Musikförderprojekt „Jugend musiziert“

Dahlemann: Junge Musikerinnen und Musiker beeindrucken ihr Publikum

Torgelow – In 140 Regionen in ganz Deutschland startet jedes Jahr im Januar das renommierte Musikförderprojekt „Jugend musiziert“. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann war am Sonntag in seiner Heimatstadt Torgelow beim Abschlusskonzert des Regionalwettbewerbs Süd-Ost MV mit dabei.

„Ich finde es beeindruckend, dass allein in unserer Region rund 180 junge Musikerinnen und Musiker an diesem großartigen Wettbewerb teilnehmen. Es ist genau die Bühne, die junge Talente brauchen, um sich ihrem Publikum zu präsentieren und zu zeigen, was sie können. Musik schlägt Brücken und verbindet. Und genau das wollen wir auch in Vorpommern“, betonte Dahlemann.

Es sei eine große Freude, jungen Talenten zuzuhören und zu erleben, wie ihre Hingabe zur Musik Menschen erfreut.

Er dankte der Kreismusikschule Uecker-Randow und insbesondere deren Leiterin Christiane Krüger: „Mit viel Engagement haben sich Frau Krüger und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter für diesen Wettbewerb ins Zeug gelegt. Das ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass Frau Krüger zu recht mit dem Landeskulturpreis ausgezeichnet wurde. Ich danke aber auch den jungen Musikerinnen und Musikern, die sich mit viel Leidenschaft ihrer Kunst widmen und uns Zuhörerinnen und Zuhörern viel Freude bereiten. Ich wünsche ihnen für ihre Zukunft viel Erfolg und Spaß. Ich bin mir sicher: Mit Fleiß und Akribie werden sie viel erreichen.“

Modernisierungen am Schloss Stolpe

Insel Usedom – Das Schloss Stolpe auf der Insel Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird weiter umfassend modernisiert. „Das Schloss Stolpe gehört mittlerweile wieder zu den Schmuckstücken des Landes. Das Gebäude wird heute als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte genutzt. Durch die grundlegende Modernisierung wird das historische Gebäude immer mehr zu einem attraktiven Anlaufpunkt für Gäste und Einheimische auf der Insel Usedom. Jetzt sollen unter anderem die Außenanlagen umgestaltet und ein Fahrstuhl eingebaut werden. Damit werden auch die Voraussetzungen für mehr Barrierefreiheit verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es über 2.000 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser.

Das Schloss ist ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und ist seit 1995 im Besitz der Gemeinde Stolpe. Es bildet gemeinsam mit der Remise, dem gegenüberliegenden Dorfteich und der neogotischen Kirche den Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss kann besichtigt werden, eine Ausstellung informiert über die Bau- und Eigentümergeschichte und es finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Seit 2001 wird die Anlage in mehreren Bauabschnitten renoviert und restauriert, unter anderem sind Türme errichtet, der Dachstuhl gesichert sowie Fassade, Fenster und Türen erneuert worden. „Dank des großen Engagements der Gemeinde Stolpe und des Fördervereins Schloss Stolpe e.V. ist es gelungen, das historisch bedeutsame Gebäude behutsam zu sanieren und so einer neuen Nutzung zugänglich zu machen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 1,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

Auf der Insel Usedom gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2019 knapp 1,1 Millionen touristische Ankünfte (+13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 5,6 Millionen Übernachtungen (+15,9 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 7,5 Millionen Ankünfte (+6,4 Prozent) und rund 31,3 Millionen Übernachtungen (+10,5 Prozent).

Hinweis: Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das Statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Briefedition Barlach 2020 erscheint

Schwerin – Eine vierbändige, vollständige Ausgabe mit Briefen des Künstlers Ernst Barlach (1870-1938) erscheint neu im Suhrkamp Verlag. Anlass ist der 150. Geburtstag des Bildhauers, Dramatikers und Zeichners am 2. Januar 2020. Pünktlich zum Auftakt des Jubiläumsjahres wird damit das Editionsprojekt Barlach 2020 – Ernst Barlach: Die Briefe abgeschlossen. Vor fünf Jahren hatte die Güstrower Ernst Barlach Stiftung das Projekt angeregt, das seit 2016 gemeinsam mit dem Ernst Barlach Haus Hamburg und der Universität Rostock umgesetzt wurde.

Mit einer Förderung der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, die 440.000 Euro bereitstellte, sowie Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 380.000 Euro konnte das mehrjährige Forschungs- und Editionsprojekt realisiert werden. Auch die Universität Rostock beteiligte sich mit 90.000 Euro an der Arbeitsstelle, die über vier Jahre an ihrem Institut für Germanistik für das Projekt Barlach 2020 eingerichtet worden war.

