Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht M-V

Rostock – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister.

Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Entwurf der Landestourismuskonzeption im Kabinett vorgestellt

Schwerin – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag den Entwurf der neuen Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Kabinett vorgestellt.

„Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den führenden Urlaubsländern in Deutschland. Um diese Position angesichts einer bundesweit und international äußerst dynamischen Branche und sehr aktiven Mitbewerbern halten zu können, muss der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern innovative Impulse setzen. Wir haben ein mutiges und innovatives Konzept vorgelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. „Die Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren. Sie ist in einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen, sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Die starke und verantwortliche Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt.“

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Ihre Erarbeitung folgt einer Analyse- und Evaluationsphase, deren Ergebnisse 2016 veröffentlicht wurden.

„Die Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist ein Grundpfeiler für alle Akteure des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Die klare Fokussierung auf wenige, zentrale Zukunftsfelder im Rahmen der Konzeption bildet die Klammer um alle Aktivitäten“, erläuterte Glawe. „Die Beteiligung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung und muss als Daueraufgabe verstanden werden, mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf sie flexibel zu reagieren.“

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung der neuen Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern wurden als grundlegende Strategiefelder Nachhaltigkeit,
Digitalisierung und Internationalisierung festgelegt.

Mit den Zukunftsfeldern

Feld 1: Touristischer Arbeitsmarkt
Feld 2: Organisation und Finanzierung des Tourismus
Feld 3: Tourismusbewusstsein und Akzeptanz
Feld 4: Infrastruktur und Mobilität
Feld 5: Innovation und Qualität

werden die Arbeitsschwerpunkte benannt und Leitplanken des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gesetzt.

Ein Steuerungsgremium der Landesregierung unter Federführung des Wirtschaftsministeriums wird die strategischen Schritte und Schwerpunkte bei der Umsetzung der Konzeption festlegen und die Zielerreichung begleiten.

Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt im Wirtschaftsministerium die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein. Zudem agiert das Umsetzungsmanagement als Impulsgeber und Netzwerker in den definierten Strategiefeldern.

Rund 131.000 Beschäftigte sind in den Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 4,1 Milliarden Euro und bildet damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. „Der Tourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und Beschäftigungsmotor. Er ist ein wesentlicher Teil der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Damit dies so bleibt, muss er stetig weiterentwickelt werden. Um im Wettbewerb weiter vorn mithalten zu können, müssen wir für unsere Gäste alles ermöglichen, damit sie viele Nächte bleiben und auch gern wiederkommen“, sagte Wirtschaftsmister Harry Glawe abschließend.

Der Entwurf der Landestourismuskonzeption geht nun in die Verbandsanhörung.

Haus des Gastes in Mönkebude nach Um- und Ausbau neu eröffnet

Mönkebude – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Sonnabend (02.06.) das Haus des Gastes der Gemeinde in Mönkebude (Landkreis Vorpommern-Greifswald) offiziell eröffnet. „Mit dem neuen Haus des Gastes ist ein attraktiver Anlaufpunkt für Urlauber und Einheimische entstanden. Neben kompakten Informationen für den Aufenthalt vor Ort und in der Region Stettiner Haff werden auch gemütliche Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Veranstaltungen angeboten. Das umfangreiche Programm für alle Witterungsbedingungen dient auch der touristischen Saisonverlängerung in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

In einem ehemaligen Schulgebäude im staatlich anerkannten Erholungsort Mönkebude waren die touristische Informationsstelle, das Büro des Fremdenverkehrsvereins, die Heimatstube und Veranstaltungsräume seit vielen Jahren angesiedelt. Da die vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten, ist jetzt das Gebäude umgebaut und durch einen Neubau erweitert worden. In dem Schulgebäude befinden sich nun ein Museum, die Touristinformation, ein Ausstellungsraum für regionale Produkte, ein Leseraum mit Bibliothek und ein Spielraum. In das neue Gebäude wurde ein großer Saal integriert (Scheunencharakter). Hier sollen nach Angaben der Gemeinde Ausstellungen, Kabarettveranstaltungen, Käse- und Weinabende sowie Buchlesungen stattfinden. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude einen Seminarraum und öffentliche Toiletten. „Die örtlichen Häuser des Gastes mit ihren vielfältigen Angeboten nehmen in der touristischen Dienstleistungskette eine bedeutende Rolle ein. Deshalb sind Auftritt und Serviceleistungen entscheidend für den ersten Eindruck, den ein Urlauber erhält. In Mönkebude ist es gelungen, ein attraktives Gesamtpaket aus Information und Unterhaltung für Gäste und Einheimische zu schnüren“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für die Neu- und Umbauarbeiten beliefen sich auf knapp 997.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 831.000 Euro.

In Mönkebude gab es im vergangenen Jahr mehr als 3.500 Ankünfte und über 8.000 Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,3 Nächten. In den drei Beherbergungsbetrieben von Mönkebude gibt es 155 Schlafgelegenheiten.

Neuer Rekord: Erstmals mehr als 31 Millionen Camping-Nächtigungen

– Campingbranche mit 2954 Campingplätzen seit vier Jahren im Aufwind, + 42 Prozent in zehn Jahren
– Campingurlauber bleiben länger als andere Gäste und geben in Deutschland rund 1,55 Milliarden Euro aus
– Camping-Bundesland Nr. 1: Bayern mit 5,6 Millionen Nächtigungen gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (4,6 Mio.)

Berlin – Campingurlaube in Zelt und Wohnwagen waren auch 2017 sehr beliebt. Die Campingbranche in Deutschland verzeichnet seit vier Jahren einen stetigen Zuwachs und verbuchte im letzten Jahr einen Rekordwert von 31.051.262 Übernachtungen. Das entspricht einem leichten Zuwachs von 1,86 Prozent gegenüber 2016. In den vergangenen zehn Jahren beträgt der Anstieg rund 42 Prozent. Das hat eine Auswertung des internationalen Reiseportals www.camping.info, das mit 43 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 22.700 eingetragenen Campingplätzen zu den führenden europäischen Informationsquellen für Campingurlaube gehört, ergeben.

