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Kategorie: Städte und Gemeinden

Berufswahl-SIEGEL M-V

Sieben Schulen werden zertifiziert / Oldenburg: Wir stärken die Angebote der Beruflichen Orientierung für Schülerinnen und Schüler

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern tragen 52 Schulen das Zertifikat „Berufswahl-SIEGEL MV“ für eine vorbildliche Berufliche Orientierung. Im Rahmen der heutigen Ehrungsveranstaltung in Schwerin kommen drei Schulen hinzu. Weitere vier werden rezertifiziert.

„Mit dem „Berufswahl-SIEGEL MV“ entscheiden sich die Schulen für einen einzigartigen Weg: Hier ist die Berufliche Orientierung bereits fächerübergreifender Bestandteil des Unterrichts. Kenntnisse über Wirtschaft und Gesellschaft, Arbeit und Beruf werden bei Praxistagen und Projekten mit externen Partnern vermittelt. Landesweit ist ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen Unternehmen, Eltern, Kammern und Verbänden sowie der Bundesagentur für Arbeit entstanden. Erfolgreich unterstützen Ehrenamtliche und Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler beim Übergang in das Berufsleben“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg anlässlich der Veranstaltung.

Rund 60 Gäste nahmen am Event im Goldenen Saal teil, zu dem die Wirtschafts- und Sozialpartner sowie das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung geladen haben.

Folgende Erstzertifizierungen wurden an drei Schulen für vier Jahre vergeben:

  • Regionale Schule „Schule Am Bodden“, Neuenkirchen
  • Förderschule „Albert-Schweizer“, Schwerin
  • Regionale Schule „Johann Wolfgang von Goethe“, Parchim

Die Rezertifizierungen wurden an vier Schulen für vier Jahre übergeben:

  • Regionale Schule mit Grundschule Heinrich Heine, Gadebusch
  • Gymnasium Am Sonnenberg, Crivitz
  • Regionale Schule Am Kamp, Bad Doberan
  • Privates Internatsgymnasium Helge Lehmann KG, Torgelow am See

„Wir unterstützen Mädchen und Jungen intensiv auf ihrem Weg in den Beruf. Mit unserem neuen Konzept Berufliche Orientierung, das ab dem Schuljahr 2025/2026 verbindlich eingeführt wird, stärken wir die Berufswahlkompetenzen der Kinder und Jugendlichen. So beginnt die Berufliche Orientierung künftig in der Kita und wird bis zum Ende der Sekundarstufe II umgesetzt“, informierte die Ministerin.

Das Berufswahl-SIEGEL MV wurde im Schuljahr 2012/13 erstmalig durch die Sozialpartner, Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und DGB Nord, gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer Schwerin und den Agenturen für Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern vergeben.

Gefördert wird das Projekt über den Europäischen Sozialfonds. Dieser läuft zum Ende des Jahres aus und wird 2025 vom Land übernommen.

Tag der Schiene

und 50 Jahre S-Bahn Jubiläum in Rostock / Meyer: Attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist wichtiges Element für hohe Lebensqualität im Land

Rostock – Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer hat heute am Rostocker Hauptbahnhof die Veranstaltungen zum „Tag der Schiene“ offiziell eröffnet. Zugleich wurde vor Ort das 50jährige Bestehen der S-Bahn Rostock begangen. „Eine zukunftsorientierte und an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete Mobilität ist ein wesentliches Element, damit Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandort ist.

Deshalb haben wir eine Mobilitätsoffensive für das Land gestartet, gemeinsam mit den verkehrsunternehmen und den Kommunen. Wir erweitern das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr massiv, um mehr Menschen von einem Umstieg zu überzeugen. So haben wir zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 unter anderem rund 1,2 Millionen Leistungskilometer zusätzlich bestellt, das ist die größte Steigerung des Angebots im Schienenpersonennahverkehr seit der Bahnreform 1994/1995.

Der bundesweite Aktionstag ist eine gute Gelegenheit, umfassend über die bereits umgesetzten und die noch geplanten Maßnahmen zu informieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.

