schwerin und Parchim
  • Historisch-Technisches Museum in Peenemünde

Gemeinsam mit Bund und Kommune institutionell geförderte Stiftungen

  • Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund
  • Stiftung Pommersches Landesmuseum in Greifswald

Auf der Kulturministerkonferenz am 13. März 2020 in Berlin haben die Ministerinnen und Minister der Länder ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass kleine Institutionen, freischaffende Künstlerinnen und Künstler in ihrer Existenz gefährdet, aber auch größere Institutionen von erheblichen wirtschaftlichen Einbußen bedroht sind.

„Die Landesregierung wird alle Anstrengungen unternehmen, um den wirtschaftlichen Schaden für Kultureinrichtungen und Träger von Gedenkstätten, politischer Bildung und Demokratiestärkung abzufedern“, erklärte Kultur- und Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Darüber hinaus hat die Kulturministerkonferenz am 13. März 2020 einen Beschluss gefasst, nach dem sie erwartet, dass der Bund vergleichbar zu den Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur gezielte Instrumente zur wirtschaftlichen Existenzsicherung kultureller Einrichtungen und Akteure ergreift“, betonte die Ministerin.

Denkmalpreise M-V 2020 ausgeschrieben

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt in diesem Jahr den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und den Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche aus. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger der diesjährigen Denkmalpreise müssen bis Sonntag, 31. Mai 2020, im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen. Der Friedrich-Lisch Denkmalpreis ist mit 4.000 Euro dotiert. Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche ist mit 700 Euro dotiert.

„Auszeichnen, was unser Land auszeichnet – das ist das Motiv unserer Denkmalpreise“, erklärte Kulturministerin Bettina Martin. „Mecklenburg-Vorpommern ist voller Schätze. Manche haben Jahrtausende lang im Boden überdauert, andere sind architektonische Zeitzeugen vergangener Epochen. Es sind Menschen mit besonderer Hingabe, die diese Schätze zutage fördern, die sie entdecken, die sie neu erschaffen oder pflegen und schützen. Diese Menschen möchten wir würdigen. Wir brauchen Ihre Vorschläge, um preisverdächtiges Engagement aufzuspüren. Machen Sie mit und schicken Sie uns Ihre Ideen“, sagte Martin.

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis und der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche werden am Sonntag, 13. September 2020, bei der zentralen Landesveranstaltung am bundesweiten Tag des offenen Denkmals® verliehen.

Die Bewertung der Vorschläge erfolgt durch eine unabhängige Fachkommission. Vorschläge können einschließlich ihrer Begründung durch Vereine, Verbände, Institutionen, staatliche und kommunale Verwaltungen sowie Einzelpersonen unter der folgenden Adresse eingereicht werden:

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Mecklenburg-Vorpommern
Werderstraße 124
19055 Schwerin

Fax: 0385 588 7082
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de

Der Friedrich-Lisch-Denkmalpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern kann vergeben werden für:

vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern
die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege
die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken oder
langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege
Eigenbewerbungen sind leider nicht möglich.

Der Denk mal! Preis für Kinder und Jugendliche des Landes Mecklenburg- Vorpommern kann vergeben werden für:

vorbildliche Initiativen von Kindern und Jugendlichen zur Rettung und zur Erhaltung von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern oder die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit
vorbildliche Initiativen für Kinder und Jugendliche zur Vermittlung des Verständnisses und der Einsicht für die Notwendigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und die Einbindung der Kinder und Jugendlichen in die Rettung und den Erhalt von Boden-, Bau- und Kunstdenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern.
Eigenbewerbungen sind in dieser Kategorie möglich.

10. Bundesweiter Tag der Archive

Landeshauptarchiv in Schwerin lädt ein

Schwerin – Am 7. März 2020 findet bundesweit der 10. Tag der Archive statt, der vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V. (VdA) ins Leben gerufen wurde und allen Archiven die Möglichkeit geben soll, ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen.

In diesem Jahr ist er unter das Motto „Kommunikation. Von der Depesche bis zum Tweet“ gestellt. Gemeinsam mit dem Landesfilmarchiv MV/Filmbüro MV präsentiert das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege am Sonnabend, 7. März 2020 ab 10.00 Uhr in den Räumen des Landeshauptarchivs Schwerin, Graf-Schack-Allee 2, zu diesem Thema ein Programm aus Kurzvorträgen, Filmen und einer Archivalienausstellung.

Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Kommunikation, lernen Sie das Berufsbild des ehemaligen Facharbeiters für Schreibtechnik kennen und finden Sie heraus, was eine Kreuzbandsendung ist. Lassen Sie sich berichten, wie klassische Archivalien im Depotneubau sowie elektronische Unterlagen im Digitalen Magazin zukünftig im Landesarchiv aufbewahrt werden sollen.

Sehen Sie Szenen aus „Das Souper um Mitternacht“, einem der ältesten norddeutschen Spielfilme, und werfen Sie einen Blick in die Akten zur Obotritfilmfabrik, die den Film in Mecklenburg produziert hat. Lernen Sie an diesem Tag die Arbeit des Landesarchivs, auch mit seiner Restaurierungswerkstatt, und des Landesfilmarchivs besser kennen.

Land fördert bürgerschaftliches Engagement

Schwerin – Das Land unterstützt die Aktivitäten um die Schweriner Weltkulturerbe-Bewerbung bei der UNESCO mit zusätzlichen Mitteln. Der Förderverein „Welterbe Schwerin“ erhält in diesem Jahr für sein bürgerschaftliches Engagement 100.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Strategiefonds und sind für Aktivitäten vorgesehen, die das Ziel verfolgen, die Bewerbung „Residenzensemble Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus“ bekannter zu machen und mehr Menschen für dieses Vorhaben zu begeistern.

„Genau fünf Jahre ist es her, dass sich der Verein im Plenarsaal des Landtags gegründet hat. Seitdem macht er sich mit verschiedenen Aktionen und Projekten für das ambitionierte Welterbe-Vorhaben in Schwerin stark“, lobte Kulturministerin Bettina Martin am Dienstagabend bei der 5-jährigen Jubiläumsveranstaltung des Vereins. „Damit Schwerin einen Weltkulturerbe-Titel erhält, muss nicht nur eine aufwändige Bewerbung geschrieben und eingereicht werden. Wichtig ist vor allem, dass die Welterbe-Idee verbreitet wird und der Funke der Begeisterung für die Bewerbung des Schweriner Residenzensembles auch auf die Bürgerinnen und Bürger der Region überspringt. Der Förderverein macht hier eine sehr gute und wichtige Arbeit, die das Land sehr schätzt und unterstützt“, so Martin.

Mit den Fördermitteln sollen eine Medienkampagne, ein Imagefilm, Broschüren und die Ausstattung für Unterstützerinnen und Unterstützer in der Tourismusbranche finanziert werden. Bei der Festveranstaltung des Fördervereins im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin wurde zudem der bisherige Vorsitzende Norbert Rethmann verabschiedet.

„Sein Herzensanliegen, die Schweriner Bevölkerung in die Bewerbung mit einzubeziehen, war von Beginn seiner Amtszeit an spürbar“, würdigte Kulturministerin Martin. „Damit hat Herr Rethmann zugleich einer wichtigen Voraussetzung der UNESCO Rechnung getragen, denn eine solche Bewerbung kann nur mit bürgerschaftlichem Engagement gelingen“, sagte sie. Die Ministerin dankte dem scheidenden Vorsitzenden, der zugleich zum neuen Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt wurde. Sein Engagement, sein starkes Netzwerk und seine Professionalität seien in den vergangenen Jahren ein großer Gewinn für die Bewerbung gewesen. Zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins wurde Joachim Brenncke gewählt.

Zu den Aktivitäten des Welterbe-Fördervereins zählen Foto-, Mal- und Schreibwettbewerbe für Schülerinnen und Schüler, um junge Menschen einzubinden, sowie ein Welterbetag, bei dem sich verschiedene Vereine Bürgerinnen und Bürgern vorstellen können. Seit November 2018 zeigt ein bronzenes 3-D-Stadtmodell auf dem Alten Garten 43 Gebäude des historischen Residenzensembles, die auch ertastet werden können. Bürgerinnen und Bürgern soll auf diese Weise veranschaulicht werden, von welch kulturellem Reichtum sie umgeben sind.

Intendant gesucht

Stralsund – Die Intendantenstelle bei der Theater Vorpommern GmbH wurde jetzt ausgeschrieben. Die Stelle eines geschäftsführenden Intendanten (m/w/d) am Theater Vorpommern ist zum 01.08.2021 neu zu besetzen.

