Strandkörbe, Shantys & Schnellzeichner

Das erleben Gäste am Besucherwochenende auf der ITB Berlin / Facettenreiches Programm Mecklenburg-Vorpommerns nimmt am 10. Und 11. März Familien und Kulturinteressierte ins Visier

Berlin – Erstmals in der Geschichte der ITB Berlin, der weltweit bedeutendsten Reisemesse, übernimmt ein Bundesland die Partnerschaft: Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern hat sich seit 1990 touristisch hervorragend entwickelt und als beliebtestes Urlaubsreiseziel in Deutschland (Reiseanalyse 2017) unzählige Möglichkeiten zum Übernachten, Genießen, Entspannen, Entdecken und Erleben aufgebaut. Mit der Botschaft „Urlaub ist unsere Natur“/“The spirit of nature“ will Mecklenburg-Vorpommern nun auch den Weg hin zu mehr Internationalität beschreiten – einem Bereich, in dem noch viel Potenzial steckt. Dabei soll die Präsentation des Urlaubslandes auf der ITB Berlin ein Baustein sein, zu dem sich in den folgenden Jahren weitere fügen. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Messe ist eine Riesenchance, um für Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Wir stehen als Partnerland an den Messetagen im internationalen Rampenlicht der Reisebranche. Wir wollen neugierig machen auf das, was Mecklenburg-Vorpommern ausmacht. Als Land zum Leben, Arbeiten und Urlaubmachen möchten wir unser Bundesland den Besuchern auf der ITB Berlin vorstellen. Wir zeigen die touristische Vielfalt des Landes von der Seenplatte bis zur Ostseeküste. Unsere Zielstellung für die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern ist die Steigerung der Wertschöpfung pro Gast und die Erhöhung der Qualität des Angebotes im Land. Ein wichtiger Schritt dorthin ist intensives Marketing, denn die Konkurrenz im globalen Reisemarkt ist groß. In Berlin wollen wir neue Maßstäbe in der überregionalen Bewerbung von Mecklenburg-Vorpommern setzen.“

Dass Mecklenburg-Vorpommern die Rolle als offizielles Partnerland übernimmt, ist erst im Herbst 2017 vereinbart worden. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, glaubt trotz der kurzen Vorbereitungszeit an ein erfolgreiches Gastspiel an der Spree: „Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern plant mit den touristischen Regionen, Orten und vielen Unternehmen aus dem Nordosten mit voller Kraft einen eindrücklichen Auftritt. Wir werden in so vielen Hallen mit so vielen Themen und Akteuren präsent sein wie nie zuvor. Hinzu kommt der Auftritt auf dem 1. Berlin Travel Festival als Treffpunkt der jungen Generation von Reisenden. MV möchte sich auf der touristischen Leitmesse freundlich, modern, weltoffen und bunt präsentieren und seine Chancen für mehr Bekanntheit, Sympathie und eine neue Stufe in der Tourismusentwicklung nutzen.“ Die ITB könne dabei Initialwirkung haben, erklärte Waldmüller.

Die genauen Planungen für die drei Fachbesuchertage (7.-9. März 2018) sowie für die große Eröffnungsveranstaltung mit mehr als 3.000 Teilnehmern aus aller Welt (6. März 2018) werden bei Medienterminen am 27. Februar (Landespressekonferenz Schwerin) sowie am 6. März (Eröffnungspressekonferenz ITB) vorgestellt.

Für Gäste am offiziellen Besucherwochenende am 10. und 11. März hat das Urlaubsland eine ganze Reihe von Aktionen zusammenstellt. An den unterschiedlichen Ständen des Nordostens können sie sich über die allgemeintouristischen Themen und alle Regionen (MV-Stand Halle 6.2a), über Jugendreisen und Nachhaltigkeit (4.1), über Gesundheitsreisen (Medical Wellness Pavillion), über Aktivtourismus in der Seenplatte (Eingang Süd) oder über die nächste Generation des Reisens (Berlin Travel Festival) informieren. Im Zentrum steht der Strandkorb als Symbol für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Auch andere Themen und Besonderheiten wie Naturerlebnisse, die norddeutsche Romantik, Bernstein, Sanddorn, Bier, Shantys, Stand-up-Paddeln, Kreuzfahrt oder Zeesboote tragen Facetten Mecklenburg-Vorpommerns zur Messe bei. In Gewinnspielen werden Reisen in den Nordosten verlost. Alle Veranstaltungen Mecklenburg-Vorpommerns sind im Partnerland-Flyer der ITB aufgeführt. Dieser ist auf der Messe erhältlich und kann auf der ITB-Internetseite heruntergeladen werden.

Der Strandkorb, das typisch norddeutsche Sitzmöbel, wird dem Urlaubsland MV in unterschiedlicher Weise Präsenz verleihen: auf unzähligen Werbeflächen auf der Messe und in Berlin, in zehn zur ITB veröffentlichten Strandkorbgeschichten, als Souvenir aus dem 3D-Drucker oder im sportlichen Wettstreit.

Bereits beim Betreten des Messegeländes fällt er den Besuchern ins Auge. Rund 100 Exemplare, die aus vielen Orten auf die Messe geschafft wurden, stehen vor dem Eingang Süd sowie in den Hallen, in denen Mecklenburg-Vorpommern präsent ist (6.2a, 4.1, 21b, 22b) für Mußestunden im Messetrubel bereit. Wer sich darin ausruhen möchte, nimmt Platz, schießt ein Foto und postet dieses unter #mymvmoment.

Auf einer so genannten Social-Media-Wall ist der Schnappschuss im Strandkorb dann am Mecklenburg-Vorpommern-Stand in Halle 6.2a und in den sozialen Medien im Internet zu sehen.

Am Samstag stehen alle Aktionen im Zeichen der Familie. Laut Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen behauptet Mecklenburg-Vorpommern seinen Status als Deutschlands beliebtestes Familienreiseziel. Der Untersuchung zufolge führten 28 Prozent aller inländischen Familienreisen 2016 in den Nordosten. Grund genug, Besuchern die Vielfalt des Landes in diesem Bereich zu präsentieren. Auf einem Kinderparcours in Halle 22b können sich Besucher unter anderem ihren persönlichen „Entdeckerpass MV“ durch das Lösen kniffliger Aufgaben erspielen. Damit können sie dann mehr als 30 Freizeitangebote im Nordosten für zwei Jahre kostenlos besuchen.

In Halle 4.1. am Stand 110 lädt das so genannte „Gläserne Klassenzimmer“ zum Besuch ein. Hier stellen sich Einrichtungen vor, in denen Familien mit Kindern gern gesehene Gäste sind und deren Angebote auf Nachhaltigkeit setzen. Das Ozeaneum aus Stralsund gibt Einblicke in die Kaltwassermeere, das Nationalpark-Zentrum Rügen informiert über die Ostsee, die Kreidefelsen und den Jasmund Nationalpark, die Jugendherbergen stimmen mit dem Projekt „Ostseekiste“ auf das Thema Naturschutz ein, und das Naturerbe Zentrum Rügen stellt Survival-Kurse vor.

Mit von der Partie ist auch das Erlebnismuseum Müritzeum, das am größten deutschen Binnensee, der Müritz, zum Entdecken der heimischen Tier- und Pflanzenwelt einlädt und nicht zuletzt durch Deutschlands größtes Süßwasserbecken tausende Besucher in die Mecklenburgische Seenplatte lockt.

Eine weitere Besonderheit in der Halle ist das so genannte Sleeperoo – eine neue Art des Übernachtens ab der Saison 2018. Die maßgeblich in MV entwickelten „Design|sleep Cubes“ – würfelförmige und nach dem Steckbauprinzip unkompliziert aufzubauende Übernachtungsstätten – ermöglichen es Gästen, eine besondere Nacht an außergewöhnlichen Orten zu verbringen – in Innenbereichen oder an frischer Luft.

