Uferpromenade in Zingst wird neu gebaut

Zingst – Im Ostseeheilbad Zingst (Landkreis Vorpommern-Rügen) sollen die Uferpromenade neu gebaut sowie barrierefreie Strandzugänge geschaffen werden. „Die Uferpromenade in Zingst ist bei Gästen und Anwohnern eine beliebte Flaniermeile, die von Fußgängern und Radfahrern gern genutzt wird. Das sorgt vor allem im Sommer für Probleme, weil es zweitweise sehr voll ist. Mit dem Vorhaben können beide Gruppen die Promenade noch besser und verkehrssicherer genießen. Das stärkt die Attraktivität des Ostseeheilbades“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Vorgesehen ist unter anderem, auf einer Länge von etwa 140 Metern eine neue Promenade zwischen dem Strandaufgang 12 (Kurhaus/Seebrücke) und dem Strandaufgang 13 zu errichten. Diese wird als Stegkonstruktion nördlich des Küstenwaldes gebaut und ist vom Verkehr auf dem Deich sowie der anschließenden Seestraße abgeschirmt. Zudem ist eine Befestigung des Strandzuganges Nummer 13 geplant, die als Zufahrt für Feuerwehr, Rettungsfahrzeuge und für die Fischer als Slip­anlage dient. Mit dem Vorhaben sollen darüber hinaus behindertengerechte Strandzugänge sowie zwei Behindertentoiletten entstehen. Am Strandaufgang 14a (am Experimentarium) in der Nähe des öffentlichen Parkplatzes wird ein barrierefreier Aufgang errichtet.

„Mit den geplanten Maßnahmen können künftig auch Gäste mit eingeschränkter Mobilität und Familien mit Kinderwagen die Promenade und den Strand leichter erreichen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen betragen knapp 1,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 962.000 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in Zingst im Zeitraum Januar bis November 2018 insgesamt rund 182.000 Ankünfte (das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und knapp 970.000 Übernachtungen (+9,8 Prozent). Die Aufenthaltsdauer der Gäste lag mit 5,3 Tagen über dem Landesschnitt von vier Tagen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern gab es im gleichen Zeitraum knapp 7,5 Millionen Ankünfte (+4,5 Prozent) und über 29,5 Millionen Übernachtungen (+3,5 Prozent).

15 Aussteller aus M-V auf Freizeitmesse in Hamburg

Hamburg – In Hamburg findet derzeit die Messe „oohh! Die FreizeitWelten der Hamburg Messe“ statt. In 11 Messehallen präsentieren 750 Aussteller aus 40 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Reisen, Caravaning, Kreuzfahrt, Rad und Foto. Der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, wird der Messe morgen einen Besuch abstatten und bei einem Rundgang auf Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern treffen.

„Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land, das optimale Bedingungen für Urlaub und Freizeit bietet. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit 15 Ausstellern stark auf dieser Messe vertreten sind“, erklärte der Chef der Staatskanzlei vor seinem Besuch.

Das Land sei zu Beginn der Messe zum beliebtesten Inlandsreiseziel der Deutschen erklärt worden. „Das ist ein großer Erfolg für uns, auf den wir stolz sind und über den wir uns sehr freuen. Wir dürfen in unseren Anstrengungen aber nicht nachlassen, sondern wir müssen offensiv für Mecklenburg-Vorpommern als Ziel für Urlauber und Tagesgäste werben und die Qualität unserer Angebote weiter verbessern“, sagte Meyer weiter.

Fotoreisen seien zum Beispiel ein interessanter Markt für Mecklenburg-Vorpommern. „Bei uns kann man wunderschöne Landschaften, eine intakte Natur, altehrwürdige Hansestädte oder beispielsweise den Kranichzug ins richtige Bild und ins richtige Licht setzen. Schöner geht’s nicht“, sagte Meyer.

Beim Campingtourismus habe das Land mit rund 5 Millionen Übernachtungen eine der Spitzenpositionen in Deutschland inne. „Die Messe ist eine hervorragende Gelegenheit, weitere Gäste für Mecklenburg-Vorpommern zu werben“, so der Staatssekretär.

Ostseecamp „Seeblick“ in Rerik erweitert Infrastruktur

Rerik – Die Infrastruktur des Campingplatzes Ostseecamp „Seeblick“ in Rerik (Landkreis Rostock) wird erweitert. „Direkt an der Ostsee zwischen Rerik und Kühlungsborn gelegen, bietet das Ostseecamp seinen Gästen die Möglichkeit, die beeindruckende Naturlandschaft der Region zu erleben. Derzeit wird ein Sanitärgebäude komplett umgebaut und erweitert. Mit dem Vorhaben werden 20 Dauerarbeitsplätze gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Campingplatzanlage liegt direkt am Steilufer östlich des Ostseebades Rerik und ist mit fünf Sternen klassifiziert. Auf einer Fläche von etwa zehn Hektar sind 400 Campingstellplätze sowie 40 Mietobjekte (Bungalows, Mobilheime und Appartements) mit 176 Betten vorhanden. Nach Angaben des Betreibers kommen die Gäste überwiegend aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg. Jetzt wird ein 1991 errichtetes Sanitärgebäude komplett entkernt, massiv erweitert und neu ausgestattet, beispielsweise mit einem Seeräuber-Kinderbad und neuer Sanitärtechnik. Im Gebäudeanbau sollen zusätzlich fünf Mietbäder, ein Fitness-, Wellness- und Spielbereich geschaffen werden. „Mit den geplanten baulichen Veränderungen haben die Urlauber vor allem in der Vor- und Nachsaison sowie bei etwas schlechterem Wetter die Möglichkeit, weitere Freizeitangebote zu nutzen“, sagte Glawe.

Die Betreiber erwarten durch die neuen Angebote eine spürbare Verlängerung der Saison und wollen die Gästezufriedenheit weiter steigern. Laut Camping.info gehörte der Campingplatz Ostseecamp „Seeblick“ 2018 zum 3. Mal in Folge zu den 100 am besten bewerteten Campingplätzen in Europa.

Die Gesamtkosten für die Maßnahmen betragen 754.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 189.000 Euro.

Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in der Stadt Rerik im Zeitraum Januar bis November 2018 mehr als 83.000 Ankünfte (das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 407.000 Übernachtungen (+1,2 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern gab es im gleichen Zeitraum knapp 7,5 Millionen Ankünfte (+4,5 Prozent) und über 29,5 Millionen Übernachtungen (+3,5 Prozent).

35. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung

Schwerin – Aus der am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten 35. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen geht hervor, dass sich Mecklenburg-Vorpommern in der Gunst der inländischen Urlauber deutschlandweit an die Spitze der Bundesländer gesetzt hat. Acht Prozent der Urlauber zog es nach Mecklenburg-Vorpommern, 7,3 Prozent nach Bayern und 4,4 Prozent nach Niedersachsen.

Hierzu sagt Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe:„Das ist ein Ritterschlag für die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern. Wir liegen vor dem Bundesland Bayern in der Gunst der inländischen Urlauber – Ostsee grüßt die Alpen. Das zeigt, die Investitionen in saisonunabhängige Angebote und die touristische Infrastruktur wird von unseren Gästen honoriert. Doch der Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nach wie vor Hausaufgaben zu erledigen haben. Die Fachkräftesicherung bleibt ein großes Thema für den Tourismus. Weitere Schwerpunkte sind Maßnahmen, die der Qualitätssicherung sowie der Saisonverlängerung touristischer Angebote dienen. Daran werden wir weiter arbeiten.“

Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen; das ist jeder sechste Beschäftigte im Land.

