Neuer Treffpunkt für Künstler und Kulturinteressierte in Krakow am See

Foto: Luftkurort Krakow am See - Kulturladen

Luftkurort Krakow am See – Kulturladen. Der Kulturladen bietet Künstlern der Region eine zentrale Anlaufstelle und die Möglichkeit, ihre Werke anzubieten.

Krakow am See – Der Luftkurort Krakow am See (Landkreis Rostock) plant, seine Innenstadt weiter zu beleben und dabei verstärkt auf kulturelle Angebote zu setzen. Zentraler Anlaufpunkt soll der Kulturladen sein. „In Krakow am See entsteht ein Ort, an dem sich Kulturschaffende und Kunstinteressierte begegnen und über die Angebote der Region austauschen können. Zugleich soll eine Möglichkeit für Gäste und Einheimische geschaffen werden, Kunst- und Handwerkswaren von lokalen Produzenten zu erwerben. Der Kulturladen wird das Einkaufserlebnis in dem Luftkurort erheblich aufwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Vernetzung der Künstler untereinander, um überregional präsenter aufzutreten. Außerdem sind Workshops für Einheimische und Touristen gleichermaßen geplant, die ihnen die Kunst erlebbar machen sollen. Ziel ist es zudem, im Kulturladen selbst produzierte Waren vertreiben zu lassen, um so für eine nachhaltige Belebung der Innenstadt zu sorgen, die auf die ganze Region ausstrahlen kann.

Momentan befinden sich beispielsweise Keramik, Schmuck, Deko-Elemente aus Holz oder Seifen im Angebot, die allesamt in Handarbeit vor Ort gefertigt wurden. Langfristig sollen regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Ausstellungen, Konzerte und Feste etabliert werden. „In Verbindung mit dem Buchdruckmuseum und dem Kulturort Alte Synagoge hat sich in Krakow eine attraktive Kunst- und Kulturszene entwickelt. Bislang fehlte jedoch ein Angebot, um hochwertige, lokale Produkte in breiter Auswahl zu erwerben. Das kann sich im Kulturladen künftig etablieren, der dann auch als Galerie für Kunst mit Bezug zur Region fungieren kann“, so Glawe.

Im Förderzeitraum von März 2018 bis Februar 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes rund 35.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 25.000 Euro.

Im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, umgeben von der zauberhaften Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, liegt Krakow am See zwischen drei Naturparks, mehreren Natur- und Landschaftsschutzgebieten und mehr als 1000 Seen. Der Name Krakow ist slawischen Ursprungs. „Kraca“ bedeutet Raben- oder Dohlenort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 21. Mai 1298. Das Stadtwappen zeigt einen Stierkopf mit roter heraushängender Zunge, goldener Krone und silbernen Hörnern in einem goldenen Feld. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum des Fürstentums Werle-Güstrow und sogar Tagungsstätte des Landesfürsten von Mecklenburg. In der typischen Ackerbürgerstadt in unmittelbarer Lage direkt am See spielte neben Wollweberei, Handwerk und Gewerbe die Fischerei eine große Rolle. Die umliegenden Wälder waren die Holzlieferanten für den Schiffbau. Die heute bestehende Stadt hat ihren Kleinstadtcharakter bewahrt und zählt neben 10 Ortsteilen knapp 3600 Einwohner.

Sommermonat Juli sorgt für deutliches Plus im touristischen Gesamtjahr

Schwerin – Der Start in die Sommermonate ist in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gelungen. „Besonders der Juli sticht hervor. Von der Ostsee bis ins Landesinnere gab es fast überall Zuwächse. Profitiert hat vor allem auch das Binnenland. Touritisches Zugpferd ist der Campingtourismus. Was mich besonders freut, dass auch mehr ausländische Gäste unser Land entdecken. Kernaufgabe ist die Entwicklung von noch mehr Saisonunabhängigkeit. Das zeigt sich immer wieder angesichts eines wechselhaften und vor allem kühlen Jahresbeginns und eines heißen Sommers. Wir setzen auf qualitativem vor quantitativem Wachstum“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. Allein im Juli konnte M-V nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen ein Plus von 4,8 Prozent (5,4 Millionen Übernachtungen) und bei den Ankünften einen Zuwachs von 4,1 Prozent (1,2 Millionen Ankünfte) gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen.

Von Januar bis Juli konnten in Mecklenburg-Vorpommern 4,4 Millionen Ankünfte (+2,0 Prozent) und 17,2 Millionen Übernachtungen (+1,7 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns konnten im selben Zeitraum mit deutlichen Steigerungen abschließen. Sie erzielten ein Plus von 15,1 Prozent bei den Ankünften (über 688.800 Gäste) und 13,3 Prozent bei den Übernachtungen (über 3 Millionen Übernachtungen). „Das tolle Wetter und eine schöne Natur reichen allerdings nicht mehr aus, um mehr Gäste in ein Land zu locken. Das haben andere Regionen auch. Vielmehr muss der Gesamtrahmen durch ein abwechslungsreiches Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen stimmen. Hier müssen wir intensiv weiter arbeiten“, forderte Glawe.

„Gäste, die wiederkommen, schätzen Kontinuität, aber sie wollen sich auch gern mal überraschen lassen. Mit dem Polarium im Rostocker Zoo ist gerade ein zusätzliches Angebot eröffnet worden“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Auch das Phantechnikum in Wismar, das Agroneum in Alt Schwerin, das Müritzeum in Waren (Müritz) und das Ozeaneum in Stralsund folgen diesem Ansatz mit neuartigen Ausstellungskonzepten und vielen Erlebnisangeboten neue Möglichkeiten für Gäste anzubieten.

Das Reisegebiet Westmecklenburg (+5,1 Prozent bei Ankünften /+6,3 Prozent bei Übernachtungen) hat in den Monaten Januar bis Juli die stärksten Zuwächse zu verzeichnen. Kräftig zugelegt hat auch die Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+3,6 Prozent bei Ankünften /+3,1 Prozent bei Übernachtungen). Die Mecklenburgische Ostseeküste (+4,5 Prozent bei Ankünften /+3,4 Prozent bei Übernachtungen) legte deutlich zu. Die Reiseregion Vorpommern wächst weiter (+0,7 Prozent bei Ankünften /+1,1 Prozent bei Übernachtungen).

Das Gebiet Rügen/Hiddensee (-2,8 Prozent bei Ankünften /-2,4 Prozent bei Übernachtungen) und die Insel Usedom (-2,0 Prozent bei Ankünften /-0,6 Prozent bei Übernachtungen) haben dagegen bei den Ankünften und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch geringe Rückgänge aufzuweisen. Fischland-Darß-Zingst legt bei Ankünften (+4,9 Prozent) und Übernachtungen (+2,1 Prozent) ordentlich zu. Die Hansestadt Rostock verzeichnete in den ersten sieben Monaten des Jahres ein Plus von 3,5 Prozent bei den Ankünften und 5,4 Prozent bei den Übernachtungen.

Die Landeshauptstadt Schwerin wuchs um +1,5 Prozent bei den Ankünften und um 1,6 Prozent bei den Übernachtungen. „Trotz der guten Zahlen müssen wir gemeinsam mit der Branche die Herausforderungen meistern. Hierzu zählen die Schärfung des Tourismusbewusstseins, Investitionen in die Infrastruktur und Mobilität sowie die Fachkräftesicherung und mutige Innovationen“, erläuterte Glawe.

