Beitragsfreiheit in KiTa’s

Land übernimmt die Kosten für die vollständige Beitragsfreiheit der Eltern

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Land, das die Eltern vollständig von den Elternbeiträgen in der Kindertagesförderung entlastet. Wenn der Landtag am 4. September abschließend dem Gesetzentwurf des Sozialministeriums zustimmt, kommt es zu einer Beitragsfreiheit in allen Förderarten (Krippe, Kindergarten, Hort und Kindertagespflege) und im vollen Förderumfang (bis zu zehn Stunden täglich).

„Das Land übernimmt selbstverständlich die Kosten für die vollständige Beitragsfreiheit der Eltern“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese anlässlich der heutigen abschließenden Beratung des Gesetzes zur Einführung der Elternbeitragsfreiheit, zur Stärkung der Elternrechte und zur Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG MV) im Sozialausschuss des Landtages.

Dafür sind rund 145 Millionen Euro jährlich im Entwurf des neuen Landesdoppelhaushaltes veranschlagt. Drese: „Die Ausgaben des Landes für die Kindertagesförderung gehen aber weit darüber hinaus. Das Land wird ab 2020 insgesamt pro Jahr über 350 Millionen Euro in die Kindertagesförderung investieren.“

Die Ministerin verdeutlichte, dass mit dem neuen Gesetz das bisherige komplizierte Kita-Finanzierungssystem komplett umgestellt und deutlich entbürokratisiert werde. „Die prozentuale Beteiligung des Landes steigt als Ergebnis intensiver und partnerschaftlicher Verhandlungen mit der kommunalen Ebene von 43,43 Prozent auf 54,5 Prozent. Die Gemeinden beteiligen sich mit 32 Prozent und die Landkreise/ kreisfreien Städte mit 13,5 Prozent an den Gesamtkosten für die Kindertagesförderung“, so Drese.

Diese drei Partner tragen auch gemeinsam die Kostensteigerungen in der Kindertagesförderung. Drese: „So übernehmen wir als Land z.B. auch deutlich mehr als die Hälfte der Kosten für die ausdrücklich von mir politisch gewollte bessere Bezahlung des Kita-Personals. Ich gehe fest davon aus, dass auf kommunaler Ebene das Ziel einer tarifgerechten bzw. tariforientierten Bezahlung ebenfalls verfolgt wird. Und auch die Kita-Träger sollten nicht zuletzt aufgrund des großen Fachkräftebedarfs bestrebt sein, Tarifverträge mit ihren Beschäftigten zu vereinbaren“, so Drese.

Eine deutliche Entlastung erfahren die Kommunen durch die Vereinfachung der Finanzierungsstruktur im KiföG. „Die bisherigen aufwendigen Verwaltungsverfahren entfallen“, verdeutlichte Drese. „Damit werden Personalkapazitäten insbesondere in den Jugendämtern für fachliche Aufgaben frei. Das ist mir sehr wichtig.“ Durch Einführung einer landesweit einheitlichen Kind bezogenen Pauschale in Höhe von rund 150 Euro schafft das Land zudem Planungssicherheit und Klarheit für die Gemeinden bei deren Beteiligung an den Kosten der Kindertagesförderung.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Schwerin – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Mittwoch in Schwerin das Haus 22 der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik nach umfangreichen Umbaumaßnahmen offiziell eröffnet.

„Nach dem Abschluss der Baumaßnahmen ist ein modernes Gebäude entstanden, in dessen Räumlichkeiten zukünftig ein wichtiger Teil der therapeutischen Arbeit stattfinden wird. Für Mitarbeiter und Patienten wird ein angenehmes und therapieförderndes Umfeld geboten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das gesamte Leistungsspektrum der Klinik umfasst die Diagnostik und Behandlung des gesamten Spektrums psychischer Erkrankungen – unter anderem die Krankheitsbilder Depression, Persönlichkeitsstörungen, Angst- und Zwangserkrankungen sowie Psychosen. Darüber hinaus werden auch Patienten in akuten Lebenskrisen, mit unklaren Schmerzsyndromen und Schlafstörungen behandelt. In der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik gibt es die Fachabteilungen Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 49 Betten, die Psychiatrie und Psychotherapie mit 240 Betten sowie die Psychosomatik mit 45 Betten. Dazu kommen 151 Tagesklinikplätze.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie betreibt insgesamt sechs Stationen; drei davon sind in dem jetzt fertig sanierten Haus 22 angesiedelt. Im Haus 22 der Klinik – der ehemaligen „Kopfklinik“ – sind unter anderem rund 70 Patientenzimmer auf drei Stationen entstanden, dazu Räumlichkeiten für Ergo- und Physiotherapie sowie für Gruppentherapien. Die HELIOS Kliniken Schwerin GmbH als Träger beabsichtigt, das gesamte denkmalgeschützte Ensemble aus 27 Gebäuden mittelfristig zu sanieren und baulich neu zu strukturieren.

„Die Bedürfnisse und Herausforderungen in der Behandlung von psychisch Erkrankten sind vielfältig. Wichtig ist, dass es Schutzräume für Menschen mit psychischen Besonderheiten und Eigenarten gibt, um ihnen Zeit, Ruhe und bestmögliche Behandlungen zu bieten. In dem sanierten Haus 22 ist für die Patienten eine Ruhezone geschaffen worden, um abseits des Alltages besser mit der Erkrankung umzugehen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe abschließend.

Die Gesamtinvestition der Helios Kliniken für den Umbau des Hauses 22 und die jetzt folgende Sanierung der kinderpsychiatrischen Häuser beträgt rund 37 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben in Höhe von 29 Millionen Euro.

Die Helios Kliniken erhielten seit 1990 insgesamt rund 384,4 Millionen Euro Fördermitteln; mit 1.044 Planbetten und 28 Tagesklinikplätzen sind die Helios Kliniken Schwerin das größte Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern.

Die stationäre Gesundheitsversorgung ist in Mecklenburg-Vorpommern durch 37 moderne, leistungsfähige Krankenhäuser sichergestellt. Aktuell sind im Krankenhausplan 10.140 Betten und 1.428 tagesklinische Plätze ausgewiesen.

Insgesamt wurden im Jahr 2018 den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern Einzelfördermittel (=langfristige Investitionen wie etwa Neubauten oder Sanierungsmaßnahmen) in Höhe von rund 41 Millionen Euro und Pauschalfördermittel (Förderung für kleinere bauliche Maßnahmen und die Wiederbeschaffung kurzfristiger Anlagegüter) in Höhe von rund 22,8 Millionen Euro ausgereicht. Seit 1990 sind im Rahmen der Krankenhausfinanzierung mit mehr als 2,8 Milliarden Euro erhebliche finanzielle Mittel in die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern geflossen.

