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Backhaus setzt mit Grundschülern 60 Störe in die Ostsee

Rostock – Gemeinsam mit einer zweiten Klasse der Christophorus-Grundschule Rostock und Mitarbeitenden der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV (LFA MV) hat Umweltminister Dr. Till Backhaus heute an einer Stör-Besatzaktion in Rostock/ Hohe Düne teilgenommen. Unter dem Motto „Stör macht Schule“ wurden insgesamt 60 ca. 1kg schwere Baltische Störe eingesetzt.

„Die heutige Aktion macht die Kinder auf aktive Art und Weise mit dem als ‚lebendes Fossil‘ geltenden Stör vertraut. Galt doch der Wanderfisch, der mehr als 200 Millionen Jahre Evolution überdauert hat, in der Ostsee seit den 1970er Jahren als ausgestorben. Die Wiederansiedlung des Baltischen Störs wird seit Mitte der 1990er Jahre intensiv von der LFA MV zusammen mit Partnern in Deutschland und darüber hinaus vorangetrieben.

Basierend auf genetischen Untersuchungen wurde 2002 entschieden, den nordamerikanischen Atlantischen Stör (Acipenser oxyrinchus), die auch für den Baltischen Raum ursprüngliche Art, in der Ostsee wiederanzusiedeln. Dazu wurden ab 2005 und 2006 Laichtiere aus Kanada importiert und seit 2010 erfolgreich an der LFA MV vermehrt.

Die LFA spielt eine zentrale Rolle bei der Wiederansiedlung des Störs im Baltischen Raum. Nicht nur durch die Anwendung der verschiedenen Untersuchungssysteme hat sich besonders das Institut für Fischerei der LFA international als Ansprechpartner etabliert. Das Ziel der Wiederansiedlung des Baltischen Störs als Teil der Biodiversitätsstrategie zeigt schon jetzt erste Erfolge. So wurden seit der ersten Vermehrung in der Forschungsanlage in Born/ Darß neun Millionen Larven erbrütet.

Seit 2006 wurden in Deutschland rund 4,4 Millionen Baltische Störe besetzt. Weiterhin haben Kooperationspartner aus Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, und Estland zwischen 2020 und 2024 mehr rund fünf Millionen Larven ausgesetzt. Das derzeit größte Weibchen in Born, welches zur Reproduktion der Larven beiträgt ist, 2,5 Meter lang und 120 Kilo schwer. Ihr Alter wird auf mindestens 35 Jahre geschätzt. Darüber hinaus konnten mit verschiedenen Anpassungen bei der Reproduktion die Erfolge deutlich verbessert werden.

Allein 2024 wurden insgesamt 2,3 Millionen Störlarven erbrütet. Das ist das Siebenfache gegenüber 2010. Die Befruchtungsrate lag bei 90,6 Prozent, die Schlupfrate bei 78 Prozent. An der Vermehrung nahmen in den vergangenen beiden Jahren erstmals auch junge Nachwuchslaichtiere teil. Sie wurden aus anderen Haltungsanlagen nach Born überführt und in den Laichtierbestand integriert“, sagt der Minister.

Erst kürzlich besuchte eine Delegation des Landwirtschaftsministeriums und des Fischereidienstes Litauen das Institut für Fischerei der LFA MV für den fachlichen Austausch für zukünftige wissenschaftliche Kooperationen. Litauen erhielt bereits von der LFA MV potentielle Laichtiere zur Etablierung eines eigenen Laichtierbestandes. Zum ersten Mal nahmen Experten aus Litauen auch an der diesjährigen Reproduktion teil, um von der Expertise LFA MV zu profitieren. So soll künftig die Reproduktion des Baltischen Störs im eigenen Land vorangebracht werden.

Bei der ersten erfolgreichen Reproduktion dieses Jahres schlüpften vor wenigen Tagen ca. 850.000 Larven. Neben Litauen haben bereits die Partnerländer Lettland, Schweden, Estland und Polen die Abholung von Larven für Besatzmaßnahmen in den eigenen heimischen Fließgewässern bestätigt.

