Regio:polis – Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock startet

Rostock – Am Freitag (26. Mai) beginnt das Kunst- und Kulturfestival der Regiopolregion Rostock. Unter dem Titel „Stadt – Land – Bildende Kunst vor der Haustür“ hat die Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ mehr als 50 Veranstaltungen in der Hansestadt Rostock, im Landkreis Rostock und dem Bereich Ribnitz-Damgarten organisiert. „Die Veranstaltungsreihe gibt einen Einblick in das bunte und facettenreiche Kunst- und Kulturleben der Stadt und der Region Rostock. Besucher haben die Möglichkeit, bei mehr als 50 Programmpunkten die schöpferische Vielfalt der regionalen Kunst zu erleben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Das Festival dauert bis zum 18. Juni 2017.

Als Plattform für Kunst- und Kulturschaffende zeigt das dezentral organisierte Festival Arbeiten der Kreativschaffenden aus Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke aus den Bereichen Architektur, Baukunst, Landschaftsarchitektur, Bildhauerei, Plastik, Skulptur, Fotografie, Grafik, Kunstgewerbe und -handwerk sowie Malerei. Die Beiträge reichen von klassischen Ausstellungen gestandener und neuer Künstler über Künstlergemeinschaften an besonderen Orten, Lichtinstallationen, Mode oder Gärten und ungewöhnliche Kombinationen wie Foto-Musik-Inszenierungen am Strand, raumgreifende Collagen in einer Kirche bis hin zum expressiven Action-Painting in einem alten Gutshaus. An vielen Orten besteht für Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen künstlerischen Schaffens zu schauen und die eigene Kunstfertigkeit auszuprobieren. „Kunst und Kultur sind in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Standort- und Wirtschaftsfaktor. Wir unterstützen die Branche, denn kreative innovative Produkte und Dienstleistungen schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung für unser Land“, sagte Glawe.

Das Festival wird von der Marketinginitiative „Region Rostock Marketing Initiative e.V.“ organisiert. Das Land unterstützt das Projekt über drei Jahre aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 355.900 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 593.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Das Kunst- und Kulturfestival regio:polis findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Das komplette Programm ist unter www.regio-polis.de zusammengefasst.

Geografisch umfasst die Regiopolregion Rostock die Hansestadt Rostock, den Landkreis Rostock sowie den Mittelbereich Ribnitz-Damgarten. Das Ziel des Zusammenschlusses ist die Förderung des Austausches und die Vernetzung von Stadt und Region. Hauptakteure der Initiative Regiopolregion Rostock sind die Hansestadt Rostock, der Landkreis Rostock, die IHK zu Rostock, der Planungsverband Region Rostock, das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, der Region Rostock Marketing Initiative e.V. sowie die Mittelzentren Bad Doberan, Güstrow, Ribnitz-Damgarten und Teterow.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ausbauen

Greifswald – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich beim Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns beim Unternehmerverband Vorpommern e.V. über die regionale Entwicklung in der Region informiert. Ein regelmäßiges Thema des RATs ist die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Gerade Kooperationen über unsere Landesgrenze im Osten hinaus leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität in dieser Region. Sie bringen die Regionen beiderseits der Grenze und ihre Einwohner noch besser zueinander. Ziel ist es, die Lebensperspektiven für die Bewohner erfolgreich weiter zu mehren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Greifswald.

Der Staatssekretär machte auf ein neu im Begleitausschuss des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen befürwortetes deutsch-polnisches Projekt aufmerksam. Unter dem Titel „Drei Kitas – Zwei Sprachen – Ein Weg“ sollen drei Kindertagesstätten auf der Insel Usedom (in Heringsdorf, Zinnowitz und Swinemünde) neu entstehen. „Ziel ist der Auf- und Ausbau der Kitas mit bilingualer Ausrichtung (deutsch und polnisch) im grenznahen Bereich zur Förderung einer frühen Mehrsprachigkeit bei den Jungen und Mädchen. Die deutschen und die polnischen Kinder erhalten durch das Erlernen der jeweiligen Nachbarsprache die Chance, die jeweils andere Kultur, Geschichte und Sprache hautnah kennen und schätzen zu lernen. So wird ein wichtiger Schritt zur Völkerverständigung bereits im frühen Kindesalter gefördert“, so Rudolph weiter. Partner im Projekt sind die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V., das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e.V. (CJD) aus Brandenburg und aus der polnischen Wojewodschaft Westpommern die Stadt Swinemünde. Die Gesamtinvestitionen für das Projekt betragen rund 6,9 Millionen Euro. Das Vorhaben wird aus dem Interreg-Programm, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von bis zu 3,3 Millionen Euro unterstützt.