Die Helios Kliniken Schwerin bestehen aus der Somatik (Neubau) mit rund 1.200 Betten und der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik (CFFK) mit rund 320 Betten. In der Somatik geht es um körperliche Beschwerden, in der CFFK wird das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen behandelt. Die Helios-Gruppe ist ein Krankenhausbetreiber mit nach Unternehmensangaben insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern.

Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter.

Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“

Schwerin – Kinder und Jugendliche sollen besser vor sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch geschützt werden. Mit einem Fachtag  in Schwerin ist der Startschuss für die bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in Mecklenburg-Vorpommern gefallen. Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter von Landkreisen, Kommunen, Vereinen, Verbänden und Fachstellen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung sind zu einem fachlichen Austausch in den Goldenen Saal des Neustädtischen Palais gekommen. „Schule gegen sexuelle Gewalt“ ist damit erfolgreich in allen 16 Bundesländern gestartet. Die Initiative verfolgt das Ziel, dass alle Schulen in Deutschland, davon 610 in Mecklenburg-Vorpommern, Konzepte zum Schutz vor sexueller Gewalt entwickeln.

„Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlebt haben, brauchen Personen, denen sie sich anvertrauen können“, betonte Bildungsministerin Bettina Martin. „Um Verdachtsmomente wahrzunehmen und richtig zu handeln, ist der Schutzort Schule ein geeigneter Ort, denn dort erreichen wir nahezu alle Kinder und Jugendlichen. Mit einem Schutzkonzept sollen unsere Schulen gewährleisten, dass Schülerinnen und Schüler den Weg zu den Vertrauenspersonen finden. Den Lehrerinnen und Lehrern soll das Schutzkonzept Handlungssicherheit geben und Leitfaden sein für eine richtige Begleitung und Hilfestellung. Wenn wir damit auch nur einem Kind in Not helfen können, haben wir schon viel erreicht“, sagte Martin.

Präventions- und Interventionshandeln in pädagogischen Institutionen ist seit 2010 durch die Berichte von Opfern sexueller Übergriffe in Institutionen immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ können Schulen einerseits zu Orten werden, an denen betroffene Schülerinnen und Schüler Hilfe finden, und gleichzeitig dafür sorgen, dass Missbrauch in der Schule selbst keinen Raum hat. Kernelement einer effektiven Prävention ist dabei die Erarbeitung eines für die jeweilige Schule passgenauen Schutzkonzeptes vor sexueller Gewalt einerseits und dem Zugang zu verlässlicher Hilfe für Betroffene andererseits.

Auf den Weg gebracht wurde die Initiative vom Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig: „Heute ist ein besonderer Tag für ‚Schule gegen sexuelle Gewalt‛. Mit Mecklenburg-Vorpommern haben sich jetzt alle 16 Bundesländer unserer Initiative angeschlossen. Dies ist aber kein Schlussstrich, sondern erst der Anfang! Damit Konzepte für Schutz und Hilfe bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an Schulen jetzt auch flächendeckend umgesetzt werden können, brauchen Schulen dringend die Unterstützung ihrer Bundesländer. Mit der Herausforderung, Schülerinnen und Schüler besser vor sexueller Gewalt zu schützen, dürfen Schulen nicht alleine gelassen werden. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einführung schulischer Schutzkonzepte würde den ernsthaften politischen Willen einer Landesregierung bekunden und diejenigen stärken, die sich tagtäglich für den Kinderschutz in Schulen einsetzen.“

An der Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt zur Umsetzung von Schutzkonzepten an jeder Schule in Deutschland hat Hjördis Wirth als Mitglied im Betroffenenrat beratend mitgewirkt. Sie fordert: „Kinder haben ein Recht darauf, dass wir Erwachsenen sie schützen. Schutz vor sexualisierter Gewalt an Schulen bedeutet, dass Kinder und Jugendliche, die diese Erfahrungen machen mussten, in der Schule auf Menschen treffen, die bemerken, dass sie in Not sind. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagieren nicht mit Panik, Ablehnung oder Verunsicherung, sondern wissen, was zu tun ist – sie sind da und kümmern sich.“

Die bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ wurde durch den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, im September 2016 gestartet. Alle Bundesländer haben sich zur Umsetzung der Initiative verpflichtet. Die Initiative unterstützt Schulleitungen und Lehrerkollegien fachlich und ermutigt sie, sich mit diesem komplexen und emotionalen Themenfeld auseinanderzusetzen. Grundlage und Ausgangspunkt für „Schule gegen sexuelle Gewalt“ sind die „Handlungsempfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Vorbeugung und Aufarbeitung von sexuellen Missbrauchsfällen und Gewalthandlungen in Schulen und schulnahen Einrichtungen“ sowie die Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“.

Das Bildungsministerium hat die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Schreiben über den Start der Initiative informiert. Die Schulen haben eine „Blaue Mappe“ des Unabhängigen Beauftragen für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs erhalten, in der sie Informationen und Hinweise zum Thema sowie zur Entwicklung von Schutzkonzepten finden, damit die Prävention gelingen kann.

Mobilfunk

Kommunen mit schlechtem Funknetz können sich bewerben für LTE-Station

Schwerin – Infrastrukturminister Christian Pegel weist auf eine Aktion hin, die die Deutsche Telekom gestern gestartet hat: Gemeinden mit schlechter Mobilfunkversorgung können sich bei dem Mobilfunkbetreiber um neue LTE-Funkstationen bewerben.

„Normalerweise entscheiden die Mobilfunkanbieter auf Basis marktwirtschaftlicher Erwägungen, wo sie neue Funkstationen aufstellen. Dabei fallen immer wieder Kommunen durchs Raster“, sagt Christian Pegel. Umso mehr freue er sich über die Initiative der Telekom, dies zumindest zu einem kleinen Teil auszugleichen.

Unter www.telekom.com/de/konzern/themenspecials/netze/wir-jagen-funkloecher kann sich jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein LTE-Funkloch hat, um eine Funkstation bewerben. Voraussetzungen sind ein Beschluss des Gemeinderats für die Installation der Anlage sowie ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast.

Bis zum 30. November 2019 können sich Kommunen bewerben. Die Telekom wählt zunächst 50 aus, in denen dann bis Ende 2020 ihre neuen Stationen in den Betrieb gehen sollen.

„Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an einem Funkmastenprogramm, das dazu beitragen soll, Funklöcher im Land zu stopfen. Wir haben dafür zunächst ein Budget von 50 Millionen Euro bereitgestellt. Allein wegen der erforderlichen Zustimmung der EU zu unserem Programm wird dieses aber frühestens 2020 greifen können“, sagt Christian Pegel und fügt hinzu: „Deshalb möchte ich jede Kommune aus unserem Bundesland, die die Voraussetzungen für diesen Wettbewerb erfüllt beziehungsweise sie bis zum Ende der Bewerbungsfrist erfüllen kann, animieren, sich um eine der 50 Funkstationen zu bewerben. Ich drücke jedem Bewerber aus M-V die Daumen.“

Führungswechsel

Rostock – Gleich zwei neue Führungskräfte der Polizei wurden von Innenminister Lorenz Caffier heute in Rostock feierlich in ihr Amt eingeführt. Polizeidirektor Achim Segebarth, der bereits seit dem 01.08.2019 in der Hansestadt ist, übernimmt jetzt auch offiziell das Amt des Leiters der Polizeiinspektion Rostock. Mit Kriminaldirektor Heiko Tesch gibt es ebenso einen Wechsel an der Spitze der Kriminalpolizeiinspektion Rostock.

Innenminister Caffier: „Ich bin überzeugt davon, dass Achim Segebarth und Heiko Tesch die Inspektionen hervorragend leiten werden. Hier stehen heute zwei Polizisten, die mit beiden Beinen im Beruf stehen und bereits in der Vergangenheit ihre Kompetenz und ihre Führungsstärke unter Beweis gestellt haben. Nun werden sie, da bin ich mir ganz sicher, auch die Herausforderungen in der größten und auch einsatzintensivsten Stadt unseres Landes mit Bravour meistern!“

Vita Achim Segebarth

Herr Segebarth konnte in der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern bereits viele Erfahrungen sammeln. Nachdem er 1995 nach erfolgreicher Ausbildung zum Polizeimeister ernannt wurde, war er zunächst Einsatzbeamter in einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei und anschließend wechselte er zur Polizei Stralsund. Im Jahr 2001 vollzog Herr Segebarth nach einem zweijährigen Studium an der Fachhochschule in Güstrow den Laufbahnwechsel in den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Nachdem Segebarth dann zunächst seinen Dienst in der damaligen Polizeidirektion Stralsund in verschiedenen Verwendungen versah, absolvierte er von 2005 bis 2007 erfolgreich die Ausbildung für den höheren Polizeivollzugsdienst. Nach mehreren Führungsfunktionen in den Polizeidirektionen Anklam und Rostock übernahm er im Jahr 2012 die Leitung des Kriminalkommissariats in Rostock. Seit 2015 war Herr Segebarth Dezernatsleiter im Polizeipräsidium Rostock. Der 45-Jährige ist in Rostock geboren, verheiratet und Vater einer Tochter.

Vita Heiko Tesch

Der neue Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, Kriminaldirektor Heiko Tesch, kann auf einen ähnlichen Werdegang wie Achim Segebarth zurückblicken.

Auch er begann seine Ausbildung zunächst zum Polizeimeister und vollzog 1996, nach einem zweijährigen Studium an der Fachhochschule in Güstrow, den Laufbahnwechsel in den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Nach verschiedenen Führungsaufgaben im Landeskriminalamt M-V absolvierte er von 2005 bis 2007, gemeinsam mit Achim Segebarth, erfolgreich die Ausbildung in den höheren Polizeivollzugsdienst.

Von 2012 -2015 war Herr Tesch Leiter der Führungsgruppe in Wismar Es folgten ein erfolgreicher Abschluss des Masterstudiengangs und ein Abschluss an der FBI National Academy Quantico/Virginia (USA). Ende 2015 wechselte er wieder in eine Führungsfunktion ins LKA. Der 46-jährige Kriminaldirektor ist in Schwerin geboren, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Aktuelles Schulmagazin „klasse!“ jetzt online

Schwerin – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern haben zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 die neue Ausgabe des Schulmagazins „klasse!“ erhalten. Das kostenlose Heft wird in diesen Tagen an allen öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen verteilt. Auch freie Schulen erhalten Exemplare für die Lehrerkollegien. Titelthema der aktuellen Ausgabe des Magazins „klasse!“ ist die Digitalisierung.

Ab heute liegt die Zeitschrift auch als digitale, mobil lesbare Ausgabe vor. Zu erreichen ist die Online-Fassung über www.lehrer-in-mv.de/klasse. Schulen können die digitale Ausgabe oder einzelne Artikel mit ihrer Homepage verlinken.

„Für die Kinder und Jugendlichen, die derzeit an unseren Schulen lernen, ist digital ganz normal“, findet Bildungsministeri n Bettina Martin. „Diese Welt, zu der Apps, Tools und Social-Media-Kanäle selbstverständlich dazugehören, macht nicht an den Schultoren Halt. Und sie kommt nicht nur mit den Schülerinnen und Schülern in die Klassenzimmer, sondern auch mit den Lehrplänen, den Unterrichtsmaterialien – und ab dem neuen Schuljahr mit dem Fach „Informatik und Medienbildung.“

Deshalb steht eine der 21 Modellschulen, an denen das neue Schulfach im Vorfeld getestet wurde, im Fokus der Reportage „Digitales Handwerkszeug“: das Schulzentrum am Sund. Die Reportage des zweiten Heftteils „Ausbildung“ stellt außerdem den neuen Ausbildungsberuf Kauffrau/-mann für E-Commerce vor. Im dritten Teil „Hochschule“ wiederum wird berichtet, wie an der Hochschule Wismar „Neue Ideen für die Zukunft des Digitalen“ entwickelt werden.

Vom Unterrichtshilfenportal MV über ein Interview mit der Rostocker Informatikprofessorin Alke Martens, von Fake News über Safer Surfen bis zur Digitalisierungsstrategie des Landes bietet das Heft Infos und Tipps für alle Lese- und Altersgruppen.

Doch nicht alles ist digital und deswegen beschäftigt sich die neue Ausgabe von „klasse!“ auch mit Klimaprojekten an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, spannenden Erfahrungsberichten aus dem Ausland sowie Schülerbands. Außerdem finden sich aktuelle Termine und Meldungen rund um das Thema Bildung im Heft.

„klasse!“ ist nun zum sechsten Mal erschienen. Umgesetzt und produziert wurde das Schulmagazin im Jahr 2019 von der Rostocker Werbeagentur WERK3.

A 20 wird erneuert

Rostock – In zwei Bauabschnitten wird die Fahrbahndecke auf den 3,2 Kilometern der Autobahn 20 zwischen den Anschlussstellen (AS) Rostock Südstadt und Bad Doberan erneuert. Im Zuge der Arbeiten werden zudem die Auf- und Abfahrtsrampen der AS Rostock West instandgesetzt.