Zugleich wurde vor Ort das 50jährige Jubiläum der S-Bahn in Rostock begangen. Zu diesem Jubiläum Tag gibt es in der kommenden Woche ein besonderes Angebot: Am 28.9.2024 können die Rostocker S-Bahn-Linien S1, S2 und S3 kostenfrei genutzt werden zwischen Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde. Das Ticket ist ausschließlich in der VVW-App oder im VVW-Webshop erhältlich und kann nur am 28.09. für 0 Euro erworben werden.

Verkehrsminister Reinhard Meyer und Carsten Moll, Regionalleitung DB Regio Nordost, eröffneten die Jubiläumsausstellung zu 50 Jahren Rostocker S-Bahn, die einen Blick in die Geschichte der S-Bahn seit den 1970er Jahren wirft. Zu sehen ist die Ausstellung im Reisezentrum des Bahnhofes bis zum 11.10.2024. Zudem präsentierten sich an den Bahnsteigen 4 und 5 modernisierte Fahrzeuge der ODEG und DB Regio.

Carsten Moll, Vorsitzender von DB Regio Nordost: „Mit dem runden Geburtstag der S-Bahn Rostock feiern wir ein beeindruckendes Jubiläum. Die S-Bahn verbindet die Menschen in der Region – egal ob Pendlerinnen und Pendler oder Ausflugs-Reisende – seit fünf Jahrzehnten miteinander. Mit dem Zug im historischen Design wollen wir an die lange Geschichte der S-Bahn in Rostock erinnern – dabei ist das Fahrzeug von außen retro, von innen aber ganz frisch modernisiert.“

Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Wir laden heute alle Besucher des Rostocker Hauptbahnhofes herzlich ein die Messestände der Verkehrsunternehmen und des Verkehrsverbundes sowie der Bundespolizei und der VMV zu besuchen und sich rund um die Themen Bahn und Recruiting zu informieren. Feiern Sie mit und nehmen Sie an den Aktionen teil.“

Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG unterstreicht: „Das Vertrauen unserer Fahrgäste, des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der VMV sind unsere Motivation für eine Arbeit auf der Schiene. Wir sind mit unseren Zügen seit 2002 in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und verbinden Menschen mit ihren Reisezielen, ihrem Arbeitsplatz und ihrer Familie durch kontinuierliche Qualität und Herzlichkeit. Heute feiern wir den „Tag der Schiene“ gemeinsam mit allen, die den ÖPNV schätzen und sich für Mobilität interessieren und einsetzen! Viel Freude an dem „Tag der Schiene“!“

Michael Mißlitz, Geschäftsführer der Mecklenburgischen Bäderbahn Molli GmbH dankt auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Molli: „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen der DB Regio AG und ODEG, die täglich für die Fahrgäste der S-Bahn Rostock ihren Dienst tun. Vielen Dank für ein halbes Jahrhundert S-Bahn in der Hansestadt und Region Rostock.

Ein halbes Jahrhundert, das zeigt, wie wichtig und unersetzlich die S-Bahn für die Menschen in unserer Region geworden ist. Sie hat nicht nur den öffentlichen Nahverkehr in Rostock geprägt, sondern auch die Mobilität in und um die Stadt nachhaltig verändert. Danke an alle, die die Geschichte der S-Bahn Rostock geprägt haben und sich über Jahrzehnte hinweg für einen starken Eisenbahnnahverkehr eingesetzt haben.“

Stefan Wiedmer, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Warnow, betont die Bedeutung der Schiene im Verbundgebiet: „Der Schienenverkehr ist aus dem Verkehrsverbund Warnow nicht wegzudenken, er verbindet die Menschen auch weit über das Verbundgebiet hinaus. Insbesondere die S-Bahn ist von großer Bedeutung für unsere Fahrgäste, sowohl im Landkreis Rostock als auch zwischen Rostock Hauptbahnhof und Warnemünde.

