Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Prora übergeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag der Gemeinde Ostseebad Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen) für den Ortsteil Prora den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. „Prora überzeugt Urlauber und Anwohner mit einem großen Freizeit- und Erholungswert. Neben einem vielfältigen Beherbergungs- und Gastronomieangebot punktet der Ortsteil mit dem großzügigen Ostseestrand, ausgedehnten Grün- und Waldflächen, dem Baumwipfelpfad sowie einem Seilgarten für sportliche Besucher. Das gute Niveau der touristischen Infrastruktur gilt es auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zukünftig ist geplant, die Gemeinde Ostseebad Binz mit dem Ortsteil Prora durch eine gemeinsame Marketingstrategie als „Binzer Bucht“ zu erschließen und miteinander zu verbinden. Bereits heute ermöglicht der für Kurkarteninhaber kostenfrei nutzbare Ortsbus eine Anbindung Proras mit dem Binzer Ortszentrum und dessen touristischen Angeboten. „Die enge Vernetzung der touristischen Dienstleister vor Ort ist wichtig für eine hohe Zufriedenheit der Gäste. Ineinandergreifende und miteinander verbundene Angebote sind für Urlauber ein echter Mehrwert. Diese Bemühungen werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Im Seebad Binz gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 knapp 123.000 Ankünfte und knapp 522.000 Übernachtungen. Im Jahr 2017 waren es insgesamt knapp 403.000 Ankünfte und rund 1,8 Millionen Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. „Anerkannte Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern werden von unseren Gästen als touristische Zentren mit hochwertiger Infrastruktur wahrgenommen. Das wirkt sich auch bei den Buchungszahlen aus“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Erholungsorte sind typischerweise Ferienorte, die sich mit ihrer Infrastruktur vorrangig auf den Aufgabenbereich „Urlaub, Freizeit und Erholung“ spezialisiert haben. Des Weiteren sollte der Tourismus prägend für den Ort bzw. die Ortsteile sein.

Neuer touristischer Parkplatz entsteht in Tarnewitz

Boltenhagen – In Tarnewitz – einem Ortsteil der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) – startet heute am Ortseingang der Bau eines unentgeltlichen P+R-Parkplatzes. „Das Ostseebad Boltenhagen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Einheimische. Vor allem in den Sommermonaten gibt es einen großen Bedarf an Parkplätzen. Um den Verkehrsfluss entsprechend zu lenken, werden jetzt die neuen Stellflächen hergerichtet. Von dort haben die Besucher die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Bus direkt in den Ortskern zu gelangen und dort entspannt zu bummeln“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant sind 132 befestigte Stellplätze für PKW (darunter fünf für Menschen mit eingeschränkter Mobilität) und zwei Parkplätze für Reisebusse. Der Großparkplatz wird zudem mit zwei Ladestationen für Elektroautos ausgestattet. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt über die Straße „An der Weißen Wiek“. Nach Angaben der Gemeinde wurde mit dem kreiseigenen Busunternehmen eine Vereinbarung getroffen, dass Busfahrten innerhalb des Ostseebades einen Euro kosten sollen. „Die Kombination aus dem neuen Parkplatz und der Vereinbarung mit dem Busunternehmen ist eine sinnvolle Investition in die touristische Infrastruktur der Region“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen betragen knapp 941.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 705.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Baustart für Tourismus-Service-Zentrum in Heringsdorf

Insel Usedom – Erster Spatenstich: In Heringsdorf hat der Umbau für ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude zum Tourismus-Service-Zentrum offiziell begonnen. Künftig sollen dort auf 530 Quadratmetern die Touristinformation, der Sitz der Kurverwaltung, der Servicebereich für die Gastgeberbetreuung, die Bibliothek sowie öffentliche Toiletten untergebracht werden. „Im Herzen von Heringsdorf entsteht eine neue Visitenkarte der Gastlichkeit. Das Tourismus-Service-Zentrum wird mit seinem Angebot konsequent an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet und soll zum attraktiven Anlaufpunkt werden. Die Fokussierung auf herausragende Qualität in Service und Dienstleistung ist der zwingende Weg, um im touristischen Wettbewerb Schritt halten zu können“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das historische Kerngebäude ist ein wichtiges, ortsbildprägendes Zeugnis der Geschichte Heringsdorf. Auf einem Hügel in repräsentativer Zentrumslage von Heringsdorf wurde der typische „Delbrück-Bau“ in den Jahren 1874 bis 1884 errichtet und ist noch heute weitestgehend in seiner ursprünglichen architektonischen Gestalt erhalten. Das neue Tourismus-Service-Zentrum wird in der Ausstattung auf die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz abgestimmt. Das Gebäude wird behindertengerecht sowie zusätzlich mit einem Plattformlift im Außenbereich ausgestattet. Der transparent gehaltene Neubau schließt sich dem Kerngebäude an und wird unter anderem mit Foyer, Aufenthaltsbereich und einem Shop ausgestattet. Zudem ist geplant, die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte zu nutzen. „Die Verglasung des Gebäudes wird symbolisch die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums widerspiegeln – offen und einladend für Gäste und Einheimische sowie im Einklang mit der Umgebung in der repräsentativen Lage von Heringsdorf“, sagte Rudolph.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

„Der Tourismus hat für die Region Usedom und das ganze Land eine hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor. Um weiterhin im Wettbewerb um Gäste und Zufriedenheit vorn dabei zu sein, ist es unabdingbar, Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung als Schwerpunkte zu setzen. Das wird auch in der neuen Tourismuskonzeption angemessen Berücksichtigung finden“, betonte Rudolph.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,8 Millionen Euro.