Campingurlaube liegen seit Jahren absolut im Trend, freut sich Maximilian Möhrle, Geschäftsführer und neuer Inhaber des Internetportals Camping.Info. Der Berliner hat das ursprünglich in Österreich gegründete Campingportal erst kürzlich übernommen und den Firmensitz nach Berlin übersiedelt. Möhrle sieht auch schon positive Entwicklungen für die diesjährige Campingsaison: „Die Zugriffssteigerung auf unserem Campingportal liegt im zweistelligen Prozentbereich und viele Campingplatzbetreiber berichten über erfreuliche Zuwächse bei Anfragen und Buchungen für die Sommersaison 2018.“ Die Beliebtheit von Campingurlauben spiegelt sich auch in den Zulassungszahlen der Reisemobile. 2017 stieg in Deutschland die Anzahl der angemeldeten Reisemobile um knapp 17 Prozent auf 486.893 Fahrzeuge.

Campingurlauber sind für Deutschlands Tourismusbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn rund 6,76 Prozent der deutschen Gesamtnächtigungen des Jahres 2017 gehen auf das Konto der 2954 deutschen Campingplätze. Die meisten davon befinden sich in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353). Der durchschnittliche Campinggast verweilt 3,3 Tage und bleibt damit länger als die anderen Gäste (2,6 Tage). Befragungen ergaben, dass Campinggäste täglich rund 50 Euro ausgeben. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich durch Campingurlauber jährliche Einnahmen in der Höhe von rund 1,55 Milliarden Euro – Tendenz steigend.

89 Prozent der Campinggäste stammen aus Deutschland

Am beliebtesten sind Deutschlands Campingplätze bei den einheimischen Campern, denn mit rund 89 Prozent an einheimischen Gästen verfügen die deutschen Campingplätze über einen außerordentlich hohen Inländeranteil. Die wichtigsten Gästegruppen aus dem Ausland sind mit 7,3 Prozent die Niederländer, dahinter folgen mit großem Abstand Gäste aus der Schweiz (1,9 Prozent), aus Dänemark (1 Prozent) sowie aus Belgien (0,7 Prozent). Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind Deutschland gefolgt von Italien, Kroatien und Frankreich.

Beliebteste Bundesländer: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen / Hauptmotiv für Camping: Flexibilität

Mit 5,6 Millionen Nächtigungen und einem überdurchschnittlichen Zuwachs von 7,4 Prozent ist Bayern das beliebteste Camping-Bundesland in Deutschland. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (4,56 Mio., – 7,9 Prozent), Niedersachsen (4,42 Mio., + 0,7 Prozent) sowie Baden-Württemberg (4,01 Mio., + 6,43 Prozent). Die größten Jahreszuwächse verzeichneten Bremen (+ 13,21 Prozent) gefolgt von Nordrhein-Westfalen (+ 10,31 Prozent), Sachsen (+ 9,45 Prozent) sowie Sachsen-Anhalt (+ 8,24 Prozent) und Bayern (+ 7,37 Prozent). Gegen den Trend verloren die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (- 7,87 Prozent) und Schleswig-Holstein (- 3,15 Prozent). Dafür verantwortlich könnte der viele Regen im letzten Jahr gewesen sein, der 2017 vor allem im Norden Deutschlands überdurchschnittlich stattgefunden hat.

In einer Umfrage hat Camping.Info die Motive für Campingurlaube ermittelt. Dabei geben 26 Prozent der Camper die örtliche Flexibilität als Hauptgrund für einen Campingurlaub an. Danach folgen: günstiger Urlaub (20 Prozent), zeitlich flexibler (17 Prozent), mein eigenes Bett (16 Prozent), mein eigener Platz und Rasen direkt vor der Tür (10 Prozent).

Starker Trend zur Digitalisierung der Campingbranche

Die Digitalisierung der Campingbranche ist ein Schwerpunkt in der weiteren Entwicklung von Camping.Info. „Die Buchung von Campingurlauben in Europa muss einfacher werden und in Zukunft auch über Internet, Smartphone und Apps rasch und unkompliziert möglich sein“, weiß Campingexperte Möhrle. „Derzeit können auf unserem Portal rund 2300 Campingplätze online gebucht werden. Im letzten Jahr generierten wir mit rund 4000 Online-Buchungen bereits einen Buchungsumsatz im hohen sechsstelligen Bereich für die teilnehmenden Campingplätze.“ Das Buchungsangebot von Camping.Info soll in Zukunft kräftig ausgebaut werden. Geplant ist die Internationalisierung des Buchungsfeatures für Campingplätze in ganz Europa.

Rangliste der Campingübernachtungen 2017 in Deutschland

Deutschland: 31.051.262 Nächtigungen, +  1,86 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren

1. Bayern: 5.616.697 Nächtigungen, + 7,37 % zum Vorjahr, + 38 % in 10 Jahren
2. Mecklenburg-Vorpommern: 4.560.588 Nächtigungen, – 7,87 % zum Vorjahr, + 37 % in 10 Jahren
3. Niedersachsen: 4.421.349 Nächtigungen, + 0,69 % zum Vorjahr, + 44 % in 10 Jahren
4. Baden-Württemberg: 4.011.177 Nächtigungen, + 6,43 % zum Vorjahr, + 46 % in 10 Jahren
5. Schleswig-Holstein: 3.621.743 Nächtigungen, – 3,15 % zum Vorjahr, + 39 % in 10 Jahren
6. Rheinland-Pfalz: 2.551.195 Nächtigungen, + 3,54 % zum Vorjahr, + 43 % in 10 Jahren
7. Nordrhein-Westfalen: 1.833.192 Nächtigungen, +  10,31 % zum Vorjahr, + 66 % in 10 Jahren
8. Hessen: 1.176.349 Nächtigungen, + 4,49 % zum Vorjahr, + 20 % in 10 Jahren
9. Brandenburg: 1.119.974 Nächtigungen, – 0,63 % zum Vorjahr, + 49 % in 10 Jahren
10. Sachsen: 680.366 Nächtigungen, + 9,45 % zum Vorjahr, + 34 % in 10 Jahren
11. Thüringen: 575.664 Nächtigungen, + 3,22 % zum Vorjahr, + 14 % in 10 Jahren
12. Sachsen-Anhalt: 408.988 Nächtigungen, + 8,24 % zum Vorjahr, + 68 % in 10 Jahren
13. Hamburg: 139.831 Nächtigungen, + 1,68 % zum Vorjahr, + 151 % in 10 Jahren
14. Saarland: 128.753 Nächtigungen, – 3,47 % zum Vorjahr, + 42 % in 10 Jahren
15. Berlin: 117.342 Nächtigungen, – 1,57 % zum Vorjahr, + 41 % in 10 Jahren
16. Bremen: 88.054 Nächtigungen, + 13,21 % zum Vorjahr
Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutschlands beliebteste Campingplätze