M-V hat gesundheitsbezogenen Hitzeschutzplan

Handreichung unterstützt Kommunen, Gesundheitsämter und Einrichtungsträger

Schwerin – Angesichts der bevorstehenden heißen Tage weist Gesundheitsministerin Stefanie Drese auf den neuen Hitzeschutzplan für Mecklenburg-Vorpommern mit dem Schwerpunkt Gesundheit hin. Er wurde bereits in der vergangenen Woche an die Kommunen, Gesundheitsämter und Träger von Einrichtungen, in denen besonders gefährdete Menschen sich regelmäßig aufhalten, übergeben. Er steht natürlich auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

„Der gesundheitsbezogene Hitzeschutzplan soll als Grundlage für koordinierte Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung dienen und Kommunen sowie Träger von Gesundheitseinrichtungen dabei unterstützen, gesundheitliche Gefahren zu minimieren“, sagte Gesundheitsministerin Stefanie Drese am Montag in Schwerin. Die Ministerin hob hervor, dass der Hitzeschutzplan kein fertiges Konzept ist, sondern in den kommenden Jahren fortlaufend auf Wetter- und Umweltveränderungen eingehen und fachliche Anregungen aufgreifen wird.

„Hitzewellen und Extremwetterlagen nehmen auch bei uns im Land stetig weiter zu. Sie werden aber noch zu wenig als das erkannt, was sie tatsächlich sind: Eine akute und ernstzunehmende Gesundheitsgefahr, insbesondere für ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Schwangere, Kleinkinder oder auch Menschen mit Pflegebedarfen. Insbesondere diese Gruppen müssen wir verstärkt schützen und auf hitzebedingte Gefahren vorbereiten“, betonte Drese.

„Deshalb ist es entscheidend, dass wir gemeinsam vorsorgen und aufeinander achten“, so die Ministerin. Angehörige, Nachbarschaftsnetzwerke und ambulante Dienste spielten dabei eine wichtige Rolle. Der gesundheitsbezogene Hitzeschutzplan enthalte deshalb auch Empfehlungen für Laien zum richtigen Verhalten bei Hitze, etwa in den Bereichen Ernährung, Aktivitäten, Medikamente und UV-Schutz. Insgesamt liege der Fokus jedoch auf der strategischen Vorbereitung von Kommunen und Einrichtungen, die mit dem Hitzeschutzplan auch Hilfestellung für die Erarbeitung eigener Schutzkonzepte erhalten, so Drese.

Kernelemente seien unter anderem die zentrale Koordinierung und die Nutzung von Hitzewarnsystemen, Hinweise zur Kommunikation mit den besonders vulnerablen Gruppen sowie langfristige Maßnahmen im Bereich der Städteplanung und des Bauwesens. „Auch der Vorbereitung des Gesundheits- und Sozialwesens haben wir ein eigenes Kapitel gewidmet“, erklärte die Ministerin. „Denn Arztpraxen, Apotheken oder Pflegeeinrichtungen haben den direkten Kontakt zu den Risikogruppen. Genauso wie Gemeinschaftsunterkünfte, Reha-Einrichtungen oder auch der Rettungsdienst sollen deshalb auch sie hitzeresilienter werden“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin erhofft sich insgesamt, dass der Hitzeschutzplan zu einem Umdenken führe und das Thema Hitzeprävention mehr in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rückt. „Prävention ist der beste Schutz und Hitzevorsorge rettet Leben. Mit klaren Abläufen, Aufklärung und guter Vernetzung wollen wir deshalb dabei unterstützen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern auf die zunehmenden Hitzeereignisse und Klimaveränderungen gut vorbereitet sind“, so Drese.

Der Hitzeschutzplan steht auf der Website des Sozialministeriums zum Download bereit.

Rund 3.000 Menschen erhalten in M-V ab Juli mehr SED-Opferrente

Justizministerin Jacqueline Bernhardt: „Zum 1. Juli 2025 steigt die SED-Rente von monatlich 330 auf 400 Euro. Das ist ein gutes Signal.“

Schwerin – „Zum 1. Juli 2025 steigt die Rente für anerkannte SED-Opfer monatlich von 330 Euro auf 400 Euro. 35 Jahre nach der Deutsch-Deutschen Vereinigung ist dieser Anstieg es ein sehr gutes Zeichen für die rund 3.000 Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern, die in der Zeit vor 1989 staatlich organisiertes Leid erfahren mussten. Ich habe mich darum für diesen Schritt stets eingesetzt, denn zwischen der letzten Erhöhung im Jahr 2019 und heute ist viel passiert, insbesondere gab es in allen Bereichen des Lebens Preissteigerungen.

