Radweg zwischen Schaprode und Trent wird freigegeben

Insel Rügen – Am Dienstag, 23. Juli 2019, gibt Landesverkehrsminister Christian Pegel mit Vorpommern-Rügens Landrat Dr. Stefan Kerth den neuen straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 302 zwischen Schaprode und Trent frei.

Der etwa 5,5 Kilometer lange und mindestens 2,50 Meter breite Asphaltweg beginnt am Ortsausgang Schaprode und endet am Ortseingang Trent. Er wurde in einer Bauzeit von zehn Monaten errichtet. Bisher mussten Radfahrer dort die Fahrbahn der L 302 nutzen, die als einzige Straßenverbindung zur Hiddenseefähre ab Schaprode ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist, aber nur eine Fahrbahnbreite von sechs Metern hat. Mit dem neuen Radweg ist eine durchgehende, sichere Verbindung zwischen Schaprode und Trent entstanden, die als Bestandteil sowohl des Ostseeküstenradwegs als auch des Rügen-Rundwegs künftig nicht nur Pendler sondern auch Touristen nutzen werden.

Die Kosten in Höhe von ca. 3,65 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln finanziert. Die Maßnahme ist Bestandteil des Lückenschlussprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Radwege an Landesstraßen.

Radwege und Straßen teilen sich in der Zuständigkeit auf verschiedene Beteiligte auf. An Bundes- und an Landesstraßen ist das Land zuständig. An Kreis- und Gemeindestraßen sowie losgelöst von Straßen sind es die Kommunen. Ziel der Landesregierung für die Bundes- und Landesstraßen ist es, die vorhandene Radwegeinfrastruktur zu einem bedarfsgerechten und sicheren Gesamtnetz weiterzuentwickeln. Das Radwegenetz dient sowohl dem Alltags- als auch dem touristischen Radverkehr. Je nach Verkehrszweck müssen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Radfahrenden berücksichtigt werden. So ist im Alltagsverkehr die Anbindung des Umlands an Zentrale Orte mit kurzen Fahrstrecken besonders wichtig, während für den touristischen Radverkehr landschaftlich reizvolle Strecken vorrangig sind.

Für den Radverkehr investiert das Land in die Radwege- infrastruktur, betreibt den Radnetzplaner M-V und unterstützt die Kommunen beim Aufbau einer Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt hat das Land für den Radwegebau an Landesstraßen seit 2012 knapp elf Millionen Euro investiert. Für den Bau von Radwegen an Bundesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Bund im selben Zeitraum insgesamt ca. 55,6 Millionen Euro investiert. Daneben wurden in der laufenden Förderperiode (2014 bis 2020) EU-Mittel in Höhe von rund 22,6 Millionen Euro für den Radwegebau an Landesstraßen und die kommunale Radinfrastruktur bewilligt.

„Der Topf für kommunale Radwegprojekte ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Landesinfrastrukturminister Christian Pegel und appelliert an die Kommunen, für den Neu- oder Ausbau von Radwegen des Alltags- und des touristischen Verkehrs auch diese Finanzierungsquelle zu berücksichtigen.

Beitragsfreie Kita geht nicht zulasten der Kommunen

Schwerin – Anlässlich aktueller Medienberichte erklärt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Tilo Gundlack: „Die derzeit zur Diskussion stehende Absenkung der Beteiligungsquote hat nichts mit der geplanten Kita-Beitragsfreiheit zu tun.

Die von der Presse zitierten „Finanzexperten“ dürften über eine höchstens geringe Expertise verfügen. Die Beteiligungsquote wird seit Anbeginn des FAG nach einer konkreten Formel errechnet. Dafür liegen Zahlen aus der Vergangenheit zugrunde, die sich je nach Konjunkturlage ändern können und das Pendel in die eine oder andere Richtung schlagen lassen.

Da die Kita-Beitragsfreiheit erst ab 2020 eingeführt wird, kann sie gar keinen Einfluss auf die aktuelle Berechnung der Beteiligungsquote haben. Das weiß auch die linke „Finanzexpertin“ Rösler. Ihre Forderung nach einer Quote von 36 Prozent entbehrt ganz offenbar jeder mathematischen Grundlage. Genauso gut könnte sie 40 oder 60 Prozent fordern. Das kommt dann wohl nächste Woche.“

Hintergrund: Die Beteiligungsquote regelt, welcher Anteil den Kommunen aus den Gesamteinnahmen von Land und Kommunen zufließt.

