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Tag: 18. Juni 2026

Justiz-Frauen gewinnen Bronze beim Rostocker Firmenlauf

Mehr als 40 Läuferinnen und Läufern aus der Justiz und dem Ministerium waren dabei. Ministerin Jacqueline Bernhardt gratuliert.

Bronzemedaillen-Gewinnerinnen „Run4Law“ vom Amtsgericht Rostock. @JM
Bronzemedaillen-Gewinnerinnen „Run4Law“ vom Amtsgericht Rostock. @JM

Rostock – Die Staffel des Amtsgerichts Rostock „Run4Law“ hat am Abend zum 17. Rostocker Firmenlauf den dritten Platz bei den Frauen belegt.

Die Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz Jacqueline Bernhardt gratuliert aus Potsdam, wo gerade die Konferenz der Verbraucherschutzministerinnen und Verbraucherschutzminister stattfindet.

„Es ist eine großartige Leistung und ein Zeichen dafür, dass unsere Justiz hervorragende Teams hat. Herzlichen Glückwunsch an das Amtsgericht Rostock.“

„Wir waren insgesamt zwölf Staffeln aus der Justiz und dem Ministerium. Ein großer Dank gilt den mehr als 40 Starterinnen und Startern für ihre sportlichen Leistungen. Sie haben Flagge gezeigt für die Justiz und die Gleichstellung.

Durch ihren sportlichen Einsatz werden unsere Themen auch sichtbar. Das Motto der Nachwuchsgewinnung in der Justiz ‚MENSCH. RECHT. NAH.‘ bekommt durch solche Veranstaltungen einen besonderen Wert“, sagte Ministerin Jacqueline Bernhardt nach dem Rostocker Firmenlauf.

Der Rostocker Firmenlauf gilt als das größte sportliche Teamevent des Landes. Insgesamt nahmen mehr als 4.000 Läuferinnen und Läufer in zusammen 1.045 Teams. Das Ministerium für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz war zusammen mit seinem Geschäftsbereich mit zehn Teams vertreten.

Darunter waren Teams der JVA Waldeck, der Staatsanwaltschaft Rostock, vom Oberlandesgericht Rostock, aus dem Haus der Justiz Rostock sowie dem Amtsgericht Rostock. Darüber hinaus hatte die Fachhochschule in Güstrow mit ihrem Bereich Rechtspflege zwei Justiz-Teams gestellt.

Die Bahnstrecke Ludwigslust-Parchim ist wieder auf der Höhe der Zeit

Ludwigslust – Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat in den letzten fünf Jahren einen Schwerpunkt beim Thema „Mobilität“ gesetzt. Das betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der feierlichen Inbetriebnahme der Bahnstrecke von Ludwigslust nach Parchim nach umfassender Sanierung.

„Wir haben dazu beigetragen, dass das Deutschlandticket bis 2030 gesichert ist. Das ermöglicht vielen Menschen kostengünstiges Bahnfahren und lockt die Menschen in die Züge. Bei uns im Land haben wir das Azubi- und das Seniorenticket eingeführt. Auszubildende und Bürgerinnen und Bürger über 65 können bei uns in Mecklenburg-Vorpommern das Deutschlandticket um 20 Euro günstiger erwerben und damit deutschlandweit kostenfrei den Nahverkehr nutzen“, erklärte Schwesig.

Auf den Bahnstrecken im Land würden mehr Züge verkehren als vor fünf Jahren. „Regiobusse und Rufbusse erschließen den ländlichen Raum. Denn auch auf den Dörfern sollen die Menschen angebunden sein“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Darüber hinaus würden Bund, Land und die Bahn in den Ausbau der Schieneninfrastruktur und auch neue Bahnhöfe investieren. So sei die Bahnstrecke von Ludwigslust nach Parchim seit 2023 umfassend modernisiert worden. „Bahnübergänge und Gleise wurden erneuert, Leit- und Sicherungstechnik umgebaut. Die Stationen Groß Laasch, Dütschow und Spornitz wurden neugestaltet. Auch der Bahnhof Ludwigslust wurde umgestaltet und modernisiert und kann seiner Bedeutung als wichtiger Umstiegs- und Knotenpunkt nun noch besser gerecht werden“, sagte Schwesig.

Die Bahnstrecke Ludwigslust-Parchim könne nun mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km pro Stunde befahren werden. „Die Strecke Ludwigslust-Parchim ist damit auf der Höhe der Zeit. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.“ Der Bahnhof Ludwigslust habe an Attraktivität gewonnen. „Nach der Sanierung halten hier mehr ICE-Züge als auf der Strecke Hamburg-Berlin. Auch das ist eine gute Nachricht für die Region.“

Baustart für die Ortsumgehung der B 110

Dargun – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben heute Dr. Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, und Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, den Bau der Ortsumgehung Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gestartet.

