B 104: Letzte Radweg-Lücke zwischen Pasewalk und Polen wird geschlossen

Pasewalk – Heute (19. September 2017) beginnt mit der Erneuerung von Durchlässen der Bau eines neuen Radwegs an der B 104 zwischen den Ortslagen Zerrenthin und Rossow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die 2,85 Kilometer sind der letzte noch fehlende Abschnitt der Radverbindung an der Bundesstraße zwischen Pasewalk und der polnischen Grenze. Mit Fertigstellung voraussichtlich zur Jahresmitte 2018 können die Radler die Strecke von etwa 20 Kilometern durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg zurücklegen.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung von ca. 6.175 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 644 Lkw, zwischen Löcknitz und Pasewalk (Stand 2015) ist dieser straßenbegleitende Radweg für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Er wird in 2,50 Metern Breite überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. In der Ortslage Zerrenthin und in einem kleineren Abschnitt wegen der Baugrundverhältnisse wird der Radweg gepflastert.

Als Ausgleichsmaßnahme werden 303 Winterlinden als durchgehende Allee gepflanzt, dazu weitere 54 Bäume als Ausgleich für den bereits fertiggestellten Abschnitt zwischen Rossow und Löcknitz. Dort war nicht genug Platz für die Ausgleichspflanzung. Gleichzeitig werden zum Schutz von Autofahrern und Bäumen Schutzplanken am Fahrbahnrand errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen einschließlich Grunderwerb und Erneuerung von Durchlässen etwa 872.000 Euro. Davon entfallen ca. 647.000 Euro auf den Radweg. Die Kosten werden bis auf den Eigenanteil der Gemeinde Zerrenthin für den Gehweg in Höhe von knapp 37.000 Euro entlang der Ortsdurchfahrt vom Bund finanziert.

Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Lüssow – Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben.

„Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen.

Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe.

„Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Land plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Förderung des Radverkehrs

Rostock – Am Donnerstag (14.09.2017) übergibt Infrastrukturminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 80.000 Euro in der Hansestadt Rostock für das Projekt „MV steigt auf! Gemeinsame Initiative fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen und des Landes M-V zur Förderung der Nahmobilität“.

Stellvertretend für den Initiativkreis zur Gründung einer Arbeitsgruppe fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) werden Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus, Neustrelitz‘ Bürgermeister Andreas Grund und der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Mecklenburg-Vorpommern, Martin Elshoff, den Bescheid entgegennehmen.

Ziel der gemeinsamen Initiative von fußgänger- und fahrradfreundlichen Kommunen und dem Land Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem die Förderung des Radverkehrs. Interessierte Städte und Gemeinden sowie Verbände sollen in der AGFK vernetzt werden und mit gemeinsamen Kampagnen den Radverkehr voranbringen.

Durch eine Arbeitsgruppe können die Kompetenzen in den Kommunen gebündelt und ausgebaut, das Bewusstsein für das Radfahren gestärkt, neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Ein Vorteil des Netzwerks besteht darin, dass die Städte von den Erfahrungen anderer Mitgliedstädte profitieren und ihre Arbeit besser untereinander abstimmen können. Das konzentrierte Fachwissen ermöglicht u.a. eine fachlich qualifizierte Planung und Antragstellung beim Radwegebau.

In anderen Bundesländern hat sich ein solches Netzwerk bereits bewährt. Die Fördermittel sind eine Anschubfinanzierung und stammen aus dem Landestitel „Verbesserungen der Mobilität“.

Kampagne „Europa in meiner Region“ in Malchin

Malchin – Im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag in Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) über die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes „Koester´s Eck“ informiert.

„Hier am Hafen können Anwohner, Besucher und Wassersportler unmittelbar erleben, wie der Einsatz europäischer Mittel für uns alle erlebbar wird. Die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes verbessert die touristische Infrastruktur der Region, verschönert das Stadtbild und verbreitert die Möglichkeiten für Aktivitäten am und auf dem Wasser. Das ist ein Gewinn für uns alle“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Vielerorts ist in Mecklenburg-Vorpommern etwas entstanden, was ohne Unterstützung der EU nicht ermöglicht worden wäre. Die Staatengemeinschaft trägt auch entscheidend dazu bei, die Arbeits- und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen.“

Der Wasserwanderrastplatz „Koesters Eck“ liegt rund 500 Meter vom Stadtzentrum (am Beginn der schiffbaren Peenewasserstraße) entfernt. Er ist im Jahre 2000 errichtet worden. In den letzten Jahren hat der Wasserwanderrastplatz eine große Bedeutung für die Verbindung der Müritz-Region mit dem Gebiet der Mecklenburgischen Schweiz und der Vorpommerschen Flusslandschaft bis hin zum Haff-Ostseeraum bekommen.

Das zeigt sich auch in den Besucherzahlen: Von Januar bis Juni diesen Jahres gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte knapp 409.000 Ankünfte (+8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 1,3 Millionen Übernachtungen (+8,8 Prozent). „Der Wassersport als Freizeit- und Urlaubsgestaltung hat in den vergangenen Jahren immer mehr Freunde gefunden. Um stetig attraktive Angebote bereit zu halten, unterstützten wir die Städte und Gemeinden bei ihren Investitionen auch mit Hilfe der europäischen Fördermittel“, sagte Glawe.

Der Wasserwanderrastplatz ist im Zuge des Vorhabens auf 40 Liegeplätze ausgebaut worden. Zudem ist eine Verlängerung der Spundwand erfolgt sowie eine Promenade mit Sitzbänken, Infotafeln und Spielgeräten angelegt. Die Gesamtkosten der Erweiterung betragen knapp 1,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro.

