Spatenstich für Kinderhotel in Trassenheide

Trassenheide – Mit einem symbolischen Spatenstich hat Wirtschaftsminister Harry Glawe heute gemeinsam mit Rolf Seelige-Steinhoff (geschäftsführender Gesellschafter der SEETELHOTELS Usedom) den offiziellen Auftakt für den Umbau des Familienresorts Waldhof im Ostseebad Trassenheide zu einem Kinderhotel gegeben.

„Die Seetel Hotel Gruppe nimmt eine konsequente Ausrichtung auf die Urlaubsgruppe Familien vor. Das passt sehr gut in die Region, schließlich ist das Ostseebad Trassenheide seit dem Jahr 2011 als familienfreundlicher Urlaubsort zertifiziert. Mit dem Umbau und den künftigen Familienangeboten wird die touristische Infrastruktur erheblich erweitert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mit dem Umbau ist unter anderem geplant, das künftige Kinderhotel Trassenheide in mehrere Häuser aufzuteilen. Das Haus 1 soll ein Multifunktionsgebäude mit Rezeption, Restaurants, Theaterarena, Shops, Küchentrakt sowie mehreren Gast- und Funktionsräumen werden. Haus 2 ist als neues, zentrales Funktionsgebäude mit Wasser- und Saunawelt, Beauty-Bereich und Außenpool sowie Funktions- und Technikräumen vorgesehen. Weiterhin sollen Suiten-Häuser errichtet werden. Für Aktiv- und Familientourismus sind zahlreiche Indoor- sowie Outdoor-Aktivitätsbereiche und miteinander verbundene Erlebnisbereiche geplant. Die Seetel Hotel Gruppe investiert rund 17,8 Millionen Euro am Standort.

„Das sind kluge strategische Ausrichtungen für Urlaubsangebote auf der Insel Usedom. Gerade Familien haben besondere Wünsche an ihr Urlaubsdomizil, beispielsweise kindgerechte Schwimmbecken sowie ausreichend Platz zum Toben und Spielen. So gelingt ein unbeschwertes Familienerlebnis“, sagte Glawe.

Mecklenburg-Vorpommern ist bei Familien, Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Reiseziel. Mit 8,2 Prozent aller Familienurlaubsreisen (1,05 Millionen) liegt Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Qualitätsmonitors des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (2018) vor Schleswig-Holstein (5,9 Prozent), Niedersachsen (4,2 Prozent) und Bayern (4,2 Prozent). Zudem haben sich im Land 93 Betriebe für das Siegel „Qualitätsmanagement Familienurlaub“ (QMF) qualifiziert.

Die Auszeichnung wurde im Jahr 2005 vom Tourismusverband M-V für die vier Kategorien Tourismusorte, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe eingeführt. Anhand eines mit wissenschaftlicher Hilfe erarbeiteten Kriterienkataloges wird die Familienfreundlichkeit bewertet. Der Katalog sieht beispielsweise für Beherbergungsbetriebe speziell ausgewiesene Familienangebote, familiengerechte Zimmer mit Verbindungstür, besondere Speisen- und Getränkeangebote, einen hauseigenen Spielplatz, Sicherheitsmaßnahmen sowie die Möglichkeit, Babysitter zu stellen oder zu vermitteln, vor.

„Das Siegel gibt Familien mit großen und kleinen Kindern eine wichtige Orientierung bei der Urlaubsplanung. Wenn das Angebot stimmt, sind Eltern und Kinder treue Gäste, die gern wiederkommen“, sagte Glawe abschließend.

Im Zeitraum Januar bis September 2018 wurden auf der Insel Usedom rund 873.400 Ankünfte (+0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 4,4 Millionen Übernachtungen (+0,7 Prozent) registriert. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum rund 6,4 Millionen Ankünfte (+3,9 Prozent) und rund 25,7 Millionen Übernachtungen (+3,2 Prozent).

Zum Unternehmen SEETELHOTELS mit Sitz im Seebad Heringsdorf (Insel Usedom) gehören 16 Hotels, Residenzen und Villen auf der Insel Usedom sowie ein Hotel in Santa Ponsa (Mallorca). Rund 450 Mitarbeiter sind für die Unternehmensgruppe tätig.

28. Tourismustag in Wismar: Branche sieht Chancen im Wandel

Wismar – „Wandel ist Chance – Veränderungen in der Branche erkennen und agieren“ – so lautet das Motto des 28. Tourismustages, zu dem sich heute 230 Spitzenvertreter der Branche in Wismar an der mecklenburgischen Ostseeküste treffen. Im Mittelpunkt steht die neue Landestourismuskonzeption als Strategiepapier für einen zukunftsfähigen Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Sie benennt strategische Aufgabenfelder, weist Zuständigkeiten zu und benennt Akteure für deren Umsetzung. Zu den Aufgabenfeldern zählen Nachhaltigkeit als Grundmaxime, Digitalisierung sowie Internationalisierung. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“ sowie „Innovation und Qualität“ werden Arbeitsschwerpunkte benannt.

Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Um die erfolgreiche Position angesichts einer bundesweit und international äußerst dynamischen Branche und sehr aktiven Mitbewerbern halten zu können, muss der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern innovative Impulse setzen. Die Branche im Urlaubsland steht vor Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt, einem veränderten Urlaubs- und Buchungsverhalten, steigenden Qualitätsansprüchen und fehlenden Fachkräften einhergehen. Die Landestourismuskonzeption verfolgt dabei mutige Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung, einen Paradigmenwechsel bei der Förderung, diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen und will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze sind Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Entscheidend ist das gemeinsame Miteinander der Branche, nur so können wir die Herausforderungen angehen.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Die Branche muss sich auf starke Veränderungen vorbereiten und den Wandel gestalten. Was will der Gast der Zukunft, wie schaffen wir echte Erlebnisse in digitalen Zeiten, wie gehen wir mit Daten um, wie kommen wir in der Infrastruktur voran, wie lösen wir mehr Innovationen aus, wie organisieren wir unsere Zusammenarbeit? Wir müssen gemeinsam Antworten auf die lange Liste der Fragen suchen und die qualitative Entwicklung des Tourismus beschleunigen.“

Der Veränderungsbedarf gelte unter anderem auch für den Tourismusverband, der sich neben dem Marketing verstärkt zentraler Fragen der Qualitätsentwicklung und Qualifizierung, der Digitalisierung und des Datenmanagements, der Prägung von Tourismusbewusstsein sowie der Internationalisierung in Anknüpfung an die Rolle als Partnerland der ITB 2018 widmen müsse und dazu entsprechend aufzustellen sei. Ein entsprechendes Unternehmenskonzept, das die sich massiv ändernden Marktbedingungen und die neue Tourismuskonzeption berücksichtigt und in konkrete Aufgaben übersetzt, befinde sich in der Abstimmung. „Daneben“, so Waldmüller, „benötigen auch die regionalen und lokalen Strukturen dringend klare und stabile Kulissen. Wir wollen daran gemeinschaftlich arbeiten und ein auf allen Ebenen funktionierendes Zukunftssystem für den Tourismus bauen. Dafür brauchen wir alle Beteiligten“.

Darüber hinaus wird im Auftrag des TMV derzeit eine Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie auf den Weg gebracht – als einer der ersten Schritte, die sich aus der Landestourismuskonzeption in Bezug auf das Zukunftsfeld „Innovation und Qualität“ ergeben. Diese verfolgt das Ziel, Qualität messbar, abrechenbar und sichtbar zu machen. Ein Baustein daraus ist die jährliche Vergabe des Qualitätsawards an Regionen beziehungsweise Gastgeber, der im Rahmen des Tourismustages zum zweiten Mal vergeben wird.