Geschicklichkeit und Kraft sind am Samstag bei der Strandkorb-WM am Stand von Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Die Aktion ist angelehnt an ein jährlich stattfindendes sportlich kurioses Event auf der Insel Usedom, bei dem ein Team einen Strandkorb über eine ausgewiesene Strecke im Sprint transportieren muss. Und wer sich fragt, wie die Sitzmöbel hergestellt werden, besucht den Strandkorbflechter am MV-Stand, der in sein Handwerk einführt. Dazu erklingt „Shanty´n´Roll“ der Band Kudde und die Kudders aus Rostock.

Kultur ist Trumpf am Sonntag, 11. März, denn auch bei Gästen des Urlaubslandes steht sie hoch im Kurs. Jeder dritte Reisende besucht laut Reiseanalyse 2017 während des Aufenthaltes in Mecklenburg-Vorpommern kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten und Museen. Ein kultureller Höhepunkt 2018 ist das Jubiläum der Hochzeitsreise von Caroline und Caspar David Friedrich. Vor 200 Jahren heiratete der in Greifswald geborene Romantiker Caspar David Friedrich (1774-1840) seine Caroline in Dresden und begab sich anschließend mit ihr auf Hochzeitsreise in seine Heimat. Dabei besuchte das Paar unter anderem Greifswald, Neubrandenburg und die Insel Rügen. Nicht Friedrich, dafür ein Schnellzeichner, bringt auf der ITB Friedrichs Motive aufs Papier – vor der romantischen Kulisse der Rügener Kreidefelsen entstehen Landschaftsbilder zum Mitnehmen. Anlässlich des Jubiläums wird in dieser Saison eine dreiteilige angelegte Ausstellung – in Greifswald, Putbus und im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl – des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama zu sehen sein. Dabei handelt es ich um Interpretationen von Friedrichs Werken mit besonderem Bezug auf die Stationen der Hochzeitsreise 1818.

Ein weiterer Höhepunkt in dieser Saison ist der 800. Geburtstag der Hansestadt Rostock mit den vom 21. bis zum 24. Juni an der Warnow veranstalteten und auf der ITB beworbenen Internationalen Hansetagen: Unter dem Titel „Einfach handeln! – Hanse damals und heute“ nimmt ein Rostocker Stadtwächter Besucher mit auf eine Reise in die Hansezeit und unterhält mit kurzweiligen Anekdoten. Sehnsucht nach einer Segelpartie in Mecklenburg-Vorpommerns Boddengewässern wird die Fotoshow von Rika Harder erwecken. In ihrem Fokus: Zeesboote. Die besonderen Boote mit den rostbraunen Segeln, die einst als Fischereifahrzeuge dienten, tragen bis heute zum unverwechselbaren Flair des Urlaubslandes bei.

Weitere Höhepunkte für Besucher sind Verkostungen regionaler Biere der Störtebeker Braumanufaktur und eine „Rostock Cruise Festival-Fotobox“. Diese soll Lust machen auf eine Premiere: das Rostock Cruise Festival vom 14. bis 16. September, bei dem die Hansestadt im 800. Jahr nach Verleihung des Stadtrechts mit einer Lasershow, einer Parade und einem Feuerwerk auf den Kreuzfahrthafen aufmerksam machen will, der in diesem Jahr erstmals mehr als 200 Anläufe zählt.

Vor dem Eingang Süd wird ein 70 Quadratmeter großes Kuppelzelt ins Auge stechen. In dem so genannten Dom Rügen wird ein 360-Grad-Film gezeigt, der Deutschlands größte Insel aus der Vogelperspektive zeigt. Zudem gibt es ein Stück Ostsee zum Mitnehmen für Groß und Klein: Ein Bernsteinschleifer aus Mecklenburg-Vorpommern verlegt seine Werkstatt auf die ITB, um Gästen Kniffe und Tricks zur Herstellung von Bernsteinschmuck zu zeigen. Einen Glückbringer aus Bernstein gibt es obendrein.

Mit drei Partnern und einem mehr als 150 Quadratmeter großen Stand ist Mecklenburg-Vorpommern auch beim 1. Berlin Travel Festival dabei, das vor allem junge Reisende ansprechen soll und vom 9. bis 11. März – parallel zur ITB Berlin – in der Arena Berlin in Kreuzberg veranstaltet wird. Das Dock Inn, Gewinner des Deutschen Tourismuspreises, wird eigens drei Container mit originalgetreuer Einrichtung auf das Festival bringen, das Umweltfotofestival „horizonte“ informiert über Fotoworkshop im Ostseeheilbad Zingst, und der Rostocker Veranstalter Supremesurf stellt das Pangea Festival vor, dessen Devise „Never stop playing“ an Besucher jedes Alters gerichtet ist.

Berlin und Brandenburg bilden zusammen den wichtigsten Herkunftsmarkt für Mecklenburg-Vorpommern. Jeder fünfte Urlauber stammt aus einem dieser beiden Bundesländer; für rund jeden zweiten Berliner und Brandenburger kommen in den kommenden Jahren Reisen in den Nordosten in Frage.

Der Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen zufolge betrug der Anteil von Berlinern an allen Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer in den Nordosten 12,8 Prozent. Rund 54 Prozent der Berliner interessieren sich in den nächsten drei Jahren für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls hoch ist das Interesse von Brandenburgern an einem Urlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte. 8,2 Prozent der Urlaubsreisen führten 2016 in Deutschlands beliebtestes Reiseziel. 44 Prozent der Brandenburger haben Interesse, das Urlaubsland in den kommenden Jahren zu besuchen.

Land unterstützt neue Inszenierung einer besonderen Reise

Schwerin – Mit einer Zuwendung in Höhe von 60 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt das Land ein Projekt des Tourismusverbandes Vorpommern, mit dem an die Hochzeitsreise von Caspar David Friedrich und seiner Frau vor 200 Jahren erinnert wird.

Auf dieser Hochzeitsreise, die zugleich eine Studienreise war, entstanden in Greifswald, Wolgast, Stralsund und auf der Insel Rügen zahlreiche Arbeiten des berühmten deutschen Romantikers. Heute ist im Pommerschen Landesmuseum u.a. das Bild „Greifswalder Markt“ zu sehen. Die Idee zum „Kreidefelsen auf Rügen“ entstand ebenfalls auf dieser Hochzeitsreise. Geplant ist eine Vielzahl von Veranstaltungen an Original-Schauplätzen der Reise.

„Ich freue mich, dass der Tourismusverband Vorpommern diese wunderbare Idee, an die Hochzeitsreise Caspar David Friedrichs und seiner Frau zu erinnern, entwickelt hat. Die zahlreichen Veranstaltungen und verschiedenen Ausstellungen vermitteln nicht nur Wissenswertes, Interessantes und Unterhaltsames. Sie sorgen mit dafür, dass Kunst und Kultur unseres Landstriches noch mehr Aufmerksamkeit erfahren und der Ruf Vorpommerns als Heimat der Romantik gestärkt wird“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Der Tourismusverband Vorpommern leiste seit vielen Jahren mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landesteils und zur Schärfung der „Marke Vorpommern“. „Das Thema Romantik ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Marke gewachsen. Mit dem aktuellen Projekt sollen dieser Markenkern und seine wirtschaftliche und kulturelle Nutzung weiter ausgebaut werden“, so Dahlemann.