„Mit der vierbändigen Neuausgabe der Briefe von Ernst Barlach wird eines der derzeit größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekte in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich abgeschlossen“, freute sich Kulturministerin Bettina Martin. „Viele Institutionen, Stiftungen und Personen haben mit großem Engagement zum Gelingen dieses Projektes beigetragen. Die umfangreiche Korrespondenz Ernst Barlachs ist ein zentrales Element, um den künstlerischen Nachlass dieses international geschätzten Bildhauers, Dramatikers und Zeichners des 20. Jahrhunderts zu erschließen. Das Schaffen von Ernst Barlach hat für M-V eine besondere Bedeutung. Der größte Teil seines Werkes ist in Güstrow entstanden.“

„Mit der neuen Briefausgabe ist ein elementarer Bestandteil des schriftlichen Nachlasses Ernst Barlachs langfristig für die Forschung sowie für Kunstliebhaber und Barlachfreunde erschlossen“, erläuterte Dr. Carolin Vogel die Überzeugungen der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Dr. Karsten Müller, Leiter des Ernst Barlach Hauses in Hamburg, ergänzte: „Die Ausgabe genügt wissenschaftlichen Ansprüchen und ist dabei zugleich leserfreundlich und sogar unterhaltsam, wie unsere gerade gestartete Lesereise mit Charly Hübner, Ingo Schulze und Holger Helbig beweist.“

Dem schloss sich die Geschäftsführerin der Güstrower Ernst Barlach Stiftung, Magdalena Schulz-Ohm, an: „In den vergangenen Jahrzehnten hat die Ernst Barlach Stiftung mit Werkverzeichnissen zum gesamten bildkünstlerischen Werk Barlachs wichtige Grundlagen für die Forschung gelegt. Ich bin meinem Vorgänger, Dr. Volker Probst, sehr dankbar, dass wir mit der von ihm initiierten Edition der Briefe diese Reihe nun abgeschlossen haben.“

Für die Arbeit an der Neuausgabe wurden Briefe aus 90 Archiven, Museen, privaten Nachlässen und Autografensammlungen im In- und Ausland zusammengetragen, erläuterte der Projektleiter Prof. Dr. Holger Helbig. „Die vierbändige Neuausgabe der Briefe Ernst Barlachs umfasst insgesamt 2.215 Briefe und Postkarten des Künstlers. 1.698 davon sind direkt überliefert, 418 haben sich z. B. durch Abschriften indirekt erhalten und 99 weitere zählen zu den erschlossenen Briefen. Seit der ersten und zugleich letzten Edition von Barlachs Briefen, die Friedrich Dross 1968/69 herausgegeben hatte, wurden mehr als 600 neue Briefe des Künstlers ausfindig gemacht. 395 davon werden mit der Neuausgabe erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, resümierte Prof. Helbig die Ergebnisse des Projektes.

Ergänzt mit einem Namens-, Werk- und Ortsregister sowie einem Editions- und Herausgeberbericht ist die Edition der Briefe von Ernst Barlach ab sofort im Buchhandel erhältlich.

„ODYSSEE“

25 Touren zur Kreativwirtschaft durch die Mecklenburgische Seenplatte

Teterow – Der Kunstverein Teterow e.V. will die kulturellen Höhepunkte der Mecklenburgischen Seenplatte erlebbarer machen. Dafür hat der Verein eine Broschüre erstellt mit 25 Routen, die Ausflugsziele aus der Kreativwirtschaft beinhalten. Auf diese Weise soll den Besuchern und heimischen Kunstinteressierten das Angebot der Region näher gebracht werden.

„Mit der sorgfältig ausgewählten Tourenplanung erhalten Besucher und Anwohner eine Reihe neuer Ausflugstipps für die Mecklenburgische Seenplatte. So ist eine Übersicht attraktiver Reiseziele entstanden, die für die vielen Kulturschaffenden vor Ort werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Seit seiner Gründung in den 1990ern ist der Kunstverein Teterow e.V. in der Kunst- und Kulturförderung aktiv. Ziel ist dabei unter anderem, das künstlerische Leben im ländlichen Raum zu bereichern und damit gleichzeitig touristische Anlaufpunkte zu schaffen. Unter dem Namen „Odyssee“ erschien zum zweiten Mal eine umfangreiche Broschüre. Diese schlägt mit ihren individuellen Tourenvorschlägen jeweils drei bis fünf konkrete Haltepunkte der Kunstszene vor. Hinzu gesellen sich wertvolle Tipps für Zwischenstopps bei regionalen Erzeugern, gastronomischen Anbietern oder öffentlichen Einrichtungen mit besonderer Attraktivität.

„Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist den Kulturschaffenden stets eine überregionale Präsenz sicher. Das trägt dazu bei, den Kreativen ganzjährig und saisonunabhängig einen steten Besucherstrom zu verschaffen“, so Glawe.

Das Hauptaugenmerk der Broschüre liegt auf Erlebnissen, die häufig fernab der bekannten touristischen Destinationen zu finden sind. Auf urigen Feldwegen lassen sich märchenhafte Schlösser und Parks entdecken. Dazu gesellen sich einsame Bauernhäuser, wahre Kirchenschätze sowie ausgezeichnete Restaurants und Cafés mit gesunden, regionalen Angeboten. Im Mittelpunkt stehen dabei jedoch immer die Künstler in ihren Ateliers.

„Die Touren führen rund um die weitläufige Seenplatte, vom wilden Tollensetal hoch im Norden, vorbei an der Müritz und südwärts bis zur Feldberger Seenlandschaft. Rings um die Müritz lassen sich mit der neuesten Zusammenstellung auch die künstlerischen Perlen am Rande der Waldpfade und Schotterpisten ausfindig machen. Bei der vielfältigen Zusammenstellung ist ganz sicher für jeden Geschmack etwas dabei“, so Glawe weiter.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 195.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 120.000 Euro.

Im März 1990 gründeten die Mitglieder der Bürgerbewegung des Neuen Forums die „Kleine Galerie Teterow“. Aufgrund ganzjähriger erfolgreicher Ausstellungseröffnungen und Straßenfeste konnte im Jahr 1994 ein Anbau für die Ausstellungsräume auf 60 Quadratmetern mit Hilfe der Stadt, Spender und Sponsoren umgesetzt werden. Als weiterer historischer Meilenstein in der Entwicklung der Galerie ist der Umzug in die Räumlichkeiten Am Kamp zu nennen.

Die Ausstellungsfläche betrug fortan 100 Quadratmeter, zu der eine noch größere Hoffläche als zuvor hinzukam. Größere Feste im Rahmen der Ausstellungseröffnungen wurden möglich und Präsentationen von großformatigen Kunstwerken stellten eine Bereicherung im Ausstellungsbetrieb der Galerie dar. Parallel zum Umzug wurden mit der Gründung des Kunstvereins Teterow e.V. im Jahr 1999 die Weichen für einen notwendigen Wechsel der Trägerschaft gestellt.

Im August 2013 zog die Galerie des Kunstvereins in das ehemalige Bahnhofsgebäude der Stadt Teterow. Auf der neuen Ausstellungsfläche von 250 Quadratmetern wird ein reichhaltiges Repertoire an Malerei, Grafik, Skulptur, Plastik, Keramik und Schmuck wirkungsvoll präsentiert.

Europas Kulturhauptstädte 2020

Brüssel – Galway in Irland und Rijeka in Kroatien tragen 2020 den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. „Die Initiative ,Kulturhauptstadt Europas‘ bringt Menschen zusammen und unterstreicht die Rolle der Kultur bei der Förderung der Werte, auf denen unsere Europäische Union beruht: Vielfalt, Respekt, Toleranz und Offenheit“, erklärte Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, die beiden Städten für 2020 viel Erfolg wünschte.

Rijeka ist die erste kroatische Kulturhauptstadt Europas. Der Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ bringt Rijeka internationale Sichtbarkeit, die sich auf den Rest des Westbalkans ausdehnen wird. „Hafen der Vielfalt“ ist das Motto, mit Hunderten von Projekten von 250 Partnern aus 40 Ländern. Das Kulturprogramm von Rijeka konzentriert sich auf die Themen Wasser, Arbeit und Migration. In der Eröffnungsausstellung wird der berühmte Künstler von Rijeka, David Maljković, zu sehen sein. Weitere Höhepunkte sind die Ausstellung „The Sea is Glowing“, das Weltmusik- und Gastronomie-Festival „Porto Etno“ und neue permanente Installationen zeitgenössischer Kunst an der Küste. Die Eröffnungsfeierlichkeiten finden am 1. und 2. Februar 2020 statt.

Galway ist die dritte Stadt in Irland, die den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ trägt (nach Dublin im Jahr 1991 und Cork im Jahr 2005). Das Kulturprogramm von Galway steht unter dem Motto „Let the Magic In“ und untersucht die Themen Sprache, Landschaft und Migration – mit europäischer und universeller Relevanz und Resonanz. Das Thema „Hope it rains“ wird das Wetter in Galway als Quelle der Kreativität nutzen, während andere Höhepunkte eine Feier der Weltliteratur sind- mit einer dramatischen Interpretation des ältesten erhaltenen literarischen Epos der Welt, der Geschichte von Gilgamesch, und Auszügen aus Homers Odyssee, die an den Stränden von Galway gelesen werden. Neue Installationen feiern die Schönheit von Connemara und des County Galway. Galways Kulturprogramm wird im Februar beginnen, zu Beginn von Imbolc – der ersten keltischen Jahreszeit in Irlands altem, vorchristlichen Kalender.

