Menü Schließen

Kategorie: MeckPomm

„Girls‘Day“: Ministerin Bernhardt präsentiert Berufe auf Roadshow

Landesweit haben heute am Zukunftstag rund 1.950 Mädchen mehr als 310 Angebote der klischeefreien Berufsausbildung genutzt

Schwerin – Die Zukunftstage „Girls‘Day“ und „Boys‘Day“ sind in diesem Jahr mit neuen Ideen gestartet worden. Gemeinsam mit den Sozialpartnern – dem DGB Nord und der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. – hat das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz eine Roadshow organisiert.

Zu diesem Auftakt wurden Mädchen aus der Region Ludwigslust und Schwerin eingeladen, zusammen mit Gleichstellungsministerin Jacqueline Bernhardt verschiedene Stationen zu besuchen. Von der Vermessungstechnik über den Fleischereiberuf bis hin zu Richterin ist allein in Ludwigslust die Palette der Berufsmöglichkeiten riesig. In ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich rund 1.950 Mädchen bei mehr als 310 Angeboten über eine klischeefreie Berufsausbildung informiert. Beim gleichzeitig stattfindenden „Boys’Day“ waren es rund 230 Angebote mit über 830 Teilnehmern. Das Motto des Zukunftstags in diesem Jahr lautet „Dein Tag, Dein Weg!“.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt: „Der Tag heute ist ein Beitrag, um loszukommen von Klischees. Jedes Kind, jede Schülerin und jeder Schüler soll selbst entscheiden können, was die Zukunft bringt. Wir wollen es mit diesem Zukunftstag schaffen, dass Mädchen sich trauen, Berufsbilder anzusehen, in denen traditionell mehr Männer zu finden sind wie hier beispielsweise bei der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH im Fleischereiberuf.

Auch an den Gerichten gibt es immer noch weniger Frauen in den Führungspositionen als Männer, daher danke ich dem Amtsgericht Ludwigslust für die Teilnahme an der Roadshow. Wenn wir alle den Blickwinkel weiten, dann wird es ganz normal sein, dass Frauen Richterinnen, Handwerkerinnen, Politikerinnen oder Fußballtrainerinnen einer Männermannschaft sind“, so Gleichstellungsministerin Bernhardt. Sie wurde von fünf Mädchen am Zukunftstag begleitet.

Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Nord: „Lebensläufe sind heute vielfältiger denn je – insbesondere Frauen gestalten ihre Erwerbsbiografien häufig im Zusammenspiel von Beruf und Familie. Der Girls’Day macht diese Vielfalt sichtbar, gibt Einblicke in ganz unterschiedliche Karrierewege und ermutigt Mädchen und junge Frauen, selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen und neue Möglichkeiten für sich zu entdecken – und zeigt zugleich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und echte Chancengerechtigkeit für gelingende Berufswege sind.“

Susan Bach, Geschäftsführerin Bildung und Hochschule, VU – Die Arbeitgeber MV: „Wer Fachkräfte gewinnen will, darf Potenziale nicht entlang überholter Rollenbilder verschenken. Der Girls‘Day zeigt eindrucksvoll, wie klischeefreie Berufliche Orientierung in Mecklenburg-Vorpommern gelingen kann: Er macht Frauen in verantwortungsvollen Positionen sichtbar, eröffnet Mädchen konkrete Einblicke in männerdominierte Berufsfelder wie MINT und Handwerk und stärkt Unternehmen dabei, Nachwuchs breiter und zukunftsorientierter anzusprechen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist das ein starkes Signal: Mehr Chancengerechtigkeit und mehr Offenheit in der Beruflichen Orientierung sind ein echter Gewinn für junge Menschen und für die Fachkräftesicherung im Land.“

In geteilter Projektträgerschaft bündeln das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BW M-V e.V.) und die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Mecklenburg-Vorpommern e.V. (AuL M-V e.V.) als erfahrene, sozialpartnerschaftlich engagierte Weiterbildungseinrichtungen ihre Expertise in gendersensibler Beruflicher Orientierung. In Mecklenburg-Vorpommern werden der „Girls’Day“ und „Boys’Day“ über eine Initiative der Sozialpartner der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord) begleitet. Das Projekt „Landeskoordination Girls’Day und Boys’Day Mecklenburg-Vorpommern“ wird im Rahmen des ESF Plus Programms 2021 bis 2027 des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union gefördert.