Weltgästeführertag 2018 in Wismar

Wismar – Am Sonntag, dem 25. Februar 2018, findet in der Hansestadt Wismar der 29. Weltgästeführertag statt. Federführend hierzulande ist der Bundesverband der Gästeführer Deutschlands e. V. (BVGD). Den „International Tourist Guide Day“ gibt es seit 1990. Zahlreiche Organisationen, die dem Weltverband der Gästeführer (WFTGA) angeschlossenen sind, veranstalten ihn jährlich rund um den 21. Februar, dem Gründungstag des Weltverbands.

Das Motto in diesem Jahr lautet „Menschen, die Geschichte schrieben“. Die Gästeführer der Hansestadt Wismar e. V. möchten die Einheimischen und Touristen in diesem Jahr überraschen: Es wird vorher nicht verraten, um welche berühmte oder berüchtigte Persönlichkeit aus Wismar es sich bei der Führung handelt.

Es gehört zur guten Tradition des Weltgästeführertages, dass die Stadtführer selbst ihre Gäste zur kostenlosen Teilnahme an ihren Stadtführungen einladen. Vorbestellungen werden nicht entgegengenommen. Folgende Führungen werden angeboten:

10:00, 11:00, 12:00 und 13:00 Uhr (jeweils 1 Stunde):
Stadtrundgänge zum Thema „Menschen, die Geschichte schrieben“

Treffpunkt ist die Tourist-Information Wismar/Welt-Erbe-Haus, Lübsche Straße 23, 23966 Wismar, Telefon: 03841 19433

„Verein Lewitz e. V.“ will Region zur Marke aufbauen

Banzkow – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat einen Fördermittelbescheid an den „Verein Lewitz e.V.“ aus Banzkow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) übergeben. Der Verein ist Träger eines Kooperationsnetzwerkes zur touristischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Region Lewitz. „Die Alte Elde, der Störkanal und die Müritz-Elde-Wasserstraße sowie unzählige Teiche und eine einzigartige Wiesenlandschaft sind typisch für die Lewitz. Um die Region und vor allem die heimischen Produkte stärker touristisch zu bewerben, engagieren sich die Mitglieder des Vereins mit viel Herzblut. Die Lewitz soll zu einer starken Marke als attraktiver Arbeits-, Wohn- und Freizeitraum positioniert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Hervorgegangen aus einem Projekt des Landestourismusverbandes und dem Zusammenschluss mit dem „Regionalen Entwicklungsprojekt für Nachhaltigkeit in der Lewitz“ existiert der Verein seit 2014. Mitglieder sind über 50 Unternehmen, Vereine, Kommunen und Einzelpersonen, die sich gemeinde- und ämterübergreifend von Parchim über Neustadt-Glewe, Banzkow, Plate bis nach Crivitz zusammengeschlossen haben. Jetzt soll ein Marketingkonzept für die Region entwickelt werden. „Ziel ist es, die Wertschöpfung in der Region und damit die Attraktivität für Besucher zu erhöhen“, so Glawe weiter.

Vorgesehen sind unter anderem der Aufbau eines Produktmarketings für regionale Spezialitäten, die verstärkte Bewerbung von Veranstaltungen wie beispielsweise Radsternfahrten oder den „Tüffelwochen“ sowie eine Präsentation des Angebotes auf regionalen und überregionalen Messen. „Die gemeinsame Vermarktung der touristischen Infrastruktur spielt eine zentrale Rolle für den Verein. Das geht über Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie bis hin zu Rad- und Wanderwegen sowie ganzjährigen Angeboten von Kunst, Kultur und Wirtschaft“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Das Land unterstützt die Netzwerkkoordination des Vereins in Höhe von rund 112.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die Gesamtkosten betragen 150.000 Euro.

In der Zeit von Januar bis September 2017 gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Landkreis Ludwigslust-Parchim knapp 292.000 Gästeankünfte und rund 896.000 Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt rund 6,1 Millionen Ankünfte und knapp 25 Millionen Übernachtungen.

Gemeinde Klausdorf jetzt „Staatlich anerkannter Erholungsort“

Klausdorf – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Montag der Gemeinde Klausdorf (Landkreis Vorpommern-Rügen) mit den Ortsteilen Klausdorf, Solkendorf, Zarrenzin und Barhöft den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.

„Die offizielle Anerkennung als Erholungsort ist ein Qualitätssiegel für Urlauber und Tagesausflügler. Die Gemeinde Klausdorf hat mit seiner gut ausgebauten touristischen Infrastruktur, den Wanderrundwegen, dem Wasserwanderrastplatz und vielem mehr überzeugt. Jetzt gilt es, mit dem Titel aktiv zu werben und die Gäste mit dauerhaften Qualitätsangeboten zu überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. Im Land haben bisher 64 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Um den Titel Erholungsort tragen zu können, müssen die Kommunen unter anderem eine landschaftlich bevorzugte und klimatisch günstige Lage mit lufthygienischen Verhältnissen, einen entsprechenden Ortscharakter, für die Erholung geeignete Einrichtungen, Lese- und Aufenthaltsräume, Radwege, ein erschlossenes Wanderwegenetz sowie Möglichkeiten für Sport und Spiel vorweisen.

In Klausdorf wird die touristische Infrastruktur geprägt durch ein breites Beherbergungsangebot (Ferienhäuser und -wohnungen, Caravan-Stellplatz, mehrere Pensionen und zwei Hotels), gastronomische Einrichtungen, eine Tourist-Information im „Vorpommernhus“ und zwei Badestellen. Hinzu kommen ein Wasserwanderrastplatz, Fischereihafen, Aussichtsplattformen, Wanderrundwege und die Anbindung an den europäischen Ostseeküstenfernradweg. „Die Gemeinde hat sich auch zukünftig viel vorgenommen, um die touristische Ausrichtung weiter mit attraktiven Angeboten auszubauen. Derzeit wird der Wasserwanderrastplatz in Barhöft erweitert. Zusätzlich sollen künftig die Themen Kneipp-Urlaub und die Entwicklung von Schlechtwetterangeboten vorangetrieben werden. So wird den Gästen auch außerhalb der Hauptsaison etwas geboten“, sagte Glawe.

Die Gemeinde Klausdorf gehört zum Reisegebiet Vorpommern. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es dort im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 insgesamt mehr als 1,97 Millionen Ankünfte und knapp sechs Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Entwicklung im Kinder- und Jugendtourismus

Schwerin – Am Freitag ist im Schweriner Landtag die Entwicklung des Kinder- und Jugendtourismus in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert worden. „Der Kinder- und Jugendbereich erfährt aus vielen Richtungen wichtige Unterstützung bei uns im Land. Das ist gut so, denn Kinder und Jugendliche von heute sind die Gäste von morgen. Daher ist es wichtig, sie für unser Bundesland zu begeistern. Kinder- und Jugendreisen sind dabei wichtige Instrumente für Bildung, soziale Kontakte und auch, um ein Bundesland besser kennenzulernen. Reisen verbindet Menschen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Landtag.

In den vergangenen Jahren haben sich die Übernachtungszahlen bei den Kinder- und Jugendreisen stabilisiert und auf einen Wert von 875.000 Übernachtungen eingependelt. „Die Entwicklung der Übernachtungsstatistik im Kinder- und Jugendreisebereich spiegelt auch die demografische Entwicklung in Deutschland wider. Weniger Kinder, weniger Schüler und weniger Jugendliche bedeuten auch in anderen Bundesländern deutliche Rückgänge in diesem Segment. Die Gründe hierfür sind vielfältig. In einigen Bundesländern werden aus finanziellen Gründen nur noch Klassenfahrten innerhalb der eigenen Landesgrenzen durchgeführt. Damit entfallen wichtige Quellmärkte für MV. Städtereisen werden von Jugendlichen als attraktiver bewertet“, so Glawe weiter.