Winterferien starten in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – In der kommenden Woche starten die Winterferien in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Ferienwochen stoßen bei uns im Land auf wachsendes Interesse. Insbesondere der Monat Februar wird immer gefragter. Unser Land wird auch außerhalb der Hauptsaison immer stärker wahrgenommen. Hierfür stehen attraktive Beherbergungsstätten, abwechslungsreiche Angebote an Freizeitmöglichkeiten sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur. Es lohnt sich, unser Land auch im Winter zu entdecken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Im Februar 2009 lagen die Übernachtungen nach Angaben des Statistischen Amtes bei rund 912.400 und rund 255.500 Gäste-Ankünfte verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern. Im Februar 2018 wurden rund 1,2 Millionen Übernachtungen und rund 337.100 Gästeankünfte vom Statistischen Amt registriert.

„Mehr Gäste entdecken Mecklenburg-Vorpommern. In den vergangenen zehn Jahren sind über 280.000 Übernachtungen allein im Monat Februar hinzugekommen. Im Vergleich zu 2009 besuchen rund 82.000 Gäste mehr unser Bundesland. Ein deutliches Plus. Das ist umso mehr erfreulich, weil es Winterferien nur in wenigen Bundesländern gibt“, so Glawe weiter. „Wir haben ein hohes touristisches Niveau in Bezug auf Gäste und Übernachtungen im Land. Klar ist dabei auch: Der Tourismus in MV hat seine Reifephase bereits erreicht. Die Märkte sind relativ gesättigt. Hinzu kommt, dass der Konkurrenzdruck durch sehr aktive Mitbewerber mit innovativen und qualitativ hochwertigen Angeboten zugenommen hat. Die Branche muss weiter investieren. Wir werden touristische Maßnahmen, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, weiter unterstützen.“

„Viele Hotels und Pensionen locken bei uns mit besonderen Aktionen. Neben Wellness- und Fitnessangeboten bieten viele Freizeiteinrichtungen spezielle Veranstaltungen für Kinder und Familien an. Das sind gute Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen und erholsamen Winterurlaub bei uns im Land“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe.

Im Müritzeum in Waren (Müritz) informieren sich Kinder beispielsweise darüber, wie Tiere im Wasser den Winter überstehen (Aktionstag 06. Februar). Im Stralsunder Ozeaneum besteht die Möglichkeit, beispielsweise montags (04.02. und 11.02.) um 15.00 Uhr bei einer Familienführung einen Blick hinter die Aquarienkulissen zu bekommen und mittwochs (06.02. und 13.02.) bei einer Ferienwerkstatt auf Tuchfühlung mit Krebsen zu gehen.

Im Rostocker Zoo gibt es beispielsweise einen Tierpfleger-Schnupperkurs für Kinder (05.02. und 12.02). Vom Nordpol zum Südpol – das Polarium der Eisbären im Rostocker Zoo können Familien bei einer spannenden Führung (06.02. und 13.02.) entdecken. Zu erfahren gibt es eine Menge über Pinguine und Eisbären. Pünktchen, Akiak, Noria & Co. wird ein Besuch abgestattet.

Das NaturerbeZentrum Rügen in Binz (Ortsteil Prora) bietet Familienführungen auf den Baumwipfelpfad an. In der Eisarena in Heringsdorf auf Usedom kann sich jeder unter freiem Himmel im Schlittschuh laufen, Eishockey oder Eisstock schießen ausprobieren. Der Wildpark-MV in Güstrow hat verschiedene Aktionen – von der tierischen Waldspurensuche über Wolfswanderungen bis hin zu Winterbasteleien für Kinder – im Angebot. Das Phantechnikum in Wismar widmet sich dem Thema „Künstliche Intelligenz“ durch besondere Führungen oder im Rahmen einer Kreativwerkstatt.

Mecklenburg-Vorpommerns historische Schätze mit dem Pferd erleben

Schwerin – Der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg Vorpommern e.V. engagiert sich verstärkt beim Thema Pferdetourismus und bringt die Akteure der Region zusammen. Mit über 2.000 Gutsanlagen verfügt das Land über ein Alleinstellungsmerkmal, dessen Potential in Zukunft noch umfangreicher genutzt werden soll.

„Das Thema Reiten ist eine touristische Ergänzung, um historischen Gutsanlagen für Gäste noch attraktiver werden zu lassen. Pferdefreunde können im Land der Guts- und Herrenhäuser Urlaub machen und die Erholung in der Natur mit Reiter-Ferien kombinieren. So kann diese Zielgruppe mit einem verbreiterten Angebot angesprochen werden. Das steigert die touristische Wertschöpfung in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Seit Beginn des Projektes im April 2018 haben sich bislang 15 Partner aus dem Küstenvor- und Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns der Initiative des Vereins angeschlossen, um die Aktivitäten zum Thema Reittourismus zu bündeln und gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Programm sind unter anderem der klassische Reiterurlaub mit Leihpferden und Angebote für Besitzer eigener Pferde. Darüber hinaus gibt es sogenannte Wanderreitstationen, die Pferden und Reitern Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Dazu kommen Events und Shows rund um’ s Pferd.

„Nachdem die Netzwerkarbeit angelaufen ist, gilt es nun, die bereits bestehenden Strukturen zu evaluieren. Dabei muss unter anderem das Reitwege-Netz auf seine Nutzbarkeit hin überprüft und weiterentwickelt werden. Bei der Gelegenheit besteht zudem die Möglichkeit, geeignete Übersichtskarten in digitale Form zu überführen, was die spätere Vermarktung erheblich vereinfachen wird“, sagte Glawe.

Geplant ist, die jährlich erscheinenden Publikationen der Tourismusbranche des Landes mit den Informationen zu versorgen, um der verstärkten Nachfrage beim Reittourismus gerecht zu werden. Hierfür erfolgt eine enge inhaltliche Abstimmung mit dem Tourismusverband des Landes (TMV e.V.). Gleichzeitig werden im Netzwerk gänzlich neue Angebote geschaffen, die zukünftig mit eigenen Veröffentlichungen im Netz sowie in gedruckter Form zur Verfügung stehen sollen.

„Eine der Ideen sind Gutshaus-Touren als Wanderritte, die als Rundwege zu den verschiedenen Schlössern führen. Dazu müssen Informationen zusammengestellt werden, die erhebliche Serviceverbesserungen darstellen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Auflistung geeigneter Badestellen für Reiter und Pferd oder Wissenswertes zur Gepäckbeförderung. Mit dem Projekt bietet sich die Möglichkeit, die Zielgruppe der Reittouristen direkter anzusprechen und dabei gleichzeitig bei den Gutsanlagen sowie den weiteren Dienstleitern vor Ort für eine bessere Auslastung zu sorgen, die sich weit über die Sommersaison hinaus erstrecken kann“, so Glawe weiter. Neben der Netzwerkarbeit liegt ein Hauptaugenmerk des Vorhabens auf der Onlinepräsenz der Initiative.

Im Förderzeitraum von April 2018 bis März 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 18.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 12.500 Euro.