Katholische Kirche lädt zum Tag der Kulturen

Schwerin – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, hob am 4. Mai das besondere kirchliche Engagement für die Geflüchteten insbesondere seit dem Jahr 2015 hervor.

„Viele Initiativen sind seither von den Religionsgemeinschaften ausgegangen. Sie haben ihre Räume für Geflüchtete und für viele ehrenamtlich getragene Netzwerke geöffnet. Dafür gilt Ihnen mein Dank. Sie setzen ein starkes Zeichen für unsere offene und aktive Zivilgesellschaft“, so Kaselitz. Geladen hatte das Erzbistum Hamburg zu Gottesdienst, Foren und Workshops beim Erzbischöflichen Amt Schwerin.

„Wir alle erleben bis heute einen besonderen Zusammenhalt der Menschen, die im Bereich Integration und Migration tätig sind. Einen wichtigen Anteil daran haben die engagierten Akteure der katholischen Kirche und ihres Wohlfahrtsverbands, die Caritas im Norden. Ihre Unterstützung in den Netzwerken, den Beratungs- und Anlaufstellen half vielen Migrantinnen und Migranten“, erklärte Kaselitz in ihrem Grußwort. Dazu zählte sie u.a. den Sprachmittlerpool in Schwerin oder das Café International in Neubrandenburg.

Kaselitz verwies auf Ihr Interesse einer künftigen, stärkeren Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften des Landes: „Es bedarf ihrer Unterstützung, um die Fachkräfte und Ehrenamtler bei der Integrationsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zu stärken. Daher initiiere ich am 12. November in Schwerin eine landesweite Fachtagung Integration. Ein inhaltlicher Schwerpunkt dort ist der Beitrag der Religionsgemeinschaften für unser Zusammenleben.“

Ehrung des ehrenamtlichen Engage­ments für den Naturschutz in MV

Rostock – Am Samstag (13. April) findet in der Aula der Universität Rostock der Naturschutztag Mecklenburg-Vorpommern 2019 statt. Alle zwei Jahre richtet das Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) einen solchen Tag aus, an dem sich alle am Naturschutz interessierten Bürgerinnen und Bürgern untereinander über ihre Tätigkeiten, über Erfolge und Schwierigkeiten in der Naturschutzarbeit austauschen können.

Geschätzt unterstützen landesweit etwa 7000 Bürgerinnen und Bürger die Aktionen der Naturschutz­organisationen aktiv. „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen für ihre umfangreiche Arbeit zum Schutz unserer einmaligen Natur bedanken“, würdigt Umweltminister Dr. Till Backhaus das Engagement der ehren- und hauptamtlichen Naturschützer.

Schwerpunkte der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit sind neben Pflegearbeiten in Schutzgebieten wie die Mahd schwer oder nicht zu bewirtschaftender Wiesenflächen und Artenschutzmaßnahmen auch die Betreuung von Schutzgebieten, die Erfassung und Dokumentation des Vorkommens und der Verbreitung von Pflanzen und Tieren sowie deren Lebensräumen (Kartierung). Doch ebenfalls Exkursionen, Jugendarbeit, Weiterbildungs­angebote sowie Verbands- und Vereinstätigkeit zählen zum breiten Spektrum der ehrenamtlichen Naturschutz­aktivitäten.

Traditionell werden während des Naturschutztags auch besonders engagierte ehrenamtliche Aktive mit einer Urkunde des Umweltministers geehrt. Bei der Auswahl wird versucht, das Spektrum der Naturschutzarbeit in seiner Breite abzubilden.