Zunächst wird die A 20 im genannten Abschnitt in Fahrtrichtung Lübeck saniert. Dafür wird ab Montag, 26. August 2019, die Baustellensicherung aufgebaut. Ab 16. September 2019 wird die Fahrbahn in Richtung Lübeck gesperrt. Der Verkehr wird dann auf jeweils zwei verengten Spuren auf der Fahrbahn in Richtung Rostock an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Anschlussstelle Rostock West in Fahrtrichtung Lübeck ist während der Bauarbeiten gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die U 25 bzw. 52 ab der AS Bad Doberan über die Landesstraßen 10 und 13 und ist ausgeschildert. Bis Ende November sollen die Arbeiten auf diesem Abschnitt der A 20 in Richtung Lübeck abgeschlossen sein.

Von März bis Juni 2020 nimmt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Fahrbahn in Richtung Stettin in Angriff. Äquivalent zum ersten Bauabschnitt wird dann die Richtungsfahrbahn Stettin gesperrt und der gesamte Verkehr über die Gegenfahrbahn geleitet. Dann wird die Anschlussstelle Rostock West in Fahrtrichtung Stettin gesperrt. Die Umleitung erfolgt analog zur Sperrung der Gegenseite.

Die Sanierung der Fahrbahn ist dringend erforderlich, weil die Asphaltbinder- und Deckschichten tiefe Risse aufweisen. Bei Asphaltuntersuchungen im vergangenen Jahr wurden diese starken Schäden festgestellt. Dieser Abschnitt der A 20, im Jahr 2000 fertiggestellt, ist einer der höchstbelasteten Straßenabschnitte in M-V mit täglich 40.000 bis 45.000 Fahrzeugen. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme in Höhe von knapp 4,9 Millionen Euro trägt der Bund.

Die Autofahrer werden um Verständnis für die dringend erforderlichen Bauarbeiten und die damit einhergehenden Verkehrseinschränkungen gebeten.

Neue Prognose: Einwohnerzahl sinkt

Schwerin – „Die Zeiten, in denen Mecklenburg-Vorpommern deutlich Einwohner verliert, liegen hinter uns“, sagte Christian Pegel heute (20.8.2019) bei der Vorstellung der neuen Bevölkerungsprognose für den Nordosten der Republik. Die 5. Bevölkerungsprognose gibt einen Ausblick auf die Bevölkerungsentwicklung bis 2040.

„Prognosen sind keine sicheren Zukunftserkenntnisse. Aber alle Zeichen deuten darauf, dass wir allenfalls noch moderat sinkende Einwohnerzahlen haben werden“, fuhr der Landesentwicklungsminister fort. Es gebe einen Entwicklungskorridor zwischen einem minimalen Bevölkerungswachstum von knapp 2.000 Menschen bis 2040 in der optimistischen Prognose und einem Sinken um knapp 116.000 Menschen in der pessimistischen Variante. Die sogenannte Standardvariante geht von knapp 80.000 Menschen weniger in Mecklenburg-Vorpommern bis 2040 aus. Danach würde die Einwohnerzahl von 1,61 Millionen Menschen im Jahr 2017 auf ca. 1,58 Millionen im Jahr 2030 und bis 2040 auf ca. 1,53 Millionen Einwohner sinken. Das sind minus zwei Prozent bis 2030, minus fünf Prozent bis 2040, beides im Vergleich zu 2017.

Christian Pegel betonte bei der Vorstellung der neuen Landesprognose der Abteilung Landesentwicklung im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, die das Kabinett heute (20.8.2019) beschlossen hat, dass diese zwar als Grundlage für künftige Planungen der Landesverwaltung diene, aber nicht unverrückbar sei. „Die tatsächliche Einwohnerentwicklung kann durch verschiedene Ereignisse, Entscheidungen und Handeln auf allen Ebenen von der Prognose abweichen – im Guten wie im weniger Guten.“

Dies zeige auch ein Vergleich der aktuellen Prognose mit den Annahmen der vorhergehenden vierten Landesprognose. Nach den neuen Berechnungen werde bis 2030 in der Standardvariante von einem um 70.000 Menschen geringeren Einwohnerverlust ausgegangen als noch 2012. Ein Faktor dabei sei auch das Hinzukommen von Flüchtlingen bis zum Jahr 2017. Dieser war in der aktualisierten vierten Landesprognose, die auf Zahlen von 2010 basierte, nicht abzusehen. Die aktuelle Berechnung beruht auf Angaben des Statistischen Landesamtes bis 2017.

Heruntergebrochen auf Landkreise und kreisfreie Städte werden sich die Einwohnerzahlen zum Teil gegensätzlich entwickeln: „In den beiden größten Städten unseres Landes werden sie weiter steigen, am stärksten in Rostock“, nennt der Minister ein Ergebnis der Berechnungen. In den Landkreisen hingegen werden sie sinken – von um 0,5 Prozent im Landkreis Rostock in der Standardprognose bis zu um mehr als zwölf Prozent in den Kreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald.

Bestehen bleibt die Aussage, dass sich die Altersstruktur im gesamten Land stark verändern wird. „Die Geburtenziffer wird bis 2040 voraussichtlich von 1,54 auf 1,59 Geburten je Frau weiterhin leicht ansteigen. Für den Erhalt des Bevölkerungsbestands reicht das jedoch, wie in allen anderen Bundesländern, nicht aus“, erläutert Christian Pegel. Die Lebenserwartung wird in den nächsten 20 Jahren um ca. vier Jahre auf knapp 81 Jahre bei den Männern und um ca. drei Jahre auf gut 86 Jahre bei Frauen steigen. „Die Wanderungen – vor allem jüngerer Menschen – hinzugenommen, wird dies alles dazu führen, dass sich die Bevölkerung unseres Landes im Jahr 2040 aus weniger Erwerbsfähigen und deutlich mehr lebenserfahrenen Menschen als im Jahr 2017 zusammensetzen wird“, so der Minister weiter.

Der Anteil der über 67-Jährigen an der Bevölkerung wird überall im Land zunehmen – in den Landkreisen allerdings deutlich stärker als in den kreisfreien Städten.

Im Rahmen der fünften Bevölkerungsprognose werden erstmals offizielle Prognosen unterhalb der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte angeboten. „Dafür gibt es einen großen Bedarf in den Ressorts der Landesregierung, aber auch in den Kommunen“, begründet Christian Pegel.

Die kleinteiligeren Voraussagen konzentrieren sich auf die 22 Mittelbereiche der Zentralen Orte im Land. Diese, im Landesentwicklungsprogramm (LEP) 2016 festgelegt, bestehen jeweils aus einem Ober- oder Mittelzentrum als Schwerpunkte des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens und deren Einzugsbereichen. Die Zentren nehmen für die Gemeinden des Verflechtungsbereichs übergemeindliche Versorgungsfunktionen wahr.