Machbarkeitsstudie für Außenhafen der Insel Usedom auf den Weg gebracht

Insel Usedom – Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Außenhafens für Usedom ist auf den Weg gebracht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie mit ca. 50.000 Euro. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten. „Derzeit klafft zwischen den Häfen Kröslin und Swinemünde eine Lücke von etwa 33 Seemeilen ohne Hafen. Das muss geändert werden. Die Wassersportler fordern seit langem einen Lückenschluss an der Außenküste von Usedom. Mit der Machbarkeitsstudie wird der nach technischen und wirtschaftlichen Aspekten am besten umzusetzende Standort geprüft und nach Möglichkeit gefunden werden. Die Insel braucht einen Außenhafen – Destinationsentwicklung ist kein Selbstläufer. Wir müssen die Ärmel endlich hochkrempeln“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Entlang der Außenküste der Insel Usedom ist angedacht, einen neuen Außenhafen zu bauen. Jetzt sollen mit einer Machbarkeitsstudie samt Standortanalyse in Frage kommende Orte auf Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit, Folgekosten und nachhaltigen Küstenschutz untersucht werden. „Das Amt Usedom Süd hat in Abstimmung mit dem Amt Usedom Nord sowie den Gemeinden Heringsdorf, Zinnowitz, Zempin und Koserow die Koordinierung der Machbarkeitsstudie übernommen. Dafür bin ich dem Amtsvorsteher und seiner Mannschaft dankbar. Es wartet viel Arbeit auf die Kollegen. Geplant ist, die Ergebnisse zeitnah vorzulegen. Das gemeinsame und einvernehmliche Herangehen beider Ämter und der beteiligten Gemeinden ist beispielhaft. Hier wird zusammengearbeitet und über den gemeindlichen Tellerrand hinaus gedacht. Das ist eine gute Entwicklung auf der Insel“, hob Rudolph hervor.

Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden.

Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten im Wassertourismus tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt etwa zehn Prozent. „Investitionen an den Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum im Wassertourismus. Dabei geht es um gewerbliche Investitionen in touristische Einrichtungen wie Marinas und Sportboothäfen sowie auch Investitionen in die touristische Infrastruktur. Hier haben wir bereits eine Menge erreicht: Seebrücken, Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge erstrahlen in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen zu behaupten. Wir werden im Land weiter bei Investitionen auch in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph.

Die Investitionen für die Studie betragen rund 66.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gemeinden Zempin, Zinnowitz und Koserow übernehmen den Eigenanteil.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

Ferienpark in Mirow erweitert

Mirow – Die Ferienpark Mirow GmbH im Ortsteil Granzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) will ihr Gästeangebot um einen Indoorspielplatz erweitern. „Mit der geplanten Erweiterung wird die Anlage vor allem für Familien noch attraktiver. Der neue Spielpark schafft ein zusätzliches wetterunabhängiges und saisonverlängerndes Angebot. Mit dem Vorhaben werden 51 Arbeitsplätze gesichert und mindestens drei neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die „All-Season-Parks-Indoorspielwelt“ soll in einer neu errichteten Halle mit rund 950 Quadratmetern Fläche direkt am Ufer des Sees „Granzower Möschen“ entstehen. Ausgestattet wird das Freizeitangebot mit einem Klettergerüst mit mehrstöckigem Kletterlabyrinth und zahlreichen Spielelementen wie beispielsweise Rutschen, Brücken und Ballbecken. Zudem sind eine Trampolinanlage und ein gesonderter Aufenthaltsbereich für Kinder bis drei Jahre vorgesehen. Ergänzt wird der Neubau durch einen Gastronomiebereich. „Die Erweiterung im Ferienpark Mirow stärkt den Tourismus in der Region. Wir brauchen auch im Binnenland noch mehr Angebote um das ganze Jahr über attraktiv für Gäste zu sein. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Nach Angaben des Betreibers kommen die Gäste des Ferienparks aus ganz Deutschland – unter anderem 24 Prozent aus Sachsen, 16 Prozent aus dem Großraum Berlin, 13 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern und zehn Prozent aus Niedersachsen.

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahme betragen rund 1,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 380.000 Euro.

Das Unternehmen betreibt den Ferienpark in Mirow mit 212 Ferienhäusern und das Aparthotel Seepanorama mit 47 Appartements mit insgesamt 1.230 Betten. Dazu gehört in Rechlin der Ferienpark Müritz mit 168 Ferienhäusern und -appartements mit rund 800 Betten. Im Jahr 2017 gab es an diesen Standorten 38.060 Gästeankünfte mit 185.556 Übernachtungen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Mai dieses Jahres rund 390.000 touristische Ankünfte und mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte und rund 8,4 Millionen Übernachtungen.