Jährlich ermittelt das Campingportal www.camping.info auf Basis von Kundenbewertungen die beliebtesten europäischen Campingplätze im Rahmen des „Camping.Info-Award“. In den Top 100 ist Deutschland mit 64 Campinganlagen vertreten. Zu den besten Campingplätzen Deutschlands zählen:

1. Camping Hopfensee / Füssen / Bayern / Europa Nr. 2
2. Panorama & Wellness-Campingplatz Großbüchlberg / Mitterteich / Bayern / Europa Nr. 5
3. Naturcamping Spitzenort / Plön / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 6
4. Campingpark Südheide / Winsen / Niedersachsen /  Europa Nr. 8
5. Am Rosenfelder Strand Ostsee Camping / Rosenfelde-Grube / Schleswig-Holstein / Europa Nr. 9
6. Camping- & Freizeitpark LuxOase / Kleinröhrsdorf bei Dresden / Sachsen / Europa Nr. 10
7. Stadtcamping Schweinfurt / Schweinfurt / Bayern / Europa Nr. 11/ Bester bei Sanitärausstattung
8. Campingplatz Auf dem Simpel / Soltau-Wolterdingen / Niedersachsen / Europa Nr. 13
9. Camping am Deich / Krummhörn-Upleward / Niedersachsen / Europa Nr. 14 / Ideal für Radfahrer
10. Prümtal Camping / Oberweis / Rheinland-Pfalz / Europa Nr. 15

Alle europäischen Top 100 Campingplätze: www.camping.info/award

Weitere Fakten und Trends zu Camping in Deutschland

– Höchster Wert: 2017 verzeichnete die Campingbranche 31.051.262 Nächtigungen
– Niedrigster Wert: 1998 wurden 19.916.840 Nächtigungen registriert
– In Deutschland befinden sich 2954 Campingplätze. Die meisten in Bayern (432), Niedersachsen (390) und Baden-Württemberg (353)
– In Deutschland sind 486.893 Reisemobile zugelassen, ein Zuwachs von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– In Deutschland sind 654.073 Wohnwagen zugelassen, ein Zuwachs von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr
– Reisemobile und Wohnwagen werden immer beliebter, dahinter steckt der Wunsch nach flexibler und kurzfristiger Reiseplanung
– Reisemobilhersteller kommen mit der Produktion kaum hinterher, längere Lieferzeiten und hohe Preise für Gebrauchtfahrzeuge sind die Folge
– Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper sind: Deutschland, Italien, Kroatien und Frankreich
– Trend: Campingtourismus wird für Städte immer wichtiger. Einfache Stellplätze in der Stadtnähe werden immer beliebter
– Campingplätze investieren hauptsächlich in moderne Sanitäreinrichtungen und Wellness
– Der einfache Zelturlaub erfährt eine Renaissance

Modernisierungen am Wasserwanderrastplatz Althagen

Ahrenshoop – Die Gemeinde Ostseebad Ahrenshoop (Landkreis Vorpommern-Rügen) plant am Wasserwanderrastplatz im Hafen von Althagen die Steganlage zu modernisieren. „Der Hafen von Althagen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ausgestattet mit einer Anlegestelle für Fahrgastschiffe, Zeesen- und Fischereiboote lohnt es sich, von dort Touren durch den Nationalpark nach Born, Ribnitz-Damgarten, Zingst und in weitere Häfen der Region zu unternehmen. Mit den Modernisierungsmaßnahmen wird die Infrastruktur vor Ort erheblich aufgewertet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Hafen Althagen befindet sich im Ostseebad Ahrenshoop und liegt auf der Ostseite der Halbinsel Fischland-Darß unmittelbar am Saaler Bodden. Bei den Modernisierungsarbeiten soll ein Teil der vorhandenen Holz-Steganlage zurückgebaut und ein Neubau auf der Achse der bisherigen Anlage errichtet werden, um die Haltbarkeit der Steganlage zu erhöhen. Landseitig ist ein Metallgeländer als Absturzsicherung vorgesehen. Darüber hinaus ist eine Modernisierung des Spülfeldes geplant. Dabei sollen unter anderem Spülfelddämme auf einer Länge von rund 350 Metern erhöht, zwei Auslaufbauwerke als Stahlkonstruktion und eine Umzäunung samt Tor errichtet werden. „Die Investitionen verbessern das maritime und touristische Angebot vor Ort“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für die geplanten Maßnahmen betragen voraussichtlich knapp 1,1 Millionen Euro. Das Land unterstützt bei Vorlage aller Unterlagen die Modernisierung in Höhe von knapp 880.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Im Reisegebiet Fischland-Darß-Zingst gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Januar und Februar 2018 rund 33.200 Gästeankünfte (+8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 149.000 Übernachtungen (+7,8 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 599.000 Ankünfte (+2,2 Prozent) und mehr als zwei Millionen Übernachtungen (+2,4 Prozent).

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. 1.400 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten sind in der Branche tätig. Die Umsätze haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Bäderdienst der Landespolizei eröffnet

Rostock – Im feierlichen Rahmen eröffnete der Minister für Inneres und Europa des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, im Rostocker Stadthafen den Bäderdienst der Landespolizei 2018.

Vom 07. Mai bis zum 11. September 2018 werden insgesamt 202 Beamtinnen und Beamte der Landespolizei den Bäderdienst im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und des Polizeipräsidiums Rostock wahrnehmen. Dies erfolgt durch die Umsetzung von 122 eigenen Beamten und mit der Unterstützung von 80 Bereitschaftspolizisten in den Urlaubsregionen.