Entsprechend positiv fiel das Feedback aus, als durch unser Verbundprojekt MIRROR zwischen Güstrow und Rostock die S-Bahn verstärkt und in Rostock die Nacht-S-Bahn vorgestellt wurden.“

Gemeinsamer Standort für GreenTech

Berlin – Große Freude in den Hansestädten Rostock und Greifswald: Beim gestrigen Startup Germany Summit in Berlin wurde bekannt gegeben, dass beide Städte in Mecklenburg-Vorpommern den Zuschlag gemeinsam als einer der nächsten Digital Hubs (de:hub) für den Bereich GreenTech erhalten haben. Die neue Initiative wird unter dem Namen „de:hub GreenTech“ zentrale Anlaufstelle, u.a. für Umwelttechnik, ClimateTech und Carbon Reduction, in Deutschland.

„Das ist eine großartige Auszeichnung für unser Bundesland. Diese Entscheidung für Rostock und Greifswald ist ein Mehrwert für unser Land, da regionale Akteure wie Unternehmen und Hochschulen und viele mehr auf diese Weise eine größere Sichtbarkeit nach außen erlangen. Zudem wird das bundesweite und internationale Netzwerk durch die Perspektiven und Ansätze aus Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. Beide Träger – das DIZ Rostock GmbH und die WITENO GmbH – sind außerdem Teil des digitalen Innovationsraums, sodass sich das digitale MV und die de:hub-Initiative ab sofort gegenseitig mit Kompetenzen und Ressourcen bereichern“, so Landesdigitalisierungsminister.

Als Teil der bundesweiten Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bietet der gemeinsame Hub in Rostock und Greifswald eine einzigartige Plattform zur Förderung von Innovationen und technologischen Fortschritten im Bereich der grünen Transformation.

Die Initiative Digital Hub vernetzt Unternehmen mit innovativen Startups, Forschungseinrichtungen und Expertisen unterschiedlicher Branchen in künftig insgesamt 25 verschiedenen Standorten, um digitale Innovationen voranzutreiben. Der neue gemeinsame „de:hub GreenTech“ in Rostock und Greifswald wird ein Ort sein, an dem bspw. nachhaltige Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien, Wasserstofftechnologie und CO₂-Reduktion entwickelt, gefördert und kommerzialisiert werden. Der gemeinsame Standort Rostock und Greifswald wurde als einer von zehn neuen Standorten – darunter Rostock im Tandem mit Greifswald – ausgewählt.

„Der ‚de:hub GreenTech‘ passt zu Mecklenburg-Vorpommern hervorragend, da sich in unserem Land bereits eine dynamische Unternehmenslandschaft entwickelt hat, die besonders im Energiesektor innovative Lösungen vorantreibt. Startups und etablierte Unternehmen arbeiten eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Technologieunternehmen zusammen, um neue Produkte und Lösungen zu entwickeln“, führt Innenminister Christian Pegel aus.

Der neue „de:hub GreenTech“ wird sich darauf konzentrieren, Startups und junge Unternehmen gezielt zu fördern. Programme wie der landesweite Akzelerator „Accelerate MV“ bieten spezialisierte Unterstützung für Startups im Energiesektor und vernetzen diese mit etablierten Unternehmen und Investoren. Dies schafft eine einzigartige Umgebung, in der Innovationen entstehen und schnell zur Marktreife gebracht werden können.

Förderung von Spielplätzen

Förderung für Spielplätze um 1,15 Millionen Euro aufgestockt

Schwerin – Der Finanzausschuss des Landtages hat kürzlich dem Einsatz weiterer 1,15 Millionen Euro in der vom Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt verwalteten Spielplatzförderrichtlinie zugestimmt. Nach dem Inkrafttreten 2023 wurden mehr als 300 Fördermittelanträge gestellt. 210 Anträge konnten mit den in 2023/24 zur Verfügung gestellten 2,3 Millionen Euro bereits bewilligt werden.

„Der Antrag für die Spielplatzförderung ist mit Absicht sehr schlicht gehalten. So sollen die Kommunen unbürokratisch und schnell ihre Spielplätze auf Vordermann bringen können. Das ist besonders wichtig für die Kinder, denn sie brauchen Raum zur Entfaltung, gerade an der frischen Luft“, sagte Minister Dr. Till Backhaus.