Der Begleitausschuss des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen hatte zwei weitere Projekte befürwortet. Im Mittelpunkt des Projektes „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss“ steht die Erarbeitung einer durchgängigen Bildungskonzeption von der Kita bis zur Berufsschule über zusätzliche Unterrichtsangebote sowie die Qualifizierung von deutschen und polnischen Pädagogen. Zusätzlich soll ein jährliches Begegnungsprogramm für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen organisiert werden. Ein Kernelement des Projektes soll eine grenzübergreifende Werbekampagne für die Kultur und Sprache des Nachbarlandes sein. Partner im Projekt sind aus MV der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) sowie die Universität Greifswald. Der brandenburgische Landkreis Uckermark beteiligt sich ebenso an dem Vorhaben sowie die Wojewodschaft Westpommern.

In dem dritten Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ soll mittel- und langfristig die Anzahl der Kinder mit Übergewicht verringert werden. Kinder bekommen Ernährungstipps. Die Schulen sollen unter anderem mit Spielplätzen und Sporthallen ausgerüstet werden. Zielgruppe sind Kinder der 1. Klasse der Grundschulen in ausgewählten Gemeinden der Wojewodschaft Westpommern und der 2. Klasse der Grundschule in der Stadt Schwedt (Brandenburg).

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der Europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Der „Rat für Technik, Energie und nachhaltige Entwicklung Vorpommerns“ (RAT) hat sich im März 2009 in Lubmin konstituiert. Der RAT ist vom Unternehmerverband Vorpommerns (UVV) gegründet worden. Zu ihm gehören Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik an. Der RAT vertritt die Wirtschaft, agiert aber auch als Mittler zwischen Wirtschaft und Politik sowie weiteren Interessensgruppierungen und verfolgt Ziele, die einhergehen mit der weiteren Stärkung der Wirtschaft Vorpommerns. (Quelle: Angaben Unternehmerverband Vorpommern).

Zwei Luxus-Flusskreuzfahrtschiffe bei den MV WERFTEN auf Kiel gelegt

Wismar – Am Mittwoch hat in Wismar bei den MV WERFTEN die feierliche Kiellegung für zwei Flusskreuzfahrtschiffe der Reederei Crystal River Cruises stattgefunden. „Die MV Werften setzen den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Das beeindruckende Investitionsprogramm wird Schiff für Schiff in die Tat umgesetzt. Ein gutes Zeichen, dass es weiter vorangeht. Im Ergebnis wird gearbeitet, neue Schiffe werden gebaut, Arbeitsplätze werden geschaffen. Es tut sich eine Menge vor Ort. Die Wirtschaft im Land wird weiter angekurbelt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe vor Ort.

Nach Angaben der MV WERFTEN sind die beiden Flusskreuzfahrtschiffe der Rhein-Klasse namens „Crystal Debussy“ und „Crystal Ravel“ 135 Meter lang, über elf Meter breit und speziell für den europäischen Flussreisemarkt konzipiert. Bis zu 106 Passagiere finden in jeweils 55 Balkonsuiten hochwertigster Ausstattung Platz. Im Januar erfolgte der traditionelle erste Stahlschnitt für die 6-Sterne-Schiffe. Nach ihrer Fertigstellung in 2018 werden sie u. a. auf dem Rhein, dem Main, der Donau und der Mosel verkehren. „Die Neubauten sind eine große Chance des Unternehmens, in dem spannenden Segment des Kreuzschifffahrtbaus zu punkten und sich im Wettbewerb auch überregional weiter einen Namen zu machen“, so Glawe weiter. Die baugleichen „Crystal Bach“ und „Crystal Mahler“ befinden sich seit 2016 bei MV WERFTEN in Wismar in Bau und werden in diesem Jahr an Crystal River Cruises übergeben.

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Qualifizierungsoffensive für Unternehmen aufmerksam. Die Offensive soll im Sommer dieses Jahres starten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt künftig die Weiterbildung der Beschäftigten des verarbeitenden Gewerbes und Teile des Handwerks. Die Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitern mit Bildungsschecks aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bleibt erhalten. Förderfähig ist der Prozess der Fachkräftesicherung und -qualifizierung. „Die Ansprüche und Anforderungen an die verschiedenen Berufe werden höher. Spezialisierungen sind in vielen Bereichen nötig. Deshalb ist es wichtig, berufliche Kompetenzen und die Qualität weiter auszubauen“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. Ergänzend werden kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Ersteinstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss in den ersten beiden Jahren unterstützt.