Im Zeitraum Januar bis Juli 2018 verbrachten rund 236.000 ausländische Gäste (+5,1 Prozent) 616.000 Nächte (+6,6 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. Zuwächse gab es vor allem aus den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Tschechien, UK und USA. „Das wir als erstes deutsches Bundesland bei der Internationalen Tourismus Börse Berlin als Partnerland aktiv waren, hat uns eine große internationale Aufmerksamkeit beschert. Daran arbeiten wir weiter. Unser Land muss vor allem im internationalen Vergleich noch bekannter werden. Wir brauchen mehr Gäste aus dem Ausland“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

„Staatlich anerkannter Erholungsort“ für drei Gemeinden

Fuhlendorf – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag den drei Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal (alle Landkreis Vorpommern-Rügen) jeweils den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.

„Die Regionen haben mit ihren Angeboten überzeugt – unter anderem mit der beeindruckenden Natur entlang der weitläufigen Boddenküste, den Hafenbereichen und der touristischen Infrastruktur. Entscheidend ist zudem die Kooperation der drei Gemeinden. Der Ausbau weiterer Angebote wie die Wegeinfrastruktur, vernetzte Angebote und Veranstaltungen sind in der Planung. Als zentrales Ziel steht das Bekanntmachen der südlichen Boddenküste durch gemeinsame Marketingmaßnahmen im Fokus. Schwerpunkt hierbei sind touristische Angebote wie gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, Kulturerlebnisse, Wassersport sowie die Erholung in der Natur des Nationalparks und der Boddenlandschaft. Das ist ein richtiger Ansatz, um weitere Urlauber und Tagesgäste von einem Besuch zu überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Gemeinde Pruchten befindet sich zwischen der Stadt Barth und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und stellt die einzige östliche Zufahrt zum Fischland-Darß-Zingst dar. Die Region ist fast vollständig von Wasser umgeben: der Bodstedter Bodden im Westen, Fitt zwischen Bresewitz und Großer Kirr sowie der Barther Strom im Osten. lnsbesondere das nördlich liegende Gemeindeterritorium wird großflächig vom europäischen Vogelschutzgebiet „Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund“ eingenommen. Ferner befindet sich das gesamte Gemeindegebiet im Landschaftsschutzgebiet „Boddenlandschaft“. „Vor allem Urlauber, die absolute Ruhe und Erholung suchen, fühlen sich in Pruchten wohl. Die Region eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Boddenwiesen sowie für Natur- und Vogelbeobachtungen. Insbesondere der Kranichzug im Frühjahr und Herbst lockt viele Gäste“, sagte Glawe.

Die Gemeinde Saal befindet sich im Nordwesten der Region Barth-Franzburg-Richtenberg und grenzt im Westen an das Stadtgebiet von Ribnitz-Damgarten. Durch die Region verlaufen der Ostseeküstenfernradweg und die regionale Radroute „Backsteinweg Stralsund und Umgebung“. Ein beliebtes touristisches Ausflugsziel ist die aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Dorfkirche mit ihrem hölzernen Glockenturm sowie den „Zwölf-Apostelsteinen“, einer Kultstätte aus der Mittleren- und Jungsteinzeit. „Der Saaler Bodden bietet in der Gemeinde Saal optimale Bedingungen für Wassersportler; besonders Kite-Surfer und Surfer sind hier anzutreffen. Der schöne Badestrand und die Infrastruktur am Hafen Neuendorf haben sich zu einem Geheimtipp bei wassersportbegeisterten Gästen entwickelt“, sagte Glawe.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Fuhlendorf, Bodstedt, Gutglück und Michaelsdorf. Der gesamte nördliche Teil des Gemeindegebietes grenzt unmittelbar an den Bodststedter Bodden. Die Orte Fuhlendorf und Bodstedt sind langgestreckte Straßendörfer, die nahezu „zusammengewachsen“ sind. In allen Orten befinden sich zahlreiche Ferienhäuser oder andere Urlaubsunterkünfte. Der Ort Michaelsdorf wirkt eher kompakt und mit seinen zahlreichen reetgedeckten Häusern beschaulich. Er befindet sich hinter einem geschlossenen Waldgebiet auf einer kleinen Halbinsel zwischen Saaler und Bodstedter Bodden. In Fuhlendorf und in Bodstedt gibt es jeweils einen Hafen. In Bodtstedt befindet sich der sogenannte Traditionshafen mit Liegeplätzen für Zeesboote, eine Marina für Freizeitboote, Anleger für Fahrgastschiffe und eine Hafengaststätte. „Die Region ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt geworden durch die jährlich stattfindende Zeesbootregatta, die Besucher aus Nah und Fern anzieht“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern hatten bislang 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Mit den Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal sind drei weitere Erholungsorte dazu gekommen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Ostseeküste gab es nach Angaben des Statistischen Amtes in der Zeit von Januar bis Juni 2018 mehr als eine Million Ankünfte (+4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 3,4 Millionen Übernachtungen (+3,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es knapp 3,3 Millionen Ankünfte (+1,2 Prozent) und rund 11,8 Millionen Übernachtungen (+0,3 Prozent).

Ahoi Rostock – eine Stadt feiert die Kreuzfahrt und blickt in die Zukunft

Rostock – „Wo Schiffe begeistern, geht die Welt an Bord“ ist das ambitionierte Motto zur Premiere des ROSTOCK CRUISE FESTIVAL vom 14. bis 16. September 2018 in Warnemünde auf der Mittelmole. Von Freitag bis Sonntag dreht sich alles um die faszinierende Welt der Kreuzfahrt. Heute stellten in Schwerin Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing, Tourismusdirektor Matthias Fromm, die Schwerpunkte und das Programm des dreitägigen maritimen Events vor.

Künftig soll abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL alle zwei Jahre mit einem maritimen Programm für die ganze Familie zwischen Kaikante und Warnemünder Ostseestrand stattfinden. AIDA Cruises ist Premiumpartner des ersten ROSTOCK CRUISE FESTIVAL. Mit mehr als 40 Anläufen ist AIDA Cruises auch 2018 der stärkste Kreuzfahrtpartner der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. „Mit dem ROSTOCK CRUISE FESTIVAL empfiehlt sich die Hansestadt als attraktiver Tourismus- und Wirtschaftsstandort und lenkt die Aufmerksamkeit auf die gesamte Wertschöpfungskette der Schiffbau- und Kreuzfahrtindustrie in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Wirtschaftsminister. „Warnemünde ist längst mit jährlich über 200 Schiffsanläufen zu einem der größten Kreuzfahrthäfen in Deutschland avanciert. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL vor allem auch deshalb, weil es um eine nachhaltige Entwicklung geht, in der auch Zukunftsaspekte der Kreuzfahrtbranche eine bedeutende Rolle spielen. Die Veranstaltung hat das Potenzial, sich zukünftig als Plattform für die gesamte maritime Wirtschaft zu profilieren und nachhaltige Effekte für die Werften, Kreuzfahrtbranche sowie deren Zulieferer und Dienstleister zu erzielen.“

„Wir freuen uns, im 800. Jubiläumsjahr der Hanse- und Universitätsstadt einen weiteren neuen Höhepunkt für Rostock zu setzen“, hob Tourismusdirektor Matthias Fromm hervor. „Die imagesteigernde Wirkung für ganz Mecklenburg-Vorpommern möchten wir optimal nutzen und bieten damit auch Unternehmen und Institutionen eine interessante Präsentationsmöglichkeit mit hoher medialer Aufmerksamkeit im Spannungsfeld der maritimen Wirtschaft“, so Fromm. „Aber natürlich geht es auch darum, uns als attraktive Urlaubsdestination in dieser einzigartigen wunderschönen Kulisse zu präsentieren.“

„Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er ist ein wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren kontinuierlich wächst. Auch aufgrund der positiven Entwicklung unterstützen wir den Ausbau der Infrastruktur für den Kreuzfahrttourismus“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Seit den 90er Jahren sind 20,49 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in den Ausbau der Häfen Rostock-Warnemünde und Wismar im Rahmen des Kreuzfahrttourismus geflossen. Damit konnten Gesamtinvestitionen von rund 29,1 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Mittel dafür stammen von der EU, vom Land und vom Bund. Mit den Geldern wurden in Rostock zum Beispiel die Liegeplätze 7 und 8 und die Grauwasserentsorgung im Bereich der Liegeplätze 6 und 8 in Rostock-Warnemünde ausgebaut. In Wismar wurde beispielsweise in die Vorbereitung zur Entwicklung der Infrastruktur für die Kreuzschifffahrt investiert.