„Der Ausbau der touristischen Infrastruktur bedeutet, die Tourismusbranche weiter zu stärken und das Land Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver für Besucher zu gestalten. Das ist auch ein Beitrag, lokale Produkte bekannter und heimische Dienstleistungen noch intensiver zu vermarkten“, sagte Glawe. Mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurden im Amtsbereich Malchin beispielsweise die Erweiterung der Betriebsstätte bei der Cargill Deutschland GmbH, die Errichtung eines Biomasseheizwerkes und der zweite Bauabschnitt des Radwanderweges von Neukalen nach Salem realisiert.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kampagne „Europa in meiner Region“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Mit den Mitteln aus den europäischen Strukturfonds haben wir die Möglichkeit, in Mecklenburg-Vorpommern mehr Arbeitsplätze zu schaffen, Bildungschancen zu erhöhen, ländliche Gebiete zu schützen und mehr Infrastruktur anzubieten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern“, sagte Glawe.

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung.

Tourismus legt im ersten Halbjahr leicht zu

Schwerin – Unter schwierigen Bedingungen legt die Tourismusbranche im 1. Halbjahr 2017 noch einmal leicht zu und erreicht auch in den Sommermonaten Juli und August ein insgesamt gutes Ergebnis.

Laut aktuell veröffentlichter Zahlen des Statistischen Amtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern 11,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,9 Prozent mehr als im bislang stärksten Jahr 2016. Allerdings bleibt das Wachstum im Nordosten hinter dem für Deutschland ausgewiesenen Zugewinn von 3,2 Prozent bei Gästeübernachtungen zurück. Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, sagte: „Wir haben weiter Zuwächse bei Übernachtungen und Gästen. Die Entwicklung ist so, dass wir für das diesjährige erste Halbjahr sogar einen Übernachtungs- und Gästerekord vermelden können. Das ist – vor allem wegen der Sturmflut im Januar und auch dem ansonsten bislang eher durchwachsenen Wetter – ein insgesamt gutes Ergebnis. Touristische Rekorde sind keine Selbstverständlichkeiten. Ich halte es dennoch für realistisch, dass wir das bisherige Top-Ergebnis aus 2016 trotz der Wetterkapriolen in diesem Jahr halten beziehungsweise leicht verbessern. Jeder Zuwachs ist hart erarbeitet. Deshalb gilt mein Dank vor allem den Unternehmen, Touristikern, Gastronomen und Kommunen. Sie alle tragen zu einem tollen Aufenthalt im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bei.“

Der Vorsitzende des Landestourismusverbandes, Wolfgang Waldmüller, ergänzte: „Die Branche hat die Herausforderungen im ersten Halbjahr und insbesondere im teils verregneten Sommer angenommen, sich robust, leistungsstark und flexibel gezeigt und damit ein insgesamt gutes Ergebnis erreicht. Vielerorts habe es einen höheren Aufwand bei der Organisation von Veranstaltungen, bei der Gästebetreuung und auch beim Management von Beschwerden gegeben, die bei schlechterem Wetter erfahrungsgemäß zunehmen würden“, erklärte Waldmüller. Von der mäßigen Witterung profitiert hätten hingegen Museen und Erlebniseinrichtungen, die teilweise starke Zuwächse vermelden.

Die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz (+7,0 Prozent), Usedom (+2,2 Prozent) sowie das Vorpommersche Festland (+0,6 Prozent) stützen das Wachstum von Januar bis Juni. Leichte Rückgänge gab es an der Mecklenburgischen Ostseeküste (-0,2 Prozent), auf der Insel Rügen und in Westmecklenburg (jeweils -0,8 Prozent). Die signifikantesten Rückgänge muss die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verkraften (-4,6 Prozent). Alle Städte des Urlaubslandes konnten wiederum Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verzeichnen. Wismar liegt dabei mit einem Zuwachs von 15,2 Prozent an der Spitze. Auch die Hansestädte Greifswald (+9,2 Prozent), Stralsund (+2,7 Prozent) und Rostock (+2,2 Prozent) legten merklich zu. Die Landeshauptstadt (+2,4 Prozent) sowie die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg (+3,7 Prozent) verzeichneten ebenfalls positive Übernachtungszahlen.

Abgesehen von den Ferienunterkünften (-2,1 Prozent) bewegten sich im ersten Halbjahr alle statistisch erfassten Unterkunftsarten im positiven Bereich. Zulegen konnten insbesondere die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (+2,9 Prozent), die Hotels (+1,8 Prozent) sowie die Campingplätze (+1,4 Prozent). Der Camping-Bereich wurde vor allem vom starken Juni-Ergebnis angetrieben, mit dem der Juni des Vorjahres um 17 Prozent übertroffen wurde. „Camping ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Ausbau einer modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang steht. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden. Durch moderne Ausstattung und Infrastruktur können inzwischen auch Schlechtwetterphasen teilweise überbrückt werden. Die Branche hat sich erfolgreich wettbewerbsfähig aufgestellt“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe weiter.

Teils empfindliche Rückgänge muss Mecklenburg-Vorpommern bei Gästeübernachtungen aus dem Ausland verkraften. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden rund 348.000 Übernachtungen von rund 140.000 Gästen verzeichnet – das sind 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Verluste sind unter anderem aus wichtigen Herkunftsländern wie den Niederlanden (-23,1 Prozent), der Schweiz (-5,1 Prozent) und Österreich (-2,7 Prozent) zu verzeichnen. „Das Potenzial aus dem Ausland ist nach wie vor groß. Wir müssen mit langem Atem in die Bekanntheit und in gute Anreiseverbindungen investieren, dann wird sich der internationale Tourismus langfristig positiv entwickeln. Mit dem Engagement beim 50. Suisse Caravan Salon in Bern, bei dem Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr als Partnerland auftritt, wollen wir noch im Herbst ein Zeichen setzen“, erklärte Wolfgang Waldmüller.