LandGesund: Neues Projekt in Jarmen fördert Gesundheit von Kindern

Jarmen – Prävention für Kinder erlebbar machen, das ist das Ziel des neuen Projekts „LandGesund“, für das heute in Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) der Startschuss fiel. „Wir wissen aus der Forschung, dass die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil schon in der Kindheit gelegt werden. Wie das mit Spiel, Spaß und Neugierde gelingen kann, zeigt das neue Modellprojekt aus Vorpommern-Greifswald auf vorbildliche Weise“, erklärte Gesundheitsministerin Stefanie Drese, die das Projekt feierlich eröffnete.

Bis zum Ende des Jahres sollen die Kinder in Jarmen in verschiedenen Veranstaltungsformaten selbst zu Forscherinnen und Forschern werden und auf altersgerechte Weise erlernen, wie eine gesunde Ernährung aussieht, warum die Zahngesundheit wichtig ist und was man für seine mentale Gesundheit tun kann. Dafür kooperieren die Universitätsmedizin Greifswald und der Verein „Kulturbrücke Peene-Tollense“, die das Projekt ins Leben gerufen haben, auch mit Ärztinnen und Ärzten, der Lehrerschaft vor Ort und mit prominenten Vereinen wie den Rostock Seawolves. Deren Nachwuchstrainer werden gemeinsam mit dem Kreissportbund zum Beispiel die Grund- und Regionalschule im Ort besuchen.

„Im Projekt geht es darum, eine gesunde Lebensweise eben nicht nur auf dem Papier zu vermitteln. Die Kinder werden ermuntert, ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Durch attraktive Bewegungsangebote wird der Spaß am Sport geweckt. Und wie viel Zucker in Lebensmitteln steckt, wird in mobilen Mitmachstationen viel anschaulicher, als im Lehrbuch“, erklärte Drese den Ansatz von LandGesund, der Gesundheitsthemen direkt in die Lebenswelt von Familien im ländlichen Raum bringen soll.

Dass es diese neuen Wege brauche, zeige auch ein Blick auf die Statistiken. „In Mecklenburg-Vorpommern erhalten bereits 5,2 Prozent der Kinder bis 14 Jahre die Diagnose Adipositas. Allein im Vergleich zum Jahr 2005 ist das ein Anstieg um 36,8 Prozent. Auch die Zahngesundheit ist ausbaufähig: Fast jedes fünfte Kind bis zum Alter von sechs Jahren, das eine Zahnarztpraxis aufsucht, wird wegen Karies behandelt“, weiß die Ministerin.

Die Ursachen, betonte sie, liegen dabei aber nicht nur im individuellen Verhalten. „Sie sind oftmals auch strukturell bedingt, gerade im ländlichen Raum, wo Wege länger und Angebote manchmal schwerer erreichbar sind. Die Idee vom Projekt LandGesund, eine ganze Stadt mit einzuspannen und ein Jahr lang mitzunehmen auf dem Weg zu mehr Prävention direkt vor der eigenen Haustür ist aus meiner Sicht daher genau der richtige Weg“, so Drese weiter.

Überzeugt hat das Projekt aber nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch auf Bundesebene. Dort konnte sich LandGesund unter mehr als 450 Projekten, die sich für eine Förderung im Rahmen des bundesweiten Wissenschaftsjahres 2026 beworben hatten, durchsetzen und gehört nun zu den lediglich 25 geförderten Initiativen. „Auf diesen Pioniergeist aus MV können wir stolz sein“, hob Drese hervor und dankte allen Beteiligten, die das Projekt mit viel Engagement aufgesetzt haben.