Maritime Themenwelten auf der Mittelmole lassen die Gäste das Thema Kreuzfahrt auf verschiedenste Weise erleben. Ein bunt gefächertes Programm bietet für jedermann ein dreitägiges Erlebnis rund um die Kreuzschifffahrt. In drei Themenwelten, die sich in „Erleben“, „Hören“ und „Informieren“ aufteilen, wird die Welt der Kreuzfahrt hautnah an den Gast gebracht.

Der Auftakt des Festivalprogramms ist am Freitag um 18:30 Uhr direkt an der Festivalbühne, wo der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe und der Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Roland Methling, das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL eröffnen. Von dort wird auch gleich danach die „Viking Sun“ auf die Reise verabschiedet. Hierfür wird, der Tradition von auslaufenden Schiffen folgend, die jeweilige Auslaufhymne der Schiffe gespielt und der Sound großflächig auf die Kaikante und die Mittelmole übertragen. Um 19:00 Uhr startet dann die erste Cruise Night, in dessen Rahmen auch die DJs Kamey und Senay Gueler auflegen. Das zweite Kreuzfahrtschiff, das an diesem Abend den Hafen verlässt, ist um 21:00 Uhr die „Marina“.

Absolutes Highlight wird die große Auslaufparade am Samstagabend um 22:00 Uhr, bei der die Kreuzliner „AIDAmar“, „Norwegian Breakaway“ und „Columbus“ direkt hintereinander den Warnemünder Hafen verlassen. Auf diese große Inszenierung ist der beste Blick auf die Ozeanriesen von der Kaikante oder dem Strand garantiert. Mit einem imposanten Feuerwerk werden die drei Schiffe sich hintereinander aufreihen und auf das offene Meer begleitet. Dabei werden ca. 3.400 Effekte von römischen Lichtern und Feuertöpfen bis hin zu Raketen, die hoch über der Küste aufsteigen, gezündet. Die Besucher können sich auf eine spannende und hochemotionale pyrotechnische Show freuen, die die Kreuzfahrtschiffe und den Hafen von Warnemünde perfekt in Szene setzt. Für alle Daheimgebliebenen überträgt das NDR Fernsehen die Auslaufparade live ab 21:45 Uhr.

Am Sonnabend, dem 15. September, findet parallel zum ROSTOCK CRUISE FESTIVAL im nahegelegenen Technologiezentrum Warnemünde ein Symposium zum Thema „Neue Umwelttechnologien zur Schadstoffreduzierung in der Schifffahrt“, das von der Rostocker Hafen- und Entwicklungsgesellschaft ROSTOCK PORT initiiert wird, statt. Damit greift das Festival ein wichtiges Zukunftsthema der maritimen Industrie, insbesondere der Kreuzfahrt auf. Die mit der Kreuzfahrt im Zusammenhang stehenden Anforderungen zur Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen werden so ins Blickfeld gerückt und die verfügbaren technologischen Optionen aus Sicht von Vertretern von Reedereien, Werften, Wissenschaft und Technik vorgestellt. Eine Reflexion des Themas erfolgt abschließend im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion.

Parkplatz am Müritz-Nationalpark wird erweitert

Kargow – Die Gemeinde Kargow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte plant die Erweiterung des Parkplatzes am Nationalpark-Informationsgebäude in Federow. „Der Parkplatz ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Gäste der Region. Vor allem in den Sommermonaten gibt es einen großen Bedarf an Parkplätzen. Ab Federow haben Besucher die Möglichkeit, ihren eigenen fahrbaren Untersatz sicher abzustellen und mit dem Bus, per Fahrrad oder zu Fuß die Region zu entdecken. Mit der Vergrößerung der Parkfläche wird die touristische Qualität vor Ort weiter gesteigert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Nationalpark-Information in Federow liegt etwa sieben Kilometer südöstlich von Waren (Müritz) und hat sich seit der Eröffnung im April 1998 zu einem Ausgangspunkt für Erkundungen in den Müritz-Nationalpark entwickelt. Auf dem Gelände des Informationsgebäudes befinden sich ein Streichelzoo und ein Spielplatz. Jetzt ist vorgesehen, den Parkplatz um 40 PKW-Stellplätze, 16 Caravan-Stellplätze und fünf Busstellplätze zu vergrößern. In diesem Zusammenhang soll die Verkehrsführung angepasst werden, um den Ort Federow zu entlasten. „Mit dem Ausbau des Parkplatzes an der Grenze zum Müritz-Nationalpark wird die touristische Infrastruktur im ländlichen Raum weiter gestärkt“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition für die Baumaßnahmen betragen rund 741.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von rund 654.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Kargow gehört zum Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in der Region von Januar bis Mai diesen Jahres rund 390.000 touristische Ankünfte und mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte und rund 8,4 Millionen Übernachtungen.

Meyer: Gästezufriedenheit muss an erster Stelle stehen

Düsseldorf – Der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, hat die Fachmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf besucht. Er traf während eines Rundgangs die 7 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Camping- und Wohnmobiltourismus ist für Mecklenburg-Vorpommern von großer Bedeutung. Mecklenburg-Vorpommern lädt mit seiner Vielfalt – den wunderschönen Hansestädten, der Ostseeküste und der Seenplatte – dazu ein, das Land mit dem Wohnmobil, dem Campingwagen oder auch mit dem Hausboot zu entdecken. Wir wollen die Messe nutzen, für mobilen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu werben“, erklärte Meyer zu Beginn des Besuchs.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über insgesamt 208 Camping- und Wohlmobilstellplätze. Damit sind wir auch in diesem Tourismussegment gut aufgestellt. Das gemeinsame Ziel von Landesregierung und Tourismusbranche ist es, die Qualität auf unseren Campingplätzen ständig weiter zu verbessern. Die Ansprüche sind heute andere als vor zehn oder zwanzig Jahren. Die Gästezufriedenheit muss an erster Stelle stehen“, sagte Meyer. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Gästeübernachtungen auf den Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig. Im ersten Halbjahr 2018 gab es jedoch wieder einen Anstieg.

Zur Reisemesse Caravan Salon werden nach Angaben des Veranstalters rund 200.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Insgesamt präsentieren sich rund 600 Aussteller. Mecklenburg-Vorpommern ist mit folgenden Unternehmen auf der Messe vertreten: LED Lichtzentrum Grabow, CAMPMOBIL Schwerin GbR, Campingplatz Drewoldke Altenkirchen/Rügen, Haveltourist GmbH und Co KG Userin, MEBOW Metall- und Bootsbau Wolgast, Wellness Camp Düne 6 Zingst, Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Thomas Krüger: Wir brauchen ein Tourismusgesetz

Göhren-Lebbin – Die SPD-Landtagsfraktion hat während ihrer Klausurtagung in Göhren-Lebbin intensiv über die Herausforderungen für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Zusammenfassend erklärt der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger: „Das anhaltende Sommerwetter darf uns nicht blenden: Wir müssen den Tourismus bei uns im Land weiterentwickeln, damit uns andere Destinationen nicht den Rang ablaufen. Die Wachstumsraten werden nicht stetig in den Himmel wachsen, deshalb ist es wichtig, die Qualität der touristischen Infrastruktur voranzutreiben und uns möglicherweise stärker zu spezialisieren.