Mit „KulTouren“ die Besonderheiten des Landes erleben

Schwerin – Viele Urlauber kommen nach Mecklenburg-Vorpommern, um Ruhe und Erholung zu finden. Auch abseits der Badeorte bietet das grüne Küstenvorland jede Menge Raum, der Schnelllebigkeit des Alltags zu entfliehen und die unverwechselbare Naturkulisse mit der lebendigen Kulturlandschaft zu genießen. „Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. hat elf Rundtouren gestaltet mit dem Ziel, Mecklenburg-Vorpommern aus neuer Perspektive zu erfahren. Die Routenvorschläge reichen vom äußersten Westen Vorpommern-Rügens bis zu Deutschlands größter Insel sowie von der Boddenküste bis zur geografischen Mitte des Landes und laden dazu ein, versteckte Cafés, kleine Galerien oder steinerne Zeugnisse der Gutsherrenarchitektur zu bestaunen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Verbindung der aktiven Erholung auf dem Fahrrad im Zusammenspiel mit dem breiten Kunst- und Kulturangebot hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Eckpfeiler in der Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns für Urlauber entwickelt. Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten widmet sich seit mehr als 20 Jahren der Kunstentwicklung in seiner namensgebenden Stadt und in den angrenzenden Regionen. Bereits 2016 entwickelte er das Konzept der „KulTouren“, in dessen Folge elf Rundfahrten entstanden sind. Die Streckenbeschreibungen enthalten dabei nicht nur nützliche Basisinformationen wie beispielsweise Streckendetails, Übernachtungs- und Parkmöglichkeiten sowie Fahrradverleih, sondern präsentieren Land und Leute auf besondere Art und Weise. „Neben der Erschließung der kulturellen Topografie geht es vor allem um deren Integration in touristische Angebote. Hierbei verdichtet sich nicht bloß die Zusammenarbeit mit den ansässigen Künstlern, sondern auch mit den Vertretern der Tourismuswirtschaft. Von der aktiven Vermittlung zwischen Kultur und Wirtschaft profitieren die Reisedienstleister in verschiedenster Weise, womit letztendlich ein Mehrgewinn für die gesamte Region entsteht“, so Glawe. Die einzelnen Routenvorschläge stehen zum Download bereit unter www.galerie-ribnitz.de/kultouren.php.

Als primäre Publikationsform ist in den vergangenen zwei Jahren ein Magazin entstanden, das kulturtouristische Angebote im Land abbildet und als Informationshilfe für Kulturinteressierte dienen soll. Zwei der Touren führen durch Ribnitz-Damgarten selbst, wo der Kunstverein beheimatet ist. Während sich die erste der beiden Routen auf den Ribnitzer Teil und das Waldgebiet der Rostocker Heide konzentriert, verläuft die zweite Tour nördlich von Damgarten bis nach Saal und wieder zurück. Einen Höhepunkt stellt der Streckenvorschlag rund um Marlow dar, das mit seinem wunderschönen Umland weit mehr zu bieten hat, als seine Hauptattraktion, den Vogelpark. Das vielleicht schönste Schloss des Landes können alle Entdecker auf der Wegstrecke rund um die kleine Ortschaft Schlemmin erkunden. Abwechslungsreich gestaltet sich auch die Route durch und um Barth. Neben Abschnitten am Barther Bodden geht es durch ebenso ansehnliche Teile des Barther Stadtforstes.

Ein weiterer Tourenvorschlag verläuft durch das Recknitztal und die Stadt Tessin, die bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und spannende Geschichten zu erzählen weiß. Barhöft stellt den nördlichsten Punkt des vorpommerschen Festlandes dar und lädt mit seinem Aussichtsturm sowie vielen weiteren Sehenswürdigkeiten ebenfalls zum Durchstreifen ein. Auf der Insel Rügen stehen Kunst- und Naturliebhabern mit Routen in und um Baabe, Garz und Putbus gleich drei Strecken zur Auswahl, um Deutschlands größte Insel zu erkunden. Auf eine Reise durch das Herz Mecklenburg-Vorpommerns können sie sich auf der Route rund um den Malchiner See begeben. „Die einzelnen Touren bieten einen einmaligen Mix aus unserer wunderschönen natürlichen Landschaft und einzigartigen Kulturschätzen, die es am Wegesrand zu entdecken gibt. Sowohl geografisch als auch in künstlerischer Hinsicht ist bei den elf Vorschlägen sicher für jeden Geschmack das Passende dabei, sodass wir jedem Unternehmungslustigen ein tolles Angebot unterbreiten können, unser Land auf dem Fahrrad mit seinem eigenen Tempo näher kennen zu lernen“, so Glawe weiter.

Die Gesamtkosten des Projektes betrugen in den vergangenen zwei Projekttagen rund 74.000 Euro. Das Land unterstützte das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 50.000 Euro.

Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. wurde 1993 gegründet. Er übernahm 1994 die damalige Galerie der Stadt Ribnitz-Damgarten in den Räumen des Deutschen Bernsteinmuseums. Eines der Hauptanliegen des Kunstvereins ist es, einen von künstlerischen Ansprüchen bestimmten Galeriebetrieb zu führen und die Auseinandersetzung mit regionaler und überregionaler Kunst der Gegenwart zu vertiefen. Weiterhin ist die Pflege und die öffentliche Präsentation der Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen ein Schwerpunkt der Vereins- und Galeriearbeit.

OVG Greifswald kassiert Bäderverkaufsverordnung M-V

Greifswald – Mit heute verkündetem Urteil hat das Oberverwaltungsgericht in Greifswald die Bäderverkaufsverordnung M-V für unwirksam erklärt.