Entsprechend der Reiseanalyse 2016 wurden 4,2 Prozent aller Urlaubsreisen (Dauer ab fünf 5 Tagen) der 14- bis 29-jährigen in Mecklenburg-Vorpommern verbracht. Das entspricht rund 610.000 Urlaubsreisen. „MV ist damit weiterhin das beliebteste innerdeutsche Ziel von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (14 bis 29 Jahre) für einen längeren Urlaub vor Niedersachsen (3,2 Prozent Marktanteil) und Schleswig-Holstein (3,1 Prozent). Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Beim Tourismusverband MV e.V. wird das Marketing im Bereich Kinder- und Jugendtourismus in der Urlaubswelt „Lifestyle & Trends“ geführt. Vor kurzem wurde der Katalog „Auf nach Meck-Pomm – mehr als 60 Angebote für Klassen- und Jugendreisen 2018/2019“ mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren herausgebracht und mit einem Anschreiben der Verbandspräsidentin an alle Schulämter verschickt. Von dort werden die Kataloge an die Schulen des Landes weitergeleitet. „Eine gesonderte Förderung hierfür erfolgte nicht“, sagte Glawe. Das Produkt bietet einen guten Querschnitt der attraktiven Angebote im Kinder- und Jugendreisebereich des Landes. Zudem sind diese Angebote zusammen mit Angeboten für Individualreisende in die moderne Internetpräsentation des Tourismusverbandes aufgenommen worden.

Vom Bildungsministerium ist im September 2017 ein neuer Klassenfahrtenerlass in Kraft getreten, der deutliche Verbesserungen beinhaltet. „Die zuständigen staatlichen Schulbehörden können die Reisebudgets beispielsweise nun auch flexibler handhaben“, erläuterte Glawe.

Die Reduktion bei den Angebotskapazitäten ist auch Folge der Marktentwicklung. Die ressortübergreifende Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendreisen“ hat Ende Dezember unter Federführung des Wirtschaftsministeriums die Unterstützungsmöglichkeiten des Segments besprochen. „Es werden beispielsweise Investitionen durch Gelder aus dem Strategiefonds des Landtages ermöglicht. Für fünf Jahre sollen ab 2018 jährlich 100.000 Euro den Schullandheimen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Thema im Landtag – Spitzenplatz im Tourismus verteidigen

Schwerin – Am Donnerstag ist im Rahmen einer Aussprache im Schweriner Landtag das Thema „Spitzenplatz im Tourismus durch Investitionen in Angebote und Personal verteidigen“ diskutiert worden. „Unsere Zielstellung für die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern ist die Steigerung der Wertschöpfung pro Gast und die Erhöhung der Qualität des touristischen Angebotes im Land. Und dies mit allen sich daraus ergebenden volkswirtschaftlichen Effekten. Dazu gehören zum Beispiel Bruttowertschöpfung, Beschäftigungseffekte, Einkommenseffekte und Steuereffekte, aber auch Kulturangebote, Dienstleitungen und – nicht zuletzt – Infrastrukturen. Wir arbeiten daran, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können. Herausforderungen sind die Themen Qualitätssicherung, Fachkräftegewinnung und Unternehmensnachfolge“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag im Landtag in Schwerin.

Tourismus ist ein wichtiges Querschnittsthema, eine ressortübergreifende Aufgabe und muss als solche in der Arbeit der Landesregierung verankert sein. „Wir wollen gemeinsam aufzeigen, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann. Qualitäts- und Nachhaltigkeitsinitiativen, Weiterbildungen und Kooperationen sowie die Internationalität werden künftig eine größere Rolle spielen. Erreicht werden soll dieses nicht nur mit der in der Landesregierung abgestimmten neuen Tourismuskonzeption, sondern auch mit einem Umsetzungsmanagement, das mit Hilfe von Partnern und Koordinatoren die Entwicklung begleiten soll. Denn: Tourismus ist ein Querschnittsthema für die Wirtschaft, für die Unternehmen, für die Verwaltung auf Kreisebene und in den Kommunen und natürlich für alle ‚Gastgeber‘ im Urlaubsland, sprich die Bevölkerung“, so Glawe weiter.

„Den Spitzenplatz durch Investitionen verteidigen wir auch weiter durch die gezielte Förderung von touristischen Vorhaben. Schwerpunkte bilden Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung in den Tourismusschwerpunkt- und Tourismusentwicklungsräumen unseres Landes“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Seit 1990 wurden in M-V im Bereich des gewerblichen Tourismus für 3.310 Investitionsvorhaben Investitionszuschüsse vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 1,48 Milliarden Euro bewilligt. Damit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 5,38 Milliarden Euro ausgelöst werden. „Es liegen weitere Anträge für die Investitionsförderung vor“, so Glawe weiter. Konkret sind die Anträge für 34 Investitionsvorhaben im Bereich Tourismus. Diese umfassen ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 348,3 Millionen Euro. Die Investitionsvorhaben könnten mit knapp 50 Millionen Euro bezuschusst werden.

Noch deutlicher wird die Unterstützung bei der Förderung der touristischen Infrastruktur. Seit 1990 wurden in M-V im Bereich der touristischen Infrastruktur Investitionszuschüsse vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 1,02 Milliarden Euro bewilligt. Somit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro ausgelöst werden.

Die Mittel der Zuschüsse für die Förderung vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER)“.

Im Jahr 2017 wurde und wird beispielweise der Ausbau der multifunktionalen Veranstaltungsarena Rostock; das Haus des Gastes in der historischen Burganlage Plau am See; der Neubau des Polariums im Rostock Zoo; der Rettungsturm sowie die Touristeninformation in Binz und der Ausbau der Burgstraße in Burg Stargard unterstützt.

„Wichtig für alle ist auch die Verbesserung der Erreichbarkeit der touristischen Angebote im Land und die Verzahnung der Alltags- und touristischen Verkehre. Über die Flughäfen Rostock-Laage und Heringsdorf und über die Kreuzschifffahrthäfen in Rostock und Wismar sind wir zunehmend besser erreichbar. Bei den Bundesautobahnen – wir wissen das alle – gibt es derzeit für uns große Baustellen, das ist keine Frage. Die Landesregierung arbeitet gemeinsam mit den Behörden vor Ort an Lösungen“, machte Glawe deutlich. „Wichtig ist auch der Erhalt der touristischen Funktionsfähigkeit der Bundeswasserstraßen für die wassertouristische Nutzung des größten innerdeutschen Wasserstraßennetzes M-V mit Brandenburg und Berlin. An der Ostseeküste benötigen wir unbedingt den Lückenschluss auf Fischland-Darß zur Herstellung eines funktionsfähigen Netzes von Sportboothäfen an der Außenküste von M-V. Auch Häfen im Bereich Usedom und im Osten von Rügen sind für das Wasserwandern oder Segeln entlang der Ostseeküste von enormer Bedeutung.“

Ein wichtiger Schwerpunkt ist auch das Ansprechen von internationalen Zielgruppen. „Wir wollen stärker wahrgenommen werden: Deshalb ist Mecklenburg-Vorpommern 2018 das erste Partnerland der Internationalen Tourismusbörse (ITB) auf Landesebene. Damit setzen wir den Startschuss für eine neue Qualität der internationalen Positionierung des Urlaubslandes“, sagte Wirtschaftsminister Glawe im Landtag. Zu den Zielen zählen beispielsweise: Die Bekanntheit in der internationalen Reisebranche und das Interesse bei nationalen und internationalen Reiseveranstaltern erhöhen. Stärke Aufmerksamkeit bei Endkunden/Besuchern erzeugen. Das Image als Urlaubsland und als Land zum Leben und Arbeiten nachhaltig prägen.