In diesem Jahr werden ausgezeichnet

  • Bettina Baier (BUND Stralsund) insbesondere für ihr Engagement bei der Betreuung der Kormorankolonie Niederhof am Strelasund,
  • Helmut Kiesewetter (NABU Parchim) für seine besonders langjährige Arbeit als Ornithologe, seine Arbeiten über taxonomisch schwierige Pflanzensippen und sein Engagement in der Fachgruppe Geobotanik
  • Volker Dienemann (BUND Neubrandenburg) für seine beharrliche und langjährige Arbeit als Fischotter-Experte des Landes
  • Gudrun Schützler (Mitglied mehrerer Förder­vereine) für ihren selbstlosen Einsatz für die Erfassung und den Erhalt alter Landwege
  • Katja und Wulf Hahne (Stiftung Reepsholt/ Förderverein Nossentiner-Schwinzer Heide) für ihre vielfältigen Naturschutzaktivitäten innerhalb des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide und weit darüber hinaus

Das Vorgehen der Investoren

Investoren erlangen offenbar häufig ohne Wissen der Behörden Kontrolle über Immobilien in Deutschland

Hamburg – Zahlreiche Immobilien in Deutschland wechseln offenbar ihre Besitzer, ohne dass Mieter und deutsche Behörden etwas davon mitbekommen. Wie Recherchen des NDR zeigen, können Investoren Anteile an Immobilien hin und her schieben und so auch Veräußerungsverbote umgehen. So verkaufte ein israelischer Investor die Mehrheit der Firmenanteile an einem Wohnkomplex in Schwerin, obwohl er sich dazu verpflichtet hatte, die Immobilien zehn Jahre lang zu halten. Dadurch wollte die Stadt Spekulationen mit ihrem Wohnraum verhindern. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft, die den Immobilienkomplex privatisiert hatte, wusste vom Verkauf der Anteile offenbar nichts.

Die Recherchen des Radiosenders NDR Info und des NDR Magazins „Panorama 3“ ergaben in diesem sowie in weiteren Fällen, dass die Wohnungsgesellschaften, die die Immobilien halten, zwar in Deutschland registriert sind, aber Firmen auf Zypern gehören. Dabei handelt es sich um Briefkastenfirmen, die von einer zyprischen Anwaltskanzlei verwaltet werden. Auftraggeber sind internationale Investoren. Über das von der Bundesregierung 2017 in Deutschland eingeführte Transparenzregister war nicht zu ermitteln, wer hinter den Firmen steckt. Der NDR hatte in die Registereinträge von 15 Wohnungsgesellschaften und Unternehmen Einsicht genommen – ohne Ergebnis.

Möglich ist der Anteilsverkauf durch so genannte „Share Deals“. Investoren erwerben dadurch zwar nicht die Immobilien selbst, sondern Mehrheitsanteile an den Firmen, denen die Immobilien gehören. De facto erlangen sie aber die Kontrolle über die Gebäude. Dadurch können Investoren zudem Steuern sparen. Derzeit müssen sie keine Grunderwerbssteuer zahlen, wenn sie weniger als 95 Prozent der Immobilien-Anteile übernehmen. Die Bundesländer hatten an diesem Anteilshandel zuletzt starke Kritik geübt. Nach Schätzungen des hessischen Finanzministeriums entgehen dem Staat durch die „Share Deals“ bis zu eine Milliarde Euro pro Jahr. Voraussichtlich noch im Frühjahr wird sich der Bundestag mit diesem Thema beschäftigen.

„Panorama 3“ sendet eine ausführliche Dokumentation der Recherchen am Dienstag, 9. April, um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen. NDR Info berichtet über dieses Thema ausführlich am 9. und am 10. April, unter anderem in einem halbstündigen Feature am Mittwoch, 10. April, um 20.30 Uhr.

Videoüberwachung auf dem Marienplatz Schwerin

Innenministerium wird gegen Untersagungsverfügung klagen

Schwerin – Nach Eingang der „Untersagungsverfügung“ des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern hat das Innenministerium die Anordnung rechtlich geprüft und ist nach wie vor der Auffassung, dass die Bildüberwachung des Marienplatzes zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger datenschutzrechtskonform ist. Aus diesem Grund wird das Innenministerium beim Verwaltungsgericht Schwerin Klage einreichen, die Klageschrift wird derzeit vorbereitet.