Trauerbeflaggung in M-V aus Anlass des Terroranschlags in Manchester

Schwerin – Innenminister Lorenz Caffier hat für heute, Mittwoch, den 24.05.2017, aus Anlass des Terroranschlags im britischen Manchester die Trauerbeflaggung der Dienstgebäude der Landesverwaltung, der Dienstgebäude der Kommunalverwaltungen und der Dienstgebäude der sonstigen Träger öffentlicher Verwaltung des Landes Mecklenburg-Vorpommern angeordnet.

„Die Trauerbeflaggung soll ein Zeichen der öffentlichen Anteilnahme am Schicksal der Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlages sein“, so der Minister und ergänzt: „Die beste Antwort auf diese feigen Anschläge auf unsere Freiheit in Europa ist, den Weg einer freien Gesellschaft und Demokratie weiter zu beschreiten und sich den freiheitlichen Lebensstil nicht zerstören zu lassen.“

Mecklenburgische Seenplatte: Auflagen für Schulentwicklungsplan erfüllt

Schwerin – Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat die Auflagen für den Schulentwicklungsplan für die allgemein bildenden Schulen für den Zeitraum der Schuljahre 2015/2016 bis 2019/2020 erfüllt. Im Kern ging es um fehlende Schülerzahlprognosen und den Nachweis unzumutbarer Schulwegzeiten im Falle der Aufhebung von Schulen.

„Für Eltern, Schüler und Lehrer ist dies eine gute Nachricht“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Der Landkreis hat die fehlenden Schülerzahlprognosen für die Grundschulen in Demmin, Neustrelitz und Waren sowie für die Regionalen Schulen in Demmin und Waren erstellt und übermittelt. Im Falle der Aufhebung der Grundschulen in Mölln, Gielow und Jürgenstorf würden für die Schülerinnen und Schüler unzumutbar lange Schulwegzeiten entstehen. Die Schulen sind damit als kleine Grundschule bestandsfähig. Ähnlich verhält es sich mit den Regionalen Schulen in Blankensee, Woldegk, Penzlin und Wesenberg. Auch sie können weiter bestehen, es gilt eine reduzierte Schülermindestzahl“, erläuterte die Ministerin.

Alle Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind dazu verpflichtet, einen Plan über die langfristige Entwicklung der Schulen in ihren jeweiligen Gebieten aufzustellen. Die Schulentwicklungspläne werden regelmäßig überprüft und im Abstand von fünf Jahren fortgeschrieben. Die Schulentwicklungspläne müssen dem Bildungsministerium zur Genehmigung vorgelegt werden.

Digitale Bildung: Mit „Calliope mini“ wird Programmieren ganz einfach

Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist erste Projektschule im Land

Schwerin – An der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin können Schülerinnen und Schüler künftig lernen, wie ein Computer programmiert wird. Die Landesregierung und das Datenverarbeitungszentrum (DVZ) Mecklenburg-Vorpommern haben heute Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern an der Regionalen Schule einen Klassensatz des Lerncomputers „Calliope mini“ überreicht. Die 25 Exemplare haben einen Wert von insgesamt 750 Euro und sind eine Spende des DVZ.

Minister Pegel in der Werner-von-Siemens-Schule, Foto: Henning Lipski

Minister Pegel in der Werner-von-Siemens-Schule, Foto @ Henning Lipski

„Der ‚Calliope mini‘ hat die Form eines Sheriffsterns und sieht aus wie das Innenleben eines Rechners“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Computer, was beim Programmieren vor sich geht. Wenn die Lehrer den ‚Calliope mini‛ im Unterricht einsetzen, tun sie genau das, was ich unter Medienbildung verstehe. Medienbildung ist mehr als eine reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Herumwischen auf dem Tablet. Genau dieses Ziel verfolgt das Land auch mit der Einführung eines Fachs Informatik und Medienbildung ab Klasse 7“, so Hesse.

„Was für Autos die Straßen, sind für Computer die Netze“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel. „Wir treiben deshalb die Vernetzung voran. In drei bis vier Jahren kann jeder von jedem Ort in Mecklenburg-Vorpommern mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Netz surfen“, so Pegel. 1,3 Milliarden Euro ständen dafür an Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln bereit.

„Es gibt heute keine Branche mehr, die auf IT und moderne Technologien verzichten kann. Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft muss es sein, Kindern frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Computern zu vermitteln“, sagte der Geschäftsführer des DVZ, Hubert Ludwig. „Im Vordergrund steht dabei ganz klar das aktive Gestalten und Erleben der digitalen Welt. Als Calliope-Projektpartner suchen wir Firmen, die unser Vorhaben unterstützen, allen Schulen des Landes mindestens einen Klassensatz des ‚Calliope‛ für den fächerübergreifenden Unterricht zur Verfügung zu stellen“, so Ludwig.

Der Lerncomputer „Calliope mini“ ist benannt nach einer Tochter von Zeus, der Muse der Wissenschaft. Mit ihm soll Programmieren im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht werden. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen Bluetooth-fähigen Prozessor und einen integrierten Lautsprecher.

Minister Pegel und Wirtschaftsrat auf Informationsreise im Musterland Estland

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Energie- und Digitalisierungsminister Christian Pegel bricht heute (Mittwoch) zu einer dreitägigen Unternehmerreise nach Estland auf. Begleitet wird er von einer Delegation aus Unternehmern, Oberbürgermeistern, Landräten, Verwaltungsexperten und Wissenschaftlern.

„Estland ist in Europa führend in der Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen. Deshalb wollen wir uns vor Ort informieren, wie das Land den Wandel geschafft hat und welche Konsequenzen wir daraus für Mecklenburg-Vorpommern ziehen können“, sagte Christian Pegel zu Beginn der Reise. „Diese Erkenntnisse wollen wir nutzen für die bereits begonnene eigene digitale Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Möglicherweise können wir diesen Weg der Digitalisierung unserer Verwaltung in enger Kooperation mit Estland vorantreiben.“

„Die Digitalisierung wird Staat und Verwaltung, Unternehmen, Schulen und Hochschulen sowie weite Bereiche des tägliche Lebens weiter verändern“, sagte Andreas Mau, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates der CDU Mecklenburg-Vorpommern, der den Minister begleitet. „Durch das neue Datennetz tun sich neue Chancen wirtschaftlicher Tätigkeit und öffentlicher Dienstleistung auf“, sagte Mau.

In Tartu, der zweitgrößten Stadt Estlands, präsentiert Stadtdirektor Jüri Mölder der Delegation mit Minister Christian Pegel die Digitalisierung der Stadtverwaltung. Außerdem besuchen sie das Unternehmenszentrum Spark und das Spark MasterLab im Wissenschaftspark der Stadt. Auf dem Programm stehen auch Gespräche mit der Wirtschaftsförderungsagentur Enterprise Estonia in der Hauptstadt Tallinn und der „BLRTGrupp“, der größten privaten Industrieholding des Landes. Am Freitag empfängt der Vizepräsident des estnischen Parlaments, Taavi Röivas, die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern.

In Estland haben alle Bürgerinnen und Bürger seit dem Jahr 2000 ein Grundrecht auf einen Internetzugang. Grundlage der digitalisierten Verwaltung ist die 2001 gestartete dezentralisierte Online-Plattform X-Road, über die inzwischen rund 1000 Institutionen eingebunden sind. Die Esten können darüber zum Beispiel Ausweise und andere Dokumente online beantragen, Unternehmensgründungen anmelden und seit 2005 auch online wählen.

Badewasserkarte 2017 Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – In Schwerin hat der Wirtschafts- und Gesundheits-Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) die Badewasserkarte 2017 vorgestellt. „Saubere Badegewässer sind wichtig für uns als Einheimische und vor allem auch für unsere Gäste, die Urlaub bei uns in Mecklenburg-Vorpommern machen. Umso mehr freue ich mich, dass die Qualität des Badewassers in Mecklenburg-Vorpommern mit zu der besten Badewasserqualität in Deutschland gehört. Touristen und Einheimische können sich auch in diesem Jahr auf einen Badeurlaub bei uns im Land freuen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Dienstag.

Deutschland hat insgesamt, nach Zypern, Malta, Griechenland, Italien und Kroatien, die meisten Badegewässer, die in Europa mit über 90 Prozent als ausgezeichnet und gut eingestuft sind. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr 493 Badestellen mit insgesamt 2.604 Badegewässerproben analysiert. In 11 Proben wurden die Höchstwerte für Indikatorkeime (E.coli und Enterokokken) überschritten; allerdings waren die Nachproben unauffällig. Im Ergebnis sind 479 (97,5 Prozent) Badestellen als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden (89,5 Prozent „ausgezeichnet“).

Die Bewertungen basieren auf einem statistischen Mittelwert der Wasserproben aus den jeweils vergangenen vier Jahren. Das heißt, eine Badestelle, die im Jahr 2016 als mangelhaft eingestuft wurde, kann durchaus großartiges Badewasser haben. 11 Badestellen erhielten ein „ausreichend“, lediglich drei Badegewässer wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Wann eine Badestelle als „mangelhaft“ eingestuft wird, ergibt sich aus den Richtlinien der Europäischen Union.

Nach einer Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus (2016) entscheidet sich die Mehrzahl der Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Landschaft und Natur mögen (71,9 Prozent); die gute Luft und das gesunde Klima genießen wollen (59,6 Prozent); die Erholungsmöglichkeiten nutzen (53,1 Prozent) und weil die Gäste die Strand-(-bäder) und Bademöglichkeiten sowie die Seen sehr schätzen (50 Prozent). „Das legt die Messlatte an die Badewasserqualität unseres Urlaubslandes hoch. Wer in Mecklenburg-Vorpommern baden will, erwartet Badewasser in hoher Qualität in unseren Seen und an der Ostsee. Diesen Erwartungen gilt es gerecht zu werden. Deshalb werden jährlich über 170 Badestellen an rund 1.700 Kilometern Ostseeküste sowie etwa 320 Badestellen an ca. 250 Seen untersucht. Das trägt dazu bei, dass wir uns unverändert guten Gewissens auch jedes Jahr neu als Badeland touristisch empfehlen können“, sagte Rudolph.

Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent.

Staatssekretär Rudolph dankte den Kommunen und allen Partnern, die durch ihr Engagement dafür Sorge tragen, dass eine hohe Wasserqualität als Voraussetzung für gutes Badewasser vorhanden ist, die Badestellen gepflegt sind und dass die Badegewässer regelmäßig überprüft werden. Zugleich wies er darauf hin, dass Urlauber und Einheimische für die eigene Sicherheit unbedingt auf die Einhaltung der Baderegeln und vor allem auf die Beflaggung am Strand achten sollten, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. „Unsere Gäste sollen ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern genießen und erholt nach Hause zurückkehren, um mit Freude wiederzukommen. Es ist aus diesem Grund unabdingbar, auf die Baderegeln zu achten und vor allem den Hinweisen der Rettungsschwimmer zu folgen. Das kann Leben retten“, sagte Rudolph.

Die Ergebnisse sind auf der Badegewässerkarte auf dem Regierungsportal, der Internetseite des Wirtschaftsministeriums, einsehbar (http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/badewasserkarte/).

Zu jeder untersuchten Badestelle ist ein Kurzprofil hinterlegt, das die wichtigsten Informationen zusammenfasst, unter anderem auch Hinweise zu behindertengerechten Badegewässern. Unter http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/gesundheitsland-mv/badewasser/ führt ein Link zur Badewasser-App, die in den gängigen Stores zum Download bereitsteht. Die Informationen werden ständig aktualisiert.

Die Badewasserproben werden in der Zeit vom 01. Mai bis zum 10. September jeden Jahres alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter bei einer Mindestwassertiefe von einem Meter 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche entnommen. Das Wasser wird dann auf gesundheitliche Parameter wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Die Sichttiefe und der pH-Wert des Wassers spielen ebenso eine Rolle. Wird bei einer Probe der Höchstwert nach Badegewässerlandesverordnung überschritten, wird umgehend eine Nachprobe entnommen und geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen werden muss.

Bahnbrücke Anklam: Zu den Feiertagen freie Fahrt auf zwei Spuren

Anklam – Gute Neuigkeiten für Urlauber: Die Brücke über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn AG im Zuge der Bundesstraße 109 bei Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) wird zu den kommenden Feiertagen wieder zweispurig befahrbar sein.

Die aktuell einspurige Verkehrsführung auf der Brücke wird am Mittwoch, 24. Mai, im Laufe des Tages vorläufig aufgehoben. Der Baustellenbereich kann dann zweispurig mit 50 km/h befahren werden.

Für Restarbeiten an der Brücke wird vom 29. bis 31. Mai noch einmal eine einspurige Streckenführung eingerichtet. Ab dem 1. Juni wird die Brücke dann wieder zweispurig befahrbar sein.

Um die Traggerüste und die Signalanlage zurückbauen sowie Markierungsarbeiten durchführen zu können, wird es im Juni lediglich in den Abend- und Nachtstunden noch einmal zu halbseitigen Sperrungen kommen.

Die aus fünf Teilbauwerken bestehende Brücke über die Bahnanlagen wird seit Dezember 2015 instandgesetzt. Im Rahmen von turnusmäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen an der Brücke waren Risse und Feuchteschäden festgestellt worden, die eine Reparatur notwendig gemacht hatten. Die Kosten für die Maßnahme trägt der Bund.

Engagement bei Nachwuchssuche

Rostock – „Auf ihrer Rostocker Konferenz haben die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesarbeitsgerichte über die Altersstruktur beraten. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig Nachwuchsgewinnung in allen Bereichen der Justiz in Deutschland ist. Der Kampf um die besten Köpfe hat begonnen. Unser Land stellt sich diesem Wettbewerb. Darum bin ich auch dankbar, dass der Präsident des Landesarbeitsgerichts Mecklenburg-Vorpommern, Alfried Kampen, eine Arbeitsgruppe der Landesarbeitsgerichte zum Thema Altersstruktur mitinitiiert hat“, sagt Justizministerin Hoffmeister am Montag-Abend in einem Grußwort am Rande der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Landesarbeitsgerichte in Rostock.

„In den nächsten fünf Jahren verliert die deutsche Justiz rund 28.000 aktive Richter und Staatsanwälte, die in den Ruhestand gehen. Das sind bundesweit neun Prozent. Von 2027 bis 2033 werden es schon doppelt so viele mit 18 Prozent sein. Hier in Mecklenburg-Vorpommern sogar rund 33 Prozent. Wir müssen jetzt handeln, denn alle Bundesländer sind in den Wettbewerb getreten. Umworben werden die jungen Juristen nicht nur von Gerichten und Staatsanwaltschaften, sondern auch von der Anwaltschaft, den Unternehmen und der Verwaltung. Wir haben aus diesem Grund Juristen aller Bereiche der Gesellschaft für einen Jura-Infotag gewinnen können. Am 8. Juni können sich Schüler und Studenten über die Justiz und ihre Vielfalt informieren“, so Justizministerin Hoffmeister.

Wassersport: 50.000 Euro für Sportstätten in Schwerin

Ministerin Hesse: Land sorgt für bessere Bedingungen der Vereine

Schwerin – Das Land unterstützt in diesem Jahr die Sanierung von Sportstätten zweier Wassersportvereine in Schwerin mit insgesamt rund 50.000 Euro. Der Kanu- und Kleinsegel-Verein e. V. Schwerin erhält 25.249 Euro für die Modernisierung seines Bootshausgiebels. Die Sanierung der Uferkante und der Kanalausfahrt des Segelvereins Schwanenhalbinsel e. V. in Schwerin fördert das Land mit 24.735 Euro.

„Das Kommando ‚Leinen los‛ ist längst verhallt. Die Wassersportsaison auf dem Schweriner See hat bereits begonnen“, sagte Sportministerin Birgit Hesse. „Mit der finanziellen Unterstützung bei der Sanierung sorgt das Land für bessere Bedingungen der beiden Wassersportvereine. Das Bootshaus des Kanu- und Kleinsegel-Vereins wurde in den vergangenen 16 Jahren durch Eigenleistungen der Mitglieder saniert. Die diesjährige Unterstützung ist damit auch eine Anerkennung für das Engagement der Mitglieder“, so Hesse.

Der noch nicht sanierte Ostgiebel des Bootshauses des Kanu- und Kleinsegel-Vereins e. V. weist starke Rissbildungen und Setzungen auf. Die massive Giebelkonstruktion soll zurückgebaut und durch eine leichte Fachwerkkonstruktion einschließlich neuer Gründung ersetzt werden.

Die Uferkante am Gelände des Segelvereins Schwanenhalbinsel e. V. ist wegen der Überalterung der Pfähle der vorhandenen Uferbefestigung stark sanierungsbedürftig. Außerdem verlandet die Kanalausfahrt in den Schweriner See zunehmend.

Bundesweiter Dorfwettbewerb – bis 29. September anmelden!

Schwerin – Bis zum 29. September 2017 können sich Dörfer und Gemeinden unter 3.000 Einwohner bei den jeweiligen Landkreisen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ anmelden. Mit dem Dorfwettbewerb ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft. Seit 1961 steht der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Seit 1993 werden in dem traditionsreichen Bundeswettbewerb die Teilnehmerdörfer der alten und neuen Bundesländer gemeinsam bewertet.

„Ich hoffe sehr, dass sich hierzulande wieder viele Gemeinden an dem traditionsreichen Wettbewerb beteiligen werden und Mecklenburg-Vorpommern an die Erfolge aus den vorherigen Wettbewerben anknüpfen kann. Sechs Goldmedaillen und sechs Silbermedaillen hat unser Bundesland in der Vergangenheit bereits abgeräumt. Das zeigt mir: Engagement ist in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause. Bürger, Unternehmen und Gemeinden arbeiten zielstrebig, die Gemeinschaft im Ort zu stärken und Dörfer wirtschaftlich voranzubringen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus.

Ziel des Wettbewerbes ist, Menschen zu motivieren, die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken ihres Ortes zu erfassen, um daraus gemeinschaftlich Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dem sozialen Miteinander zwischen Jung und Alt sowie Alteingesessenen und Zugezogenen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. „Nur gemeinsam können wir ländliche Räume beleben und das Leben auf dem Land, insbesondere für junge Menschen, wieder attraktiver machen“, so der Minister.

Bewertet werden:

Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen
Soziales und kulturelles Leben
Baugestaltung und -entwicklung
Grüngestaltung und –entwicklung
Ort in der Landschaft

Detaillierte Informationen finden unter:

http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Laendliche-Raeume/Wettbewerb-Unser-Dorf-hat-Zukunft/

Tierschutzvereine erhalten 307.000 € für Sanierungsmaßnahmen

Schwerin – Elf Förderbescheide mit einem Gesamtwert von 307.000 € übergab der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus im Tierheim Schlage an verschiedene Tierschutzvereine im Land.

„Die Arbeit des Tierschutzes ist stark auf ehrenamtliche Helfer, Spenden und auch auf öffentliche Gelder angewiesen. Der Staat ist für die tierschutzrechtlichen Rahmenbedingungen sowie deren Umsetzung und Weiterentwicklung verantwortlich. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat in der Koalitionsvereinbarung die besondere Bedeutung des Tierschutzes hervorgehoben. Sie möchte insbesondere die Überwachung der Einhaltung der Tierschutzvorgaben verbessern und verlassenen und gequälten Tieren ein artgerechtes, sicheres Umfeld garantieren“, betonte der Minister.

Die schwierige Lage der Tierheime und die schlechte Situation der freilaufenden Katzen wurden auch in das Tierschutzkonzept Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen, das Landwirtschaftsministerium zusammen mit dem Tierschutzbeirat erarbeitet hat.

„Durch ihn erhält mein Haus viele Hinweise und wertvolle Informationen für die Facharbeit. Zum Beispiel hat die Auflistung des Sanierungsbedarfs von Tierheimen in Mecklenburg-Vorpommern entscheidend dazu beigetragen, dass wir im vergangenen Jahr 600.000 € und in diesem Jahr insgesamt sogar 900.000 € Fördermittel ausreichen können. Dadurch können viele von der Förderung profitieren und längst erforderliche Baumaßnahmen endlich verwirklicht werden“, so Backhaus.

Die Umsetzung des Projektes zur Kastration von freilaufenden Katzen durch den Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes wird dieses Jahr wieder mit 20.000 € gefördert.

Tiere haben eine große Bedeutung für den Menschen und die Deutschen haben ein großes Herz für Haustiere. In der Bundesrepublik werden ca. 30 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Vögel als Haustiere gehalten. Katzen sind seit Jahren ganz oben auf der Beliebtheitsskala, mit einer Zahl von annähernd 13 Millionen Tieren. Das heißt: In 22 % aller deutschen Haushalte leben Katzen. An zweiter Stelle folgen Hunde: 7,9 Millionen Tiere leben in 16 % der Haushalte. Den dritten Platz nehmen Kleintiere ein, wie Hamster, Meerschweinchen, Degus und Farbratten. Auf 5,1 Millionen wird deren Zahl geschätzt.

Es gibt jedoch Absteiger in der Gunst der Tierhalter: Kanarienvögel, Sittiche und Vögel im Allgemeinen. Deren Fangemeinde ist in den vorangegangenen Jahren stark geschrumpft. Im vergangenen Jahr wurden noch 4,2 Millionen Ziervögel in 3 % der deutschen Haushalte gehalten. Erstaunlich ist, dass 29 % aller Haustiere in Einpersonenhaushalten (2014: 27 %) und 38 % in Zweipersonenhaushalten (2014: 36 %) leben. Insgesamt gab es den Angaben zufolge in 43 % aller Haushalte in Deutschland Haustiere, in wiederum 19 % davon sogar zwei oder mehrere.

Die Heimtierbranche verbuchte im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 4,56 Mrd. Euro. 2006 waren es noch 3,15 Mrd. €.

Liste der Zuwendungsempfänger

  • Tierschutzverein Sadelkow in Höhe von 20.000 € für die Zwingeranlage, Trennzäune und Schleusen
  • Tierschutzverein Stralsund in Höhe von über 40.000 € für die Sanierung der Versorgungscontainer
  • Hinterste Mühle gGmbH in Höhe von knapp 29.000 € für die Sanierung des Tierheims in Neubrandenburg
  • TSV Schwaan e.V. in Höhe von 6.000 € für die Innendämmung der Katzenhäuser
  • Tierheim Greifswald in Höhe von knapp 13.000 € für die Sanierung von 10 Hundezwingern mit Hütten
  • Tierschutzverein Altentreptow in Höhe von 25.000 € für die Sanierung der Hundezwinger und Katzenausläufe
  • Tierschutz Roggendorf in Höhe von über 18.000 € für die neue Heizanlage und Isolierung an den Lottihof in Höhe von ca. 11.500 € zur Zaunerneuerung
  • Tierschutzverein Bützow in Höhe von über 33.000 € zur Einfriedung der Auffangstation, Sanierung der Katzenhäuser sowie den Neubau des Besucherraums.
  • Tierheim Schlage in Höhe von über 111.000 € für die Sanierung der Tierunterkünfte, Gebäude und Einrichtungen.

Ministerpräsident Sellering lädt zur 73. Bürgersprechstunde nach Lübz ein

Schwerin – Zu seiner 73. Bürgersprechstunde lädt Ministerpräsident Erwin Sellering Bürgerinnen und Bürger am 7. Juni 2017 nach Lübz ein. Sie beginnt ab 14.00 Uhr im Rathaus, Am Markt 22, 19386 Lübz.

Bürgerinnen und Bürger, die die Sprechstunde des Ministerpräsidenten besuchen möchten, werden gebeten, sich vom 29. Mai bis 1. Juni in der Zeit von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr anzumelden. Für diesen Zeitraum ist in der Staatskanzlei die Telefonnummer 0385/588 1164 geschaltet.

„Die Bürgersprechstunden sind für mich ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit und eine inzwischen gute Tradition. Hier erfahre ich aus erster Hand, was die Menschen in unserem Land bewegt, worüber sie sich freuen, worüber sie sich ärgern, wie sie sich für ihre Gemeinschaft einsetzen“, sagte der Ministerpräsident.

Schuljahr 2017/2018: Fünf neue Ganztagsschulen im Land

Ministerin Hesse: Bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze in dieser Legislaturperiode

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern geht der Ausbau von Ganztagsschulen Schritt für Schritt weiter. Zum Schuljahr 2017/2018 nehmen fünf weitere Schulen die Arbeit als teilweise gebundene bzw. gebundene Ganztagsschule oder als volle Halbtagsgrundschule auf. Schulen, die ihre Organisationsform mit Beginn eines Schuljahres verändern wollen, müssen bereits im Vorjahr einen entsprechenden Antrag im Bildungsministerium einreichen.

„Ganztägiges Lernen betrachte ich als große Chance“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ganztagsschulen bzw. volle Halbtagsgrundschulen können Bildungs- und Freizeitangebote flexibler gestalten und machen neue Lernformen möglich. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler auf dem Land halte ich das ganztägige Lernen für wichtig, weil Kinder und Jugendliche nachmittags nicht alleine zu Hause sitzen, sondern ihre Zeit mit Gleichaltrigen verbringen können“, so Hesse.

Überblick über die fünf Schulen mit veränderter Organisationsform:

  • Regionale Schule mit Grundschule Garz: Errichtung einer vollen Halbtagsgrundschule an der Grundschule
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Grimmen – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Errichtung einer gebundenen Ganztagsschule
  • Kooperative Gesamtschule Barth: Änderung der Organisationsform von der offenen zur teilweise gebundenen Ganztagsschule
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg: Änderung der Organisationsform von der offenen zur gebundenen Ganztagsschule
  • Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Neubrandenburg: Errichtung einer teilweise gebundenen Ganztagsschule

„Eine große Bereicherung für das ganztägige Lernen ist die Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen in den Bereichen Kultur und Sport, Jugendhilfe und Umweltbildung“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Wir müssen dafür werben, dass noch mehr außerschulische Partner mit unseren Schulen zusammenarbeiten. Neben dem qualitativen Ausbau von Ganztagsschulen will die Landesregierung in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze für Schülerinnen und Schüler schaffen“, erklärte Hesse.

Im Schuljahr 2016/2017 nehmen von den 117.903 Schülerinnen und Schülern des Primar- und Sekundarbereichs I insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Dies entspricht einer Quote von 60,3 Prozent. Das ist jeder zweite Schüler im Primar- und Sekundarbereich I. Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an ganztägigen Angeboten teilnehmen, um 6.185 gestiegen.

Von den 267 öffentlichen Grundschulen im Land (einschließlich der Grundschulen, die organisatorisch mit anderen Schulen verbunden sind – z. B. Regionale Schulen mit Grundschulen, Kooperative Gesamtschulen mit Grundschulen, Integrierte Gesamtschulen mit Grundschulen) finden an 146 Schulen unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der vollen Halbtagsgrundschulen statt. Dies entspricht 54,7 Prozent dieser Schulen.

An 188 von 252 öffentlichen allgemein bildenden Schulen, an denen Schüler des Sekundarbereiches I beschult werden, finden unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der Ganztagsschulen statt. Das sind 74,6 Prozent dieser Schulen. Das Land stellt im laufenden Schuljahr 26 Mio. Euro für die öffentlichen Ganztagsschulen bzw. vollen Halbtagsgrundschulen bereit.