„Die für das Land und seine Teilregionen unterschiedlichen Ergebnisse der fünften Landesprognose spiegeln sich verstärkt auf Ebene der Mittelbereiche wider. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Berechnungen aufgrund der kleineren Raumeinheiten mit geringeren Einwohnerzahlen mit erheblich größeren Unsicherheiten behaftet sind“, so der Minister.

Ähnlich wie auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte besteht auch bei den Mittelbereichen ein West-Ost-Gefälle bei der Bevölkerungsentwicklung. Eine höhere Einwohnerzahl als im Ausgangsjahr 2017 werden 2040 lediglich die drei Mittelbereiche im Umkreis der Städte Rostock, Schwerin und Greifswald haben. Diese Zunahme beruht auf Wanderungsgewinnen, die das Geburtendefizit mehr als ausgleichen.

In den übrigen Mittelbereichen wird die Bevölkerung mittel‐ bis langfristig zurückgehen, in zwölf davon um voraussichtlich mehr als zehn Prozent.

In den vergangenen Monaten führte der Bereich Landesentwicklung im EM umfassende Berechnungen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2040 durch. Auf Grundlage der Daten für die Jahre 2016/17, die das Statistische Landesamt Ende 2018 vorgelegt hatte, wurde die Bevölkerungsprognose 2019 noch einmal aktualisiert. Damit wurde sichergestellt, dass die starken Wanderungsausschläge der Jahre 2015/16 in der Bevölkerungsstatistik auf Grund der Flüchtlingszuwanderungen mit realistischer Perspektive in die Berechnungen der Prognose einflossen.

Für die Vorhersage wurden – wie auch in den vorhergehenden Prognosen – drei Varianten berechnet: eine optimistische, eine Standard- und eine pessimistische Variante. Die hier genannten Zahlen entsprechen der Standardvariante.

Tourismus in M-V weiter auf hohem Niveau

Schwerin – Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat in den ersten acht Monaten des Jahres das hohe Niveau des Vorjahres bestätigt. Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat in den ersten acht Monaten des Jahres das hohe Niveau des Vorjahres bestätigt. Dabei profitierte sie unter anderem von guten Vorbuchungszahlen, überwiegend freundlichem Wetter und einem im Vergleich mit 2018 etwas längeren Sommerferien-Korridor.

Laut aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amtes verbrachten zwischen Januar und Juni dieses Jahres mehr als 3,6 Millionen Gäste etwa 13,5 Millionen Übernachtungen in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern.

Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Zahlen lassen auf ein gutes erstes Halbjahr mit Wachstum schließen. Das macht Hoffnung für einen insgesamt positiven weiteren Jahresverlauf. Mehr Übernachtungen und mehr Ankünfte spiegeln sich auch in der Statistik wider. Trotz des eher wechselvollen Wetters waren vielerorts Hotels, Pensionen, Ferienhäuser und Campingplätze gut ausgelastet. Einmal mehr wird deutlich: Sowohl die Ostseeküste als auch das Binnenland sind gefragte Reiseregionen. Die Nachfrage wächst. Als Herausforderung für die Branche stellen sich verschärft der Mangel an Fach- und Arbeitskräften und weiter die Erreichbarkeit dar.“

Der Präsident des Landestourismusverbandes (TMV) Wolfgang Waldmüller ergänzte: „Vom Supersommer 2018 ging eine gewisse Sogwirkung aus. Vielen Gästen des Landes blieb er positiv in Erinnerung, so dass Mecklenburg-Vorpommern auch 2019 als Reiseziel gesetzt galt.“

Gleichzeitig warnte Waldmüller vor zu großer Euphorie über die erheblich gestiegenen Gäste- und Übernachtungszahlen. Von Januar bis Juni wurden zwischen Ostsee und Seenplatte rund 3,63 Millionen Ankünfte (+10,3 Prozent) und 13,5 Millionen Übernachtungen (+14,5 Prozent, entspricht rund 1,7 Millionen Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum) gemeldet. „Erst im nächsten Jahr können wir die Ergebnisse richtig einordnen, denn derzeit fehlt uns aufgrund von Verschiebungen in der Statistik die Vergleichsgrundlage.“

Waldmüller verwies in diesem Zusammenhang auf die etwa 500 Betriebe mit insgesamt 45.000 zusätzlichen Schlafgelegenheiten, die seit August 2018 durch eine erweiterte Abfrage des Statistischen Amtes hinzugekommen sind. Auf Grundlage eines Gerichtsurteils in Schleswig-Holstein müssen jetzt auch Quartiere erfasst werden, die zusammen mit anderen jeweils eine räumliche, wirtschaftliche und organi-satorische Einheit bilden. Dies betrifft insbesondere Ferienwohnungsanlagen. „Anschaulich wird dies am Beispiel Prora. Die 150 Ferienwohnungen im Komplex ‚Prora Solitaire‘ gehören einer Vielzahl unterschiedlicher Investoren, werden aber über den Anbieter Novasol vermarktet und bilden so eine Einheit. Auch diese Unterkünfte werden jetzt erfasst, obwohl der einzelne Investor weniger als zehn Schlafgelegenheiten bieten mag. Im Moment erschwert dies die Betrachtung, mittelfristig aber erhalten wir ein schärferes Bild der realen Situation.“

Im Rahmen des Tourismusbarometers des Ostdeutschen Sparkassenverbandes am 13. September 2019 soll eine Modellrechnung vorgestellt werden, in der die neu erfassten Betriebe aus der Betrachtung genommen werden, um die Vergleichbarkeit mit den Zahlen des Vorjahres zu gewährleisten.

Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein ist laut einer solchen Modellrechnung der Großteil des Übernachtungswachstums im Jahr 2018 auf die erweiterte Statistik zurückzuführen. Von insgesamt 15,3 Prozent Zuwachs blieben nach modellhafter Bereinigung der zusätzlichen Betten eine Steigerung der Übernachtungszahlen um 3,5 Prozent übrig. Für Mecklenburg-Vorpommern sind ähnliche Verschiebungen zu erwarten.

Unabhängig von den Anpassungen der Statistik ist die Sommersaison im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich verlaufen. Einer aktuellen Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 300 Quartiersanbietern zufolge waren drei Viertel der Unterkünfte sehr gut gebucht: Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, im Zeitraum von Ende Juni bis Mitte August eine Auslastung der Zimmer be-ziehungsweise Stellplätze von 90 Prozent und mehr erreicht zu haben. Etwa 35 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei am höchsten. Aber auch die Betriebe aus der Mecklenburgischen Seenplatte und der Mecklenburgischen Schweiz meldeten hohe Werte. Leicht abgesetzt stehen das Vorpommersche Festland und die Region Mecklenburg-Schwerin.