Im Jahr 2019 waren Plovdiv in Bulgarien und Matera in Italien europäische Kulturhauptstädte. Nach Rijeka und Galway im Jahr 2020 werden die künftigen Kulturhauptstädte Europas im Jahr 2021 Timisoara (Rumänien), Elefsina (Griechenland) und Novi Sad (Serbien, Beitrittskandidat), 2022 Esch (Luxemburg) und Kaunas (Litauen), 2023 Veszprém (Ungarn) und 2024 Tartu (Estland), Bad Ischl (Österreich) und Bodø (Norwegen, EFTA/EWR-Land) sein.

Deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025

Im Dezember sind Chemnitz, Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg sind in die Endauswahl im Wettbewerb für die deutsche „Kulturhauptstadt Europas“ 2025 gekommen. Eine entsprechende Empfehlung hatte eine Jury aus unabhängigen Fachleuten abgegeben. Beworben hatten sich außerdem Dresden, Gera und Zittau.

Wenn die zuständigen deutschen Behörden die Empfehlung der Jury offiziell bestätigt haben, haben die Städte bis nächsten Sommer Zeit, ihre Bewerbungen zu vervollständigen. Die Jury tritt im September 2020 wieder in Berlin zusammen, um eine Empfehlung dazu abzugeben, welche der Städte Deutschlands Kulturhauptstadt 2025 werden soll.

Deutschland stellt 2025 nach 1988 (West-Berlin), 1999 (Weimar) und 2010 (Essen/Ruhrgebiet) zum vierten Mal eine Kulturhauptstadt Europas. Im gleichen Jahr wird es auch in Slowenien eine Kulturhauptstadt geben; dort erfolgt die Vorauswahl im Februar 2020.

Schule, Wissenschaft, Kultur

Was ändert sich 2020?

Schwerin – Auf Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern kommen im nächsten Jahr viele Neuerungen zu. Am 1. Januar 2020 tritt in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Schulgesetz in Kraft. An den Hochschulen greifen die Änderungen des neuen Landeshochschulgesetzes, das der Landtag verabschiedet hat. Kulturschaffende können sich über mehr Geld für die allgemeine Kulturförderung freuen, weil die Landesregierung vom neuen Jahr an erstmals die Fördermittel um jährlich 2,5 Prozent dynamisiert.

Das neue Schulgesetz sorgt von Beginn des neuen Jahres an vor allem für Vereinfachungen in der Schulorganisation. Schulen erhalten mehr Freiheiten, indem sie ihre Schulbücher und Unterrichtsmedien selbst auswählen können. Es bildet zudem die gesetzliche Grundlage für die Einrichtung von Schulgirokonten, damit Klassenfahrten oder Wandertage einfacher organisiert werden können. Im neuen Schulgesetz wird darüber hinaus der Schutz gegen sexualisierte Gewalt und Mobbing hervorgehoben. Maßnahmen, mit denen die Schulen Kinder und Jugendliche aufklären, begleiten und im Fall der Fälle auffangen, werden in Zukunft verbindlich ins Schulprogramm aufgenommen.

Die schuljahresbezogenen Regelungen treten zum 1. August 2020 in Kraft, so dass die Schulen Zeit haben, in den kommenden Monaten das neue Schuljahr vorzubereiten. „Wichtigstes bildungspolitisches Ziel des neuen Schulgesetzes ist die bestmögliche individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen. Dabei geht es sowohl um Kinder mit Benachteiligungen als auch um jene Kinder und Jugendlichen mit besonderen Begabungen“, betonte die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Bettina Martin.

Darüber hinaus schafft die Landesregierung mit dem 200-Millionen-Euro-Schulpaket weiteren finanziellen Spielraum.

Auch an den Hochschulen wird vom kommenden Jahr an vieles neu: Mit dem neuen Landeshochschulgesetz werden die Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern attraktiver, die Chancengleichheit wird erhöht und die Qualität in Wissenschaft und Lehre wird verbessert. So sollen wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab dem 1. Januar 2020 mit dem Qualifikationsziel einer Promotion eingestellt werden, einen auf mindestens drei Jahre befristeten Arbeitsvertrag erhalten. Gewährleistet ist, dass sie die Hälfte ihrer Arbeitszeit unmittelbar dem Promotionsvorhaben widmen können.