Die Spielplatzförderrichtlinie 2023 ermöglicht einen leichten Zugang zur Förderung durch ein einfaches Verfahren mit geringem Verwaltungsaufwand. Bei den beantragten Vorhaben muss es sich um bedarfsgerechte und angemessene Maßnahmen zur grundhaften Erneuerung und Sanierung sowie zum Neubau von öffentlichen Kinderspielplätzen handeln.

Gefördert werden die Anschaffung und Einrichtung von kindgerechten Spielplatz- und Bewegungsgeräten sowie von ergänzenden Ausstattungen wie Sitzbänken, Abfallsammler und Fahrradständern. Auch Baumaßnahmen und Pflanzungen zur Platzgestaltung, ggf. Planungsleistungen sowie erforderliche Gebrauchsabnahmen gehören dazu.

Bei der Bewertung der einzelnen Vorhaben hat die Sanierung vorhandener Anlagen Vorrang vor einem Neubau. Die Leistungsfähigkeit der Gemeinde und die Anzahl der dort lebenden Kinder wird bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal jedoch 15 000 Euro je Antrag.

Förderanträge sind bei dem zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) bis zum 28. Februar 2025 einzureichen. Eine automatische Einbeziehung der bisher nicht berücksichtigten, aber in den Bewilligungsbehörden noch vorliegenden Anträge kann leider nicht erfolgen. Die mit dem damaligen Antrag eingereichten Anlagen müssten aktualisiert werden.

Die Spielplatzförderrichtlinie 2023 und die zugehörigen Formulare sind unter MV-Serviceportal – Suchen. Finden. Antrag stellen. abrufbar.

Start neuer Regiobuslinie in M-V

Jesse: Mobilität im ländlichen Raum stärken

Sanitz – Staatssekretärin Ines Jesse gab am Dienstag (03.09.) den Startschuss für die neue landkreisübergreifende Regiobuslinie MV 320 auf der Strecke Sanitz – Marlow – Bad Sülze – Tribsees der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR).

Bei einer gemeinsamen Pressefahrt mit Landrat Dr. Stefan Kerth vom Landkreis Vorpommern-Rügen, Landrat Sebastian Constien vom Landkreis Rostock, Daniel Bischof, dem Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern und Ulrich Sehl, dem Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR), wurde die Regiobuslinie MV in Betrieb genommen.

Damit wurde ein bedeutender Schritt zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in den beiden Landkreisen und in der Umsetzung der Mobilitätsoffensive des Landes unternommen. Die Linie ist im Vorlaufbetrieb für die 2025 kommende verlängerte Regiobuslinie 320 Sanitz – Marlow – Tribsees – Grimmen – Greifswald gestartet worden und ist neben Sternberg – Güstrow die zweite landkreisübergreifende Regiobuslinie MV der Mobilitätsoffensive.

Ines Jesse, Staatssekretärin für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, sagte: „Im Landkreis Vorpommern-Rügen ist die Regiobuslinie 320 die zweite Regiobuslinie und insgesamt im Land die siebte Linie des Regiobus MV seit Start im Dezember 2023. Die neue Regiobuslinie, die unter anderem die Orte Sanitz, Marlow, Bad Sülze und Tribsees verbindet, ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Mobilität und Vernetzung im Landkreis Vorpommern-Rügen und damit in Mecklenburg-Vorpommern. Dies soll mit der Verlängerung nach Greifswald im kommenden Jahr noch weiter ausgebaut werden. Ebenfalls in diesem September wurden zwei weitere Regiobuslinien im Landkreis Nordwestmecklenburg eingeführt – betrieben von NAHBUS führen die Strecken von Grevesmühlen über Boltenhagen nach Weiße Wiek sowie von Wismar über Neukloster nach Blankenberg. Alle neu eingeführten Regiobuslinien werden durch die Richtlinie ´TaktbusÖPNVRL´ vom Land gefördert.“