Darüber hinaus ist es ebenso zu begrüßen, dass Opfer der Zwangsaussiedlungsmaßnahmen nun ebenfalls einen Antrag auf Entschädigung stellen können. Es hat der DDR nicht gereicht, die innerdeutsche Grenze mit einem Todesstreifen zu versehen. Vor allem aus dem Grenzgebiet sind darüber hinaus Menschen oft über Nacht aus ihrem Lebensumfeld gerissen und zwangsumgesiedelt worden. Sie durften nicht über dieses Schockerlebnis berichten. Diese Menschen können jetzt eine einmalige Ausgleichszahlung von 7.500 Euro beantragen“, sagt die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Bernhardt.

Alle Formulare finden Sie auf der Internetseite des

->Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz M.-V.

„Die Aufarbeitung des Unrechts, das in der DDR geschehen ist, ist noch immer wichtig. Wir erleben weiterhin, dass Menschen erst nach so langer Zeit den Mut finden, sich mit der für sie belastenden DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Das erlittene Leid ist sicher nicht mit Geld wiedergutzumachen. Aber die SED-Opferrente ist ein kleiner Beitrag, der einen gewissen finanziellen Ausgleich leisten soll und vor allem eine Anerkennung für politische Schicksale vor dem Fall der Mauer. Ab dem nächsten Jahr wird die SED-Opferrente dynamisiert, das heißt inflationsbedingt automatisch angepasst“, so Justizministerin Jacqueline Bernhardt.

Im Haushaltsplan 2025 des Landes Mecklenburg-Vorpommern waren für die Leistungen nach dem StrRehaG ursprünglich Mittel in Höhe von 14 Mio. Euro vorgesehen. Wegen der Gesetzänderungen wurden mit dem Nachtragshaushalt 2025 weitere 800.000 Euro, also insgesamt 14,8 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Erfolgreicher Abschluss der Ehrenamtsmessen 2025

Tausende Menschen lernen lebendiges Ehrenamt kennen

Schwerin – Ehrenamtsministerin Stefanie Drese hat nach Abschluss der diesjährigen Ehrenamtsmessen im Land eine durchweg positive Bilanz gezogen. „Wir haben an den fünf Standorten mehrere Tausend Gäste verzeichnen können. Vor allem die Kombination mit anderen Veranstaltungsformaten wie die Hanseschau in Wismar, dem Kindertag in Grimmen oder der Messe „Torgelow leben“ hat zusätzliches Interesse für das Ehrenamt hervorgerufen“, betonte Drese.

Insgesamt präsentierten sich nach Angaben von Drese 205 Aussteller im Rahmen der Ehrenamtsmessen. So konnten Interessierte eine große Vielfalt ehrenamtlichen Engagements erleben und sich über die bunte Vereinswelt und über Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, informieren. „Die Messen besuchten zwischen 750 und 2.500 Besucherinnen und Besucher. Hinzu kommen 26.000 Gäste auf der Hanseschau Wismar, die aber natürlich nicht alle die dortige Ehrenamtsmesse besucht haben“, verdeutlichte Drese.

Zur Attraktivität beigetragen hätten Angebote wie die DRK-Teddyklinik in Güstrow und Neustrelitz, Showeinlagen, Mit-Mach-Angeboten und ein „Marsch der Vereine“. „Besonders hervorzuheben möchte ich die sehr gute Organisation durch das DRK und die Landesarbeitsgemeinschaft Ehrenamtmessen MV und die hervorragende Zusammenarbeit aller Akteure“, sagte Drese.

Ohne Zweifel sei das Format der Ehrenamtsmessen zu einer echten Tradition im Land geworden. „Denn Ehrenamt lebt vom Zwischenmenschlichen, von geteilten Erfahrungen und der Möglichkeit, diese mit anderen zu teilen. Deswegen sind die Messen aus meiner Sicht auch in digitalen Zeiten ein wichtiges Angebot und ein Ort der ganz altmodischen analogen Vernetzung“, fasste Drese zusammen.

Das Land wolle die Ausrichtung daher auch im kommenden Jahr wieder finanziell unterstützen. „Darüber hinaus arbeiten wir als Ministerium gemeinsam mit weiteren Akteuren an weiteren Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamts. Dazu gehört vor allem eine Landesengagementstrategie. Diese soll die Weichen so stellen, dass das Ehrenamt auch in einem Flächenland und für alle Altersgruppen attraktiv bleibt“, so die Ministerin.