Statistische Zahlen für die Sommermonate Juli und August liegen noch nicht vor, jedoch weist eine aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 200 Quartiersanbietern auf einen insgesamt zufriedenstellenden Verlauf der Sommersaison hin: Rund 38 Prozent der Befragten gaben an, während der Sommerferien eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 oder mehr Prozent erreicht zu haben. Rund 40 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent; weitere knapp zwölf Prozent lagen zwischen 50 und 75 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei etwas höher als im Landesinneren. Eine Reihe von Unternehmen beklagte jedoch den im Vergleich zu den Vorjahren spürbaren Rückgang spontan anreisender Gäste, wodurch einige Betten frei blieben. Auch in Quartieren in Lagen abseits der Küste wurden zum Teil weniger Gäste und Übernachtungen gezählt.

Insgesamt lag die Auslastung im Sommer der Umfrage zufolge etwas unter der des Vorjahres (2016: 84,1; 2017: 82,7 Prozent). 8,0 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, besser als im gleichen Zeitraum 2016 gebucht gewesen zu sein; jedoch konstatierten 44 Prozent im Vergleich zu 2016 eine geringere Nachfrage. Ab Mitte des Monats August sank in vielen Betrieben die Auslastung etwas, da in einer Reihe von Bundesländern die Sommerferien endeten.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Umfrage rechnet der Tourismusverband für die Monate Juli und August mit mehr als zwei Millionen Übernachtungsgästen und mehr als zehn Millionen Übernachtungen in den größeren, für die Statistik relevanten Übernachtungsbetrieben. Im Jahr 2016 wurden in den beiden Sommermonaten 10,5 Millionen Übernachtungen von mehr als zwei Millionen Gästen verbucht. Die Werte des Vorjahres werden durch das Ausbleiben von Spontanbuchern jedoch voraussichtlich nicht ganz erreicht.

Die aktuell unsichere Lage in anderen Reiseregionen hat die Nachfrage nur teilweise verstärkt. Knapp 14 Prozent der Befragten verspürten einen entsprechenden Effekt. Hingegen sehen 56 Prozent und damit die meisten der Umfrageteilnehmer aufgrund des Unsicherheitsfaktors keine Auswirkungen. „In einem schweren Wettbewerbsumfeld mit vielen Optionen für sehr bewegliche Reisende ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern weiter gut positioniert. Urlaub im eigenen Land und sichere Reiseziele stehen gut im Kurs. Wir wollen und müssen von unseren Stärken profitieren und nicht von den Schwächen anderer“, sagte Wolfgang Waldmüller.

Stärker als die weltweiten Krisen wirkte sich offenbar das zwischenzeitlich durchwachsene Wetter auf das Sommergeschäft aus. Rund 77 Prozent der Betriebe gaben an, dass Gäste kurzfristig abreisten, rund 75 Prozent bemerkten weniger kurzfristige Buchungen, und rund 37 Prozent verspürten eine Nachfrage nach wetterunabhängigen Freizeitangeboten. Nur auf knapp 17 Prozent der befragten Unternehmen wirkte sich das Wetter nicht nennenswert aus.

Dazu erläuterte Minister Glawe: „Es zeigt sich einmal mehr, dass das Angebotspaket vor Ort stimmen muss. Neben Unterkünften wird das ‚Drum-Herum‘ in einer Region gerade bei unstetigem Wetter immer wichtiger. Hierzu zählen vor allem saisonunabhängige Angebote: Wellness-Angebote in Hotels, abwechslungsreiche Freizeiteinrichtungen, moderne Sportanlagen oder auch Zoos mit ideenreichen Innovationen und Attraktionen. Wir müssen noch stärker ganzjährig attraktiv sein, damit mehr Kurzentschlossene und Spontanurlauber unser Land besuchen – egal ob es regnet oder die Sonne scheint. Deshalb werden wir weiter saisonunabhängige Angebote unterstützen. Das Wetter können wir nicht planen, aber den Aufenthalt durch abwechslungsreiche Angebote so unvergesslich wie möglich in Mecklenburg-Vorpommern machen.“

Besonders die Museen und Erlebniseinrichtungen profitierten in der Saison vom wechselhaften Wetter. So strömten allein am 25. Juli 14.000 Besucher in Ozeaneum und Meeresmuseum in Stralsund – der meist besuchte Tag seit der Eröffnung des Ozeaneums. Ähnliche Auswirkungen der Wettersituation waren im Warener Müritzeum zu verspüren. An Regentagen kamen dreimal so viele Besucher wie sonst üblich. Im Wismarer Badeparadies Wonnemar gab es im Juli 45.600 Besucher, was unter anderem einen erhöhten Personaleinsatz nach sich zog.

Mit abwechslungsreichen Programmideen lockten unabhängig vom Wetter auch in der Saison 2017 viele Open-Air-Veranstaltungen Besucher an. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern vermeldeten zur Halbzeit des Festivals 41.000 verkaufte Tickets, wesentlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2016. 45 Veranstaltungen waren komplett ausverkauft.