„Unseren vielen Sommergästen möchten wir neben anderen Aspekten vor allem auch einen sicheren Urlaub in M-V ermöglichen. Dank der engagierten Beamtinnen und Beamten, die für den Bäderdienst nicht selten auf ihren eigenen Sommerurlaub verzichten, kann unsere Polizei in den Bäderregionen noch viel präsenter sein – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder ganz klassisch mit dem Streifenwagen“, so Caffier.

Neben der konsequenten Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen zielt das Konzept der Landespolizei darauf ab, mögliche Straftaten wie Sachbeschädigungen und Diebstahl, Körperverletzungen oder Landfriedensbruch durch sichtbare Präsenz vielfach schon im Vorfeld zu verhindern.

Mehr Begegnungsmöglichkeiten und Austausch zwischen Bevölkerung und Polizei sind dabei ein sehr willkommener Nebeneffekt. „Unsere Landespolizei legt großen Wert auf den direkten Kontakt zu den Menschen. Weil wir so ein noch besseres Gespür für die Lage bekommen, aber auch, weil für uns der kleine Schnack zwischendurch einfach dazugehört“, erklärte der Minister in seiner Rede.

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Polizeiinspektionen, den Kommunalbehörden und Präventionsräten sowie den regionalen Saisonräten, Campingwirten und anderen Akteuren der Tourismusbranche, welche bereits lange vor Saisonbeginn anfange, habe sich das detaillierte Sicherheitskonzept bereits seit 27 Jahren bewährt, führte Caffier aus. Der guten Vorbereitung und vertrauensvollen Zusammenarbeit sei es zu verdanken, dass statt besonderer Vorkommnisse im Rahmen des Bäderdienstes vielmehr zahlreiche positive Reaktionen auf die Bäderpolizei zurückgemeldet würden.

Untermalt wurde die Rede von Minister Caffier von den Klängen der Dixieland-Jazz-Band des Landespolizeiorchesters, die somit auch den Gästen des MV-Tags 2018 im Rostocker Stadthafen eine kleine Darbietung ihres Könnens präsentierte.

Der Minister nutzte wie Gäste und zahlreiche Besucher auch die Gelegenheit, sich über die präsentierten Fahrzeuge und Einsatzmittel der Polizei zu informieren und mit den Polizeibeamtinnen und –beamten ins Gespräch zu kommen.

Modernisierungen im Hafen des Ostseebades Wustrow geplant

Wustrow – Im Ostseebad Wustrow (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll der Hafen modernisiert und erweitert werden. „Der Hafen in Wustrow ist für Wassersportler und Naturliebhaber ein idealer Ausgangspunkt für Touren am und auf dem Wasser. Jetzt wird die touristische Infrastruktur rund um den am Bodden gelegenen Hafen weiter ausgebaut, um das Angebot für Gäste und Anwohner weiter zu verbessern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Gemeinde Ostseebad Wustrow liegt auf der Halbinsel Fischland zwischen Ostsee und Bodden. Am Hafen gibt es einen Wasserwanderrastplatz mit 35 Liegeplätzen und einen Liegeplatz für Fahrgastschiffe. Jetzt ist unter anderem geplant, die Ufersicherung an der Ost- und Westseite des Hafenbeckens sowie eine Trailerbahn auszubauen. Zudem soll der vorhandene Holzsteg zurückgebaut und durch eine Steganlage in Stahlbauweise mit Holzbohlenbelag ersetzt werden. „Der Hafen ist oftmals Schauplatz maritimer Veranstaltungen wie beispielsweise von Hafenkonzerten, Regatten oder dem Seebrückenfest, die viele Besucher locken. Mit der Modernisierung wird ein Ausflug nach Wustrow noch attraktiver“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen betragen mehr als 2,5 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 2,3 Millionen Euro.

Im Reisegebiet Fischland-Darß-Zingst gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Januar und Februar 2018 rund 33.200 Gästeankünfte (+8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 149.000 Übernachtungen (+7,8 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 599.000 Ankünfte (+2,2 Prozent) und mehr als zwei Millionen Übernachtungen (+2,4 Prozent).

Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Derzeit gibt es 1.400 Unternehmen mit rund 7.000 Beschäftigten in der Branche. Die Umsätze haben sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Saisonauftakt beim Flughafen Heringsdorf

Rudolph: Flughafen ist inzwischen ein Aushängeschild für den Tourismus in Vorpommern

Insel Usedom – Die Linienflugsaison wurde zwar bereits am 14. April mit einer ausgebuchten Canadair CRJ900 der Lufthansa aus Frankfurt/Main eröffnet, aber erst heute wurde der Auftakt mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph und vielen Gästen aus der Tourismusbranche, Wirtschaft und Politik offiziell gefeiert.

„Der Flughafen Heringsdorf ist inzwischen ein Aushängeschild für den Tourismus in Vorpommern. Erreichbarkeit ist heute ein Standortfaktor von zunehmender Bedeutung. Das gilt für die Ansiedlung von Investoren genau wie für Gäste, die in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen wollen. Wir können gemeinsam stolz sein, was wir hier geschafft haben“, betonte der Staatssekretär. Insgesamt werden in diesem Jahr fünf Linien bedient. Nach dem Start des Linienverkehrs am 14. April mit einem Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main folgten am 28. April die Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart. Ab morgen (6. Mai) gibt es dann wieder regelmäßige Flüge aus der Alpenrepublik von Basel über Bern mit der SkyWork Airlines. Ab dem 25. Mai wird Linz in Österreich wöchentlich mit der Austrian Airlines angeflogen. Im vergangenen Jahr nutzten 32.128 Fluggäste den Heringsdorfer Flughafen, davon 19.616 Linienflugpassagiere. Die Lotsen registrierten 2017 insgesamt 4.369 Flugbewegungen.