Ein Zeichen für neuen Schwung im internationalen Tourismus setzte Mecklenburg-Vorpommern auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin im März dieses Jahres, bei der das Bundesland als erstes in der Geschichte der weltgrößten Reisemesse den Partnerland-Status innehatte. Die Erwartungen an diesen Auftritt – aus der Branche, von den Kollegen im Deutschlandtourismus und von internationalen Partnern – waren sehr hoch; sie wurden erfüllt und teilweise auch übertroffen.

Allein das enorme Medienecho überzeugte: Insgesamt 4.528 Berichte zum Partnerland mit einer Gesamtreichweite von 1,02 Milliarden, darunter allein 176 TV- und 345 Hörfunkberichte, zeugen von der riesigen Wahrnehmung des Landes. Darüber hinaus wird in Rostock 2019 der Deutsche Tourismustag ausgerichtet sowie im Jahr darauf der Germany Travel Mart, der nach 2009 zum zweiten Mal in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. „Wir wollen die Wahrnehmung unseres Landes auf internationalem Parkett weiter ausbauen. Es geht darum, auf die touristischen Vorzüge stärker aufmerksam zu machen. Intensives Marketing ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Tourismus. Wir müssen stetig um neue Gäste werben und auch Gründe zum Wiederkommen liefern“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Nachdem im letzten Jahr ein Dämpfer bei den Übernachtungszahlen in Kauf genommen werden musste, wird die Branche das Tourismusjahr 2018 mit einem Plus abschließen. Von Januar bis September 2018 wurden zwischen Ostsee und Seenplatte rund 6,42 Millionen Ankünfte (+3,9 Prozent) und 25,71 Millionen Übernachtungen (+3,2 Prozent) an das Statistische Landesamt gemeldet. Damit sind die ersten neun Monate sowohl in Bezug auf Ankünfte als auch Übernachtungen die stärksten seit der Wende.

„Übernachtungen und Gästezahlen wachsen deutlich. Wir gehen von einem insgesamt guten weiteren Jahresverlauf aus. Sie sind Ergebnis der geleisteten Arbeit im Land. Rekorde sind dabei nicht das Ziel. Mehr Qualität und mehr Wertschöpfung sind die Marken für die künftige Entwicklung. Stetige Investitionen und auch Innovationen in der touristischen Entwicklung sind weiter nötig. Wir müssen uns von anderen Mitbewerbern durch Alleinstellungsmerkmale absetzen. Die Förderung nachhaltiger touristischer Angebote und Strukturen haben wir dabei weiter im Fokus“, erläuterte Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Im gesamten Bundesgebiet betrug das Übernachtungswachstum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 3,9 Prozent. Damit weist MV im Bundesvergleich noch eine leicht unterdurchschnittliche Dynamik auf. Dazu Wolfgang Waldmüller: „Treiber für die letztlich positive Entwicklung der Übernachtungszahlen sind zum einen der gute Sommer und zum anderen ein erweiterter Erfassungsbereich des Statistischen Amtes, der vom Tourismusverband gefordert wurde. Das erschwert zwar die Vergleichbarkeit mit früheren Jahren, führt aber zu einer insgesamt realistischeren Zahlengrundlage und damit höheren Aussagekraft der Statistik.“ Insgesamt sind zum Beispiel für den September 8,7 Prozent mehr Betriebe und 11,5 Prozent mehr angebotene Schlafgelegenheiten in der Statistik im Vergleich zum Vorjahresmonat erfasst.

Für alle Reiseregionen weist die aktuelle Statistik ein Wachstum aus, allen voran Fischland-Darß-Zingst mit einem Plus von 7,4 Prozent bei den Übernachtungen, gefolgt vom Vorpommerschen Festland (+5,2 Prozent) und der Mecklenburgischen Seenplatte/Schweiz (+4,9 Prozent). Die Inseln Rügen (+0,1 Prozent) und Usedom (+0,7 Prozent) liegen hingegen nur knapp über dem Vorjahresniveau. Auch fast alle großen Städte können für die ersten neun Monate 2018 eine erfreuliche Bilanz vorweisen. Die Hansestädte Greifswald (+14,6 Prozent) und Wismar (+5,7 Prozent) vermelden die höchsten Zuwächse. Schwerin liegt im Jahresverlauf nur noch knapp über Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Für Neubrandenburg weist die Statistik ein negatives Wachstum von -5,8 Prozent aus.

Aus dem Ausland kamen von Januar bis September dieses Jahres rund 344.000 Gäste in den Nordosten (+6,1 Prozent), die für rund 920.000 Übernachtungen (+7,0 Prozent) verantwortlich zeichnen. Im Bundesvergleich (+4,3 Prozent bei Übernachtungen) fällt die Dynamik der Incoming-Bilanz des bisherigen Jahres von MV weiterhin positiver aus. Weiterhin sind besonders die niederländischen Gäste im bisherigen Jahr deutlich häufiger anzutreffen (+26,2 Prozent). Die Schweizer (+0,3 Prozent) und Österreicher (+8,5 Prozent) generierten ebenfalls Übernachtungszuwächse im einstelligen Prozentbereich. Dagegen setzen sich die Rückgänge aus Schweden (-8,4 Prozent) und Dänemark (-5,8 Prozent) auch im September weiter fort.

Die gesamten Umsätze im Tourismus belaufen sich laut Berechnungen des Institutes DIW Econ auf 7,75 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei werden mehr als zwei Drittel der Ausgaben (68 Prozent) von Menschen aus anderen Bundesländern und Ländern getätigt. Die touristische Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit zwölf Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern aus. Die direkte Wertschöpfung der Querschnittsbranche Tourismus liegt mit 9,6 Prozent noch vor dem Baugewerbe mit einem Anteil von 6,5 Prozent. Deutschlandweit liegt sie bei einem Anteil von 4,4 Prozent (Jahr 2010). 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Betrieben.

„Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen – wie dem Einzelhandel – bei“, erläuterte Glawe. Abschließend machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich, dass Mecklenburg-Vorpommern zu den führenden Urlaubsländern in Deutschland zählt. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Diese Position ist das Ergebnis harter Arbeit der gesamten Tourismusbranche, einer unvergleichlichen Naturausstattung sowie weitreichender Möglichkeiten bei der touristischen Förderung. Nicht zuletzt gehört auch die Einigkeit der politischen Entscheider auf allen Ebenen dazu, die touristische Entwicklung als wirtschaftlichen Schwerpunkt bei der Entwicklung des Landes zu verstehen und zu befördern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Schwesig: Die Erfolgsgeschichte im Tourismus mit neuen Ideen fortsetzen

Wismar – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute den Landestourismustag in Wismar eröffnet. „Der Tourismus ist die Wirtschaftsbranche in Mecklenburg-Vorpommern, die nach 1990 die erfolgreichste Entwicklung genommen hat“, lobte die Ministerpräsidentin in ihrer Rede. „Heute ist der Tourismus mit einem Anteil von zwölf Prozent an der Bruttowertschöpfung als Wirtschaftsfaktor für Mecklenburg-Vorpommern so wichtig wie in keinem anderen Bundesland. 131.000 Menschen bestreiten direkt und indirekt in Form eines Vollzeitarbeitsplatzes ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus.“

Schwesig dankte allen, die zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben. Dazu gehören vor allem Hoteliers und Gastronomen, die Beschäftigten in der Tourismuswirtschaft und im Gastgewerbe und die Tourismusverbände, aber auch Kulturschaffende und engagierte Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker in den Tourismusregionen. „Ich bin überzeugt: Unser Erfolg im Tourismus ist eine große Gemeinschaftsleistung, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können.“

Nun müsse alles dafür getan werden, um die Erfolgsgeschichte im Tourismus fortzusetzen. „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ist in einer wichtigen Phase. Die Konkurrenten in Deutschland, aber auch in Polen oder im skandinavischen Raum haben deutlich aufgeholt. Sie alle kennen die Zahlen vom letzten Jahr. Das sind keine riesigen Einbrüche, aber eben Tendenzen“, mahnte die Ministerpräsidentin.