„Ziel ist es, unser Land weiter als eine der beliebtesten Urlaubs- und Reiseregionen in Deutschland zu entwickeln. Künftig stehen noch mehr qualitativ hochwertige und nachhaltige Angebote im Vordergrund. Wir haben ein hohes touristisches Niveau in Bezug auf Gäste und Übernachtungen im Land. Mit den verbesserten Erhebungen des Statistischen Amtes ist ein noch genauerer Blick auf die touristische Ent-wicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Der TMV-Umfrage zufolge lag die sommerliche Auslastung bis Mitte August insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten meldete eine gleich hohe Auslastung, jeweils etwa 20 Prozent der Unternehmen gaben an, etwas besser bzw. schlechter als im gleichen Zeitraum 2018 gebucht gewesen zu sein. Etwas pessimistischer sind die Erwartungen für die zweite Augusthälfte, in der sich lediglich die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern noch in den Ferien befinden. Jeder vierte Betrieb rechnet hier mit etwas schlechteren Belegungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Darüber hinaus gab die Befragung auch Aufschluss über die Probleme der Branche: Größte Kritikpunkte der Gäste sind demnach die Verkehrssituation und die Erreichbarkeit. Häufig im Fokus stehen dabei die Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie der Zustand der Radwege. Darüber hinaus wurde laut den Befragten gästeseitig häufiger die Qualität der Gastronomie bemängelt. „Service und Qualität sind Daueraufgaben. Es gibt immer etwas, das besser gemacht werden kann. Hier ist besonders das Feedback unserer Gäste von enormer Bedeutung. Auch in Zeiten von Internet und sozialen Medien ist der direkte und persönliche Kontakt zu den Gästen immer die direkte und beste Erfahrung. Wir brauchen weiter viele Urlauber, die unbedingt Urlaub in unserem Land machen wollen. Dafür müssen wir immer wieder gute Gründe liefern. Das ist eine herausfordernde Aufgabe der gesamten Branche“, erläuterte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Auch der Fachkräftemangel wurde von den Betrieben vergleichsweise häufig als Problem genannt. Danach hat mindestens jedes fünfte Unternehmen im Nordosten erhebliche Probleme, den Personalbedarf während der Hauptsaison komplett zu decken.

Wassertouristische Anbieter profitierten einerseits von den Vorbuchungen durch den Jahrhundertsommer 2018, zogen andererseits jedoch eine differenzierte Bilanz des Sommers. Der Hausbootanbieter Kuhnle Tours spürt die Auswirkungen durch die Sperrung der Schleuse Zaaren deutlich.

„Bei den Gastliegern, das heißt Eignerbooten oder Booten fremder Charterfirmen in unserem Hafen an der Müritz, rechnen wir mit einem Rückgang von 20 bis 30 Prozent durch die Sperrung der Schleuse Zaaren“, sagte Dagmar Rockel-Kuhnle, Sprecherin des Unternehmens. Der Anbieter reagierte auf die Sperrung, indem er eine Ausweichbasis in Priepert öffnete, damit Gäste weiterhin so genannte One-Ways buchen können, bei denen sie ihr Boot an einem anderen Hafen ab-geben können als dem Starthafen. Dass die für den 1. August geplante Öffnung der Schleuse auf den Winter verschoben wurde, sieht Rockel-Kuhnle kritisch: „Unsere Reservierung hatte bereits viel Arbeit, um Kunden umzubuchen und vom Stornieren abzuhalten. Die Auswirkungen des Imageschadens werden sich in den nächsten Jahren noch bemerkbar machen.“

Das Unternehmen „Yachtcharter Schulz“ mit Sitz in der Mecklenburgischen Seenplatte ist mit dem Verlauf der Saison zufrieden und konnte bei den Buchungen an das Vorjahr anknüpfen. Gleichzeitig verwies Geschäftsführer Steffen Schulz auf die Zusatzkosten, die durch die Schleusensper-rung in Zaaren verursacht wurden: „Wir müssen die Boote nun mit einem Tieflader aus Brandenburg holen, um sie ins Winterlager zu bringen, da der Weg übers Wasser nicht mög-lich ist“, sagte er. Zudem deutete er auf den wetterbedingten niedrigen Wasserstand hin, der Hausbootfahrern das Ansteuern von Häfen erschwert beziehungsweise unmöglich macht.

„Im Vergleich zu früheren Jahren fehlen uns per August 40 Zentimeter. Boote mit mehr als einem Meter Tiefgang müssen wir abweisen. Wir hatten dieses Jahr 80 Prozent weniger Tagesgäste und demzufolge auch Einbrüche im gastronomischen Geschäft“, sagte Rainer Steuck, Inhaber des Yachthafens Maribell mit 120 Liegeplätzen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Die „Weiße Flotte Müritz“ ist zufrieden mit dem Saisonverlauf. Allerdings berichtet auch Systemmanager Markus Rokvic von Problemen, die durch die niedrigen Wasserstände hervorgerufen wurden: „Wir haben einige Routenverläufe anpassen müssen, weil zum Beispiel der Bolter Kanal nur noch mit wenigen unserer Schiffe passierbar ist oder der Jabelsche Waldsee momentan gar nicht mehr angesteuert werden kann. Auch unser Flaggschiff, das Salon-Dampfschiff ‚Europa‘, kann die Eldenburger Reeck nicht mehr anfahren.“

Kanubetreiber bilanzieren eine insgesamt starke Saison, wenngleich es auch hier streckenweise – unter anderem entlang der Warnow – Sperrungen aufgrund des niedrigen Wasserstandes gab.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zogen eine positive Halbzeitbilanz für den Festspielsommer 2019. Mit knapp 40.000 Besuchern liegt das Festival auf dem hohen Niveau der Vorjahre. 44 Vorstellungen waren komplett ausverkauft. „Wir freuen uns über die großartige Auslastung unserer Ver-anstaltungen“, resümiert Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein die erste Hälfte der Sommersaison.

Die Schlossfestspiele Schwerin verzeichneten mit etwa 30.200 Besuchern einen deutlichen Besucheranstieg im Vergleich zum letzten Jahr. Zur romantischen Komödie „Cyrano de Bergerac“ im Schlossinnenhof kamen mehr als 8.400 Zuschauer. Die 20 Vorstellungen des Musicals „Anatevka“ auf dem Alten Garten wurden von knapp 21.800 Interessierten bestaunt. Im vergangenen Sommer lockten die Oper „Tosca“ und das Schauspiel „Dracula“ rund 24.000 Gäste.