Gesucht wird eine künstlerisch profilierte Persönlichkeit mit mehrjähriger Führungserfahrung im Theaterwesen und der Fähigkeit, Publikum und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen zu begeistern und zu motivieren.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2020. Die vollständige Stellenausschreibung gibt es auf der Internetseite der Theater Vorpommern GmbH: https://www.theater-vorpommern.de/service/stellenangebote/

Das Theater Vorpommern mit verschiedenen Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus ist ein Vier-Sparten-Haus. Mehr als 25 Inszenierungen in den Bereichen Ballett, Kinder- und Jugendtheater, Konzert, Musiktheater sowie Schauspiel bieten in jeder Spielzeit ein vielfältiges kulturelles Angebot, welches sowohl klassische Werke als auch zeitgenössisches Musiktheater und die dramatische Gegenwartsliteratur umfasst.

Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft

Schwerin – Ab sofort sind Bewerbungen für den „Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ möglich. Bis zum 24. April 2020 können sich Kultur- und Kreativschaffende für den Landeswettbewerb bewerben.

„Wir wollen die Branche noch stärker in das Licht der Öffentlichkeit bringen. Deshalb möchten wir landesweite Projekte für die Kultur- und Kreativwirtschaft auf den Weg bringen, um die Wahrnehmung und das Image der Branche zu erhöhen. Mit dem Wettbewerb sollen zukunftsweisende, nachhaltige Konzepte eingereicht werden. Unser Ziel ist es, das Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft aufzuzeigen und zu vermarkten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Über den Wettbewerb und die ausgewählten Projekte soll die Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem als innovativer Auftragnehmer für andere Branchen positioniert sowie die Wertschöpfung und Beschäftigung der Branche dargestellt werden. Zudem ist es ein Ziel deutlich zu machen, dass Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig ein attraktiver Lebens- und Arbeitsraum für die Ansiedlung von Kreativen ist. Im Rahmen der Projekte können beispielsweise multimediale PR- und Marketingmaßnahmen unterschiedlicher Formate ausgearbeitet werden.

„Eine lebendige Kreativwirtschaft ist auch Image-und Standortfaktor in den Städten und Regionen. Entscheidend ist, dass Kooperationen zwischen der Kreativwirtschaft und Unternehmen anderer Wirtschaftsbereiche verstärkt werden. So entstehen aus innovativen Ideen marktfähige Produkte“, sagte Glawe.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts. Der Projektzeitraum läuft von Mai 2020 bis Dezember 2021. Die Höhe der Projektförderung/Projektvergütung beträgt höchstens 70.000 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) pro Jahr. Die Projekte sind in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Der Wettbewerb wird in einem zweistufigen Verfahren durchgeführt. Eine Jury unter Leitung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern wird über die Projektideen entscheiden.

Für die Bewerbung müssen die folgenden Unterlagen eingereicht werden:

– Angaben zur Person/zum Unternehmen,
– Projektbeschreibung: Ziele und Inhalte, gegebenenfalls Projektpartner (auf maximal 5 Seiten, Arial 12 und gegebenenfalls Anlagen),
– Kosten- und Zeitplan (Personal- und Sachkosten),
– Referenzen/Empfehlungen für die Umsetzung vergleichbarer Projekte.

Die Bewerbungen zum Ideenwettbewerb sind in einem geschlossenen Umschlag mit dem Vermerk „Teilnahme am Ideenwettbewerb Kultur- und Kreativwirtschaft“ per Post oder per Mail bis spätestens 24.04.2020 (Eingangsstempel) bei folgender Adresse einzureichen:

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit
Mecklenburg-Vorpommern
Referat 200
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Ihre Ansprechpartnerin: Rylana Nehring, Tel: 0385/588-5208
Mail: r.nehring@wm.mv-regierung.de

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Roter Teppich ans Meer

Mecklenburg-Vorpommern soll Filmland werden Filmempfang anlässlich der 70. Berlinale

Berlin – „Unser roter Teppich führt heute nicht nur ans Meer, sondern direkt in eine neue Ära der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir schaffen klare Strukturen, geben mehr Geld und positionieren Mecklenburg-Vorpommern als Filmland“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue anlässlich des Empfangs zur 70. Berlinale in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. „Unser Land wird wieder verstärkt als Film- und Fernsehland wahrgenommen. Das wollen wir gemeinsam mit den Verantwortlichen ausbauen und stärken.“