Zufrieden mit der noch laufenden Spielsaison ist auch die Vorpommersche Landesbühne. Intendant Wolfgang Bordel: „Wenn man die Augen schließt, klingt Regen wie Applaus – und von beidem hatten wir in diesem Jahr reichlich.“ Die drei Neuproduktionen mit insgesamt an die 90 Vorstellungen von „In Sachen Adam & Eva“ auf der Schlossinsel Wolgast, über „Die Spelunke am Donnerberg“ im Barther Theater Garten bis hin „Vineta – Das Vermächtnis der Wasserfrauen“ in Zinnowitz wurden von den Premieren an vom Publikum angenommen. Aufgrund des wechselhaften Wetters mit viel Starkregen mussten bislang neun Aufführungen abgesagt werden. Insgesamt rechnet die Vorpommersche Landesbühne in dieser Open-Air-Saison mit mehr als 41.000 Zuschauern.

Die Schlossfestspiele Schwerin 2017 des Mecklenburgischen Staatstheaters verzeichneten nach der letzten Aufführung von „West Side Story“ mehr als 32.000 Besucher der insgesamt 24 Vorstellungen. „Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir den Kartenverkauf um mehr als 20 Prozent steigern“, erklärte Lars Tietje, der Generalintendant und Geschäftsführer des Mecklenburgischen Staatstheaters. Die Klassikertage Wismar zählten zu den Aufführungen von „Jedermann“ und „Faust“ in St. Georgen rund 6.200 Besucher und blieben damit nur knapp unter den Zahlen von 2016.

Wirtschaftsminister Glawe machte abschließend auf die Herausforderungen im Tourismus aufmerksam. „Der Tourismus ist ein enormer Wirtschaftsfaktor in unserem Land. Mit der neuen Tourismuskonzeption wollen wir weiter die strategischen Weichen hierfür stellen. Wir wollen gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann. Themenbereiche sind darüber hinaus das Tourismusbewusstsein, die Infrastruktur und Mobilität, der touristische Arbeitsmarkt sowie Qualitätsmanagement und Innovation. Ebenso werden Fragen der Ausstattung und Finanzierung berücksichtigt“, erläuterte Glawe. Die Landestourismuskonzeption soll im Herbst vorgestellt werden. Rund 131.000 Beschäftigte sind in den Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 4,1 Milliarden Euro und bildet damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab.

Die positiven Ankünfte und Übernachtungen täuschen auch laut Wolfgang Waldmüller nicht darüber hinweg, dass es noch eine Menge im Tourismus zu tun gibt. „Wir sind insgesamt noch in einer guten Situation, und wir haben auch ganz aktuell viele gute Beispiele für Qualitätstourismus – zum Beispiel das Dock-inn-Hostel in Rostock, die Planungen für die Erweiterung des Deutschen Meeresmuseums, die Verknüpfung von Kurtaxe und ÖPNV in der Mecklenburgischen Seenplatte, die vom Land geförderten Netzwerke im ländlichen Raum oder das Projekt zum Gesundheitstourismus.“ Zugleich müssten die Signale der Sättigung und zum Teil des Rückgangs in Branche und Politik insgesamt noch ernster genommen werden. „Wir dürfen uns nicht an die Situation gewöhnen, dass andere Regionen innovativer sind, uns in wichtigen Bereichen den Rang ablaufen. Über das, was wir von der Schlüsselwirtschaft Tourismus in Zukunft erwarten und was wir leisten müssen, um die Erwartung erfüllt zu bekommen, müssen wir im Land noch offener und offensiver diskutieren. Im Umfeld der neuen Landestourismuskonzeption bieten sich dazu viele gute Gelegenheiten“, sagte Wolfgang Waldmüller.

Campingplatz in Loissin investiert in Erweiterungen des Angebots

Loissin – Der Campingplatz der Ferien- und Freizeitpark Betreibergesellschaft mbH in Loissin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) erweitert derzeit seine Anlage. „Viele Camper verbinden in ihrem Urlaub den Wunsch nach Ferien inmitten der Natur mit gut ausgebauter Infrastruktur und abwechslungsreichen Freizeitangeboten. Auf dem Campingplatz in Loissin wird jetzt investiert, um den Gästen attraktive Übernachtungsmöglichkeiten mit noch größerem Komfort zu bieten. Die geplanten Maßnahmen sichern sieben Arbeitsplätze; zwei neue Jobs werden geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Der Campingplatz mit einer Gesamtfläche von 12 Hektar liegt zwischen den Inseln Rügen und Usedom am Südrand des Greifswalder Boddens. Die insgesamt 530 Stellplätze sind durchschnittlich 100 Quadratmeter groß. Jetzt ist vorgesehen, umfangreiche Baumaßnahmen vorzunehmen. Unter anderem sollen die sanitären Einrichtungen sowie der Küchenbereich erweitert, ein Lagerraum gebaut und Stellplätze mit Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüssen versorgt werden. „Die Maßnahmen verbessern deutlich die Qualität des Campingplatzes und erweitern die Kapazitäten für die Urlauber“, sagte Glawe.

Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 108.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens auf 360.000 Euro. „Investitionen in die Erweiterungen und Qualitätssteigerungen sind von erheblicher Bedeutung, denn Camping ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Glawe. Die Studie „Entwicklungschancen des Campingtourismus in MV“ vom Mai 2014 ergab, dass 2012 von den Campern in Mecklenburg-Vorpommern Umsätze in Höhe von rund 212 Millionen Euro getätigt wurden. Mehr als 80 Prozent davon kamen dabei von Touristikcampern und Wohnmobilisten.