Jahresauftakt der Rostocker Touristiker

Rostock – Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker in der Rostocker StadtHalle hat Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe auf die künftigen Herausforderungen in der Wirtschaftsbranche Tourismus hingewiesen. „Zuwächse bei den Gästezahlen sind nicht mehr selbstverständlich. Entscheidend ist, dass es den Akteuren gelingt, innovative Ideen und Angebote zu setzen, um das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern als attraktive Destination zu positionieren. Ich sehe die Touristiker aus der Region Rostock dabei auf einem guten Weg – im verantwortlichen Miteinander werden Kooperationen ausgebaut, um für die Gäste qualitativ hochwertige Urlaubserlebnisse zu schaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Neben dem Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., den familiengeführten Privathotels und Pensionen in Rostock, Warnemünde und Umgebung e.V., dem Regionalverband Rostock, dem DEHOGA MV war erstmals das Audi Zentrum Rostock Co-Partner der Jahresauftaktveranstaltung der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing mbH (Rostock Marketing).

Die touristische Region Rostock war im vergangenen Jahr durch eine Vielzahl von Großveranstaltungen geprägt – neben den Jubiläumsveranstaltungen „800 Jahre Hansestadt Rostock“ und „600 Jahre Universität“ fanden unter anderem auch der MV-Tag, die nationalen und europäischen Beachsoccer-Wettbewerbe sowie der 38. Internationale Hansetag statt. Das Kreuzfahrtevent „Rostock Cruise Festival“ wurde 2018 erstmals ausgerichtet und soll künftig abwechselnd alle zwei Jahre mit den Hamburg Cruise Days mit einem maritimen Programm für die ganze Familie zwischen Kaikante und Warnemünder Ostseestrand angeboten werden. „Die Großveranstaltungen können wichtige Impulse für die touristische Entwicklung der Region setzen, beispielsweise beim Kreuzfahrttourismus. Die Passagiere lernen auf Tagesausflügen einzelne Städte und Regionen Mecklenburg-Vorpommerns kennen. Hier muss es gelingen, die Gäste von unserem Land als nächstes Urlaubsziel zu überzeugen“, hob Glawe hervor.

2018 war die besucherstärkste Kreuzfahrtsaison in Rostock-Warnemünde. Insgesamt sind bei den 206 Schiffsanläufen (2017: 190) 923.000 (2017: 892.000) Seereisende an und von Bord der Urlauberschiffe gegangen. Im Jahr 2019 sollen nach Angaben der Rostock Port GmbH 206 Anläufe (davon sieben Erstanläufe) von insgesamt 41 Schiffen stattfinden. Das Wirtschaftsministerium hat die Region aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Schaffung der infrastrukturellen Voraussetzungen für den Kreuzfahrttourismus unterstützt. Dabei ging es beispielsweise um den Ausbau von Liegeplätzen für Kreuzfahrtschiffe, die Errichtung und Erweiterung des Warnemünder Cruise Centers und den Bau eines neuen seetouristischen Informationszentrums. „Neben dem Ausbau der Infrastruktur am und um die Häfen gehört es auch dazu, ein attraktives Ausflugsangebot zu schaffen. Für die Region Rostock ist das beispielsweise das Polarium, das zu einem Besuch einlädt“, sagte Glawe.

Im Jahr 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Teilnehmer sind Touristiker aus allen Regionen Deutschlands, Vertreter aus Ministerien des Bundes und der Länder, Vorsitzende sowie Geschäftsführer touristischer Verbände, Organisationen und von städtischen Marketinggesellschaften. Zudem wird 2020 Mecklenburg-Vorpommern den Germany Travel Mart (GTM) in Rostock, eine Einkaufs- und Verkaufsmesse für den Deutschlandtourismus, ausrichten. Zu dem zweitägigen Workshop wird ein Fachpublikum aus etwa 45 Ländern erwartet. Im Jahr 2025 richtet Rostock die Bundesgartenschau (BUGA) aus. „Die Region hat die einmalige Chance, mit diesen Großveranstaltungen für unser ganzes Land zu werben. Dafür müssen alle Beteiligten intensiv zusammenarbeiten. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiterhin die touristische Entwicklung eng begleiten und unterstützen. Entscheidend ist aber dabei, dass Qualitätssicherung und Saisonverlängerung touristischer Angebote im Vordergrund stehen“, sagte Glawe abschließend.

Im Jahr 2018 sind im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Förderung von Investitionen im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur (=touristische und gewerbliche Infrastruktur) rund 101,8 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium bewilligt bzw. zugesichert worden (einschl. Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ EFRE). Mit dem Einsatz dieser Fördermittel konnten 51 Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern mit Investitionen in Höhe von rund 123,7 Millionen Euro ermöglicht werden.

Insgesamt gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Oktober 2018 in der Hansestadt Rostock mehr als 692.000 Ankünfte (+4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 1,8 Millionen Übernachtungen (+4,8 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum knapp 7,1 Millionen Ankünfte (+4,3 Prozent) und mehr als 28,3 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent).

Eckpunkte der neuen Bäderverkaufs-Verordnung vorgestellt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Mittwoch in Schwerin mit Vertretern der Gewerkschaft Ver.di Nord sowie dem Landestourismusverband M-V die Eckpunkte einer neuen Bäderverkaufs-Verordnung für Mecklenburg-Vorpommern (Bäderregelung) vorgestellt.

„Der Entwurf der Bäderregelung ist ein Kompromiss und das Ergebnis intensiver Verhandlungen. Die Regelung ist kein aufgeschriebenes Wunschdenken oder ein einseitiges Interessenpapier. Bei der neuen Bäderregelung geht es darum, den Spagat der zum Teil unterschiedlichen Vorstellungen von Wirtschaft, Gewerkschaft und Kirchen in vielen Punkten möglichst unter einen Hut zu bekommen. Das Ziel ist, dem verfassungsrechtlich gebotenen Sonntagsschutz noch mehr als bisher Rechnung zu tragen, damit unsere Regelung streitfrei ist. Das führt zu mehr Stabilität und Planungssicherheit bei den Unternehmen im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

„Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viele intensive Gespräche mit der Gewerkschaft Ver.di geführt. Der Entwurf wurde den Kirchen und dem Bäderbeirat vorgestellt“, sagte Glawe weiter. Zum Landesbeirat zur Anerkennung von Ausflugsorten und Ortsteilen mit besonders starkem Fremdenverkehr (Bäderbeirat) gehören der Tourismusverband M-V e.V., der Städte und Gemeindetag M-V e.V., der Landkreistag M-V, die IHKs in M-V, der Bäderverband M-V e.V., der Handelsverband Nord e.V., der DEHOGA M-V e.V. sowie der Verband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Nord e.V.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt heute über eine der modernsten Urlaubsinfrastrukturen Deutschlands. „Unser Land hat sich auf Grundlage seiner naturräumlichen Ressourcen national wie international eine herausragende Marktposition verschafft. Die Bäderverkaufs-Verordnung M-V ist ein wichtiger Aspekt für den Tourismus und für den Handel, um die Attraktivität als Urlaubs- und Ferienland beizubehalten oder sogar noch zu steigern. Darüber hinaus hängen etwa 8.000 Arbeitsplätze im Einzelhandel von den touristischen Umsätzen ab. Eine starke Bäderregelung ist unverzichtbar, denn ohne diese Regelung könnten die Ansprüche der Touristen an eine bedeutende Urlaubsregion nicht erfüllt werden. Dafür erwartet der Tourist vor Ort ein ansprechendes Handels- und Dienstleistungsangebot“, betonte Glawe weiter.