Bisher gab es auf der Relation Sanitz – Marlow – Bad Sülze – Tribsees keine durchgebundene Linie, sondern nur ein geringes und gebrochenes Angebot der Linien 320 und 120. Mit der neuen VVR-Linie 320 wird ein neues ganzjähriges täglich durchgebundenes Angebot im 2-Stundentakt zwischen 5 – 22 Uhr geschaffen. Die Regiobuslinie 320 fährt von Sanitz ZOB nach Tribsees Wendeplatz und wieder zurück. In Sanitz wird an den Schienenpersonennahverkehr (RB11) und u.a. in den Orten Marlow, Bad Sülze und Tribsees an den weiteren Regionalverkehr, wie z. B. weiter nach Grimmen und Greifswald, angebunden. 2024 wird die VVR durch REBUS als Subunternehmer am Wochenende unterstützt.

Landrat Dr. Stefan Kerth: „Mit der Regiobuslinie 320 und der Erweiterung des Rufbusangebotes wird die Lebensqualität im ländlichen Raum verbessert. Der Landkreis Vorpommern-Rügen finanziert ein ÖPNV-Angebot, das Bewohnern und Besuchern eine komfortablere und umweltfreundlichere Mobilitätslösung bietet.“

Daniel Bischof, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH, betonte: „Zusätzlich zur Linie 320 baut die VVR Schritt für Schritt weiter ihr Rufbussystem im gesamten Landkreis aus, den ´VVR-Surfer´ als regionalen Bestandteil des Rufbus MV auf. Der Rufbus MV ist Teil der Mobilitätsoffensive ´MV fährt gut´ des Landes Mecklenburg-Vorpommern und erweitert künftig das ÖPNV-Angebot in Vorpommern-Rügen gerade im ländlichen Raum. Das Land hat 2023 mit der Einführung eines landesweiten Busnetzes begonnen, die Verkehrsunternehmen beim Ausbau der Regiobuslinien und Rufbussyteme finanziell zu unterstützten. Die gut vernetzte Linie 320 und der flexible VVR-Surfer-Rufbus sind in der touristisch beliebten Urlaubsregion attraktiver Teil der vom Land geförderten klimafreundlichen Mobilitätsangebote.“

Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) Ulrich Sehl: „Ich freue mich mit der Einführung der durchgehenden Regiobuslinie 320, ein seit längerem geplantes Vorhaben in die Tat umsetzen zu können. Damit bietet die VVR ein attraktives Angebot auf dieser umstiegsfreien Relation, welches hoffentlich von den Fahrgästen gut angenommen wird. Die damit verbundene Fahrzeitverkürzung von bis zu 15 Minuten unterstreicht die Attraktivität dieses Angebotes, welches eine ganzjährige Ausweitung und Verdichtung des Fahrplanes beinhalten.“

Das Wirtschaftsministerium unterstützt über die VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern das Vorhaben aus Landesmitteln. Für die gesamte Regiobuslinie 320 Sanitz – Marlow – Tribsees – Grimmen – Greifswald stehen dem Landkreis vorrausichtlich gemäß der „TaktbusÖPNVRL“ eine Höhe an Fördermitteln von ca. 1,1 Millionen Euro pro Jahr zu. Gefördert werden die Regiobus MV-Fahrten mit 2,05 € pro Kilometer.

Den Fahrplan für die Regiobuslinie 320 finden Sie hier.

Die landesweite Fahrplanauskunft „MV FÄHRT GUT“ für Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt alle Änderungen des neuen Fahrplans. Die kostenlose App des Landes enthält alle Fahrplandaten des ÖPNV in M-V und steht für Android und iOS zur Verfügung (www.fahrplanauskunft-mv.de).

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt im Rahmen seiner Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern finanzielle Zuwendungen für den Aufbau, die Vorhaltung und den Betrieb kommunaler Regio- und Rufbussysteme als Bestandteil des landesweiten Busnetzes unter Beachtung von festgelegten Qualitätskriterien.