Die neue Ortsumgehung wird die Ortsdurchfahrt künftig deutlich vom Durchgangs- und Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße entlasten. Damit verbessern sich die Verkehrsverhältnisse in Dargun, die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sinken und die Verkehrssicherheit wird erhöht.

„Mit der Ortsumgehung schaffen wir spürbare Verbesserungen für die Menschen in Dargun. Weniger Durchgangsverkehr bedeutet weniger Lärm, mehr Sicherheit und eine höhere Lebensqualität. Gleichzeitig verbessern wir die Verbindung entlang der Bundesstraße B 110 zwischen Rostock, Demmin, Anklam und der Insel Usedom. Der Verkehr kann künftig schneller, zuverlässiger und flüssiger abgewickelt werden. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger vor Ort ebenso wie Unternehmen, Pendler und Gäste unseres Landes“, sagte Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Der Baubeginn an der B110 ist eine gute Nachricht für die Menschen und Unternehmen hier in der Region. Wir verbessern die Verkehrsanbindung zwischen Demmin und Rostock und investieren in eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Mit der Ortsumgehung Dargun entlasten wir die Anwohner von Verkehrslärm und sorgen für mehr Lebensqualität und Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der Bund investiert rund 16,5 Millionen Euro in dieses Projekt.“

Mit der Ortsumgehung wird die Bundesstraße B 110 künftig auf einer rund 3,2 Kilometer langen Strecke nördlich um Dargun herumgeführt. Die neue Trasse beginnt kurz hinter der Einmündung der Landesstraße L 231 nach Altkalen und schließt in Höhe Neubauhof/Brauerei wieder an die Bundesstraße B 110 in Richtung Demmin an.Geplant ist ein zweistreifiger Ausbau. Darüber hinaus entstehen drei Kreuzungen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 26 Monate.

Während der Bauzeit kommt es je nach Bauphase zu Anpassungen der Verkehrsführung. Im Zuge der Anbindung der Kreisstraßen MSE 49 und MSE 50 an die Ortsumgehung werden im Jahr 2027 zeitweise Sperrungen dieser Straßen erforderlich. Über konkrete Einschränkungen wird rechtzeitig gesondert informiert. Zum Ausgleich der Eingriffe in Natur und Landschaft werden umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen umgesetzt. Entlang der Strecke entsteht eine Allee mit insgesamt 575 neu gepflanzten Bäumen. Zusätzlich wird am südlich verlaufenden Wirtschaftsweg nördlich von Dargun eine Apfelbaumreihe mit 59 Bäumen angelegt.

Land unterstützt Tierheime mit 300.000 Euro

Güstrow – Mit insgesamt 300.000 Euro unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern auch in diesem Jahr Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen bei Investitionen in ihre Infrastruktur. Umwelt- und Tierschutzminister Dr. Till Backhaus übergibt heute im Tierheim des Tierschutzvereins Güstrow und Umgebung e. V. die Zuwendungsbescheide an die diesjährigen Förderempfänger.

„Tierheime sind eine unverzichtbare Säule des Tierschutzes in unserem Land. Sie kümmern sich um Fundtiere, ausgesetzte Tiere, beschlagnahmte Tiere und verletzte Wildtiere. Viele dieser Aufgaben werden mit großem ehrenamtlichem Engagement und oft unter schwierigen finanziellen Bedingungen geleistet. Deshalb ist es mir wichtig, dass das Land ein verlässlicher Partner der Tierheime bleibt“, sagte Minister Backhaus im Vorfeld.

Für das Jahr 2026 erhalten elf Einrichtungen Fördermittel für Investitionen in Gebäude, Gehege, Quarantänebereiche, technische Anlagen und die Tierunterbringung. Insgesamt wurden Projekte mit einem Fördervolumen von 278.615 Euro bewilligt. Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem Dach- und Fassadensanierungen, die Modernisierung von Quarantänebereichen, die Erneuerung von Zaun- und Toranlagen sowie Investitionen in die hygienische und tiergerechte Unterbringung von Hunden, Katzen und anderen Tieren. Alle elf Antragsteller konnten in diesem Jahr berücksichtigt werden.

Das Tierheim Güstrow, in dem die Übergabe stattfindet, erhält knapp 20.000 Euro für die Sanierung von Außenfassaden und die Erneuerung von Fenstern am Vereinsgebäude. Der Verein betreibt das Tierheim seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichem Einsatz. Nach eigenen Angaben konnten bislang mehr als 2.650 Katzen, 24 Hunde und 17 Kleintiere vermittelt werden.