Nach Auffassung des Gerichts ist die Bäderverkaufsverordnung bereits aus formellen Gründen wegen eines Verstoßes gegen das Zitiergebot des Art. 57 Landesverfassung M-V verfassungswidrig und deshalb unwirksam. Der Antragsgegner habe die ihm verfassungsrechtlich obliegende Pflicht verletzt, die vollständigen Ermächtigungsgrundlagen, auf die die Bäderverkaufsverordnung M-V beruht, zu zitieren. Der Hinweis auf § 10 Satz 1 Ladenöffnungsgesetz in Verbindung mit dem Organisationserlass des Ministerpräsidenten vom 18. November 2011 i.d.F. vom 25. September 2014 genüge nicht. Vielmehr hätte mit Blick auf den erfolgten Zuständigkeitswechsel für Sonn- und Feiertagsrecht vom Innenministerium auf das Justizministerium § 5 Abs. 5 Landesorganisationsgesetz genannt werden müssen.

Eine Entscheidung, ob die Bäderverkaufsverordnung M-V (auch) aus materiellen Gründen zu beanstanden ist, hatte das Oberverwaltungsgericht daher nicht mehr zu treffen. Allerdings hatte das Gericht bereits in der mündlichen Verhandlung am 11.Juli 2018 deutlich gemacht, dass es gegen § 5 BädVerkVO M-V (Freizeiteinrichtungen) aus materiell-rechtlichen Gründen Bedenken hat. Hingegen hat es sich zu der Anzahl der Sonntage in der Bäderverkaufsverordnung, zu dem sog. Warenkorb und der Zahl der betroffenen Orte nicht abschließend geäußert.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

In einer ersten Stellungnahme sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe zur Entscheidung des OVG Greifswald: „Die Aufrechterhaltung des Angebotes sonntags öffnen zu können, halte ich in unserem Tourismusland für enorm wichtig. Der Sonntagseinkauf wird von unseren Gästen geschätzt und erwartet. Für die touristische Entwicklung unserer Wirtschaft ist er unverzichtbar. Kühlere Monate, in denen das Wetter ein Sonnenbad und längeren Aufenthalt am Strand erschweren, können so besser abgefedert werden. Letztlich wird im Handel in den touristischen Orten vor allem noch in der Hauptsaison das Geschäft nahezu für das ganze Jahr gemacht.

Ich möchte auch klar sagen: Niemand wird gezwungen, sein Geschäft am Sonntag zu öffnen. Die Bäderverkaufsverordnung ermöglicht der heimischen Wirtschaft, zu öffnen und für unsere Gäste bleibt es ein Angebot, sonntags einzukaufen.

Die Gewerkschaft Verdi misst in ihren Forderungen mit zweierlei Maß – in Schleswig-Holstein trägt sie eine ähnlich lautende Bäderregelung wie bei uns im Land mit. Umso weniger ist es nachvollziehbar, dass Mecklenburg-Vorpommern das Nachsehen haben soll. Hier entsteht eine absolute Wettbewerbsverzerrung und im Ergebnis bedeutet dies auch einen deutlichen Wettbewerbsnachteil zu Lasten der heimischen Wirtschaft.

Wir haben vor dem Gerichtstermin der Gewerkschaft einen neuen Entwurf einer Bäderverkaufsverordnung vorgelegt. Leider sind die im Hintergrund gelaufenen Bemühungen eine Einigung zu erzielen, ins Leere gelaufen. Auch ein unmittelbares Gesprächsangebot nach dem Verhandlungstag (11. Juli) wurde von Seiten der Gewerkschaft abgelehnt. Diese Blockadehaltung ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die bisher geltende Regelung ist ein Kompromiss, der gemeinsam mit vielen Beteiligten erzielt worden ist.

Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für oder gegen den Sonntagsschutz. Wir werden das heutige Gerichtsurteil sorgsam prüfen und dies gemeinsam mit den Betroffenen besprechen, um die aus dem Urteil notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Die Bäderregelung ist für die Versorgung der ca. 7,5 Millionen Urlauber im Land unverzichtbar.“

„Seeweide Naturcamping“ entsteht in Penzlin

Penzlin – Im Ortsteil Werder in der Stadt Penzlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) entsteht derzeit ein neuer Campingplatz mit 120 Stellplätzen. „Es entsteht ein neues touristisches Angebot inmitten einer beeindruckenden Naturlandschaft am Penzliner Stadtsee. Mit dem Campingplatz bietet sich Gästen eine attraktive Möglichkeit, von dort aus den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zu erkunden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Mit dem Vorhaben werden zwei neue Arbeitsplätze geschaffen.

Der Campingplatz wird am Großen Penzliner Stadtsee, rund vier Kilometer vom Tollensesee-Radrundweg, auf einem ehemals mit Stallanlagen bebautem Gelände neu errichtet. Neben der verkehrstechnischen Erschließung und der Gestaltung der Außenflächen ist vorgesehen, unter anderem ein Sanitärgebäude, ein Rezeptionsgebäude, ein Spielplatz und eine Minigolfanlage zu bauen. Die Eröffnung des Campingplatzes ist Ostern 2019 geplant.

„Camping wird von einer stetig wachsenden Gästegruppe nachgefragt. Deshalb gilt es, kluge Investitionen zu tätigen, die Qualität und Komfort mit attraktiven Freizeitangeboten kombinieren“, sagte Glawe. Die Campingplätze im Land erzielten nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis März 2018 ein Plus von 79,6 Prozent bei den Ankünften (16.668) und 91,1 Prozent bei den Übernachtungen (58.101).