Eine internationale Ausrichtung verfolgt auch das Ostseetourismuszentrum als eine Schaltzentrale im Internationalen Haus des Tourismus in Rostock. „Mit dem EU-Projekt wird die länderübergreifende Vernetzung der Tourismusakteure im Ostseeraum gefördert. Zentrale Themen sind Nachhaltigkeit, Saisonalität und Internationalisierung des touristischen Angebots“, so Glawe.

Im kommenden Jahr findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Und in 2020 wird Mecklenburg-Vorpommern den Germany Travel Mart (GTM), die größte und bedeutendste Einkaufs- und Verkaufsmesse für den Deutschlandtourismus, ausrichten. „Wir sind gemeinsam auf einem guten Weg. Und wenn wir, Branche und Verwaltung, Politik und Gastgeber, weiter an einem Strang ziehen, bin ich überzeugt, dass wir im touristischen Wettbewerb weiter vorn bleiben werden. Lassen Sie uns gemeinsam dafür arbeiten und gemeinsam aktiv werben“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Rund 131.000 Beschäftigte sind in den Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben tätig. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 4,1 Milliarden Euro und bildet damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab.

Neujahrsempfang der Stadt Putbus

Glawe: Hafen Lauterbach kann ausgebaut werden

Insel Rügen – Am Sonnabend (20.01.) hat die Stadt Putbus (Landkreis Vorpommern-Rügen) ihren Neujahrsempfang gefeiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid für die Erneuerung und Entwicklung des Hafens Lauterbach (Ortsteil der Stadt Putbus). „Das ehemalige Fischerdorf Lauterbach hat sich zu einem beliebten Ausgangspunkt für Tagesausflügler und Urlaubsgäste entwickelt, die beispielsweise Schiffstouren rund um die Insel Vilm oder durch den Rügenschen Bodden unternehmen. Jetzt soll der Hafen ausgebaut werden, um die Angebote für die Besucher zu erweitern. Mit den geplanten Änderungen im und um den Hafen wird die gesamte Region touristisch aufgewertet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Stadt Putbus plant die vorhandene Anlegestelle insbesondere für Flusskreuzfahrtschiffe auszubauen. Mit der Modernisierung des Hafengeländes „Westlicher Kai“ zu einem Tourismusgebiet werden zwei Liegeplätze für Flusskreuzfahrtschiffe der sogenannten 120-Meter-Klasse geschaffen, die dem gestiegenen Bedarf an Anlege- und Verweilmöglichkeiten Rechnung tragen sollen. Zusätzlich werden Versorgungssäulen für Strom und Trinkwasser für die Schiffe eingerichtet. Auch eine Erneuerung der südlichen Uferwand und die Errichtung eines Informationszentrums sind vorgesehen. Die vorhandenen gastronomischen Einrichtungen sollen in die neue Nutzung eingebunden werden.

Gegenüber dem Gastronomiebereich sind Liegeflächen für Segler und Traditionsschiffe vorgesehen. Die Freitreppe soll mit Sitzstufen versehen sein. Ein barrierefreier Zugang soll insbesondere älteren Menschen einen leichten Zugang zum geplanten Informationszentrum und dem Gastronomiebereich ermöglichen. „Mit dem Ausbau der Kaianlagen sollen künftig bei Veranstaltungen wie beispielsweise dem Hafenfest, dem internationalen Vilmschwimmen zwischen Insel und Hafen sowie der traditionellen Regatta `Rund Vilm´ den Besuchern ein höherer Komfort geboten werden“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen des Vorhabens betragen rund fünf Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und knapp sechs Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden im gleichen Zeitraum 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen gezählt.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zum größten zusammenhängenden Wassersportrevier in Deutschland. 1.945 km Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 km lange Fließgewässer bieten ideale Wassersportbedingungen. Im Land gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Mit 1.400 Unternehmen und rund 7.000 Beschäftigten ist der Wassertourismus einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. In den letzten 10 Jahren erfolgte eine Verdreifachung der Umsätze auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Internationale Messe „boot Düsseldorf“

Schwerin – 41 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern sind ab Sonnabend (20.01.) acht Tage lang auf der internationalen Messe „boot Düsseldorf“ vertreten. „Die starke Präsenz der Aussteller zeigt: Mecklenburg-Vorpommern hat rund um den Wassersport eine Menge zu bieten. Wir können mit idealen Wassersportbedingungen, einer gut ausgebauten Infrastruktur sowie unserer beeindruckenden Seen- und Flusslandschaft punkten. Die Unternehmen nutzen die Chance, auf der Messe für ihre touristischen Produkte und Dienstleistungen zu werben. Das ist beste Werbung auch für unser Land. Es geht darum, neue Absatzmärkte zu erschließen und neue Gäste für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Ein Schwerpunkt der Präsentation ist das Projekt „South Coast Baltic“, das von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem gleichnamigen Segelrevier der südlichen Ostseeregion gezeigt wird. „Ziel ist es, die Region bekannter zu machen und für weitere Wassersporturlauber – ob Segler, Motorboot- oder Chartergäste – zu werben. Wir können die wassertouristischen Angebote im Raum südliche Ostseeküste als Einheit noch besser vermarkten. Neue internationale Quellmärkte werden so noch besser erschlossen. Wir haben im Land eine gut ausgebaute Infrastruktur, die kann intensiv von Gästen genutzt werden. Das muss überregional noch bekannter werden“, forderte Glawe. In dem Projekt geht es auch um eine verstärkte grenzüberschreitende Netzwerkarbeit zwischen Marinabetreibern und Charterunternehmen sowie eine Kompetenzentwicklung und Profilierung des Marina-Netzwerkes in den jeweiligen Regionen. Auf der Messe wechseln sich am Vorpommern-Stand der Tourismusverband Vorpommern, die Usedomer Tourismusgesellschaft, die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und der Marinaverbund Ostsee mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern ab. „Ziel muss es sein, insgesamt noch mehr internationale Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte Glawe.

In dem Projekt sind 21 Partner gemeinsam aktiv; auf deutscher Seite handelt es sich um den Tourismusverband Vorpommern e.V., die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf und der Marinaverbund Ostsee e.V. sowie der Planungsverband Vorpommern und der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern als assoziierte Partner. Darüber hinaus sind polnische, litauische und dänische touristische Anbieter dabei. Das Gesamtbudget beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Interreg V A – Programm südliche Ostsee und aus Mitteln der „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 2,1 Millionen Euro unterstützt.

Mecklenburg-Vorpommern gehört zum größten zusammenhängenden Wassersportrevier in Deutschland. 1.945 km Ostseeküste, mehr als 2.000 Binnenseen und über 26.000 km lange Fließgewässer bieten ideale Wassersportbedingungen. Im Land gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. „Mit 1.400 Unternehmen und rund 7.000 Beschäftigten ist der Wassertourismus einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. Der Bereich ist in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen“, sagte Glawe. In den letzten 10 Jahren erfolgte eine Verdreifachung der Umsätze auf 474 Millionen Euro Bruttoumsatz.