Backhaus betonte: „Wer Tierheime unterstützt, investiert unmittelbar in den Tierschutz. Die geförderten Maßnahmen verbessern nicht nur die Unterbringungsbedingungen für die Tiere, sondern entlasten auch die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vielen Ehrenamtlichen vor Ort.“

Seit Einführung der Tierheimförderung im Jahr 1993 unterstützt das Land Mecklenburg-Vorpommern die Einrichtungen kontinuierlich bei notwendigen Investitionen. Allein in den vergangenen fünf Jahren standen dafür insgesamt 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.

„Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Unsere Tierheime leisten hier Tag für Tag Herausragendes. Dieses Engagement verdient Anerkennung, aber auch konkrete Unterstützung. Mit der Tierheimförderung setzen wir genau dort an und schaffen bessere Bedingungen für Mensch und Tier“, sagte Backhaus.

Im Rahmen der Tierheim-Förderrichtlinie Mecklenburg-Vorpommern fördert das Land Investitionen in Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen. Förderfähig sind insbesondere Baumaßnahmen, technische Modernisierungen sowie Anschaffungen, die der tiergerechten Unterbringung und Versorgung der Tiere dienen. Die Förderung erfolgt über das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern.

Die Antragstellung ist weiterhin bis zum 30.06.2026 möglich.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern: www.lfi-mv.de/meldungen/forderung-tierheime/.

M-V und Sachsen arbeiten bei Energieforschung zusammen

Rostock – In Rostock ist heute die High Energy Density Initiative (HEDI) gegründet worden. Mit der Initiative bündeln die Universität Rostock und das Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Hochenergiedichtephysik. An der Gründungsveranstaltung nahmen auch die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen Michael Kretschmer teil. Der Aufbau der Initiative wird vom Bund sowie den beiden Bundesländern gefördert.

„Das ist heute ein besonderer Tag für die Wissenschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Wir brauchen die Energiewende und die erneuerbaren Energien, um die Umwelt zu schützen und um unabhängig in der Energieerzeugung zu sein. Gleichzeitig ist es sinnvoll, weiter an Alternativen zu forschen. Auch an den verschiedenen Möglichkeiten der Fusionsforschung. Es ist gut, dass Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen ihre Kompetenzen in der Energieforschung mit einer neuen Forschungsinitiative bündeln.“

„Sachsen ist ein starker Wissenschafts- und Forschungsstandort mit exzellenten Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf steht dabei beispielhaft für die Innovationskraft im Freistaat. Mit Initiativen wie dem gemeinsamen bund- und länderübergreifenden Projekt HEDI mit der Universität Rostock werden gezielt vorhandene Kompetenzen in einem strategisch bedeutsamen Forschungsgebiet zur Erschließung neuer Energiequellen gebündelt.

Tatsächlich bietet die Fusionsforschung große Chancen für eine sichere, klimaneutrale und langfristig verfügbare Energieversorgung. Erfolgreiche Kooperationen wie HEDI sind deshalb genau der richtige Weg, um diese vielversprechende Technologie weiter voranzubringen und gleichzeitig die wissenschaftliche Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas zu stärken“, erklärte der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer.

Ministerpräsidentin Schwesig hob in ihrer Rede weiter hervor, dass die gemeinsamen Forschungsanstrengungen auch Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze haben. „Bezahlbare Energie ist ein wichtiger Faktor, wenn es um wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen geht. Wir erleben gerade, wie hohe Energiepreise das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland bremsen.

Wir müssen dazu kommen, unsere Energie preiswert und unabhängig zu erzeugen. Fürs Erste sorgt die gemeinsame Initiative aus Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern vor allem für Arbeitsplätze in Wissenschaft und Forschung. Darüber freuen wir uns. Und sie kann noch größere Bedeutung für Wirtschaft und Arbeitsplätze in der Zukunft haben.“

Enquetekommission „Jung sein in MV“

Drese: Enquetekommission „Jung sein in MV“ liefert wichtige Impulse für eine jugendgerechte Zukunft des Landes

Schwerin – Sozial- und Jugendministerin Stefanie Drese hat die Arbeit der Enquetekommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ gewürdigt und die vorgelegten Handlungsempfehlungen als wichtige Grundlage für die weitere Gestaltung einer modernen Jugendpolitik im Land bezeichnet.