Nach Angaben des Loissiner Betreibers gab es im Jahr 2016 insgesamt 60.400 Übernachtungen auf dem Campingplatz. Im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden nach Angaben des Statistischen Amtes 2016 auf den Campingplätzen knapp 173.000 Ankünfte (+6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und knapp 900.000 Übernachtungen (+4,5 Prozent) registriert. Die Campingplätze in ganz Mecklenburg-Vorpommern erzielten im Jahr 2016 mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent) und 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent). „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt sich stetig weiter. Jetzt gilt es, durch kluge Investitionen und verstärkte Angebote zur Saisonverlängerung das hohe Niveau zu halten“, sagte Glawe.

Radweg von Garz nach Glewitz offiziell freigegeben

Insel Rügen – Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) haben am Mittwoch Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe und Infrastrukturminister Christian Pegel den Radweg entlang der Landesstraße 30 vom Abzweig Groß Schoritz bis Garz offiziell freigegeben.

„Wir haben eine weitere Radweglücke schließen können. Mit Abschluss der Gesamtmaßnahme steht den Radfahrern nunmehr ein durchgehender straßenbegleitender Radweg zwischen der Glewitzer Fähre und dem Stadtrand von Garz von etwa 9,5 km zur Verfügung. Die Verkehrssicherheit für Einheimische und Gäste wurde nun deutlich verbessert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Neben der touristischen Nutzung der Strecke ist der Abschnitt auch durch einheimische Radfahrer, unter anderem auch Schüler der Garzer Schule, stark befahren. Der Wirtschafts- und Tourismusminister dankte alle Beteiligten für ihr Engagement vor Ort. „Ich habe mein Versprechen gehalten. Am Ende haben wir ein Ergebnis, was sich sehen lassen kann.“

Das Projekt war bei der Priorisierung für das Lückenschlussprogramm des Landes vom Landkreis auf eine Position gesetzt worden, die eine Realisierung erst deutlich nach 2016 bedeutet hätte. Infrastrukturminister Pegel betonte daher: „Ich freue mich, dass der Radweg durch die gemeinsame Anstrengung des Infrastruktur- und des Wirtschaftsressorts nun doch schneller als ursprünglich möglich realisiert werden konnte. Dank der Finanzierung durch das Wirtschaftsministerium und die fachliche Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahme durch die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern können wir heute den neuen Radweg einweihen. Die Attraktivität und die Verkehrssicherheit hier in der Region erfährt damit eine weitere Steigerung.“

Der am Mittwoch freigegebene Radweg (2. Bauabschnitt) der Gesamtmaßnahme Radweg Glewitzer Fähre – Garz führt entlang der L 30. Auf 3,9 Kilometern Länge ist mit dem zweiten Bauabschnitt ein neuer straßenbegleitender Radweg entstanden. Er schließt die Lücke zwischen dem bereits vorhandenen Radweg zwischen der Glewitzer Fähre und dem Abzweig der K 13 bei Groß Schoritz und Garz (1. Abschnitt). Die Landesstraße zwischen der Glewitzer Fähre und Garz ist vor allem in den Sommermonaten stark frequentiert. Die Fährverbindung Stahlbrode – Glewitz führt zu stoßweise auftretenden Fahrzeugkolonnen auf der L 30, die eine erhöhte Unfallgefahr für die auf der Straße fahrenden Radfahrer darstellen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 1,1 Millionen Euro.

Ahlbeck, Binz, Zingst und Boltenhagen – AOK AKTIV STRAND geht erstmals „ON TOUR“

Einladung zu Spiel, Spaß und Sport an der Ostsee

Faul in der Sonne liegen und nichts tun? Oder doch lieber mit Freunden und Familie neue Sportarten ausprobieren und an der frischen Ostseeluft Spaß bei gemeinsamem Spiel und Bewegung haben? Dann aufgemerkt, es wird sportlich am Ostsee-Strand und genau das ist das Konzept des AOK AKTIV STRANDES, der erstmals auf Tour geht.

Usedomer und Besucher können vor der einzigartigen Kulisse der Ostsee viele verschiedene Trendsportarten wie beispielweise Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball auf ihren Funfaktor testen. Neben ihrem festen Standort im Ostseebad Kühlungsborn schlägt die AOK AKTIV STRAND SPIEL- UND SPORTARENA ihre Zelte nun auch auf Usedom in Ahlbeck (22. Juli), auf Rügen in Binz (5. August), auf Fischland-Darß in Zingst (12. August) und im Ostseebad Boltenhagen (19. August) auf. Dazu sind alle sportbegeisterten Ostseebewohner und Gäste der Region recht herzlich eingeladen. Geleitet wird der AOK AKTIV STRAND vom ehemaligen Bundesligatrainer des FC Hansa Rostock, Andreas Zachhuber.

„Wir wollen die Ostseefans anstecken mit unserer Idee eines AKTIV STRANDES, an dem der gemeinsame Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht“, betonte Matthias Auth, Leiter Sport und Gesundheit der AOK Nordost. „Insofern sehen wir uns als Sportkasse und Impulsgeber für eine gesunde Lebensweise, die die regelmäßige Aktivität und eine ausgewogene Ernährung in den Mittelpunkt stellt.“

Volles Programm in Ahlbeck

Gestartet wird am Sonnabend, dem 22. Juli im Kaiserbad Ahlbeck. In Zusammenarbeit mit der Tourist Information Ahlbeck lädt die SPIEL- & SPORTARENA – der AOK AKTIV STRAND ON TOUR von 11 bis 21 Uhr zu aktiver Erholung mit Beachsoccer, Beachvolleyball und weiteren Sportarten am feinen Sandstrand in Ahlbeck ein (Strandaufgang 1y1z/Grenzstraße/Rathenaustraße). Direkt an der Ostsee können vier Spielfelder mit erstklassiger Ausrüstung und einem qualifizierten Trainerteam, das bis 17 Uhr zur Verfügung steht, frei genutzt werden. Sportgeräte können von 10 bis 18 Uhr gegen Pfand ausgeliehen werden.