Start der Spargelsaison in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die Spargelsaison in Mecklenburg-Vorpommern beginnt. In den vergangenen Jahren fand dieser Auftakt regelmäßig auf den Flächen des SaBö-Hofs von Sebastian Böckmann im Ortsteil Tieplitz (Gemeinde Gülzow-Prüzen, nahe Mühlengeez) statt.

Der geplante Vor-Ort-Termin mit Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus musste kurzfristig abgesagt werden. Hintergrund ist die aktuelle Lage rund um den vor der Insel Poel gestrandeten Wal, die die volle Aufmerksamkeit des Ministers erfordert.

„Die Spargelsaison ist für viele landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiger Start in das Erntejahr. Umso mehr bedauere ich, heute nicht vor Ort sein zu können. Gleichzeitig erfordert die Situation rund um den gestrandeten Wal meine volle Aufmerksamkeit und Verantwortung“, so Backhaus.

Der SaBö-Hof in Tieplitz wird von Sebastian Böckmann geführt, der gemeinsam mit seiner Frau auch einen weiteren Standort bei Wismar betreibt. Der Betrieb bewirtschaftet rund 60 Hektar Spargelfläche und beschäftigt während der Saison etwa 100 bis 130 Mitarbeitende in Ernte, Sortierung und Verkauf. Der Standort Tieplitz bildet dabei das zentrale Herzstück des Betriebs – hier liegen wesentliche Anbauflächen sowie Teile der Infrastruktur für Verarbeitung und Vermarktung.

Der Hof steht beispielhaft für eine Entwicklung, die viele Betriebe im Land prägt: die enge Verbindung von regionaler Produktion und direkter Vermarktung. „Der Saisonstart ist für mich jedes Jahr ein besonderer Moment – eine Mischung aus Vorfreude, Anspannung und Stolz. Nach vielen Monaten Vorbereitung sehen wir endlich die Ergebnisse unserer Arbeit auf dem Feld“, sagt Betriebsleiter Sebastian Böckmann. Gleichzeitig setzt der Betrieb konsequent auf Transparenz und Kundennähe: „Unsere Kundinnen und Kunden wissen genau, wo ihr Spargel herkommt.“

Die Spargelsaison 2026 beginnt unter insgesamt herausfordernden Rahmenbedingungen. „Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern auf rund 132 Hektar etwa 550 Tonnen Spargel geerntet. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten – insbesondere durch höhere Löhne, Energie- und Betriebsmittelpreise – deutlich an. Der Spargelanbau befindet sich damit weiterhin in einem strukturellen Anpassungsprozess.“, sagte Minister Backhaus.

Auch auf den Betrieben sind diese Veränderungen spürbar. „Wir merken, dass viele Kundinnen und Kunden bewusster einkaufen und stärker auf Preise achten. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach regionalen Produkten stabil“, so Böckmann. Spargel bleibe jedoch ein arbeitsintensives Produkt: „Der Preis spiegelt die aufwendige Handarbeit und die hohen Qualitätsstandards wider.“ Für preisbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher bietet der Betrieb daher bewusst unterschiedliche Qualitäten an – von klassischem Spargel bis hin zu Bruchware als günstige Alternative.

Trotz der Herausforderungen blicken viele Betriebe vorsichtig optimistisch auf die neue Saison. Die aktuellen Witterungs- und Bodenbedingungen gelten bislang als günstig. „Wenn das Wetter stabil bleibt, erwarten wir eine gute Qualität und einen soliden Ertrag“, so Böckmann.

Langfristig sieht er weiterhin Perspektiven für den Spargelanbau in Mecklenburg-Vorpommern: „Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist da. Gleichzeitig müssen wir uns auf steigende Kosten und klimatische Veränderungen einstellen.“

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies: Regional erzeugter Spargel bleibt ein hochwertiges, aber zunehmend kostenintensives Produkt. Viele Betriebe setzen daher verstärkt auf Direktvermarktung und ergänzende Angebote vor Ort.