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen knapp 1,4 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 352.000 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es im Zeitraum Januar bis März 2018 im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte rund 153.000 Ankünfte (+4,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum) und knapp 484.000 Übernachtungen (+8,2 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es mehr als eine Million Ankünfte (+4,9 Prozent) und knapp 3,7 Millionen Übernachtungen (+6,8 Prozent).

Minister Pegel tauft auf Rügen Kleinbahn „Felicitas“

Insel Rügen – Infrastrukturminister Christian Pegel hat am 16.07.2018 mit Roger Pieniak, Geschäftsführer der Jagdschlossexpress und Ausflugsfahrten GmbH, die rote Elektrokleinbahn „Felicitas“ getauft. Die Bahn wird künftig ab Binz mit Haltepunkten bei den Störtebeker-Festspielen Ralswiek, in Prora und in Sellin eingesetzt.

Sie bietet Platz für 84 Passagiere, darunter drei Stellplätze für Rollstuhlfahrer. Die Lok wurde im Vergleich zur Vorgängerbahn verstärkt, so dass sie künftig Berge mit Steigungen von bis zu 24 Prozent bewältigen kann – bisher war dies nur bis zu 18 Prozent möglich. Mit einer Ladung kann sie eine Wegstrecke von 200 Kilometern zurücklegen. Damit kann „Felicitas“ bei normalem Einsatz zwei Tage ohne Nachladen fahren.

„Der Jagdschlossexpress setzt mit seinem bewussten Einsatz von Elektromobilen einen neuen Standard für das Naturland Mecklenburg-Vorpommern, mit dem der Osten der Insel Rügen besonders klima- und umweltfreundlich erkundet werden kann“, lobte Energieminister Pegel. „Ich wünsche allzeit gute Fahrt!“

Pünktlich zum Ferienbeginn vierspurig über die Petersdorfer Brücke

Schwerin – Am Freitag (06.07.2018) wird die erste Hälfte der neuen Petersdorfer Brücke für den Verkehr freigegeben. Damit stehen pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern (und einen Tag nach deren Beginn in Berlin und Brandenburg) wieder je zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. Am Donnerstag (05.07.2018) von 18.30 bis 24 Uhr muss die Fahrbahn in Richtung Rostock für die vorbereitende Arbeiten gesperrt werden.

„Ich gehe davon aus, dass sich damit pünktlich zur ersten großen Reisewelle in Richtung Ostsee die Staugefahr an dieser Stelle erheblich verringern wird“, sagte Landesverkehrsminister Christian Pegel heute (02.07.2018) bei einer Besichtigung vor Ort. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Straßenbaumaßnahmen im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern stets so geplant und durchgeführt werden, dass der Ferienverkehr möglichst nicht beeinträchtigt wird: „Die Fahrbahnerneuerung der A 20 zwischen der Anschlussstelle Rostock-Südstadt und dem Autobahnkreuz Rostock hat die Straßenbauverwaltung um die Sommerferien herum geplant. Der jüngste Bauabschnitt konnte so am 18. Juni abgeschlossen werden. Den letzten Bauabschnitt im Bereich des Autobahnkreuzes nehmen wir nach den Ferien in Angriff.“

Ebenso wird die Baustelle auf der A24 bei Wöbbelin zum Ferienstart abgebaut. Und auch auf der B96n auf Rügen zwischen Strüßendorf und Ralswiek rollt der Verkehr seit 15. Juni wieder ungehindert – pünktlich zu den Ferien und vor allem den Störtebecker-Festspielen in Ralswiek. Auch dort wird erst im September weitergearbeitet. „Und die dringend erforderliche Deckenerneuerung an der B110 nach Usedom vor der Zecheriner Brücke haben die Kollegen des Straßenbauamtes Neustrelitz binnen einer Woche im Juni erledigt. Auch dies im Bewusstsein, dass die Ferien mit ihrem Urlauberansturm vor der Tür stehen“, nannte Christian Pegel ein weiteres Beispiel und fügte dann hinzu: „Hier an der Petersdorfer Brücke haben wir darauf gedrängt, dass die Vierspurigkeit vor den Ferien hergestellt wird. Ich bin erleichtert und der Deges sehr dankbar, dass sie dies möglich gemacht hat.“

Zunächst werden an der A 19 am 6. Juli die zwei Spuren in Richtung Süden auf die neugebaute Brückenhälfte verlegt. Ab dem frühen Freitagmorgen können Autos in beiden Richtungen wieder auf je zwei Spuren fahren, auf der neuen Brücke in Richtung Berlin mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Auf der maroden alten Brücke, in Richtung Rostock, wird die Höchstgeschwindigkeit eine Woche später von 40 auf 80 Stundenkilometer hinaufgesetzt: Am Donnerstag, 12. Juli, werden auch die zwei Spuren nach Norden auf die neue Brückenhälfte verlegt, die breiter ist als die alte und vier Fahrstreifen in einer Baustellenverkehrsführung aufnehmen kann. Dies erfolgt bei rollendem Verkehr.