Die von der Landesregierung im Dialog mit der Branche erarbeitete neue Tourismuskonzeption soll ein „Wegweiser“ für die weitere Entwicklung des Tourismus sein. „Aus meiner Sicht muss ganz klar die Qualität noch mehr im Mittelpunkt unserer gemeinsamen Anstrengungen stehen. Tourismus zukunftsfähig zu machen heißt nicht, nach immer neuen Rekorden zu schielen. Wichtig ist es, in Qualität zu investieren, den Service weiter zu verbessern, gutes Personal zu finden und mit neuen Ideen und Angeboten zu punkten“, sagte die Ministerpräsidentin.

Eine wichtige Aufgabe für die Branche sei es, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. „Das geht nur mit fairen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen“, erklärte Schwesig.

Wichtig sei, dass Land und Branche weiter einen gemeinsamen Weg gehen. Für diesen gemeinsamen Weg möchte ich Sie gewinnen“, sagte die Ministerpräsidentin zum Abschluss ihrer Rede. „Wir müssen Neues ausprobieren, vieles neu denken, um unseren Tourismus gemeinsam weiter voranzubringen. Wir müssen offen sein für neue Kooperationen, neue Denkmuster. Diese Offenheit haben wir in Mecklenburg-Vorpommern in den nun fast schon 30 Jahren gelernt, nicht zuletzt im Tourismus. Es war und ist nicht immer einfach, aber unser Erfolg als Urlaubsland zeigt: Es geht und es lohnt sich. Lassen Sie uns auch in Zukunft dafür gemeinsam arbeiten, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Tourismusland bleibt. Die Landesregierung steht an der Seite der Branche und ihrer Beschäftigten.“

Meyer: Mit Gastlichkeit im Tourismuswettbewerb punkten

Rostock – Der Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, hat heute am Schlusstag die Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Catering GastRo in der Rostocker Hansemesse besucht.

„Gastronomie und Hotellerie haben sich dieses Mal wieder sehr gut präsentiert. Für ein Tourismusland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es sehr wichtig, dass wir diese Messe haben“, erklärte Meyer nach seinem Messerundgang. In diesem Jahr hätten 260 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert – von der Innen- und Außeneinrichtung für Hotels und Restaurants über die Großküchentechnik bis hin zu exklusiven Lebensmittelangeboten

„Gastfreundlichkeit und Gastlichkeit sind ein wichtiger Punkt im Wettbewerb der Tourismusregionen. Und es kann auch zur Identität im eigenen Land beitragen, wenn die Gastronomen im Land ihren Gästen erstklassige Angebote machen“, sagte der Staatssekretär weiter, der zugleich auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist.

Ein Trend sei klar erkennbar: „Regionalität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Viele Gäste legen Wert auf regionale Produkte. Frisch und gesund soll es sein“, sagte Meyer. „Darauf müssen sich Hotellerie und Gastronomie im Land noch besser einstellen.“

Im Zuge seines Rundgangs wirkte Meyer auch in der Jury eines Start-Up-Pitches mit, bei dem sich 6 junge Unternehmen aus der Branche präsentierten. „Ich finde es gut, dass die GastRo auf diese Weise jungen Unternehmen aus der Branche eine Bühne bietet. Das ist vorbildliche Nachwuchsarbeit“, lobte Meyer.

Wirtschaftsminister stellt Landestourismuskonzeption vor

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag die neue Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) vorgestellt. „Mit der Konzeption werden die zentralen Stellschrauben für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren benannt, die eine auch künftig erfolgreiche touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Reisenden, der Beschäftigten und der Bevölkerung verändern sich, neue Qualitätsdefinitionen etablieren sich im Markt. Deshalb ist es wichtig, noch flexibler auf diese Herausforderungen zu reagieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Landestourismuskonzeption ist im Kabinett verabschiedet worden.

Die neue Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken. Sie verfolgt mit der Ermittlung und Beschreibung der Strategie- und Zukunftsfelder einen übergreifenden problemlösenden Ansatz. Die strategischen Felder sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung. „Hier ist mit dem erfolgreichen Auftritt als Partnerland auf der diesjährigen ITB schon ein Zeichen gesetzt worden“, sagte Glawe. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“, „Innovation und Qualität“ werden die Arbeitsschwerpunkte benannt. „Diese klare Fokussierung setzt die Klammer um alle Aktivitäten. Die verantwortliche – auch finanzielle – Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt.

Die Verabschiedung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung. Diese muss als Daueraufgabe verstanden werden mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf diese flexibel zu reagieren“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

„Die Konzeption verfolgt neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung (Investitionspauschale), einen Paradigmenwechsel bei der Förderung (hin zu mehr Unterstützung der Aktiven), diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen, will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze bleiben Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Hierfür ist ein sehr intensiver Diskussionsprozess aller Beteiligten erforderlich“, sagte Glawe.

„Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein“, erläuterte Glawe. Für die Aufgaben des Umsetzungsmanagements – Fachforen, Veranstaltungen, Online-Portal, Monitoring, Evaluation – sowie die Einrichtung von zwei Stellen sind für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren insgesamt 660.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt worden.

Ein Steuerungsgremium soll das Umsetzungscontrolling übernehmen. Den Vorsitz hat das Wirtschaftsministerium. Auf Seiten der Landesregierung gehören die Staatskanzlei, das Energieministerium und das Innenministerium dem Gremium an. Darüber hinaus sind der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sowie regionale Interessenvertreter für Küste und Binnenland und Vertreter der Branche dabei.

Die Landestourismuskonzeption gilt für das gesamte Urlaubsland, sie akzeptiert und berücksichtigt aber die regionalen Unterschiede, insbesondere zwischen dem Küstengebiet und den ländlichen Regionen, aber auch auf Ortsebene. „Das verantwortliche Miteinander der touristischen Akteure im Land stärken und Kooperationen weiter auszubauen ist ein Ziel bei der Umsetzung dieser Konzeption für eine Branche mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist dabei: Diese Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist kein statisches Ergebnis mit einer Gültigkeitsdauer von x Jahren. Sie ist vielmehr als Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung zu verstehen“, forderte Glawe. Dazu gehöre es auch, die Analyseergebnisse immer wieder zu hinterfragen, die gesetzten Schwerpunkte bei Bedarf anzupassen und die abgeleiteten Maßnahmen gegebenenfalls neu zu priorisieren oder zu ergänzen.

Die Politik – Land, Landkreise, Gemeinden – verbessert dafür die Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist in Zeiten wachsender Vernetzungen und von Wechselwirkungen insbesondere ein Mehr an fachübergreifender Koordination. Die Tourismusbranche wiederum – Tourismusorganisationen, Verbände und Betriebe – muss ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern. „Die strategischen Überlegungen und die konkreten Maßnahmen können nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn alle Beteiligten im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern an einem Strang ziehen“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Die Konzeption ist unter großer Beteiligung im gesamten Land und einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Insgesamt sind bei der Verbandsanhörung 30 Stellungnahmen eingegangen. Hierzu zählen Tourismusverbände auf Landes- und regionaler Ebene, Fachverbände wie Landurlaub und Bäderverband, Kammern und Unternehmensverbände, DJH, Gewerkschaften und Naturschutzorganisationen, Kreise und große Städte, Architektenkammer und BioCon Valley.

Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen wie dem Einzelhandel bei. Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Das ist jeder sechste Beschäftigte in MV. Die Tourismusintensität erreichte 2017 in MV einen Wert von 18.514, das bedeutet 18.514 gewerbliche Übernachtungen (incl. Camping) bezogen auf 1.000 Einwohner (2010: 16.760), der mit Abstand höchste Wert in Deutschland (unter 5.000) und auch im europäischen Maßstab ein Spitzenwert.

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung im Bereich Camping. Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern.

Touristisches Informationszentrum entsteht in der Starkower Basilika St. Jürgen

Velgast – In der Basilika St. Jürgen in Starkow (Gemeinde Velgast, Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein touristisches Informationszentrum mit Aussichtsplattform und Ausstellung entstehen. „Das historische Dorfensemble in Starkow mit seiner Backstein-Basilika, der Pfarrscheune und der denkmalgeschützten Gartenanlage ist für Gäste und Anwohner ein attraktives Ausflugsziel im Barther Land. Jetzt wird das Angebot vor Ort erheblich aufgewertet. Mit der geplanten Touristen-Information haben Interessierte die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von den Ausflugszielen zu verschaffen. Das stärkt die touristische Infrastruktur in der Region insgesamt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die gotische Backsteinbasilika St. Jürgen in Starkow stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört damit zu den frühen Dorfkirchen im Zentrum des festländischen Rügens. Das Bauwerk ist Teil eines historischen Ensembles mit Pfarrhaus, Schul- und Küsterhaus, der wiedererrichteten Pfarrscheune, Predigerwitwenhaus und dem neu gestalteten historischen Pfarrgarten mit Streuobstwiese. Die Kirche ist 31 Meter lang, 21 Meter breit und zwölf Meter hoch. Jetzt ist geplant, in der Kirche eine Tourist-Information einzurichten sowie das Ober- und Dachgeschoss so umzubauen, dass Ausstellungsflächen entstehen. Zudem soll ein Dachreiter (ein auf dem Dachfirst aufsitzendes Türmchen) gebaut werden, der künftig als Aussichtsplattform dient. „Vor allem das unermüdliche Engagement des Vereins Backstein – Geist und Garten e.V. in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Starkow und Velgast sowie der Gemeinde hat dazu beigetragen, dass Starkow ein vielfältiges touristisches Programm anbietet. Neben Gottesdiensten in der beeindruckenden Basilika locken Konzerte, Märkte und die traditionelle Kultursaison zum Baumblütenfest Besucher aus Nah und Fern“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen mehr als 1,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Die erforderlichen Eigenmittel werden durch den Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis bereitgestellt.

Der Verein Backstein – Geist und Garten e.V. Starkow setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 nach eigenen Angaben dafür ein, historische Spuren der Natur und Kultur zu bewahren und wieder zugänglich zu machen. Die Mitglieder sind vorrangig in drei Bereichen engagiert: „Backstein“ steht für die architektonischen Aktivitäten beispielsweise in der Backsteinbasilika, der Backstein-Scheune oder im historischen Dorfensemble; „Geist“ steht für das kulturelle Leben und alle Bildungsaufgaben, die der Verein übernimmt; „Garten“ steht für die Wiedererrichtung des historischen Gartenensembles aus dem 18. – 20.Jahrhundert, seiner Pflege und Führungen. „Die enge Verbundenheit aller Beteiligten zahlen sich aus – Starkow ist ein Treffpunkt für Kulturinteressierte und Naturliebhaber. Die Region profitiert insgesamt davon – die Gästezahlen steigen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Nach Angaben des Statischen Amtes gab es im Reisegebiet Vorpommern von Januar bis August 2018 insgesamt mehr als 1,6 Millionen Ankünfte (+2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 7,2 Millionen Übernachtungen (+3,5 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum insgesamt knapp 5,6 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und rund 22,6 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent).

Touristische Stärkung des Binnenlandes geplant

Züssow – Über Möglichkeiten und Grenzen des Binnenlandtourismus diskutierte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe am Donnerstag mit Vertretern der Branche in Züssow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). „Der Tourismus hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einer strukturbestimmenden Branche entwickelt. Derzeit stehen die Küstenregionen und Inseln stärker im Fokus unserer Gäste als das Binnenland. Hier wollen wir besser werden und den ländlichen Raum aktiver unterstützen, um im touristischen Wettbewerb aufzuholen. Wichtig ist es, hierfür Anreize zu setzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Veranstalter der Fachtagung war die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes im ländlichen Raum (Gemeinden unter 5.000 Einwohnern, ohne prädikatisierte Orte) rund 5,54 Millionen Übernachtungen erfasst. Das entspricht rund 18 Prozent aller Übernachtungen im Jahr 2016 und einem Zuwachs um rund sechs Prozent im Vergleich zu 2012. Landschaft und Natur sind die wichtigsten Urlaubskriterien für Reisende in Mecklenburg-Vorpommern (72 Prozent), gefolgt von guter Luft/gesundem Klima (59 Prozent) und den Erholungsmöglichkeiten (53 Prozent). Mit 47 Prozent ist auch „Ruhe“ als Besuchsgrund unter den TOP 10 der MV-Urlauber zu finden (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/16). 2010 war „Ruhe“ nur für 37 Prozent ein Entscheidungskriterium (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2009/10). „Wir wollen noch stärker als bisher die touristischen Besonderheiten aufzeigen, um den Gästen auch Ausflugs- und Urlaubsziele im Binnenland nahe zu bringen. Da sehe ich beispielsweise Potenzial bei den Schlössern, Guts- und Herrenhäusern des Landes. Sie sind beliebte Ziele für Tagesausflüge und kulturelle Zentren – zum Beispiel auch für Festspiele und Festivals“, sagte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe verwies beispielhaft auf das Projekt „Regiopolgarten Rostock ´Stadt _ Land _ Gut´, Kulturerbe als regionaler Entwicklungsmotor“. Der Verein für die touristisch genutzten, historischen Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern, in dem die Erfahrungen von privat geführten Hotels in Schlössern und Gutshäusern gebündelt werden, hat das Projekt initiiert. Ziel des Projektes ist es, die Guts- und Herrenhäuser der Region Rostock zu vernetzen, touristische Potenziale aufzuzeigen und diese breitenwirksam zu vermarkten. „Die Aktivitäten des Vereins richten sich an Einheimische und Touristen gleichermaßen. Alle Interessierten sollen auf die kulturellen Schätze vor den Toren der Hansestadt Rostock aufmerksam gemacht werden“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 240.000 Euro für drei Jahre.

Ein weiteres Vorhaben zur touristischen Vermarktung ist das Projekt „South Baltic Manors“. Ziel ist die Nutzung des gemeinsamen Kulturguts der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser im Bereich der südlichen Ostsee für touristische Zwecke. Interessierten Touristen soll die Geschichte anhand der Häuser grenzüberschreitend vermittelt werden und der Tourismus im ländlichen Raum damit attraktiver werden. 13 Projektpartner aus Deutschland, Schweden, Dänemark, Polen und Litauen sind gemeinsam im Projekt aktiv. Die Gesamtkosten betragen knapp 2,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt aus INTERREG-Mitteln in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro. Projektträger ist der Tourismusverband Vorpommern e.V. „Mit grenzüberschreitenden touristischen Veranstaltungen und Touren sollen Urlauber und Tagesgäste auf die historisch beeindruckenden Bauten entlang der südlichen Ostsee aufmerksam gemacht werden“, sagte Glawe.