Natur erleben in den Osterferien: Viele Angebote in allen Regionen

Schwerin – Ob geführte Wanderungen, Radtouren, Familienangebote oder regionale Märkte – die Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern bieten auch in den Osterferien zahlreiche Möglichkeiten, Natur hautnah zu erleben.

„Unsere Nationalen Naturlandschaften sind Orte, an denen Natur nicht nur geschützt, sondern auch erlebbar wird. Gerade in den Osterferien laden viele Angebote dazu ein, die einzigartige Landschaft unseres Landes bewusst wahrzunehmen“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Von den Seenlandschaften im Binnenland bis zu den Küstenregionen an Ostsee und Bodden reicht das Spektrum der Veranstaltungen. Viele Angebote werden von zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen und -führern begleitet und vermitteln fundiertes Wissen ebenso wie besondere Naturerlebnisse.

Vielfältige Angebote in allen Regionen

Im Naturpark Sternberger Seenland lädt am 4. April 2026 (10–13 Uhr) eine geführte Wanderung unter dem Titel „Berge im Flachland“ zu einer Entdeckungstour in die Kritzkower Berge ein.

Im Nationalpark Müritz stehen rund um Ostern besondere Führungen im Mittelpunkt:

  • 4. April 2026 (10–13 Uhr): Sonderführung „Von der Wüste zur Wildnis“
  • 5. April 2026 (10–13 Uhr): Adlertour
  • 3. April und 5. April 2026 (jeweils 10–13 Uhr): Adlersafari (Radtour)
  • April–Mai (mehrere Termine): Wanderung „Auf den Spuren des Bibers“
  • April–Oktober (dienstags): Führungen im UNESCO-Welterbe „Alte Buchenwälder“

Auch der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft bietet ein abwechslungsreiches Programm:

  • 1. April und 8. April 2026 (11 Uhr): Familienführung „Natur auf der Spur“
  • 2. April und 9. April 2026 (11 Uhr): Wanderung „Dünensand und Meeresglitzern“
  • 7. April 2026 (11 Uhr): Nationalpark-Führung Barhöft

Im Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe:

  • 5. April 2026 (10–16 Uhr): Biosphäre-Schaalsee-Markt
  • 6. April 2026 (10–13 Uhr): Frühlingswanderung mit Ranger durch den Testorfer Wald

Für Familien besonders attraktiv sind die Angebote im Biosphärenreservat Südost-Rügen:

  • 1. April und 8. April 2026 (10:30 Uhr): Rangerführung Wald und Strand (Binz)
  • 3. April und 10. April 2026 (10 Uhr): Küstenwald entdecken (Baabe)
  • 6. April 2026 (10 Uhr): Kinderwanderung in der Granitz (Sellin)
  • 7. April 2026 (10 Uhr): Wanderung zum Nordperd (Göhren)
  • 2. April 2026 (10 Uhr): Kulinarische Wanderung im Goor-Wald (Putbus/Lauterbach)

Viele der Veranstaltungen greifen das Jahresthema „NaturBelebt“ auf und zeigen eindrucksvoll, wie sich Landschaften entwickeln, wenn man ihnen Raum gibt. „Gerade diese direkten Naturerlebnisse schaffen Verständnis und Wertschätzung. Sie zeigen, warum es sich lohnt, unsere einzigartigen Landschaften zu schützen“, so Backhaus.

!! Hinweise für Besucherinnen und Besucher !!

Da es kurzfristig zu Änderungen kommen kann, empfiehlt das Ministerium, sich vorab auf der zentralen Plattform natur-mv.de über aktuelle Termine und Details zu informieren.

Für alle Veranstaltungen gilt:

  • wetterangepasste Kleidung
  • festes Schuhwerk
  • ausreichend Proviant

Diese sorgen für ein sicheres und angenehmes Naturerlebnis.