Viele Touristen reisen am Wochenende an. „Hier ist es ganz entscheidend, Versorgungsmöglichkeiten zu schaffen und zu erhalten. Auch vor diesem Hintergrund ist eine streitfreie Bäderverkaufs-Verordnung unverzichtbar. Der Sonntagseinkauf wird von unseren Gästen geschätzt und auch erwartet. Für die touristische Entwicklung unserer Wirtschaft ist er unverzichtbar“, so Glawe weiter.

Der Entwurf der Verordnung geht nun in das Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren. Hierzu zählen unter anderem die Normprüfstelle, das Justizministerium und die Staatskanzlei. Der Minister machte deutlich: „Durch die deutliche Stringenz der gefundenen Regelungen kann der verfassungsrechtlich garantierte Sonntagsschutz gewahrt und den Interessen des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern bestmöglich Rechnung getragen werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Abschließend dankte Minister Glawe allen Beteiligten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Erarbeitung der neuen Bäderregelung.

Neue Kneippanlagen in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft

Feldberger Seenlandschaft – Am Seeufer des Haussees in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sollen drei neue Kneippanlagen entstehen.

„Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft hat sich mit seinen umfangreichen Gesundheitsangeboten ein touristisches Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Als staatlich anerkannter Kneipp-Kurort bietet die Gemeinde Gästen und Anwohnern attraktive Möglichkeiten, inmitten intakter Natur etwas für die eigene Gesundheit und Vitalität zu tun. Mit den drei neuen Kneippanlagen wird die Profilierung der Region als Gesundheitsstandort weiter verstärkt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid an die Gemeinde.

Bereits im Jahr 1998 erhielt die Stadt Feldberg mit ihren Ortsteilen den Status „Staatlich anerkannter Erholungsort“, nachdem die Stadt Feldberg in den 1920er Jahren Bad Feldberg war und 1972 zum Staatlich anerkannten Erholungsort zertifiziert wurde. Im Jahr 2015 wurde die Gemeinde für den Ortsteil Feldberg mit der Zertifizierung zum staatlich anerkannten Kneipp-Kurort ausgezeichnet.

Zentraler Bestandteil der Kneipp- und gesundheitstouristischen Infrastruktur im Ortsteil Feldberg ist der Kurpark mit einem Kneipp-Tretbecken sowie einem Hand-Kneipp-Becken, einen Barfußpfad und Grünflächen zum Tautreten beziehungsweise Schneetreten im Winter. Weitere Kneipp- und gesundheitstouristische Angebote gibt es im Natur-Fitness-Park rund um den Haussee mit fünf zertifizierten Nordic-Walking-Strecken, einem Naturstein-Kneipp-Wassertretbecken und einem Fitnessparcours mit acht Outdoor-Geräten, im Medical-Wellness-Centrum in der Haussee-Klinik sowie in der Luzin-Klinik (Bewegungsgarten, Park der Sinne und Kräuterschnecke), im Landhaus Stöcker und im Sonnenhotel Feldberg. Zudem offerieren verschiedene Anbieter medizinische und gesundheitstouristische Dienstleitungen. Jetzt sollen drei neue Kneippanlagen dazu kommen, die aus Granit und Edelstahl gefertigt werden und für jeden Interessierten zur Verfügung stehen.

„Die Erweiterung um drei Kneipp-Anlagen trägt dazu bei, die Vielfalt der touristischen Angebote weiter zu erhöhen. So wird den Gästen ein echter Mehrwert geboten“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten für das Investitionsvorhaben belaufen sich auf rund 27.000 Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Projekt aus dem Strategiefonds in Höhe von 23.000 Euro.

In der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis September 2018 über 37.000 touristische Ankünfte und knapp 202.000 Übernachtungen. Die Region gehört zum Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte. Dort wurden im gleichen Zeitraum über 1,1 Millionen Ankünfte und knapp 3,9 Millionen Übernachtungen registriert.

Bilanz Tourismus – Fazit 2018 und Ausblick 2019

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat für das Tourismusjahr 2018 eine insgesamt positive Bilanz gezogen. „ Bislang sind wir für das Gesamtjahr 2018 auf Kurs. Bei Ankünften und Übernachtungen liegen wir im Wachstum. Die vergleichsweise frühe Lage der Osterfeiertage Ende März/Anfang April sowie der Wintereinbruch zum Osterfest führten zwar zu einem schleppenden Start in das Tourismusjahr 2018. Allerdings konnte unser Land durch den sehr warmen und regenarmen Sommer insbesondere im tourismusintensiven Monat Juli Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen. Veränderte Gästeansprüche, kurzfristige Buchungen, abwechslungsreiche Veranstaltungen und besondere Wellnessangebote sorgen auch für eine positive Entwicklung in der Nebensaison. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir mit einem neuen Übernachtungsrekord“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Von Januar bis September 2018 wurden zwischen Ostsee und Seenplatte rund 6,42 Millionen Ankünfte (+3,9 Prozent) und 25,71 Millionen Übernachtungen (+3,2 Prozent) an das Statistische Landesamt gemeldet. Deutlich zugelegt hat nach Angaben des Statistischen Amtes die Region Fischland-Darß-Zingst mit einem Plus von 7,4 Prozent bei den Übernachtungen. Das Vorpommersche Festland wuchs um +5,2 Prozent bei den Übernachtungen, die Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz legte um +4,9 Prozent zu. Die Inseln Rügen (+0,1 Prozent) und Usedom (+0,7 Prozent) liegen knapp über dem Vorjahresniveau. Herausforderungen sind die Erreichbarkeit, Fachkräftesicherung und Qualität im Tourismus. Aktueller Hinweis: Überprüfungen des Berichtskreises und der Erhebungsmerkmale führen ab August 2018 zu Veränderungen gegenüber entsprechenden Angaben in Vorjahreszeiträumen. Dadurch sind Vergleiche auf allen regionalen Ebenen (Land, Kreise, Reisegebiete und insbesondere Gemeinden) ab August 2018 nur bedingt möglich.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den führenden Urlaubsländern in Deutschland. „Allerdings ist der Markt äußerst dynamisch und hart umkämpft. Aus diesem Grund muss sich der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder neu erfinden und innovative Impulse auch deutlich über seine Grenzen hinaus setzen. Die Branche soll wieder Schrittmacher werden, mehr Qualität und Wertschöpfung erreichen, schneller und flexibler als bisher auf Herausforderungen reagieren und Entwicklungen rechtzeitig aufnehmen und nutzen“, forderte Glawe.