Ein Beispiel wäre Kulturtourismus. Das muss finanziert werden. Dazu können wir uns neue Einnahmequellen vorstellen, wie sie ähnlich auch schon in anderen Bundesländern erschlossen wurden. Um das auf rechtssichere Beine zu stellen, wünschen wir uns ein Tourismusgesetz, dass zudem Zuständigkeiten in den verschiedenen Bereichen eindeutig festlegt. Dabei ist uns klar, dass dies nicht im Koalitionsvertrag steht. Daher werden wir intensiv mit dem Koalitionspartner diskutieren, ob so ein Gesetz noch in dieser Legislaturperiode umsetzbar ist. Wir dürfen aber den Fokus nicht allein auf die Gäste des Landes legen. Dieser wichtige Wirtschaftszweig, an dem jeder sechste Arbeitsplatz in MV hängt, wird nur funktionieren, wenn die Löhne den Beschäftigten ein gutes, ganzjähriges und sicheres Auskommen ermöglichen. Da sind vor allem die Betreiber der Hotels und Gaststätten in der Pflicht.

Nur mit guten Löhnen wird es gelingen, ausreichend gut motiviertes Personal zu gewinnen und zu halten. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, wenn es darum geht, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in den touristischen Hochburgen zu schaffen. Das wird nur über die kluge Förderung von sozialem Wohnungsbau gelingen. Daran werden wir intensiv arbeiten. Wer mit seinem Engagement dafür sorgt, dass Menschen gerne in unser Land reisen, der muss sich das Wohnen und Leben hier auch leisten können.“

Vier-Tore-Gutschein entwickelt sich zum Verkaufsschlager

Lisa Walther von der Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V. präsentiert die Wertgutscheine für 10, 20 und 44 Euro. Foto: Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V.

Lisa Walther von der Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V. präsentiert die Wertgutscheine für 10, 20 und 44 Euro. Foto by Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V.

Neubrandenburg – Die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Fokussierung vieler Konsumenten auf Online-Shops entwickeln sich für den stationären Handel zu einer großen Herausforderung. Die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e.V. begegnet den veränderten Anforderungen seit zwei Jahren mit dem sogenannten Vier-Tore-Gutschein, der zu verschiedenen Beträgen erworben werden kann. Dabei steht die ganze Einkaufsvielfalt der Stadt Neubrandenburg dem Beschenkten offen – und das nicht nur im klassischen Einzelhandel, sondern u. a. auch in der Gastronomie und bei Dienstleistungsunternehmen. Nach Angaben der Werbegemeinschaft ist bislang eine Summe von rund 200.000 Euro in Form von Gutscheinen erlöst worden, die mittelfristig direkt an den stationären Handel geht. „Das ist eine außergewöhnliche Idee, die dem Beschenkten große Freude bereitet und gleichzeitig die regionale Wirtschaft stärkt. In gemeinschaftlicher Kooperation hat sich der stationäre Handel in Neubrandenburg zusammengeschlossen und bietet seinen Kunden attraktive und serviceorientierte Bedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die 1993 gegründete Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e.V. hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung in der Neubrandenburger Innenstadt, insbesondere die des handelnden Gewerbes, zu fördern und damit die Anziehungskraft des historischen Stadtkerns zu erhalten. Hierfür wurde 2016 der Vier-Tore-Gutschein ins Leben gerufen, an dessen Umsetzung mittlerweile knapp 80 Unternehmen beteiligt sind. Sowohl über mehrere Ausgabestellen als auch über ein Online-Formular können alle Interessenten die Wertkarten erwerben. Die Beschenkten können dabei aus knapp 80 Unternehmen aus Neubrandenburg wählen und den Gutschein dort als Geldersatz einlösen. Besonders beliebt ist nach Angaben der Werbegemeinschaft die 44 Euro Variante – bis zu dieser Höhe können Unternehmer diese steuerfrei an ihre Mitarbeiter verschenken. „Das ansprechende Design der Gutscheine, das den Anschein einer eigenen Währung für Neubrandenburg erweckt, trägt dabei sicher viel zum Erfolg bei und stärkt die regionale Verbundenheit mit der Heimat“, sagte Glawe.

Alle am Vier-Tore-Gutschein beteiligten Unternehmen haben im Zuge des Projektes eine gemeinsame Online-Präsenz bekommen, um auch dort für ihre Kunden sichtbar zu sein und neue Konsumenten hinzu zu gewinnen. Viele Unternehmer bieten zusätzlich zum lokalen Angebot die Möglichkeit an, online bei den Anbietern vor Ort zu bestellen und sich die Waren nach Hause liefern zu lassen. „Der Trend zum Online-Handel bietet auch Chancen, wenn die Herausforderungen proaktiv angegangen werden wie am Beispiel von Neubrandenburg deutlich wird. Das sich verändernde Einkaufsverhalten vieler Konsumenten lässt sich nicht einfach mit einem starren Abwägen zwischen dem Einkauf vor Ort oder im Onlineshop beschreiben. Viele Kunden nutzen mehrere Kanäle gleichzeitig und wollen beispielsweise Produkte, die sie online entdeckt haben, im Geschäft um die Ecke ausprobieren und möglicherweise dort dann auch kaufen“, hob Glawe hervor.

Im aktuellen Förderzeitraum vom September 2017 bis August 2018 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 38.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 21.000 Euro.

Die Werbegemeinschaft Neubrandenburger Innenstadt e. V. wurde am 06. Juli 1993 gegründet. Der Verein setzt sich zur Aufgabe, nach dem Grundsatz der Freiwilligkeit und unter Ausschluss von parteipolitischen, konfessionellen und beruflichen Gesichtspunkten in Zusammenarbeit aller am Wohl der Neubrandenburger Innenstadt interessierten Kräfte, insbesondere des Handels und Handwerks, der Industrie, der Banken, des Gaststättengewerbes und der städtischen Behörden sowie aller sonstigen Institutionen, durch allgemein ansprechende Maßnahmen und Aktionen das allgemeine Wohlergehen zu fördern und dadurch die Anziehungskraft der Neubrandenburger Innenstadt zu erhalten und zu stärken. Der Verein beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Förderung der werblichen Interessen seiner Mitglieder.

Sommer führt Tourismusbranche ins Plus

Schwerin – Nach einem sehr leichten Wachstum im ersten Halbjahr dieses Jahres hat die stark nachgefragte Sommersaison die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern deutlich ins Plus geführt. Laut aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern rund 11,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings bleibt das Wachstum im Nordosten hinter dem für Deutschland ausgewiesenen Zugewinn von vier Prozent bei den Gästeübernachtungen zurück. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg im ersten Halbjahr wiederum um rund acht Prozent auf rund 150.000.

Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Wir haben eine sehr gute Halbjahresbilanz. Die Ankünfte und Übernachtungen liegen nicht nur über den Vorjahreswerten, sie liegen auch einen Wimpernschlag über den Werten des bisherigen Rekordjahres 2016. Die sehr warmen und trockenen Wochen in den Hauptreisemonaten Juli und August lassen zudem weitere Steigerungen erwarten. Der heiße Sommer hat für gut gebuchte touristische Einrichtungen, volle Strände an der Ostsee und im Binnenland und hoffentlich für viele zufriedene Gäste gesorgt. Mecklenburg-Vorpommern kann auch mit einem wachsenden Gästeansturm gut umgehen.“

Der Präsident des Landestourismusverbandes Wolfgang Waldmüller ergänzte: „Der Supersommer hat geholfen, die teilweise nicht zufrieden stellenden Vorbuchungszahlen auszugleichen. Das Wetter zog viele Spontanurlauber an Küste und Seen, was die Mitarbeiter der Branche aber auch vor zusätzliche Herausforderungen stellte und einen erhöhten Einsatz erforderte. Zudem zeigen sich in derart intensiven Saisonzeiten auch die Probleme der Branche deutlich – angefangen von der Infrastruktur bis hin zur Personalsituation in einigen Betrieben. Was für den Moment von der Sonne überblendet wurde, verlangt nach schnellen Lösungen und einer verstärkten Hinwendung zum für unser Land so wichtigen Tourismus. Wir bauen auf die neue Landestourismuskonzeption und ihre Umsetzung.“

Die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent), Westmecklenburg (+6,0 Prozent) und das Vorpommersche Festland (+2,9 Prozent) stützen das Wachstum von Januar bis Juni. Rückgänge gab es auf Rügen (-3,7 Prozent), auf der Insel Usedom (-1,9 Prozent) und in geringem Maße auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (-0,4 Prozent) sowie in der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz (-0,1 Prozent). Fast alle größeren Städte des Urlaubslandes konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres erneut Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verzeichnen. Greifswald liegt dabei mit einem Zuwachs von 18,3 Prozent an der Spitze. Auch die Hansestädte Wismar (+10,1 Prozent), Stralsund (+1,7 Prozent) und Rostock (+4,1 Prozent) legten merklich zu. Die Landeshauptstadt (+3,5 Prozent) verzeichnete ebenfalls positive Übernachtungszahlen. Für Neubrandenburg meldete das Statistische Amt ein Minus von 4,8 Prozent.

Bei den Unterkunftsarten bewegten sich die Jugendherbergen (+11,6 Prozent), die Campinglätze (+7,6 Prozent) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (+1,5 Prozent) im ersten Halbjahr bei den Übernachtungen im positiven Bereich. Hingegen gab es leichte Rückgänge bei den Hotels (-2,2 Prozent) sowie bei Ferienhäusern und -wohnungen (-2,3 Prozent).

Erfreulich entwickelten sich die Gästeübernachtungen aus dem Ausland: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden rund 375.000 Übernachtungen von rund 150.000 Gästen verzeichnet – das sind 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchsten Zuwächse aus den für Mecklenburg-Vorpommern wichtigsten Herkunftsländern erzielten die Niederlande (+26,9 Prozent). Auch Österreich (+2,8 Prozent) und die Schweiz (+3,7 Prozent) konnten Zuwächse erzielen. Der dänische Markt hält das Vorjahresniveau (-0,1 Prozent), wohingegen die Übernachtungen aus Schweden um 8,5 Prozent zurückgingen. „Im Hinblick auf unsere Aktivitäten als Partnerland der Internationalen Tourismusbörse Berlin im März dieses Jahres freuen wir uns, dass in diesen Bereich wieder spürbar Schwung kommt. Daran können wir mit Maßnahmen in den Auslandsmärkten anschließen und in Mecklenburg-Vorpommern selbst mit dem Germany Travel Mart im Jahr 2020 erneut ein deutliches Zeichen für mehr Internationalität setzen“, sagte Wolfgang Waldmüller.

„Als erstes deutsches Bundesland bei der Internationalen Tourismus Börse Berlin als Partnerland aufzutreten, war in diesem Jahr dafür ein guter Anfang. Unser Land muss vor allem im internationalen Vergleich noch bekannter werden. Wir brauchen mehr Gäste aus dem Ausland“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

„Aber das ‚prima Klima‘ in Mecklenburg-Vorpommern stellt die Branche vor Herausforderungen. Denn: Wetter-Extreme erschweren künftig auch die Planbarkeit der Touristiker im gesamten Land. Ein heißer Sommer allein macht noch keine Rekorde. Vielmehr wird auch der Blick noch stärker auf das Gesamtjahr gerichtet werden. Wir müssen vor allem auch die Vor- und Nachsaison weiter stärken“, forderte Glawe weiter.

Seit 1990 wurden vom Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des gewerblichen Tourismus und im Bereich der touristischen Infrastruktur Fördergelder in Höhe von 2,5 Milliarden Euro bewilligt. Damit konnte ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 6,88 Milliarden Euro (Stand März) erreicht werden. Die Mittel sind nach der Wende beispielsweise in den Bau von Hotels, Promenaden, Campingplätzen, Radwegen, barrierefreien Strandzugängen, Wasserwanderrastplätzen sowie Sportboothäfen geflossen.

„Qualitatives Wachstum und die Steigerung der Wertschöpfung bilden die Grundlage für die zukünftige touristische Entwicklung des Landes. Die Entwicklung und Etablierung saisonverlängernder Angebote bleibt ein Schwerpunkt, denn Zuwächse und ganzjährige Beschäftigung können nur auf diesem Weg generiert werden. Die Förderung familienfreundlicher Angebote bleibt ebenfalls von großer Bedeutung, genau wie die Schaffung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns.“

Eine Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 300 Quartiersanbietern zeichnet ein positives Bild des Verlaufs der Sommersaison: Rund die Hälfte der Befragten gab an, im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 Prozent und mehr erreicht zu haben. Rund 30 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei am höchsten. Auch die Betriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz melden hohe Werte. Leicht abgesetzt stehen das Vorpommersche Festland und die Region Mecklenburg-Schwerin, wo sich die Effekte des Überführens des Interesses von der Ostsee in die Binnenregionen nur teilweise bemerkbar machten.

Insgesamt lag die Auslastung im Sommer der Umfrage zufolge über der des Vorjahres: Rund 35 Prozent gaben an, besser als im gleichen Zeitraum 2017 gebucht gewesen zu sein; 44 Prozent meldeten eine gleich hohe Auslastung.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Umfrage rechnet der Tourismusverband für die Monate Juli und August mit einem signifikanten Zuwachs bei den Übernachtungen. Im Jahr 2017 wurden in den beiden Sommermonaten 10,1 Millionen Übernachtungen von mehr als zwei Millionen Gästen verbucht.

Das gute Wetter wirkte sich auf das Buchungsverhalten aus. So gaben rund 70 Prozent der Befragten an, dass Gäste in diesem Sommer kurzfristiger buchten und gleichzeitig bereits mehr Vorbuchungen für 2019 tätigten. Zudem seien die Gäste teilweise länger geblieben und 44 Prozent stellten auch eine höhere Gästezufriedenheit fest. Im Umkehrschluss gaben knapp 30 Prozent der Befragten an, dass die Nachfrage nach Indoor-Angeboten, beispielsweise Museen und Spaßbäder, rückläufig war.

Darüber hinaus gab die Befragung auch Aufschluss über die Probleme der Branche: Der größte Kritikpunkt der Gäste ist die Verkehrssituation im Allgemeinen. Häufig im Fokus steht dabei der Zustand der Radwege, z. B. des Weges um den Plauer See oder auch des Ostseeküstenradweges. Und wenngleich sich die Befürchtungen starker negativer Auswirkungen der voll gesperrten A 20 aufgrund des recht hohen Nachfragedrucks nur in Teilen bestätigt haben: 15 Prozent der Quartiersanbieter sahen sich dennoch davon beeinträchtigt. Bei den Betrieben in den Ostteilen des Landes spürte sogar fast jeder Dritte negative Folgen im Sinne höherer Unzufriedenheit, eines Imageverlustes oder geringerer Auslastung.