Programm Neulandgewinner

Engagement in den ostdeutschen Bundesländern: Zwei Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern beim Programm Neulandgewinner ausgezeichnet

Schwerin – Das Programm „Neulandgewinner“ zeichnet alle zwei Jahre Projekte und Initiativen aus den ostdeutschen Bundesländern aus, die mit ihrem Engagement den ländlichen Raum, das gesellschaftliche Miteinander und die Demokratie stärken. Unter den sechzehn Preisträgern sind mit der Kulturbrennerei Ganzlin und Quietjes e.V. in diesem Jahr auch zwei Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie profitieren von einer Förderung in Höhe von bis zu 50.000 Euro und einem individuellen Mentoring zur Entwicklung und Umsetzung ihres Vorhabens.

„Gerade auf dem Dorf und in unseren dünnbesiedelten Landesteilen zeigt sich, wie viel das Engagement Einzelner zur Lebensqualität beitragen kann“, betonte auch die Ehrenamtsministerin Stefanie Drese. „Ob sie Kulturangebote schaffen, Freizeitmöglichkeiten aufbauen oder Integrationsprojekte gestalten – sie alle machen das Dorfleben bunter und fördern den Zusammenhalt.“

Wie das am besten gelinge, zeigten sowohl die Kulturbrennerei Ganzlin als auch der Verein Quietjes. „Die Kulturbrennerei hat sich dem Ziel verschrieben, der Landflucht junger Menschen entgegenzuwirken. So soll das alte Brennereigebäude zu einem neuen Treffpunkt werden, an dem Workshops, Veranstaltungen aber auch Diskussionsrunden stattfinden. Wo gemeinsam gekocht, in der eigenen Holzwerkstatt geschreinert und auf dem weitläufigen Gelände gegärtnert wird“, erklärte Drese.

Das fliegende Klassenzimmer des Vereins Quietjes e.V., welcher zuletzt auch den Landesintegrationspreis erhielt, plant hingegen einen mobilen Bildungsbus. Er soll insbesondere in abgelegeneren Gebieten einen alternativen Zugang zu Sprach- und Integrationsangeboten schaffen.

Drese: „Ich freue mich sehr, dass das Programm Neulandgewinner erkannt hat, was für eine hervorragende Arbeit diese beiden Vereine bereits leisten und wünsche viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Ideen.“

Das Programm wird für die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ausgeschrieben. Das Thünen-Institut für Ländliche Entwicklung e. V. und Neuland gewinnen e. V. führen das Programm gemeinsam durch.

Volle Fahrt ins digitale Zeitalter

Kostenloses WLAN und bargeldloses Bezahlen in allen Bussen von NAHBUS

Grevesmühlen – Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder beim Ausflug ins Grüne – der Griff zum Smartphone ist heute für viele Fahrgäste genauso selbstverständlich wie das Einsteigen in den Bus. Ab sofort wird die Fahrt mit NAHBUS in Nordwestmecklenburg noch komfortabler: Dank einer Kooperation mit der WEMACOM Telekommunikation GmbH und der WEMAG AG bietet NAHBUS in seiner gesamten Flotte ab sofort kostenloses WLAN an. Damit wird jeder Weg durch die Region auch zu einer Reise in die digitale Welt.

„Der öffentliche Nahverkehr ist das Rückgrat der Mobilität in Nordwestmecklenburg. Mit dem neuen WLAN-Angebot gehen wir einen weiteren Schritt, um unseren Service zu verbessern und die Bedürfnisse unserer Fahrgäste in den Mittelpunkt zu stellen“, sagt Jörg Lettau, Geschäftsführer der NAHBUS Nordwestmecklenburg GmbH. „Ab sofort kann jeder Fahrgast während der Fahrt online bleiben – sei es, um zu arbeiten, zu lernen oder zu chatten.“

Tino Waldraff, Fachgebietsleiter Regionalentwicklung beim Landkreis Nordwestmecklenburg, freut sich über die gute Zusammenarbeit mit NAHBUS und der WEMACOM bei der Umsetzung der Arbeiten. „Beide Projekte wurden durch den Landkreis initiiert und sind ein wirklicher Qualitätssprung“, so Waldraff. Damit werde der öffentliche Nahverkehr noch attraktiver. „Wir haben gerne unseren Anteil zur Umsetzung beigetragen, um diesen Sprung ins Digitale zu ermöglichen.

