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Tag: 8. Juni 2026

Neues Wissensportal für das gesamte Bundesland

klima.mv ist gestartet

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern (MV) ist in besonderer Weise von heutigen und vor allem zukünftig zu erwartenden Klimaänderungen betroffen. Erstmals wird nun sämtliches Wissen zu Klimasystem und Klimawandel gemeinsam mit den Erkenntnissen und Aktivitäten zu Klimaschutz und Klimaanpassung in MV auf einem einheitlichen Wissensportal zusammengefügt: klima.mv heißt die neue Website – ein Thema, ein Bundesland.

Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV (LM) und die 2025 ins Leben gerufene Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung am Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG MV) haben über Monate eng zusammengearbeitet und nun die ersten Seiten des Gemeinschaftsprojekts online gestellt.

Klimaschutzminister Dr. Till Backhaus freut sich, dass es jetzt los geht: „Mit dem Portal schaffen wir eine wertvolle Anlaufstelle für unser gesamtes Bundesland. Neben Basiswissen zu Klimawandel und Klimamodellen sind vor allem erste Fakten zum Klima sowie Informationen zu weiterführenden Beratungsmöglichkeiten in MV bereits abrufbar.“

Aber klima.mv wird in nächster Zeit noch wesentlich erweitert. Oliver Weiner, Referent für Klimafolgenanpassung am LM und Mitinitiator des Projekts, konkretisiert die Bedeutung der Themen: „Der sich beschleunigende Klimawandel und unsere nötige Anpassung an sich rasant verändernde Bedingungen betreffen jeden unserer Lebensbereiche.

Ob bei der Arbeit im Freien oder in Schweriner Büros, in der Freizeit beim Sport in Rostock oder unterwegs im Land auf der Ostseeautobahn A20 und selbst im Urlaub beim Sonnenbaden auf Rügen oder Kanufahren auf der Mecklenburgischen Seenplatte: Klima und Wetter sind immer und überall bei uns. Deswegen schaffen wir mit klima.mv ein gemeinschaftliches, faktenbasiertes und lösungsorientiertes Portal für Fachleute und die breite Bevölkerung in MV gleichermaßen.“

André Schumann, Leiter der Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung am LUNG, ergänzt: „klima.mv dient als Schnittstelle zwischen global geltenden Fakten und dem Blick auf unser Bundesland bis hinein in die kommunale Ebene. Klimaschutz und Klimaanpassung bekommen direkt vor Ort damit ein Gesicht – jederzeit und kompakt auf klima.mv.“

Klimawissen bündeln, vermitteln und die richtigen Schlüsse für ein starkes und zukunftsfähiges Land ziehen ist mehr denn je von großem Wert. Denn MV spürt den Klimawandel seit vielen Jahren, im Detail

  • einen deutlichen Anstieg der Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad Celsius seit 1881
  • eine markante Zunahme Heißer Tage mit mindestens 30 Grad Celsius
  • auffällige Änderungen des Niederschlagsverhaltens mit trockeneren Sommern und nasseren Wintern
  • eine konstante Zunahme sowohl von Starkregenereignissen als auch längeren Trockenphasen
  • einen weiteren, sich beschleunigenden Anstieg des Meeresspiegels mit veränderten Sturmflutrisiken.

Diese und viele weitere Zahlen, Daten und Fakten sind ab sofort auf klima.mv einsehbar. Die Köpfe hinter dem Klimaportal sind auch unterwegs: auf bundesweiten Fachveranstaltungen wie dem ExtremWetterKongress und der KlimaManagementTagung genauso wie vor Ort in MV. Formate wie Hitzeschutzsymposien oder Bürger- und Dialogforen wurden bereits und werden auch zukünftig veranstaltet, um mit Menschen in Ludwigslust, Güstrow, Wulkenzin oder Grevesmühlen in direkten Kontakt zu gehen. Auf klima.mv besteht zudem die Möglichkeit, sich für den Fachnewsletter anzumelden oder an Online-Webinaren teilzunehmen.

Klima. Wissen. Vermitteln. Ab sofort auf klima.mv. Ein Fachportal. Ein Bundesland.

Krisenmanagement an Bildungseinrichtungen

Deutsch-polnischer Bildungsausschuss berät in Görlitz zu Krisenprävention und Krisenmanagement

Görlitz – Wie können Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen auf Krisen vorbereitet werden?  Das „Management von Krisen in Bildung und Wissenschaft“ steht im Mittelpunkt der 17. Sitzung des Deutsch-Polnischen Bildungsausschusses, die am 9. und 10. Juni 2026 in der Europastadt Görlitz stattfindet. Sie wird vom Staatssekretär des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern Tom Scheidung sowie Magda Witan aus dem Ministerium für Nationale Bildung der Republik Polen geleitet.

Tom Scheidung, Staatssekretär, Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern: „Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher, politischer und humanitärer Herausforderungen gewinnt das Thema Krisenmanagement an unseren Schulen, aber auch an den Schulen in Polen, an Bedeutung. Daher ist es wichtig, sich auch überregional über Frühwarnsysteme, Krisenprävention sowie Konzepte zum Krisenmanagement an Bildungseinrichtungen zu verständigen.“

Wilfried Kühner, Staatssekretär, Sächsisches Staatsministerium für Kultus: „Herausforderungen im Schulalltag machen nicht an Grenzen halt. Gesammelte Erfahrungen im Krisenmanagement wollen wir bündeln und durch grenzüberschreitenden Austausch weiterentwickeln. Mit dem ‚Notfallmanagement‘ geben wir unseren sächsischen Schulen konkrete, praxistaugliche Handlungshilfen an die Hand – sei es beim Umgang mit technischen Störungen, bei Gewalt oder in akuten Bedrohungslagen. Darüber hinaus bringen wir Präventionsprogramme wie ‚Prävention im Team (PiT) Ostsachsen‘ direkt in unsere Klassenzimmer.“

Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz: „Wir freuen uns, als Europastadt Görlitz/Zgorzelec Gastgeber für den 17. Deutsch-Polnischen Bildungsausschuss sein zu dürfen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen wird bei uns mit all ihren Herausforderungen organisiert und gelebt. Als Tagungsort bringen wir deswegen die Perspektive der alltäglichen Praxis ein, die wir gern mit den Kolleginnen und Kollegen der beteiligten Partner teilen und daraus gemeinsam Lösungsansätze für das zukünftige Krisenmanagement entwickeln möchten.“

Die Tagung findet an drei Standorten in Görlitz statt: dem Augustum-Annen-Gymnasium, dem Beruflichen Schulzentrum „Christoph Lüders“ und der Hochschule Zittau/Görlitz. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen neben dem Management von Krisen der Aufbau von Netzwerken der Schulen im grenznahen Raum mit bilingualer/binationaler Ausrichtung sowie die Vernetzung der Länder in der Bildungszusammenarbeit.

Der Deutsch-Polnische Bildungsausschuss setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der nationalen und regionalen Ebene beider Länder zusammen. In drei Fachgruppen erarbeitet er Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit im Bildungsbereich in den Bereichen allgemeine schulische Bildung einschließlich frühkindlicher Bildung, berufliche Bildung sowie Hochschulbildung. Ziel ist es, die Bildungszusammenarbeit beider Länder nachhaltig zu stärken und gemeinsame Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten.

Weitere Informationen zum Deutsch-Polnischen Bildungsausschuss sind auf www.regierung-mv.de zu finden.