Spaßbäder und Erlebnismuseen ziehen überwiegend positive Bilanzen. Im Wismarer Spaßbad Wonnemar schlug der Juli mit 45.000 Besuchern zu Buche: ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahresmonat, in dem sich etwa 31.000 Gäste Abkühlung zwischen Wasserrutsche und Whirlpool verschafften. Das Deutsche Meeresmuseum meldet für seine vier Standorte insgesamt ein Besucherplus von neun Prozent für den Zeitraum Januar bis Ende Juli 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Das Ozeaneum konnte am 31. Juli 2019 mit mehr als 8.100 Gästen einen neuen Tagesbesucherrekord vermelden. „In diesem Jahr haben wir schon viel Aufmerksamkeit und positives Gästefeedback mit unserem neuen Sonderthema ‚Kein Lärm Meer‘ erzielt. Das abwechslungsreiche Wetter kommt uns dabei zugute“, sagt Andreas Tanschus, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.

Auch die Vorpommersche Landesbühne, die in der Sommersaison mit insgesamt 200 Theatervorstellungen, darunter 80 Freiluftaufführungen, aufwartet, zieht eine positive Sommerbilanz. „Wir rechnen damit, dass die Zuschauerzahlen am Saisonende wieder bei 35.000 bis 40.000 Besuchern liegen werden und damit auf Vorjahresniveau. Großen Anklang finden nach wie vor die ´Vineta-Festspiele´ auf der Insel Usedom. Zudem erwarten wir einen Publikumsrekord für das Stück ‚Die Wikinger kommen‘ im Barther Theater Garten.“

Im Rostocker Zoo zeigt man sich ebenfalls zufrieden: „Insbesondere das neue Polarium mit Eisbären und Pinguinen, der neu aufgebaute KNAX-Kletterspielplatz sowie der Nachwuchs bei den Orang-Utans im Darwineum werden bei den Besuchern stark nachgefragt. Die Aktivitäten im Jubiläumsjahr, in dem wir die 120 Jahre Rostocker Zoo mit unseren Partnern gebührend feiern, sowie die erneute Anerkennung zum besten Zoo Europas in der Kategorie II wirken sich positiv auf die derzeitige Entwicklung aus“, sagte Sprecher René Gottschalk. Auch der Schweriner Zoo kann das Jahr 2019 bislang als ein erfolgreiches verbuchen. Dazu Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Mit einem Anstieg der Besucherzahlen um mehr als 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steuert der Zoo Schwerin auf ein Rekordergebnis zu. Das ist im Wesentlichen auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Steigerung des Besuchererlebnisses zurückzuführen, was uns insbesondere dank der konsequenten Unterstützung des Wirtschaftsministeriums und der EU ermöglicht wird.“

Abschließend äußerte sich Wolfgang Waldmüller zu den tourismuspolitischen Rahmenbedingungen im Land: „Wir sind froh, dass die Landestourismuskonzeption mit dem Umsetzungsmanagement im Wirtschaftsministerium und der ressortübergreifenden Steuerungsgruppe in die Praxis kommt. Die drängenden Fragen der Finanzierung des Tourismus, der Verbesserung der Infrastruktur, der Gestaltung von Kur-taxe und Tourismusabgabe, der Mobilität und der Nachhaltigkeit müssen vereint und mit aller Kraft angegangen werden. Mecklenburg-Vorpommern sollte sich landespolitisch das qualitative Ziel geben, eine der innovativsten Tourismusregionen Deutschlands zu werden.“ Mit dem Deutschen Tourismustag am 20. und 21. November 2019 in Rostock und dem Germany Travel Mart vom 10. bis 12. Mai 2020 seien die nächsten Wegmarken gesetzt.

Kooperation bei IT-Sicherheit

Schwerin – Um die Zusammenarbeit zwischen dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Fragen der Cybersicherheit weiter zu vertiefen, haben die IT-Beauftragte der Landesregierung Ina-Maria Ulbrich und Innenstaatssekretär Thomas Lenz in Schwerin eine Absichtserklärung mit Arne Schönbohm, Präsident des BSI, unterzeichnet.

„Mit der Absichtserklärung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um künftig in Fragen der Informationssicherheit noch enger und gut vernetzt mit dem Bund zusammenzuarbeiten. So wollen wir uns mit einem starken Partner an unserer Seite effektiver vor Angriffen auf unsere IT-Systeme schützen“, sagt Ina-Maria Ulbrich und betont: „In unserer immer stärker vernetzten Welt besteht eine wachsende digitale Bedrohung – auch für die Verwaltung, deren Digitalisierungsgrad stetig zunimmt. Informationssicherheit bedeutet deshalb vor allem, richtig mit den bestehenden Risiken umzugehen.“

Staatssekretär Thomas Lenz betont: „Cyber-Kriminelle werden immer professioneller. Sie sind gezielt darauf aus, auch vertrauliche Daten für politische oder wirtschaftliche Spionage zu stehlen oder durch digitale Angriffe auf kritische Infrastrukturen sogar ganze Systeme lahm zu legen. Informationssicherheit kann heute mit lokal begrenzten Schutzmaßnahmen nicht mehr gewährleistet werden. Nur gemeinsam können wir ein hohes IT-Sicherheitsniveau schaffen.“

German Open im Segeln eröffnet

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin die Internationalen Deutschen Meisterschaften/German Open in vier verschiedenen Traditionsbootsklassen eröffnet und zugleich dem Segler-Verein von 1894 e.V. zu seinem 125. Bestehen gratuliert.

„Herzlichen Glückwunsch zum Gründungsjubiläum. Einen solchen Geburtstag muss man kräftig feiern. Ich finde es auch gut, dass Sie parallel dazu die Schweriner Segeltage neu aufgelegt haben. 300 Sportlerinnen und Sportler, 130 Boote und mehrere Deutsche Meisterschaften. Das sind schon beeindruckende Zahlen. Gern habe ich die Schirmherrschaft für die Segeltage übernommen.“

Der Segelverein sei Teil einer vielfältigen Vereinslandschaft im Land, mit tollem Engagement und vielen Aktivitäten. So unterstütze der Verein den Präventionsrat der Stadt, das alljährliche Altstadtfest und biete Segelprojekte für Menschen mit Handicap an. Außerdem werde eine tolle Jugendarbeit geleistet.

Schwesig: „Es gibt Vereinsfahrten in verschiedene Länder. Eine gute Seemannschaft bedeutet auch, nicht nur Regatten zu gewinnen. Die Kinder lernen hier noch viel mehr: Rücksicht und Respekt, den Umgang mit Sieg und Niederlage und die Zusammenarbeit in einem Team.“

Interkulturellen Woche

Rostock – „Die Interkulturelle Woche im Landkreis Rostock ist eine sehr gute Gelegenheit für Alt- und Neu-Bürgerinnen und -bürger sich zu begegnen, einander kennenzulernen und sich über andere Kulturen zu informieren. Die vielfältigen Veranstaltungen setzen damit ein besonderes Zeichen für ein starkes Miteinander vor Ort, für Empathie und Engagement“, sagte Sozial- und Integrationsministerin Stefanie Drese zur Eröffnung der Interkulturellen Woche am (heutigen) Montag in Bad Doberan. Die Feierlichkeiten stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“.