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis heute 360 wassertouristische Infrastrukturmaßnahmen (z.B. Strandaufgänge, Promenaden, Seebrücken) gefördert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rd. 538 Millionen Euro, die Förderung vom Wirtschaftsministerium betrug rund 417 Millionen Euro. Im Bereich des gewerblichen Wassertourismus wurden von 1990 bis heute im Rahmen von 143 Investitionsvorhaben (zum Beispiel Sportboothäfen, Marinas) rund 228,5 Millionen Euro investiert. Sie wurden mit 85,5 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium durch Investitionsförderung unterstützt. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Wir werden Investitionen auch künftig weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Hotel in Groß Nemerow investiert in Erweiterungen

Groß Nemerow – Das Hotel Bornmühle in Groß Nemerow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) soll erweitert werden, um den Hotel- und Restaurantbereich strategisch für einen erweiterten Urlauberkreis zu positionieren. „Das Hotel Bornmühle plant, sein Angebot für neue Gästegruppen zu erweitern. Neben dem Erholungsaspekt setzen die Hotelbetreiber jetzt auch verstärkt auf Tagungsgäste. Das ist wichtig, um die Auslastung der Unterkünfte auch außerhalb der Haupt-Urlaubszeiten weiter zu erhöhen. Mit dem Vorhaben werden 55 Arbeitsplätze gesichert und sechs neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Hotel wurde in den Jahren 1991/92 neu errichtet und liegt am Tollensesee in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die bisherige Ausrichtung als Wellness- und Urlaubshotel soll durch die Sparten Tagungen und Events grundlegend erweitert werden. Dabei stehen unter anderem die Themen „Neue Arbeitswelten“, „Gesundes Arbeiten“, „Modernes Seminarumfeld“, „Life & Work Balance“ sowie „Naturerlebnisse“ im Vordergrund. Alle Hotelbereiche – von den Zimmern über Restaurant und Spa bis zu den Außenbereichen – werden aufeinander abgestimmt. Um das Konzept umzusetzen, sind bauliche Veränderungen und Investitionen in die Ausstattung geplant. In der Umsetzungsphase soll im 3. Obergeschoss des Neubaus ein NEW WORK LOFT mit innovativen Raumkonzepten wie „Social Hub“, „Focus Single“, „Intimate Box“, „Create Team“, „Coaching Box“ und „Event Room“ entstehen, um erlebbar zu machen, wie effektiv eine nach NEW WORK Prinzipien konzipierte Arbeitsumgebung zur Leistungs- und Kreativitätssteigerung sowie zur Förderung des Wohlbefindens beitragen kann.

Weiterhin werden Bar-, Lobby- und Restaurantbereich erweitert. Insgesamt erhöht sich die Kapazität mit der Neuausrichtung von 119 auf 186 Betten. „Investitionen in zusätzliche Angebote wie beispielsweise Tagungen und Events tragen dazu bei, die Region insgesamt bei einem größeren Gästekreis bekannter zu machen. Und: Wer beruflich zu einer Tagung in die Mecklenburgische Seenplatte reist, lernt die Region kennen und kommt hoffentlich als Urlauber zurück in die Region“, sagte Glawe.

Das Land plant, das Vorhaben bei Vorlage aller Unterlagen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro zu unterstützen. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 9,7 Millionen Euro.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis September 2017 mehr als eine Million Ankünfte und knapp 3,7 Millionen Übernachtungen. Insgesamt waren es im gleichen Zeitraum in ganz Mecklenburg-Vorpommern knapp 6,2 Millionen Ankünfte und knapp 25 Millionen Übernachtungen.

Karls eröffnet am 23. März 2018 Upcycling-Hotel in Rövershagen

Rövershagen – Komfortabel nächtigen zwischen Europaletten, entspannen im Licht einer Lampe aus einer alten Kaffeekanne, fabulieren am Tisch aus einer Kabeltrommel: Am 23. März eröffnet mit dem Upcycling-Hotel „Alles Paletti“ in Rövershagen bei Rostock eine Unterkunft der besonderen Art.

Damit steigt Eigentümer Robert Dahl, der bereits drei Erlebnis-Dörfer im Nordosten sowie das „Pier 7“ im Ostseebad Warnemünde betreibt, ins Hotelgeschäft ein. Das Konzept ist so außergewöhnlich wie seine Erlebnis-Dörfer, die besonders bei Familien beliebt sind. Alle 50 Zimmer sind mit Materialien und Möbeln ausgestattet, die eine Geschichte mit sich bringen und liebevoll aufgearbeitet wurden. So fungieren beispielsweise Skier als Bettbegrenzung, Schlitten werden zu Badregalen und Stühle zu Leitern.

Buchungen sind ab 67 Euro für das Doppelzimmer möglich und beinhalten die Tageskarte für Karls Erlebnis-Dorf, auf das Gäste aus dem Hotelzimmer blicken.

Ostseeküsten-Radweg wird in Altefähr weiter ausgebaut

Insel Rügen – Die Gemeinde Altefähr (Insel Rügen) plant den Ausbau des Radweges „Schwarzer Weg“ von Altefähr (Gärtnerei) bis zur Bundesstraße 96. „Die Insel Rügen bietet Radfahrern landschaftlich beeindruckende Wege für kürzere und längere Touren. Ausgangspunkt für viele Ausflüge ist das Seebad Altefähr. Jetzt soll der Radweg in der Gemeinde ausgebaut werden, um das Radwegenetz auf der Insel weiter zu verbessern und so die Region touristisch weiter aufzuwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant ist, den bisher unbefestigten Weg zwischen Altefähr und der B 96 ab der Gärtnerei auf einer Länge von 405 Metern und einer Breite von zweieinhalb Metern auszubauen. Damit wird eine Lücke zur B 96 geschlossen. Der „Schwarze Weg“ gehört zum Radwegenetz des Ostseeküstenradweges, der auf 278 Kilometern rund um die Insel führt. Der Ostseeküsten-Radweg führt über insgesamt circa 800 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entlang der gesamten Ostseeküste, einschließlich der Umrundung der Insel Rügen, bis zur deutsch-polnischen Grenze bei Ahlbeck und leitet Ausflügler auf der Tour zu den UNESCO-Welterbestädten Wismar und Stralsund, den Rügener Kreidefelsen, der Usedomer Bäderarchitektur in Zinnowitz und letztlich zu den Kaiserbädern. „Die Region West-Rügen wird von den Gästen unseres Landes gern besucht. Mit dem Ausbau der Etappe wird die Gegend touristisch weiter aufgewertet“, sagte Glawe.

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es im Zeitraum Januar bis Oktober 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes mehr als 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 5,9 Millionen Übernachtungen von Urlaubsgästen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt mehr als 6,8 Millionen Ankünfte und 27,3 Millionen Übernachtungen.

Die Gesamtinvestitionen für den Ausbau des Radweges betragen knapp 184.000 Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 165.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

Tourismus weiter auf Wachstumskurs

Warnemünde – Beim traditionellen Jahresempfang der Rostocker Touristiker im Kurhaus Warnemünde haben rund 170 Gäste die erfolgreiche touristische Saison Revue passieren lassen und sich auf das kommende Jahr eingestimmt. Im Zuge des anstehenden Doppeljubiläums von Hansestadt und Universität 2018/19 wird Rostock über die Landesgrenzen hinaus mit besonderen Highlights strahlen. Besonders der 38. Internationale Hansetag und die Premiere des „Rostock Cruise Festival“ werfen ihre Schatten voraus. Auch in den Übernachtungszahlen 2017 zeigte die Zwischenbilanz, dass Rostock & Warnemünde das hohe Niveau der Gästeankünfte und Übernachtungen halten und sogar Zuwächse verzeichnen konnte.

„Wenn wir auf 2017 zurückblicken, können wir zu Recht stolz auf die erfolgreichen Entwicklungen im Tourismus sein. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der touristischen Akteure in Rostock und somit auch der Verdienst aller Leistungsträger“, sagte der Geschäftsführer von Rostock Marketing und Tourismusdirektor, Matthias Fromm.