Für die Verlegung der ersten beiden Spuren am 5. Juli sind umfangreiche Umbauten und Anpassungen zwischen der alten und der neuen Brückenhälfte erforderlich. So müssen die Schutzwände zurückgebaut und die Fahrbahnen neu markiert werden. „Dafür muss die A 19 am Donnerstag, 5. Juli, von 18.30 Uhr bis Mitternacht zwischen den Anschlussstellen Röbel und Malchow in Fahrtrichtung Norden gesperrt werden“, kündigte Bereichsleiter Andreas Irngartinger von der Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft des Bundes Deges an, die die Baumaßnahme durchführt. Die Umleitung in dieser Zeit von der Anschlussstelle Röbel über die B 198/B 103/B 192 zur Anschlussstelle Malchow ist ausgeschildert.

Da die neue Fahrbahn der A 19 höher verläuft als die alte, muss die Höhe der Auffahrt der Anschlussstelle Waren in Richtung Ostsee angepasst werden. Dazu wird die Auffahrt auf die A 19 vom 11. bis 27. Juli 2018 gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit auf die Anschlussstellen Röbel und Malchow ausweichen.

Irngartinger sagte auch: „Die Verkehrsführung ab 12. Juli ist noch nicht der Endzustand. In beiden Richtungen bleibt es zunächst bei einer Baustellenverkehrsführung mit eingeschränkten Fahrstreifen mit den üblichen Tempo 60 an den Verschwenkbereichen am Anfang und Ende der Baustelle. Das bedeutet, dass es in Zeiten mit sehr hohem Verkehrsaufkommen bei der Einfädelung auf die neue Brückenhälfte zu Staus kommen kann, die aber erheblich kürzer ausfallen dürften als beim Einfädeln auf die jeweils eine Spur pro Richtung auf der maroden Brücke in den vergangenen Jahren.“

„Dieses Nadelöhr ist damit, wenn auch nicht beseitigt, so doch bedeutend aufgeweitet. Das ist ein großer Fortschritt vor allem für die Urlauber auf dem Weg zur Ostsee“, fasste Infrastrukturminister Christian Pegel zusammen – und gab auch einen Ausblick, wie es weitergeht an der Baustelle: „Noch in diesem Sommer beginnen die Arbeiten zum Abriss der östlichen Brückenhälfte. Die Fertigstellung der Petersdorfer Brücke ist für den Sommer 2020 geplant.“

Die Maßnahme inklusive Umbau der Anschlussstelle Waren kostet voraussichtlich ca. 62 Millionen Euro – etwa 19 Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Als Hauptgrund dafür nannte Irngartinger neben der allgemeinen Steigerung der Baupreise in den vergangenen Jahren die anspruchsvollen Gründungsarbeiten, die wegen des schwierigen Baugrunds einen deutlich höheren Aufwand erforderten als erwartet.

Zahlen & Fakten

Maßnahme: Ersatzbau für marode Autobahnbrücke aus dem Jahr 1978, Brücke mit vierspuriger Autobahn inkl. Umbau Anschlussstelle Waren
Länge: 1,16 km
Baubeginn: Juni 2015
Fertigstellung: voraussichtlich Sommer 2020
Kosten: 62 Millionen Euro (aus Bundesmitteln)

Erweiterter Hafen in Glowe offiziell freigegeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Sonnabend den erweiterten Ostseehafen in Glowe (Insel Rügen) offiziell freigegeben. „Der Hafen in Glowe hat sich zu einem stark nachgefragten Anlaufpunkt für Wassersportler entwickelt. Die rund 100 Liegeplätze haben nicht mehr ausgereicht. Jetzt sind die umfangreichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen abgeschlossen. Hier ist ein attraktives Ausflugs- und Ferienziel mit herausragender Infrastruktur entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Der Hafen liegt an der Nordspitze der Insel Rügen mit direktem Zugang zur Ostsee, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Königshörn, einem kleinen Kap gegenüber dem Kap Arkona. Im Hafen haben neben den zahlreichen Segel- und Motorsportbooten auch Fischer und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Seenotrettungskreuzer „Kurt Hoffmann“ ihren Liegeplatz. Seit 2000 ist Glowe Seenotrettungsstation, seit 2005 liegt der Seenotrettungskreuzer im Hafen. Im Zuge der Erweiterung sind unter anderem 60 neue Liegeplätze entstanden.

Zudem ist an der Ostseite eine neue Ufereinfassung gebaut worden, ein neuer Slipsteg und Schwimmstege errichtet sowie Sitzbänke aufgestellt worden. Darüber hinaus wurde der gesamte Hafenbereich durch eine mit Betonpflaster befestigte Straße erschlossen. „Die vielen gastronomischen Einrichtungen, die Einkaufs- und Übernachtungskapazitäten, der Kurpark, die Strandpromenade und der jetzt erweiterte Hafen tragen dazu bei, dass Gäste und Einheimische in der Region eine Vielzahl von Möglichkeiten für einen ereignisreichen Aufenthalt haben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betrugen mehr als drei Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Die Gemeinde erhielt zusätzlich eine Kofinanzierungshilfe in Höhe von rund 154.000 Euro aus dem Ministerium für Inneres und Europa.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis April 2018 insgesamt rund 248.000 Ankünfte und mehr als eine Million Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum knapp 1,6 Millionen Ankünfte und knapp 5,5 Millionen Übernachtungen.