Kormoranregulierung: MV sieht Drohnen-Einsatz derzeit kritisch

Schwerin – Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern sieht den Vorschlag der Opposition über die Einführung eines landesweiten Programms zur drohnengestützten Kontrolle der Kormoranpopulation kritisch:

Dieser Vorschlag sieht vor, die Eier über eine Drohne mit biologisch abbaubarem Öl zu besprühen. Das Öl dringt in die Poren der Eierschale ein und verhindert so den Gasaustausch, was zum Absterben der Embryonen führt, ohne die Eier zu zerstören. Diese Methode wird als Alternative zu anderen, aggressiveren Methoden der Populationskontrolle gesehen, wie der Zerstörung von Nestern oder der direkten Tötung von Vögeln.

Umweltminister Dr. Till Backhaus steht neuen Methoden der Kormoranregulierung grundsätzlich offen gegenüber, verwies in der heutigen Landtagssitzung in Schwerin aber auf fehlende praktische Erfahrungen, was die Umsetzung und die Erfolgsaussichten der drohnengestützten Kormoranregulierung anbetrifft. Zu klären sei demnach, ob die Mehrzahl der Nester damit gut zu erreichen ist und das Besprühen hinreichend effektiv funktioniert.

Bekannt geworden ist, dass im Rahmen von Kormoran-Managementmaßnahmen am Bodensee erstmals ein umfassender Einsatz dieser Technologie erfolgen soll. Dort ist der Einsatz von Drohnen allerdings an Nestern von bodenbrütenden Kormorankolonien geplant. In MV gibt es nur eine Kormorankolonie von insgesamt 22, die am Boden brütet. Das heißt, in MV sind die Ausgangsvoraussetzungen ganz andere: die Kormorane leben in Bäumen auf unterschiedlichen Etagen, die nicht ohne Weiteres mit Drohnen erreicht werden können.

Minister Backhaus empfahl vor diesem Hintergrund, die Ergebnisse aus Baden-Württemberg abzuwarten und ggf. daran anzuknüpfen. Mit dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Rostock habe das Land einen renommierten Partner an seiner Seite, der ähnliche Tests hierzulande durchführen kann.

Er betonte weiterhin: „Uns allen muss aber auch klar sein, dass die diskutierten Maßnahmen nur auf die hierzulande ansässigen und brütenden Teile der europäischen Gesamtpopulation wirken können und nur geringe Auswirkungen auf die sehr große Zahl an durchziehenden Vögel und auf Jungvögel haben – ein europaweites Artenmanagement sollte deshalb weiter im Fokus bleiben. Die Eingriffsmaßnahmen müssten zudem dauerhaft erfolgen, damit die angestrebten Effekte nachhaltig sind – dies bedeutet erheblichen Aufwand, Kosten und die Bereitschaft von geeigneten Vorhabenträgern, dies längerfristig zu praktizieren.“

Abschließend machte der Minister deutlich, dass sich die Landesregierung der konfliktbehafteten Thematik bewusst ist. Mit der „Kormoranverordnung“ wurden klare Regelungen, Verantwortlichkeiten und Kooperationsmöglichkeiten geschaffen und festgelegt, um fischereiliche Schäden örtlich konkret abzuwenden bzw. zu vermindern. Unabhängig davon besteht darüber hinaus die Möglichkeit, gegebenenfalls entsprechend begründete Ausnahmeanträge im Einzelfall für Fallkonstellationen zu stellen, welche nicht durch die Kormoranverordnung abgedeckt werden.

Mit Blick auf die zurückliegenden etwa 20 Jahre ist in MV von einem konstanten Brutbestand mit Schwankungen in beide Richtungen auszugehen (MV: 2024 etwa 10.200 Brutpaare; 2001 etwa 10.600 Brutpaare). Gegenwärtig wird von etwa 200.000 bis 250.000 Brutpaaren im gesamten Ostseeraum ausgegangen; Tendenz insbesondere in den östlichen Teilen (Finnland, Estland) steigend. Zur Einschätzung der Gesamtsituation muss neben dem Brutbestand auch der Nichtbrüterbestand betrachtet werden. Nicht-Brüter sind oft in großen Gruppen unterwegs und fressen in kurzer Zeit große Mengen Fisch.

Belastbare Untersuchungsergebnisse zu den Auswirkungen der Kormoranpopulation auf die Fischbestände in den Küstengewässer werden im laufenden Forschungsprojekt „Kormoran-induzierte Mortalität beim Westdorsch“ erhoben und sollen voraussichtlich Anfang 2027 vorliegen. Das Projekt wird vom Institut für Binnenfischerei Potsdam e. V. in Zusammenarbeit dem Thünen Institut für Ostseefischerei sowie dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie durchgeführt.