„Das neue Landeshochschulgesetz sieht ebenfalls vor, dass unbefristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbeamtet werden können“, sagte Ministerin Martin. „Mit diesen und vielen anderen Regelungen machen wir den Arbeitsplatz ‚Hochschule‛ attraktiver. Außerdem stärkt das Land die Frauenförderung an den Hochschulen. Das Landeshochschulgesetz schafft die Voraussetzungen, um den Frauenanteil bei Professuren zu erhöhen. Das Kaskadenmodell wurde deshalb als qualifizierte Quote in das Gesetz aufgenommen. Mehr Chancengleichheit soll durch die weitere Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte erreicht werden“, erläuterte die Ministerin.

Gute Nachrichten gibt es auch für Kulturschaffende: Erstmals dynamisiert das Land die allgemeine Kulturförderung. Die Kulturfördermittel werden vom Jahr 2020 an um jährlich 2,5 Prozent erhöht. Im kommenden Jahr stehen dann insgesamt 9,5 Millionen Euro für Kulturprojekte und Sonderprogramme zur Verfügung. „Die jährliche Erhöhung der Kulturfördermittel wird unsere vielfältige Kulturszene bereichern. Wir fangen Kostensteigerungen auf und können Schwerpunkte setzen“, erklärte Martin.

Historischer Papenhof wird Kulturforum

Barth – In der Stadt Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll der Papenhof um- und ausgebaut werden zu einem Kulturforum mit musealer Nutzung.

„Das denkmalgeschützte Gebäude gehört zu den ältesten mittelalterlichen Bürgerbauten der Region und prägt das städtebauliche Bild der Stadt. Die Umgestaltung zu einem Kulturforum, das die Historie der ehemaligen Residenzstadt Barth aufzeigt, wird die touristische Infrastruktur vor Ort stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Papenhof ist der älteste erhaltene Profanbau zwischen Rostock und Stralsund. Das im Mittelalter errichtete und in der Renaissance erweiterte Bauwerk steht in unmittelbarer Nähe der St. Marienkirche und dem Dammtor. Das Gebäude soll auf drei Etagen zu einem Museum umgebaut werden, das über die Geschichte der Stadt Barth informiert und zusätzlich die Möglichkeit bietet, Wanderausstellungen zu beherbergen.

„Die Wandlung des Papenhofs als ein weiterer kultureller Anlaufpunkt in Barth ist eine hervorragende Möglichkeit, auch außerhalb der Hauptsaison neue Gästegruppen zu erschließen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund 5,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro. Weitere Fördermittel kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem LEADER-Programm und dem Denkmalschutz Sonderprogramm.

In der Stadt Barth gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis September 2019 insgesamt über 18.700 touristische Ankünfte (+ 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 48.500 Übernachtungen (+2,8 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum knapp 6,8 Millionen Ankünfte (+ 5,8 Prozent) und über 28,3 Millionen Übernachtungen (+ 10,1 Prozent).

Erfasst wurden Beherbergungsbetriebe mit mindestens 10 Betten sowie Campingplätze ohne Dauercamping mit mindestens 10 Stellplätzen. Die Anzahl der im aktuellen Berichtsmonat ausgewiesenen geöffneten Beherbergungsbetriebe und angebotenen Schlafgelegenheiten liegt deutlich über den entsprechenden Angaben des Vorjahresmonats. Grund für die hohen Veränderungsraten ist unter anderem eine durch das statistische Amt durchgeführte Überprüfung des Berichtskreises und die Aufnahme von vermittelnden Betrieben mit mehr als 10 Betten Kapazität in die Berichtspflicht. Dadurch ist die Zahl der auskunftspflichtigen Betriebe gegenüber dem Vorjahresmonat zum Teil stark angestiegen.

Ueckersaal ist Kulturanker

Torgelow – Der Parlamentarische Staatsekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann überreicht am heutigen Abend im Rahmen des Festlichen Weihnachtskonzertes im Torgelower Ueckersaal einen Zuwendungsbescheid über 6.647,02 Euro an die Bürgermeisterin der Stadt Torgelow Kerstin Pukallus. Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Vorpommern-Fonds zur Beschaffung einer neuen Tonanlage für den Ueckersaal.

Dahlemann: „Der weit über die Grenzen meiner Heimatstadt bekannte Ueckersaal ist nicht nur der Ratssaal, sondern seit vielen Jahren auch ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte verschiedenster Art, Kabarettreihen und Konferenzen. Ich freue mich sehr, dass wir die Stadt als Eigentümerin des Saales bei der Erneuerung der Tontechnik unterstützen konnten. Wir wissen schließlich alle: Nur gute Technik macht einen guten Ton.“

Die Stadt Torgelow veranstaltet in jedem Jahr eine ganze Reihe von Kleinkunstveranstaltungen. Das Spektrum reicht von Operetten, Konzerten, Kabarett bis zu kleinen Theaterstücken. Das Konzert des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde ist die letzte Veranstaltung dieser Reihe in diesem Jahr. Die alte Tonanlage stammt aus dem Jahr 1996 und musste auf Grund technischer Probleme dringend erneuert werden.