„Die Tourismusbranche bemüht sich durch besonnenes Handeln um eine erfolgreiche Ankunft und Abfahrt ihrer Gäste. Teilweise wurden Abreisezeiten verlängert oder Willkommens-Getränke gereicht, und es wurde über alternative Anfahrtswege informiert. Die Branche hat sich kreativ und ideenreich gezeigt. Deshalb: ein herzliches Dankeschön an alle für das ganz besondere Engagement, das bis heute anhält“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Neben der Verkehrs- und Wegesituation wurden laut Umfrage gästeseitig häufiger auch die Gastronomie oder das unzureichend ausgebaute Mobilfunknetz kritisiert.

Wassertouristische Anbieter profitierten von den Temperaturen der letzten Wochen. Hausboote und Yachten waren laut einer Stichprobe des Landestourismusverbandes unter Charterunternehmern, Fahrgastschiffern und Bootsverleihern im Hochsommer nahezu vollständig ausgebucht und verzeichnen bereits jetzt Vorbuchungen für 2019. Neben Stammgästen aus Mecklenburg-Vorpommern heißen die Unternehmen zunehmend Urlauber aus den westlichen Bundesländern, Österreich und der Schweiz willkommen. Zudem ist der Anteil an Kurzurlaubern im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Die Betreiber von Fahrgastschiffen berichten von einer ähnlichen Entwicklung; ihre Angebote werden im Rahmen von geplanten Bus- und spontanen Individualreisen gleichermaßen gebucht. Auch für Kanuverleiher war die Saison zufriedenstellend. Trotz Sperrungen von Flussabschnitten, unter anderem entlang der Warnow, infolge der niedrigen Wasserstände haben die Anbieter keine Einbußen zu beklagen – ganz im Gegenteil: Alternativstrecken wurden von den zahlreichen Paddlern verständnisvoll angenommen.

Die lange Schönwetterperiode bescherte vor allem den Open Airs und Volksfesten regen Zulauf. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zogen zur Halbzeit des Festivals mit 42.000 Besuchern eine positive Bilanz. 51 Vorstellungen waren komplett ausverkauft – wesentlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereits kurz bevor das letzte der vier Open Air-Stücke der Vorpommerschen Landesbühne – „Die Peene brennt“ – am 08. September Premiere feiert, ziehen die Veranstalter ebenfalls ein positives Fazit und rechnen insgesamt mit einer Steigerung der Besucherzahlen zum Spielzeitende. „Das Sommerwetter trägt zur insgesamt guten Stimmung bei den Zuschauern und Mitwirkenden bei, so macht es Vergnügen bis in die Abendstunden ein Open Air zu genießen“, sagte Sprecherin Martina Krüger.

Die Klassikertage Wismar zählten zu den Aufführungen von „Jedermann“ und „Der Drache“ in St. Georgen rund 5.500 Besucher und blieben damit etwas unter den Zahlen von 2017. Dennoch herrscht Zufriedenheit: „Die guten Besuchszahlen entsprechen denen des Vorjahres. Wir hatten eine Auslastung von 62 Prozent trotz Fußball-WM und Strandwetter“, berichtet Ralf Lorber, Vorsitzender der Wismarer Festspiele e. V. und Träger der Klassikertage Wismar. Die Schlossfestspiele Schwerin verzeichneten in diesem Jahr einen Rückgang bei den Besucherzahlen, allerdings ist dieser laut Veranstalter vornehmlich auf den Rückgang am Interesse an italienischen Opern zurückzuführen. Die Oper „Tosca“ und das Schauspiel „Dracula“ besuchten rund 24.000 Gäste. Im vergangenen Sommer zog allein das Musical „West Side Story“ mehr als 32.000 Zuschauer an.

Spaßbäder und Erlebnismuseen ziehen gemischte Bilanzen: Der Juli schlug im Wismarer Spaßbad Wonnemar mit 31.000 Besuchern zu Buche, die sich zwischen Wasserrutschen und Whirlpool Abkühlung verschafften. Das waren fast 15.000 weniger als im Vorjahresmonat. „Wir freuen uns für Mecklenburg-Vorpommern über den sonnigen Sommer und auf die Gäste in 2019“, sagte Bereichsleiter Sebastian Ehrhardt. In den Stralsunder Erlebnismuseen Ozeaneum und Meeresmuseum kamen im Mai, Juni und Juli mehrere tausend Gäste weniger als im Vergleichszeitraum 2017. Im Juni fehlten allein im Ozeaneum, das in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum feierte, 19.000 Besucher.

„Für den Tourismus ist das sommerliche Wetter ein Segen, der viele Urlauber an die Ostsee und den Strand lockt. Die meisten davon besuchen unsere Museen nur bei Regenwetter und wenn sie länger in der Region bleiben“, sagt Museumsdirektor Dr. Harald Benke. „Unsere Hochrechnungen bis zum Jahresende zeigen uns eine durchwachsene aber keine katastrophale Bilanz dieses außergewöhnlichen klimatischen Jahres. Doch das Sommerwetter in Verbindung mit der äußerst schwierigen Verkehrslage in unserer Region machen es uns unmöglich, die Besucherzahlen 2018 erneut zu erreichen.“

Verhalten fällt das Fazit auch im Warener Müritzeum aus: „Wir mussten einen beachtlichen Besucherrückgang feststellen. Die Gäste zog es an die Seen. Kurzfristige Werbemaßnahmen, unter anderem den Hinweis auf mögliche Abkühlung im Museum, brachten nicht die gewünschten Effekte“, sagte Geschäftsführerin Andrea Nagel. Der Rostocker Zoo hofft weiterhin auf ein gutes Jahr: „Durch das Osterchaos und die Hitzewelle haben wir einen leichten Besucherrückgang zum Vorjahr bei den Tagesbesuchern um zwei Prozent zu verzeichnen. Wir sind dennoch hoffnungsvoll, dass wir mit der Eröffnung des Polariums am 22. September ein gutes Jahresergebnis erzielen werden“, sagte Sprecher René Gottschalk.

Auszeichnung „Staatlich anerkannter Erholungsort“ an Prora übergeben

Insel Rügen – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag der Gemeinde Ostseebad Binz (Landkreis Vorpommern-Rügen) für den Ortsteil Prora den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen. „Prora überzeugt Urlauber und Anwohner mit einem großen Freizeit- und Erholungswert. Neben einem vielfältigen Beherbergungs- und Gastronomieangebot punktet der Ortsteil mit dem großzügigen Ostseestrand, ausgedehnten Grün- und Waldflächen, dem Baumwipfelpfad sowie einem Seilgarten für sportliche Besucher. Das gute Niveau der touristischen Infrastruktur gilt es auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Zukünftig ist geplant, die Gemeinde Ostseebad Binz mit dem Ortsteil Prora durch eine gemeinsame Marketingstrategie als „Binzer Bucht“ zu erschließen und miteinander zu verbinden. Bereits heute ermöglicht der für Kurkarteninhaber kostenfrei nutzbare Ortsbus eine Anbindung Proras mit dem Binzer Ortszentrum und dessen touristischen Angeboten. „Die enge Vernetzung der touristischen Dienstleister vor Ort ist wichtig für eine hohe Zufriedenheit der Gäste. Ineinandergreifende und miteinander verbundene Angebote sind für Urlauber ein echter Mehrwert. Diese Bemühungen werden wir weiter unterstützen“, sagte Glawe.

Im Seebad Binz gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 knapp 123.000 Ankünfte und knapp 522.000 Übernachtungen. Im Jahr 2017 waren es insgesamt knapp 403.000 Ankünfte und rund 1,8 Millionen Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden im Jahr 2016 72,7 Prozent aller Übernachtungen (30,3 Millionen) in den Kur- und Erholungsorten Mecklenburg-Vorpommerns gezählt. „Anerkannte Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern werden von unseren Gästen als touristische Zentren mit hochwertiger Infrastruktur wahrgenommen. Das wirkt sich auch bei den Buchungszahlen aus“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern haben bisher 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Erholungsorte sind typischerweise Ferienorte, die sich mit ihrer Infrastruktur vorrangig auf den Aufgabenbereich „Urlaub, Freizeit und Erholung“ spezialisiert haben. Des Weiteren sollte der Tourismus prägend für den Ort bzw. die Ortsteile sein.