Zur Förderung des Tourismus im ländlichen Raum unterstützt das Wirtschaftsministerium zudem drei Netzwerke: Aktiv in der Natur (Träger: Tourismusverband MV e.V., Themen: Wandern/Angeln und Fischen); Erlebnis Landwirtschaft (Träger: Landurlaub e.V., Themen: Typisch Regional/Reiten und Fahren) sowie Kulturelles Erbe (Träger: Tourismusverband Vorpommern e.V., Themen: Romantik/Brauchtum). Für drei Jahre erhalten die Projektträger insgesamt 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der GRW. „Wandern, Angeln, Reiten, kulturelle und Landerlebnisse stehen für die touristischen Angebote im Binnenland. Mit Hilfe der Netzwerke sollen verstärkt zukunftsträchtige Entwicklungsschwerpunkte gesetzt und unterschiedlichste Zielgruppen angesprochen werden. So kann die Gästezahl in den Regionen gesteigert werden“, sagte Glawe abschließend.

August sorgt für kräftiges Plus im touristischen Gesamtjahr

Schwerin – Der Sommermonat August hat in Mecklenburg-Vorpommern für einen kräftigen Zuwachs in der Tourismusbranche gesorgt. „In diesem Monat kam alles zusammen: Tolles Wetter, kaum freie Betten und volle Strände. Das besondere im August war, dass alle Bundesländer Sommerferien hatten – in einigen Ländern hatten sie gerade angefangen, in anderen zu Ende gegangen. Auch das machte sich bemerkbar. Gleichzeitig haben sich auch Kurzentschlossene für Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Das Wetter darf nur ein Anreiz von vielen sein, um unser Land zu besuchen. Wir brauchen weiter Alleinstellungsmerkmale um uns deutlich von den Mitbewerbern zu unterscheiden. Hier sind weitere Investitionen notwendig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Allein im August konnte M-V nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Ankünften ein Plus von 11,0 Prozent (1,14 Millionen Ankünfte) und bei den Übernachtungen einen Zuwachs von 9,7 Prozent (5,42 Millionen Übernachtungen) gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen.

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung in diesem Jahr. „Die Hauptsaison zieht viele Gäste an. Wir haben einen insgesamt guten Jahresverlauf. Dennoch: Die Wetter-Extreme erschweren künftig auch die Planbarkeit der Touristiker im gesamten Land. Ein heißer Sommer allein macht noch keine Rekorde. Der Blick muss stärker auf das Gesamtjahr gerichtet werden. Wir müssen vor allem auch in der Vor- und Nachsaison noch attraktiver werden. Herausforderungen sind die Erreichbarkeit, Fachkräftesicherung und Qualität im Tourismus“, mahnte Glawe.

„Es ist trotz größerer und kleinerer Baustellen im Land gelungen mehr Menschen als im Vorjahr für unser Land zu begeistern. Das ist auch ein Erfolg der Branche, die sich mit verschiedenen Aktionen auf ihre Gäste eingestellt hat“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Der Minister dankte allen Beteiligten, die zum Erfolg beigetragen haben. So verzeichnet Fischland-Darß-Zingst bei Ankünften (+9,5 Prozent) und Übernachtungen (+8,1 Prozent) den kräftigsten Zuwachs aller Reisegebiete.

Auch die Mecklenburgische Ostseeküste (+6,0 Prozent bei Ankünften /+5,0 Prozent bei Übernachtungen) legte deutlich zu. Die Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+5,8 Prozent bei Ankünften /+5,1 Prozent bei Übernachtungen) ist ebenso deutlich im Plus. Westmecklenburg (+5,1 Prozent bei Ankünften /+4,8 Prozent bei Übernachtungen) konnte in den Monaten Januar bis August gut zulegen. Die Reiseregion Vorpommern wächst weiter (+2,9 Prozent bei Ankünften /+3,5 Prozent bei Übernachtungen). Das Gebiet Rügen/Hiddensee (-0,5 Prozent bei Ankünften /+0,6 Prozent bei Übernachtungen) und die Insel Usedom (0,0 Prozent bei Ankünften /+1,1 Prozent bei Übernachtungen) liegen bei den Ankünften und Übernachtungen nahezu auf Vorjahresniveau.

Die Hansestadt Rostock verzeichnete in den ersten acht Monaten des Jahres ein Plus von 6,0 Prozent bei den Übernachtungen, Schwerin liegt bei 0,8 Prozent, Greifswald bei +15,8 Prozent und Wismar bei 6,8 Prozent.

Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Zuwächse kamen vor allem von Gästen aus den Niederlanden, sowie der Schweiz und Österreich. Ziel ist es, in den Quellmärkten weiter intensiv zu werben. Unser Land muss international noch bekannter werden, um mehr Gäste aus dem Ausland für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Neuer Treffpunkt für Künstler und Kulturinteressierte in Krakow am See

Foto: Luftkurort Krakow am See - Kulturladen

Luftkurort Krakow am See – Kulturladen. Der Kulturladen bietet Künstlern der Region eine zentrale Anlaufstelle und die Möglichkeit, ihre Werke anzubieten.

Krakow am See – Der Luftkurort Krakow am See (Landkreis Rostock) plant, seine Innenstadt weiter zu beleben und dabei verstärkt auf kulturelle Angebote zu setzen. Zentraler Anlaufpunkt soll der Kulturladen sein. „In Krakow am See entsteht ein Ort, an dem sich Kulturschaffende und Kunstinteressierte begegnen und über die Angebote der Region austauschen können. Zugleich soll eine Möglichkeit für Gäste und Einheimische geschaffen werden, Kunst- und Handwerkswaren von lokalen Produzenten zu erwerben. Der Kulturladen wird das Einkaufserlebnis in dem Luftkurort erheblich aufwerten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Vernetzung der Künstler untereinander, um überregional präsenter aufzutreten. Außerdem sind Workshops für Einheimische und Touristen gleichermaßen geplant, die ihnen die Kunst erlebbar machen sollen. Ziel ist es zudem, im Kulturladen selbst produzierte Waren vertreiben zu lassen, um so für eine nachhaltige Belebung der Innenstadt zu sorgen, die auf die ganze Region ausstrahlen kann.

Momentan befinden sich beispielsweise Keramik, Schmuck, Deko-Elemente aus Holz oder Seifen im Angebot, die allesamt in Handarbeit vor Ort gefertigt wurden. Langfristig sollen regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise Ausstellungen, Konzerte und Feste etabliert werden. „In Verbindung mit dem Buchdruckmuseum und dem Kulturort Alte Synagoge hat sich in Krakow eine attraktive Kunst- und Kulturszene entwickelt. Bislang fehlte jedoch ein Angebot, um hochwertige, lokale Produkte in breiter Auswahl zu erwerben. Das kann sich im Kulturladen künftig etablieren, der dann auch als Galerie für Kunst mit Bezug zur Region fungieren kann“, so Glawe.

Im Förderzeitraum von März 2018 bis Februar 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes rund 35.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 25.000 Euro.