Strategische Grundlage bildet die Landestourismuskonzeption (LTK), die im November 2018 vorgestellt wurde. Sie setzt die Leitplanken, ist aber keine segmentale Betrachtung einzelner touristischer Angebotsbereiche, sondern verfolgt mit der Ermittlung und Beschreibung der Strategie- und Zukunftsfelder einen übergreifenden problemlösenden Ansatz. Strategische Themen sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung. Für den touristischen Arbeitsmarkt, die Organisation und Finanzierung des Tourismus, das Tourismusbewusstsein und seine Akzeptanz, die Infrastruktur und Mobilität, die Innovation und Qualität sind konkrete Schlüsselaufgaben beschrieben, die von allen Beteiligten angegangen werden sollen. Neu in der LTK sind die Prüf- und Arbeitsaufträge beispielsweise in Bezug auf: Pflichtige Aufgabe Tourismus für Kurorte/prädikatisierte Orte; die Modernisierung Kur-/Erholungswesen sowie eine flächige Förderung von Infrastruktur (ämterbezogen). „In Modellregionen sollen neue Einnahme- und Finanzierungsmöglichkeiten im Tourismus getestet werden. Hierbei geht es darum, Erfahrungen zu sammeln und die Ergebnisse zu evaluieren“, sagte Glawe.

Die abgesackte Autobahn 20 zwischen den Autobahnanschlussstellen Bad Sülze und Tribsees hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. „Es wurde deutlich, dass die Branche sich auf Problemlagen schnell einstellt und reagieren konnte. Durch die nach vorn gerichtete Aufklärungsarbeit beispielsweise der Hotels, Pensionen und Tourismuszentralen auf den Inseln und im Binnenland ist es gelungen, Gäste frühzeitig durch aktuelle Informationen vor Reiseantritt auf mögliche Straßenprobleme hinzuweisen. Teilweise haben die Anbieter vor Ort durch verschiedene Aktionen Gästen den Aufenthalt noch angenehmer gestaltet“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich. Glawe dankte der Branche für das bedachtsame Vorgehen.

Ende März beziehungsweise Anfang April wurde der Vogelpark Marlow, Teile des Rostocker Zoos und des Wildparks-MV in Güstrow durch extreme Schneefälle stark beschädigt. „Der Wintereinbruch hatte erhebliche Schäden vielerorts hinterlassen. Hier war schnelle Unterstützung geboten. Das Wirtschaftsministerium hat Fördermittel für die Modernisierung und Erweiterung der Anlagen bereitgestellt. Ziel ist es, die Attraktivität für Einheimische und Gäste in den Einrichtungen auch künftig weiter zu gewährleisten und weiter zu erhöhen“, so Glawe weiter. Alle drei Anlagen werden mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,49 Millionen Euro unterstützt (Vogelpark Marlow 1,79 Millionen Euro, Wildpark-MV in Güstrow mit 400.000 Euro und der Rostock Zoo mit rund 300.000 Euro).

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass die Erreichbarkeiten der touristischen Angebote im Land weiter vorangetrieben werden müssen. „Wir müssen an der Verzahnung der Alltags- und touristischen Verkehre weiter arbeiten. Zu einem unvergesslichen Aufenthalt gehört auch eine gute An- und Abreise. Das ist gerade in saisonalen Stoßzeiten teilweise eine Herausforderung. Darüber hinaus machen sich auch internationale Entwicklungen bei uns im Land bemerkbar“, sagte Glawe. Im Zuge des Brexits stellt die britische Fluggesellschaft BMI Regional Anfang 2019 ihre Verbindung vom Flughafen Rostock-Laage nach Stuttgart ein.

Glawe hat darüber hinaus die Umsetzung des kurkartengestützten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) begrüßt. Seit Anfang April gibt es die kurkartenfinanzierte Gästekarte „Müritz rundum“. „Das ist eine gute regionale Verzahnung der Anbieter. Gäste und Einheimische können verstärkt auch ohne Auto die Region erkunden. Das macht den Urlaub insgesamt noch mobiler und schont auch die Umwelt. Mit dem Nahverkehr sowie dem Fahrrad stehen hervorragende Alternativen zur Verfügung“, sagte Glawe. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und geht mit gutem Beispiel voran. Gäste in Waren, Klink, Röbel und Rechlin erhalten nach Zahlung der Kurabgabe diese Gästekarte vom Vermieter beziehungsweise vom jeweiligen Beherbergungsbetrieb. Sie können damit kostenlos per Bus die Müritz umrunden sowie den Stadtverkehr von Waren nutzen. Auf Usedom wird die Kurkarte probeweise zur KaiserbäderCard. Sie kann als Ticket für das gesamte Busstreckennetz der Usedomer Bäderbahn (UBB) genutzt werden. Die Testphase der KaiserbäderCard läuft bis Ende Februar 2019.

Die international größte Reisemesse – die ITB Berlin – hat im März dieses Jahres gezeigt, wie enorm wichtig es ist, dass Mecklenburg-Vorpommern auf die touristischen Vorzüge vor allem auch international aufmerksam macht. „Deshalb werden wir hier weiter ansetzen und überregional für unser Land werben. Die große Resonanz ist ein Erfolg intensiver Anstrengungen. Intensives Marketing ist dabei ein wichtiges Element, um im nationalen und vor allem auch im internationalen Wettbewerb noch besser mithalten zu können“, erläuterte Glawe. Mit Mecklenburg-Vorpommern war 2018 unter der Überschrift „Urlaub ist unsere Natur“ erstmals ein Bundesland Partnerland der ITB. Noch nie zuvor hat ein Partnerland mehr als eine Milliarde (1,01 Milliarden) Medienkontakte erreicht. Mit diesem Ergebnis rangiert Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze aller bisherigen Partnerländer der ITB Berlin. In den vergangenen fünf Jahren bewegten sich die Bruttoreichweiten der Partnerländer im Bereich zwischen 200 und 300 Millionen.

Darüber hinaus wird in Rostock 2019 der Deutsche Tourismustag ausgerichtet sowie im Jahr 2020 der Germany Travel Mart (GTM). Hier treffen deutsche touristische Anbieter mit den entscheidenden Einkäufern der internationalen Reisebranche zusammen. Der GTM findet nach 2009 zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. „Mit allen Veranstaltungen setzen wir klar auf mehr Überregionalität. Wir wollen und müssen vor allem im internationalen Maßstab noch bekannter werden. Unsere Unternehmen und Anbieter stehen in einem sich rasant verändernden Marktumfeld“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Von Januar bis September dieses Jahres haben nach Angaben des Statistischen Amtes rund 344.000 Gäste (+6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) rund 920.000 Übernachtungen (+7,0 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern gebucht.

Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. „Das ist jeder sechste Beschäftigte in MV. Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen wie dem Einzelhandel bei“, sagte Glawe.

Spatenstich für Kinderhotel in Trassenheide

Trassenheide – Mit einem symbolischen Spatenstich hat Wirtschaftsminister Harry Glawe heute gemeinsam mit Rolf Seelige-Steinhoff (geschäftsführender Gesellschafter der SEETELHOTELS Usedom) den offiziellen Auftakt für den Umbau des Familienresorts Waldhof im Ostseebad Trassenheide zu einem Kinderhotel gegeben.