Das kürzlich in der Wirtschaftswoche veröffentlichte Städteranking der IW.consult bestätigt die hohe Dynamik bei den Gästeübernachtungen. Demnach belegt Rostock im Niveauranking Platz 3 hinter Frankfurt/Main und München. „Ich freue mich, dass wir in 2012 mit der strategischen Neuausrichtung im Tourismus frühzeitig Aktivitäten entwickelt haben, die jetzt ihre positive Wirkung entfalten“, sagte Fromm. „Dies ist Ansporn und Verantwortung zugleich. Um den Erwartungen unserer Urlauber und Gäste auch künftig entsprechen zu können, muss die Branche die Zusammenarbeit weiter intensivieren, Themen wie Qualität noch stärker in den Fokus rücken und den Ausbau der touristischen Infrastruktur vorantreiben. Nur so können wir ein nachhaltiges und qualitatives Wachstum sichern“, so Fromm weiter.

„Das hohe touristische Niveau möchten wir insgesamt im Land auch in den kommenden Jahren halten und, wenn möglich, sogar noch weiter ausbauen. Gerade Rostock ist für seine fortschrittlichen Initiativen etwa bei der Servicequalität oder der Barrierefreiheit beispielhaft. Nicht umsonst verzeichnet die Beherbergungsstatistik hier seit 2010 eine kontinuierlich positive Entwicklung“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Insbesondere die größeren Städte des Landes tragen zum touristischen Vorankommen bei. Die Hansestadt Rostock erweist sich seit Jahren als Wachstumsmotor im Tourismus.“ Von Januar bis Oktober diesen Jahres legt die Hansestadt Rostock nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen um 0,9 Prozentpunkte zu. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 1,75 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Ankünfte wuchsen im selben Zeitraum um 1,8 Prozentpunkte.

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Hanse- und Universitätsstadt. Darüber hinaus prägt er das Image und ist bestes Aushängeschild der Stadt. Vom Tourismus profitieren ebenso die regionale Entwicklung sowie die Lebensqualität der Einwohner. Rostock Marketing ist mit Einführung der freiwilligen Marketingumlage zur Finanzierung des Tourismus auch nach fast acht Jahren weiter auf Erfolgskurs. „Ich freue mich, dass wir es in Rostock ohne Pflichtabgaben gemeinsam geschafft haben, die Tourismuswirtschaft beispielhaft auf Wachstumskurs zu bringen“, betonte Oberbürgermeister Roland Methling. „Mit seiner hohen Wertschöpfung hat unter anderem auch der Tourismus dazu beigetragen, dass wir erfreulicherweise gerade im Jubiläumsjahr die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit zurückerlangen konnten. Dafür danke ich an dieser Stelle der gesamten Branche und bin sicher, dass sich die Rostocker Touristiker auch in 2018 als vortreffliche Gastgeber präsentieren. Die Festveranstaltung des Jubiläums, der 38. Internationale Hansetag, wird aus rund 16 Nationen Besucher nach Rostock locken. Es ist eine historische Chance, hier mit einem hohen Niveau an Service und Dienstleistung zu punkten“, so Methling und weiter mit Blick auf die bevorstehenden Ereignisse: „Die Feierlichkeiten zur 800-jährigen Stadtrechtsbestätigung und zu 600 Jahren Universität werden Rostock in den nächsten beiden Jahren national wie international in den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, aber auch touristischen Fokus rücken. Wir sind bestrebt, dieses Ereignis zu einem einmaligen Höhepunkt werden zu lassen, auf das alle immer gern zurückblicken werden.“

Rostock hat auf Grundlage der Tourismuskonzeption 2022 auch die Vermarktung der Destination im Geschäftsreisetourismus erfolgreich angestoßen. Mit der Gründung des Rostock Convention Bureau in 2016 wurde eine Marktlücke geschlossen, um Rostock im stark umkämpften Tagungs- und Kongressmarkt als Top-Tagungsdestination an der Ostsee zu profilieren. Durch eine neu geschlossene Kooperation mit dem Landestourismusverband profitiert künftig das gesamte Land von der Arbeit des Rostock Convention Bureau. Ebenfalls rückt der Gesundheitstourismus zunehmend in den Fokus der touristischen Vermarktung. Hier zeigen die Rostocker Touristiker großes Engagement und sind auf dem besten Weg, Warnemünde zum ersten Thalasso-Seebad an der Ostseeküste zu entwickeln. Um im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bestehen, treibt Rostock das wichtige Thema Servicequalität weiter erfolgreich voran.

„Im stark umkämpften Tagungssegment haben wir nun die Chance, uns mittelfristig als Top-Tagungsdestination zu etablieren. Auch der Gesundheitstourismus motiviert neue Zielgruppen für eine Reise in unser Bundesland. Rostock und Warnemünde bieten mit ihrem hervorragenden Naturraum auch in dieser Disziplin beste Standortfaktoren. Jene Botschaften tragen wir natürlich gern nach außen. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin wird MV dieses Jahr als Partnerland auftreten. 2019 findet der Deutsche Tourismustag in Rostock statt. Zudem ist die Branche 2020 zum zweiten Mal nach 2009 mit der Reisemesse Germany Travel Mart hier in der Hansestadt zu Gast“, machte Wirtschaftsminister Harry Glawe deutlich.

Rostock gewinnt als internationaler Kreuzfahrthafen immer mehr an Bedeutung. So ist ein weiterer Höhepunkt in Planung: Vom 14. bis 16. September 2018 wird die Premiere des „Rostock Cruise Festivals“ in Warnemünde den Blick der internationalen maritimen Industrie auf die Hanse- und Universitätsstadt lenken. Damit wird eine weitere hochwertige Veranstaltung etabliert, die alle zwei Jahre abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days stattfinden wird.

„Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er gilt in der Ostsee längst als wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das seit Jahren kontinuierlich wächst. Das `Rostock Cruise Festival´ ist deshalb eine ideale Chance, unser Land Mecklenburg-Vorpommern noch stärker als touristischen und wirtschaftlichen Standort zu positionieren“, erläutert Minister Glawe deutlich. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren bereits neue Bestmarken aufgestellt, die 2018 noch einmal getoppt werden könnten. Auch andere Kreuzfahrthäfen des Bundeslandes erfahren ähnliche Impulse wie Rostock mit beachtlichen Steigerungsraten. „Der gesamte Kreuzfahrtmarkt ist nach wie vor im Wachstum und bringt zum Teil erhebliche Potentiale mit sich. Der Flughafen Rostock-Laage profitiert von höheren Passagierzahlen und die Herkunft der Kreuzfahrtgäste sorgt auch dafür, dass Mecklenburg-Vorpommern in der ganzen Welt als einzigartiges Urlaubsziel wahrgenommen wird“, so Minister Glawe weiter.

„Wir unterstützen den Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur weiter. Dabei liegt ein Schwerpunkt beispielsweise in der Vergrößerung des Angebotes von saisonunabhängigen Einrichtungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. So fördert das Wirtschaftsministerium in Rostock den Neubau des POLARIUMS mit einem Zuschuss in Höhe von 10,26 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Insgesamt belaufen sich die Investitionskosten für das POLARIUM auf rund 11,51 Millionen Euro. Auch die StadtHalle wird zu großen Teilen in neuem Glanz erstrahlen. Sie wird zu einem multifunktionalen Kongress- und Eventcenter ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen für Modernisierung sowie den Um- und Ausbau der Rostocker StadtHalle betragen rund 16,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 15,2 Millionen Euro.