„Wir wollen die große filmische Tradition Ostdeutschlands pflegen und weiterentwickeln“, kündigte Geue an. „Unsere Filmförderung soll helfen, Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zu erzählen. Erzählt von erfahrenen Filmemacherinnen und Filmemachern, aber auch von jungen Talenten, die wir auf ihrem Weg begleiten wollen.“

Kern der Pläne ist die Gründung einer landeseigenen „MV Filmförderung gGmbH“ mit Sitz in Schwerin und Wismar. Diese soll für die Filmförderung zuständig sein, Filmemacherinnen und Filmemacher beraten und auch die Festival- und Kinoförderung übernehmen. Mit der neuen Fördergesellschaft wird unter anderem die Förderung von Spielfilmen von Produzentinnen und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern möglich. „Eine eigene Filmförderung ist Voraussetzung dafür, dass heimische Produktionen auch von der Filmförderung des Bundes profitieren können, sagte Geue. Zu den zur Verfügung stehenden Mitteln ergänzte er: „Es stehen künftig deutlich mehr Mittel für die Filmförderung zur Verfügung.“ Dafür sei bereits mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 Vorsorge getroffen worden. „In diesem Jahr werden es drei Millionen, 2021 vier Millionen Euro sein.“

Außerdem soll die neue Filmfördergesellschaft die jährliche Branchenkonferenz Film im Rahmen des FILMKUNSTFESTes MV ausrichten und das Landesfilmarchiv führen. Die bereits sehr erfolgreich agierenden Akteure in der Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sollen über eine Jury und einen Beirat eingebunden werden.

Im Nachwuchs-Förderbereich soll es beispielsweise eine eigene Jugendjury geben, sodass verstärkt Zukunftsthemen und neue mediale Formen bei der Umsetzung und Verbreitung berücksichtigt werden. Im Fördersegment „Wege zum Nachbarn“ sollen auch Autoren und Produzenten aus den nordöstlichen Ostseeanrainern gefördert werden, sofern sie einen Ko-Produzenten aus M-V haben und das Projekt dem kulturellen Austausch der Nachbarländer dient. Konkrete Förderregularien für die Bereiche „Film for Future“ (Nachwuchs) und „Wege zum Nachbarn“ (Filmkulturelle Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarn) werden derzeit erarbeitet.

Zum Empfang der Landesvertretung anlässlich der diesjährigen Berlinale waren auch Dieter Schumann, Dokumentarfilmer, Anja Wedell, Produzentin sowie der Geschäftsführer und künstlerische Festivalleiter des FILMKUNSTFESTes Mecklenburg-Vorpommern Volker Kufahl gekommen. Bei Letzterem gab es ebenfalls Anlass zum Feiern: Das FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern wird im Mai 30 Jahre alt.

Fachstelle für Museumsberatung

Schwerin – Große Unterstützung für den Museumsverband: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur finanziert in diesem und im kommenden Jahr die Fachstelle für Museumsberatung des Verbandes mit insgesamt 240.000 Euro. Die Fachstelle verstärkt das Beratungs-, Fortbildungs- und Dienstleistungsangebot für öffentliche Museen. Ziel ist es, nicht-kommerzielle Museen und museale Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern bei der inhaltlichen Arbeit besser zu begleiten.

„Mit dieser Förderung stärken wir die Attraktivität unserer vielfältigen Museumslandschaft in MV. Insbesondere den vielen kleinen Museen, die sich mit einer Vielzahl von Aufgaben konfrontiert sehen, kommt die Arbeit des Museumsverbandes zugute“, sagte Kulturministerin Bettina Martin. „Moderne Ausstellungen sind eine Voraussetzung, um möglichst viele Besucherinnen und Besucher zu interessieren. Wie Kulturgüter fachgerecht gelagert werden oder wie Schädlinge im Depot behandelt werden können, sind weitere Fragen, mit denen sich die Museumsleute im Land beschäftigen. Die Landesfachstelle ist ein wichtiges Serviceantebot, mit dem der Museumsverband in den vergangenen Jahren sein Beratungsangebot intensivieren konnte“, betonte Martin. Deswegen werde die Unterstützung weitergeführt.

Die Fachstelle für Museumsberatung existiert seit 2017 und hat ihren Sitz in der Geschäftsstelle des Museumsverbandes in Rostock. Sie bietet Beratung bei Ausstellungs- und Sammlungskonzepten, fachwissenschaftliche Unterstützung bei Förderanträgen, erstellt Gutachten und Analysen. Außerdem unterstützt sie Museen bei der Digitalisierung, bei der Erstellung von Websites oder bei Social Media-Aktivitäten. Die Landesfachstelle übernimmt ebenfalls eine gewisse koordinierende Funktion bei der Öffentlichkeitsarbeit und trägt dazu bei, das Kulturportal des Landes www.Kultur-MV.de noch bekannter zu machen.