„Die Zukunft und die weitere Entwicklung des Flughafens in der Region und für das Land sind spannende Themen“, betonten der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Raulin und Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel. „Insofern sind wir sehr froh über die bisherige Unterstützung des Landes und des Wirtschaftsministeriums. Auch in Zukunft sind wir auf diese Hilfe angewiesen, so etwa bei der geplanten Erneuerung der 20 Jahre alten Anflugbefeuerung. Darunter sind die ortsfesten Licht- oder Funksignale zur Navigation bei Start- und Landemanöver zu verstehen“, so Dirk Zabel. Das Wirtschaftsministerium hatte in den vergangenen Jahren die notwendige Kapazitätserweiterung und die Herstellung der notwendigen Sicherheitsstandards mit insgesamt 1,34 Millionen Euro gefördert.

Investitionen in die Zukunft, die sich auszahlen. Eine zunehmende Zahl an Gästen aus dem südlichen und westlichen Ballungszentren Deutschlands sowie aus Österreich und der Schweiz entscheidet sich für die unkomplizierte Anreise per Flugzeug. Die Insel Usedom konnte 2017 1.068.258 Ankünfte und 5.296.492 Übernachtungen verzeichnen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr zwar einem Rückgang von 1,5 Prozent bei den Ankünften und 1,2 Prozent bei den Übernachtungen, stellt jedoch trotzdem das zweitbeste Ergebnis für die Insel nach der Wende dar. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 5,0 Nächten deutlich über dem Landesschnitt von 4,0 Nächten. Mecklenburg-Vorpommern erreichte im Jahr 2017 ebenfalls sein zweitbestes Ergebnis mit 29,7 Mio. Übernachtungen (-1,8 % gegenüber dem Vorjahr) und 7,5 Mio. Gästeankünften (-0,5 % gegenüber dem Vorjahr).

A 20-Umleitung ist nicht gefährdet

Schwerin – Als „unnötige und unbegründete Panikmache“ kritisiert Infrastrukturminister Christian Pegel Medienberichte von heute zu einer Gefährdung der Umleitungsstrecke der A 20 bei Tribsees, möglicherweise gar schon zur anstehenden Urlaubssaison.

„Die Landesstraße L 19 liegt dort seit vielen Jahrzehnten auf den gleichen Torf- und Moorschichten wie die Autobahn und hat mit ihrem Eigengewicht und den Lasten des Verkehrs auf der Straße ebenso lange zu einer Verdichtung der darunter liegenden Bodenschichten geführt. Durch die Beanspruchung des Verkehrs kommt es zu ständigen Hebungen und Setzungen in diesem Bereich der Landesstraße“, so der Minister. „Nicht nur dort, sondern auch an vielen anderen Straßen landes-, republik- und weltweit. Das ist ein Vorgang, der jedem Straßenbauer geläufig – und leicht zu beherrschen ist. Überschreiten die Setzungen ein gewisses Maß, kann das mit dem Aufbringen von Ausgleichsschichten einfach korrigiert werden“, fügt Ronald Normann hinzu, Leiter der Autobahnabteilung im Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

Die Bauweise der L 19 ist nicht vergleichbar mit der der benachbarten A 20, die auf so genannten CSV-Säulen gegründet ist. „Die L 19 ist an dieser Stelle schwimmend auf dem Moorkörper gegründet. Das bedeutet, dass die Bodenschichten unter der Straße ohne zusätzliche Betongründungen oder Ähnliches tragen. Diese Bodenschichten sind aber nicht unveränderlich. Sie bestehen zumeist aus organischen Schichten, die sich durch Druck von oben – etwa durch das Gewicht von Straße und Verkehr – fortwährend geringfügig weiter verdichten und deshalb über Jahrzehnte immer wieder einen geringfügigen Ausgleich erfordern, ohne dass abrupte Abbrüche oder plötzliche Setzungen erfolgen. Das gilt auch für die L 19 in diesem Bereich“, erläutert Ronald Normann.

Durch den Verkehr in den vergangenen Jahren sind die Bodenschichten unter dem Straßenkörper komprimiert worden. Die höheren Lasten in Folge der aktuellen A 20-Umleitung führen nun zu einer ständigen Umlagerung der Schichten, die mit Setzungen einhergeht. „Dies ist, wie gesagt, nicht ungewöhnlich und war so zu erwarten. Die Straßenbauverwaltung kontrolliert diesen Abschnitt deshalb regelmäßig“, wiederholt Normann die Ausführungen, die auch den Autoren der heutigen Medienberichte vorlagen. Im Rahmen dieser vermessungstechnischen Überwachung wurden Setzungen im Millimeterbereich am Fahrbahnrand und im Zentimeterbereich in der Fahrbahnmitte festgestellt. „Das liegt völlig im Rahmen. Ob diese Setzungen in Zukunft gegebenenfalls Ausgleichsmaßnahmen erfordern werden, ist heute noch nicht abzusehen.“ Ronald Normann verweist außerdem auf erneute Messungen heute: „Da hat sich im Vergleich zur letzten Messung Anfang April nichts verändert.“

Die Beschilderung, die im betreffenden Abschnitt der L 19 auf die seit langem bestehenden sichtbaren Fahrbahnunebenheiten hinweist, wurde bereits mit Einrichtung der Umleitung aufgestellt – im Hinblick auf viele zu erwartende ortsunkundige Autofahrer.

„Ziel von Ministerium und Straßenbauverwaltung ist es in jedem Falle, den A 20-Verkehr so schnell wie möglich wieder mittels einer zweistreifigen Behelfsbrücke auf die Autobahntrasse zurückzubringen“, nennt Landesminister Christian Pegel die Prämisse. Ronald Normann ist gewiss: „Bis dahin wird die Landesstraße die Umleitungsverkehre aufnehmen können.“

ITB Berlin 2018: Mehr als eine Milliarde potenzielle Urlauber durch Medien erreicht

Partnerland Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet bisher beste Medienbilanz in der Geschichte der weltgrößten Reisemesse

Schwerin – Noch nie zuvor in der Geschichte der ITB Berlin, der weltweit größten Reisemesse, hat ein Partnerland einen so großen medialen Erfolg erzielen können wie Mecklenburg-Vorpommern: Laut einer Resonanzanalyse des Medienbeobachters Argus Data Insights wurden von Oktober 2017 bis Mai 2018 allein im Messbereich Deutschland mehr als 4.500 Berichte über Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Davon entfielen 2.259 auf Printmedien, 1.848 auf Online-Medien, 345 auf Radio- und 176 auf TV-Sender.