Deutschlandticket: Mehr als 250.000 Nutzer in M-V

Dr. Blank: „Das Deutschlandticket ist das Fundament für den Erfolg“

Schwerin – Vor der Sonderkonferenz der Verkehrsminister am heutigen Freitag hat Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank auf die besondere Bedeutung des Deutschlandtickets für Mecklen­burg-Vorpommern hingewiesen und vom Bund die zukunfts­fähige Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gefordert: „Mit unserer Mobilitätsoffensive heben wir den öffentlichen Personennahverkehr in Mecklenburg-Vor­pommern auf ein neues Level – insbesondere im ländlichen Raum. Mit deutlich mehr als 250.000 Ticket-Nutzern in M-V ist das Deutschlandticket das Fundament für diesen Erfolg. Des­halb setzen wir uns mit besonderem Nachdruck für seine zukunftsfähige Finanzierung ein“, so der Minister für Wirt­schaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V.

Beim Treffen der Verkehrsminister der Länder in Berlin steht insbesondere die Finanzierung des Deutschlandtickets auf der Tagesordnung. Im Koalitionsvertrag ist die Fortsetzung des Tickets angekündigt. Derzeit wird das Deutschlandticket jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern mit jeweils 1,5 Milli­arden Euro pro Jahr getragen. Dr. Wolfgang Blank: „Für die Länder ist angesichts ihrer klammen Kassen mit 1,5 Milliarden Euro jährlich eine Schmerzgrenze erreicht.“

Um angesichts der allgemein steigenden Kosten das Nahver­kehrsangebot aufrechtzuerhalten und ausbauen zu können, ist es außerdem entscheidend, die sogenannten Regionalisie­rungsmittel dauerhaft zu erhöhen. Für die Bundesländer sind diese Mittel die Grundlage, um einen bedarfsgerechten ÖPNV anzubieten. Sie werden etwa genutzt, um bei den Eisenbahn­unternehmen den Betrieb von Regionalzügen zu bestellen. Dr. Wolfgang Blank: „Den Worten des Koalitionsvertrags müssen Taten folgen. Die Nutzerinnen und Nutzer, die Städte und Gemeinden und die Verkehrsunternehmen brauchen endlich Planungssicherheit. Jetzt müssen die Weichen für einen weiterhin attraktiven, gut ausgestatteten öffentlichen Nahver­kehr in Stadt und Land gestellt werden.“

Zahlen zum Deutschlandticket in M-V 

Verkaufte Deutschlandtickets im April 2025*:

  • Gesamtzahl 257.295
  • davon D-Tickets für Azubis in MV: 11.795
  • davon D-Tickets für Senioren aus MV: 40.153

* ohne Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Zahlen liegen noch nicht vor

Land unterstützt zukunftsweisendes Sportbauprojekt

Stralsund – Sport-Staatssekretärin Sylvia Grimm hat am (heutigen) Freitag die Glückwünsche der Landesregierung zur feierlichen Eröffnung der McArena in der Hansestadt Stralsund überbracht. Das Land förderte die erste derartige Freilufthalle in Mecklenburg-Vorpommern mit multifunktionaler Trainingsfläche und Kunstrasen-Spielfeld, die Sportlerinnen und Sportler wetterunabhängig und ganzjährig nutzen können, mit 427.000 Euro aus Mitteln der Sportstättenbauförderung.

„Die McArena Stralsund ist ein zukunftsweisendes Sportbauprojekt, das nicht nur flexibel nutzbar ist, sondern auch durch eine umweltfreundliche Bauweise und damit verbundenen niedrigen Betriebskosten hervorsticht“, betonte Grimm in ihrem Grußwort. So ist u.a. eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert.

„Das ist eine echte Win-Win-Situation für Stadt, Verein, Umwelt und alle sportlich aktiven Bürgerinnen und Bürger in und um Stralsund. Hier steht der Name Mc tatsächlich für etwas Gutes und Gesundes“, fügte Grimm mit einem Augenzwinkern hinzu.

Die Staatssekretärin würdigte zudem den Stralsunder Sportverein „sport live e.V“, der Träger des Projekts ist und dafür erhebliche Eigen- und Kreditmittel aufgebracht hat. „Der Verein zeichnet sich besonders durch seine integrativen, gesundheitsorientierten und familienfreundlichen Angebote vom Kleinkind bis zum Reha-Sport aus. Jede und jeder ist willkommen. Deshalb hat ‚sport live‘ in den letzten Jahren eine enorme Mitgliederentwicklung genommen“, verdeutlichte Grimm.