Nach der Rechtsauffassung des Ministeriums ist nach der Datenschutzgrundverordnung keine Ende zu Ende-Verschlüsselung vorgeschrieben. Eine Ende zu Ende-Verschlüsselung der Bildübertragung würde zu zeitlichen Verzögerungen der Bilder und erheblichen Qualitätsverlusten führen. Mit Blick auf die polizeilichen Aufgaben darf eine Verschlüsselung aber nicht zu Lasten der Qualität der ins Polizeihauptrevier übertragenen Bilder gehen, so dass das Bildmaterial für die polizeiliche Aufgabenerfüllung unbrauchbar wäre.

Es wird betont, dass alles Erforderliche getan wurde und wird, um einen Datenmissbrauch zu verhindern, ohne dass es zu Qualitätsverlusten kommt. Es ist schlichtweg falsch, wenn der Landesdatenschutzbeauftragte mit seinen wiederholten öffentlichen Äußerungen den Eindruck erweckt, die Datenübertragung sei nicht geschützt. Der Landesdatenschutzbeauftragte ist bis heute einen Nachweis schuldig geblieben, dass die von ihm aufgemachten Anforderungen an die Übertragungsstecke notwendig sind.

Mittlerweile gibt es 13 Beispiele, bei denen die Bildüberwachung die Arbeit der Schweriner Polizei bereits erheblich unterstützt hat.

Schwesig: Mediatheken zukünftig mit besseren Angeboten

Schwerin – In seiner heutigen Sitzung hat sich der Landtag mit dem 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag beschäftigt. Darin wird der Telemedienauftrag im Rundfunkstaatsvertrag neu geregelt.

„Das Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunksender als Teil dieses Auftrages wird den Erfordernissen der heutigen Medienwelt angepasst. Das ist zeitgemäß, weil es den Nutzungsbedingungen der Menschen im 21. Jahrhundert Rechnung trägt“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Einbringung des Staatsvertrages zu Beginn der Debatte.

Der Telemedienauftrag bezieht sich in Zukunft ausdrücklich auch auf die Mediatheken, „damit Sendungen, Filme und Serien unkompliziert abrufbar sind – und das über die heute gültigen sieben Tage hinaus“, so die Ministerpräsidentin. Die Gewohnheiten hätten sich geändert. „Die Menschen sehen sich ihr Programm an, wenn sie dafür Zeit haben.“ Zukünftig stehen viele Sendungen für 30 Tage zum Abruf in der Mediathek bereit.

Für Großereignisse und Fußballspiele wird die Verweildauer in den Mediatheken von 24 Stunden auf sieben Tage erhöht. Neu ist auch die Abrufbarkeit von gezeigten europäischen Spielfilmen und Serien. Schwesig: „Wenn man Rundfunkbeiträge erhebt, müssen die Bürgerinnen und Bürger auch ein Angebot erhalten, dass dem 21. Jahrhundert entspricht. Da gehört ein zeitgemäßes Online-Angebot einfach dazu.“

Neu geregelt wird auch das Verbot der Presseähnlichkeit öffentlich-rechtlicher Telemedienangebote: Die Rundfunkanstalten sollen ihre Angebote im Wesentlichen in Bild und Ton darstellen. Auch wird die barrierefreie Gestaltung der Telemedienangebote künftig Teil des Auftrages.

Die Ministerpräsidentin: „Bei aller berechtigten Kritik, bei aller Notwendigkeit Reformen umzusetzen: Wir brauchen auch in Zukunft einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit Sendern, die sich ihrer besonderen Rolle und ihrer besonderen Verantwortung bewusst sind. Und das unter veränderten Bedingungen des digitalen Zeitalters.“

Christian Pegel appelliert: Machen Sie Ihre Passwörter sicher!

Schwerin – Gehäuft werden im Internet persönliche Daten von Nutzern des World Wide Web angeboten, so jüngst eine Sammlung von E-Mail-Adressen und geknackten Passwörtern zu 773 Millionen Online-Konten. Mecklenburgs-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel weist aus diesem Anlass darauf hin, dass jeder Einzelne viel dafür tun kann, seine Daten vor Hackern zu schützen. „Sichern Sie Ihre Daten mit einem sicheren Passwort“, appelliert der Minister.