Neuer touristischer Parkplatz entsteht in Tarnewitz

Boltenhagen – In Tarnewitz – einem Ortsteil der Gemeinde Ostseebad Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) – startet heute am Ortseingang der Bau eines unentgeltlichen P+R-Parkplatzes. „Das Ostseebad Boltenhagen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Einheimische. Vor allem in den Sommermonaten gibt es einen großen Bedarf an Parkplätzen. Um den Verkehrsfluss entsprechend zu lenken, werden jetzt die neuen Stellflächen hergerichtet. Von dort haben die Besucher die Möglichkeit, zu Fuß oder mit dem Bus direkt in den Ortskern zu gelangen und dort entspannt zu bummeln“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Geplant sind 132 befestigte Stellplätze für PKW (darunter fünf für Menschen mit eingeschränkter Mobilität) und zwei Parkplätze für Reisebusse. Der Großparkplatz wird zudem mit zwei Ladestationen für Elektroautos ausgestattet. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt über die Straße „An der Weißen Wiek“. Nach Angaben der Gemeinde wurde mit dem kreiseigenen Busunternehmen eine Vereinbarung getroffen, dass Busfahrten innerhalb des Ostseebades einen Euro kosten sollen. „Die Kombination aus dem neuen Parkplatz und der Vereinbarung mit dem Busunternehmen ist eine sinnvolle Investition in die touristische Infrastruktur der Region“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen betragen knapp 941.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben in Höhe von rund 705.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Baustart für Tourismus-Service-Zentrum in Heringsdorf

Insel Usedom – Erster Spatenstich: In Heringsdorf hat der Umbau für ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude zum Tourismus-Service-Zentrum offiziell begonnen. Künftig sollen dort auf 530 Quadratmetern die Touristinformation, der Sitz der Kurverwaltung, der Servicebereich für die Gastgeberbetreuung, die Bibliothek sowie öffentliche Toiletten untergebracht werden. „Im Herzen von Heringsdorf entsteht eine neue Visitenkarte der Gastlichkeit. Das Tourismus-Service-Zentrum wird mit seinem Angebot konsequent an den Bedürfnissen der Touristen ausgerichtet und soll zum attraktiven Anlaufpunkt werden. Die Fokussierung auf herausragende Qualität in Service und Dienstleistung ist der zwingende Weg, um im touristischen Wettbewerb Schritt halten zu können“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Das historische Kerngebäude ist ein wichtiges, ortsbildprägendes Zeugnis der Geschichte Heringsdorf. Auf einem Hügel in repräsentativer Zentrumslage von Heringsdorf wurde der typische „Delbrück-Bau“ in den Jahren 1874 bis 1884 errichtet und ist noch heute weitestgehend in seiner ursprünglichen architektonischen Gestalt erhalten. Das neue Tourismus-Service-Zentrum wird in der Ausstattung auf die historische und denkmalgeschützte Bausubstanz abgestimmt. Das Gebäude wird behindertengerecht sowie zusätzlich mit einem Plattformlift im Außenbereich ausgestattet. Der transparent gehaltene Neubau schließt sich dem Kerngebäude an und wird unter anderem mit Foyer, Aufenthaltsbereich und einem Shop ausgestattet. Zudem ist geplant, die Räumlichkeiten für Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte zu nutzen. „Die Verglasung des Gebäudes wird symbolisch die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums widerspiegeln – offen und einladend für Gäste und Einheimische sowie im Einklang mit der Umgebung in der repräsentativen Lage von Heringsdorf“, sagte Rudolph.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

„Der Tourismus hat für die Region Usedom und das ganze Land eine hohe Bedeutung als Wirtschaftsfaktor. Um weiterhin im Wettbewerb um Gäste und Zufriedenheit vorn dabei zu sein, ist es unabdingbar, Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung als Schwerpunkte zu setzen. Das wird auch in der neuen Tourismuskonzeption angemessen Berücksichtigung finden“, betonte Rudolph.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 2,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,8 Millionen Euro.

Machbarkeitsstudie für Außenhafen der Insel Usedom auf den Weg gebracht

Insel Usedom – Die Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Außenhafens für Usedom ist auf den Weg gebracht. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erarbeitung der Machbarkeitsstudie mit ca. 50.000 Euro. Das sind 75 Prozent der förderfähigen Kosten. „Derzeit klafft zwischen den Häfen Kröslin und Swinemünde eine Lücke von etwa 33 Seemeilen ohne Hafen. Das muss geändert werden. Die Wassersportler fordern seit langem einen Lückenschluss an der Außenküste von Usedom. Mit der Machbarkeitsstudie wird der nach technischen und wirtschaftlichen Aspekten am besten umzusetzende Standort geprüft und nach Möglichkeit gefunden werden. Die Insel braucht einen Außenhafen – Destinationsentwicklung ist kein Selbstläufer. Wir müssen die Ärmel endlich hochkrempeln“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Entlang der Außenküste der Insel Usedom ist angedacht, einen neuen Außenhafen zu bauen. Jetzt sollen mit einer Machbarkeitsstudie samt Standortanalyse in Frage kommende Orte auf Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit, Folgekosten und nachhaltigen Küstenschutz untersucht werden. „Das Amt Usedom Süd hat in Abstimmung mit dem Amt Usedom Nord sowie den Gemeinden Heringsdorf, Zinnowitz, Zempin und Koserow die Koordinierung der Machbarkeitsstudie übernommen. Dafür bin ich dem Amtsvorsteher und seiner Mannschaft dankbar. Es wartet viel Arbeit auf die Kollegen. Geplant ist, die Ergebnisse zeitnah vorzulegen. Das gemeinsame und einvernehmliche Herangehen beider Ämter und der beteiligten Gemeinden ist beispielhaft. Hier wird zusammengearbeitet und über den gemeindlichen Tellerrand hinaus gedacht. Das ist eine gute Entwicklung auf der Insel“, hob Rudolph hervor.

Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden.

Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten im Wassertourismus tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt etwa zehn Prozent. „Investitionen an den Standorten im ganzen Land sind entscheidend für stetiges Wachstum im Wassertourismus. Dabei geht es um gewerbliche Investitionen in touristische Einrichtungen wie Marinas und Sportboothäfen sowie auch Investitionen in die touristische Infrastruktur. Hier haben wir bereits eine Menge erreicht: Seebrücken, Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge erstrahlen in neuem Glanz. Aber wir dürfen nicht nachlassen, uns im Wettbewerb mit anderen zu behaupten. Wir werden im Land weiter bei Investitionen auch in die touristische Infrastruktur unterstützen“, sagte Rudolph.

Die Investitionen für die Studie betragen rund 66.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gemeinden Zempin, Zinnowitz und Koserow übernehmen den Eigenanteil.

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 wurden nach Angaben des Statistischen Amtes auf der Insel Usedom mehr als 354.000 Ankünfte und über 1,5 Millionen Übernachtungen erfasst. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg auf 4,3 Nächte (ganz Mecklenburg-Vorpommern: 3,5 Nächte). Im Mai 2018 gab es auf der Insel Usedom 400 geöffnete Betriebe, die knapp 42.000 Schlafgelegenheiten anboten.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 über 2,4 Millionen touristische Ankünfte und mehr als 8,8 Millionen Übernachtungen.