Die Osterferien bieten ideale Voraussetzungen, Mecklenburg-Vorpommerns Natur neu zu entdecken – aktiv, informativ und für die ganze Familie. „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger sowie unsere Gäste herzlich ein, diese Angebote zu nutzen und die Vielfalt unserer Natur bewusst zu erleben“, so Backhaus.

Nationale Naturlandschaften locken mit vielen Ferienangeboten

Schwerin – Wer in den Winterferien noch nichts geplant hat, aber die Zeit auch nicht zu Hause verbringen mag, für den lohnt sich ein Blick in die Naturparke, Nationalparke und Biosphärenreservate des Landes MV. Hier gibt es auch während der Ferienzeit vielfältige Angebote für große und kleine Naturfreunde.

„Zu den Nationalen Naturlandschaften in MV zählen drei Nationalparke, drei UNESCO Biosphärenreservate sowie sieben Naturparke. Sie umfassen eine Fläche von insgesamt 547.300 Hektar und nehmen damit etwa 17,7 Prozent der Landesfläche ein. Das sind allesamt wunderschöne Orte zum Entspannen und Staunen, direkt vor unserer Haustür. In der stillen Winterwelt Mecklenburg-Vorpommerns zeigen die Schutzgebiete, was sie ausmacht: weite, unberührte Landschaften voller Naturwunder – perfekt für gemeinsame Momente mit der ganzen Familie. Ich lade Gäste und Einheimische herzlich ein, die Naturschätze überall in Mecklenburg-Vorpommern zu genießen – egal bei welchem Wetter“, sagt Umweltminister Dr. Till Backhaus.

 Einige Empfehlungen

 Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

  • Auf der „Schietwetter-Wanderung“ geht es am 10. Februar ab 10 Uhr mit dem Naturpark-Ranger durch das Mildenitz-Durchbruchstal. Die Wanderung dauert etwa zwei Stunden und ist etwa fünf Kilometer lang. Treffpunkt ist 10 Uhr auf dem Parkplatz an der Alten Mühle von Kläden.
  • Am 11. Februar kommt Dr. Oliver Krone in den Karower Meiler in Plau am See für einen Vortrag zum Thema „Seeadler: Biologie und Gefährdung“. Beginn ist um 18.30 Uhr. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,40 Meter ist der Seeadler unser größter europäischer Adler. Die Mecklenburgische Seenplatte bietet mit ihren fisch- und wasservogelreichen Gewässern und Wäldern mit altem Baumbestand ideale Lebensbedingungen. Seit vielen Jahren werden die Jungvögel der Seeadler durch den Spezialisten Dr. Oliver Krone aus dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) aus Berlin beringt.
  • Die Rätsel des Mondes einfach erklärt: Unser Erdbegleiter, der Mond, fasziniert seit jeher. Sternenführer Thomas Storch klärt einige Rätsel auf und präsentiert spannende Fakten rund um den Mond. Los geht’s am 21. Februar von 19 bis 21 Uhr am Sternenbeobachtungsplatz Dobbin bei Dobbertin. Die Teilnahme kostet 10 Euro, für Kinder 5 Euro. Um Anmeldung wird bis zum 19.02.2026 per E-Mail an info-nsh@lung.mv-regierung.de Bitte Fernglas mitbringen.

Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See

  • Wanderung rund um Burg Schlitz: Am Valentinstag heißt es „Ob Schietwetter oder Winterwald – es wird gewandert!“. Paul Blei vom Förderverein des Naturparks begleitet die Gruppe und wird anschaulich die naturnahe Waldwirtschaft erläutern. Seine Ausführungen werden durch zahlreiche ökologische Fakten ergänzt, sodass auch Naturliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Sollte Schnee liegen, werden gemeinsam Tierspuren im weißen Teppich gesucht und die Überwinterungsstrategien von Insekten vorgestellt. Treffpunkt ist am 14. Februar um 14 Uhr auf dem Parkplatz am „Goldenen Frieden“. Die Wanderung ist ca. 5 km lang und dauert etwa 2,5 Stunden.
  • Geschichten am Kamin: Am 20. Februar nimmt der pensionierte Pastor Eckart Hübener seine Zuhörer mit auf eine Reise in die magische Welt der Geschichten und Sagen Mecklenburgs. Ort des Geschehens ist das Herrenhaus Vogelsang. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Für Kinder unter 10 Jahren ist die Teilnahme kostenfrei. Die Veranstaltung findet von 18 bis 20:30 Uhr im Café „V“ im Gutshaus Vogelsang statt.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