„Die Seetel Hotel Gruppe nimmt eine konsequente Ausrichtung auf die Urlaubsgruppe Familien vor. Das passt sehr gut in die Region, schließlich ist das Ostseebad Trassenheide seit dem Jahr 2011 als familienfreundlicher Urlaubsort zertifiziert. Mit dem Umbau und den künftigen Familienangeboten wird die touristische Infrastruktur erheblich erweitert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mit dem Umbau ist unter anderem geplant, das künftige Kinderhotel Trassenheide in mehrere Häuser aufzuteilen. Das Haus 1 soll ein Multifunktionsgebäude mit Rezeption, Restaurants, Theaterarena, Shops, Küchentrakt sowie mehreren Gast- und Funktionsräumen werden. Haus 2 ist als neues, zentrales Funktionsgebäude mit Wasser- und Saunawelt, Beauty-Bereich und Außenpool sowie Funktions- und Technikräumen vorgesehen. Weiterhin sollen Suiten-Häuser errichtet werden. Für Aktiv- und Familientourismus sind zahlreiche Indoor- sowie Outdoor-Aktivitätsbereiche und miteinander verbundene Erlebnisbereiche geplant. Die Seetel Hotel Gruppe investiert rund 17,8 Millionen Euro am Standort.

„Das sind kluge strategische Ausrichtungen für Urlaubsangebote auf der Insel Usedom. Gerade Familien haben besondere Wünsche an ihr Urlaubsdomizil, beispielsweise kindgerechte Schwimmbecken sowie ausreichend Platz zum Toben und Spielen. So gelingt ein unbeschwertes Familienerlebnis“, sagte Glawe.

Mecklenburg-Vorpommern ist bei Familien, Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Reiseziel. Mit 8,2 Prozent aller Familienurlaubsreisen (1,05 Millionen) liegt Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Qualitätsmonitors des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (2018) vor Schleswig-Holstein (5,9 Prozent), Niedersachsen (4,2 Prozent) und Bayern (4,2 Prozent). Zudem haben sich im Land 93 Betriebe für das Siegel „Qualitätsmanagement Familienurlaub“ (QMF) qualifiziert.

Die Auszeichnung wurde im Jahr 2005 vom Tourismusverband M-V für die vier Kategorien Tourismusorte, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe eingeführt. Anhand eines mit wissenschaftlicher Hilfe erarbeiteten Kriterienkataloges wird die Familienfreundlichkeit bewertet. Der Katalog sieht beispielsweise für Beherbergungsbetriebe speziell ausgewiesene Familienangebote, familiengerechte Zimmer mit Verbindungstür, besondere Speisen- und Getränkeangebote, einen hauseigenen Spielplatz, Sicherheitsmaßnahmen sowie die Möglichkeit, Babysitter zu stellen oder zu vermitteln, vor.

„Das Siegel gibt Familien mit großen und kleinen Kindern eine wichtige Orientierung bei der Urlaubsplanung. Wenn das Angebot stimmt, sind Eltern und Kinder treue Gäste, die gern wiederkommen“, sagte Glawe abschließend.

Im Zeitraum Januar bis September 2018 wurden auf der Insel Usedom rund 873.400 Ankünfte (+0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 4,4 Millionen Übernachtungen (+0,7 Prozent) registriert. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 6,4 Millionen Ankünfte (+3,9 Prozent) und rund 25,7 Millionen Übernachtungen (+3,2 Prozent).

Zum Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). Rund 450 Mitarbeiter sind für die Unternehmensgruppe tätig.

28. Tourismustag in Wismar: Branche sieht Chancen im Wandel

Wismar – „Wandel ist Chance – Veränderungen in der Branche erkennen und agieren“ – so lautet das Motto des 28. Tourismustages, zu dem sich heute 230 Spitzenvertreter der Branche in Wismar an der mecklenburgischen Ostseeküste treffen. Im Mittelpunkt steht die neue Landestourismuskonzeption als Strategiepapier für einen zukunftsfähigen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Sie benennt strategische Aufgabenfelder, weist Zuständigkeiten zu und benennt Akteure für deren Umsetzung. Zu den Aufgabenfeldern zählen Nachhaltigkeit als Grundmaxime, Digitalisierung sowie Internationalisierung. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“ sowie „Innovation und Qualität“ werden Arbeitsschwerpunkte benannt.

Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Um die erfolgreiche Position angesichts einer bundesweit und international äußerst dynamischen Branche und sehr aktiven Mitbewerbern halten zu können, muss der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern innovative Impulse setzen. Die Branche im Urlaubsland steht vor Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt, einem veränderten Urlaubs- und Buchungsverhalten, steigenden Qualitätsansprüchen und fehlenden Fachkräften einhergehen. Die Landestourismuskonzeption verfolgt dabei mutige Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung, einen Paradigmenwechsel bei der Förderung, diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen und will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze sind Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Entscheidend ist das gemeinsame Miteinander der Branche, nur so können wir die Herausforderungen angehen.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Die Branche muss sich auf starke Veränderungen vorbereiten und den Wandel gestalten. Was will der Gast der Zukunft, wie schaffen wir echte Erlebnisse in digitalen Zeiten, wie gehen wir mit Daten um, wie kommen wir in der Infrastruktur voran, wie lösen wir mehr Innovationen aus, wie organisieren wir unsere Zusammenarbeit? Wir müssen gemeinsam Antworten auf die lange Liste der Fragen suchen und die qualitative Entwicklung des Tourismus beschleunigen.“

Der Veränderungsbedarf gelte unter anderem auch für den Tourismusverband, der sich neben dem Marketing verstärkt zentraler Fragen der Qualitätsentwicklung und Qualifizierung, der Digitalisierung und des Datenmanagements, der Prägung von Tourismusbewusstsein sowie der Internationalisierung in Anknüpfung an die Rolle als Partnerland der ITB 2018 widmen müsse und dazu entsprechend aufzustellen sei. Ein entsprechendes Unternehmenskonzept, das die sich massiv ändernden Marktbedingungen und die neue Tourismuskonzeption berücksichtigt und in konkrete Aufgaben übersetzt, befinde sich in der Abstimmung. „Daneben“, so Waldmüller, „benötigen auch die regionalen und lokalen Strukturen dringend klare und stabile Kulissen. Wir wollen daran gemeinschaftlich arbeiten und ein auf allen Ebenen funktionierendes Zukunftssystem für den Tourismus bauen. Dafür brauchen wir alle Beteiligten“.

Darüber hinaus wird im Auftrag des TMV derzeit eine Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie auf den Weg gebracht – als einer der ersten Schritte, die sich aus der Landestourismuskonzeption in Bezug auf das Zukunftsfeld „Innovation und Qualität“ ergeben. Diese verfolgt das Ziel, Qualität messbar, abrechenbar und sichtbar zu machen. Ein Baustein daraus ist die jährliche Vergabe des Qualitätsawards an Regionen beziehungsweise Gastgeber, der im Rahmen des Tourismustages zum zweiten Mal vergeben wird.

Ein Zeichen für neuen Schwung im internationalen Tourismus setzte Mecklenburg-Vorpommern auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin im März dieses Jahres, bei der das Bundesland als erstes in der Geschichte der weltgrößten Reisemesse den Partnerland-Status innehatte. Die Erwartungen an diesen Auftritt – aus der Branche, von den Kollegen im Deutschlandtourismus und von internationalen Partnern – waren sehr hoch; sie wurden erfüllt und teilweise auch übertroffen.