„Die Enquetekommission hat eindrucksvoll gezeigt, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit von Politik, Wissenschaft, Praxis und jungen Menschen selbst sein kann. Es ist gelungen, engagierte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen einzubinden und gemeinsam Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen sind und eine große Bandbreite an Themen abdecken“, erklärte Drese im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Enquetekommission am Mittwochabend.

Besonders hervorzuheben sei, dass viele Empfehlungen fraktionsübergreifend beschlossen wurden. „Das zeigt, dass die Belange junger Menschen über Parteigrenzen hinweg als zentrale Zukunftsaufgabe verstanden werden“, so die Ministerin.

Als außergewöhnlich bezeichnete Drese zudem den Beteiligungsprozess „#mitmischenMV“, der die Arbeit der Kommission begleitet hat. „Junge Menschen standen nicht nur im Mittelpunkt der Beratungen, sondern konnten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche selbst einbringen. Dieses Beteiligungsformat war in seiner Form bislang einmalig“, so Drese.

Mit Blick auf die Ergebnisse der Kommission betonte Drese, dass die Empfehlungen zahlreiche Ansatzpunkte aufzeigten, um strukturelle Hürden für junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern abzubauen. „Kinder und Jugendliche brauchen verlässliche Orte, an denen sie sich treffen, engagieren, bilden und ihre Interessen vertreten können – unabhängig davon, ob sie in einer Stadt oder im ländlichen Raum leben. Deshalb ist es wichtig, bestehende Strukturen zu sichern und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.“

Positiv bewertete die Ministerin zudem die starke Berücksichtigung von Gesundheitsfragen in den Empfehlungen. „Ein gesundes Aufwachsen braucht nachhaltige Strukturen und wirksame Prävention. Die Vorschläge zur Förderung der körperlichen und psychischen Gesundheit junger Menschen greifen zentrale Herausforderungen unserer Zeit auf und ergänzen die Ziele unserer Landesstrategie Gesundheitsförderung und Prävention in sinnvoller Weise“, betonte die Ministerin.

Drese zog zugleich eine positive Bilanz der bisherigen jugendpolitischen Maßnahmen der Landesregierung. Bereits zu Beginn der Legislaturperiode sei mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein wichtiges Signal für mehr politische Teilhabe gesetzt worden.

„Wir wissen, dass junge Menschen politisch interessiert sind und Verantwortung übernehmen wollen. Deshalb war es konsequent, mit dem Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz einen weiteren entscheidenden Schritt zu gehen“, erklärte Drese. Das Gesetz stärke die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene und verankere ihre Mitwirkung bei Entscheidungen, die ihre Lebenswelt betreffen.

„Politik auf Augenhöhe statt über die Köpfe junger Menschen hinweg – das ist der Anspruch des Gesetzes. Mehr als zwei Jahre nach seinem Inkrafttreten sehen wir bereits deutliche Fortschritte. In vielen Kommunen sind neue Beteiligungsgremien und Beteiligungsformate entstanden“, sagte die Ministerin. Zur Unterstützung dieser Entwicklung habe das Land neue Beteiligungsformate mit insgesamt 390.000 Euro gefördert.

Weitere wichtige Schritte seien mit dem Kinderschutzstrukturgesetz sowie der Rückübertragung des Landesjugendamtes in die Landesverwaltung erfolgt. Damit seien wesentliche Voraussetzungen geschaffen worden, um zentrale Empfehlungen der Enquetekommission umzusetzen und die Jugendhilfe im Land strategisch weiterzuentwickeln.

Als zentrales Zukunftsthema bezeichnete Drese die Stärkung der Demokratie. „Gerade die Enquetekommission und der Beteiligungsprozess #mitmischenMV haben gezeigt, wie wichtig demokratische Mitgestaltung für junge Menschen ist.“ Deshalb stelle das Land in den Jahren 2026 und 2027 jeweils 450.000 Euro für den Ausbau demokratischer Jugendarbeit bereit. Mit den Mitteln würden unter anderem Jugendverbände, das Beteiligungsnetzwerk MV, Fortbildungsangebote sowie Kinder- und Jugendfreizeiten unterstützt.

Abschließend betonte Drese, dass die Ergebnisse der Enquetekommission nicht das Ende eines Prozesses, sondern den Beginn weiterer gemeinsamer Arbeit markierten. „Die Handlungsempfehlungen liefern wertvolle Impulse für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Entscheidend wird nun sein, die Erkenntnisse konsequent aufzugreifen und gemeinsam mit jungen Menschen an ihrer Umsetzung zu arbeiten. Denn eine jugendgerechte Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns gelingt nur mit den jungen Menschen und nicht ohne sie.“