  • „Der Natur auf der Spur“ heißt es bei einer Tour durch den Darßwald. Mit dem Team der Umweltbildung geht es mit offenen Augen und interaktiven Aktionen durch die Natur. Dabei werden die Sinne großer sowie kleiner Entdecker*innen ab 5 Jahren geschärft und gefordert. Die Tour findet am 04.02., 11.02. und 18.02.2026 um jeweils 11 Uhr statt. Treffpunkt ist der Waldweg an der Schranke Buchenstr. in Prerow, Nähe Hotel Bernstein. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden für den Nationalpark sind willkommen. Eine Anmeldung ist erforderlich und über nlp-vbl.de -> Führungen möglich.

Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

  • Kinderferienspaß im Winter ist hier garantiert: Junge Naturforscher werden mit einer Rangerin auf eine etwas andere Entdeckung in die Natur gehen und sich in die verschiedensten Tiere des Waldes verwandeln. Jedes Kind wird dazu eine eigene Tiermaske basteln. Danach geht es hinaus in den Wald auf Spurensuche. Anschließend kann jedes Kind sein eigenes Waldgesicht (daraus wird ein Waldgeist) gestalten. Treffpunkt ist am 12. Februar um 9 Uhr an der Freiluftausstellung „EinFlussReich“ in Boizenburg/ Elbe. Die Teilnahmegebühr beträgt drei Euro. Wichtiger Ranger-Tipp: Bitte warm anziehen! Anmeldung und Bezahlung im Jugendfreizeithaus LUNA, Tel.: 038847/ 54220.

Müritz Nationalpark

  • Eine Wanderung durch den Winterwald gibt es am 11. Februar im Müritz-Nationalpark. Auf der ca. 4 km langen geführten Tour werden Tierspuren gesucht und Wissen über die Überlebensstrategien der Tier- und Pflanzenwelt vermittelt. Los geht es um 13 Uhr an der Nationalpark-Information in Schwarzenhof.

Für alle Angebote gilt

Eine Anmeldung ist nicht immer erforderlich, aber oft sinnvoll. Wichtig bei Wanderungen sind außerdem festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und ein wenig Proviant. Individuelle Angebote können direkt in den Besucherinformationszentren, telefonisch oder per Mail angefragt werden. Alle Infos unter www.natur-mv.de.

Grüne Woche eröffnet

Mecklenburg-Vorpommern repräsentiert Deutschland im Jubiläumsjahr

Berlin – Mit einer feierlichen Eröffnungsveranstaltung im City Cube Berlin ist heute die Internationale Grüne Woche in ihr 100. Jubiläumsjahr gestartet. Rund 2.000 nationale und internationale Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Höhepunkte der Veranstaltung waren die Festrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die die Gäste im Namen des Partnerlandes Mecklenburg-Vorpommern begrüßte. MV ist erstmals Partnerland der Grünen Woche – und damit das erste Bundesland überhaupt, das diese Rolle übernimmt.