Welche Anforderungen ein solches Passwort erfüllen sollte, haben die Internet-Experten des Steinbeis-Transferzentrum für Projektierung und Evaluierung von Netzwerken an der Hochschule Stralsund im Auftrag der Landesregierung zusammengestellt. Sie finden sich neben vielen anderen Tipps und Tricks auf der Webseite www.it-sicherheit-mv.de unter dem Menüpunkt „Passwörter“.

„Es gibt auch die Möglichkeit zu prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse schon mal gehackt wurde. Dazu werden Ihre Daten online abgeglichen mit den Angaben zu gehackten Daten, die öffentlich bekannt wurden“, sagt Christian Pegel. Eine Möglichkeit bietet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut mit diesem Check. Speziell für den jüngst bekannt gewordenen Datenklau von Mail-Adressen und Passwörtern bietet auch der Hunts Dienst HIBP diese Möglichkeit kostenlos an.

„Sollte Ihre Adresse als gehackt gemeldet werden, sollten Sie umgehend Ihr Passwort ändern und dabei die Hinweise der Experten unbedingt berücksichtigen“, rät Christian Pegel und fügt hinzu: „Das Schloss zu Ihren Daten ist Ihr Passwort. Und so wie bei Ihrer Wohnungstür sollten Sie darauf achten, dass dieses Schloss möglichst schwierig zu knacken ist.“

Ab 2019 nur insektenfreundliche Straßenbeleuchtung förderbar

Schwerin – Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung M-V fördert im Rahmen der Klimaschutz-Förderrichtlinien ab Januar 2019 ausschließlich die Umstellung von Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit warmweißen insektenfreundlichen Leuchtmitteln. Damit folgt die Landesregierung einem Beschluss des Landtags vom 28. November 2018. Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, das entsprechende Vorgaben in seine Förderrichtlinien integriert.

„Künstliche Lichtquellen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und leisten einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit unserer Straßen und Wege. Viele dieser Lichtquellen sind aber insbesondere für fliegende nachtaktive Insekten wie Nachtfalter ein Problem, da das zumeist kurzwellige, kaltweiße Licht ihre Orientierung und den natürlichen Lebensrhythmus erheblich beeinflusst“, erklärt Landesenergieminister Christian Pegel. Das kaltweiße Licht führe zu einer gesteigerten Flugaktivität und zu unnatürlich verlängerten Aktivitätszeiten der Insekten, die sich im Normalfall an natürlichen Lichtquellen wie Sonne und Mond orientierten. Zudem würden ein Aufprall oder eine Verbrennung am heißen Lampengehäuse beim Anfliegen der Lichtquellen sowie das ständige Umherschwirren häufig zum Tod der Tiere führen.

Die bestehenden Klimaschutzrichtlinien, über die das Land Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vergibt, wurden deshalb angepasst. „Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem mit den Förderbescheiden zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung künftig die Auflage einhergeht, warmweiße, insektenfreundliche LED-Leuchtmittel mit einer Lichttemperatur unter 3220 Kelvin und einer Wellenlänge unter 900 Nanometer zu verwenden. Bei diesen Rahmenbedingungen werden die Insekten empirischen Untersuchungen zufolge weniger stark angezogen“, erklärt Minister Pegel die Änderungen.

Mit der Anpassung der Richtlinie werden keine höheren Aufwendungen für die Antragsteller erwartet. „Die Leuchtmittel sind problemlos erhältlich und in ihren Kosten vergleichbar mit anderen Leuchtmitteln. Sofern bei der Planung und Ausschreibung entsprechende Vorgaben gemacht werden, sind keine zusätzlichen Belastungen für die Antragsteller zu erwarten“, so Pegel. „Die warmweißen Leuchtmittel entsprechen zudem sämtlichen Standards der Ausleuchtung von Straßen und Wegen“, erklärt der Minister und sagt weiter: „Selbstverständlich erfüllen wir mit der Richtlinienänderung weiterhin die Klimaschutzvorgaben des EFRE.“

Auch Daten von Politikern aus MV im Internet veröffentlicht

Schwerin – Unter den öffentlich gewordenen Listen über persönliche Daten von Politikern sowie weiteren Personen des öffentlichen Lebens befinden sich neben Bundestagsabgeordneten und Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus Mecklenburg-Vorpommern auch Mitglieder des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Art und Umfang der persönlichen Daten sind unterschiedlich, sie umfassen u.a. Adressen, Telefonnummern und E-Mails.

Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine konkrete Gefährdung für die aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Personen. Für eine abschließende Bewertung müssen die weiteren Ermittlungen abgewartet werden, die zentral von den Bundesbehörden geführt werden.

Die Sicherheitsbehörden unseres Landes werden die betroffenen Europa- und Landtagsabgeordneten schriftlich kurzfristig informieren und auch Handlungsempfehlungen geben. Ihnen steht ein Ansprechpartner der Polizei für persönliche Nachfragen zur Verfügung.

Schwesig zieht positive Bilanz für 2018

Weiter für ein gutes Zusammenleben arbeiten

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat in ihrer diesjährigen Weihnachtsansprache eine positive Bilanz für das Jahr 2018 gezogen: „2018 war ein Jahr, in dem wir wichtige Schritte für unser Land geschafft haben. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und auf dem niedrigsten Stand seit der Deutschen Einheit.“ Die Landesregierung habe einen Fahrplan für die kostenfreie Kita beschlossen. Ab Januar werden Familien mit mehrere Kita- oder Hortkindern nur noch für ein Kind zahlen, betonte die Regierungschefin. „21.000 Kinder und Familien werden davon profitieren. Und ein Jahr später werden die Elternbeiträge für alle Kinder abgeschafft. Das ist die größte Familienentlastung in der Geschichte unseres Landes.“

Die Regierungschefin ging in ihrer Ansprache auf die Witterung und deren Folgen ein. Der Sommer sei für viele toll gewesen. „Wir konnten unser schönes Land besonders intensiv genießen. Auch der Tourismus war davon beflügelt.“ Der heiße und trockene Sommer sei aber auch schwierig gewesen, „besonders für die Landwirtschaft. Für diejenigen, die für unser täglich Brot sorgen.“

Die Lange Trockenheit habe der Natur insgesamt zu schaffen gemacht. „Es gab viele Brände. Auf unsere Feuerwehren war Verlass. Frauen und Männer im Hauptamt und im Ehrenamt waren mit vollen Einsatz für uns da. Dieses Engagement steht stellvertretend für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen: im Sport, in der Kultur, im sozialen Bereich. Ihnen allen gilt ein herzliches Dankeschön.“

Mecklenburg-Vorpommern habe 2018 bei vielen Gelegenheiten ein wirklich positives Bild von sich präsentiert, sagte Schwesig und zählte Feste in Rostock wie den Mecklenburg-Vorpommern-Tag, den Hansetag, den 800. Stadtgeburtstag und die Hanse Sail auf. „Hunderttausende waren dabei und stolz darauf, wie sich Mecklenburg-Vorpommern gezeigt hat: weltoffen und von seiner besten Seite.“ Ein gutes Zusammenleben sei für alle wichtig, „nicht nur in der Stadt, auch auf dem Land“. Wie das gehen könne, habe die Landesregierung auf Bürgerforen wie beispielsweise in Löcknitz diskutiert. „Für andere da zu sein, gut zusammenzuleben, das bewegt uns alle, das treibt viele an“, hob Schwesig hervor und nannte als Beispiele dafür den Bürgertreff in der Kirchgemeinde Neubukow, das Bürgercafè in Gielow oder den Dorfladen in Gressin.

Dass Menschen füreinander da seien, sei auch auf einer anderen Ebene wichtig, in den Stadt- und Gemeindevertretungen. „In den Kommunen, in unseren Städten und Dörfern wird vieles entschieden, was jeden von uns betrifft. Ich habe das selbst viele Jahre ehrenamtlich gemacht und Hochachtung vor denen, die sich dazu bereitfinden.“ Schwesig ermunterte die Bürgerinnen und Bürger, im nächsten Jahr zur Wahl zu gehen. „Im kommenden Jahr sind Kommunalwahlen. Eine große Chance für uns alle mitzubestimmen und mitzuentscheiden. Meine Bitte an Sie: Gehen Sie wählen. Lassen Sie sich aufstellen für Ihr Heimatdorf, Ihre Heimatstadt. Für ein gutes Zusammenleben.“

Menschen für Menschen – darum gehe es auch Weihnachten. „Wenn Frauen und Männer für kranke und einsame Menschen da sind. Wenn viele arbeiten, damit wir in Ruhe feiern können: bei der Polizei und den Rettungsdiensten, in Bussen und Bahnen, in Restaurants und Hotels. Dafür sage ich von Herzen danke.“

WEMACOM schaltet in Plau weitere Glasfaseranschlüsse zu

Regionale Schule „Am Klüschenberg“ und Amtsgebäude sind angeschlossen

Plau – Die WEMACOM Telekommunikation GmbH hat die Regionale Schule „Am Klüschenberg“ und das Amtsgebäude in der Dammstraße 33 an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen. „Damit haben wir die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass beide Einrichtungen die Vorzüge eines modernen Glasfaseranschlusses nutzen können“, sagte Ronald Kurtz, WEMACOM-Projektverantwortlicher für den Glasfaserausbau in Plau am See, nach Fertigstellung der Anschlüsse.

Damit die Glasfaser-Ausbaugebiete in Plau Nord und Quetzin pünktlich zum 31. März 2019 sowie im Zentrum von Plau zum 31. Mai 2019 fertiggestellt werden können, ist ein zusätzliches Tiefbauunternehmen mit dem Bau der Hausanschlüsse beauftragt worden. Ein Drittel der Tiefbauarbeiten sei bis heute bereits realisiert worden. „Bis zu den Terminen wollen wir auch alle Kunden online geschaltet haben“, erklärte Ronald Kurtz. Er freut sich darüber, dass seit Beginn der Bauarbeiten die Zahl der Neuverträge ständig steigt. Außerdem würden Häuslebauer schon bei der Erschließung ihres Grundstückes an einen Glasfaseranschluss denken und sich rechtzeitig bei der WEMACOM Telekommunikation GmbH melden.

Die Glasfasertechnologie gilt als Investition in die Zukunft, denn die hochmodernen Leitungen ermöglichen die Übertragung großer Datenmengen. Sie bieten im Vergleich zu alten Kupferleitungen erhebliche Vorteile, wie beispielsweise ultraschnelle Datenübertragungsraten und eine geringe Störanfälligkeit.

„Die Nachricht des Tages“

Landeszentrale für politische Bildung legt neue Publikation zur Medienbildung vor

Illustrationen: Mario Lars

Illustrationen: Mario Lars

Schwerin – Kinder und Jugendliche können in einer neuen Broschüre auf anschauliche Weise erfahren, wie Journalistinnen und Journalisten arbeiten. Die Landeszentrale für politische Bildung legt mit der Broschüre „Die Nachricht des Tages – Wie ein kleiner See große Schlagzeilen macht“ den Fokus auf die Vermittlung von Medienkompetenz. Darin wird die Geschichte der Schülerin Anna erzählt, die an einem traumhaften Sommertag ein Fernsehinterview am See geben soll. Doch dann kommt alles ganz anders… Ergänzt wird die Broschüre durch ein beigelegtes Heft im bewährten Hosentaschenformat: „20 Fragen, 20 Antworten. Medien in MV“.

„Wer vor dem Computer sitzt oder mit dem Smartphone googelt, hat jederzeit Zugang zu aktuellen Nachrichten. Aber nicht alle Informationen, die im Internet zu finden sind, stimmen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die neue Broschüre zeigt Schülerinnen und Schülern auf, wo sie verlässliche Nachrichten finden und was sie von Fake News unterscheidet. Die Landeszentrale für politische Bildung leistet mit der Publikation einen Beitrag zur Medienbildung, der im Zeitalter der Digitalisierung so wichtig ist“, betonte Hesse.

Die Broschüre „Die Nachricht des Tages“ richtet sich an 10- bis 15-Jährige und eignet sich für den Unterricht. Lehrerinnen und Lehrer können Klassensätze bei der Landeszentrale für politische Bildung unter www.lpb-mv.de bestellen. Das Heft „20 Fragen, 20 Antworten. Medien in MV“ gleicht einem Kompaktkurs über das Mediensystem in Deutschland. Leserinnen und Leser erfahren, welche Medienangebote es gibt, welche Aufgaben sie haben oder wie sich Rundfunk und Zeitungen finanzieren. Beantwortet wird auch die Frage, ob Journalistinnen und Journalisten frei berichten können und was Nachricht und Kommentar voneinander unterscheidet.