Zusammen ergibt dies eine Bruttoreichweite von mehr als einer Milliarde (1,01 Mrd.) – das heißt, so häufig hatten Menschen in Deutschland potenziell Zugriff auf die Berichterstattung über Mecklenburg-Vorpommern anlässlich der Reisemesse. Um dieses Ergebnis zu erzielen, hätten knapp 13 Millionen Euro investiert werden müssen (Anzeigen-Äquivalenzwert). Mit diesem Ergebnis rangiert Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze aller bisherigen Partnerländer der ITB Berlin. In den vergangenen fünf Jahren bewegten sich die Bruttoreichweiten der Partnerländer im Bereich zwischen 200 und 300 Millionen.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe sagte: „Die ITB Berlin hat gezeigt, wie enorm wichtig es ist, dass Mecklenburg-Vorpommern auf die touristischen Vorzüge vor allem auch international aufmerksam macht. Intensives Marketing ist ein elementarer Baustein für den Erfolg des Tourismus. Wir müssen stetig um neue Gäste werben und auch Gründe zum Wiederkommen liefern. Deshalb werden wir auch weiter überregional für unser Land werben. Die große Resonanz ist ein Erfolg intensiver Anstrengungen. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, fügte hinzu: „Das Medienecho zur ITB Berlin war enorm und ist in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung: Erst wenn Mecklenburg-Vorpommern auf den Radaren der Reiseveranstalter und Tourismusexperten erscheint, kann sich überhaupt ein Widerhall ergeben.“

Die Bandbreite der Medienpräsenz reichte von der Live-Berichterstattung des NDR-Fernsehens von der Eröffnungsgala am Vortag der Reisemesse, an der unter anderem die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der neue Generalsekretär der World Tourism Organization (UNWTO), Zurab Pololikashvili, die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig, der DJ und Musikproduzent Felix Jaehn und der Percussionist und Komponist teilnahmen, über Reiseberichte etwa in der Berliner Morgenpost zu Geheimtipps zwischen Ostseeküste und Seenplatte bis hin zum Länderreport bei DLF Kultur. Anlässe für die Berichterstattung waren weiterhin die Platzierung von 100 Strandkörben auf der Messe in Verbindung mit der Social-Media-Aktion #mymvmoment, die Auftritte Mecklenburg-Vorpommerns beim 1. Berlin Travel Festival für die junge Reisegeneration sowie bei Fachforen wie dem ITB Kongress oder dem „ITB Buyers Circle“.

Eröffnung des Hauses des Gastes im Ostseebad Zinnowitz

Zinnowitz – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag gemeinsam mit kommunalen Vertretern sowie Gästen aus Verwaltung und Wirtschaft das Haus des Gastes in Zinnowitz (Insel Usedom) eröffnet. „Die umfangreichen Investitionen haben sich gelohnt. Mit dem Haus wird die Attraktivität des Ostseebades weiter erhöht. Die neue Begegnungsstätte ermöglicht zusätzliche Angebote insbesondere in der Vor- und Nachsaison. Es ist ein moderner Treffpunkt für Gäste und Einheimische gleichermaßen entstanden. Die Bedingungen haben sich vor Ort deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe (zweiter von links) hat das „Haus des Gastes“ im Ostseebad Zinnowitz offiziell eröffnet. Fotoquelle WM

„Mit dem baulichen und räumlichen Zuwachs zur bisherigen Kurverwaltung hat jetzt der gesamte Service Platz im Haus. Im Obergeschoss sind zudem ein Kreativraum als zusätzliches Angebot, saisonverlängernde Maßnahme und witterungsunabhängiges Angebot und ein kleiner Saal entstanden, in dem bei Veranstaltungen 70 bis 80 Personen Platz finden werden. Das fehlte bisher in Zinnowitz“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Bei dem Vorhaben sind unter anderem der Gäste- und Verwaltungsbereich getrennt worden. Verkehrsflächen, wie Vorräume, Flure und Treppen wurden vergrößert. Darüber hinaus sind zusätzliche sanitäre Anlagen sowie Büro- und Lagerflächen entstanden. Im Gebäude wurde ein Aufzug gebaut.

Darüber hinaus wurde das Haus des Gastes mit dem dreistufigen Qualitätsmanagementsystem „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert. Wirtschaftsminister Glawe hat gemeinsam mit kommunalen Vertretern im Foyer das Siegel enthüllt. „Das Gütesiegel hilft Unternehmen und Einrichtungen wie Häusern des Gastes, ihren Service weiter zu entwickeln und zu verbessern. An dem „Q“-Siegel kann der Gast erkennen, dass auf Grundlage der Gästeerwartungen kontinuierlich und intensiv an der Perfektionierung der ServiceQualität hier vor Ort gearbeitet wird“, erläuterte Glawe weiter.

Weiterhin verfügt Zinnowitz über das Siegel „Reisen für Alle“. „Bei der Errichtung des Haus des Gastes in Zinnowitz wurde großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt. So bietet das Haus des Gastes nicht nur bauliche Vorteile für Menschen mit körperlichen Behinderungen, sondern geht auch auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen ein.

Das Ostseebad Zinnowitz ist ein positives Beispiel für einen barrierefreien Urlaub entlang der touristischen Servicekette. So bietet das Ostseebad neben entsprechenden Unterkünften auch spezialisierte Transporte und zwei behindertenfreundliche Strandzugänge an. Die wassertauglichen Strandrollis ermöglichen es Urlaubern mit Behinderungen sogar ins Wasser zu kommen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Das Wirtschafts- und Tourismusministerium hat die Errichtung des Hauses des Gastes über die Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 602.000 Euro unterstützt. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte abschließend den Planern, Architekten, Bauleuten und der Kommune für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens.