Von 11 bis 13 Uhr findet ein Beachsoccer-Training ­und ­-Turnier mit den erfolgreichen und mehrfachen Deutschen Meister der Rostocker Robben statt. Wer lieber pritscht und baggert, sollte sich das Beachvolleyball-Training mit dem Lokalmatador des HSV Insel Usedom von 14 bis 17 Uhr vormerken. Gleichzeitig wird von 14 bis 17 Uhr für die Handballfreunde ein Training im Beachhandball­ angeboten. Und auch das geht auf der Sommersonneninsel – „Eishockey“­ mit den ­Rostocker­ Nasenbären­ von 11 – 14 Uhr. Ab 18 bis 21 Uhr wird zum sportlichen Match am Ahlbecker Strand auch noch chillige Musik aufgelegt. Herzlich willkommen.

Neubau Parkplatz Hafenstraße in Lubmin

Lubmin – Für den Bau des Parkplatzes Hafenstraße erhält die Gemeinde Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) vom Bauministerium Finanzhilfen im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von rund 48.000 Euro. Die Gesamtausgaben betragen ca. 180.000 Euro.

Die Gemeinde Lubmin plant im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Ortskern“ den Neubau eines Parkplatzes im nördlichen Bereich der Hafenstraße. Es sollen insgesamt 23 Stellplätze entstehen. Zurzeit ist der Parkplatz unbefestigt. Diese Baumaßnahme verbessert das Erscheinungsbild des Ortes und ermöglicht ein geordnetes Parken.

Der Baubeginn ist für September 2017 vorgesehen. Fertiggestellt wird die Maßnahme voraussichtlich im vierten Quartal 2017.

Unternehmens-Netzwerk RUN wird unterstützt

Malchin – Das Land unterstützt den weiteren Ausbau der Aktivitäten für das „Regionale Unternehmensnetzwerk Mecklenburgische Schweiz e.V. (RUN)“. „Ziel ist es, durch das Netzwerk das wirtschaftliche Potential in der Mecklenburgischen Schweiz, vor allem in der Region des Amtsbereiches Malchin und um den Kummerower See, zu stärken und auszubauen. Durch das gemeinsame unternehmerische Engagement im Netzwerk muss es gelingen, die Rahmenbedingungen für attraktive Arbeits-, Wohn- und Freizeitangebote weiter zu verbessern. Nur so werden Fachkräfte und Jugendliche in ihrer Heimat eigene Perspektiven besser erkennen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Malchin. Mitglieder und Unterstützer des Netzwerkes sind über 40 Unternehmen der Region.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph regte an, dass sich die regionalen Unternehmen untereinander sowie mit ortsansässigen Vereinen noch stärker vernetzen. „Fachkräfte- und Nachwuchssicherung, die Entwicklung des Tourismus und die Verbesserung der Lebensqualität sind Herausforderungen, die sich gemeinsam viel besser lösen lassen. Das Idealbild eines attraktiven Wirtschaftsstandortes ist geprägt durch eine wirtschaftsfreundliche Infrastruktur, attraktive Arbeit und durch ein motivierendes Lebens- und Wohnumfeld. Standortfaktoren wie zeitgemäße und qualitativ hochwertige Betreuung und Ausbildung aller Kinder, attraktive Freizeitangebote, moderner und bezahlbarer Wohnraum für alle Generationen sind unabdingbar. Sport- und Sozialvereine leisten für Lebensqualität und Identifikation einer Region einen unverzichtbaren Beitrag“, erläuterte Rudolph weiter. Als eine Herausforderung nannte der Wirtschaftsstaatssekretär auch die Integration von Flüchtlingen in die regionale Wirtschaft. Wertschöpfungspotenzial besteht darüber hinaus in der wachsenden touristischen Vermarktung der Region „Kummerower See“.

Die Gesamtausgaben für Personal und Sachkosten für das Netzwerk belaufen sich auf rund 316.000 Euro. Das Land unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von rund 190.000 Euro. Die Laufzeit beträgt drei Jahre.

Von Januar bis April sind die Gäste und Übernachtungen in der Tourismusregion Mecklenburgische Seenplatte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden in den ersten vier Monaten des Jahres rund 236.177 Ankünfte (+5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 751.178 Übernachtungen (+5,0 Prozent) erzielt. „Der Tourismus ist in der Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wir werden touristische Maßnahmen, vor allem die, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, nach Möglichkeit unterstützen“, sagte Rudolph abschließend.

Touristischer Infopoint und Schwimmbad in Kirch-Baggendorf eröffnet

Kirch-Baggendorf – In Kirch-Baggendorf (Gemeinde Gransebieth, Landkreis Vorpommern-Rügen) ist am Sonnabend feierlich die Eröffnung des Tourismus-Informationspunktes (Info-Point) und des Schwimmbades in Kirch-Baggendorf begangen worden. „Das ist eine spannende Kombination: Besucher können sich informieren und gleichzeitig auch abkühlen. Die Gäste erhalten interessante Informationen zu bestehenden touristischen und kulturellen Angeboten der Recknitz-Trebel-Region am touristischen Informationspunkt. Wer mag, kann sich anschließend mit einem Bad abkühlen oder vor Ort noch verweilen. Mit dem neuen Vorhaben ist ein attraktives Angebot für das Küstenvorland entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe anlässlich der Eröffnung.