Ausbau der wassertouristischen Potenziale

Schwerin – Im Schweriner Landtag ist die wassertouristische Weiterentwicklung und Kooperation der gemeinsamen Tourismusdestinationen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin diskutiert worden. „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die wassertouristischen Potenziale zu nutzen, das Revier weiterzuentwickeln und diese als gemeinsame Tourismusdestination zu vermarkten. Dafür ist eine enge Kooperation der Länder und Unterstützung notwendig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Aufgrund ihrer zentralen Lage im europäischen Wasserstraßennetz nehmen die Gewässer eine besondere Stellung und Funktion ein. Aus allen Richtungen (Nordsee, westliche Ostsee, Elbe, Mittellandkanal und Oder) bestehen direkte Verbindungen an das Gewässersystem.

„Wir brauchen eine durchgängige Befahrbarkeit des Gewässersystems von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Dafür sind auch Instandsetzungen und der Betrieb entsprechender Schleusen notwendig. Die Erhaltung der durchgängigen Schiffbarkeit macht ein Sofortinvestitionsprogramm erforderlich. Um die Erfolgsgeschichte der Branche fortzusetzen, sind abgestimmte Prozesse und eine Kooperation mit den Nachbarländern Brandenburg und Berlin nötig“, so Glawe.

Der Wirtschaftsminister sieht mit Sorge, was für Entwicklungen und Bestrebungen auf Bundesebene im Bereich der Bundeswasserstraßen infolge der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie durch das neue Bundesprogramm „Blaues Band“ erfolgen. „Durch die Kategorisierung der Wasserstraßen und Einstufungen der Bundesstraßen mit Tourismusverkehren als ´sonstige Wasserstraßen´ möchte sich der Bund immer mehr aus der Verantwortung für den Erhalt und die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen ziehen“, so Glawe.

Dabei sind vom Bund die Schleusen in ihrer Substanz zu erhalten. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) hat auf Anfrage aus dem parlamentarischen Raum Auskunft gegeben, dass es die meisten Schleusen als sanierungsbedürftig einstuft. „Zwar wurde zwischenzeitlich immer wieder modernisiert, an vielen nagt aber der Zahn der Zeit und es wird auf Verschleiß gefahren, so dass viele Schleusen in einem baukritischen Zustand sind. Es wird geschätzt, dass 85 Prozent in einem Zustand sind, der allenfalls noch 10 Jahre Aufschub duldet“, machte Wirtschaftsminister Glawe aufmerksam.

„Sanieren alleine reicht aber nicht mehr. Für ein Sofortinvestitionsprogramm des Bundesverkehrsministeriums ist ein klarer Zeitplan erforderlich. Als Grundlage für Erhaltungsinvestitionen in die Nebenwasserstraßen will der Bund ein Konzept erstellen. Damit die Belange der betroffenen Bundesländer und Regionen bei der Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes berücksichtigt werden, sollten sich die drei Bundesländer dafür gemeinsam beim Bund einsetzen“, so Glawe.

Zwischen Branchenvertretern und der Landesregierung funktioniert es. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vermarkten als gemeinsame Tourismusdestination mit der wassertouristischen Publikation „Dein Sommer, unser Element“ die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Mit dem Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ beabsichtigt das Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium viele Fließgewässer zu renaturieren und damit die ökologische Qualität und den Hochwasserschutz zu stärken. „Das könnte unter Umständen eine Einschränkung der wassertouristischen Nutzung in diesen Gebieten bis hin zum Entzug von Wassertourismusrevieren bedeuten. Das können wir nicht einfach hinnehmen. Wir müssen uns gemeinsam länderübergreifend beim Bund dafür einsetzen, dass die sogenannten Nebenwasserstraßen des Bundes durchgängig für Motorboote schiffbar bleiben und seitens des Bundes wieder unterstützt werden“, forderte Glawe.

„Die verbundenen Wasserwege können durch gemeinsame Ziele für die Bundesländer Wertschöpfungsketten erschließen. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Wassertourismus eine Branche mit Wachstumspotential und überdurchschnittlich gestiegenen Bruttoumsätzen“, so Glawe weiter. In den vergangenen untersuchten 10 Jahren haben sich die Bruttoumsätze in diesem Bereich auf rund 500 Millionen Euro verdreifacht. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten in diesem Bereich tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt ca. 10 Prozent. Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland.

Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565,32 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden. Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge.

Oberbürgermeister aus Rheinland-Pfalz informiert sich über Kur- und Heilwald auf Usedom

Insel Usedom – Unter Leitung des Oberbürgermeisters von Lahnstein, Peter Labonte, haben sich am Montag etwa 15 Vertreter der kommunalen Verwaltung sowie aus Gesundheit und Politik der Stadt Lahnstein (Rheinland-Pfalz) über den Kur- und Heilwald in Heringsdorf (Insel Usedom) informiert. „Die Idee des ersten prädikatisierten Kur- und Heilwaldes in Deutschland stößt auf großes Interesse. Wir haben durch die Prädikatisierung des Kur- und Heilwaldes gemeinsam mit der Gemeinde Heringsdorf ein Alleinstellungsmerkmal definiert. Das ist beste Werbung für Mecklenburg-Vorpommern. Gesundheitstourismus und prädikatisierter Wald lassen sich hier vor Ort in wunderbarer Weise miteinander verbinden. Das sucht deutschlandweit Seinesgleichen. Die Stadt Lahnstein in Rheinland-Pfalz und ihr Oberbürgermeister haben das Gesundheits- und Wirtschaftspotential solcher Prädikatisierung erkannt. Wir unterstützen Lahnstein sehr gerne bei der Idee, ebenso erfolgreich zu arbeiten. Innenminister Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz) und unser Wirtschaftsminister Harry Glawe haben gerne die Schirmherrschaft dieses partnerschaftlichen Miteinanders übernommen. Deutschland wird so im Wettbewerb mit anderen Gesundheitstourismusdestinationen gestärkt. Wir brauchen mehr solcher innovativen Ideen, die in die Praxis umgesetzt werden. So können wir kontinuierlich neue touristische Zielgruppen auf unser Land aufmerksam machen und im Wettbewerb mit anderen Schritt halten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Auf der Insel Usedom wurde in Heringsdorf im vergangenen Jahr der erste deutsche Kur- und Heilwald ausgewiesen. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern. Der Besuch im Kur- und Heilwald ist wegen seines hohen Sauerstoffgehalts beispielsweise für die Behandlung von Atemwegserkrankungen interessant. „Neben den gesundheitlichen Aspekten zur Prävention und Rehabilitation von Krankheiten schaffen wir mit dem Kur- und Heilwald neue Angebote für Aktivurlauber in unserem Land. Der Wald ist auch ein Beitrag zur Saisonverlängerung in der Region. Der Kur- und Heilwald ist das ganze Jahr über begehbar“, so Rudolph weiter.