Im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns, umgeben von der zauberhaften Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte, liegt Krakow am See zwischen drei Naturparks, mehreren Natur- und Landschaftsschutzgebieten und mehr als 1000 Seen. Der Name Krakow ist slawischen Ursprungs. „Kraca“ bedeutet Raben- oder Dohlenort. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort am 21. Mai 1298. Das Stadtwappen zeigt einen Stierkopf mit roter heraushängender Zunge, goldener Krone und silbernen Hörnern in einem goldenen Feld. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum des Fürstentums Werle-Güstrow und sogar Tagungsstätte des Landesfürsten von Mecklenburg. In der typischen Ackerbürgerstadt in unmittelbarer Lage direkt am See spielte neben Wollweberei, Handwerk und Gewerbe die Fischerei eine große Rolle. Die umliegenden Wälder waren die Holzlieferanten für den Schiffbau. Die heute bestehende Stadt hat ihren Kleinstadtcharakter bewahrt und zählt neben 10 Ortsteilen knapp 3600 Einwohner.

Sommermonat Juli sorgt für deutliches Plus im touristischen Gesamtjahr

Schwerin – Der Start in die Sommermonate ist in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gelungen. „Besonders der Juli sticht hervor. Von der Ostsee bis ins Landesinnere gab es fast überall Zuwächse. Profitiert hat vor allem auch das Binnenland. Touritisches Zugpferd ist der Campingtourismus. Was mich besonders freut, dass auch mehr ausländische Gäste unser Land entdecken. Kernaufgabe ist die Entwicklung von noch mehr Saisonunabhängigkeit. Das zeigt sich immer wieder angesichts eines wechselhaften und vor allem kühlen Jahresbeginns und eines heißen Sommers. Wir setzen auf qualitativem vor quantitativem Wachstum“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch. Allein im Juli konnte M-V nach Angaben des Statistischen Amtes bei den Übernachtungen ein Plus von 4,8 Prozent (5,4 Millionen Übernachtungen) und bei den Ankünften einen Zuwachs von 4,1 Prozent (1,2 Millionen Ankünfte) gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnen.

Von Januar bis Juli konnten in Mecklenburg-Vorpommern 4,4 Millionen Ankünfte (+2,0 Prozent) und 17,2 Millionen Übernachtungen (+1,7 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze Mecklenburg-Vorpommerns konnten im selben Zeitraum mit deutlichen Steigerungen abschließen. Sie erzielten ein Plus von 15,1 Prozent bei den Ankünften (über 688.800 Gäste) und 13,3 Prozent bei den Übernachtungen (über 3 Millionen Übernachtungen). „Das tolle Wetter und eine schöne Natur reichen allerdings nicht mehr aus, um mehr Gäste in ein Land zu locken. Das haben andere Regionen auch. Vielmehr muss der Gesamtrahmen durch ein abwechslungsreiches Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen stimmen. Hier müssen wir intensiv weiter arbeiten“, forderte Glawe.

„Gäste, die wiederkommen, schätzen Kontinuität, aber sie wollen sich auch gern mal überraschen lassen. Mit dem Polarium im Rostocker Zoo ist gerade ein zusätzliches Angebot eröffnet worden“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Auch das Phantechnikum in Wismar, das Agroneum in Alt Schwerin, das Müritzeum in Waren (Müritz) und das Ozeaneum in Stralsund folgen diesem Ansatz mit neuartigen Ausstellungskonzepten und vielen Erlebnisangeboten neue Möglichkeiten für Gäste anzubieten.

Das Reisegebiet Westmecklenburg (+5,1 Prozent bei Ankünften /+6,3 Prozent bei Übernachtungen) hat in den Monaten Januar bis Juli die stärksten Zuwächse zu verzeichnen. Kräftig zugelegt hat auch die Mecklenburgische Seenplatte/Schweiz (+3,6 Prozent bei Ankünften /+3,1 Prozent bei Übernachtungen). Die Mecklenburgische Ostseeküste (+4,5 Prozent bei Ankünften /+3,4 Prozent bei Übernachtungen) legte deutlich zu. Die Reiseregion Vorpommern wächst weiter (+0,7 Prozent bei Ankünften /+1,1 Prozent bei Übernachtungen).

Das Gebiet Rügen/Hiddensee (-2,8 Prozent bei Ankünften /-2,4 Prozent bei Übernachtungen) und die Insel Usedom (-2,0 Prozent bei Ankünften /-0,6 Prozent bei Übernachtungen) haben dagegen bei den Ankünften und Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch geringe Rückgänge aufzuweisen. Fischland-Darß-Zingst legt bei Ankünften (+4,9 Prozent) und Übernachtungen (+2,1 Prozent) ordentlich zu. Die Hansestadt Rostock verzeichnete in den ersten sieben Monaten des Jahres ein Plus von 3,5 Prozent bei den Ankünften und 5,4 Prozent bei den Übernachtungen.

Die Landeshauptstadt Schwerin wuchs um +1,5 Prozent bei den Ankünften und um 1,6 Prozent bei den Übernachtungen. „Trotz der guten Zahlen müssen wir gemeinsam mit der Branche die Herausforderungen meistern. Hierzu zählen die Schärfung des Tourismusbewusstseins, Investitionen in die Infrastruktur und Mobilität sowie die Fachkräftesicherung und mutige Innovationen“, erläuterte Glawe.

Im Zeitraum Januar bis Juli 2018 verbrachten rund 236.000 ausländische Gäste (+5,1 Prozent) 616.000 Nächte (+6,6 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. Zuwächse gab es vor allem aus den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Tschechien, UK und USA. „Das wir als erstes deutsches Bundesland bei der Internationalen Tourismus Börse Berlin als Partnerland aktiv waren, hat uns eine große internationale Aufmerksamkeit beschert. Daran arbeiten wir weiter. Unser Land muss vor allem im internationalen Vergleich noch bekannter werden. Wir brauchen mehr Gäste aus dem Ausland“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

„Staatlich anerkannter Erholungsort“ für drei Gemeinden

Fuhlendorf – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag den drei Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal (alle Landkreis Vorpommern-Rügen) jeweils den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.

„Die Regionen haben mit ihren Angeboten überzeugt – unter anderem mit der beeindruckenden Natur entlang der weitläufigen Boddenküste, den Hafenbereichen und der touristischen Infrastruktur. Entscheidend ist zudem die Kooperation der drei Gemeinden. Der Ausbau weiterer Angebote wie die Wegeinfrastruktur, vernetzte Angebote und Veranstaltungen sind in der Planung. Als zentrales Ziel steht das Bekanntmachen der südlichen Boddenküste durch gemeinsame Marketingmaßnahmen im Fokus. Schwerpunkt hierbei sind touristische Angebote wie gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, Kulturerlebnisse, Wassersport sowie die Erholung in der Natur des Nationalparks und der Boddenlandschaft. Das ist ein richtiger Ansatz, um weitere Urlauber und Tagesgäste von einem Besuch zu überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Gemeinde Pruchten befindet sich zwischen der Stadt Barth und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und stellt die einzige östliche Zufahrt zum Fischland-Darß-Zingst dar. Die Region ist fast vollständig von Wasser umgeben: der Bodstedter Bodden im Westen, Fitt zwischen Bresewitz und Großer Kirr sowie der Barther Strom im Osten. lnsbesondere das nördlich liegende Gemeindeterritorium wird großflächig vom europäischen Vogelschutzgebiet „Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund“ eingenommen. Ferner befindet sich das gesamte Gemeindegebiet im Landschaftsschutzgebiet „Boddenlandschaft“. „Vor allem Urlauber, die absolute Ruhe und Erholung suchen, fühlen sich in Pruchten wohl. Die Region eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Boddenwiesen sowie für Natur- und Vogelbeobachtungen. Insbesondere der Kranichzug im Frühjahr und Herbst lockt viele Gäste“, sagte Glawe.