Der Minister war am Sonnabend nicht vor Ort. Er hat an den Trauerfeierlichkeiten für den Bundeskanzler a.D., Dr. Helmut Kohl, im Dom zu Speyer (Rheinland-Pfalz) sowie am sich anschließenden „Großen militärischen Ehrengeleit“ teilgenommen.

Es ist ein Tourismus-Informationspunkt (Info-Point) als Mehrzweckgebäude neu entstanden. Dieser dient auch als Eingang zum Schwimmbad. Bestehende bauliche Anlagen wurden abgerissen. Bei dem Vorhaben wurde das ca. 54 x 33 Meter große Schwimmbad modernisiert und erneuert. „Mit der Inbetriebnahme kann die Region noch besser mit anderen touristischen Angeboten vernetzt werden. So können sich Radfahrer über Beherbergungsmöglichkeiten informieren. Das ist gerade für die stark zunehmende Zahl der Radtouristen von Bedeutung. Diese sind oft individuell unterwegs, das heißt, bei mehrtägigen Radreisen werden keine Unterkünfte vorgebucht, sondern sie entscheiden sich zum Teil spontan, wo sie am nächsten Abend nächtigen möchten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe warb vor Ort auch für die Gedenkstätte des Naturforschers, Afrikareisenden und Sammlers Alexander von Homeyer. „Der einzige Ort in Mecklenburg-Vorpommern, wo an Forscher erinnert wird, ist die kleine Gedenkstätte in Kirch-Baggendorf“, sagte Glawe. Aktuell bekommt die Gedenkstätte eine Leihgabe von der Müritzeum GmbH aus Waren. Es handelt sich dabei um 21 vom Sammler akribisch aufbereitete Skelette von verschiedenen Wirbeltieren, etwa aus der Zeit um 1850, die in extra dafür angefertigten Glas-/Holzkästchen untergebracht sind. Die Sammlung wurde vor Jahren im Elternhaus von Alexander von Homeyer in Vorland bei Grimmen gefunden.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 1,2 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 1,08 Millionen Euro. Das Innenministerium stellt aus dem Kofinanzierungsprogramm des Landes Mittel in Höhe von rund 31.500 Euro bereit.

Minister Backhaus mahnt: Fleisch- und Wurstwaren sind keine Souvenirs!

Schwerin – „Im Hinblick auf die beginnende Urlaubs- und Feriensaison bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger des Landes eindringlich darum, keine Fleisch- oder Wurstwaren aus den Gebieten mitzubringen, die von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen sind. Auch die Menschen, die von dort zu uns nach Mecklenburg-Vorpommern kommen um zu arbeiten, bitte ich um entsprechende Achtsamkeit“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Die für den Menschen ungefährliche Tierseuche ist jetzt von Osteuropa sprunghaft weiter nach Westen vorgedrungen und hat Tschechien erreicht. Da der Reiseverkehr von der Tschechischen Republik und anderen Mitgliedstaaten nach Deutschland nicht mehr der Einfuhruntersuchung an einer Grenzkontrollstelle unterliegt, ist das Risiko der Einschleppung, insbesondere entlang des Fernstraßennetzes, durch Fahrzeuge oder Personen nach wie vor hoch.

„Der ASP- Erreger kann sogar einige Zeit in Brühwürsten überleben und ist somit eine potentielle Gefahr für die Schweine und das Schwarzwild in Mecklenburg-Vorpommern, wenn die Tiere Zugang zum Beispiel zu weggeworfenen Wurstbroten bekommen“, so der Landwirtschaftsminister.

„Ich werde die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter bitten, noch aktiver als bisher den Zoll und die Bundespolizei fachlich zu unterstützen. Die Bundesbehörden finden auch im Ministerium jederzeit kompetente Ansprechpartner, wenn im Rahmen von Kontrollen Fragen zu klären sind“, betonte Dr. Backhaus.

Anders als bei der Klassischen Schweinepest (KSP), die in Mecklenburg-Vorpommern nach einigen Jahren der Bekämpfung erst durch die Impfung der Wildschweine getilgt wurde, kann gegen die ASP kein wirksamer Impfschutz erzielt werden.

„Wir wollen gemeinsam vermeiden, dass das ASP-Virus in den Schwarzwildbestand beziehungsweise in Hausschweinehaltungen eingeschleppt wird“, so Minister Backhaus.

Greifswald verzeichnet im 1. Quartal Übernachtungsplus von 15,8 Prozent

Greifswald – Greifswald hat sich im ersten Quartal 2017 als Tourismusmagnet erwiesen. Wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, konnte Greifswald bei den Übernachtungszahlen um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Den vorläufigen Zahlen zufolge wurden von Januar bis März insgesamt 32.103 Übernachtungen gezählt. Vor allem deutsche Urlauber besuchten die Stadt.

Während deren Übernachtungszahlen sogar um 19,7 Prozent zulegten, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 16,4 Prozent zurück. Die Aufenthaltsdauer betrug durchschnittlich 2,2 Tage. Die Zahl der Ankünfte stieg um 22,2 Prozent auf 14.591. Verglichen mit den anderen sechs großen Städten in MV kann Greifswald den größten Zuwachs verzeichnen.

„Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, Fabian Feldt: „Dass gerade in der nicht so attraktiven Urlaubszeit so viele Gäste nach Greifswald kommen, spricht für die Attraktivität der Stadt, ihrer Einrichtungen und Angebote. Wir hoffen natürlich, dass die Nachfrage auch über die Sommermonate anhält“. Auch für den Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH, Maik Wittenbecher, ist das ein wirklich guter Start ins Jahr. „Es zeigt sich, dass Greifswald auch in der Nebensaison bei den Deutschen immer beliebter wird.“

Neubau des Hauptrettungsturmes in Koserow

Insel Usedom – Im Ostseebad Koserow auf der Insel Usedom soll ein neuer Hauptrettungsturm gebaut werden. Der Turm entsteht am Haupteingang zum Strand. Der jetzige Rettungsturm befindet sich direkt über der Seebrücke. Der Zugang ist nur über die Seebrücke möglich. „Bei hohem Besucheransturm kann dies zu Konflikten führen. Um einen sicheren Strandbetrieb zu ermöglichen und die Badegäste zeitgemäß zu betreuen, muss hier gehandelt werden. Der Rettungsturm muss neugebaut werden. Daran führt kein Weg vorbei. Das Vorhaben ist auch ein Beitrag, die Badesicherheit der Gäste optimal zu gewährleisten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mit den Bauarbeiten ist bereits begonnen worden. Die Ausbauarbeiten und die Verlegung der Leitungen sind erfolgt. In den kommenden Tagen werden die Restarbeiten vorgenommen werden. „Der neue Hauptrettungsturm soll noch im Juni fertiggestellt und übergeben werden. Das wäre hervorragend, damit pünktlich zum Start der Hauptsaison und dem Beginn der Sommerferien beste Bedingungen für Einheimische und Gäste am Strand von Koserow vorhanden sind“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe weiter.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 240.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur mit einem Zuschuss in Höhe von rund 192.000 Euro.

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes für die Insel Usedom rund eine Million Ankünfte (+6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und mehr als 5,4 Millionen Übernachtungen (4,7 Prozent) registriert worden. „Usedom ist eine verlässliche Größe der touristischen Entwicklung im Land. Wir werden den Ausbau der touristischen Infrastruktur im Land weiter bestmöglich unterstützen“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,9 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten.

Karls Erlebnis-Dorf in Rövershagen lockt mit neuen Attraktionen

Rövershagen – Karls Erdbeerhof in Rövershagen (LK Rostock) lädt am morgigen Samstag, dem 3. Juni 2017, um 10 Uhr, zum Erdbeerfest und lockt mit neuen Highlights: Für 2 Mio. Euro ließ Geschäftsführer Robert Dahl eine 100 Meter lange Erdbeerpromenade, mit 13 Meter Höhe und 30 Meter Länge das weltgrößte Erdbeerschälchen sowie 5 große Klettererdbeeren für Kinder errichten. Zur Einweihung der neuen Attraktionen wird auch der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus erwartet.

„Es ist beeindruckend, wie sich Karls Erdbeerhof immer wieder neu erfindet und die Besucher mit immer neuen Ideen und Attraktionen in Staunen versetzt. Im Zentrum steht jedes Mal die Erdbeere. Das ist für mich als Landwirtschaftsminister natürlich der entscheidende Anknüpfungspunkt. Auch freut es mich, zu sehen, dass die Erlebnisdörfer in Rövershagen sowie auf Rügen und Usedom unser Bundesland bereichern, Arbeitsplätze schaffen und den ländlichen Raum beleben“, so der Minister mit Blick auf das Wochenende.

Erdbeeren sind bei den Deutschen sehr beliebt. 2014/2015 verzehrte jeder etwa 3,4 Kilogramm. Und das ist gut so, schließlich sind sie besonders gesund. Sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und bestehen zu über 90 % aus Wasser. Der hohe Gehalt an Folsäure und Eisen ist wirksam gegen Blutarmut, der hohe Calcium-Gehalt schützt vor Osteoporose, Kalium und Magnesium schützen das Herz und die Salicylsäure lindert Gicht und Rheuma.

Die Erdbeeranbaufläche in Deutschland betrug im Jahr 2016 etwa 12.300 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf über 143.000 t, bei einem Ertrag von ca. 115 dt/ha. Im Vergleich dazu betrug die Anbaufläche in Mecklenburg-Vorpommern 2016 rund 790 ha, die Gesamterntemenge belief sich auf knapp 8.000 t bei einem mittleren Ertrag von ca. 102 dt/ha.

„Leider ist die Anbaufläche im Vergleich zu 2015 um 2,4 % und der Anteil der Erdbeeren an der Obsterzeugung in MV um 3,7 % auf 14,8 % gesunken“, informiert Backhaus. Hauptursache seien die deutlich geringeren Erträge aufgrund massiver Frosteinbrüche gewesen. „Ich hoffe sehr, dass wir das in diesem Jahr wieder wett machen können. Bisher stehen die Zeichen gut“, sagt er weiter. Die Bestände in den Betrieben seien kräftig und gut entwickelt. Die Ernte erster Früchte in unter Vlies-Folien-Doppelabdeckung habe begonnen. Die frühen Erdbeersorten im Freiland ohne Abdeckung seien in Vollblüte.

„Die Luft- und Bodenfrostereignisse in der zweiten Aprilhälfte haben den Erdbeeren in Mecklenburg-Vorpommern kaum Schaden zugefügt, denn die meisten Betriebe haben vor den kritischen Nächten mit Vlies-Folien-Bedeckung einen ausreichenden Frostschutz erreichen können. Das rechtzeitige Bedecken der Bestände ist jedoch eine große Herausforderung und für die Mitarbeiter ein gewaltiger Kraftakt, wurde aber erfolgreich gemeistert. Hier stand die Ernte eines ganzen Jahres auf dem Spiel“, betont der Minister abschließend.