Landwirtschaftsminister und Initiator der Länderpartnerschaft Till Backhaus betonte die besondere Bedeutung des Jubiläums, der Messe und des Landesauftritts: „Die Grüne Woche ist seit 100 Jahren eine Leitmesse, insbesondere für die Land- und Ernährungswirtschaft und ein Ort, an dem zentrale Fragen unserer Zeit verhandelt werden: Ernährungssicherheit, Stabilität und Verantwortung. Dass Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jubiläumsjahr als erstes Bundesland Partnerland ist, erfüllt mich mit großem Stolz. Wir stehen für eine leistungsfähige Landwirtschaft, stabile Wertschöpfungsketten und Verantwortung für die Ernährungssicherheit – regional wie global.“

Die Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft reicht dabei weit über einzelne Betriebe hinaus. Deutschlandweit produzieren rund 240.000 Betriebe Nahrungsmittel und Rohstoffe. Über 1,6 Millionen Menschen sind in diesem Sektor beschäftigt. Insgesamt hängen rund 4,6 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Agribusiness. Der Gesamtumsatz der Land- und Ernährungswirtschaft liegt bei ca. 500 Milliarden Euro und ist damit vom Stellenwert vergleichbar mit Automobilindustrie.

Auch Mecklenburg-Vorpommern zählt zu den leistungsfähigsten Agrarstandorten Deutschlands. Auf rund 1,34 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche – etwa zehn Prozent der deutschen Agrarfläche – wirtschaften 4.750 landwirtschaftliche Betriebe. Mehr als 100.000 Menschen sind in der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft, der Fischerei sowie dem damit verbundenem Dienstleistungsbereich hierzulande tätig. Die Branche erwirtschaftet in Mecklenburg-Vorpommern einen Umsatz von etwa 11,7 Milliarden Euro. Mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von rund 283 Hektar verfügt das Land über die größten landwirtschaftlichen Betriebe im Bundesvergleich.

Backhaus verwies zugleich auf die globale Dimension der Messe. Parallel zur Grünen Woche findet das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt, zu dem rund 80 Agrarministerinnen und -minister aus aller Welt in Berlin zusammenkommen. Unter dem Leitthema „Wasser. Ernten. Unsere Zukunft“ wird dort über globale Ernährungssicherheit, Wasserverfügbarkeit und nachhaltige Landwirtschaft beraten „Weltweit hungern noch immer hunderte Millionen Menschen. Ernährungssicherheit ist deshalb nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Sicherheits- und Friedenspolitik. Landwirtschaft ist systemrelevant – und dieses hohe Gut darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, so Backhaus.

Seit 25 Jahren präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern mit einer eigenen Länderhalle auf der Grünen Woche: In der MV-Halle 5.2b zeigen 78 Ausstellerinnen und Aussteller aus Landwirtschaft, Ernährungs­wirtschaft, Fischerei, Handwerk, Tourismus und den Regionen die Vielfalt und Leistungsfähigkeit des Landes. Die Halle ist ab Freitag (16.01.) Startpunkt offizieller Messerundgänge sowie erste Station für internationale Delegationen und Medien.

Mit dem Jubiläum der Grünen Woche und der Partnerlandrolle setzt Mecklenburg-Vorpommern ein klares Zeichen: für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und eine zukunftsfähige Landwirtschaft, die wirtschaftliche Stärke mit globaler Verantwortung verbindet.

Sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden entlastet

Schwerin – Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue hat heute im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern sechs Zuwendungsbescheide zur Entlastung von Wohnungsbaualtschulden überreicht. Begünstigt werden die Gemeinden Ivenack, Knorrendorf, Mölln, Ritzerow, Rosenow und Zettemin aus dem Amtsbereich Stavenhagen.

Im Beisein von Stefan Guzu, Bürgermeister der Stadt Stavenhagen, übergab der Minister die Bescheide persönlich im Schloss Stavenhagen an die Bürgermeister Roy Lüth (Ivenack), Sebastian Henke (Knorrendorf), Johannes Krömer (Mölln), Jürgen Höppner (Ritzerow), Norbert Stettin (Rosenow) und Harald Valeske (Zettemin).