Ferienpark in Mirow erweitert

Mirow – Die Ferienpark Mirow GmbH im Ortsteil Granzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) will ihr Gästeangebot um einen Indoorspielplatz erweitern. „Mit der geplanten Erweiterung wird die Anlage vor allem für Familien noch attraktiver. Der neue Spielpark schafft ein zusätzliches wetterunabhängiges und saisonverlängerndes Angebot. Mit dem Vorhaben werden 51 Arbeitsplätze gesichert und mindestens drei neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die „All-Season-Parks-Indoorspielwelt“ soll in einer neu errichteten Halle mit rund 950 Quadratmetern Fläche direkt am Ufer des Sees „Granzower Möschen“ entstehen. Ausgestattet wird das Freizeitangebot mit einem Klettergerüst mit mehrstöckigem Kletterlabyrinth und zahlreichen Spielelementen wie beispielsweise Rutschen, Brücken und Ballbecken. Zudem sind eine Trampolinanlage und ein gesonderter Aufenthaltsbereich für Kinder bis drei Jahre vorgesehen. Ergänzt wird der Neubau durch einen Gastronomiebereich. „Die Erweiterung im Ferienpark Mirow stärkt den Tourismus in der Region. Wir brauchen auch im Binnenland noch mehr Angebote um das ganze Jahr über attraktiv für Gäste zu sein. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Nach Angaben des Betreibers kommen die Gäste des Ferienparks aus ganz Deutschland – unter anderem 24 Prozent aus Sachsen, 16 Prozent aus dem Großraum Berlin, 13 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern und zehn Prozent aus Niedersachsen.

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahme betragen rund 1,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 380.000 Euro.

Das Unternehmen betreibt den Ferienpark in Mirow mit 212 Ferienhäusern und das Aparthotel Seepanorama mit 47 Appartements mit insgesamt 1.230 Betten. Dazu gehört in Rechlin der Ferienpark Müritz mit 168 Ferienhäusern und -appartements mit rund 800 Betten. Im Jahr 2017 gab es an diesen Standorten 38.060 Gästeankünfte mit 185.556 Übernachtungen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Mai dieses Jahres rund 390.000 touristische Ankünfte und mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte und rund 8,4 Millionen Übernachtungen.

Mit „KulTouren“ die Besonderheiten des Landes erleben

Schwerin – Viele Urlauber kommen nach Mecklenburg-Vorpommern, um Ruhe und Erholung zu finden. Auch abseits der Badeorte bietet das grüne Küstenvorland jede Menge Raum, der Schnelllebigkeit des Alltags zu entfliehen und die unverwechselbare Naturkulisse mit der lebendigen Kulturlandschaft zu genießen. „Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. hat elf Rundtouren gestaltet mit dem Ziel, Mecklenburg-Vorpommern aus neuer Perspektive zu erfahren. Die Routenvorschläge reichen vom äußersten Westen Vorpommern-Rügens bis zu Deutschlands größter Insel sowie von der Boddenküste bis zur geografischen Mitte des Landes und laden dazu ein, versteckte Cafés, kleine Galerien oder steinerne Zeugnisse der Gutsherrenarchitektur zu bestaunen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Verbindung der aktiven Erholung auf dem Fahrrad im Zusammenspiel mit dem breiten Kunst- und Kulturangebot hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Eckpfeiler in der Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns für Urlauber entwickelt. Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten widmet sich seit mehr als 20 Jahren der Kunstentwicklung in seiner namensgebenden Stadt und in den angrenzenden Regionen. Bereits 2016 entwickelte er das Konzept der „KulTouren“, in dessen Folge elf Rundfahrten entstanden sind. Die Streckenbeschreibungen enthalten dabei nicht nur nützliche Basisinformationen wie beispielsweise Streckendetails, Übernachtungs- und Parkmöglichkeiten sowie Fahrradverleih, sondern präsentieren Land und Leute auf besondere Art und Weise. „Neben der Erschließung der kulturellen Topografie geht es vor allem um deren Integration in touristische Angebote. Hierbei verdichtet sich nicht bloß die Zusammenarbeit mit den ansässigen Künstlern, sondern auch mit den Vertretern der Tourismuswirtschaft. Von der aktiven Vermittlung zwischen Kultur und Wirtschaft profitieren die Reisedienstleister in verschiedenster Weise, womit letztendlich ein Mehrgewinn für die gesamte Region entsteht“, so Glawe. Die einzelnen Routenvorschläge stehen zum Download bereit unter www.galerie-ribnitz.de/kultouren.php.

Als primäre Publikationsform ist in den vergangenen zwei Jahren ein Magazin entstanden, das kulturtouristische Angebote im Land abbildet und als Informationshilfe für Kulturinteressierte dienen soll. Zwei der Touren führen durch Ribnitz-Damgarten selbst, wo der Kunstverein beheimatet ist. Während sich die erste der beiden Routen auf den Ribnitzer Teil und das Waldgebiet der Rostocker Heide konzentriert, verläuft die zweite Tour nördlich von Damgarten bis nach Saal und wieder zurück. Einen Höhepunkt stellt der Streckenvorschlag rund um Marlow dar, das mit seinem wunderschönen Umland weit mehr zu bieten hat, als seine Hauptattraktion, den Vogelpark. Das vielleicht schönste Schloss des Landes können alle Entdecker auf der Wegstrecke rund um die kleine Ortschaft Schlemmin erkunden. Abwechslungsreich gestaltet sich auch die Route durch und um Barth. Neben Abschnitten am Barther Bodden geht es durch ebenso ansehnliche Teile des Barther Stadtforstes.

Ein weiterer Tourenvorschlag verläuft durch das Recknitztal und die Stadt Tessin, die bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und spannende Geschichten zu erzählen weiß. Barhöft stellt den nördlichsten Punkt des vorpommerschen Festlandes dar und lädt mit seinem Aussichtsturm sowie vielen weiteren Sehenswürdigkeiten ebenfalls zum Durchstreifen ein. Auf der Insel Rügen stehen Kunst- und Naturliebhabern mit Routen in und um Baabe, Garz und Putbus gleich drei Strecken zur Auswahl, um Deutschlands größte Insel zu erkunden. Auf eine Reise durch das Herz Mecklenburg-Vorpommerns können sie sich auf der Route rund um den Malchiner See begeben. „Die einzelnen Touren bieten einen einmaligen Mix aus unserer wunderschönen natürlichen Landschaft und einzigartigen Kulturschätzen, die es am Wegesrand zu entdecken gibt. Sowohl geografisch als auch in künstlerischer Hinsicht ist bei den elf Vorschlägen sicher für jeden Geschmack das Passende dabei, sodass wir jedem Unternehmungslustigen ein tolles Angebot unterbreiten können, unser Land auf dem Fahrrad mit seinem eigenen Tempo näher kennen zu lernen“, so Glawe weiter.

Die Gesamtkosten des Projektes betrugen in den vergangenen zwei Projekttagen rund 74.000 Euro. Das Land unterstützte das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 50.000 Euro.

Der Kunstverein Ribnitz-Damgarten e.V. wurde 1993 gegründet. Er übernahm 1994 die damalige Galerie der Stadt Ribnitz-Damgarten in den Räumen des Deutschen Bernsteinmuseums. Eines der Hauptanliegen des Kunstvereins ist es, einen von künstlerischen Ansprüchen bestimmten Galeriebetrieb zu führen und die Auseinandersetzung mit regionaler und überregionaler Kunst der Gegenwart zu vertiefen. Weiterhin ist die Pflege und die öffentliche Präsentation der Kunstsammlung des Landkreises Vorpommern-Rügen ein Schwerpunkt der Vereins- und Galeriearbeit.