Rostock – Anlässlich des Treffens der Landessprechenden des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) am vergangenen Donnerstag im Ökohaus Rostock würdigt Umweltminister Dr. Till Backhaus das Engagement junger Menschen für Natur, Umwelt und Gesellschaft. Die Sprecherinnen und Sprecher des neuen FÖJ-Jahrgangs 2026/27 kommen zusammen, um sich auszutauschen und die Interessen der Freiwilligen zu vertreten.
„Seit 33 Jahren eröffnet das Freiwillige Ökologische Jahr jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern die Chance, sich auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Wer sich ein Jahr lang für unsere Natur, den Klimaschutz oder eine nachhaltige Entwicklung engagiert, leistet nicht nur wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft, sondern gewinnt auch Erfahrungen fürs Leben. Gerade in Zeiten, in denen wir über Fachkräftemangel, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft unserer Demokratie sprechen, ist dieses Engagement von unschätzbarem Wert“, betonte Backhaus.
Seit dem Projektjahr 1993/94 gibt es das staatlich anerkannte FÖJ in Mecklenburg-Vorpommern. Das Land fördert die Plätze gemeinsam mit dem Bund und der Europäischen Union. Jährlich nutzen rund 140 junge Menschen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich wie persönlich zu orientieren.
Dafür stehen landesweit mehr als 350 anerkannte Einsatzstellen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von Naturschutzvereinen und Großschutzgebietsverwaltungen über land- und forstwirtschaftliche Einrichtungen bis hin zu Kindergärten, Schulen und Umweltverwaltungen. Auch erneuerbare Energien und Klimaschutz gehören zu den Tätigkeitsfeldern. Die Freiwilligen unterstützen die Einrichtungen bei ihrer täglichen Arbeit und lernen zugleich unterschiedliche Berufsfelder kennen.
„Das FÖJ verbindet praktische Arbeit mit Bildung für nachhaltige Entwicklung. Junge Menschen erfahren unmittelbar, wie wichtig der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist und welchen Beitrag sie selbst dazu leisten können. Gleichzeitig lernen sie, im Team zu arbeiten, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung für andere zu übernehmen. Diese Erfahrungen sind weit über das Freiwilligenjahr hinaus wertvoll“, so Backhaus.
Ein besonderer Bestandteil des FÖJ ist die demokratische Mitbestimmung. Die derzeit rund 140 Freiwilligen sind in sechs Seminargruppen organisiert. Jede Gruppe wählt zwei bis drei Sprecherinnen und Sprecher, die ehrenamtlich die Interessen ihrer Mitfreiwilligen gegenüber den Trägern sowie auf Landes- und Bundesebene vertreten. Sie beteiligen sich außerdem an der Vorbereitung von Seminaren und gemeinsamen Aktionen. Bereits ab dem zweiten Seminar gestalten die Freiwilligen eigene Themen und Programmpunkte mit.
Die pädagogische Begleitung und Organisation übernehmen die beiden FÖJ-Träger JAO gGmbH und Internationaler Bund (IB). Sie verbinden die praktische Tätigkeit in den Einsatzstellen mit Bildungsseminaren zu Umwelt- und Naturschutz, nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Fragen.
„Mein ausdrücklicher Dank gilt den Freiwilligen, den vielen engagierten Einsatzstellen sowie der JAO gGmbH und dem Internationalen Bund, die das FÖJ seit vielen Jahren mit großem Einsatz und hoher Qualität gestalten. Das Freiwillige Ökologische Jahr ist eine Investition in junge Menschen und damit in die Zukunft unseres Landes. Dieses erfolgreiche Angebot gilt es auch künftig zu erhalten und zu stärken“, erklärt Minister Backhaus abschließend.