Ein Schwerpunkt der täglichen Arbeit von Rostock Marketing und der Tourismuszentrale liegt auf dem touristischen Marketing für Rostock & Warnemünde, das nur mit Unterstützung des starken touristischen Netzwerks umgesetzt werden kann. Davon profitiert auch insbesondere die Branche, wie Frank Martens, Vorsitzender vom Tourismusverein Rostock & Warnemünde e.V., bestätigt: „Die erfolgreiche Arbeit, die Rostock Marketing für den Tourismus leistet, ist letztendlich für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Einbindung der Branche zur Mitgestaltung des Tourismusmarketings ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der guten Entwicklung in der Hansestadt Rostock. Initiativen wie ServiceQualität Deutschland helfen uns, unsere eigenen Angebote weiter zu verbessern. Aber auch das Rostock Convention Bureau oder die Projekte im Gesundheitstourismus tragen dazu bei, dass wir uns touristisch breiter aufstellen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir begrüßen daher dieses Engagement und beteiligen uns gern an der freiwilligen Marketingumlage.“

Tourismusverein Vogelparkregion Recknitztal e. V. will Region stärker vernetzen

Marlow – Der Tourismusverein Vogelparkregion Recknitztal e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 100 Touristikern im Großraum Recknitztal. Die Mitglieder kümmern sich um die Vermarktung der Region von der südlichen Boddenküste bis zum Fluss Trebel. Jetzt sollen verstärkt vernetzte Angebote für Urlauber und Ausflügler zusammengestellt werden, um die Region intensiver als Tourismusdestination weiter zu entwickeln und gleichzeitig die Wirtschaftskraft der touristischen Anbieter zu stärken.

„Viele Gäste in Mecklenburg-Vorpommern suchen die naturnahe Erholung im ländlichen Raum. Die Vogelparkregion Recknitztal bietet neben Bad Sülze, Marlow und Ribnitz-Damgarten zahlreiche weitere Orte, die es sich zu besuchen lohnt. Der Tourismusverein hat es sich zum Ziel gesetzt, Urlauber noch stärker auf die Schönheiten der Region aufmerksam zu machen und so für erholsame Tage im Recknitztal zu werben. Wir können im Ergebnis durch die Kombination von Angeboten neue Gäste für Vorpommern gewinnen. Das stärkt auch die heimische Tourismuswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Laut Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR) ist Mecklenburg-Vorpommern eines der wichtigsten Ziele für Natururlauber. 18,7 Prozent aller inländischen Natur-Urlaubsreisen (ab 5 Tagen) gingen im Jahr 2016 nach Mecklenburg-Vorpommern. Das entspricht rund 1,35 Millionen Urlaubsreisen. Im ländlichen Raum (Gemeinden unter 5.000 Einwohnern) wurden im Jahr 2016 nach Angaben des Statistischen Amtes rund 5,54 Millionen Übernachtungen registriert. Das entspricht rund 18 Prozent an allen Übernachtungen im Jahr 2016 (30,3 Millionen). „Wir haben noch Potential, die ländlichen Räume in Mecklenburg-Vorpommern durch neue landtouristische Angebote für Urlauber und Einheimische noch attraktiver zu machen. Das Vorhaben des Tourismusvereins Vogelparkregion Recknitztal ist ein richtiger Schritt für die Region“, sagte Glawe.

Das Buch „Die magischen Abenteuer aus der Vogelparkregion Recknitztal mit Tizi Toll und Fiete Marlow“ ist um sechs Episoden erweitert worden. Anhand mehrerer Geschichten können Familien mit Kindern eine Rundreise durch die Region unternehmen, die Stationen von Tizis und Fietes Abenteuern besuchen und zum Abschluss ein „magisches“ Amulett erhalten. Das Buch und ein Hörbuch gibt es auch zum Download (kostenfrei) unter www.tizi-fiete.de.

Das Projekt des Tourismusvereins wird vom Land aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) in Höhe von 25.000 Euro unterstützt. Die Gesamtkosten betragen rund 36.000 Euro.

Inselhafen Prerow – längste Brücke im Ostseeraum soll entstehen

Prerow – Im Ostseebad Prerow hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse der Variantenuntersuchung und die bevorzugte Nutzungsvariante für das Vorhaben „Inselhafen Prerow – Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort“ vorgestellt.

„Mir ist wichtig zu betonen, dass sich Koalition, Landtag, Kabinett und die Prerower Bürger gemeinsam für den Neubau und den Betrieb des Hafens ausgesprochen haben. Zum Schutz und der Rettung der Menschen, die in Prerow eine lange Tradition hat, aber auch zur touristischen sowie wirtschaftlichen Aufwertung bringt das Vorhaben viele positive Effekte für Prerow und die Region mit. Das hat ein Gutachten zum wirtschaftlichen Effekt unterstrichen“, betonte der Minister.

Das Gutachten ergab, dass ein Fahrgastschiffbetrieb an bis zu 75 Tagen im Jahr wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Es sind insgesamt regionalwirtschaftliche Effekte bis zu 380.000 € im Jahr, die zu 45 % aus den Sportliegeplätzen erwirtschaftet werden, möglich.

Im Rahmen der Vorplanung wurden 5 Nutzungsvarianten untersucht. Alle enthalten Liegeplätze für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Havaristenliegeplatz und Tochterboot), einen Liegeplatz für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und Liegeplätze für die örtlichen Fischer. Die Unterschiede zwischen den Varianten ergeben sich aus der Anzahl der Liegeplätze für Sportboote, den Möglichkeiten für Fahrgastschiffanleger und Liegeplatz sowie der Ausstattung des Hafens. Die Kosten der einzelnen Varianten liegen zwischen ca. 20 und ca. 28,8 Mio. €. Dazu kommen Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung.

Die an der Finanzierung beteiligten Ministerien haben sich auf eine Variante verständigt. „Doch erst das Kabinett des Landes wird über die endgültige Variante entscheiden“, so Backhaus.

Die Vorzugsvariante beinhaltet:

  • DGzRS inkl. Liegeplatz für Havarist, DLRG, 7 Fischer
  • 33 + 10 Sportbootliegeplätze, Notliegeplatz für größere Schiffe im Hafen
  • Fahrgastschiffanleger an der Seebrücke
  • Betriebsgebäude mit Technik, Lager, sanitären Einrichtungen, Landstrom
  • Seebrückenbreite 4,20m, Länge ca. 690 m
  • 3 touristisch nutzbare Aufweitungen (wie z.B. Liegen oder ein Wasserspielplatz für Kinder)

„Wir haben uns für diese interessante und wirkungsvolle Alternative ausgesprochen, da weitere Liegeplätze die Etappenfunktion stärken. Außerdem ist bei Umsetzung der Kombination aus Fahrgastschiffsanleger an der Seebrücke und multifunktional nutzbarem Notliegeplatz die Etablierung eines wirtschaftlichen Fahrgastschiffbetriebs möglich. Diese multifunktionale Nutzung gestaltet den Hafen flexibel. Außerdem steigert der Bau mit der längsten Brücke im Ostseeraum die touristische Attraktivität“, sagte der Minister.

Die Gemeinde hat am Planungsprozess mit einer Hafengruppe mitgewirkt, die sich mit konkreten Hinweisen zur Planung beschäftigt hat. „Mir ist diese Zusammenarbeit wichtig, weshalb die Gemeinde weiterhin in die Planungen einbezogen werden soll. Ich erwarte beispielsweise eine Stellungnahme der Gemeinde und des Amtes zum Variantenvorschlag. Zudem werden die Bürger, die Gemeinde und Träger öffentlicher Belange im Planfeststellungsverfahren, das in diesem Jahr beginnt, die Möglichkeit haben ihre Belange einzubringen“, sagte Backhaus. Die Vorplanung und die Variantenuntersuchungen sind nun abgeschlossen.

„Nach der Kabinettsentscheidung wird die Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass der Inselhafen 2021 in Betrieb gehen kann. Damit kommen wir nach 30 Jahren Diskussion über eine mögliche sinnvolle Alternative zum Nothafen am Darßer Ort, der immer wieder versandet, endlich zu einer sinnvollen Lösung“, äußerte sich der Minister.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.inselhafen-prerow.de.