Finanz- und Digitalisierungsminister Dr. Heiko Geue sagte: „Mit dem Abbau der Wohnungsbaualtschulden verschaffen wir den betroffenen Gemeinden spürbar mehr finanziellen Handlungsspielraum. Alte Lasten aus der Vergangenheit dürfen nicht dauerhaft die Zukunft der Kommunen blockieren. Unser Ziel ist es, die Städte und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern so zu entlasten, dass sie weiterhin in ihre Infrastruktur, in Wohnraum und in die Lebensqualität vor Ort investieren können. Das Land steht weiterhin fest an der Seite der Kommunen.“

Insgesamt werden sechs Gemeinden von Wohnungsbaualtschulden in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro befreit.

Mit dem Kommunalen Entschuldungsfonds Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht das Land bis zum Jahr 2030 eine vollständige Entlastung von den kommunalen Wohnungsbaualtschulden. Seit dem Jahr 2020 führt das Land diesem Sondervermögen jährlich 50 Millionen Euro zu. Diese Mittel werden jeweils zur Hälfte für den Abbau kommunaler Wohnungsbaualtschulden sowie für den Abbau aufgelaufener kommunaler Defizite im Finanzhaushalt eingesetzt.

Mecklenburg-Vorpommern ist damit das einzige Bundesland, das kommunale Wohnungsunternehmen vollständig von ihren historischen Altschulden entlastet.

Werbeschaltungen Kampagne „#MVwow“

„MVwow“: Mecklenburg-Vorpommern startet aufmerksamkeitsstark in die neue Kampagnenrunde

Schwerin – Die erfolgreiche Kampagne „#MVwow“, die bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich zur positiven Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns beigetragen hat, startet in die nächste Runde – sichtbarer, präsenter und selbstbewusster denn je.

In zwei großen Werbeschaltungen werden nun weitere Kampagnenmotive auf digitalen Großbildflächen im öffentlichen Raum und an publikumsstarken Standorten in Norddeutschland, Berlin und München präsentiert. In der ersten vorweihnachtlichen Werbeschaltung seit 15. Dezember 2025 laden die Motive in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Greifswald ein: „Finde Deinen Platz im Land zum Leben.“

Dabei sind auch zwei brandneue Motive der Kampagne: „Unser Sandkasten“ sowie „Unsere Mona Lisa“. Sie greifen zentrale Stärken Mecklenburg-Vorpommerns auf – Familienfreundlichkeit und vielseitige kulturelle Angebote, zum Beispiel im frisch modernisierten Staatlichen Museum Schwerin.

Im Januar 2026 sind „MVwow“-Motive in einer zweiten Schaltung dann auch in Berlin, Bremen, Hamburg, Kiel, Flensburg, Neumünster und München zu sehen. Darüber hinaus wird es in München noch weitere Schaltungen im Februar 2026 geben. Ein Schwerpunkt liegt auf der Hauptstadtregion: Parallel zur Grünen Woche, bei der Mecklenburg-Vorpommern Partnerland ist, wird das Land besonders prominent in Berlin präsentiert. In München wirbt zudem ein neues Motiv „Unser Olympiastadion“ für die Bewerbung Rostock/Warnemündes als potenzieller Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe im Falle Olympischer Spiele in Deutschland.

Der Chef der Staatskanzlei, Patrick Dahlemann, betont: „MVwow ist eine starke Kampagnenidee, die die Vorzüge unseres Landes klar und eindrucksvoll herausstellt. Mit den neuen Motiven zeigen wir ein Mecklenburg-Vorpommern, das durch seine Vielfalt überzeugt: unberührte Natur, lebendige Städte und exzellente Hochschulen. Ein Land, in dem Familien, Studierende, Forschende und Fachkräfte hervorragende Perspektiven finden – und Unternehmen ideale Bedingungen für Investitionen.“

Die Kampagne wird digital flankiert: Auf mvtutgut.de sowie in den sozialen Medien werden die Motive inhaltlich vertieft. Hier finden Interessierte umfassende Informationen zum Leben und Arbeiten, Studieren, Gründen und Genießen in Mecklenburg-Vorpommern.