Meyer: „Neue Saison, neue Ideen: Mehr Mut zum Tourismus!“

Stralsund – Der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer hat anlässlich des Saisonauftakts der Tourismuswirtschaft heute in Stralsund dazu aufgerufen, optimistisch in die neue Saison zu gehen: „Mecklenburg-Vorpommern ist in guter Form und blickt optimistisch auf eine erfolgreiche Sommersaison 2018.“

Auf der ITB habe sich das Land hervorragend präsentiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich dem internationalen Publikum von seiner besten Seite gezeigt. Wir haben unser Ziel erreicht, Mecklenburg-Vorpommern als ein modernes, freundliches und weltoffenes Land zu zeigen, in dem es sich nicht nur gut Urlaub machen lässt, sondern in dem es eine attraktive Tourismusbranche mit guten Chancen gibt.“

Aber gute Messeauftritte allein genügten nicht. „Tourismus zukunftsfähig zu machen heißt nicht, immer nach neuen Rekorden zu schielen. Wichtig ist es, in Qualität zu investieren, den Service weiter zu verbessern, gutes Personal zu finden und mit neuen Ideen und Angeboten zu punkten“, so Meyer, der auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist.

Meyer: „Wir brauchen mehr Mut und dürfen uns nicht auf das verlassen, was in den vergangenen Jahren funktioniert hat. Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern muss mehr innovative Impulse senden. Dem dient auch die Landestourismuskonzeption, die die Fortschreibung der Tourismuskonzeption aus dem Jahr 2010 ersetzt und sich gegenwärtig in der Abstimmung befindet.“ Sie solle dazu beitragen, Potenziale der Branche gemeinsam besser nutzen zu können.

Der Staatssekretär plädierte dafür, offen über ein Tourismusgesetz für Mecklenburg-Vorpommern zu diskutieren. „Wir wären die ersten in Deutschland, die damit der herausragenden Bedeutung des Tourismus in unserem schönen Bundesland gerecht würden.“ Tourismusregionen wie Kärnten und Südtirol nutzen dieses Instrument bereits erfolgreich.

„Müritz rundum“-Ticket: Kurkarte gilt als Busfahrschein für Müritz-Region

Waren(Müritz) – Als „beispielgebend“ würdigte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt MV, Dr. Till Backhaus, auf dem Tausend-Seen-Forum des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte das am 1. April 2018 gestartete Projekt der LEADER-geförderten Lokalen Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte-Müritz. Das Schlüsselprojekt mit dem mit dem Titel „Müritz rundum“ ermöglicht Gästen des Landkreises das kostenlose Busfahren mit der Kurkarte. Übernachtungsgäste in Waren (Müritz), Klink, Röbel/Müritz und Rechlin können ihre gültige Kurkarte als Freifahrtticket für ca. 90 Buskilometer im Stadtverkehr und rund um die Müritz nutzen. Die vier Kurorte erhöhten ihre Kurtaxe dafür um 50 Cent.

Für das „Müritz rundum“-Ticket, das vom 1. April bis zum 30. Oktober gilt, wurde das Bus-Liniennetz verdichtet und erweitert; in Waren (Müritz) wurde eine Stadtbuslinie eingerichtet. Die Verkehrsbetriebe wurden mit Fahrradanhängern, Kartenlesegeräten und Fahrgastinformationssystemen ausgestattet; das Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe erhielt einen Mobilitätsmanager, der Tourismusverband MSE wird personell und finanziell gestärkt.

„Ziel des Projektes ist es, Touristen und auch Einheimische dafür zu gewinnen, ihre Fahrzeuge öfter stehen zu lassen und den Nahverkehr zu nutzen. Damit wird die touristische Mobilität in der Region rund um die Müritz verbessert. Auch der Müritz-Nationalpark ist jetzt besser zu erreichen“, erklärte der Minister.

Bei der weiteren Umsetzung des Projektes – geplant ist die Ausweitung des Freifahrttickets in weitere Regionen der Mecklenburgischen Seenplatte – sei auch die Politik gefragt, so Minister Backhaus. Er erneuerte seine Forderung an den Bund nach einem „grünen Soli“, einem angemessenen Kostenausgleich für Mecklenburg-Vorpommern, das als finanzschwaches Bundesland mit 2 Prozent der Landesfläche den höchsten Flächenanteil an Nationalparks zu unterhalten hat; der Bundesschnitt liegt bei 0,6 Prozent. Er schlug außerdem eine Öffnung und Weiterentwicklung des Kommunalabgabegesetzes für Gemeinden vor, die derzeit keine Kurabgabe erheben können.

Backhaus unterstrich die Bedeutung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte als „eine der tragenden Urlaubsregionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern“. Der flächenmäßig größte Landkreis in MV – er ist gut doppelt so groß wie das Saarland – verfügt mit der Mecklenburgischen Seenplatte über 1117 natürliche und weitgehend miteinander vernetzte Seen. Der im Landkreis gelegene Müritz-Nationalpark mit dem UNESCO-Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ ist der größte landseitige Nationalpark Deutschlands; vier Naturparks bieten insgesamt mehr als 1.500 Streckenkilometer Rad- und Wanderwege. 30 Prozent der Fläche des Landkreises – das entspricht 166.600 Hektar – sind Landschaftsschutzgebiet. 19.000 Hektar des Landkreises sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

„Dieses Gesamtpaket der Naturlandschaften ist das Aushängeschild der Region und bietet die wesentliche Grundlage für den naturgebundenen Tourismus“, so Minister Backhaus. „Unsere Naturlandschaften tragen maßgeblich zum Erfolg der Tourismusbranche bei.“

Im Jahr 2016 kamen die Beherbergungsbetriebe im gesamten Land insgesamt auf rund 7,6 Millionen Gäste mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen. Eine bundesweit beachtete Studie der Universität Würzburg belegt allein für die drei Nationalparks in MV jährlich über 5,8 Millionen Besucher, die einen Umsatz von 357,7 Millionen Euro generieren. 185,6 Millionen Euro davon verbleiben als direkte Einkommenseffekte in den Nationalparkregionen, das entspricht rund 1.630 Euro je Hektar Nationalparkfläche.

Tausend Seen Forum in Rechlin

Rechlin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Rechlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) die Umsetzung eines kurkartengestützten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) begrüßt. „Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und geht mit gutem Beispiel voran. Es ist eine kluge Idee, wenn Gäste und Einheimische verstärkt auch ohne Auto die Region erkunden können. Mit dem Nahverkehr sowie dem Fahrrad stehen hervorragende Alternativen zur Verfügung. Das macht den Urlaub insgesamt noch mobiler und schont auch die Umwelt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag im Rahmen des Tausend Seen Forums.