Parallel zur Einführung des kostenlosen WLANs startet NAHBUS auch ein neues bargeldloses Bezahlsystem. „Wir möchten für unsere Fahrgäste nicht nur den Zugang zum Internet, sondern auch das Bezahlen im Bus so einfach wie möglich gestalten“, erklärt Lettau. „Mit dem neuen System können Fahrgäste nun bequem per Karte oder Smartphone zahlen – ein weiterer Schritt in Richtung moderner, digitaler Mobilität.“

Die WEMACOM Telekommunikation GmbH, ein Tochterunternehmen der WEMAG AG, hat die dafür notwendige Technik bereitgestellt und die Router in den Bussen installiert. „Unsere langjährige Erfahrung im Bereich des Breitbandausbaus hat es uns ermöglicht, dieses Projekt effizient und zuverlässig umzusetzen,“ sagt Volker Buck, Geschäftsführer der WEMACOM. „Wir freuen uns, den Fahrgästen von NAHBUS nun einen zusätzlichen Service bieten zu können, der sicherlich auf große Resonanz stoßen wird.“

Die ersten Zahlen sprechen bereits für sich: Allein im Monat Juli 2024 haben 2.147 Fahrgäste in 104 Bussen das neue WLAN-Angebot genutzt, was zu insgesamt 23.400 Zugriffen und einer gesamten Nutzungsdauer von 374 Stunden geführt hat.

Mit diesem erweiterten Serviceangebot setzt NAHBUS einen neuen Standard im öffentlichen Nahverkehr und stärkt gleichzeitig die digitale Infrastruktur in der Region Nordwestmecklenburg. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass diese Neuerungen zur Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs beitragen und von den Fahrgästen gut angenommen werden.

Flusslandschaft Elbe

Bengerstorf engagiert sich als 11. Biosphärengemeinde in der Flusslandschaft Elbe

Bengerstorf – Die Gemeinde Bengerstorf mit ihren drei Ortsteilen Wiebendorf, Klein Bengerstorf und Groß Bengerstorf will sich stärker auf Nachhaltigkeit ausrichten und geht dazu eine enge Partnerschaft mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe ein.

Zwar liegen alle drei Ortsteile mit ihren 526 Einwohnern nicht direkt in dem von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, jedoch grenzt die Gemeinde Bengerstorf dort an und befindet sich in der Biosphärenregion, die auch der Vergaberegion für die „Partner des Biosphärenreservates“ entspricht.

„Es freut mich, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Bengerstorf in einer lebendigen Diskussionskultur intensiv mit den Zukunftsthemen unserer Zeit auseinandersetzen und sich für den Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaft entlang der Schaale engagieren. Der vertrauensvolle Austausch zwischen den Akteuren der Region – wie er mit der Kooperation Biosphärengemeinde angestrebt wird – liegt mir hierbei besonders am Herzen.

Der hier angestoßene Dialogprozess ist beispielhaft für die Umsetzung der Agenda 2030 in unseren Kommunen, die wir weiterhin gemeinsam und entschlossen angehen sollten.“ Mit diesen Worten eröffnete Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern am 30. August die Veranstaltung.

Der nun vollzogenen Anerkennung als Biosphärengemeinde ist ein intensiver Abstimmungsprozess zwischen Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und der Gemeinde Bengerstorf vorausgegangen.

Rückblickend auf diesen Prozess fasst Anke Hollerbach, Amtsleiterin des Biosphärenreservatsamtes Schaalsee-Elbe im Vorfeld der Veranstaltung zusammen: „Mit ihrem Bekenntnis zu den Zielen des UNESCO-Biosphärenreservates, ihrem Engagement hinsichtlich einer nachhaltigen Kommunalentwicklung, die die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner erhalten und weiter verbessern soll, aber auch aufgrund ihrer konkreten Projektideen ist die Gemeinde Bengerstorf eine im wahrsten Sinne ‚ausgezeichnete‘ Gemeinde bei uns im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V.“