Die Idee für Kur- und Heilwälder ist auf der 8. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2012 durch Professor Horst Klinkmann thematisiert worden und mit Unterstützung der BioCon Valley GmbH entwickelt worden. Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat ein umfassendes Konzept für die Nutzung von Kur- und Heilwälder im Land erarbeitet und setzt dieses im Land unter anderem mit der Landesforstanstalt sowie neben Heringsdorf mit weiteren staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorten, darunter zum Beispiel Waren (Müritz), Plau am See, Sassnitz, Bad Doberan, Heringsdorf, Graal-Müritz, Krakow am See, Klink und Baabe weiter um.

Im Zeitraum Januar bis März 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom 176.036 Ankünfte (+0,6 Prozent) und 711.226 Übernachtungen (3,5 Prozent) verzeichnet. Das Seeheilbad Heringsdorf kann seit 2014 stetig steigende Ankunfts- und Übernachtungszahlen verzeichnen. So stiegen die Ankünfte 2017 um 1,3 Prozent und die Übernachtungen leicht um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Ziel ist es, das die Insel als Ganzes als Lebensort für die Anwohner sowie als Ausflugs- und Urlaubsziel für Gäste noch attraktiver wird. Die Investitionen in die touristische Infrastruktur, der Ausbau des Freizeitangebotes und die Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten machen sich bemerkbar. Wichtig ist, dass der Tourismus seine stabilisierende Kraft innerhalb der heimischen Wirtschaft vor allen Dingen auch in der Vor- und Nachsaison noch intensiver entfaltet. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau saisonverlängernder Maßnahmen auch künftig“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.

Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht M-V

Rostock – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister.

Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Entwurf der Landestourismuskonzeption im Kabinett vorgestellt

Schwerin – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag den Entwurf der neuen Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Kabinett vorgestellt.

„Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den führenden Urlaubsländern in Deutschland. Um diese Position angesichts einer bundesweit und international äußerst dynamischen Branche und sehr aktiven Mitbewerbern halten zu können, muss der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern innovative Impulse setzen. Wir haben ein mutiges und innovatives Konzept vorgelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. „Die Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren. Sie ist in einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen, sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Die starke und verantwortliche Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt.“

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Ihre Erarbeitung folgt einer Analyse- und Evaluationsphase, deren Ergebnisse 2016 veröffentlicht wurden.

„Die Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist ein Grundpfeiler für alle Akteure des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Die klare Fokussierung auf wenige, zentrale Zukunftsfelder im Rahmen der Konzeption bildet die Klammer um alle Aktivitäten“, erläuterte Glawe. „Die Beteiligung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung und muss als Daueraufgabe verstanden werden, mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf sie flexibel zu reagieren.“

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der neuen Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern wurden als grundlegende Strategiefelder Nachhaltigkeit,
Digitalisierung und Internationalisierung festgelegt.

Mit den Zukunftsfeldern

Feld 1: Touristischer Arbeitsmarkt
Feld 2: Organisation und Finanzierung des Tourismus
Feld 3: Tourismusbewusstsein und Akzeptanz
Feld 4: Infrastruktur und Mobilität
Feld 5: Innovation und Qualität

werden die Arbeitsschwerpunkte benannt und Leitplanken des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gesetzt.

Ein Steuerungsgremium der Landesregierung unter Federführung des Wirtschaftsministeriums wird die strategischen Schritte und Schwerpunkte bei der Umsetzung der Konzeption festlegen und die Zielerreichung begleiten.

Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt im Wirtschaftsministerium die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein. Zudem agiert das Umsetzungsmanagement als Impulsgeber und Netzwerker in den definierten Strategiefeldern.

Rund 131.000 Beschäftigte sind in den Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 4,1 Milliarden Euro und bildet damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. „Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und Beschäftigungsmotor. Er ist ein wesentlicher Teil der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Damit dies so bleibt, muss er stetig weiterentwickelt werden. Um im Wettbewerb weiter vorn mithalten zu können, müssen wir für unsere Gäste alles ermöglichen, damit sie viele Nächte bleiben und auch gern wiederkommen“, sagte Wirtschaftsmister Harry Glawe abschließend.

Der Entwurf der Landestourismuskonzeption geht nun in die Verbandsanhörung.