„Was die Stadt Torgelow unter ihrem Kulturchef Ulli Blume auf die Beine stellt ist bemerkenswert und eine Bereicherung für unsere Region. Dafür kann man nicht oft genug danken“, so Dahlemann.

Neuordnung der Filmförderung

Schwerin – Die Staatskanzlei, die Filmland MV gGmbH, der MV Film e.V., die Landesmedienanstalt sowie die Spitzen der Städte Wismar und Schwerin haben sich auf eine Neuordnung der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern verständigt.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine Einigung zu erzielen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es spannende Festivals, großartige Kinos, hervorragende Drehstandorte und viele außerordentliche engagierte Akteure im Bereich des Films. Wir wollen gemeinsam die Filmförderung neu aufstellen und deutlich verbessern, um die regionale Film- und Medienbranche zu stärken“, erklärte der Chef der Staatskanzlei.

Kernpunkt der Einigung ist die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft für die Filmförderung. Die „MV Filmförderung gGmbh“ mit Standorten in Schwerin und Wismar soll künftig über die Filmförderung beraten und entscheiden, Festivals und Kinos fördern, die bereits bestehende Branchenkonferenz im Rahmen des Schweriner Filmkunstfestes ausrichten und Drehstandorte vermarkten.

„Die Filmland MV gGmbh und der MV Film e.V. werden über eine Jury in die Entscheidungen über die Filmförderung eingebunden. Außerdem wird es einen Beirat geben, in dem zusätzlich auch die Landesmedienanstalt mitwirken wird“, erläuterte Geue. Das Filmbüro MV solle zum Medienkomptenzzentrum des Landes und Zentrum für junge Filmschaffende ausgebaut werden, die Filmland gGmbH künftig auch für die Kinokultur und Kinoangebote im ländlichen Raum zuständig sein.

„Mit dem Doppelhaushalt 2020/21 wird die Filmförderung deutlich aufgestockt. Wir werden 2020 rund 2 Millionen Euro und 2021 rund 3 Millionen Euro für die Filmförderung zur Verfügung haben. Wir wollen vor allem junge und kreative Filmemacher und Filme mit einem thematischen Bezug zu Mecklenburg-Vorpommern fördern“, kündigte Geue an.

Das Kabinett wird sich Ende Januar mit den Plänen für die Filmförderung befassen.

Immaterielles Kulturerbe

„Buchholzer Knieperdackse“ und „Vielfalt des Sagenerzählens“ vorgeschlagen

Schwerin – Im 4. Bewerbungszyklus zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes sind zwei Bewerbungen im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin eingegangen. „Vorgeschlagen werden die Buchholzer Knieperdackse und die Vielfalt des Sagenerzählens in Mecklenburg-Vorpommern“, teilte Kulturministerin Bettina Martin mit. „Wir nun prüfen, ob die Bewerbungen vollständig sind“.

Bis zum 15. April 2020 müssen die Vorschläge an die Kultusministerkonferenz übermittelt werden. Mit einer Entscheidung ist im Frühjahr 2021 zu rechnen. Zum Immateriellen Kulturerbe zählen regional verankerte Bräuche, Rituale, Feste, Musiktraditionen, Theater und Tänze und Praktiken sowie traditionelle Handwerkstechniken.

„Mecklenburg-Vorpommern hat viele landesspezifische Traditionen, die die Menschen pflegen, bewahren und die unsere Heimat ausmachen“, betonte die Kulturministerin. „Das Malchower Volksfest, das Reetdachdeckerhandwerk, das Tonnenabschlagen, das Barther Kinderfest, die Bewahrung und die Nutzung der Zeesboote und die traditionelle kunsthandwerkliche Herstellung der Darßer Türen finden sich im bundesweiten Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe wieder. Darüber können wir uns freuen“, sagte Martin.

Der Umzug der Buchholzer Knieperdackse im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist ein traditioneller Brauch, der bis in die heutige Zeit bewahrt werden konnte. Jedes Jahr am Heiligen Abend erwarten die Buchholzerinnen und Buchholzer ihren Besuch. Heute angeführt vom „Wiehnachtsmann“ besteht die furchteinflößende Gruppe aus Knieperdacks, Schimmelrieder, Pietschenknaller, Zägenbuckführer und Zägenbuck. Bis auf den Weihnachtsmann sind alle Figuren ganz in weiß gekleidet und tragen weiße Spitzhüte. Der „Knieperdacks“ hat eine hölzerne Zange, daher auch sein Name. „Kniepen“ bedeutet im Plattdeutschen „kneifen“.