„Und an dieser Stelle möchte ich betonen, dass mit der Anerkennung als Biosphärengemeinde keine Aufnahme in das gesetzlich festgelegte ‚Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern‘ erfolgt und auch keine zusätzlichen rechtlichen Regelungen verbunden sind.“

„Während des Anerkennungsprozesses, der offiziell mit dem Beschluss der Bengerstorfer Gemeindevertretung im April 2024 begann, wurde schnell klar, dass die neue Partnergemeinde bereits so einiges im Bereich Natur- und Landschaftsschutz angestoßen hat“, betont Dr. Martin Kubiak, verantwortlich für „Öffentlichkeitsarbeit und Gebietsmanagement Elbe“ im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe: „Sie hat sich erfolgreich um den Erhalt und den Ausbau ihrer Baumalleen eingesetzt, die ihre drei Gemeindeteile verbindet und sie hat einiges für die naturnahe innerörtliche Gestaltung getan“.

Bengerstorf hat aber noch einige neue Projekte konkret im Blick, die die Gemeinde und das Biosphärenreservatsamt in einem alle zwei Jahre zu prüfenden „Aktionsplan“ vereinbart haben und sich u.a. auf die Bereiche „Regionale Wertschöpfung“, „Klima, Ressourcen, Schutz der Biodiversität“ sowie „Mobilität und Infrastruktur“ verteilen. Dabei kann das Biosphärenreservatsamt vor allem mit fachlicher Beratung, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Dem Aktionsplan nach, soll erstmals eine gemeindeeigene ehemalige Niedermoorfläche von ca. 10 ha renaturiert und ein ca. 5 ha großer neuer Wald gepflanzt werden.

Für das beliebte Naturschutz- und Naherholungsgebiet Bretziner Heide werden weitere Rastmöglichkeiten aufgestellt und beim Thema Mobilität steht der Ausbau des ÖPNV sowie das Projekt „Carsharing“ ganz oben. Die Gemeinde, die sich selber als „lebendiges Dorf mit einer offenen und aktiven Dorfgemeinschaft“ beschreibt, möchte außerdem im Bereich „Soziales und Bildung“ etwas Neues angehen: In zweijährigem Rhythmus soll hier ein „Aktions-Tag der Artenvielfalt“ für Kinder-und Jugendliche ausgerichtet werden.

Mit der Auszeichnung zur 11. Biosphärengemeinde erhielt Bengerstorf eine Urkunde und Emaille-Plakette sowie die Möglichkeit, das patentrechtlich geschützte Logo „Biosphärengemeinde Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“ zukünftig öffentlichkeitswirksam zu nutzen.

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist eine von der UNESCO ausgezeichnete Modellregion für nachhaltige Entwicklung (UNESCO-Programm „Man and Biosphere“).

Die Kooperation „Biosphärengemeinde“ wird im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V seit 2019 umgesetzt. Im länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe setzt Mecklenburg-Vorpommern derzeit als einziges Bundesland diese Form der Zusammenarbeit zwischen Biosphärenreservatsverwaltung und Kommunen um. Der Startschuss zu den Biosphärengemeinden fiel im Jahr 2019 mit den beiden Gemeinden Bresegard b. Picher und Redefin, denen 2021 das Amt Dömitz-Malliß mit seinen sieben Gemeinden und in diesem Frühjahr Boizenburg/Elbe folgte.

Ziel ist es hierbei, die Zusammenarbeit mit den Kommunen durch intensiven, regelmäßigen Informationsaustausch zu stärken und die Umsetzung eines Prozesses zur nachhaltigen Entwicklung in den Gemeinden zu unterstützen. Für Kommunen ergibt sich ein Imagegewinn durch die Bezeichnung als Biosphärengemeinde und einer entsprechenden Darstellung (z.B. an Ortseingängen und auf der Internetpräsentation) sowie dem Bekenntnis zur Identifikation mit den Zielen des Biosphärenreservates. Gleichzeitig werden die Städte und Gemeinden bei der Erarbeitung und Umsetzung einer an den Nachhaltigkeitszielen ausgerichteten Entwicklungsstrategie durch das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe unterstützt.