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Sozialministerin begrüßt geplante Rücknahme der Elterngeld-Kürzung

Drese: „Familien brauchen Zeit, Unterstützung und Verlässlichkeit statt Leistungskürzungen“

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt, dass Bundesfamilienministerin Karin Prien die geplante Kürzung der Elterngeld-Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate zurücknehmen will. Ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesministeriums geht nun in die Beratungen.

„Ich habe im Juli deutlich kritisiert, dass die Antwort auf sinkende Geburtenzahlen nicht die Kürzung von Leistungen für junge Eltern sein darf. Dass unsere Kritik aufgegriffen wurde, ist ein wichtiges Signal. Familien brauchen Unterstützung und Verlässlichkeit“, sagte Drese.

Der neue Entwurf sieht nun weiterhin bis zu 14 Monate Elterngeld vor. Künftig sollen vier Monate für jeden Elternteil reserviert sein, sechs weitere Monate können flexibel verteilt werden. „Eine gleichmäßigere Aufteilung der Betreuung stärkt die Partnerschaftlichkeit.

In Mecklenburg-Vorpommern nehmen allerdings seit Jahren nur rund 30 Prozent der Väter Elterngeldmonate in Anspruch. Das muss sich ändern“, betonte Drese. Ihr Appell an Väter und Arbeitgeber: „Nutzt die Zeit mit euren Kindern und ermöglicht diese Erfahrung auch im Berufsalltag. Gerade kleine Betriebe brauchen praktikable Lösungen – am Ende profitieren auch sie von motivierten Vätern.“

Positiv bewertet Drese die geplante Anhebung des Mindestbetrags von 300 auf 330 Euro und des Höchstbetrags von 1.800 auf 1.900 Euro. „Das ist richtig und überfällig. Wir müssen zugleich genau prüfen, wie sich die neue Berechnung auf Familien mit unterschiedlichen Einkommen auswirkt. Entscheidend ist, dass die Reform Eltern nicht zusätzlich belastet.“ Auch Alleinerziehende sollen weiterhin bis zu 14 Monate Elterngeld beziehen können. Ihre besondere Verantwortung für Betreuung und Alltag müsse berücksichtigt werden.

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