Erzählte Volksüberlieferungen wie Sagen existieren weltweit, etwa 50.000 Sagen mit regionalem Bezug gibt es in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gruppe der ehrenamtlichen Sagenerzählenden möchte als Beispiel wirken, wie man sich im Hobby und freiberuflich einen Überblick über die Vielfalt des Sagenerzählens verschaffen kann. Die Gruppe hat aus ihren aktuellen Aktivitäten Schlussfolgerungen gezogen, die sie für die Bewahrung der heimischen Sagenwelt umsetzen und an denen sie andere Sagenfreunde teilhaben lassen möchte. Daraus ist in fünf Punkten auch das S-A-G-E-N-Programm entstanden.

Förderung für Kreismusikschule Uecker-Randow

Eggesin – „Die Konzerte der Kreismusikschule Uecker-Randow sind eine Bereicherung für Vorpommern. Immer wieder ziehen Sie hunderte in den Bann so wie beim traditionellen Weihnachtskonzert in Eggesin. Es ist ein großer Genuss, den kleinen und großen Musikerinnen und Musikern zuzuhören. Man spürt die Leidenschaft und Freude, mit der alle dabei sind“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Patrick Dahlemann heute beim Weihnachtskonzert in der Martin-Luther-Kirche.

Die Kreismusikschule, die in diesem Jahr 60 Jahre alt ist, sei in ganz Vorpommern sehr beliebt und anerkannt, „und das quer durch alle Generationen in der Region und weit darüber hinaus. Hier wird eine großartige Arbeit geleistet. Unterricht wird in rund 30 Fächern an den Schulstandorten Ueckermünde, Torgelow, Strasburg, Pasewalk und Eggesin angeboten. Ob Gesang oder Instrumental, die Lehrerinnen und Lehrer geben wie die Schülerinnen und Schüler ihr Bestes, um bei Wettbewerben ganz vorn mit dabei zu sein und das Publikum bei Konzerten mit ihrem Können zu verzaubern. Das verdient großen Respekt und Anerkennung“, lobte Dahlemann. Erst kürzlich besuchten er und Bildungsministerin Bettina Martin die Musikschule. Beide würdigten auch die Arbeit des Fördervereins.

Zur Überraschung übergab der Staatssekretär einen Förderbescheid des Bildungsministeriums über 2.500 Euro aus dem Strategie-Fonds für die Neuanschaffung eines Konzertglockenspiels und 30 neuer Pultleuchten. „Sie alle sorgen für gut organisierte Veranstaltungen und Projekte. Dafür braucht ihr auch diese gute Ausstattung. Dabei helfen wir sehr gern.“

Gingster Kinder singen in der Kirche

Kindergartenkinder und Schüler der Gingster Schulen bereiten ein traditionelles Adventssingen vor

Insel Rügen – In diesem Jahr setzen die Kindergartenkinder und Schüler aus Gingst eine schöne Tradition fort, in dem sie am 20. Dezember um 9 Uhr eine Neuauflage des Adventssingens in der Gingster Kirche organisieren.

Nicole Hoppe, die in verschiedenen Klassen Musikprojekte organisiert, hat für die Veranstaltung den Hut auf. Sie studiert mit den Schülern ihrer Musik-Profilstunden 5 bis 8 beliebte Weihnachtslieder ein, die an dem Vormittag zu hören sein werden. Die Kleinen aus den Klassenstufen 1 bis 4 üben bis dahin in den Musikstunden ihre Lieblingslieder. Sie werden alle zusammen mit ihren Lehrern die schönsten Lieder singen und sich so auf das Fest und die Ferien einstimmen. Mit dabei sind auch wieder die ganz kleinen Kinder aus der Kindertagesstätte Löwenzahn, die das Programm mit einem eigenen Lied bereichern.

Pastor Joachim Gerber und seine Frau Dorothee begleiten das Weihnachtssingen in der Gingster Kirche und freuen sich auf eine vorweihnachtliche Veranstaltung. Dabei werden auch Klänge auf der Orgel und einige besinnliche Worte zum Fest zu hören sein. Einwohner und Gäste des Ortes sind herzlich eingeladen, an dem Adventssingen teilzunehmen und natürlich auch mitzusingen.