Aktuell treiben hier ca. 1.400 Mitglieder in acht Abteilungen Sport, so Grimm. Durch die Freilufthalle mit ihrer innovativen Mischung aus Sporthalle und Sportplatz, die geeignet für verschiedene Ballsportarten und Outdoor-Fitness ist, werde diese Entwicklung weiter und ganz bewusst befördert. „Denn solche zukunftsweisenden Projekte wie hier in Stralsund tragen entscheidend dazu bei, den Breitensport in unserem Land nachhaltig zu stärken. Sie fördern neben dem sportlichen Erlebnis den Zusammenhalt, die Gesundheit und die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden – gerade auch für Kinder und Jugendliche“, hob Grimm hervor.

Grimm: „Wie groß die Sportbegeisterung in MV insgesamt ist, zeigt die aktuelle Bestandserhebung des Landessportbundes. Danach zählt das Land mittlerweile 301.650 Mitglieder in 1.809 Sportvereinen – ein Plus von mehr als 11.000 Sportbegeisterten im Vergleich zum Vorjahr.“

Bundesbronze für „Gingster Welle“

Erfolgreiche Redakteure beim Wettbewerb der besten deutschen Schülerzeitungen

Berlin/Insel Rügen – Sagenhaft. Die Redakteure der „Gingster Welle“ sind nach dem M-V-Landesieg nun auch auf Bundesebene erfolgreich. Im Schülerzeitungswettbewerb der Länder holen sie sich in der Kategorie „Realschulen“ einen beachtenswerten 3. Platz. Im Plenarsaal des Deutschen Bundesrates gehörten sie am letzten Donnerstag im Juni zu den Preisträgern aus 13 Bundesländern.

32 Redaktionen aus sechs Schulformen erhielten die begehrten Preise von den Organisatoren und Kooperationspartnern des Ländervergleichs von gedruckten und Online-Schülerzeitungen. Außerdem wurden acht Sonderpreise an Zeitungsmacher vergeben, die mit ihrem Thema, die Art der Zeitung oder dem journalistischen Stil besonders punkten konnten.

„Die Zeitung aus dem Norden überzeugte die Jury mit einem klar strukturierten Layout sowie lesenswerten Beiträgen aus Schulleben und Region“, sagte Sophia Hofer, Geschäftsführerin der Jugendpresse Deutschland in ihrer Laudatio für die Wettbewerbsausgabe der „Gingster Welle“. Sie hob den Artikel über die Nebenwirkungen der bekannten Störtebekerfestspiele, die sportliche Seiten der Schule oder den gelungenen Blick auf die vielen verschiedenen Wellen dieser Welt hervor.

Erfolgreiche Zeitungsmacher aus Gingst: Lotta Oppermann, Maja Janz, André Farin, Dean Redemann und Niklas Rienow (v. l. n. r.) bei der Preisverleihung im Deutschen Bundesrat. Foto: Martina Zabel
Erfolgreiche Zeitungsmacher aus Gingst: Lotta Oppermann, Maja Janz, André Farin, Dean Redemann und Niklas Rienow (v. l. n. r.) bei der Preisverleihung im Deutschen Bundesrat. Foto: Martina Zabel

Lotta Oppermann, eine der langjährigen Autorinnen der „Gingster Welle“, freute sich mit ihren Mitstreitern Maja Janz, Niklas Rienow und Dean Redemann über die Auszeichnung. „Durch solche Honorierungen bekommt man das Gefühl, etwas Wichtiges zu tun und Motivation weiter zu machen“, erklärt sie nach der würdigen Preisverleihung.

„Wir sind stolz auf unser Konzept der SchülerzeitungsAG“, meint Projektleiter André Farin, der mit seiner Kollegin Martina Zabel die Schüler nach Berlin begleitete. „In der Handy-Zeit halten wir ein Medium bewusst am Leben“, erklärt er die Redaktionsarbeit an seiner Schule. Damit fördere man den Schreib- und Leseanteil junger Menschen und trage zur Informationsvielfalt und Meinungsbildung bei. „In jeder Ausgabe unserer Zeitung steckt wahnsinnig viel Arbeit – von der Grundidee, über das Verfassen von Texten bis zur optischen Gestaltung“, ergänzt Deutschlehrerin Martina Zabel den Blick auf die gelungene Wertschätzung in der Bundeshauptstadt.