MoorFutures goes Berlinale

Berlin – Bei den heute beginnenden Internationalen Filmfest­spielen in Berlin können die in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten MoorFutures einen prestigeträchtigen Erfolg verbuchen: Der Veranstalter, die Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB), wird dienstreise­bedingte Emissionen zum Teil über den Kauf von MoorFutures kompensieren. Am 24. Februar erhalten die MoorFutures außerdem die Möglichkeit, sich im Berlinale Social Bus vorzustellen.(Programm des Berlinale Social Busses).

„Ich begrüße es sehr, dass sich die 70. Berlinale ausdrücklich zu den 17 Nachhaltigkeitszielen bekennt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Dass dieses Engagement durch den Kauf der in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten MoorFutures konkretisiert wird, ist natürlich sehr erfreulich!“ Neben dem unmittelbar mit dem Kauf verbundenen Klimaschutzeffekt sieht der Minister eine weitere Erhöhung des Bekanntheitsgrades der MoorFutures. „Zwar sind wir in Mecklenburg-Vorpommern vorübergehend ausverkauft, arbeiten aber mit Hochdruck an neuen Projekten.“

Die MoorFutures wurden 2011 in Mecklenburg-Vorpommern als Zertifikate für den freiwilligen Kohlenstoffmarkt entwickelt. In den Jahren 2012 und 2014 erwarben die Länder Brandenburg und Schleswig-Holstein die Nutzungsrechte an der Marke MoorFutures®. Die KBB GmbH hat von allen drei Ländern je 360 MoorFutures gekauft.

Mittlerweile befinden sich fünf allein durch den Verkauf von MoorFutures finanzierte Moorwiedervernässungs­projekte in Umsetzung bzw. wurden bereits umgesetzt.

Polder Kieve (MV), abgeschlossen 2018,
Rehwiese (BB), im Verkauf,
Königsmoor (SH), im Verkauf,
Kamerunwiese (MV), abgeschlossen 2018,
Gelliner Bruch (MV), abgeschlossen 2020.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern konnten durch den Verkauf von MoorFutures rund 850.000€ zusätzlich für den Moor- und Klimaschutz eingenommen werden. Insbesondere zum Ende des Jahres 2019 stiegen die Verkaufszahlen derart schnell, dass die MoorFutures aus Mecklenburg-Vorpommern derzeit ausverkauft sind.

Initiative „Museumsführungen – immer inklusive“

Drese: Einzigartiges Projekt aus MV findet internationale Beachtung

Hagenow – „Das ist eine große Anerkennung für eine einzigartige Inklusions-Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Lebenshilfe Hagenow mit ihrem Projektbüro capito und das Staatliche Museum Schwerin verdienen diese internationale Würdigung für das herausragende Projekt „Museumsführungen – immer inklusive“. Ich durfte mir bereits selbst ein Bild davon machen. Deshalb freue ich mich umso mehr für die Gewinner“, gratuliert Sozialministerin Stefanie Drese in Schwerin.

Am (morgigen) 20. Februar werden in Wien an 86 Inklusionsprojekte die internationalen Auszeichnungen durch das „Zero Project“, das sich als Unterstützer zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention versteht, vergeben. Rund 500 Gäste aus mehr als 70 Ländern nehmen an der Veranstaltung teil.

„Mit der Idee, dass Menschen mit Handicap für Besucherinnen und Besucher des Museums Führungen anbieten, haben die beteiligten Akteure in Schwerin etwas ganz Neues geschaffen. Ich finde es überaus wertvoll, dass so Kunst- und Kulturgüter allen Menschen barrierefrei zugänglich gemacht werden und zwar nicht nur baulich, sondern eben auch inhaltlich, sprachlich und dadurch mit neuen spannenden Perspektiven. Ich würde mich sehr freuen, wenn es klappt, dass unser Ansatz aus MV in weiteren Städten und Ländern Schule macht“, so Drese. Erste Nachfolgeprojekte gibt es bereits.

Das Inklusionsprojekt ist eine Initiative des Büros für Barrierefreiheit des LHW Hagenow (capito), des Staatlichen Museums Schwerin und dem Mecklenburgischen Staatstheater.