2,5 Mio. Euro für Kulturprojekte

2,5 Mio. Euro für Schloss Bröllin und das Kulturhaus Mestlin/TRAFO2-Programm fördert Kulturprojekte im ländlichen Raum

Schwerin – Schloss Bröllin in Vorpommern-Greifswald und das ehemalige sozialistische Dorfensemble im mecklenburgischen Mestlin mit dem Kulturhaus im Zentrum werden über das TRAFO2-Programm der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die beiden Trägervereine in Bröllin und Mestlin haben sich im jüngsten Bewerbungsverfahren durchgesetzt und erhalten eine Förderung in Höhe von jeweils 1,25 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2023, teilte die Stiftung heute mit.

„Das ist ein großer Erfolg für die beiden Vereine. Sie bereichern mit ihren Projekten das Kulturleben im ländlichen Raum in ganz besonderer Weise“, lobte Kulturministerin Bettina Martin. „Kultur im ländlichen Raum macht die Regionen lebenswert und trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Das TRAFO-Programm fördert originelle und innovative Kulturprojekte. Insofern ist die finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes auch eine besondere Anerkennung für Mecklenburg-Vorpommern. Ich freue mich riesig darüber, dass die beiden Kulturvereine von der Bundesförderung profitieren“, sagte Martin.

Schloss Bröllin will der kulturelle Anker in der Region Pasewalk/Uecker-Randow werden und ein regionales Kulturbüro mit festem Netzwerk zwischen Künstlerinnen, Künstlern, kulturellen Einrichtungen, Vereinen und Kommunalverwaltungen aufbauen. Das Kulturhaus Mestlin soll sich zu einem gut vernetzten soziokulturellen Zentrum und einem Kommunikationsort der Parchimer Region entwickeln. Ziel ist es, die Region besser als bislang mit kulturellen Angeboten zu versorgen und die überregionale Wahrnehmung des Kulturhauses zu stärken.

Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ in den Jahren 2015 bis 2024 insgesamt 26,6 Millionen Euro bereit. Zwei Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben sich gemeinsam mit 16 Projekten in neun Bundesländern um diese Mittel beworben. TRAFO steht dabei für Transformationsprozesse auf dem Land. Eine Fachjury hat über die besten Konzepte entschieden.

Bilder von Erhard Siebrecht

Ausstellung „Ansichten II.“ mit Bildern von Erhard Siebrecht ab 6. Dezember 2019 im StALU MM/Letzte Kunstausstellung in der Rostocker Landesbehörde eröffnet

Rostock – Unter dem Titel „Ansichten II.“ präsentiert der Rostocker Hobbymaler Erhard Siebrecht erstmals im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM) in Rostock eine Auswahl seiner Werke in Öl und Mischtechniken.

Silke Krüger-Piehl, stellvertretende Amtsleiterin des StALU MM, eröffnete am 6. Dezember 2019 in Anwesenheit des Künstlers sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des StALU MM und weiteren Gästen damit die 82. und zugleich letzte Kunstausstellung vor dem Auszug der Behörde im Flur der 11. Etage der Rostocker Landesbehörde in der Erich-Schlesinger-Straße.

Erhard Siebrecht wurde 1951 im vorpommerschen Anklam geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Betriebswirtschaft in Rostock. Mehr als 30 Jahre arbeitete er im nahegelegenen Düngemittelwerk als Hauptbuchhalter und kaufmännischer Leiter.

Mit dem Ende seiner Berufstätigkeit eröffnete sich für Erhard Siebrecht die Möglichkeit, die Malerei zu seinem Lebensthema zu machen. Er verarbeitet mit Pinsel und Farbe vor allem Ereignisse, Erfahrungen und Eindrücke aus seinem direkten Umfeld. Aus Gesehenem etwas Neues zu gestalten ist ihm dabei sehr wichtig. Dabei setzte sich der Hobbymaler im Laufe der letzten 50 Jahren autodidaktisch mit verschiedensten Techniken der Malerei auseinander. Seit mehr als 4 Jahren sind seine Bilder in Ausstellungen zu sehen, dabei vornehmlich in Vorpommern.

Die neue Ausstellung im StALU MM zeigt vor allem Landschaftsmotive, dabei mehrere Motive aus Rostock, sowie Stillleben. Zu sehen sind reale, surreale und abstrakte Bildmotive, kraftvoll gemalt und oft kombiniert mit feinsinnigem Symbolismus und phantasievollen Details. Dabei können sich die Ausstellungsbesucher auf vielseitige Bildinterpretationen einlassen.

Die Ausstellung „Ansichten II“ ist im Flur der 11. Etage des Landesbehördenzentrums Rostock-Südstadt, Erich-Schlesinger-Straße 35 bis zum 27.02.2020 werktags Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr und Freitag von 09.00 Uhr bis 16.30 Uhr kostenfrei zu besichtigen.