Allein das enorme Medienecho überzeugte: Insgesamt 4.528 Berichte zum Partnerland mit einer Gesamtreichweite von 1,02 Milliarden, darunter allein 176 TV- und 345 Hörfunkberichte, zeugen von der riesigen Wahrnehmung des Landes. Darüber hinaus wird in Rostock 2019 der Deutsche Tourismustag ausgerichtet sowie im Jahr darauf der Germany Travel Mart, der nach 2009 zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. „Wir wollen die Wahrnehmung unseres Landes auf internationalem Parkett weiter ausbauen. Es geht darum, auf die touristischen Vorzüge stärker aufmerksam zu machen. Intensives Marketing ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Tourismus. Wir müssen stetig um neue Gäste werben und auch Gründe zum Wiederkommen liefern“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Nachdem im letzten Jahr ein Dämpfer bei den Übernachtungszahlen in Kauf genommen werden musste, wird die Branche das Tourismusjahr 2018 mit einem Plus abschließen. Von Januar bis September 2018 wurden zwischen Ostsee und Seenplatte rund 6,42 Millionen Ankünfte (+3,9 Prozent) und 25,71 Millionen Übernachtungen (+3,2 Prozent) an das Statistische Landesamt gemeldet. Damit sind die ersten neun Monate sowohl in Bezug auf Ankünfte als auch Übernachtungen die stärksten seit der Wende.

„Übernachtungen und Gästezahlen wachsen deutlich. Wir gehen von einem insgesamt guten weiteren Jahresverlauf aus. Sie sind Ergebnis der geleisteten Arbeit im Land. Rekorde sind dabei nicht das Ziel. Mehr Qualität und mehr Wertschöpfung sind die Marken für die künftige Entwicklung. Stetige Investitionen und auch Innovationen in der touristischen Entwicklung sind weiter nötig. Wir müssen uns von anderen Mitbewerbern durch Alleinstellungsmerkmale absetzen. Die Förderung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen haben wir dabei weiter im Fokus“, erläuterte Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Im gesamten Bundesgebiet betrug das Übernachtungswachstum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 3,9 Prozent. Damit weist MV im Bundesvergleich noch eine leicht unterdurchschnittliche Dynamik auf. Dazu Wolfgang Waldmüller: „Treiber für die letztlich positive Entwicklung der Übernachtungszahlen sind zum einen der gute Sommer und zum anderen ein erweiterter Erfassungsbereich des Statistischen Amtes, der vom Tourismusverband gefordert wurde. Das erschwert zwar die Vergleichbarkeit mit früheren Jahren, führt aber zu einer insgesamt realistischeren Zahlengrundlage und damit höheren Aussagekraft der Statistik.“ Insgesamt sind zum Beispiel für den September 8,7 Prozent mehr Betriebe und 11,5 Prozent mehr angebotene Schlafgelegenheiten in der Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat erfasst.

Für alle Reiseregionen weist die aktuelle Statistik ein Wachstum aus, allen voran Fischland-Darß-Zingst mit einem Plus von 7,4 Prozent bei den Übernachtungen, gefolgt vom Vorpommerschen Festland (+5,2 Prozent) und der Mecklenburgischen Seenplatte/Schweiz (+4,9 Prozent). Die Inseln Rügen (+0,1 Prozent) und Usedom (+0,7 Prozent) liegen hingegen nur knapp über dem Vorjahresniveau. Auch fast alle großen Städte können für die ersten neun Monate 2018 eine erfreuliche Bilanz vorweisen. Die Hansestädte Greifswald (+14,6 Prozent) und Wismar (+5,7 Prozent) vermelden die höchsten Zuwächse. Schwerin liegt im Jahresverlauf nur noch knapp über Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Für Neubrandenburg weist die Statistik ein negatives Wachstum von -5,8 Prozent aus.

Aus dem Ausland kamen von Januar bis September dieses Jahres rund 344.000 Gäste in den Nordosten (+6,1 Prozent), die für rund 920.000 Übernachtungen (+7,0 Prozent) verantwortlich zeichnen. Im Bundesvergleich (+4,3 Prozent bei Übernachtungen) fällt die Dynamik der Incoming-Bilanz des bisherigen Jahres von MV weiterhin positiver aus. Weiterhin sind besonders die niederländischen Gäste im bisherigen Jahr deutlich häufiger anzutreffen (+26,2 Prozent). Die Schweizer (+0,3 Prozent) und Österreicher (+8,5 Prozent) generierten ebenfalls Übernachtungszuwächse im einstelligen Prozentbereich. Dagegen setzen sich die Rückgänge aus Schweden (-8,4 Prozent) und Dänemark (-5,8 Prozent) auch im September weiter fort.

Die gesamten Umsätze im Tourismus belaufen sich laut Berechnungen des Institutes DIW Econ auf 7,75 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei werden mehr als zwei Drittel der Ausgaben (68 Prozent) von Menschen aus anderen Bundesländern und Ländern getätigt. Die touristische Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern aus. Die direkte Wertschöpfung der Querschnittsbranche Tourismus liegt mit 9,6 Prozent noch vor dem Baugewerbe mit einem Anteil von 6,5 Prozent. Deutschlandweit liegt sie bei einem Anteil von 4,4 Prozent (Jahr 2010). 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben.

„Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen – wie dem Einzelhandel – bei“, erläuterte Glawe. Abschließend machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommern zu den führenden Urlaubsländern in Deutschland zählt. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Diese Position ist das Ergebnis harter Arbeit der gesamten Tourismusbranche, einer unvergleichlichen Naturausstattung sowie weitreichender Möglichkeiten bei der touristischen Förderung. Nicht zuletzt gehört auch die Einigkeit der politischen Entscheider auf allen Ebenen dazu, die touristische Entwicklung als wirtschaftlichen Schwerpunkt bei der Entwicklung des Landes zu verstehen und zu befördern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Schwesig: Die Erfolgsgeschichte im Tourismus mit neuen Ideen fortsetzen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den Landestourismustag in Wismar eröffnet. „Der Tourismus ist die Wirtschaftsbranche in Mecklenburg-Vorpommern, die nach 1990 die erfolgreichste Entwicklung genommen hat“, lobte die Ministerpräsidentin in ihrer Rede. „Heute ist der Tourismus mit einem Anteil von zwölf Prozent an der Bruttowertschöpfung als Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern so wichtig wie in keinem anderen Bundesland. 131.000 Menschen bestreiten direkt und indirekt in Form eines Vollzeitarbeitsplatzes ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus.“

Schwesig dankte allen, die zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben. Dazu gehören vor allem Hoteliers und Gastronomen, die Beschäftigten in der Tourismuswirtschaft und im Gastgewerbe und die Tourismusverbände, aber auch Kulturschaffende und engagierte Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker in den Tourismusregionen. „Ich bin überzeugt: Unser Erfolg im Tourismus ist eine große Gemeinschaftsleistung, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können.“

Nun müsse alles dafür getan werden, um die Erfolgsgeschichte im Tourismus fortzusetzen. „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist in einer wichtigen Phase. Die Konkurrenten in Deutschland, aber auch in Polen oder im skandinavischen Raum haben deutlich aufgeholt. Sie alle kennen die Zahlen vom letzten Jahr. Das sind keine riesigen Einbrüche, aber eben Tendenzen“, mahnte die Ministerpräsidentin.

Die von der Landesregierung im Dialog mit der Branche erarbeitete neue Tourismuskonzeption soll ein „Wegweiser“ für die weitere Entwicklung des Tourismus sein. „Aus meiner Sicht muss ganz klar die Qualität noch mehr im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Anstrengungen stehen. Tourismus zukunftsfähig zu machen heißt nicht, nach immer neuen Rekorden zu schielen. Wichtig ist es, in Qualität zu investieren, den Service weiter zu verbessern, gutes Personal zu finden und mit neuen Ideen und Angeboten zu punkten“, sagte die Ministerpräsidentin.