Die Ministerin zeigte sich von der Vielzahl der in den nächsten Tagen und Wochen geplanten Aktivitäten beeindruckt: „Mehr als 25 verschiedene Akteure haben ein tolles und abwechslungsreiches Programm mit 31 Veranstaltungen organisiert, das weit über den zeitlichen Rahmen der Interkulturellen Woche hinausgeht.“

Sie dankte den zahlreich engagierten Akteuren, Netzwerken und Verbänden wie u.a. den Malteser Werken Migrationsbetreuung Bad Doberan, dem Migrationsnetzwerk, den Bewohnerinnen und Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft Walkenhagen sowie dem Landkreis Rostock für die Organisation und die finanzielle Unterstützung des Eröffnungsfestes.

Drese: „Für ein gelingendes Zusammenleben ist eine gute und nachhaltige Integration unerlässlich. Ein Grundpfeiler der Integration ist dabei die Integration in den Arbeitsmarkt. Und hier können wir eine sehr erfreuliche Entwicklung registrieren. Die Erwerbstätigkeit von Ausländerinnen und Ausländern in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten sechs Jahren beinahe verdreifacht.“

Die Ministerin kündigte in ihrem Grußwort die Fortsetzung des Integrationsfonds des Landes in Höhe von einer Million Euro jährlich an. Er unterstützt Initiativen und Kommunen finanziell bei Integrationsprojekten und bezieht dabei Zugewanderte wie Aufnahmegesellschaft mit ein. „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, dieses bewährte Instrument auch in den Jahren 2020 und 2021 in den Haushaltsplanentwurf des Landes zu verankern“, betonte Drese.

Polizeigebäude in Sanitz

Sanitz – Bereits seit Juni laufen die Erdarbeiten für das neue Dienstgebäude der Polizei und Kriminalpolizei in Sanitz. Heute nun konnte Finanzminister Reinhard Meyer im Beisein von Innenminister Lorenz Caffier den Grundstein für den Neubau legen – nach einer Planungszeit von weniger als 10 Monaten.

In Sanitz kam eine sogenannte Musterplanung zum Einsatz, mit der sowohl Planungszeit als auch Planungskosten reduziert werden konnten. Es war das zweite Mal, dass der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften auf dieses Instrument zurückgriff. Das erste Mal ist die Musterplanung für den Polizeibau in Heringsdorf genutzt worden. Das Dienstgebäude in Sanitz ist eine sehr ähnliche Kopie, das ebenfalls gemäß den Kriterien des Nachhaltigen Bauens errichtet wird.

Finanzminister Reinhard Meyer: „Auf diese Weise bauen wir effizient, schnell und umweltschonend. Gleichzeitig bekommt die Polizei hier in Sanitz ein Dienstgebäude auf dem neuesten Stand der Technik. So geht modernes Bauen.“

Nach einer Bauzeit von rund anderthalb Jahren soll das Gebäude Anfang 2021 fertiggestellt werden. Die Baukosten betragen rund 6,1 Mio. Euro.

Straßenbau in Malchin

Malchin – Für Ausbau und Neugestaltung der Petersilien- und Steintormauerstraße in der Stadt Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stellt das Landesbauministerium Städtebaufördermittel in Höhe von rund 670.000 Euro bereit. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen ca. eine Million Euro.

Beide Straßen befinden sich im Sanierungsgebiet „Altstadt“. Sie sind Teil der südlichen Altstadt-Ringstraßen um den Stadtkern von Malchin und sind sanierbedürftig. Die Fahrbahnen werden mit Granit-Großpflaster und die Gehwege mit Klinkersteinen befestigt. Zudem sind straßenbegleitende Pkw-Stellplätze vorgesehen. Auch die Beleuchtung wird erneuert.

Im nördlichen Abschnitt der Petersilienstraße werden Bäume gepflanzt. Das Vorhaben wird gemeinsam mit dem Zweckverband Malchin-Stavenhagen durchgeführt, der den Regenwasserkanal baut. Nach Abschluss der Baumaßnahme soll zeitnah ein Kunstobjekt errichtet werden.

Es ist geplant, die Maßnahme 2019 zu beginnen und im Jahr 2020 fertigzustellen.

Marlower Loris wird Festspiel-Partnerschule

Marlow – Die Grundschule Marlower Loris im unteren Recknitztal ist Partnerschule der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Schuljahr 2019/2020. Bildungsministerin Bettina Martin und Festspiel-Intendant Dr. Markus Fein haben bei einer Feierstunde mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der Schulleiterin Dagmar Röder die Ernennungsurkunde übergeben.

In Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern wird die Grundschule im kommenden Schuljahr am Education-Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen. Inhalt der Partnerschaft ist die Durchführung von unterschiedlichen musikalischen Projekten, wie z. B. Workshops, Kurzkonzerten und Gesprächen mit Festspielmusikern in der Schule, in enger Zusammenarbeit mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Höhepunkt ist ein Festspielkonzert in der Partnerschule, welches von der Schule selbst organisiert wird.

Bildungsministerin Bettina Martin: „Die Festspiele richten sich nicht nur an Erwachsene, sondern wollen auch ganz bewusst Kinder erreichen. Ein Jahr lang werden die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Marlower Loris mit Künstlerinnen und Künstlern der Festspiele Musik machen, Konzerte besuchen und Projekte auf die Beine stellen. Dies ist ein wertvolles Programm, denn dabei werden auch jene Kinder erreicht, die ansonsten keinen Zugang zu klassischer Musik haben und keine Konzerte besuchen. Ich freue mich deshalb über das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, Partnerschule werden zu wollen und gratuliere der Marlower Grundschule, dass sie sich im jüngsten Aufruf durchgesetzt hat. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich viel Freude beim Entdecken neuer Klangwelten.“

Festspielintendant Dr. Markus Fein: „Die Begeisterung für Musik kann man gar nicht früh genug wecken. Und das geht am besten durch persönliche Begegnungen und aktives Mitgestalten. Daher richten wir uns nicht nur mit Konzerten an Kinder und Familien, sondern auch mit gezielten gemeinsamen Projekten an Schulen. Der große Erfolg der Projekte mit den Partnerschulen aus den vergangenen Schuljahren hat uns in unserer Arbeit nur bestätigt. Nun freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schülern der Grundschule Marlower Loris.“

In dem Education-Programm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern können sich alle allgemein bildenden Schulen im Land als Partnerschule bewerben. Eine bisherige künstlerische oder musikalische Profilierung der Schule ist keine Voraussetzung für die Auswahl. Kriterien sind vielmehr Interesse und Engagement für die Zusammenarbeit. Die Auswahl erfolgt in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.