Die Gemeinde Saal befindet sich im Nordwesten der Region Barth-Franzburg-Richtenberg und grenzt im Westen an das Stadtgebiet von Ribnitz-Damgarten. Durch die Region verlaufen der Ostseeküstenfernradweg und die regionale Radroute „Backsteinweg Stralsund und Umgebung“. Ein beliebtes touristisches Ausflugsziel ist die aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Dorfkirche mit ihrem hölzernen Glockenturm sowie den „Zwölf-Apostelsteinen“, einer Kultstätte aus der Mittleren- und Jungsteinzeit. „Der Saaler Bodden bietet in der Gemeinde Saal optimale Bedingungen für Wassersportler; besonders Kite-Surfer und Surfer sind hier anzutreffen. Der schöne Badestrand und die Infrastruktur am Hafen Neuendorf haben sich zu einem Geheimtipp bei wassersportbegeisterten Gästen entwickelt“, sagte Glawe.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Fuhlendorf, Bodstedt, Gutglück und Michaelsdorf. Der gesamte nördliche Teil des Gemeindegebietes grenzt unmittelbar an den Bodststedter Bodden. Die Orte Fuhlendorf und Bodstedt sind langgestreckte Straßendörfer, die nahezu „zusammengewachsen“ sind. In allen Orten befinden sich zahlreiche Ferienhäuser oder andere Urlaubsunterkünfte. Der Ort Michaelsdorf wirkt eher kompakt und mit seinen zahlreichen reetgedeckten Häusern beschaulich. Er befindet sich hinter einem geschlossenen Waldgebiet auf einer kleinen Halbinsel zwischen Saaler und Bodstedter Bodden. In Fuhlendorf und in Bodstedt gibt es jeweils einen Hafen. In Bodtstedt befindet sich der sogenannte Traditionshafen mit Liegeplätzen für Zeesboote, eine Marina für Freizeitboote, Anleger für Fahrgastschiffe und eine Hafengaststätte. „Die Region ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt geworden durch die jährlich stattfindende Zeesbootregatta, die Besucher aus Nah und Fern anzieht“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern hatten bislang 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Mit den Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal sind drei weitere Erholungsorte dazu gekommen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Ostseeküste gab es nach Angaben des Statistischen Amtes in der Zeit von Januar bis Juni 2018 mehr als eine Million Ankünfte (+4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 3,4 Millionen Übernachtungen (+3,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es knapp 3,3 Millionen Ankünfte (+1,2 Prozent) und rund 11,8 Millionen Übernachtungen (+0,3 Prozent).

Ahoi Rostock – eine Stadt feiert die Kreuzfahrt und blickt in die Zukunft

Rostock – „Wo Schiffe begeistern, geht die Welt an Bord“ ist das ambitionierte Motto zur Premiere des ROSTOCK CRUISE FESTIVAL vom 14. bis 16. September 2018 in Warnemünde auf der Mittelmole. Von Freitag bis Sonntag dreht sich alles um die faszinierende Welt der Kreuzfahrt. Heute stellten in Schwerin Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und der Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing, Tourismusdirektor Matthias Fromm, die Schwerpunkte und das Programm des dreitägigen maritimen Events vor.

Künftig soll abwechselnd mit den Hamburg Cruise Days das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL alle zwei Jahre mit einem maritimen Programm für die ganze Familie zwischen Kaikante und Warnemünder Ostseestrand stattfinden. AIDA Cruises ist Premiumpartner des ersten ROSTOCK CRUISE FESTIVAL. Mit mehr als 40 Anläufen ist AIDA Cruises auch 2018 der stärkste Kreuzfahrtpartner der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. „Mit dem ROSTOCK CRUISE FESTIVAL empfiehlt sich die Hansestadt als attraktiver Tourismus- und Wirtschaftsstandort und lenkt die Aufmerksamkeit auf die gesamte Wertschöpfungskette der Schiffbau- und Kreuzfahrtindustrie in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Wirtschaftsminister. „Warnemünde ist längst mit jährlich über 200 Schiffsanläufen zu einem der größten Kreuzfahrthäfen in Deutschland avanciert. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL vor allem auch deshalb, weil es um eine nachhaltige Entwicklung geht, in der auch Zukunftsaspekte der Kreuzfahrtbranche eine bedeutende Rolle spielen. Die Veranstaltung hat das Potenzial, sich zukünftig als Plattform für die gesamte maritime Wirtschaft zu profilieren und nachhaltige Effekte für die Werften, Kreuzfahrtbranche sowie deren Zulieferer und Dienstleister zu erzielen.“

„Wir freuen uns, im 800. Jubiläumsjahr der Hanse- und Universitätsstadt einen weiteren neuen Höhepunkt für Rostock zu setzen“, hob Tourismusdirektor Matthias Fromm hervor. „Die imagesteigernde Wirkung für ganz Mecklenburg-Vorpommern möchten wir optimal nutzen und bieten damit auch Unternehmen und Institutionen eine interessante Präsentationsmöglichkeit mit hoher medialer Aufmerksamkeit im Spannungsfeld der maritimen Wirtschaft“, so Fromm. „Aber natürlich geht es auch darum, uns als attraktive Urlaubsdestination in dieser einzigartigen wunderschönen Kulisse zu präsentieren.“

„Der Kreuzfahrttourismus boomt. Er ist ein wichtiges wirtschaftliches und touristisches Segment, das in Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren kontinuierlich wächst. Auch aufgrund der positiven Entwicklung unterstützen wir den Ausbau der Infrastruktur für den Kreuzfahrttourismus“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Seit den 90er Jahren sind 20,49 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in den Ausbau der Häfen Rostock-Warnemünde und Wismar im Rahmen des Kreuzfahrttourismus geflossen. Damit konnten Gesamtinvestitionen von rund 29,1 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Mittel dafür stammen von der EU, vom Land und vom Bund. Mit den Geldern wurden in Rostock zum Beispiel die Liegeplätze 7 und 8 und die Grauwasserentsorgung im Bereich der Liegeplätze 6 und 8 in Rostock-Warnemünde ausgebaut. In Wismar wurde beispielsweise in die Vorbereitung zur Entwicklung der Infrastruktur für die Kreuzschifffahrt investiert.

Maritime Themenwelten auf der Mittelmole lassen die Gäste das Thema Kreuzfahrt auf verschiedenste Weise erleben. Ein bunt gefächertes Programm bietet für jedermann ein dreitägiges Erlebnis rund um die Kreuzschifffahrt. In drei Themenwelten, die sich in „Erleben“, „Hören“ und „Informieren“ aufteilen, wird die Welt der Kreuzfahrt hautnah an den Gast gebracht.

Der Auftakt des Festivalprogramms ist am Freitag um 18:30 Uhr direkt an der Festivalbühne, wo der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe und der Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Roland Methling, das ROSTOCK CRUISE FESTIVAL eröffnen. Von dort wird auch gleich danach die „Viking Sun“ auf die Reise verabschiedet. Hierfür wird, der Tradition von auslaufenden Schiffen folgend, die jeweilige Auslaufhymne der Schiffe gespielt und der Sound großflächig auf die Kaikante und die Mittelmole übertragen. Um 19:00 Uhr startet dann die erste Cruise Night, in dessen Rahmen auch die DJs Kamey und Senay Gueler auflegen. Das zweite Kreuzfahrtschiff, das an diesem Abend den Hafen verlässt, ist um 21:00 Uhr die „Marina“.