Seit Anfang April gibt es die kurkartenfinanzierte Gästekarte „Müritz rundum“. Gäste in Waren, Klink, Röbel und Rechlin erhalten nach Zahlung der Kurabgabe diese Gästekarte vom Vermieter beziehungsweise vom jeweiligen Beherbergungsbetrieb ausgehändigt. Sie können damit kostenlos per Bus die Müritz umrunden sowie den Stadtverkehr von Waren nutzen. „Eine Ausdehnung des Geltungsbereiches dieser Gästekarte auf weitere Regionen der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein nachhaltiges Ziel“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Außerdem wird ein weiteres Bus- und Bahnticket mit einer Gültigkeit von April bis Oktober eingeführt. Das Ticket gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und kostet 17,00 Euro. „Es bündelt eine durchgehende, touristische Basismobilität zwischen Feldberg und Malchow und trägt damit zu einer Entlastung des Verkehrs bei“, so Glawe. Auch auf Fischland-Darß-Zingst sowie auf der Insel Rügen wird an Mobilitätslösungen gearbeitet. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im vergangenen Jahr 978.300 Ankünfte (-0,5 Prozent im Vergleich zu 2016) und rund 3,5 Millionen Übernachtungen (+0,3 Prozent) verzeichnet.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte beim Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Unterstützung von Regionalmanagement zur Förderung der Infrastruktur gestellt. „Durch das Regionalmanagement sollen die konzeptionell untersetzten und regionalbedeutsamen Maßnahmen in Projektstrukturen überführt und durch Koordinierung von Regionalinitiativen zur Umsetzung gebracht werden. Auch um das neue kurkartenfinanzierte System etablieren zu können, wird ein Mobilitätsmanager benötigt. Hier wollen wir unterstützen“, so Glawe weiter. Der Minister hat vor Ort eine Zusicherung für das Regionalmanagement übergeben. Hierbei geht es zum einen um die Entwicklung und Vermarktung touristischer Mobilität sowie um das Standortmarketing für Gewerbe- und Industrieflächen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit dem Schwerpunkt Konversionsmanagement. Die Gesamtkosten belaufen sich etwa auf 600.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben voraussichtlich mit rund 450.000 Euro.

Thema war auch die stärkere Zusammenarbeit im Wassertourismus in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Beide Bundesländer verfügen zusammen mit über rund 5.000 Seen über das größte verbundene Wassersportrevier Europas. In Brandenburg sorgt der Wassertourismus derzeit für einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro. In Mecklenburg-Vorpommern beträgt der Bruttoumsatz rund 474 Millionen Euro. „Bootstouristen sorgen für rund 600.000 Übernachtungen im Jahr. Rund 75 Prozent aller Bootsvercharterungen finden in Mecklenburg-Vorpommern statt. Nirgendwo anders sind Vielfalt, Möglichkeiten und Angebot für wasserbezogenen Tourismus größer als in Deutschlands größtem Wassernetzwerk“, sagte Glawe.

Mit der Kampagne „Deutschlands Seenland“ und einem gemeinsamen Internetauftritt (Internet: www.deutschlands-seenland.de) erfolgt eine Fortsetzung der Kooperation mit Brandenburg im Wassertourismus. Unter dem Motto „Dein Sommer – Unser Element“ soll beispielsweise ein Magazin in einer Auflage von mehr als 500.000 Exemplaren bundesweit verteilt werden.

Das Tausend Seen Forum ist eine touristische Fachmesse für die Mecklenburgische Seenplatte, welche die Zusammenarbeit und Kooperation von touristischen Akteuren in der Region vorantreiben soll. Ziel ist es auch, eine noch bessere Vernetzung der vielfältigen Angebote der Mecklenburger Seenplatte zu gewährleisten und weiterzuentwickeln. In Fachvorträgen und Workshops werden jährlich an wechselnden Veranstaltungsorten neuste Themen und Ideen präsentiert.

Neues Seminarhotel am Plauer See

Fünfseen – Im Ortsteil Lenz-Süd in der Gemeinde Fünfseen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) entsteht derzeit ein neues Tagungshotel. Bauherr und Betreiber ist die Lentzik Domizil GmbH mit Sitz in der Gemeinde Fünfseen. „Mit dem Hotel Lentzik soll sich am Plauer See ein neuer Treffpunkt für spezialisierte Seminare etablieren. Mit einem breit gefächerten Kursprogramm wollen die Betreiber vor allem die Themenbereiche Gesundheit und Kultur in den Mittelpunkt rücken. Mit der Eröffnung des Hotels entstehen mindestens vier neue Arbeitsplätze vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen baut derzeit die ehemalige Ferienanlage des VEB SKET Magdeburg am Ostufer des Plauer Sees um. Die Anlage gliederte sich ursprünglich mit großem Speisesaal, einem Hauptgebäude über zwei Etagen und steht seit 1994 leer. Das Vorhaben beinhaltet die Sanierung und den Umbau des vorhandenen Gebäudes unter Beachtung einer bestmöglichen Bestandserhaltung. Geplant ist die Inbetriebnahme des Objektes als Seminarhotel (garni) mit insgesamt 17 Zimmern und einem Multifunktionssaal. Die angebotenen Schulungen betreffen den Gesundheitsbereich (Anti-Stress- und Fastenkurse), Motivationstraining und Themen im Kulturbereich (Kunstausstellungen, Vorlesungen, Theaterworkshops). Die Eröffnung ist nach Angaben des Unternehmens für Mai vorgesehen. „Mit dem Hotel wird das Angebot in der Mecklenburgischen Seenplatte um eine attraktive Komponente erweitert. Die Kursteilnehmer lernen während der Schulungen die Region kennen und kommen später vielleicht als Urlauber zurück. Das stärkt den Tourismus in ländlichen Regionen“, sagte Glawe.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis November 2017 knapp 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 4,1 Millionen Übernachtungen. In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt wurden im gleichen Zeitraum knapp 7,2 Millionen Ankünfte und knapp 28,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet.

Die Gesamtinvestition des Errichtungsvorhabens beträgt knapp 1,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 383.000 Euro.