„Mit der neuen Broschüre ‚Die Nachricht des Tages‛ setzen wir unseren Weg der niedrigschwelligen Angebote der politischen Bildung fort. Die Erfahrung zeigt, dass wir mit solchen Formaten viele Menschen ansprechen und informieren können“, erklärte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. Seit 2015 legt die Landeszentrale regelmäßig solche Themenhefte auf. Die Ausgabe ‚20 Fragen, 20 Antworten. Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern‛ aus dem Jahr 2016 erzielte aufgrund großer Nachfrage eine Auflage von 50.000 Exemplaren und wurde auch von anderen Landeszentralen übernommen.

Für das Thema „Medien in MV“ konnte das Landesfunkhaus des Norddeutschen Rundfunks als inhaltlicher Partner gewonnen werden.

„Call of Duty: Black Ops 4” treffsicher in Games-Charts

Alle Jahre wieder erscheint ein neuer Teil von „Call of Duty“ – und alle Jahre wieder erobert er die Spitze der offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment. Auch „Call of Duty: Black Ops 4“ legt einen souveränen Auftritt hin. Der Activision-Shooter punktet mit der größten Karte in der Geschichte der Reihe, drei unterschiedlichen Spielmodi und dem ersten Platz der PS4- und Xbox One-Hitliste. Neben der Standardversion schießt sich die Pro Edition an die vierte (PS4) bzw. fünfte Position (Xbox One).

Wie langfristig der Erfolg des Franchises ist, beweist „Call of Duty: Black Ops 2“. Bereits 2012 erschienen, holt das Game aktuell immer noch PS3-Silber hinter „FIFA 19“ sowie Xbox 360-Bronze hinter „FIFA 19“ und „Minecraft“. Zusätzlich schaut „Call of Duty: Black Ops 3“ auf Rang acht der PC-Auswertung vorbei. Dort stehen „Assassin’s Creed Odyssey“ und „Die Sims 4“ weiter vorne.

Partys und Autorennen bleiben die höchste Priorität für Nintendo-Spieler: „Super Mario Party“ und „Mario Kart 8 Deluxe“ siegen auf Switch, „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“ auf Wii. „3DS Luigi’s Mansion 2 Selects“, das Remake des GameCube-Klassikers um eine gruselige Geistervilla, findet die meisten 3DS-Käufer.

Universitätsmedizin Rostock: Klarstellung zur Berichterstattung der Ostsee-Zeitung

Schwerin – In dem Artikel „Unimedizin: Hat Hesse bei Boni die Wahrheit umschifft?“ der Ostsee-Zeitung vom 31. August 2018 werden Behauptungen von namentlich nicht genannten Mitarbeitern der Universitätsmedizin Rostock aufgeführt, die falsch sind. So wird behauptet, die Vorstände würden 2,6 Prozent des Überschusses erhalten. Das wären sechsstellige Beträge pro Jahr. Dies ist nicht zutreffend. Es gibt keine prozentuale Gewinnbeteiligung für Vorstandmitglieder.

Die Vorstände der Universitätsmedizin erhalten leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungsanteile, die auf Basis von Zielvereinbarungen in den Verträgen geschlossen werden. Das hat der Gesetzgeber im Landeshochschulgesetz vorgesehen. Das Gesamtgehalt eines Vorstandsmitglieds setzt sich aus einem festen Bestandteil und einer Variablen zusammen und ist nach oben hin begrenzt. Soweit diese Variable sich auf wirtschaftliche Zielstellungen bezieht, ist grundsätzlich die Einhaltung des Wirtschaftsplans oder ein ausgeglichenes Ergebnis die Vorgabe.

Im Interview mit der Ostsee-Zeitung vom 18./19. August 2018 hat Wissenschaftsministerin Birgit Hesse die gestellten Fragen zutreffend beantwortet. Diese bezogen sich auf einen „Überschuss“ beziehungsweise auf den erwirtschafteten Gewinn und ob dieser zu Boni führt.