Absolutes Highlight wird die große Auslaufparade am Samstagabend um 22:00 Uhr, bei der die Kreuzliner „AIDAmar“, „Norwegian Breakaway“ und „Columbus“ direkt hintereinander den Warnemünder Hafen verlassen. Auf diese große Inszenierung ist der beste Blick auf die Ozeanriesen von der Kaikante oder dem Strand garantiert. Mit einem imposanten Feuerwerk werden die drei Schiffe sich hintereinander aufreihen und auf das offene Meer begleitet. Dabei werden ca. 3.400 Effekte von römischen Lichtern und Feuertöpfen bis hin zu Raketen, die hoch über der Küste aufsteigen, gezündet. Die Besucher können sich auf eine spannende und hochemotionale pyrotechnische Show freuen, die die Kreuzfahrtschiffe und den Hafen von Warnemünde perfekt in Szene setzt. Für alle Daheimgebliebenen überträgt das NDR Fernsehen die Auslaufparade live ab 21:45 Uhr.

Am Sonnabend, dem 15. September, findet parallel zum ROSTOCK CRUISE FESTIVAL im nahegelegenen Technologiezentrum Warnemünde ein Symposium zum Thema „Neue Umwelttechnologien zur Schadstoffreduzierung in der Schifffahrt“, das von der Rostocker Hafen- und Entwicklungsgesellschaft ROSTOCK PORT initiiert wird, statt. Damit greift das Festival ein wichtiges Zukunftsthema der maritimen Industrie, insbesondere der Kreuzfahrt auf. Die mit der Kreuzfahrt im Zusammenhang stehenden Anforderungen zur Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen werden so ins Blickfeld gerückt und die verfügbaren technologischen Optionen aus Sicht von Vertretern von Reedereien, Werften, Wissenschaft und Technik vorgestellt. Eine Reflexion des Themas erfolgt abschließend im Rahmen einer öffentlichen Podiumsdiskussion.

Parkplatz am Müritz-Nationalpark wird erweitert

Kargow – Die Gemeinde Kargow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte plant die Erweiterung des Parkplatzes am Nationalpark-Informationsgebäude in Federow. „Der Parkplatz ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Gäste der Region. Vor allem in den Sommermonaten gibt es einen großen Bedarf an Parkplätzen. Ab Federow haben Besucher die Möglichkeit, ihren eigenen fahrbaren Untersatz sicher abzustellen und mit dem Bus, per Fahrrad oder zu Fuß die Region zu entdecken. Mit der Vergrößerung der Parkfläche wird die touristische Qualität vor Ort weiter gesteigert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Nationalpark-Information in Federow liegt etwa sieben Kilometer südöstlich von Waren (Müritz) und hat sich seit der Eröffnung im April 1998 zu einem Ausgangspunkt für Erkundungen in den Müritz-Nationalpark entwickelt. Auf dem Gelände des Informationsgebäudes befinden sich ein Streichelzoo und ein Spielplatz. Jetzt ist vorgesehen, den Parkplatz um 40 PKW-Stellplätze, 16 Caravan-Stellplätze und fünf Busstellplätze zu vergrößern. In diesem Zusammenhang soll die Verkehrsführung angepasst werden, um den Ort Federow zu entlasten. „Mit dem Ausbau des Parkplatzes an der Grenze zum Müritz-Nationalpark wird die touristische Infrastruktur im ländlichen Raum weiter gestärkt“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestition für die Baumaßnahmen betragen rund 741.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Maßnahme in Höhe von rund 654.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).

Kargow gehört zum Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es in der Region von Januar bis Mai diesen Jahres rund 390.000 touristische Ankünfte und mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte und rund 8,4 Millionen Übernachtungen.

Meyer: Gästezufriedenheit muss an erster Stelle stehen

Düsseldorf – Der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer, hat die Fachmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf besucht. Er traf während eines Rundgangs die 7 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern.

„Der Camping- und Wohnmobiltourismus ist für Mecklenburg-Vorpommern von großer Bedeutung. Mecklenburg-Vorpommern lädt mit seiner Vielfalt – den wunderschönen Hansestädten, der Ostseeküste und der Seenplatte – dazu ein, das Land mit dem Wohnmobil, dem Campingwagen oder auch mit dem Hausboot zu entdecken. Wir wollen die Messe nutzen, für mobilen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern zu werben“, erklärte Meyer zu Beginn des Besuchs.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über insgesamt 208 Camping- und Wohlmobilstellplätze. Damit sind wir auch in diesem Tourismussegment gut aufgestellt. Das gemeinsame Ziel von Landesregierung und Tourismusbranche ist es, die Qualität auf unseren Campingplätzen ständig weiter zu verbessern. Die Ansprüche sind heute andere als vor zehn oder zwanzig Jahren. Die Gästezufriedenheit muss an erster Stelle stehen“, sagte Meyer. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Gästeübernachtungen auf den Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern rückläufig. Im ersten Halbjahr 2018 gab es jedoch wieder einen Anstieg.

Zur Reisemesse Caravan Salon werden nach Angaben des Veranstalters rund 200.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Insgesamt präsentieren sich rund 600 Aussteller. Mecklenburg-Vorpommern ist mit folgenden Unternehmen auf der Messe vertreten: LED Lichtzentrum Grabow, CAMPMOBIL Schwerin GbR, Campingplatz Drewoldke Altenkirchen/Rügen, Haveltourist GmbH und Co KG Userin, MEBOW Metall- und Bootsbau Wolgast, Wellness Camp Düne 6 Zingst, Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Thomas Krüger: Wir brauchen ein Tourismusgesetz

Göhren-Lebbin – Die SPD-Landtagsfraktion hat während ihrer Klausurtagung in Göhren-Lebbin intensiv über die Herausforderungen für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Zusammenfassend erklärt der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger: „Das anhaltende Sommerwetter darf uns nicht blenden: Wir müssen den Tourismus bei uns im Land weiterentwickeln, damit uns andere Destinationen nicht den Rang ablaufen. Die Wachstumsraten werden nicht stetig in den Himmel wachsen, deshalb ist es wichtig, die Qualität der touristischen Infrastruktur voranzutreiben und uns möglicherweise stärker zu spezialisieren.

Ein Beispiel wäre Kulturtourismus. Das muss finanziert werden. Dazu können wir uns neue Einnahmequellen vorstellen, wie sie ähnlich auch schon in anderen Bundesländern erschlossen wurden. Um das auf rechtssichere Beine zu stellen, wünschen wir uns ein Tourismusgesetz, dass zudem Zuständigkeiten in den verschiedenen Bereichen eindeutig festlegt. Dabei ist uns klar, dass dies nicht im Koalitionsvertrag steht. Daher werden wir intensiv mit dem Koalitionspartner diskutieren, ob so ein Gesetz noch in dieser Legislaturperiode umsetzbar ist. Wir dürfen aber den Fokus nicht allein auf die Gäste des Landes legen. Dieser wichtige Wirtschaftszweig, an dem jeder sechste Arbeitsplatz in MV hängt, wird nur funktionieren, wenn die Löhne den Beschäftigten ein gutes, ganzjähriges und sicheres Auskommen ermöglichen. Da sind vor allem die Betreiber der Hotels und Gaststätten in der Pflicht.

Nur mit guten Löhnen wird es gelingen, ausreichend gut motiviertes Personal zu gewinnen und zu halten. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, wenn es darum geht, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in den touristischen Hochburgen zu schaffen. Das wird nur über die kluge Förderung von sozialem Wohnungsbau gelingen. Daran werden wir intensiv arbeiten. Wer mit seinem Engagement dafür sorgt, dass Menschen gerne in unser Land reisen, der muss sich das Wohnen und Leben hier auch leisten können.“