Eine wichtige Aufgabe für die Branche sei es, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. „Das geht nur mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen“, erklärte Schwesig.

Wichtig sei, dass Land und Branche weiter einen gemeinsamen Weg gehen. Für diesen gemeinsamen Weg möchte ich Sie gewinnen“, sagte die Ministerpräsidentin zum Abschluss ihrer Rede. „Wir müssen Neues ausprobieren, vieles neu denken, um unseren Tourismus gemeinsam weiter voranzubringen. Wir müssen offen sein für neue Kooperationen, neue Denkmuster. Diese Offenheit haben wir in Mecklenburg-Vorpommern in den nun fast schon 30 Jahren gelernt, nicht zuletzt im Tourismus. Es war und ist nicht immer einfach, aber unser Erfolg als Urlaubsland zeigt: Es geht und es lohnt sich. Lassen Sie uns auch in Zukunft dafür gemeinsam arbeiten, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Tourismusland bleibt. Die Landesregierung steht an der Seite der Branche und ihrer Beschäftigten.“

Meyer: Mit Gastlichkeit im Tourismuswettbewerb punkten

Rostock – Der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, hat heute am Schlusstag die Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Catering GastRo in der Rostocker Hansemesse besucht.

„Gastronomie und Hotellerie haben sich dieses Mal wieder sehr gut präsentiert. Für ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es sehr wichtig, dass wir diese Messe haben“, erklärte Meyer nach seinem Messerundgang. In diesem Jahr hätten 260 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert – von der Innen- und Außeneinrichtung für Hotels und Restaurants über die Großküchentechnik bis hin zu exklusiven Lebensmittelangeboten

„Gastfreundlichkeit und Gastlichkeit sind ein wichtiger Punkt im Wettbewerb der Tourismusregionen. Und es kann auch zur Identität im eigenen Land beitragen, wenn die Gastronomen im Land ihren Gästen erstklassige Angebote machen“, sagte der Staatssekretär weiter, der zugleich auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist.

Ein Trend sei klar erkennbar: „Regionalität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Viele Gäste legen Wert auf regionale Produkte. Frisch und gesund soll es sein“, sagte Meyer. „Darauf müssen sich Hotellerie und Gastronomie im Land noch besser einstellen.“

Im Zuge seines Rundgangs wirkte Meyer auch in der Jury eines Start-Up-Pitches mit, bei dem sich 6 junge Unternehmen aus der Branche präsentierten. „Ich finde es gut, dass die GastRo auf diese Weise jungen Unternehmen aus der Branche eine Bühne bietet. Das ist vorbildliche Nachwuchsarbeit“, lobte Meyer.

Wirtschaftsminister stellt Landestourismuskonzeption vor

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag die neue Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) vorgestellt. „Mit der Konzeption werden die zentralen Stellschrauben für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren benannt, die eine auch künftig erfolgreiche touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Reisenden, der Beschäftigten und der Bevölkerung verändern sich, neue Qualitätsdefinitionen etablieren sich im Markt. Deshalb ist es wichtig, noch flexibler auf diese Herausforderungen zu reagieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Landestourismuskonzeption ist im Kabinett verabschiedet worden.

Die neue Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken. Sie verfolgt mit der Ermittlung und Beschreibung der Strategie- und Zukunftsfelder einen übergreifenden problemlösenden Ansatz. Die strategischen Felder sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung. „Hier ist mit dem erfolgreichen Auftritt als Partnerland auf der diesjährigen ITB schon ein Zeichen gesetzt worden“, sagte Glawe. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“, „Innovation und Qualität“ werden die Arbeitsschwerpunkte benannt. „Diese klare Fokussierung setzt die Klammer um alle Aktivitäten. Die verantwortliche – auch finanzielle – Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Die Verabschiedung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung. Diese muss als Daueraufgabe verstanden werden mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf diese flexibel zu reagieren“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

„Die Konzeption verfolgt neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung (Investitionspauschale), einen Paradigmenwechsel bei der Förderung (hin zu mehr Unterstützung der Aktiven), diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen, will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze bleiben Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Hierfür ist ein sehr intensiver Diskussionsprozess aller Beteiligten erforderlich“, sagte Glawe.

„Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein“, erläuterte Glawe. Für die Aufgaben des Umsetzungsmanagements – Fachforen, Veranstaltungen, Online-Portal, Monitoring, Evaluation – sowie die Einrichtung von zwei Stellen sind für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren insgesamt 660.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt worden.

Ein Steuerungsgremium soll das Umsetzungscontrolling übernehmen. Den Vorsitz hat das Wirtschaftsministerium. Auf Seiten der Landesregierung gehören die Staatskanzlei, das Energieministerium und das Innenministerium dem Gremium an. Darüber hinaus sind der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sowie regionale Interessenvertreter für Küste und Binnenland und Vertreter der Branche dabei.

Die Landestourismuskonzeption gilt für das gesamte Urlaubsland, sie akzeptiert und berücksichtigt aber die regionalen Unterschiede, insbesondere zwischen dem Küstengebiet und den ländlichen Regionen, aber auch auf Ortsebene. „Das verantwortliche Miteinander der touristischen Akteure im Land stärken und Kooperationen weiter auszubauen ist ein Ziel bei der Umsetzung dieser Konzeption für eine Branche mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist dabei: Diese Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist kein statisches Ergebnis mit einer Gültigkeitsdauer von x Jahren. Sie ist vielmehr als Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung zu verstehen“, forderte Glawe. Dazu gehöre es auch, die Analyseergebnisse immer wieder zu hinterfragen, die gesetzten Schwerpunkte bei Bedarf anzupassen und die abgeleiteten Maßnahmen gegebenenfalls neu zu priorisieren oder zu ergänzen.

Die Politik – Land, Landkreise, Gemeinden – verbessert dafür die Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist in Zeiten wachsender Vernetzungen und von Wechselwirkungen insbesondere ein Mehr an fachübergreifender Koordination. Die Tourismusbranche wiederum – Tourismusorganisationen, Verbände und Betriebe – muss ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern. „Die strategischen Überlegungen und die konkreten Maßnahmen können nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn alle Beteiligten im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern an einem Strang ziehen“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Die Konzeption ist unter großer Beteiligung im gesamten Land und einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Insgesamt sind bei der Verbandsanhörung 30 Stellungnahmen eingegangen. Hierzu zählen Tourismusverbände auf Landes- und regionaler Ebene, Fachverbände wie Landurlaub und Bäderverband, Kammern und Unternehmensverbände, DJH, Gewerkschaften und Naturschutzorganisationen, Kreise und große Städte, Architektenkammer und BioCon Valley.

Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen wie dem Einzelhandel bei. Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Das ist jeder sechste Beschäftigte in MV. Die Tourismusintensität erreichte 2017 in MV einen Wert von 18.514, das bedeutet 18.514 gewerbliche Übernachtungen (incl. Camping) bezogen auf 1.000 Einwohner (2010: 16.760), der mit Abstand höchste Wert in Deutschland (unter 5.000) und auch im europäischen Maßstab ein Spitzenwert.

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung im Bereich Camping. Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern.