Gleichstellungskonzeption der Landesregierung: Chancengerechtigkeit für Frauen und Männer

Schwerin – Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat dem Landeskabinett den Bericht zur Umsetzung der Vierten Gleichstellungskonzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt.

Der Bericht macht deutlich, dass die Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern als Querschnittsaufgabe in allen Ressorts der Landesregierung wahrgenommen wird.

„Es geht dabei nicht um Gleichmacherei, sondern um Wege zur Herstellung der Chancengleichheit für beide Geschlechter“, betonte Drese heute in Schwerin. Zudem werden in der Gleichstellungskonzeption Maßnahmen und Instrumente dargelegt, die zur sozialen Gerechtigkeit beitragen, die Partizipation von Frauen im beruflichen und gesellschaftlichen Leben stärken, Gewalt gegen Frauen und Kinder verhindern und geflüchtete Frauen bei der Integration unterstützen.

Nach Überzeugung von Ministerin Drese ist die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen in Bildung und Ausbildung entscheidend, um beiden Geschlechtern gleiche Entwicklungsmöglichkeiten zu gewährleisten. „Nur wenn Mädchen und Jungen von Anfang an erfahren, welche Möglichkeiten die gesamte Bandbreite der Ausbildungs-, Studien- und Berufswelt bietet, können typische Rollenbilder und vermeintlich geschlechtsspezifische Zuweisungen bei der Berufswahl aufgelöst werden. Klischeefreiheit trägt dazu bei, individuelle Karrierechancen zu eröffnen“, sagte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass als eine wichtige Maßnahme zur Chancengleichheit im Bereich der frühkindlichen Bildung die „Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in MV“ verbindlich in Kitas eingeführt wurde. Auf dieser Grundlage werden in der Kindertagesförderung die tatsächlichen und individuellen Fähigkeiten verstärkt gefördert. Drese: „Kinder sammeln so unabhängig von gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen an das Geschlecht Erfahrungen, die für die Persönlichkeitsentwicklung und die spätere Berufsbiographie von hoher Bedeutung sind. Darum geht es mir,“ so Ministerin Drese.

Die Landesregierung hat am 14. Januar 2014 die „Konzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zur Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern gemäß Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes und Artikel 13 der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für den Zeitraum 2013-2016“ als Vierte Gleichstellungskonzeption der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. Mit dem vorliegenden Umsetzungsbericht werden die Inhalte und Schwerpunkte der Gleichstellungspolitik der Landesregierung in zusammengefasst sieben Handlungsfeldern vorgestellt.

B 104: Letzte Radweg-Lücke zwischen Pasewalk und Polen wird geschlossen

Pasewalk – Heute (19. September 2017) beginnt mit der Erneuerung von Durchlässen der Bau eines neuen Radwegs an der B 104 zwischen den Ortslagen Zerrenthin und Rossow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Die 2,85 Kilometer sind der letzte noch fehlende Abschnitt der Radverbindung an der Bundesstraße zwischen Pasewalk und der polnischen Grenze. Mit Fertigstellung voraussichtlich zur Jahresmitte 2018 können die Radler die Strecke von etwa 20 Kilometern durchgehend auf einem straßenbegleitenden Radweg zurücklegen.

Die B 104 ist eine wichtige überregionale West-Ost-Fernstraße, die Mecklenburg-Vorpommern mit der Metropolregion Stettin verbindet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung von ca. 6.175 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 644 Lkw, zwischen Löcknitz und Pasewalk (Stand 2015) ist dieser straßenbegleitende Radweg für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dringend erforderlich.

Er wird in 2,50 Metern Breite überwiegend in Asphaltbauweise errichtet. In der Ortslage Zerrenthin und in einem kleineren Abschnitt wegen der Baugrundverhältnisse wird der Radweg gepflastert.

Als Ausgleichsmaßnahme werden 303 Winterlinden als durchgehende Allee gepflanzt, dazu weitere 54 Bäume als Ausgleich für den bereits fertiggestellten Abschnitt zwischen Rossow und Löcknitz. Dort war nicht genug Platz für die Ausgleichspflanzung. Gleichzeitig werden zum Schutz von Autofahrern und Bäumen Schutzplanken am Fahrbahnrand errichtet.

Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen einschließlich Grunderwerb und Erneuerung von Durchlässen etwa 872.000 Euro. Davon entfallen ca. 647.000 Euro auf den Radweg. Die Kosten werden bis auf den Eigenanteil der Gemeinde Zerrenthin für den Gehweg in Höhe von knapp 37.000 Euro entlang der Ortsdurchfahrt vom Bund finanziert.

VR-Innovationspreis 2017 – Bewerbungen noch bis zum 30. September möglich

Schwerin – Noch bis zum 30. September können sich die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Schwerin um den „VR-Innovationspreis Handwerk 2017“ bewerben. „Der VR-Innovationspreis würdigt Handwerksunternehmen, die marktfähige technische und technologische Innovationen sowie zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte entwickelt haben. Die Teilnahme am Wettbewerb bietet den Betrieben die Chance, ihre eigenen Entwicklungen einem breiten Publikum vorzustellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Der Wirtschaftsminister ist Schirmherr des Wettbewerbs.

Die Handwerkskammer Schwerin, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie die Volks- und Raiffeisenbanken schreiben den Preis gemeinsam für technische und technologische Innovationen und zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte aus. Neu ist in diesem Jahr, dass neben einem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro ein zusätzlicher Gewinn auf die Ausgezeichneten wartet. Vier Unternehmen erhalten zusätzlich ein exklusives dreiminütiges Filmporträt, produziert von TV Schwerin. Der Film wird landesweit ausgestrahlt und kann von den Unternehmen auch zur eigenen Werbung verwendet werden. „Mit dem Imagefilm können die Gewinner ihr Unternehmen öffentlichkeitswirksam präsentieren, um noch stärker auf die eigenen innovativen Produkte und Leistungen aufmerksam zu machen“, so Glawe weiter.

Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe der Handwerkskammer Schwerin eingetragen sind. Der Sitz des Unternehmens muss sich im Bezirk der Handwerkskammer Schwerin befinden. Die Ausschreibungsunterlagen und das Bewerbungsformular können auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums (www.wm.mv-regierung.de) eingesehen und heruntergeladen werden.

Schwesig will Partnerschaft zum Leningrader Gebiet weiter ausbauen

Schwerin – Ministerpräsident Manuela Schwesig und eine rund 100 Personen starke Delegation besuchen in den nächsten drei Tagen die Stadt St. Petersburg und das umliegende Leningrader Gebiet.

„Es gibt seit 15 Jahren eine enge Regionalpartnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet, der Region rund um die Stadt St. Petersburg. Diese Partnerschaft wollen wir pflegen und weiter ausbauen. Ich habe deshalb die Einladung hierher sehr gern angenommen“, erklärte Schwesig in St Petersburg.

„Ich freue mich sehr, dass die Reise bei uns in Mecklenburg-Vorpommern sowohl bei der Wirtschaft des Landes wie auch bei Bürgerinnen und Bürgern, die mich in den letzten Tagen auf die Reise angesprochen haben, auf eine sehr positive Resonanz stößt. Wir sind mit einer großen Wirtschaftsdelegation hier. Das zeigt, dass es weiter ein großes Interesse am Ausbau der Wirtschaftskontakte gibt. Es geht mir aber auch um eine noch engere Zusammenarbeit zwischen unseren Hochschulen und auf dem Gebiet der Kultur“, sagte die Regierungschefin weiter.

Schwesig traf heute zunächst mit der Deutschen Generalkonsulin in St. Petersburg Dr. Eltje Aderhold zusammen. Anschließend gab es ein erstes Zusammentreffen der Delegation. Morgen besucht Schwesig die maritime Messe NEVA in St. Petersburg und die Tage der Deutschen Wirtschaft im Leningrader Gebiet. Außerdem stehen ein Gespräch mit dem Gouverneur der Partnerregion Alexander Drosdenko und ein Treffen mit Studierenden der Puschkin-Universität des Leningrader Gebiets auf dem Programm.

Schwesig informiert über ihren Facebook- und ihren Twitter-Kanal auch persönlich über Eindrücke von ihrer Russlandreise.

„Jugend trainiert für Olympia“

Ministerin Hesse: Jüngste Erfolge sollen Schülerinnen und Schüler beflügeln

Schwerin – Mit dem neuen Schuljahr gehen auch die Schulsportwettbewerbe in eine neue Runde. Den Mannschaften und Einzelsportlern, die sich in den Wettkämpfen besonders stark präsentieren, winkt am Ende die Teilnahme an den Finals des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ bzw. „Jugend trainiert für Paralympics“. Bildungs- und Sportministerin Birgit Hesse ruft dazu auf, dass die Schulen im Land, und damit die Schülerinnen und Schüler, wieder in großer Zahl an den Vorausscheiden in Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

„Sport schafft Selbstvertrauen, Sport schafft Ehrgeiz, und die Wettbewerbe haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir uns in vielen Sportarten nicht verstecken müssen“, sagte Hesse. „Von den Erfolgen, die Schülerinnen und Schüler aus MV in Berlin erreicht haben, lassen sich andere hoffentlich beflügeln.“

Im vergangenen Schuljahr war einer dieser Erfolge der erste Platz, den eine Schülerin vom Sportgymnasium Neubrandenburg in der Wettkampfklasse der 14- bis 17-Jährigen in der Leichtathletik holte. Ihre Mannschaft erkämpfte sich später bei den Schülerweltmeisterschaften im französischen Nancy Rang sechs.

Die Bundeswettbewerbe werden in folgenden Sportarten ausgetragen: Badminton, Basketball, Beach-Volleyball, Fußball, Geräteturnen, Golf, Hallenhandball, Hockey, Judo, Leichtathletik, Rudern, Schwimmen, Ski Alpin, Skilanglauf, Skisprung, Tennis, Tischtennis, Triathlon und Volleyball.

„Jenseits der sportlichen Erfolge, die am Ende stehen oder nicht stehen: Training und Wettbewerbe sind für Schüler und Lehrer eine Chance, sich außerhalb des Unterrichtsalltags kennen zu lernen. Das hält für beide Seiten sicherlich neue Facetten bereit“, so die Ministerin. „Ich weiß, dass sich bei uns im Land viele Lehrerinnen und Lehrer über Sportunterricht und Stundenplan hinaus engagieren. Dafür bedanke ich mich. Ohne diesen Einsatz würde ‚Jugend trainiert für Olympia‘ gar nicht funktionieren.“

Die Aussicht auf die Bundesfinals lockt viele junge Sportlerinnen und Sportler zu den Wettkämpfen auf Stadt- und Kreisebene: Im vergangen Schuljahr waren es insgesamt ca. 17.000, von denen es knapp 450 bis in die Endausscheide in Berlin geschafft haben.

Die Modalitäten und Formulare für die Anmeldungen zu den jeweiligen Wettbewerben sowie weitere Informationen zu „Jugend trainiert für Olympia“ bzw. „Jugend trainiert für Paralympics“ hat das Ministerium in einer Broschüre zusammengestellt. Diese ist unter Publikationen abrufbar.

Beseitigung von Sturmflutschäden

Wasser- und Bodenverband Insel Usedom-Peenestrom erhält rund 57.000 EUR für Beseitigung von Sturmflutschäden

Schwerin – Nach der Sturmflut „Axel“ Anfang Januar dieses Jahres hatte die Landesregierung für nachhaltige Maßnahmen zur Beseitigung von Schäden an Hochwasserschutzanlagen, an öffentlichen touristischen Bauwerken und Stränden sowie an kommunalem Eigentum ressortübergreifend Hilfsmittel in Höhe von insgesamt 25 Millionen Euro verfügbar gemacht.

Neben Gemeinden hatten auch einige Wasser- und Bodenverbände Anträge auf finanzielle Unterstützung für die Beseitigung der Sturmflutschäden gestellt, darunter der Wasser- und Bodenverband Insel Usedom-Peenestrom.

Die Sturmflut hat an zwei Anlagen Schäden angerichtet. Trotz regelmäßiger Pflege der Grasnarbe auf den Deichen Zecherin und an der Ziese kam es zu Durchbrüchen. Diese müssen nun repariert werden. Rund 57.000 Euro werden dafür vom Land bereitgestellt.

„Auch die betroffenen Wasser- und Bodenverbände mussten nach den Sturmschäden schnell handeln. Deshalb ist es richtig, dass diese neben den Gemeinden in den Genuss der vom Land bereitgestellten finanziellen Mittel kommen“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids in Mölschow. „Auch sie sollen nicht allein auf den unverschuldet entstandenen Kosten sitzen bleiben.“

Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Lüssow – Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben.

„Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen.

Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe.

„Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Land plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Bau des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald

Greifswald – Am Montag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe einen Zuwendungsbescheid an die Hansestadt Greifswald für den Bau eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie übergeben. „Es werden damit weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Vor Ort werden etwa 240 Arbeitsplätze entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der Hansestadt.

Die Errichtung eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie erfolgt in Nachbarschaft zum Universitätscampus und unmittelbar angrenzend an das BioTechnikum und das Leibniz-Institut für Plasmaphysik. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 11.000 Quadratmeter. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant, die Fertigstellung für das Jahr 2020. Das Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für Unternehmen bereitstellen. Damit wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischen und plasmabasierten Technologien schaffen.

„Die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden.

„Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 31,78 Millionen Euro. Davon sind rund 18 Millionen Euro förderfähig. Der Zuschuss des Landes für das Vorhaben beläuft sich auf 16,45 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Land 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können.

Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, so Glawe abschließend.

Ausgezeichnetes Serviceportal SoJuS

Pegel lädt Landkreise zum Mitmachen ein

Berlin – Das „Soziales und Jugend Serviceportal“ (SoJuS) des Landkreises Vorpommern-Greifswald erhielt am Freitag (15.09.2017) beim 22. Ministerialkongress „Legislaturprogramm 2017-2021: Strategien und Impulse zur Digitalisierung und Modernisierung der Bundes- und Landesverwaltung“ in Berlin den Publikumspreis des 16. E-Government-Wettbewerbs. Schon beim Zukunftskongress „Staat & Verwaltung“ im Juni war SoJuS mit dem ersten Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt“ ausgezeichnet worden.

„Super. Tolle Erfolge für ein tolles Projekt“ – mit diesen Worten gratuliert Digitalisierungsminister Christian Pegel. Das von der Landesregierung unterstützte Pilotprojekt vernetzt im Landkreis Jugendämter und Organisationen, die Hilfen rund um die Erziehung anbieten. Ein Sozialarbeiter kann beispielsweise nach einer sofort verfügbaren Unterbringung für Jugendliche suchen und erfährt auch sofort, wer den am besten geeigneten und preisgünstigsten Platz anbietet. SoJuS liefert die Daten in Echtzeit, nimmt Reservierungen auf und erstellt automatisch amtliche Statistiken und Reports. Außerdem erstellt es automatisch Pflichtmitteilungen zum Beispiel an das Landesjugendamt, erfasst die erbrachten Leistungen und rechnet sie ab. Nutzer können sich mit ihrem Passwort auf jedem Endgerät einloggen, auch auf mobilen Geräten.

Christian Pegel ist begeistert: „Statt Menschen wandern Daten. Das beschleunigt die Entscheidung, welche Versorgung empfohlen werden kann, extrem. Aus Wochen werden Stunden. Und: Dieses ausgezeichnete Portal eignet sich auch für andere Landkreise, ja für ganze Bundesländer.“

Schwerin und Rostock haben bereits Interesse an einer Beteiligung bekundet. Sie wollen die bisherigen Projektergebnisse übernehmen und weiterentwickeln helfen. Wohin das führen kann – und soll -, hat der Minister klar vor Augen: ein landeseinheitliches, standardisiertes E-Government-Verfahren für die Träger der öffentlichen Jugendhilfe, das Landesjugendamt und die freien Träger der Wohlfahrtspflege. „Je mehr Landkreise sich anschließen, desto besser.“

Er wirbt mit handfesten Vorteilen für alle, die mitmachen: „Als Vorzeigeprojekt für die Digitalisierung der Verwaltung erleichtert Sojus die Arbeit, ermöglicht schnellere Hilfe und spart Kosten.“ Außerdem kann es auch in anderen Bereichen wie Altenpflege, Asyl und Integration eingesetzt werden.

Fördermöglichkeiten durch das Land werden zurzeit geprüft und stehen ab Herbst 2017 zur Verfügung.

Sommer-Sonnen-Fest im Rahmen der Kinderschutzwoche

Haus der Begegnung ist bedeutender Anlaufpunkt für Menschen mit Behinderungen und sozial Schwache

Schwerin – Am 17. September eröffnete Sozialministerin Stefanie Drese das Sommer-Sonnen-Fest im Haus der Begegnung in Schwerin, welches in diesem Jahr im Rahmen der Aktionswoche Kinderschutz stattfindet.

„In einer Gesellschaft, die Erfolg und Leistungsfähigkeit zum Leitbild erhebt, haben es Menschen mit Behinderungen und sozial Schwache schwer. Um Ausgrenzung entgegen zu wirken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, bedarf es engagierter Menschen, die sich für die Belange der Schwächeren, für Chancengleichheit und Respekt einsetzen“, betonte Drese in Ihrem Grußwort und erklärte: „Das Haus der Begegnung leistet dabei einen sehr wertvollen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in Schwerin und Umgebung.“

Anlässlich der Aktionswoche Kinderschutz wurden die verschiedensten Aktionen eingeplant: Neben einem Malzirkel der Dreescher Werkstätten, gab es u.a. einen Fun-Truck vom Kinderschutzbund, Kabarett und eine Klingelaktion zu den Kinderrechten.

„Kinder sind das Wertvollste, was wir haben. Ich freue mich deshalb sehr, dass Sie sich alle so aktiv an der Aktionswoche beteiligen und darüber hinaus viel dafür tun, dass Kinder und Jugendliche gut aufwachsen und interessante Angebote vor Ort wahrnehmen können“, resümierte Drese.

Das Haus der Begegnung bündelt die Leistungen von verschiedenen sozialen Vereinen und Verbänden und ist Träger des Kompetenzzentrums für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen, in welchem sich Vertreter des Schwerhörigen-Ortsvereins Schwerin e.V. und des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schwerin e.V. engagieren. Daneben befinden sich hier u.a. ein Arbeitslosenzentrum mit einer Möbelbörse, der Deutsche Kinderschutzbund mit einem pädagogischen Mittagstisch, eine Familienbegegnungsstätte und eine Tagesstätte für psychisch kranke Menschen.

Das Sozialministerium förderte zuletzt im Jahr 2015 den Ausbau des Innenhofbereichs mit 81.725 Euro.

Amtseinführung von Paul Philipps als Landespastor der Diakonie MV

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute dem neuen Landespastor für Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern, Paul Philipps, die besten Wünsche der Landesregierung überbracht und sich für die Fortsetzung der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit des Landes mit dem Diakonischen Werk MV ausgesprochen.

Anlässlich der Einführung von Pastor Paul Philipps im Schweriner Dom sagte Ministerin Drese: „Unser gemeinsamer Einsatz für die sozial Schwächeren, für Kinder, Jugendliche, Kranke, Ältere und Menschen mit Behinderungen verbindet uns. Die Diakonie mit ihren über 13.000 Fachkräften und den vielen ehrenamtlich Tätigen ist für uns als Landesregierung ein unverzichtbarer Partner in der Sozialen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern.“

Drese betonte in ihrer Ansprache, dass das Land die Subsidiarität in der Sozialen Arbeit achtet und fördert. Das Hauptmerkmal sei dabei die Unabhängigkeit und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den öffentlichen Trägern zum Wohle der Hilfesuchenden. Dazu gehörten eine verlässliche, zukunftssichere Finanzierung und ein Höchstmaß an Transparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln. Hierzu sei das Sozialministerium mit der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege kontinuierlich im Gespräch.

Drese: „Ich bin mir sicher, mit Landespastor Paul Philipps an der Spitze wird die Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und insbesondere zwischen meinem Ministerium und der Diakonie weiterhin von Vertrauen und Kooperationsbereitschaft geprägt sein.“

Integrationsleistung des Rostocker Vereins Dien Hong gewürdigt

Rostock – Integrationsministerin Stefanie Drese hat sich anlässlich der Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins „Dien Hong – Gemeinsam unter einem Dach“ als Vertreterin der Landesregierung für die Gewaltexzesse in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 entschuldigt.

„Wir haben im Sommer 1992 auf vielen Ebenen versagt: als Staat, als Ordnungsmacht, als Zivilgesellschaft, als Bürgerinnen und Bürger. Diese Tage von Lichtenhagen gehören zu den schlimmsten Ereignissen unseres Bundeslandes. Und auch wenn wir keine persönliche Schuld tragen, ist es unsere Pflicht, ist es unsere Verpflichtung als Verantwortung tragende Politiker/innen und Bürger/innen dieses Landes, dass so etwas nie wieder geschieht“, betonte Ministerin Drese.

Drese bezeichnete es als ein bemerkenswertes Signal, dass sich nur wenige Wochen nach den rassistischen Pogromen vietnamesisch-stämmige Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit einigen engagierten einheimischen Rostockern entschlossen haben, den Verein „Dien Hong“ zu gründen – als Zeichen der Furchtlosigkeit und Unbeugsamkeit, aber auch als Zeichen der ausgestreckten Hand mit dem Willen, den kulturellen und sozialen Austausch zwischen Vietnamesen und Deutschen zu verbessern.

„Wie erfolgreich Ihre Arbeit war und ist, zeigt die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre“, sagte die Ministerin. „Mittlerweile geht es längst nicht mehr nur um Vietnamesen und Deutsche. Dien Hong ist ein Ort der Begegnung und des kulturellen Austauschs, aber auch ein Ort der Bildungs-, Sprach- und Beratungsangebote für alle Zugewanderten, die ihre neue Heimat in Rostock gefunden hatten“, so Drese.

Auch im Bereich der Sprachmittlung ist Dien Hong nach Aussage von Ministerin Drese in Rostock unersetzlich geworden. Mit dem 2012 gegründeten Projekt „SprInt“ unterstützen und dolmetschen Sprach- und Integrationsmittler das Fachpersonal im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen der Stadt Rostock bei Gesprächen mit Zugewanderten. Im Jahr 2016 wurde „SprInt Rostock“ mit Mitteln des Landes und des Landkreises Rostock zu einer regionalen Vermittlungszentrale, der „SprInt Region Rostock“, ausgebaut.

Die Ministerin hob in ihrem Grußwort zudem die Gründung des ersten „Integrationsfachdienstes Migration in Mecklenburg-Vorpommern (IFDM)“ unter der Regie des Vereins hervor. Dieser Fachdienst Migration kümmert sich vorbildlich und innovativ um die sprachliche und berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten, deren Aufenthalt in Deutschland auf Dauer angelegt ist.

Drese: „All diese Beispiele zeigen, der Verein „Dien Hong – Gemeinsam unter einem Dach“ leistet seit 25 Jahren seines Bestehens unschätzbare Dienste für die Integration von Zugewanderten in der Region Rostock.“

2. Redefiner Hengstparade

Redefin – Heute besucht Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus die zweite Redefiner Hengstparade in diesem Jahr. Um 13 Uhr eröffnet er die traditionsreiche Schau auf dem Landgestüt in Redefin. Die Hengstparaden finden an drei Sonntagen im September statt. Zu den Veranstaltungen werden jährlich rund 80.000 Besucher begrüßt.

„Die Hengstparaden bieten einen umfassenden Einblick in die Arbeit des Gestütes. Dieses hat sich der Zucht und Erhaltung von Spezialpferderassen verpflichtet. In den Stallungen stehen Hengste der Lewitzer Schecken oder des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes. Von den gegenwärtig in Deutschland geführten Zuchtbüchern für über 100 Rassen, werden 20 Rassen allein vom Verband der Pferdezüchter in Mecklenburg-Vorpommern betreut“, lobte der Minister.

Neben der Zucht habe sich das Landgestüt über die integrierte Landesreit- und Fahrschule mit engagierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem Dienstleister in allen Fragen der Pferdehaltung sowie der Ausbildung von Pferden, Reitern und Fahrern entwickelt, sagte er weiter.

Das Landgestüt Redefin ist darüber hinaus Austragungsort der Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten sowie auch erstmals Voltigieren und der Hallen-Meisterschaften in Springen, Dressur und Gespannfahrer.

Im Bestreben Bleibendes rund um das Pferd zu vermitteln, wurde in 2016 auf dem Gelände ein Museum zur Pferdegesundheit und ein Kutschenmuseum eröffnet.